Deutschlands Energiediät – Teil 1: Verzicht statt Fortschritt

25. Januar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kohle, Politik, Wirtschaftsförderung

Gelbglühend bahnt sich das zähflüssige Roheisen seinen Weg durch die in den Boden der großen Halle eingelassenen Kanäle. Das Sprühen der Funken an der Abstichöffnung, das Leuchten der Schmelze, die auch in mehreren Metern spürbare, fast heimelige Wärme und die Gestalten in den silbernen Anzügen unmittelbar am Hochofen vermitteln eine dem Büroarbeiter fremd gewordene Welt. In der nicht flüchtige und virtuelle Produkte entstehen, sondern der Einsatz von Energie zur Umwandlung von Stoffen reale, fühlbare und dauerhafte Werte hervorbringt. Stahl. Der Werkstoff, der unsere Lebenswelt wie kaum ein zweiter durchdringt und prägt. Der Besuch im Hüttenwerk mag vielen in der Besuchergruppe wie eine Reise in eine fremde Welt vorkommen. Es ist laut und schmutzig, die Dimensionen der Hallen und Maschinen sind für die an die Enge kleiner Zimmer gewöhnten Augen nur schwer zu erfassen. Der Hochofen selbst, die Pfannenwagen, mit denen auf Schienensträngen das Roheisen in das Stahlwerk gelangt, die tiefroten Brammen, die dieses wieder verlassen, um durch kilometerlange Walzstraßen zu Blechen geformt zu werden – all dies macht Begriffe wie Leistung und Kraft erfahrbar. Energie ist nicht das Leuchten der Betriebsanzeigediode am Monitor des Umweltaktivisten. Energie – das ist die Fähigkeit, große Mengen an Materie umzuwandeln. Energie sind nicht 22 Grad Raumtemperatur im hermetisch abgeriegelten Wohnzimmer, Energie sind mehr als tausend Grad im chemischen Inferno der Hütte. Diesen Umstand hat man in der Politik wohl schlicht vergessen.

Im September 2010 gab die Bundesregierung ihre Pläne zur Umstellung der Energieversorgung in Deutschland bekannt – kommunikationsprägnant unter dem Begriff “Energiewende” subsummiert (siehe auch meine damalige Kommentierung hier und hier). Strategisch ist das Konzept aus Angst vor hypothetischen Gefahren eines nicht minder hypothetischen menschgemachten Klimawandels dem Ansatz der Emissionsminderung unterworfen.  Die Verwendung der mit Kohlendioxid-Emissionen verbundenen Primärenergieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas soll daher sukzessive verringert werden. Neue ineffiziente Energieformen (NIEs) wie Sonne, Wind und Biomasse werden ausgebaut. Der Pfad in diese Zukunft sah 2010 eine Verlängerung der Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke um (im Mittel) 12 Jahre vor. Dies diente einerseits der Sicherstellung der Versorgung mit elektrischer Energie und andererseits der Generierung staatlicher Einnahmen zur Finanzierung des Ausbaus der NIEs. Der endgültige Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie wurde für das Jahr 2040 angesetzt.

Der Störfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi im März 2011 weckte Befürchtungen vor Stimmverlusten bei anstehenden Landtagswahlen. Man entschied sich daher spontan, die Nutzung der Kernenergie in Deutschland bereits 2022 beenden zu wollen. Davon abgesehen blieben die Pläne des Jahres 2010 bestehen – was in der Öffentlichkeit nur unzureichend wahrgenommen wurde. Statt der vorhandenen Kernkraftwerke gelten nun neu zu errichtende Kohle- und Gaskraftwerke als “Brücke” in die Zukunft, in der im Jahr 2050 nahezu 80% unserer Primärenergie durch NIEs bereitgestellt werden sollen.

Abbildung 1: Die Energiediät

Die Annahme, es handele sich hier um einen Umstieg von einem Energieträger zum anderen, ist verfehlt. Die Energiewende der Bundesregierung ist vielmehr eine Energiediät. Emissionsminderung und gleichzeitiger Ausstieg aus der Kernenergie sind nur durch massive Einsparungen möglich.

Abbildung 1 stellt die heutige Situation der gedachten des Jahres 2050 direkt gegenüber. Bezogen auf den Bedarf des Jahres 2010 steigt der Anteil der NIEs also nicht von 9 auf 50%, wie oft in den Medien kolportiert, sondern lediglich auf 25%. Der angesetzte Gesamtbedarf entspricht etwa dem des unter den Kriegsfolgen leidenden Deutschlands (Ost und West) des Jahres 1950, der Mix mit Biomasse als wichtigstem Energieträger etwa dem des Deutschen Reiches aus dem Jahr 1880.

An welcher Stelle könnten nun Einsparungen in der erforderlichen Größenordnung von mehr als 50% unseres heutigen Energiebedarfes erfolgen? In Abbildung 2 ist der Endenergiebedarf (Primärenergieumsatz minus Umwandlungsverluste und nichtenergetischer Verbrauch) des Jahres 2008 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) nach Anwendungsart dargestellt. Die geplante Energiediät ist nur realisierbar, wenn sie bei den drei großen Segmenten ansetzt:

  • Mehr als ein Drittel des Endenergiebedarfes werden für mechanische Energie (beispielsweise Motoren und Pumpen) aufgewendet, der Löwenanteil hiervon (27% des Endenergiebedarfes) fließt in den Verkehr. Die Bundesregierung hat die Vorstellung, dieses Segment durch Elektromobilität und Effizienzsteigerungen von Werkzeugmaschinen und weiteren Produktionsmitteln deutlich reduzieren zu können.
  • Die Erzeugung von Raumwärme macht 30% des Endenergiebedarfes aus. In diesem Bereich sind die Haushalte die Hauptverbraucher. Hier greift die Bundesregierung vor allem mit Initiativen zur besseren Wärmedämmung ein.
  • Etwa ein Fünftel des Endenergiebedarfes schließlich entfallen auf die Bereitstellung von Prozesswärme, fast vollständig im produzierenden Gewerbe. Zu diesem Sektor schweigt die Bundesregierung. Es gibt kein Konzept, noch nicht einmal irgendeinen inhaltlich konkretisierten Ansatz, mit welchen Maßnahmen dieser Bedarf verringert werden könnte.

Abbildung 2: Wo kann gespart werden?

Es kann auch keines geben. Für die Erzeugung hoher Prozesstemperaturen von mehr als 1.000 Grad, wie sie neben Stahl beispielsweise auch Zement, Glas und Keramik benötigen, gibt es zu Kohlenwasserstoffen keine Alternative, wenn man Kernenergie nicht nutzen will. Bei den etablierten Produktionsverfahren der genannten Stoffe und weiterer chemischer Grundprodukte wie Ammoniak, Butadien oder Ethylen ist Kohlenstoff auch als Reaktionsbeteiligter respektive als Bestandteil des Endproduktes erforderlich.

Die Herausforderung, eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff ohne Kohlenstoff herzustellen, scheint selbst für die deutsche Ingenieurskunst ein wenig zu ambitioniert. Der Bundesregierung ist wahrscheinlich noch nicht einmal klar, eine solche Herausforderung formuliert zu haben. Vielleicht haben Minister und Kanzlerin einfach zu viele Windparks eingeweiht und zu lange kein Hüttenwerk mehr besucht. Denn dann wäre ihnen nicht nur klar, was Stahl ist, sondern auch, wie klug die im Hochofen freigesetzte chemische Energie aus der Kokskohle heute bereits verwendet wird. Vom Hochofen wird sie in das Stahlwerk und das Kraftwerk der Hütte geleitet. Im letzteren entstehen heißer Dampf für zahlreiche Produktionsschritte und die Elektrizität zur Versorgung der gesamten Anlage. Auf diese Weisen werden 98% des Energiegehalts der Kokskohle im Werk thermisch genutzt. Wo liegt hier das zusätzliche Effizienzpotential?

Ich sehe es nicht.  Die Prinzipien der Verfahren zur Herstellung der Grundstoffe sind seit Jahrzehnten, teils sogar seit Jahrhunderten unverändert. Die praktische Realisierung ist damit in jedem Fall schon seit langen Zeiträumen Objekt stetiger Optimierung. Die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung sind in vielen Fällen praktisch ausgereizt. Zur Reduktion von Eisenoxiden aus geförderten Erzen ist eine bestimmte Menge Energie erforderlich, die Gesetzmäßigkeiten der Natur setzen hier generelle Schranken. Die man nicht per politischer Verordnung regulieren kann. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik beschreibt zusätzlich die Unvermeidlichkeit von Umwandlungsverlusten bei jedem Produktionsprozeß. Es gibt eine prinzipielle Grenze, über die hinaus man den Energieträgereinsatz nicht weiter reduzieren kann, auch mit noch so viel Geld und noch so viel Willen nicht. Abbildung 3 zeigt an, wie nahe man dieser Grenze schon gekommen ist. Der Hochofen scheint weitgehend ausentwickelt.

Abbildung 3: Wo ist das Effizienzpotential?

Letztendlich bedeutet die Energiewende nicht einen Umstieg, der Kosten spart und die Umwelt schützt. In einem Umfeld, in dem der Bedarf und damit die Produktion von Stahl stetig steigt (zwischen 2003 und 2010 allein um 50% weltweit), in einem Umfeld, in dem dies auch für andere mit hohem Energieaufwand zu erzeugende Grundstoffe gilt, bedeuten die von der Bundesregierung ausgegebenen Einsparziele Verzicht. Verzicht auf die Fähigkeit, all die vielen Materialien selbst herstellen zu können, die uns die Gestaltung einer lebenswerten Umgebung erst ermöglichen. Die Energiediät kann nur gelingen, wenn die Grundstoffindustrie abwandert. Wir werden dann eben von Ammoniak bis Stahl die Dinge im Ausland teuer einkaufen müssen. Da die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung hier nicht mehr vorhanden sind, zahlen wir kräftig drauf. Und die Umwelt auch, denn nicht überall sind die Produktionsstandards so hoch wie in Deutschland.  Mit der Grundstoffindustrie verschwindet auch der Anlagenbau – dorthin, wo die Anlagen benötigt werden. Das trifft ins Herz des deutschen Maschinenbaus.

Trotz des hohen Lohnniveaus, hoher Energiekosten und vieler Auflagen und Regulierungen ist Deutschland in den vergangenen Jahren gerade auch im weltweiten Vergleich ein beliebter Standort für das energieintensive produzierende Gewerbe geblieben. Weil wir besondere Rahmenbedingungen liefern konnten: gut ausgebildete Arbeitskräfte, herausragende Infrastrukturen für Verkehr, Kommunikation und Rohstoffversorgung und nicht zuletzt eine gesicherte Energieversorgung. Die jüngste Umfrage des DIHK zeigt zunehmende Zweifel der Wirtschaft an der Stabilität dieses Umfeldes, ganz besonders in der Frage der Energie. Das ist ein Alarmzeichen, weit gefährlicher, als Fukushima oder gar der mutmaßliche Klimawandel. Die Vorsorge vor ausgedachten Risiken schafft eben mehr Probleme, als sie löst.

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134 Kommentare
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  1. Das Thema hatte ich auch schon beschrieben, inbesondere die geplante Halbierung (!!) des Primärenergieverbrauchs, über dessen Auswirkungen sich viele Leute bis heute nicht bewusst sind, hier:

    Warum die “Energiewende” bis 2050 nicht funktionieren wird !!

    Hat das einen bestimmten Grund, warum Sie in Ihrem obigen Text “Primärenergie-Umsatz” schreiben, anstatt “Primärenergieverbrauch“. Der Begriff “Umsatz” beinhaltet einen monetären Wertansatz und kann zu Missverständnissen führen, je nachdem, in wieweit Sie die Kostensteigerungen für Energie bis 2050 eingerechnet haben.

  2. Sehr schöner Artikel.
    Hinzu kommt noch die Frage, wie stark der Rebound ausfällt.
    Selbst wenn alles gelänge, ist immer noch die Frage offen, ob der neue Mix umweltfreundlicher und sicherer ist.
    Biomasse hat da zumindest sehr schlechte Karten.
    Nahrungsmittelkonkurrenz, Palmöl(hat da nicht Greenpeace eine Kampagne laufen?), schlechte Energiebilanz,Tote pro erzeugte TWh
    Hat schon jemand errechnet, welche Fläche für 40% Biomasse(oder 280PJ) nötig wäre?

  3. Angesichts der katastrophalen Energiepolitik, deren gemeingefährliche und zerstörerische Folgen der Artikel ja nur zu einem Teil beschrieben hat (die Gefährdung der Stromversorgung und die allgemeine Kostenexsplosion kommen ja nocfh hinzu), muss man die Frage stellen, wie es in unserem Land zu einer derartigen Idiotie hat kommen können.

    Gewiss, die Grünen zerstören vermutlich aus ideologischer Verblendung unsere Industrie und Wirtschaft, weil sie einfach technikfeindlich und im Kern kommunistisch sind, aber wie konnte es geschehen, dass die ehemals bürgerlichen Parteien praktisch einstimmig und ohne nennenswerten innerparteilichen Widerstand in derart verantwortungsloser Weise die Axt an die Wurzeln unserer Ökonomie gelegt haben?

    Ich glaube einfach nicht, dass alle Abgeordneten dieser Parteien bösartig sind. Ich glaube einfach nicht, dass sie allesamt Dummköpfe sind, die die selbstzerstörerische Dimension ihrer Politik nicht erkennen. Warum dann diese Gleichschaltung, dieser Lemmingzug in den Selbstmord?

    Offensichtlich sind unsere innerparteilichen Strukturen derart vermachtet, dass kein Platz mehr ist für kritische und offene Diskussionen. Offensichtlich hat in den Parteien niemand, der mal gegen die Generallinie der Partei den Mund aufgemacht hat, die Chance, politische Karriere zu machen. Offensichtlich kommen nur die jederzeit flexiblen, anpassungsbereiten, stromlinienförmigen Jasager nach oben.

    Die gleichgeschalteten, also in parteipolitischer Hörigkeit erstarrten, öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und großen Zeitungen kommen hinzu. Schließlich ist die Tatsache in Erinnerung zu rufen, dass seit mindestens 4 Jahrzehnten an unseren Gymnasien der naturwissenschaftliche Unterricht vernachlässigt worden und durch immer mehr “Laberfächer” an den Rand gedrängt worden ist.

  4. T.Mollet,

    dieser Text beantwortet viele Ihrer Fragen.

  5. Sehr gut und auf den Punkt gebracht! Man könnte sogar sagen, entsetzlich gut. Spinnt man die Gedanken weiter, kommt einem das kalte Grausen, angesichts des unfassbaren Dilettantismus der Politikerkaste und des Unwillens der Wirtschaft dem entschieden entgegenzutreten.

    Die jüngste Umfrage des DIHK zeigt zunehmende Zweifel der Wirtschaft an der Stabilität dieses Umfeldes, ganz besonders in der Frage der Energie. Das ist ein Alarmzeichen, weit gefährlicher, als Fukushima oder gar der mutmaßliche Klimawandel. Die Vorsorge vor ausgedachten Risiken schafft eben mehr Probleme, als sie löst.

    Diese Risiken interessieren unsere im Vier-Jahres-Rhythmus denkenden und handelnden Politiker nicht, für die zählt nur das Moment bis zur nächsten Wahl.

  6. @ Rainer Hoffmann

    Hat das einen bestimmten Grund, warum Sie in Ihrem obigen Text “Primärenergie-Umsatz” schreiben, anstatt “Primärenergieverbrauch“.

    Energie kann nicht Verbraucht sondern nur um -gesetzt/-gewandelt werden.

  7. @ Hoffmann:

    “Verbrauch” ist schlecht, “Verbrauch” gilt es zu reduzieren. Ich verwende “Umsatz”, weil wir die Energie ja nicht sinnlos verpulvern, sondern sie verwenden, um damit Mehrwerte zu generieren. “Umsatz” ist gut, “Umsatz” gilt es zu steigern. Die Formulierung hat neben dem Wunsch nach physikalisch korrekter Beschreibung (verbraucht wird nicht die Energie, sondern der Energieträger, s. Rannseyer oben) also auch eine kommunikationspsychologische Komponente.

    Es ist wichtig, die Hoheit über die Begrifflichkeiten zurückzugewinnen, damit es den Menschen möglich wird, die Wahrheit zu erkennen. Die Klimadebatte hat auch erst in dem Moment eine Wende genommen, als es uns Skeptikern gelang, mit “Climategate” einen Begriff zu prägen.

    Mit Energiekosten hat der ganze Artikel nichts zu tun.

  8. Gelbglühend bahnt sich das zähflüssige Roheisen seinen Weg … Energie sind mehr als tausend Grad im chemischen Inferno der Hütte…

    Danke, Herr Heller, für die prosaische Beschreibung eines Teils der Großindustrie, die in der Geschichte dieses Landes seit seiner Gründung den Hauptanteil am Bruttosozialprodukt geschaffen und letzten Endes für Brot, Schönheit und Wohlstand gesorgt hat, so wie wir es heute (noch) erleben.

