Die Medienopfer

23. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Climategate, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

Seit Jahren schon starre ich sehnsüchtig mein Telefon an und warte ungeduldig auf den ersehnten Anruf. Nein, nicht Hollywood soll sich melden, sondern viel besser das Böse an sich, der Teufel in Gestalt von wahlweise der Tabakindustrie (ich rauche tatsächlich gern) oder der Ölindustrie (ich fahre ein benzinbetriebenes Auto ohne jedes schlechte Gewissen). Gerne würde ich auch die Unterstützung der chemischen oder der Montanindustrie, von Automobil- und Flugzeugherstellern oder der Atomindustrie entgegennehmen. Und ich wäre ein ziemlich idealer Partner, um hemmungslosen Fleischkonsum (gerne von Burgerbratern aus dem Fast-Food-Bereich) zu promoten. Doch nein, keiner ruft mich an. Das kann doch nicht sein.

Denn glaubt man den Alarmisten, ist die Menschheit nicht nur dabei, das Klima mit katastrophalen Folgen zu verändern. Sondern Menschen wie ich, die gegenteiliger Auffassung sind und auch noch öffentlich für ihre Haltung werben, leugnen diese „Tatsache“ wider besseres Wissen, weil sie dafür bezahlt werden. Das ist die Verteidigungslinie in Zeiten, in denen der Klimaforschung insgesamt und dem IPCC und seinen Berichten im besonderen der Wind ins Gesicht weht.

Skeptiker sind eigentlich Leugner, sagen sie, alles nur Lobbyisten, alles nur bezahlte Handlanger, die einen Krieg gegen die Wissenschaft führen, um die Menschen zu verunsichern.

Die Medienkampagne

Folgerichtig, so heißt es, wird derzeit eine Medienkampagne inszeniert. Kleine, unbedeutende Fehler und Unzulänglichkeiten im IPCC-Bericht würden instrumentalisiert, um die gesamte Klimaforschung in Verruf zu bringen. Ein Krieg gegen die Wissenschaft würde geführt. Denn in Wahrheit wären die grundlegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Klimawandel, zusammengefaßt in Band 1 des aktuellen IPCC-Berichtes, von den Fehlern nicht betroffen.

Stefan Rahmstorf schreibt dazu in seinem Blog:

„ Wir haben Fernsehteams getroffen, die einen Bericht über die Fehler des IPCC-Berichtes drehen wollten, und die erstaunt waren, wenn sie einen der schweren Bände in der Hand hielten – sie hatten sie noch nie gesehen. Diese Leute gestanden freimütig, dass sie keine Möglichkeit haben, sich selbst ein Urteil zu bilden: sie könnten nur berichten, was ihnen darüber erzählt wird.“

Eben, genau das ist der Punkt. Bislang waren die alarmistischen Klimaforscher in der Regel die einzigen, die von den Journalisten überhaupt befragt wurden. Man hatte die Deutungshoheit über den IPCC-Bericht inne.  

Rahmstorf schreibt weiter:

„Und es gibt gut organisierte Lobbyorganisationen mit ausgezeichneten PR-Möglichkeiten, die dafür sorgen, dass den Journalisten die „richtige“ Geschichte erzählt wird.“

Dieser Satz enthält neben dem Link, der die Skeptiker als willfährige Diener von „Big Oil“ verunglimpfen soll, eine merkwürdige Verdrehung der realen Entwicklung.

Denn in Wahrheit waren es doch viele Klimaforscher selbst, die die Strukturen des IPCC genutzt haben, um die „richtige Geschichte“ zu verbreiten. Die „richtige Interpretation“  im Sinne ihrer politischen Agenda.

Man kann eben  aus einer mittleren globalen Temperaturanomalie, die im Bereich von Zehntelgraden schwankt, die Apokalypse nicht ableiten. Ebensowenig von einem Anstieg des Meeresspiegels um wenige Zentimeter. Da das in Band 1 des aktuellen IPCC-Berichtes zusammengefaßte wissenschaftliche Wissen in keiner Weise eine Katastrophe absehbar erscheinen läßt, mußte eben zwingend aufgesattelt werden.

Man beachte hierzu das Vorsorgeprinzip, das die strategische Basis für die Ableitung politischen Handelns aus der Klimaforschung darstellt, und in folgendem Wortlaut auf der UN-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro im Jahr 1992 verabschiedet wurde:

„In order to protect the environment, the precautionary approach shall be widely applied by States according to their capabilities. Where there are threats of serious or irreversible damage, lack of full scientific certainty shall not be used as a reason for postponing cost-effective measures to prevent environmental degradation.“

Und hier meine deutsche Übersetzung:

„Zum Schutz der Umwelt soll ein Vorsorgeansatz durch Staaten im Rahmen ihrer Möglichkeiten weitgehend etabliert werden. Wenn es Gefahren ernsthaften oder irreversiblen Schadens gibt, soll ein Mangel an voller wissenschaftlicher Gewißheit nicht als Begründung genutzt werden, kosteneffiziente Maßnahmen zur Verhinderung von Umweltzerstörungen zu verschieben.“

Mit anderen Worten: Will man bestimmte Maßnahmen erzwingen, muß man Bilder von Katastrophen malen – obwohl es für diese einen „Mangel an voller wissenschaftlicher Gewißheit“ gibt.

Und genau das gelang Klimaforschern wie Stefan Rahmstorf bislang mithilfe der Medien und mithilfe „gut organisierter Lobbyorganisationen mit ausgezeichneten PR-Möglichkeiten“. Gemeint sind umweltorientierte Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace, der WWF oder Friends of the Earth.

