Die Wetterhexe: Oder wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung den Klimawandel erklärt

18. März 2014 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Wetterhexe

Klimawandel ganz einfach. Man nehme eine Wetterhexe und einen Klimakessel und fertig ist der Klimawandel. So stellt sich zumindest Nora Molkenthin vom PIK den Klimawandel vor.

Ja früher, früher gab es hierfür auf jedem Marktplatz einen geeigneten Scheiterhaufen, wo solche ungebildeten Klimahexen in Asche und CO2 überführt wurden. Ein Hoch auf die gute alte Zeit. 😉

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34 Kommentare
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  1. Endlich habe ich die Erklärung. Seit 1969 fahre ich immer wieder zur See. Auf langen Nachtwachen auf der Brücke hatte ich oft komische Gefühle, es gibt immer wieder so beklemmendes Wetter und schlechtes Bordklima. Dann erwischte mich Hurrikan Bob nördlich von Cape Cod, das gilt doch laut Versicherungen als Hurrikan frei. War ich in den Strudel des Klimawandels geraten. Jetzt wurde mir alles mit ein paar Bildchen erklärt, was in Wirklichkeit ein milliardenschweres Täuschungsgeschäft ist. Zum Glück glauben 80% der Deutschen jeden „grünen“ Schwindel, sonst hätten wir ja einen Volksaufstand.

  2. Herr Krüger, es wäre nett wenn Sie sich zu dem Beitrag inhaltlich äussern würden und sich nicht an der Form des Beitrages stoßen! Denn das zeigt, dass es Ihnen gar nicht um die Sache geht sondern darum zu diskreditieren.

    Ich erspare mir hier die peinlichen Klimaerklärungsversuche eines Dr. Thüne oder eines Klimalaien Thomas Globig, die Sie für so qualifiziert hielten dass Sie diese verlinkt haben bzw. in Beiträge packten!

  3. Ich finde das Video sehr anschaulich. Es ist offenbar für Kinder gemacht worden. Fachliche Fehler kann ich dem Video nicht entnehmen. Was haben Sie daran auszusetzen?

  4. @Thorsten

    „Ich finde das Video sehr anschaulich. Es ist offenbar für Kinder gemacht worden. Fachliche Fehler kann ich dem Video nicht entnehmen.“

    Ach nee???

    Nur schade, dass z.B. auf Nordhalbkugel und Südhalbkugel die Jahreszeiten (Sommer/ Winter) entgegengesetzt sind. Da kann die Wetterhexe noch zu viel ihren Klimakessel aufheizen und darin rumrühren.

    Zudem hat sich die Nordhalbkugel aufgeheizt, währen Teile der Südhalkugel sich abgekühlt haben. In Teilen von Südamerika, dem Süden Afrikas, Teilen von Australien und großen Teilen der Antarktis hat es sich in den letzten Jahrzehnten nicht erwärmt, sondern abgekühlt.

    Das nur um mal die größten fachlichen Fehler zum Klimakessel -- aus dem es kein Entrinnen gibt -- zu nennen.

  5. @Thorsten

    P.S.: Und auch die Ozeane ENSO, PDO, AMO, … unterliegen zyklischen Schwankungen von Warm auf Kalt und Kalt auf Warm. Auch das kann der Klimakessel der Wetterhexe nicht abbilden.

    Und was lernen wir daraus. Die Welt auf einen Klimakessel zu reduzieren, in den die Wetterhexe eine Priese Hitze streut und dann umrührt, ist einfach nur Blödsinn. Wenn das PIK so mit seinen Klimamodellen verfährt und das tut es offensichtlich, muss man sich auch nicht wundern, wenn da nur Blödsinn herauskommt.

  6. @Michael
    Bei Kinderfilmen ist Thorsten, seinem kindlichen Gemüt entsprechend, sofort zur Stelle.
    Und wenn es um Kinderverblödung geht, kämpfen PIK und / oder Rahmstorf an vorderster Front.

  7. @ Michael Krüger

    „Nur schade, dass z.B. auf Nordhalbkugel und Südhalbkugel die Jahreszeiten (Sommer/ Winter) entgegengesetzt sind. Da kann die Wetterhexe noch zu viel ihren Klimakessel aufheizen und darin rumrühren.

