Earth Overshoot Day/ Erdüberlastungstag

12. August 2017 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen

Banner-Deutscher-Erdueberlastungstag-2016-Motiv-3Die Ökologisten haben eine neue Entdeckung gemacht. Earth Overshoot Day/ Erdüberlastungstag nennt sich diese Entdeckung.

Der Earth Overshoot Day, auch Ecological Debt Day („Welterschöpfungstag“, „Weltüberlastungstag“, „Ökoschuldentag“ oder „Erdüberlastungstag“) genannt, ist in einer jährlichen Kampagne der Organisation Global Footprint Network ein bestimmter Tag des Jahres, an dem die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen in diesem Jahr übersteigt. Der Earth Overshoot Day ist eine vage Annahme unter Berücksichtigung zeitlicher und ressourcenabhängiger Trends. Das jeweilige Datum des Jahres wird berechnet, indem man den globalen ökologischen Fußabdruck (die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) zur gesamten globalen Biokapazität (die Anzahl global generierter natürlichen Ressourcen innerhalb dieses Jahres) in ein rechnerisches Verhältnis setzt. Das Ziel der entsprechenden Kampagne ist es, die Grenzen der natürlichen Ressourcen ins Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Aus einer ökonomischen Perspektive betrachtet befindet sich die Menschheit ab dem Earth Overshoot Day in einem Defizit, weil sie ihr ganzes Vermögen bereits aufgebraucht hat und sich deshalb Geld von der Bank – das heißt der Erde – leihen muss. Dieser Zustand wird mit overshoot bezeichnet.

Im Jahr 2013 lag der Tag am 20. August. Der Trend der letzten 25 Jahre zeigt eine deutliche Vorverlegung zu einem früheren Datum.

Jahr Overshoot Day
1987 19. Dezember
1990 7. Dezember
1995 21. November
2000 1. November
2005 20. Oktober
2007 26. Oktober
2008 23. September
2009 25. September
2010 21. August
2011 27. September
2012 22. August
2013 20. August
2014 19. August
2015 13. August
2016 3. August
2017 2. August

Quelle

P.S.: Und da die Deutschen besonders Klimafeindlich leben, ist der deutsche Erdüberlastungstag schon Ende April!

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51 Kommentare
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  1. Die Deutschen Ökologisten sind eben besonders stramme links grüne Marschierer in der Einheitsfront. Selbständig über Möglichkeiten und Alternativen nachdenken, ist bei von Politik und Medien eingepeitschtem Mainstream nicht mehr möglich.
    Es gab einmal eine deutsche Gehirnwäsche über 12 Jahre.Wie lange geht diese Gehirnwäsche jetzt schon? Ja da müssen eben besonders stramme Marschierer entstehen, die das ideologische Ziel schon im April erreichen, der schlappe Rest der Welt braucht Monate länger. Wir retten die Welt, ohne Mathematik, ohne Physik und ohne Volkswirtschaft. Deshalb werden wir auch als erste den Zusammenbruch erleben. Der Rest der Welt erlebt ihn eventuell gar nicht.

  2. PS

    Wir leben den Ökologisten nach schon 30 Jahre auf Pump. Da wundere ich mich, dass wir noch leben.

  3. Als reiner EE Befürworter muss man nicht Links sein, sonder ein eingefleischter Kapitalist und Lobbyist.
    Das kann man an den zutiefst asozialen Äußerungen manch eines EE Verfechters hier sehr gut fest machen, der hier beinahe stündlich seinen Müllkübel leert.

  4. Dieser komische Tag basiert auf dem selben Schwachsinn, den der Club of Rome seinerzeit publiziert hat.

  5. Und am 1. Januar sind wieder alle Ressourcen zu 100% vorhanden bis zum Tag x. Woher kommen die so schnell wieder? Um welche Ressourcen handelt es sich denn? Lebensmittel, Wasser, Luft?

  6. Auch wenn es mancher einfach ausblendet, die Menschheit lebt schon lange über ihre Verhältnisse. Ob man das wie der „Club of Rome“ -- Grenzen des Wachstums nennt oder mit dem „Earth Overshoot Day “ ausdrückt, ist am Ende egal. Beide bringen zum Ausdruck , dass unsere Ressourcen endlich sind. Was soll daran Schwachsinn sein? Ob wir wollen oder nicht diesem Problem müssen wir Menschen uns stellen. Vor 200 Jahren lebten 2 Milliarden Menschen auf der Erde, inzwischen sind es 7 Milliarden und in wenigen Jahren werden es mit großer Sicherheit 10 Milliarden sein. Wenn wir, die Menschheit, das Problem der Bevölkerungsexplosion nicht lösen können, werden wir uns gegenseitig auffressen oder in einem großen Krieg selbst auslöschen. Keine rosigen Aussichten für uns aber die traurige Wahrheit. Alles andere sind wohlfeile Illusionen. Wir Menschen sind am Ende eine Fehlkonstruktion der Natur, die diese Entwicklung nicht auf natürlichem Weg begrenzt.