Die politische Agenda der Klimaforschung

Wie intensiv beispielsweise Stefan Rahmstorf und Hans-Joachim Schellnhuber versuchen, politisch Einfluß zu nehmen, ist bekannt. Immerhin sind sie über den „Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen“, dem sie angehören, direkt mit der Bundesregierung im Gespräch. Stichworte wie „Große Transformation“ können angeführt werden, aber auch Rahmstorfs Blog „Klimalounge“, in dem er immer wieder politisch agiert. So setzt er sich in Artikeln wie „Das Ergebnis von Kopenhagen“ oder „2 Grad in L’Aquila“ offensiv und deutlich für eine am 2-Grad-Ziel orientierte Vermeidungspolitik zur „Dekarbonisierung“ unserer Gesellschaft ein. Hier wird die Grenze zwischen Klimaforschung und Wirtschaftspolitik überschritten.

Auch Mojib Latif ist gerngesehener Gast bei politischen Veranstaltungen. Und seine Standardpräsentation (in der er die üblichen emotionsgeladenen Hintergrundbilder von rauchenden Schloten und bedrohten Kuscheltieren reichlich einsetzt) endet in der Regel mit der Folie, in der seine eigentliche Absicht deutlich wird. In großen weißen Lettern auf einem Hintergrund geschmacklich zweifelhafter Farbgebung heißt es da „Der Markt regelt das Problem nicht! – Deswegen muß der Markt geregelt werden!“

Um das noch einmal deutlich herauszuarbeiten: Latif ist Meteorologe und Ozeanograph, Schellnhuber Physiker und Rahmstorf Physiker und Ozeanologe. In keinem dieser Lebensläufe gibt es auch nur den kleinsten Hinweis auf ökonomischen Sachverstand. Wieso glauben drei exzellente Wissenschaftler, drei Klimaforscher von Weltrang, ganz genau zu wissen, was der Markt so alles regelt und warum und wie er geregelt werden muß? Wie kommen sie nur auf die Idee, gestandenen Fachpolitikern und Fachbeamten, wie auch entsprechenden Fachjournalisten und der allgemeinen Öffentlichkeit vorgeben zu können, was nun politisch zu geschehen hat?

Und es sind ja nicht nur diese drei, die ich exemplarisch für den deutschsprachigen Raum herausgesucht habe. In Deutschland und weltweit mußten wir in den vergangenen Jahren erleben, daß sich sehr viele Klimaforscher eingebildet haben, so ungefähr alles besser zu wissen. Von der Wirtschaft, über soziale Fragen bis hin zu solchen der Ernährung und Gesundheitsfürsorge. Überall sind mittlerweile Klimaforscher mit dem Willen aktiv, Bereiche zu gestalten, in denen sie keine Expertise aufweisen.

Bislang fühlten sie sich sicher, unangreifbar. Denn sie haben viel Energie darauf verwendet, auf Basis ihrer Forschungsergebnisse Phantasiewelten zu errichten, die im Sinne des Vorsorgeprinzips „ernsthafte Gefahren irreversibler Schäden“ verdeutlichen. Und dazu wurden eben all die Spekulationen verwendet, die derzeit in der Kritik stehen: Das Abschmelzen der Himalaya-Gletscher, Dürren in Afrika, sterbende Regenwälder, versinkende Küstenlandschaften und mächtige Stürme.

Beispiel gefällig? Aber gerne doch. In der „langen Nacht des Klimas“ im ZDF am 30.10.2009 war es Hans-Joachim Schellnhuber selbst, der das Abschmelzen der Himalaya-Gletscher in wenigen Jahrzehnten instrumentalisierte. „Und das kann man sehr leicht ausrechnen“ sagte er.

Nun, man kann es wohl doch nicht so leicht ausrechnen. In Wirklichkeit kann man auf der Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse nur ausrechnen, daß genau dies nicht eintreten wird.

Es gibt keine Verbindung zwischen den Erkenntnissen, wie sie die Forscher in Band 1 des aktuellen IPCC-Berichtes zusammengestellt haben und den Spekulationen über mögliche Folgen in Band 2. Dies ist es, was in den letzten Monaten von der skeptischen Blogosphäre in die Medien getragen wurde.

Da sagt Stefan Rahmstorf:

„Das eigentliche Problem ist ein anderes, nämlich das die öffentliche Wahrnehmung des IPCC und der Klimaforschung durch die mediale Berichterstattung massiv verfälscht wurde.“

Stimmt genau, obwohl er es natürlich ganz anders meint. Über die Jahre hinweg wurde die öffentliche Wahrnehmung sehr einseitig geprägt durch Katastrophenszenarien.

„All diese „gates“ – Africagate, Amazongate, Climategate und so weiter – sind keine Skandale des IPCC oder der Klimawissenschaft. Vielmehr sind sie die peinlichen Schlachtrufe eines Medienskandals, in dem einige Journalisten die Öffentlichkeit mit völlig übertriebenen oder ganz erfundenen Pseudo-Skandalen irregeführt haben. Viel zu viele sind ihnen dabei naiv und willig gefolgt, ohne die Farce zu durchschauen.“

Nein, in Wahrheit wird nun deutlich, daß all diese „gates“ die peinlichen Auswüchse einer politisierten Klimaforschung waren. Man hat die Öffentlichkeit mit völlig übertriebenen oder ganz erfundenen Pseudo-Katastrophen irregeführt. Viel zu viele Journalisten sind dabei naiv und willig gefolgt, ohne die haltlosen Übertreibungen zu durchschauen.

Die alarmistischen, einer politischen Agenda folgenden Wissenschaftler haben jetzt die Deutungshoheit über die Klimapolitik verloren. Sie sind nicht Opfer einer gesteuerten Medienkampagne. Sie sind vielmehr Opfer ihrer eigenen Strategie, die Medien für ihre politische Agenda zu instrumentalisieren.

