Desertec Aus

8. Oktober 2014 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Photovoltaik, Politik, Windkraft

DesertecDie Industrie-Initiative Desertec wollte in der Wüste Strom für Europa und Afrika produzieren. Nachdem sich immer mehr Geldgeber zurückgezogen haben, steht das Projekt jetzt vor dem Aus.

Deutsche Technologie- und Baukonzerne wie Siemens, Bosch, Eon oder Bilfinger haben sich schon abgewandt, genauso wie die ursprünglich namensgebende Desertec-Stiftung. Das Unternehmen Desertec steht vor dem Aus.

Bis 2050 sollte Desertec den Weg für den Bau Hunderter Öko-Kraftwerke in Nordafrika und dem Nahen Osten ebnen, die zusammen den Strombedarf der Region zu großen Teilen decken könnten und dazu noch rund 15 Prozent des europäischen Verbrauchs. Dieses Vorhaben ist jetzt offensichtlich gescheitert.

Am Montag treffen sich die beteiligten Firmen, darunter die Deutsche Bank, Munich Re und mehrere europäische Energiekonzerne, um eine Entscheidung über die Zukunft zu treffen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass sie dem Projekt den Geldhahn zudrehen werden.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

17 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Jetzt möchte ich als nächste gute Nachricht hören: Der Euro wird aufgelöst und D kehrt zu einem Geld zurück ;-(

  2. Irgendwelche staatlichen Subventionen wird man doch noch irgendwo kriegen können, oder? \Ironie aus.

  3. leider,
    denn Solarkraft aus dieser Gegend wäre trotz der weiten Transportwege weit sinnvoller, als das meiste „Grüne“ was sonst so gemacht wird.

    Primär ist die politisch instabile Lage in vielen Ländern Nordafrikas schuld am Scheitern, in einigen Regionen herrscht eigentlich der Terror. Da kann man nichts aufbauen und so schnell wird sich da wohl auch nichts ändern. Schade.

  4. @Sylke

    leider,
    denn Solarkraft aus dieser Gegend wäre trotz der weiten Transportwege weit sinnvoller, als das meiste “Grüne” was sonst so gemacht wird.

    Sorry das ich das so hart sagen muss…….Dein Argument is Bullshit.

    1.) Desertec ist eine 500 Mrd Euro teure Schnapsidee einschlägig interessierter Kreise (Banken, Versicherungen, Hersteller).
    2.) Warum soll sich Afrika missbrauchen lassen als Stromlieferant…..wenn se selber eigentlich diesen Strom bräuchten?
    3.) Am Tage der „Erfindung“ dieser Schnapsidee war schon klar, das die instabilen politischen Gegebenheiten in dieser Gegend ein Ausschlussgrund war……….und spätestens, als der „arabische Frühling“ logetreten wurde, das Projekt sofort eingestellt hätte werden müssen.
    4) solarthermische Kraftwerke (z.B. Andasol) …..brauchen Kühlwasser (und dat inner Wüste) und Erdgas…..um rund um die Uhr auch Strom produzieren zu können……denn zur Mittagszeit reicht schon der Solar-Müll, der in Deutschland rumsteht, unser Stromnetz zur Sau zu machen.

    5.)…….die Möglichkeit den Bundesbürger per EEG unverschämt in die Finanzkasse greifen zu dürfen……weckte Begehrlichkeiten……es ging niemals um Klimaschutz oder Ablösung von Fossilen Brennstoffen…….es ging einzig und alleine nur darum, fette Gewinne auf unsere Kosten zu machen.

    Auch wenn man Scheiße grün lackiert….bleibt es doch nur Scheiße.
    Onkel Heinz…….hart aber herzlos

  5. Nachtrag:

    Wenn Solar überhaupt einen energetischen Sinn machen soll…….darf man keine Nord-Süd Leitung ziehen, sondern eine Ost-West-Leitung……wegen mir von Portugal bis nach China……weil dann die wandernde Sonne eine Verteilung der Strömlinge über größere Tagesbereiche ermöglichen würden…..ok, wie sich das dann mit den zunehmenden Netzverlusten auf 10.000 Km verhält, steht dann auf einen anderen Blatt Papier.

    Rein theoretisch müsste in Äquatornähe eine gigantische, weltumspannende Stromtrasse gezogen werden….einschließlich einer installierten Solarleistung, die das 8-10 fache der Weltstromverbrauches erzeugt.
    Dieses Projekt wäre dermassen gigantisch……und Ressourcenfressend…..das es wohl nie realisiert wird.

