Donner und Doria: IPCC rudert offenbar noch deutlicher zurück

16. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Medien, Wissenschaft

donnerunddoriaEnde September wird der nächste Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC (bzw. der erste Teil und  eine Summary for Policymakers) der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem was Uli Kulke in seinem Blog Donner und Doria schreibt darf man sehr gespannt sein:

…Darüberhinaus sei der IPCC ausdrücklich auf die Pause in der globalen Erwärmung eingegangen – obendrein mit dem Eingeständnis, dass man sie sich nicht erklären kann. Und dass die Computermodelle, auf die sich der IPCC stützt, diese nicht vorausgesehen haben. Auch im Hinblick auf die Veränderungen im antarktischen Meereis stünde man vor einem Rätsel. Während die Modelle eine Verringerung prophezeit hätten, sei das Eis zuletzt tatsächlich auf eine Rekordausdehnung angewachsen.

Vor einiger Zeit unvorstellbar, aber offenbar räumt der IPCC jetzt ein, dass den Jahren zwischen 950 und 1250, im Mittelalter also, weite Teile der Welt schon einmal so warm gewesen seien wie heute, zu Zeiten also, als die CO2-Werte in der Atmosphäre nur einen Bruchteil der heutigen betrugen. Die Passage aus dem letzten Bericht von 2007, dass die Hurrikane immer stärker würden, so heißt es in den Zeitungsmeldungen, sei im kommenden Report komplett und kommentarlos gestrichen worden…

Hier weiterrlesen.

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29 Kommentare
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  1. Die Faktenresistenz wird sich wohl kaum aufgelöst haben, einen Semmelweis-Reflex wird es vielleicht immer geben. „Der Begriff ‚Semmelweis-Reflex‘, dem zufolge Innovationen in der Wissenschaft eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge haben, weil etablierte Paradigmen und Verhaltensmuster entgegenstehen, wurde von Robert Anton Wilson geprägt und nach Semmelweis benannt.“ [Wikipedia]

    [Da schlägt der Admin unerbittlich zu und löscht, was nicht zur Sache gehört und auch mißverstanden werden kann.]

    Wir werden wohl abwarten müssen, welche Schoten der IPCC uns nach dieser Programmvorschau Ende September tatsächlich präsentieren wird. Ein wenig skeptisch bin ich immer noch.

  2. …und ich bin nicht geneigt, solch einen latent antisemitischen Kommentar hin zu nehmen!

  3. @ Tritium:

    Ich auch nicht. Ich habe die entsprechende Passage kurzerhand gelöscht.

  4. Püüüh,
    jetzt hab‘ ich den Artikel mal gelesen und das ist ja wirklich eine kleine Revolution! Oder besser Perestroika?

    Manns Hockeystick ist erledigt!
    Das erscheint mir fast als das wichtigste Eingeständnis der IPCC-Alarmisten. Aber für die allgemeine Öffentlichkeit zählen natürlich andere Aussagen mehr.

    Ich frag‘ mich nur, ob da nun der Schwanz mit dem Hund wedelt oder umgekehrt:
    -- Hat das IPCC den Auftrag bekommen, zurück zu rudern, um eine Umkehr in der Klimapolitik mit dem Mäntelchen der ‚Wissenschaft‘ zu rechtfertigen?
    -- Oder haben die IPCC-Autoren eingesehen, dass sie sich verrannt haben und ihre Thesen unhaltbar geworden sind?
    Ich will mal annehmen, es war letzteres. Bin ja ein netter Mensch, der auch mal ‚Schwamm drüber!‘ sagt.

    Gespannt bin ich ja auch Rahmstorfs Reaktion. Er sollte sich Gorbatschows geflügeltes Wort zu Herzen nehmen: ‚Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!‘ Aber ich fürchte, er wird eher in den Stiefeln sterben als die Perestroika mit zu machen.
    Wetten dagegen nehme ich gern an.

  5. Gespannt bin ich ja auch Rahmstorfs Reaktion.

    Das weniger, Ich plädiere für den ig Nobelpreis für Rahmstorf und Konsorten.