  9. Schließlich ist die Tatsache in Erinnerung zu rufen, dass seit mindestens 4 Jahrzehnten an unseren Gymnasien der naturwissenschaftliche Unterricht vernachlässigt worden und durch immer mehr “Laberfächer” an den Rand gedrängt worden ist.

    Hallo, Herr Vogels, #4,
    und im Lehrbuch Chemie der 8.Klasse Mittelschule (Sachsen) mit dem Titel “Stoffe, Reaktionen , Umwelt(!) wird beim Atombau das Proton, das Elektron, aber nicht das Neutron erwähnt! Resultiert daraus der Zulauf der Kernkraftgegner nach dem Motto “Ich habe keine Ahnung, aber ich bin dagegen!” ?
    Sie sagen, dass die Grünen unsere Wirtschaft zerstören, u.a. weil sie

    im Kern kommunistisch sind

    das verstehe ich nicht, da zu DDR-Zeiten (natürlich waren die nicht kommunistisch) ja eigentlich die energie- und materialintensive Industrie gefördert wurde, während man mit der Umwelt nicht so viel am Hut hatte.
    Grüße, JH

  10. Einsparung in der Größenordnung sind schlicht unmöglich (Abb. 1). Und wir wissen natürlich auch, das eine höhere Effizienz mit höherem Stromverbrauch einhergeht. Aber das können wir hier vernachlässigen. In Pressemeldungen und bei den Wortführern wie den Nachhaltigkeitsaposteln ist immer auch von Suffizenz die Rede und es wird eine neue Genügsamkeit angemahnt, die letztlich sogar noch die Lebensqualität verbessern soll. Hier in dem Artikel wird aber deutlich, dass es nicht um eine neue Gemütlichkeit und Bescheidenheit geht, sondern um Deindustrialisierung. Genau das wird aber das Ergebnis sein, wenn man die Ökos weiter am Ruder lässt. Ich habe mich immer gesträubt das Wort Morgenthauplan zu verwenden, weil er aus ganz anderen Gründen erdacht war, doch langsam wachsen meine Bedenken, ob diese rhetorische Zurückhaltung angebracht ist.

    Die Gegenseite ist nämlich bei weitem nicht so zimperlich Begriffe zu verwenden, die der Historie entnommen sind weil sie eine entsprechend gewünschte Assoziationen hervorrufen, doch im neuen Kontext völlig deplatziert sind. Insofern möchte ich diesen Ausspruch aus # 7 noch mal ganz besonders unterstreichen:

    Es ist wichtig, die Hoheit über die Begrifflichkeiten zurückzugewinnen, damit es den Menschen möglich wird, die Wahrheit zu erkennen.

    Bei jedem Windrad was aufgestellt wird, wird auch erklärt, wie viele Haushalte man damit mit Strom versorgen könne. Solche Vergleiche, und man könnte noch viele weitere anführen, streuen nur Sand in die Augen und lenken vom Wesentlichen ab.

    Danke Peter, für den Artikel. Ich bin schon auf Part ll gespannt.

  11. @ Peter Heller @ Karl Rannseyer:

    Dann ist der Begriff “Primärenergieabsatz” der korrekte Begriff. Denn der Begriff “Absatz” beinhaltet betriebswirtschaftlich eine quantitative Menge, wogegen der der Begriff “Umsatz” dem Begriff “Absatz” noch die monetäre Komponente hinzufügt und dann wird es ungenau, bezüglich der jährlichen Vergleichbarkeit
    Und wenn man von “Umsatz” redet müsste die Einheit eine Währung sein. Die Einheit ist aber eine Menge in Joule, also ist “Absatz” der korrekte Begriff.

    Wenn “Verbrauch” natürwissenschaftlich falsch ist, dann ist “Umsatz” betriebswirtschaftlich/volkswirtschaftlich falsch.

  12. Die SPD will wieder die Partei der Arbeit sein und weiß ganz genau, wie man Fortschritt buchstabiert (fett markiert):

    Im Einzelnen fordern die SPD-Abgeordneten ein Impulsprogramm für mehr Investitionen in die Industrie. Sie wollen den Fachkräftebedarf der Betriebe sichern, den Missbrauchs von Leiharbeit verhindern und drängen auf eine Reform der Mini-Jobs, die größere Anreize für die Aufnahme einer Arbeit setzt und geringfügig Beschäftigte besser absichert. Sie wollen den ökologischen Wandel gestalten und etwa in Energienetze investieren, die eine Vollversorgung mit dezentral erzeugten erneuerbaren Energien ermöglichen.

  13. Amerika setzt auf Vollkost:

    “We have a supply of natural gas that can last America nearly 100 years, and my administration will take every possible action to safely develop this energy,” Obama said.

  14. @ Hoffmann:

    Da der Begriff “Energieumsatz” in den Naturwissenschaften gebräuchlich ist, insbesondere bei der Beschreibung chemischer Reaktionen, und da es sich bei der Eisenerzreduktion um eine solche handelt, halte ich ihn für richtig und klug.

    @ Quentin:

    Der Text schlummerte schon länger herum. Ich verwurste gerade einen nichtöffentlichen Vortrag, den ich zur Energiewende gehalten habe und teile diesen für die Darstellung hier in wahrscheinlich 3 bis 4 Teile auf. Teil 2 wird heißen “Gegen den Trend” -- aber das braucht noch ein paar Tage. Ich habe im Moment viel um die Ohren, da komme ich kaum zum Schreiben.

    @ Carl M.:

    Ich will die SPD ja nicht verteidigen, aber ich denke, dort hat man das Problem “Grundstoffindustrie” noch eher erkannt, als bei den Schwarzgelben, denn die SPD sieht in den dort Beschäftigten ihre Stammwähler. Was Sie zitieren, bezieht sich nach meiner Interpretation auf die Stromversorgung. Leider wird die Debatte um die Energiewende zu oft auf die Stromproduktion verkürzt. Ich wollte oben einen Kontrapunkt setzen und das Thema Primärenergie (von der letztlich nur etwa ein Drittel in die Stromproduktion geht) wieder in den Blickpunkt rücken.

  15. Ergänzung zu #9:
    Und so hört sich das heute in deutschen Technischen Hochschulen an:

    Noch ist unsere Energieversorgung ganz auf den elektrischen Strom als Energieträger aufgebaut. Doch Stromtransport ist teuer und ineffizient. Zudem sind die Speichermöglichkeiten begrenzt und der schnelle Ausgleich eines fluktuierenden Verbrauchs mit ebenso fluktuierenden Quellen wie Wind- und Solarenergie ist nur schwer zu realisieren.

    Statt Elektronen durch Kupferleitungen zu schicken, kann man Wasserstoff durch das vorhandene Erdgasnetz leiten. Die Transportkosten und -verluste sind deutlich geringer, der Endverbraucher nutzt neben der elektrischen Energie auch die Wärme, die ansonsten in Großkraftwerken vor der Stadt weitgehend ungenutzt an die Atmosphäre abgegeben wird.

    Quelle: http://tinyurl.com/6twfnnk

  16. @ Rainer Hoffmann #11

    Wenn Sie Strom meinen, mag ja “Absatzt” der gängige Begriff sein. Aber bei Energie schlechthin, spricht man im vorliegenden Falle richtigerweise von “Umsatz” im Sinne von “wandeln” -von einer Form in eine andere-. Das Produkt dieser “Wandlung” wird dann beispielsweise am Markt abgesetzt.

    meint der Moosgeist

  17. #11. Rainer Hoffmann

    Wenn “Verbrauch” natürwissenschaftlich falsch ist, dann ist “Umsatz” betriebswirtschaftlich/volkswirtschaftlich falsch.

    Hallo Herr Hoffmann,

    nein, betriebswirtschaftlich ist der Begriff Umsatz schon richtig. Umsatz wird aber synonym sowohl für den wertmäßigen, als auch den mengenmäßigen Umsatz verwandt. Der wertmäßige Umsatz beinhaltet, wie Sie richtig schreiben, Absatzmenge x Preis; ich finde aber, genauer ist der Begriff für den wertmäßigen Umsatz “Umsatzerlös”.

    gruß
    karl.seegert

  18. Ohne Erbsen zählen zu wollen:
    Energie wird ‘eingesetzt’ um ein Ziel zu erreichen, sie ist Mittel zum Zweck.
    Typischerweise spricht man ja auch von der benötigten Einsatzmenge Koks zur Erschmelzung von einer Tonne Roheisen, der Einsatzmenge Gas zur Erzeugung eioner MWh Strom oder dem Energieeinsatz, der benötigt wird, ein Haus zu heizen.

  19. Danke Herr Heller für den ausgezeichneten Artikel. Man kann es drehen und wenden wie man will, die sogenannte Energiewende ist mit heißer Nadel gestrickt, geleitet von einer irrationalen grünen Ideologie. Einer Ideologie, deren grundsätzliches Wesen rückwärts gewandt, statt Zukunftsweisend ausgerichtet ist. Fortschritt und Wachstum haben dort prinzipell keinen Platz. Und diese grundlegenden Werte einer grünen Ideologie sind mittlerweile mehr oder weniger quer in allen Parteien verankert, was es so schwierig macht, wieder auf den Pfad einer realistischen Energiepolitik zurückzukehren. Leider!

    karl.seegert

  20. Die Situation in meiner Heimatstadt Bremen sieht folgendermaßen aus:

    Den größten Anteil an den CO2-​Emissionen im Lande Bremen tragen die Stahl­werke Bremen. Die Stahl­in­dus­trie in Bremen ist für ca. 40 – 45% der CO2-​Emissionen im Lande Bremen ver­ant­wort­lich, daher auch die schlechte CO2-​Bilanz pro Einwohner.

    Die Stahlindustrie und auch die restliche Indus­trie sind in den Sze­na­rien (für Bremen) weit­test­ge­hend von Einsparungen ausge​nommen. Es wird vor allem auf Ein­spa­rungen durch die Bevöl­ke­rung gesetzt, vor allem in den Berei­chen Haus­halt, Gewerbe, Handel, Dienst­leis­tungen und Verkehr.

    Erreicht werden soll das durch den Ausbau der Erneu­er­baren Ener­gien, durch Ener­gie­ef­fi­zi­ents, Mit­hilfe des regiolalen Strom­an­bieter (swb), Ausbau der Fern­wärme, Ausbau der Kraft-​Wärme-​Kopplung (Ein­satz von Blockheizkraft-​werken), Sanierung/​Wär­me­däm­mung von Gebäuden, Ein­spa­rungen im Hafen und Verkehr.

    Zwei Sze­na­rien wurden dabei durch­kal­ku­liert. Im End­ef­fekt kommt man zu den Schluß, dass eine Reduk­tion von 40% bis 2020 nicht zu errei­chen ist. Ca. 20 – 30% wären den Sze­na­rien nach mög­lich. Wei­tere, ein­schnei­dende Maß­nahmen sind erfor­der­lich um das 40%-Ziel zu erreichen.

  21. #14
    Herr Heller,
    sicher, Sie beleuchten in Ihrer Analyse den Einsatz von EE als Primärenergiequelle; soweit verstanden. Nur ich habe ein Info-Defizit in dem Sinne, dass dies eine politische Absicht sei. Mein Kenntnisstand ist nach wie vor, dass sich die Forderung 80 oder gar 100% EE nur auf die Stromerzeugung bezieht. Bitte, klären Sie mich auf.

    # Tritium
    Genau, meine unmaßgebliche Meinung präferiert auch “Einsatz”, also umgangssprachlich Energieeinsatz.

  22. Hier das Bild für Bremen, wurde irgendwie nicht eingebunden.

    http://www.meinpolitikblog.de/wp-content/uploads/2010/03/BremenCO2Emissionen.gif

  23. Galt bisher die VERSORGUNGSSICHERHEIT als wichtiger Gradmesser für die Leistungsfähigkeit der Energieversorgung, so ist jetzt bereits ganz unverhohlen von VERGÜTUNGSSICHERHEIT die Rede.

    Kommune des Monats Wildpoldsried

    Begonnen hat alles mit einer handvoll engagierter Bürger vor Ort. Gemeinsam mit 30 Nachbarn und Freunden gründete der Landwirt Wendelin Einsiedler im Jahr 1999 eine Bürgergesellschaft. Ziel war es, mit Windenergie Geld zu verdienen und die Umwelt zu schonen. Die Gesamtinvestitionen lagen damals bei ungefähr 2,2 Millionen Euro. 25 Prozent der Investitionssumme brachten die Bürger von Wildpoldsried auf. Ein Investitionszuschuss von 100.000 Euro kam vom Land Bayern hinzu. Der große Rest konnte dank der Vergütungssicherheit durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) über Banken finanziert werden. Das Windenergie-Projekt erwies sich schließlich als so erfolgreich, dass die Bürger im Jahr 2002 einen weiteren Windpark realisierten. Heute sind über 180 Bürger an Windkraftanlagen beteiligt.

    …..sind übrigens alles brave Energie-WendehälseMusterbürger, die Leut’ aus dem kuscheligen Wildpoldsried:

    Nach einer Umfrage im Jahr 2006 waren über 86% Prozent der befragten Anwohner mit den Windkraftanlagen einverstanden. “Nur durch Erneuerbare Energien können wir unseren Wohlstand und Komfort gegenüber der Schöpfung und den nächsten Generationen verantworten”, erklärt der Initiator des Bürgerwindparks, Wendelin Einsiedler…..

    Wendelin Einsiedler…….. der Name passt vortrefflich zur Gesinnung.

    Die ganze Gemeinde ist im Erneuerbaren-Energien-Fieber.

    …..dann wird’s ja langsam mal Zeit für’n Arztbesuch!

  24. Nachtrag zu #23

    zum Beispiel der Gemeinde Wildpoldsried passt der Essay von Henryk M. Broder punktgenau:

    “Wenn der Wahnsinn epidemisch wird, heißt er Vernunft”

    …..Von Panizza stammt der Satz: “Der Wahnsinn, wenn er epidemisch wird, heißt Vernunft.” Und das klingt wie: “Wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen.” Tatsächlich leben wir in irren Zeiten. Wir erleben epidemische Ausbrüche des Wahnsinns, der sich als Vernunft geriert……

    …..Und falls Sie mit der Bahn unterwegs sind, werden Sie ab und zu aus dem Fenster des Großraumwagens schauen und sich fragen, wo denn die ganze Natur geblieben ist, zu deren Schutz Tausende von Windrädern aufgestellt wurden. Auf den zweiten Blick wird Ihnen noch etwas auffallen: Bauernhöfe, Scheunen und Mehrfamilienhäuser, deren Dächer mit Solaranlagen bedeckt sind. Erstaunlich, werden Sie denken, dass ausgerechnet Landwirte und Häuslebauer, die als konservativ gelten, sich mit dieser Technik dermaßen schnell angefreundet haben. Aber dem ist nicht so, der Eindruck täuscht. Was da draußen an ihnen vorbeihuscht, das sind ökologische Gelddruckanlagen. Landwirte, die früher Stilllegungsprämien von der EU dafür bekamen, dass sie nichts anbauten, speisen nun den Strom, den sie sozusagen im Schlaf erzeugen, ins Stromnetz ein und bekommen dafür etwa 30 Cent pro Kilowattstunde. Sie selbst zahlen für den Strom, den sie beziehen, nur ca. 20. Und von der kleinen Differenz leben sie. Sie und ich dagegen zahlen umso mehr für den Strom, je mehr Hausbesitzer an diesem Gewinnspiel teilnehmen. Wenn der Wahnsinn epidemisch wird, heißt er Vernunft……

  25. #23 Der Satz

    Nur durch Erneuerbare Energien können wir unseren Wohlstand und Komfort gegenüber der Schöpfung und den nächsten Generationen verantworten.

    bringt den gedanklichen Grund-Salto-mortale auf den Punkt. Unseren Vorfahren und noch der letzten Generation war klar, daß Wohlstand und Komfort für die nächsten Generationen der Natur (oder Schöpfung, wenn’s denn sein muß) abgerungen werden müssen, und in der Entwicklungswelt (oder wie der derzeit politisch korrekte Euphemismus heißt -- hier paßt es aber) sieht man das natürlich noch genau so.

    In obigem Satz ist diese schlichte und bittere Wahrheit vollkommen verdreht; da wird vorausgesetzt, daß wir Wohlstand und Komfort haben und uns dafür bei der Natur bedanken oder entschuldigen müßten.

  26. Nachtrag zu #25:

    Mit so kostspieligen, ja ruinösen Spirenzchen wie der “Energiewende” vergeuden wir gerade den wirtschaftlichen Wohlstand, den die letzten Generationen für uns erarbeitet haben, statt ihn für die nachfolgenden Generationen zu bewahren und zu mehren.

  27. @ Carl M., #21:

    Das Energiekonzept der Bundesregierung steht unter den beiden Zielstellungen

    “50% der Primärenergie aus EE” und gleichzeitig “80% der Stromerzeugung aus EE”.

    Es wird immer nur über das zweite Ziel diskutiert, viel zu wenig über das erste. Wie die Szenarien nicht nur der Regierung, sondern auch aller sonstigen, die da so mitreden zu können glauben, zeigen, sind diese relativen Ziele nur durch massive absolute Einsparungen zu erreichen. Dies leider fällt bei der Diskussion of unter den Tisch.