Der Krieg gegen die Wissenschaft

Es ist kein Krieg gegen die Wissenschaft, der durch die skeptische Blogosphäre mit Erfolg geführt wurde und wird. Es ist ein Krieg für die Wissenschaft. Man kämpft für die Befreiung der Forschung von den Fesseln einer Ideologie.

Natürlich besteht die Gefahr, jetzt von einem Extrem in das andere zu verfallen. Der Vertrauensverlust, den die Klimaforschung in den letzten Monaten hinnehmen mußte, ist enorm. Und er ist gefährlich. Nach dem Motto „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ besteht durchaus das Risiko, daß viele Menschen nicht nur der Klimaforschung, sondern auch anderen wissenschaftlichen Bereichen in Zukunft über die Maßen kritisch entgegentreten. Und dann auch wirklich relevante Erkenntnisse irgnorieren oder ablehnen. Diese Entwicklung hätte aber nicht die um Aufklärung und Verständnis ringende skeptische Blogosphäre zu verschulden. Sondern allein die politische Instrumentalisierung der Wissenschaft durch die alarmistischen Klimaforscher selbst. Der nun aufgedeckte Sündenfall der Klimaforschung besteht darin, aus Spekulationen Wahrheiten konstruiert und die Öffentlichkeit über ihre Wissenslücken im Unklaren gelassen zu haben.

Der Punkt ist: Szenariobasierte Projektionen über globale Mittelwerte von Temperaturabweichungen oder Meeresspiegelanstiegen liefern keine Informationen über regionale oder gar lokale Ereignisse.

Aber allein diese haben Relevanz für die Menschen und für eine Politik, die sich deren Interessen verpflichtet fühlt.

Die aktuelle Debatte bietet daher auch eine große Chance. Wenn die Klimaforschung wirklich irgendwann die Möglichkeit hat, relevante und valide Szenarien über mögliche lokale und regionale Entwicklungen aufzustellen, wenn also diese entscheidende Wissenslücke geschlossen werden kann, dann ist es möglich, konkrete, nützliche Maßnahmen zu ergreifen. Fernab jeder Ideologie kann sich die Menschheit dann an das anpassen, was wirklich denkbar ist. Es geht nicht um eine „Große Transformation“, es geht nicht um eine „Kohlenstoffreie Gesellschaft“, es geht nicht um Verzicht, um Sparen, um Änderungen unseres Lebensstils. Es geht um Hochwasserschutz, Bewässerungssysteme, um robuste Nutzpflanzen und –tiere, um Katastrophenschutz und Rettungswesen und vieles mehr. Es geht darum, Menschen zu helfen, statt sie umzuerziehen. Wenn sich Klimaforschung darauf konzentriert, für diese Zwecke Hinweise zu liefern, kann sie nur gewinnen. Die Chance zur Umkehr besteht jetzt. Die Skeptiker haben sie eröffnet und werden nun mit Argusaugen beobachten, ob sie auch genutzt wird.  

Und ich werde derweil weiter darauf warten, daß sie endlich anrufen. „Big Oil“, „Big Tobacco“ und all die anderen bösen Mächte. Vergeblich, wie es scheint.  

Wer sich tiefer in die Strukturen und Hintergründe der selbstgestellten Falle, in der sich die Klimaforschung nun verfangen hat, einarbeiten will, dem sei das herausragende Essay Climategate: Plausibility and the blogosphere in the post-normal age von Jeremy Ravetz empfohlen. 

Bildquelle: Autor

 

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21 Kommentare
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  1. @Peter Heller: Da gehe ich doch 100 % d’accord mit dem vorzüglichen Beitrag.

    Lassen Sie mich noch Hinzufügen (ich hatte das schon erwähnt, aber an dieser Stelle paßt es genau): Der Begriff Skeptiker wurde zu unrecht gerade von einigen am meisten diffamiert, die in ihrer universitären Ausbildung eigentlich zu Skeptikern hätten erzogen werden müssen -- zu Wissenschaftlern, die zunächst erst einmal nichts glauben, auch nicht ihren eigenen Ergebnissen. Und selbst wenn jemand seine eigene Nullhypothese -- die Lebensversicherung jedes Wissenschaftlers vor Unseriosität -- mit p<=0,05 ablehnen muß, ist es noch kein Grund, den Champagner zu öffnen, sondern abzuwarten, ob andere die Ergebnisse in gleicher Weise bestätigen können/müssen. So passiert Wissenschaft und nicht anders! Was sich mit „Zielforschung“ ins Geschäft eingeschlichen hat, spottet jeder Beschreibung, weil dabei immer schon im Ansatz das Ergebnis (möglichweise auch unbewußt) vorweggenommen wird.
    Wer für eine Umwelt-NGO eine Wunsch-Studie anfertigt, gehört ausgelacht. Vielleicht gibt es dann weniger Blödsinn auf der Welt.

    P.S.: Mist, bei mir hat auch keiner angerufen…

  2. Liebe „Mit-Skeptiker“,

    kein Wunder, dass keiner anruft, denn obwohl die Ölmultis und der Extraktionsmaschinenbau jetzt doch wieder lieber „klimaskeptisch“ sind (1), sind nun alle schwerst mit der Erstellung von Umweltdatenbanken zwecks Erfassung und Planung zukünftiger Resourcenextraktion befasst … (2). Schliesslich schreiben wir nun das Jahr der Biodiversität aka Artenvielfalt (3), da sind sich auch die WEF-ler einig (4).

