Dirk Maxeiner zum UBA-Urteil

20. November 2015 | Von | Kategorie: Blog

achgut(Übernommen von der Achse des Guten mit freundlicher Genehmigung von Dirk Maxeiner)

Ein Urteil, an dem der deutsche Journalismus noch viel Freude haben wird

Michael Miersch und ich sind gestern vor dem Verwaltungsgericht in Halle mit einer Klage gegen das Umweltbundesamt (UBA) gescheitert. „Darf das Umweltbundesamt Journalisten öffentlich vorführen, wenn sie nicht das schreiben, was als Konsens in der Klimaforschung gilt? Darf es, zumindest nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Halle“, schreibt dazu in einer ersten Reaktion der Tagesspiegel.

Die schriftliche Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Ich würde aber sagen: Dies ist ein Urteil, an dem Journalisten in Deutschland noch viel Freude haben werden. Die Verfahrensweise lässt sich ja mühelos auf andere Streitthemen ausdehnen. Ein bei der Verhandlung anwesender Kollege sagte zu mir: „Eigentlich sollen doch Journalisten die Regierung bewerten. Jetzt bewertet die Regierung Journalisten“

Hier erste Reaktionen:

Die Welt: Umweltbehörde darf Journalisten namentlich rügen
Das Umweltbundesamt (UBA) darf die Arbeit von Fachjournalisten weiterhin bewerten und in einer Veröffentlichung diejenigen mit Namen nennen, die nach Ansicht des UBA nicht den Stand der Wissenschaft wiedergeben. In einem Urteil des Verwaltungsgerichts Halle erklärte der Vorsitzende Richter Volker Albrecht eine Klage von zwei Journalisten als unbegründet, die sich durch die Bundesbehörde in der Weise an den Pranger gestellt fühlten. Die Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch hatten das Amt auf Unterlassung verklagt, nachdem das UBA in einer Broschüre (“Und sie dreht sich doch”) aus dem Jahr 2013 – neben anderen Umweltjournalisten – auch die beiden als “Klimawandelskeptiker bzw. Klimaskeptiker” bezeichnete und fachlich herabwürdigte. Weiter hier.

Der Tagesspiegel: Behörde darf Abweichler anprangern

Darf das Umweltbundesamt (Uba) Journalisten öffentlich vorführen, wenn sie nicht das schreiben, was als Konsens in der Klimaforschung gilt? Darf es, zumindest nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Halle. Weiter hier.

 

 

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

71 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Als die CDU ihren letzten Wahlsieg feierte, echauffierte sich Campino, daß sein Song “ Tage wie dieser“ auf eben dieser Wahlparty gespielt wurde. Es könne nicht sein, dass solch eine Partei sein Liedgut für einen Sieg mißbrauchen würde. Naja, dann möge er bei seiner nächsten Plattenveröffentlichung deutllich auf dem Cover eine Ausschlußliste vermerken.
    Genauso kommt mir dieser Rechtsstreit bezüglich der Aussage des UBA vor. Die Journalisten würden angeprangert und bloßgestellt. Unerhört !! Das stehe doch nur Journalisten zu.
    Nun muss man ja in diesem Fall ja noch differenzieren zwischen Journalisten, die nur über etwas berichten und denen, die sich einen Sachverhalt zu eigen machen und als eigene Anschauung verkaufen. Und nun kommt das UBA daher und behauptet doch tatsächlich, die Anschauungen wären falsch. Die Journalisten klagen…. ja wegen was eigentlich? Weil die Aussagen des UBA falsch sind ? Weil die Journalisten sich auf den Schlips getreten fühlen? Die Kläger kommen mir vor wie kleine Jungs, die zu ihrem großen Bruder rennen, weil der Nachbarsjunge zugeschlagen hat.
    Meinungsfreiheit ? Ja, aber nur für die Richtige und nur für Auserwählte.

  2. @Andreas
    Im Prinzip haben sie ja recht. Nur ist das UBA eine staatliche Behörde. Wenn sich Behörden hinstellen und sagen Herr XY und Frau ZX berichten da etwas, einfach falsch ist, wir wissen das und das ist damit Allgemeinwissen, dann ist das schon so etwas wie postdemokratisches Verhalten. Dass das auch noch juristisch sanktioniert wird, kann nur bedenklich stimmen. An den Pranger stellen war in der Vergangenheit sehr oft die Vorstufe von einsperren.

  3. Die Presse wird öfters als vierte Gewalt im Staat beschrieben. Dies ist aber so manchen ein Dorn im Auge, die als vierte Gewalt lieber so was wie eine »Konsultative« schaffen wollen, ich berichtete darüber:

    Die zentrale Aufgabe der „Konsultativen“ ist die Erarbeitung eines gesellschaftlichen Leitbildes, ausgehend von der Frage: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Dieses Leitbild bildet die Grundlage für alle weiteren politischen Entscheidungen. Dazu initiiert die „Konsultative“ einen Konsultationsprozess (etwa analog den Bürgerforen) und eine ständig zugängliche Bürgerplattform im Internet als Medium des „Crowdsourcing“.

    Die Aussagen des Leitbildes sind verbindlich für alle weiteren politischen Entscheidungen.

    Leggewie schwärmt davon, nennt es »erörternde deliberale Demokratie«. Ein derartiges Politik- und Gesellschaftsverständnis hat sich offenbar bis weit in staatliche Stellen und Institutionen ausgebreitet, was beim Personal des UBA auch kein Wunder ist. Durch eine kritische Presse als vierte Gewalt, werden solche Konsultationsprozesse gestört, auch deshalb werden so gerne die Personen diffamiert um sie aus diesem Prozess auszuschließen.

  4. @ Andreas, #1:

    Natürlich darf eine Behörde Journalisten kritisieren. Natürlich darf eine Behörde auch sagen, Journalisten hätten die Unwahrheit geschrieben. Die Presse ist nicht sakrosankt.

    In diesem Fall aber hat das UBA zunächst Klimaskeptiker als Lügner dargestellt und durch die Formulierung nahegelegt, diese würden absichtlich, also wider besseres Wissen, Falschaussagen verbreiten. Zwischen jemandem, der irrt, und jemandem der absichtlich lügt, besteht ein himmelweiter Unterschied. Einige Seiten später dann werden Maxeiner, Miersch und andere namentlich genannt und als ebensolche Klimaskeptiker bezeichnet.

    Falls Sie das in der Broschüre selbst nicht nachlesen möchten (keine Ahnung, ob die überhaupt noch erhältlich ist), lesen Sie den verlinkten Artikel in der Welt. Der gibt den Sachverhalt gut wieder.

    Hätte das UBA einfach nur geschrieben „Maxeiner und Miersch irren nach unserer Auffassung.“, wäre alles in Ordnung gewesen. Das UBA hat aber sinngemäß behauptet, Maxeiner und Miersch würden mit voller Absicht lügen. Das darf eine Behörde nicht. Denn das erfüllt den Tatbestand der Verleumdung.

    Der Richter sieht das nicht so, weil er zwischen dem einen Kapitel, das den Begriff „Klimawandelskeptiker“ definiert und dem anderen, in dem Maxeiner und Miersch in diese Gruppe einsortiert werden, keinen Zusammenhang erkennen mag. Das nun ist eigentlich eine Beleidigung für jeden Leser.

    Übrigens: Ich kenne Herrn Maxeiner persönlich. Der Mann ist tatsächlich kein Klimaskeptiker. Wahrscheinlich ist Maxeiner und Miersch auch völlig egal, wie das mit dem Klima so ist. Die folgen noch dem alten journalistischen Grundsatz, sich eben nicht mit einer Sache gemein zu machen. Das UBA beanstandet hier eigentlich nur Artikel, in denen die beiden Klimaskeptiker und klimaskeptische Auffassungen zitieren.

    Dies als Behörde in der geschehenen Form zu sanktionieren, ist aus meiner Sicht sogar ein Angriff auf die Pressefreiheit. Das merkt nur irgendwie keiner, weil wir uns an diese Art des Verhaltens von Behörden bereits gewöhnt haben.

  5. @Quentin

    In meiner subjektiven Wahrnehmung hat sich unsere Presse von kritischer Berichterstattung wegbewegt, hin zu interpretierender Berichterstattung.
    Im Grunde führt das zu einer Lenkung der öffentlichen Meinung von oben herab durch die Interpretation der Journalisten die sich vor allem am Mainstream ausrichten.

    Unterstützt wird das durch das folgende Interview:

    Rota: Das reicht von vielen Politikern bis hin zu den Fragestellungen von manchen Journalisten. Wenn man Günther Jauch! gesehen hat – da ist kein journalistischer Biss mehr dahinter. Bei den öffentlich-Rechtlichen Sendern hat man manchmal den Eindruck, dass sie ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht werden wollen, die Politik zu kontrollieren und Politik zu hinterfragen, sondern dass es in eine Richtung gehen soll, bei der alle einer Meinung sind. Das ist bei den privaten Sendern weniger ausgeprägt logischerweise, weil deren Senderbeiräte nicht unter politischer Kontrolle stehen. Sie müssen ihr Geld am Werbemarkt verdienen und unterstehen nicht der Gebührenpolitik.