  6. Man hat es geahnt, aber so ausgesprochen wirkt es immer noch ungeheuerlich:


    EU policy on climate change is right even if science was wrong, says commissioner

    Regardless of whether or not scientists are wrong on global warming, the European Union is pursuing the correct energy policies even if they lead to higher prices, Europe’s climate commissioner has said.

    …“Let’s say that science, some decades from now, said ‚we were wrong, it was not about climate‘, would it not in any case have been good to do many of things you have to do in order to combat climate change?.“

    Komplett gaga…

  7. Global warming is just HALF what we said: World’s top climate scientists admit computers got the effects of greenhouse gases wrong

    Meine Ministerpräsidentin sagte mir schon letztes Jahr in der Bürgersprechstunde, wenn was mit der Klimaerwärmung und der Energiewende nicht stimmt, machen wir halt was anderes.

    Jetzt wird es mit dem Jürschen nichts mehr, sie haben uns belogen und betrogen…. die gehirngewaschenen Massen werden grausam sein 😉

  8. @Rudolf Kipp #6

    Connie Hedegaard studierte Literaturwissenschaft und Geschichte. […]
    Seit 2010 ist sie EU-Kommissarin für Klimaschutz in der Kommission Barroso II.

    Eigentlich habe ich Sympathie für die Geisteswissenschaften, aber (wie Lichtenberg gesagt hätte) die Geisteswissenschaftler taugen oft den Henker nicht.
    Viele Studenten scheinen aus einem geisteswissenschaftlichen Studium einen, sagen wir mal, eher musischen Begriff von wissenschaftlicher Arbeit mitzunehmen.

    PS. Connie hatte vorgestern Geburtstag, da kann man ihr nur alles Gute wünschen.

  9. @ Rudolf Kipp.

    Die Ausrede „Es war aber doch trotzdem eine gute Idee, etwas zu tun“ kennen wir ja vom Waldsterben.
    Es ist das Totenglöckchen der Hysterie, Rechtfertigung statt Überzeugung.

  10. Na ja, den hier geäußerten Optimismus kann ich nicht teilen. Das IPCC gibt nur bei den Themen klein bei, die offensichtlich unsinnig sind. Dass es seit 15 Jahren keine Erwärmung gibt und ein Mittelalterliches Klimaoptimum existierte, weiß mittlerweile fast jeder Politiker (D vielleicht mal ausgenommen). Würde das IPCC weiter behaupten, die Hurrikantätigkeit nimmt zu, wären in den USA nur Lachsalven zu ernten.

    Doch so, wie das bisher durchgedrungen ist, werden die Falschaussagen früherer IPCC-Berichte ja nicht aufgearbeitet.
    Dann müsste man z.B. klar sagen, dass die Hurrikanaussage aus 2007 schon damals unhaltbar war. Wird das gemacht oder wird das Thema einfach nur totgeschwiegen?
    Werden die möglichen Erklärungen der Temperaturentwicklung der letzten 15 Jahre wirklich ausführlich behandelt? Dann müsste man wie z.B. Prof. v. Storch an exponierter Stelle (also in der Zusammenfassung für die Politik und nicht irgendwo im „Kleingedruckten“) die Möglichkeit einräumen, dass u.U. mit den Modellen und dem Verständnis des Klimasystems nach AGW-These etwas fundamental nicht stimmt und man müsste auch thematisieren, dass dieser Erwärmungsstop zwar ein Problem für die AGW-These darstellt aber völlig problemfrei mit der Theorie harmoniert, dass die Sonne der entscheidende Klimatreiber ist. Erwartet das jemand ernsthaft vom IPCC? Ich nicht! Es wird wohl nur heißen, dass „man vor einem Rätsel steht“, was Alarmisten wie den Pikereros Tür und Tor für ihre pseudowissenschaftlichen „Erklärungen“ öffnet.

    Andererseits erwarte ich, dass der neue IPCC-Bericht auf anderen Gebieten (Arktis / Extremwetter – wer weiß) genau so alarmistische und unhaltbare Behauptungen aufstellen wird, wie man sie im Bericht 2007 vielfach vorfindet. Und ich erwarte auch, dass die Falschaussagen aus 2007, die nicht in der Öffentlichkeit lang und breit thematisiert wurden, wieder eine wichtige Grundlage im neuen IPCC-Bericht bilden werden.

