Die Energiewende: Reise nach Eden

4. Februar 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Ökologistische Mythen

EdenGestern Abend lief auf ZDFneo eine Wiederholung der Star-Trek-Folge Reise nach Eden. Dabei stellte ich verblüffende Parallelen zum aktuellen Aktionismus in Sachen Energiewende fest.

Worum geht es? Die USS Enterprise trifft auf ein Gruppe straffällig gewordener Hippies, die der Technik entsagen will und zum Planeten Eden reisen möchte, um dort ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen.

Die Enterprise verfolgt das gestohlene Föderationsschiff Aurora, in dem sich mehrere Personen befinden. Als man versucht, Kontakt aufzunehmen, flieht das Schiff und wird wegen Überlastung des Antriebs zerstört, die Besatzung wird jedoch rechtzeitig herausgebeamt. Es stellt sich heraus, dass die zwei Frauen und vier Männer Hippies auf der Suche nach dem Planeten Eden sind. Da sich Tongo Rad, der Sohn des catullanischen Botschafters unter den 6 Hippies befindet, muss Kirk die Gruppe zuvorkommend behandeln. Ihr Anführer, Dr. Sevrin, ist von Eden besessen und Überträger einer ansteckenden Krankheit und mit dem Virus Synthecoccus novae infiziert. Spock attestiert Sevrin eine Geisteskrankheit. Sevrin plant die Enterprise zu kapern. Um keinen Verdacht zu erregen, tun die Blumenkinder harmlos und erfreuen die Besatzung der Enterprise mit ihrer Geselligkeit und versuchen diese so umzudrehen. Es kommt zu einer Session, bei der Spock mit den Hippies zusammen auf seiner vulkanischen Harfe musiziert. Darüber hinaus kommt es zu einem unerwarteten Wiedersehen. Eine der Frauen, Irina Galliulin, ist eine alte Bekannte von Chekov. Sie haben sich an der Sternenflottenakademie kennen gelernt, wo auch Irina studiert hat; jedoch ist sie vorzeitig ausgeschieden. Die beiden kommen sich wieder näher, Irina hält aber letztlich zu Dr. Sevrin und spioniert die Steuerungstechnik der Enterprise aus. Schließlich gelingt es der Gruppe, die Enterprise kurzzeitig zu übernehmen und die Besatzung durch Ultraschallsignale zu betäuben. Sie finden Eden tatsächlich und fliegen dort hin. Nachdem sie per Shuttle gelandet sind, stellt sich heraus, dass der Planet kein Eden ist. Pflanzen und Früchte sind paradiesisch schön, aber säure- und gifthaltig. Dr. Sevrin und Adam sterben, nachdem sie in eine giftige Frucht gebissen haben. Adam tut es aus Unwissenheit, Dr. Sevrin aber bewusst, um den ersehnten Planeten nicht mehr verlassen zu müssen und stirbt so den Märtyrertod. Die Crew der Enterprise kehrt mit den 4 Überlebenden auf das Schiff zurück und bringt sie zur Raumbasis 4. Irina verabschiedet sich von Chekov. Sie will weiter nach Eden suchen.

Hier das erste Aufeinandertreffen der Enterprise-Besatzung mit der Gruppe von Hippies.

Hintergrundinformationen

Die Folge zeigt unübersehbare Einflüsse der kulturellen Umwälzungen des Endes der 1960er Jahre. Angelehnt war die ganze Geschichte an die Ende der 60er Jahre auf der Erde immer populärer werdende Hippiebewegung. Zwar haben die Hippies keinen Erfolg mit ihrer Mission und sind verblendete Anhänger eines besessenen Anführers. Kirk und Spock äußern aber auch Verständnis für ihre Ziele.

Verblüffend finde ich die Parallelen zu den heutigen Anhängern der Energiewende. Diese folgen im blinden Optimismus und mit blinden Aktionismus den geistigen Führern der Energiewende auf den Weg in eine bessere Zukunft, für ein Leben im Einklang mit der Natur. Da hat sich wenig in den letzten 50 Jahren geändert. Außer, dass man solche Leute früher noch belächelt hat, diese heute aber in Schlüsselpositionen von Politik und Umweltverbänden sitzen und so ihren Einfluss gelten machen können. Spock versucht in „Reise nach Eden“ die Leute mit Argumenten und Logik zur Einsicht zu bewegen. Vergebens. Auch daran hat sich heute nichts geändert. Einer festen Überzeugung kann man nicht mit Logik entgegenwirken.