    Neues Spiel, neues Glück … immerhin ist mit der „Klimakonvention“ (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) von 1992 nur eines der zwei BINDENDEN multilateralen Abkommen am bröseln, das andere steht noch: „Die Artenschutzvielfaltkonvention“ (Convention on Biological Diversity, CBD (5)) kommt jetzt gross raus. Neben den ganzen Bodenschätzen sind auch noch an die 55 Billionen Dollar Investmentkapital im Spiel (6).

    Gruss cs.

    (1) http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704804204575069440096420212.html
    (2) http://proteus.unep-wcmc.org/workplan.aspx
    (3) http://www.nachhaltigwirtschaften.net/scripts/basics/eco-world/wirtschaft/basics.prg?a_no=3106
    (4) http://www.unep.org/Documents.Multilingual/Default.asp?DocumentID=608&ArticleID=6455&l=en
    (5) http://www.cbd.int/
    (6) Laut „CDP Supply Chain Report 2010“ (PDF, p.8):
    „Investment Market: 475 institutional investors controlling $55 trillion in assets under management request disclosure from listed companies in whom they invest.“

    [Sorry für die späte Freigabe. War im Spamfilter gelandet. RK]

  3. Herr Heller,

    ich denke Sie werden vom Staat die Kohle abziehen müssen. Die letzten 4 Jahre wurde für den Themenbereich Nachhaltigkeit rund 800 Mio. Euro ausgegeben. wenn man dieser Seite glauben darf.

    Ist schon irgendwie nicht schlecht gemacht. Erst die Bundesregierung beraten und um danach mal ordentlich zu kassieren. Bei der IASS in Potsdam hat der Schellnhuber ja auch wieder seine Finger drin.

  4. Nach dem Motto „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ besteht durchaus das Risiko, daß viele Menschen nicht nur der Klimaforschung, sondern auch anderen wissenschaftlichen Bereichen in Zukunft über die Maßen kritisch entgegentreten.

    Das wäre gut! „Die Wissenschaft“ hat schon massenhaft Mist geliefert. Homöopathie, wiss. Sozialismus, die letzten Pandemien, Schädelvermesser, …

    Carsten

    „Deutschland muss von außen eingehegt, und innen durch Zustrom heterogenisiert, quasi “verdünnt” werden.“
    Joschka Fischer in „Risiko Deutschland“

  5. @Tiger

    Der Begriff Skeptiker wird von den Klimaschwätzern zu Unrecht usurpiert, denn ein Skeptiker ist genau das Gegenteil von den unredlichen Feinden der Wissenschaft, die meinen, als Laien und Möchtegern-Fachleute schlauer zu sein als diejenigen, die tagtäglich mit konkreten Forschungsergebnissen umgehen und diese mit einer Vielzahl von ebenso qualifizierten Kollegen wirklich skeptisch beleuchten.

    Es ist doch nun wirklich absolut lächerlich, wenn hier und in anderen Blogs absolute Laien sorgsam erworbene Erkenntnisse der Wissenschaft infrage stellen und abenteuerliche Vorstellungen von physikalischen Gegebenheiten dagegen setzen, nur weil einige bezahlte „Wissenschaftler“ ihnen dies vorbeten.

    Sie werden weiterhin vergeblich auf Ihren Anruf warten, denn Singer, Ball und Co. waren schneller und brauchen Leute wie Heller, Kipp, Krüger und Sie jetzt nur noch als nützliche Idioten, die sich willfährig vor den Karren der Geschäftemacher aus der fossilen Energielobby spannen lassen.

    [Ich lasse Ihren Kommentar unmoderiert, trotz Ihres Tonfalles und obwohl Ihr Beitrag inhaltlich überhaupt nichts mit dem Artikel zu tun hat -- Obwohl, ganz am Thema vorbei ist er nicht. Bestätigen Sie doch die Aussage Peter Hellers. Wenn Ihnen die Argumente ausgehen, wird die Lobbyistenkeule ausgepackt. Rudolf Kipp]

  6. Ich fasse die Löschungen von Günther Venneckes Troll-Kommentaren aus Platzgründen mal zusammen

    @Thumulla

    [Edit. Ihre haltlosen Anschuldigungen und Beleidigungen können Sie woanders abladen. Rudolf Kipp]

    @Kipp

    [Entweder Sie bleiben beim Thema des Artikels oder Sie „diskutieren“ anderswo. Rudolf Kipp]

    @Kipp

    [Lassen Sie die Nazikeule stecken. Rudolf Kipp]

    @Kipp

    [s.o. Wenn weiter nichts inhaltliches von Ihnen kommt, lösche ich kommentarlos. RK]

  7. hehe… vennecke … erst bei RE und nun auch hier durchgefallen… ihr Auftraggeber wird ihnen wohl bald die rote Karte zeigen! Es war doch ihre Aufgabe, geschickt die Blog-Meinungen zu manipulieren und so unbedarfte Leser in eine bestimmte Richtung zu lenken. Mit ihrer plumpen und beleidigender Holzhammer-Taktik treiben sie grad diese Leser ins „feindliche“ Lager … danke! … hehe . Ihr Auftraggeber (Chef vom Fachbereich 1 ?) wird das erkennen und sich die „Kohle“ für sie sparen und demnächst wohl ein paar Psychologie-Studenten einstellen.

  8. @ Thumulla:

    Ich bin nicht ganz Ihrer Auffassung. Homöopathie ist aus meiner Sicht wissenschaftlich eindeutig widerlegt. Daß es dennoch Menschen gibt, die daran glauben und studierte Ärzte, die derlei Mittel verschreiben, ist aus meiner Sicht eher ein Beleg für die antiwissenschaftliche Grundhaltung der Gesellschaft, die eben durch Climategate bitteschön nicht befördert werden soll. Für die Pandemien gilt ähnliches. Hier haben in vielen Fällen Medien, Politik, Pharmaindustrie und die WHO gegen die Auffassung vieler Wissenschaftler ein unheilvolles Kartell gebildet.

