Die Subventionsgier der Photovoltaik-Branche
27. Mai 2010 | Von Rainer Hoffmann | Kategorie: "Erneuerbare Energien", BlogEs ist schon richtig subtil, wie die “solaren Gutmenschen” alle Schleichwege finden, um die Subventionstöpfe zu schröpfen. Der neueste “Trick” scheint nun zu sein, dass man Photovoltaik-Solaranlagen auf Universitäten (auch) zu angeblichen Forschungszwecken installiert, damit man jede Menge Subventionsgelder aus dem Konjunkturpaket II abzweigen kann, der wohl eigentlich zur Sanierung und Modernisierung der Hochschullandschaft gedacht ist. Aber weil auch “ausseruniversitäre Forschungseinrichtungen” subventioniert werden, werden nun die Photovoltaik-Anlagen auf allen UNIs auch (!) “für Forschung und Lehre” eingesetzt…und schon bekommt man jede Menge Subventionsgelder…und das, wo doch immer gesagt wird, die Solartechnik “sei effizient und ausgereift”. Was gibt es denn da noch zu erforschen ??
Also wundern Sie sich nicht, wenn in einigen Jahren die Universitäten immer noch genauso marode wie heute aussehen, aber die Dächer mit PV-Anlagen zugepflastert sind und die Photovoltaik immer noch weniger als 1% an unserer Energieversorgung beiträgt.
12% der Wähler, die GRÜN in NRW am 09.05.2010 gewählt haben, können sich ja auch auf Dauer nicht irren…nicht wahr?
Die 20 Vier-Personen-Haushalte, die angeblich mit der Photovoltaik-Anlage auf der Fachhochschule in Recklinghausen mit Strom versorgt werden können, werden nie die Frage beantwortet bekommen, wo denn nachts der PV-Strom für diese 20 Vier-Personen-Haushalte herkommt.
Stellen Sie diese und andere kritische Fragen zur Solartechnik besser in der Öffentlichkeit nicht, denn es droht Ihnen dann “Ordnungshaft” und “Psychiatrisierung”. Die deutsche Mainstream-Presse veröffentlicht kritische Leserbriefe zur Solartechnik so gut wie gar nicht und im Presserat in Berlin sitzen ja auch Solarlobbyisten. Was soll da noch schiefgehen ?
Beitrag zuerst veröffentlicht am 26.05.2010 auf www.solarkritik.de
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Solarzellen lassen Dach eines alten Bauerhaus einstürzen !!
oder:
Wenn die “solare SubventionsGIER” irgendwann zu groß wird, schickt die Sonne scheinbar doch eine Rechnung !!
Weitere infos hier:
http://www.solarresearch.org/sk2010/recherchen/recherchen/598-dacheinsturz.html
@Hoffmann
ich würde gern einige ergänzende Informationen zu Ihrem Beitrag vorlegen.
Bezugnehmend auf eine Publikation von Greenpeace aus dem Jahre 2009 (1) hat die BRD zwischen 1950-2008 60,8 Mrd. Euro direkte Fördermittel für die Entwicklung der Atomindustrie ausgegeben. Nach Angaben einer Studie der Ruhr-Universität, die in einem Gutachten des Instituto Bruno Leoni (2) zitiert wird, wurden nach Einführung des Erneuerbaren Energien Gesetzes zwischen 2000-2008 für Photovoltaik 35 Mrd. Euro und für Windkraftanlagen 19,8 Mrd. Euro ausgegeben. Der Anteil der von Atomkraftwerken produzierten Strommenge (4) liegt bei etwa 22%, jener von Photovoltaik/PV bei 1% und jener von Windkraft/WK bei etwa 8%. Wir haben demnach für PV+WK binnen knapp 10 Jahren soviel Geld ausgegeben wie für 60 Jahre Atomenergie. Würden wir die Atomkraft abschaffen und durch reine PV ersetzen können (ich blende das Speicherproblem aus), würden wir vermutlich 22 * 35 Mrd. Euro hinlegen dürfen, was bescheidenen 770 Mrd. Euro entspräche, was wiederum den Ausgaben der BRD für alle Sozialausgaben (Rente über Krankenkasse, Sozialhilfe bis Arbeitslosengeld) in einem Jahr entspräche.
Basierend auf dem aktuell auf dem Spotmarkt in Leipzip erzielbaren Strompreis (3,8-5 cent) (siehe 3) müssen pro mit PV verdientem Euro etwa 20 KWh solar erzeugt werden. Dabei zahlt der Gebührenzahler 20 * 0,25 Euro direkte EEG-Förderung, was 1 Euro Stromumsatz plus 5 Euro Fördermittel entspricht. Dies ist volkswirtschaftlicher Kamikaze. Bei WK ist die Relation etwa 1:2 Euro. Auch ein Bombengeschäft zu unser aller Lasten.
Deshalb muss man sich nicht wundern, dass derzeit wie verrückt gewerblich PV-Anlagen gebaut werden. Das bringt zu unseren Lasten dem Investor im Schnitt 3-5% Rendite.