    Man kann das auch an der Person Fritz Vahrenholt ganz gut festmachen. Er wurde gefeiert für seine kritischen Berichte, z.b.“Seveso ist überall“, in denen er den Mainstream kritisierte.

    Heutzutage macht er mit der „kalten Sonne“ das gleiche, aber er wird an den Rand gerückt.

  6. Naja, eine kritische Berichterstattung ist doch okay, aber der sollte zumindestens ehrlich sein und nicht mit Unwahrheiten/Vermutungen gespickt sein. Wenn ich mir so Artikel vom Miersch und Maxeiner durchlese, sehe ich viele Behauptungen die nicht belegbar, sondern widerlegbar sind.

    Kritisch wäre die genau schwächen anzusprechen und nicht „Alles Lüge“, „Tricks“ , „Täuschungsmanöver“. Letztendlich resultiert das aber aus der fehlende Expertise von Journalisten auf diesen Gebiet, da kommen dann Behauptung es gäbe keine Basis dafür, dass der Klimawandel durch Menschen verursacht sein könnte, 5 min reichen die entsprechenden Infos zu besorgen. Für mich ist das klar Verletzung der Journalistischen Sorgfaltspflicht und eher ein Fall für Presserat als für ein Gericht oder der UBA, insofern würde mir wünschen, dass die UBA außergerichtlich die Aussagen zurück nimmt und sie ändert in “ Journalisten mit nachlässiger Recherche“ den die stehen für mich näher an VTler als an „Klimaskeptiker“ wobei beides natürlich manchmal überschneiden kann.

  7. @Christian

    Naja, eine kritische Berichterstattung ist doch okay, aber der sollte zumindestens ehrlich sein und nicht mit Unwahrheiten/Vermutungen gespickt sein. Wenn ich mir so Artikel vom Miersch und Maxeiner durchlese, sehe ich viele Behauptungen die nicht belegbar, sondern widerlegbar sind.

    Na ja. Wenn sie ein Lehrbuch über Klimatologie lesen werden sie feststellen, dass es unbelegte Vermutungen enthält.
    Viele Aussagen in den Medien zum Beispiel, dass ein Sturm vom Klimawandel verursacht wurde ist im Grunde oft eine unbelegte Behauptung/Vermutung von irgendeinem Experten. Das gleiche gilt wenn vom Aussterben von Arten berichtet wird.
    Eine simple Recherche würde zum Beispiel zeigen, dass die rote Liste im Grunde nicht zwischen ausgestorben, ausgewandert und verschollen unterscheidet.
    Die Aussage zum Himalayagletscher von Schellnhuber war eine unbelegte Vermutung und die Unwahrheit.
    Ich denke es ist ganz normal, dass Journalisten unbelegte Behauptungen berichten. Das gehört zur Pressefreiheit und zu einer pluralistischen Berichterstattung. Inwieweit ein Journalist das ausgewogen kommentiert ist ein Qualitätsthema.

    Ein Amt wie das UBA sollte Fakten berichten und nicht die Meinungsbildung der Staatsbürger vorwegnehmen.
    Ich habe das auf der Klimazwiebel schon geschrieben. Für mich liest sich das was das UBA geschrieben hat wie die Fehde eines Autors mit zwei Journalisten und zeugt lediglich von mangelnder Professionalität auf Seiten des UBA.

    Kritisiert wurden Maxeiner und Miersch im übrigen für den „Hiatus“ und dass die Sonne eine Rolle gespielt haben könnte:

    Bekannt für derartige Beiträge sind die Journalisten und Publizisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch. Die Autoren verfassten ge- meinsam Bücher und schrieben für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Gegenwärtig veröffentlichen sie wöchent- lich eine Kolumne in der Zeitung „Die Welt“. Beispielsweise lenkten Maxeiner und Miersch in ihrem Beitrag „Klimadebat- tenwandel“ vom 03.02.2012 die Aufmerksamkeit auf ein „Sta- gnieren der Welttemperatur seit über 10 Jahren“ (siehe dazu Teil A Frage 15) sowie auf die Sonne als Verursacher der Klima- erwärmung seit Mitte des letzten Jahrhunderts“

    Beides Aussagen/Vermutungen die man auch im IPCC -- Bericht findet.

  8. Teilweise d^accord.

    Wie immer werde ich nun mein Standart-Spruch sagen: „Möchtest du was über Klimawandel wissen, solltest du dich von öffentlichen Medien verpissen“ leider ist der Spruch so wahr, nicht weil man es nicht könnte, sondern aus Erfahrung weiß ich wie wenig Zeit man als Journalist hat bestimmte Themen abzuarbeiten.

    Zu IPCC/Schelli:

    Naja, der IPCC ist eine Zusammenfassung, er sagt nicht selbst, Schelli spricht jedoch für sich selbst.

    Zu den UBA:

    Keine Zustimmung, es ist klar belegt, dass die Sonne nicht ausreicht um den gegenwärtigen Klimawandel zu verursachen, hingegen einbezogen mit antropogenen Einflüssen (das ist nicht nur Co2) kann man es durchaus erklären, dass ist nicht nur ein bloße Behauptung weil die Daten so passen, sondern weil man den Effekt von Co2 bereits über der Veränderung der Outgoing Longwave festgestellt hat (aufgeteilt nach Wellenlänge) siehe auch Claudine Chen et al. (2007)

    Wenn man so will, stehen die Vermutungen der IPCCs auf einen physikalischen Boden während bei den beiden Journalisten es nicht so ist, den der Verlauf der Sonnenaktivität reicht nicht aus, um Oberflächentemperatur + Energieanstieg des Ozeans zu erklären

  9. PS:

    Ich habs ja mal hier vor 1 Jahr geschrieben, dass beim nächsten El-Nino der vergleichbar mit 1997/1998 die Globaltemperatur weit über die von 1997/1998 steigen wird (was ja grad passiert ist, nächstes Jahr kommt noch ein kleines Stück dazu) weil eben der antropogene Klimawandel nie im „Hiatus“ aufgehört hat, ledlich natürliche interne als auch externe Forcings gegengewirkt haben, nun wo sich das umkehrt, jauchst die Temperatur logischweise nach oben.

    Da werden sicher einige Augen machen, was ab Dez/Januar bei den Satdaten passiert

  10. Eine Klage vor dem Verwaltungsgericht bringt eh nichts. Das UBA hat übrigens schon 2007 die BGR in den Dreck gezogen.

    Im Jahr 2000 veröffentlichte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) das bemerkenswerte Buch „Klimafakten“, in dem die Forscher überzeugend darlegten, dass natürliche Klimaschwankungen integraler Bestandteil der historischen und daher auch aktuellen Klimaentwicklung sind.

    Mit ihrem mutigen Buch stellte die BGR die Alleinherrschaft des Klimagases CO2 in Frage und identifizierte die alarmistischen Prognosen des Weltklimarats als unnötige Übertreibung. Dies teilte die Behörde auch damals dem Bundeswirtschaftsministerium in einer offiziellen Stellungnahme zum 3. IPCC-Bericht von 2001 mit. Das Wirtschaftsministerium beauftragte damals die Anstalt noch regelmäßig mit Stellungnahmen zur Klimapolitik.

    Die Kritik am geliebten Weltklimarat konnte das Klima-Establishment selbstverständlich nicht dulden. Die Gegenattacken ließen nicht lange auf sich warten. In einem ‚vertraulichen‘ Dossier, das sogleich seinen Weg über die taz in die Öffentlichkeit fand, kommentierte etwa das Umweltbundesamt (UBA) die Einschätzungen der konkurrierenden Schwesterbehörde als “irrelevant”, “eindeutig falsch”, “anmaßend” oder “fernab jeder Realität” und forderte, dass sich die Bundesregierung beim IPCC für die Fehleinschätzung entschuldigen müsse. Ein Sprecher des Umweltministeriums stellte die Hannoveraner als gekaufte Vasallen hin, denen es offenbar darum ginge “die Interessen der Energieindustrie zu vertreten”. Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif bezeichnete in einer Monitor-Sendung vom 1. März 2007 die Einschätzungen der BGR-Kollegen zum Klimawandel als „Schande” die die gesamte Klimaforschung „in den Dreck zieht”. Hans Joachim Schellnhuber, Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), und damals offizieller Klimaberater der Bundesregierung, legte nach: „Die Meinung der BGR ist randständig, und die Behörde spielt keine Rolle in der internationalen Klimadiskussion”. Er nahm den Vorfall zum Anlass, einmal ein ernstes Wörtchen mit dem damaligen Wirtschaftsminister Glos darüber zu reden, „von wem sich sein Ministerium beraten lässt, und ihm den neuesten Stand der Klimaforschung erläutern”. Auch sein PIK-Kollege Stefan Rahmstorf stänkerte eifrig gegen die Klimafakten. Und Sigmar Gabriel empörte sich: Da werde „aus der Tiefe des Gemüts Propaganda gegen den Klimaschutz gemacht – auf Kosten des Steuerzahlers“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung, HAZ 12.12.2009). Die Herausgeber des BGR-Buches Klimafakten landeten auch sogleich auf einer von der IPCC-Seite geführten internen Schwarzen Liste, auf der die Namen deutscher Klimaskeptiker gesammelt wurden.

