Deutschlands Energiediät – Teil 2: Gegen alle Trends

30. Januar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Politik, Wirtschaftsförderung

Wir hatten einen Kohlenkeller. Die Erinnerung an diese Episode meiner frühesten Kindheit ist natürlich nur noch schwach. Aber die regelmäßige Lieferung durch den örtlichen Brennstoffhändler, die es damals noch in fast jedem Stadtteil gab, gehörte zu den kindgerechten Attraktionen, die man wohl nie vergißt. Durch das Fenster wurden die Eierkohlen direkt in den Keller geschüttet, Staub und Lärm inklusive. Mein Vater dann nahm die Aufgabe wahr, ständig kleine Portionen zur Versorgung unserer Heizung nach oben zu tragen. Ich kann mich auch an die große Begeisterung und den Gewinn an Lebensqualität erinnern, die mit der Umstellung auf eine strombetriebene Nachtspeicherheizung verbunden waren. Ja tatsächlich, elektrische Energie galt für einige Jahre als die Lösung aller Probleme, sie beinhaltete – man mag es sich kaum vorstellen – das Versprechen ständig sinkender Kosten bei ständig wachsender Verfügbarkeit. Heute nun heize ich mit Gas, das durch eine Leitung direkt in unser Haus gelangt. Und wieder blicke ich optimistisch in die Zukunft, denn Gas erscheint als zukunftssicher. Das Angebot wird steigen, die Preise werden fallen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Abbildung 1 vermittelt einen Teil dieser Geschichte. Sie zeigt die Struktur des Primärenergieträgeraufkommens für Deutschland von 1950 bis 2010. In den Aufbaujahren der Nachkriegszeit dominierten Stein- und Braunkohle. Letztere vor allem in Ostdeutschland, für das ich Daten ab 1970 finden konnte (daher der Sprung in der Abbildung). Man erkennt als Konstante der Entwicklung ihren Wandel. Nichts ist für immer festgeschrieben, der Energiemix war im Laufe der letzten Jahrzehnte deutlichen Änderungen unterworfen. Viele Menschen konnten das im Laufe ihres Lebens so wie ich beobachten, aber viele haben es nicht wahrgenommen. Die Verschiebungen erfolgen nicht zufällig, sie haben spezifische Ursachen und ermöglichen die Ableitung von Trends:

  • Änderungen im Verhalten der Verbraucher, oft getrieben durch technische Fortschritte und neue Bedürfnisse, können den Energieumsatz in wenigen Jahren deutlich erhöhen. Auch gewinnen neue Energieträger mitunter an Bedeutung. In der Graphik ist die Massenmotorisierung Deutschlands am steigenden Mineralölverbrauch deutlich zu erkennen.
  • Auf der Angebotsseite können Innovationen und damit der Markteintritt neuer Energieträger für eine Verschiebung der Anteile sorgen. Die Abbildung zeigt entsprechendes für Kernenergie und Erdgas.
  • Durch massive Subventionen seitens der Politik ist auch über Zeiträume von mehr als einem Jahrzehnt nur ein geringer Effekt möglich. Obwohl beispielsweise die Wasserkraft von der Förderung der NIEs profitiert, hat sich ihre Bedeutung als Primärenergieträger kaum verändert. Photovoltaik und auch Windenergie spielen immer noch nur eine geringe Rolle. Biomasse konnte als einziger neuer Primärenergieträger von Bedeutung etabliert werden, gegenüber den konventionellen Energieträgern ist sie aber immer noch nachrangig.
  • Alle diese Faktoren zusammengenommen führen in einem gewissen Umfang zu Substitutionseffekten, durch die ein Energieträger einen anderen ersetzt. Weit bedeutender ist aber der Trend zu größerer Vielfalt. Der bestehende Bedarf wird durch immer mehr verschiedene Energieträger gedeckt. Innovation schafft Vielfalt, weil Innovationen immer zunächst Marktnischen erfolgreich sein können.

Keiner dieser Trends wird in dem Energiekonzept der Bundesregierung aufgegriffen oder auch nur berücksichtigt.

In der Abbildung ist das Szenario enthalten, mit dem die Bundesregierung die Möglichkeit zur Erreichung ihrer Ziele belegen möchte: bis 2050 sollen die NIEs einen 50prozentigen Anteil am Primärenergieaufkommen aufweisen, gleichzeitig sollen der Anteil kohlenstoffhaltiger Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zur Reduzierung der CO2-Emissionen um 80 Prozent deutlich verringert und der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie vollzogen werden. Im Szenario erreicht man dies bis 2050 durch eine Reduzierung des Primärenergieumsatzes um mehr als die Hälfte.  Der erste Teil dieser Analyse zeigt die mit dieser Idee verbundenen Risiken für den Industriestandort Deutschland auf. Um aber die tatsächlichen Realisierungschancen einzuschätzen, sind zusätzlich die folgenden Faktoren zu berücksichtigen:

  • Die Bundesregierung will die Vielfalt der Energieträger reduzieren, statt sie zu verbreitern. Dies kann in einem marktwirtschaftlich orientierten Umfeld nur schwer gelingen, denn hierzu ist die Innovationstätigkeit der Wirtschaft zu hemmen.
  • Die Bundesregierung erwartet eine bislang noch nie beobachtete Änderung des Verbraucherverhaltens hin zu enormen Energiesparanstrengungen. Dies erfordert vielfältige Regulierungen, Verbote und Zwangsmaßnahmen und erhebliche Investitionen der Bürger.
  • Die Bundesregierung glaubt, durch Subventionen den Energiemix hin zu NIEs beeinflussen zu können. Dies kann nach den Erfahrungen der letzten 10 bis 15 Jahre nur durch eine erhebliche Ausweitung der Subventionen gegenüber ihrem aktuellen Stand erfolgreich sein.