  28. @Flumi #25

    …..der Ausspruch des fröhlichen Landmanns von Wildpoldsried „Nur durch Erneuerbare Energien können wir unseren Wohlstand und Komfort gegenüber der Schöpfung und den nächsten Generationen verantworten” zeigt in erschreckendes Weise einmal mehr, wie tief sich die jahrelange und flächendeckend verbreitete Klima-Greuelpropaganda und das unablässige Predigen der Heilsbotschaft von den „Erneuerbaren Energien” in die Köpfe der Menschen eingebrannt haben, so dass manche wohl zu gar keinem anderen Denken mehr in der Lage sind und sich nicht entblöden, bei jeder passenden Gelegenheit solche sinnfreien Entschuldungssätze herunterzuleiern (wobei die gewitzteren unter den Energiewende-Gewinnlern dies sicher nur noch aus schamlosem Eigeninteresse tun).

    Das permanente Verteufeln von Wachstum und zukunftsweisendem technologischen Fortschritt und die immer lauter werdenden Forderungen nach Rückkehr zur kleinbäuerlichen Lebensweise des Mittelalters erinnern in peinlicher Weise an die Maschinenstürmerei des 19. Jahrhunderts, die sich auch damals in erster Linie gegen die „Maschinen in den Händen der Kapitalisten” richtete….. Heute nennt man das modernerweise „Dezentralisierung der Energiewirtschaft”.

  29. 4. Versuch (dreimal ins Norvana gepostet):

    ef-magazin (Bärligea): Klimawandel: Ein Vortrag provoziert

    Professor Knut Löschke forderte die Rückkehr zur Vernunft

    Unter dem Titel „Geben wir der Vernunft noch eine Chance!“ sprach der Physiker Prof. Dr. Dr. Knut Löschke, Hochschuldozent, Unternehmer und Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG, am vergangenen Freitag an der Universität Passau zur Klimapolitik. Der regionale Passauer Gesprächskreis der Friedrich-August-von-Hayek-Gesellschaft e.V. hatte eingeladen. Professor Löschkes Vortrag gliederte sich in drei Teile, „Klima“, „Energie“ und „Gesellschaft“.

    Während des Vortrags verließen fünf bis acht Zuhörer unter Protest den Hörsaal. Am Ende des Vortrags verglich Professor Löschke das „internationale Klimaregime“, wie sich die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen in einer EU-Broschüre selbst nennt, mit den sozialistischen Regimen in Deutschland. Sein Fazit: „Principiis obsta – Wehret den Anfängen!“ Dieser Vergleich ist nun vornehmlich in Kreisen wie der Grünen-Hochschulgruppe und im AStA/SprecherInnenRat umstritten. Die Thesen des DDR-erfahrenen Physikers Löschke bezüglich des letzten Vortragsteils „Gesellschaft“ lassen sich wie folgt zusammenfassen…..

  30. Mit welcher Motivation der EE-Ausbau tatsächlich gepusht wird, zeigt sich hier:
    Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) fabrizierte im Auftrag von Greenpeace folgendes Gutachten:

    Die Umweltschützer von Greenpeace haben sich die Braunkohlenutzung Brandenburgs vorgenommen. Nicht nur das Klima leide unter der Verbrennung des fossilen Energieträgers. Auch die Wirtschaft des Landes hätte nach einer neuen Studie mehr vom Ausbau der erneuerbaren Energien.
    Die Ergebnisse im Überblick:
    • Die Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien könnte sich im Jahr 2030 auf 1,25 Milliarden Euro verdoppeln.
    • Gleichzeitig würde die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke rund 60 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen.
    • Laut IÖW-Studie könnte die Beschäftigung im Bereich Erneuerbare Energien von heute 11.500 Arbeitsplätzen auf 19.200 Beschäftigte im Jahr 2030 ansteigen. Zum Vergleich: Die Landesregierung geht in ihrem Entwurf der Energiestrategie 2030 von weniger als 6000 Beschäftigten bei der Braunkohle aus.
    • Die Kommunen im Land könnten von verdoppelten Steuereinnahmen, Einkommen und Unternehmensgewinnen profitieren. Allein die Steuereinnahmen könnten im Jahr 2030 auf 190 Millionen Euro anwachsen. Aus der Braunkohle erwartet die Regierung lediglich 25 Millionen Euro Einnahmen.
    • Das IÖW geht davon aus, dass sich die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ohne Braunkohle bis zum Jahr 2030 mehr als verdreifacht. Damit könnte Brandenburg seinen Strombedarf zu 270 Prozent decken. Auch bei vollständiger Eigenversorgung könnte das Land erhebliche Strommengen exportieren.

    “Unsere Berechnungen zeigen, dass es für Brandenburg sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll ist, den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit voller Kraft zu forcieren”, sagt Dr. Julika Weiß vom IÖW.

    Hier wird , von einer kleinen Anspielung auf die CO2-Ersparnis abgesehen, rein egoistisch argumentert.
    - Verdoppelte ‘Wertschöpfung’ heisst ganz einfach höhere Kosten, sowohl für den Bau wie für den Betrieb.
    - 19.000 Beschäftigte statt 6000 Beschäftigte, um das gleiche Produkt herzustellen, heisst 3 x höhere Personalkosten, die den Preis belasten.
    - Natürlich steigen dadurch auch die Staatseinnahmen, aber das Geld muss ja irgendwo her kommen. Von den Bürgern natürlich, die weinger in der Tasche haben, wenn sie die überhöhten Stromrechnungen bezahlt haben.
    - Unverhohlen wird den Brandenburgern gesagt, dass sie ihren Strommüll ja dank staatlicher Zwangsabnahmegarantie den anderen Bundesländern andrehen können.

    Nich erwähnt werden natürlich die Kosten für Backup, Netzbau und Speicher. Brandenburg wäre mit einer Produktion von 270% des Eigenbedarfs extrem abhängig von Backup-Stromerzeugern ausserhalb des Landes, da diese 270% bei Flaute auch ganz schnell mal 0% des Eigenbedarfs werden können. Genau so muss Brandenburg bei Starkwind dann Abnehmer für rund 1000% seines Eigenbedarfs finden -- alles zu Lasten der Nachbarn!
    Gesamtwirtschaftliche Überlegungen werden also genau so ausgeblendet wie die Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten der Bürger und die zwangsweise Erhöhung der Staatsquote an seinem Einkommen.

  31. Wenns nicht Quentin in #10 getan hätte, dann hätte ich diese Feststellung von Peter Heller in #7 hervorgehoben:

    Es ist wichtig, die Hoheit über die Begrifflichkeiten zurückzugewinnen, damit es den Menschen möglich wird, die Wahrheit zu erkennen.

    Ich habe den Eindruck, bei dem Begriff “grundlastfähig” z.B. ist das gelungen. Von Seite der Energie-Apologeten wollte man diese Fähigkeit ja auch den NIE zuschreiben. Diese Absicht scheint fehlgeschlagen zu sein. Wenn Begrifflichkeiten allerdings die Realität völlig verfehlen, dann muss dem mit korrekte(re)n Begrifflichkeiten begegnet werden. So wie beim Ersatz von “EE” durch “NIE”.

    Besser wäre es natürlich, wenn dem Mißbrauch von Begriffen von vornherein entgegengetreten werden würde. Schöner Wunsch. Die Realität sieht anders aus: wir leben in einer Zeit, in der wir von inflationärem Mißbrauch von Begriffen umgeben sind. Und ständig werden neue Begriffe zweckentfremdet.

  32. #30. C-O

    Die Realität sieht anders aus: wir leben in einer Zeit, in der wir von inflationärem Mißbrauch von Begriffen umgeben sind. Und ständig werden neue Begriffe zweckentfremdet.

    Hallo C-O,

    ein gutes Beispiel dafür ist die Begriffshülse der “Nachhaltigkeit”. Im ökologischen Sinne habe ich damit für alles, was mit Fortschritt und Wachstum außerhalb grüner Denke zu tun hat, ein zwar Inhaltsleeres, aber jederzeit passendes Totschlagargument.

    karl.s

  33. #29. Tritium

    Nich erwähnt werden natürlich die Kosten für Backup, Netzbau und Speicher. Brandenburg wäre mit einer Produktion von 270% des Eigenbedarfs extrem abhängig von Backup-Stromerzeugern ausserhalb des Landes, da diese 270% bei Flaute auch ganz schnell mal 0% des Eigenbedarfs werden können. Genau so muss Brandenburg bei Starkwind dann Abnehmer für rund 1000% seines Eigenbedarfs finden — alles zu Lasten der Nachbarn!
    Gesamtwirtschaftliche Überlegungen werden also genau so ausgeblendet wie die Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten der Bürger und die zwangsweise Erhöhung der Staatsquote an seinem Einkommen.

    Hallo Tritium,

    das gilt nicht nur für Brandenburg, auch in Meck-Pomm ist man auf diesem Trip. Was passiert eigentlich, wenn jedes Bundesland so denkt ?

    karl.s

  34. Was passiert eigentlich, wenn jedes Bundesland so denkt ?

    Es führt zu einem weiteren Zerfall der Gemeinschaft, zu zunehmender Polarisierung und immer weitergehendem Streit, der immer weiter gehende Handlungsunfähigkeit zur Folge hat. Gleichzeitig werden zwangsläufig mehr und mehr die Bürgerrechte beschnitten, weil ‘Lenkungsbedarf’ entsteht.
    Ist ja jetzt schon mit unseren Nachbarn in Europa so. Mit denen geht Deutschland um wie Brandenburg mit den anderen Bundesländern. Dazu passen auh die Pläne, die Einspruchsrechte der Bürger gegen EE-Projekte zu beschneiden, genau so natürlich die Gleichschaltung durch Zwangsabnahme des EE-Stroms.
    Dabei könnte de Brüsseler EU-Kommisare die Gewinner werden, in Deutschland die zentralistische Bundesbürokratie. Nach dem Motto ‘die sind ja zu egoistisch und zu dumm, um sich selbst zu regeln’ feiert dann die Nanny-Diktatur -- Divide et impera!

    Natürlich führt es letztendlich wirtschaftlich zum Kollaps. Das ist so klar voraussehbar, dass die ‘Studie’ dieses ominösen Lobby-’Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung’ geradezu grotesk wirkt. Aber sie ist linientreu und darf daher nicht ausgelacht werden. Stattdessen muss sich die Brandenburger Regierung winden und in Kotaus ergehen, um ihre Politik nicht als Ketzerei erscheinen zu lassen.
    So vernünftige Fragen wie “Was wäre, wenn jeder so handeln würde?” wagt sie ihren Angreifern nicht zu stellen. Genau das ist das Problem!

  35. Zettels Raum:

    „Vom guten König, dem Weizen und dem Mais”

    Ein Märchen zur Energiewende, als Gastbeitrag erzählt von Meister Petz

  36. #34. Tim Hardenberg

    Moin Tim,

    das Gleichnis mit dem Weizen/Mais ist Klasse :-)

    karl.s

  37. @karl.seegert #31

    ein gutes Beispiel dafür ist die Begriffshülse der “Nachhaltigkeit”. Im ökologischen Sinne habe ich damit für alles, was mit Fortschritt und Wachstum außerhalb grüner Denke zu tun hat, ein zwar Inhaltsleeres, aber jederzeit passendes Totschlagargument.

    Und deshalb sollten wir -- selbst wenn es weh tut, diesen so viel mißbrauchten Begriff in den Mund zu nehmen -- die Nachhaltigkeit der NIE, Energiewende usw. stärker thematisieren.

    So wie es im Moment aussieht, ist die “Energiewende” nämlich alles andere als nachhaltig. Das Konzept “dann müssen wir eben mehr für Energie bezahlen, das sind wir der Natur schuldig” (z.B. Einrechnung aller möglichen fiktiven Folgekosten) stellt einen Raubbau an unserem wirtschaftlichen Wohlstand dar. Zur Zeit gibt es noch Industrie in Deutschland, die man mit Auflagen schurigeln kann, gibt es noch Leute, die es sich leisten können, absurde Preise für Energieträger zu bezahlen, aber nur wegen des in den vergangenen Jahrzehnten erworbenen Kapitalstandes.
    “Wir verkaufen unser Oma ihr klein Häuschen…” mag zwar kurzfristig eine gute Idee sein, ist aber kein wirtschaftlich nachhaltiger Ansatz.

    Wenn die sogenannte “nachhaltige” Energieversorgung die deutsche Industrie nicht zuverlässig versorgen kann, wird es auf Dauer keine deutsche Industrie geben. Wenn die NIE eben doch keine wirtschaftlich haltbaren Arbeitsplätze (sondern nur vorübergehend Arbeitsbeschaffungsplätze auf Subventionsbasis) schaffen können, wird auf Dauer die Zahl derer, die sich künstlich hochgetriebene Energiepreise noch leisten können, immer geringer.

    Vielleicht kann durch richtige Verwendung des Worts “Nachhaltigkeit” das inhaltsleere Totschlagargument doch noch zu einem sinnvollen Argument gegen den kurzsichtigen Irrsinn werden.

  38. #22. C-O

    Pierre Gosselin hat in seinem Blog NoTricksZone eine Reihe neuerer Studien kommentiert aufgelistet,

    Moin C-O,

    ich habe mir mal daraus den Artikel von Ralph Bärligea auf “eigentümlich frei” über den Vortrag von Prof. Löschke, Physiker und Hochschuldozent, Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bahn AG, den er an der Uni Passau zur Klimapolitik gehalten hat, durchgelesen. Klasse, der Professor. Und das er voll ins Schwarze getroffen hat, erkennt man an den dümmlichen Reaktionen grün-linker Weltverbesserer und Gutmenschen. So etwas lese ich gern mehr :-)

    gruß
    karl.s

  39. #36. Fluminist

    Und deshalb sollten wir — selbst wenn es weh tut, diesen so viel mißbrauchten Begriff in den Mund zu nehmen — die Nachhaltigkeit der NIE, Energiewende usw. stärker thematisieren.

    Moin Flumi,

    den “Gegner” mit seinen eigenen Waffen schlagen, das war schon immer ein hervorragendes Prinzip. Du hast Recht, genau so sollten wir es tun.

    gruß
    karl.s

  40. habe eben ein kommentar eingestellt, der im Spam-Ordner gelandet ist (3x). Keine Ahnung warum. Bitte den letzten Kommentar freischalten, die anderen beiden löschen. Danke.

  41. Nun, auch die praktische NIE-Anwendung ist alles andere als ‘nachhaltig’:
    - Der Ausbau der Wasserkraft mit Kleinkraftwerken ist einfach Naturfrevel an Gewässern und Fischbeständen. Für die minimalen Strommengen ist der Umweltschaden nicht hinnehmbar.
    - PV verlangt einen sehr hohen Rohstoff- und Energieeinsatz. Die Arbeitsbedingungen in der Produktion sind schon in Deutschland gefährlich, in China wahrscheilnlich auf menschlichen Verschleiss ausgerichtet. Es entstehen sehr grosse Mengen giftiger Abfälle.
    - Windräder verschandeln die Landschaft, wegen ihnen wurden schion Naturschutzgebiete zerstört, sie gefährden Vögel und Fledermäuse. Der Abbau der benötigten Seltenen Erden ist mit gewaltigen Umweltzerstörungen verbunden*
    - Biomasse ist extremer Raubbau, im Ausland (Waldrodung für Palmöl!) und im Inland durch Mais-Monokulturen, die extrem hohen Dünge- und Spritzmittelverbrauch haben.

    Wo ist also hier die nacjhhatltigkeit?

    Ein weiterer wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit ist der technische Fortschritt!
    Nur wer ständig forscht und entwickelt, bleibt konkurrenzfähig und kann die Zukunft meistern.
    Das sture Festhalten an einigen wenigen primitiven Erzeugungstechniken bei gleichzeitiger Ablehnung von F & E für Alternativen (z.B. Fusion, Fission 4.Gen) ist Raubbau an der Substzanz unseres wichtigsten Rohstoffs, nämlich den des Wissens.

    * Siehe auch hier

  42. @admin
    Auch ein paar Kommentare von Karl.seegert sind im Spam-Ordner gelandet. Keine Ahnung warum. Für den Artikel “Anhaltende Kritik an Temperaturstudie Rahmstorf/Foster” habe ich das korrigiert. Aber hier kann ich das nicht. Bitte um Korrektur.

  43. #40 C-O

    Hallo C-O

    war immer der gleiche Kommentar. Ich habe es nur ein paar mal versucht, weil ich dachte, das Problem liegt bei mir :-)

    @admin

    der Rest kann gelöscht werden, danke.

    karl.s

  44. @Tritium #41

    Genau Richtig. Unsere Erneuerbaren Energien zerstören die Umwelt.
    Sie sind eine Schweinerei und Raubbau an der Natur.
    Der einstmalige Gründungsgedanke der Grünen Umweltschutz ist ad absurdum geführt.
    Kernkraftwerke waren auch mal ein sinnvoller Weg, um die Luftverschmutzung zu verhindern.
    Auch deshalb war der französische Energiemix zur Stromerzeugung
    auch schon immer umweltfreundlicher als der deutsche Energiemix.

