Die „große Schweinerei“ des Professors Eicke Weber

9. März 2016 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Peter Heller hat kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem er auf auf dieses Video mit Professor Eicke Weber, seines Zeichens Chef des Fraunhofer Institutes für Solare Energiesysteme ISE hinweist. Darin bezeichnet Herr Weber den Umstand, dass die EEG-Auszahlungen an EEG-Anlagenbetreiber (in Milliarden Euro) seit 2009 anscheinend viel weniger stark ansteigen, als die EEG-Umlage (in Cent pro kWh), welche die Stromkunden zahlen müssen, als „eine der größten Schweinereien im ganzen deutschen Energiesystem“, durch den sich „die Leute, die den Strom bereitstellen“ (also die Netzbetreiber) Geld „in die Tasche“ stecken würden. Ist dem wirklich so?

Skalieren wir einfach mal die EEG-Auszahlungen an EEG-Anlagenbetreiber (in Milliarden Euro) und die EEG-Umlage (in Cent pro kWh), welche die Stromkunden zahlen müssen, auf gleichen Maßstab. Dann ergibt sich in der Gegenüberstellung mit Herrn Webers Diagramm dieses Bild (unterer Teil der Abbildung).

EEG-Weber3

Bis auf einen „Durchhänger“ der EEG-Umalge zwischen 2005-2013 steigen beide Werte gleichstark an. Mit der „richtigen“ Skalierung kann man also einen bestimmten Eindruck erwecken, um sein Publikum zu täuschen.

Zudem gilt, wie Herr Heller bereits geschrieben hat:

Wenn nun aber immer mehr Verbraucher „privilegiert“, also von dieser Zahlungsverpflichtung ganz oder teilweise ausgenommen werden, erhöht sich der Aufschlag auf den Strompreis für die verbleibenden Abnehmer. Immer weniger Stromkunden zahlen die immer höheren Subventionen. Deswegen stieg die EEG-Umlage zuletzt schneller als die Differenzkosten. Rechnet man die Umlagebefreiung heraus, ist alles wieder in der Reihe.

Die EEG-Umlage steigt, bereinigt von Industrieprivilegien, Nachholungen und Liquiditätsreserven, entsprechend der EEG-Differenzkosten an. Ursächlich für die steigende EEG-Umlage ist also in erster Linie die immer weiter ansteigende EEG-Vergütung der Anlagenbetreiber. An erster Stelle der Ausbau der stark EEG-geförderten Photovoltaik.

EEG08

Kostenanteile an der EEG-Umlage 2015

Photovoltaik: 9 Mrd. € / 2,7 Cent/kWh / 44 % (EEG-Kostenanteil)

Anteil der „Industrie“-Privilegierung in ct/kWh an der EEG-Umlage: 4,5 Mrd. € / 1,37 Cent/kWh / 22 % (EEG-Kostenanteil)

Das EEG-Konto: Was geschieht eigentlich mit den Überschüssen?

Ende September 30.09. eines laufenden Jahres findet ein Kontoausgleich statt, der den Ausgleich zwischen den prognostizierten und tatsächlichen Ergebnissen schafft. Die Verrechnung des Kontostands zum 30.09. geschieht jedes Jahr automatisch („Kontoausgleich“) und entspricht der Systematik der EEG-Umlagenfinanzierung. Etwaige Überschüsse verbleiben im System: Sie werden – genauso wie in den letzten Jahren die Defizite – bei der Festsetzung der EEG-Umlage des Folgejahres berücksichtigt. Dementsprechend kommen Überschüsse vollständig den Stromverbrauchern zugute, weil die EEG-Umlage niedriger ausfällt, als sie es ohne Kontoausgleich wäre. Gleiches gilt im Übrigen für etwaige Zinsgewinne auf ein Guthaben auf dem EEG-Konto, welches von den Übertragungsnetzbetreibern treuhänderisch verwaltet wird.