Das Energiekonzept der Bundesregierung beruht auf einem asymmetrischen Denkansatz. Auf der Angebotsseite werden nur die Energieträger und Energietechnologien berücksichtigt, die bereits heute am Markt verfügbar sind. Auf der Nachfrageseite dagegen werden hinsichtlich der energetischen Effizienz Technologien erwartet, von denen heute noch nichts bekannt ist.

Wenn im Energiekonzept die künftigen Entwicklungen in der Kerntechnik, beispielsweise Transmutation oder die vierte Reaktorgeneration, keine Berücksichtigung finden, ist das auf Basis der zum politischen Dogma erhobenen Ablehnung der Kernenergie immerhin noch nachvollziehbar. Die Ignoranz gegenüber Schiefergas oder unkonventionellen Ölvorkommen aber kann man angesichts der aktuellen Markt- und Technologietrends nur als gefährlich charakterisieren. Über Methanhydrate macht man sich ebenso keine Gedanken, wie über die Kernfusion und die Sicherung eines Zugangs zu Helium III.  Das Szenario, mit dem die Bundesregierung die Machbarkeit ihrer Energiewende belegen möchte, enthält als notwendige Bedingung die Abwesenheit jeglicher Innovation auf der Anbieterseite in den kommenden vier Jahrzehnten. Dies entspricht nicht dem Trend. Es ist eine neue, durchaus unübliche Verfahrensweise der Politik, die Rahmenbedingungen für neue technische Ideen verschlechtern statt verbessern zu wollen.

Der Primärenergiebedarf in Deutschland ist seit den 1970er Jahren weitgehend unverändert. Bei gleichzeitig gestiegener Wirtschaftsleistung und daraus resultierenden Wohlstandszuwächsen kann man das nur durch erhebliche Effizienzfortschritte erklären. Wirtschaftswachstum und Energieumsatz sind bei uns entkoppelt, weil

  • die Bevölkerungszahl nicht weiter zunimmt
  • und das Wachstum der Wirtschaft wesentlich auf dem Export beruht, für den eine effiziente Produktion der entscheidende Wettbewerbsfaktor ist.

Die deutsche Wirtschaft versorgt die Weltmärkte mit hochwertigen Gütern, die zwar nicht billig sind, dafür aber ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis aufweisen. Um dieses zu halten und ggf. sogar zu verbessern, ist man gezwungen, immer höhere Qualität zu immer geringeren Kosten (letztendlich also mit immer geringerem Energiebedarf) zu produzieren. Die Effizienzsteigerungen, die man hier umgesetzt hat, schlagen sich in einem insgesamt steigenden Verbrauch dort nieder, wo deutsche Produkte, insbesondere Maschinen aller Art, eingesetzt werden.

Man nennt das einen „Rebound“. Und nur ein solcher rechtfertigt aus Sicht eines Unternehmers die zur Effizienzsteigerung erforderlichen Investitionen, in Forschung und Entwicklung, in Automatisierung, optimierte Prozesse und bessere Maschinen. Denn der Rebound, die zusätzlichen Marktanteile, die man durch Produkte mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis erringt, spielt diese Kosten erst wieder ein. Mein Lieblingsbeispiel ist die Luftfahrt. Effizienzsteigerungen von durchschnittlich 1,5% jährlich pro Passagierkilometer in den letzten 40 Jahren, die in der Produktion, im Betrieb und in der Wartung von Großraumflugzeugen ab 100 Sitzplätzen realisiert werden konnten, führten zu einem Anstieg der geflogenen Passagierkilometer um im Schnitt 5% pro Jahr. Man hat also weit mehr eingespielt, als investiert wurde und damit auch weit mehr Energie in der Anwendung umgesetzt, als man in der Produktion sparen konnte. Immer mehr Menschen können sich nun immer preiswertere Tickets leisten und in der Summe steigt der Energieträgerverbrauch in der Luftfahrt.

Es steigt auch die Nachfrage nach immer mehr und immer besseren Fluggeräten. Um dieser nachzukommen, wird der Unternehmer seine Produktion ausweiten und letztendlich mehr Energie umsetzen, als vorher. Effizienzsteigerungen senken also nicht den Energiebedarf. Sie können ihn höchstens, wie in Deutschland, auf konstant hohem Niveau einfrieren. Und das auch nur so lange, bis steigender Wohlstand und technische Innovationen neue Bedarfe auch im Binnenmarkt erfüllen helfen.

Die Effizienzpotentiale, von deren Existenz die Bundesregierung träumt, ohne dafür Belege zu liefern, können also nur in wachsenden Märkten gehoben werden. Rebound-Effekte und mögliche neue Ansprüche der Bevölkerung – beispielsweise in den Feldern Mobilität oder Kommunikation – würden dann aber gerade nicht zu einer Verringerung des Energieumsatzes führen. Das belegen auch alle Trends. Es gibt kein Beispiel, weder jetzt noch in der Vergangenheit, in dem eine Volkswirtschaft dauerhaftes Wachstum mit einem dauerhaften Sinken des Primärenergiebedarfes verbinden konnte. Die Perspektive der Energiewende ist dauerhaftes Schrumpfen.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

41 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. und das Wachstum der Wirtschaft wesentlich auf dem Export beruht, für den eine effiziente Produktion der entscheidende Wettbewerbsfaktor ist.

    Hier ist aber auch zu berücksichtigen, dass die Fertigungstiefe immer geringer wird. Prof. Sinn bezeichnet es als Basar-Ökonomie; immer mehr Vorprodukte und Halbzeuge werden importiert, also im Lohnauftrag im Ausland gefertigt (der Energieumsatz wird ausgelagert).

    Deutsche Premium-Produkte werden durch das Know How gekennzeichnet. Deshalb ist „Made in Germany“ out“. Es muss heißen: „Created in Germany“.

