Die deutsche Energieratlosigkeit

11. Januar 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Politik

von Heinz Horeis (mit freundlicher Genehmigung von NovoArgumente)

Verglichen mit dem, was Erdbeben und Tsunami am 11. März im Nordosten Japans angerichtet haben, erscheinen die materiellen Auswirkungen der havarierten Nuklearanlage in Fukushima recht klein. In Deutschland war der psychologische Fallout allerdings enorm und hat dem Land die Energiewende beschert: die Schnellabschaltung von acht tadellos funktionierenden Kernkraftwerken, der endgültige Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 und die Hinwendung zu einer Energieversorgung, die unsere Industriegesellschaft mit Windrädern, Solarzellen und Biogasanlagen antreiben soll. Naturenergie, wie es die Ökoindustrie seit kurzem nennt. Das Natürliche an diesen ineffizienten Energiequellen ist, dass sie launisch und unzuverlässig sind, periodisch auftreten und von Wetter und Klima abhängen.

Es gibt eine schöne Geschichte in den Abenteuern von Tim und Struppi des belgischen Zeichners Hergé. Beide sind zusammen mit Kapitän Haddock Gefangene auf einem Schiff, das explosives Material geladen hat. Auf hoher See bricht ein Feuer aus. Kapitän, Offiziere und Mannschaft springen voller Panik in die Rettungsboote und rudern mit aller Kraft weg von dem gefährlichen Schiff. In sicherer Entfernung warten sie auf die große Explosion. Doch nichts passiert. Eine große Welle hat das Feuer gelöscht. Die beiden Helden, Haddock und Tim, bringen das Schiff wieder in Fahrt und dampfen davon. Zurück bleibt eine wütende, ungläubige Besatzung mit ihrem hasenfüßigen Kapitän, allein auf dem weiten Ozean. Diese Comicepisode passt zu der Art und Weise, wie Deutschland auf die Ereignisse in Fukushima nach dem zerstörerischen Tsunami im März reagierte. Die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel an der Spitze, Politiker aller Parteien und ein großer Teil des Wählervolks hatten augenblicklich die Hosen voll und warfen alles über Bord, was zuvor in der Kernenergie als verlässlich gegolten hatte. Es herrschte blanke Panik. Jetzt – nach einem halben Jahr – sieht man: Panik ist ein schlechter Ratgeber. Fukushima hat sich nicht zu der atomaren Massenvernichtung ausgewachsen, die so viele in Deutschland erwartet hatten. Frau Merkel und ihr Volk sitzen nun in ihrem kleinen Boot und müssen den anderen – bioenergetisch angetrieben – hinterher hecheln. Zurück geht es nicht, dann müssten die Politiker zugeben, dass sie noch ängstlicher als die Bevölkerung waren, die sie vertreten. Und vorwärts, da ist es ungewiss. Da liegt eine Zukunft, bestimmt von ineffizienten und unzuverlässigen Energiequellen.

Weshalb haben andere Regierungen nicht so panikartig reagiert? Sie waren gelassener und dürften wohl Folgendes bedacht haben:

  • Die Havarie der Reaktoren von Fukushima 1 war Folge eines Jahrhundertbebens und eines Jahrtausend-Tsunamis. Alle KKW in der betroffenen Region, einschließlich Fukushima 1, haben das starke Beben ohne größere Schäden überstanden. Es war die 14 Meter hohe Tsunamiwelle, welche die Reaktoren von Fukushima 1 ausgeschaltet hat. Auslöser war also ein extremes Naturereignis.
  • Den Tsunami hätte die Anlage ohne größere Schäden überstehen können, wenn die Betreiber bestimmte Vorkehrungen getroffen hätten. [1] In den deutschen KKWs sind entsprechende Einrichtungen vorhanden, wie die Reaktorsicherheitskommission (RSK) in ihrer von der Bundesregierung initiierten Sicherheitsprüfung feststellte: Alle deutschen Kernkraftwerke weisen gegenüber Fukushima zusätzliche Sicherheitseinrichtungen sowie große Sicherheitsmargen auf, die einen Unfallablauf wie in Japan verhindern würden. Sie verfügen z. B. über verbunkerte, gegen Einwirkungen von außen geschützte Notstromeinrichtungen und sind so robust ausgelegt, dass sie das 100.000-jährige Erdbeben und das 10.000-jährige Hochwasser am jeweiligen Standort überstehen können. Der schwere Unfall in Fukushima 1 war also nicht naturgesetzlich unausweichlich und unvermeidlich.
  • In Fukushima sind vier der sechs Reaktoren von der Katastrophe betroffen; bei drei von ihnen ist die Kernschmelze eingetreten. Für die deutsche Öffentlichkeit war dies der „Supergau“. Tatsache aber ist: Der Atomunfall ist nicht die Megakatastrophe, wie man sie in Deutschland erwartete und wie einige sie vielleicht auch gerne gehabt hätten: „Bis heute liegen keine Berichte vor, dass Menschen gesundheitliche Schäden als Folge von Strahlenbelastungen davongetragen hätten“, schreibt die Internationale Atomenergiebehörde in ihrem vorläufigen Bericht vom Juni des Jahres. [2]

Merkel aber hat nicht abgewartet. Sie legte bereits zwei Tage nach dem Reaktorunfall sieben Reaktoren in Deutschland still – eine absolut unangemessene und nicht begründbare Panikreaktion. Sie hat das Land damit auf einen abenteuerlichen Kurs gebracht, der noch viele Hunderte von Milliarden Euro kosten wird. Alle Parteien und große Teile der Bevölkerung sind bestürzend schnell und willig auf Atomhysterie und Energiewendejubel eingeschwenkt. Ebenso die Medien. Gegenstimmen waren und sind kaum zu hören.

Der Sonderweg

Der deutsche Sonderweg funktioniert nur mit viel Selbsttäuschung. Fukushima habe gezeigt, so der parteiübergreifende Konsens, dass die Kernenergie prinzipiell nicht zu beherrschen sei. Woran macht man das fest? An der Anzahl der havarierten Reaktoren in Fukushima, die trotz Riesenwelle und unzulänglichen Sicherheitseinrichtungen eben nicht „durchgegangen“ sind? Ist Kernenergie tatsächlich „die gefährlichste Technologie aller Zeiten“, wie das Hamburger Abendblatt im Juni schrieb? Was ist dann mit dem Straßenverkehr, der Jahr um Jahr weltweit eine Million Tote fordert? Darf man, wie ein Leitartikler in der Rheinzeitung, von der „menschenverachtenden Atomwirtschaft“ sprechen? Ist das nicht der geistige GAU, der größte anzunehmende Unsinn?

Angela Merkel begründete den Atomausstieg damit, dass im Falle eines Unfalls wie in Fukushima die Folgen „so verheerend und weitreichend [seien], dass sie die Risiken aller anderen Energieträger bei weitem übertreffen.“ Die vielen Toten im Kraftwerk Fukushima kann sie nicht meinen. Die gibt es nicht und wird es auch nicht geben. Meint sie den wirtschaftlichen Schaden durch die Zerstörung des Kraftwerks? Der dürfte sich in der Größenordnung des volkswirtschaftlichen Verlustes bewegen, der durch die Schnellstilllegung der deutschen Reaktoren und den endgültigen Ausstieg entsteht. Oder die Auswirkungen auf die Evakuierungszone um das Kraftwerk? Etwa 80.000 Menschen haben das Gebiet verlassen, Opfer der Strahlenkrankheit gab es nicht. Die frei gesetzten Radionuklide sind sehr ungleich verteilt. Eine beträchtliche Menge konzentriert sich dreißig Kilometer nordwestlich des Kraftwerks, während im größten Teil der evakuierten Zone die Strahlung sich schon im Mai nahe dem Normalwert bewegte. Im Januar nächsten Jahres, so damals die japanische Regierung, könne man vielleicht über eine Rückkehr der evakuierten Menschen entscheiden. [3] In Deutschland sieht man das anders: So war in der FAZ am 11. Juni über Fukushima zu lesen: „Millionen Menschen evakuiert, fast tausend Quadratkilometer Land auf unabsehbare Zeit unbewohnbar.“ [4] Eine derartige Panikmache hatte man bislang den Lobbyisten von Greenpeace überlassen. Das ist schließlich deren Broterwerb.

Inzwischen, Stand vom Juli, setzt die Anlage nur noch den zweimillionstel Teil an radioaktivem Material frei wie auf dem Höhepunkt der Krise am 15. März. Steht man heute direkt an der Kraftwerksgrenze, kann man mit einer maximalen Strahlenbelastung aus der Luft von 1,7 Millisievert pro Jahr (mSv/a) rechnen. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Belastung durch die natürliche Hintergrundstrahlung liegt im globalen Mittel bei 2,4 mSv/a. Problematisch sind die Radionuklide, die sich am Boden abgesetzt haben. Etwa 95 Prozent des im März freigesetzten radioaktiven Materials bestanden aus Jod-Isotopen, die aufgrund ihrer geringen Halbwertzeit inzwischen nahezu verschwunden sind. Geblieben ist Cäsium-137, das in vielen Gebieten der evakuierten Zone Jahresdosen von mehr als 20 mSv liefert. 20 mSv ist die Dosis, die Arbeiter in einem Kernkraftwerk pro Jahr erhalten dürfen. Etwa so hoch ist auch die Dosis, die ein Patient bei einer einmaligen Computertomographie erhält. Zudem gibt es eine Reihe von Regionen auf der Erde, wo die natürliche Strahlung aus dem Boden erheblich höher ist – ohne gesundheitliche Schäden für die Bewohner. Soviel zur Unbewohnbarkeit auf unabsehbare Zeit. In Deutschland ist man sehr faktenresistent. Gemessen an den Auswirkungen, die tatsächlich in und um Fukushima zu beobachten sind, sind die hiesigen Katastrophenszenarien grotesk überzeichnet.

Was lässt sich wirklich lernen?

Gibt es etwas Positives an der Reaktorkatastrophe von Fukushima? Ja. Man kann daraus lernen – genauso wie aus Harrisburg und Tschernobyl. Die teilweise Kernschmelze im amerikanischen Kraftwerk TMI bei Harrisburg 1979 gilt als GAU, was eigentlich nur ein Auslegekriterium für den Bau eines Kernkraftwerks darstellt, im Mythenschatz der Kernenergiegegner aber für „größtmögliche Katastrophe“ steht. Und das Ergebnis? Am Reaktor war Totalverlust zu verzeichnen, aber es gab kein Strahlenopfer, kein Mensch wurde geschädigt, weder im Kraftwerk noch außerhalb davon. Vernachlässigbar geringe Mengen an radioaktivem Material gelangten in die Umgebung. Wenn man so will, war das Unglück von TMI ein unfreiwilliges, aber erfolgreiches Experiment, das die Wirksamkeit der Sicherheitseinrichtungen belegte. Wenige Jahre später, im sowjetischen Tschernobyl, kam es zum Supergau, zur „größtgrößtmögliche Katastrophe“. Ein Reaktor explodierte in vollem Betrieb und schleuderte große Mengen an radioaktivem Material in die Atmosphäre. Über die Folgen wird und wurde wüst spekuliert und übertrieben. Lobbyvereine wie Greenpeace sprechen (immer noch) von 100.000en, ja von Millionen Opfern. Tatsächlich liegt die Zahl der Opfer drastisch niedriger, nachzulesen in einer von der UNO veröffentlichten Studie: etwa 50 direkte Tote in der Anlage, einige tausend zusätzliche Krebserkrankungen. Das ist schlimm, liegt aber im unteren Bereich möglicher Zivilisationsrisiken. Und Fukushima? Zeigt dieser Unfall tatsächlich, wie etwa die Grünen meinen, die prinzipielle Unbeherrschbarkeit der Kerntechnik? Bei unaufgeregter Betrachtung lässt sich aus dem „ungewollten Großexperiment“ Fukushima allerdings ein anderer Schluss ziehen: vier havarierte Reaktoren, drei Kernschmelzen – trotzdem, wie gerade bilanziert, kein Megadesaster. Das war keine glückliche Fügung, das lag in der Natur der Dinge: Die Gesetze von Physik und Chemie geben einfach nicht mehr Katastrophe her. [5]

Amerikanische Kernphysiker sind auf diese grundlegende (und beruhigende) Einsicht bereits vor drei Jahrzehnten bei einer Nachbereitung des TMI-Unfalls gestoßen. Sie untersuchten ein „realistisches, aber sehr unwahrscheinliches Ereignis: die gleichzeitige Zerstörung von Systemen außerhalb der Containments, Risse in der Sicherheitshülle; eine Kernschmelze mit ungefilterter Freisetzung von radioaktivem Material“. Das klingt nach Fukushima. Und das Ergebnis dieser Untersuchung? „Selbst ein derartiges Ausnahmeereignis hätte, wenn überhaupt, nur wenige Todesfälle zur Folge. […] Die Freisetzung und die Ausbreitung radioaktiven Materials aus dem beschädigten oder geschmolzenen Brennstoff ist streng durch die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Materials beschränkt.“ [6] Wie in Fukushima!

Lebenslüge Atomdesaster

Anfang Juni sagte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Regierungserklärung zur Energiewende, dass Fukushima ihre Haltung zur Kernenergie verändert habe. Ein Restrisiko könne sie nicht mehr akzeptieren. Auch andere haben ihre Haltung geändert, so George Monbiot, einer der prominentesten britischen Umweltschützer. So manchen Leser seiner wöchentlichen Kolumne im Guardian dürfte Monbiots Bekehrung, knapp zwei Wochen nach dem Tsunami, allerdings überrascht haben. „Als Folge des Desasters in Fukushima stehe ich der Kernenergie nicht länger neutral gegenüber. Ich befürworte jetzt diese Technologie.“ [7] Monbiot hat sich nicht aus ideologischen, sondern aus pragmatischen Gründen für die Kernenergie entschieden. Den engagierten Klimaschützer hat vor allem die Aussicht geängstigt, dass die Welt, insbesondere China, nun stärker wieder auf Kohle setzen werde – mit schlimmen Folgen: „In jeder Hinsicht (Klimawandel, Bergbau, lokale Umweltverschmutzung, Unfall- und Todeszahlen, Freisetzung von Radioaktivität)“, bilanziert Monbiot, ist Kohle hundertmal schlechter als Kernenergie.“ In mehreren Kommentaren erläuterte Monbiot seinen Sinneswandel, und er debattierte öffentlich mit Helen Caldicott, der globalen Ikone der Kernkraftgegner. Von ihr verlangte er Belege für die angeblich eine Million Tote durch Tschernobyl und andere gängige Horrorgeschichten. Erhalten hat er sie nicht. [8] Der grünen Bewegung wirft er vor, die Welt über die Gefahren radioaktiver Strahlung in die Irre zu führen. „Ihre Behauptungen […] haben keine wissenschaftliche Grundlage, halten Nachfragen nicht stand und sind fürchterlich falsch.“

Fürchterlich falsch sind auch die Annahmen, die der deutschen Energiewende zugrunde liegen: Es gab keine Strahlenopfer in und um Fukushima, und es wird keine auf immer unbewohnbare Todeszonen geben. Die deutsche Politik ignoriert diese positive Entwicklung, hält stattdessen am Erkenntnisstand vom März, ein paar Tage nach dem Tsunami, fest. Ausgangsniveau der Debatten, in denen Sozialwissenschaftler, Feuilletonisten und Ethiker den Ton angeben, ist immer noch die damals angenommene Megakatastrophe, die selbst die Bevölkerung Tokios dahinraffen könnte. Dass nichts von dem eingetreten ist, wird ausgeblendet. So funktionieren Lebenslügen. Lebenslügen müssen aufrechterhalten werden, damit man weiterleben kann. Bei manchen halten sie ein ganzes Leben, andere zerbrechen daran. Die deutsche Energiewende beruht auf der Lebenslüge „Atomdesaster Fukushima“.

Wie geht’s weiter?

Die Reaktorunfälle in Harrisburg und Tschernobyl hatten einschneidende Wirkung. Danach wurden nur noch wenige Kernkraftwerke gebaut, viele Ausbaupläne wurden auf Eis gelegt. Inzwischen sind allerdings wieder über 60 Reaktoren in Bau. Die Nachwehen von Fukushima sind verhaltener, sieht man einmal von dem „Hals über Kopf“-Ausstieg in Deutschland ab. Die Schweiz baut (vorerst) keine neuen Kernkraftwerke, lässt aber die vorhandenen laufen, Italien, das nie eingestiegen ist, will weiterhin auf Kernenergie verzichten und der vom japanischen Premier Kan vorgeschlagene Ausstieg irgendwann in der Zukunft stellt eine Privatmeinung dar. Andere Staaten haben ihre Ausbaupläne nicht aufgegeben. Im Mai empfahl der Council for Climate Change der britischen Regierung, außer den Erneuerbaren auch die Kernenergie weiter auszubauen. Sie, so der Rat, sei die effizienteste Methode der CO2-Vermeidung. China will bis 2020 60 neue Kernreaktoren in Betrieb nehmen (25 sind derzeit im Bau), Russland plant 35 Anlagen, unsere polnischen Nachbarn zwei Kernkraftwerke, die Niederlande und Litauen je eins. Südkorea wird vier Kernkraftwerke an die Vereinigten Arabischen Emirate liefern und will den eigenen Strombedarf bis 2030 zu über 40 Prozent mit Kernenergie decken. Gegenwärtig sind es 23 Prozent.

Die Liste ließe sich fortsetzen. Offensichtlich ist die Kernenergie kein Auslaufmodell. Analysten der britischen Economist Intelligence Unit, einer zur unabhängigen Economist Group gehörenden Beraterfirma, sehen ein „Jahrzehnt des Wachstums für die Kernenergie voraus, nur geringfügig beeinflusst durch den Fukushima-Unfall.“ Ihr im Juni veröffentlichter Bericht „The Future of Nuclear Energy“ trägt den bezeichnenden Untertitel „Ein Schritt zurück, zwei Schritte vorwärts“.

Deutschlands Energiewende ist emotionsgetrieben, aufgeladen durch die Angst vor Strahlung jeglicher Art. Dabei ist die Furcht größer als die tatsächliche Gefahr. Die Horrorvisionen, die selbst für niedrige Strahlendosen beschworen werden, stammen noch aus den Zeiten des atomaren Wettrüstens. [9] Was damals die Schrecken eines Nuklearkriegs aufzeigen sollte, haben die Grünen in ihren Mythenschatz übernommen und gegen die Kerntechnologie gewendet. Irrationale Ängste lassen sich damit einfach schüren und ausnutzen, wie die vergangenen Monate in Deutschland gezeigt haben. Ist es ethisch vertretbar, dass Politiker und Lobbygruppen zur Verfolgung eigennütziger Ziele weiten Teilen der Bevölkerung Angst einjagen? Merkels Ethikkommission hat dazu leider kein Wort verloren, im Gegensatz zu George Monbiot. Für ihn ist es eine moralische Frage: Darf man Menschen mit vollkommen übertriebenen Aussagen zu den Gefahren radioaktiver Strahlung in Angst und Schrecken versetzen? Man darf es nicht.

Weltweit arbeiten derzeit rund 450 Kernkraftwerke. Sie haben bislang etwa 64.000 Milliarden Kilowattstunden an Strom erzeugt. Dafür hätten sich, bei einer Lebensdauer von 20 Jahren pro Anlage, einige zehn Millionen Windräder drehen müssen. Durch den Nuklearstrom sind 15 bis 20 Milliarden Tonnen an Kohle in der Erde und einige 10.000 Bergleute am Leben geblieben. Rund 14 Prozent des Stroms werden weltweit durch Kernspaltung erzeugt, zwei Drittel durch Kohle und Gas. Kohle ist bei weitem der wichtigste Brennstoff für die Stromproduktion und wird es in den nächsten Jahrzehnten bleiben. Ohne die einheimische Kohle hätten die Milliardenbevölkerungen von China und Indien keine Aussicht, ihre im Schnitt immer noch ärmlichen Lebensbedingungen dem Niveau der reicheren Länder anzugleichen. Wenn man Kohle bei weltweit wachsendem Energiebedarf überhaupt ersetzen kann, wird dies nur allmählich geschehen, und zwar nicht durch Wind und Sonne. Der Ersatz von Kohlekraftwerken (die zuverlässig, effizient und damit billig Strom produzieren) durch Windräder und Solaranlagen (die teuren, nur unregelmäßig verfügbaren Strom liefern) ist eine Ausgabe, aber keine Investition. Davon profitieren einige wenige, aber die Mehrheit verliert. Diesen Luxus kann man sich in Deutschland (noch) leisten, aber nicht in China, Indien und anderen Ländern. Wohin wird sich also die Welt der Energie, realistisch gesehen, in den kommenden Jahrzehnten entwickeln? Sicher nicht in Richtung deutscher Energiewende. Das ist eine Sackgasse. Sie ist teuer, vernichtet Kapital und verschwendet Rohstoffe. Nur die effiziente Kernenergie kann die effiziente Kohleenergie ersetzen. Das wird dauern, denn die kerntechnische Industrie hat nach dreißig Jahren Auszeit viel an Substanz und Schwung verloren.

In gewissem Sinne beginnt die Kernenergie noch einmal neu – mit neuen Partnern und mit neuen Konzepten. Die Neuen im Geschäft sind China, Südkorea und Indien, sie dürften sich zu treibenden Kräften entwickeln. Korea zum Beispiel hat das Ziel, bis 2030 Kernkraftwerke für 400 Milliarden Euro zu exportieren. Schwer vorstellbar, dass Deutschland vergleichbare Summen mit Windrädern und PV-Anlagen verdienen kann. Nach technologischem Stillstand gibt es wieder Entwürfe und Planungen für neuartige Reaktoren. Es gibt neue Sicherheitskonzepte, passive Systeme, die auch funktionieren, wenn der Strom ausfällt und Reaktoren, die inhärent sicher sind, wo die Physik die Katastrophe von vornherein ausschließt. Inhärent sicher ist etwa der Hochtemperaturreaktor, den man in Deutschland schon einmal bis zum industriellen Prototyp entwickelt hatte. Chinesische Wissenschaftler bauen ihn nun neu. Er liefert nicht nur Strom, sondern auch Hochtemperaturwärme – ideal, um fossile Brennstoffe zu ersetzen. Mit seiner Energiewende hat sich Deutschland von diesen technologischen Entwicklungen und vom größten Teil der Welt abgekoppelt. Für einen solchen Sprung ins Ungewisse müsste es schon sehr, sehr gute Gründe geben. Das Reaktorunglück von Fukushima liefert diese nicht.

Dieser Artikel ist zuerst in der aktuellen Printausgabe von NovoArgumente (#112 – II/2011) erschienen. Die Online-Diskussion bei NovoArgumente finden Sie hier (Achtung: Besonders intelligente Kommentare werden möglicherweise in der kommenden Printausgabe veröffentlicht und diskutiert.)

Heinz Horeis ist freier Wissenschaftsjournalist. Mit dem Thema Energie befasst er sich seit der ersten großen Energiedebatte in den 1980er Jahren. Er ist Mitautor eines Buches über Strahlung und Radioaktivität, das jüngst in einen japanischen Verlag erschienen ist. Heinz Horeis prägte den Begriff “NIEs” für “Neue Ineffziente Energien” (alternativ könnte man auch NaturInvasive Energien sagen), der in den Sprachgebrauch von Science Skeptical eingegangen ist.

Anmerkungen

[1] Siehe Eike Roth: „Fukushima und was wir daraus lernen können. Versuch einer Bewertung nach 80 Tagen“ in: Energie-Fakten.de,, 1. 6.11 und IAEA: „International Fact Finding Expert Mission of the Fukushima Dai-ichi NPP Accident. Following the Great East Japan Earthquake and Tsunami: Mission Report“, 16. 7. 11, pub.iaea.org.

[2] Siehe auch J. Nakosko, T. Lazo: „Fukushima.“ NEA News, 2011, Nr. 29.1, oecd-nea.org. Die Autoren stellen u. a. fest, dass in dem Kraftwerk acht von 2400 Arbeitern eine Strahlendosis von mehr als 250 MilliSievert (mSv) erhalten haben. Und was ist mit der „radioaktiven Wolke“? Im Bezirk Ibaraki, auf halbem Weg zwischen Tokio und Fukushima, lag der Höchstwert bei 0,35 Mikrosievert (μSv) pro Stunde. Erreicht wurde er am 22. März. Hätte diese Belastung ein Jahr lang angedauert, wäre die Bevölkerung mit etwa 3 mSv belastet worden, soviel wie die durchschnittliche natürliche Hintergrundstrahlung, die jeder Mensch erhält.

[3] World Nuclear News: „Cold shutdown a must for Fukushima return“ in: World Nuclear News, 19.5.11 world-nuclear-news.org.

[4]  Joachim Müller-Jung: „Atompolitik nach Fukushima. Die nukleare Selbstdemontage“ FAZ 25.6.11, faz.net. Jung leitet übrigens die Wissenschaftsredaktion der FAZ.

[5] Auch dem Chef-Wissenschaftler der britischen Regierung, Sir Beddington, war diese grundlegende Einsicht vertraut. Damit konnte er die versammelten Mitglieder der britischen Botschaft in Tokio davon überzeugen, dass eine Flucht aus der japanischen Hauptstadt unnötig wäre. Da hatten sich die Angehörigen der deutschen Botschaft in Tokio bereits nach Osaka abgesetzt. Siehe: Heinz Horeis: „Fukushima 1: Worst case scenario German angstNovoArgumente Online 18.3.2011

[6] radscihealth.org/RSH/Realism/WP-Annex1.htm. An dieser Untersuchung war neben amerikanischen Forschungszentren auch das Kernforschungszentrum Karlsruhe beteiligt. Eine ausführliche Zusammenfassung durch milton levenson und frank rahn erschien 1981 in Nuclear Technology (Vol 53, May 1981). Das Papier wurde in die jeweilige Sprache aller Mitgliedsländer der Internationalen Atomenergiebehörde übersetzt. Ernsthafte Einwände gegen diese Ergebnisse gab es nicht.

[7] George Mobiot: „Going Critical“ The Guardian, 22 03.2011.

[8] monbiot.com/2011/04/04/evidence-meltdown/. Monbiot hat von Caldicott wissenschaftlich fundierte („peer reviewed“) Belege für 14 ihrer Horror-Behauptungen verlangt. Sie konnte keine ihrer Aussagen belegen. Sehr lesenswert dazu die Korrespondenz.

[9] 1959 hat sich die Internationale Kommission für Strahlenschutz (ICRP) auf das LNT-Modell geeinigt (LNT ist die Abkürzung für „linear no threshold“). Es besagt, kurz gefasst, dass jede noch so geringe Strahlendosis gesundheitsschädlich ist. Die Summe mehrerer kleiner Strahlendosen hätte demnach die gleiche Wirkung wie eine einmalige große Dosis. In den Alltag übersetzt hieße das: An neun Tagen hintereinander jeweils 20 Minuten Sonnenbad zur Mittagszeit hätte die gleichen Folgen wie vier Stunden Sonnenbad am Stück. Namhafte Radiobiologen und Nuklearmediziner lehnen das LNT-Modell ab. Dagegen sprächen etwa Untersuchungen zur natürlichen Strahlenbelastung wie auch Erfahrungen aus der Strahlenmedizin. Siehe dazu zum Beispiel das Buch des britischen Nuklearmediziners wade allison, Radiation and Reason, 2009.

 

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208 Kommentare
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  1. Besser kann man es nicht zusammenfassen.

    Schmunzeln lässt mich das ausgiebige Zitieren von Monbiot -- Schließlich ist der Mann ein Klima-Alarmist erstens Ranges. Seine Unterstützung für die Kernenergie resultiert lediglich aus seiner noch größeren Angst vor der Klimakatastrophe.

    Man könnte schlußfolgern: Ängstlichen Menschen kann man ihre Angst nicht nehmen, nur durch eine andere, größere in den Hintergrund drängen.

    Hoffentlich bin ich hier zu pessimistisch…

  2. Von wegen, in Deutschland sind alle Maßnahmen getroffen worden.
    Gegen Flugzeugabstürze bzw. Terrorangriffe, ist meist kein ausreichender Schutz vorhanden.
    Und so etwas ist heutzutage weitaus wahrscheinlicher, als ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami.

  3. @ Tim #2

    Und was noch viel schlimmer ist, es besteht kein Schutz gegen Juchtenkäfer. Mann on mann, wenn die sich erstmal in Reaktor einnisten, darf man dien Dinger noch nicht einmal verschrotten. ;)

  4. @tim #2
    Alle Eventualitäten kann man nicht ausschalten. Natürlicl kann ein Flugzeug in ein Kernkraftwerk stürzen. Es kann auch von einem Meteoriten getroffen werden. Terrorangriffe sind allerdings eher unwahrscheinlich. Fukushima hat wohl gezeigt, dass da andere Ziele z.B. grosse Chemiekomplexe grösseren Schaden anrichten würden. Ich bin wirklich kein Befürworter der Kernkraft. Halte das, was da bis jetzt so gelaufen ist für zu intransparent und zu wenig marktorientiert. Was da aber an Katastrophenvorstellungen verbreitet wird, spottet wirklich jeder Beschreibung. Es ist schwierig sich ein Bild von Tschernobyl zu machen. Jede Anti-Akw-Gruppe macht da in Desinformation. Monbiot beruft sich da auf die UN-Berichte. Vielleicht hat er da recht. Das endgültige Fazit von Fukushima steht sicher noch aus. Aber was man bis heute weiss, sieht nicht nach den Katastrophenszenarien der Atomkraft-nein-Danke Truppe aus.
    M.f.G.

  5. Au Backe, gleich ham wa wieder jede Menge AKW-Antifanten am Hals.

    ANGST

    Es könnte ja ein Terrorist samt Flugzeug versuchen ein AKW zu zerlegen………der selbe Terrorist könnte das Flugzeug auch ein eine Großstadt oder Chemiewerk steuern, was auf jeden Fall erstmal sofort einige tausend tote Menschen ergibt.
    Dann könnte auch ein Asteroid in Berlin einschlagen, wo wohl die Zahl der Toten in die Millionen gehen würde, dann könnte auch eine Pandemie ausbrechen, wofür es kein aktuelles Heilmittel gibt……..ergo Tote in mehrstellligen Millionenbereich…………..hätte der Hund net gekackert, hätte er ein Hasen gehabt.

    Wenn man von der Naturkatastrophe hört die letzten März in Japan geschehen ist, wird das ganze menschliche Leid und Elend in Deutschland auf Fukushima reduziert. Die 20.000 von der Monsterwelle getöteten Japaner sind halt Opfer einer Naturkatastrohe…….die ham halt nur Pech gehabt, so ist das Leben, blah, blah, blah.
    In KKW sind 2 Arbeiter im Keller ersoffen bei einen Kontrollgang, die zählen dann aber schon zu den fürchterlichen Auswirkungen eines havarierten “ATOMKRAFTWERKES” und zählen für die Propaganda deutscher Angstmacher bedeutend mehr.