    Deshalb war zum Beispiel in Deutschland in den 80iger Jahren die Bahn
    gar nicht umweltfreundlicher als das Auto. In Frankreich war es damals die Bahn schon.
    Das Chemie in unserer Zeit Zitat dazu habe ich aber leider verlegt.

    Grüße
    Günter Heß

  45. Die Angst geht um bei den grünen NGOs. Diese Typen sehen sich genötigt, bei der Kanzlerin zu intervenieren. Es sieht scheinbar so aus, als wenn hinter den Kulissen mehr los ist, als das, was wir derzeit offiziell zu hören und zu sehen bekommen.

    karl.s

  46. @karl #45

    Die Angst geht um bei den grünen NGOs.


    Geballte Verbände-Power für die Energiewende

    …..und dabei trieft dieses Pamphlet vor unverhohlener Profitgier der Energiewende-Gewinnler.

    Die garantierte Einspeisevergütung für regenerativ erzeugten Strom sei das wichtigste Instrument der Energiewende. Wörtlich: „Statt über Rückschritte, Deckelungen oder gar die Abschaffung von erfolgreichen Instrumenten zu reden und die von Schwarz-Gelb zitierte Energiewende zu zerreden, sollte es nun ein klares Bekenntnis von Bundesregierung und Koalition zu den ersten eingeleiteten Schritten geben, damit es mit der Energiewende vorangehen kann.“

    …..na klar, die fetten Gewinne, die man dank der brav zahlenden deutschen Verbraucher schon in der Tasche zu haben glaubt, geraten nun mehr und mehr in Gefahr, das ist schließlich die Hauptsorge der NIE-Lobby.

    Die Verbände bieten sich gleichzeitig an, für alle Sachfragen zur Verfügung zu stehen.

    ….womit der Bock zum Gärtner gemacht wird.

    Herausgeber von „INDEPENDENCE Magazin für Energiefreiheit” ist übrigens die WIRSOL Solar AG, auch ein Energiewende-Gewinnler, deren Firmenwerbung von Klimahysterie und wohlfeilen Heilsversprechen nur so strotzt:

    Heute bestimmen wir die Zukunft unserer Erde: Wenn wir versagen, bleibt für die Welt unserer Kinder nur noch Gluthitze, Wüste, Hunger, Durst.

    Aber die Energiewende ist keine Utopie. Sie ist längst gelebte Wirklichkeit. Jeder kann mitmachen! Das Zeitalter großer Kraftwerke und rauchender Schornsteine ist vorüber. Heute kann aus fast jedem Dach einfach und unkompliziert ein sauberes und sicheres Kleinkraftwerk werden. Jeder Einzelne kann seine Energie selbst produzieren. Völlig ohne CO2. Jede Solaranlage ist ein Mosaikstein für eine saubere Zukunft und ein gemäßigtes Klima. Und Sie verdienen Geld damit.

    ….. „und Sie verdienen Geld damit” – das Versprechen jedes Hütchenspielers.

  47. Eine bemerkenswerte Erkennnis ist nun sogar bis in den Bundestag vorgedrungen:

    Keine Emissionsverringerung durch das EEG
    „Das Erneuerbare Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz leisten derzeit keinen eigenständigen Beitrag zum Klimaschutz.“ Zu diesem Ergebnis kommt die Monopolkommission in ihrem Sondergutachten „Energie 2011 – Wettbewerbsentwicklung mit Licht und Schatten“,

    Na so was! Das ist zwar schon seit Jahren allgemein bekannt, doch bisher galt es geradezu als Ketzerei, es im Bundestag auszusprechen.
    Doch es kommt noch dicker:
    Als Folge der Energiewende mit einem Abschalten aller deutschen Kernkraftwerke bis spätestens Ende 2022 erwartet die Kommission erhebliche wettbewerbspolitische Auswirkungen: „Die unmittelbaren Folgen sind ein Anstieg der Strompreise sowie eine Reduzierung der Versorgungssicherheit und Netzstabilität – auch für die Nachbarstaaten Deutschlands.“

    ‘Guten Morgen!’ möchte man da zurufen.
    Sind ‘die Nachbarstaaten’ etwa der Grund für diese plötzliche Erkenntnis? Gab es da Demarchen auf diplomatischen Kanälen? Es wäre naheliegend.
    Immerhin sind die obigen Einsichten nun gewissermassen ‘amtlich’, was so manchem ewiggestrigen EE- und EEG-Enthusiasten sehr sauer aufstossen dürfte, galten diese Sätze doch bisher als reine Schreckgespenster der ‘Atomlobby’, die regelmässig kreischenden Widerspruch provozierten, wenn sie genannt wurden.

  48. Töpfer würde dazu sagen, bei Zweifeln müssen wir deliberativ nachfragen oder es deliberativ kontrollieren lassen, um unsere Legitimität nachzuweisen.

    Perfide ist doch nur, dass die, an die diese Nachfrage geht, diese NGOs selbst geschaffen haben, um ihre Politik, ohne das Volk zu fragen, bestätigen zu lassen. Noch perfider ist, dass diese NGOs auch noch von diesem nichtgefragten Volk bezahlt wird.
    Novoargumente:

    Der Aufstieg des staatlich geprüften Radikalismus
    Greenpeace-Aktivisten sind nicht Demonstranten im eigentlichen Sinne – sie sind vielmehr ein radikaler Arm der Elite, die sie zu bekämpfen vorgeben. Von Brendan O’Neill

    dto.

    War Gott grün?
    Beim Versuch, mithilfe der Religion die Menschen zu einem umweltfreundlichen Verhalten zu zwingen, degradieren grüne Denker sowohl den Glauben als auch die wissenschaftliche Wahrheit. Von Frank Furedi

  49. Ich habe mir mal zwei Grafiken auf einer Seite des Umweltbundesamtes angeschaut (oben links). Da geht es um Energieprodiktivität und Energieintensität. Und da zeigt sich erst einmal zweierlei. Die Energieintensität verbessert sich ständig. In der Grafik ist ein Zeitraum vom 1990 bis 2010 angegeben. In der ersten Dekade hat es ein stärkere Verbesserung gegeben als in der zweiten Dekade, was wohl daran liegt, dass im Osten so manch ineffektiver Laden abgewickelt wurde. Von 2000 bis 2010 besserte sich die Energieintensität um durchschnittlich 1% pro Jahr. Wobei, seit 2007 stagniert es, zum Ende hin gibt es sogar eine Verschlechterung.

    In der zweiten Grafik wird die Energieproduktivität dargestellt. Das heißt, mit wie viel Primärenergie welches Bruttinlandsprodukt erwirtschaftet wurde. Auf der Seite ist zu lesen:

    während mit 6 % nur ein schwacher absoluter Rückgang des Primärenergieverbrauchs seit 1990 zu verzeichnen ist.

    Diese Aussage ist zwar nicht falsch, doch auch nicht richtig, und ein schönes Beispiel, wie man mit gewählten Intervallen eine Aussage erzwingen kann. Einen starken Rückgang gab es bis 1995, danach stieg der Primärenergieumsatz wieder an, bis er dann neuerlich krisenbedingt (2009) einbrach. 2010 wurde dann wieder fast der Wert von 1994 erreicht.

    Das heißt erst einmal, die verbesserte Energieintensität hat nicht zu einem verringerten Primärenergieumsatz geführt. Wohl aber zu einem verbesserten Bruttoinlandsprodukt (BIP). Das stieg preisbereinigt um 1,5% pro Jahr.

    Gemäß Energiekonzept der Bundesregierung soll Energieproduktivität bis 2020 in Vergleich zu 1990 verdoppeln. Gleichzeitig soll der Primärenergieumsatz von 2010 bis 2020 um rund 15% sinken.

    Um das BIP zu halten, bzw. so wie die Entwicklung der letzten 20 Jahre war, müsste aber die Energieintensität eine Verbesserung von rund 2,5% pro Jahr erreichen. Und das ganze bei durch die NIE verursachten höheren Preise. Durch welche Maßnahmen soll das geschehen? Für mich sieht das ganze Energiekonzept nach großen Humbug und Wunschdenken aus.

    Wenn dieses Konzept konsequent durchgesetzt werden würde, würde dies einen Rückgang des BIP bedeuten. Also Wohlstandsverlust und Verzicht. Genau deswegen schießen sich die Ökos nun aufs BIP als Indikator ein, wollen uns irgendwelche Happy-Indizes unterjubeln. Die Medienkampagne läuft auf vollen Touren.

  50. Interessante Betrachtung von ZETTEL:

    Anmerkungen zur Sprache: Der unsinnige Begriff der “erneuerbaren Energien” und wie es zu ihm gekommen ist

    …..Gemeint ist mit diesem Begriff die Stromerzeugung beispielsweise mittels Photovoltaik oder in sogenannten Windparks. “Erneuerbar” ist da aber nichts; außer vielleicht den Maschinen, die man irgendwann modernisiert…..

    …..Warum eigentlich ist die Energie, die von der Sonne kommt, eine faktisch nichtbegrenzte Energieform -- sei es in Form von Strahlung, sei es in Form des Windes? Weil es sich im Ursprung um Kernenergie handelt. Es ist Kernenergie, welche die Strahlung der Sonne erzeugt und damit auch Wind auf der Erde; so wie im Kernkraftwerk (KKW) die Kernenergie Wasser aufheizt, das seinerseits Turbinen antreibt (zum Funktionieren von Kraftwerken empfehle ich in “Calimeros Rumpelkammer” die sehr schöne Serie “Kraftwerksinnereien”)……

  51. achgut.com (Maxeiner & Miersch):

    Deutschland schafft sich ab

    Manchmal erhalten kleine Begebenheiten Symbolkraft, weil sie zufällig mit größeren zusammenfallen. So erhielt Mitte Januar der Homöopath Wolfgang Springer das Bundesverdienstkreuz und der Chemiekonzern BASF verlagerte seine Gentechnik-Sparte nach Amerika. Die Parallelität beider Ereignisse zeigt, woher der Wind weht. Wissenschaftler emigrieren, Scharlatane bekommen Orden vom Bundespräsidenten……

  52. @ Tim Hardenberg:

    “Wir müssen weg von der Agrarindustrie, hin zu einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft.”

    Das heisst im Klartext: “Wir müssen die Menschen auf der Erde drastisch reduzieren!”

    Nur mit der’Agrarindustrie’ ist es möglich, 6 Milliarden Menschen zu ernähren.
    Fir Primitiv-Landwirtschaft, von der Ökologisten träumen, würde t Milliardern von ihnen dem Hungertod preisgeben.
    Zudem ist es auch hier wieder ein flagranter Missgriff , ‘Bio’-Landwirtschaft als ‘Nachhaltig’ zu bezeichnen.
    Tatsächlich ist es Raubbau am Boden!
    ‘Bio’-Lanfbau entzieht dem Boden die Mineralstoffe, die die Pflanzennahrung bilden. Der Boden trägt immer weniger. Nur lange ruhephasen können ihn halbwegs regenerieren, bis zur nächsten Ausbeutungsrunde. Das ist das Prinzip der Brandrodung (Wald abfackeln, den Boden mit der Asche düngen, ein paar Jahre ernten, dann das nächste Waldstück abfackeln) und der Dreifelderwirtschaft (Erschöpfte Böden werden als Brache und Weide regeneriert).

    Die moderne Agrarwirtschaft führt dem Boden dagegen die Stoffe wieder zu, die ihm bei der Ernte entnommen werden, zusätzlich gleicht sie natürliche Mängel aus, reguliert den pH und bietet den Pflanzen ein dauerhaft optimales Umfeld, das zu optimalem und gesundem Wachstum führt -- DAS ist ‘Nachhaltig’!

  53. Muss natürlich heissen:

    Die Primitiv-Landwirtschaft, von der Ökologisten träumen, würde 5 Milliarden von ihnen dem Hungertod preisgeben.

  54. @Tritium #53

    …..solche Überlegungen kommen in der kuschelig-grünen Hobbit-Auenland-Traumwelt unserer Ökologist_Innen überhaupt nicht vor, schließlich geht es ja bei der Globalen Kulturrevolution GROSSEN TRANSFORMATION, („bei der Stadt- und Landleben neu definiert werden müssen” siehe PIK7), um nix Geringeres als die „Überwindung des menschenverachtenden Monopolkapitalismus”, und die Abschaffung der „Ausbeutung des Menschen durch den Menschen” – da kann man schließlich nicht auf alle Kleinigkeiten Rücksicht nehmen.

    Wo gehobelt wird, fallen schließlich Späne – bissi Schwund is immer!

  55. Wenn man ungeniert vom Holocaust x 1000 phantasiert, ist das nicht lässliche Dummheit, sondern allerübelste Ausrottungs-Ideologie.
    Tut mir leid, so was kann ich nicht mit einem Schulterzucken abtun.
    Diese Dummköpfe sind brandgefährlich!

  56. @Tritium
    Aber diese Dummkoepfe haben die Mehrheit hinter sich. Das darf man nicht vergessen. Wie einst die Nazi-Horden, sind sie kaum zu stoppen.

    Auch das Sendungsbewusstsein, welches sie ausstrahlen, ist vergleichbar. Diese Ideologie der grün-ökologistischem Wahn verfallenen Fanatiker/innen ist die “zeitgemäße” Reinkarnation der Herrenmenschen-Ideologie der Nazis (ein Indiz dafür ist, dass sie am lautesten schreien, wie weit sie doch von Nazi-Faschismus entfernt sind).

    Und sie wollen das gleiche wie die Nazis: uber “lebenswert” und “lebensunwert” bestimmen. Sie wollen — in letzter Konsequenz — die Auslöschung von Millionen (Milliarden) von Menschen. Natürlich nicht erklärtermassen, sondern indirekt, als Konsequenz ihrer irrsinnigen Weltvorstellungen.

    Vergleichbar mit den Nazis nehmen sie für sich in Anspruch, vorgeben zu können, wer zu verschwinden hat und wer nicht. Die Feinde der ökologistischen Idologie, natürlich, die sich dem Dogma nicht unterwerfen.

    Das ist starker Tobak. Aber ich sehe das so.

  57. @ C-O:

    Guten Morgen,
    Die Dummköpfe konnten sich in diesen Wahn steigern, weil sie nicht mit den Konsequenzen konfrontiert wurden. Selbst sind sie dazu nicht imstande, man sieht am Beispiel dieser ‘Fernsehköchin Sarah Wiener’ sehr deutlich wie hochgradig beschränkt diese Personen sind.

    Aber sie konnten und können ihren Unfug plappern, ohne dass ihnen ins Wort gefallen wird und nur dadurch konnte sich das auch so verfestigen, dass es nun als ‘Wahrheit’ allgemein anerkannt wird. Hier hat die Toleranz der Denkenden gegenüber den Schafen das Unheil angerichtet und die Un-Heilsprediger haben die Herde fest im Griff.

    Deshalb bin ich der Meinung: Konfrontieren, immer wieder konfrontieren!
    Denn die Konsequenzen sind eigentlich einfach zu vermitteln, die Zahlen, welche z.B. belegen, dass die Weltbevölkerung in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit dem Hungertod preisgegeben wäre, wenn die ‘Agrarindustrie’ nicht wäre, sind offensichtlich; der Zusammenhang zwischen Düngemittelproduktion und Ernterträgen ist direkt, klar und an sich sehr einsichtig.
    Das wirkt, auch wenn es, da wir von emotional gesteuerten Schafsköpfen reden, lange dauert und steter Wiederholung bedarf, bis es einsickert, sogar bei ‘Fernsehköchin Sarah Wiener’.
    Um die emotionale Barriere zu brechen, halte auch ich es für angemessen, zu drastischen Vergleichen zu greifen, das Wort ‘Holocaust’ verwendete ich nicht ohne Absicht. Es ist emotional negativ belegt und geeignet, ein Fenster aufzustossen, WEIL es empörend erscheint, das gute ‘Bio’ mit ihm zu vergleichen. Dadurch wird emotional Widerspruch ausgelöst und unwillkürlich werden Gegenargumente gesucht, die die Empörung rational begründen sollen -- aber es gibt keine! Das führt zu einem Gefühl der Betroffenheit:”Das DARF nicht sein, dass Bio böse ist, aber warum kann ich das eigentlich nicht erklären, obwohl ich doch genau fühle, dass ‘Bio’ ganz was anderes ist als der Holocaust? Warum kann ich diesen Provokateur nicht mit wenigen klaren Worten abfertigen?” Das nagt und steter Tropfen höhlt den Stein.
    Was viele Jahre lang versäumt wurde, muss nun aufgearbeitet werden.
    Aber die Zeichen stehen gut, gerade weil der Ökologismus so erfolgreich war. Er muss sich jetzt nämlich nicht im fernen Afrika, beim DDT-Verbot z.B. bewähren, sondern direkt hier, im eigenen Land, muss er zeigen was er kann -- und da versagt er auf der ganzen Linie. Das sehen auch die Schafe.

  58. @C-O #56

    Aber diese Dummkoepfe haben die Mehrheit hinter sich. Das darf man nicht vergessen.