  11. PS

    Das UBA widmet sich in seiner Arbeit seit Jahren ausführlich den „Skeptikern“ und versucht diese zu diskreditieren.

    http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimawandel/klimawandel-skeptiker

    Früher machte das das Reichspropagandaministerium.

  12. @ Krueger

    Ich lese da was anders als sie? Ist doch formal absolut korrekt. Wo sehen sie das Problem? Etwas hier:

    „– je nach Zunahme der Treibhausgasemissionen -- eine mittlere globale Erwärmung an der Erdoberfläche von etwa 1,8 bis 4,0 Grad Celsius bis Ende des 21. “

    Ist doch trival und allerbestens bekannt, wenn man den unteren bereich von 1.8K nimmt, dann steht eh nimma viel Erwärmung ist Haus (haben rund 1K schon)

    Toller Versuch „Skeptiker“ zu diskreditieren..

    Oder meinten sie:

    „Sie beteiligen sich meist nicht an der eigentlichen wissenschaftlichen Diskussion, da ihre Thesen einer Überprüfung durch die Fachwelt in der Regel nicht standhalten. “

    Stimmt doch voll, quasi jeden Tag ließt man von der nicht exestent des antropogenen Klimawandels oder seinen Insignifkanz, wo findet man das? In Blogs aber manchmal auch in Journals ohne review-Prozess

    Also auch hier: Toller Versuch “Skeptiker” zu diskreditieren..

    Ist irgendwie lustig, warum sind „Skeptiker“ den so mimimi??? Keiner hält sie ab eine eigene Temperatur-Korrektur vorzunehmen (wie beispielweise Barkeley, hat ja nicht so geklappt aus „Skeptiker“ Sicht) oder Arbeiten einzureichen? Also Soory, nen bischen Aluhutmäßig ist das schon, sich diskreditiert zu fuhlen, aber null Bock zu haben, Arbeiten einzureichen und Daten zu überprüfen

  13. @Christian

    Wenn man so will, stehen die Vermutungen der IPCCs auf einen physikalischen Boden während bei den beiden Journalisten es nicht so ist, den der Verlauf der Sonnenaktivität reicht nicht aus, um Oberflächentemperatur + Energieanstieg des Ozeans zu erklären

    Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft. Das IPCC ist ein Lobbyverein der aus der wissenschaftlichen Literatur auswählt, abwägt und überwiegend 2-Sigma Vermutungen aufgrund von statistischen Auswertungen und Klima-Simulationen veröffentlicht um, die Politik zu beeinflussen.

    Schaut man in die gesamte breite Literatur und ins Internet findet man eben auch andere Vermutungen. Maxeiner und Miersch sichten diese Vermutungen für sich selbst, wägen ab und veröffentlichen diese unabhängig von Institutionen wie dem IPCC, dem UBA, dem PIK oder der Industrie. Dabei mögen sie falsch liegen, sie machen aber nur das gleiche wie das IPCC oder das PIK.
    Das ist erlaubt.
    Das nennt man Pluralismus und Pressefreiheit.

  14. Hi,

    Haben sie den schonmal einen IPCC-Bericht gelesen, also mehr als nur die SPM (Summary for Policemaker)? Mir scheint nicht, nennen sie doch mal so 2Sig-Vermutungen?? Und da Frage ich mich weiter, warum unterdrückt der Lobbyverein beim IPCC den nicht unliebsame Ergebnisse? Warum findet man beim offiziellen Bericht auch Lindzen & Choi et al (2011) mit einer Klimasensivität von unter 1K oder Lewis (2013) mit 1.6K.

    Ziemliche Dumme Lobby, welche widersprüchliche Ergebnisse nicht unterdrückt!

    Ansonsten:

    Im Internet findet man alles mögliche von Hitler der lebt bis Chemtrails etc, man sollte halt auch Hirn einschalten und nicht alles Glauben was irgendwo steht. Des weiteren bleibt anzuführen: „Pluralismus und Pressefreiheit.“ ist für wissenschaftliche Ergebnisse irrelevant, denkst du wirklich, nur wenn die Gesellschaft stark genug zweifelt an der Gravitation, sagt sich diese: Mei, keiner Glaubt an mich ich verpiss mich mal“

  15. Eine bessere Werbung können sich beide kaum wünschen. 🙂

  16. Gerne.

    Die Erhöhung der CO2-Konzentration hat den größten Teil der Erwärmung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts verursacht.
    Geht zurück auf Hegerl et al. und deren Optimal Fingerprint Methode.
    Das ist eine 2-Sigma Vermutung unter der Annahme, dass die natürliche Variabilität des Klimas im 20. Jahrhundert richtig modelliert wurde.

  17. @ Christian, #14:

    Haben sie den schonmal einen IPCC-Bericht gelesen

    Wahrscheinlich mehr und intensiver als Sie. Es fällt schon auf, mit welch quasireligiöser Inbrunst Sie glauben, eine „Wahrheit“ zu vertreten, die doch tatsächlich nur eine „Meinung“ ist.

    Bei der Auseinandersetzung mit dem UBA geht es ja nicht um Wissenschaft. Sondern um eine politische Bewertung. Das UBA sucht sich seine Quellen selektiv aus. Man beruft sich auf die Wissenschaft genau dann, wenn deren Aussagen eine Interpretation in der genehmen ideologischen Richtung gestatten. In anderen Fällen (Gentechnik, Fracking) werden wissenschaftliche Erkenntnisse durch diese Behörde dagegen ignoriert und mitunter sogar bekämpft.

    Als Klimaforscher würde ich mich daher dagegen wehren, von einer solchen Propaganda-Maschine instrumentalisiert zu werden. Einer Unterscheidung zwischen politisch nützlicher und politisch unbrauchbarer Forschung Vorschub zu leisten, ist dagegen für die Wissenschaft tödlich. Einer Behörde darf man dies nicht zugestehen.

    Ziemliche Dumme Lobby, welche widersprüchliche Ergebnisse nicht unterdrückt!

    Nicht das IPCC, es ist das UBA, das widersprüchliche Ergebnisse unterdrückt. Maxeiner und Miersch dagegen zitieren diese widersprüchlichen Ergebnisse. Das ist die Aufgabe von Journalisten. Wenn sie dieser Aufgabe nachkommen, ist eine Verunglimpfung durch staatliche Stellen immer ein Angriff auf die Pressefreiheit.

    Das haben auch viele Kollegen aus unterschiedlichen Medien verstanden, die die gegenwärtige Klimapolitik unterstützen.

  18. Das UBA sollte doch eher neutral sein und Kritikfähig bleiben. Diese Souveränität hat diese Behörde offensichtlich nicht, wenn sie steuerfinanziert Journalisten Ruf schädigend angreift.

    Wenn ich mir anschaue was das UBA betreibt wie z. B. http://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie

    Vergleiche ich dann was eine private Stiftung, im Auftrag ihrer Finanziers betreibt wie hier http://www.agora-energiewende.de/de/
    wo sich offensichtlich wirksame Seilschaften entwickelt haben, wie hier zu sehen ist http://www.agora-energiewende.de/de/ueber-uns/rat-der-agora/
    dann entsteht für mich definitiv der Eindruck, da wird unter dem Label „Klima-Schutz“ ein astreines Marketing-Konzept umgesetzt, das sich jede Kritik oder Enttarnung verbittet.

    Ich bin gewiss kein Klimawissenschaftler, aber wenn ich mir z. B. die spezifischen Gewichte von Co2 mit 1,89 kg/dm3 und von Luft mit 1,293 kg/m3 anschaue, verstehe ich warum das Co2 zu Boden sinkt und sich selten in die obere Atmosphäre verirrt.
    In der Höhe wo Co2 angeblich so gefährlich die drohende Erderwärmung verursachen soll, liegt es nur noch in einer homöopathischen Verdünnung von 4 Co2 Molekülen gegenüber 10000 Luftmolekülen vor.

    Wenn das UBA sich wie voreingenommen in den Dienst eines Marketing-Konzeptes stellt, wo Seilschaften Deckung unter einem staatlichen Schutzschild finden, damit Finanz-Strategen sich die politischen Vorschriften und Gesetze anfertigen lassen können, um gut organisiert, mit bestem Image Klima-Lösegeld auf ihre Konten zu lenken, dann zeigt das Vorgehen gegen Kritiker, woher der Wind weht.

