Der VW Abgasskandal – Etwas Licht ins Dunkel

30. September 2015 | Von | Kategorie: Blog, Medien, Mobilität

150494_web_R_by_O. Fischer_pixelio.deSeitdem bekannt geworden ist, dass VW bei den Abgasmessungen mithilfe von eigens dafür programmierter Software die Messergebnisse manipuliert hat, sind dutzende Artikel zu dem Thema erschienen. Wobei die meisten davon sich mit möglichen Strafen für VW beschäftigten, damit, was das für den Standort Deutschland bedeutet, was für Köpfe nach dem Rücktritt von VW Chef Winterkorn noch rollen sollten, oder allgemein auf moralische Aspekte abzielten oder gleich zu einem Rundumschlag gegen die gesamte Automobilindustrie ausholen.

Dabei sind einige ganz entscheidende Fragen zumeist unbeantwortet geblieben. Ob das so ist, weil die Redakteure ihre Leser nicht mit zu technischen Details überfordern wollten, oder weil die Beantwortung oder selbst das Stellen dieser Fragen ein gewisses Maß an Technikverständnis und Recherchefähigkeit erfordert, Eigenschaften die in vielen Redaktionsstuben nicht mehr besonders ausgeprägt vorhanden sind, sei dahingestellt.

Fragen die sich angesichts des VW-Skandals aufdrängen sind etwa, ob nicht auch andere Autohersteller ihre Autos so einstellen, dass sie auf dem Prüfstand anders reagieren, als im realen Straßenverkehr (Antwort: Sie tun es). Warum ließ VW die Harnstoffeinspritzung nicht dauerhaft auf höherem Niveau laufen (Antwort: Eine Mischung aus Kostensparender Bauweise und weltfremden Vorschriften von Seiten der Behörden). Wie wahrscheinlich ist es, dass Winterkorn nichts von der Schummelei wusste (Antwort: Nicht sehr wahrscheinlich, die EPA jedenfalls ging davon aus, dass die Konzernleitung Bescheid wusste).

Die detaillierten Antworten auf diese Fragen und auch Hintergründe, warum der Skandal erst jetzt hohe Wellen geschlagen hat, wo doch die Messungen die zur Aufdeckung führten, schon vor über einem Jahr durchgeführt worden sind, gibt der Übersichtsartikel „Im Nebel des Abgasskandals“, der bei Heise Autos erschienen ist. Hier ein Auszug gemeinsam mit einer wärmsten Leseempfehlung:

Volkswagens Skandal um massiv überhöhte Stickoxid-Werte in zwei gemessenen Motorvarianten zieht gerade weite Kreise. Beide Kirchenoberhäupter Deutschlands, ebenso die Bundeskanzlerin, Elon Musk und Arnold Schwarzenegger haben sich schon öffentlich geäußert. „Das Ende ist nah!“, erschallen die Rufe, das Ende des Diesels und der deutschen Autoindustrie und überhaupt. Das wird so weitergehen, bis wir die nächste Sau durchs Dorf peitschen. Deshalb hier eine Bestandsaufnahme der Dinge, die wir bis jetzt wissen und vor allem auch einige Mahnungen darauf, dass wir die wichtigsten Dinge nicht wissen und wahrscheinlich nie erfahren werden.

Worum geht es eigentlich?

Es geht um massiv überhöhte Stickoxid-Emissionenvon zwei Dieselmotor-Varianten, die eine Universität (West Virginia University) für das unabhängige Institut ICCT (International Council on Clean Transportation) im Mai 2014 maß. Hier das ausführliche Testprotokoll. Eigentlich erwarteten die Mitarbeiter des ICCT, dass ihr Test eines VW Jetta mit NOx-Speicherkatalysator, einem VW Passat mit SCR-Katalysator und Harnstofflösungseinspritzung und einem BMW X5 mit SCR-Kat UND NOx-Speicherkat, gute Werte aufzeigen würde, mit denen sie ein Argument pro Diesel im PKW führen könnten. Beide VWs setzen einen turbogeladenen Reihenvierzylinder mit 2 Litern Hubraum ein, der BMW einen turbogeladenen Reihensechszylinder mit 3 Litern Hubraum. Die VWs sind frontgetrieben, der BMW hat einen Allradantrieb. Alle Autos waren mit Sechsgang-Automatikgetrieben ausgestattet.