    …..und es bedarf nicht einmal besonders vieler Fanatiker dazu, damit diese Ideologie ihre zerstörerische Dynamik entfalten kann. Das Gros der Menschen folgt diesen Heilspredigern ja zumeist in passiver Weise: als Ignoranten oder gedankenlose Mitläufer – weniger dagegen als aktive Öko-Gläubige. Letztere tun dies auch oft nur in opportunistischer Manier, um auf der Seite der Guten zu stehen. Natürlich ist es vorteilhafter, als Retter der Menschheit und des Weltklimas aufzutreten, wenn man ein Solarfeldlein auf seinem Hausdach sein Eigen nennt, als schnöde Gewinnabsichten einzugestehen.

    Das Dogma des ökologistischen Wahns ist zur Epidemie geworden und hat längst alle Bereiche unserer Gesellschaft durchdrungen, genährt und permanent verbreitet durch die ständig sensationshungrigen Massenmedien. Nicht wenige Unternehmen, die durch die Volks-Zwangsbeglückung – „Energiewende” genannt – bereits fette Gewinne generiert haben und schmatzend und erwartungshungrig an den NIE-Subventionströgen sitzen, nutzen das wohlfeile Katastrophenvokabular zunehmend für ihre eigene Firmenwerbung, z.B. so:

    Die Zukunft ist dezentral

    Heute bestimmen wir die Zukunft unserer Erde: Wenn wir versagen, bleibt für die Welt unserer Kinder nur noch Gluthitze, Wüste, Hunger, Durst.

    Aber die Energiewende ist keine Utopie. Sie ist längst gelebte Wirklichkeit. Jeder kann mitmachen! Das Zeitalter großer Kraftwerke und rauchender Schornsteine ist vorüber. Heute kann aus fast jedem Dach einfach und unkompliziert ein sauberes und sicheres Kleinkraftwerk werden. Jeder Einzelne kann seine Energie selbst produzieren. Völlig ohne CO2. Jede Solaranlage ist ein Mosaikstein für eine saubere Zukunft und ein gemäßigtes Klima. Und Sie verdienen Geld damit.

    Und natürlich immer verbunden mit den Heilsversprechen der besseren, der gerechten, der perfekten Welt – dabei werden die Wortschöpfungen von Jahr zu Jahr abartiger: „Hitzetod der Erde”… „Der Planet hat Fieber”… „Kohlenstoffgerechtigkeit”…. was für kranke Gehirne sind das eigentlich, die sich solche Begriffe ausdenken?

    Den weniger zimperlichen unter den Ökofanatikern gehen die bisherigen Schritte der „Globalen Kulturrevolution” natürlich nicht weit genug, denn schließlich ist alles, was der „Kapitalismus” hervorbringt, teuflisch und gehört abgeschafft, z.B. die böse grüne Gentechnik. Schließlich wollen wir ja alle eine GENFREIE ZUKUNFT (das ist leider keine Satire!!!).

    Für eine genfreie Zukunft

    Während der Auftaktveranstaltung vor dem Charlottenburger Schloss stellten die Vertreter der Verbände fest: Noch gelte Deutschland als weitgehend genfrei. Doch machen die genehmigten Gen-Versuchsfelder den Herstellern von Bio-Lebensmitteln das Leben schwer. Ihnen bereiten zum Beispiel die Rückstände Sorgen, die über Pollen, verunreinigte Erntemaschienen oder Lagerräume in die Nahrung gelangen können: „Wir müssen viel Aufwand betreiben, um nachzuweisen, dass kein Genmaterial in unseren Bio-Lebensmitteln ist.“, so Joseph Wilhelm, Vorstand der Joseph Rapunzel AG.

    (Zum Glück muss Herr Rapunzel-Wilhelm nur wenig Aufwand betreiben, um nachzuweisen, dass kein Hirnmaterial in seiner Bio-Rübe ist.)

    Eine schlagkräftige Truppe – eine Art „Grüne Armee Fraktion” – steht auch schon zur Verfügung, um diesen Worten auch gezielt Taten folgen zu lassen – gemäß dem altmodischen Spruch „Wer nicht hören will, muss fühlen!”. Diese selbsternannten Öko-Erzengel nennen ihre Aktionen „Notwehr” und „Feldbefreiung”.

    GENDRECK WEG!

    Wir gehen nach öffentlichen Ankündigungen auf Gentech-Maisfelder und reißen die gefährlichen Pflanzen aus. Es geht uns nicht darum, die Bauern zu schädigen, sondern die Gefahr abzuwenden. Wir betrachten unsere Aktion als Notwehr und als not-wendigen Akt von Zivilcourage, um der Ausbreitung der Gentechnik auf unseren Feldern Einhalt zu gebieten.

    Heute sind’s die Felder, die befreit werden, morgen sind’s die bösen Bücher, die verbrannt entsorgt werden (das nennt man „Kunst”) …. übermorgen sind’s die Klimaleugner, Biospritverweigerer und Energiewendebremser, die weggesperrt werden…..

    Dieser Weg führt auf geradem Weg in den Faschismus.

  59. Liebe Admins

    Kann mir jemand verraten warum meine Kommentare im Spam landen?

    Heinz Eng

  60. @admin
    Jetzt also auch bei Heinz Eng !

    Nicht nur er ist betroffen, sondern auch Beiträge von karl.seegert und mir sind im Spam verschwunden. karl ist wohl zufrieden, aber ein Beitrag von mir hängt schon seit Tagen im Spam.

    Da stimmt doch etwas nicht. Sind das vielleicht die Nebenwirkungen der gegenwärtigen penetranten Hader’schen Spam-Offensive? Wurden die Spam-Filter vielleicht verschärft?

  61. @admin

    … hier scheint es Probleme mit dem CMS zu geben. Mein Kommentar #29 (am 26. Januar) ist dreimal im Nirvana gelandet. Heute war er dann drin.

  62. @Tim @admin
    Interessant. Auch dein Posting enthielt, so wie meines, und das von karl.seegert einen Link auf das ef-magazin. Führt das zur Bewertung als Spam?

    (mal sehn ob dies posting auch im spam verschwindet)

  63. Nö. Daran liegt es wohl doch nicht.

  64. Im Spam-Ordner lagen Kommentare von Eng, Hader und Krüger. Kein C-O und auch kein Seegert. Ich habe die drei Kommentare jetzt freigegeben, keine Ahnung, woran es lag.

  65. Wir betrachten unsere Aktion als Notwehr und als not-wendigen Akt von Zivilcourage, um der Ausbreitung der Gentechnik auf unseren Feldern Einhalt zu gebieten.

    Wie sie sich doch gleichen:
    “Deutsche! Wehrt euch!”
    ‘Gentechnik’ ist austauschbar, da kann man nach Belieben einen anderen Hassbegriff einsetzen. Die Denkweise und das Handlungsmuster sind jedoch völlig identisch: Totalitär/Faschistoid.

  66. In NovoArgumente spricht Günter Keil einen wichtigen Aspekt in dem Beitrag “Energiewende: Eine vergiftete Warnung” an.

    Seit der Ministerzeit von Jürgen Trittin beherrschen bis heute die von ihm (anstelle der zuvor im BMU tätigen Fachleute) eingestellten Personen aus den grünen Ökoinstituten den Apparat und versorgen Herrn Röttgen mit Vorlagen, Sprechzetteln und Material zum Kampf gegen das Bundeswirtschaftsministerium.

  67. #65. Tritium

    ‘Gentechnik’ ist austauschbar, da kann man nach Belieben einen anderen Hassbegriff einsetzen. Die Denkweise und das Handlungsmuster sind jedoch völlig identisch: Totalitär/Faschistoid.

    Moin Tritium,

    und deshalb ist der Begriff “Ökofaschismus” auch durchaus zutreffend!

    karl.s

  68. @Tritium

    Deutsche wehrt euch………..heißt jetzt politisch korrekt:
    Boykottiert israelische Waren wegen der Unterdrückung des palästinensischen Volkes durch Israel.

    @Q-Q
    Das ist ja gerade meine Kritik von Anfang an gewesen, das schwarz/gelb da nicht mit der Axt reingeschlagen hat.
    Das Umweltministerium hatte sich ja auch die Reaktorsicherheit gegrapscht und sich rotzfrech die Enereuerbaren Energie auf den Leib gezerrt um dann die Natione jedes Jahr von neuen mit Jubelmeldungen zu nerven.

    Das Umweltbürokratiemonster ist in keiner weise gestutzt worden, im Gegenteil, unter Merkel hat dieses Monster immer groteskere Ausmasse angenommen.
    Im Prinzip hat die CDU Wahlbetrug begangen…….oder aber es war alleine Muttis Plan als Ex-Umweltministerin, den Sie dann unter allen Umständen auch durchgezogen hat.
    Nicht umsonst hat Sie aus der CDU einen Club von Jasagern gemacht und alles weggeschubst was ihrer Allmachtsstellung im Wege war, langsam glaube ich das Fukushima der perfekte Anlass für Mutti war um ihren Plan (oder der Plan der Ihr diktiert wurde) in die Tat umzusetzen.

    Die einzigen die versuchen sich gegen sie zu stellen wie Rösler, werden in absehbarer Zeit auch “gewulfft”, jede Wette das der Mann auch irgendwo “ne Leiche im Keller” hat….wie übrigens alle anderen Politiker auch.

    Als Energiefuzzi weiß ich das wir veräppelt werden, nun schwant mir, das wir auch politisch voll auf die Schippe genommen werden.

    Das Schlimme an der Sache……….ich habe keine Hoffnung mehr………das sich daran nochmal was ändern wird.
    Onkel Heinz….lässt alle Hoffnung gen Himmel fahren

  69. #68. Heinz Eng

    Das Schlimme an der Sache……….ich habe keine Hoffnung mehr………das sich daran nochmal was ändern wird.
    Onkel Heinz….lässt alle Hoffnung gen Himmel fahren

    Och Heinz, nicht gar so pessimistisch. Es ist sicherlich so, dass momentan viele dem mainstream der Ökoreligion anhängen und die Gesellschaft durchseucht ist mit diesem Gedankengut. Aber, und da glaube ich fest daran, dass sich dieser Spuk irgendwann in Wohlgefallen auflöst. Letztendlich ist das alles eine Frage des Geldes. Allein schon aus monetärer Sicht ist das Experiment mit den NIEs zum Scheitern verurteilt. Ich bin und bleibe optimistisch weil ich glaube, dass sich die Vernunft durchsetzen wird, so wie bisher eigentlich immer.
    karl.s

  70. #58

    „Wir müssen viel Aufwand betreiben, um nachzuweisen, dass kein Genmaterial in unseren Bio-Lebensmitteln ist.“, so Joseph Wilhelm, Vorstand der Joseph Rapunzel AG.

    Das kann man wirklich nicht mehr parodieren. Trotzdem entwickelt solcher Blödsinn ungestraft seine politische Wirksamkeit. So wie damals die Forderung nach einer “atomfreien Zone” Deutschland und jetzt die “kohlenstofffreie Wirtschaft”.

    Die einen plappern solchen Schwachsinn und glauben wahrscheinlich damit etwas Gescheites zu sagen; oder würden, wenn man sie auf die Sinnlosigkeit solcher Aussagen hinwiese, sagen, so sei es ja nicht gemeint.
    Aber wie ist es denn dann gemeint?

    Der logische Grundfehler dabei ist es, daß der Versuch unternommen wird, “Natürliches” von “Unnatürlichem” zu unterscheiden. Letztlich ist aber alles natürlich, denn gegen die Naturgesetze zu handeln ist unmöglich. Tritium #52 bringt es gut auf den Punkt. Die nachhaltige und im Rahmen des natürlich Möglichen optimale Landwirtschaft begann, als Liebig die Notwendigkeit erkannte, die für das Pflanzenwachstum erforderlichen Nährstoffe dem Boden wieder zuzuführen, und den Kunstdünger erfand. Damit hatte die Raubbau- und Mangellandwirtschaft endlich ein Ende!

    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß es sich bei den zitierten Sprüchen um absichtliche Volksverdummung handelt. Durch Wiederholung sinnwidriger und irrationaler Sätze wird das Urteilsvermögen langfristig zermürbt, bis man sich alles gefallen läßt: Mülltrennung in ein Dutzend verschiedener Tonnen, “Öko”-Aufschläge aller Art auf Preise, Zwangsschwitzdämmung für Häuser, Zwang zur Verwendung “erneuerbarer Energie”, Verlust von Forschung und Industrie; und was in Zukunft noch dazukommt, werden wir erst sehen.

  71. @Karlchen.S

    Einspruch euer Ehren.
    Ganz im Gegenteil, die gesamtgesellschaftlichte Entwicklung rast mit Überlichtgeschwindigkeit in die dikatorische Ebene des “Nichtseins”.
    Beweise? In Massen….

    Die Republik im Tugend-Terror

    Unter dem Deckmantel der moralischen Sauberkeit breitet sich schleichend Tugend-Terror aus. Das rheinische Großzügigkeitsmotto „Man muss auch gönnen können“ wird durch das preußischen Prinzip „Selbst den Anschein einer Verfehlung gilt es zu vermeiden“ ersetzt…..

    In einer solchen gesellschaftlichen Atmosphäre gedeiht das Denunziantentum wie Unkraut im Bio-Garten.
    Wenn sich einer Deutscher in etwas auskennt, dann ist es das Anzinken seines Mitmenschen, was seine fiese Endgültigkeit im sogenannten Endsieg der einen Diktatur und der Bloßstellung konterrevolutionärer Kräfte in der anderen deutschen Diktatur all zu deutlich zu erkennen war.
    Der sogenannte “Klimawandel” ist der Hebel für jede unmenschliche Massnahme die sich Otto-Normalo je ausdenken konnte, das menschliche Leben allein nur noch bewertet nach dem CO2 Ausstoß macht selbst einen Mord zum klimatisch wertvollen Beitrag das globale Klima zu schützen.

    Oder dat hier, toll beschrieben aber leider die pure Wahrheit

    Auf der MS „Energiewende“ sieht es kaum besser aus. Seit im Quartier von Leichtmatrose Rösler nur noch zweiprozentiges ausgeschenkt wird, sieht er immerhin den nahenden Solarfelsen etwas deutlicher. Doch in den oberen Decks haben sich wahrscheinlich schon zu viele zum üppigen Captain´s Dinner eingefunden, um auch nur diese kleinere der zahlreichen Klippen in den Erneuerbaren Gewässern ohne größeres Leck umschiffen zu können. Ob der eine oder andere Misston der Medienkapelle ausreicht, die Passagiere zu wecken und die Brücke zu einem Kurswechsel zu bringen?

    Wenn es darum geht die gesamtgesellschaftliche Entwicklung geht sind Maxeiner & Miersch diejenigen, die den Finger in die blutende Wunde stecken.

    Manchmal erhalten kleine Begebenheiten Symbolkraft, weil sie zufällig mit größeren zusammenfallen. So erhielt Mitte Januar der Homöopath Wolfgang Springer das Bundesverdienstkreuz, und der Chemiekonzern BASF verlagerte seine Gentechnik-Sparte nach Amerika.

    Back to the Roots, auf das sich der verblödete Deutsche wieder seinem Leben als Affe auf den Bäumen zurückerinnert.
    Esotherik als Staatsreligion, christliche Religionen die auch im Trend sein wollen und neuerdings Gaija huldigen mit Krähenspiegel auf den Kirchendächern, Städtetage als Erfüllungsgehilfen des WWF, ökologisch durchseuchte Kindererziehung, Gender-Mainstream um auch noch die letzten standhaften Männer zu Schürzentragenden Weicheiern umzuerziehen…………..Deutschland schafft sich wahrlich ab.

    Und nun ist noch die schreckliche Situation eingetreten das Deutschland auch noch die globale Finanzwelt retten soll und Europa eh schon unter seinen Fuchteln hat, bald gibt es keine Nation mehr in die man flüchten könnte, ohne doch noch vom deutschen Irrwitz eingeholt zu werden.

    Ein Pessimist ist gegen mich noch ein strahlender Optimist, während bei dem die Flasche halb leer ist, ist meine Flasche schon auf den Beton aufgeschlagen und in tausend Scherben zersplittert.

    Ach so, auch Dir noch eine schöne Woche.
    H.E.

  72. @Heinz #68
    Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Zwar will ich hoffen, dass karl #89 recht hat, wenn er schreibt:

    Och Heinz, nicht gar so pessimistisch. (…) Aber, und da glaube ich fest daran, dass sich dieser Spuk irgendwann in Wohlgefallen auflöst.

    Doch vielleicht sollte man auch mal überlegen, ob das vielleicht viel zu kurz gedacht ist? 1990 ist ein Epoche zuende gegangen, in der sich in Europa zwei Welten gegenüberstanden. Wieso eigentlich sollen sich damit die in vielen Jahrzehnten gewachsenen totalitären “Traditionen” in Europa plötzlich rückstandsfrei in Nichts aufgelöst haben? Es wäre doch möglich, daß diese “Traditionen” in dem monströsen bürokratischen EU-Apparat in Brüssel einen idealen Nährboden fanden, um neu “anzuwachsen”?