  19. Gutes Beispiel:

    Was schreibt der IPCC AR5 (WG1 SOD Chapter 10)

    „. Quantification of the contributions of anthropogenic and natural forcing using multi-signal detection and attribution analyses show that it is extremely likely that human activities have caused most of (at least 50%) the observed increase in global average temperatures since the 1950s. “

    Und:

    „The greenhouse gas contribution to the observed warming of approximately 0.6 K over 1951–2010 was very likely greater than the total observed warming with a range between 0.6 and 1.“

    1. Antropogene Faktoren sind nicht nur Co2 (daher auch die naive Vorstellung von „Skeptikern“ die Wissenschaft würde nur von Co2 reden

    2. Dürfte die Erwärmung aus Co2 + anderen Treibhausgasen höher sein als die gemessene, klar weil andere antropogene Emission (Aerosole) ein Offset verursachen

    Da besteht ja schon das erste Missverständniss von ihrer Seite..

    Zudem:

    Natürlich ist eine Vermutung dabei, wäre dem nicht so könnte man “ extremely likely“ sparen und gleich schreiben „is caused by“ . Mit nen EBM kommt man circa auf das gleiche, waren rund 70% forced zu 30% unforced

    Also was ist genau das Problem, dass der IPCC nicht sagen kann, dass es antropogene Faktoren allein sind? Wollten sie das? Ist aber nicht möglich, mehr als nur sehr extrem wahrscheinlich gibt es nicht. Und das liegt nicht nur an den Modellen, sondern auch an den Messwerten welche Inhomogenitäten (Messzeitpunkt-Umstellungen, Verlegungen, neue Instrumente, änderde Abdeckungsbereiche…) aufweisen

    Also ich kann kein Problem erkennen,.aus meiner Sicht wäre es fatal gewesen, wenn der IPCC geschrieben hatte, ist verursacht, statt ist extrem wahrscheinlich verursacht, den ersteres hat schlichtweg zu viel Unsicherheiten. Insofern aber ganz neu, dass „Skeptiker“ sich an „Genauigkeiten“ stören..

  20. @Christian

    Gar kein Problem. Es bleibt eben eine 2-Sigma Vermutung gemäß der Originalliteratur von Hegerl et al.
    Das IPCC darf das genauso sagen wie Maxeiner und Miersch von anderen Vermutungen berichten dürfen.

  21. @Peter

    Ich denke wir sehen da auch eine Problematik in der Wissenschaftskommunikation.
    Die Wissenschaft vor allem an an komplexen Systemen liefert lediglich plausible Erklärungen und keine Wahrheiten.
    Eine plausible Erklärung wird dann auch immer wieder zitiert und nicht mehr hinterfragt. Eines meiner Paper erlebt gerade eine unerwartete späte Renaissance. Da kann ich selbst verfolgen wie aus meinen Vermutungen Belege werden.
    Es wäre deshalb interessant einmal zu sehen wieviel echte Primärpaper der IPCC Vermutung zugrunde liegen und wieviele
    Die Vermutung als Beleg verwenden.
    Liest man aber die Artikel in der Presse kommt es oft wie die Wahrheit rüber.
    Genau deshalb ist es notwendig, dass Journalisten wie Maxeiner und Miersch über verschiedene Vermutungen und Erklärungen berichten und die Argumente darlegen.

    Das ist natürlich hinderlich, wenn man seine Politik mit Wissenschaft begründen oder die Politik beeinflussen möchte.

  22. @ Günter

    „Gar kein Problem. Es bleibt eben eine 2-Sigma Vermutung gemäß der Originalliteratur von Hegerl et al.“

    Wenn du die Sections gelesen hast, wüsstest du das dem nicht so ist. Siehe: AR5 (WG1 SOD Chapter 10) Figure 10.4

    Oder in Schriftform: 10.2.1 The Context of Detection and Attribution lesen

    Dort findet man:

    „The estimated properties of internal climate variability play a central role in this assessment. These are either estimated empirically from the observations (Sections 10.2.2 and 10.7.6) or derived from control simulations of coupled models (Section 10.2.3). Detection and attribution studies routinely assess if the residual variability from observations is consistent with estimates of internal variability used (Allen and Tett, 1999)“

    Heißt, natürliche interne Variabilität ist nich nur Model-Variabilität, sondern auch diese welche aus den Beobachtungen gezogen wird. Das ist schon was anders, als ihre Aussage es sei rein Model-Variabilität

    „Das IPCC darf das genauso sagen wie Maxeiner und Miersch von anderen Vermutungen berichten dürfen.“

    Sehe ich genauso, man muss aber auch sagen dürfen (was UBA scheinbar gemacht hat) ob es Unterscheide gibt zwischen den Vermutungen, beispielweise sind die Vermutungen vom IPCC auf physikalischen Background gestützt und sehr wahrscheinlich, Maxeiner und Miersch eher philosophischer Natur.

  23. @ günter #21

    „Liest man aber die Artikel in der Presse kommt es oft wie die Wahrheit rüber.“

    Aber das ist weniger das Problem der Wissenschaft, mehr der Medien, ist doch klar das diese Übertreiben, alles was „klicks“ generiert ist super, würde mich nicht wundern, wenn wir dieses Jahr noch irgendwas von „Globalen Hitzeschock“ oder bei Bild „Hilfe wir werden verbrennen“ lesen dürfen.

    Deshalb, wenn man sich für Klimawandel interresiert, sollte man vorliebe mit Fachliteratur nehmen und nicht irgendwelche mediale Berichte dazu lesen, wenn ich den immer so den Quatsch lese der da drin steht, frag ich mich schon ob die wirklichen Glauben das jeder so Dumm ist und nicht Zugang zu Primärquellen hat.

    War erst beim Axel bojanowski zum totlachen, schrieb er ein Artikel für „Katrina“ und das dannach eine Arbeit mit „Alarmistischen“ Gut veröffentlicht würde… kurz Arbeit angeschaut und gemerkt, dass diese bereits vor „Katrina“ veröffentlicht wurde.

    Geil oder, aus einer Studie vor Katrina wird beim Journalisten eine Studie nach Katrina… man was tat ich mich schämen, so ein offensichtlichen Bock zu schießen^^

  24. @Christian

    Hegerl et al 2000 jedenfalls benutzen Klimamodelle.
    Ist ja auch klar, sonst wäre es ja ein Zirkelschluss, oder. Denn wie trennen sie denn natürliche Variabiltät und anthropogene Faktoren in den Beobachtungen ohne ein Modell?
    Sie können höchstens das Benutzen von Modellen minimieren

  25. @ Günter

    Im AR5 gehts aber nicht wirklich um Hegerl et al 2000, sondern eher um Hegerl et al 2010/2011 und Hegerl 2011b, dachte das sie von diesen Arbeiten sprachen, die veraltete aus 2000 ist ja eher im vorangegangen Bericht relevant.

    Ansonsten wird doch super in der Section beschrieben, sind eben mehrere Möglichkeiten, von Residuuen von geforcten Anteil, über Controll-Runs mit Nat. only, über S/N (Signal to Noise) Varianzanalysen etc. Und natürlich muss man irgendwie ja das darstellen, deshalb gibts ja auch die „Abstufung“, weil die Methoden nie 100% sind.

    Ich find sowas sauber, lieber als solche Pfeifen die schreiben, Co2 wirkt gar nicht erwärmend, alles Sonne… aber gleichzeitig nicht mal ein physikalischen Unterbau dazu liefern können, bin echt mal gespannt ob jemand schafft die rund 30*10^22 Joule Energieaufnahme im Ozeane mit der Schwankungen der Sonnenaktivität zu erklären und warum die Energieaufnahme trotz zurückgehend solare Aktivität (seid mehreren Jahrzenten) sich beschleunigt. Good Luck, wer schafft ein physikalischen Unterbau zu finden (thermische Trägheit reicht nicht aus, Veränderung der Wolkendecke ebenso wenig) der hat Respekt verdient.

  26. @Christian

    Was ich geschrieben habe können sie so nachlesen im AR 5 Kap. 10.
    Auch Hegerl et al 2010 benutzen Modelle, um die natürliche Variabilität zu simulieren.
    Es bleibt deshalb eine Vermutung und lediglich eine plausible Erklärung.
    Das ist der springende Punkt.

  27. @ günther

    Steht ja auch drin, mich hat nur das „2000“ etwas verwundert.. Tatsache ist, dass aber nicht nur Model-Variabilität (komplexer Natur) für die Attribuation genutzt wird. Ich wüsste auch nicht was am springenden Punkt entscheidend für „Journalismus“ sein sollte, Behauptungen sollten immer ein stückweit mit Plausibilität vereinbar sein.