    @ Tiger:

    Genau so sehe ich das auch.

    @ Quencher:

    Ich meinte das allerdings durchaus nicht nur spaßig, mit den Anrufen von Big Oil. Wenn mich jemand dafür bezahlt, daß ich lediglich meine Überzeugungen verbreite, dann hätte ich kein Problem damit. Deswegen mag ich dies Schellnhuber und Co. auch nicht vorwerfen. Ich finde es auch nicht so furchtbar, daß Schellnhuber einen gewissen Einfluß hat. Er ist immerhin ein sehr kluger Mann. Daß er nach meiner Auffassung die falsche Meinung vertritt, hindert mich nicht daran, ihm zuzubilligen, daß er ebenfalls nach seinen ureigensten Überzeugungen handelt. In diesem Land herrscht Meinungsfreiheit. Und die Freiheit, die ich mir herausnehme, muß ich auch meinen Kontrahenten gönnen. Wenn diese das möglicherweise anders sehen (Stichwort Demokratie als nicht -ideale Regierungsform in Zeiten der Krise) -- dann erst recht.

  9. @Peter Heller (zu Homoöpathie):
    wissenschaftlich erachte ich sie ebenfalls als Mumpitz, gerade im Lichte ihrer „Philosophie“.
    Da aber die Medizin in der täglichen Praxis eher keine Wissenschaft im engeren Sinne darstellt, sollte die Anwendung der Homöpathie bei z. B. psychovegetativen Patienten mit Wohlwollen betrachtet werden, weil sie durchaus bei denen zum Erfolg führen kann.
    Daher rege ich mich auch nicht auf, wenn mir ein Mediziner sagt: „Wer heilt, hat recht.“ 🙂
    In der wissenschaftlichen Forschung haben solche Auffassungen natürlich nichts verloren, nicht einmal in der Klimaforschung, die von ihrer astrologieähnlichen Herangehensweise beim „Modellieren“ (Playstation-Klimatologie) nun langsam mal loskommen sollte.

  10. Gute Einschätzung der aktuellen Situation, Herr Heller.

    Auch wenn es stets abgestritten wird, ist für mich die heutige Klimaforschung durch und durch politisch initiiert und zum Zeitpunkt die Vorbild-Wissenschaft für das, was man sich, in breiten Kreisen, unter „Big-Science“ im modernen Sinn vorstellt. Also eine durchgehend zielgerichtete Wissenschaft mit gewissen politischen und wirtschaftlichen Vorgaben.

    Die Studie „Study of Man’s Impact on Climate“ (Untersuchung menschlichen Einflusses auf das Klima) des Massachussetts Institute of Technology, in der die Emission bestimmter Gase, vor allem CO2, als mögliche Ursache einer Klimaerwärmung genannt worden, fand umgehend großes Interesse bei der UNO. So wurden diese Dinge dann auch auf der ersten Welt-Umweltkonferenz 1972 in Stockholm thematisiert und bewirkten sieben Jahre später die erste Weltklima-Konferenz mit einem Appell, die Forschung weiter zu intensivieren.

    1985 zum Abschluss einer internationalen Konferenz in Villach formulierten Klimaforscher : „Es bleiben große Unsicherheiten bei der Vorhersage von Änderungen der Niederschläge und der Temperaturen sowie den Reaktionen des Ökosystem. Dennoch verstehen wir den Treibhauseffekt gut genug, um eine aktive Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Politikern beginnen zu können.

    1988 erfolgte dann die Gründung des IPCC. Kurze Zeit später wurde in Deutschland das PIK ins Leben gerufen.

    Wohin die Reise geht läßt sich hier absehen. Mit unabhängiger Forschung dürfte das kaum etwas zu tun haben.

    PIK und Partner werden ein Standort des European Institute of Innovation and Technology EIT

    Budapest/Potsdam, 16.12.2009 -- Am heutigen Mittwoch startet die Europäische Union mit ihrem neuen Spitzeninstitut, dem European Institute of Innovation and Technology (EIT), eine Innovationsoffensive im Klimabereich. Getragen wird die Klimainitiative des EIT von 16 europäischen Top-Universitäten, Forschungsinstituten, Unternehmen und Regionen. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ist einer von fünf akademischen Hauptpartnern der Klimainitiative und führt den deutschen Verbund an. Diesem gehören auch die Technische Universität Berlin, das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam und die Technische Universität München an. Vor dem Start der Initiative schlossen sich dem Verbund zudem der Klimacampus Hamburg und das Forschungszentrum Jülich an.

    Mit der Kimainitiative, genannt „Klima-KIC“ (Knowledge and Innovation Community), will die Europäische Union ihre Wettbewerbsfähigkeit für Lösungen beim Klimaschutz und bei der Anpassung an veränderte Klimabedingungen entscheidend stärken. Dazu soll der Klima-KIC konkrete Instrumente und Produkte entwickeln. Mit Blick auf langfristige Entwicklungen wird sie für die Klimaschutzmärkte der Zukunft geeignete Rahmenbedingungen identifizieren. Da derzeit ein Mangel an klimawissenschaftlich geschultem und innovativem Spitzenpersonal besteht, wollen die beteiligten Hochschulen, Institute, Unternehmen und öffentlichen Partner zudem neue Aus- und Weiterbildungsprogramme entwickeln.