    Ein „ZK der SED“ kann man nicht reformieren! Vielleicht hier und da etwas Schminke aber die Grundaussage wird bleiben: Der Mensch ist Schuld an der Klimakatastrophe!

    Immer schön dran denken, die Aufgabe des IPCC ist es, der Politik die notwendigen Begründungen zu liefern wie z.B. für das EEG. Dieser Aufgabe wird es gerecht werden und nicht irgendwelchen Träumen, dass dort Wissenschaft zusammengefasst wird.

  11. EU policy on climate change is right even if science was wrong, says commissioner

    Regardless of whether or not scientists are wrong on global warming, the European Union is pursuing the correct energy policies even if they lead to higher prices, Europe’s climate commissioner has said.

    If the facts change, I’ll change my opinion.
    What do you do, Sir?
    (John Maynard Keynes)

    Beratungsresistenz, ideologische Verbortheit in Reinkultur…und wohl die Befürchtung, dass man keinen „Klimakommissar“ mehr braucht, wenn das Klima kein Problem mehr ist. Das Sein bestimmt das Bewustsein, eben.

  12. Weltklima!

    Forscher entziehen Klimaregulierern die Grundlage
    Vom Emissionshandel bis zum Glühbirnenverbot: Die EU-Klimapolitik fußt auf der Annahme, die Erde erwärme sich immer schneller. Nun rudert der Weltklimarat zurück – und hinterlässt ratlose Regulierer.

    Helau!

  13. Herr Langer,

    Ein „ZK der SED“ kann man nicht reformieren! Vielleicht hier und da etwas Schminke aber die Grundaussage wird bleiben: Der Mensch ist Schuld an der Klimakatastrophe!

    das stimmt, es ist vorbei, wenn UBA und BUM aufgelöst sind und der Schwachsinn von Meadows nicht mehr erwähnt wird.
    Nur, an die Weltrevolution glauben immer noch viele. Das ist erst in Generationen aus den Gehirnen verschwunden.

  14. Uiiii, jetzt dreht sich der Wind aber gewaltig 🙂

    http://www.welt.de/wirtschaft/article120219019/Forscher-entziehen-Klimaregulierern-die-Grundlage.html

    Respekt an Euch alle hier, Ihr habt mich immer sehr gut mit Argumenten versorgt.

  15. Auch in SPON:

    Hamburg -- Vor den Verhandlungen zum Uno-Klimareport, die nächste Woche in Stockholm stattfinden, ist es nach Informationen des SPIEGEL zwischen Politikern und Wissenschaftlern zu Spannungen gekommen. Gegen den Widerstand vieler Forscher wollen insbesondere Delegierte der Bundesregierung das Stocken der Erwärmung in den letzten 15 Jahren aus der Zusammenfassung des neuen IPCC-Reports heraushalten. …

    Auf der Konferenz in Stockholm soll in geheimen Sitzungen aus dem tausend Seiten umfassenden Klimabericht eine 30 Seiten lange Zusammenfassung für Politiker ausgehandelt werden. Um die darin enthaltende Botschaft zu beeinflussen, schicken die Regierungen Vertreter aus ihren zuständigen Ministerien; die deutschen Delegierten werden vom Umwelt- und Forschungsministerium entsandt.

    Wenn das so stimmt, dann ist das der Hammer.

  16. @ Rudolf:

    Hast Du irgendeine Möglichkeit, die geleakte Fassung der SPM zu bekommen? Es scheint mir sinnvoll, einmal gründlich zu analysieren, wie das Papier von der Wissenschaft vorgelegt und dann von der Politik redigiert worden ist.

    Der oben von Quentin verlinkte SpOn-Artikel beschreibt aus meiner Sicht einen nicht mehr tolerierbaren Skandal erster Güte. Das darf man nicht auf sich beruhen lassen.

  17. Ich habe gleich mal bei Peter Altmaier per Twitter angefragt, ob die SPON-Meldung stimmt.

    @peteraltmaier Stimmt die SPON Meldung, wonach Mitarbeiter von Ihnen Einfluss aufs IPCC nehmen sollen? http://is.gd/3o1xYv

  18. @ Peter #16

    Ich habe mal ein paar Fühler ausgestreckt. Ich hoffe morgen kann ich mehr dazu sagen.