Machen wir’s mal konkret: ich kenne ein PV-Vorhaben in meiner Nähe, dass 24 MWp an Power installiert haben wird. Das kostet den Investor ca. 50 Mio. Euro Kosten, bringt ihm etwa über die 20 Jahre Laufzeit 114 Mio. Euro und es wird in der Zeit Strom im aktuellen Marktwert von lediglich 15 Mio. Euro erzeugen. Der Rest sind Subventionen. Wir werden eine Anlage subventionieren, die in sich nicht mal die Hälfte der eigenen Investitionskosten mit dem eigenen Strom auf dem aktuellen Strommarkt erzielen kann. Das ist PV-Förderpolitik. Leider ist das den Leuten nicht klar, weil zuviele Deutsche beim Thema PV die grünen Tränen in die Auge kriegen und dann öffnet sich der Geldbeutel. Wer verdient aber wirklich daran? Das ist primär der Betreiber, der ca. 60 Mio. abzüglich 10% Steuern machen dürfte. Und es ist die Gemeinde, die die Gewerbesteuer kassiert. Es wäre für die Bewohner des Dorfes billiger, würden sie gleich direkt an die Kasse die Gewerbesteuer finanzieren, als über ihre Stromrechnung diesen Wahnsinn bezahlen, Und vom eingesparten kauft man sich dann in Leipzig den Reststrom ein……
VIele Grüße, Upjohn
1) http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/atomkraft/Studie_Subventionen_Atomenergie.pdf
2) http://brunoleonimedia.servingfreedom.net/WP/WP-Green_Jobs-May2010.pdf
3) http://www.eex.com/de
4) http://www.bdew.de/bdew.nsf/id/DE_Brutto-Stromerzeugung_2007_nach_Energietraegern_in_Deutschland?open&l=DE&ccm=450040020
Das kann man so nicht gegenüberstellen, die daraus folgende Argumentation ist deshalb schlichtweg Unsinn! Die Förderung der Atomindustrie erfolgte direkt durch den Staatshaushalt und ist ausserdem viel höher — laut der von Ihnen zitierten Studie eher 164,7 Md. Euro inklusive Steuervergünstigungen und Vorteile aus dem Emissionshandel. Die externen Kosten sind in der Studie nicht genannt (da wegen der Risikostruktur bei Atomenergie Erzeugung nicht bestimmbar [1]) aber sicher vorhanden und nicht gering. Das EEG ist KEINE Subvention und das soll jetzt kein Streit um Worte sein — das EEG stellt eine degressive Umlage dar, die die Investition in eine ensprechende Anlage für jeden kalkulierbar machen. Das Gesetz (!) ist eine politische Massnahme um ein politisches Ziel zu erreichen und belastet den Bundeshaushalt mit 0 € … die Gelder werde wie gesagt auf alle Stomunden umgelegt und belasten ihn marginal (je nach Stromverbrauch bei einem Privathaushalt ca. 5€ im Monat). Um jetzt zu dem Geld zu kommen das “wir” für WK und PV “ausgegeben” haben --> das sind im Wesentlichen Milliarden an privaten Investitionen — wieso werden denn nicht auch die Beträge genannte, die durch die EVUs für Atomkraftwerke ausgegeben werden (so in etwa 5 Mrd pro Kraftwerk [3]…17 Kraftwerke in D entsprechen dann etwa weiteren 85 Mrd € )?? Da ist noch nichtmal der notwendige Rückbau bei Laufzeitende drin.
Das wichtigste ist der falsche Ansatz hier: der Umstieg auf regenerative Energiequellen ist schlichtweg notwendig wegen der Erschöpflichkeit der fossilen (und atomaren) Ressourcen (der schnelle Brüter funktioniert nirgends auf der Welt im Dauerbetrieb) und technisch möglich.
Die Rechnung kann ich nicht nachvollziehen, sorry. Mal hypotetisch angenommen, sie wäre richtig: wenn der Betreiber in 20 Jahren Laufzeit 114 Mio€ verdienen würde, dann ginge dies ja nur über die per EEG gezahlte Umlage. Die ist heute sicher < 40c/kWh. Wenn der aktuelle Marktwert laut ihrer Aussage nur 15 mio€ entspräche (für den in 20 Jahren kumuliert erzeugten Strom! Energie wird übrigens grundsätzlich teurer, erneuerbare hin oder her….egal: ich bin gespannt auf die Rechnung), dann scheinen Sie aktuelle Preise von nur ca. 5 cent/kWh zu Grunde zu legen — ein Grosskundenpreis für Schwerindustrie. Ich denke nicht das der Vergleich von Preisen einer kWh für Privathaushalt (ca. 20 cent/kWh) und die gezahlte Umlage für Privathaushalt (< 40 cent/kWh) mit dem Preis für Grossabnehmer (=Industrie) — niemand anders zahlt nämlich ~ 5 cent/kWh — verglichen werden sollte um regenerative Energieereugung schlecht zu rechnen…das ist einfach unlauter.
Mal abgesehen von den unverantwortlichen Risiken der Atomenergie sind nicht alle überzeugt, das sich das wirtschaftlich rechnet, dazu siehe [4] und den update [5]. Ich rede hier nicht vom sicheren Betrieb der AKWs, der mag technisch "beherrschbar" (Thema Risikomanagement) sein — aber die Endlagerfrage so wie in den letzten 30 Jahren einfach zukünftigen Generationen zu überlassen ist schlichtweg unverantwortlich. Und das Risiko für Endlager ist zeitlich über einen Zeitraum von mehreren Tausend Jahren zu "managen"…in solchen Zeiträumen sind schon ganz andere Hochkulturen verschwunden, von daher möchte ich mich darauf nicht verlassen
[1] http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/externekosten.pdf
[2] http://www.hermannscheer.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=716&Itemid=180
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk
[4] http://web.mit.edu/nuclearpower/pdf/nuclearpower-summary.pdf
[5] http://web.mit.edu/nuclearpower/pdf/nuclearpower-update2009.pdf