Stromausfall in Bremen! Die Versorgungssicherheit ist durch das Abschalten der Bremer Kohlekraftwerke nicht gefährdet!

26. März 2019 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Kohle, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

Klimawerkstadt-Versorgungsicherheit

Vor einen Monat hatte ich folgende Debatte mit der KlimaWerkStadt Bremen, die sich für einen sofortigen Kohleausstieg in Bremen einsetzt und Ende Gelände im Hambacher Forst unterstüzt und Fridays for Future in Bremen. In Bremen wurde mit der Ortsgruppe von Ende Gelände und der IL Bremen vor dem Kohlekraftwerk Hastedt demonstriert und die Zentrale des Stromversorgers swb in Bremen besetzt. Die Polizei musste daraufhin räumen.

Über Facebook ergab sich folgende Debatte:

Krüger: Keine Ahnung, was Sie antreibt den Bremer Westen und Osten den Strom und die Wärme abzuschalten unter Mithilfe der IL. MfG Michael Krüger

KlimaWerkStadt: Die Versorgungssicherheit ist durch das Abschalten der Bremer Kohlekraftwerke nicht gefährdet! Weitere Infos dazu gibt es hier: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/kohle/kohle_bund_abschaltplan_kohle_atom.pdf

Krüger: Und natürlich gehen in Bremen Strom und Heizung aus, wenn Kraftwerk Hafen und Kraftwerk Hastedt mit samt den Fernwärmenetz vom Netz genommen werden. Hier die Versorgungskarte. http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2019/02/Fernwaermenetz.jpg MfG Michael Krüger

Nun hat die Realität uns mal wieder schneller eingeholt, als gedacht.

Bremen – In vielen Teilen Bremens ist es am Montagnachmittag zu Stromausfällen gekommen. Betroffen war vor allem der Bremer Westen – Oslebshausen, Gröpelingen, Walle; auch das Krankenhaus Diako (dort lief das Notstromaggregat an). Im Bremer Osten, in Sebaldsbrück und in der Innenstadt kam es ebenfalls zu Ausfällen.

In Borgfeld und weiteren Stadtteilen fielen Ampeln aus. Grund für die Störung der Stromversorgung waren Arbeiten an der Umspannanlage im Kraftwerk Hafen. Der „Umspanner“ sorgt dafür, dass der Strom ins Netz geht. Im Zuge der Arbeiten waren am Montag Teile der Hochspannungsanlage zwischen dem Kraftwerk Hafen und Hastedt ausgefallen.

Während das Versorgungsunternehmen SWB (früher: Stadtwerke) über Twitter mitteilte, dass alle Haushalte im Bremer Westen ab 15.51 Uhr wieder Strom hatten, berichteten Facebook-User von teils kurzzeitigen Ausfällen in Mahndorf und im Mercedes-Werk. Der Straßenbahnverkehr war ebenfalls betroffen, sagte ein Sprecher der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) auf Nachfrage. Die Stromversorgung der Bahnlinien 2 und 10 war für etwa eine Viertelstunde unterbrochen.

Obwohl am gestrigen Nachmittag der Wind kräftig geweht hat (bis Windstärke 5) und wir am Nachmittag über 4 Sonnenstunden hatten, konnten Wind und Sonne den Ausfall des Kohlekraftwerk-Hafens und Hastedts nicht ersetzen.

Aktuell wird der KlimaWerkStadt Bremen über der Trägerverein KulturPflanzen die monatliche Miete von 1.650€ für ihren Laden in der Bremer Neustadt finanziert. Noch bis August werden die Räume und zwei Teilzeitstellen vom Bremer Umweltressort (Grüne) und dem BMU gefördert. Es bleibt abzuwarten, wie es weiter geht?

Wenn es zu Toten bei zwangsweisen Abschaltungen infolge von Klimaprotesten kommen sollte, (z.B. in Krankenhäusern, oder im Verkehr, weil die Ampeln ausfallen) dann gehen diese auf das Konto der Klimaschutzaktivisten.

UPDATE 28.03.2019: Stromausfallkarte

StramausfallHB

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43 Kommentare
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  1. Wie reimt sich die Bastelei an dem Umspanndingens mit der Versorgung zusammen?
    Ist der Bremer Westen exklusiv durch diese Leitung versorgt?

  2. Kann ich auch nicht genau sagen. Hier das Versorgungsnetz der swb.

    http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2019/02/Fernwaermenetz.jpg

    Merkwürdig fand ich auch, dass zwei von drei WKA an der A27 still standen, trotz Starkwind. Vielleicht haben die Windstrom abgeschaltet, um das Netz wieder aufzubauen?

  3. Siehe umfangreiches Werk; dena leitstudie integrierte energiewende pdf .ab Seite 32 Teil A. Dort wird nett umschrieben, wie unmachbar die Versorgung mit Regenerativen ist (man gibt zu, dass das Ausland uns nur begrenzt mitversorgen wird) und wie unsicher die Versorgung zunehmend wird. Allerdings gibt man dort Hinweise, wie man durch Intensivierung der Kontrollen große Blackouts vielleicht verhindern könnte (letztlich indem man bei Gefahr einzelne Verbraucher/Verbrauchergruppen vom Netz abwirft.)

  4. Ohne Umspannanlage kein Strom. Da hilft auch kein Atomreaktor der einspringen könnte. Keine Windkraftanlage liefert direkt 230V ins Stromnetz. Das machen allenfalls Dach-Solaranlagen, aber auch die müssen bei Verlust der Netzspannung abschalten um Reperaturarbeiten nicht zu gefährden.