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10 Kommentare
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  1. 1969 traf ich als Kadett der Gorch Fock in Agadier auf meine erste Hippie Kolonie am Sreand. Nur wegen der Toleranz der Restgesellschaft konnten die sonst eigentlich schmarotzenden Hippies überleben. Grünstrom-Anbeter wie Deutschland und Dänemark können im europäischen Strom-Markt auch nur als tolerierte Schmarotzer im Verbundnetz überleben. Wir drücken Vorrangstrom rein und ziehen Strom raus, gerade wie es Wind und Wetter und den Ideologen gefällt. Die Schweizer und Österreicher belächeln uns und treiben ihre Preisspielchen mit den depperten Deutschen.
    Wie den Hippies, ist den Deutschen das Einmaleins von Physik und Technik nicht mehr zu vermitteln. Sie träumen von Öko und glauben den Energie-Gurus. Gebetsmühlenartig werden die Mantras der „Energiewende“ von Politik und Medien verkündet und das Weltklima gerettet. Wenn es dann die rettenden Auffangvorrichtungen des Industrie- und Sozialstaates nicht mehr gibt werden die modernen Hippies nur noch Sand, Sonne und Wind haben, das Paradies der Natur am Strand.

  2. Was ist ein „Green IQ“? Und was hat das Intelligenz zu tun?
    http://www.iwr.de/news.php?id=30611
    Gewinner dieses Ranking der „grünen Intelligenz“ ist übrigens die Türkei. Und zwar, weil es dort überdurchschnittlich viele Veganer geben soll. Auch Frauen haben einen höheren grünen Intelligenzquotienten.

  3. Ich hatte bei dem Bild erst ganz andere Erwartungen.

    https://36.media.tumblr.com/tumblr_m7c4vqHkhs1qd8nk9o1_500.png

    Auch die Handgeste findet Google unter dem gleichen Stichwort, nur umgedreht :)

    http://www.musikexpress.de/wp-content/uploads/2015/08/31/15/Leslie-Mandoki.png

    Verblüffend finde ich die Parallelen zu den heutigen Anhängern der Energiewende. Diese folgen im blinden Optimismus und mit blinden Aktionismus den geistigen Führern der Energiewende auf den Weg in eine bessere Zukunft, für ein Leben im Einklang mit der Natur.

    Neinnein, die „Energiewende“-Gläubigen sind keine Hippies, sondern der Bevölkerungsdurchschnitt. Von der Kindergärtnerin über den Landwirt bis zur Prokuristin.

  4. @Quentin

    Ich oute mich mal. Ich habe einen grünen IQ von minus unendlich. Mir ist mein Energieverbrauch wurscht, ich finde Mülltrennung doof und Holzverbrennung sowie erneuerbaren Energien als umweltschädlich und Ressourcenverschwendung und biologischen Anbau für einen Irrweg sowie Chemie super.

  5. Der Test ist ganz schlecht. Mein Score ist 60,5. Als Resultat bin ich ein „BAD GUY“ und habe den Ratschlag erhalten, das Fahrrad statt Auto zu benutzen. Dabei besitze ich gar kein Auto, fahre nur Fahrrad und ÖPNV, und habe das wahrheitsgemäß im Test angegeben. Außerdem vermeide ich Leder und andere Produkte aus Tierkörpern Auch das habe ich wahrheitgemäß angegeben. Aber bei den ganzen Fragen nach Mülltrennen, Bio-Produkte, Ökostrom und Palmöl (was ist schlimm an Palmöl?) hab ich immer ebenso wahrheitsgemäß „strongly disagree“ angegeben, weil ich das alles für sinnlos halte. Aber wieso raten sie mir dann, das Auto stehenzulassen?

  6. #4 GH

    Ich oute mich mal. Ich habe einen grünen IQ von minus unendlich. Mir ist mein Energieverbrauch wurscht, ich finde Mülltrennung doof und Holzverbrennung sowie erneuerbaren Energien als umweltschädlich und Ressourcenverschwendung und biologischen Anbau für einen Irrweg sowie Chemie super.

    dann ist mein grüner IQ minus unendlich x 2, den ich werfe, zusätzlich zu ihren punkten, regelmäßig verpackte lebensmittel weg, bei denen das mhd erreicht wurde, furzen tu ich manchmal auch ganz gern und trage damit zum hitzetod bei und meine heizung läuft auch oft bei angekipptem fenster…

    😀

  7. hihi

    Green IQ: 59,5

    bin ein „Bad Guy“

    Schade, aber wenigstens besteht bei dir noch viel Potenzial für Verhaltensänderungen. Sich umweltfreundlich zu verhalten ist gar nicht so schwer. Du musst ja nicht gleich auf den nächsten Bio- Bauernhof ziehen – aber vielleicht nimmst du einfach mal das Fahrrad anstelle des Autos, um zur Eisdiele zu fahren. So machen’s die Guten.