  2. Es gibt kein Beispiel, weder jetzt noch in der Vergangenheit, in dem eine Volkswirtschaft dauerhaftes Wachstum mit einem dauerhaften Sinken des Primärenergiebedarfes verbinden konnte. Die Perspektive der Energiewende ist dauerhaftes Schrumpfen

    Es fragt sich nur, wie lange das noch versucht wird. Es mehren sich zwar die warnenden Stimmen aber der Enthusiasmus der Politik scheint ungebrochen. Wenn der Schaden für die europäische Leistungsfähikeit zu gross wird, wie wird dann die Reaktion sein ? Kent Hawkins schliesst heute auf Master Ressource eine Beitrag über EU’s ‘Energy Roadmap’ to 2050 mit folgendem Text:

    One is reminded that, for at least the past 100 years, significant elements in Europe have a notable record of extremist, failed initiatives in many areas, including judicial, political, economic, racial and military affairs. The current EU energy policies should be seen as another example of questionable extremism.

  3. Die Perspektive der Energiewende ist dauerhaftes Schrumpfen.

    Das ist natürlich genau das was als Fortschritt verkauft werden soll, so dass es ins Bild der neuen Genügsam- und Bescheidenheit passt. Wir sollten klar machen, dass dieses Suggestionen völlig falsch sind. Deutschland wird nicht plötzlich bescheiden werden und Großfamilien gründen, wo am Abend mehrere Generationen miteinander Scrabble spielen und sich tagsüber gegenseitig helfen. Ich denke, so ein romantisiertes Bild haben viele von dieser angestrebten Entwicklung.

    Nein, das Ergebnis wird ein ganz anderes sein. Sozialleistungen werden als erstes gekürzt werden müssen. Zur Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur werden Gelder fehlen, die Kriminalität wird steigen. Leitungswillige und Leistungsfähige werden sich ins Ausland absetzen. Man wird es sich so vorstellen müssen, wie in sozialistischen Ländern. Egal ob ehemaliger Ostblock oder Kuba oder wo auch immer, es wird nicht ohne Beschränkung der Freizügigkeit gehen, sonst laufen die gut ausgebildeten Leistungsträger weg. Diese Beschreibung nur, um mal ein Gegenbild zu den romantischen Vorstellungen der Glücksproduktbeführwortern zu malen.

    Dauerhaftes Schrumpfen bedeutet dauerhafte Rezession. Ich muss da an John Steinbecks „Früchte des Zorns“ denken.

  4. Lieber Herr Heller,
    der letzten beiden Sätze scheinen mir die wichtigsten. Ich habe erst anschliessend gesehen, dass Gerhard Straten das bereits honoriert hat. Aber es kann doch gar nicht oft genug betont werden:

    Es gibt kein Beispiel, weder jetzt noch in der Vergangenheit, in dem eine Volkswirtschaft dauerhaftes Wachstum mit einem dauerhaften Sinken des Primärenergiebedarfes verbinden konnte. Die Perspektive der Energiewende ist dauerhaftes Schrumpfen.

    Für Unternehmen ist, wie Sie beschrieben haben, der zu erzielende „Rebound“ DIE Motivation für ständige Investitionen in Effizienzsteigerungen. Für eine sogenannte „Effizienzrevolution“ (siehe offener Brief an die Bundesregierung und Günter Keils Artikel) wäre aber eine Vervielfachung dieser Motivation notwendig, denn wie sonst sollte denn die geplante Primärenergiereduktion erreichbar sein (dass eine sogenannte Effizienzrevolution ideologische Fiktion ist, sei mal dahingestellt) ?

    Man greift auf das Instrument zurück, welches in Jahrzehnten schon seine vollkommene Untauglichkeit bewiesen hat: Planwirtschaft. Und man greift zu dem von Bürokraten zu erwartenden, billigen Trick, nämlich zur sinnentstellenden Begriffsumdeutung dessen, was Effizienz eigentlich bedeutet (mein Posting dazu). Das kann man aus Günter Keils Artikel, aber noch besser aus dem originalen offenen Brief (der übrigens im Blabal-Meter Werte von 1,0 und 0,88 erzielt) entnehmen.

    SO gründen die Damen und Herren ihre Hoffnungen, einstmals von einer erfolgreichen Effizienzsteigerung reden zu können. So stellte sich einst Ulbrichts sozialistisches Regime es sich vor, den Westen „zu überholen ohne ihn einzuholen“. Wie das ausgegangen ist, wissen wir.

  5. Sorry, ich komme gerade aus den Keller wieder, mein Zwerchfell schmerzt und meine Vorhersage ist wieder mal eingetroffen.
    Ja sie tun es wirklich und zeigen dabei unbewusst auf wie bescheuert die deutsche Energiewende samt hoch subventionierten NIE in Wirklichkeit ist.

    Stadtwerke heizen bald mit Gratis-Strom

    Wenn der Stromsee überzulaufen droht, wird Energie ganz billig. …..

    …“Die Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom orientiert sich nämlich nicht an der Stromnachfrage“, erklärt Hartmann, Projektleiter für den neuen Elektroden-Heißwasserkessel (EHK), dessen sieben mal drei Meter großes Fundament an der Batteriestraße gerade fertig geworden ist. Im Herbst soll die Zwei-Millionen-Euro-Investition für 30 Megawatt Wärme fertig sein. Ein Hochfahren des 110-Grad-Boilers von null auf 100 Prozent soll innerhalb von 15 Sekunden möglich sein……

    …Negativer Strompreis bedeutet im Klartext: Dafür dass die Stadtwerke bei höchster Windeinspeisung Strom abnehmen und ihn in Wärme umwandeln, bekommen sie noch Geld dazu.

    Ja liebe Mitbürger und Stromkunden, das bezahlt ihr fein mit……denn die Differenzkosten werden mittels EEG Umlage ganz legal auf euch umgewälzt.
    Ich beglückwünsche die Flensburger zu ihren schlauen Schritt, 2 Millionen Euro sind zwar ein fetter Happen aber zukünftig ist ja davon auszugehen, das die Anzahl der Stunden stark steigen wird wo Windstrom zu negativen Preisen vernichtet werden muss.