    Zudem hat sich die Nordhalbkugel aufgeheizt, währen Teile der Südhalkugel sich abgekühlt haben. In Teilen von Südamerika, dem Süden Afrikas, Teilen von Australien und großen Teilen der Antarktis hat es sich in den letzten Jahrzehnten nicht erwärmt, sondern abgekühlt.“

    Mir war schon klar dass Sie auf diesem Niveau, mit Falschbehauptungen und Halbwahrheiten argumentieren. Ich habe NICHTS Anderes von Ihnen erwartet!

  8. Schön, dass man doch noch etwas lernt. Da hätte mich mein Reisebüro mit Halbwahrheiten und Falschbehauptungen beinahe dazu verleitet den nächsten unseren Winter in Südafrika zu verbringen.

  9. @Thorsten

    Ich finde das Video sehr anschaulich. Es ist offenbar für Kinder gemacht worden.

    Nö, der Film ist auch für Erwachsene gedacht. Die Dreadlock-Tante vom PIK meint das wirklich erst. Die Forscht auch zu diesem Thema (Wetterhexe, Klimakessel).

    https://www.pik-potsdam.de/members/noram/nora-molkenthin?set_language=de

    Mir war schon klar dass Sie auf diesem Niveau, mit Falschbehauptungen und Halbwahrheiten argumentieren. Ich habe NICHTS Anderes von Ihnen erwartet!

    Es ist nun mal Tatsache, dass auf Nordhalbkugel und Südhalbkugel die Jahreszeiten (Sommer/ Winter) entgegengesetzt sind. Da kann die Wetterhexe noch zu viel ihren Klimakessel aufheizen und darin rumrühren.

    Zudem ist Tatsache, dass sich die Nordhalbkugel aufgeheizt hat, währen Teile der Südhalkugel sich abgekühlt haben. Da gibt es kein einheitliches, verbindendes „Erwärmungsmuster“, wie in einem Klimakessel.

    Tatsache ist auch, dass die Ozeane ENSO, PDO, AMO, … zyklischen Schwankungen von Warm auf Kalt und Kalt auf Warm unterliegen. Auch das kann der Klimakessel der Wetterhexe nicht abbilden.

    Auch die Wettersysteme NAO, AO und AAO unterliegen zyklischen Schwankungen zwischen Warm und Kalt.

    Eine Erwärmung kann zudem nach Rahmstorf zu einer Abkühlung in Europa führen, wenn der Glof-/ Nordatlantikstrom, abreißt.

    Die Welt auf einen Klimakessel zu reduzieren, in den die Wetterhexe eine Priese Hitze streut und dann umrührt und sich alles erwärmt ist einfach nur Blödsinn. Das Sie das nicht bemerkt haben Thorsten, wirft ein entsprechendes Licht auf Sie.

  10. @Thorsten

    P.S.: Mich wundert immer wieder, welche „Hausbesetzertypen“ am PIK arbeiten und dort ihren „Blödsinn“ veröffentlichen. Einfaches Nachdenken hilft, um deren Blödsinn zu erkennen.

  11. Die Welt auf einen Klimakessel zu reduzieren, in den die Wetterhexe eine Priese Hitze streut und dann umrührt und sich alles erwärmt ist einfach nur Blödsinn. Das Sie das nicht bemerkt haben Thorsten, wirft ein entsprechendes Licht auf Sie.

    In dem Video wird mit der Wetterhexe und ihrem Kessel genau ein Aspekt der realen Welt veranschaulicht und die Kommentatorin erklärt auch deutlich, welcher das ist. Sie schlägt auch am Ende den Bogen zurück zur realen Welt und weist daraufhin, an welchen Stellen die anhand des Wetterkessels erklärten Dinge konkret zu sehen sind.

    Das nicht zu sehen oder sehen zu wollen … Ich weiss nicht so recht, wie man das interpretieren soll …

  12. @Krishna

    Und wenn es um Kinderverblödung geht, kämpfen PIK und / oder Rahmstorf an vorderster Front.

    Stimmt, der Rahmstorf hat sich auch schon an einem, oder mehreren Kinderbüchern versucht. Das PIK selbst hat sogar einen Comic mit Rahmstorf und Schellnhuber als Superhelden herausgegeben. Peinlicher gehts kaum noch. 😉

  13. @Marvin Müller

    Ich zitiere einfach mal aus dem Video:

    Das Wetter in einer Region beeinflusst das Wetter in anderen Regionen. Diese Interaktionen sind Teil des Klimasystems. … Was sagt uns jetzt das Netzwerk über das Klima aus? Um uns dieser Frage zu nähern gehen wir einen Schritt zurück und vereinfachen das System radikal. Wir vergessen mal … und stellen uns vor das Wetter passiert im Kessel der Wetterhexe. … Am Ende ist der ganze Topf … wärmer geworden. … In der Natur kann man das auch beobachten (im Video wird dazu ein Modell gezeigt/ Netzwerk, welches den Erdglobus umspannt). …