    Die These, dass das hier die Schuld von Protesten sein könnte ist eine ziemlich steile und ziemlich unhaltbare. Und irgendwie schwingt bei so was dann auch noch Schadenfreude mit …

    Skeptiker sind schon ein komisches Völkchen wenn es um Klimaskeptiker geht.

  5. @Herp

    Als gäbe es in Bremen nur eine Umspannanlage. Nur eben war es eine der wichtigen vom Kraftwerk Hafen zum Kraftwerk Hastedt. Wäre das an Umspannwerken bei den WKA und Solaranlagen beim Bremer Müllberg passiert, wäre der Strom nicht großflächig weg gewesen. Oder nicht?

  6. Laut Feuerwehr war auch das Klinikum Links der Weser kurzzeitig ohne Strom.

    Also zwei Kliniken, Ampeln, Straßenbahnen und Haushalte, Mercedeswerk, etc. ohne Strom. Und das nur weil die Umspannanlage zwischen den wichtigsten Kraftwerken Hafen und Hastedt außer Betrieb war und das bei reichlich Wind und Sonne. Die Windparks in Bremen und Solarparks stehen übrigens am Stadtrand und da sind andere Umspannanlagen zuständig.

  7. @ Herp. Ein Elektrotechniker scheinen Sie nicht zu sein. Was soll in diesem Zusammenhang das Kernkraftwerk? Müssen bei den Okologisten immer ein paar Worthülsen reflexhaft vorkommen? Es geht hier doch darum, daß ein Ausfall,/ Wegfall von Energiequellen, ob wegen technischer Probleme oder politisch absichtlich herbeigeführt, zu Black Out führen. In der Überschrift weisen links ökologische Kreise darauf hin, daß diese Energiequellen verzichtbar seien. Alle „Erneuerbaren“, außer Wasser und „Bio“Gas speisen übrigens Inverterstrom aus Gleichspannung in unterschiedlicher Spannungslage ein. Es bedarf immer der Frequenzführung durch ein Netz, das überwiegend mit großen rotierenden Generatoren gespeist wird. Der Kohleausstieg ist so töricht, wie der Atomausstieg schon war. Leider sind Ökologisten und derartige Ideologen vollkommen beratungsresistent. Es fehlt ihnen schon irgendetwas aus der Hauptschule.An grünen Lotusblättern bleibt einfach kein guter Rat hängen.
    An einer herz/Lungenmaschine, oder Dialyse hängend, von einem Notstromgenerator gespeist, mit nur noch wenig Restdiesel im Tank und ohne Nachschub, würden Sie wohl weniger dumm argumentieren.

  8. Also zwei Kliniken, Ampeln, Straßenbahnen und Haushalte, Mercedeswerk, etc. ohne Strom. Und das nur weil die Umspannanlage zwischen den wichtigsten Kraftwerken Hafen und Hastedt außer Betrieb war und das bei reichlich Wind und Sonne.

    Es spielt doch überhaupt keine Rolle, ob da reichlich Strom von anderswo verfügbar wäre oder nicht. Es ist ein Umspannwerk und dahinter hängen Leitungen, die scheinbar nicht anderweitig am Netz hängen. Wenn das Umspannwerk ausfällt, dann haben dahinter eben alle keinen Strom. Wenn dein USB-Netzteil ausfällt, dann bekommen alle Geräte dahinter keinen Strom, obwohl andere Steckdosen ja durchaus noch Strom liefern würden.

    Karl Reichart:

    @ Herp. Ein Elektrotechniker scheinen Sie nicht zu sein.

    Das ist vollkommen richtig.

    Was soll in diesem Zusammenhang das Kernkraftwerk? Müssen bei den Okologisten immer ein paar Worthülsen reflexhaft vorkommen?

    Also ich sehe hier nur dich, der reflexhaft antwortet 😉

    Es geht hier doch darum, daß ein Ausfall,/ Wegfall von Energiequellen, ob wegen technischer Probleme oder politisch absichtlich herbeigeführt, zu Black Out führen

    Es ist keine Energiequelle ausgefallen.

    In der Überschrift weisen links ökologische Kreise darauf hin, daß diese Energiequellen verzichtbar seien.

    Nochmal, ein Umspannwerk fällt aus. Hier ist nicht ein Kraftwerk ausgefallen. Der Strom für das Umspannwerk kann von überall herkommen. Wenn es da ausreichend Kapazitäten von außerhalb gibt, dann haben diese Kreise recht. Ich kommentiere hier nur den Irrsinn den Ausfall des Stroms auf Proteste zu schieben 😉

    Alle „Erneuerbaren“, außer Wasser und „Bio“Gas speisen übrigens Inverterstrom aus Gleichspannung in unterschiedlicher Spannungslage ein. Es bedarf immer der Frequenzführung durch ein Netz, das überwiegend mit großen rotierenden Generatoren gespeist wird.

    Genau und deshalb funktioniert das ja nirgends, gelle? Eine Frequenzführung muss nicht durch rotierende Generatoren bewerkstelligt werden, aber da sie nun einmal da sind, ist es die einfachste Lösung.

    Der Kohleausstieg ist so töricht, wie der Atomausstieg schon war. Leider sind Ökologisten und derartige Ideologen vollkommen beratungsresistent. Es fehlt ihnen schon irgendetwas aus der Hauptschule.An grünen Lotusblättern bleibt einfach kein guter Rat hängen.
    An einer herz/Lungenmaschine, oder Dialyse hängend, von einem Notstromgenerator gespeist, mit nur noch wenig Restdiesel im Tank und ohne Nachschub, würden Sie wohl weniger dumm argumentieren.