    PS. Klingt bekloppt, wird aber in Öko-Kreisen gerne mal diskutiert.
    H.E.

  6. Heinz,
    Desertec kommt direkt als Idee vom Club of Rome.
    http://www.clubofrome.de/desertec.html

    Banken und Versicherungen haben vielleicht de CoR gegründet 😉

  7. 2. Nachtrag:
    Ähm….a bisserl Zahlen um den Gigantismus sichtbar zu machen.

    Der Weltstromverbrauch belief sich 2010 auf 23.800 TWh……..die mittlere Gesamtleistung liegt bei 2.700 GW……die wir nun ständig übern Globus jagen müssten…..wollten wir den Solarquark systemrelevant machen wollen.

    Wer Lust hat, kann ja mal bei dieser Leistung den Kabelquerschnitt berechnen (1 Megavolt HGÜ)……einmal mit Kupfer und das andere mit Aluminium……und dann die Masse des benötigten Metalls ermitteln.
    Euch werden die Haare zu Berge stehen…..unter Garantie.

    H.E.

  8. @4 Heinz Eng: Na Onkel Heinz, da ist wohl wiedermal der Pitbull ausgerissen. Prinzipiell haste ja recht aber die politisch instabilen Verhältnisse sind ja nicht der einzige Grund für das Scheitern. In den fünfziger Jahren hat man damit schon mal rumgesponnen, wollte aber Mittelmeerwasser mit Elektrolyse zerlegen und Wasserstoff nach Mitteleuropa transportieren. Ich denke an Parabolrinnenkraftwerke, die mit Öl über einen Salzspeicher einen konventionellen Dampfkreislauf betreiben. Da haste Strom rund um die Uhr und das Wasser pummpste ausm Meer, wenn die Dinger nicht zu weit weg stehen. Aber jetzt kommt der Terrorist oder der Sandsturm oder beides und dann sind die schönen Spiegel nicht mal mehr zum Rasieren geeignet. Dann ist da noch die blöde Ökonomie, auch wenn man einen Teil des Stroms im Dorf lässt, was geplant war, ist die Übertragung vom Rest nach Brüssel wohl eher ein Witz, selbst mit HGÜ. Ich hab mich auch gewundert, dass so viele rennomierte große Unternehmen in so ein Projekt einsteigen und erst dann überlegen obs sinnvoll ist.

  9. @Rassbach
    Ihhhgittigitt….Du nu wieder:

    Global Marshall Plan

    Die Vision der Global Marshall Plan Initiative ist eine Welt in Balance! Sie ist eine Allianz vieler Organisationen und Plattform für Aktivitäten. Gemeinsam weisen sie auf die skandalösen Missstände dieser Welt hin und schaffen Bewusstsein für eine faire und gerechte Weltordnung: Eine globale Ökosoziale Marktwirtschaft.

    CLUB OF ROME-Schulen
    Nachhaltigkeit als Grundhaltung in allen lebens- und Schulbereichen
    • Selbstwirksamkeit erleben -- eigenständige Handlungsfähigkeit wird in schulischen
    Projekten und in Bildungspartnerschaften vor Ort gelebt
    • Denken: Global – Handeln: Lokal – Vermittlung der Überzeugung, dass jeder in
    deiner Region zu Hause und gleichzeitig Mit-Bürger „EINER Welt“ ist
    • Bildung: Ganzheitlich -- Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“
    • Lernförderung: individuell
    • Differenzierte Förderung individueller Talente und Begabungen
    • Schulentwicklung: stetig und aktiv – Entwicklung innovativer Lernkonzepte und Projektideen im Sinne der CLUB OF ROME -- Bildungsziele

    Der „Eine Welt-Mensch“…….austauschbare Arbeitssklaven…..oder so ähnlich.
    Bähh………..ich muss wech.
    H.E.

  10. Heinz,

    Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“

    Die Finanzierer von ISIS wollen scheinbar so:

    Lernen mit „ Herz und Hand“

  11. @Rolf

    Ich denke an Parabolrinnenkraftwerke, die mit Öl über einen Salzspeicher einen konventionellen Dampfkreislauf betreiben. Da haste Strom rund um die Uhr und das Wasser pummpste ausm Meer,….