Der Volkswagen-Motor mit dem Speicherkatalysator emittierte dabei je nach Strecke im Schnitt das 15- bis 35-fache der gültigen Grenzwerte (mit Spitzen beim 40-fachen), der Volkswagen-Motor mit SCR-Kat das 5- bis 20-fache. Der BMW-Motor blieb im Stadtverkehr und beim Highway-Cruisen unter oder im Bereich des Grenzwerts. Er überstieg ihn erst um etwa das 10-fache auf der Bergstrecke. Ausgerechnet der schwere, große Allrad-SUV verhielt sich also in etwa wie erwartet, die kleineren Dieselautos wichen so krass von ihren Zulassungswerten ab, dass sie im Labor noch einmal nachgemessen wurden. Dabei fiel auf, dass auf dem Prüfstand beste Werte gemessen werden konnten, die im Fahrversuch jedoch nie auch nur annähernd erreicht wurden.

Hier weiterlesen.

Titelbild: O. Fischer  / pixelio.de

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18 Kommentare
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  1. Die „Industrie“ hat sich leider nie gegen unsinnige Umweltstandards mit technisch physikalischen und volkswirtschaftlichen Argumenten zur Wehr gesetzt. Willfährig sprangen alle auf den rasenden „Ökozug“ auf. Schon Handwerker werben groß mit Umwelt und Nachhaltigkeit. Grün muß alles sein, auch wenn bei ein wenig Nachrechnen Unsinn deutlich wird. Mit „Umweltstandards“ wird vor allem Kostentreiberei betrieben. Erst wurden durch immer neue Forderungen zur Sicherheit bei Kernkraftwerken mit der Einführung der „5. Kontrollampe zur 6. Warnlampe“ immer mehr Nachriüstungen und Kosten fällig. Bei den KFZ lösten sich die Euronormen und Plaketten ab, wobei auch noch ein kleiner Wirtschaftskrieg zwischen Deutschland und anderen europäischen Autobauern ausgefochten wurde. Sicher brachten Filter in Großkraftwerken und Katalysatoren Fortschritte, wenn man die Forderungen aber so weit treibt, daß mit Betrug reagiert wird, hat man strategisch die Industrie ins Herz getroffen. Dieser langfristig tödliche Schuß ist das Ziel der Ökofaschisten. Leider arbeiteten ihnen die, die es besser wissen müssten willfährig in die Hände. Warum berichten unsere Medien so wenig gut recherchiert? Warum halten die Medien das Damoklesschwert ungelöste Endlagerfrage immer noch hoch? Warum berichtet niemand über die Lösung „Energie statt Endlager“ mit Transmutation? Warum berichtet niemand über die Vernichtung gigantischer Volksvermögen in den Aktienwerten von EON, RWE, ENBW, VW? Die Zulieferer folgen noch.
    Antwort: Einige erfreut es, das sind die Endtzeitpropheten, und die anderen trauen sich nicht den Mund aufzumachen, weil es ihr politischer Selbstmord wäre. Man kann nicht zugeben, daß man ein Volk in die Irre geführt hat. Wie geht der Amtseid mit Schaden vom deutschen Volk abwenden usw.?