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38 Kommentare
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  1. Der im Betrachtungszeitraum gesunkene Strompreis (i.e. stärker gesunken als die Durchschnittsvergütung, Durchschnittsbetrachtung auch nur gültig bei Mengenkonstanz etc….) trägt im Rahmen der Systematik auch zu dem von Weber beschriebenen Sachverhalt bei und sollte bei der (berechtigten) Kritik an Weber nicht unterschlagen werden. Auf die Schnelle kann ich nur schätzen, aber mir scheint dieser Effekt nicht geringer zu sein, als der der Privilegierung.

    Weber kritisiert hier die Mathematik der EEG Systematik.

  2. Wenn zwei Bäcker Brötchen backen: Der eine muß seine Kosten bezahlen, Gewinn machen und noch seine Kunden suchen…
    Der andere kann backen soviel er will und wann er will. Er wird sie sogar zu Höchstpresien los, wenn er sie erst gar nicht backt..
    Er bekommt jedes Brötchen zu seinem Garantiepreis immer los.
    Dann wird der ehrliche „normale“ Bäcker immer der Dumme sein, egal auf welcher Kurve mit welcher Neigung er auch immer abstürzt. Planwirtschaft und Marktwirtschaft vertragen sich nicht, auf jeden Fall nicht beim gleichen Produkt. EON verkundet heute Milliardenverlust. Eon gehört uns, wir enteignen uns selbst. ENBW wird der nächste enteignete Volksbetrieb sein. Auferstanden aus Ruinen….. Schaffen wir wieder Ruinen…. Das einzige reale Produkt ist Ideologie. Am deutschen Wesen soll genesen… Am Sonntag dürfen einige wählen, in BW wählen sie wohl wieder überwiegend die Brötchen aus dem nieder gemachten Wald. Dummheit ist eine besonders große „Schweinerei“

  3. Kommunisten sind halt so 😉

  4. zu #2 da habe ich was falsch geschrieben. Wir enteignen uns bei bei den oft beschimpften Energie-Riesen nicht. Wir machen keine „demokratische Bodenreform“. Wir entwerten nur ideologisch den Börsenwert und vernichten den Ertrag. Wir schlachten unsere besten Kühe im Stall und fressen Sie nicht einmal mit Haut und Haar. Wegen veganer Ernährung, bringen wir sie zum Abdecker. Wann steht Deutschland beim Abdecker der Globalisierung auf dem Hof? Heben wir dann unseren Beitrag zur „Klimarettung“ geleistet? Weg ist weg, ich bis dahin auf jeden Fall!

  5. UP 9. März 2016 14:24
    Der im Betrachtungszeitraum gesunkene Strompreis (i.e. stärker gesunken als die Durchschnittsvergütung, Durchschnittsbetrachtung auch nur gültig bei Mengenkonstanz etc….) trägt im Rahmen der Systematik auch zu dem von Weber beschriebenen Sachverhalt bei und sollte bei der (berechtigten) Kritik an Weber nicht unterschlagen werden. Auf die Schnelle kann ich nur schätzen, aber mir scheint dieser Effekt nicht geringer zu sein, als der der Privilegierung.

    Weber kritisiert hier die Mathematik der EEG Systematik.

    @UP9
    Genau so ist es, den Merit Order Effekt unterschlägt der Herr Krüger allzugerne,und der war im Betrachtungszeitraum erheblich. Die Börsenpreise haben sich fast halbiert,

    MfG

  6. @Diehl

    Der Merit Oder Effekt beträgt nur 0,6 Cent/kWh. 😉

  7. @Michael Krüger

    Sie haben den Taschenspielertrick von Prof. Weber sehr schön dargestellt, Danke.
    Schon interessant, dass so etwas aus einem Fraunhofer Institut kommt.

  8. Ich denke mal wenn Bayern München gegen Darmstadt 5:2 gewinnt, skaliert der Herr Krüger daraus ein Unentschieden

    Sie sollten Vorsitzender vom Darmstädter Fanclub werden.

    MfG

  9. Michael Krüger sagt #6
    @Diehl

    Der Merit Oder Effekt beträgt nur 0,6 Cent/kWh.