    Tja, jahrzehntelange Propaganda und Angstmache ham halt ihre Auswirkungen, ganz Deutschland schlottern die Knie vor dem pösen Atom und den pösen menschengemachten Klimawandel…….nur komisch das sich bei mir irgendwie kein Angstgefühl einstellen will, bin ich etwa Krank?

    Wie ich schon mehrfach sagte, wer dermassen viel Angst vor dem Leben oder einen frühzeitigen Tod hat, sollte sofort Konsequenzen ziehen, lieber gleich als später………die Ungewissheit nicht zu wissen wie oder an was man sterben wird, versaut doch eh nur noch das Restleben, gelle.

    Hihi, der Thread verspricht interessant zu werden.
    Onkel Heinz……holt schon mal das Popkorn

  6. Die Angst vor einem terroristischen Attentat mit einem Flugzeug zeigt vor allem eins:
    Mangelhafte Überlegungen.

    Sezieren wir das einmal:

    1. Wie groß sind die Schadensmöglichkeiten?
    Um einen Reaktor ernsthaft zu beschädigen, muss das Flugzeug sehr präzise gelenkt werden, denn nicht ‘das Flugzeug’, sondern nur bestimmte Teile von ihm können der Hülle gefährlich werden: Der Rumpf und die Flügel sind viel zu fragil, die knittern einfach zusammen, wenn sie auf den Sicherheitsbehälter prallen. Nur die Triebwerkswellen, Speere aus massiven Stahl, haben genug kinetische Energie, um durchzuschlagen. Dazu müssen sie aber in einem günstigen Winkel treffen.
    Das ist, aus der Sicht eines Kamikaze-Attentäters, höchst riskant. Macht er auch nur kleine Fehler beim Anflug, war sein Einsatz umsonst. Wahrscheinlich würde er lieber ein leichter zu treffendes Ziel wählen.

    2. Was könnte man dagegen tun?
    Wenn die Gefahr wirklich sehr, sehr groß ist, dann müsste man auch konsequent dagegen vorgehen.
    Das ist vergleichbar mit den gefühlten Gefahren der Klimaerwärmung:
    WÄRE diese Gefahr wirklich höchst real, würde jeder vernünftig und logisch denkende Mensch so viele KKWs wie möglich bauen, um die Gefahr der Klimakatastrophe abzuwenden, denn selbst wenn es 10 Tschernobyls geben würde, wäre das doch im Vergleich eisehr viel kleineres Übel als ‘der Untergang der Hochzivilisationen’!
    Und WÄRE die Gefahr durch Terrorflugzeuge wirklich sehr, sehr groß, wären auf den KKW Flugabwehrkanonen!
    Die können nämlich mit keinem logischen Grund abgelehnt werden: Wenn sie erst eingesetzt werden, wenn der Einschlag unvermeidlich vorhersehbar ist, dann spielt das Leben der Passagiere ohnehin keine Rolle mehr, moderne Fla-Systeme können aber selbst dann noch viel bewirken: Ein Strom radargezielter, automatisch gesteuerter Sprenggranaten mit einer Kadenz von 3000 Schuss/Minute verwandelt ein Flugzeug selbst auf dem letzten Kilometer noch in eine wirbelnde, aerodynamisch amorphe Trümmerwolke ohne nennenswerte Durchschlagskraft.

    3. Was ist an KKWs besonders gefährlich?
    Nichts.
    Wenn die BASF in Ludwigshafen abfackelt, wäre das wohl weitaus schlimmer. Das ist der grösste Chemiekomplex der Welt, 10 Quadratkilometer Fläche. Leicht zu treffen, voll mit hochentzündlichem Brennstoff.
    Das gäbe ein Mega-Bhopal im Rhein-Main Ballungsraum!
    Dass auch generationenlange Verseuchung keine Spezialität der Kernkraft ist, zeigte Seveso.
    Und oh Schreck! Die BASF ist NICHT VEDRSICHERT!
    Man sollte die also am besten auch sofort abschalten?

  7. #5. Heinz Eng

    Tja, jahrzehntelange Propaganda und Angstmache ham halt ihre Auswirkungen, ganz Deutschland schlottern die Knie vor dem pösen Atom und den pösen menschengemachten Klimawandel…….nur komisch das sich bei mir irgendwie kein Angstgefühl einstellen will, bin ich etwa Krank?

    Moin Heinz,

    nein, Du bist nicht krank, ich habe die selben Symptome (kein Angstgefühl) und fühle mich dabei “sauwohl” obwohl ich jahrelang praktisch in “Sichtweite” eines KKW (Lubmin) gewohnt habe, als das Teil noch in Betrieb war. Jetzt steht da ein Zwischenlager, aber auch das macht mir keine Angst. Aber wie heute früh den Nachrichten zu entnehmen war, herrscht aber anderweitig große Angst, so dass aufgrund der “allgegenwärtigen” Terrorgefahr auch die Zwischenlager nachgerüstet werden müssen. Als Stichworte fielen dabei stärkere Tore und stärkere Mauern. Wie auch immer damit die Sicherheit gegen herabstürzende Flugzeuge erhöht werden soll, erschließt sich mir aber nicht so recht. Und ob ein Zwischenlager nun wirklich als lohnendes Ziel anzusehen ist, wage ich zu bezweifeln.

    Gruß
    karl.s

  8. # Tritium

    Und oh Schreck! Die BASF ist NICHT VEDRSICHERT!
    Man sollte die also am besten auch sofort abschalten?

    moin Tritium,

    nach der “Angsthasenlogik” müßte das eigentlich sofort und ohne wenn und aber geschehen ;-)

    karl.s

  9. @Anti-Atom-Tim #2

    Von wegen, in Deutschland sind alle Maßnahmen getroffen worden. Gegen Flugzeugabstürze bzw. Terrorangriffe, ist meist kein ausreichender Schutz vorhanden. Und so etwas ist heutzutage weitaus wahrscheinlicher, als ein Erdbeben mit anschließendem Tsunami.

    Mit einer solchen Betrachtungsweise müsste man als Erstes alle Großveranstaltungen wie z.B. das Münchner Oktoberfest sowie sämtliche „Massenansammlungen” von Menschen – also auch alle Fußballstadien, Großkonzerte sowie Einkaufs- und Fußgängerzonen in Großstädten – künftig strikt verbieten, da dort ja ebenfalls kein ausreichender Schutz gegen die von Ihnen genannten Risiken besteht – ein absurder Gedanke.

    Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass es 1.) Terrorangriffe dieser Art seit dem 11. September 2001 nie wieder gegeben hat und 2.) Terrorangriffe prinzipiell überhaupt nicht zu verhindern sind, ohne das öffentliche Leben komplett lahmzulegen.

    Insofern entspricht Ihr Einwand nur den üblichen Plattitüden, die überall gedankenlos nachgeplappert werden.

  10. Nur keine Panik! Die gemeingefährliche Energiepolitik unserer politischen Klasse wird bald zusammenbrechen.

    Auch der dümmste Politiker (auch in der SPD, vielleicht sogar bei den Grünen) wird eines Tages erkennen, dass die Sonne nicht 24 Stunden am Tag scheint und dass der Wind nicht Tag und Nacht mit genau passender Windstärke weht.

    Zu diesem Lernprozess werden die folgenden Ereignisse führen, die bereits sicher prognostizierbar sind:

    1. Es wird in großem Stil bei Stromüberfluss zwangsweise Abschaltungen von Windmühlen und Solarzellen geben, weil ihr Strom einfach im Netz nicht untergebracht werden kann. Dies wird die Wirtschaftlichkeit der Anlagen im Kern erschüttern. Da wird es auch nicht helfen, dass sie für solche verordneten Produktionspausen bezahlt werden sollen. Das wird auf Dauer politisch nicht mehrheitsfähig sein.

    2. Der Strompreis wird explodieren. Die Energiewende als ganze wird zwar scheitern, die von der Regierung in ihrer unendlichen Weisheit beschlossenen Maßnahmen zur Verteuerung des Stroms werden aber außerordentlich erfolgreich sein. Zu diesen Verteuerungsmaßnahmen gehören un.a.: Netzausbau, Speicherbau, bereits zugesagte und künftige Mindesteinspeisungspreise für Strom aus Zufallskraftwerken in Milliardenhöhe, steigende Gasimporte, Negativpreisexporte für Stromexporte in Überflusszeiten und überteuerte Reimporte von Strom in Spitzenlastzeiten, Handel von CO2-Emissionszertifikaten und vieles andere mehr. Spätestens die Preisexplosion wird dazu führen, dass die Bevölkerung aus ihrem Wachkoma aufwacht.

    3. Die Qualität des noch gelieferten Stroms wird hinsichtlich Frequenzstabilität und Versorgungssicherheit (Stromausfälle) weiter sinken. Betriebe, deren Anlagen das nicht gut vertragen, werden ins Ausland abwandern.

    4. Große Teile der Grundstoffindustrie werden ihren Auszug aus Deutschland, der längst begonnen hat, fortsetzen. Die Arbeitnehmer in diesen Betrieben und ihre Gewerkschaften werden noch ihr blaues Wunder erleben.

    Wenn dies alles sichtbar geworden ist, wird auch Deutschland begreifen, dass die Menschheit auf Dauer nur fossile Kraftwerke oder Kernkraftwerke als Option hat. Bis dahin aber werden viele Milliarden in den Sand gesetzt sein, und Deutschland wird zum offenen, mit Schadenfreude untermischten Gespött der Welt geworden sein.

    Dass Kernkraftwerken dabei die Zukunft gehören wird, wird jedem Denkenden einleuchten: Ihre Energiedichte und ihre Wirtschaftlichkeit sind einfach unschlagbar, die Reichweite der verfügbaren Vorräte an spaltbarem Material (Wiederaufarbeitung einbezogen) ebenso. Fukushima hat gezeigt, dass die Sicherheitsfragen im Betrieb beherrschbar sind, und die Transmutationsforschung dürfte in ein paar Jahren das “Problem” der Abfallentsorgung entschärft haben. Auch Deutschland wird das lernen. Bis dahin aber werden viele Milliarden in den Sand gesetzt sein, werden

  11. etwa 50 direkte Tote in der Anlage, einige tausend zusätzliche Krebserkrankungen. Das ist schlimm, liegt aber im unteren Bereich möglicher Zivilisationsrisiken

    Beeindruckend, wie man Tschernobyl mal auf die schnelle Verniedlichen kann. “Einige Tausend” ist auch eine präzise wissenschaftliche Quantifizierung. Kopfschütteln…

  12. Die Horrorvisionen, die selbst für niedrige Strahlendosen beschworen werden, stammen noch aus den Zeiten des atomaren Wettrüstens. [9] Was damals die Schrecken eines Nuklearkriegs aufzeigen sollte, haben die Grünen in ihren Mythenschatz übernommen und gegen die Kerntechnologie gewendet. Irrationale Ängste lassen sich damit einfach schüren und ausnutzen, wie die vergangenen Monate in Deutschland gezeigt haben.

    Diese These hatte ich auch schon mal in Atom und Feuer aufgegriffen. Damals hatte ich gefragt:

    Wie man diese Stigmatisierung wieder auflösen kann, wird die große Frage sein die sich diejenigen stellen müssen, die eine friedliche Nutzung der Kernkraft befürworten. Nur wenn die Angst aus den Köpfen weicht, wird ein rationaler Umgang mit diesem Thema möglich sein.

    Antworten darauf hat es hier schon viele gegeben, stellvertretend möchte ich Butler Djihad hervorheben:

    Angst vor einer Kernschmelze? Gut, bauen wir doch einen Reaktor, bei dem der Kern im Normalbetrieb schon geschmolzen ist (Flüssigsalzreaktor). Angst vor einem Versagen der Kühlsysteme? Gut, bauen wir doch einen Reaktor, der sich ohne komplizierte Anordnungen von Pumpen und Wärmetauschern von selbst kühlt (schneller bleigekühlter Reaktor). Oder noch besser: Bauen wir einen, bei dem die Kernspaltung bei zu großer Wärmeentwicklung von allein zum Erliegen kommt (Hochtemperaturreaktoren). Angst vor hochradioaktiven Substanzen, die als Abfall übrigbleiben? Gut, bauen wir doch ein Kernkraftwerk, in dem solche gleich mit in die Kettenreaktion einbezogen und daher vernichtet werden (“schnelle” Reaktoren).

    Und auch Heinz Horeis ist der gleichen Meinung:

    In gewissem Sinne beginnt die Kernenergie noch einmal neu – mit neuen Partnern und mit neuen Konzepten.
    [...]
    Nach technologischem Stillstand gibt es wieder Entwürfe und Planungen für neuartige Reaktoren. Es gibt neue Sicherheitskonzepte, passive Systeme, die auch funktionieren, wenn der Strom ausfällt und Reaktoren, die inhärent sicher sind, wo die Physik die Katastrophe von vornherein ausschließt. Inhärent sicher ist etwa der Hochtemperaturreaktor, den man in Deutschland schon einmal bis zum industriellen Prototyp entwickelt hatte. Chinesische Wissenschaftler bauen ihn nun neu. Er liefert nicht nur Strom, sondern auch Hochtemperaturwärme – ideal, um fossile Brennstoffe zu ersetzen. Mit seiner Energiewende hat sich Deutschland von diesen technologischen Entwicklungen und vom größten Teil der Welt abgekoppelt.

    Und dieser Satz, ich möchte ihn noch einmal wiederholen: “In gewissem Sinne beginnt die Kernenergie noch einmal neu – mit neuen Partnern und mit neuen Konzepten,” müssen wir in den Mittelpunkt unserer Pro-Kernkraft-Argumentation machen. Wir hier bei Science-Skeptical wissen das eigentlich schon länger, nun wird es aber Zeit, dass diese positive Zukunftsaussichten offensiver vertreten werden. Ansonst wird wohl das Deutsche Wesen an der Welt genesen müssen. Was ein ziemlich teurer Prozess werden dürfte, vor allem der Weg in die Sackgasse der NIE wieder korrigiert werden muss, währenddessen andere Nationen längst an uns vorbei gezogen sind.

  13. Lieber s^2:
    Wenn ich Ihnen sage, dass die Kohlekraftwrke jährlich einige hunderttausend Todesopfer fordern, reicht das vollkommen, um die Relationen darzustellen :-)
    Ich könnte natürlich auch auf die ‘einigen tausend’ jährlichen Todesopfer im Strassenverkehr allein in Deutschland verweisen.
    Oder auf die einigen tausend Todesopfer des Tsunamis im Verhältnis zu keinen Todesopfern durch Strahlung in Japan.
    Oder hätten Sie es gerne relativ?
    PV ist 11 x gefährlicher als Kernkraft.
    Wind ist 4 x gefährlicher als Kernkraft.
    Biogas ist 300 x gefähricher als Kernkraft.
    Wasserkraft is 2,5 x gefährlicher als Kernkraft.

    Ihr Beitrag ist leider alles andere als beeindruckend. Der Versuch, durch ein bisschen Geschwafel die böse Kernkraft anzuprangern ist im gegenteil ziemlich erbärmlich.

  14. Und nicht zu vergessen: Kernkraft heisst auch Fusion!

    Fusion ist greifbar nahe: Schon in diesem Jahr soll in den USA ein echtes Fusionskraftwerk zünden! Es lifert noch keinen Strom, aber soll 10 -- 100 mal mehr Energie liefern, als zur Zündung benötigt wird.

  15. @ Tritium

    Das es im Leben Gefahren gibt müssen Sie mir nicht erzählen. Es geht hier um Energiegewinnung, nicht um Risiken im Strassenverkehr oder durch die Natur, ist ne andere Schublade, sollte man nicht vermischen. Also das einzige Gegenargument, dass Sie bringen, ist dass durch Kohlekraftwerke hunderttausende pro Jahr sterben -- aha. Wie, wo was, wann? Die Studie möchte ich gerne mal sehen.

    Allerdings wollte ich nicht gegen Atomkraft argumentieren, sondern gegen den Absatz, in dem die Schäden der Atomkraft verharmlost werden. Ich bin auch gegen die beschlossene Turboabschaltung unserer Atomkraftwerke und soviele gute Argumente in dem Text zu finden sind, Tschernobyl runterzuspielen und als Argument pro Atomkraft zu nehmen, und zwar so locker im Vorbeigehen in ein, zwei Sätzen, ist schäbig.

  16. #15. Skeptiker-Skeptiker

    Tschernobyl runterzuspielen und als Argument pro Atomkraft zu nehmen, und zwar so locker im Vorbeigehen in ein, zwei Sätzen, ist schäbig.

    es geht nicht um runterspielen, sondern um zurechtrücken der Relationen. Schäbig ist, das Reaktorunglück von Tschernobyl aufzubauschen und damit Ängste zu schüren!!! Genau wie Fukushima heute.

    karl.seegert

  17. Das es im Leben Gefahren gibt müssen Sie mir nicht erzählen. Es geht hier um Energiegewinnung, nicht um Risiken im Strassenverkehr oder durch die Natur, ist ne andere Schublade, sollte man nicht vermischen.

    Es get genau darum! Technologie gibt’s nicht zum Nulltarif! Das gehört alles in die selbe Schublade.

    Also das einzige Gegenargument, dass Sie bringen, ist dass durch Kohlekraftwerke hunderttausende pro Jahr sterben — aha. Wie, wo was, wann? Die Studie möchte ich gerne mal sehen.

    Es ist mir herzlich gleichgültig, ob Sie das glauben oder nicht. Es ist so. Ich bin nicht ihr Nachhilfelehrer für Epidemiologie, bilden Sie sich bitte selbst weiter, wenn Sie mitreden wollen.

    Allerdings wollte ich nicht gegen Atomkraft argumentieren, sondern gegen den Absatz, in dem die Schäden der Atomkraft verharmlost werden.

    Verharmlost wure gar nichts, nur die Relationen gerade gerückt. angesichts der maßlosen Gräuelpropaganda gegen Kernenergie ist das bitter notwendig.

    Ich bin auch gegen die beschlossene Turboabschaltung unserer Atomkraftwerke und soviele gute Argumente in dem Text zu finden sind, Tschernobyl runterzuspielen und als Argument pro Atomkraft zu nehmen, und zwar so locker im Vorbeigehen in ein, zwei Sätzen, ist schäbig.

    Es ist sehr viel schäbiger, Tschernobyl als Argument gegen deutsche Kernkraftwerke auszuschlachten. Es ist extrem schäbig, Bilder der Tsunami-Verwüstungen im Zusammenhang mit Anti-Atomkraft-Hetze zu missbrauchen.
    Tschernobyl war schlimm, aber nicht aussergewöhnlich in der Geschichte der Technik-Unfälle. Bhopal hat weit mehr Opfer gefordert und der Landverlust in der Grössenordnung eines Truppenübungsplatzes ist auch nicht besonders. Das mal kurz nebenbei zu erwähnen, ist völlig legitim. Das ist kein Argument pro Atomkraft, sondern gegen Gräuelhetze.

  18. Es ist mir herzlich gleichgültig, ob Sie das glauben oder nicht. Es ist so. Ich bin nicht ihr Nachhilfelehrer für Epidemiologie, bilden Sie sich bitte selbst weiter, wenn Sie mitreden wollen.

    Na gut, wenn Sie als Todesopfer jemanden zählen, der mit 74 an ner Lungenkrankheit erkrankt und mit 75 stirbt, während er ohne die Krankheit 80 geworden wäre, dann kommen Sie vllt. auf diese Zahlen. Also ich finde das schlimmer mit 20 Schilddrüsenkrebs zu bekommen. Aber traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast :D

  19. @s^2

    …Aber traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

    Reden wir doch mal über die angeblichen Millionen Opfer durch Tschernobyl, wie sie von Greenpeace behauptet werden:
    “Der Super-Gau von Tschernobyl hat Millionen Leben zerstört. Durch Tod, Siechtum, Krankheiten unterschiedlichster Art, Missbildungen.”
    Wie ist Ihre Meinung denn dazu?

  20. “Der Super-Gau von Tschernobyl hat Millionen Leben zerstört. Durch Tod, Siechtum, Krankheiten unterschiedlichster Art, Missbildungen.”

    Lobby-Studien (wenn es überhaupt ernsthafte Studien von Greenpeace gegeben hat) sollte man kritisch betrachten, keine Frage. Ich denke mehrere Zehntausend ist realistisch. Dennoch sollte man die besondere Angst der Menschen vor Strahlen respektieren. Wenn man halt mal ne kritische Dosis abbekommen hat, belastet natürlich die Ungewissheit, ob man schwer krank wird oder nicht. Deswegen auch das sensible Thema. Ihre Meinungen zu Fukushima teile ich größtenteils. Die Atomdiskussion, die eh schon sehr intensiv geführt wurde, war mit einem Schlag entschieden. Das Schickal der Japaner wurde instrumentalisiert und Gegenargumente zählten nichts mehr.

  21. @Skeptiker

    Also das einzige Gegenargument, dass Sie bringen, ist dass durch Kohlekraftwerke hunderttausende pro Jahr sterben — aha.

    Das entscheidende Argument aus meiner Sicht ist die krasse Ungleichbewertung von Risiken industrieller Anlagen in der Öffentlichkeit, wofür Kohlekraftwerke m.E. nicht unbedingt das beste und ein eher unanschauliches Beispiel sind.

    Ganz klar sind Chemiewerke ein vergleichbar großes Risiko wie Atomanlagen, das ist unmittelbar anschaulich. In solchen Anlagen lagert z.B. der Stoff Phosgen, der im I. Weltkrieg als Gaswaffe eingesetzt wurde. Und davon lagern große Mengen mitten in Ballungsgebieten wie Ludwigshafen oder Wuppertal. Es ist dort noch nichts passiert, aber WENN was passiert ist Tschernobyl dagegen ein Zuckerschlecken.

    Chemieunfälle haben anderswo bereits erheblich mehr Todesopfer gefordert als alle Reaktorunfälle der Geschichte zusammenaddiert, bekannteste Beispiele Seveso und noch viel schlimmer Bhopal mit vielen tausend Toten. Wo ist da der öffentliche Aufschrei, wo die Abschalt-Forderung? Das nimmt man -- m.E. zu Recht -- hin als unvermeidliches Risiko und denkt gar nicht groß drüber nach. Aber warum die so ganz andere Bewertung beim Atom? Es ist dieselbe Sache.

    Noch lustigeres Beispiel: Staudämme, die heilige Kuh der Ökobewegung, werden in der Öffentlichkeit als harmlos und sicher angesehen. Dabei stellen sie ein viel größeres Risiko als Atomanlagen dar. Das Stichwort lautet “Staudammbruch”. Durch Staudammkatastrophen sind schon Hunderttausende gestorben. Wenn die Öffentlichkeit nur annähernd eine ähnliche Wahrnehmung wie bei Atomkraftwerken hätte, hätte nach den großen Staudammbrüchen in China bei uns ein Sturm der Entrüstung mit Mahnwachen und Abschalt-Forderungen vor sämtlichen deutschen Wasserkraftwerken stattgefunden haben müssen. Wir müssten stundenlange Staudamm-Themenabende bei Phoenix und arte über uns ergehen lassen, über Ursachen, Folgen und mahnende Beispiele der Staudamm-Katastrophen. Aber nix, still ruht der See. Kaum einer weiß überhaupt, dass es solche Katastrophen gegeben hat, und diejenigen die es wissen denken nicht im Traum dran, das auf unsere Staudämme zu übertragen. Sogar der “Terrorangriff” ist bei Staudämmen Realität: Deutsche Staudämme waren im II. Weltkrieg Ziel britischer Luftangriffe, mit “Erfolg”: Tausende von Ertrunkenen. Wo ist die Warnung, wo ist die Panik heute? Aber bei Atomkraftwerken wird ein noch nie stattgefundener rein hypothetischer Angriff als Killer-Argument verwendet.

    Fazit: Die Ökobewegung, die deutsche Öffentlichkeit und Teile des deutschen Volkes haben jegliche Maßstäbe aus den Augen verloren und lassen sich dadurch zu selbstzerstörerischem Verhalten hinreißen.

  22. Dennoch sollte man die besondere Angst der Menschen vor Strahlen respektieren. Wenn man halt mal ne kritische Dosis abbekommen hat, belastet natürlich die Ungewissheit, ob man schwer krank wird oder nicht.

    DAS sollten Sie den Predigern der Atomhysterie nahelegen, die diese Ängste schüren und verstärken! Wer lebt denn von dieser Angst? Wer beutet diese Ängste denn skrupellos aus?

    Wir wissen, dass Angst krank macht und sogar tötet.
    Was glauben Sie denn, wie viele Menschen die Grünen mit ihrer Greuelpropaganda schon auf dem Gewissen haben?
    Schätzen Sie mal?
    Sie können damit beginnen, die aus Strahlenpanik nach Tschernobyl abgetriebenen Kinder auf die Liste zu setzen.

  23. #21 anorak2

    Hier mal ein Link zu Wikipedia mit einer Auflistung von Staudammunfällen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Talsperrenungl%C3%BCcken

  24. Hier eine unmaßgebliche Vermutung meinerseits zu den Motiven der Anti-Kernkraft-Bewegung

    Die Risiken der Kernkraft können es nicht sein, weil sie, wie in diesem Thread bereits mehrfach betont worden ist, im Vergleich zu anderen industriellen Großtechniken vernachlässigbar gering sind. Dennoch werden Angst und Panik geschürt, so dass bei vielen Menschen schon das Wort “Atom” Schweißperlen auf der Stirn entstehen lässt.

    Meine Erkärung ist: Kernenergie ist an und für sich die große Möglichkeit der Menschheit, für lange Zeit ihr Energieproblem zu lösen. Sie beinhaltet damit die Chance der Befreiung von Armut und Elend überall in der Welt, der Befreiung von materieller Not. Es ist ja klar, dass die Überwindung von Armut, Elend, Hunger und Not nicht ohne ausreichende Energie für industrielle Fertigungsprozesse, für Kunstdüngerproduktion, Verkehr, weltweiten Handel etc. möglich sein wird. Ohne ausreichend Energie wird es keine explosionsartige Entfaltung der Produktivkräfte, die schon Marx beschworen hat und die den Hunger in der Welt besiegen kann, geben.

    Es bestünde die Chance, dass die meisten Menschen frei würden, weil sie und ihre Familien materiell unabhängig wären. Der Staat wäre nur noch zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung nötig. Schon Marx -- ich bin überhaupt kein Marxist, meine aber, dass er manches auch richtig gesehen hat -- hat in diesem Zusammenhang vom Absterben des Staates gesprochen.

    Diese Vorstellung aber erzeugt Angst und Panik bei den Menschen, die gerne Macht ausüben wollen. Nur dann nämlich kann der Bevormundungsstaat seine Herrschaft über die Menschen erhalten, wenn er ihre Lebensmöglichkeiten -- also im wesentlichen Energie -- einschränkt, künstlich verteuert und sie zu einem Gut macht, das der Große Bruder Staat nach eigenem Gusto -- oder auch nach Gutsherrenart -- an seine Günstlinge und Untertanen verteilen kann.

    Im Grunde ist der Angriff auf die Kernenergie und mit ihm fast die gesamte Ökobewegung nichts anderes als ein Angriff auf unsere Freiheit. Selbsternannte, obrigkeitlich denkende Diktatoren wollen die Menschen unter ihre Knute bringen, um ihren elementaren “Willen zur Macht” ausleben zu können. Nichts anderes steckt ja hinter dem Konzept der “Großen Transformation”, wie es z.B. Herr Schellnhuber propagiert.

  25. @Reiner Vogels

    Nichts anderes steckt ja hinter dem Konzept der “Großen Transformation”, wie es z.B. Herr Schellnhuber propagiert.

    ….Auszug aus einem Artikel in der F.A.Z. vom 16. 5. 2011:

    Grüne Revolution – Die herzliche Ökodiktatur

    „Zwangsernährung mit ökologisch korrekten Produkten“ nennt der Ökonom Carl-Christian von Weizsäcker den Regierungsstil, der Konsumenten-Souveränität und die Entscheidungsfreiheit der Bürger nicht ernst nimmt. Wer nicht mitzieht, wird diffamiert. Der Porsche-Fahrer, der Fernreisende, der Fleischesser, keiner kann sich mehr sicher sein vor dem öffentlichen Pranger. „Es ist schlimm, von einer Minderheit unterdrückt zu werden, aber es ist schlimmer, von einer Mehrheit unterdrückt zu werden“, formulierte der britische Liberale Lord Acton schon vor mehr als 100 Jahren. „Wir bewegen uns in Richtung Ökodiktatur“, sagt Weizsäcker heute.

    Manche finden das nicht schlimm. Vor allem Klimaforscher verlieren die Geduld mit zähen demokratischen Prozessen. Der weltberühmte Klimaforscher James Hansen, der das renommierte NASA Goddard Institute for Space Studies in New York leitet, äußert regelmäßig laute Zweifel, dass Demokratien die Klimaerwärmung stoppen können. Jüngst lobte er Chinas autokratisches Regime als Hoffnung. Dort könnte das nachhaltige Leben einfach verordnet werden. Von Angela Merkels oberstem Klimaberater Hans Joachim Schellnhuber stammt der Vorschlag, das Parlament um einen ungewählten Zukunftsrat zu ergänzen, der Gesetze mitbestimmt und dabei als Anwalt künftiger Generationen agiert – eine Art Wohlfahrtsausschuss.

  26. Die Weltuntergangsuhr soll verdeutlichen, wie groß das derzeitige Risiko einer Katastrophe durch Atomwaffen oder den Klimawandel ist. Die Uhr wurde 1947 mit der Zeigerstellung sieben Minuten vor zwölf gestartet und seither entsprechend der Weltlage 19 Mal vor- oder zurückgestellt. 1949 etwa, nach Zündung der ersten sowjetischen Atombombe, wurde sie auf drei vor zwölf gestellt. Mit der Wasserstoffbombe waren es 1953 sogar nur zwei Minuten. Nach dem Fall der Berliner Mauer hatten die Forscher ihre Uhr hingegen kräftig zurückgestellt auf 17 Minuten vor Mitternacht. Fünf vor zwölf war es zuletzt im Jahr 2007.

    soviel zur risikowahrnehmung…

  27. Nachtrag zu #25

    im Zusammenhang dazu noch ein Hinweis auf einen interessanten Artikel von Frank Furedi:

    Eurokrise: Wohin mit der lästigen Demokratie?

    …..Die Neigung, demokratische Rechenschaftspflicht als etwas äußert Mangelhaftes, Unvorhersehbares darzustellen, gründet in der Überzeugung, dass einfachen Menschen das intellektuelle Vermögen fehlt, mit den komplizierten Herausforderungen umzugehen, denen sich politische Entscheidungsträger stellen müssen. Gemäß der traditionellen, aristokratischen Version dieses Arguments ist es, angesichts dessen, dass die Menschen unausweichlich schwere Entscheidungen ablehnen werden, weitaus sinnvoller, wenn jemand anders ihnen diese Entscheidungen abnimmt.