  2. Das kommt davon, wenn man sich als Industrie und Wirtschaft mit dem moralischen CO2 Teufel (Umwelt- und Klima NGOs) ins Bett legt anstatt diese von vornherein mit sachlichen Argumenten zu bekämpfen.
    Man dachte anscheinend, dass man als Deutsche Industrie und Wirtschaft besser fährt, wenn man sich mit diesen Umwelt- und Klima NGOs = CO2 Glaubenskirche vereinigt und dadurch evtl. noch neue Absatzmärkte (CO2 arme Autos) aufmacht. Ging vielleicht am Anfang auch ganz gut aber man kommt halt früher oder später an einen Punkt, da kommt man OHNE CO2 und niedrigeren Abgaswerten einfach nicht mehr aus und genau dann beginnt das Schummeln und der Betrug am Kunden und an sich selbst. Und hier sollte sich nicht nur VW an die eigene Nase fassen, sondern die gesamte Deutsche Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft.
    OHNE CO2, OHNE EMMISSIONEN KEINE WIRTSCHAFT; KEINE WERTSCHÖPFUNG; KEIN MEHRWERT; KEINE GUT BEZAHLTEN ARBEITSPLÄTZE; KEIN WOHLSTAND; KEIN SOZIALSYSTEM:

  3. #1 und #2

    Die „Industrie“ hat sich leider nie gegen unsinnige Umweltstandards mit technisch physikalischen und volkswirtschaftlichen Argumenten zur Wehr gesetzt…

    Das kommt davon, wenn man sich als Industrie und Wirtschaft mit dem moralischen CO2 Teufel (Umwelt- und Klima NGOs) ins Bett legt anstatt diese von vornherein mit sachlichen Argumenten zu bekämpfen.

    Ja, das genau ist das Problem. Man gewinnt den Eindruck, unsere Verantwortlichen in der Industrie glauben offensichtlich, sie könnten die NGOs und die Beamten in Umwelt-Behörden und -Ministerien dadurch besänftigen, dass sie auf ihre Forderungen so weit wie möglich eingehen und diese dann irgendwann von ihnen ablassen werden.

    Dass das ein Trugschluss ist, sollten die Erfahrungen der letzten Jahre sie eigentlich gelehrt haben. Sobald man eine Forderung etwa nach weniger Verbrauch oder verringerten Emissionen erfüllt, wird die Messlatte danach einfach höher gelegt. Wobei naturgemäß jede neue Verschärfung zu technisch immer aufwendigeren und teureren Lösungen führen muss.

    Nach dem gleichen Muster wird auch mit Pestiziden in der Landwirtschaft, Rückständen in Lebensmitteln im Ultraspurenbereich und bei Additiven und dergleichen in Konsumartikeln aus Kunststoff oder dergleichen verfahren. Die Antwort der Hersteller ist in aller Regel, dass sie vor dem Druck der in Medien und Öffentlichkeit Meinungsstarken Interessenverbände einknicken und deren Forderung erfüllen oder gar übererfüllen. Nur um sich wenig später wieder am Pranger zu finden, weil diesmal ein neuer Stoff oder eine genauere Analysenmethode dazu führt, dass wieder neue Forderungen gestellt werden.

    Der einzige Ausweg aus diesem Teufelskreis ist, den Forderungen sachlich und bestimmt zu begegnen und als unsinnig und nicht zielführend zurückzuweisen. Das erlebt man allerdings viel zu selten, so dass immer mehr Geld für nicht sinnvolle Maßnahmen ausgegeben wird. Der Volkswirtschaftliche Schaden dadurch wird sicher etliche Milliarden Euro betragen. Geld das man, aus Sicht des Umweltschutzes, anderswo sinnvoller verwenden könnte.

  4. Das feige Einknicken von Vorständen, Professoren, Medien und Politik vor dem aufgebauten (aufgebauschten) Ökoaltar ist das Problem. Die haben alle Daten, das Wissen, kennen die Zusammenhänge, aber wie vor den marschierenden dummen braunen Horden der SA knicken sie ein und wollen ein wenig vom „Ökoglanz/Führerglanz“ abbekommen. Den Prellbock für den Ökozug will niemand sehen.(siehe 1945) Die Schuld der Medien, die diesen Zug seit Jahren dumm beschleunigen kennzeichnet niemand. „Wissenschaftler“ haben schon einmal die Rassegesetzgebung wissenschaftlich unterstützt. Was machen jetzt „Wissenschaftler“ wie Rahmsdorf und Schellnhuber mit der Ausnützung des Zeit (Un) Geistes?
    Was könnten wir in Deutschland alles positiv schaffen? Wir bräuchten nur ideologischen Unfug weg lassen! Wir hätten Milliarden für Altersvorsorge, Flüchtlinge, Ausbildung, echten Umweltschutz und Wohlstand übrig. Aber Deutschland will sich wohl selbst abschaffen, Politik, Medien und Ökofaschisten arbeiten in einer großen Koalition zusammen. Atom weg, Kohle weg, Autos weg, Wohlstand weg, so werden wir beim glücklichen „Ötzi“ mit seiner gesunden Lebensweise landen. War der eigentlich Veganer, oder hungerte nur aus Not so dahin?
    Uns kostet das den Kopf, warum wehren sich nicht mehr Bürger?