    Es hat doch nix mit kritischen Journalismus zu tun, wenn man weniger plausible Behauptung als Fakt verkauft und die plausiblen verwirft, kritisch wäre, wenn man beides miteinder erwähnen würde, also quasi …. aber ….. weniger wahrscheinlich …. mehr wahrscheinlich. Aber das ist ein allgemeines Problem des Journalismus, die letzten Jahre war hat „In“ den Klimawandel möglichst klein zu reden, mit dem jetzigen El-Nino werden wir dann die Umkehr erleben und es wird wieder „In“ Horrormeldungen o mass zu bringen.

    Untern Strich, business as usual

  28. @ Christian

    Die optimal Fingerprint Methode funktioniert nunmal mit Modellen.
    Natürlich hat es etwas mit kritischem Journalismus und kritischer Wissenschaft zu tun auch abweichende Erklärungen zu würdigen und zu erörtern.
    Ich bin immer wieder überrascht wie wenig klar das heutzutage ist.
    Wenn ich ihre Ausführungen so lese dann wundere ich mich welches starke Bedürfnis heute da ist sich am Mainstream auszurichten.
    Das ist mir völlig fremd, da ich als Schüler schon gegen diese Art von Mainstreamhörigkeit demonstriert habe. Auch meine ganze naturwissenschaftliche Karriere war davon geprägt den Mainstream zu hinterfragen.
    Es ist in der Tat eine Stärke dieses Blogs den Mainstream zu hinterfragen und abweichende Thesen zu erörtern. Findet man heute selten.
    Deshalb hier mal Danke Peter und Rudolf.

  29. @Christian

    Wieder Langeweile?

    Alleine am AWI gab es einen Ernst Augstein, Christian Haas und Heinrich Miller. Diese haben ihr Leben lang in Arktis und Antarktis geforscht und sich über den Alarmismus von Rahmstorf/ PIK und IPCC und UBA beschwert.

    Das UBA ist ein bezahltes Lobbyministerium. Genau wie das IPCC. Und abweichende Meinungen werden dort nicht geduldet.

    Schon peinlich genug, dass ein UBA meint über „Skeptiker“ schreiben zu müssen. Anscheinend werden die als Bedrohung, oder Störend empfunden, sonnst müsste man über die nicht schreiben.

    Die „Skeptikerliteratur“ wird vom UBA ja auch aufgelistet. Wurde früher schon so gemacht und irgendwann wurde diese öffentlich verbrannt. Man bezeichnete alles, was nicht genehm war und der eigenen Ideologie diente als „entartet“.

    Traurig, traurig, dass Klimaschützer zu solchen Methoden greifen. Und vor allem bezeichnend.

  30. @ Güther

    „Die optimal Fingerprint Methode funktioniert nunmal mit Modellen.“

    Jede Methode benötigt ein Modell, auch Regressionen sind Modelle, also von daher ziemlich trvial.

    „Natürlich hat es etwas mit kritischem Journalismus und kritischer Wissenschaft zu tun auch abweichende Erklärungen zu würdigen und zu erörtern.“

    Sie haben die Frage scheinbar nicht verstanden, kritischer Journalismus kann nicht sein, abweichende Erklärung als „wahr“ zu bezeichnen und nicht abweichende als „unwahr“. Dann ist nämlich die abweichende Erklärung nicht mehr die Abweichende, sondern die Erklärung und die Erklärung ist dann die abweichende. Kritischer Journalismus sollte daher ausgewogen sein..

    „Wenn ich ihre Ausführungen so lese dann wundere ich mich welches starke Bedürfnis heute da ist sich am Mainstream auszurichten.“

    Der Satz köstlich, gerade ich der volle Anecker soll Mainstream orientiert sein?? Lol. Ich glaube jeder der mich schonmal getroffen hat, der weiß das ich so Mainstream bin wie die Nacht hell ist.

    „Das ist mir völlig fremd, da ich als Schüler schon gegen diese Art von Mainstreamhörigkeit demonstriert habe. “

    Kenn ich, geht ja schon bei Musik los, alter jedes Jahr der gleiche Pop-Sommer-Song-Mist, da stelle ich mir immer die Frage, hat die Mehrheit der Leute wirklich so ein Musikgeschmack? Dann diese Politik-Verdrossenheit des Mainstreams, mimi bloß kein Streit und bitte große Koalition, sonst könnte es ja Wortgefechte geben… naja Demokratie hab ich eher als Streitgut verstanden…

    „Es ist in der Tat eine Stärke dieses Blogs den Mainstream zu hinterfragen und abweichende Thesen zu erörtern. Findet man heute selten.“

    Finde ich nicht, eher viel zu selten, 90% der Beiträge hier sind Personen und nicht Sachbezogen. Beispielweise haben Schellenhuber/Rahmstorf/UBA ein höheres Gewicht als die Wissenschaft selbst und das ist für ein Blog mit diesen Namen schon etwas komisch, warum mal keine Eröterung darüber warum die Schneeflächen auf der NH im Herbst auf den Vormarsch sind oder die aktuelle Schwächung des Heat-Exchange zwischen upper und deeper Ocean? Gäb so viele interresante Dinge über die man schreiben kann, hier aber fast nur auf Beziehungsebene.

    Es wird immer groß aufgeschwungen wie „wissenschaftlich kritisch“ das ganze hier sein soll, nur findet man kaum Beiträge wissenschaftliche Natur, warum eigentlich?

  31. Krüger:

    „Wieder Langeweile?“

    Jau

    „Alleine am AWI gab es einen Ernst Augstein, Christian Haas und Heinrich Miller. Diese haben ihr Leben lang in Arktis und Antarktis geforscht und sich über den Alarmismus von Rahmstorf/ PIK und IPCC und UBA beschwert.“

    Siehste und keiner hat ihn den Mund verboten! Wenn wir wirklich in einer Diktatur (wie es hier immer rüberkommt) wären die wohl im Intervenierungslager.

    „Das UBA ist ein bezahltes Lobbyministerium. Genau wie das IPCC. Und abweichende Meinungen werden dort nicht geduldet.“

    Ja, vorallem das IPCC, das das noch Arbeiten aufnimmt, dass eine völlige abweichende Meinung zur Klimasensivität hat (unter 1K), ich denke, wer so eine Lobby hat brauch keine Feinde 🙂

    „Schon peinlich genug, dass ein UBA meint über „Skeptiker“ schreiben zu müssen. Anscheinend werden die als Bedrohung, oder Störend empfunden, sonnst müsste man über die nicht schreiben.“

    Keine Ahnung, dürfte eher ne Aufwertung beider Journalisten gewesen sein, die unverhältnismäßig ist.

    „Die „Skeptikerliteratur“ wird vom UBA ja auch aufgelistet. Wurde früher schon so gemacht und irgendwann wurde diese öffentlich verbrannt. Man bezeichnete alles, was nicht genehm war und der eigenen Ideologie diente als „entartet“

    Es heißt ja auch Umwelt und Bundesamt, zu denken würde mir eher geben, wenn das vom Arbeitsamt kommt, ansonsten ist es doch ne super Werbung, früher wären die Inizitatoren dieser „Skeptikerliteratur“ nicht erwähnt worden, sondern entsorgt worden.

    „Traurig, traurig, dass Klimaschützer zu solchen Methoden greifen. Und vor allem bezeichnend.“

    Echt traurig, dass wir „Skeptiker“ nicht erschießen, in Gaskammern stecken oder dergleichen. Oh man ey, der Realitätverlust und Relativierungswahn der Verbrechen der Nazis ist hier echt 1a, hier wird eine dämliche Broschüre mit mit dem Mitteln der Nazis gleichgesetzt

  32. @Christian

    Sie geben hier nur die Standardfloskeln aus dem IPCC wieder. Das halte ich für Mainstream.
    Kritisches Denken über diesen Mainstream heraus beobachte ich bei Ihnen nicht.
    Den IPCC Bericht WG 1 was die Wissenschaft angeht finden wir ja hier überwiegend ebenfalls in Ordnung.
    Der gibt ja so in etwa wieder was so beobachtet und spekuliert wird. Dazu gibt es noch interessantes zu entdecken, wenn man die randständigen Wissenschaftler und Arbeiten liest die es nicht da rein schaffen.
    Wir lehnen aber vor allem den politischen Determinismus ab der daraus abgeleitet wird und sehen das skeptisch.
    Anecken tun sie höchstens mit den üblichen „ad Hominem“ der von einigen Klimaaktivisten vorgelebt wird.
    Das ist mir egal. Wir haben da den Heinz dafür der auch ab und an aneckt.

  33. Und noch bezeichnender.

    Das UBA hat die Domain klimaskeptiker.de für sich reserviert, um zu verhindern, dass ein „Klimaskeptiker“ diese erwirbt.

    Nun macht das UBA unter klimaskeptiker.de Werbung für die Klimapolitik und Energiewende.