    In den vergangenen Jahrzehnten wurde diese Behauptung durch eine neue These ergänzt: dass einfache Leute durch die Medien, die Kirche oder eine andere Einrichtung so fehlgeleitet sind, dass sie schlichtweg nicht mehr wissen, was in ihrem besten Interesse liegt.…..

  28. @ Tim Hardenberg #25 und #27

    Danke für die beiden schönen Links!

  29. @ Tim #25

    eine Art Wohlfahrtsausschuss

    Uuii, das Wort ist starker Tobak, kann mir nicht vorstellen, dass der Schreiber dieser Zeilen den historischen Ursprung des Wortes “Wohlfahrtsausschuss” nicht kennt.

  30. = Ich warne sie, ich rufe z. B. die Bahn ist schief,
    meine Damen und Herren, Sie stehen am Rand des Abgrunds.
    Jene freilich
    lachen nur matt und rufen tapfer zurück: Danke gleichfalls. =

    Hans Magnus Enzensberger
    Der Untergang der Titanic

    Statistisch gesehen ist es erschreckend: Das letzte Lebensjahr eines Menschen endet immer tödlich. Es hat noch keiner überlebt. Nicht die meisten der bedauernswerten Passagiere der Titanic. Und auch nicht die sechstausend chinesischen Bergarbeiter, die bisher ihr meist junges Leben lassen mussten. Auch die vielen Toten eines Staudammbruchs in Indien kann es nicht trösten, dass Erich Kästner lapidar feststellte, das Leben ist lebensgefährlich. Das Streben nach gesicherten Lebensverhältnissen ist gleichzeitig ein Kampf gegen alle möglichen Gefahren. Vorrangig gegen die Naturgewalten, denn unser Planet ist alles andere als eine gütige blaue Kugel im All. Die zweite Gefahrenfront ist des Menschen Werk. Es bedarf Techniken, um sich gegen die Natur zu behaupten und der Mensch geht dabei andere Risiken ein. Simpel ausgedrückt, man tauscht das Risiko im Winter zu erfrieren gegen das Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen. Aber ungeschützt zu erfrieren ist wohl mit 99%iger Sicherheit gegeben. Trotz iPad und Nano-Technologie sind wir unserer Instinkte nicht verlustig und haben den Höhleneingang immer im Blick. Irgendwas könnte uns erwischen. Ein Risiko ist immer gegeben.

    Je älter wir werden, desto größer die Phobien

    Gift im Essen, die Nahrungsmittelindustrie will uns umbringen. Weichmacher in chinesischem Spielzeug raffen unseren Nachwuchs dahin. Pestizid-Spuren auf Supermarkt-Äpfeln erschrecken die fürsorglichen Mütter (und steigern das Spendenaufkommen bei Greenpeace). Und wo sind eigentlich die Dioxin-Eier geblieben? Das sind einige Themen, die in den Medien für Aufruhr sorgen, aber wenig mit Todesfällen unterfüttert werden können. Ganz anders als eine Statistik, die nicht mal unter Vermischtes zu finden ist. Die täglich tödlichen Unfälle in der guten Stube, wenn zum Beispiel die Hausfrau beim Fensterputzen von der Leiter fällt und mit dem Kopf auf die Tischkante prallt. So traurig es ist, jährlich sterben rund 6000 Menschen bei Unfällen in der eigenen Wohnung allein in Deutschland.

    Womit festzustellen ist: Hausarbeit ist wesentlich gefahrenträchtiger als der Betrieb eines KKWs.

  31. @Quentin

    „Wohlfahrtsausschuss”

    …..in dessen Auftrag z.B. von Collot d’Herbois und Joseph Fouché in Lyon tausende Menschen abgeschlachtet wurden….

  32. BTW:

    Woher bitte weht jetzt der Wind?

  33. Na gut, wenn Sie als Todesopfer jemanden zählen, der mit 74 an ner Lungenkrankheit erkrankt und mit 75 stirbt, während er ohne die Krankheit 80 geworden wäre, dann kommen Sie vllt. auf diese Zahlen. Also ich finde das schlimmer mit 20 Schilddrüsenkrebs zu bekommen. Aber traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast

    Das mit dem früher sterben ist doch gerade ein Argument für Kernkraft:
    -Krebs aufgrund von Radioaktivität tritt in der Regeln erst nach einer Latenzzeit liegt bei etwa 40 Jahren auf, Läukemie etwa 15 Jahren
    -Schilddrüsenkrebs ist in Tschernobyl für 15 Tote verantwortlich(bis jetzt), diese hätte man durch korekte information der Bevölkerung zudem vermeiden können.
    - neuere Kernkraftwerke sind sicherer
    -ca 10 000 Menschen sterben jährlich in chinesischen Kohleminen(also sofort)
    -bei einem Staudammbruch sterben die Menschen auch sofort(halte aber auch hier das Risiko für akzeptabel gering)
    -Die Montage von Solarzellen auf Dächern ist nicht gerade ungefährlich(auch hier, sofortiger Tod)
    -Biomasse ist schon alleine mit dem Schadstoffausstoss gefährlicher als Gas und noch mehr Kernenergie
    hinzu kommen noch eine unbekannte Anzahl Menschen, die sich keine Nahrungsmittel mehr leisten können da der Nahrungsmittelpreis durch Biomasse steigt(langsamer Tod, auch nicht schön)
    -hinzu kommen bei der Biomasse Einbussen der Biodiversität da Monokulturen eigesetzt werden
    -Biomasse-->Rodung Regenwald

    ansonsten:http://nextbigfuture.com/2011/03/deaths-per-twh-by-energy-source.html
    selbst wenn man die 90 000 Tote von Greenpeace annimmt, steht Kernenergie besser da als Gas(ca. 1.5 Death/TWh)

  34. Wohlgemerkt, diese Behauptung…

    Na gut, wenn Sie als Todesopfer jemanden zählen, der mit 74 an ner Lungenkrankheit erkrankt und mit 75 stirbt, während er ohne die Krankheit 80 geworden wäre, dann kommen Sie vllt. auf diese Zahlen.

    …wurde von Skeptiker^2 frei erfunden.
    Um die Kohle rein zu waschen.
    Solche hypothetischen Rechnungen sind allerdings bei Ökologisten sehr beliebt, um angebliche Gefahren aufzubauschen. Greenpeace kommt so auf seine verrückten Propagandazahlen für die angeblichen Tschernobyl-Opfer. Wenn ich mir die Smogwolken in China ansehe, möchte ich stark bezweifeln, dass dort nur solche geringfügigen Pseudo-Gesundheitsgefahren durch Kohlefeuerung auftreten.
    Dass China energisch den massiven Ausbau seiner Kernenergie betreibt, dürfte mittelfristig vielen Millionen Chinesen das Leben retten.
    Dass es dazu keine Alternative gibt, etwa in Gestalt von Windrädern, ist genau so offensichtlich -- schliesslich ist Wind und PV nicht mal für uns bezahlbar, für das chinesische Volk aber schon gar nicht.
    Und die andere, so gerne propagierte Methode, die Energieenthaltsamkeit? Für einen chinesischen Arbeiter, der noch von früher weiss, was echter Hunger ist, ist allein die Vorstellung absurd, dass er freiwillig weiter in Armut leben soll, dass er sich all die tollen Sachen nicht kaufen soll, die er sich ENDLICH leisten kann. So einen Unfug wie Enthaltsamkeit kann nur der predigen, der sich selbst überfressen hat.

    @ Skeptiker^2:
    WSissen Sie, manchmal erscheinen Sie mir gar nicht unvernünftig, wie z.B. in Ihrem Beitrag # 20. Da diskutieren Sie und sind sachlich. Sie würden der Diskussion und vor allem sich selbst einen riesengrossen Gefallen tun, wenn Sie das jeweils gleich tun würden, anstatt regelmässig mit höchst agressiven Formulierungen einzusteigen und dann erst beim Rückzug auf Sachlichkeit umzusatteln. Dann bin ich nämlich auch viel netter.

  35. Uuii, das Wort ist starker Tobak, kann mir nicht vorstellen, dass der Schreiber dieser Zeilen den historischen Ursprung des Wortes “Wohlfahrtsausschuss” nicht kennt.

    Alle Anhänger totalitärer Ideologien sind mit einem bemerkenswerzem Talent dafür gesegnet, die negativen historischen Erfahrungen auszublenden. Diese werden ststs als bedauerliche Entgleisungen einer guten Sache interpretiert, die beim nächsten mal eben verhindert werden müssten.
    Sie übersehen leider zwei Dinge:
    1. Totalitäre Ideologien entgleisen IMMER -- es gibt kein einziges historisches Beispiel dafür, dass so etwas je funtioniert hätte.
    2. Ein gesellschaftliche Ordnung, die keine ausreichenden Schutzmechanismen vor Entgleisungen hat -- und das ist bei totalitären Regimes eben prinzipiell der Fall -- ist als Modell grundsätzlich ungeeignet

  36. @ Skeptiker^2:
    WSissen Sie, manchmal erscheinen Sie mir gar nicht unvernünftig, wie z.B. in Ihrem Beitrag # 20. Da diskutieren Sie und sind sachlich. Sie würden der Diskussion und vor allem sich selbst einen riesengrossen Gefallen tun, wenn Sie das jeweils gleich tun würden, anstatt regelmässig mit höchst agressiven Formulierungen einzusteigen und dann erst beim Rückzug auf Sachlichkeit umzusatteln. Dann bin ich nämlich auch viel netter.

    Erinnert mich an die Diskussion mit S. Hader zu Beginn seines Auftritts hier im Blog!
    MfG Jürgen Hartung

  37. Auch lustig oder?
    http://de.nachrichten.yahoo.com/blogs/reingezoomt/terrorgefahr-mauern-statt-klartext-165054230.html

  38. Im Grunde ist es doch ganz einfach. Durch Messdaten zeigt sich, dass der französische Strommix bezüglich CO2 Ausstoß deutlich günstiger ist als der deutsche Strommix.
    Deshalb ist es nur konsequent und realitätsorientiert, dass andere Länder sich Frankreich, mit dem niedrigeren CO2 Ausstoß, zum Vorbild zu nehmen und nicht den Ankündigungsweltmeister Deutschland mit dem höheren CO2 Ausstoß.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  39. # 37:
    Eine wirkliche Gefahr kann ich bei Zwischenlagern nicht erkennen.
    Solche Mauern können politisch begründet werden, da jeder Angriff, auch ein erfolgloser, eine extrem schlechte Presse nach sich ziehen würde und daher besser im Vorfeld durch Abschreckung vereitelt werden sollte.
    Aber rational betrachtet sind Castoren absolut sicher.
    Gewiss, eine Panzerabwehrwaffe grösseren Kaibers (Eine TOW beispielsweise) könnte bei einem direkten Treffer ein Loch machen. Aber die entstehende Kontamination könnte die örtliche Freiwillige Feuerwehr beseitigen. Um massive und großräumige Verstrahlungen zu erzeugen, muss das Zeug ja hoch in die Luft gebracht werden, als Gas, Nebel oder Staub, denn nur so verteilt es sich. Dazu sind aber riesige Eergiemengen notwendig, wie bei der unkontrollierten Kettenreaktion in Tschernobyl, die einen Aufwindkamin erzeugen.in dem die Radioisotope nach oben gerissen werden. Das klappt mit ein paar Kilo Sprengstoff nicht.
    Ein Flugzeugabsturz kann auch nichts ausrichten, das gäbe zwar einen Großbrand, aber es ist unmöglich einen Castor durch ein darauf stürzendes Flugzeug zu knacken: Das ist die Simulation eines Flugzeug-Einschlags unter den widrigsten Bedingungen, die man sich denken kann: Castor vs. Triebwerkswelle

    Es gibt aber, wenn man Kernkraft nicht mag, einen sehr guten Grund für solche Mauern: Nämlich dann, wenn man den EINDRUCK vermitteln möchte, dass so ein Lager etwas ganz gefährliches ist.

  40. @Tritium

    Deshalb wird auch der CASTOR immer wieder gestoppt. Denn wenn man der Logik mit den Flugzeugen folgt ist es unverantwortlich den Castor Transport zu stoppen, wenn er mal rollt, da das ja die Unfallwahrscheinlichkeit erhöht.

  41. Aprops rollender Castor:
    So sieht es aus, wenn die schwerste Güterzuglok im Inventar mit 160 km,/h auf das empfindlichste Teil eines Castor prallt: Castor vs. Güterzug
    Ergebnis: Der Castor blieb dicht!

    Und was das Anhalten betrifft, hier zeigt sich das Demokratieverständnis der ‘Anhalter’ unverhüllt: Demokratie ist nur so lange gut, wie das Abstimmungsergebnis zur eigenen Agenda passt. Wenn nicht, werden die antidemokratischen Sturmabteilungen mobilisiert.
    Polizei räumt Sitzblockaden gegen Stuttgart 21
    Trotz des positiven Votums der Volksabstimmung für Stuttgart 21 hält der Widerstand gegen das Milliardenprojekt an. Mit Sitzblockaden wollen Hunderte S21-Gegner das Absperren der Baustelle verhindern. Knapp 2000 Polizisten sind im Einsatz.

  42. @Tritium #39

    Es gibt aber, wenn man Kernkraft nicht mag, einen sehr guten Grund für solche Mauern: Nämlich dann, wenn man den EINDRUCK vermitteln möchte, dass so ein Lager etwas ganz gefährliches ist.

    …..vor allem, wenn man unter allen Umständen verhindern muss, dass die Angst der Menschen vor der „atomaren Apokalypse” abzunehmen droht, z.B. wenn immer mehr Menschen die ideologisierte, hysterische Mainstream-Berichterstattung über einen drohenden Super-Gau nicht mehr so recht ernst nehmen wollen.

    Insofern ist der Vergleich mit dem „antifaschistischen Schutzwall” doch nicht so verkehrt. Der wurde ja auch nur mit dem edlen und menschenfreundlichen Ziel errichtet, um die Menschen in dem tollen Arbeiter-und-Bauern-Paradies „DDR” vor dem pösen imperialistischen Klassenfeind im Westen zu beschützen – und dies wurde den Menschen quasi bis zur letzten Minute gepredigt.

    Nur leider (nee, Gott sei Dank!) ging der Schuss voll nach hinten los, wie das Ende dieses unrühmlichen Kapitels deutscher Geschichte letztendlich gezeigt hat, wenn auch erst nach 28 Jahren.

  43. Das selbe wurde uns ja mit dem angeblich nicht verfügbaren Endlager vorexerziert.
    Da wurde und wird verschleppt, blockiert, mit immer neuen Ticks verhindert, dass dieses wunderbare Argument gegen Kernkraft wertlos wird.
    Nicht dass ich ein Endlager wollte, denn wir brauchen keines, da es extrem dumm wäre, wervollen Brennstoff zu verbuddeln -- aber auch in der Hinsicht wurde ja getrickst: Durch das Verbot der Wiederaufarbeitung und andere Maßnahmen wurde mit voller Absicht die Menge und Gefährlichkeit des radioaktiven Abfalls vermehrt, um dann anklagend mit dem Finger darauf deuten zu können!

  44. Es ist sehr interessant für mich als Laie, die Kommentare hier durchzulesen: Informativ, gute Argumente…
    Ein Gedanke meinerseits: Dass die Unfallopfer bei anderen Energieerzeugungen den Linken (aber nicht nur den Linken) egal sind, hat sicher auch den Grund: Es sterben die Arbeiter, und das sind so gut wie nur Männer.
    LG

  45. Und hier mal der dümmliche Kommentar in der heutigen Ostseezeitung von der “atompolitischen” Sprecherin (was es nicht alles gibt) der Grünen-Fraktion im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl:

    Zitat Anfang “Die Mauern sind der neueste Beweis, das Atomkraft in vielerlei Hinsicht hochgefährlich ist” Zitat Ende

    Die Mauern sind also der neueste Beweis. Ich schmeiß mich weg. Soviel Blödheit auf einen Haufen. Das ist einfach nicht zu glauben.

    karl.seegert

  46. @karlchen

    Und hier mal der dümmliche Kommentar in der heutigen Ostseezeitung …..

    …..hi hi, die Ostseezeitung hat wohl ein Faible für solche Klöpse. In der Ausgabe vom 23. Feb. 2007 war damals als Illustration zu einem Klimakatastrophenbericht mit Schelli und Edi (PIK7) ein Bild vom Kraftwerk Jänschwalde abgedruckt. Darunter prangte als Bildunterschrift der Warnschrei:

    Die Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde stoßen massiv Wasserdampf aus. AUCH DER IST EIN KLIMAKILLER.

    Liebe Ostseezeitung, warum habt ihr euch nicht schon damals dafür eingesetzt, dass das IPCC den bösen Ozeanen endlich verbietet, dauernd Wasser zu verdampfen?

    Scheiß-Klimakiller H2O – dagegen ist ja CO2 Kinderkacke, nöch?

  47. Zitat Anfang “Die Mauern sind der neueste Beweis, das Atomkraft in vielerlei Hinsicht hochgefährlich ist” Zitat Ende

    Na, hab’ ich es nicht gesagt?

    Und hier ist der neueste Beweis, dass Wasserbomben in vielerlei Hinsicht hochgefählich sind.
    Klar, oder -- wenn sie nicht gefährlich wären, wäre ja kein Schutzanzug nötig!

  48. Lieber Karl,

    Soviel Blödheit auf einen Haufen …

    Ich fürchte nur, daß solche Argumentationen politisch effektiv sind; leider. mfG

  49. “Die Mauern sind der neueste Beweis, das Atomkraft in vielerlei Hinsicht hochgefährlich ist”

    Die Angst vor Gespenstern ist der Beweis für ihre Existenz.

  50. #46 Tim Hardenberg,

    Hallo Tim,

    Ja, ja, die OZ ist schon spitze ;-) Zu DDR Zeiten stramm auf Linie, genau wie heute, nichts hat sich geändert. Aber ich denke mal, andere “Qualitätsblätter” können da genauso gut.

    mfg
    karl.s

  51. Nicht dass ich ein Endlager wollte, denn wir brauchen keines, da es extrem dumm wäre, wervollen Brennstoff zu verbuddeln — aber auch in der Hinsicht wurde ja getrickst: Durch das Verbot der Wiederaufarbeitung und andere Maßnahmen wurde mit voller Absicht die Menge und Gefährlichkeit des radioaktiven Abfalls vermehrt, um dann anklagend mit dem Finger darauf deuten zu können!

    Da wäre ich vorsichtiger, ich halte es für falsch, ein Problem durch eine zukünftige Technologie lösen zu wollen.
    Damit man den radioaktiven Abfall für die Energienutzung verwenden kann(abgesehen von der aktuellen Wiederaufbereitung), müssen noch Transmutationsanlagen entwickelt werden und es muss möglich sein, die Transurane abzutrennen.
    Hinzu kommt noch, dass dieses Verfahren womöglich teurer(Wiederaufbereitung) ist als, ein geologisches Tiefenlager zu bauen.
    Auch wenn man radioaktiven Abfall transmutieren kann, ist es immer noch Notwendig die Spaltprodukte für 500-1000 Jahre sicher zu Lagern.
    Aus diesem Standpunkt befürworte ich ein geologisches Tiefenlager das auf eine Dauer von 200 000 Jahre ausgelegt ist.
    (Natürlich nach dem Prinzip der Rückholbarkeit)
    Hinzu kommt, dass bei hochaktivem Abfall nach 1000 Jahren nur noch 1% der Strahlung vorhanden ist, die beim Einlagern vorhanden war. Die Stahlbehälter sollten etwa 15 000 Jahre halten, man geht vorsichtshalber aber davon aus, dass diese bereits nach 1000 Jahren das radioaktive Material nicht mehr zurückhalten. Dann sind aber praktisch alle Spaltprodukte schon zerfallen und es sind praktisch nur noch Transurane vorhanden(Hauptsächlich Americium und Plutonium). Ich weiss, dass Plutonium praktisch nicht durch den Betonit oder den Opalinuston diffundiert(auch unter sehr schlechten Bedingungen) und beim Tiefenlager eigentlich kein Problem darstellt. Beim Americium kenne ich die Umstände nicht so genau, dieses ist jedoch nach 5000 Jahren auch praktisch verschwunden.

    Ich weiss, bei der Problematik der radioaktiven Abfälle wurde oft dramatisiert und übertrieben, jedoch darf man das Thema auch nicht verharmlosen. Es ist ein Problem, es ist aber mit heutigem Wissensstand lösbar ohne das Mensch und Umwelt zu Schaden kommt.

  52. #51. T. Mollet

    Ich weiss, bei der Problematik der radioaktiven Abfälle wurde oft dramatisiert und übertrieben, jedoch darf man das Thema auch nicht verharmlosen. Es ist ein Problem, es ist aber mit heutigem Wissensstand lösbar ohne das Mensch und Umwelt zu Schaden kommt.

    Dazu wäre es aber notwendig, die ideologischen Scheuklappen abzulegen. Und das sehe ich in “D” bis auf weiteres nicht. Aber wir werden sicher noch erleben, wie pragmatisch man dieses Thema außerhalb unserer Ökorepublik angeht.

    gruß
    karl.s

  53. Damit man den radioaktiven Abfall für die Energienutzung verwenden kann(abgesehen von der aktuellen Wiederaufbereitung), müssen noch Transmutationsanlagen entwickelt werden und es muss möglich sein, die Transurane abzutrennen

    Nein, die Technik gibt es: ‘Schnelle’ Reaktoren verheizen die Actiniden (Und das ist vor allem das Plutonium) praktisch restlos. Da bleiben nur Isotope zurück, die entweder sehr kurzlebig sind oder so langlebig, dass sie nicht stärker als natürliche Isotope strahlen. Stichworte: ‘Actinide Burner’. Das hier ist ganz gut. ‘Actinidenbrenner’ gibt auch brauchbare deutsche Beschreibungen.

  54. Ich weiss, dass Plutonium praktisch nicht durch den Betonit oder den Opalinuston diffundiert(auch unter sehr schlechten Bedingungen) und beim Tiefenlager eigentlich kein Problem darstellt.

    Das ist völlig richtig. Wir wissen von ‘Oklo-Reakto’r, dass die kritischen Spaltprodukte praktisch überhaupt nicht migrierten:

    obwohl keinerlei technische Barrieren und keinerlei optimierte geologische Bedingungen ein Ausbreiten von Spaltprodukten und Plutonium verhinderten, lässt sich zeigen, dass Uran, Neptunium, Plutonium, Niob, Yttrium, Technetium, Zirkonium, und die seltenen Erdmetalle an der ursprünglichen Stelle verblieben sind

  55. Nein, die Technik gibt es: ‘Schnelle’ Reaktoren verheizen die Actiniden (Und das ist vor allem das Plutonium) praktisch restlos. Da bleiben nur Isotope zurück, die entweder sehr kurzlebig sind oder so langlebig, dass sie nicht stärker als natürliche Isotope strahlen. Stichworte: ‘Actinide Burner’. Das hier ist ganz gut. ‘Actinidenbrenner’ gibt auch brauchbare deutsche Beschreibungen.

    Mir ist bewusst, dass es sehr erfolgsversprechende Konzepte gibt, leider sind diese noch mindestens ein Jahrzehnt von der Marktreife entfernt. Ausserdem muss man die Actinoiden noch abtrennen. Da ist es wahrscheinlich viel günstiger einfach natürliches Uran oder Thorium zu verwenden. Wie bereits gesagt muss auch dieser Abfall noch für eine sehr lange Zeit gelagert werden(500-1000 Jahre). Also braucht man so oder so ein geologisches Tiefenlager.

  56. Nun, 1000 Jahre sind aber beherrschbar!
    Die Pyramiden sind älter. Das sind also Zeiträume, die tatsächlich überschaubar sind und das kann man auch ‘dem Volk’ vermitteln. Im Grunde kannst das auch mit Castoren oberirdisch machen. Die halten das aus und der Inhalt lohnt sich für niemenden, die will keiner knacken -- es wäre nämlich sehr viel einfacher und wirkungsvoller, eine entsprechende Quantität Nervenkapfstoffe herzustellen, wenn jemand was übles will. Das lässt sich heute schon nicht verhindern, Phosphorsäureester kann jeder.
    Oder meinst, der kleine Kim Jong Un hätte keine? Die nordkoreanische Atombombe ist mit Sicherheit nicht das gefährlichste. Die Artilleriegranten mit C-Kampfstoffen, die er bis nach Seoul schiessen kann, dürften ein weit schwerwiegenderes Problem sein.

  57. @tritium #56
    Wenn man nach der Geschichte geht, sind 1000 Jahre nicht beherrschbar. Es ist einfach nicht vorherzusehen, was in einem solchen Zeitraum passiert. Atommüll verwandelt sich ja in solchen Zeiträumen immer mehr in Wertstoffe. Plutonium ist ja extrem wertvoll und der Anteil von Plutonium wird ja immer höher. Vor dem Hintergrund sollte man das auf jeden Fall nicht für die Ewigkeit verbuddeln. Die Frage ist nur, wie wird die menschliche Entwicklung weitergehen? Gibt es Fortschritt, dann wird der Atommüll künftigen Generationen von Nutzen sein, gibt es noch ein paar Rollen rückwärts, dann werden zukünftige Generationen mit Hilfe von windgetriebenen Hämmern unsere schönen Castoren zertrümmern und die Folgen würden die Reste der noch überlebenden Menschheit zerstören. Das scheint jedenfalls die offizielle Astrologie unserer Regierenden zu sein.
    Aber Spass beiseite, wir wissen das wirklich nicht. Können nur darauf hoffen, dass die menschliche Entwicklung weiter positiv verläuft, aber da hat es immer Dellen drin gegeben.

  58. # 57:
    Ich glaube, da liegt jezt ein Irrtum vor:
    Die Abfälle eines Actinidenbrenners enthalten kein Plutonium. Sie enthalten praktisch überhaupt keine Transurane und auch kein Uran. Diese Abfälle sind ausgelutscht. Ihnen wurde sämtliche Fissionsenergie entzogen und daher sind sie völlig wertlos -- auch in Zukunft!
    Sie könnten allenfalls noch für kurze Zeit dazu dienen, eine ‘schmutzige’ Terrorwaffe herzustellen. Zu Herbeiführung einer nuklearen Kettenreaktion sind sie allerdings in keiner Weise einsetzbar. Am ehesten könnte man sie mit Chemieabfällen mittlerer Gefährlichkeit vergleichen, wie wir sie ohnehin im Megatonnen-Maßstab routinemässig vergraben -- und die bleiben viel länger gefährlich!

  59. Wir brauchen uns keine Sorgen um die nächsten tausend Jahre machen. Wie überall ist auch mit Fortschritt in der Technik zu rechnen, es genügt also völlig sicher zu stellen, dass der derzeitige Atommüll, sagen wir mal rund 50 Jahre sicher gelagert werden kann. Vergraben ist auf jeden Fall Blödsinn.

    Zwei Texte, die sind, glaube ich, hier noch nicht verlinkt worden, passen aber gut:
    Atomangst? Nein danke!
    Thorium – Der Brennstoff der Zukunft

    Inzwischen machen sich die Deutschen mit ihrer Angst vor der Kernkraft bei den Nachbarn so richtig lächerlich. Dort teilt man die deutschen Ängste keineswegs. Der Spiegel nannte dies, aus Sicht der Nachbarn: Die Nervensägen von nebenan. Da geht es um geplante neue Kernkraftwerke in den Niederlanden und in Polen.

  60. Wir brauchen uns keine Sorgen um die nächsten tausend Jahre machen. Wie überall ist auch mit Fortschritt in der Technik zu rechnen, es genügt also völlig sicher zu stellen, dass der derzeitige Atommüll, sagen wir mal rund 50 Jahre sicher gelagert werden kann. Vergraben ist auf jeden Fall Blödsinn.

    Ich bin da anderer Meinung, bereits Brennelemente aus der Wiederaufbereitung sind derzeit teurer als Brennelemente aus natürlichem Uran. Wenn jetzt noch neuere Kernkraftwerke wie der LFTR kommen und Thorium verwenden, ist die Wiederverwendung von diesem Material viel teurer. Zudem ist es auch noch nicht möglich, alle Actinoide mit den heute Verwendeten verfahren abzutrennen. Insgesamt dürfte es auch für den Kraftwerksbetreiber der Zukunft günstiger sein, Brennstoff natürlicher Herkunft zu verwenden. Hinzu kommt, dass diese Verfahren alle noch in der Entwicklung sind und ich es Falsch halte dieses Problem mit einer Zukünftigen Technik zu lösen(wie z.B. Speicher bei den Regenerativen).
    Hinzu kommt, dass selbst mit der Transmutation für 1000 Jahre ein geologisches Tiefenlager notwendig ist.
    Immerhin hat man es hier mit Stoffen zu tun, die bereits im Mikrogrammbereich tödlich sind.

  61. @ T. Mollet:
    Wir sollten nun aber nicht wirtschaftliche mit sicherheitstechnischen Aspekten zu sehr vermengen.
    Richtig ist, dass die LWR mit Wegwerfbrennstäben, also das derzeitige Modell, den Betreibern sehr entgegen kommt:
    Es ist für die Betreiber die billigste Variante, sowohl beim Einkauf als auch bei der Entsorgung, denn die bleibt ja am Staat hängen, der die gesamte Verantwortung trägt.*
    Ich bin aber keineswegs völlig gegen dirigistische Eingriffe. Der Staat kann sehr wohl, begründet durch Interessen des Gemeinwohls, auf Reaktortypen bestehen, die die Entsorgung gleich mit übernehmen, Da die Brennstoffkosten in der Gesamtbilanz ziemlich unerheblich sind, hat das auch kaum Auswirkungen auf die Strompreise -- jedenfalls viel geringere als die durch das EEG! Und gegen ein paar Zehntelcent hat wohl niemand etwas einzuwenden, wenn dafür die Menge des radioaktiven Abfalls sowie seine Lagerdauer drastisch reduziert wird.

    Sicherheitstechnisch sind Begriffe wie ‘Mikrogramm ist tödlich’ irrelevant. Sehr viel vernünftiger ist es, zu sagen: “Was nicht stärker strahlt als natürliche Lagerstätten mit radioaktiven Material, ist ungefährlich geworden”.
    Das lässt sich mit den Actinidenbrennern in sehr überschaubaren Zeiträumen erreichen. Ich sagte ja bereits: Die Pyramiden sind weit älter als die nötige Lagerdauer der Radioisotope. Es ist absolut kein Problem, dafür ein trockenes Bergwerk in stabiler geologischer Lage zu nehmen und dann den Schacht zu verschliessen. Es ist auch absolut kein Problem, die Reste zu verglasen und dann im Marianengraben zu versenken. In beiden Fällen ist es SICHER, dass in den nächsten tausend Jahren nichts davon in die Biospäre gelangt und danach ist es egal.
    Es ist auch völlig gleichgültig, wie sich die Menschheit entwickelt. Der Zusammenbruch des Imperiums und das folgende ‘finstere Mittelalter’ ist zwar ein spezifisch europäisches Trauma, seine Wiederholung ist angesichts der globalen Vernetzung von Kulturräumen auch kaum vorstellbar, aber selbst im Fall der Fälle gäbe es, wie ich oben bereits ausführte, absolut kein Motiv, dafür, diese Abfälle wieder auszugraben. Was auf dem Grund des Marianengrabens liegt, lässt sich auch sowieso nicht mehr zurück holen.

