Dürre und Hitze: Göring-Eckardt fordert Aktionsplan vom Bund

3. August 2018 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

KGEFrau Kartrin Göring-Eckardt hat Dank der Hitze ein neuen Aktionsplan. Dort fordert sie mehr Humus für die Ackerböden, eine ökologische Landwirtschaft und mehr „natürliche“ Mischlaubwälder. Allen Ernstes behauptet sie, die Landwirtschaft wäre für den jetzigen Hitzesommer mit verantwortlich. Dabei trägt diese in der BRD nur zu 7% an den Treibhausgasemissionen bei.Treibhausgas-Emissionen-pro-Jahr-in-Deutschland-Quelle-©-UBA

Nochmals zur Erinnerung:

Landwirtschaftsministerin Renate Künast setzte 2004 angesichts steigender Ölpreise auf den Ausbau von Bioenergie. Durch den Anbau von Raps könnten Bauern die “Ölscheichs von morgen” werden.

“Der Acker wird zum Bohrloch des 21. Jahrhunderts, der Landwirt wird zum Energiewirt”, verkündete Trittin im November 2005 auf dem Internationalen Fachkongress für Biokraftstoffe, unter dem Beifall der anwesenden Lobbyvertreter und sonstigen Nutznießer.

Heute wird auf 20% der Ackerfläche Energiemais und Energieraps angebaut. Vor den Grünen waren es nur einige wenige Prozent. Dazu werden Stickstoffdünger eingesetzt, die das Grundwasser mit Nitrat und Nitrit vergiften, zudem werden dabei Stickoxide und das klimaschädliche Lachgas freisetzt. Um mehr Land für den Anbau nutzen zu können werden die Knicks angeholzt. Zudem wird als Pflanzenschutzmittel Glyphosat eingesetzt. Mit den bekannten Auswirkungen auf die Artenvielfalt und Natur. Im Winter liegen die Flächen brach und sind der Erosion ausgesetzt. Die Grünen haben die intensive Landwirtschaft durch die Förderung des Anbaus von Energiepflanzen über das EEG also maßgeblich mit befördert.

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In Mitteleuropa und Deutschland sind seit dem Subatlantikum, also seit ca. 4.500 Jahren Buchenwälder die dominierende, natürliche Waldform und nicht Mischlaubwälder. Im kälteren Schweden, in dem jetzt die Wälder brennen, sind Tannenwälder die dominierende, natürliche Waldform. Frau Göring-Eckardt müsste Schweden also zum unnatürlichen Mischlaubwald machen.

BuchenwälderDas Umweltverständnis der Grünen erhält daher die Note Mangelhaft.

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10 Kommentare
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  1. BvS hat übrigens in diesen Sommer mit der Sonne gar nicht so Unrecht. Die Sonnenstunden liegen weit über Durchschnitt. Dank der Hochdrucklage.

  2. Und natürlich kommt Wetter zufällig und wird nicht von Menschen gesteuert. Schon gar nicht ein Hitzesommer seit 2003, der vor allem auf Nord- und Ostdeutschland beschränkt ist.

  3. Ach ist das nur im Nordosten? Wusste ich gar nicht. 2003 hatten wir nicht soviel davon, da war hier ein eher normaler Sommer.