    Zur Entscheidung des EIT-Gremiums, in die Klimainitiative zu investieren, meint PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber: „Um den Klimawandel wirksam zu begrenzen, müssen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik alle Kräfte bündeln. Genau hierum geht es beim EIT. Nur durch diese Zusammenarbeit -- von der Grundlagenforschung über die Wertschöpfungskette bis zur Entwicklung geeigneter politischer Rahmenbedingungen -- lassen sich Innovationsprozesse beschleunigen…“

  11. @ Peter Heller

    Ja natürlich, warum soll man sich nicht bezahlen lassen für Dinge die man liebt, ist nichts dagegen einzuwenden. Da fällt mir auch so manches ein (Kaffee und Kippen wäre für mich auch ok.).

    Was Schellnhuber betrifft, so bin ich nicht ganz ihrer Meinung. Sicherlich ist der Typ gescheit, das bedeutet aber nicht, dass er sich nicht auf dem Holzweg befinden könnte. Dem Institut dem er vorsteht, enthält das Wort Klimafolgenforschung. Nach meinem Verständnis sollte da kein Nihilist das Sagen haben, sondern eher ein Generalist. Letzterer ist dann im Detail vielleicht nicht ganz so fit ist, kann sich aber entsprechend zuarbeiten lassen. Ein guter Buchhalter ist nicht zwingend ein guter Unternehmer, nur als Beispiel.

  12. @Vennecke

    Als Giftspritze sind Sie ja ganz gut geeignet aber als AGW-Anhänger tun Sie Ihrer Sache leider keinen Gefallen.

    Wenn Ihr blinder Fanatismus wenigstens einmal in Ihren verkorksten Leben zulassen würde die Scheuklappen abzusetzen, dann würden Ihnen wenigstens einige kleine Zweifel an der „Unantastbarkeit“ der jetzigen Klimaforschung kommen.

    Derzeit schlägt das UK Met Office einen komplett neuen Aufbau einer globalen Temperaturreihe vor, der mit Transparenz und nachprüfbaren Rohdaten und Methoden das Vetrauen der Gesellschaft wieder erlangen soll.
    Warum?
    Jones zieht alte Studien zurück, rep. Senatsabgeordnete legen den Bericht „„‚Konsens’ bloßgestellt – die CRU-Kontroverse” vor, der Himalaya schmilzt nicht bis 2035 ab, der Ölgigant BP finanziert den Verein PIK mit, die Münchner Rück fährt 2009 ein Rekordergebnis ein, …………..und Sie sind von der absoluten Zuverlässigkeit eines Herrn Mann und Jones immer noch überzeugt?

    Sie erinnern mich an den Staubsaugervertreter der mir alle halbe Jahre auf den Nerv geht um seine überteuerten Produkte an den Man zu bringen oder auch an die Zeugen Jehovas die mich unbedingt in Ihren Reihen aufnehmen wollen.
    Lästige Menschen halt, mit den man Leben muss, ob man nun will oder nicht.

    Am Ende sind Sie nur noch zu bedauern, denn das Leben muss bei Ihnen irreparable Schäden hinterlassen haben die auch der beste Seelsorger/Therapeut nicht mehr in Ordnung bringen kann.

    PS. Sie nimmt sowieso niemand mehr ernst, dafür haben sie nachhaltig und äusserst gründlich selbst gesorgt.

    MfG
    Heinz Eng

  13. CO2 ist ein Spurengas und es ist wirklich schwer zu verstehen, wie die paar CO2-Moleküle in der Luft den Strahlungsaustausch zwischen Erde und Weltall behindern sollen. Ich würde gerne wissen, welche physikalischen Vorstellungen hinter der Behauptung stecken, CO2 führe zu einer bedrohlichen Zunahme der Erdtemperatur. Ich wäre sehr dankbar, wenn Besucher dieses Diskussionsforums angeben könnten, wo man über die Physik der wärmeisolierenden Wirkung von CO2 anhand von nachvollziehbaren Gleichungen und Zahlenwerten unterrichtet wird. Die an Kinderzeichnungen erinnernden Graphiken der Klimaerwärmungsapologeten über den Strahlungsaustausch zwischen Erde, Atmosphäre und Weltall konnten mich bisher nicht überzeugen. Aber vielleicht gibt es ja doch eine belastbare Basis. Zwischenzeitlich stelle ich ein paar Überlegungen eines Laien hier rein, gewissermaßen ein wenig zur Unterhaltung.

    Welchen Einfluß hat CO2 auf die Erdtemperatur?

    Die Behauptungen von Politikern, Kohlendioxid (CO2) sei ein sogenanntes Treibhausgas, das bei zunehmender Konzentration in der Atmosphäre eine dramatischen Erhöhung der Erdtemperatur verursache, lassen sich für einen Laien nur schwer prüfen. Wer weiß schon wie hoch die CO2-Konzentration gegenwärtig ist und wie sie weiter steigen wird? Wer weiß schon, ob die dem CO2 nachgesagten Eigenschaften tatsächlich zutreffen und ob nicht möglicherweise andere Bestandteile der Atmosphäre die Erdtemperaturen genauso wenig oder genauso stark beeinflussen wie das CO2? Im täglichen Leben merkt man nichts von irgend¬einem Einfluß des CO2 auf die Temperatur, ja man merkt gar nicht, daß CO2 in der Luft ist. Ich – selbst weitgehend Laie – will deshalb mal versuchen, einige Plausibilitätsüberlegungen über die Wirkung von CO2 auf die Temperatur anzustellen. Ich gehe dabei von den gleichen simplen Annahmen aus, die die Befürworter der Hypothese der wärmeisolierenden Wirkung des CO2 zur Bestimmung des Treibhauseffekts verwenden. Als Treibhauseffekt wird die Temperaturerhöhung der Erde infolge der teilweisen Absorption der von der Erde in den Weltraum abgestrahlten Energie in der Atmosphäre bezeichnet. Die Absorption führt zu einer Zunahme der Temperatur in der Atmosphäre und folglich auf der Erde. Ich werde also annehmen, daß auf der Erde eine mittlere Temperatur von 15 °C herrscht und der Treibhauseffekt zu einer Temperaturerhöhung von 33 °C gegenüber der Temperatur führt, die sich auf der Erde einstellen würde, wenn es den Treibhauseffekt nicht gäbe. Die Mitteltemperatur von 15 °C ergibt sich somit als Summe aus der Temperatur von -18 °C, die ohne Berücksichtigung des Treibhauseffekts aus dem Strahlungsaustausch mit der Sonne resultieren würde, und den genannten 33 °C.