    *Wobei anzumerken ist, dass der ehemalige Betreiber der Staat selbst war. Dies nur, um möglichen Verschwörungstheorien der bösen Kapitalistenlobby die Spitze zu nehmen. Die KKWs wurden vom Staat errichtet und betrieben und ohne Not mit dem Willen der Bürger an Privatunternehmer verkauft, um auf die schnelle die klammen öffentlichen Kassen zu sanieren. Erst das Tafelsilber verscherbeln und sich dann beschweren, dass die Käufer mit silbernen Löffeln essen, ist einfach eine dumme Neidhammeligkeit.

  62. @Tritium
    Ich sollte vielleicht anmerken, dass ich mich auf das Konzept der Schweiz beziehe.
    Es gibt da glaub 3 fundamentale Unterschiede:
    -Die Entsorgung und der Rückbau der Kernkraftwerke wird von den Kraftwerksbetreibern bezahlt, welche die Kosten auf die Stromkunden abwälzen(ca. 1 Rp./pro kWh).

    -Als Wirtsgestein soll der Opalinuston verwendet werden. Dieser ist Wasserundurchlässig und bindet die meisten Nuklide.
    -Das Prinzip der Rückholbarkeit ist im Gesetz verankert, es muss also möglich sein, wärend der überwachungsphase mit geringem Aufwand den Abfall herauszuholen. Später ist ein wenig grösserer Aufwand notwendig, aber es ist immer noch möglich.

    Wie bereits gesagt, sind erste Transmuationsanlagen zu Testzwecken in Bau(im belgischen Mol), jedoch stellt das Hauptproblem der Transmutation nicht der Reaktor dar, sondern das Herauslösen von Americium und co.
    Wie bereits gesagt, halte ich es nicht für richtig, das Problem der radioaktiven Abfälle mit der Technologie der Zukunft zu lösen, auch wenn man der festen Überzeugung ist, dass diese entwickelt werden.
    Sicherheitstechnisch ist es zudem sicherer den Abfall in der Tiefe in einem geeigneten Wirtsgestein zu lagern, als an der Oberfläche.

  63. @ T. Mollet:
    Nun ja, die ersten experimentellen Reaktoren wurden schon vor 60 Jahren erfolgreich gebaut:
    SFRs are the most technologically developed of the six Generation IV systems. SFRs have been built and operated in France, Japan, Germany, the U.K., Russia or the U.S.S.R., and the U.S. Demonstration plants ranged from 1.1 MWth (at EBR-I in 1951) to 1200 MWe (at SuperPhenix in 1985), and sodium-cooled reactors are operating today in Japan, France, and Russia [1-3]. The SFR system is the nearest-term actinide management system in the Generation IV portfolio, estimated to be deployable by 2020.

    Im Gen. IV Programm sind allein 3 verschiedene Actinidenbrenner beteiligt: Der SFR (Natriumgekühlter schneller Reaktor, der MSR (Flüssigsalz-Reaktor) und der LFR (Bleigekühlter schneller Reaktor).
    Für den SFR bietet sichsogar eine pyrometallurgische Aufarbeitung an, die direkt vor Ort geschehen kann:
    There are two primary fuel cycle technology options for the SFR: (1) an advanced aqueous process, and (2) the pyroprocess, which derives from the term, pyrometallurgical process. Both processes have similar objectives: (1) recovery and recycle of 99.9% of the actinides,
    Bitte beachten Sie: Eine Reduktion der Actiniden um 99,9% entspricht im Fall des Plutoniums einer Abklingdauer von 250.000 Jahren -- Anders ausgedrückt: Der radioaktive Abfall des SFR strahlt frisch so schwach wie Leichtwasser-Reaktorabfall nach 250.000 Jahren. 99,9% Abklingung entspricht 10 Halbwertzeiten (1:1024 bzw 2^10). Das ist aber genau der Wert, der üblicherweise verwendet wird, um radioaktive Strahlung als ‘abgeklungen’ zu bewerten: Der Stoff stellt dann kein nennenswertes Risiko mehr dar (Wir werfen z.B unsere 131I-Laborabfälle (HWZ 8 Tage) nach 80 Tagen = 10 x HWZ in den gewöhnlichen Hausmüll -- natürlich ganz legal!)

  64. Ich begrüße, dass der Terrorschutz der Zwischenlager deutlich verbessert wird. Schließlich ist die Terrorgefahr in den letzten Monaten auch deutlich gestiegen! Denke ich daran, dass Greenpeace-Aktivisten vor kurzem versucht haben, in Kernkraftwerke einzudringen oder daran, dass Atomkraftgegner wiederholt nicht nur versucht haben, die Schienen, auf denen der Castortransport durchgeführt werden könnte, zu sabotieren, so ist solchen Terroristen auch ein Angriff auf ein Zwischenlager zuzutrauen! Da grenzenlose Dummheit in Verbindung mit missionarischem Eifer nicht davor schützt, sich oder andere zu gefährden sondern diese Gefahr eher erhöht, ist m.E. ein verstärkter Schutz von Zwischenlagern unumgänglich!

  65. @tritium #58
    Wir haben uns da wohl wirklich missverstanden. Ich ging von den Überresten aus, die im Moment entstehen. Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, sie auf Ewigkeit zu entsorgen. Da gibt es sicher Möglichkeiten zu. Die Tiefseeebenen wären z.B. eine Möglichkeit. Dicke Sedimentschichten, geologisch lange Stabilität und wenn alles schief geht viel Meer zur Verdünnung drum herum. Ihre Actinidenbrenner sind ja eher Zukunft. Mir ging es eher darum ob man Zeiträume wirklich angeben kann, in denen man davon ausgehen kann, dass gefährliche Rückstände nicht zu Schäden führen. Ich glaube, das geht nicht, wenn man sie irgendwie zugänglich lagert. Mag zwar nicht die momentane Irrationalität im Ernergierbereich als Indikator anführen, aber es drängt sich auf. Mit dem Problem, dass wir nichts auf 1000 Jahre schon auf Grund nicht einschätzbarer Entwicklung von menschlichen Aktivitäten abschätzen können, müssen wir einfach leben.

  66. T. Mollet und Tritium,

    nur ganz kurz. Sie diskutieren auf einem sehr hohen Niveau sachlich, konstruktiv und auch wohlwollend gegensätzliche Ansichten. Das ist sehr informativ, auch wenn ich nicht weiß, wer von Ihnen recht hat (vielleicht Sie beide, irgendwo?)

    Auf jeden Fall möchte ich anderen Kommentatoren, die hier andere Ansichten äußern, dringend bitten, sich diese Art der Diskussion zum Vorbild zu nehmen!

    Chris Frey

  67. @ Chris Frey:
    Vielen Dank für die Blumen :-)
    Das sage ich sicher auch im Namen meines Kontrahenten, wodurch wenigstens eine Gemeinsamkeit vorhanden wäre ;-)

    Recht und Unrecht -- nun ja, wir haben unterschiedliche Sichtweisen.
    Es ist zum Beispiel legitim, zu sagen, die Abfälle müssen rückholbar sein. Ich kann aber bei den Abfällen aus einem schnellen Brüter eigentlich keinen Grund dafür sehen, weil die ja nukleartechnisch gesehen ‘taub’ sind, da ist nichts mehr drin, das ist reine Schlacke.
    Ich sehe auch das Entwicklungsproblem anders. Gewiss, es gibt noch keinen wirklichen ‘Transmutations-Reaktor’. Aber das Konzept ist erprobt, Schnelle Brüter, die praktisch die gleiche Familie sind, laufen schon lange.
    Vor allem aber betreten wir nirgends wirklich Neuland: Die Werkstoffe und Technologien, die wir für die Leichtwasser-Reaktoren entwickelten, haben uns enormes Erfahrungswissen gegeben, das wir in vielen Fällen 1:1 übernehmen können..
    Deshalb sehe ich für die nahe Zukunft keine Probleme bei der Entwicklung der Actinidenbrenner, jedenfalls keine, die den Zeitplan gefährden könnten. Bis dahin liegt das Abfallmaterial aus den LWR aber in den Castoren gut und sicher. Dass andere das aber misstrauischer sehen, dafür habe ich volles Verständnis.
    Wissen Sie, ich habe ein paar solcher Entwicklungsreihen betrachtet und habe sehr grosses Vertrauen in die Ingenieure, wenn man sie nicht vor unsinnige und unmögliche Aufgaben setzt.
    Ich denke da vor allem an das historische ‘Manhattan Project’, den Bau der ersten Atombombe. Was da in wenigen kurzen Jahre buchstäblich aus dem Boden gestampft wurde, ist Stoff für Legenden! Das können wir auch und erst recht im Frieden! Wir müssen nur wollen! Wir müssen keine riesigen Mengen knapper Metalle und Rohstoffe (und Menschen!) mehr zu Kanonenfutter verarbeiten, wie damals, sondern könnten aus dem Vollen schöpfen.
    Um so merkwürdiger (und geradezu abstossend) ist es, zusehen zu müssen, wie wir uns selbst mehr Schaden zufügen als ein grimmiger Feind, durch Verblendung, ideologischen Fundamentalismus und schiere Dummheit.
    Wenn das nicht wäre, könnten wir nach den Sternen greifen!
    Und deshalb bin ich eben doch weitaus optimistischer als mein geschätzter Kontrahent.

  68. #67 Tritium

    Wenn das nicht wäre, könnten wir nach den Sternen greifen!

    Guten Morgen Tritium,

    Ja, das könnten wir, wenn, ja wenn das Wörtchen wenn nicht wäre. Aber ist das nicht auch irgendwo unsere “Bestimmung”, nach den den Sternen zu greifen? Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich meine ja.

    gruß
    karl.s

  69. Hallo Chris mein Freund.

    Tja, so sollte eine Diskussion auch laufen, mich wundert nur, das bisher die einmschlägig bekannten Antifanten noch nicht aufgeschlagen sind.
    Da ja Onkel Heinz von den Atomdingens nicht so wirklich Ahnung hat, (ausser angelesenes Zeuch) hab ick mir hier auch fein artig rausgehalten um die lesenswerte Diskussion nicht zu stören, man muss halt nicht überall seinen Senf dazu geben, gelle.

    Einzig und alleine beschäftigt mich hier nur eine Frage, wie weit würden die Antifanten wirklich gehen um ihre Thesen medienträchtig an den Mann/Frau zu bringen, würden die wirklich versuchen irgendwelche Atomanlagen zu stürmen, obwohl se panische Angst vor Strahlung haben?
    Oder ist es nicht eher so, das diese Typen diese Anlagen stürmen können, weil die im Prinzip sicher sind und denen nix passieren kann oder sind die so bescheuert wie Greenpeace mit Gummiboote gegen Walfänger vorzugehen, wo auch mal der Tod eines Aktivisten mit einkalkuliert wird?
    Nun ja, so richtig ins Oberstübchen eines Fanatikers kann keiner hineinsehen, ergo muss man bei diesen Leuten aufs Schlimmste gefasst sein, …..leider.
    MfG
    Heinz Eng

  70. Aber ist das nicht auch irgendwo unsere “Bestimmung”, nach den den Sternen zu greifen?

    Es ist unausweichlich.
    Man kann es Bestimmung nennen oder Zwang, je nach dem.
    Ikaros wird noch oft stürzen, aber Prometheus wird letztendlich die Fackel erheben.

  71. Nun, H. G. Wells bringt es so auf den Punkt:

    = Es gibt keinen Weg zurück in die Vergangenheit. Wir haben die Wahl zwischen dem Universum -- und nichts. =

  72. Danke für dieses kluge Zitat! :-)

  73. #71. Carl M.

    Es gibt keinen Weg zurück in die Vergangenheit. Wir haben die Wahl zwischen dem Universum — und nichts

    .

    Genau, Carl. Das gilt für uns als rational denkende Menschen, nicht jedoch für unsere ökölogisch geprägten Kleingeister und Gutmenschen. Technologischer Fortschritt ist für diese Leute Teufelszeug, wohlwissend dass dadurch Wohlstand weltweit und für alle geschaffen werden kann. Aber weil damit der Einfluß (Macht) des Gutmenschen zurückgeht, wird er natürlich alles daran setzen, dies zu verhindern und wählt wie selbstverständlich das nichts.

    gruß
    karl.s

  74. Vielleicht solle man einmal näher an Prometheus anknüpfen:
    Er was ein Gott, ein Titan. Und er brachte den Menschen, die seine Schöpfung waren, das Feuer, welches er den Göttern stahl.
    Eigentlich eine Metapher für den Ingenieur, nicht wahr?
    Sind die Menschen denn nicht die Geschöpfe der Technologien, die sie schufen und welche in Wechselwirkung dann den Menschen umformten? Hat das nicht mit dem ersten spitzen Stock, dem ersten geworfenen Stein begonnen? Und ist nicht das Feuer das, was uns zu Menschen machte?

    Prometheus erweckte duch die Gabe des Feuers den Zorn der Götter.
    Neben den Ingenieuren gab es immer die Schamanen, die zwar nichts praktisches zum Fortschritt beitrugen, aber dank ihrer ‘Moral’ die Führung beanspruchten und neidisch auf die blickten, die an ihrer Führungsrolle rüttelten indem sie wunderbare Neuheiten präsentierten. Dies wurde von den Schamanen als Angriff auf ihre eigene Position -- und die eigenen ‘Wunder’! -- gesehen.
    Vergleichen wir mal: Einer Legende zufolge speiste Jesus 5000 Menschen für einen Tag.
    Fritz Haber (der Wissenschaftler) und Carl Bosch (Der Ingenieur) speisen heute 5 Milliarden Menschen jeden Tag*!

    Die Schamanen übten furchtbare Rache: Sie liessen die Götter Prometheus an einen Felsen binden und ihm täglich die Leber von einem Adler zerfressen, als Warnung; so, wie später Galilei von der Inquisition aus dem Verkehr gezogen wurde und viele andere.
    Aber das Feuer konnte den Menschen niemand mehr nehmen! Es blieb und selbst die Strafe musste ausgesetzt werden. Nur symbolisch trägt Prometheus noch einen Ring mit einem Stein des Felsens, an den er gekettet war -- Symbol dafür, dass die Schamanen ihre Vorrangstellung halten konnten und es schafften, dank ihres hemmungslosen Machttriebs weiter als ‘Führer’ zu posieren.

    Doch wer sind die wirklichen Führer? Nicht die, die auf der Bühne stehen! Es sind die, die den Fortschritt machen, die unser Wissen vermehren und unser Können. Die, die angeblich ‘führen’, können nur nehmen, was ihnen von den Ingenieuren gegeben wird.
    Auch dazu ein Beispiel, wieder spielen Haber und Bosch die Hauptrolle:
    Die Ammoniaksynthese wurde kurz vor dem ersten Weltkrieg grosstechnisch realisiert. Ohne synthetischen Ammoniak gibt es aber auch keine synthetische Salpetersäure mit dem Ostwald-Verfahren und ohne die keinen Sprengstoff!
    Vor der Erfindung der Ammoniaksynthese war die einzige nennenswerte Quelle für den Salpeter die Atacama-Wüste in Chile. Die Schiffahrtsrouten dorthin befanden sich aber in der Hand der Royal Navy. Wären Haber und Bosch nicht gewesen, hätte Wilhelm II seinen Schnurrbart noch so zwirbeln können: Der Krieg wäre mangels Munition für Deutschland nach 3 -- 6 Monaten zu ende gewesen. Das hätte natürlich auch bedeutet, dass es nie einen Hitler und wohl auch keinen Zweiten Weltkrieg gegeben hätte.
    Wer hat also wirklich Geschichte gemacht? Wilhelm II? Hitler? Oder Haber und Bosch?

    * Der synthetische Ammoniak ist die Grundlage des Stickstoffdüngers. Dieser wiederum ist entscheidend für die Agrar-Revolution im Gefolge der Liebig’schen Agrochemie.

  75. Hallo zusammen,

    noch ein paar Anmerkungen zum Erdbeben und zum Tsunami in Japan. Ich hätte gerne mal ein paar Zahlen zur Umweltbelastung durch zerstörte Chemieanlagen, weggeschwemmte Heizöltanks, zerstörte Raffinerien … .
    Weiter frage ich mich, warum es nur in Deutschland zu einer solchen Medienberichterstattung kommen konnte, die menschenverachtender ja kaum sein konnte. 20000 Tote, hunderttausende Verletzte und Obdachlose und bei uns nur Fukushima, sehr eigenartig.

    Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht, wie viele Arbeitsplätze der Atomaustieg gekostet hat? Und wo bleibt den das Endlager für die ganzen Chemieabfälle?

  76. @Moro
    Ich beginn mal mit Deiner letzten Frage.

    Untertagedeponie Herfa-Neurode

    Herfa-Neurode ist eine Klasse-IV-Deponie. Das heißt, dass die dort gelagerten Abfälle einem besonderen Überwachungsbedarf unterliegen. In der Deponie lagern etwa 2,7 Mio. Tonnen Giftmüll, davon 220.000 Tonnen quecksilberhaltige Abfälle, 127.000 Tonnen Cyanid-Abfall, 690.000 Tonnen Abfall, der mit polychlorierten Dibenzodioxine und Dibenzofurane verseucht ist und 83.000 Tonnen arsenhaltiger Abfälle……..

    Tja, über die menschenverachtende Medienseuche die nach den Tsunami in Deutschland angelaufen ist, ham wa uns hier im Blog schon so oft ausgekotzt das wir inzwischen heiser geworden sind, einfach mal Suchfunktion bemühen, da werden Sie geholfen.
    Merke:
    Tote durch Naturkatastrophen sind ganz normal und nicht dringend erwähnenswert, Tote durch künstliche Kern- Strahlung ist das deutliche Anzeichen eines menschenverachtenden monopolkapitalistischen Systems von verachtenswerten Atomlobbyisten, die brutalen Einfluss auf die politische Willensbildung ausüben.

    Ehrlich gesagt, ick hab kein Bock mehr dagegen anzugehen, die Fanatiker interessiert das sowieso nicht und der Rest der Deutschen hat eh Angst vor dem pösen Atom, jahrzehntelange Umerziehung zeigt halt heute seine Wirkung, da werden wir hier auch nix mehr dran ändern.
    MfG
    Heinz Eng

  77. Glaubt ihr noch oder ökoreligiert ihr schon?

  78. Langsam dämmert es auch den freundlichsten Medien
    Der Ausstieg aus der Atomkraft als Wende ohne Energie

  79. #67 u. langer

    Ich begrüße, dass der Terrorschutz der Zwischenlager deutlich verbessert wird. Schließlich ist die Terrorgefahr in den letzten Monaten auch deutlich gestiegen! Denke ich daran, dass Greenpeace-Aktivisten vor kurzem versucht haben, in Kernkraftwerke einzudringen oder daran, dass Atomkraftgegner wiederholt nicht nur versucht haben, die Schienen, auf denen der Castortransport durchgeführt werden könnte, zu sabotieren, so ist solchen Terroristen auch ein Angriff auf ein Zwischenlager zuzutrauen! Da grenzenlose Dummheit in Verbindung mit missionarischem Eifer nicht davor schützt, sich oder andere zu gefährden sondern diese Gefahr eher erhöht, ist m.E. ein verstärkter Schutz von Zwischenlagern unumgänglich!

    genau so muss man auf ‘grünen’ vorwürfe hinsichtlich der nun erneut bewiesenen gefahrlichkeit antwort!

    find ich gut :)

    lg
    micha

  80. #78 moosgeist,

    Claudia Kemfert, lt Aussagen von Rösler auf dem Dreikönigstreffen, Mitglied der Zeugen Jehovas sprich Club of Rome:

    Auch die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Claudia Kemfert, sagte dem Abendblatt, das EEG habe sich bewährt und viele Länder in der EU hätten das Gesetz kopiert. “Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss ja weiter gehen, sonst werden wir die Ziele nicht erfüllen. Zudem werden die Vergütungen für die erneuerbaren Energien ja immer mehr angepasst und gesenkt, je wettbewerbsfähiger die einzelnen erneuerbaren Energien werden.”

    Die muß es wissen, als Energieexperte :
    Sie sagt auch so wichtige Dinge wie:

    Wenn Wasser und Energie knapp werden und Wüsten sich weiter ausbreiten, wird das Chinas Entwicklung massiv beeinträchtigen.

    Quelle: diw.de

  81. Der überhastete Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland könnte das Land 2030 etwa 1,7 Billionen €uro kosten, das entspräche 2/3 des BIP des Jahres 2011. Der Preis ist heiß und wie immer ist der Dumme der Steuerzahler und der Energiekunde.
    Gleichzeitig warnt der erste Netzbetreiber vor einem Flächendeckenden Blackout und mahnt Stromsparen bei der Bevölkerung an und Abschaltungen von Industriebetrieben.

  82. …Der überhastete Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland könnte das Land 2030 etwa 1,7 Billionen €uro kosten, …

    Das sind pro Bundesbürger doch nur schlappe 20.000 €!
    Aber halt!
    Für eine Familie sind es in den kommenden 18 Jahren 80.000 €.
    Das heisst:
    Häuschen bauen
    Neues Auto kaufen
    Urlaubsreisen.
    Für einen Hartzer würde es schlicht HUNGER heissen!
    Und dann ist ja erst mal nur das Jahr 2030 da -- Die richtigen Kosten kommen dann erst noch!
    Und es ist auch nur ein Teil der Kosten, denn gleichzeitig wird die ‘Jobmaschine’ EE ihren wahren Charakter als Jobvernichtungsmaschine zeigen.

    Das Szenario von Siemens heisst schlicht: Wir haben in Deutschland deutlich vor dem Jahr 2030 mit Revolten zu rechnen, wenn der Kurs fortgesetzt wird. Fortgesetzt werden kann er de facto nur durch einen Staatsstreich. Aber ob dann die Bundeswehr auf Demonstranten schiesst?
    Glücklicherweise wird sich diese Frage allerdings nicht wirklich ernsthaft stellen, weil schon lange vorher unsere Nachbarn massiv eingreifen werden, denn so ein Deutschland können die sich nicht leisten, sie können es nicht dulden und sie werden notfalls sogar Gewalt anwenden; die alten Erinnerungen an ein radikalisiertes Deutschland sind noch tief verankert!

  83. Jetzt knallt der Umweltzwerg total durch

    Klimaschutz ist neue «Weltordnungspolitik
    Bonn -- Auf die globale Erderwärmung kann es nach den Worten von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) nur eine «globale Antwort» geben. Der Klimaschutz sei eine neue «Weltordnungspolitik», sagte Röttgen am Donnerstag in Bonn auf einer internationalen Völkerrechtskonferenz.

    Dies bedeute auch: «Alle müssen ins Boot.» Um beim Umwelt- und Klimaschutz mehr globale Durchschlagskraft zu erreichen, müsse -- wie etwa für Gesundheit die WHO -- eine neue UN-Sonderorganisation eingerichtet werden.

    Ein Klimaschutz nach dem Kyoto-Protokoll in der bisherigen Auslegung nur mit Industrieländern decke nur noch 15 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes ab, sagte Röttgen. Das könne nicht mehr funktionieren.

    Es waren schon immer die Versager, die ihre ungelösten Probleme dem „Rest der Welt“ aufs Auge drücken wollten.

  84. Dies bedeute auch: «Alle müssen ins Boot.»

    Ich dachte immer -Das Boot ist voll- und -Rette sich wer kann-, Röttgen meint aber -nach mir die Sintflut-, weil -eins ist sicher …

  85. @Tritium #82

    Hallo Tritium

    weil schon lange vorher unsere Nachbarn massiv eingreifen werden, denn so ein Deutschland können die sich nicht leisten, sie können es nicht dulden und sie werden notfalls sogar Gewalt anwenden;

    Unsere lieben Nachbarn könnten sich dann sogar noch auf das Völkerrecht und die UNO berufen, denn die sog. Feindstaatenklausel ist nach wie vor noch Bestandteil der UNO-Charta (Artikel 53). Warum wohl?

  86. Lieber Moosgeist,

    Warum wohl?

    das ist doch ganz einfach. Weil Frankreich und GB im Sicherheitsrat sitzen.
    Frankreich speziell war nie ein Freund Nachkriegsdeutschlands, trotz allen Händchenhaltens und auch GB hat Angst. Die EU ist ein Bändigungsinstrument für Deutschland.
    Frankreich hätte nichts lieber gesehen als eine DDR, die sich nach der Wende als selbstständiger Staat etabliert hätte, Frankreich hat der Nachwende-DDR damals umgehend die Anerkennung ausgesprochen und verbündete sich mit Russland gegen den deutsche Souveränitätswillen und auchGB- Premierministerin Thacher war strikt dagegen. Erst, als die Vereigung sich als unaufhaltsam erwies wurde der Euro als Preis verlangt, den wir an Frankreich bezahlen mussten, um die Vereinigung zu erhalten und Frankreich setzte und setzt alles daran, die EU zu einem Instrument nationaler Machtpolitik zu machen und damit Deutschland zu beherrschen.
    Die USA waren damals der einzige Staat der die Wiedervereinigung nicht behindern wollte. Sie waren in dieser Stunde unser bester Freund und jeder, der das transatlantische Verhältnis zu den USA schwächen und die EU stärken will, spielt Frankreichs nationaler Machtpolitik in die Hände.

  87. #83. Moosgeist

    Ein Klimaschutz nach dem Kyoto-Protokoll in der bisherigen Auslegung nur mit Industrieländern decke nur noch 15 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes ab, sagte Röttgen. Das könne nicht mehr funktionieren.

    so Merkels Umweltdackel Röttgen.

    Hallo Moosgeist,

    na klar kann das nicht funktionieren, daher will man natürlich nach dem Scheitern von Durban das Ding noch durch die Hintertür doch noch zu einem “Erfolg” verhelfen. Aber auch das wird nicht funktionieren. Ich gehe auch mal davon aus, dass nach einem Regierungswechsel (Republikaner) in den USA ohnehin sämtliche Zahlungen an NGOs, dazu gehört auch für mich die UNO nebst Unterorganisationen und das IPPC und was es sonst noch alles gibt, auf den Prüfstand kommen. Eine neue UNO Unterorganisation hat da keine Chance, m.E. auch heute schon nicht. Eins fällt mir bei Röttgern auf, er hat das Machwerk des WBGU zur “großen Transformation” zu seiner Bibel erkoren. Denn die neue Wltordnung wird darin explizit als Voraussetzung zur “Rettung der Welt” gesehen.

    gruß
    karl.s

  88. #86. Tritium

    Die USA waren damals der einzige Staat der die Wiedervereinigung nicht behindern wollte. Sie waren in dieser Stunde unser bester Freund und jeder, der das transatlantische Verhältnis zu den USA schwächen und die EU stärken will, spielt Frankreichs nationaler Machtpolitik in die Hände.

    Hallo Tritium,

    das wird leider von vielen, wenn nciht sogar von den meisten Leuten vergessen bzw. haben dies gar nicht erkannt. Und wenn man mal genau hinschaut, wie sich Sarkozy in Bezug auf die Eurokrise verhält, wird das Muster ganz deutlich sichtbar. Man muß es nur sehen wollen ;-) .

    gruß
    karl.s

  89. #78. Moosgeist

    Auszug aus dem von Dir verlinkten Artikel aus dem Hamburger Abendblatt:

    Als symptomatisch kann auch ein neuer Streit zwischen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) gelten. Beide sind maßgeblich für die Energiewende zuständig. Und beide sind trotz des hohen Drucks, der auf der Politik bei diesem Thema lastet, einmal mehr aneinandergerasselt: Denn Rösler möchte das sogenannte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) grundlegend reformiert wissen. Laut EEG hat Ökostrom derzeit Vorfahrt im Netz und wird lukrativ vergütet -- vorgesehen ist die Abnahme sämtlichen Stroms aus Wind, Sonne oder Biomasse zu garantierten Preisen auf bis zu 20 Jahre. “Das EEG garantiert den Betreibern der Anlagen feste Einspeisevergütungen, die weit über den Marktgrenzen liegen”, sagte Rösler im “Handelsblatt”. Die Mehrkosten, so der Minister, trage jedoch der Verbraucher. Die Förderung in ihrer jetzigen Form habe sich angesichts der fulminanten Entwicklung bei Solar- und Windenergie überlebt. “Das sprengt auf Dauer das System.”

    Die Abfuhr von Röttgen folgte prompt. “Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sich bewährt”, betonte seine Sprecherin -- und bekam Unterstützung von den Grünen. Deren Chefin Claudia Roth nannte Rösler gar einen “gefährlich destruktiven Unruhestifter”. Wenn er jetzt ankündige, er wolle das EEG komplett überdenken, dann bedeute das in Wirklichkeit, dass er ein in 50 Länder exportiertes Erfolgsmodell beerdigen wolle.

    Der totale Witz ist der letzte Satz von der Obergrünen Gutmenschin C. Roth. Die hat anscheinend, wen wunderts, jedweden Realitätssinn verloren. Das EEG ein in 50 Länder exportiertes Erfolgsmodell? Lachhaft.
    Der Artikel zeigt aber auch, dass bei den Grünen die Angst umgeht, dass das Thema EEG öffentlich debattiert und vor allem ausgeschlachtet wird. Denn, wenn erst mal darauf eingeschossen, werden die Unzulänglichkeiten auch jedem bislang eher Uninteressierten klar vor Augen geführt. Weiter so Herr Rösler. Mit dem “Titel” geährlicher destruktiver Unruhestifter denke ich mal, kann man ganz gut leben :-)

    gruß
    karl.s

  90. @ karl.seegert

    Und wenn man mal genau hinschaut, wie sich Sarkozy in Bezug auf die Eurokrise verhält, wird das Muster ganz deutlich sichtbar.