  19. Was ist denn von der Politik Anderes zu erwarten. Die Klimamodelle haben versagt. Die letzten 15+ Jahre passen überhaupt nicht mit den Szenarien überein. Es ist nicht wärmer geworden, Extremwettererereignisse haben nicht zugenommen, der Wasserdampfanteil der Atmosphäre hat eher abgenommen, die Eisbedeckung der Erde hat insgesamt eher zu als abgenommen, es ist kein Hot Spot in der oberen tropischen Atmosphäre nachweisbar und das mit der Abkühlung der Stratosphäre scheint auch nicht so konsistent zu sein. Dass die Wärme in die die Tiefen der Ozeane gegangen sein soll, lässt sich auch nicht so richtig an Daten belegen und ist wohl mehr ein Rettungsversuch für vergangene Hypothesen. Das geht an Wissenschaftlern natülich nicht folgenlos vorbei. Politiker, die Milliarden in den Sand gesetzt haben, um irgendwie das Klima zu manipulieren, stehen jetzt natürlich wie die Idioten da. Die werden alles tun um ihren Blödsinn zu rechtfertigen. Der Linie von Connie Hedegaard, dass die Wissenschaft ja egal ist und unsere Politik per se gut ist, wird nicht jeder folgen wollen. Da muss man halt die Wissenschaftler manipulieren. Deutschland ist da ja auch nicht allein
    .

  20. Lieber Herr Straten,

    sie schreiben:

    „Was ist denn von der Politik Anderes zu erwarten. Die Klimamodelle haben versagt.“

    Für mich ist das eine gefährliche Aussage, da sie impliziert wenn die Klimamodelle die Stagnation etwas besser beschrieben hätten, wäre die Politik gerechtfertigt.

    Klimamodelle haben nicht versagt. Sie wurden nach dem Wissensstand den wir haben programmiert und haben ein Ergebnis geliefert, dass die Realität nicht vollständig beschreibt. Das ist zunächst keine Überraschung. Machen Modelle ganz oft. Trotzdem lernen Naturwissenschaftler aus solchen Modellen und ohne diese Modelle gibt es auch keinen Fortschritt in der Naturwissenschaft. Modelle werden aber unter Umständen auch lange Zeit nicht besser, weil es sehr lange dauert die Natur zu enträtseln, Naturprozesse zu verstehen und sie in komplexe Modelle so einzubauen, dass die Natur etwas besser beschrieben wird. Dann neigt unser universitäres System dazu Studenten auszubilden für die die Modelle so eine Art „Realität“ geworden sind, weil sie nicht dabei waren als die Modelle in den Kinderschuhen steckten und weil zu ihrer Studentenzeit die Realität zufällig etwas besser beschrieben wurde. Den Überblick den vielleicht alte Hasen wie Roy Spencer, Richard Lindzen, Judith Curry oder Hans von Storch haben und deshalb die Unsicherheiten kennen und kommunizieren, kann man von Studenten nicht erwarten.
    Insgesamt erleben wir also nichts Ungewöhnliches, passiert in der Naturwissenschaft in anderen Fachgebieten regelmäßig.

    Nun haben Politiker und Aktivisten aber aus diesen Ergebnissen der Klimawissenschaft weitreichende Interpretationen und ihre politische Wunschlösungen, Wunschgesetze, Wunschvorschriften, Wunschsubventionen, Wunschabgaben, Wunschverhaltensweisen, Wunschtechnologien, Wunschergebnisse dieser Technologien daraus abgeleitet.

    Und vor Allem haben diese Politiker und Aktivisten ihre Politik als einen einzigen möglichen Lösungspfad auf eine „totalitäre“ Art und Weise in die Welt gesetzt und mit Wissenschaft gerechtfertigt. Mit „totalitär“ bezeichne ich hier als meine Definition eine Gesinnung und die Kernpolitik, die ihre politischen Gegner als „Leugner“ bezeichnet. und versucht mundtot zu machen

    Dieses eindimensionale totalitäre Politikverständnis auf nur einen Lösungspfad zu setzen und die eigene Wunschpolitik moralisch zu überhöhen, führt aber sowohl für große Firmen als auch für demokratische Staaten meines Erachtens in die Irre.