    Da muss ick dir leider enttäuschen…..der Pittbull hat Recht….wie immer*grins.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Andasol

    Wenn die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht, um drohende Salzstarre im Speicher zu verhindern, werden die Speicher mit Erdgas geheizt. Dieser Erdgasverbrauch ist mit ca. 15 % der Gesamtenergieproduktion von Andasol kalkuliert (festgelegt in der Vereinbarung über die Einspeisevergütung). Je Andasol-Einheit dürfen deswegen jährlich ca. 25.000 MWh bzw. ca. 3 Millionen m3 Erdgas für die Speicherheizung verwendet werden……

    Joo……Mogelpackung…..mit enormen Wasserverbrauch……und Nachts sind alle Katzen grau.

    Bei so technischem Zeuch hab ick ein Gedächtnis wie ein Elefant……..
    H.E.

  12. @heinz

    .ok, wie sich das dann mit den zunehmenden Netzverlusten auf 10.000 Km verhält, steht dann auf einen anderen Blatt Papier.

    welche verluste?

    wenn ich mich richtig erinnere hatte siemens doch das ohmsche gesetz abgeschaft… die hatten was von verlustfreier HGÜ- technik geschwafelt 😉

  13. Das wichtigste ist schon gesagt, und zwar von Heinz, dem Formvollender. Es war von Anfang an eine Schnapsidee, die auch unter den günstigsten Bedingungen nie erfolgversprechend war. Lieber richtige Sciens Fiction kaufen, die ist untrhaltsamer und nicht so teuer.

    Aber das Nachlesen über die HGÜ-Technik hat mich wirklich überrascht. In China hat die Leitung über 1500 km rund nur 1,5 % verlust, zuzüglich der Wandlerverlust unter 5 % insgesamt. Ich hätte nicht geglaubt, dass das zu schaffen wäre. Aber die Technik liefert hier erstaunliches! Nur bei BARD krigen die es nicht in den Griff …

  14. Schade! Man hätte hier so viele ISIS-Leute mit Spiegelputzen beschäftigen können.

  15. Ach, weil wir gerade so schön bei Pleiten, Pech und Pannen sind……….

    Juwi AG: Müssen die Gründer aufgeben?

    Die Krise der Juwi AG, lange Zeit Deutschlands Vorzeigeunternehmen Nummer eins in Sachen erneuerbarer Energie, ist tiefer als erwartet. Wie das Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, sucht der Insolvenzfachmann Kolja von Bismarck (55) von der Wirtschaftskanzlei Linklaters in letzter Minute Geldgeber, die sich an dem abgestürzten Projektentwickler beteiligen, dessen Umsatz 2013 um fast ein Drittel auf 700 Millionen Euro eingebrochen war.

    Die Verluste, rund 100 Millionen Euro Verlust seit Anfang vergangenen Jahres, haben den größten Teil des Eigenkapitals aufgezehrt. Die Eigenkapitalquote der Juwi AG lag schon Ende 2012 bei bescheidenen 17 Prozent. Nun müssen die Gründer und Eigentümer von Juwi, Fred Jung (43) und Matthias Willenbacher (45), fürchten, dass sie ihre Anteile am Unternehmen verlieren. Die beiden waren 2009 noch als „Entrepreneure des Jahres“ ausgezeichnet worden. Aber auch ein Bankenkonsortium unter Führung der Deutschen Bank hat viel zu verlieren: Sie haben einen Juwi-Kredit über 250 Millionen Euro in den Büchern stehen.

    Hoch gejubelt……..nebenbei ein paar Machbarkeitsstudien für Baden-Würthenberg und Hessen geschrieben……und heute…….ersticken se an der eigenen Blase, die sie maßgeblich mit erzeugt hatten.

    Energiewende = reine Geldverbrennung
    H.E.

  16. @Heinz #15
    Das habe ich dem GV schon vor 2 Monaten prophezeit, dass Juwi spätestens 2015 den Bach runter gehen wird, hat der natürlich konsequent geleugnet 😀

  17. Energiewende anders:

    Durchbruch in der Fusionsforschung bei Lokheed Martin?
    http://www.lockheedmartin.com/us/news/press-releases/2014/october/141015ae_lockheed-martin-pursuing-compact-nuclear-fusion.html

    After completing several of these design-build-test cycles, the team anticipates being able to produce a prototype in five years. As they gain confidence and progress technically with each experiment, they will also be searching for partners to help further the technology.

Schreibe einen Kommentar