    Neben CO2 gibt es in der Atmosphäre noch andere Gase, die zur Absorption der abgestrahlten Energie beitragen. Den größten Beitrag zur Absorption liefert der Wasserdampf (H2O). Er ist in vergleichsweiser hoher Konzentration in der Luft enthalten und hat – bei gleicher Konzentration -- eine dem CO2 ähnliche Absorptionswirkung. Die Konzentration der anderen sog. Treibhausgase wie z. B. Methan ist gering, sie können bei den folgenden Betrachtungen außer acht gelassen werden.

    Wie kann man nun einfach den Einfluß von H2O und CO2 auf den Treibhauseffekt abschätzen? Am einfachsten ist es, diesen Einfluß aus den Anteilen von H2O und CO2 in der Atmosphäre abzuleiten. Dabei sollen wieder Mittelwerte angesetzt werden. Wir nehmen an, daß die relative Luftfeuchte 50% beträgt. Das ist m. E. die plausibelste Annahme, denn es ist die mittlere Luftfeuchte zwischen der absolut trockenen und der gesättigten Luft. 50% Luftfeuchte entspricht bei einem Luftdruck von 1 bar und einer Temperatur von 15 °C einer Konzentration von 5400 ppm in der Atmosphäre. Die mittlere CO2-Konzentration beläuft sich aktuell auf 380 ppm.

    Ein kurzer Einschub: Was bedeutet die Maßeinheit ppm? Wird angegeben, daß sich in einem Stoffgemisch von 1 kg Masse ein Stoff mit einer Konzentration von 1 ppm befindet, dann ist ein Milligramm (mg) dieses Stoffes in dem Stoffgemisch der Masse von einer Million mg enthalten. In 1 kg Luft sind somit 380 mg CO2 enthalten.

    Jetzt ist es einfach zu schätzen, in welchem Maße H2O und CO2 gegenwärtig am Treibhauseffekt beteiligt sind. Wie schon gesagt, sollen ihre Wirkungen auf der Grundlage der Massenanteile berechnet werden. Die Verwendung der Massenanteile hat einen physikalischen Hintergrund: Nach dem Lambert-Beerschen Gesetz ist die Strahlungsabsorption in einem Gas u. a. von dessen Konzentration abhängig. Bei Gasen ähnlicher Absorptionseigenschaften kann die Energieabsorption also durchaus aus den Massenanteilen abgeschätzt werden. Es ergibt sich somit für die durch CO2 verursachte Temperaturzunahme TCO2:

    TCO2 = 33*380/(5400+380) = 2,17 °C

    An der Temperaturerhöhung von 33 °C wegen des Treibhauseffekts ist das CO2 also mit 2,17 °C beteiligt. Der Rest geht auf das Konto von H2O.

    Wie stark wäre nun der Treibhauseffekt des CO2 bei einer Konzentrationsverdopplung auf 760 ppm? Analog zu oben folgt:

    TCO2 = 33*760/(5400+760) = 4,07 °C

    Nach dieser Rechnung erhöhte sich also bei der Verdopplung des CO2-Gehalts der Atmosphäre die Temperatur um 1,9 °C.

    Natürlich schließt sich sofort die Frage an: In welchem Zeitraum könnte es zu einer Verdopplung kommen? In den letzten Jahren stieg der CO2 Anteil in der Luft um jährlich ca. 1,5 ppm. Setzt sich diese Steigerung in gleichem Maße fort, verdoppelt sich der CO2-Gehalt in ca. 250 Jahren. Es ist allerdings fraglich, ob die fossilen Brennstoffe auf der Erde ausreichen, die CO2-Konzentration soweit zu erhöhen.

    Interessant ist nun zu überlegen, welche Temperaturerhöhung aus eine Reduktion der CO2-Emission in Deutschland folgen würde. An der Gesamtemission aller Länder ist Deutschland mit ca. 3% beteiligt. Würde nun in Deutschland gar kein CO2 mehr emittiert, verringerte sich die in 250 Jahren zu erwartende Erdtemperatur gegenüber obigem Wert um 0,05 °C.

    TCO2 = 33*380*1,97/(5400+380*1,97) = 4,02 °C

    Dieser Wert signalisiert, daß die von Politikern geforderte Reduktion der deutschen CO2-Emission von 20-50% so gut wie wirkungslos ist.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass die Treibhauswirkung von CO2 von Politikern mit Vorsatz oder aus Unwissenheit alarmistisch übertrieben wird. In den nächsten Jahrzehnten wird es wegen CO2 kaum wärmer werden. Das zeigt selbst diese simple Überschlagsrechnung, die alle Effekte vernachlässigt, die zur besseren Wärmeabfuhr einer etwaig wärmeren Atmosphäre in den Weltraum beitragen. Zudem wurde der Treibhauseffekt mit 33 °C sehr hoch angesetzt, mit gutem Grund kann man auch nachweisen, daß er wesentlich geringer ist. Darauf soll aber nicht weiter eingegangen werden, da schon jetzt ersichtlich ist, daß in der Klimadiskussion dick aufgetragen wird.