    Könnte es nicht sein, daß wir — mit einer Schamfrist von vielleicht 5 bis 10 Jahren — Zeitzeugen der Etablierung eines neuen, totalitär reglementierenden Superstaates (EU-Europa) sind, der sich viele, viele Jahrzehnte halten wird? Also kein Spuck, der demnächst sich in Luft auflösen wird? Ein Superstaat, der die “Traditionen” totalitärer, ideologisch-dogmatischer, die Bevölkerung unterdrückender Systeme in “demokratischer” Form integriert und “Demokratie” ledlich als Monstranz vor sich herträgt? Ich erinnere an die Warnungen von Vaclav Claus als EU-Ratspräsident, mit denen er auf die Ähnlichkeiten zum Totalitarismus kommunistischer Staaten hinwies. Die empörten Reaktionen waren eine ungute Bestätigung.

    So gesehen wären das CO2-Klimadogma und die bevölkerungsfeindliche Energiepolitik lediglich Eckpfeiler eines allgemeineren, bestimmenden Prinzips dieses sich etablierenden Superstaates. Ein Staat der nicht Wohlstand, sondern Verknappung und Rückschritt zum obersten Prinzip erhoben hat (den Rückschritt in orwellscher, planwirtschaftlicher Verblendung als Fortschritt verkaufend). Der die Freiheit und Selbstbestimmung seiner Bevölkerung unter das Kuratell ideologischer Zwänge stellt.

    Der “sozialistisch entwickelte Persönlichkeit” (a la SED) ist tot, es lebe die “ökologisch bewusste Persönlichkeit” ? Wer weiss. Ich fürchte beinahe, die Hoffnungen auf einen vorübergehenden “Spuk”, wie in karl.s äußert, werden sich nicht erfüllen.

    Wie gesagt, Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Und die besten Vorhersagen machen diejenigen, welche fachlich die geringste Kompetenz besitzen. In diesem Sinne hoffe ich, sehr kompetent zu sein.

    C-O.

  73. @Fluminist #70

    Der logische Grundfehler dabei ist es, daß der Versuch unternommen wird, “Natürliches” von “Unnatürlichem” zu unterscheiden. Letztlich ist aber alles natürlich, denn gegen die Naturgesetze zu handeln ist unmöglich.

    Genau so ist es, Fluminist, genau so !

    Nur wird das die Hirne derjenigen nicht erreichen, die — wider jede Vernunft — zwischen “natürlichem” und “unnatürlichem” unterscheiden WOLLEN. Mit “wieder jede Vernunft” spiele ich darauf an, daß uns doch angeblich die Vernunft vom Tier unterscheidet.

  74. @C-O

    Wie gesagt, Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Und die besten Vorhersagen machen diejenigen, welche fachlich die geringste Kompetenz besitzen. In diesem Sinne hoffe ich, sehr kompetent zu sein.

    Tja lieber C-O, so isses leider.
    Man muss nur mich wachen Augen die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen betrachten um zu erkennen, das ein Weg zurück in die menschliche, tolerante Gesellschaft mit derart hohen Hürden versehen ist, das es mir schier unmöglich erscheint, das sich die unweigerlich eintreffende Katastrophe noch abwenden lässt.
    Allein schon die EEG, ein Konstrukt (Geist) der nicht mehr in die Versenkung zurückgeschickt werden kann, lebt doch schon die halbe Gesellschaft (und damit Wähler) mit der staatlich garantierten Rendite auf 20 Jahre.

    Deutscher Kontrollwahn und die Vollkaskomentalität paaren sich zum allumfassenden Organ der totalitären Vollkontrolle des Menschen um jeglicher hypotetischer oder gefühler Gefahr enthoben zu sein.

    Der Gedanke, es könnte Dinge geben, die unserem Einfluss und damit auch unserer Verantwortung entzogen sind, erscheint uns umso unerträglicher, je mehr wir kontrollieren. Die Annahme, Missgeschicke, Fehler, Unglücke, Katastrophen könnten einfach passieren, ohne dass irgendjemand daran schuld sei, ist keine Option.

    Und so sitzen wir, die reichste, friedlichste deutsche Gesellschaft, die es je gab, bald schon atomfrei, ökopassgeprüft, erdgasbeheizt und verbrauchergeschützt hinter neu angebrachten Sicherheitsschlössern und befürchten das Schlimmste. Darüber ließe sich leicht lachen. Doch wer, bitteschön, kann schon mit Gewissheit behaupten, dass wir mit unseren Befürchtungen nicht ganz richtig liegen?

    Die deutsche, wie auch Teile der europäischen Gesellschaft hat inzwischen das Endstadium der Dekadenz erreicht, von den echten Gefahren des Überlebens befreit, sucht man sich jetzt hypothetische Gefahren die uns unter Umständen, eventuell in 30 Jahren beim Zusammentreffen aller Unwahrscheinlichkeiten zu Tode bringen könnten.
    Deswegen die Vehemnz der Anti-AKW Bewegung, deswegen der Wahn der Klimawandelkatastrophenblubberer……….deswegen auch die versuchten Erpressungsversuche auf diesen Blog.

    Und alles nur, um möglichst hundert Jahre alt zu werden………um die letzten 20 Jahre mit Demenz im Altenheim dahinvegetieren zu dürfen.

    Mahlzeit
    H.E.

  75. @ C-O #72

    Ein Staat der nicht Wohlstand, sondern Verknappung und Rückschritt zum obersten Prinzip erhoben hat (den Rückschritt in orwellscher, planwirtschaftlicher Verblendung als Fortschritt verkaufend).

    So ähnlich steht es ja auch explizit bei Orwell. Die drei Superstaaten in 1984 sind dauerhaft im Kriegszustand, nicht weil es irgendetwas zu gewinnen gäbe oder sie sich ideologisch wesentlich unterschieden, sondern weil der Krieg ein ideales Mittel ist, die erwirtschafteten Güter zu vernichten und künstlich knapp zu halten und so den Wohlstand, die Basis für Individualismus und das Streben nach persönlicher Freiheit, dauernd zu verhindern.

    Möglicherweise könnte der Ökologismus als friedlicheres Mittel zu demselben Zweck dienen.

  76. Heinz:

    Deutsche wehrt euch………..heißt jetzt politisch korrekt:
    Boykottiert israelische Waren wegen der Unterdrückung des palästinensischen Volkes durch Israel.

    Diese ‘Unterdrückung des palästinensischen Volks’ ist eine der Leiblingsfabeln unserer Herbstgrünen (In dieser Jahreszeit ändern die Blätter ja gewöhnlich ihre Farben).
    Ich will da gar nicht näher auf israelischen Politik eingehen, sondern nur auf das Hassklima im Gaza hinweisen.
    ort werden in Schulen kleine Kinder zum Märtrertod indoktriniert, im fernsehen werden die stolze Verwandte von ‘vorbildlichen Terroristen präsentiert, Kleine Mädchen werden verheiratet kaum dass die erste Menstruation eingetreten ist, Korruption, Gewalt, Bürgerkrieg und Drogen beherrschen das Land -- aber dagegen protestiert keiner!
    Nur allzudeutlich sieht man daran die zynische und menschenverachtende Grundhltung dieser angeblichen Gutmenschen: Wenns der eigenen Ideologie und Agenda dient, gehen sie bedenkenlos über Leichen!

    Wie wahnhaft blind diese Israel-hasser auf dem anderen Auge sind, kannst hier sehen: Middle-east Info
    Aber nicht gleich nach dem essen, es kommt dir wieder hoch!

    Zum Beispiel:
    Palästinensischer Terrorismus

    Missbrauch von Kindern in vielfältigster Form

    Legalisierte Kinderschändung

    Natürlich wird dir jeder gestandene Herbstgrüne sofort sagen, dass dies eine israelische Propagandaseite sei -- Ja, stimmt. Aber woher haben die die Geschichten, die Bilder? Weil die wahr sind! Die Wahrheit ist immer wahr, auch wenn sie auf eineer israelischen Seite steht!

  77. Aufgepasst, Begriffs-Hijacking !

    In dem Artikel Energiewende: Eine vergiftete Warnung von Günter Keil — den Quentin in #66 verlinkt hat — geht es um Energie-Effizienz. Dabei fällt (wahrscheinlich nicht nur) mir auf, daß die Unterzeichner des offenen Briefes an Merkel ein merkwürdiges Verständnis von “Energie-Effizienz” verbreiten.

    Für mich beginnt hier eine neue Begriffsbesetzung, also Begriffs-Umdefinition. Was Effizienz bedeutet, versuchen diese Leute durch “marktwirtschaftlichen Selbstlauf” zu ersetzen. Die aberwitzige Idee einer “europäischen Effizienzrichtlinie” zeigt, wohin die Reise geht. Energie-Effizienz kann man keiner Richtlinie unterwerfen. Es sei denn, man erfindet ein planwirtschaftliches Konstrukt, dem man zweckentfremdend den Begriff “Effizienz” zuordnet.

    Man darf sich also auf zukünftige Streitgespräche einrichten, in welchen energiepolitische Bürokraten — bzw. deren Nachplapperer in Hader’scher Manier — das Wort “Effizienz” im Mund führen, in Wirklichkeit aber von Energieverteilungs-Planwirtschaft reden.

    Dieser Begriffsokkupation sollte man sich bewusst sein, um dem Widerstand leisten zu können.

    Siehe auch mein Posting #31 zum Missbrauch von Begriffen.

  78. @Flumi #75
    Ich weiss. Ich hab Orwell im Laufe der Jahrzehnte mindestens drei mal vor und rückwärts gelesen. und auch den Film gesehen.

    Es läuft mir der Schauder den Rücken herunter, wenn ich sehe, dass es praktisch in die gleiche Richtung geht. Andererseits darf man sich da nicht zu sehr hineinsteigern: die Hoffnung, dass es so NICHT endet ist zumindest grösser als Null.

    P.S.: Aldous Huxleys “Schöne neue Welt” sollte man übrigens auch nicht vergessen.

  79. achgut.com (Weß):

    Ein Fall für Greenpeace: Windräder produzieren Atommüll

  80. O.T.

    @Tritium #76
    Politisch verbrämter Hass auf Israel gehört in linksintellektuellen Kreisen und darüber hinaus in Deutschland zu guten Ton. Und der wird schizophrenerweise auch noch mit dem Lernen aus der Geschichte, aus dem Holocaust, begründet.
    Ich lehne dies entschieden ab.

  81. @Tim #79
    Geil.

  82. Hihi…..und hier die nächste Klatsche für Umweltbesudelte.


    Bericht: Elektroautos weniger gut fürs Klima als behauptet


    Ein Ausbau der Flotte von Elektroautos auf eine Million Fahrzeuge bis zum Jahr 2022 führe zwar zu einer Reduktion der Treibhausgas-Emissionen im Verkehrsbereich von 6 Prozent. Mit effizienteren Benzinmotoren ließen sich aber 25 Prozent einsparen, heißt es.

    Aber auch das wird unsere Regierzwerge nicht anfechten, denn die brauchen ja die KFZ-Akkus für die tolle Energiewende als Großspeicher.
    Irrenrepublik Dummland
    H.E.

  83. Nachdem hier von Vaclav Havel die Rede war, möchte ich auf einen Text von Pankraz hinweisen. Havel äußerte sich schon 1984 so:

    Alle bisherige Politik, schrieb Havel, sei immer nur „Technologie der Macht“ gewesen, ein Prozeß der Anonymisierung und Entpersönlichung der Macht, ihre Reduktion auf bloße Lenkung und Manipulation der Seelen, ein Herauslösen des Politischen aus der „Lebenswelt“, also aus dem, was die Menschen wirklich angeht und bewegt. Der End- und Höhepunkt dieses Entfremdungsprozesses sei der Totalitarismus des Sowjetsystems, dessen Ende sich jetzt glücklicherweise abzeichne, aber die totalitäre Gefahr lauere auch im Westen.

    Aufgabe einer „neuen“ Politik müsse es sein, „umsichtig und aufmerksam, doch zugleich unter vollem Einsatz der eigenen Person, überall der irrationalen Eigenbewegung der anonymen, entpersönlichten und unmenschlichen Macht der Ideologien, Systeme, Apparate, Bürokratien, künstlichen Sprachen und politischen Schlagworte entgegenzutreten, sich gegen deren komplexen und abseitig entfremdenden Druck zu wehren“. Der „neue“ Politiker müsse „ohne Rücksicht auf Verlachtwerden seine Maßstäbe voll aus seiner Lebenswelt nehmen und auf deren Richtungs-weisung – auch gegen Widerstände – bestehen“.

    Den ersten Teil würde ich voll unterschreiben, der zweite scheint mit ein wenig zu idealistisch. Und da kommen wir zu dem was ich weiter oben von Günter Keil zitierte, wie das Umweltministerium mit Leuten von Ökoinstituten geflutet wurde (etwas was man dem Niebel in seinem Ministerium auch vorwirft). Man benutzt die errungene Macht um die Institutionen so zu verändern, dass eigene Vorstellungen im Apparat nachwirken. In Bezug auf Religionen hat das Canetti so formuliert:

    Die Masse, die ihnen vorschwebt, ist universal; es kommt auf jede einzelne Seele an, und jede Seele soll die ihre werden. Aber der Kampf, den sie zu bestehen haben, führt allmählich zu einer Art von verborgenen Respekt für den Gegner, deren Institutionen bereits vorhanden sind. Sie sehen, wie schwer es ist, sich zu halten. Instititutionen die ihnen Solidarität und Bestand gewähren, erscheinen ihnen immer wichtiger. Durch die ihrer Gegner angeregt, tun sie alles dazu selber welche einzuführen; und wenn es ihnen gelingt, werden diese mit der Zeit zur Hauptsache.
    (Masse und Macht S. 24/25)

    Und wie bei Religionen auch, wo es dem einfachen Gläubigen oftmals mehr ums Zelebrieren geht, Feste, Riten, Feiertage ziehen die Hauptaufmerksamkeit auf sich, so ist dies nun auch bei der Öko- und Klimabewegung.

  84. …wie das Umweltministerium mit Leuten von Ökoinstituten geflutet wurde (etwas was man dem Niebel in seinem Ministerium auch vorwirft)

    Genau daran musste ich auch denken, als die ‘Niebel-Affäre’ lanciert wurde!
    “Haltet den Dieb!” rufen die am lautesten, die selber den meisten Dreck am Stecken haben.

  85. @ C-O #77

    Man sollte diesen offenen Brief einmal im Original lesen. Auf mich wirkt er wie ein letzter Versuch, den Karren in die gewünschte Richtung zu bekommen, nachdem man erkannt hat, dass bisherige Maßnahmen nichts gebracht haben. Eigentlich ein Offenbarungseid.

    Die Entwicklung der energiewirtschaftlichen Indikatoren bestätigt: es hat bisher keine Effizienzrevolution gegeben.

    Und das wird sich auch nicht ändern. Statt dessen ist Verzicht angesagt:

    Eine letztlich nachhaltige und innovative Energiepolitik muss daher gleichzeitig Rahmenbedingungen setzen, mögliche zu erwartende „Rebound-Effekte“ stärker zu begrenzen und angesichts einer materialistisch geprägten Gesellschaft einen verstärkten gesellschaftlichen Dialog über neue Wohlstandsmodelle und nachhaltige Konsummuster anzustoßen.

    Tut mir leid, Typen die so einen Unsinn verzapfen, haben nicht begriffen wie Menschen funktionieren. Wenn es bloß Träumer wären, wäre es ja nicht so schlimm. So ist es aber brandgefährlich.

  86. Tritium,

    Ich will da gar nicht näher auf israelischen Politik eingehen, sondern nur auf das Hassklima im Gaza hinweisen.

    das gewiss nicht vom israelischen oder palästinensischen Volk geschaffene Hassklima war immer für etwas gut.

    Seit 10 Jahren ist dieses Gasfeld dazu gekommen.
    Daran schließt sich Zypern an und daran Griechenland, Öl und Gas im Überfluß. Wetten, dass der damit mögliche Aufschwung an allen Völkern vorbei geht?

  87. @QQ,

    der Brief ist wirklich peinlich und blanke Club of Rome Ideologie.
    Diese Ideologie ist wirklich universal und eingängig ab 5 Jahre.
    1. Wir wollen die Welt, die Zivilisation oder die Umwelt retten?
    2 Wir müssen uns nur umerziehen lassen, und den Feind erkennen, diesen erkennen wir am Aussehen, an seiner Stellung zu den Produktionsmitteln oder nun an seiner Verschwendungssucht.
    3.Es ist 5 vor 12, vertraut uns, wir machen das für euch, alles easy ;-) Wir brauchen nur einen riesigen Beamtenapparat, der macht das für euch ;-)

  88. #85, 87

    angesichts einer materialistisch geprägten Gesellschaft

    Da liegt der Hase im Pfeffer. Solange die Leute sich einbilden, eine warme Bude und ein gutes Essen im Topf haben zu müssen und automobil auch einmal in die nächste Stadt zu fahren, statt in ihrem Dorf zu bleiben, auf der Blumenwiese zu tanzen und vegan dem Nirwana entgegenzugehen, solange eine Volkswirtschaft am Bruttoinlandsprodukt gemessen wird und nicht am so viel wichtigeren Glücksfaktor, solange kann das ja nichts werden mit der Großen Transformation.

    nachhaltige Konsummuster

    Also jeden Abend in die Kneipe = nachhaltig. Einmal pro Woche Komasaufen = nicht nachhaltig (Ausfall des Konsumenten durch übermäßigen Verschleiß).