    In diesem Zusammenhang ist auch ganz interessant, was Hans Werner Sinn dazu meint. Der glaubt nämlich, dass hinter der Ausgrenzung Englands die Absicht steht, eine Mehrheit in den Euroländern gegen Deutschland zu haben. So äußerte er sich jedenfalls in der Phoenix-Sendung “Unter den Linden

  91. #90. Quentin Quencher

    In diesem Zusammenhang ist auch ganz interessant, was Hans Werner Sinn dazu meint. Der glaubt nämlich, dass hinter der Ausgrenzung Englands die Absicht steht, eine Mehrheit in den Euroländern gegen Deutschland zu haben. So äußerte er sich jedenfalls in der Phoenix-Sendung “Unter den Linden“

    Ich kann mir schon vorstellen, dass da was dran ist. Ich habe leider die Sendung nicht gesehen, werde mir die aber mal auf Deinem YouToube Link anschauen. Für Frankreich wurde es immer gefährlich, wenn Deutschland (früher vor allem Preußen) sich mit England und-/oder auch Russland verbündet hat. Und Frankreichs kontinentale Führungsallüren sind ja mit der EURO Einführung nicht beerdigt worden, im Gegenteil. Das war nauch nur Mittel zum Zweck, wenn auch ein wesentliches. Daher wird Frankreich um jeden Preis, vor allem auf Kosten Deutschlands, zu verhindern suchen, dass das EURO Gebäude einstürzt.

    gruß
    karl.s

  92. Sehr deutlich wird die Hegemonialabsicht Frankreichs vor allem in der Verteidigungspolitik.
    Die transatlantische NATO ist schon jeher ein Dorn im Auge Frankreichs gewesen. Eine Schwächung der NATO zugunsten eines europäischen Militärbündnisses würde Deuschland zwangsläufig als Vasallen unter die ‘Schutzmacht’ Frankreichs bringen. Mit weitreichenden Folgen:
    1. Wäre die Abhängigkeit vom ‘Bündnispartner’ Frankreich weit grösser als die vom Partner USA.
    2. Würde sich die Sicherheitslage Deutschlands dramatisch verschlechtern, da Großbrittanien sich nicht in ein europäisches Verteidigungsbündnis integrioeren wird und Frankreich allein nun einmal ein paar Nummern zu klein ist, um wirklich globale Sicherheitspolitik betreiben zu können.
    Wir würden da höchstens in Abenteuer hinein gezogen , die wir ganz bestimmt nicht selbst wollen, vor allem, wenn Frankreich in Krisen einen Anti-USA-Kurs steuern würde, wozu leider grosse Neigung besteht. Zudem müssten wir selbst deutlich aufrüsten, um Frankreich zu dienen.

    Das Versagen der Europäer in Serbien (Welches ja bis hin zur offenen ‘Feigheit vor dem Feind’ ging), das Fehlen einer Tiefwassermarine (Während GB sich mit dem Bau von 2 Supercarrieren und starken amphibischen Kräften als Hochzeitsgeschenk an die USA-Sicherheitspolitik anbindet und Europa den Rücken kehrt), die völlig ungenügenden Out of Area-Fähigkeiten der kontinentaleuropäischen EU-Streitkräfte und die französischen Altlasten aus der Kolonialzeit sollten eigentlich jeden Schritt der Abkehr von der NATO verbieten.
    Bisher wurde das auch weitgehend von der deutschen Politik beachtet, aber auch das ist ein Feld, auf dem GrünRot-Grüne Eiferer mit ihrem latenten Antiamerikanismus noch viel Schaden anrichten könnten.

  93. Erfolgsmodell “EEG”, bähhh
    Im Prinzip ist dat ein verstecktes Konjukturprogramm das durch Umgehung staatlicher Steuern oder Subventionen direkt vom Bürger bezahlt wird über die EEG-Zwangsumlage, der kleine positive Nebeneffekt der erhöhten Mehrwertsteuerabgreifung lässt nebenbei auch noch das Staatssäckel grinsen.
    Bei geringen Prozentzahlen des Ausbaus der NIE war ja die Angelegenheit noch ganz lustig und leicht händelbar, nun aber aufgrund deutschen Größenwahns sind inzwischen NIE-Leistungen installiert worden, die sich nur noch unter Schmerzen ins nationale Stromnetz integrieren lassen.
    Weiterhin ziehen die EEG nun gwaltige Nachfolgeinvestitionen nach sich, sei es der Netzausbau, seien es die geplanten E-Großspeicher, seien es die benötigten schnellanlaufenden Gaskraftwerke mit miesen Vollbenutzungszahlen, all dies hat der treue Staatsbürger am Ende auch noch zu bezahlen.
    Ich bin der Überzeugung das die 50 Länder die stolz diese Betrügergesetz übernommen haben, inzwischen genau gucken was derzeit in DE passiert um nötigenfalls noch rechtzeitig die Notbremse ziehen zu können.

    aus Moosis Link:

    Die Debatte ist nicht das erste Beispiel für Reibungsverluste zwischen den Ministerien beim Mammutprojekt Energiewende. “Um Zuständigkeiten in einem Haus zu bündeln und dadurch eine höhere Effizienz in der Energiepolitik zu erreichen, halte ich es für sinnvoll, ab der kommenden Wahlperiode ein Energieministerium einzurichten”, sagte deshalb CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt dem Abendblatt.

    Hmm, ich kenne eigentlich keine Nation wo sich 2 Ministerien um die Energieversorgung prügeln, was wohl auch so eine deutsche Eigenheit ist, weiterhin frage ich mich in welchen Land dieser Erde eigentlich noch ein “Umweltministerium” sich Teile der Stromversorgung unter den Nagel gerissen haben, ausser Deutschland?

    Zu Röttgen werde ich mich nicht mehr äussern, denn das würde dann wohl unters deutsche Kriegswaffengesetz fallen oder gegen meine selbstauferlegte “Anti-Fäkalwortregel” verstoßen.
    Ich hoffe nur das Rösler genug Dampf in der Hose hat um diesen Typen ausreichend ausbremsen zu können, das wiederum wird sich aber unsere Bundesschmunzette wohl nicht lange bieten lassen.
    Ergo harren wir in tiefer Ergebenheit der Dinge, die unwideruflich auf uns zukommen werden.

    PS. Reicht bei den KKW das kleinste Risiko einer Havarie aus um die Dinger sofort aus den Verkehr zu ziehen, ist im Gegenzug die Tatsache das die Stromnetze bisher noch nicht zusammengebrochen sind ein Indiz für EE-Fanatiker, das ja die elendige Lobby der Strommonopolisten und Atom-Beführworter ja nur unnötige Panikmache betreibt.
    So viel zur bundesdeutschen Logik.
    PPS. Bei Starkwindereignissen warnt der ÜBN-Betreiber “50Hertz” regelmäßig vor Windströmlingen, die allein sein Netz bis zu 10 GW zusätzlichen belasten und schon heute kaum noch beherrschbar sind.
    H.E.

  94. @karl.seegert #89

    Der totale Witz ist der letzte Satz von der Obergrünen Gutmenschin C. Roth.

    Wann hat “die Claudia” denn je etwas gesagt, welches etwas anderes ausdrückt, als die Gefühlswelt grüner Bessermenschen. Das kann “die Claudia” am besten …. nur beim rationalen Denken -- da war der liebe Gott bei “der Claudia” etwas sparsam gewesen. Aber das macht nichts, denn in grünen Gutmenschenkreisen hat man dafür eine Abhilfe: man …. ähh Entschuldigung … frau denkt nämlich “aus dem Bauch heraus”. :-D

  95. Ups…..wat is denn nu los?

    `Kartellamt fordert Quote für Ökostrom

    Düsseldorf -- Deutschlands oberste Wettbewerbshüter fordern einen Marktmechanismus für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Kartellamtspräsident Andreas Mundt hat sich im “Handelsblatt” dafür ausgesprochen, ein Quotenmodell für Ökostrom zu prüfen. Unternehmen müssten dann so viel Strom aus erneuerbaren Quellen einkaufen, dass sie eine vom Gesetzgeber vorgegebene Quote erfüllten………….

    In seiner jetzigen Form hält der Kartellamtschef das EEG für unbrauchbar.

    Lol….jetzt wo die Göre schon im Brunnen liegt……….aber wahrscheinlich besser als nie.
    Wer logischen denken kann, wusste bereits 2008, was demnächst in Deutschland passieren wird, ausser die EE-Fanatiker.
    Naja, angeblich soll ja die Kapelle beim Absaufen der Titanik auch noch bis zum Schluss gespielt haben.
    H.E.

  96. …Im Prinzip ist dat ein verstecktes Konjukturprogramm das durch Umgehung staatlicher Steuern oder Subventionen direkt vom Bürger bezahlt wird über die EEG-Zwangsumlage…

    Ganz genau!
    Es ist eine versteckte Staatsverschuldung, die nicht über die Bücher läuft!
    Es ist damit auch das genaue Gegenteil von ‘Nachhaltigkeit’ und ‘Sorge für kommende Generationen’, weil es tatsächlich nur den Zweck hat, kurzfristig, in laufenden Legislaturperioden, ein Strohfeuer zu entzünden, das dem aktuallen Machterhalt der amtierenden Politiker dient. Die Kosten werden dagegen in die Zukunft abgewälzt.

    Am ehesten lässt es sich mit dem ‘Mefo-Wechseln’ vergleichen, mit denen Hitler die gesetzlichen Schranken der Staatsverschuldung umging, um sein Aufrüstungs-Konjunkturprogramm zu finanzieren.
    Denn das EEG ist nichts anderes als ein Gesetz, das den Betreibern von Anlagen Wechsel in die Hand gibt, die von den Stromkunden eingelöst werden müssen.

    Ein Wechsel ist ein Wertpapier, das eine unbedingte Zahlungsanweisung des Ausstellers an den Bezogenen enthält, an jenen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort eine bestimmte Geldsumme zu zahlen.

    Oder einfacher: Ein Wechsel ist ein Zahlungsversprechen in der Zukunft.
    Die Mefo-Wechsel in Wikipedia:

    Das Reich finanzierte die Staatsausgaben für die Aufrüstung, indem es nicht in Banknoten bezahlte, sondern Wechsel annahm, die von der Rüstungsindustrie ausgestellt wurden. Allerdings akzeptierte nicht das Reich selbst die Wechsel, sondern eine eigens zu diesem Zweck gegründete Scheinfirma namens Metallurgische Forschungsgesellschaft mbH.

    Heute müssen die EVUs die Wechsel akzeptieren, der Staat hält sich wieder einmal heraus. Die EVUs bekommen dafür das Recht, die Kosten von ihren Kunden zu fordern. Das hat für die Kunden den gleichen Effekt wie eine staatliche Steuer.

    Gleichzeitig diente die Mefo dazu, die Finanzierung der Aufrüstungsmaßnahmen „auf Pump“ zu verschleiern und das Ausland über den wahren Umfang der Aufrüstung zu täuschen. Sie galten nicht als Staatswechsel, sondern als Handelswechsel und mussten im Reichshaushalt und im Reichsschuldbuch nicht ausgewiesen werden. Die durch das Reichsbankgesetz vorgesehene Begrenzung der Staatsverschuldung wurde durch die Mefo-Wechsel umgangen.
    Genau das selbe bewirkt das EEG: Nicht der Staatshaushalt wird mit den Schulden belastet, sondern direkt die Staatsbürger.
    Dadurch wird der Umfang der tatsächlichen deutschen Staatsschulden vor dem ‘Ausland’ der Brüsseler EU-Verwaltung (und vor den eigenen Bürgern) verschleiert und die gesetzlichen Begrenzungen der Staatsverschuldung umgangen.

  97. @Tritium

    Dadurch wird der Umfang der tatsächlichen deutschen Staatsschulden vor dem ‘Ausland’ der Brüsseler EU-Verwaltung (und vor den eigenen Bürgern) verschleiert und die gesetzlichen Begrenzungen der Staatsverschuldung umgangen.

    Und nicht zu vergessen, damit konnte man das EU-Subventionsverbot ganz geschickt umgehen, was ja dann auch höchstricherlich festgestellt worden ist.
    Das EEG ist keine Subvention !
    In EE-Fanatiker-Fachkreisen nennt man das dann völlig verblödet “Anschubfinanzierung”………..wer schiebt eigentlich sein Auto 20 Jahre an, wenn die Starterbatterier leer ist?

    PS. Da ham ja gewisse Elemente nicht nur bei der Propaganda des dritten Reiches geklaut……….duck und wech.
    H.E.

  98. @Tritium #96
    Sehr gut erklärt.

    Genau das selbe bewirkt das EEG: Nicht der Staatshaushalt wird mit den Schulden belastet, sondern direkt die Staatsbürger.

    Das Schlimme ist, daß diese perfekte Verschleierung des EE-Wahnsinns flankiert wird durch Staatsmedien (die so natürlich auch nicht genannt werden), welche die Bürger “nachhaltig” und tiefgreifend verblöden. Das perfekte Schmiermittel — sprich Narrativ — ist ebenfalls vorhanden: Spare, friere und hungere, damit rettest du die Umwelt. Vorbei die Zeiten, als man noch dem “Kapitalismus” die Schuld in die Schuhe schieben musste.

    Es ist wie zu allen Zeiten. Die Quittung für strategische Fehlentscheidungen der politischen Führung zahlen die Bürger. Durch schleichende Verarmung und zurückgehenden Wohlstand. Als Verhöhnung wird ihnen dann wohlmöglich noch als neuer Maßstab ein Bruttoglücksprodukt einsuggeriert.

  99. Ich spul’ mich immer wieder am Staatsfernsehen auf …
    Gestern lief auf WDR in “Quarks & CO” eine Sendung, die die einfältige Mehrheit schon mal ideologisch auf die kommenden Stromausfälle vorbereitete. Natürlich unter vollkommener Verschleierung der Zusammenhänge.

    Der bezahlte Desinformant R.Yogesh erläuterte natürlich mit keinem Wort, wieso man sich denn auf flächendeckende Stromausflälle vorbereiten muss. Er sang das Lied der zukünftigen “intelligenten Stromnetze”. Er zeigte die tägliche Stromverbrauchskurve, und davon ausgehend dann Pumpspeicherwerke. Die stochastische Stromeinspeisung von WK und PV erwähnte er mit keinem Wort, geschweige denn dass er eine entsprechende Kurve präsentiert hätte.

    Weiter behauptete dieser bezahlte Desinformant: die vergangenen Monate hätten ja gezeigt, daß die Abschaltung der KKWs kein Problem darstelle. Das dies seitdem nur mit netzstabilisierenden Maßnahmen möglich ist, erwähnt er mit keinem Wort.

    Ich habe nur kurze Ausschnitte der Sendung gesehen. Wenn ich mir vorstelle, daß dieses Schwein, dieser Kostgänger der herrschenden Nomenklatur, für seine Propagandaarbeit auch noch dickes Geld kassiert, brennen mir wirklich die Sicherungen durch ….

  100. #99. C-O

    Ich habe nur kurze Ausschnitte der Sendung gesehen. Wenn ich mir vorstelle, daß dieses Schwein, dieser Kostgänger der herrschenden Nomenklatur, für seine Propagandaarbeit auch noch dickes Geld kassiert, brennen mir wirklich die Sicherungen durch ….

    Hallo C-O,

    und für diese ökorepublikanische Volksverblödung zahlt das zu verblödende Volk, per Zwangsabgabe zur Aufrechterhaltung der Blödelanstalten, dann auch noch selbst.

    karl.s

  101. @ C-O #99

    Ist das Yogeshwar? Derjenige der ausrechnen kann, wie viele Bergleute bei bei der Produktion von Grillkohle ums Leben kommen?

  102. @ C-O #99

    Ich rege mich immer fürchterlich auf, wenn meine Töchter so ein Scheiß wie “Hanna Montana” anschauen. Allerdings, wenn ich mir als Alternative solche Sendungen wie die hier angesprochene hernehme, dann haben sie die wahrscheinlich bessere Wahl getroffen.

  103. @Quentin #101
    Ja, genau der ist das. Ranga Yogeshwar. Ich hab ja nichts gegen den als Menschen. Nur, wofür er sich -- willig -- einspannen lässt.

    #102
    Ja, selbst dass dürfte die bessere Wahl sein.

  104. Tritium,
    wenn ich mich an H.Kissinger halte, den alten Bilderberger, glaube ich nicht an böse Absichten Frankreichs. Der sagte sinngemäß, ich kann das Zitat nachreichen, wer das Weltwährungssystem beherrscht, beherrscht die Welt und er ist ein ausgesprochener Fan einer neuen Weltordnung. Ich denke den größten Einfluß haben z.Z. UK und USA, ich glaube sogar in dieser Reihenfolge, weil die Hochfinanz BE die FED besitzt. UK wurde nicht ausgeschlossen, sie machen nicht mit, weil sie ihren Finanzplatz Nr.1 nicht gefährden wollen.
    Hatte vielleicht Strauss-Kahn ähnliche Gedanken wie Wulff?
    Wenn ich mir diese Rede von Wulff durchlese, kommt der Verdacht, dass er durchaus bestimmte Pläne stören könnte. Egal was unsere Abgeordneten beschließen, er muß es unterschreiben. Abgesehen von den wahrscheinlich in Deutschland zur Pflicht gewordenen Nachhaltigkeitswahnsätzen, ist seine Rede sehr brisant. Die Banken hätten nichts zu lachen?

    Auf dem Deutschen Bankentag hatte ich den Finanzsektor bereits gewarnt. Wir haben weder die Ursachen der Krise beseitigt, noch können wir heute sagen: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Wir sehen tatsächlich weiter eine Entwicklung, die an ein Domino-Spiel erinnert: Erst haben einzelne Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten vor allem ihre Banken gerettet, jetzt rettet die Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Da ist die Frage nicht unbillig: Wer rettet aber am Ende die Retter? Wann werden aufgelaufene Defizite auf wen verteilt beziehungsweise von wem getragen?

    Divide et impera

  105. Zum Thema, die Energieratlosigkeit wird noch größer werden. Die Argumentation der Nachhaltigen beruht auf der Angst vor Überbevölkerung und Ressourcenknappheit. Energie wird nicht mehr billiger werden, also stürzen wir uns auf die mittelalterliche ,zufällige Energieerzeugung.

    Das ist die neue Entwicklung in den USA. Durch den Shale Gas Boom sind Preise im freien Fall:

    “Prices in the west hub of PJM Interconnection LLC, the largest wholesale market in the U.S., declined to about $39 per megawatt hour by December 2011 from $87 in the first quarter of 2008.”

    Nicht nur Windparkneubauten werden verschoben oder aufgegeben, auch Kohle KW und zwei KKW.

    “Low gas prices drained the momentum from a resurging nuclear industry long before last year’s meltdowns at the Fukushima Dai-Ichi plants in Japan, said Paul Patterson, a New York City-based utility analyst with Glenrock Associates LLC. No applications to build new reactors have been filed with federal regulators since June 2009.

    Exelon, the largest U.S. nuclear operator, canceled plans last summer to boost capacity at two nuclear plants in Illinois and Pennsylvania after analyzing economic factors, Marshall Murphy, a spokesman for Chicago-based Exelon, said in an e-mail.”

    Dieses Shale Gas ist eigentlich überall zu haben und das ist seit Jahren bekannt. Obama konnte die Entwicklung nicht verhindern, außer einem 150km langen NordSüdstück der Pipeline.

    Moderne Bohrtechnik macht wohl einen Strich durch die zentral kontrollierte bisherige Weltenergiepolitik?
    Polen fängt noch dieses Jahr mit der Förderung an…… die Preise werden fallen….

  106. @ W.Rassbach:
    Über die Werkzeuge zur Weltherrschaft kann man geteilter Meinung sein.
    Ich würde z. B. die US Navy als Ultima Ratio ansehen, denn sie beherrscht unanfechtbar 70% der Erdoberfläche und sämtliche relevanten Handelsströme.
    Wäre eine ziemlich unnütze Geldausgabe, wenn es mit Dollarscheinen so einfach ginge.

    Doch es geht auch nicht um Herrschaft, sondern um Ambitionen und da trauert Frankreich immer noch dem Gloire des napoleonischen Empire nach. Die Franzosen haben da ein völlig ungebrochenes Nationalverständnis.
    Natürlich verheben sie sich, sie sind einfach keine Großmacht mehr. Aber sie träumen immer noch davon und die Rolle der kontinentaleuropäischen Hegemoniemacht sehen sie als ihr natürlliches geschichtliches Erbe an.
    Im übrigen verweise ich noch mal auf die klaren Fakten, die bei der deutschen Vereinigung zu beobachten waren: Sowohl Frankreich wie GB liessen ihre Maske fallen und zeigten offen, dass sie dem deutschen Volk NICHT die Freiheit und Selbsbestimmung geben wollten.
    Genau so klar zeigte sich, dass Präsident Bush ( d. Ä.) sehr wohl dafür war. Ohne die USA gäbe es vielleicht immer noch zwei deutsche Staaten, zumindest wäre die Vereinigung sehr viel schwieriger und wohl auch weitaus teurer geworden.
    So lernt man Freunde eben richtig kennen.

  107. Tritium,
    an die Gebaren von Frankreich und UK erinnere ich mich noch gut. Sie waren für mich völlig unverständlich. Jetzt verstehe ich diese beiden so, dass sie ungerne auf die alliierte Kontrolle von Deutschland verzichten wollten. Die war nicht unerheblich und hat in in allen gesellschaftlichen Bereichen stattgefunden. Dabei hatten sie weniger Angst vor der rassistischen Vergangenheit Deutschlands, vielmehr vor alter wirtschaftlicher Überlegenheit?

  108. Dabei hatten sie weniger Angst vor der rassistischen Vergangenheit Deutschlands, vielmehr vor alter wirtschaftlicher Überlegenheit?

    Man könnte provokativ fragen, wo da der Unterschied sei. Rassismus ohne Macht ist nichts, was man fürchten muss, Macht ohne Ambitonen ebenfalls nicht.
    Aber Rassismus ist nicht das Sichwort.
    Für die Franzosen und auch die Briten war der Erste Weltkrieg das eigentlich traumatische Erlebnis. In dem verbluteten Millionen, Der Zweite wird richtigerweise eher als Fortsetzung und Kind des ersten empfunden.
    Der Erste fraß die Söhne Frankreichs in einem jahrelangen Blutbad, stets am Rande der existenziellen Niederlage. Der Zweite endete mit einer Niederlage, aber er war kurz und unblutig und daher weniger prägend; man zehrt lieber von den stilisierten Heldentaten der Resistance.
    Und selbst die Briten, die wahrhaftig im Zweiten einen schweren Kampf zu fechten hatten, nennen den Ersten ‘The Big One’.
    Nennen wir es Furcht vor wirtschaftlicher Macht und militärischem Geist. Nicht Rassismus, sondern MILITARISMUS ist das passende Wort.
    Dass von unseren heutigen Bübchen ganz bestimmt keine Gefahr mehr ausgeht, dringt nicht so leicht durch generationenlange Heldensagen.

  109. novo-argumente:

    BASF und Gentechnik: Nix wie weg!
    Von Hans-Jörg Jacobsen

    An demselben Tag, an dem bekannt wurde, dass Deutschland nunmehr wegen einer verkorksten Energiewende und einer schlechten Ernte zum Getreide-Nettoimporteur wird, verkündete der weltweit größte Chemiekonzern, die Ludwigshafener BASF zwei weitreichende Entscheidungen, nämlich die Forschung zur grünen Gentechnik aus Deutschland in die USA zu verlagern und, was häufig übersehen wird, auch keine Projekte für den deutschen oder europäischen Markt zu verfolgen. Der Schritt sei eine Reaktion auf die fehlende Akzeptanz der grünen Gentechnik in weiten Teilen Europas, hieß es. Mit diesem Paukenschlag findet ein Prozess sein Ende, der schleichend schon vor einigen Jahren in der Pflanzenzüchtung eingesetzt hatte. Das Signal ist klar: Die Forschung geht weiter, nur nicht mehr hier und nicht mehr für uns……

  110. @ Tim Hardenberg:

    Wer glaubt, eine Techologie könne verboten werden, ist mit dem Klammerbeutel gepudert.

    So etwas ist absolut unmöglich. Das sagt schon die Spieltheorie.
    Versuche gab es natürlich viele, aber sie scheiterten alle. Der erste war meines Wissens ein päpstliches Verbot der Armbrust, da diese Waffe zu grausam und mörderisch sei. Das war so wirksam, dass wir jetzt Interkontinentalraketen mit theronuklearen Sprengköpfen im Arsenal haben.
    Naja, wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen…

  111. @tritium #110
    Ihre Behauptung

    Wer glaubt, eine Techologie könne verboten werden, ist mit dem Klammerbeutel gepudert.

    ist sicher richtig, aber einen solchen Versuch bekommen wir doch im Moment in voller Grösse vorgeführt. Das ist doch die Idee, die sich hinter solchen Vorstellungen wie ‘Wirtschaft ohne Wachstum’ oder, wie von den Grünen als ‘Grünes Wachstum’ etwas verbrämt dargestellt, verbirgt. In anderen Gruppierungen sagt man dann nachhaltiges Wachstum. Gemeint ist aber immer das Gleiche. Dahinter steht m.E. immer die Furcht vor der menschlichen Kreativität. Man will diese kontrollieren können. Ich halte diese Leute auch für mit dem Klammerbeutel gepudert, vor allem deshalb, da ein Erfolg, für den es lokal bezogen auf kleine Gruppierungen durchaus historische Beispiele gibt, mit Sicherheit zum Untergang führt. Deutschland oder gar Europa wäre da sicher ein mächtiger Brocken, aber in eine globalisierten Welt doch eher eine Randerscheinung.

  112. # 111:
    Stillstand ist in einer dynamischen Werlt Rückschritt.
    Deshalb auch bein Beispiel von der Entwicklungslinie Armbrust -- Interkontinenalrakete.
    Und selbst bei ‘harmloseren’ Beispielen zeigt es sich immer.
    Wer sich von der landwirtschaftlichen Gentechnologie isoliert, der koppelt sich natürlich auch von der Entwicklung von Medikamenten ab, weil die Forschung auswandert. Zudem wären neue Herausforderungen schlechter annehmbar, man denke nur an ‘Biomasse’, die ein geradezu ideales Feld für gentechnisch veränderte Pflanzen ist.
    Und wie denn isolieren?
    Schon das ‘Bienen-Urteil’ zeigte die lächerliche Absurdität, denn wie will man Bienen daran hindern gentechnologisch veränderten Pollen einzufliegen?
    Will man am Schluss auch Mais-Popcorn für Verpackungen (diese geschäumten Würstchen) auf den Index setzen, weil das Zeug aus ‘Gen-Mais’ sein könnte?
    Na, und dass globale Verbotsbeschlüsse schon gleich gar nicht gehen, haben wir ja aktuell wieder in Denver gesehen :-D

    Es zeigt sich da eine Mentalität, die scheinbar devensiv auf der Grundlage argumentiert ‘Die Freiheit des einzelnen endet, wo sie in die Rechte anderer eindringt’ -- Jeder darf zwar theoretisch, aber da dadurch die, die nicht wollen, zwangsläufig auch in Kontakt kommen, muss es eben für alle verboten werden.
    Tatsächlich ist dies, auf die Spitze getrieben, jedoch eine höchst agressive Haltung, denn sie erlaubt praktisch jedes nur denkbare Verbot und man kann darauf ganz hervorragend eine allumfassende Tyrannei im wahrsten Sinn des Worts aufbauen.
    JEDER dringt in die Freiheitsspäre der anderen ein und sei es nur mit der Luft, die es atmet und es muss anerkannt werden, dass jeder deshalb auch Übergriffe anderer in seine Späre dulden muss, als Gegenleistung für seine eigenen zwangsläufigen Übergriffe. Wer keine gentechnischen Lebensmittel will, soll keine kaufen, muss aber dulden, dass andere das tun, mit allen Konsequenzen.
    Dass die selben Gutmenschen, die ja nur ‘Rücksicht’ für sich fordern, selbst massiv andere belästigen und schädigen, wollen sie aber nicht zur Kenntnis nehmen. Dabei gibt es Beispiele genug: Malariatote, ausgelöst durch eine hysterische DDT-Phobie, sind nur ein Fall von vielen, der zeigt, wie unverschämt und egozentrisch diese scheinbare Defensivhaltung ist.

  113. #112. Tritium

    Dass die selben Gutmenschen, die ja nur ‘Rücksicht’ für sich fordern, selbst massiv andere belästigen und schädigen, wollen sie aber nicht zur Kenntnis nehmen. Dabei gibt es Beispiele genug: Malariatote, ausgelöst durch eine hysterische DDT-Phobie, sind nur ein Fall von vielen, der zeigt, wie unverschämt und egozentrisch diese scheinbare Defensivhaltung ist.

    Moin Tritium,

    ja, unsere Gutmenschen. Das Wort ist ist meines Wissens auf Platz 2. der sogenannten “Unworte 2011″ gelandet. Ich glaube, da saßen auch Gutmenschen mit im Entscheidungsgremium, wäre sonst nicht zu verstehen, warum ausgerechnet dieser Begriff als Unwort deklariert wird.

    Das Gutmenschentum baut ja darauf auf, als moralische Instanz gegenüber dem Rest der Welt aufzutreten. Für sich selbst gilt das alles selbstverständlich natürlich nicht, und wenn, nur in einem eingeschränkten Umfang.

    karl.s

  114. Ihhhgittt Gentechnik………….und ein bemwerkenswerter Artikel bei Zeit Online.

    Unvernunft triumphiert in der Gentechnik-Frage

    Es war ein Kampf, der für BASF nicht zu gewinnen war. Das Unternehmen hat lange versucht, gentechnisch veränderte Pflanzen auf dem europäischen Markt durchzusetzen. Aber die Gegner der Pflanzen-Biotechnik waren mächtiger. Nun ist die Saat der Angst aufgegangen. BASF zieht die Notbremse und lagert die Sparte dahin aus, wo die grüne Gentechnik Zukunft hat: nach Amerika. Nur an wenigen Stellen werden hierzulande noch transgene Pflanzen angebaut. Bald ist der deutsche Acker genfrei, Greenpeace und Foodwatch sei Dank, die böse Biotechnik mit Stumpf und Stiel ausgerottet oder vertrieben……….

    Foodwatschklatsch is ja nun auch nur ein Ableger von Greenpeace (Chef ist ehemaliger Grennpiesler) und übernimmt die Schmutzarbeiten, die selbst Greenpeace zu blöd sind.
    Deutschland im Würgegriff von NGO die niemand gewählt hat, die niemand wirklich braucht, die in der Art auch nur so im vollverblödeten Deutschland existieren und die Sau raus lassen können.
    Wozu deutsche Genforschung zulassen wenn Monsanto dat ganz alleine machen kann……mir deucht, Greenpeace und Co. sind getarnte Handlanger der wirklich globalen Macher in Dingens Gentechnik.
    Medienkonzerne wie Greenpeace und der WWF geht es doch schon lange nicht mehr um Natur und Umwelt, wer anständig “Spendet” bekommt auch eine gute Wertung und wird nicht belästigt, wer sich dagegen wehrt, wird niedergemacht…..anscheinend hätte BASF mal ein paar tolle Spendenchecks rüberreichen sollen, dann wäre deren Forschung nicht behelligt worden.

    Sogenannte Umweltschutzorganisationen die das Häckseln von Vögeln, die das Schreddern von Fischen und die eine Energiepflanzenmonokultur beführworten, sind für mich größere Lügner als jeder Atomlobbyist.
    Fangen wir damit an denen die Spenden zu verweigern und unser Geld lieber im örtlichen Tierheim oder sozialen Projekten vor der Haustür zu investieren.
    Entzieht diesen Säcken die finanzielle Basis.
    Onkel Heinz……….echt stinkig auf diese Bagage

  115. Tritium,
    wir werden alleine die Geschichte nicht klären können. Solange ziehe ich Schlußfolgerungen aus Zitaten. Selbst die sind nicht sicher ;-)
    Winston Churchill

    Die Geschichte wird freundlich mit mir umgehen, den ich habe vor, sie zu schreiben.