    Jährlich haben Sie vergessen. Ziehen Sie die mal bei jeder Umlagen Erhöhung ab 2009 ab
    dann haben Sie bei der heutigen Umlage ein 3 vorm Komma.

    MfG

  10. @Diehl

    Ich fand die Geschichte mit der schapielenden Taube nicht sehr nett. Aber mir fällt angesichts Ihrer Ignoranz auch nichts mehr zu Ihrer Verteidigung ein. Die übliche Bezeichnung dafür heißt: Argumentum ad nauseam.

  11. @Diehl

    Ich denke mal wenn Bayern München gegen Darmstadt 5:2 gewinnt, skaliert der Herr Krüger daraus ein Unentschieden

    Herr Diehl, dass skaliert mein Auswertungsprogramm für Mathematik ORIGIN automatisch so. Die Frage ist, warum Herr Weber die linke Achse (Auszahlungen an die Anlagenbetreiber) um das Doppelte streckt, von 20 Mrd.€ auf über 40 Mrd.€., während die rechte Achse, EEG-Umlage in Cent/kWh auf den vollen Anstieg auf 6 Cent/kWh skaliert ist?

    Ist Ihnen das als Opel-Experte in der Logistik, der täglich mit Zahlen umgegangen ist, nicht aufgefallen, Herr Diehl?

    Der Merit Oder Effekt beträgt nur 0,6 Cent/kWh.

    Jährlich haben Sie vergessen.

    Herr Diehl, der Merit Order Effekt beträgt jährlich 0,6 Cent/kWh und die EEG-Umlage in den letzten Jahren 6 Cent/kWh pro Jahr/ jährlich. Dabei 2,7 Cent/kWh als EEG-Anteil für Photovoltaik und 1,4 Cent/kWh EEG-Anteil für die „Industrie“-Privilegierung. Das wird jedes Jahr neu berechnet und nicht über die Jahre aufsummiert.

    Ist Ihnen das als Opel-Experte in der Logistik, der täglich mit Zahlen umgegangen ist, nicht aufgefallen, Herr Diehl?

  12. @Landvoigt

    Ich würde es Altersstarrsinn nennen. Da kann man leider nichts machen. Das ist leider nicht sehr freundlich von mir, aber mir fällt da auch nicht mehr viel zur Verteidigung von Herrn Diehl ein.

  13. Michael Krüger sagt #11

    Diehl sagt.
    Der Merit Oder Effekt beträgt nur 0,6 Cent/kWh.
    Jährlich haben Sie vergessen.

    Herr Diehl, der Merit Order Effekt beträgt jährlich 0,6 Cent/kWh und die EEG-Umlage in den letzten Jahren 6 Cent/kWh pro Jahr/ jährlich.

    @Herr Krüger
    Kleine Korrektur zu Ihren 6 Cent pro Jahr.

    Die Umlage war in 2009= 1,20 in 2010 =2,05 in 2011 = 3,53 in 2012 = 3,59 in 2013 = %,28 in 2014 = 6,24.

    Oder was verstehen Sie pro Jahr,????
    Jetzt verstehe ich auch warum Sie auf so, Ihnen angenehme Ergrbnisse komme.

    MfG

  14. @Diehl

    Herr Diehl, der Merit Order Effekt beträgt jährlich 0,6 Cent/kWh und die EEG-Umlage in den letzten Jahren 6 Cent/kWh pro Jahr/ jährlich. 2014, 2015, 2016 liegen wir über 6 Cent/kWh EEG-Umlage.

  15. Michael Krüger sagt # 14

    @Diehl
    Herr Diehl, der Merit Order Effekt beträgt jährlich 0,6 Cent/kWh und die EEG-Umlage in den letzten Jahren 6 Cent/kWh pro Jahr/ jährlich. 2014, 2015, 2016 liegen wir über 6 Cent/kWh EEG-Umlage.