    Fazit: Das Modell des Klimakessels taugt nicht, um die Interaktionen in der Realität/ auf unseren Globus abzubilden. Das sollte eigentlich jeder erkennen, der das Video aufmerksam gesehen hat. Das Modell taugt nicht einmal in einer begrenzten Region die Interaktionen einer Erwärmung abzubilden. Dazu muss man sich nur die Antarktis anschauen. Die Westantarktis hat sich stark erwärmt, große Teile der Ostantarktis hingegen nicht, die hat sich eher abgekühlt. Es gibt diverse „Kälteinseln“ vor allem auf der Südhalbkugel, während global eine Erwärmung stattgefunden hat. Das kann der Klimakessel der Wetterhexe nicht mal ansatzweise abbilden. Ein solch vereinfachtes Modell ist also Blödsinn, um die Prozesse auf unseren Globus erklären zu wollen.

  14. @Marvin Müller

    P.S.: Das sog. magische Rührmuster der Wetterhexe im Klimakessel ist auch nicht auf die Strömungen im Ozean übertragbar, wie im Video gezeigt wird. Die Oberflächenströmungen in den Ozeanen sind vor allem windgetrieben und unterliegen jahreszeitlichen und dekadischen Schwankungen. Dort gibt es kein „Rührmuster“, wie in einem Klimakessel. Sie z.B. ENSO/ El Nino und La Nina. Oder die NAO, welche sich auf die Stärke des Nordatlantikstroms (MOC) auswirkt. Usw., usw.

    Das Modell des Klimakessels ist also einfach nur Blödsinn.

  15. Michael Krüger schrieb am 20. März 2014 13:58:

    @Marvin Müller

    Ich zitiere einfach mal aus dem Video:

    Entweder ziemlich wahlos selektiert und dabei versehentlich nicht das relevante erwischt oder absichtlich das relevante weggelassen -- was war es denn Herr Krüger? Die Kommentatorin des Videos sagt in etwa (das fett gedruckte ist das, was Sie zitiert haben):
    „Wir können sehen, dass [Beobachtung]. In der Natur kann man das auch beobachten . [gefolgt von einer Erklärung, wo man vergleichbares beobachten kann]“ Und die Beobachtung, die im Video diskutiert wird, war nicht, dass die ganze Erde wärmer wird …

  16. @ Michael Krüger #9 & #10

    Also das Video richtet sich offensichtlich an Kinder. Die „Hexe“ ist eine kindgerechte Metapher, die gute Frau glaubt das nicht wirklich. Auf ihrer Instituts-Homepage ist von Hexen auch nichts zu lesen. Und was jemandem auf dem Kopf wächst oder nicht, sagt nichts darüber aus was er drin hat.

    Die Kritik an solchen Darstellungen sollte eine ganz andere Richtung verfolgen. Da werden Kinder mit ökologistischem Zeitgeist beeinflusst. Die unterschwellige Botschaft ist wie immer „Die Katastrophe kommt und ihr seid schuld“. Das sollte nicht geduldet werden. Außerdem ist die Darstellung halt doch recht simpel. Jeder Klimatologe oder der es werden will sollte vor jeder Präsentation vor Laien immer vorausschicken: „Eigentlich haben wir das Erdklima noch gar nicht verstanden, wir leuchten nur mit Taschenlampfen im Nebel rum. Hier einige der Fundstücke.“

  17. @anorak2

    Also das Video richtet sich offensichtlich an Kinder.

    Leider nicht!

    Das Video wurde für den Wettbewerb Fast Forward Science (www.fastforwardscience.de) erstellt und ist u.a. auf der youtube-Seite vom PIK erschienen. Fast Forward Science ist ein Wettbewerb zur Produktion von inhaltlich fundierten, verständlichen und unterhaltsamen Web-Videos über ein wissenschaftliches Thema. Der Wettbewerb wurde 2013 gemeinsam von Wissenschaft im Dialog und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ins Leben gerufen, damit Web-Videos stärker als bisher als inhaltlich fundiertes, unterhaltsames und massentaugliches Kommunikationsmittel für wissenschaftliche Themen wahrgenommen und genutzt werden. Das richtet sich nicht an Kinder. Dazu gibt es im Video auch zu viele Fachbegriffe mit denen Kinder nichts anfangen können.