    Abschließend möchte ich noch eine Bemerkung machen zu dem in der Klimadiskussion eingeführten Begriff der Gegenstrahlung. Soweit ich weiß, wird in keinem Thermodynamikbuch der Mechanismus einer Gegenstrahlung behandelt. Den Begriff gibt es in der Thermodynamik anscheinend gar nicht. Offensichtlich bezeichnen die Apologeten der Klimaerwärmung mit dem Mechanismus der Gegenstrahlung einen Energietransport von der Atmosphäre auf die Erdoberfläche. Zur Beschreibung der Energieübertragung durch Strahlung zwischen Erde und Atmosphäre wird dieser irreführende, weil einen Energietransport von einem kälteren auf einen wärmeren Körper suggerierende Mechanismus nicht gebraucht. Die Energieübertragung läßt sich ganz zwangslos mit dem Stefan-Boltzmann Gesetz erklären, nach dem der Energiefluß proportional zur Differenz der vierten Potenzen der Temperaturen -- in Kelvin -- der beiden Köper ist. Und der Nettoenergietransport erfolgt stets vom wärmeren Körper, also der Erde, auf den kälteren Körper oder Stoff, also auf die Luft der Atmosphäre.

    [Hallo Provinzler: Es wäre schön, wenn auch Sie sich daran halten könnten, zur Sache zu posten. Unsere Darstellung des Prinzips des Treibhauseffektes finden Sie hier. Das dürfte viele Ihrer Fragen beantworten. Wir können dort auch gerne weiter diskutieren, wenn Sie weitere Fragen haben. Heller]

  14. Und einmal mehr wurde das PSEUDO aufgezeigt, unter dem die „Klima“-Wissenschaft à la PIK firmt. Der Grundstein hierfür wurde auf der erwähnten Konferenz in RIO gelegt, die unter der Obhut eines gewissen Maurice Strong stattfand. Schon dessen Lebenslauf und die daraus resultierenden Verbindungen, sollte auch den sog. NORMAL-Bürger erahnen lassen, daß dieser Typ garantiert nicht in seinem WOHL unterwegs ist!

    Wer sich trotz der von Tag zu Tag zunehmenden Gehirnwäsche mit geistigen Gülleprodukten à la Hollywood, Babelsberg, usw. – warum werden wohl täglich Fußball(Sport)-Ereignisse ausgestrahlt(???) –, noch immer sein Erinnerungs- wie Urteilsvermögen erhalten hat, der wird den roten Faden vom Kulminationspunkt in „Floppenhagen“ durch TV/Presse-Veröffentlichungen zurückverfolgen können – zum Ausgangspunkt der oben erwähnten Erklärung von 1992!!!

    Aber erst wenn eine relevante Mehrheit der darob Genasführten endlich begreift, daß sich hinter dem ganzen „Umwelt-Umwelt-über-alles“-Gesülze, einzig & allein die Reduzierung der Menschheit auf jenes Maß versteckt, welches die hinter Strong stehenden Plutokraten als das ihnen genehme erachten, wird sich etwas ändern…

    Bin mal gespannt wann’s dem Urnenpöbel zu viel wird und er aus seiner behaglichen „Zweisamkeit“, entweder mit den Wölfen heulen, oder mit den Schafen blöken ausbricht, denn die Hintergründe zum WIE & WARUM, pfeift schon ein Spatz vom Gebälk.

    mfg

  15. Sehr geehrter Herr Heller,

    ich bin erst vor kurzem auf diesen Blog gestoßen und kenne deshalb seine Regeln nicht. Ich dachte, die simplen Überlgungen, die zeigen, daß CO2 keinen großen Einfluß auf die Erdtemperatur hat, paßten hierher. Selbstverständlich dürfen Sie den Text jederzeit löschen, ich will hier nicht der Spielverderber sein.

    Herzlichen Gruß

    Provinzler

  16. @ Provinzler:

    Na, so böse meinte ich das doch gar nicht. Natürlich gehören Ihre Ideen hier in dieses Blog. Und das werden wir auch nicht löschen, wir löschen nur Beleidigungen und rechtlich fragwürdige Dinge. Wir haben hier mittlerweile 120 Artikel gepostet, die nahezu alle Facetten der Klimadebatte abdecken. Es wäre einfach schön, wenn Sie sich für Ihre Fragen und Meinungen den jeweils passenden Artikel heraussuchen -- und dort dann Ihre Kommentare posten. Sie sprechen halt den Treibhauseffekt an, zu dem ich erst vor kurzem einen Text hier eingestellt habe. Auf diesen habe ich Sie ja oben verwiesen.

    Der Artikel hier hat eben einfach keine Verbindung zum Treibhauseffekt.

  17. Warum die AGW-Zyniker irren:

    http://skepticalscience.com/YouTube-video-on-the-empirical-evidence-for-man-made-global-warming.html

    [Edit: Ich habe Ihre anderen identischen Beiträge gelöscht. Wir lassen uns nicht von Ihnen die Foren zuspammen. Rudolf Kipp]

  18. @Rudolf Kipp
    Mich erinnert diese Vennecke Spam Mail in allen Threads hier an seine Sondermeldung über Vaclav Havel, den er mit Vaclav Klaus durcheinandergeschmissen hat, in seiner grenzenlosen Dämlichkeit, und das mail-mäßig ähnlich meinte überall hinspotzen zu müssen…
    🙂

  19. @Rudolf Kipp
    Nachtrag:
    Ich würde die Vennecke Posts alle rausschmeißen:
    und zwar deswegen…

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