    @Herr Krüger
    Ich habe bis 2014 gerechnet, wenn Sie die Jahre mit der geringen Erhöhung, und den jährlichen 0,6 Cent MOE noch dazu nehmen, hat die gegenwärtige Umlage möglicherweise schon eine „2“ vorm Komma.

    MfG

  16. @Diehl

    Und in den nächsten Jahren wird Ihre bereinigte EEG-Umlage dann negativ, wenn Sie so weiter rechnen und einseitig 0,6 Cent/kWh MOE Jahr für Jahr aufsummieren (0,6+0,6+0,6 ……..+0,6) und von der EEG-Umlage für nur ein Jahr abziehen. Die EEG-Umlage summiert sich aber auch Jahr für Jahr auf (2014 6Cent +2015 6Cent + 2016 6Cent …) ? Herr Diehl, ist das wirklich für Sie nicht zu verstehen?

  17. PS

    Und 6 Cent/kWh EEG-Umlage -- 0,6 Cent/kWh MOE sind immer noch 5,4 Cent/kWh und nicht 2.x Cent/kWh.

  18. …. wie dem auch sei : Gerade seit der EEG Satz einheitlich festgelegt wird (2010 oder 2011) ergeben sich doch alle Preiseffekte zwangsläufig.

    EEG -- Satz steigt stärker als Umlagensumme -- so what ?

    Wollte er nur schlechten Kritikstil durch Pseudomathe zeigen oder gab es einen Vorschlag etwas anderes zu machen ?

    UP

  19. Herr Krüger
    Was machen Sie denn da für Rechnerei, ich werde Ihnen weiter helfen.

    Von 2009 auf 2010 stieg die Umlage real von 1,20 auf 2,05 um 0,85 Cent.

    MOE bereinigt wären das nur 0,25 Cent.

    Somit MOE bereinigt von 1,20 auf 1,45.

    Von 2010 auf 2011 stieg die Umlage real von 2,05 auf 3,53 um 1,48 Cent.

    MOE bereinigt wären das nur 0,88 Cent.

    Somit MOE bereinigt von 1,45 auf 2,33 Cent.

    So müssen Sie weiter machen.

    MfG

  20. @Diehl

    Herr Diehl, wer rechnet das so, außer Ihnen? Eine Quelle.

  21. Herr Diehl ist wie ein defekter Roboter, der immer die selben drei Algorithmen abruft und stets zum gleichen, falschen Ergebnis kommt. Oder es handelt sich um experimentelle Mengenlehre, das Gebiet beherrsche ich leider nicht wirklich.

  22. @Michael Krüger

    Hier eine Veröffentlichung

    die Herrn Diehl’s Aussagen in #19 widerlegt:

    Der preissenkende Effekt von erneuerbaren Energien an der Strombörse kann folglich nicht als volks- wirtschaftlicher Nutzen der Erneuerbaren gewertet werden. Vielmehr ist die Forcierung der erneuerbaren Energien mit volkwirtschaftlichen Zusatzkosten verbunden, und der Merit-Order-Effekt ist Ausdruck von Umverteilungen innerhalb des deutschen und europa ̈ischen Stromsystems.

  23. Günter Heß sagt # 22
    @Michael Krüger
    Hier eine Veröffentlichung
    die Herrn Diehl’s Aussagen in #19 widerlegt:
    Der preissenkende Effekt von erneuerbaren Energien an der Strombörse kann folglich nicht als volks- wirtschaftlicher Nutzen der Erneuerbaren gewertet werden. Vielmehr ist die Forcierung der erneuerbaren Energien mit volkwirtschaftlichen Zusatzkosten verbunden, und der Merit-Order-Effekt ist Ausdruck von Umverteilungen innerhalb des deutschen und europa ̈ischen Stromsystems.

    @Günter Heß

    Hatten Sie von EWI,, die von der Energiewirtschaft getragen werden was anderes erwartet ??