  34. Hier noch der Link.

    http://www.klimaskeptiker.de/

  35. Ist hier eigentlich schonmal Ruddiman (2003) angesprochen worden: http://link.springer.com/article/10.1023%2FB%3ACLIM.0000004577.17928.fa mit seiner recht Anti-Mainstream-These: The Anthropogenic Greenhouse Era Began Thousands of Years Ago

    Oder ist dieser „Abweichler“ von Mainstream böse, weil er den Einfluss der antropogenen Treibhausgase weit vor der Industrielisierung legt?

  36. Und noch was. Ich erinnere mich gerade wieder.

    Das UBA hat die Domain http://www.klimaskeptiker.de/ für sich reserviert.

    Und wer genau?

    Domainabfrage-Ergebnis
    Domaindaten
    Domain klimaskeptiker.de
    Letzte Aktualisierung 06.06.2013
    Domaininhaber: Martin Weiss
    Adresse: Steinstr. 8
    PLZ: 14482
    Ort: Potsdam
    Land: DE

    http://www.feem-web.it/potsdam/05bio_wei.html

    Der Herr arbeitet nicht nur fürs UBA sondern auch fürs PIK.

  37. @ 8 / Christian
    Tja, die kleine Sonne kann nicht so viel bewirken wie die große Art Homo Sapiens !
    Super (größenwahnsinnige-) Ansicht.
    Viel Spaß mit dem von Ihnen angedachten, weiteren Werdegang des Homo Sapiens Sapiens, zu dem Sie sicher zählen können :-((

  38. @Christian

    Niemand bestreitet doch hier, dass CO2 einen Einfluss hat. Ausgenommen vielleicht 2 -- 3.
    Und wenn wir damit eine Eiszeit und Kaltzeiten verhindern können umso besser.
    Wir kämpfen hier in diesem Blog nur dafür, dass man auch anderer Meinung sein darf und appellieren dafür, dass Journalisten auch über abweichende Erkenntnisse, Vermutungen und Meinungen berichten.

  39. @ Günter:

    „Sie geben hier nur die Standardfloskeln aus dem IPCC wieder. Das halte ich für Mainstream.“

    Der IPCC hat eine Aufassung von kritischen Journalismus???? Oder wie soll ich das interpretieren oder meinten sie, weil ich nicht ihrer Meinung bin sei ich Mainstream?

    Eine Erläuterung wäre nett (danke im vorraus!)

    „Kritisches Denken über diesen Mainstream heraus beobachte ich bei Ihnen nicht.“

    Ich hab genau die Gegenteilige Auffassung von ihnen, typisch in unserer Gesellschaft für die Induvidualisten, welche sich wörtlich vom Mainstream distanzieren aber auch nur oberflächlich, da wird das mal schnell aus allen menschlichen Einflüssen aufs Klima mal eben (wie im Mainstream) auf Co2 vereinfacht.

    „. Dazu gibt es noch interessantes zu entdecken, wenn man die randständigen Wissenschaftler und Arbeiten liest die es nicht da rein schaffen.“

    Zustimmung.

    „Wir lehnen aber vor allem den politischen Determinismus ab der daraus abgeleitet wird und sehen das skeptisch.“

    Auch hier Zustimmung, m.E hat die Wissenschaft nicht auf dieser Ebene mit der Politik zu stehen. Die Wissenschaft sollte nur liefern und die Politik sollte sich eigenständig daran bedienen. Wenn das dann bedeutet, dass wir alles Co2 in die Luft knallen, dann ist das halt so und ist wohl auch verdient (Unfähigkeit der Politik mög. Gefahren zu erkennen).

    Daraus bezogen kommt auch mein desinteresse an der Klimawissenschaft mit der Politik, lieber lese ich einfach mal querr durch nen Journal, da sieht man wenigsten interresante Dinge.

    „Anecken tun sie höchstens mit den üblichen „ad Hominem“ der von einigen Klimaaktivisten vorgelebt wird.“

    Ne, brauch mir keiner Vorleben war schon immer so, wenn ich jemanden für einen Idioten halte, sage ich das dem auch, den dieses Gute Mine böser Spiel -Schwachmatenverhalten unterstütze ich nicht.

    Gruss

  40. Rolf,

    Sonne nicht gleich Sonnenaktvitätschwankungen

  41. Günter,

    „Und wenn wir damit eine Eiszeit und Kaltzeiten verhindern können umso besser.“

    Zustimmung, mit dem Abstrich das rapide Veränderungen im Klimasystem nicht gut sind, man muss daher hoffen, dass die Erwärmung wie bisher linear bleibt, dann glaube ich (kann natürlich nicht nachweisen) das die Vorteile den Nachteilen überwiegen. Sollte es jedoch wie abseits des Mainstreams berichtet, nicht lineare Antworten geben (fatale CH4-Ausgasung, welche in den IPCC nicht einfließen) wäre es schlecht.

    „Wir kämpfen hier in diesem Blog nur dafür, dass man auch anderer Meinung sein darf und appellieren dafür, dass Journalisten auch über abweichende Erkenntnisse, Vermutungen und Meinungen berichten.“

    Ja aber wo kann das keiner, dieser Blog ist doch auch nicht geschlossen, Maxeiner und Miersch leben auch noch, Axel darf im Spiegel sein bampf erzählen… das man auch Kritik für Kritik am Mainstream einstecken muss und nicht nur Lob erwarten kann versteht sich doch auch von selbst.

  42. Martin Weiß
    Umweltbundesamt
    Bismarckplatz 1
    14193 Berlin
    Fachgebiet I 2.7 Schutz der Erdatmosphäre

    Hat auch diese Seiten des UBA von 2002/2003 zu verantworten:

    http://web.archive.org/web/20021101045542/http://www.umweltbundesamt.de/klimaschutz/index.htm

    http://web.archive.org/web/20030403220226/http://umweltbundesamt.de/klimaschutz/kargument.htm

  43. @Christian
    TSI ≠ UV Strahlungsänderungen

  44. Martin Weiß ist/ war aber nicht nur beim UBA und PIK aktiv.

    http://www.urbis-foundation.de/kontakt.html

  45. Hallo,

    man muss sich doch einfach nur einmal fragen:

    wann wollte das letzte Mal eine Regierung oder Organisation die Welt selbstlos schützen/retten?!

    Eigennützigkeit kann daher jeder Organisation unterstellt werden. Und daher ist immer dannn Skepsis und Widerstand angebracht wenn solche „Weltenretter“ von Allen (außer sich selbst) immense finanzielle und persönliche Einschränkungen fordern.

    Das dient keinem höheren Gut sondern stets Eigeninteressen.

  46. Als Ergänzung:

    da „Science“ ja „settled“ ist streichen wir sämtliche Födergelder für die Klimaforschung, beginnend mit dem IPCC und dem PIK.

    Die Gelder brauchen wir ja zur Weltenrettung.

  47. Krishna

    Richtig, wichtiger Punkt, die UV-I-Effekt ist gar nicht so zu vernachlässigen, einige Arbeiten sehen hier eine Globale Wirkung von rund 0.1K zusätzliche Varianz(Natürlich im Winter erheblich mehr, da ja für Winter wichtig). Die Wissenschaftliche Community ist genau an diesen Punkt dran, da die GCMs aus alteren Generationen (alte IPCC-Projektionen) nachgerüstet werden müssen, da deren Strato-Tropo-Kopplung unzureichend ist.

  48. Krishna,

    Recht interresant fand ich folgende Arbeit dazu: http://www.nature.com/ngeo/journal/v4/n11/abs/ngeo1282.html

    “ If the updated measurements of solar ultraviolet irradiance are correct, low solar activity, as observed during recent years, drives cold winters in northern Europe and the United States, and mild winters over southern Europe and Canada, with little direct change in globally averaged temperature.“

  49. Ja genau, Christian wird zum UV-Skeptiker. 😉

    Steckt UV auch in Ihren Modellen drin? Sie programmieren die ja selbst.

    Und der nächste Gamma-Blitz einer Supernova bläst unsere UV-Schicht in der Stratosphäre weg und dann haben wir den Salat.

  50. PS

    Ozonschicht natürlich.

    Das Ozonloch in der Antarktis soll laut Klimaschützersicht ja auch für die dortige Abkühlung in der Ostantarktis verantwortlich sein.

  51. Mick Krüg,

    Warum Skeptiker, wenn sie das verpaßt haben ist das ja ihre Schuld, ich lese seid 2009 immer wieder recht interresante Arbeiten und Ansätze aus der Thematik, welche mittlerweile recht belegt ist (Evidenz vorhanden). Dürfte für einige Modelle(vorwiegend alte) zum Problem werden (da zu geringe atmosphärische Auflösung) den Response in Model zu erzeugen. Ich erwarte eigentlich noch den Zirkelschluss zur LIA, wo die Proxies hinweise geben, dass Zirkulationsmuster sich verändert hatten, dass könnte neben der erhöhten Vulkanaktivität, allgm schwächeren Sonne(TSI) vorallem ein Keystone für die regionale Entwicklung während der LIA auf der NH sein.