    Einige der Unterzeichner des Briefs kennen wir noch vom Bürgerdialog her, oder erinnere ich mich da falsch?

  89. #88. Fluminist

    Einige der Unterzeichner des Briefs kennen wir noch vom Bürgerdialog her, oder erinnere ich mich da falsch?

    Hallo Flumi,

    genau, z.B. den Prof. Renn, der zwar behauptet hat, 80% der Bevölkerung ständen hinter der sog. “Energiewende”, gleichwohl den Nachweis aber schuldig geblieben ist.

    karl.s

  90. #82

    hoi heinz,

    dolle studie hast da rausgekramt ;)

    hab mal das

    Executive Summary

    überflogen und festgestellt das wir uns zu früh gefreut ham :(

    Zentral für den Klimanutzen von Elektrofahrzeugen ist damit der Bau zusätzlicher erneuerbarer
    Kapazität: Mit zusätzlichen erneuerbaren Energien und bei Einsatz von Lademanagement ist
    der gegenüber dem Basisszenario zusätzlich produzierte „Fahrstrom“ vollständig erneuerbar.
    Die CO2-Emissionsfaktoren dieser zusätzlichen Stromproduktion sind nahe Null und es kann
    ein – auch in der Gesamtbilanz – nahezu emissionsfreier Betrieb von Elektrofahrzeugen
    erreicht werden. In diesem Fall können die Emissionen des Pkw-Bestands um 0,6 Millionen
    Tonnen CO2 im Jahr 2020 bzw. 5,2 Millionen Tonnen im Jahr 2030 gegenüber einer
    Referenzentwicklung ohne Elektromobilität gesenkt werden. Dies entspricht einer Minderung
    der Gesamtemissionen des Pkw-Verkehrs um 0,6 % bis zum Jahr 2020 bzw. 6,0 % bis zum
    Jahr 2030.

    Für langfristigen Klimaschutz sind alternative Antriebstechnologien jedoch unverzichtbar –
    immer unter der Voraussetzung der Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energien. Insgesamt
    wird es nur eine Kombination aus einer deutlichen Effizienzsteigerung der konventionellen
    Verkehrsmittel, alternativen Antrieben und Kraftstoffen – wie der Elektromobilität – in
    Verbindung mit einem veränderten Mobilitätsverhalten
    ermöglichen, die langfristigen
    Klimaschutzziele zu erreichen und eine nachhaltige Mobilität in Zukunft zu sichern.

    wer sich den quark antun will guckt hier

  91. michael m.,
    selbst Marvin Müller sagte , ein Alleingang von Deutschland zur CO2 Minderung ist sinnfrei. Dieses unterirdische Papier will einen Minibeitrag durch EAutos beisteuern.

    Es ist überhaupt nicht abzusehen, dass sich an der Bilanz der E-Autos etwas ändern wird. Die bauen Dinger, die auf 100km 10-15 KWh verbrauchen- das entspricht 1,2 bis 1,8 Litern Öl. Dagegen liegt der Primärenergieeinsatz ca. beim Dreifachen. Erzeugung,Transport und Ladevorgang. D.h. der reale Energieverbrauch liegt bei 4 bis 6 Litern. Dazu muß ich alle 150 bis 240 Km eine Ladepause einlegen, welcher Idiot gibt sich damit ab? Da haben wir noch nicht von ständig wechselnden Batteriesätzen geredet ;-)
    Die kleinen Diesel fahren mit 3 Litern durch ganz Deutschland.
    In England wird die gleiche grüne Politik gemacht. Sie haben seit 5 Jahren 2100 E Dinger verkauft und parallel für 30 Mill. 2500 Ladestationen gebaut ;-)

  92. @Micha

    Ick hatte deswegen extra geschrieben………

    Aber auch das wird unsere Regierzwerge nicht anfechten, denn die brauchen ja die KFZ-Akkus für die tolle Energiewende als Großspeicher.

    Aber lass mal, solange die grünen Spinner einen Bahnhof bekämpfen der Individualverkehr auf die Schiene umleiten könnte, solange baller ick mit meinen Diesel-SUV durch die Gegend.
    Diese Typen können mir alle mal kreuzweise den Buckel lang runter rutschen, solange die so Schizophren in Sachen Verkehr sind.
    Mir müsste ja ein Huf fehlen den teueren E-Auto-Akku als öffentlich Akku für eine verfehlte Energiewende missbrauchen zu lassen, nöö, nich mit mir.
    5,2 Millionen Tonnen CO2 Einsparung………….in der Zeit ham die Chinesen ihren Ausstoß um 5,2 Milliarden Tonnen gesteigert……….für wie blöd wollen mich die deutschen Öko-Dummköppe eigentlich verkaufen?

    Lach, ick weiß aber wie Du dat meinst, ist schon OK so.
    Onkel Heinz…..gnadenloser Realist

  93. hm, für zahlenfreunde könnt quelle [4] besagter studie ein schönes spielzeug sein

  94. #92 Heinz Eng

    Aber lass mal, solange die grünen Spinner einen Bahnhof bekämpfen der Individualverkehr auf die Schiene umleiten könnte, solange baller ick mit meinen Diesel-SUV durch die Gegend.

    Hallo Heinz,

    soon Diesel -- SUV ist schon was feines. Also, ich bräucht ein neues Auto und ganz ökologisch korrekt :-) wollte ich auch einen Elektroflitzer ordern. Anforderungsprofil: Muß aussehen wie ein richtiges Auto, mindestens 700 km Reichweite mit einer Tank (Batterie) Füllung, Leistungsprofil wie ein 2 Liter marktgängiger Diesel, Flächendeckendes Lade (Tank)-netz, Ladezeit nicht wesentlich länger als Diesel tanken, Preis muß etwa der Dieselvariante entsprechen.
    Dreimal darfst Du raten, ob ich einen bekommen habe ;-) natürlich nicht. Ich habe dann die Dieselvariante genommen.

    gruß
    karl.s

  95. Kommen wir doch noch einmal auf Peter Hellers Artikel zurück, in dem er beschreibt, wie kontinuierlich die Stahlindustrie die Energieeffizienz in der Produktion verbesserte. Nun hat ThyssenKrupp die Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Konzern Outokumpu verkauft (so gut wie in trockenen Tüchern). Vereinbart wurde dabei, dass an den Standorten Krefeld und Bochum die Schmelzen stillgelegt werden. Was bleibt, das sind die Kaltwalzwerke (Coils für die Veredelung werden angeliefert).

    Auf Welt Online steht heute:

    Ein wichtiger Grund für dieses Vorgehen ist, dass Stahlschmelzen große Mengen an Strom verbrauchen. Und den gibt es an anderen Standorten wesentlich billiger als in Deutschland, allen voran in Finnland. Outokumpu verfügt dort in Torneo über ein integriertes Edelstahlwerk. Und auch Inoxum hat im italienischen Terni einen wesentlich günstigeren Alternativstandort.

    Man muss dazu wissen, dass in den Elektrolichtbogenöfen in Krefeld und Bochum hauptsächlich Edelstahlschrott eingeschmolzen wurde (Schrottrecycling für die Neuproduktion). Außerdem verfügt Krefeld über eine Gießwalzanlage für Edelstahl (der Zwischenschritt Bramme entfällt; Energieeinsparung).

    Wie es in diesem Heller-Artikel beschrieben ist, die Effizienzpotentiale sind im Stahlbereich nahezu ausgereizt. Was bleibt, das ist der Gang ins Ausland (ThyssenKrupp wird erst einmal Großaktionär bei Outokumpu; Aktienübernahme als Teil des Kaufpreises).

    Wann ThyssenKrupp auch die Qualitätsstahlstandorte an Rhein und Ruhr dicht macht, das ist nur eine Frage der Zeit. Das Werk in Brasilien ist die Zukunft des Konzerns (auch wenn es zur Zeit finanziell ein mittelschweres Desaster ist).

    Hab’ ich irgendwo gelesen (als Kommentar zur Energiewende):
    Erst gehen die Hütten, dann die Schmieden, die Pressen – und dann der Edelstahl…

  96. In den USA kehren sogar Ammoniakwerke aus Chile zurück. Die werden in Chile abgebaut und in den USA wieder aufgebaut. Grund, die Strompreise haben sich seit 2008 auf 39$ mehr als halbiert.

    Immer teurere Strompreise sind ein grünes Märchen, das beendet werden muß durch einen freien Markt.

  97. @Quentin #85
    ich habe den Originaltext des offenen Briefes mal durch das BlaBla-Meter gejagt.

    Der Bullshit-Index liegt bei 1.0 für den ersten Teil und bei 0.88 für die Stichpunktliste. Also extrem. So liest sich der ganz Müll auch.

  98. @Peter Heller

    Glückwunsch zu den gelungenen Artikel, der jetzt auch Thema bei “Zettel” geworden ist.

    Im Prinzip ist die 50% Energieeinsparung nur durch eins zu erreichen, sämtlich energieintensive Industrie aus den Land zu jagen und aus Deutschland ein reines Dienstleistungsländle zu basteln. Ick stelle mir dat schon bildlich vor, wir schneiden uns gegenseitig die Haare oder tauschen Kartoffeln gegen Äpfel die wir zuvor mit den Bollerwagen zum nächsten Mittelaltermarkt gekarrt haben, das ganze wird von einen riesigen Heer von Beamten überwacht, die künftigen Hartz 4 Zahlungen werden aus Griechenland bezahlt…….und ick liege 1,80 m unter der Erde oder bin ins Ausland geflüchtet.
    Interessant in dieser Hinsicht ist Grafik 4 aus Teil 2 Ihres hervorragenden Artikels.
    2050 soll sich der Energiebedarf Deutschlands auf einen Niveau befinden, was Westdeutschland 1963 alleine verbraten hat……wollen wir jetzt alle wieder im Jahre 1963 leben?
    Im Prinzip bekämpfen wir den Unsinn der Energiewende seit Anfang dieses skeptischen Blogs und werden es weiterhin tun, wenn dann noch genügend Strom zum Betrieb des Internets übrig ist oder per Gesetz “Skeptizismus” verboten worden ist.
    Weiter so, das den einen oder anderen doch endlich mal die Augen aufgehen.

    MfG
    Heinz Eng

  99. @Onkel Heinz

    …..wir schneiden uns gegenseitig die Haare oder tauschen Kartoffeln gegen Äpfel die wir zuvor mit den Bollerwagen zum nächsten Mittelaltermarkt gekarrt haben, das ganze wird von einen riesigen Heer von Beamten überwacht, die künftigen Hartz 4 Zahlungen werden aus Griechenland bezahlt…..

    ….dafür liegt dann aber der Bruttoglücksindex bei gefühlten 1,0 !!!

  100. @all
    Heinz schreibt:

    Im Prinzip bekämpfen wir den Unsinn der Energiewende seit Anfang dieses skeptischen Blogs und werden es weiterhin tun, wenn dann noch genügend Strom zum Betrieb des Internets übrig ist oder per Gesetz “Skeptizismus” verboten worden ist.

    Und damit diese Freiheit erhalten bleibt, sollte jede/r hier die Petitiion gegen die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) unterstützen.

    Gerade erst wurden durch weltweite Proteste die amerikanischen Zensurgesetze SOPA und PIPA gestoppt. Nun ist Europa mit ACTA dran.
    ACTA — ein weltweites Abkommen — könnte Konzernen erlauben, das Internet zu zensieren. Es wurde von wenigen reichen Ländern und mächtigen Konzernen ausgehandelt und würde einen neuen, nicht gewählten, “ACTA-Ausschuss” ins Leben rufen, der es privaten Interessen erlauben würde, alles, was wir Online machen zu überwachen und drakonische Bußgelder — oder gar Gefängnisstrafen — gegen alle zu verhängen, die angeblich ihren Geschäften schaden.

    Bitte unterstützt diese Petition !

  101. @C-O

    War nur eine Frage der Zeit, das die Mächtigen mit der Zerschlagung des freien Internets in die Tat schreiten werden.
    Es ist den Regierungen, den Medien und den Konzernen ein Dorn im Auge…..zumal immer mehr Menschen den offensichtlichen Lügen keinen Glauben mehr schenken wollen und sich lieber alternativ im Internet informieren.

    Und hier hast Du vollkommen recht, besteht die größte Gefahr für die Freiheit, man will kritische Stimmen los werden, man will den freien Austausch von Informationen behindern oder gar verhindern und nebenbei einigen internationalen Großkonzernen die Gewinne sichern.

    Ick bin mal gespannt, welche deutsche Partei ob dieser undemokratischen Planung aufschreit……….oder wer dazu noch zustimmend nickt, denn das wird meine nächste Wahlentscheidung stark beeinflussen.

    Währet den Anfängen.
    Heinz Eng

  102. @Heinz
    Ick bin mal gespannt, welche deutsche Partei ob dieser undemokratischen Planung aufschreit……….

    Aber dat hat dir olle Peter (Heller) doch schon längst verklickert: die FDP ;->
    (grins)

  103. #100. C-O

    Und damit diese Freiheit erhalten bleibt, sollte jede/r hier die Petitiion gegen die Ratifizierung des Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) unterstützen.

    erledigt :-)

    gruß
    karl.s

  104. #99. Tim Hardenberg

    ….dafür liegt dann aber der Bruttoglücksindex bei gefühlten 1,0 !!!

    aber nicht bei den aktuellen und in den nächsten Tagen zu erwartenden Temperaturen und Witterungsverhältnissen ;-)

    karl.s

  105. #104 karl.seegert

    aber nicht bei den aktuellen und in den nächsten Tagen zu erwartenden Temperaturen und Witterungsverhältnissen

    Das ist ein ernsthafterer Punkt als es auf den ersten Blick aussieht. Es kommt nicht von ungefähr, daß die quietistischen, antimaterialistischen, den Verzicht betonenden Lebensweisen der Buddhisten, Kyniker u.ä. allesamt aus wärmeren Gegenden (Indien, Griechenland) stammen, wo man mit Tonne und Lendenschurz eine gewisse Überlebenschance hat. Das Überleben in nördlichen Breiten setzt seit altersher den Verzehr von Fleisch und den Werkzeuggebrauch (Feuer) voraus.

  106. @ #29 und #38

    Eine nette Ergänzung im Zusammenhang mit dem Löschke-Vortrag

  107. zweiter Versuch zu# 106

    http://www.sturmlauf.de/files/deutschlands_ausstieg_und_die_folgen.pdf

  108. vielen Dank für den Tipp, Herr Köhler.

    #107: Sehr lesenswerter Brief von Arnold Vaatz (MdB CDU).

    …..Während der Atomausstiegsdebatimte Vorjahr ist mir leider klar geworden, daß es nicht ein Mangel an naturwissenschaftlicher, mathematischer, technologischer oder volkswirtschaftticher Sachkenntnis ist, der uns in die energiepolitische Sackgasse geführt hat. Es ist ein erbarmungsloser Konformitätsdruck, der von einer postreligicisen Gesellschaft ausgeht, die ihren arbeitslos gewordenen religiösen Sensus ausleben will. Dieser Konformitätsdruck hat eine Gleichschaltung der Gesellschaft verursacht, die zwar mit den Formen von Gleichschaltung wie wir dies aus der Geschichte der europäischen Diktaturen kennen, nicht identisch ist, jedoch gar ähnliche Züge ausweist. Die Strafe für Widerspruch ist heute allerdings (zum Glück noch nicht!) Haft oder Liquidation, sondern nur die Verbannung aus der medialen Relevanzzone.

    Leider ist dies als Todesstrafe für jene hinreichend, deren Existenzbedingung öffentliche Zustimmung ist. Dazu zählen in einer Demokratie ausnahmslos alle Politiker. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, dieses Dilemma zu bestehen: Erstens kann man versuchen, die öffentliche Meinung zu ändern. Man hat dazu eine scharfe Waffe: Die naturwissenschaftliche Schlafwandlerei, ni der sich die Energie- und Klimadiskussion bewegt und die bedarf nämlich scheinbar, um vom Balkon zu stürzen, nur des kleinen Rippenstoßes einer Richtigstellung durch die naturwissenschaftlich Klärung. Und man hat die Zukunft auf seiner Seite. Denn der Crash an der Wand der Realitat nach der Geisterfahrt der deutschen Klimapolitik ist unausweichlich. Allerdings ist der Schlafwandler ein Elefant und der Rippenstoßgeber eine Maus. Und auf die Bekehrung des Schlafwandlers beim Erwachen zu setzen, ist lllusion. Wer es nicht glaubt, vergewissere sich in dem K lassiker „Don Quichote” des 1616 gestorbenen spanischen Schriftstellers Miguel Cervantes……

    Das wäre eigentlich einen eigenen Beitrag hier wert, was meinen die beiden Blogbetreiber dazu?

  109. Dieser Konformitätsdruck hat eine Gleichschaltung der Gesellschaft verursacht, die zwar mit den Formen von Gleichschaltung wie wir dies aus der Geschichte der europäischen Diktaturen kennen, nicht identisch ist, jedoch gar ähnliche Züge ausweist.