  5. @Rudolf Kipp #3
    Und dabei sind ja die Abgaswerte nur ein Teil der Vernichtungsstrategie der Grün-Sozialisten gegen unsere Wirtschaft und Wohlstandsgesellschaft.
    Darüber hinaus gibt es auch das „vernichtungswort“ KREBS. Alles ist heute doch gleich mit krebserregend gegeiselt, was nicht in die Grün-Sozialistische Ideologie passt. Und die Ärzteschaft spielt da auch noch schön mit. Man will ja an dieser Angst- und Einschüchterungsmasche auch mitverdienen.
    Es wundert mich nicht, dass wir nach Jahren der Krebs Propaganda in Deutschland immer mehr psychisch Kranke haben.

  6. Ein interessanter Artikel, wie man den Regelverstoß von VW auch sehen kann, vor allem aus amerikanischer Sicht war gestern im American Thinker.. Ich kann mir aber leider nicht vorstellen, dass VW sich auf der Linie, die da vorgeschlagen wird verteidigt. Notwendig wäre es aber unbedingt, dass auch mal Front gegen die Legislative gemacht wird und nicht nur immer Lobbyarbeit hinter den Kulissen mit Beziehungen und dunklen Netzwerken so ganz im Sinne des politischen Kapitalismus.

  7. Ja, Front gegen die unverantwortliche (unwissende?) Legislative machen. Die Masse der CDU/CSU- Abgeordneten sind direkt gewählt, haben eine direkte Verantwortung gegenüber ihren Bürgern und die Mehrheit absolut im Wahlbezirk. Die äußern sich auch wirklich verantwortlich, z.B. Christian v. Stetten in unserem Wahlkreis. Die Listenkandidaten der „Listenparteien“ plappern den Unfug der Parteilinie nach. Das sind die Listenkandidaten wie in der Volkskammer. Ganz schlimm bei den Grünen. Die LInken sehe ich solange Gysi noch da ist, als politisches Kabarett.
    Am Samstag treffe ich MdB von Stetten, ich werde mit ihm reden. Nicht mit allen Politikern kann man reden, weil wir schon keine gemeinsame Sprache mehr haben, Ick nich sprech Ökosprech….

  8. VW hat sich ein „Ei“ gelegt und muss das jetzt ausbügeln.
    Da auch ein Bundesland Aktionär ist, dürfen am Ende wir Bürger die Schadenersatzansprüche über unsere Steuern bezahlen.

    Herr Reichart:
    Sie wissen, dass MdB von Stetten eine PV-Anlage mit 3,2 MWp betreibt? Die Vergütung beträgt ca. 400.000€ im Jahr!

    Sie wissen, dass Sie Ihre Bankdaten veröffentlicht haben?! BLZ: 600 694 42, Kto.
    Wo steht denn auf Nuklearia was von Transmutation? Wo gibt es so ein tolles Kraftwerk, was sind die Baukosten?
    Darf das im Sonnenweg in Oberspeltach gebaut werden? Die Bürger werden dann selbstverständlich umgesiedelt.

