Die „Achse des Guten“ bittet um Unterstützung

30. September 2014 | Von | Kategorie: Blog

Achse AktionDer Internetblog „Die Achse desh Guten“ ist gerade zehn Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass wünschen wir von Science Skeptical den Machern der „Achse“ alles Gute und bedanken uns für die vielen Artikel, Kommentare und Debattenbeiträge aus dieser Zeit. Der Blog, ins Leben gerufen von Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch, ist eine der wenigen Plattformen in Deutschland, von wo aus Gedanken und Meinungen auch gegen den medialen Mainstream eine weite Verbreitung finden. Wie groß die Reichweite dieser Seite ist erleben wir Macher von Science Skeptical jedes mal, wenn dort auf einen unserer Artikel hingewiesen wird, an dem dann folgenden Anstieg bei den Seitenaufrufen. Also auch noch einmal herzlichen Dank dafür, dass auch unsere Seite so oft von der Popularität der „Achse“ profitieren darf.

Bemerkenswert ist, dass die Autoren auf achgut.de, und darunter sind etliche hochkarätige Journalisten, ihre Artikel den Lesern völlig ohne Bezahlung zur Verfügung stellen. Allerdings verursacht ein Projekt dieser Größenordnung offensichtlich reale Kosten. Damit diese gedeckt werden können und damit die Seite auch weiterhin den unabhängigen Journalismus in Deutschland hochhalten kann, bittet die „Achse des Guten“ ihre Leser um ihre Unterstützung. Ich bin sicher, dass die allermeisten Leser unserer Seite genauso wie wir regelmäßige Besucher dort sind und dass der eine oder andere sich bereit findet, die Arbeit mit einer Partnerschaft zu unterstützen. Hier der Aufruf der „Achse des Guten„:

 Die „Achse“ will raus aus der Gratis-Falle

„Die Achse des Guten“ wird zehn Jahre alt. Damit es weitergehen kann, sollen die Leser Patenschaften übernehmen.

Im September 2004 gingen die Journalisten Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch mit ihrem Autorenblog „Die Achse des Guten“ online. Sie nannten es „Internettagebuch“, weil sie das Wort Blog damals nicht kannten. Zunächst war die „Achse“ nur einigen Dutzend Leuten aus dem Freundeskreis der Erfinder bekannt. Ohne jegliche Werbung wuchs sie zu einem der größten Autorenblogs Deutschlands heran.

Heute verzeichnet der Server eine Million Besuche (unique visits) pro Monat und drei Millionen Seitenaufrufe (page impressions). In den zehn Jahren seit der Gründung erschienen 40 000 Beiträge. Bekannte Journalisten, Schriftsteller und Wissenschaftler schreiben regelmäßig auf der Achse, darunter Cora Stephan, Vera Lengsfeld, Vince Ebert, Günter Ederer, Gunnar Heinsohn, Bernhard Lassahn, Oswald Metzger, Burkhard Müller-Ullrich und Richard Wagner. Als Gastautoren firmierten etliche „Big Shots“ aus Kultur, Medien und Politik, u. a. Josef Joffe und Leon de Winter.

„Die Printkrise“, sagt Geschäftsführer Dirk Maxeiner, „hat dazu geführt, dass die großen Medien noch austauschbarer und beliebiger geworden sind als sie ohnehin schon waren. Die Achse ist für Zehntausende ein Leitmedium für Kritik und politische Analyse geworden. Wir sind ein Unikat in der Medienlandschaft.“

Jetzt wollen Maxeiner, Broder und Miersch den Sprung aus der Gratis-Falle wagen.
Das klassische Finanzierungsmodell über Anzeigen halten sie für nicht zukunftsfähig, weil Werbekunden ihr Publikum auch bei Amazon, Google & Co. finden. „Die brauchen keinen Journalismus. Und schon gar keinen, der polarisiert und für Kontroversen sorgt“, sagt Broder.

Das Schielen auf möglichst hohe Klickraten befördere aus Sicht der drei Achse-Gründer die Beliebigkeit der Inhalte. Gleichzeitig verärgern aufdringliche Werbeformate die Leser. Redakteure und Autoren werden – egal ob in Print oder Online – zunehmend als Hamster im Content-Rädchen betrachtet, die möglichst preiswert ein ansprechendes Umfeld für die Werbekundschaft bereitstellen sollen.

Das Achse-Modell verfolgt einen anderen Ansatz: Unabhängige Autoren schließen mit ihrer Leser-Community eine Koalition zum gegenseitigen Nutzen. „Der Arbeitsaufwand“, sagt Miersch, „hat inzwischen einen Umfang angenommen, den wir nicht mehr nebenbei betreiben können. Wir brauchen mehr Mittel, wollen jedoch unsere Leser weder mit zu viel nerviger Werbung malträtieren, noch eine Bezahlschranke einführen, die viele, gerade jüngere Nutzer, ausschließen würde.“ Deshalb setzt die Achse auf ihre Leser, die „Paten“ werden sollen. Mit einer oder mehreren Patenschaften können sie sicherstellen, dass es die Achse weiterhin gibt und alle sie kostenfrei lesen dürfen. Dass die Achse journalistisch, technisch, gestalterisch weiterentwickelt und verbessert wird.

Laut Berliner Zeitung ist die Achse der „einflussreichste deutsche Autorenblog.“ Der Tagesspiegel nannte sie „einen Zusammenschluss von Publizisten, die allesamt mit Verve den Mainstream herausfordern. Eine Vereinigung von Freunden des unkonventionellen Denkens.“ Und der Dichter Wolf Biermann attestierte: „Sie riechen den Wind, den Sturm und die Flauten. Sie sind nicht nur witzig, sondern haben auch Witz: also Geist. Schön frech und dennoch tief, leidenschaftlich aber nicht leidensselig.“

Für viele ihrer Leser ist der Autorenblog zu einer geistigen Heimat geworden. Eine kürzlich durchgeführte demoskopische Befragung von 1395 Achse-Lesern bestätigt diese Einschätzung. Die Achse „bietet ein gutes Gegengewicht zur Berichterstattung anderer Medien“, meinen 86 Prozent. Sie „bietet Informationen, die man woanders nicht bekommt“, finden 83 Prozent. Und die „guten Autoren“ schätzen 80 Prozent.

Mehr über die „Achse“

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Die Patenschaftskampagne

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2 Kommentare
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  1. Den Glückwünschen möchte ich mich anschließen! „Henryk“ schreibt sich aber mit y…

  2. @ Jens
    Vielen Dank, ich habe das mal korrigiert.

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