    Siehe hier.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Energiewirtschaftliches_Institut_an_der_Universit%C3%A4t_zu_K%C3%B6ln
    Getragen wird das EWI von der Universität zu Köln und dem Förderverein Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln e. V., der wiederum hauptsächlich von deutschen Energieversorgungsunternehmen und Organisationen der deutschen Energiewirtschaft getragen wird.[1]

    Die Aussage von mir in # 19 ist Realität, die Studie von EWI beruht auf Prognosen.

    MfG

  24. @Diehl

    Herr Diehl, wer rechnet das so, außer Ihnen? Eine Quelle?

  25. @Opa Senili, Durchlaucht Demenzius der Dritte

    Die Preissenkenden Effekte des Ausbaus der NIE…..betragen an der Börse gerade mal 11%, auch wenn Du wie ein Kleinkind vor dem Süßigkeitenregal herumtrampelst…….es wird nicht besser.

    Das dramatische Ergebnis: Der unerwartet schnelle Zubau von Erneuerbaren Energien ist lediglich für 11% des Preisrückgangs verantwortlich. Niedrige Brennstoffpreise verantworten weitere 10%, der geringere Stromverbrauch weitere 16%. Mehr als die Hälfte des Preisverfalls beim Strom geht auf das Konto gesunkener CO2-Preise.

    Wie bekloppt muss man eigentlich sein, hier immer wieder die selbe verblödete Platte abzuspielen, bist Du nur lernunfähig oder hat Dein Pfleger Dich nicht im Griff?
    Geh weg…..Du riechst schon nach Verwesung……würg.

    Onkel Heinz…..da is ja meine Schrankwand intelligenter

  26. Michael Krüger sagt # 24
    @Diehl
    Herr Diehl, wer rechnet das so, außer Ihnen? Eine Quelle?

    @ Michael Krüger
    Leider keiner. Das ist doch das „Paradoxon“ , das man den EE ab 2010 auf,s Auge gedrückt hat.

    Ab 2010 gilt das EEG Konto, je weniger da die Erlöse, sprich MOE gesenkten Börsenpreise, desto höher die Umlage. Der MOE von 0,6 Cent steckt somit jährlich in der Umlage.

    Da brauchen Sie keine Quelle, das können Sie sich an Hand von Zahlen und Fakten selbst ausrechnen.

    MfG

  27. Leider keiner. Das ist doch das „Paradoxon“

    Autoradio :
    VORSICHT AUF DER A7 KOMMT IHNEN EIN GEISTERFAHRER ENTGEGEN!

    Hans Diehl: Wieso einer….Tausende.

  28. @Diehl

    Ab 2010 gilt das EEG Konto

    Herr Diehl, auch vor 2010 gab es schon einen EEG-Ausgleichsmechanismus. Hier die Fassung vom 1.1.2009:

    http://web.archive.org/web/20090906011847/http://dejure.org/gesetze/EEG/36.html

    Der MOE von 0,6 Cent steckt somit jährlich in der Umlage.

    Nein. Durch den MOE werden die Verkauferlöse von konventionellen Strom und EEG-Strom abgesenkt. In der EEG-Umlage steckt aber nur die Absenkung des Verkaufserlös von EEG-Stroms.

  29. Michael Krüger sagt # 24
    Michael Krüger 10. März 2016 22:41
    @Diehl
    Herr Diehl, wer rechnet das so, außer Ihnen? Eine Quelle?

    @ Herr Krüger .das kann man bei Kenntnis der Zahlen und Fakten selbst ausrechnen.

    Die Umlage wird wie folgt für ein kommendes Jahr prognostiziert.

    Siehe hier.
    http://www.netztransparenz.de/de/file/2 … _FINAL.pdf
    Zitat:
    Die Berechnung im Einzelnen
    Für das Jahr 2016 wird weiter eine ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert.
    Der Anstieg von über 15 Terawattstunden (von etwa 161 Terawattstunden (TWh) 2015 auf etwa 176 TWh 2016) spiegelt sich vor allem in den Energieträgern Wind an Land, Wind auf See und Biomasse wider.
    Abzüglich der prognostizierten Börsenerlöse, die sich im Wesentlichen aufgrund des sinkenden Börsenpreises im Vergleich zum Vorjahr um 14% vermindert haben, ergeben sich für das Jahr 2016 prognostizierte Kosten (im Wesentlichen Vergütungen an Anlagenbetreiber abzüglich Gegenwert durch Börsenerlöse) in Höhe von etwa 23,1
    Milliarden Euro. Dies entspricht in der EEG-Umlage 2016 einem Anteil von etwa 6,4 Cent pro Kilowattstunde.Zitat Ende.