    Deshalb halte ich die Aussage: „Die Klimamodelle haben versagt“ für falsch. Ihre Ergebnisse wurden lediglich wunschgemäß von Politikern und Aktivisten interpretiert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  21. Lieber Herr Straten,

    sie schreiben:

    „Politiker, die Milliarden in den Sand gesetzt haben, um irgendwie das Klima zu manipulieren, stehen jetzt natürlich wie die Idioten da. Die werden alles tun um ihren Blödsinn zu rechtfertigen. Der Linie von Connie Hedegaard, dass die Wissenschaft ja egal ist und unsere Politik per se gut ist, wird nicht jeder folgen wollen. Da muss man halt die Wissenschaftler manipulieren. Deutschland ist da ja auch nicht allein“

    Sie haben Recht. Das Klima zu manipulieren scheint mir bei unserem Kenntnisstand per se idiotisch. Frau Hedegaard scheint mir eher eine Aktivistin zu sein als eine Politikerin. Ist eigentlich ein EU-Kommissar ein Politiker oder gibt es vielleicht Analogien die besser zur Beobachtung passen. Mir scheinen EU-Kommissare eher Lobbyisten oder Aktivisten in EU-Ämtern zu sein, von denen man unrealistischerweise erwartet sie wären neutral. Gewählt werden sie ja nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  22. Aber Herr Heller,

    Der oben von Quentin verlinkte SpOn-Artikel beschreibt aus meiner Sicht einen nicht mehr tolerierbaren Skandal erster Güte. Das darf man nicht auf sich beruhen lassen.

    Seit 20 Jahren gilt doch:

    „Die Tatsache, daß wir eine in historischen Zeiten bisher nicht dagewesene Umweltkrise haben, braucht nicht mehr diskutiert zu werden… Und diejenigen, die um einer ausgewogenen Debatte willen, der Ansicht sind, daß es beachtliche Ungewißheiten gibt, ob der Treibhauseffekt real ist, schränken unsere Fähigkeit, darauf zu reagieren, ein“. (Albert Gore, ehemaliger Vizepräsident der USA, zitiert in Memphis Commercial Appeal, 5. August 1990

    Solange sich der Bundeskanzler vom CoR beraten lässt, wird sich daran nichts ändern.

  23. @ Günter, #20:

    Deshalb halte ich die Aussage: “Die Klimamodelle haben versagt” für falsch.

    Na, das ist aber ein bißchen Sophistik. Ich denke, auch Herr Straten bezieht sich weniger auf den wissenschaftlichen, sondern mehr auf den politischen Nutzen der Modelle. Sie haben halt im Gegensatz zur Intention vieler Beteiligter aus der Forschung (nicht aller, aber eben doch vieler) nicht die gewünschte politische Entscheidungsgrundlage geliefert. Tatsächlich kann man auf Basis der Modelle politisch überhaupt nichts entscheiden. In diesem Punkt haben sie halt versagt, das würde ich auch so sehen.

    Das ist aber auch gut so. Wenn man die Unabhängigkeit des wissenschaftlichen Erkenntnisfortschrittes von politischen Vorgaben bewahren oder in diesem Fall wiederherstellen möchte.

  24. @Peter

    Das magst Du jetzt als Sophistik begreifen, ich finde dennoch die präzise Diskussion darüber lohnend, weil ja in den Medien, die naturwissenschaftliche Sicht und die politische Sicht vermischt werden.

    du schreibst:

    Sie haben halt im Gegensatz zur Intention vieler Beteiligter aus der Forschung (nicht aller, aber eben doch vieler) nicht die gewünschte politische Entscheidungsgrundlage geliefert. Tatsächlich kann man auf Basis der Modelle politisch überhaupt nichts entscheiden. In diesem Punkt haben sie halt versagt, das würde ich auch so sehen.

    In diesem Kontext stimme ich zu. Politisch kann man aus Modellen keinen unmittelbaren Zwang zu einer Massnahme oder einer Entscheidung ableiten. Weder aus heutigen noch aus zukünftigen Modellen.
    Ich würde dafür eben eher das Wort „untauglich“ verwenden statt „versagt“. Die Klimamodelle sind untauglich eine Entscheidungsgrundlage zu liefern.