    Genial ausgedrückt, auch Deutsche wären niemals so blöde nochmal auf eine erneuerte Rassentheorie reinzufallen, beim Sozialismus wäre ich mir nicht so sicher, der soll ja demokratisch sein, sagen seine MdB jedenfalls.
    Es ist aber trotzdem gleichzusetzen, die Sätze, laßt sie nur machen, sie werden sich von alleine abwirtschaften wird doch noch jeder mal gelesen haben.

    “Die naturwissenschaftliche Schlafwandlerei” ist von den Machern eingeplant, man lese nur Brecht “Die Rundköpfe und die Spitzköpfe” um das Beschäftigungsprinzip zu erkennen. Divide et impera in perfekter Machart.
    Ich denke der inzwischen perfekte Glaube und die gefestigte Grundüberzeugung, auch bei Skeptikern, von Überbevölkerung und Ressourcenknappheit ist die Hürde, bevor wieder normales Denken einsetzt und die Ideologen von den Grenzen des Wachstums vertrieben werden .

    In den USA sitzen diese Jungs zwar in der EPA aber die Shale Gas Förderung haben sie nicht verhindert und Obama schmückt sich sogar mit diesem für ihn kostenlosen Förderprogramm.Der Strompreis fiel von 2008 bis jetzt auf die Hälfte , von 87$ auf 39$ die MWh. Diese 3 Eurocent je KWh sind auch der einzige Grund, warum die beiden KKW Projekte auf Eis gelegt wurden.

    In UK wird dies wenigstens in öffentlichen Medien diskutiert, Ausgang offen.
    Mir wird übel, wenn ich dies mit deutschen Medien vergleiche, hier ist aus og. Gründen alles tot und wir haben eine Meinungsviekfakt ala ddr erreicht.Die organisierten Bürgerdelegiertenkonferenzen erinnern mich an die ddr.

    Bisher hat nur Philip Rösler die Grenzen des Wachstums Ideologen mit den Zeugen Jehovas verglichen, keiner traut sich zu folgen, das FDP Bashing sehe ich nur hier begründet.

  110. #108 Tim Hardenberg

    #107: Sehr lesenswerter Brief von Arnold Vaatz (MdB CDU).

    Hallo Tim,

    dem kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen. Das trfift wirklich und im wahrsten Sinne des Wortes, den Nagel auf den Kopf. Eine ganz interessante Sichtweise auf die bestehenden Mechanismen der “gleichgeschalteten Ökorepublik Deutschland”.

    Darüber läßt sich trefflich weiter diskutieren.

    gruß
    karl.s

  111. #107 Lothar Köhler

    Hallo Herr Köhler,

    vielen Dank für den Link, ist wirklich Klasse.

    gruß
    karl.s

  112. …gell Herr Seegert, es ist doch immer wieder von Vorteil, wenn auch
    längst Bekanntes in irgendwie anderem Gewand daherkommt.
    Manchmal sieht man das, was einem ohnehin klar ist, doch noch
    in anderem Licht. Jedenfalls ging es mir so.

    Gruß
    L. Köhler

  113. Interessant finde ich den in Abbildung 1 für 2050 vorgesehenen hohen Anteil zur Energieerzeugung aus Müll/Biomasse
    ökopolitisch einfacher durchzusetzen ist natürlich das erste. Allerdings ist die wirtschaftliche Kalkulation für Energieerzeugung aus Abfall komplizierter als für die aus gewöhnlichen Energierohstoffen- und bietet viele Möglichkeiten für Manipulation und rhetorische Tricks. Wird man 2050 eine höhere Erzeugung von Strom und Pyrolysebenzin als Erfolg feiern, wenn ein erhöhtes Aufkommen von Plastik- und Papierabfall dahintersteht?
    Was wird die Bundesregierung tun, wenn die umweltbewussten Bürger weniger Abfall erzeugen als kalkuliert?
    Wird es eine Auseinandersetzung über die richtige Verwendung von Altpapier geben?
    Zum Recycling oder zur Erzeugung von Treibstoffen z.B. durch Butanolgärung?
    Wird die Politik auf mehr oder weniger Abfall hinarbeiten, wenn er für die Energieversorgung unentbehrlich ist?
    Durch Pyrolyse/Plasmolyse zum Beispiel im Lichtbogenverfahren:könnte schließlich Prozeßwärme bereitstellen-qualitativ, aber nicht quantitativ.

  114. @ heraklit

    Interessant finde ich den in Abbildung 1 für 2050 vorgesehenen hohen Anteil zur Energieerzeugung aus Müll/Biomasse

    Und das wo heute schon mit Erdgas zugefeuert werden muß damit der Müll überhaupt brennt.

  115. Wusste ich auch noch nicht.Danke

  116. …..Erdgas zugefeuert….

    Feüher hat das Zeug gebrannt.
    Aber durch die Mülltrennung fehlt das Plastik und das Papier, der ‘Restmüll’ brennt nur noch wenn er mit Öl besprüht wird oder eben Gas dazu geführt wird.
    Ist zwar immer noch exotherm, also da kommt noch zusätzliche Energie raus, aber sehr viel weniger als früher.

    Dafür wird das Plastik nun nach der Trennung lukrativ als hochenergetischer Brennstoff an Zement- und Stahlwerke verkauft (Oder glaubt ihr etwa, da würden neue Tüten draus? Nee, nur ein kleiner Teil wird wirklich ‘recycelt’, rund 80% werden verheizt, Auch so eine grüner Schildbürgerstreich, der die Bürger Unsummen kostet und nichts bringt)

  117. @tritium #116
    Wrklich recyceln kostet ja auch Energie und wir sollen ja laut Abbildung 1 53% sparen. Wenn man das Zeug für die thermische Verwertung dann auch noch über etliche km transportiert, dann wird das natürlich eng mit der Energieeinsparung.

  118. Mich beeindrucken die tonnenschweren Papiercontainer zum Transport einiger gebrauchter Pappkartons. (?)

  119. Ich frage mich auch, wie viel Diesel draufgeht, nur um den Müll zur “Verwertung” zu karren.
    Außerdem herrschen bei der Müllabfuhr, die in Deutschland meist von Leiharbeitern durchgeführt wird,
    oft unzumutbare Arbeitsbedingungen, wie Arbeitstage von zwölf Stunden.
    Deswegen denke ich, dass man Methoden finden muss, den Müll vor Ort im Haushalt zu verwenden- oder jedenfalls in einem Mikroreaktor, der jedem Wohnkomplex angeschlossen ist.
    Ich stelle mir vor, dass die Mieter dann über die aus eigenem Müll hergestellten Brennstoffe verfügen dürfen- vielleicht gegen eine kleine Pauschale. Butanolgärung wäre mein Favorit, aber ist gibt eine bewährte Technik, um Feststoffe zum Antrieb von Kfz zu benutzen- den Holzvergaser.

  120. Nun, ich denke, das einfachste wäre erst einmal die Aufgabe des sogenannten Kunststoff-Recyclings.
    1. Spart enorm viel Geld, wegen des Transports, der Sortierung etc.
    2. Erhöht den Brennwer des Mülls = besserer Wirkungsgrad der Müllkraftwerke
    3. Sollte Plastik als ideale Erdöl-Verwertung angeshen werden: Eine Plastiktüte schont Wälder, weil kein Papier verbraucht wird. Sie ist als Gebrauchsgegenstand nützlich UND sie gibt am Ende ihres Lebens die Energie des Öls frei, aus dem sie gemacht wurde -- dual use also, viel sinnvoller als Öl nur in einem Motor zu verbrennen!

    Als zweites sollte die sogenannte ‘Kompostierung’ sofort aufgegeben werden:
    1. Sind organische Abfälle wertvolle Bio-Brennstoffe, CO2-neutral! Es ist Energieverschwendung, sie als ‘Kompost’ wegzuwerfen!
    2. Kann den sogenannten ‘Kompost’ sowieso niemand gebrauchen, den schütten die Stadtgärtnereien aus Verzweiflung immer höher in die Grünanlagen, weil sie ihn sonst nicht los werden, nicht mal geschenkt
    3. Ist die Arbeit in der Biomüll-Kompostierung wegen der Pilzsporen etc. extrem gesundheitsschädlich!

  121. Ich gehe jedenfalls davon, dass die sinnvollste Methode zur Beseitigung von Müll, die ist, die auch am ökomischsten ist. Da kommt Recycling dann am ehesten zum tragen, wenn Energie billig ist. Sonst wird das nur im Ausnahmefall (Aluminium oder Glas) mal ökonomisch.

  122. Tritium 5. Februar 2012 13:26

    Nun, ich denke, das einfachste wäre erst einmal die Aufgabe des sogenannten Kunststoff-Recyclings.
    1. Spart enorm viel Geld, wegen des Transports, der Sortierung etc.
    2. Erhöht den Brennwer des Mülls = besserer Wirkungsgrad der Müllkraftwerke

    öhm, besser wirkungsgrad kann in diesem fall böse nach hinten los gehn und ist daher nicht unbedingt gewollt und sinnvoll.
    ziel eines SBS / EBS- Kraftwerkes ist nicht die stromproduktion sondern die thermische verwertung von müll. SBS = sekundärbrennstoff / EBS = ersatzbrennstoff; einer der beiden (EBS?, bin mir gerade nicht sicher) zählt als biogen und damit co2-neutral obwohl letzten endes beides müll ist.

    ziel ist also den müll zu verbrennen und elt. energie / wärme ist abfall und damit willkommene zusatzeinnahme.
    wird der brennstoff also zu hochkalorisch (bzw ist der dampferzeuger zu gut) hat dies entweder einen verminderten brennstoffbedarf zur folge oder eine höhere nutzwärmeleistung des dampferzeugers. da die turbinchen in diesen anlagen in der regel nur ein begrenztes schluckvermögen besitzen kann man die zusätzliche nutzwärme nur bedingt verstromen.

    somit habe ich zwar nen dollen wirkungsgrad, kann aber auf einmal nicht mehr die vertraglich vereinbarten SBS / EBS -mengen verwerten.
    und dann beginnt der spass… ;)

    PS: einen so oder so ähnlich gelagerten fall hab ich übrigens in echt erlebt :D

  123. aso tritium :)

    die brennwerterhöhung kannst übrigens in der pfeife rauchen, denn den säuretaupunkt unterschreitet man nicht ungestraft :P

    letzten endes zählt im wahren leben nur der untere heizwert, zumindest bei industriellen dampferzeugern

    [/klugscheissmodusaus]

    lg
    micha

  124. öhm, besser wirkungsgrad kann in diesem fall böse nach hinten los gehn und ist daher nicht unbedingt gewollt und sinnvoll.

    Wenn es hilft, die Zufeuerung von Öl/Gas zu vermindern, ist es in jedem Fall sinnvoll.
    Genau davon war jedoch die Rede.
    (Vielleicht mal den Duchblick-Modus einschalten? ;-) )

  125. hihi @tritium

    habs halt live erlebt… :D

    ergebnis war ein streitwert vom um die 750 kEUR. ;)

  126. Derweil sind die Polen dabei, statt einer Energiediät mal so richtig satt zuzugreifen: Shale Gas erobert nicht nur die USA, wo es inzwischen den gesamten inländischen bedarf deckt, es ist auch in Europa reichlich vorhanden.

    Inzwischen fällt es den Ökologisten immer schwerer, diesen Konkurrenten ihrer Energiequellen zu ignorieren. Angstpropaganda vor dem neuen, sonst so probat, wirkt inzwischen schwächlich, so wie hier:
    Das schmutzige Gas
    Es wird zwar in ‘bester’ SPIEGEL-Manier Stimmung gemacht, mit armen Opfern der Konzern-Raffgier, brennenden Wasserhähnen und krebserregendem Gift, aber irgendwie ratlos und unsicher. Nicht mal eine polnische grüne Widerstandsgruppe liess sich zur Enttäuschung des Autors auftreiben.
    Was zählt, ist eben:
    5 Billionen m3 vermutete Vorräte, davon 20% föderbar + 10 Millarden m3 jährlicher Verbrauch, derzeit durch Gazprom gedeckt = Vorräte für 100 Jahre!

  127. #126 Tritium

    ja, Shalegas und Kernenergie sind eine zukunftsweisende Kombination der Energieerzeugung, die Energie bezahlbar bleiben läßt, im Gegensatz zur aktuellen Energieproduktion in der ÖRD (Ökorepublik Deutschland). Letztens im Fernsehen, ich glaube in N3, wurde mal der mögliche Standort Zarnowiec (bei Danzig irgendwo) vorgestellt, wo noch die Kraftwerksruine aus den 80igern steht. Die Leute dort sind ganz heiß darauf, dass eins der geplanten KKW dort gebaut wird. Siehe auch hier in der Frankfurter Rundschau dazu.

    karl.s

  128. #126 Tritium,

    die Ökopriesterschaft scheint aber den Shale Gas Boom nicht verhindern zu können. Hier kann man aber lesen, wie
    Obama mit seiner sauberen Energie lavieren muß.

    In den USA :Die gute Nachricht ist, dass die Kohlenwasserstoffe zurück sind (solange kann man Keystone XL vergessen). . Die schlechte Nachricht ist, dass “saubere” Energie nicht weg ist .

  129. Eine bemerkenswerte Studie, die sich mit Peter Hellers Artikel deckt:

    Energiewende: „Neue Horizonte“

    Herausgeber ist der Gesamtverband Steinkohle

  130. Und derweil in der Welt:

    USA wollen eine ‘atomare Renaissance’

    In dem Artikel wird unser französischer Nachbar Sarkozi erwänt, mit einer bemerkenswerten Ansicht über die Rolle der NIE im zukünftigen Energiemix: Seiner Meinung nach ist der Ausstieg aus der Atomkraft “rein ideologisch” motiviert. Erneuerbare Energien taugten lediglich zur Ergänzung der Atomkraft.

  131. Mal wieder ein Artikel über den alltäglichen Dämmwahn:

    Menschen wohnen wie in Plastik eingeschweißt

    Deutsche Hausbesitzer müssen neue Auflagen zur Wärmedämmung fürchten: Experten warnen vor dem Dämmwahn: Zu dichte Häuser und Wohnungen können Menschen krank machen….

    …..Gleichzeitig hätten sich aber die chemischen Substanzen in den Baustoffen erheblich vermehrt: “Laminat, Vinyltapeten, Kunststoffholzdecken, versiegelte Möbel”, zählt der Bauexperte auf: “Wir haben heute viel mehr Kunststoffe um uns herum.” Die Wirkung sei vergleichbar der Atmosphäre in einer Plastiktüte -- die Räume seien zu dicht, die natürliche Feuchtigkeit könne nirgends mehr hin…..

    …..Dazu komme durch die neuen Energiesparprogramme von Bund und Länder eine wahre Dämmwelle. Reihenweise werde vor allem das billige Polystyrol in enormer Dicke “gegen die Wände geklatscht”, sagt Schmidt. Die Styroporplatten könnten aber regelrecht gefährlich werden, wenn sie in Brand gerieten.

    “Es entstehen giftige Dämpfe, die Leute verbrennen nicht mehr, sie ersticken”, sagt Schmidt. Dazu verbrauche ein Kilo Styropor fünf Kilo Rohöl bei der Herstellung, das Problem der Entsorgung sei völlig ungelöst.

    Zudem könne bei zu dicht durch Styropopr abgeschlossenen Häusern Schimmel entstehen, warnt der Frankfurter Umweltgutachter Helge Beck. Umgekehrt könnten die Häuser so dicht sein, dass man entweder die Hitze nicht mehr herausbekomme -- oder sogar im Sommer heizen müsse, um ein angenehmes Raumklima zu erreichen……

  132. Tritium 9. Februar 2012 22:04
    Und derweil in der Welt:

    USA wollen eine ‘atomare Renaissance’

    In dem Artikel wird unser französischer Nachbar Sarkozi erwänt, mit einer bemerkenswerten Ansicht über die Rolle der NIE im zukünftigen Energiemix: Seiner Meinung nach ist der Ausstieg aus der Atomkraft “rein ideologisch” motiviert. Erneuerbare Energien taugten lediglich zur Ergänzung der Atomkraft.

    Ej, Tritium, ich vernehme Deinen Kommentar von Übermorgen schon heute!

    Spaß beiseite, macht weiter so! Dieser Blog ist wichtig!!! und im Moment “ein Jahr nach der Fukushima-Atomkatastrophe mit fast 20000 Toten” freut man sich doch, dass mindestens hier noch normale Menschen blogen.

  133. @Jürgen Hartung

    “ein Jahr nach der Fukushima-Atomkatastrophe mit fast 20000 Toten”

    ….ja klar, Hauptsache Horrorzahlen mit tausenden von Toten durch böses Atom!

    ZENTRUM DER GESUNDHEIT verkündet:

    Wissenschaftliche Untersuchungen der Sterberaten lassen vermuten, dass die Atomkatastrophe von Fukushima bereits 14.000 Todesopfer in den USA gefordert hat.

  134. Hallo Tritium # 133, danke für die Antwort und den Link, aber haste

    Ej, Tritium, ich vernehme Deinen Kommentar von Übermorgen schon heute!

    in meinem # 132 verstanden?
    Schau mal auf das Datum Deines Beitrags in # 130! Wie passiert den sowas?
    Herzliche Grüße J.H.

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