    @Marvin Müller/ Thorsten

    Und die Beobachtung, die im Video diskutiert wird, war nicht, dass die ganze Erde wärmer wird …

    Ach ja? Wo wird denn im Video von einer Stagnation, oder gar einer Abkühlung gesprochen. Ich habe dort nur was von Erwärmung gesehen und gehört.

    Die tolle Theorie hat zudem einen weiteren Hacken. Heute soll die Erwärmung über ein globales Netzwerk interagieren. Die Erwärmung in einer Region verursacht eine Erwärmung in einer anderen Regionen, usw. … Da frag ich mich, was war denn während der mittelalterlichen Warmzeit MWP? Die soll doch angeblich, laut Rahmstorf und Konsorten, lokal auf Europa beschränkt gewesen sein! Ja watt denn nu? Globale Interaktion, oder lokale Effekte?

  18. @anorak2

    Und was jemandem auf dem Kopf wächst oder nicht, sagt nichts darüber aus was er drin hat.

    Ironie ON. Meiner Erfahrung nach korreliert die Länge der Dreadlocks direkt mit der Qualität der wiss. Arbeiten. Je länger, desto weniger wiss. ist die Arbeit und umso mehr ideologische Inhalte sind zu erwarten. Ironie OFF

  19. Anlage:

    Hier mal die lokalen Klimatrends der letzten 30 Jahre nach NASA GISTEMP

    http://data.giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/nmaps.cgi?year_last=2014&month_last=2&sat=4&sst=3&type=trends&mean_gen=0112&year1=1984&year2=2013&base1=1951&base2=1980&radius=250&pol=rob

    Ein Flickenteppich.

  20. @Michael Krüger
    Vom PIK mag man halten, was man will, aber mir kommt es schon sehr so vor, daß Sie zuviel hineininterpretieren in diesen Film. Es geht, soweit ich erkennen kann, allein darum, den Begriff eines Graphen von Korrelationen zu illustrieren, den die Dame eben als Instrument zur Analyse des Weltklimas verwenden will. Die Sache mit der Wetterhexe hat keinen weiteren Tiefsinn, als ein einfaches Modell für solche Korrelationen im Strömungsfeld des umgerührten Kessels zu zeigen, das den Begriff illustrieren soll. Daß das in irgendeiner Weise ein Modell für das Weltklima sein soll, wird nicht behauptet.

    Ob man diese Art von Forschung für aussichtsreich hält und z.B. aus Korrelationen, wie angedeutet, schon wirkliche Rückschlüsse auf Kausalitäten ziehen will, ist eine andere Frage. Daß die ganze Geschichte aus dem Geist der Klimakatastrophenwelt heraus erzählt ist und unterschwellig Ideologie mitschwingt, ist angesichts der Herkunft des Videos nicht erstaunlich und wahrscheinlich sogar unvermeidlich.

    Ich kann also nichts besonders Verwerfliches an dem Film erkennen und finde, er ist (in seiner Art) nett gemacht und hat einen gewissen Unterhaltungswert. Ist doch schön, daß wir uns für die Gelder, die ins PIK gepumpt werden, immerhin ein paar Minuten lang amüsieren dürfen.

  21. Wenn es darum ginge, eine INTEGRATION zu visualisieren, wäre das Konzept geeignet.
    Aber für die Darstellung einer KORRELATION ist es einfach untauglich und falsch, da gebe ich Michael Krüger recht.

  22. @Fluminist

    Daß das in irgendeiner Weise ein Modell für das Weltklima sein soll, wird nicht behauptet.

    Nicht ganz. Auf Basis eines ähnlich einfachen Modellansatzes/ Konzeptes basiert sogar eine aktuelle Veröffentlichung des PIK zu den Klimanetzwerken.

    Die PIK-Wissenschaftler haben Änderungen von Größen über Zeit und Raum betrachtet. Dies taten sie zunächst modellhaft in einem einfachen physikalischen System, und haben dies dann in eine Formel gefasst, die man mit fast beliebigen Daten füllen kann. Anwenden lässt sich dies etwa auf Ozeanströmungen, laut PIK.

    http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/netzwerke-im-klimasystem-forschungsluecke-geschlossen

    Hier die Veröffentlichung.