    Und jetzt drehst du vollkommen am Rad … vielleicht hängt da ja ein rotierender Generator dran? 🙂 So viel zu reflexhaften Anworten. Garniert mit ein paar Beleidigungen. Wir sehen uns dann wohl beim nächsten Mensa Treffen, richtig? Vielleicht würdest du dort dann auch „weniger dumm argumentieren“ …

  9. Herr Krüger hat lediglich auf die Unsinnigkeit der Proteste hingewiesen. Dazu muss man natürlich längere Text auch verstehen können … und wollen. Kurze Recherche bringt ans Licht, dass in Bremen schon öfters Arbeiten an Umspannwerken durch andere Werke abgefedert wurden.

    Außerdem transformiert nicht gleich jede Anlage ins 230 Volt Netz, nur mal so.

  10. @Lutz Herrmann:
    So lange ist der zu verstehende Text auch wieder nicht:

    Grund für die Störung der Stromversorgung waren Arbeiten an der Umspannanlage im Kraftwerk Hafen. Der „Umspanner“ sorgt dafür, dass der Strom ins Netz geht. Im Zuge der Arbeiten waren am Montag Teile der Hochspannungsanlage zwischen dem Kraftwerk Hafen und Hastedt ausgefallen.

    Kein Umspanner, kein Strom im Netz. Keine Hochspannungsanlage zwischen zwei Punkten, kein Strom an den Stellen dazwischen. Das deckt sich mit den betroffenen Stadtteilen.

    Herr Krüger hat lediglich auf die Unsinnigkeit der Proteste hingewiesen

    Hat er das? Ich lese hier erst den kläglichen Versuch die KlimaWerkStadt schlecht zu reden und sich selbst dafür zu loben eine sinnlose Debatte mit ihnen angefangen zu haben. Dann folgt die Annahme ein Ausfall von Umspannungswerken/Hochspannungsanlagen durch Arbeiten daran sei das gleiche wie ein Abschalten eines Kraftwerkes. Natürlich mit der irrigen Annahme Windenergie hätte das doch ersetzen können müssen. Dann wird die Finanzierung der KlimaWerkStadt in Frage gestellt und versucht irgendwie ein Zusammenhang zwischen Protesten und Blackouts herzustellen, weil ist ja gerade passiert und deshalb würden alle Toten auf deren Konto gehen.

    Was ist daran schwer zu verstehen? Der Text ist weder lang noch schwer zu verstehen. Es handelt sich um die typische Stänkerei eines Klimaskeptikers. Ich finde es ja toll, dass hier von den meisten der CO2 Treibhauseffekt nicht geleugnet wird, aber solche Versuche wie da oben entlarven dann doch wessen Geistes Kind man ist 😉

  11. @Herp

    Sie machen sich gerade wieder zum Mittäter. Und was ich geschrieben habe und Sie wieder verstehen sind mal wieder zwei unterschiedliche Dinge.

  12. Ändert auch nichts an der Tatsache, dass Bremen nicht über das Umland, wo Windkraft und Solaranlagen stehen versorgt werden konnte. Da waren alle Umspannwerke in Ordnung, es kam trotzdem nicht genug Strom nach Bremen.

  13. @Michael Krüger:

    Sie machen sich gerade wieder zum Mittäter.

    Zum Mittäter für was?

    Und was ich geschrieben habe und Sie wieder verstehen sind mal wieder zwei unterschiedliche Dinge.

    Was an dem hier so schwer zu verstehen?

    „Wenn es zu Toten bei zwangsweisen Abschaltungen infolge von Klimaprotesten kommen sollte, (z.B. in Krankenhäusern, oder im Verkehr, weil die Ampeln ausfallen) dann gehen diese auf das Konto der Klimaschutzaktivisten.“

    Ändert auch nichts an der Tatsache, dass Bremen nicht über das Umland, wo Windkraft und Solaranlagen stehen versorgt werden konnte. Da waren alle Umspannwerke in Ordnung, es kam trotzdem nicht genug Strom nach Bremen.

    Nochmal, wenn eine Sicherung in deinem Haus ausfällt, dann gehen ein paar Steckdosen nicht mehr. Die anderen sind davon nicht betroffen. Keine zusätzliche Stromquelle der Welt außerhalb deines Hauses kann dafür sorgen, dass Strom „über deine Sicherung springt“ und du trotzdem deine Geräte an diesen Steckdosen verwenden kannst.

    Das ist doch wirklich nicht schwer zu verstehen. Umspannwerk tot = alles dahinter auch tot. Warum sollten Straßenzüge/Stadtteile von mehreren Umspannwerken versorgt werden?

  14. @ Herp Sie haben das Problem und die Aussagen dazu immer noch niicht verstanden. Also was führt zu einem regionalen Black out? Richtig, beim Verbraucher kommt kein Strom mehr an.
    Was verursacht einen solchen Stromausfall? Richtig, der Generator ging kaputt, lieferte nicht, oder der Schalter war auf aus, wenn man das Umspannwerk als Schalter versteht.
    Was passiert wenn man aus ideologischen Gründen Kohlekraftwerke abschaltet? Richtig, hinter dem Kraftwerk gehen die Lichter aus.
    Was passiert wenn man aus ideologischen Grunden behauptet es geht trotzdem? Richtig, das Licht geht trotzdem aus.
    Herr Krüger hat nur behauptet, daß die Argumentation der Ideologen und Aktivisten falsch ist.