    Man schätzt für das EEG Konto an Hand zur Verfügung stehender Zahlen Einnahmen und Ausgaben für das kommende Jahr, und geht bei den Einnahmen ( Erlöse für den EE Verkauf ) von sinkenden Börsenpreisen aus, im Fall für 2016 von 14%. Berücksichtigt aber nicht, dass die Verbraucher wegen sinkenden Börsenpreisen eine höhere Umlage auf das Konto einzahlen.

    Der MOE steckt somit in der Umlage. Wie viel das jeweils ist ist wurde im Folgenden untersucht..

    http://www.impres-projekt.de/impres-wAssets/docs/2014_09_10_Monitoringbericht_FINAL_.pdf
    Zitat: Die Stromverbraucher insgesamt sehen sich 2013 durch die EEG-Umlage einer Belastung
    von rund 16 Mrd € ausgesetzt. Durch den Merit-Order-Effekt hatte sich 2013 auf dem
    Großhandelsmarkt eine Preissenkung im Wert von 3,3 Mrd. € ergeben.
    Sofern solche Preissenkungen vollständig an die Stromverbraucher durchgereicht werden, stünden
    ihren Belastungen durch die EEG-Umlage Entlastungen in einer Größenordnung von
    über 0,6 Ct/kWh gegenüber.

    MfG

  30. Zu # 29

    Der folgende Link gehört noch zu der Umlagenermittlung

    http://www.netztransparenz.de/de/file/20151015-Pressemitteilung-EEG-Umlage-2016_und_EEG-Vorschau_2016-2020_FINAL.pdf

  31. @Diehl

    Herr Diehl, auch vor 2010 gab es schon einen EEG-Ausgleichsmechanismus. Hier die Fassung vom 1.1.2009:

    http://web.archive.org/web/20090906011847/http://dejure.org/gesetze/EEG/36.html

    Und durch den MOE werden die Verkauferlöse von konventionellen Strom und EEG-Strom abgesenkt. In der EEG-Umlage steckt aber nur die Absenkung des Verkaufserlös von EEG-Strom.

    Und jedes Jahr werden MOE und EEG-Umalge neu berechnet und nicht der MOE einseitig über mehrere Jahre aufsummiert und von den Steigerungsraten der EEG-Umlage abgezogen. So rechnet keiner außer Ihnen Herr Diehl.

    Sie machen gleich mehre Rechenfehler hintereinander.

  32. PS

    @Diehl

    Herr Diehl, wenn ich so falsch rechne wie Sie, dann kommt 2020, wenn sich die EEG-Umlage und der MOE für 2016-2020 nicht ändern eine negative, bereinigte EEG-Umlage dabei heraus:

    Jahr / EEG-Umlage(Cent/kWh) / EEG-Umlage-Erhöhung(Cent/kWh) / EEG-Umlage-Erhöhung(Cent/kWh)-0,6(Cent/kWh)MOE / EEG-Umlage 2009(Cent/kWh)+Differenzen(Cent/kWh)
    2009 1.32 — — 1.32
    2010 2.05 0.73 0.13 1.45
    2011 3.53 1.48 0.88 2.33
    2012 3.59 0.06 -0.54 1.79
    2013 5.28 1.69 1.09 2.88
    2014 6.24 0.96 0.36 3.24
    2015 6.17 -0.07 -0.67 2.57
    2016 6.35 0.18 -0.42 2.15
    2017 6.35 0 -0.6 1.55
    2018 6.35 0 -0.6 0.95
    2019 6.35 0 -0.6 0.35
    2020 6.35 0 -0.6 -0.25

    Sinkt die EEG-Umlage in den nächsten Jahren, so rutscht Ihre bereinigte EEG-Umlage noch weiter ins Negative ab. D.h. der Stromkunde müsste einen EEG-Aufschlag von 0,25 Cent/kWh und mehr für den verbrauchten Strom erhalten und keine EEG-Umlage-Abgaben mehr zahlen. Meinen Sie das wirklich?