    Dat wird ein neuer Knüller und eine geniale Geschäftsidee im Zuge der Energiewende, da werden sich garantiert viele Nachahmer finden , das ist deutsche Innnovation wie sie lebt und leidet.

    Onkel Heinz…..kommt aus den Lachen net mehr raus

  6. Immer mehr Menschen können sich nun immer preiswertere Tickets leisten und in der Summe steigt der Energieträgerverbrauch in der Luftfahrt.

    Vielleicht bin ich ja in meiner Wahrnehmung gestört, aber genau dies soll mit der vorherrschenden Ideologie verhindert werden- Grenzen des Wachstums-das ist nicht nur Planung, das passiert gerade.

    Die Propagandamaschine läuft auf Hochtouren, Deutschland hat über seinen Verhältnissen gelebt….,es ist legitim, wenn der Staat immer mehr Geld abschöpft, um die neuen Leitplanken in die energiearme Zukunft zu bezahlen.
    Ich möchte nicht zurück in die ddr, aber die propagandistischen Einschläge kommen in vielfältiger Form immer näher und dichter daher.

    Ob USA ,England oder Deutschland, es finden überall die gleichen Diskussionen statt.
    Es gibt einen entscheidenden Unterschied. USA und England lassen die Diskussion mit den an die Macht drängenden grünen Ideologen in jeder Zeitung zu. In Deutschland möchte die Journaille diese Diskussion nicht, weil sie schon entschieden sei.Wir sollen alternativlos desorientiert werden.

  7. @Quentin #3

    Das ist natürlich genau das was als Fortschritt verkauft werden soll, so dass es ins Bild der neuen Genügsam- und Bescheidenheit passt. Wir sollten klar machen, dass dieses Suggestionen völlig falsch sind.

    …wobei das Ziel für diese Neue Genügsamkeit schon vor längerer Zeit formuliert worden war, als man bei PIK7 noch ehrlicherweise von einer Globalen Kulturrevolution sprach…..

    Sieben Kernaussagen zum Klimawandel

    7. Die Begrenzung der Erwärmung auf 2 °C und die Anpassung an den Restklimawandel erfordern nichtsdestotrotz eine  globale „Kulturrevolution“, bei der Stadt- und Landleben neu definiert werden müssen.

    …..wonach man offenbar erschrocken feststellte, dass der Begriff Globale Kulturrevolution in peinlicher Weise an „Maos Großen Sprung nach vorn” und die damit verbundenen Millionen Todesopfer erinnerte und deshalb flugs gegen das das wohlklingendere Wort „Große Transformation” ausgetauscht wurde.

    Sozialleistungen werden als erstes gekürzt werden müssen.

    ….das glaube ich eher nicht. Das Volk muss bei Laune gehalten werden, also müssen „Brot und Spiele” wohl oder übel bis zum Erreichen des Großen Ziels „Neue Genügsamkeit” noch weiterhin zur Verfügung stehen. Und ob nun zu den zwei Billionen Staatsverschuldung noch eine dritte hinzukommt, ist den Planern der Schönen Neuen Welt doch schließlich wurscht, solange der soziale Frieden im Land gewährleistet ist und der Urnenpöbel brav seine Zwangsbeglücker wiederwählt.

    Deutschland wird nicht plötzlich bescheiden werden und Großfamilien gründen, wo am Abend mehrere Generationen miteinander Scrabble spielen und sich tagsüber gegenseitig helfen.

    Da den Planern der Schönen Neuen Welt klar ist, dass die gegenwärtigen Protagonisten, also unsere Bevölkerung, noch nicht „die sittliche Reife für die neue Genügsamkeit und Bescheidenheit” haben, muss also die Marschrichtung dahin gehen, diese „Reife” herbeizuführen. Gelingen kann das nur mit 100%-iger Umerziehung, sprich gezielter permanenter Gehirnwäsche, beginnend bei Kindergarten- und Grundschulkindern.

    Beispiele wurden hier schon zur Genüge angeführt, z.B. in diesen Threads:

    Spiegelsoldaten kämpfen für das Licht

    “Klima-Bündnis”: Früh übt sich, wer ein guter Klimaschützer werden will!


    Vergiftung von Kindergehirnen mit Klimaängsten: wird sich diese erzieherische Sturmflut 2011 wenden?

    Alle autoritären Regimes haben bisher mehr oder weniger geschickt versucht, ihre Untertanen für ihre Zwecke gefügig zu machen oder gar umzuformen (die extremsten Auswirkungen einer solchen perversen Menschenformung kann man hier sehen).

    Denn das allerschlimmste, was den Planern der Schönen Neuen Welt passieren kann, sind freie, aufgeklärte, selbstständige Menschen, die die milden Gaben ihrer selbsternannten Beschützer verschmähen. Der kürzlich verstorbene Roland Baader hat das Bild solcher Menschen sehr treffend beschrieben:

    „Ich brauche Euere Subventionen und Transferzahlungen nicht,“ schrieb er einmal. „Ich will nicht Euer Kinder-, Mutterschafts- und Sterbegeld, nicht Eure tausend Almosen und milden Gaben, die Ihr mir vorher aus der Tasche gezogen habt – und mir und meinen Kindern noch in fünfzig Jahren aus der Tasche ziehen werdet. Ich bin ein freier Mann, der für sein Schicksal selbst und allein verantwortlich ist, der sich in die Gemeinschaft einfügt und die Rechte anderer genauso respektiert wie er seinen eigenen Pflichten nachkommt, der aber keine selbsternannten Ammen und scheinheilige Gute Onkels, keine ausbeuterischen Wohltäter und von mir bezahlte Paradiesverkünder braucht.“

  8. @admin

    …bitte meinen Beitrag freischalten, da sind mehr als 5 Links drin. Danke.