  15. Links Grüner Wahnsinn!

    de facto und das sagen so gut wie alle mit der E Wirtschaft tatsächlich betrauten, auch jene die EE verfechten, liegt es primär am viel zu trägen Ausbau der Netzwerke, der gesamten Infrastruktur, welche mit den enormen Schwankungen eben wegen PV und Windkraft kaum noch zu Rande kommt.
    Kritische Situationen haben sich über die letzten Jahre dermaßen gehäuft, dass es schon an ein kleines Wunder grenz, dass noch kein großflächiger Blackout eingetreten ist. Und wenn es erst einmal dazu kommt, dann sagen diese Experten, kann es Tage dauern, bis die Sache wieder läuft, ohne das irgendwelche Cyberattacken etc. dahinter stünden.
    Geradezu ironisch wird es dann, wenn ausgerechnet die EE Klima Kämpfer, also die völlig ideologisch verblendeten sich gegen neue Stromtrassen oder Pumpspeicherkraftwerke einsetzen und solche Träumer finden sich sogar in Regierungen.
    Das ist gefährlich, aber nicht das neue Klimaoptimum!

  16. Naja, Netze haben wir viele in D’land. Hochspannung vom Kraftwerk in alle Richtungen, Mittelspannung zum weiteren Verteilen und das Stadt/Ortsnetz mit den uns bekannten Niederspannungen. Aus dem Geschreibse oben geht das nicht hervor, aber nur beim Ausfall der Umspannung ins Ortsnetz besteht eine Chance, dass Herr Herp Recht hat.

  17. @Herp

    2016 haben die einen Trafo im Umspannwerk Bremen-Horn ausgetauscht und einfach den Strom umgeleitet, damit die Stadtteile versorgt bleiben. Gibt ja nicht nur eine Leitung und eine Umspannanlage in Bremen. Wir liegen mitten in Niedersachsen und sind mit Niedersachsen im Stromverbund.

  18. PS

    Wenn aber die Stromverbindung zu den beiden Hauptkraftwerken Hafen und Hastedt wegfällt, kann das auch nicht mehr kompensiert werden.

  19. @Herp

    Das Netz ist redundant aufgebaut, um im Falle eines Stromausfalls auf ein anderes Kabel umschalten zu können und so jederzeit die Versorgung gewährleistet ist.

    Hat jetzt allerdings nicht funktioniert, da die beiden Hauptversorgungskraftwerke betroffen waren.

  20. Also Hr. Krueger, Sie hatten auch schon bessere Beiträge!

    Ja, wenn ein Defekt im Umspannwerk passiert, dann gibt es lokale Stromausfälle. Ziemlich egal, ob der Strom vom Kohlekraftwerk Hafen oder woanders her kommt. Ziemlich egal auch, ob im Umland genug Strom verfügbar ist. Evtl. stand das von Ihnen beobachtete Windrad genau deswegen still, weil es (wie das Kohle-KW Hafen) bei defektem Umspannwerk seine Energie nicht einspeisen konnte. Die WKA kann man ja recht schnell herunterregeln.
    Aber wenn Kraftwerk Hafen und Kraftwerk Hastedt planmäßig vom Netz genommen würden (sicher auch nicht gleichzeitig), dann ist das doch etwas anderes wie ein ungeplanter Ausfall im Umspannwerk. Durchaus denkbar, dass dann im Vorfeld auch einige Netzmaschen umstrukturiert werden müssen. Auch das Fernwärmenetz muss weiter funktionieren. KWK ist übrigens im von Ihnen verlinkten BUND-Papier sogar extra angeführt.

    Der Zusammenhang mit der „KlimaWerkStadt“ besteht allenfalls in Ihrem verborgenen Frohlocken, den Stromausfall durch den Defekt im Umspannwerk -- egal wie -- mit den Erneuerbaren Energien oder dem Wunsch der „KlimaWerkStadt“ nach Abschalten der Kohle-KW in Verbindung zu bringen. Ob und wann diese Abschaltungen erfolgen -- wir werden sehen.

  21. @Joe

    Ja, wenn ein Defekt im Umspannwerk passiert, dann gibt es lokale Stromausfälle.

    Aber nicht im Bremer Westen und Osten und im Borgfeld, dass ganz im Norden liegt bei Lilienthal. Borgfeld ist meilenweit weg von Kraftwerk Hafen und Hastedt und der Innenstadt und liegt an der Grenze zu Niedersachsen.

    Und auch im Bremer Süden am Krankenhaus Links der Weser viel der Strom aus.

    Diverse Stadtteile in ganz Bremen in Westen, Osten, Norden und Süden waren betroffen. Dort viel singulär der Strom aus, warum auch immer?

    Das lag aber nicht an einer Leitung und an einen Umspannwerk.

  22. @Karl Reichart:

    Was passiert wenn man aus ideologischen Gründen Kohlekraftwerke abschaltet? Richtig, hinter dem Kraftwerk gehen die Lichter aus.
    Was passiert wenn man aus ideologischen Grunden behauptet es geht trotzdem? Richtig, das Licht geht trotzdem aus.
    Herr Krüger hat nur behauptet, daß die Argumentation der Ideologen und Aktivisten falsch ist.

    Ich kann mit so einer verqueren Logik nichts anfangen. Ich würde vorschlagen du versuchst dich darüber zu informieren wie Stromnetze aufgebaut sind. Woher bekommt beispielsweise das Kraftwerk seinen Strom? Glaubst du die angesprochenen Stadtteile hängen alle an dem einen Kraftwerk und wenn das mal ausfällt, dann geht nichts mehr? Es muss also 24/7 durchlaufen und kann nicht mal zur Wartung abgestellt werden?

    Praktisch, dass es das Internet gibt:
    https://energy-charts.de/percent_full_load_de.htm?source=coal&year=2018&week=43 (Woche 43 in 2018)

    Versuche dort doch mal das Kraftwerk Bremen 6 (das ist das am Hafen) ausfindig zu machen. Es war sowohl in Woche 43 als auch 44 nicht am Netz und trotzdem war Bremen versorgt. Wie das wohl geklappt hat?