    Henry Kissinger

    Wer die Lebensmittelversorgung beherrscht, beherrscht ein Volk; wer die Energie beherrscht, kann ganze Kontinente beherrschen; wer das Geld beherrscht, kann die ganze Welt beherrschen.

    “Who controls the food supply controls the people; who controls the energy can control whole continents; who control money control the world”

    “Wir müssen jetzt ehrlich über die deutsche Frage sein, so unbequehm sie auch für die Deutschen, für unsere internationalen Partner und für uns selbst sein mag … Die Frage bleibt in der Essenz die gleiche. Nicht, wie wir verhindern, daß deutsche Panzer über die Oder oder Marne rollen, sondern wie Europa mit einem Volk fertig wird, dessen Zahl, Talent und Effizienz es zu unserer regionalen Supermacht werden läßt. Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz oder den Kontinent vor dem Faschismus zu retten. Wie 1914 sind wir für den nicht weniger edlen Grund in den Krieg eingetreten, daß wir eine deutsche Vorherrschaft in Europa nicht akzeptieren können.”
    The Sunday Correspondent (London), 16.9.1989 (DWZ, 5.4.1996, S. 4)

    Mehr interessiert mich irgendeine Antwort auf meinen #105 , die Shale Gas Förderung und ihre praktischen Auswirkungen in den USA widersprechen unserer offiziellen Grenzendeswachstumsideologie.

  116. Apropos finanzielle Eigeninteressen……..

    Forscher warnen vor Scheitern der Energiewende

    In einem offenen Brief kritisieren Forscher die schwarz-gelbe Energiepolitik. Sie fordern die Regierung auf, Energieeffizienz besser zu fördern…….

    ….Führende Energieforscher Deutschlands warnen in einem offenen Brief, der der ZEIT vorliegt, vor dem Scheitern der Energiewende.

    …”Dieses Gleichgewicht fehlt dem heutigen Instrumentenmix”, monieren die Unterzeichner des 4-seitigen Briefes, der auf eine Initiative von Martin Pehnt, Mitglied im Vorstand des Heidelberger ifeu-Institut, zurückgeht. Zu den Unterzeichnern gehören auch Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Hans-Joachim Ziesing, der der von der Bundesregierung berufenen Monitoring Gruppe zur Energiewende angehört…..

    Hier noch der “offene Brief”…als PDF

    Summa Summarum all die Institute die uns seit Jahren mit Machbarkeitsstudien überschütten die in vielen Fällen derart zweifehaft sind, das sogar Onkel Heinz diverse Fehler gefunden hat.
    Finanzkrise, globale Rezesssion, ein Europa das vor einer harten Zerreißprobe steht, die Krise im nahen Osten……..und denen fällt nix weiter ein, als ihre Schäfchen ins Trockene zu kriegen.
    Dat Wurscht-Paper liest sich wie das Parteiprogramm der SED….selbst den hirnrissigen Quatsch mit den 1,5% Stromzwangseinsparungen des Kunden durch den Stromversorger ham se mit dabei.
    Ordnungsrechtliche Instrumente, Marktüberwachung, Beschränkung des absoluten Energieverbrauches, Verschärfung des EnEV, wir fordern, wir mahnen an………..Vokabeln einer durchgedrehten, selbsternannten Öko-Elite denen das Schiksal des einfachen Bürgers am Hintern vorbeigeht.
    Klimagebrabbel das einem nur noch das kalte Grausen über den Rücken laufen lässt, wo der weltweite jährliche CO2 Ausstoß ungerührt um 1 Mrd. Tonnen steigt, ein nationales Stromnetz das jetzt schon kurz vor dem Zusammenbruch steht……….aber “führende Forscher” fordern……….
    Wann halten die endlich mal ihre Klappe, ham die nicht schon genug versaut?
    Onkel Heinz…….würg und wech

  117. Ups, irgendwie is mir da die Formatierung etwas verunglückt, sorry.
    H.E.

  118. #114. Heinz Eng

    Sogenannte Umweltschutzorganisationen die das Häckseln von Vögeln, die das Schreddern von Fischen und die eine Energiepflanzenmonokultur beführworten, sind für mich größere Lügner als jeder Atomlobbyist.
    Fangen wir damit an denen die Spenden zu verweigern und unser Geld lieber im örtlichen Tierheim oder sozialen Projekten vor der Haustür zu investieren. Entzieht diesen Säcken die finanzielle Basis.

    Hallo Heinz,

    von mir haben diese Typen noch nie was bekommen, noch werden sie irgendwann etwas von mir bekommen, außer einen Tritt in den Allerwertesten ;-) Ich frage mich manchmal, wer ist Herr, wer ist Knecht? Sind die NGO`s Erfüllungsgehilfen irgendwelcher Regierungen oder sind Regierungen, insbesondere die Merkelsche, Handlanger der NGO`s. Wahrscheinlich stimmt beides, so nach dem Motto, gibts Du mir, so geb ich Dir. Aber solange der Geldhahn für diese Ökogläubigen Fanatiker nicht abgedreht wird, wird sich daran auch nichts ändern. Es lebt sich doch gut so als Parasit. Gutmenschen halt.

    gruß
    karl.s

  119. Hallo Karlchen.S.

    Im Prinzip bräuchten wir in Deutschland diese Typen überhaupt nicht mehr, denn das allumfassende “Umweltbürokratiemonster” hat doch alles fest in seinen Würgegriff.
    Nix geht mehr in Deutschland ohne diesen Monster, ergo sind die NGO nur noch dazu nötig, neuesten Unsinn dieses Monsters den Pöbel schmackhaft zu machen…………..und sei es ein Vogelschredder.
    Ganze Großprojekte werden wegen einen kleinen Käferlein gestopt oder ein Feldhamster (Schädling) oder dessen Böbbel haben sich da hinverirrt……..und schon gehen die Ökobesudelten auf die Barrikaden……..aber Sushi hinter der Wasserturbine interessiert keine Sau.

    Verlogener geht es doch schon gernicht mehr, die sind doch alle Schizophren und sollten sich lieber mal behandeln lassen als sich kostenintensiv zur nächsten Demo transportieren zu lassen.
    Schade das sich dieses Gesindel nicht zu uns in die Provinz verirren, ich würde die vor versammelten Menschenmassen rund machen wie ein Buslenker, die würden anschließend schreiend ihren Stand abbauen und flüchten.
    Als ob wir keine anderen Probleme in Deutschland hätten…….wie ich diese Nichtsnutze verachte.
    Onkel Heinz…….irgendwie angepisst heut

  120. @ Heinz Eng

    Sogenannte Umweltschutzorganisationen die das Häckseln von Vögeln, die das Schreddern von Fischen und die eine Energiepflanzenmonokultur beführworten, sind für mich größere Lügner als jeder Atomlobbyist.

    Stimmt genau. Der Mutter Natur ist es natürlich egal, ob die Landschaft mit Windrädern zugepflastert ist; aber die Umwelt für Mensch und Tier ist zerstört. Die Logik erinnert, wenn man sie denn ernst nehmen und nicht nur als modische Geldabschöpfungsmaschinerie auffassen wollte, an Fälle, in denen Leute aus Angst vor dem Tod Selbstmord begehen (soll es geben).

    In einem offenen Brief kritisieren Forscher die schwarz-gelbe Energiepolitik.

    Tja, das haben die Regierungsparteien nun davon, daß der grüne Quark als “schwarz-gelber” rüberkommt. Selber schuld.

  121. Herr Rassbach,

    mit Zitaten ist’s wie mit der Bibel: Man findet immer das, was zur vorgefassten Meinung passt.

  122. @Onkel Heinz #119

    Ganze Großprojekte werden wegen einen kleinen Käferlein gestopt oder ein Feldhamster (Schädling) oder dessen Böbbel haben sich da hinverirrt……..und schon gehen die Ökobesudelten auf die Barrikaden…

    Neulich in Absurdistan: Der Ameisenbläuling und die Autobahnbrücke (Video anklicken!)

  123. Da hätte ich auch noch eine Neuigkeit aus dem Stuttgarter Kasperltheater um den Bahnhof. Zwei Bäume, in denen je eine Fledermaus Winterschlaf hält, dürfen nun deswegen nicht gefällt werden.

    Es wird aber noch besser. Die acht Bäume in denen der Juchtenkäfer hausen soll, dürfen ja auch nicht gefällt werden. Die bekommen nun auch noch eine eigene Bewässerungsanlage, denn, “der Käfer soll nicht durch einen Trockenstress des Baumes unruhig werden und abwandern”, erklärt ein Experte die Bewässerung.

    Je länger ich solchen Unsinn lese, um so größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass auch ich akuten Trockenstress bekomme.

  124. Lieber Heinz:

    Greenpeace und Lidl

  125. Stuttgart 21…………..bähhhh, alle wegsperren in die Klapsmühle.
    Eins vergessen dies Berufsdemonstranten immer gerne, nach Abschluss des Bahnhofsumbaus werden große Teile der Bahngelände abgerissen und an selber Stelle sollen große Parks errichtet werden, a bisserl Grün für die Großstädter um danach etwas Natur genießen zu können.
    Tja, dafür werden mal so eben in Ostbrandenburg für einen Solarpark ein paar Hektar Wald umgeflügt oder anderen Ortes mitten im Wald Windmühlen rein gepappt, natürlich gehen da auch diverse Bäume bei drauf……..interessiert aber diese Schwachmaten aus Stuttgart net, man prügelt sich da lieber mit den pösen Konzernen rum (Bahn).

    Ick hätte da ein paar Lösungen für Stuttgarter Juchtenbäumchen………einfach ein paar Bonzenkarren drunter stellen und warten bis ein paar Linksextremisten die abfackeln…..wenn die Feuerwehr lange genug wartet, sind anschließend die Käfer auch “Asiatenfutter”.
    Anschließend ein temporales Windrad mittenmag stellen und spätestens im Frühjahr hat sich dat mit den Fledermäusen auch erledigt.

    Tja, und wenn die Meldung hier stimmt, killen die 18.000 Windräder in Spanien zirka 6 bis 18 Millionen Piepmätze und Flattermäuse jährlich……….warum auch nich, die kacken ja eh nur die Autos voll.

    Ach ja, ich vargaß ja die tolle Wasserkraft…….Blutiger Ökostrom…..da schreddern wir dann mal ein paar geschützte Fische, obwohl Vattenfall dort wegen ihr Hamburger Kohlekraftwerk die modernste Fischtreppe Europas errichtet hat.

    Energiewende ala Germany, die Bekloppten haben die Aufsicht über die Anstalt übernommen, Mahlzeit.
    Naja, ich bin ja auch für den Schutz unsere Bäume, die hoch hängenden Äste werden sicherlich bald gebraucht werden.

    H.E.

  126. @Quentin
    akuter Trockenstreß………stimmt, nüchtern ist das einfach nicht mehr zu ertragen.

    @Tritium
    Wenn sich solche Typen wagen sich auf mein Betriebsgelände ungefragt rumzutreiben, würde ick sie (lässig auf ein Baseballschläger gegestützt )freundlich auffordern sich zu verpissen.
    Wenn dann genügend Medien vor Ort sind, würde ick dann nachdrücklich dieses Sportgerät einsetzen, wenn se immer noch da wären………im vollen Bewusstsein der anschließenden strafrechtlichen Konsequenzen.
    Ach übrigens, für Angekettete hab ick noch so ein steinalten Schneidbrenner mit Atze und Sauerstoff parat, Feuerlöscher werden eh überbewertet……..
    Einer muss denen langsam mal ihre Grenzen aufzeigen und deren Sympathien in der Bevölkerung zerstören, die genauso nutzlos geworden sind wie die KKW in Deutschland.
    Naja, inzwischen sind se ja auch schon unter die Kapitalistenschweine gegangen, ein NGO der mit Strom handelt ist nämlich nix anderes.
    Hass wäre jetzt ein zu starkes Wort, ich sage es mal ganz artig so………Ick lass mit von einer selbsternannten supermoralischen Meinungselitenminderheit nich mehr vorschreiben wie ich zu leben und zu arbeiten habe, basta, Ende der Durchsage.
    Onkel Heinz……zu viel Kaffee im Blut

  127. Die Einschläge kommen näher!

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-01/22454792-dihk-firmen-verlagern-geschaefte-wegen-stromrisiko-016.htm

  128. Herr Seegert,
    ich verfolge seit einiger Zeit einen umgekehrten, in Deutschland leider von der Journaille verschwiegenen. Trend
    - Strompreise seit 2008 halbiert
    - Methanwerk wird in Chile abgebaut und in den USA wieder aufgebaut
    -Shale Gas nicht eine Brücke in die Zukunft, es ist die Zukunft
    -Gas KW sind ökonomischer als EE,Kohle und sogar KKW(zwei geplante KKW werden aus diesem Grund verschoben.)

    siehe http://www.thegwpf.org

  129. @ W. Rassbach:

    Ich habe schon vor einiger Zeit mal verlinkt:
    Eine Modernisierung des Karftwerkparks mit Gaskraftwerken OHNE Windräder ist nicht nur wesentlich billiger -- das versteht sich von selbst -sondern dadurch wird auch sehr viel mehr CO2 eingespart!
    Die Vorteile der Gaskraftwerke, insbesonders ihr hoher Wirkungsgrad, kommen nämlich nur dann zum Tragen, wenn sie möglichst kontinuierlich laufen. Werden sie dagegen im Regelbetrieb ständig herauf- und heruntergefahren, sinkt der Wirkungsgrad rapide, so dass Wind- und PV-Einspeisung tatsächlich kein CO2 einspart!

    Nur zur Erläuterung: Ein GuD (Gaturbine + Dampfturbine)-Kraftwerk kann zwar sehr schnell hochgefahren werden, aber es dauert rund eine Stunde, bis neben der Gasturbine auch die Dampfturbine, die mit deren Abgasen geheizt wird, zugeschaltet werden kann. In dieser Stunde läuft das Kraftwerk als reine Gasturbine mit miserablem Wirkungsgrad, sie braucht rund 30% mehr Brennstoff/kWh!
    Vom grösseren Verschleiss durch die Wechsellast, den Brennstoffkosten für reinen Standby-Betrieb (Man darf so ein Kraftwerk nicht einfach gnadenlos von 0 auf 100 hochfahren, sondern muss es im sogenannten ‘warmen Standby’ halten, wenn es nicht am Netz ist), den Personalkosten, den erhöhten Mengen schädlicher Abgasbestandteile etc. noch gar nicht zu reden!

    Und nicht vergessen:
    Neben dem Shale-Gas, das zwar in enornen Mengen vorhanden, aber doch endlich ist, wird in Zukunft auch das Methaneis aus dem Meer, die absolut grösste Kohlenwasserstoff-Quelle des Planeten, ausgebeutet werden.

  130. #18. W. Rassbach

    ich verfolge seit einiger Zeit einen umgekehrten, in Deutschland leider von der Journaille verschwiegenen. Trend

    Hallo Herr Rassbach,

    ja, wenn man Rationalität und Ökonomie vor Irrationalität und Ökologie stellt, kann es so laufen. Aber dahin zu kommen, wird es in unserer Bundesdeutschen Ökorepublik noch eine Weile dauern. Aber da letztendlich alles, aber auch alles eine Frage des Geldes ist, wird auch bei uns eines Tages die Vernunft wieder einziehen. Ich bin Berufsoptimist, sehen Sie es mir nach ;-)

    gruß
    karl.s

  131. Lieber Tritium,

    Völlig richtig. Gas ist die beste Alternative, wenn man die Energieversorgung zu überschaubaren Kosten sichern will, unbedingt auf die Kernenergie verzichten will und gleichzeitig die Kyotoziele erreichen will.

    Weltwirtschaftlich gesehen ist natürlich Kohle immer noch deutlich billiger, so dass China und Indien wohl nicht auf Gas umsteigen werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  132. Eine Bemerkung dazu:
    Die Entdeckung des Methaneises erfolgte gleichzeitig mir dem Club of Rome-Maifest ‘Die Grenzen des Wachstums’
    20 Jahre später, 1990, wurden erste Erkundungsbohrungen auf dem Meer durchgeführt, um die Grösse der Methaneis-Vorkommen abschätzen zu können. Heute, wieder 20 Jahre später, wissen wir, dass im Methaneis mehr Kohlenwasserstoff gespeichert ist als in allen Kohle- Erdöl- und Erdgasquellen zusammen.

    Dadurch sind natürlich sämtliche Aussagen zur Energiesituation, die mit den ‘Grenzen des Wachstums’ gemacht wurden, Makulatur. Sie müssten vollständig neu gemacht und bewertet werden, natürlich auch unter zusätzlicher Berücksichtigung des Shale-Gas und der Schweröl- und Ölsand-Vorkommen.

    Doch geschieht das? Werden die alten Aussagen überdacht und korrigiert?
    Nein, in keiner Weise!
    ‘Die Grenzen des Wachstums’ sind also ein Dogma geworden, das nicht hinterfragt werden darf. Das ist nicht wissenschaftlich und nicht ökonomisch, sondern religiös.
    Wohin es führt, wenn Dogmen nicht mit der Realität abgeglichen und korrigiert werden, haben wir am katastrophalen Scheitern des sozialistischen Experiments gesehen, in der DDR sogar hautnah.
    Wer die Dogmen des Club of Rome zur Leitschnur der Politik machen will, steuert auf ein erneutes und mindestens ebenso katastrophales Scheitern hin.

  133. Dem Aubau von Gaskraftwerken steht aber leider das Ziel der Energiewende entgegen. Ohne das wird es zwar sicher nicht gehen, aber damit sich Investoren finden, muss die Energiewende zu grossen Teilen scheitern. In ihrer Analyse des europäischen Energiermarktes und der polisch gewollten Wandlung bis 2030 drückt die Unternehmensberatung Pöyry das so aus:

    We have little doubt that investors will face
    major challenges developing appropriate
    investment and divestment strategies to
    deal with this kind of future ahead. Thermal
    assets may be highly valuable if the market
    evolves in one direction, but also face the
    strong risk that they will be unprofitable for
    most of their lifetime

  134. @ Gerhard Straten:

    Tja, das wird ohne Garantien wohl nicht gehen, so treibt eines das andere. Wer anfängt, in den Markt einzugreifen, muss immer weiter und weiter gehen.

    Erst die Windräder
    - Dann die Gaskaftwerke
    - Dann die Netze, weil die ja auch nur in Spitzenzeiten gebraucht werden und daher nur schlecht ausgelastet sind.
    - Dann die Speicher
    - Dann der Sozialausgleich für die Menschen, die sich zunehmend den teuren Strom nicht mehr leisten können.
    - Dann die Folgemassnahmen für die Folgemassnahmen

    So entsteht ein gigantischer, unbeweglicher Moloch, der nicht mehr steuerbar ist und mehr und mehr Ressourcen verschlingt und mehr und mehr in die Gesellschaft hinein wuchert.
    Bis das System kollabiert, was unausweichlich ist.

  135. Tritium,
    man könnte also sagen, dass ein GUD als “Back up Kapazität” betrieben, einen mehrverbrauch von ca. 30% hat.

    Kein Wunder, dass BW und Bayern Probleme hat , Investoren für so betriebene GUDs zu finden. Sie werden nicht nur mit Mehrverbrauch laufen, sie haben auch noch einen höheren Verschleiß und dürfen erst nach den EEs ans Netz.
    Man müßte schwachsinnig sein, sich auf so einen Unsinn einzulassen.

    Ich finde aber noch wichtiger zu verfolgen, was in der Welt geschieht. Die USA werden zunehmend von der Shale Gas Produktion profitieren. Seit drei Jahren haben sich dort die Strompreise auf jetzt 39$ die MWh mehr als halbiert.

    Dort wird real praktiziert, was in Deutschland lt. Ideologie, Grenzen des Wachstums , unmöglich ist.

    Unkonventionelles Gas ist so billig, dass es nicht nur Wind und Sonne verdrängt, sondern auch Kohle und Kernkraft.
    Dort schert sich niemand um ein gestorbenes Kyoto mit seiner CO2 Lüge.

    Wir können nur hoffen, und wünschen, wann hört die Diktatur der grünen Ideologen endlich auf, denn angefangen haben sie , die wbgus.

  136. man könnte also sagen, dass ein GUD als “Back up Kapazität” betrieben, einen mehrverbrauch von ca. 30% hat.

    Nein. Nur in der ersten Stunde des Anfahrens. Läuft es 3 Stunden, um eine Flaute auszugleichen, sind es nur noch 10%. Aber wird es abgeschaltet, muss dann wieder die potentielle Energie abgeleitet werden -- da wird überschüssiger Dampf zB abgeblasen. Ist es im Standby, muss es ständig nahe an der Betriebstemperatur gehalten werden, was auch wieder Brennstoff kostet, denn wenn man Werkstoffe rasch erhitzt oder abkühlt, tut das denen nicht gut, der Verschleiss ist enorm. Schnellabschaltungen sind sogar pures Gift, die müssen unbedingt vermieden werden, sogar bei relativ kleinen Anlagen.
    Heinz hat, glaube ich, sogar gesagt dass sein kleines BHKW davon Schaden nimmt. Bei Großanlagen sind gewöhnlich die Zahl der Schnellabschaltungen begrenzt, das kann neben einem grossen Verlust an Lebensdauer auch ausserplanmässige Revisionen zur Folge haben.
    Das ist auch der Grund, weshalb man Zufallsstrom oft lieber verschenkt als die thermischen Kraftwerke zu drosseln, betriebswirtschaftlich und anlagentechnisch macht das Sinn. Nur völlig vernagelte Adepten der Energiewende sehen darin eine hinterhältige Verschwörung der bösen, bösen EVU’s.

    Hier eine Berechnuing der ‘Ersparnis’ durch Wind und PV -- leider nur in englisch, das dieses Thema in Deutschland konsquent totgeschwiegen wird:

    Subsidizing CO2 emissions via windpower: the ultimate irony
    Bemerkenswert ist die Grafik, die auch für Nicht-Engländer erschliesst, wie sich das anhand realer Daten darstellt:

    CO2 Ersparnis

    Gelb gesstrichelt: Von EE-Anhängern behauptete CO2-Ersparnis
    Braun: Modellberechnungen des Autors
    Blau: Ergebnisse von Studien mit realen Verbrauchs- und Leistungsdaten
    Gelb: Mögliche Ersparnis, wenn alte Kraftwerke durch moderne Gaskraftwerke ersetzt werden, jedoch ohne Wind-. und PV-Einspeisung.

  137. achgut.com (Ederer):

    Gedanken zum Sonnenstrom aus dem Regenland

  138. #137. Tim hardenberg

    achgut.com (Ederer):

    Gedanken zum Sonnenstrom aus dem Regenland

    Moin Tim,

    ja, der Herr Ederer bringt es mal wieder auf den Punkt. “Dummdeutschland”, hab ich so auch noch nicht gelesen ;-) trifft den Nagel aber voll auf den Kopf. Man muß sich mal vor Augen führen, was wir mit 100.000.000.000,-- € so alles bewerkstelligen könnten. Wir könnten z.B. unser Bildungsniveau auf einen Level heben, welches führend in der Welt wäre, um nur ein Beispiel zu nennen. Und das nur mit der Krähenspiegelsubvention.

    gruß
    karl.s

  139. @Tritium

    Heinz hat, glaube ich, sogar gesagt dass sein kleines BHKW davon Schaden nimmt.

    Naja, Größe liegt im Auge des Betrachters, immerhin werkeln bei meinen BHKW ein paar tausend Pferdchen unter der Haube, hochoptimierte deutsche Ingenierskunst mit Turbolader und sonstigen neuesten elektronischen Kinkerlitzchen.
    Die Maschinen ackern bei konstanz 1500 U/min……wenn dann die Leistungsschalter aus externen Gründen mal wieder rausknallen dreht die Maschine, plötzlich der Last beraubt, auf 1750 U/min hoch eh die Notabschaltung reagieren kann, so richtig mögen tut dat Motörchen diese Tortur nun wirklich nicht.
    Ein Wartungsmonteur kennt Statistiken, demnach die Lebenszeit der Motoren jedes mal um 100 Stunden abnimmt bei solch einen unfreiwilligen Cut.

    Nimm ein Porsche, jag ihn auf der Autobahn auf max. Speed, latsch auf die Kupplung und schalte anschließend die Zündung ab………..und frag anschließend wie sich das arme Motörchen danach fühlt.
    MfG
    Onkel Heinz……..der mit den großen Spielzeugen

  140. Tjaaa, Heinz, unter einem Gigawatt tu’ ich es eben nicht :-D.
    [frotzel] Aber stimmt, solche Motörchen hatten wir als Notversorgung für die Kaffeemaschinen auf der Warte, falls mal der GAU eintritt [/frotzel]

    Trotzdem einen schönen Morgen! :-)

  141. @Tritium

    Juten Morjen erstmal.
    Wenn also so ein Motörchen die Notstromversorgung für eure Kaffeemaschine darstellt, dann solltet ihr dringen etwas an euren Kaffeeverbrauch ändern oder an der Energieeffizienz selbiger, *grins*

    Nun ja, ick hab ja vor ewiger Zeit auch in so ein Braunkohlegroßkraftwerk meine berufliche Grundbesohlung bekommen, bin vom Keller bis auf 70 m Kesseldecke rumgehampelt, hab die gewaltigen Dimensionen der Turbinensätze am offenen Herzen bestaunt, hab im harten Winterkampf Waggongs aufgeknackt damit die Kohle fließen konnte……u.v.m.
    Mir als geborenen Techniker tut es in der Seele weh, wie diese gigantische Technik jetzt unter Wind und Sonne zu leiden hat nur weil ein paar renditegeile Typen mittels Gesetzgeber den Irrsinn höchstamtlich gemacht haben.
    Man muss das erlebt haben um den Hauch Realität zu bekommen, damit man überhaupt einschätzen kann um welche Dimensionen es hier geht…………ick krieg schon einen Gänsehaut wenn ick in einer 110 KV Schaltanlage rumkrabbeln darf und man die Spannung förmlich auf der Haut spürt.

    Nun ja, unsere grünen Bessermenschen ficht ja sowas nicht an, solange ihre Propaganda-Computer immer fein artig mit Strömlingen versorgt werden, kann ja die Energiewende nicht so schlimm sein, denke se zumindest.
    Die Tatsache das Du und ick und unsere Kollegen es immer noch geschafft haben den Saftladen am Laufen zu halten, reicht denen ja als Begründung aus, das wir ja nur unnötig Panik verbreiten um die armen EE madig machen zu können.
    PS. Diese Wochenende ist wieder mal die Panikmeldung von 50 Hertz eingetrudelt, weil der Wind die jetzt schon marodierenden Windrädchen bis zu 10.000 MW Leistung aufgezwungen hat.
    Ach ja, ick freu mir schon druff, wenn dann die Meereswindmühlen irgendwann auch noch ihren Saft ungefragt ins Netz prügeln……..und Dir dann wieder die Haare zu berge stehen.

    Onkel Heinz…….ist doch garnicht gehässig

  142. Da bin ich über etwas sehr interessantes gestolpert:
    Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
    Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist eine branchen- und parteiübergreifende Plattform und offen für alle, die sich dem Gedanken der Sozialen Marktwirtschaft verbunden fühlen. Finanziert wird ihre Arbeit durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie. Die INSM verfügt 2011 nach Abzug von Steuern über einen Jahresetat von 7,01 Millionen Euro. Wissenschaftlich begleitet wird die INSM vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).
    Interessant finde ich, dass ausgerechnet die Elektro-Industrie mit der ‘Energiewende’ ganz offenbar nichts am Hut hat, obwohl sie davon ganz erheblich profitiert. Da kann ich nur sagen: Dieser Verband zeigt mehr Verantwortungsbewusstsein für den Staat und die Nation als unsere Wende-Kanzlerin -- von der grün-roten ökologistischen Kamarilla ganz zu schweigen.!

    Ein paar interessante Sätze:
    “Wachstum kann das Klima retten”
    Wachstum schützt das Klima. Denn technischer Fortschritt schont Rohstoffe, senkt den Energieverbrauch und macht Umweltschutz bezahlbar. Nachhaltiges Wachstum bedeutet, dass Fortschritt und Wohlstand nicht die kommenden Generationen belasten.
    Wachstum Technischer Fortschritt, keine Schulden füpr kommende Generationen -- das ist eine völlige Abkehr von der Ökologistik.

    “Wachstum macht schlau”
    Wenn die Wirtschaft wächst, gibt es genug Geld für gute Schulen, starke Lehrer und ständige Weiterbildung im Beruf. Nachhaltiges Wachstum bedeutet, in Bildung zu investieren, damit alle Menschen von Fortschritt und Wohlstand profitieren.
    Bildung statt Windräder als Erbe an die kommenden Generationen -- Auch das ist diametral zu den Zielen des Ökologismus, der ja mit Bildung schon deshalb nichts am Hut hat, weil die den Glauben gefährdet.

    “Wachstum lässt Wunder geschehen”
    Nachhaltiges Wachstum bedeutet, das Leben der Menschen durch technischen Fortschritt zu verbessern. Und Innovationen bezahlbar zu machen.
    Fortschritt und Innovation sind wirklich nachhaltig, nicht Stillstand und Rückschritt; nicht Technikverbote, sondern Mut zu technischen Neuerungen! Auch das ist ein direkter Angriff auf den Ökologismus. Und so wahr…

    “Wachstum schafft Sicherheit”
    Europa braucht eine sichere Währung und gesunde Staatsfinanzen. Wachstum hilft den Euro-Ländern ihre Schulden abzubauen und die Stabilitätsregeln einzuhalten. Nachhaltiges Wachstum wird solide erwirtschaftet -- und nicht auf Pump finanziert.
    Erst Geld verdienen, dann ausgeben, statt auf Jahrzehnte Zahlungsgarantien geben, um auf Pump Windräder und PV auszubauen und die nationale Verschuldung aufzublähen? Keine vagen Zukunftsversprechen, sondern die Bewährung des Produkts hier und jetzt? Diese Sicht wäre das sofortige Aus für das EEG!

  143. Ach übrigens, am Wochenende bin ich in unseren Regionalblättchen auf eine lustige Sache gestoßen.

    Kontrollierte Wohnraumlüftung

    Joo, nachdem man also seine Bude so Dicht wie möglich gemacht hat, baut man sich anschließend eine permanente Wohraumentlüftung ein damit man nicht in seinem eigenen Mief erstickt.
    Netter Nebeneffekt im Winter…….Luftfeuchtigkeiten unter 30% rel. Luftfeuchte, wat dann wieder in Luftbefeuchter ausartet, die man sich dann anschaffen muss.