    Molkenthin, N., Rehfeld, K., Marwan, N., Kurths, J. (2014): Networks from Flows -- From Dynamics to Topology. Scientific Reports 4, 4119 [doi: 10.1038/srep04119]

    Zum Modellansatz:

    Methods

    Definition of continuous cross-correlation analogue

    For the model system we assume stationary two-dimensional flows in a square area in a two-dimensional boundaryless fluid of constant diffusivity χ described by the velocity field v(x). The ADE (advection diffusion equation) states how the change of temperature over time is governed by the spatial temperature change and the velocity:

  23. @Fluminist

    P.S.:

    Ist doch schön, daß wir uns für die Gelder, die ins PIK gepumpt werden, immerhin ein paar Minuten lang amüsieren dürfen.

    Gerade das finde ich sehr unschön. Nämlich, dass für solch einen „Mist“ Forschungsgelder und Steuergelder rausgeschmissen und verprasst werden, während hoch qualifizierte Wissenschaftler in Deutschland keine Anstellung in der Forschung finden und in die Wirtschaft, oder ins Ausland abwandern müssen. Beim PIK tummeln sich inzwischen immer mehr „Greenpeacetypen“ herum, die als Klimapiraten oder sonst was auftreten und für solch eine Arbeit noch über Steuergelder, oder Forschungsfördergelder bezahlt werden.

  24. Michael Krüger schrieb am 20. März 2014 22:27

    Die PIK-Wissenschaftler haben Änderungen von Größen über Zeit und Raum betrachtet. Dies taten sie zunächst modellhaft in einem einfachen physikalischen System, und haben dies dann in eine Formel gefasst, die man mit fast beliebigen Daten füllen kann. Anwenden lässt sich dies etwa auf Ozeanströmungen, laut PIK.

    http://www.pik-potsdam.de/aktuelles/nachrichten/netzwerke-im-klimasystem-forschungsluecke-geschlossen

    Netzwerke im Klimasystem: Forschungslücke geschlossen

    24.2.2014 -- Im Klimasystem der Erde gibt es Netzwerke: Veränderungen an einem Punkt können Veränderungen an einem anderen und weit entfernten Punkt auslösen – ein El Niño in Südamerika kann Störungen des asiatischen Monsuns bedeuten. Bislang ließen sich diese Zusammenhänge rein statistisch dingfest machen, durch den Vergleich von Beobachtungsdaten und Zeitreihen. Jetzt zeigt erstmals eine Studie die physikalischen Mechanismen hinter der Statistik. Es geht um Strömungen, so die in der Fachzeitschrift Scientific Reports, einem neuen open access-Journal der renommierten Nature-Gruppe, veröffentlichte Arbeit von Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

    Ich habe mal den Abstract des von Ihnen verlinkten Artikels ergänzt. Der Absatz beschreibt genau das, was in dem Video veranschaulicht werden soll -- eine (mögliche) Erklärung für den (seit langem?) beobachteten statistischen Zusammenhang zwischen den Temperaturverläufen verschiedener Stationen. Um eine Veranschaulichung dieser Erklärung ging es im Video. Und das ist schon was anderes als

    Klimawandel ganz einfach. Man nehme eine Wetterhexe und einen Klimakessel und fertig ist der Klimawandel. So stellt sich zumindest Nora Molkenthin vom PIK den Klimawandel vor.

  25. @Michael Krüger, @Tritium #21
    Es geht um beides. Das Video ist eine ganz gute Popularisierung des in #22 verlinkten Artikels, einschließlich der beiden Gedankensprünge von Korrelation zu Zusammenhang und von einem stark vereinfachten Modell (und dabei ist der im Artikel betrachtete Torusfluß noch um vieles einfacher als das Gewurl im Kessel) zur Anwendung auf ein komplexes reales System. Solche vereinfachten Darstellungen fürs Volk zu produzieren, gehört bei stark öffentlich geförderten Projekten mit dazu, und die Darstellung als solche finde ich nicht schlecht.