  9. Die Amerikaner werden VW platt hauen!
    Es wird vom größten Industrieskandal seit 45 palavert.
    Ein nichts ist das. Wie lächerlich!
    Techinkfeinde spezifizieren hier per Gesetz was der Käufer bekommt. Leute, die von tuten und blasen keinen Schimmer haben dürfen sich hier austoben. Und wenn sie dann den! deutschen Konzern kaputt gemacht haben, machen sie sich noch lustig. Sie servieren dem Volk den Tod und das Volk bejubelt es noch.
    Die Anderen sind kaum besser und Euronorm 6 ist defakto nicht implementierbar.
    Der größte Industrieskandal ist die Energiewende!

  10. Die Amerikaner könnten vielleicht aber auch etwas lernen und sie tun das vielleicht eher als unsere Bonzen. Schön beschrieben wird das in einem Artikel von Marita Noon im ‚The American Spectator‘, wo sie schreibt:

    The fact that, while waving the flag of environmental virtue advocated by Pope Francis, those, with the world’s best engineering at their fingertips, had to use the expertise to develop a work-around should serve as a lesson to policymakers who pass legislation and regulation on ideology rather than reality.

  11. #8 Michael 1, natürlich ist mir das bekannt. Auch einem MdB ist es nicht verboten von unsinnigen Gesetzen EEG zu profitieren. Die Familie v. Stetten ist mir bekannt und nur durch geschickten Umgang mit dem Erbe, seit ca. 1000 Jahren, kann man bestehen. Es ist für ein Spendenkonto, hier für Flüchtlinge, typisch, daß die Daten veröffentlicht werden. Sie können gerne spenden.Das erste Kraftwerk steht als BN 800 in Rußland und verwandelt Waffenplutonium in Energie. Es gibt Abrüstungsverträge, wie Sie hoffentlich wissen. Warum Sie mit der Seite von Nuklearia e.V. nicht zu potte kommen, verstehe ich nicht. Sie sollten eventuell das Häkchen „Antiatom“ bei Ihren Grundeinstellungen löschen.
    Meine Nachbarn rund um den Sonnenweg haben auch alle PVA, das nützt den Familien mit vielen Kindern, ich verstehe mich mit diesen „Ökoprofiteuren“ ausgesprochen gut.

  12. @ Gerhard Straten #6
    Sehr interessanter Artikel. Die Frage, ob ein einhalten der EPA NOx-Regularien nicht zu größeren Umweltauswirkungen führt als deren Umgehung könnte vor Gericht noch spannend werden. Und die generelle Sicht des Autors, dass das demonstrieren von zivilem Ungehorsam bei offensichtlich unsinnigen Gesetzen durchaus sympathisch ist, teile ich durchaus.

  13. Auch in Großbritannien überwiegt (bei einigen..) der Ärger über dümmliche Umweltauflagen den Äger über die VW Pfuscherei..

    https://www.95places.com/the_spectator_-_deutsch/article/372/der_dieselskandal_von_volkswagen_wurde_getrieben_von_der_obsession_mit_co2

  14. Licht ins Dunkel bringen…..macht jetzt auch Werner Sinn……Protektionismus.

    Die fragwürdige Rolle von Umweltstandards in der Autoindustrie

    Diese Standards dienen nämlich nicht nur dem Umweltschutz, sondern entstehen immer auch unter dem Einfluss mächtiger Wirtschaftsinteressen. So haben die USA ihre Grenzwerte für den Stickoxidausstoß kleiner Dieselmotoren in der Vergangenheit stets so eng gefasst, dass die europäischen Dieselmotoren dort nicht Fuß fassen konnten. Zuletzt geschah dies im Jahr 2007, also etwa in der Zeit, in der sich VW zu manipulieren entschloss. Das war nichts anderes als Protektionismus mit einem nicht-tarifären Handelshemmnis. Auch in Europa greift dieser Protektionismus um sich. Wie sonst kann man es erklären, dass die EU-Kommission die Restriktionen für den Kohlendioxidausstoß von Pkws immer weiter verschärft, ohne bei Elektrofahrzeugen die Emission in den Kraftwerken mitzuzählen? Diese sind beim deutschen Energiemix mindestens so hoch wie die Emission eines modernen Dieselmotors.