    Lesenswert dazu ein Paper des Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

    Jaja, so zieht eine Massnahme nach der anderen durchs Ländle, weil man an entsprechender Stelle die Realität des Seins erst nach negativen Ergebnissen Beachtung schenkt.
    Na mal sehen, was bei der “Energiewende” noch so alles an teuren Quatsch auf uns zahlenden Stromkunden zu kommen wird, ick bin da schon mal aufs Schlimmste gefasst.
    H.E.

  144. @Onkel Heinz #143

    Ähnlichkeiten mit noch lebenden oder bereits verstorbenen Märchen sind ungewollt und rein zufällig:

    Die Schildbürger bauen ein Rathaus

    …..Sämtliche Einwohner erschienen in ihren Sonntagskleidern und begaben sich mit dem Schweinehirten an der Spitze, in das weiß gekalkte, dreieckige Gebäude. Doch sie waren noch nicht an der Treppe, da purzelten sie auch schon durcheinander, stolperten über fremde Füße, taten irgendwem auf die Hand, stießen mit den Köpfen zusammen und schimpften wie die Rohrspatzen…… „Was war denn eigentlich los?” Da kratzte sich der Schuster hinter den Ohren und sagte: „In unserem Rathaus ist es finster !” „Stimmt!” riefen die anderen. Als aber der Bäcker fragte: „Und woran liegt das?”, wussten sie lange keine Antwort. Bis der Schneider schüchtern sagte: „Ich glaube, ich hab’s.” „Nun?” „In unserm neuen Rathaus”, fuhr der Schneider bedächtig fort, „ist kein Licht!” Da sperrten sie Mund und Nase auf und nickten zwanzigmal. Der Schneider hatte Recht, Im Rathaus war es finster, weil kein Licht drin war!

    Am Abend trafen sie sich beim Ochsenwirt, tranken ein Bier und beratschlagten, wie man Licht ins Rathaus hineinschaffen könne. Es wurden eine ganze Reihe Vorschläge gemacht. Doch sie gefielen ihnen nicht besonders. Erst nach dem fünften Glas Braunbier fiel dem Hufschmied das Richtige ein. „Das Licht ist ein Element wie Wasser”, sagte er nachdenklich. „Und da man Wasser in Eimern ins Haus trägt, sollten wir’s mit dem Licht genauso machen!”

    „Hurra!”, riefen sie alle. „Das ist die Lösung!”…..

  145. Heinz,

    …ein paar tausend Pferdchen unter der Haube, hochoptimierte deutsche Ingenierskunst mit Turbolader und sonstigen neuesten elektronischen Kinkerlitzchen.

    die werden nie begreifen, dass DAS das deutsche Geschäft ist!
    PV-Paneele und Windräder, das können die Chinesen besser, aber deutsche Dieselmotoren? Nichtz heute und nicht morgen!
    Für die ist immer ein Markt da, weil es die besten sind. da spielt auch der Preis dann keine Rolle.
    Denn Zuverlässigkeit, Langlebigkeit, niedrige Wartungskosten, das ist wichtiger als ein boilligheimer-Einkauf, der über die Jahre hinweg doch teurer ist.

    Ein Beispiel: Die US-Marineinfantrie sollten neue Amphibienpanzer bekommen.
    Dazu wurde ein sehr spezieller Motor benötigt:
    - Zu Wasser mit viel mehr Leistung als an Land, wozu ein Teil der Zylinder abgekoppelt werden muss.
    - Bettrieb unter Extrembedingungen: Beständig gegen Seewasserkorossion, Einsatz in Arktis, Tropen oder Wüste.
    - Anspruchslos beim Treibstoff, muss auch mal Kerosin schlucken oder miderwertigen Stoff.
    - Kleinste Abmessungen und Gewicht, daher hohe Drehzahl und Verdichtung.
    - Wartungsfrei, soll jahrelang mit höchster Zuverlässigkeit betriebsbereit sein, dazu vollgekapselt, ausgetauscht wird das ganze Aggregat, in ein paar Minuten.
    Dass so was nicht aus China kommt, ist klar. Aber doch wenigstens aus einer renommierten US Firma? GM, oder Chrysler Defence, oder Cummings, oder Lycoming? Wird ja vom Geld amerikanischer Steuierzahler bezahlt, da soll es auch amerikanische Arbeitern zugute kommen, nicht wahr?
    Von wegen. Auf den Motoren steht ‘MTU -- Made in Germany’.
    Weil niemand sonst die so gut machen kann.
    Und so ist es mit so vielen: Druckmaschinen, Präzisionshydraulik, Getriebe, Optik…

    Bloß davon haben die Ökos keine Ahnung. Deren Horizont reicht grade mal bis zur Energiesparlampe und Windrädchen halten die für High-Tech. Aber dafür ist ihre grosses Maul um so besser ausgeprägt: Wollen Porsche-Managern erzählen, wie das Auto der Zukunft aussieht und wollen der deutschen Wirtschaft erzählen, wo die Exportmärkte und -Produkte der Zukunft liegen.
    Der selbe Typ von Apparatschiks, die die Wirtschaft des Ostblocks zugrunde gerichtet haben.

  146. @Struppi

    Hihi, daran muss ich jeden Tag denken wenn ich mir die deutsche Energiewende vor Augen führe.

    Aber es gibt ja noch Hoffnung für deutsche Wundergläubige…….

    Abu Dhabi peilt Einstieg in deutschen Windpark an

    ….Das Unternehmen Masdar aus Abu Dhabi prüft den Einstieg in einen deutschen Windpark auf hoher See. „Wir führen viele Gespräche im deutschen Offshore-Markt“, sagte Frank Wouters, der Chef der Energiesparte des staatlichen Ökokonzerns, der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe) laut Vorabbericht „Wir wären sehr interessiert an einem Einstieg, allerdings müssten sich die Renditen noch etwas verbessern.“ …..

    Jojo, Rendite verbessern………….knallhart wie diese Typen die deutsche Energiewende sehen, als tolle Investition mit staatlich garantierter Rendite auf 20 Jahre……..und da a bisserl an der Zwangseinspeisegebührenstellschraube rumzudrehen, ist ja für unser vergrünte Politik ja eh kein Problem, gelle.

    Tja Tim, bald werden wir auch unser Licht per Eimer in die Wohnung schleppen, denn elektrisches Licht werden wir uns bald nicht mehr leisten können.
    Egal, kommt der große Knall eben schneller als gedacht………vllt gibbed ja bald vom Sozialamt Elektrobezugsscheine für Arme, die dann stundenweise den Smarten Zähler freischalten…..natürlich nur, wenn es genügend Windstrom gibt, is ja wohl klar.
    Mir is schon wieder übel, wo is mein Kübel.
    H.E.

  147. @Onkel Heinz

    Egal, kommt der große Knall eben schneller als gedacht………vllt gibbed ja bald vom Sozialamt Elektrobezugsscheine für Arme…..

    ….ansonsten energie-autark dank W-LAN.

    (Die Akkus für’s Mac-Book kann mer ja zur Not an der Carport-Steckdose eines E-Mobil-Besitzers aufladen.)

  148. achgut.com (Maxeiner):

    Die zersägte Jungfrau

    Der Tsunami in Japan und die damit verbundene Reaktor-Katastrophe von Fukushima jährt sich in gut einem Monat. In Deutschland war das Unglück der Auslöser für den rasanten Atomausstieg und die „Energiewende“. Wie sieht es nach einem Jahr damit aus? Politiker und Umweltaktivisten hatten ja eine rosige Zeit vorausgesagt: Ein grünes Jobwunder sollte über uns kommen und ein ökologisches Wunderland aufscheinen, das auf Atomkraft verzichtet und gleichzeitig Vorreiter beim Klimaschutz sein würde.

    Heute lässt sich sagen: Es war die große Stunde der Illusionisten, die der Bevölkerung eine großartige Variete-Nummer vorführten. Ein Illusionist ist ein Künstler, der bei seinem Publikum Sinnestäuschungen erzeugt. Eine beliebte Parade-Nummer heißt die „zersägte Jungfrau“. In Zukunft wird vielleicht auch die „Energiewende“ in das magische Repertoire aufgenommen. Der weibliche Zauberer heißt Angela Merkel und führt dem Publikum vor, wie der Strom ohne eine Leitung oder sonstige technische Hilfsmittel einfach aus der Steckdose kommt. Hokus Pokus Fidibus……

  149. Die ratlosigkeit betrifft nicht nur die Energie:

    Ein weiterer ‘Bürgerdialog’ ist angesetzt:

    Dialog über Deutschlands Zukunft
    An dieser Stelle können Sie ab Februar mitreden. In verschiedenen Themenbereichen können Sie Ihre Vorschläge einbringen und zur Diskussion stellen; auch Ihre Beiträge untereinander bewerten.

    Sie können viel bewegen: Die interessantesten Vorschläge werden der Bundeskanzlerin vorgestellt. Sie haben die Chance, auf diese Weise Politik mitzugestalten.

  150. #149. Tritium

    Sie können viel bewegen: Die interessantesten Vorschläge werden der Bundeskanzlerin vorgestellt. Sie haben die Chance, auf diese Weise Politik mitzugestalten.

    guter Witz ;-)

  151. guter Witz

    In der Zat.
    Denn in einer gelebten Demokratie hat der Bürger keineswegs nur ‘die Chance’, Politik mitzubestimmen, sondern das ist sein Recht als Souverän!
    ‘Chancen’ haben die Politiker, die sich darum bewerben, das Volk vertreten zu dürfen.
    Frau Merkel mag das anders sehen, aber dann hat sie ein Problem mit der Demokratie.

  152. @tritium #149

    Sie können viel bewegen: Die interessantesten Vorschläge werden der Bundeskanzlerin vorgestellt. Sie haben die Chance, auf diese Weise Politik mitzugestalten.

    Das ist reine Verar…ung.

    Die Bürger werden aufgefordert die Fahrt des Schiffes in das Eisfeld, durch bunte Fähnchen, fröhliche Parties und nette Spiele “mitzugestalten”. Nur das eigentliche Problem, nämlich der fatale Kurs des murkel’schen Schiffes, der ist jenseits jeder “Mitgestaltung”.

  153. #149-152
    Was mit den “interessantesten Vorschlägen” passiert, haben wir ja gerade am Energie-Bürgerdialog gesehen.

    Das Thema “Zukunft Deutschlands” ist ein sehr breites. Daß es gerade jetzt kommt, da selbst den Verbohrteren dämmert, daß es mit der Energiewende nicht so einfach wird, daß die sogenannten “Rettungsaktionen” für den Euro fruchtlos sind, daß sich unsere mediale und politische Landschaft in der Mitte ausdünnt usw. usf., läßt es allerdings ein wenig peinlich aussehen. Zuerst regieren die legitim gewählten obersten Diener des Gemeinwesens munter drauflos, ohne sich viel um die Basis zu kümmern, und wenn die K*cke am Dampfen ist, dann werden alle in eine fröhliche Kindergartenrunde eingeladen, um mal Ideen zu entwickeln, wie die Sache zu retten wäre… Aufgegriffen werden dann aber natürlich nur solche Vorschläge, die schon ins festgeschriebene politische Konzept passen.

  154. ….war aber schön, dass wir mal drüber geredet haben…

  155. …Nichtdestotrotz werde ich es natürlich nicht versäumen, dort ein paar Vorschläge zu machen, wenn es soweit ist :-)

  156. #151 -- 153

    klar ist das eine pseudodemokratische Veranstaltung. Wenn man es ernst meinen würde mit “Basisdemokratie”, müßte zu solch grundlegenden Entscheidungen wie die sog. “Energiewende” etc., ein Volksentscheid durchgeführt werden. Aber davor fürchten sich Merkel und Co. natürlich (und zu Recht). Denn ob das im Merkelschen Sinne ausgehen würde, ist nicht so sicher. Das ist natürlich bei “Bürgerdialogen” ganz anders, da kann ich unliebsame Meinungen rausfiltern und komme wiederum auf 80% Zustimmung wie olle Prof. Renn ;-)

    karl.s

  157. #155. Tritium

    …Nichtdestotrotz werde ich es natürlich nicht versäumen, dort ein paar Vorschläge zu machen, wenn es soweit ist :-)

    dito :-)

  158. Der deutsche Sonderweg wird immer sonderbarer:

    Spanien setzt Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien aus
    Die spanische Regierung hat am Freitag bekannt gegeben, dass Anlagen für Erneuerbare Energien ab sofort keine Tarife für die Einspeisevergütung („Tarifa Regulada, Prima, Complemento por Eficiencia y Reactiva“) und keine Zuschläge mehr zugewiesen werden. Das entsprechende Gesetz ist am Samstag veröffentlicht worden und damit in Kraft getreten. …Der Förderungsstopp gilt für Produktionsarten aus erneuerbaren Energien, also insbesondere Solarenergie, Windenergie, Biogas, Wasserkraft und Geothermie….
    „Es war zu erwarten, dass die neue spanische Regierung im Zuge der Maßnahmen zur Haushaltssanierung auch die Förderung für erneuerbare Energien auf den Prüfstand stellen wird“, erklärt…

    Nanu?
    Der tolle ‘Jobmotor’ wird abgewürgt?
    Wegen Haushaltssanierung?
    Wo doch so eine wunderbare Wertschöpfung dran hängt und alle nur profitieren?

    Wie auch immer, das Sonnenland Spanien, auch mit Wind gesegnet, hat gerade sein EEG abgeschafft. Das ‘Erfolgsmodell’ hat einen ‘Nachahmer’ weniger.
    Vielleicht sollte der ‘Vorreiter’ sich ab und zu mal im Sattel umdrehen und schauen, ob die anderen überhaupt noch da sind :-)

  159. #158
    Das könnte ein lehrreiches Beispiel werden. Spanien hat großzügige Sonneneinstrahlung und, wie gesagt, reichlich Wind; wenn also die NIE überhaupt funktionieren, dann dort. Der Wegfall staatlicher Subventionierung wird bedeuten, daß sie sich nun wirtschaftlich behaupten müssen -- können sie das nicht, obwohl die Sonne keine Rechnung schickt, dann ist der Fall erledigt.

    (OK, so leicht läßt sich das in den festprogrammierten deutschen Starrköpfen nicht erledigen; aber ein handfestes Argument gegen die NIE-Schönredner könnte die Sache dennoch liefern.)

  160. @Tritium #158

    Vielleicht sollte der ‘Vorreiter’ sich ab und zu mal im Sattel umdrehen…..

    …..oder mal nach unten schauen, dann würde er sehen, dass er ein totes Pferd reitet.

  161. @Flumi #159

    Der Wegfall staatlicher Subventionierung wird bedeuten, daß sie sich nun wirtschaftlich behaupten müssen — können sie das nicht, obwohl die Sonne keine Rechnung schickt….

    …..hi hi, vielleicht kommt ja doch noch ’ne Rechnung. Und zwar von Frau Durán.

    Eine Spanierin will demnächst von allen Solarenergienutzern eine Nutzungsgebühr fordern

    Ángeles Durán, Behördenangestellte aus dem spanischen Vigo, dürfte sich in nächster Zeit bei sämtlichen Betreibern von Solarstromanlagen melden und ihren Anteil an Einspeisevergütung und anderweitigen Erlösen aus Strom- und Wärmeproduktion fordern. Ende letzten Jahres hat sie die rechtlichen Grundlagen hierfür geschaffen und sich die Besitzrechte an der Sonne notariell beglaubigen lassen. Skeptiker verweist sie hierzu auf einschlägige Präzedenzfälle: »Ein Amerikaner hat bereits den Mond und große Teile des Sonnensystems als sein Eigentum registriert.«

  162. #158. Tritium

    Vielleicht sollte der ‘Vorreiter’ sich ab und zu mal im Sattel umdrehen und schauen, ob die anderen überhaupt noch da sind :-)

    um Gottes willen ;-) nur nicht umdrehen, könnte ja sein, dass man vor Schreck vom Gaul fällt, weil keiner die Attacke mehr mitreitet.

    karl.s

  163. @Tritium #149

    Ein weiterer ‘Bürgerdialog’ ist angesetzt:

    Dialog über Deutschlands Zukunft

    … so so, Mutti ruft die Kinderchen zum Mitsingen auf. Na, dann hab ich auch gleich mal ’n prima Vorschlag für einen zünftigen Titelsong…… dürfte Mutti noch kennen aus guten alten Zeiten, gelle?

  164. achgut.com (Röhl):

    Lesetipp: Verdammt alt aussehende Erneuerbare

  165. Noch mehr Ratlosigkeit:

    In der Energiewende fehlt es an Ideen
    Deutschland benötigt für die Energiewende Gaskraftwerke, doch deren Bau lohnt sich kaum. Wie kann man den Mangel beheben? In der Politik herrscht Ratlosigkeit.

    Kein Wunder. Es gehen schon DENA-Zahlen um, die von 25 Milliarden € jährlich sprechen. Die EEG-Umlage steigt exponentiell und die Kosten beginnen richtig weh zu tun.
    Andererseits muss das Netz stabil bleiben, eine Serie von Ausfällen wäre das Todesurteil für die NIE.
    Bezeichnend ist, dass in dem Artikel ein Stadtwerk-Konzern zu Wort kommt -- wir erinnern uns: Stadtwerke gehören zu den ‘Guten’!.
    Der sieht ein, dass seine Milliardeninvestition in NIE das Netz überfordert. ers sieht ein, dass er Backup-Kraftwerke braucht. Aber er sieht nicht ein, dass er die Kosten, die seine NIE verursachen, selbst bezahlen soll; der Staat soll’s richten, neue Subventionen müssen her!

    Unter Fachleuten und in den zuständigen Ministerien herrscht derzeit Ratlosigkeit. Es fehlt an Ideen, die konkurrieren, an neuen Denkansätzen. Nur ein Wort fällt immer wieder: Kapazitätsmarkt. Er soll effizient Anreize setzen, damit in neue Kraftwerke investiert wird.
    Hinter dem Wortungetüm “Kapazitätsmarkt” verbirgt sich ein Auktionsverfahren. Dabei schreibt eine unabhängige Institution eine bestimmte Menge von Erzeugungskapazitäten zur Versteigerung aus. Energieversorger konkurrieren darum, zum Beispiel um das Recht, im Jahr 2020 eine bestimmte Menge Megawatt bereithalten zu dürfen. Den Zuschlag erhält der Anbieter, der den günstigsten Preis verlangt. Er darf sich auch über eine Prämie freuen, die beispielsweise für jedes Kilowatt bereitgehaltene Leistung gezahlt wird. Das Ganze finanziert sich durch eine Umlage auf den Strompreis.

    In der Regierung äußert man sich zurzeit nur extrem zurückhaltend zu dem Modell. Mit einer weiteren Umlage hat der Bundeswirtschaftsminister Philip Rösler (FDP) seine Probleme: Sie käme einer Subvention gleich, die es nur gebe, weil eine andere Subvention, die EEG-Umlage, ungewünschte Folgen habe.

    Ja, so kommt eines zum anderen und sorgt dafür, dass der NIE-Kostenanteil am Strompreis weiter exponentiell wachsen wird -- bis zum Crash!

  166. # 165

    Energieversorger konkurrieren darum, zum Beispiel um das Recht, im Jahr 2020 eine bestimmte Menge Megawatt bereithalten zu dürfen.

    … oder greifen sich an den Kopf und verlagern ihre Aktivitäten in Länder, wo sie vernünftig wirtschaften können.

    Er darf sich auch über eine Prämie freuen, die beispielsweise für jedes Kilowatt bereitgehaltene Leistung gezahlt wird. Das Ganze finanziert sich durch eine Umlage auf den Strompreis.

    Also wieder die Standardlösung aller Probleme: der mehr oder weniger versteckte Zugriff auf das verteilte Volksvermögen, das noch ungenutzt vor sich hin schlummert (Klartext: das der Staat noch nicht in den Krallen bzw. verplant hat). Das ist Raubbau an den Werten.

  167. Ach Leute, dat Kind ist doch schon längst in den tiefsten Brunnen gefallen, die Ratlosigkeit trägt Stilblüten, die mich nur noch zum Weinen bringen.

    Leider ist keiner von Euch auf meine kleine Stadtwerkegeschichte mit den Riesen-E-Boiler eingegangen, der einer der Folgen dieser irrsinnigen Energiepolitik ist aber im Prinzip ist es noch viel schlimmer als ihr euch überhaupt vorstellen könnt.

    der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat den Klimaschutz ganz toll auf seine Fahnen gepappt, der AGFW (Arbeitsgemeinschaft Fernwärme) feiert sich in seinen Kampfblatt “EUROHEAT&Power ” bei jeder neu errichteten Biogasanlage oder Biomasseheizwerk wie die Könige, das Blatt liest sich inzwischen wie die Hochglanzprospekte von Eurosolar und Co., es gibt keinen Ausweg mehr aus den Dilemma des deutschen Sonderweges.

    Das “Umweltbürokratiemonster” hat die Republik fest im Würgegriff, selbst wenn viele in der Branche das sehen und erkennen, ist ein gegenteiliges Handeln mit der “Konterrevolution” alter DDR Zeiten gleichzusetzen.
    Jetzt, wo die Finanzkrise die Realwirtschaft an der kurzen Leine baumeln lässt, ausgerechnet jetzt sollen kommunale Energieversorger immense Investionen stemmen ohne zu wissen ob die Banken die Knete überhaupt ausspuckt.

    Während einige renditegeile Typen die Landschaft mit Miefquirlen und Krähenspiegel vollpappen im Wissen der garantierten 20 Jahre Einspeisevergütung, soll sich der Rest der Energiewirtschaft über beide Ohren verschulden um den Mist noch irgendwie gebacken zu kriegen, da kann man ja nur noch das Kotzen kriegen.

    Die Karre muss leider ungebremst an die Wand krachen, denn vorher werden wir uns alle fein weiter gegenseitig in die Tasche lügen, wie in der DDR vor 1989.

    Onkel Heinz…..wieder mal am Rande des Wahnsinns

  168. Leider ist keiner von Euch auf meine kleine Stadtwerkegeschichte mit den Riesen-E-Boiler eingegangen

    Die wurde schon verstanden, Heinz.
    Leider hab’ ich die Quelle nicht mehr, in der ausgerechnet wurde, dass sich momentan der Betrieb einer alten Aluhütte als reiner Stromvernichter rentieren würde: Nur einschalten, wenn der Preis an der Börse gerade negativ ist (so kann man natürlich absolut nichts produzuieren) und den Strom einfach in Abwärme verwandeln und kassieren.
    Gleichtzeitig klämpfen echte, produktive Aluhütten wegen der zu hohen Strompreise um ihre Existenz.

    Aber das System kracht, das siehst ja, an allen Ecken. Das lebt nicht mehr lange.

  169. @Tritium
    Im Prinzip ist die Energiewende ein Machtkampf zwischen den Wirtschaftsministerium die die EU Auflagen der liberalisierung der Strommärkte umzusetzen hat und gleichzeitig den Netzumbau stemmen soll und den Umweltministerium das die EE/NIE ohne Sinn und Verstand dem deutschen Volk aufzwingt.
    Nebenbei kämpfen die kommunalen Energieunternehmen gegen das Wirtschaftsministerium, weil Sie als “Letzte Meile” prozentual die meisten Kosten der Energiewende tragen müssen und der AGW kämpft, weil der Verband zu wenig Macht hat um seine Ziele erreichen zu können.

    Es ist ein einzigen Hauen und Stechen, jeder gegen jeden, dazwischen noch die NGO die ständig Ärger machen und dann die gleichgeschalteten Medien, die den ganzen noch die blödsinnige Krone aufsetzen……..von fachlich unkompetenten Politikern will ich garnet erst anfangen.
    Unsere jetzige Energiepolitik gleicht einem Irrgarten in den ein paar Blinde und Taube versuchen den goldenen Gral zu finden, blöd ist nur das der 10 Meter hoch an der Decke hängt und die keine Leiter dabei haben.

    Onkel Heinz……….mies drauf

  170. achgut.com (Peiser):

    E = mc² für Anfänger

    Interessante Betrachtung von William Tucker

  171. #167

    Leider ist keiner von Euch auf meine kleine Stadtwerkegeschichte mit den Riesen-E-Boiler eingegangen, der einer der Folgen dieser irrsinnigen Energiepolitik ist aber im Prinzip ist es noch viel schlimmer als ihr euch überhaupt vorstellen könnt.

    ist ja auch ein alter hut ;)
    vattenfall und hamburg hatten doch diese lösung beim teil-rückkauf der netze als erste vorgestellt…

    :P

  172. #170. Tim Hardenberg

    aus dem Artikel mal ein wie ich finde sehr guter Vergleich zu den Dimensionen

    Eine entscheidende Vergleichsgröße ist der Aufwand, der benötigt wird, um ein Kohlekraftwerk am Laufen zu halten, verglichen mit einem Kernkraftwerk. Ein Kohlekraftwerk von 1000 MW Leistung, also unserer Standardgröße, benötigt einen Zug mit 110 Waggons, der alle 30 Stunden ankommt, also ca. 300 mal pro Jahr. Jeder Waggon wiegt 100 Tonnen und erzeugt 20 Minuten Elektrizität. Eine ungeheure Belastung, nicht nur für den Schienenverkehr. (In China ist dieser bereits komplett zusammengebrochen).

    Ein Kernkraftwerk auf der anderen Seite benötigt lediglich sechs LKWs mit Brennstäben alle 18 Monate. Die Brennstäbe sind nur mittel radioaktiv und können mit Handschuhen umgeladen werden. Sie verbleiben im Kraftwerk für fünf Jahre. Danach sind ca. 180 Gramm Material in Energie umgewandelt worden. Dies ist möglich auf der Grundlage der Formel E = mc2. Die Umwandlung von 180 Gramm Materie reicht aus, um die Stadt San Francisco für fünf Jahre mit Strom zu versorgen.

    Dies ist für viele Menschen unglaublich schwer vorstellbar, es ist fast jenseits unserer Vorstellungskraft. Wie kann man eine ganze Stadt fünf Jahre mit Strom versorgen, und zwar praktisch ohne Auswirkungen auf die Umwelt, mit gerade mal 180 Gramm Materie? Dies scheint so unvorstellbar, dass wir dies schwerlich als etwas Normales ansehen können: Ein Reaktor ist eine Bombe, die darauf wartet, zu explodieren. Der Müll bleibt für immer, was soll man damit machen? Es muss etwas Unheimliches darin liegen, Energie aus dem Nukleus von Atomen zu gewinnen.

    Atomenergie ist jenseits der menschlichen Fähigkeiten. Aber diese Technologie ist nicht jenseits der menschlichen Fähigkeiten. Es ist auch nichts Unheimliches daran. Es ist lediglich jenseits dessen, was die Menschheit sich bis zum Anbruch des 20. Jahrhunderts vorstellen konnte. Im beginnenden 21. Jahrhundert ist es Zeit, mit der Vorstellung zu beginnen.

  173. Neben PV gibt es ja auch noch andere NIE.
    Und in der ZEIT bekommt das ‘Biogas’ sein Fett:

    Biostrom, nein danke!
    Der Biostrom wird darin kompetent auseinander genommen, ein Verriss, wie er vernichtender kaum sein könnte. Ein Fazit daraus:
    Die Gesamtemissionen für diesen Biostrom liegen meist viel höher als jene für Ökostrom aus Wasser, Wind oder Sonne. Vergleicht man sie mit jenen moderner Kraftwerke, die fossiles Erdgas nutzen, dann wird klar: Strom aus Erdgas kann sogar klimaschonender sein als solcher aus Pflanzen.

    Das solche Artikel überhaupt erscheinen und sich in letzter Zeit deutlich vermehren, gibt Hoffnung.
    Es sieht so aus als würden die NIE sich rasant dem Kulminationspunkt nähern, an dem ihre Kräfte so weit erschöpft sind, dass sie die Gegenkräfte nicht mehr überwinden können. Danach geht es unweigerlich zurück.
    Clausewitz lehrt uns, dass dieser Punkt oft den Zeitgenossen als unscheinbar erschien, während im Nachhinein die elementare Bedeutung zutage tritt.
    Wir können nicht mehr weit entfernt sein, wenn man den zeitlichen Maßstab des Angriffs zugrundelegt, dern nun schon ins zwölfte Jahr geht.
    Oder glaubt einer von euch, es würde noch mal 12 Jahre so weiter gehen?
    Ich nicht.

  174. Tucker stellt in seinem Artikel E=mc² für Anfänger folgende Frage

    Leider beendete der 2. Weltkrieg die Einführung der Nuklearenergie. Dies ist eine historische Tragödie. Die Atombombe steht in derselben Beziehung zur Nuklearenergie, wie Schiesspulver zu Feuer. Obwohl Schiesspulver eine wichtige Rolle in der Geschichte spielte, war die Wirkung des Feuers viel grundlegender. Wollen wir das Feuer aufgeben, nur weil es zu Pistolen führte? Nichtsdestotrotz überschattet die Atombombe die gleichfalls wichtige Entdeckung der Nuklearenergie bis heute.

    Das muss muss man wohl heute so beantworten, dass viele dass Feuer aufgeben wollen, weil wir ihrer Meinung nach unsere Zukunft damit in Frage stellen. Die Idee, dass Feuer unsere Vergangenheit war und auch unsere Zukunft ermöglicht und ergänzt durch Nuklearernergie eine Zukunft ermöglicht, von der wir nur träumen können, kommt denen wohl gar nicht oder sie wollen keine Zukunft für uns.

  175. @Gerhard

    Die Idee, dass Feuer unsere Vergangenheit war und auch unsere Zukunft ermöglicht und ergänzt durch Nuklearernergie eine Zukunft ermöglicht, von der wir nur träumen können, kommt denen wohl gar nicht oder sie wollen keine Zukunft für uns.

    …..ich glaube, die meisten Öko-Gläubigen haben diese „Grenzen-des-Wachstums”-Ideologie, die seit Jahren gepredigt und immer wieder mit Apokalypsedrohungen untermalt wird, so sehr verinnerlicht, dass sie eine Rückkehr in mittelalterliche Zustände mittlerweile für erstrebenswerter halten als den angstbesetzten technischen Fortschritt des 21. Jahrhunderts. Außerdem kann man sich so eine Rückkehr in die Vergangenheit schönmalen als nette grüne Hobbit-Welt (natürlich mit lustig klappernden Windmühlen und blinkenden Solarfeldlein auf allen Häuschen), in der sich alle, alle lieb haben.