  9. Fassenacht is jedes Jahr! ….. Ernst oder Satire?

    Ein Jahr für die Ewigkeit – CO2-frei und Spaß dabei!

    Klimawandel für alle! Herzlich Willkommen zu Deinem CO2-freien Leben! Rette die Welt, indem Du im Selbstversuch Deinen CO2-Ausstoß radikal reduzierst. Wechsle den Stromanbieter, geh zu einer anderen Bank, wirf Deine Einkaufsgewohnheiten über den Haufen, verkaufe Dein Auto, lass das mit dem Rindfleisch und vor allem: Hör endlich auf zu atmen, denn nichts trägt mehr zum Klimawandel bei als der täglich weltweit gedankenlos verbrauchte Sauerstoff. Im Rahmen des Theaterprojektes Ein Jahr für die Ewigkeit, dem ersten CO2-freien Theaterstück der Welt, starten wir einen kollektiven Selbstversuch: Klimaneutral leben in Aachen: Wir wollen versuchen, unseren CO2-Ausstoß radikal zu reduzieren!

    Ein Jahr für die Ewigkeit -- Trailer

  10. Der Nationale Aktionsplan kümmert sich rührend um unsere Kinder. Willkommen in der Pionierrepublik Ernst Thälmann.

  11. Fassenacht is jedes Jahr! ….. Ernst oder Satire?

    Tim,
    auch ein Broder kann irren (und hereinfallen; habe im das heute gemailt.

    Dieser Blog ist die intelligenteste Verarsche seit der Erfindung der Klimakatastrophe. Lies doch einmal den Plot zum „CO2-freien“ Theaterstück. So einen Stuss kriegt doch nicht einmal der größte AGW-Narr in die Tastatur 😉

    Die Macher des Blogs sind einfach genial.

  12. #11. Carl M.

    Die Macher des Blogs sind einfach genial.

    Hallo Carl,

    ich wollte schon fragen, ob das Real-Satire ist, war mir aber nicht ganz sicher. Wenn das wirklich so ist, geil 🙂

    karl.s

  13. @Carl M.

    sorry, Carl, selbst wenn es noch so unglaublich klingt oder man sich die Frage stellt, was die lustigen Jungs in Aachen so alles rauchen – schau dir bei denen mal die Seite „Cashmob” an, wohin da verlinkt wird. Das sieht mir dann leider doch nicht wirklich nach Real-Satire aus.

    Wechseln zu einer Grünen Bank

  14. Tim,
    das Konzept ist nicht vordergründig auf „Quatsch“ aus, die Macher verbinden seriöse Quellen mit subversiver Ironie. So sind „Karotte des Monats“ und „Bio-Hartz 4“ für mich ganz klar Anzeichen für ein auf ein Jahr konzipiertes subversives „CO2-Theater“

    Die Mail-Adresse heißt übrigens „aua“, wenn das nicht weh tut, Tim 😉

  15. Zu Ein Jahr für die Ewigkeit – CO2-frei und Spaß dabei! auch mal den Artikel bei Klimaskeptiker besuchen.

  16. @Carl M.

    Dieser Blog ist die intelligenteste Verarsche seit der Erfindung der Klimakatastrophe. Lies doch einmal den Plot zum “CO2-freien” Theaterstück. So einen Stuss kriegt doch nicht einmal der größte AGW-Narr in die Tastatur

    …..nee Carl, das ist wohl doch keine Verarsche, die Stussfaktorskala ist eben nach oben offen. Außerdem würde das Aachener Stadttheater damit auch seinen Ökostromlieferanten (und Sponsor?) STAWAG verarschen, und das mag ich beim besten Willen net glauben, auch wenn die Cannabisläden direkt um’s Eck sind (Maastricht).

    Kooperation zwischen STAWAG und Theater Aachen bringt den Klimaschutz voran

    Die beiden Schauspieler des Theater Aachen, Philipp Manuel Rothkopf und Julia Brettschneider, haben sich dem einjährigen Selbstversuch verschrieben, ihren persönlichen CO²-Ausstoß von über 10 Tonnen pro Jahr auf ein Minimum zu reduzieren. Das Theaterstück »Ein Jahr für die Ewigkeit« ist das Ergebnis von Improvisationen über diesen Selbstversuch.

    Darüber hinaus gibt es einmal im Monat das Ewigkeitsbüro im Mörgens, in dem die beiden Schauspieler von ihren Erfahrungen, ihren Fortschritten und Rückschlägen beim Versuch, CO²-frei zu leben, berichten. Und sie geben Tipps, wie man in Aachen möglichst klimaneutral leben kann und tauschen sich mit allen Aachenern aus, die ebenfalls versuchen, CO²-frei zu leben.

    Auch hinter der Bühne will das Theater Aachen Vorbild sein, die eigene Energieeffizienz steigern und den Klimaschutz voranbringen. Mit der STAWAG hat das Theater Aachen einen starken Partner an seiner Seite gefunden. Seit Jahresanfang bezieht das Theater Aachen nämlich von der STAWAG zertifizierten Ökostrom.

  17. Broder-Orginialton:

    Was mich angeht, drücke ich Frau Scheidt die Daumen, daß es bald gelingen möge, die Stadt Aachen CO₂- und judenfrei in einem Aufwasch zu machen!

    Natürlich alles political correct, gell Frau Scheidt?

  18. @C-O

    ….hmm, vielleicht bin ich ja zu doof, um das zu verstehen, aber mir erschließt sich der Zusammenhang nicht. Diese Broder-Scheidt-Geschichte ist das eine, aber was hat das mit diesem „Ein-Jahr-für-die Ewigkeit”-Stück zu tun? Kann mir das mal jemand erklären??? ;-o

  19. @Tim
    Der Zusammenhang steht hier

  20. Tim,
    das meint C-O

    Gut, ich geb‘ mich geschlagen; das Projekt ist mir dennoch sehr suspekt trotz offizieller Theaterzusammenarbeit mit den Ökos..