    Joo….damit kann man auch die unbeliebten Mitbewerber von seinen einheimischen Markt fern halten.
    Naja….bald kommt TITP…..und alles wird gut……

    H.E.

  15. @Heinz

    Ich denke das springt zu kurz. In amerikanischen Ballungsgebieten ist NOx und Feinstaub ein größeres Problem als in Europa. Das liegt an den Wetterlagen und der höheren Sonneneinstrahlung.
    Das heißt es gibt auch einen sachlichen Grund in der USA engere Grenzwerte zu haben. Es ist einfach generell sauberer Benzin zu verbrennen, solange man kein Blei rein schüttet. Das war schon immer so. In Deutschland wurde der Diesel aber über Jahrzehnte steuerlich so gehätschelt und als umweltfreundlich gepriesen, dass vielleicht auch ein Amerikaner zu dem Schluss kommen konnte, dass deswegen die amerikanischen Benziner in Deutschland nicht Fuß fassen konnten.

    Interessant ist was auch im Grunde verschwiegen wird, dass auch das Bahn fahren jahrzehntelang in Deutschland wegen des Energiemixes nicht umweltfreundlicher war als ein Benzinmotor. In Frankreich allerdings wegen der bösen Kernenergie ist sowohl das Elektroauto als auch die Bahn schon Jahrzehnte umweltfreundlicher als beim angeblichen Umwelt- und Klimaweltmeister Deutschland.

  16. Tja Günter….da bin ick dann mal gespannt, wie dat Freihandelsabkommen aussehen wird, wenn nationale Umweltgrenzwerte derart starke Unterschiede haben und wer sich am Ende mit seinen Grenzwerten durchsetzen wird.

    Wenn se mal auch inner Finanzwirtschaft solch harte Grenzen anwenden würden…..müssten wir nich heute noch drunter leiden, dat in den USA die Leutchens ohne Einkommensnachweis ein Haus bauen durften.

    Naja….den Bullshit ham wa ja auch zunehmend in Europa…..inzwischen ist schon Spüli ein Gefahrgut….und das Odeurmittel, das unser Erdgas zum stinken bringt…..steht inzwischen auch schon unter Verdacht, krebserregend zu sein.

    Keine Ahnung….wo dieser „Umweltschutzwahn“ noch enden wird, wenn einzelne Lobbyisten ungeschoren ihre Interessen per Gesetz manifestieren lassen können.
    H.E.

  17. Wie schon gesagt…mit gezielt gerichteten Umwelt-Klimaverordnungen/Auflagen und Gesetzen kann die Politik = Gesetzgeber/Lobbyverein jeden Wirtschaftszweig und jeden Unternehmer wirtschaftlich und privat zu Grunde richten.
    Wir Bürger und Wähler haben dieser unkontrollierten Poltiik mit unserer Stammwählermentalität viel zu viel Freiraum gelassen.
    Solange der Bürger/Wähler nicht selbst handelt, in dem er nach Vernunft und Verstand wählt oder auch ungültig wählt, wird der Bürger/Wähler weiter von der Politik gehandelt. Die Deutsche Bundestagspoltiik ist über die Jahre zu einen Kartell der Egoisten und Selbstbediener geworden, da die Poltiik immer sicher sein konnte, wieder gewählt zu werden und die anderen Parteien waren ja eh Nazi- oder Spinnerparteien und wenn das Bashing all zu hoch ausgefallen ist, dann haben die etablierten Parteien auch schon mal die Nicht-Demokratische-Keule rausgeholt.
    Die etablierten Parteien stellen sich schon seit Jahren über das Recht, die Deutungshoheit (korrektes Politiksprech) und den Willen der Wähler/Bürger.
    Es gibt keinen Unterschied mehr zwischen der Deutschen Bundestagspolitik und der Mafia.

  18. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/umweltministerin-barbara-hendricks-will-kaufpraemie-fuer-elektroautos-13855762.html

    Ökonomischer und naturwissenschaftlicher Analphabetismus.

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