    Das sie sich darüber belustigen zeigt nur wie naiv und desinterresiert sie an den physikalischen Klima sind, ihres scheint eher das politische Klima zu sein.

  52. @ Mick,

    Ja, schonmal den Begriff Brewer-Dobson gehört, könnte hilfreich sein 🙂

  53. Ja im Studien, Physik der Atmosphäre. In den 90ern. Muss bei John Burrows gewesen sein.

    Oder siehe den Artikel von mir hier.

    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/11/09/das-ozonloch-uber-der-antarktis-wachst-derzeit-trotz-abnahme-der-fckws-sind-die-fckws-doch-nicht-alleine-verantwortlich/

    Also bitte, verschonen Sie uns. Ich habe in Ihren Alter immer am Wochenende WG-Party gemacht, oder war in der Disco.

  54. „Also bitte, verschonen Sie uns. Ich habe in Ihren Alter immer am Wochenende WG-Party gemacht, oder war in der Disco.“

    1. Welcher Mensch geht bitte in eine Disco, wenn dann schon ne anständige Kneipe (okay, Günter würde wohl sagen Mainstream-Menschen)
    2. Das ist also ihr Argument?

    Gruss

  55. @Christian…..das letzte Aufgebot

    Wer es so nötig hat wie Du…..UBA und IPCC zu verteidigen, wird wohl auch durch diese Institutionen auf den einen oder anderen Weg….finanziert.
    Wenn es eine deutsche Behörde nötig hat (in einer Demokratie) gegenteilige Meinungen zu brandmarken……dann erinnert mich das an guten alten DDR-Zeiten.
    Wenn ein Schellhuber…..als das Maß aller Dinge von euch Klimaklopsen in den Himmel gehoben wird….zeugt das von Obrigkeitshörigkeit und Heldenverehrung….aber nicht von gesunden Menschenverstand.

    Sach mal Christian……kannste nich Deiner Fanboygroopys auf PK befriedigen, musste auch noch hier aufschlagen um die Agenda durchzuprügeln?
    Während die NASA alle Nase lang die Rohdaten vergurkt, die Vergangenheit immer kälter macht…..Stationen rein und rauswirft wie ne Nutte ihre Freier……und andere Datensammler auch schon beim Betrug erwischt wurden….ist ja nich mal mehr sicher, ob sich die Erde wirklich noch erwärmt.

    Du bist öde….geh nach Hause und spiel was Vernünftiges…..hier biste eh nur der Pausenclown.
    Onkel Heinz……….gähn

  56. 1. Welcher Mensch geht bitte in eine Disco, wenn dann schon ne anständige Kneipe (okay, Günter würde wohl sagen Mainstream-Menschen)

    Habe ich mir doch gedacht:

    http://bilder.t-online.de/b/41/19/68/64/id_41196864/920/tid_da/alte-weggefaehrten-cohn-bendit-und-joschka-fischer-1987-auf-einer-versammlung-der-hessischen-gruenen-im-frankfurter-stadtteil-bergen-enkheim-foto-dpa-.jpg

  57. QQ #3,

    Leggewie schwärmt davon, nennt es »erörternde deliberale Demokratie«. Ein derartiges Politik- und Gesellschaftsverständnis hat sich offenbar bis weit in staatliche Stellen und Institutionen ausgebreitet, was beim Personal des UBA auch kein Wunder ist. Durch eine kritische Presse als vierte Gewalt, werden solche Konsultationsprozesse gestört, auch deshalb werden so gerne die Personen diffamiert um sie aus diesem Prozess auszuschließen.

    da stimmt aber etwas nicht. »erörternde deliberale Demokratie« wäre ja auf deutsch eine erörtende unfreie Demokratie?

    Leggewie meint sicherlich die deliberative Demokratie vom Sozialisten Habermas. Die wurde vorzüglich vorgelebt beim Ausstieg aus der Kernkraft..
    -Experten beraten, machen einen Vorschlag. Töpfer sagte dann wörtlich, das ist der Konsens, er solle nun deliberativ überprüft werden.
    Herrliche Demokratie- so funktionierte die ddr Demokratie auch, Funktionäre beschlossen und Schlafschafe wurden zu Delegiertenkonferenzen entsandt, die die Beschlüsse einstimmig annahmen.

    Wie Bürgerdialog zur E Wende, die Diskussion wurde komplett ignoriert, ausgesuchte, physiklose Schlafschafe wurde zu den Delegiertenkonferenzen gerufen zur Legitimierung der beschlossenen Energiewendescheiße.

  58. Christian -Spaßvogel?

    der wissenschaftliche Diskurs zum sogenannten AGW ist in etwa so lebhaft gewesen, wie die Diskurse in der ddr oder Nordkorea 😉

    das passiert nur, wenn die „wissenschaft“ nach Ergebnis bezahlt wird.

    Zeige doch eine begutachtete Klima-Fachpublikation , die eine maßgebende AGW an Hand von Messwerten nachweist.
    Die gibt es nicht, der Kerl oder Frau wäre auch schon Nobelpreisträger 😉

  59. In der UBA-Broschüre ………….
    „Und sie erwärmt sich doch“
    werden die Journalisten Michael Miersch und Dirk Maxeiner gerügt.

    Die Klage auf Unterlassung scheiterten die Autoren, Michael Miersch und Dirk Maxeiner vor dem Verwaltungsgericht Halle.
    Die Äußerungen in der Broschüre, so Gerichtspräsident Volker Albrecht, „sind sachlich, nicht verfälschend und nicht zu beanstanden“.
    Zur Aufgabe der Behörde gehöre geradezu, die Öffentlichkeit über Umweltfragen zu informieren auch die Nennung der Verfasser ist zulässig.

    Urteil des Verwaltungsgerichts Halle (Aktenzeichen: 1 A 304/13 HAL).

    Gruß

  60. @Körner

    Und weiter.

    Noch liege das Urteil nicht schriftlich vor, sagte der Sprecher weiter. Sobald dies der Fall sei, hätten die Kläger einen Monat Zeit, um gegebenenfalls beim Oberverwaltungsgericht Magdeburg Berufung gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts einzulegen.

    Wobei eine Zivilklage auf Unterlassung vor dem Amtsgericht mehr Erfolg haben dürfte. Hat auch schon bei Rahmstorf geklappt.

    Die Verwaltungsgerichte Urteilen idR zugunsten einer Bundesbehörde.

  61. Hallo Herr Michael Krüger,

    wenn man bereits von dem Verwaltungsgericht verloren hat, sind die Aussichten auf Erfolg beim Amtsgericht mit 0 bis 5% zu beziffern.
    Das geht auch beim Amtsgericht in die Hose so meine Einschätzung.

    Das die Verwaltungsgerichts Urteile idR zugunsten einer Behörde sind ist ja auch klar.
    Ich hatte ja auch bereits Sache vor dem Verwaltungsgericht und die Richter sind eigentlich sehr Rechtskompleten und auch in der Rechtsauslegung nicht zu beanstanden.
    Das bei den Verwaltungsgerichts Urteilen idR zugunsten einer Behörde fallen liegt daran das die Behörden meisten wissen was sie das machen und auch meistens rechtlich auf dem neuesten Stand sind.

    Gruß

  62. #21 Günter Heß 21. November 2015 14:59

    Ich denke wir sehen da auch eine Problematik in der Wissenschaftskommunikation.
    Die Wissenschaft vor allem an an komplexen Systemen liefert lediglich plausible Erklärungen und keine Wahrheiten.
    Eine plausible Erklärung wird dann auch immer wieder zitiert und nicht mehr hinterfragt.

    Ich denke, dass man das etwas präziser fassen muss. Tatsächlich streben Wissenschaften stets nach Erkenntnis der Wahrheit, nicht nur nach Erklärungen, die irgendwie plausibel klingen sollen. Wahrheit kann sich nicht selbst widersprechen. Das Ziel ist dabei sehr wohl, die Realität als das zu beschreiben und zu erklären, was ist.

    Natürlich hat der Erkenntnisprozess Grenzen und der Irrtum bleibt damit nie völlig auszuschließen. Das aber relativiert die Wissenschaft nicht zu einer Beliebigkeit, sondern geht von der Annahme aus, dass Irrtümer auch erkennbar sind, zumindest im weiteren Prozess.

    Darum ist auch stets erforderlich, die Qualität der Aussagen zu taxieren, denn diese sind nicht gleich. Die Unterscheidung zwischen Meinung und Fakten ist da ein zu simples binäres Merkmal, dass so auch nicht durchzuhalten ist. Ein unzureichend belegte Hypothese wird zu recht als Spekulation oder Phantasie beschrieben, die keineswegs verbindlichen Rang haben kann -- sondern bestenfalls als ‚Glaube‘ Akzeptanz finden kann.

    Mit zunehmender Erhärtung durch Beobachtungen unter Berücksichtigung entgegenstehender Beobachtungen kann man die Qualität einer These für entsprechend zuverlässiger halten.