    @Christian:

    Kritische Situationen haben sich über die letzten Jahre dermaßen gehäuft, dass es schon an ein kleines Wunder grenz, dass noch kein großflächiger Blackout eingetreten ist. Und wenn es erst einmal dazu kommt, dann sagen diese Experten, kann es Tage dauern, bis die Sache wieder läuft, ohne das irgendwelche Cyberattacken etc. dahinter stünden.

    Na wenn das jetzt aber nicht ein wenig alarmistisch ist 😉

    @Lutz Herrmann:

    Aus dem Geschreibse oben geht das nicht hervor, aber nur beim Ausfall der Umspannung ins Ortsnetz besteht eine Chance, dass Herr Herp Recht hat.

    Das muss schwer gefallen sein, aber ein wenig Augen öffnen würde in dem „Geschreibse oben“ die relevanten Informationen finden können. Ich wiederhole die Passage aus dem Artikel nochmal für dich: „Der „Umspanner“ sorgt dafür, dass der Strom ins Netz geht. Im Zuge der Arbeiten waren am Montag Teile der Hochspannungsanlage zwischen dem Kraftwerk Hafen und Hastedt ausgefallen.“

    Ich hatte auch einen Kommentar mit einem Link zur Stromnetzkarte von Bremen geschrieben, der ist aber scheinbar nicht erschienen, vielleicht deswegen die Verwirrung hier. Nochmal der Link:
    https://www.wesernetz.de/netznutzung/bremen/stromnetz/stromnetzkarte

    @Krüger:

    2016 haben die einen Trafo im Umspannwerk Bremen-Horn ausgetauscht und einfach den Strom umgeleitet, damit die Stadtteile versorgt bleiben. Gibt ja nicht nur eine Leitung und eine Umspannanlage in Bremen. Wir liegen mitten in Niedersachsen und sind mit Niedersachsen im Stromverbund.

    Ja und jetzt gab es eben eine Störung bei den Arbeiten und es hat nicht geklappt die Stromversorgung überall aufrecht zu halten. Das liegt nicht daran, dass kein (Wind-)Strom aus dem Stromverbund geliefert wurde. Das ist doch wirklich nicht schwer zu verstehen, oder?

    Das Netz ist redundant aufgebaut, um im Falle eines Stromausfalls auf ein anderes Kabel umschalten zu können und so jederzeit die Versorgung gewährleistet ist.

    Hat jetzt allerdings nicht funktioniert, da die beiden Hauptversorgungskraftwerke betroffen waren.

    Ganz genau … hat nicht funktioniert. Und noch einmal, der Ausfall liegt nicht daran, dass aus dem Verbundnetz kein Strom verfügbar gewesen wäre. Die Kraftwerke werden regelmäßig abgeschaltet für Wartungen … funktioniert auch.

    @Joe:
    wenigstens einer der hier nicht blind den Wahn unterstützt dem man bei manchen Themen auf solchen Blogs ausgesetzt wird 😉

  23. @Herp, Joe

    Damit Sie beide sich das einmal vorstellen können habe ich den Beitrag gerade noch eine Stromausfallkarte beigefügt.

    http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2019/03/StramausfallHB.jpg

    Klar doch, das hat ein Umspanner und Kabel erzeugt, erzählen Sie das einem anderen. 😉

  24. Na wenn das jetzt aber nicht ein wenig alarmistisch ist

    leider nein, informiere dich einfach bei jenen, die die Stromversorgung aufrecht erhalten versuchen. Das hat nix mit Klimaalarmisten oder „Leugnern“ zu tun.

  25. @Sebastian:
    Lass Dich nicht ärgern! So wie der Ausfall beschrieben ist und es hier auch immer wieder dargestellt wird, ist Deine Interpretation vollkommen zutreffend -- auch wenn man es aus elektrischer Sicht betrachtet.
    Eine Weiterversorgung des entssprechenden Netzabschnittes hinter dem Umspannwerk ist nur dann möglich, wenn
    a) dieser Netzabschnitt noch durch ein weiteres (redundantes) funktionfähiges Umspannwerk angeschlossen ist
    UND
    b) die Arbeiten an dem gewarteten Umspannwerk vom angeschlossenen Netzabschnitt getrennt werden kann.

    Gibt es kein zweites Umspannwerk ODER sind die Arbeiten z.B. an den Trennschaltern zum Netzabschnitt durchzuführen, ist der Netzabschnitt stromlos -- ohne wenn und aber.

    An den versorgenden Kraftwerken liegt es dann nicht.

  26. @Tino

    Dann gibt es anscheinend keine redundante Stromversorgung in Bremen, wenn gleichzeitig im Bremer Westen, Kraftwerk Hafen und Bremer Osten, Kraftwerk Hastedt der Strom singulär und großflächig verteilt wegen eines Umspanners ausfällt. Oder wie erklären Sie das? Nun denken wir mal weiter, was passiert, wenn man bis 2025 wirklich nicht nur einen Umspanner, sondern gleich beide Hauptversorgungskraftwerke abschaltet, die auch noch das Fernwärmenetz zum Großteil speisen?