    Sie liefern immer nur Basisinformationen zum jetzigen Kenntnisstand, taugen aber nicht als Begründung für politische Entscheidungen und vor allem nicht für große Transformationen und Verbote. Insofern hast Du recht sie haben aus der Sicht der Klimapolitaktivisten wie Frau Hedegaard versagt und werden dann von ihr auch folgerichtig als unmaßgeblich eingestuft,
    obwohl sie früher die Begründung geliefert haben.

    Trotzdem haben sie, wenn ich eine rein naturwissenschaftliche Brille aufsetze nicht versagt, da ich nie erwartete, dass sie 15 Jahreszeiträume in der Zukunft vorhersagen können.

    Grüße
    Günter

  25. Roy Spencer sagt es einfach, eine Theorie , die nicht durch Meßergebnisse gestützt ist, ist gestorben. Modelle sind nur Theorie.

  26. @Quentin

    Du hattest Recht

  27. Ich bin dagegen der Ansicht, dass Klimamodelle der Schwanz sind, der mit dem Hund wedelt.
    Diese ‚Klimaforscher‘ sind nicht diejenigen, die den Marschtritt vorgeben, sondern die im Gleichritt nah den Vorgaben ihrer Herren marschieren.
    Schellnhuber, Rahmstorf & Co sind ‚Dr Marlboros‘ die bedingungslos die Position ihrer Arbeitgeber mit einem fadenscheinigen Mäntelchen von ‚Wissenschaftlichkeit‘ drapieren, aber sie sind Knechte, die tun, was man ihnen sagt, nicht Akteure, sondern Staffage.

  28. @Günter Hess #20
    Lieber Herr Hess,
    ihre Einschätzung dessen, was Modelle von komplexen Sachverhalten, wo das Wissen um die Grundlagen auch noch ziemlich lückenhaft ist, leisten können, teile ich. Insofern haben sie Recht damit, dass diese Modelle eigentlich nicht versagen können. Man kann nur aus ihnen lernen.
    Es wird ja auch von vielen Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten kommuniziert, dass es sich bei den Modellergebnissen um Projektionen innerhalb von gesetzten Szenarien handelt, es fragt sich nur, wie das dann letztendlich in der Öffentlichkeit (und das sind auch Politiker) ankommt. Wenn da z.B. Temperatur- oder Niederschlagsgrafiken der Erde in 50 o. 100 Jahren präsentiert werden, sind das sicher schöne Beispiele von Computerspielerei, kommt aber dann so richtig als Prognose herüber. Ich würde mal behaupten, dass die meisten Laien das auch als Prognose verstehen. Als prognostische Werkzeuge haben diese Modelle aber krass versagt und wenn sie nun zufällig die tatsächliche Klimaentwicklung vorausgesagt hätten, dann könnte sich der Glaube an das prognostische Können der Klimawissenschaftler zwar verstärken, aber die Massnahmen, die ergriffen worden sind, um das Klimageschehen zu beeinflussen, hätten sich auch erübrigt.
    Wenn sie in #24 sagen, dass ‚untauglich‘ ein besserer Begriff als ‚versagt‘ wäre, dann haben sie wohl Recht, aber für Leute, die irgendwie die Prognostik im Hinterkopf haben, wir bei ‚versagt‘ einfach deutlicher, dass da wohl etwas nicht ganz stimmig ist.
    M.F.G.
    G. v.d. Straten

  29. Lieber Herr Straten,

    ich denke, dass auch Peter Hellers Kommentar gezeigt hat, dass wir wohl alle Drei zu einer ähnlichen Einschätzung kommen. Ich wollte auch nicht Recht haben, sondern eher etwas differenzieren.

    Diese Klimamodelle müssen das bleiben was sie sind. Werkzeuge für Naturwissenschaftler und keine Werkzeuge für Politiker und Aktivisten.

    Selbstverständlich kann niemand die Politiker und die Aktivisten daran hindern ihre Politik damit zu begründen. Deshalb ist es gut, dass die Natur jetzt jeden Bürger deutlich gemacht hat, dass wir die Klimaentwicklung noch lange nicht verstanden und erklärt haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

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