    Was von dem dahinterstehenden Projekt zu halten ist, das steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Es steht außer Frage, daß in der hochsubventionierten Modedisziplin, die viele irgendwie zu Beschäftigende anzieht, mit viel Hybris und Hallo an mitunter sehr dünnen Brettern herumgebohrt wird und junge Leute, von der scheinbaren Wichtigkeit und Neuigkeit des Fachs berauscht, sich bald für Wissenschaftler halten, die die Welt erklären und verändern. Das muß man aber nicht ihnen vorwerfen (und die Argumentation mit der Frisur ist, mit Verlaub, ziemlich dämlich), sondern denjenigen, die den Rummel um einen Gegenstand, der vor 20 Jahren eine Nischendisziplin war, fördern und finanzieren. Das ist ja nicht nur beim PIK so, sondern auch in anderen Ländern, in denen die offiziellen Wissenschaftsförderungsinstitutionen sich Klimawandel und Nachhaltigkeit aufs Panier geschrieben haben.
    Dadurch findet eine extreme Wettbewerbsverzerrung statt, da praktisch jeder Blödsinn, der irgendwie mit Klima etc. in Verbindung gebracht werden kann, als förderungswürdig gilt und dafür an anderen Fächern (in denen, wenn wir ehrlich sind, die Sinnhaftigkeit einzelner Projekte auch nicht immer leicht vorab beurteilt werden kann) gespart wird. Politisches Eingreifen ruiniert hier den Wissenschaftsbetrieb, so wie mit dem EEG politisches Eingreifen die Energiewirtschaft ruiniert.

    Insofern ist die Kritik #23 berechtigt, sie richtet sich aber nicht an Frau Molkenthin, sondern an höhere Stelle. Wenn man Maden im Fleisch hat, sind nicht die Maden schuld, sondern die mangelnde Hygiene.

    Der Titel dieses Artikels „Die Wetterhexe: Oder wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung den Klimawandel erklärt“ ist verfehlt, denn den Klimawandel versucht in dem Video niemand zu erklären. Erklärt wird nur eine bestimmte Methode der Datenanalyse, über deren Wert man streiten kann.

  26. Fluminist schrieb am 21. März 2014 09:42:

    Der Titel dieses Artikels “Die Wetterhexe: Oder wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung den Klimawandel erklärt” ist verfehlt, denn den Klimawandel versucht in dem Video niemand zu erklären. Erklärt wird nur eine bestimmte Methode der Datenanalyse, über deren Wert man streiten kann.

    Ob das zu Herrn Krüger durchdringt und zu einer Erkenntnis führt, wenn die Anmerkung nicht von mir (oder Torsten), sondern von jemand anderem kommt? Ich bin gespannt 🙂

    (und die Argumentation mit der Frisur ist, mit Verlaub, ziemlich dämlich)

    Diese Art der Argumentation hat Herr Krüger so sehr verinnerlicht -- das wird er wohl nie mehr loswerden …

  27. @Marvin Müller

    Der Absatz beschreibt genau das, was in dem Video veranschaulicht werden soll — eine (mögliche) Erklärung für den (seit langem?) beobachteten statistischen Zusammenhang zwischen den Temperaturverläufen verschiedener Stationen. Um eine Veranschaulichung dieser Erklärung ging es im Video.

    Diesen kausalen Zusammenhang gibt es eben nicht. Ob Sie das verstehen werden? Weder der Klimakessel, noch ein Wassereimer, der wird auch als vereinfachter Modellansatz von Nora Molkenthin genannt, noch der ähnlich vereinfachte Modellansatz im Paper (stationary two-dimensional flows in a square area in a two-dimensional boundaryless fluid of constant diffusivity χ) taugen als übertragbarer Modellansatz für Ozeanströmungen, etc. Diverse Gegenbeispiele hatte ich ja genannt.

    Marvin, wenn dieser (seit langem?) beobachtete statistische Zusammenhang zwischen den Temperaturverläufen verschiedener Stationen so gut funktioniert, wie erklären Sie dann diesen Flickenteppich der Temperaturtrends der letzten 30 Jahre?

    http://data.giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/nmaps.cgi?year_last=2014&month_last=2&sat=4&sst=3&type=trends&mean_gen=0112&year1=1984&year2=2013&base1=1951&base2=1980&radius=250&pol=rob

    Da bin ich auf Ihre Erklärung aber mal gespannt. 😉

  28. @Fluminist

    … den Klimawandel versucht in dem Video niemand zu erklären.

    Er geht um Klimanetzwerke, Interaktionen im Klimasystem. Eine Erwärmung/ der Klimawandel an einem Ort, löst eine Erwärmung/ einen Klimawandel an einen anderen Ort aus. Usw. Oder wie sich das Klima über das Netzwerk ändert/ ausbreitet/ wandelt. Das ist der neue Modellansatz im Klimasystem. Das Video fängt direkt mit dem Wort Klima an. Im Video wird erklärt was das Netzwerk über das Klima/ den Klimawandel aussagt.