    Der Erzieherische Text und das faseln von die „Guten“TM 😉 lässt tief blicken in das Herz der Ökofaschisten.

    mfg

  8. Ihr Looser…….mein Green-IQ liegt bei 54…..

    Hui, du denkst, Umweltschutz betrifft nur die anderen?

    Und die Fragen sind bisweilen wirklich nur Bullshit mit Soße…..erinnert mich etwas an Pionierlager und Wandzeitungswettbewerbe……und bei der Frage nach den Transportmittel meiner Einkäufe war nur eine Antwort möglich….wo ich doch zu den neuen Tüten auch ein Korb im Auto habe um die schweren Sachen (Flaschen, Büchsen) sicher nach Hause zu bringen.
    Übrigens sind die Tüten dann als Zweitverwertung, die Sammelbehälter für meinen ungetrennten Müll….weil viel stabiler als die vonner Rolle.

    @Günter und Micha, m
    Ich muss euch enttäuschen….negativ geht leider nicht, ich nehme mal an, das die Grundzahl 50 ist….und da ich beim Zähneputzen „manchmal“ das Wasser abdrehe….gabs wohl 4 Punkte für die Antwort.

    „Ich meide beim Kauf von Lebensmitteln bewusst solche, in denen Palmöl enthalten ist.„…….lol…..soll ick ne Lupe mit in den Laden nehmen um dat Kleingedruckte zu identifizieren…..mich interessiert nur Preis und Haltbarkeitsdatum…..das einzige was ich ganz bewusst beim Einkauf mache……jedem Lebensmittel aus dem Weg zu gehen, wo irgendwat mit „BIO“ drauf steht. Deswegen muss ich auch nicht drauf achten, ob dat Bio-Zeuch aus der Region kommt.
    Die letzte Frage, ob man für seine neue Heizung auch mehr Geld ausgeben würde, wenn se janz besonders nachhaltig ist…..enttarnt diese Umfrage als das, was sie ist….eine Marketingaktion eines Heizkesselherstellers.

    H.E.

  9. mhhhh 36 liegt wahrscheinlich daran das ich 4 Autos angegeben habe (real 3 Autos 2 Motorräder) und niemals ÖPNV nutze, da bin ich dann wohl der Antichrist

  10. Interessant finde ich vor allem das Fazit:

    Spock versucht in „Reise nach Eden“ die Leute mit Argumenten und Logik zur Einsicht zu bewegen. Vergebens. Auch daran hat sich heute nichts geändert. Einer festen Überzeugung kann man nicht mit Logik entgegenwirken.

    Einerseits bin ich geneigt, dem zuzustimmen, denn die Reaktionen deuten tatsächlich oft auf eine Verfestigung von Einstellungen, die sich gegen Sachargumente immunisierte. Das findet man grundsätzlich auch bei AGW-Gegnern. Diese haben zwar meist eher recht, da sie zufälligerweise eben das bessere wählten … aber diese Wahl war dann auch nicht das Ergebnis eines soliden Erkenntnisprozesses.

    Dennoch meine ich nicht, dass ein Kategorisierung und ideologische Verortung von Menschen ein festes Urteil darstellen darf. Die Möglichkeit ist nicht auszuschließen, dass Argumente doch auf fruchtbaren Boden fallen. Auch wenn sich zunächst eine Abwehr-Haltung bildet -- was nicht ungewöhnlich ist -- so kann die Argumentation eben mit Zeitversatz dennoch wirksam werden. Es ist darum eher ein Appell an die eigene Integrität, den Meinungsgegner nicht vorschnell abzustempeln.

    Zudem muss man sich fragen, ob nicht eine gespiegelte Einstellung nicht ebenso berechtigt wäre: Sind wir selbst denn ideologiefrei? Gilt für uns nicht ebenso ein Bias, der uns von der Vernunft trennt?

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