  27. Hallo liebe Kommentatorengemeinde,
    anscheinend wollen einige nicht verstehen, auf welches Problem Herr Krüger hinzuweisen versucht.
    Da ja Einige kluge Erklärungen dafür finden, warum das alles an der Haaren herbeigezogen ist, ohne auf das grundlegende Problem eingehen zu wollen, hier vielleicht nochmal eine Aufgabe. Bin mal auf die Antworten gespannt:
    Deutschland hat derzeit eine Kraftwerksleistung die so ungefähr 72-75 GW (mit wetterbedingten Schwankungen) liefern kann. Und ich meine damit die tatsächliche regelmäßig gelieferte Leistung, nicht diese utopischen Zahlen der installierten Leistung.
    Bis 2035 sollen davon rund 50 % wegfallen (unteranderem auch die Kraftwerke in Bremen), wie soll die Differenz versorgungssicher bereitgestellt werden?
    Weiterhin soll ja die Fahrzeugflotte in Deutschland auf E umgestellt werden. PKW, LKW, Busse etc. Das sind ungefähr 55 Mio. Fahrzeuge. Diese müssen dann auch regelmäßig geladen werden. Ich habe mal ganz vorsichtig hochgerechnet und komme auf ca. 35 GW. Wo soll diese zusätzliche elektrische Leistung herkommen?
    Ganz viele der Kraftwerke die abgeschaltet werden sollen, liefern z.Zt. auch noch Wärme für Wohnen und Industrie, dies ist nochmal ein mehrfaches der erzeugten elektrischen Leistung. Wo soll zukünftig diese Leistung herkommen?
    Ich denke das sind die entscheiden Fragen, welche mit der s.g. Energiewende beantwortet werden müssen und Bremen ist in diesen Fällen ein sehr gutes Beispiel.
    Und jetzt bin ich mal gespannt!

  28. Ich habe dazu soeben was ganz ähnliches geschrieben, aber erscheint (noch) nicht.

  29. @Schladitz

    Das sind in der Tat die richtigen Fragen. Wie gesagt, Kraftwerk Hafen versorgt den Bremer Westen mit Strom und Wärme und Kraftwerk Hastedt den Bremer Osten mit Strom und Wärme. Gerade dort ist nun ein Umspanner ausgefallen und hat große Teile des Stromnetzes in Bremen lahm gelegt. Diese extrem wichtigen Kraftwerke, wie sich mit den aktuellen Stromausfall gezeigt hat, will man bis 2025 abschalten und wie dann ersetzen, wenn ein Umspanner dort schon solche Probleme macht?

    Das dritte Kohlekraftwerk, Kraftwerk Farge ist im Bremer Norden an der Grenze zu Niedersachsen und das will man gleich ganz dicht machen, da es hauptsächlich Niedersachsen versorgt. Nur um die CO2-Bilanz von Bremen zu verbessern. Den anderen Strom wird man dann vermutlich nach 2025 aus Niedersachsen ebenfalls aus Kohlekraftwerken importieren? Nur damit Bremens CO2-Bilaz besser wird. Und was ist mit dem Fernwärmenetz?

    Bremen ist halt eine Insel. Nur wenn die Insel sich nicht selbst versorgen kann, dann gehen dort halt die Lichter aus.

  30. @CS #27

    Bis 2035 sollen davon rund 50 % wegfallen (unteranderem auch die Kraftwerke in Bremen), wie soll die Differenz versorgungssicher bereitgestellt werden?

    Die „Kohlekommission“ hat keine Konzepte dafür vorgelegt, die Bundesregierung hat auch keine, die Grünen schon gar nicht. Vorgelegt wurden aber von allen Seiten feste Abschalttermine. Falls das so durchgeführt wird wie geplant, muss es unausweichlich zu flächenhaften Stromausfällen kommen, das kann man heute schon vorhersagen. Mit etwas Glück wird das dann von der Öffentlichkeit als das Scheitern der „Energiewende“ begriffen. Wenn wir Pech haben, werden die Ökos dagegen vorbeugend ein „Narrativ“ spinnen, das anderen die Schuld gibt. Herbeiphantasierten „russischen Hackern“ zB, die Medien sind ja schon dabei dafür den Boden zu bereiten.

  31. Hier zeigt sich doch nur, dass das Stromnetz oftmals doch nicht Einfehlersicher (n-1>0) ist.
    Die Versorgung sollte immer von zwei Seiten erfolgen, das bedeutet jedoch, dass die Leitungen/Umspannwerke eben auch nur zu <50% ausgelastet sein dürfen.

    Schade, dass hier alles auf die EE geschoben wird.
    Wie natürlich die Wärmeversorgung ohne den dortigen Kohlekraftwerken aussehen soll würde mich auch interessieren.
    Gaskraftwerke sind jetzt auch nicht gerade besser.

    Kommentar 27:
    Ich habe gerade nur die Verbräuche von PKW im Kopf und 40 Mio. PKW würden etwa 120 TWh/a bzw. durchschnittlich eine Last von 13 GW verursachen. + LKW, aber deutlich unter den genannten 35 GW.

  32. @Krüger:

    Damit Sie beide sich das einmal vorstellen können habe ich den Beitrag gerade noch eine Stromausfallkarte beigefügt.

    http://www.science-skeptical.de/wp-content/uploads/2019/03/StramausfallHB.jpg

    Klar doch, das hat ein Umspanner und Kabel erzeugt, erzählen Sie das einem anderen.

    Aha, da liegt also der Hund begraben, du glaubst den offiziellen Nachrichten nicht und denkst das war ein Kraftwerksausfall, der durch umliegende Kraftwerke nicht kompensiert werden konnte? Ich habe keine Ahnung wie man dagegen argumentieren könnte … der Glaube versetzt bekanntlich Berge.

    @Schladitz:

    Bis 2035 sollen davon rund 50 % wegfallen (unteranderem auch die Kraftwerke in Bremen), wie soll die Differenz versorgungssicher bereitgestellt werden?