  21. @Tim, @Carl
    Nochmal: die ganzen Links zu dieser Theater- und CO2-frei Geschichte sind gesammelt zu finden im Artikel bei Klimaskeptiker !!!

  22. @Carl & C-O

    …ok, den Link zu achgut.com kannte ich schon und damit auch die Verbindung zu der ominösen grünen Bürgermeisterin.
    Warum jedoch sollte die auf ihrer Website auf ein Theaterstück hinweisen, dessen versteckte Botschaft (falls Satire) lautet: „Der CO2-Hype ist absurdes Theater!” ??? Versteh ich immer noch net, sorry.

  23. @Tim
    Ich glaube schon, Carl ist in #14 am nächsten an der Wahrheit dran. Aber auch die grüne Bürgermeisterin hat nicht gescheckt, dass diese Theatertruppe da ein subversives Vorhaben verfolgt. Kein Wunder, ist sie doch so heftig mit dem Abwehrkampf gegen Rechtsradikalismus beschäftigt, dass sie dabei auch „unerwünschte“ Juden gleich mit wegkantet.

    Wie soll die „arme“ Grüne das denn alles unterscheiden. Schnief.

  24. #22 Tim Hardenberg
    Das ist in der Tat schwer zu verstehen: einerseits stehen da Sprüche, die nicht wirklich ernst gemeint sein können („Luft anhalten“), andererseits ist die Verstrickung in Öko-Lobby augenfällig.

    Meine Interpretation ist, daß diese Leute den CO2-Quark schon so verinnerlicht und als so gesicherte Wahrheit akzeptiert haben, daß sie bereits meinen, sich etwas darüber lustig machen zu können und ihn als Basis für satirische Belustigung verwenden zu können, ohne ihn grundsätzlich in Frage zu stellen. Etwa so ähnlich, wie wenn sich Kardinäle blasphemische Witze über den Papst erzählen.
    Klingt zwar eigenartig, aber anders kapier ichs nicht. Die Tatsache, daß die grüne Bürgermeisterin die Sache offenbar nach Kräften unterstützt, bestätigt diese Interpretation.

  25. Tja Leute, die meinen das durchaus ernst und sehen nicht daß sie total meschugge dabei aussehen.

    Moritz-Darsteller Philipp Manuel Rothkopf hat sein Leben stark verändert:

    „Also ich hab auf Ökostrom umgestellt, ich habe meinen Kühlschrank abgestellt. Ich achte darauf, möglichst wenig Strom zu verbrauchen. Ich hab bis jetzt auch noch nicht die Heizung angestellt. Ich versuche, das Plastik so weit wie möglich zu reduzieren und versuche auch, mich mehr in Biomärkten aufzuhalten und da mal was zu kaufen.“

    Das ganze noch zum anhören um sich wirklich davon zu überzeugen, das ist Kein Fake !

  26. Seht das doch einfach mal ähnlich wie den Film Cabaret.
    Wissenschaftler unserer 100 Mill. Ökoinstitute zapfen doch auch den ökoverblödeten Steuergeldsack unserer ideologisierten Staatsfunktionäre und Beamten erfolgreich an.
    Künstler müssen sich auch mit dem wachsenden Einfluß des politischen Ökologismus arrangieren.Sie müssen leben, dies sagt nichts über den Anteil der Gläubigen unter den Künstlern aus. Vielleicht denkt auch ein Teil, wird schon nicht so schlimm, die wirtschaften sich selbst ab.
    In der ddr gabs sowas auch. Jeder konnte etwas entnehmen. Die Gläubigen fanden ihren festen Klassenstandpunkt bestätigt, die Ungläubigen verstanden den gut versteckten Witz hinter den Übertreibungen.
    Ansonsten müssten die alle total verblödet sein 😉
    Entschuldigung für diese Vergleiche und ich verzichte auch auf Vergleiche mit dieser Bürgermeisterin.
    Mein erster Gedanke ging aber in Richtung des Kaisers neue Kleider 😉 Ja , ist denn schon wieder Weihnachten? 😉

  27. Tja, Flumi,

    sollten die Ökos wirklich zu so grandioser Selbstironie fähig sein? Es scheint so, dass deine Interpretation zutreffen könnte.

    Und so muss ich auch selbstkritisch sein: Meine erste Reaktion (und festgefügte) war, dass ist ein Fake! Denn Grüne sind einfach humorfrei!

    Müssen wir jetzt auf der Hut sein? 😉

  28. @ Carl M.

    sollten die Ökos wirklich zu so grandioser Selbstironie fähig sein?

    Das ist kein Fake.

    EinJahr FürdieEwigkeit
    Tipp des Tages Nr.22: Ja, auch Kleidung (und auch alle anderen Gebrauchsgegenstände) spielt beim Thema Klimaschutz eine nicht zu unterschätzende Rolle! Und das aus zwei Gründen: einerseits sollte Kleidung unter ökologisch und ethisch korrekten Bedingungen hergestellt sein. Andererseits formulieren wir es gerne so: Konsum ist schlecht! Deshalb gilt es die Lebensdauer eines Kleidungsstücks (oder allgemein eines Gebrauchsgegenstand) so lange zu erhalten wie es geht. Man sollte also Sachen kaufen, auf deren Qualität man sich verlassen kann und außerdem gibt es viele Möglichkeiten (Secondhand-Shop, Flohmarkt, eBay, Altkleidersammlung…), seine Sachen noch weiterzugeben.


    Die meinen das wirklich und wahrhaftig, ohne wenn und aber. Mit diesem Stück und der Netzaktivität soll die Ideologie tatsächlich über die Kunst dem Opfer ähhh Bürger nahe gebracht werden.