    Zu einer solchen romantisch verklärten Weltsicht passt dann auch prima der „Plan” von GREENPEACE, der sich wie eine schwülstige Ansprache der SED-Parteiführung an das Volk der DDR liest:

    Deutschland ist erneuerbar

    Deutschland ist erneuerbar, weil ein Ruck durchs Land geht, weil wir AKW abschalten, bereits 17 Prozent Erneuerbare Energien haben und damit international an der Spitze stehen, weil wir in 40 Jahren zu 100 Prozent unseren Strom aus Erneuerbaren Energien beziehen, wir dann bis 2030 schon über 300 Milliarden Euro an Brennstoff importen sparen, weil Fabriken auf ihren Dächern Solarenergie produzieren und Windstrom ihre Bänder antreibt, wir mit Ressourcen und dem Leben anders umgehen können, wir nicht 40 Millionen männliche Küken im Jahr durch den Schredder jagen müssen, wir eine andere Landwirtschaft haben können, unser Gemüse keine künstlichen Reifehelfer braucht, weil wir die Wälder und Meere schützen können, weil wir unseren Konsum verändern können und nicht willenlos gierig sind, weil wir echte 3-Liter-Autos bauen können, weil die Menschen klug sind, weil wir eine andere Politik brauchen, nicht wenige auf Kosten vieler sich die Taschen füllen dürfen, weil wir uns umeinander kümmern müssen und Kinder Bildung brauchen, weil Umweltschutz auch Menschenschutz ist, weil wir es jetzt schaffen werden -- innezuhalten und nachzudenken, weil …

    ….also wen das nicht zu Freudentränen rührt! ……ich brauch jetzt trotzdem erstmal den Kübel.

  176. @Tim Hardenberg #175
    Natürlich rührt mich das zu Freudentränen. Leider geht ihre Quelle ein bisschen an der Realität vorbei. Es wird betont, dass nur der politische Wille fehlt. Aber der ist da, es geht nur leider nicht oder vielleicht auch zum Glück.

  177. Es könnte durchaus sein, dass Tritium Recht hat mir seiner Vermutung, dass ein Punkt nach Clausewitz erreicht ist, der später einmal als Richtungweisend erkannt hat. Seit gestern läuft nun der neue Bürgerdialog der Bundeskanzlerin. Gut, nach einem Tag kann man noch nicht viel sagen, ich habe mir dennoch mal die Überschriften der Vorschläge angeschaut und nach Zustimmung geordnet. In Klammern die Anzahl der Zustimmungen:

    Offene Diskussion über den Islam (1845)

    Bedingungsloses Grundeinkommen -- Erörtern & Abstimmen -- Neue Umstände erfordern neue Wege! (1163)

    Legalisierung von bestimmten weichen Drogen. (985)

    Die eigene deutsche Identität stärken! Nur wer sich selber schätzt, kann andere angemessen würdigen! (684)

    Bedingungsloses Grundeinkommen für alle (507)

    Sozilaversicherung in der Zukunft (359)

    Kirche und Staat vollständig trennen (z.B. Kirchensteuer) (334)

    Verfassung ändern: Mehr direkte Demokratie! (288)

    Ächtung von Lobbyarbeit als Korruption (248)

    Deckelung der Kraftstoffpreise (243)

    Freier Zugang zu öffentlich finanzierter Forschung (Open Access) (243)

    Wie gesagt, dass sollte man noch nicht überbewerten, dennoch wird es sich lohnen, diesen Dialog weiter zu beobachten. Ich hatte noch keine Zeit mich intensiver damit zu beschäftigen, sei es nur die Vorschläge alle zu lesen. Dennoch fällt auf, dass unter denen die die meiste Zustimmung bekommen, nirgendwo das Wort “Nachhaltigkeit” auftaucht. Könnte es sein, dass das Thema keine Sau interessiert?

  178. #173. Tritium

    Oder glaubt einer von euch, es würde noch mal 12 Jahre so weiter gehen?
    Ich nicht.

    Moin Tritium,

    ich auch nicht, wie schon an anderer Stelle gesagt, ich bin Optimist :-)

    gruß
    karl.s

  179. Punkt nach Clausewitz

    Ich glaube, wir nähern uns diesen Punkt von 2 Seiten, erstens vom Ausbau der NIE und dessen immer schlechtere Handhabbarkeit und zweitens von Seitens der Energiewirtschaft, die alle Investitionen auf Eis legt und auch bei den Wartung und Instandhaltungsmassnahmen auf minimale Werte zurückfährt.
    Die Simmung ist derart mies im Lande, das die Sub-Unternehmen zunehmend die Arbeit ausgeht und händeringend auch schon die kleinsten Aufträge mit Kusshand engegennehmen oder quer durchs Land reisen, um Arbeit für ihre Mitarbeiter zusammen zu kratzen.

    Alle warten nur noch auf den großen Knall, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr bald kommen wird.
    Wollen wir nur hoffen, das sich die anschließende Wut der Bevölkerung nicht gegen die Falschen richten wird.

    Onkel Heinz…..Flasche leer

  180. #173. Tritium

    Oder glaubt einer von euch, es würde noch mal 12 Jahre so weiter gehen?
    Ich nicht.

    Nein, der Rubikon war für mich Überschritten da Phil Jones zugab

    ‘Of course, if the MWP was shown to be global in extent and as warm or warmer than today, then obviously the late 20th Century warmth would not be unprecedented. On the other hand, if the MWP was global, but was less warm than today, then the current warmth would be unprecedented.’

    und

    “The trend over the period 1995-2009 was significant at the 90% level, but wasn’t significant at the standard 95% level that people use,” Professor Jones told BBC News.

    Das ganze nach der ersten Charge Mails bekannt als Climatgate.

  181. Ein weiterer Reiter velässt das Feld:

    Tschechien: Der Wind für Ökostrom-Betreiber wird rauer

    In Tschechien gibt es ab sofort keine Preisgarantie für NIE mehr -- und das sogar rückwirkend auf alte Verträge!
    „Das Gesetz gilt flächendeckend und hebt bestehende Förderverträge zwischen Stromerzeugern und Netzbetreibern auf“

    Mit Ende des Jahres fällt für Ökostrombetreiber der gesetzlich festgelegte Mindestpreis, gefördert wird nur noch über stündliche „grüne“ Boni.

    Tschechien hat auch eine wirkungsvolle Bremse für den PV-Zubau gefunden: Eine 26%ige Solarsteuer auf Gewinne aus PV.
    Begründung:
    …ein notwendiger Schritt, um eine drohende Photovoltaik-Blase abzuwenden, so die Befürworter. Ohne die Abgabe wären die Strompreise 2011 um bis zu 18 Prozent gestiegen, so ein Sprecher des Ministeriums für Industrie und Handel.
    „Das alte Fördergesetz hat den Return on Investment für grüne Energie dramatisch verkürzt – von 16 Jahren auf rund sieben Jahre“, so Nikolaus Seiwald, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Prag. Da Strom aus Sonne und Wind immer schubweise ins Netz gerät, laufe das Stromnetz Gefahr, überlastet zu werden. Seiwald: „Das lässt sich natürlich technisch lösen – kostet aber auch wieder Geld.“

    Die Tschechen naben also das selbe Problem wier wir, aber im Gegensatz zu uns handelten sie pragmatisch und greifen die Ursache der Schieflage an.

    Der tschechische Staats-Stromkonzern CEZ will nun deshalb seine NIE in Tschechien abstossen. Dafür investiert er aber in bis zu 3000 MW NIE im Ausland -- bei den blöden Deutschen, die weiter und weiter für überteuerte und sinnlose NIE astronomische Subventionen zahlen.

  182. @ Onkel Heinz

    Onkel Heinz…..Flasche leer

    Trink nich so viel, ist schlecht für´s Gahirn

  183. Gahirn

    Gaga? ;-)

  184. @ Tritium

    Gahirn

    Gaga? ;-)

    Nein, Hamburger Slang ;-)

  185. @Karl #182

    hi hi….. Pittbull……. Flasche leer?

  186. @ Tim

    Aahahaha, auahaha, diese Schmerzen, diese Wahnsinnigen Schmerzen

  187. Karlchen aus der Kälte

    Ist doch wahr Mensch, nüchtern ist diese ganze Scheixxe hier in Deutschland überhaupt net mehr zu ertragen.
    Da kommen irgendwelche Waldbiologen, Informatikdoktorchens und Grundschullehrer und wollen mir erklären wie ich dienstlich meinen Job zu machen habe und wie ich mich privat gefälligst einzuschränken habe, während derzeit in den Städten Wärmebusse durch die Gegend kutschen, damit die 260.000 Obdachlose nicht die Kältetoten-Statistik versauen, während 12,5 % Kinder unter 3 Jahre in Hartz 4 Familene aufwachsen, während das deutsche Schulsystem immer mehr lese- und rechenschwachen Halbidioten auf die Ausbildungsbetriebe loslässt, während der Fachkräftemangel der Industrie heute schon Sorgen bereitet…………ein Rechtsanwalt den Umweltminister mimt, ein Arzt sich als Wirtschaftsminister aufführt, eine Physikerin erneuerbare Energien zum Himmel hebt, die EEG als weltweite Erfolgsgeschichte gehandelt wird, obwohl ein Staat nach dem anderen die Notbremse zieht….und ein Ministerium ein Abschaltgesetz zusammenfriemelt ohne die Netzbetreiber vorher zu fragen ……..ich könnte die Aufzählung des ganz normalen deutschen Irrsinns wohl noch seitelang weiter führen.

    In Abwandlung eines alten Spruches kann ich nur noch sagen…..
    Es gibt keine schlechte deutsche Politik……..nur zu wenig Alkohl.

    Knurrrr, Wuff, Wadenbiss

  188. LOL…meine letzte Schimpfkanonade ist im Spam gelandet………
    Manchmal könnt ick echt……..
    Und wem ham wa dat zu verdanken?

    Knurr und wech

  189. @all

    Wissenschaft oder Esoterik?

    Vielleicht kann sich das mal jemand anschauen. Sollte man das ernst nehmen oder ist das wieder einmal nur durchgeknallte Pseudowissenschaft? Kann mir leider keinen Reim drauf machen.

    Akademia Integra

    Die Lösung des Energieproblems: Prof. Claus Turtur treibt Forschung zur Raumenergie voran

    Die auf http://www.EnergiederZukunft.org dargestellte noch unscheinbare Forschung zur Raumenergie hat weltweit das Potential zum großen Wurf. In Amerika und Australien laufen bereits Raumenergie-Motoren mit offiziellen Prüfzertifikaten. [1] [2] Bisher verschweigt Deutschland die echte Energiealternative. Raumenergieforschung wird nicht gefördert….

    Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

    Prof. Dr. rer. net. Claus W. Turtur: Auch wenn ich die praktische Nutzung der neuen sauberen Energie der freien Raumenergie bereits erfolgreich im Labor nachweisen konnte -- ich habe meine Forschungsarbeiten einstellen müssen. Das ist schade, denn die saubere Energie wäre für die Menschen eigentlich wichtig.

    Für alle Menschen, die meine Ergebnisse noch sehen mögen, lasse ich meine Internet-Inhalte noch stehen -> Sie können nach unten scrollen……

    Raumenergie -- Die Energieform der Zukunft!

    Die Raumenergie ist eine saubere und unerschöpfliche Energiequelle, die derzeit noch nicht genutzt wird. Ziel dieses Projektes ist daher die Weiterentwicklung der Raumenergienutzung, damit diese in absehbarer Zeit zur nachhaltigen Energiegewinnung genutzt werden kann und so einen wesentlichen Beitrag zur künftigen globalen Energiepolitik beitragen wird können….

  190. #188: Ein Scharlatan!

  191. #188
    Ja, das ist Blödsinn, von der Art der Tachyonenmotorfreunde. Die Energiequelle, die da angezapft werden soll, wäre die quantenmechanische Vakuum- oder Nullpunktsenergie. Im Rahmen der Quantenmechanik ist es unmöglich, diese Energie nutzbar zu machen.

  192. Merkels Zukunftsdialog.

    Jetzt sind ja schon tausende von Stimmen vegeben und da habe ich mal die Suchmaschione bemüht:

    Es gibt über tausend Vorschläge, die populärsten erreichen dreistellige Zustimmungszahlen.
    Nun die Buzzwords:

    ‘Umweltschutz:
    6 Vorschläge, die dieses Wort enthalten (0,6% der Vorschläge)
    Zustimmung insgesamt(!): 44 Stimmen.
    1(!) Vorschlag betrifft tatsächlich zentral den Umweltschutz, er erhielt 5 Zustimmungen.

    Erneuerbare Energien.
    9 Vorschläge (0,9%), davon einer explizit ablehnend.
    Zustimmuungen insgesamt: 37

    Klimaschutz:
    2 Vorschläge, 4 Zustimmungen.

    Ich denke, man kann schon jetzt sagen, dass diese Themen die Lebenswirklichkeit der allermeisten Bürger gar nicht berühren, es ist ihnen völlig gleichgültig, die Propaganda ist an ihnen abgetropft.
    Aber diese Gelichgültigkeit erlaubt den Aktivisten, den öffentlichen Meinungsraum mit lautem Krähen füllen, da diese Gleichgültigkkeit eben auch keinen Widerspruch oder Widerstand artikuliert!
    Letztenbdlich sind diese angeblich so weltbewegenden Themen rein artifiziell, aufgesetzt und ohne Resonanz -- Eine synthetische Scheinwelt, in der politische Versager, fanatische Extremisten und skrupellose Geschäftemacher und Lobbyisten Ersatzbefriedigungen und Profit suchen.

  193. Kritik an Bioenergie- und Holzpellets in “PLANET-WISSEN”

  194. #192. Tritium

    -- Eine synthetische Scheinwelt, in der politische Versager, fanatische Extremisten und skrupellose Geschäftemacher und Lobbyisten Ersatzbefriedigungen und Profit suchen.

    hast Du schön ausgedrückt ;-) vollste Zustimmung. Ich werde mich mal am Wochenende beim “Zukunftsdialog” umschauen, weiß aber noch nicht, ob ich mich da überhaupt beteiligen werde.

    gruß
    karl.s

  195. Zukunftsdialog

    Ein klares Bekenntnis zur Energieproduktion aus Kernkraft

    am 02.02.2012 um 22:28 Uhr von Markus Wagner erstellt

    Deutschland muss in all seinen Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen stark sein. Darüber hinaus muss der Wirtschaftsstandort Deutschland gesichert werden. Wenn man verantwortungsbewußt handeln will, kann es also nicht sein, dass man leichtfertig eine sichere und zuverlässige Energiequelle aufgibt, um sich ineffizienter Solarkraft und Windkraft anzuvertrauen. Langfristig setzt Deutschland damit seine Wirtschaftskraft und den Wohlstand der Bevölkerung aufs Spiel.

    Daher mein Vorschlag: ein Umdenken in der Energiewende. Wir brauchen Kernkraft als wichtige Säule unserer Energievorsorgung (auch um unsere CO2 Ziele zu erreichen).
    Der Vorschlag wurde folgenden Themen zugeordnet:

    Wohlstand, Lebensqualität und Fortschritt

    21 Stimmen

    Meine Stimme ist dabei. Dat mit den CO2 Zielen hab ich mal überlesen.

    karl.s

  196. Manfred Güllner geht im Cicero der der Frage nach: Wer löst die Probleme im Land. So richtig gut kommt keiner dabei weg. Besonders mies sieht es für die FDP aus, doch deswegen weise ich nicht auf diesen Artikel hin. Sondern, auch weil man es am derzeitigen Dialog der Bundeskanzlerin sieht, weil die Energiepolitik nicht von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird. In Bezug auf die Grünen beschreibt Güllner das so:

    Da nach Fukushima alle Parteien von einer Art „kollektivem Irrsinn“ befallen waren und sich nur noch mit den deutschen Kernkraftwerken, nicht aber um die von den Bürgern als wirklich wichtig empfundenen Probleme kümmerten, mussten die Grünen, die für die meisten Bürger im Prinzip immer eine Öko- und damit eine Ein-Themen Partei geblieben sind, zwangsläufig Kompetenz gewinnen. In dem Maße aber, wie die Politik sich wieder den anderen Problemkomplexen zuwandte, sank der Kompetenzwert der Grünen auf sein Normal-Niveau; denn außer den eigenen Anhängern traut kaum jemand der grünen Bewegung Kompetenzen in anderen Politikfeldern außer dem Umwelt- oder Klimaschutz zu.

  197. Offshore-Wind halt wohl keine Chance mehr:

    RWE prophezeit Flaute für Offshore-Windanlagen
    RWE hält die erste Etappe der Energiewende für unmöglich. Eigentlich plant die Bundesregierung, bis 2020 Windräder mit einer Leistung von 10.000 Megawatt in Nord- und Ostsee zu bauen. “Das schaffen wir nicht mehr”, sagte Hans Bünting, Noch-Finanzvorstand und bald Chef der RWE-Erneuerbaren-Sparte Innogy, am Dienstag in Hamburg. “Dazu müsste eigentlich schon jetzt jeden Tag eine Turbine installiert werden.” Schuld sei ein Verzug beim Anschluss der Windparks an das Stromnetz. Dafür sind kilometerlange Kabel durchs Meer bis ans Festland nötig. Die Verzögerungen schreckten Investoren ab

    Offt wird einfach übersehen, dass Grossprojekte Jahrzehnte benötigen. Die Bevölkerung meint im allgemeinen, 2020 sei weit in der Zukunft. Für Planer ist 2020 aber JETZT!
    Grossprojekte zeigen auch am offensten die Unfähigkleit der politischen Planer: Kleine verstreute >Zubauten an Land können ja eine ganze Zeit lang gut gehen, bevor die Probleme sich offen zeigen, aber Offshore funktioniert nicht ohne ein Gesanmtkonzept und das gibt es eben nicht.
    Diese Warnung vor einem Scheitern des Offshore-Windstroms ist aber nur ein einziger Aspekt von vielen: Das ghleiche kann man auch für den Nord-Süd-Ausbau des Netzes sagen, für den Bau von Backup-Kraftwerken, für den Bau von Speichern, für die Vernetzung mit dem Ausland uswusw…
    NICHTS davon wird bis 2020 funktionieren, weil die Zeit für eine solide Planung bereits verstrichen ist. Was immer jetzt noch gebaut wird, ist zwangsläufig Pfusch, unkoordiniert und natürlich deshalb vauch sehr viel teurer und ineffizienter als ohnehin.

  198. #197. Tritium

    Moin Tritium,

    ich sags ja immer wieder, letztendlich ist es immer und überall eine Frage des Geldes.

    Der Konzern hat mit seinem ersten deutschen Offshore-Projekt leidige Erfahrungen gemacht: Der Netzanschluss des Windparks Nordsee Ost verzögert sich um ein Jahr. Daraus entsteht RWE ein Einnahmeausfall von 300 Mio. Euro. Hinzu kommen Kosten, weil RWE beauftragte Zulieferer vertrösten muss. Bünting prüft daher eine Schadensersatzklage gegen Tennet. Der niederländische Konzern, der 2010 das Hochspannungsnetz von Eon kaufte, macht hohe Investitionen für die Verzögerungen verantwortlich. “Tennet wusste von Anfang an, was auf sie zukommt”, so Bünting. “Es ist keine Überraschung, dass jetzt Milliarden fällig sind.”

    karl.s

  199. Pöhh, eine Ratlosigkeit die immer mehr an deutscher Verweigerungshaltung leidet.

    Wustermark lehnt Gaskraftwerk ab

    Die Gemeinde Wustermark (Havelland) lehnt den Bau eines Gaskraftwerkes in der Kommune ab. Die Gemeindevertretung habe am Dienstagabend sämtliche Beschlussvorlagen für den Bebauungsplan verworfen, berichtet der «Oranienburger Generalanzeiger» (Mittwoch). Die Mehrheit gegen den Bau war bei 10:9 Stimmen allerdings äußerst knapp. Damit stehe das 640-Millionen-Euro-Projekt vor dem Aus. Offen ist, ob die in der Schweiz beheimatete Investor Advanced Power AG gegen den Entscheid der Gemeinde klagen wird, um den Bau noch zu ermöglichen.

    Peng………Energiewende am Bürger vorbei, nun kommt das bittere Erwachen.
    H.E.

  200. …nun kommt das bittere Erwachen

    So etwas kann man nicht mit Schlaf entschuldigen, schliesslich gibt es Präzedenzfälle:

    Das PSW Goldisthal ist ein typisches Projekt der Grössenordnung, die zur ‘Energiewende’ nötig sind.
    1965. Erste Überlegungen
    1975: Erkundung und Bauvorbereitung
    1980: Stop wegen Geldmangel
    1988: Umfangreiche Weiterführung
    1993: Planfeststellungsverfahren nach Wiedervereinigung, gegen den Protest von Grünen und BUND
    1995: EU-Ausschreibung
    1997: Beginn der endgültigen Bauarbeiten
    2004: Volllastbetrieb.

    Summe: 39 Jahre!

    Alle Stationen sind nachvollziehbar: Geldmangel, Proteste, Klagen, EU-Bürokratische Hindernisse, Regierungswechsel.
    Das gleiche droht auch bei der ‘Energiewende’ jedem einzelnen Projekt!
    Und wir bräuchten HUNDERTE Goldisthal!
    Jeder vernünftige Mensch wusste dies. Selbstverständlich wissen das auch die verantwortlichen Politiker.
    Aber sie wissen, dass sie buchstäblich weg gefegt werden, wenn sie dem Volk das zumuten wollen, was eigentlich nötig wäre: Enorme Strompreissteigerungen zur Sicherung der Finanzierung, ohne die kein Spatenstich gemacht wird.
    Die schlafen nicht.
    Die stecken den Kopf in den Sand!

  201. #200. Tritium

    Die stecken den Kopf in den Sand!

    nur dass die Damen und Herren ökoreligiösen Politiker diesmal mit der “Vogel Strauß Politik” so einfach nicht davon kommen werden, dafür ist schon zu viel Geld verbraten worden. Man kann es drehen und wenden wie man will, ohne Schmerzen ist diese Operation nicht rückgängig zu machen. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in den zuständigen Ministerien nur Blödmänner und Blödfrauen sitzen, die das kommende Ungemach nicht schon erkennen.

    karl.s

  202. #197, Tritium

    RWE ist auf dem Rückzug. Denn Bünting spricht ja nicht nur von fehlender Netzanbindung bzw. schleppendem Netzausbau; er greift ganz massiv die Genehmigungsbehörden an, sie würden verschleppen und verzögern.

    Besser geht’s doch nicht, um sich mit einem “macht Eure Energiewende doch selber” aus dem Schlamassel zu verabschieden. Denn RWE hat ganz andere Konzernsorgen, als sich weiter ein “erneuerbares Feigenblatt” zu leisten.

  203. tja,

    nun wird offensichtlich, weshalb 3 der 4 großen versorger ihre netze relativ kampflos verkauft haben…

    Der niederländische Konzern, der 2010 das Hochspannungsnetz von Eon kaufte, macht hohe Investitionen für die Verzögerungen verantwortlich. “Tennet wusste von Anfang an, was auf sie zukommt”, so Bünting. “Es ist keine Überraschung, dass jetzt Milliarden fällig sind.

    ps

    Bünting prüft daher eine Schadensersatzklage gegen Tennet.

    wo ich das gelesen hab musste ich kurz lachen :D

  204. #199

    heinz,
    willst ma lachen?

    So hatte vor allem die Bürgerinitiative gegen den Bau des Gaskraftwerks das Projekt von jeher als zu groß, zu nah, zu laut bezeichnet.

    NIMBY schlägt zu :D

  205. Zum Jahrestag des Grossen Desasters in Japan klingen die Kommentare und Berichte in den Medien im Vergleich zur Massenhysterie beim Unglück selbst schon sehr viel nüchterner. Der Spiegel brachte doch tatsächlich eine Fotoserie ‘Ein Jahr danach’ in der keine einzige Aufnahme eines KKW zu sehen war -- Sehr klar ist alllerdings zu erkennen, dass der Tsunami in seinen Folgen wohl nur mit den Flächenbombardements des Weltkriegs vergleichbar und erfahrbar ist: Ganze Städte vollkommen ausgelöscht, nur die Fundamente zeigen noch, wo einst Häuser und Menschen waren, unzählbare Opfer, eine Mega-Katastrophe. Rational ist die Havarie der KKWs da nur ein geringfügiger Nebenaspekt.

    Dennoch fällt die ‘Welt’ mit einigen Artikeln wohltuend auf:

    Wie wir Japaner wirklich sind
    Für Japan war Deutschland das große Vorbild westlich-fortschrittlicher Lebensart, seit die Amerikaner die Öffnung des Landes Mitte des 19. Jahrhunderts erzwungen hatten. Wir übernahmen das deutsche Rechtssystem. Ein deutscher Musiker komponierte unsere Nationalhymne. Deutsche Qualität wurde zum Maßstab für unsere eigenen technischen Produkte. Wie sollten wir nun die “German Angst” verstehen, die nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima einen Höhepunkt erreichte. “Nichts ist mehr so, wie es war”, hieß es, und nicht wenige meinten sogar, ihr Urteil gleich auf die ganze Welt ausdehnen zu dürfen. Welch maßlose Überheblichkeit spricht daraus? Warum reagiert dieses einst so vorbildliche Land so hysterisch und so überstürzt, fragte ich mich immer wieder…

    Was atomare Verstrahlung bedeutet, weiß niemand besser als die Japaner. Gut 200.000 Zivilisten wurden von den Bomben auf Hiroshima und Nagasaki getötet. Viele Tausende trugen Langzeitschäden davon oder starben nach und nach an den Strahlungsschäden. Beide sind längst wieder blühende Millionenstädte. Die Deutschen aber sind durchdrungen von Zukunftsangst und Widerstand gegen jegliche Änderung, und sei sie auch noch so notwendig. Bedenken gelten ihnen mehr als neue Möglichkeiten. Wir Japaner blicken dagegen mit Zuversicht in die Zukunft. Unseren Kindern geben wir diese mit auf den Lebensweg. Wir sagen ihnen, dass sie es schaffen, wenn sie es wollen und wenn sie sich anstrengen.

    Schweigeminute für die Opfer der Mega-Katastrophe

    Die Wahrmnehmung in Deutschland:
    Unter dem Motto „Fukushima mahnt – Atomanlagen jetzt abschalten“ sind Demonstrationen in mehreren Orten geplant. Im Braunschweiger Land rund um das marode Atommülllager Asse wird eine 75 Kilometer lange Lichterkette organisiert. Die Veranstalter erwarten bei den Aktionen mehr als 20.000 Teilnehmer.

    …und in Japan:
    Bei einer Gedenkzeremonie im Nationaltheater von Tokio drückte Regierungschef Yoshihiko Noda den Opfern sein Beileid aus. „Ich verspreche, dass wir mit allen Kräften den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete vorantreiben“, sagte Noda.

    Am ersten Jahrestag der Katastrophe demonstrierten in Tokio und anderen japanischen Orten Menschen für eine Abschaffung aller AKW. Insgesamt aber ist die Beteiligung an solchen Anti-Atom-Protesten in Japan trotz der Katastrophe in Fukushima weiterhin relativ gering.

  206. #205. Tritium

    moin Tritium,

    den “Bock” schießt wieder mal meine regionale “Wasser-Prawda” (Ostseezeitung) ab!

    Am ersten Jahrestag des folgenschweren Erdbebens in Japan versammelten sich gestern auch 50 Frauen und Männer (man beachte den riesigen Aufmarsch ;-) ) in Lubmin bei Greifswald, um an die Opfer der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima zu erinnern.

    Opfer der Atomkatastrophe? Nach meinem Kenntnisstand sind bis heute keine Opfer zu beklagen. Das ist Zynismus in Reinkultur und in keinster Weise zu tolerieren.

    Weiter in der heutigen Ausgabe ein Zitat von Claudia Roth

    Wir werden solange demonstrieren, bis das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz ist, aber nicht nur in Deutschland.

    Aufruf zum Kreuzzug?

    karl.s

  207. @karlchen

    Aufruf zum Kreuzzug?


    …..aber bitte mit Gelöbnis!

    Die Stuttgarter liefern die Textvorlage…. bissi anpassen….. fertich! ….. Aufsagen!

    Gorlebener Gebet wär’ auch ’ne Alternative……. ach nee, viel zu friedlich, die schottern ja nich mal.

  208. Deutsche Energieratlosigkeit……….

    „Keine klare Strategie, keine Koordination, kein Masterplan“

    SPD und Grüne warnen am Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima vor einem Scheitern der Energiewende in Deutschland. Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Kraft, sagte der F.A.Z.: „Wir sind schon jetzt im Verzug“. ….
    …Die Ministerpräsidentin, die im SPD-Vorstand für die Energiepolitik zuständig ist, warf der Bundesregierung vor, dass es keine klare Strategie gebe, keine Koordination und keinen „Masterplan“. Es gebe deshalb auch kein Monitoring des bisher Erreichten. „Also können wir nicht erkennen, ob wir noch in dem Korridor sind, der dorthin führt, wo wir 2020 sein wollen“, sagte Frau Kraft der F.A.Z. Im Jahr 2020 soll das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet werden. Klar sei: „Wir sind schon jetzt im Verzug“.

    Nun ja, bei den Grünen wissen wir ja das sie unsere Wirtschaftsnation an die Wand fahren wollen, wat aber die SPD so von sich lässt, dürfte wohl den sozialen Teil ihrer Mitglieder verdammt sauer aufstoßen.
    Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben, verarmung der Arbeiterklasse und des Mittelstandes………..Verräter der eigenen Klientel.
    SPD……eine Volkspartei die ihrem eigenen Wahlvolk in den Arsch tritt, um die Klimahure für die Grünen zu miemen.
    Sorry, wenn ick “Kraft” höre, muss ich automatisch an einen Pudding denken, ersatzweise an ein Fähnchen im Wind.

    Erneuerbare Energien: Die Blase droht zu platzen

    Viele Banken haben mit Krediten für Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien gewaltige Positionen aufgebaut. Die kleine Bremer Landesbank hat im Jahr 2011 mehr als eine Milliarde in das Segment gepumpt. Nun treten die ersten Schwierigkeiten auf – und die staatliche KfW muss mit Bürgschaften einspringen. ….

    Es gibt aber noch weitere unangenehme Nebenwirkungen: Das von der Bank für Ökostrom-Maßnahme ausgeliehene Geld verkleinert ihre Geldmenge für andere dringend nötige Kredite. Genau diese brauchen nämlich Firmen und Betriebe, die entweder ausbauen, neues Personal einstellen oder umschulden wollen. Und: Zeitgleich steigen in diesen kleinen und mittelständischen Unternehmen die Stromkosten genauso wie für die übrigen privaten Haushalte. Damit wird mit den Erneuerbaren Energien erneut nicht der deutsche Mittelstand finanziert, sondern ein neuer Spieltisch im Finanz-Kasino eröffnet. Der entscheidende Trost für alle Kritiker: Im globalen Finanz-Kasino gibt es am Ende immer einen Bailout für die Bank.

    Ja ihr lieben fanatischen Fans von “Vogelschredder und co.”, die Banken die ihr immer so gerne als Haie anseht, dieselben Banken machen sich mit den EE ne neue Blase auf, auf das der blöde Energiewendling sein Geld weiterhin schön rausschmeisst.
    Wie blöd oder blind muss man eigentlich sein, um nicht zu bemerken das auch dieses “Pyramidenspiel” die letzten in den Arsch beissen wird?
    So ein großen Knast gibbed in ganz Deutschland nicht, um diese Verbreche alle wegsperren zu können, Amen.
    H.E.

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