    Gaskraftwerke, die braucht es für die Energiewende sowieso.

    Weiterhin soll ja die Fahrzeugflotte in Deutschland auf E umgestellt werden. PKW, LKW, Busse etc. Das sind ungefähr 55 Mio. Fahrzeuge. Diese müssen dann auch regelmäßig geladen werden. Ich habe mal ganz vorsichtig hochgerechnet und komme auf ca. 35 GW.

    35 GW Dauerleistung für 55 Millionen Fahrzeuge? Das scheint arg hochgegriffen.Rechne doch mal vor wie du darauf gekommen bist.

    Ich denke das sind die entscheiden Fragen, welche mit der s.g. Energiewende beantwortet werden müssen und Bremen ist in diesen Fällen ein sehr gutes Beispiel.

    Herr Krüger wollte darauf hinaus, dass Tote durch Blackouts auf das Konto von Protestlern gehen würden … Bremen kann vermutlich vollständig aus dem Verbundnetz versorgt werden. Wie das mit der Wärme klappt, weiß ich nicht. Bei uns gibt es einen Backupgenerator, der dann nur für das Fernwärmenetz zuständig ist. Die Kraftwerke sind ja hauptsächlich für Strom vorhanden und Wärme ist ein Abfallprodukt (man spart sich die Kühltürme).

  33. @Herp

    Ich glaube es gibt anscheinend gar keine redundante Stromversorgung in Bremen, wie von den Stromversorgern propagiert wird. Der defekte Umspanner steht angeblich am/ im Kraftwerk Hafen. Das ist im Westen von Bremen. Warum fällt dann im Osten Bremens, am Kraftwerk Hastedt auch der Strom aus? Also in einem anderen Versorgungsgebiet. Das ist über 5 km entfernt. Und warum in Borgfeld, ca. 10 km entfernt die Ampeln. Ampeln fallen idR aus, wenn es Spannungsschwankungen im gesamten Stromnetz gibt.

    Das kann mir keiner erzählen, dass das ein Umspanner in einen der drei Kohlekraftwerke Bremens bewirkt. Und in der Vahr gibt es auch ein Gas-E-Heizwerk und an der A27 ein Müll-E-Heizwerk.

  34. @Herp

    Das neue Gaskraftwerk an der Weser in Bremen steht seit Jahren still, da es immer wieder Probleme gab und es zu teuer im Betrieb ist.

    Und super Idee Bremen aus dem Verbundnetz zu versorgen. Dann gehen die CO2-Emissionen in Bremen runter und in Niedersachsen hoch. Und Niedersachsen muss dann neue Kraftwerke bauen und Leitungen, denn Bremen versorgt über das Kraftwerk Farge Niedersachsen mit.

  35. @ C.Schladitz #27 Danke für den Versuch Sachlichkeit herein zu bringen., Hier diskutieren Öko-Gläubige mit Bürgern, die zumindest noch die Grundrechenarten beherrschen und anwenden wollen. Das kann zu keinem Ergebnis führen.Herr Krüger hat sehr viel lokale Kenntnis, man sollte das zumindest zur Kenntnis nehmen. Einige kommen aber immer mit einer neuen „Jungfrauengeburt“ um die Ecke. @ Herp ich bin überwiegend mit meinem Umfeld per Du. Mit Leuten, die mir nicht sympathisch sind, aber konsequent nicht. Sie Herr Herp haben keine Ahnung!

  36. @Krüger:

    Und super Idee Bremen aus dem Verbundnetz zu versorgen. Dann gehen die CO2-Emissionen in Bremen runter und in Niedersachsen hoch. Und Niedersachsen muss dann neue Kraftwerke bauen und Leitungen, denn Bremen versorgt über das Kraftwerk Farge Niedersachsen mit.

    Der Strommix außerhalb von Bremen ist sicher ein anderer als in einem scheinbar -- laut dir -- exklusiv durch Kohlekraftwerke versorgten Bereich 😉

    @Reichart:

    @ Herp ich bin überwiegend mit meinem Umfeld per Du. Mit Leuten, die mir nicht sympathisch sind, aber konsequent nicht. Sie Herr Herp haben keine Ahnung!

    Wer im Internet siezt hat die Kontrolle über sein Leben verloren … oder so ähnlich. Ich habe keine Ahnung, jawohl ja. Deshalb dürfen wir uns von dir, Werner und besso keks anhören wie es aussieht wenn man Ahnung hat, richtig? 😉

  37. Natürlich ist der Strommix außerhalb Bremens ein anderer.

    Aber wir haben ja alle keine Ahnung und vermutlich das Umweltbundesamt auch nicht.

  38. #31 Andi
    Ich habe mal versucht das Ganze als Überschlag hochzurechnen ohne dafür für jedes (auch zukünftige) Fahrzeug die genaue Leistung zum Laden zu kennen. Ich glaube das kann heute noch keiner. 🙂
    PKW können z.B. mit 2,5 -- 22 kW geladen werden, Busse mit 50 -- 150 kW und kurzfristig auch mal mit 600 kW, LKW werden auch mit 100 -- 150 kW geladen und auch dort geht viel mehr. Wobei gerade Busse und LKW derzeit noch mehrmals täglich geladen werden (müssen), um ihre Reichweite zu erzielen.
    Ich habe davon mal einen Mittelwert genommen = 12,7 kW pro Fahrzeug x 55 Mio = 700 GW.
    Und da aber nicht alle gleichzeitig Laden, bin ich mal von 5% ausgegangen und dann kommt man auf die 35 GW.
    Ich will mich da nicht um ein paar GW hin oder her streiten, sondern ich wollte einfach mal die Größenordnung deutlich machen. Da stellt sich mir eben zwangsläufig die Frage, wo soll der ganze Strom herkommen?
    Heutzutage wird dann noch propagandiert, dass man ja Nachts laden kann. Was passiert, wenn das dann vielleicht 25 % sind? Das wären dann 175 GW oder eben ein bisschen mehr oder weniger. Ich glaube diese Großenordnung ist fast niemanden bewusst.