  29. Ich sehe das leider auch so wie Karl Rannseyer, das ist kein Fake.

    Ich denke, der Gedankengang ist von den Machern eingeplant, da bei jedem halbwegs normalen Menschen dieser Eindruck entsteht, es könne nur SATIRE und nix anderes sein, wenn man liest:

    Hör endlich auf zu atmen, denn nichts trägt mehr zum Klimawandel bei als der täglich weltweit gedankenlos verbrauchte Sauerstoff.

    Ich kann mich erinnern, dass solche Kommentare bereits auf die Äußerungen unseres BuMMi-Röttgen-Super-Clooney zum „Co2-Kontingent der Menschen” geäußert wurden. In dem Theaterstücktück ist weiterhin auch vom „Ökofaschisten” die Rede. Da dieser Begriff bereits seit längerem in der Öffentlichkeit grassiert, kann ich mir gut vorstellen, dass man nunmehr versucht, solche Begriffe und Redensarten mit Hilfe derart grotesker Aktionen wie diesem Theaterstück ad absurdum zu führen (…..da würde sich wohl selbst Freud heute am Kopf kratzen).

    Wer noch an „no pressure” denkt, wird sich daran erinnern, dass damals die Macher von 10:10 auch behauptet haben, das sei Satire gewesen. „Wer sprengt schon Menschen in die Luft? Is ja lächerlich! Ist doch logisch, dass das Satire ist!”

    Die Wirkung beim Betrachter kommt jedoch klammheimlich durch die Hintertür des „Unbewussten” (…das leihe ich mir jetzt mal von Freud aus).

  30. Apropos SATIRE: Kennt eigentlich jemand dieses Buch von Tibor Zelikovics?

    Zeitenwende 2012: Globale Transformation, das Erwachen der Menschheit und der Beginn des Goldenen Zeitalters

    Könnte es vielleicht sein, dass Schellnhuber Co-Autor dieses Buches ist?

  31. @Tim #30
    Sieht ziemlich stark nach Esoterik aus. Ist 2012 nicht eigentlich mal wieder der Weltuntergang fällig? Und jetzt das! Ja, was denn nun? Bin völlig irritiert :->

  32. @C-O

    …jep, am 21. Dezember ist wieder mal Weltuntergang.

    Deshalb heute schon den Frühbucherrabatt sichern für die Fahrt nach Bugarach….. vorn dort aus geht’s per UFO weiter.

  33. David Middleton :Ressourcenknappheit? Relativ zu was?

    Der einzige Mangel den diese Welt auszeichnet ist der Mangel an ehrlichen und kompetenten Leuten im Staatsapparat. Nahezu alle unserer Probleme werden durch politische Interventionen in die Kräfte des Marktes ausgelöst.

  34. Monopolkommission: Keine Emissionsverringerung durch das EEG

    Berlin: (hib/HLE) „Das Erneuerbare Energien-Gesetz und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz leisten derzeit keinen eigenständigen Beitrag zum Klimaschutz.“ Zu diesem Ergebnis kommt die Monopolkommission in ihrem Sondergutachten „Energie 2011 – Wettbewerbsentwicklung mit Licht und Schatten“, das von der Bundesregierung jetzt als Unterrichtung (17/7181) vorgelegt wurde. Aus ordnungspolitischer Sicht seien sowohl das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) als auch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK) vor dem Hintergrund des europäischen Zertifikatehandels redundant. Kohlendioxid-Emissionen, die in Deutschland eingespart würden, „werden anderweitig in der Europäischen Union verkauft, so dass insgesamt keine Emissionen eingespart werden“, stellt die Kommission fest.

    Zu den Zielen der Bundesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien an Bruttostromverbrauch bis spätestens 2020 auf 35 Prozent zu erhöhen, äußert sich die Kommission „verhalten positiv“. Die negativen Effekte dieser Energieträger seien geringer als die fossiler oder nuklearer Energieträger. Kritisiert wird aber die konkrete Ausgestaltung: „Speziell die explizite Förderung bislang bekannter Erzeugungstechnologien, insbesondere von Windrädern und Solaranlagen auf Basis des Erneuerbare Energien-Gesetzes bedingt, dass lediglich derzeit bekannte Verfahren zur Emissionsvermeidung gefördert werden“, kritisiert die Monopolkommission.

    Als Folge der Energiewende mit einem Abschalten aller deutschen Kernkraftwerke bis spätestens Ende 2022 erwartet die Kommission erhebliche wettbewerbspolitische Auswirkungen: „Die unmittelbaren Folgen sind ein Anstieg der Strompreise sowie eine Reduzierung der Versorgungssicherheit und Netzstabilität – auch für die Nachbarstaaten Deutschlands.“ Auf der anderen Seite könne angenommen werden, dass die Konzentration in der Stromerzeugung sinken werde und neue Anbieter zum Markteintritt animiert würden.

  35. Junge Berufsrevolutionäre formieren sich in ihrem heiligen Zorn gegen das kapitalistische Schweinesystem, das nicht willens oder in der Lage ist, die pöse pöse Klimakatastrophe abzuwenden.

    Strategie- und Aktionskonferenz “Energiekämpfe in Bewegung!?!”

    Jenseits von Anti-Atom sind Energiekämpfe noch nicht richtig in Bewegung, geschweige denn in einer “linken Energiebewegung” angekommen. Es liegt jedoch auf der Hand, dass systemkritische und massive Interventionen auf breiter Front notwendig sind. Während der Klimawandel ungebremst voranschreitet und die Staaten auf nationaler und internationaler Ebene unfähig sind, dem entgegen zu wirken, ist die einzige Antwort der Herrschenden auf die Krisen: Wachstum, Wachstum, Wachstum. Die Antwort muss jedoch von unten kommen….