    In der Beschreibung zum Video steht:

    In diesem Video (with English subtitles) aus dem Wettbewerb Fast Forward Science (www.fastforwardscience.de) geht es um den relativ neuen Netzwerk-Ansatz zur Beschreibung und Untersuchung des Klimas. Klimanetzwerke beschreiben Korrelationen von Klimadaten wie Temperatur oder Regenfall und suchen in ihnen nach Mustern und Strukturen. Während man viele Strukturen und Veränderungen in diesen Netzwerkdarstellungen finden kann, ist deren Interpretation schwierig, in dem Video geht es um einen Ansatz zur Interpretation.

    Oder anders gesagt, es wird die Beeinflussung und der Wandel des Klimas über Klimanetzwerke untersucht und erklärt.

  29. Ich stimme da dem Fluministen zu.
    Die Klimahexe erklärt die Methode.
    Und das tut sie anschaulich.
    Grüße
    Günter Heß

  30. @Heß

    Das sehe ich anders. Schon der Klimakessel ist albern und fern ab von der Realität. Der Klimakessel wird von unten beheizt, aber die Priese Hitze, welchen die Hexe in den Kessel streut und das Umrühren (Rührmuster) soll eine entsprechende Interaktion (Erwärmung im Kessel) über das Netzwerk erzeugen. Und was macht das Feuer unterm Kessel?

    Ich frage mich langsam, wer hat den Film und das Titelbild eigentlich angeschaut? Vor allem das durchgestrichene System Erde. Und dieses einfache Modell/ vereinfachte System dient als Grundlage und am Ende wird wieder ein Bogen zum System Erde geschlossen, dass angeblich viel zu komplex ist, um abgebildet zu werden. Im Video wird dazu am Ende ein Modell gezeigt/ Netzwerk, welches den Erdglobus umspannt.

  31. Lieber Herr Krüger,
    Das ist ihr gutes Recht das meinen.
    Nun ja die Autorin hat ja gesagt, ein vereinfachtes Modell, und sie kritisieren das was sie ihnen gesagt hat.
    Jemand sagt er macht ein vereinfachtes Modell und jemand anders kritisiert es sei zu einfach.
    Das ist bequem und billig.
    Diese Stereotype gibt es leider häufig. Aber was genau ist der Ihr Punkt?
    G&T haben da ein Paper gemacht aus dem Stereotyp.
    Grüße
    Günter Heß

  32. Lieber Herr Krüger,

    Ich frage mich langsam, wer hat den Film und das Titelbild eigentlich angeschaut?

    Die habe ich mir genau angeschaut. Aber ich frage mich, ob Sie die Beschreibung, die Sie in #28 zitieren, wirklich aufmerksam gelesen haben. Sie stützt die von Ihnen gezogenen Schlüsse nämlich nicht.
    Es geht um eine Methode, zeitlich-räumliche Daten in bestimmter Weise (durch die Korrelationsnetzwerke) darzustellen, und um die Frage, ob und inwieweit diese Darstellung Rückschlüsse auf die zugrundeliegende Dynamik erlaubt, mehr nicht.

    Schon der Klimakessel ist albern und fern ab von der Realität. Der Klimakessel wird von unten beheizt, aber die Priese Hitze, welchen die Hexe in den Kessel streut und das Umrühren (Rührmuster) soll eine entsprechende Interaktion (Erwärmung im Kessel) über das Netzwerk erzeugen. Und was macht das Feuer unterm Kessel?

    Wie gesagt, Sie interpretieren viel zu viel hinein. Die Wetterhexe ist da, weil sie lustig aussieht und uns daran erinnert, daß das Ganze irgendwie was mit Klima zu tun haben soll. Das Feuer unter dem Kessel ist hingezeichnet, damit wir erkennen, daß es ein Hexenkessel ist (so wie das Ideogramm auf der Tür der Damentoilette einen Körper mit Kleid zeigt: das heißt nicht, daß nur Frauen mit Kleid hineindürfen). Das, was die Hexe in den Kessel streut, ist eine Quelle von Inhomogenität, damit im umgerührten Kessel räumlich inhomogene, zeitlich verlaufende Konzentrationsunterschiede entstehen. Das ist alles.

    Sehen Sie’s doch mal so. Wenn ein Mönch eine Madonnenikone malt, dann können Sie natürlich hingehen und das katholische Dogma generell in Frage stellen, logische Widersprüche im Begriff der unbefleckten Empfängnis aufspüren, kulturhistorisch auf die Parallelen des Madonnenbilds zur heidnischen Darstellung der Isis mit dem Horusknaben und der Eirene mit dem Plutosknaben verweisen: all das hat aber nicht das Geringste mit der künstlerischen Qualität der Ikone und der Leistung des Malers zu tun.