  33. Irgendwei langweilt es, wenn man sich ausschließlich mit einseitiger Erkenntnisresistenz beschäftigt. Da lohnt sich das mitlesen nicht mehr.

  34. Sinkt die EEG-Umlage in den nächsten Jahren, so rutscht Ihre bereinigte EEG-Umlage noch weiter ins Negative ab. D.h. der Stromkunde müsste einen EEG-Aufschlag von 0,25 Cent/kWh und mehr für den verbrauchten Strom erhalten und keine EEG-Umlage-Abgaben mehr zahlen. Meinen Sie das wirklich?

    Offensichtlich, welchen Sinn soll die falsche Berechnung sonst haben? Herr Diehl argumentiert doch ständig, der EE-Nutzen sei höher als die Kosten. Und um das zu beweisen rechnet er eben so lange, bis ein passendes Ergebnis rauskommt -- unabhängig davon, ob die Berechnung sinnvoll sind oder nicht.

  35. Michael Krüger sagt # 31
    @Diehl
    Herr Diehl, auch vor 2010 gab es schon einen EEG-Ausgleichsmechanismus. Hier die Fassung vom 1.1.2009:
    http://web.archive.org/web/20090906011847/http://dejure.org/gesetze/EEG/36.html

    @Herr Krüger
    Vor 2010, wo der EE Strom den Versorgern zwingend zugeteilt wurde, mussten die sich den Reststrom konventionell beschaffen, wenn da die Beschaffungskosten, sprich Börsenpreise gesunken sind, wurde ein Teil der EE Mehrkosten, ( Umlage ) kompensiert.

    Ich habs Ihnen schon einmal erzählt, je nach Einkaufsmodell der einzelnen Versorgern, hatte wir bundesweit die unterschiedlichsten Umlagen. Die Versorger mussten an Hand der EE Vergütungen und der Restbeschaffung, von einem neutralen Wirtschaftsprüfer ihre Mehrkosten ( Umlage ) genehmigen lassen. Wenn da die Börsenpreise sanken, wirkte das unausweichlich kompensierend auf die Umlage. Ab 2010 dem EEG Konto ist das gerade umgekehrt, wenn jetzt die Börsenpreise sinken, gehen da weniger Erlöse ein und die Umlage steigt
    Können Sie gut an der Grafik vom Prof. erkennen, die Umlagenkurve lief mit den Vergütungsbalken noch fast parallel, die Welt war noch in Ordnung sagt der Prof.

    Die Umlage wurde einheitlich festgelegt, praktisch dem Markt entzogen. Ich kann mich erinnern, dass vor 2010 mit niedrigen Umlagen so gar Werbung gemacht wurde, so wie gegenwärtig mit niedrigen Tarifen.
    Schauen Sie mal was der User UP 10 # 18 zum Festlegen geschrieben hat.
    Zitat:
    wie dem auch sei : Gerade seit der EEG Satz einheitlich festgelegt wird (2010 oder 2011) ergeben sich doch alle Preiseffekte zwangsläufig.

    Michael Krüger sagt.

    Und durch den MOE werden die Verkauferlöse von konventionellen Strom und EEG-Strom abgesenkt. In der EEG-Umlage steckt aber nur die Absenkung des Verkaufserlös von EEG-Strom.

    @Herr Krüger
    Deshalb sind es ja auch nur 0,6 Cent/Kwh jährlich.

    Michael Krüger sagt.
    Und jedes Jahr werden MOE und EEG-Umalge neu berechnet und nicht der MOE einseitig über mehrere Jahre aufsummiert und von den Steigerungsraten der EEG-Umlage abgezogen. So rechnet keiner außer Ihnen Herr Diehl.
    Sie machen gleich mehre Rechenfehler hintereinander.