  39. ps
    Und selbst wenn wir Ihre 13 GW annehmen und dann noch die abgeschaltete Leistung der Kohle- und Atomkraftwerke hinzuaddieren, dann sprechen wir hier von 40 -- 50 GW Leistung die fehlen.
    Da stehen bei mir nur noch ganz große Fragezeichen und dafür braucht man nun keinen akademischen Abschluss.
    Aber die Masse jubelt.

  40. @Herp

    In Niedersachsen haben die leider um Bremen herum keine Großkraftwerke, da das AKW Esenshamm auch dicht gemacht wurde. Bremen versorgt daher über das Kraftwerk Farge auch Niedersachsen mit. Soviel zum Verbundnetz.

  41. @Schladitz:

    Und da aber nicht alle gleichzeitig Laden, bin ich mal von 5% ausgegangen und dann kommt man auf die 35 GW.
    Ich will mich da nicht um ein paar GW hin oder her streiten, sondern ich wollte einfach mal die Größenordnung deutlich machen.

    Autos laden also 5% der Zeit? 😉
    Grober Überschlag für Autos … 45 Mio PKWs, die im Schnitt 15000 km im Jahr fahren und 200 Wh pro km benötigen, brauchen etwa 135 TWh an Strom pro Jahr. In den Größenordnungen bewegen wir uns, also in etwa das was Wind+Solar derzeit liefern.. Dazu kommt, dass Herstellung von Benzin und Diesel ja auch schon Strom kostet. Denk dir eine Zahl im zweistellingen TWh Bereich aus, das dürfte hinkommen.

    Heutzutage wird dann noch propagandiert, dass man ja Nachts laden kann. Was passiert, wenn das dann vielleicht 25 % sind? Das wären dann 175 GW oder eben ein bisschen mehr oder weniger. Ich glaube diese Großenordnung ist fast niemanden bewusst.

    Propagandiert? Du brauchst doch nur einfach den Nachtstrom billiger als den Tagstrom machen bzw. lastgesteuert den Ladestrompreis regeln und zack hast du eine Steuerung wann Autos laden. Geiz ist in Deutschland immer noch geil und man fährt für ein paar Cent Ersparnis auch ein paar km zum Tanken 😉

    Autos sind immer dann bereit zu laden, wenn sie stehen. Das machen sie an knapp 23 Stunden des Tages. Da lässt sich schon eine vernünftige Laststeuerung mit machen. Ja sie könnten sogar zurückspeisen und der Besitzer verdient damit auch noch Geld … immerhin entsprechen 45 Mio Autos mit einer 60 kWh Batterie einer Megabatterie mit 2,7 TWh. Ein unglaubliches Stabilisierungspotential.

    Und selbst wenn wir Ihre 13 GW annehmen und dann noch die abgeschaltete Leistung der Kohle- und Atomkraftwerke hinzuaddieren, dann sprechen wir hier von 40 — 50 GW Leistung die fehlen.

    Warum sollte man das machen? Nochmal in klaren Worten: bisher wurden jedes Jahr durch Zubau von Erneuerbaren mehr TWh „sauber“ produziert als durch Mehrverbraucher verbraucht wurde. Die Elektroautos und Abschaltungen passieren ja nicht alle morgen und auch nicht übermorgen. Das dauert alles noch Jahrzehnte.

    Die jubelnde Masse hat sowieso keine Ahnung, die haben nur Kommentatoren auf Klimablogs deren teils berechtigter Zweifel vollkommen in dem sonstigen Unsinn den man dort erlebt untergeht 😉

  42. Lesen und das Gelesene verstehen sind zwei Paar Schuhe. Und irgendwie hat es bei Ihnen wohl nur für ein Paar gereicht. Das zeigt sich bei fast jedem Kommentar, den Sie hier so schreiben.
    1. 5% der Fahrzeugflotte die gleichzeitig am Zapfhahn hängen. Und dies ist das Problem. Ich versuche die Zahl mal vorstellbarer zu machen und vielleicht können Sie mir das Ergebnis liefern.
    Wir haben z.Zt. ca. 3 Mio Busse in Deutschland. Wir nehmen an, die wären alle E-Busse. Nach heutigem Stand laden diese mit 100 kW. Wieviel Leistung benötigen die, wenn 10% = 300000 Busse gleichzeitig laden wollen/müssen? Was würde wohl in dem Fall unserer Stromnetz machen?
    2. Weil die Abschaltung beschlossen ist. Wieviele neue WKA müsste man da zum Ausgleich bauen? Und das wievielfache ist das zu dem was heute schon steht? Noch ein Tipp, tatsächliche Einspeisung liegt bei knapp 20% der installierten Leistung.

  43. @SH #41

    Du brauchst doch nur einfach den Nachtstrom billiger als den Tagstrom machen bzw. lastgesteuert den Ladestrompreis regeln und zack hast du eine Steuerung wann Autos laden.

    Wann Strom abgerufen wird, wird derzeit in Privathaushalten gar nicht gemessen. Deswegen können dort keine verschiedenen Preise für „Tagstrom“ oder „Nachtstrom“ berechnet werden. Dafür müssten erst 40 Mio neue Zähler installiert werden. Gut, bei der Energiewende spielt Geld keine Rolex, eh klar.

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