  33. @Heß, Fluminist

    Nun gut. Da kann ja jeder seine eigene Meinung zu haben. Für mich als ehemaliger Wissenschaftler und so alt bin ich auch noch nicht, ist es einfach nur albern ein solch triviales Filmchen (die Idee ist auch abgekupfert) für das PIK ins Netz zu stellen und damit an einen wissenschaftlichen Wettbewerb teilzunehmen und seinen Arbeitgeber (das PIK) zu repräsentieren. Zumal wenn man bedenkt, dass das mit Steuergeldern und Forschungsfördergeldern geschieht.

    Das PIK ist diesbezüglich auch nicht ganz unbescholten. Ein Robert Pietzcker vom PIK tritt z.B. als Klimapirat verkleidet auf Klimademos auf und ein Jobst Heitzig vom PIK als Strafgefangener im gestreiften Anzug beim Klima-Slam-Wettbewerb und bei Vorträgen. Ein Stefan Rahmstorf von PIK lässt sich mit angenässter Hose stehend in den steigenden Fluten des Ozean fotografieren. Oder das PIK gibt einen Comic mit Schellnhuber und Rahmstorf als „Superhelden“ raus. …

    Ich finde das albern und peinlich, dass hat mit seriöser Wissenschaft nicht mehr viel zu tun. Da schaue ich mir lieber Vince Ebert an. Da weiß man zumindest wofür man sein Geld ausgibt.

  34. Ich stimme Michael Krüger vollständig zu. Hier sollte etwas vereinfacht und propagiert werden. Technisch fand ich es sogar gut gemacht, aber es war nur scheinbar für Kinder und auch nicht einem didaktischen Ansatz an Forschuing entsprechend.

    Die Klimahexe symbolisiert rein garnichts -- wer oder was sollte das sein? Die Modelliererin? Das Wettergeschehen?.Die Atmosphärenphysik?
    Die Wortwahl und Themenstellung dürfte auch Mittelstufenschüler deutlich überfordern. Wie wurde die Komplexität der Thematik angerissen? Richtig, am Anfang wurde dies gemacht, ohne dass ein Zuhörer, der sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt hat, das überhaupt verstehen könnnte. Das sollte er auch garnicht. Er sollte nur verstehen: Das ist zu kompliziert zum Verstehen.

    Dann die Verkaufsbotschaft: Wir können das vereinfachen.
    Erleichterung. Und dann noch einen Drauf: Die Klimahexe, im kindlichen Stil gezeichnet hat einen Subtext:
    Seht ihr, das ist so einfach, dass auch Kinder das verstehen können.

    Das folgende war dann aber nicht nur falsch, wie Michael Krüger korrekt zeigte, es war auch noch immer recht komplex: Was soll es eigentlich bedeuten, wenn die Klimahexe rührt?

    Und wie sollte das die Grundlage eines Modells sein? Irgendwie hängt alles zusammen. Und die Forscher kriegen es in einem einfachen Modell hin, dass sogar Kinder verstehen können. Sollte ich da zugeben, dass ich das nicht verstehe?

    Denn ich wartete immer noch auf den Clou: Wo ist denn das Neue an dem Ansatz, dass man anch Wirkbeziehungen zwischen Wetterereignissen und Klimatrends über globalen Maßstab sucht?

    Es ist doch schon in das kollektive Unbewusste zur Chaostheorie gesickert, dass ein Flügelschlag eines Schmetterlings in China zu einem Sturm über Europa auswächst..Sollte hier eine assoziative Verbindung geschaffen werden mit dem Subtext: Wir haben mit unserer Methode das Chaos in den Griff bekommen!

    Kurz: Wenn jemand behauptet, er habe irgend etwas konkretes über die Forschungsmethodik, über Klimanetze oder den Ansatz gelernt, dann würde ich hier radikale Zweifel hegen. Wer glaubt, dass Kinder hier mehr erkannt haben, als bunte Bildchen und eine pseudokindliche Darstellung, der irrt.

    Ich denke, dass hier ein ganz anderer Subtext vermittelt wurde, ein Wolf im Schafspelz, um ein kindliches Mächenmotiv zu zitieren.
    Mir bleibt da nur die Frage, ob hier geschickte Absicht am Werk war, oder eher ahnungslose Intuition.

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