    @Herr Krüger
    Wo mache ich denn was falsch wenn ich sage, an der jeweiligen jährliche Umlage den jeweiligen jährlichen MOE abziehen.

    Michael Krüger sagt. # 32
    Herr Diehl, wenn ich so falsch rechne wie Sie, dann kommt 2020, wenn sich die EEG-Umlage und der MOE für 2016-2020 nicht ändern eine negative, bereinigte EEG-Umlage dabei heraus:

    @Herr Krüger
    Nein, dann haben sinkende Börsenpreise durch den MOE die Mehrkosten ( Umlage ) total kompensiert.

    Das war 2006, als die EE gewaltig anfingen zuzunehmen, und die teuersten Öl und Gaskraftwerke verdrängt wurden schon einmal kurzfristig der Fall.

    Schauen Sie mal hier, eine Stunden scharfe Untersuchung.
    Zitat:
    Für jede Stunde des Jahres ergeben sich andere Angebote und Nachfrageverhältnisse, unterschiedliche Börsenpreise und unterschiedliche Entlastungen durch die Einspeisung von Wind- und Solarstrom.
    Zur endgültigen Beurteilung, wie stark Wind- und Solarstrom den Strompreis entlasten, ist deshalb eine Untersuchung aller 8760 Stunden des Jahres erforderlich. Eine Untersuchung des IfnE (Ingenieurbüro für neue Energien) vom November 2007 im Auftrag des Bundesumweltministeriums ergab eine Senkung des Großhandelspreises durch alle Erneuerbaren Energien für das Jahr 2006 mit einem Volumen von bis zu 5 Mrd. Euro. Zieht man davon die gesamte Einspeisevergütung nach EEG für den Windstrom und alle anderen Erneuerbaren Energien ab, so ergibt sich immer noch eine Netto-Ersparnis von ca. 2 Mrd Euro. Zitat Ende.

    Die Vergütungen kompensiert und noch 2 Milliarden übrig.

    Das hat sich dann eingependelt, weil der MOE ja kontinuierlich weniger wird, wenn die teuersten Öl und Gaskraftwerke nicht mehr die Preisbestimmenden Grenzkraftwerke sind. Wir wären alledings schon fast wieder an diesem Punkt, wenn die Umlage nicht mit allen möglichen Kosten aufgebläht worden wäre..

    MfG

  36. @Diehlenbrett

    Es soll immernoch so 10-fach Plattenwechsler geben, wie wär’S mal ’ne andere Scheibe aufzulegen ? */GÄHN

  37. Auf dem unteren Teil der Grafik wird doch die Entwicklung der EEG-Umlage und der Auszahlungen schön und klar dargestellt:
    http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2016/03/EEG-Weber3.jpg

    2009: 1,20 Cent/kWh sowie 10,78 Mrd. € Auszahlungen (Verhältnis: ca. 1:9)
    2014: 6,24 Cent/kWh sowie 21,95 Mrd. € Auszahlungen (Verhältnis: ca. 1:3,5)

    Also stieg doch die EEG-Umlage viel stärker an, als die Auszahlungen zugenommen haben.
    Daher sind offensichtlich nicht die EEG-Anlagenbetreiber ursächlich an der steigenden EEG-Umlage sondern andere Faktoren (Börsenstrompreis, EEG-Umlagenbefreiung).

  38. @Kathrin
    Guten Morgen, auch schon ausgeschlafen?
    Und nun….setzt Du das ins Verhältnis EE-Strommenge/Konventionellen Strommenge…..und die durchschnittliche EE-Vergütung an die EE-Anlagenbetreiber/Jahr…..und schon ist das Geheimnis keins mehr.
    Ansonsten würde ick mal anraten, den Artikel zu lesen……bevor wir Dir erst mühsam den Urschleim beibringen müssen.

    Onkel Heinz…….wünscht euch allen eine frohe Ostern

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