    Hinsichtlich der AGW-Hypothese fehlen weitgehend die empirischen Begründungen, bzw. ignorieren die entgegenstehenden Beobachtungen und Thesen, dass AGW eher dem Bereich der Vermutung zugewiesen werden muss, der man keineswegs glauben schenken muss. Anders dagegen die Strahlungstransportgleichung.

    Z.B. halte ich die Modellierung nach Modtran für recht gut belegt. Hier kann man nicht von einer Beliebigkeit sprechen, die aber bei vielen Aussagen des IPCC durchaus zutreffend ist. Selbstredend liefert aber Modtran keine hinreichende Erklärung für die AGW-Hypothese.

  63. @ Martin Landvoigt

    Von Beliebigkeit habe ich auch nicht gesprochen. Eine plausible Erklärung ist doch schon eine gute Sache. Plausibel heißt in den Naturwissenschaften, dass die Erklärung bzw. das Modell selbstkonsistent ist, weder 1. noch 2. Hauptsatz verletzt und die vorliegenden Daten erklärt. Man darf das nicht verwechseln mit plausibel in dem Sinne, dass ich es nachvollziehen kann. Vielleicht habe ich mich da unklar ausgedrückt, aber mir fällt nichts besseres dafür ein.
    Plausibel heißt aber leider nicht, dass es nicht auch andere Erklärungen geben könnte.

    Modtran liefert eine plausible Erklärung für die Wirkung der Treibhausgase in der Troposphäreen. Viele Aussagen die wir gerade auf EIKE gelesen haben, dass Thermalisierung die Wirkung des CO2 bzgl. Gegenstrahlung verhindert nicht.

  64. @Martin Landvoigt

    Übrigens die Prinzipien die Prof. Kramm genannt hat, „detailed Balance“ und „Mikroreversibilität“ fordern Zwangsläufig, dass CO2 in der Troposphäre bei 15 μm emittiert.

  65. @Günter Heß

    Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich sehe keinen Dissens, sonder lediglich ein Austausch über Schwerpunkte und Perspektiven: Aus Sicht der Wissenschaft ist die Präsentation einer plausiblen These mit möglichst soliden Belegen das Beste, was man erreichen kann.

    Aus Sicht des Laien ist das Ergebnis der Wissenschaft eine Abbildung der Wirlklichkeit, aka Wahrheit -- zumindest in seiner Einschätzung. Und darin liegt das erkenntnistheoretische Problem: Denn da Wissenschaft nur mehr oder minder gut belegte Thesen formulieren kann, aber der Rezipient Wahrheit erwartet, haben wir ein unauflösbares Impedanzproblem, das sich entweder in Ignoranz oder in Wissenschaftsgläubigkeit äußert. Kurioser Wiese mangelt es auch vielen Wissenschaftlern an wissensschaftstheoretischer Reflektion, dass sie sich selbst zum Teil als Wissenschaftsgläubige identifizieren lassen, oder zumindest dem Missverständnis Vorschub liefern, in dem sie freimütig über ihre eigenen Spekulationen plaudern. Denn wer das Label ‚Wissenschaftler‘ trägt verliert in der Wahrnehmung vieler den Laienstatus und sein Wort wird mit dem Gewicht seriöser Wissenschaft gewertet … auch wenn er nur seine Ideen äußert.

    Wohlgemerkt, Wissenschaftsglaube ist der Feind der seriösen Wissenschaft, denn ersterer denunziert den Zweifel zur Ketzerrei, während dieser in der echten Wissenschaft eine Tugend ist.

    In diesem Sinn ist das Ursprungsdokument des UBA eher in die Kategorie des Wissenschaftsglaubens einzuordnen, nicht in die eines wissenschaftlichen Diskurses. Das Gericht hat diese Unterscheidung offensichtlich nicht vorgenommen.

  66. @Günter Heß

    Übrigens die Prinzipien die Prof. Kramm genannt hat, „detailed Balance“ und „Mikroreversibilität“ fordern Zwangsläufig, dass CO2 in der Troposphäre bei 15 μm emittiert.

    Als ich anfing, mit den Fragen der CO2-Wirksamkeit zu beschäftigen, machten mir die Argumente der ‚Radikalskeptiker‘ durchaus Eindruck. Es dauerte eine Weile um zu sehen, dass dieser Argumentationstypus eine unseelige Mischung aus halbverstandener Naturwissenschaft und Sektiererei sind, die sich gegen Erkenntnisse verweigert, die nicht in das Konzept passen. Ich denke, dass hier Messungen und Modelle ein sehr konsistentes Bild liefern. Hier spreche ich von einfachen Modellen wie Modtran oder die Abschätzung von Prof. Harde, nicht von CMIP5 oder ähnliches.

    Nicht zuletzt bin ich dabei auch Ihnen und Michael Krüger dankbar, die hier halfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Während jene ‚Radikalskeptiker‘ all jene als bereits vom wahren Glauben abgefallene betrachten, die es wagen, eine geringe Klimasensitivität des CO2 für möglich zu halten, denke ich, dass sie eher dem Klimarealimus einen Bärendienst erweisen.

    Meine Hoffnung, ‚Radikalskeptiker‘ mit Klimarealisten zu vereinigen, hat sich bislang allerdings noch nicht bestätigt.

    Ein Punkt noch von Prof. Fritz Varenholt. In seinem Phönix-Gespräch akzeptierte er offensichtlich den Grenzbereich der Klimasensitivität wie ihn das IPPC angibt, sprach aber von einem unteren Bereich von 1,5 -- 1,7° . Ich glaube nicht, dass es vertretbar ist, die Klimasensitivität so hoch anzusetzen, da ein überwiegend positves Feedback (Werte > 1°) zu einer Runaway Verstärkung führen müssten (ähnlich dem berüchtigten Pfeifen bei Mikrofonalagen).

    Wie schätzen Sie das das Statement von Varenholt ein? Vertretbar oder vielleicht nur ein didaktischer Versuch, die Zuhörer mitzunehmen?

  67. Herr Landvoigt,

    Ich denke, dass hier Messungen und Modelle ein sehr konsistentes Bild liefern.

    In der Atmoshäre kann man alles messen, da es aber ein recht komplexes nichtlineares System ist mit nicht erahnten Freiheitsgraden, werden Sie niemals wissen, was diese Messung bedeutet, geschweige denn, welchen Anteil CO2 daran hat.

    Modelle sind Modelle und haben erst recht nichts mit der Realität zu tun.

  68. Hallo Herr W.Rassbach

    … da es aber ein recht komplexes nichtlineares System ist mit nicht erahnten Freiheitsgraden, werden Sie niemals wissen, was diese Messung bedeutet …

    Ich würde hier differenzieren. Tatsächlich ist die Komplexität des Systems Atmosphäre, Wetter und Klima so hoch, dass ich auch eine hinreichende vollständige Modellierung für ausgeschlossen halte.

    Das aber sagt nichts dazu aus, Komponenten zu zerlegen und für Komponenten gut belegte Aussagen zu treffen.

    Modelle sind Modelle und haben erst recht nichts mit der Realität zu tun.

    Modelle sind entweder zutreffende und zulässige Vereinfachungen, und dann bilden sie sehr wohl bestimmte Aspekte der Realität ab, oder sie sind keine zulässige Vereinfachungen der Realität.

    Ob ein Modell nun gut und hilfreich ist, liegt nicht an seiner Eigenschaft, Modell zu sein,sondern ob dieses eben zutreffend ist.

    Und da gibt es eben gut belegte Modelle, die zutreffende Vorhersagen machen können und andere Modelle, die das nicht können.

  69. @Martin Landvoigt

    Ich habe das Gespräch nicht gesehen. Ich weiß also nicht wie Vahrenholt das gesagt hat.
    Es gibt allerdings glaube ich Untersuchungen die vorschlagen, dass die Klimasensitivität auch niedriger liegen könnte.

  70. Herr Landvoigt,

    die alltägliche Propaganda sagt mir, immer wieder sachlich falsch ,dass die AGW gefährlich hoch sei und sogar das “Klima“ schädigen würde. Nur es gibt bis heute keine begutachtete Klima-Fachpublikation , die eine maßgebende AGW an Hand von Messwerten nachweist. Oder kennen Sie eine?
    Wir haben nur Klimamodelle, die willkürliche, das Ergebnis bereits bestimmende Annahmen enthalten.

  71. ps. wie unzureichend diese Klimamodelle sind können Sie bei hajolange.de nachlesen.

    Selbst das Modell zum angeblichen 2° Ziel ist völlig daneben, in der Art, dass man das 2° Ziel durchaus einhalten kann, aber nur innerhalb des Modells, nicht aber in der Wirklichkeit.

    Man könnte in Paris auch vereinbaren, in Zukunft Licht in Eimern in die Rathäuser zu tragen.

Schreibe einen Kommentar