    Wer einen Blick „hinter die Steckdose“ wagt, gelangt zur Erkenntnis, dass unser gesamter Energiewohlstand ein ausbeuterisches und zerstörerisches Wirtschaftssystem stützt. Die großen Spieler sind kapitalistische Großkonzerne, welche der Politik die Regeln diktieren. Vattenfall, RWE & Co. bereiten sich darauf vor, ein sich verschärfendes Konfliktfeld noch weiter nach ihrem Gefallen zu gestalten…..

    Mit dem vermeintlichen Atomausstieg können wir uns auch angesichts der Klimakrise nicht zufrieden geben. Atomkraft darf nicht einfach durch fossile Energieträger ersetzt werden, da deren Verbrennung den Klimawandel beschleunigt. Die Konzerne, die sich gestern mit Atomkraft eine goldene Nase verdienten, profitieren heute von Braunkohle, Gas und Öl….

    Erneuerbare Energien müssen die Grundlage für ein neues Energiesystem sein. Für eine radikale Energiewende reicht das aber nicht: Wir müssen vor allem weg von der zentralistischen Macht der Konzerne im Energiesektor und hin zu einer dezentralisierten und lokalen Energieversorgung….

    …..natürlich, Windmühle und Sonnenpaddel….. das altbewährte Mantra von der Rettung des Weltklimas…. Aus der Steckdose von „Lichtblick” kommt ja schließlich nur guter, sauberer grüner Strom – und Wind und Sonne schicken keine Rechnung, das wissen ja alle! ….. aber das reicht den linken Klima-Djihadisten natürlich nicht, darum weg mit den raffgierigen Konzernen und dem ganzen Scheiß-Kapitalismus.

    Dass es die großen Energieversorger sind, die die heutige Normalität von Handy, Laptop und Geldautomat und die gesamte moderne Zivilgesellschaft, in der wir heute leben, erst möglich machen, wird dabei konsequent ausgeblendet – schließlich darf man sich in seinem gerechten Kampf nicht von der Realität verwirren lassen.

    Müssen wir also damit rechnen, dass linke Aktivisten demnächst Flugzeuge entführen, um damit pöse Kohlekraftwerke plattzumachen?

    Partner dieser nützlichen Klimaidioten ist übrigens die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Und wo die hin will, wissen wir ja. Geradewegs hinein ins kommunistische Schlaraffenland.

    Tja, Frau Merkel: „Die ich rief, die Geister…..”

  36. #35

    Die Konzerne, die sich gestern mit Atomkraft eine goldene Nase verdienten, profitieren heute von Braunkohle, Gas und Öl…

    Na so ein Pech aber auch!

    Dass … die großen Energieversorger … die gesamte moderne Zivilgesellschaft, in der wir heute leben, erst möglich machen…

    … und zwar nicht nur Handys und Geldautomaten:

    “A city’s only ever three hot meals away from anarchy.”

  37. Dieser Artikel wird doch hoffentlich auch hier bei Science Skeptical erscheinen?

    Thorium – Der Brennstoff der Zukunft
    Von Peter Heller

  38. @ Hardenberg:

    Nein, der Artikel wird hier nicht erscheinen. Das ist mal ein „Novo Argumente Exklusivtext“.

    Ich freue mich aber über Kommentare auf der Novo-Seite. Bitte diesen Link verwenden, dort sind dann auch die Kommentare zu lesen:

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo112_77/

    (ich bleibe dem Thema aber treu und werde hier auch noch was über Thorium posten -- das kann aber noch dauern…)

    (Es gibt dort irgendein technisches Problem bei Novo…)

  39. huuuaaa

    Klagehilfefonds zum Schutz von Klimawissenschaftlern gegründet
    ‎http://www.heise.de/tp/blogs/2/151344

    Na da geht wohl der Po auf Grundeis.

  40. Klagehilfefonds zum Schutz von Klimawissenschaftlern gegründet

    Nun, deren privatinsolvenz interessiert mich weniger.
    es geht vielmehr um die FOLGEN ihrer ‚Ratschläge‘.

    Die Maßnahmen zum Klimaschutz verursachen globale Kosten von 500 Milliarden US$ jährlich.
    Das entspräche einem Supermegagigantischen KKW-GAU jedes Jahr.
    Für KKWs wird gefordert, dass sie so versichert sein müssen, dass alle möglichen Schäden voll abgedeckt sind.

    Doch was ist, wenn es sich herausstellt, dass die Klimapropheten unrecht hatten? Es kann ja wohl schlecht sein, dass die sich dann mit einem bedauernden Schulterzucken aus der Affäre ziehen!
    Nix da!
    Wenn KKW-Betreiber für falsche Konstruktionen haften müssen, dann müssen Klimawandel-Vorsorgebetreiber ebenfalls entsprechend versichert sein! Schliesslich können sie noch weit mehr Schäden anrichten als alle KKWs der Welt zusammen, wenn sie irren.
    Ich verlange daher dass das IPCC und seine Tochergesellschaften eine Haftpflichtversicherung von mindestens 10.000 Milliarden US$ nachweisen, bevor sie sich erdreisten weitere ‚Summaries for Policymakers‘ zu veröffentlichen.

  41. Photovoltaik: U|S|E AG stellt Insolvenzantrag

    Reutlingen, 10 Februar 2012, Am 06. Februar musste ein weiteres Solarunternehmen Insolvenzantrag stellen. Die U|S|E AG aus Reutlingen (http://www.u-s-e-group.com/de.html), ein Systemintegrator für Photovoltaik im nationalen wie auch über Tochtergesellschaften international Markt tätig, stellte beim Amtsgericht Tübingen einen Antrag auf Insolvenz. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jürgen Sulz bestellt. Von der Insolvenz sind über 46 Mitarbeiter getroffen. Noch läuft der Geschäftsbetrieb weiter.

Schreibe einen Kommentar