  4. Als Amateurhistoriker habe ich folgenden Beitrag vom Rekordjahr 1540 gefunden:

    http://klimaarchiv.info/1540-die-jahrtausendduerre.html
    Das Jahr 1540 war in jederlei Hinsicht ein Jahrtausendjahr. Mitten in der kleinen Eiszeit erfasste den gesamten europäischen Kontinent eine gigantische Dürre, wie sie weder zuvor, noch jemals danach erfasst bzw. gemessen worden ist! Eine 30köpfige Forschergruppe veröffentlichte im Jahre 2014 das Untersuchungsergebnis, nachdem mehr als 300 Quellen gesichtet und ausgewertet worden sind! Das Unheil nahm im Februar 1540 seinen Lauf und fand sein Ende im Dezember 1540.
    Ein kleiner Überblick über das legendäre Katastrophenjahr!
    Erstaunlicherweise können die leistungsstarken Rechner der Wetterdienste diese Katastrophe nicht nachvollziehen und scheitern beim Versuch einer Rekonstruktion!
    Die Auswertungen über das Katastrophen-Jahr lassen schlimmes befürchten. Man geht davon aus, dass die rekonstruierten Temperaturen des Jahres 1540 u.a. auch den Rekord-Sommer 2003 ziemlich blass aussehen lassen. Alle Indikatoren deuten darauf hin, dass Temperaturen, Hitze, Dürre einmalig sind!
    Ein sich selbstverstärkender (Albedo-) Effekt sorgte dafür, dass sich die Temperaturen immer weiter erhöhten und die 40 Grad-Marke wohl bei weitem übertrafen!
    Es gab dreimal soviele Hitzetage als zu Beginn des 21. Jahrhunderts!
    Erster nennenswerter Niederschlag fiel erst wieder im Dezember! In Brandenburg beispielsweise gab es 26 Wochen keinen Niederschlag! Selbst im Dezember konnte man in den noch warmen Flüssen wie am Rhein baden!
    Alle Chroniken berichteten für dieses Jahr den Eintritt einer Sonnenfinsternis sowie eines Kometen!
    Südeuropäische Chroniken berichten über Bittprozessionen in den letzten Monaten des Jahres 1539 und beklagten die extreme Dürre & Hitze!
    Im gesamten Jahr fiel nur knapp 1/3 der normalen Niederschlagsmenge!
    Aufgrund des Hitzestresses kam es in der Phänologie zu dramatischen Ereignissen: Mitten im Sommer warfen Bäume ihre kompletten verdorrten Blätter ab, das Getreide gedieh mit wenigen Ausnahmen nicht!
    Kirschbäume blühten im Herbst ein zweites Mal!
    Weintrauben verkamen zu Rosinen und gingen mit dem Tau wieder auf; das Gras hatte die Farbe braun …!
    In fast allen Teilen Europas herrschte deshalb eine extreme Dürre!
    Zahlreiche Waldbrände verwüsteten Teile Europas!
    Brunnen versiegten!
    Flüsse wie der Rhein, Main verkamen zu einem Rinnsal. Die Stadt Lindau am Bodensee konnte zu Fuß durchgegangen werden!
    Die Böden sowie die Bäume verdorrten komplett! Die Preise für Getreide explodierten während dessen die Preise für den Wein im Keller waren! Die Mühlen konnten wegen des Wassermangels nicht mehr betrieben werden!
    In Mitleidenschaft gezogen wurden sowohl die Tiere als auch die Landwirtschaft. Nutztiere verdursteten und das Getreide verdorrte auf den Feldern!
    Menschen starben an der Hitze bzw. erlitteten Krankheiten oder starben daran, verunreinigtes Wasser zu trinken!
    Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurden auch die Rebstöcke, so dass die Trauben bereits zu Rosinen verkamen. Der Tau sorgte dafür, dass ein Jahrtausend-Wein mit extrem hohen Zucker- sowie Alkoholgehalt heranwuchs! Der Wein geht auch als „Mordbrenner“ in die Geschichte ein!
    Noch einige Jahrhunderte später soll der Wein noch genießbar gewesen sein!
    Während des 30jährigen Krieges nahmen schwedische Soldaten 1631 Würzburg ein und fahndeten nach dem Wein. Jedoch wurde dieser vorsorglich eingemauert!
    Die letzte Flasche dieses Jahrtausendweins lagert hinter Panzerglas im Bürgerspital Würzburg!

    Na,ja weningstens einen guten Wein gab es damals…

  5. Der Klimawandel existiert und das Wetter per Zufall auch. Leider gibt es ZeitGenossen, die daraus menschliche Schuld und Ablasshandlungen, also politische Macht ableiten wollen. Der „Staatsrundfunk“ SWR meldete zu den hohen Temperaturen am Oberrhein gleich die Forderung nach Abschaltung von Kernkraftwerken, klar was sonst, leider am Neckar liegend. Also Physik 6 und Geographie/Heimatkunde auch.Es ist so durchsichtig wie dicke Klosbrühe, für jeden der denken kann und mehr als den Mainstream liest, Pech haben die, die schon erfolgreich durch die Gehirwäsche .gelaufen sind. Die haben aber genauso eine Stimme bei der Wahl. Machen die Medien den deutschen Bundestag? Einige Genossen würden sich freuen.

  6. @sibbe.fi: guter Hinweis -- und Hexenwahn 1540.
    2018 haben CO2-Wahn, Unkenrufer und Scharlatane wieder Hochkonjunktur

  7. Fast alles richtig Herr Krüger,aber in Schweden gibts keine Tannenwälder!Die dominierene Baumart ist die Fichte.Weißtannen,die meinen Sie ja sicherlich,hätten in diesen geografischen Lagen keine Chance!Denn Temperaturen unter minus 30C°sind für Weißtannen tödlich!Im Erzgebirge sind im Winter 1929 deshalb viele erfroren.
    mit frdl.Grüßen aus dem Erzgebirge

  8. @Grimm

    Ob Tanne, oder Fichte/ Rottanne, alles Kieferngewächse, oder Nadelhölzer. ☺

  9. Eure Weisheit, ist da nicht die Birke abhanden gekommen?

  10. @Schwalbe

    Birkenrinde ist ein super Anzünder. Lieber nicht. ☺

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