  7. @6 Brückner. Als Kapitän würde ich Ihnen weitgehend zustimmen, wenn es sich um ein Schiff mit so und soviel Wasser, soviel Rationen Essen und soviel Treibstoff im Ozean handeln würde. Die Erde ist aber kein vergleichbares „Raumschiff“ und genau da beginnt der „Schwachsinn“. Auf einem Schiff gibt es keine Industrie, keine neu hinzukommende Technologie, keine politische Entwicklung usw. Dort ist es ein begrenzter Rahmen, der durch die Konstruktion, Beladung und Bemannung beim Auslaufen endlich begrennzt festgelegt ist. Beim „Raumschiff“ Erde sieht das völlig anders aus. Nehmen wir einmal Energie.
    Durch Nutzung der Kernenergie könnten wir durch Aufarbeitung in schnellen Reaktoren aus „Atommüll -- Castoren“ ca. 600 Jahre Energie machen. In 600 Jahren kann aber politisch vieles passieren. Wenn wir den grünen Weg weiter gehen, wird es aber den Weg des Heuschreckenschwarms gehen. Zusammenbruch der Population durch Absterben. Alles rein Bio, aber nicht sehr human.

  8. Ein Schwachsinn, der von den klimatreuen journalisten erfunden wurde. Man muss den Mitbürgern seine Schuld bewusst machen…

  9. #7

    Die Erde ist aber kein vergleichbares „Raumschiff…

    schöner Vgl. mit dem Castor und den möglichen auf nuklearia.org beschriebenen „Restmüll-Verwertungen“.
    Allerdings ist so ein anderer Gedenktag in D immer weiter nach hinten gerückt :-

  10. Der Tag macht eigentlich keinen Sinn. Er wäre nur relevant, wenn die Ressourcen gleicht verteilt wären. Ist in der Realität aber nicht so. Also führt Ressourcenknappheit nur dazu, dass die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander geht.

  11. @KB #6

    die Menschheit lebt schon lange über ihre Verhältnisse.

    Wer legt denn fest, was „die Verhältnisse“ sind, und was darüber oder darunter wäre?

    Ob man das wie der „Club of Rome“ — Grenzen des Wachstums nennt

    Grober Fehler. Der Club of Rome hat dummerweise sehr genaue Vorhersagen über das Versiegen einzelner Rohstoffe mit Angabe konkreter Jahreszahlen gemacht, von denen einige bereits ereignislos verstrichen sind. Es ist schlicht widerlegt. Heutige Ökos sind nicht mehr so blöd, ihre Schreckensszenarien derart präzise auszumalen. Sie machen lieber vage Wischiwaschi-Aussagen, die nicht mehr überprüfbar sind. Manche sind allerdings so blöd, die Widerlegung früherer Schreckensszenarien nicht mitbekommen zu haben.

    dass unsere Ressourcen endlich sind.

    Das bestreitet niemand. Es ist nur eine bedeutungslose Binsenweisheit, aus der nichts Besonderes folgt.

    Was soll daran Schwachsinn sein?

    Schwachsinn ist das falsche Wort. Es ist keine überprüfbare Aussage. „Earth Overshoot“ und der „ökologische Fußabdruck“, aus dem das abgeleitet wird, sind ja keine Faktenaussagen, die wahr oder falsch sein könnten. Es sind ideologische Konstrukte basierend auf einer Ideologie. Da setzt sich jemand hin und überlegt ausgehend von einer ganz bestimmten Weltanschauung, wieviel Konsum jedem Erdenbürger „zustehe“, und macht dann Radau wenn er feststellt dass sich die Erdenbürger nicht an seine Vorschriften halten. Die Weltanschauung aus der das kommt nennt sich Malthusianismus, und die muss man leider reaktionär, menschenfeindlich und teilweise auch faschistoid nennen.

    Vor 200 Jahren lebten 2 Milliarden Menschen auf der Erde, inzwischen sind es 7 Milliarden und in wenigen Jahren werden es mit großer Sicherheit 10 Milliarden sein.

    Und den 7 Milliarden heute geht es im Mittel besser als den 2 Milliarden vor 200 Jahren, und weitere Besserung ist zu erwarten.

    Wenn wir, die Menschheit, das Problem der Bevölkerungsexplosion nicht lösen können, werden wir uns gegenseitig auffressen oder in einem großen Krieg selbst auslöschen. Keine rosigen Aussichten für uns aber die traurige Wahrheit.

    Nichts davon, sondern ideologischer Quatsch

  12. @ Moderator:

    Haben wir eigentlich noch die Konvention, mit Klarnamen zu posten? Falls die nicht mehr besteht, erwarte ich jetzt den ersten Kommentator, der sich mit „Ökodepp“ outet.

    Zurück zum Ernst: Klarname gehört in meinen Augen zum guten Stil.

  13. @oxybenzol, #10:

    Also führt Ressourcenknappheit nur dazu, dass die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander geht.

    Diese Aussage ist nachweislich genauso falsch wie bspw. die Aussagen des Club of Rome, die zum Teil ja in die selbe Richtung zielten.

    Zum einen deshalb, weil arme Länder mit einem bestimmten Ressourceneinsatz aufgrund der schlechteren Ausgangssituation ein wesentlich höheres Wachstum generieren können, zum anderen weil Rohlstoffe ja nicht verschenkt oder gestohlen, sondern gehandelt werden. Das gesamte Prinzip des Freihandels basiert auf der Tatsache, das beide Länder durch den Handel einen Vorteil haben. Ansonsten käme er nicht zustande.

    Die Daten der letzten Jahrzehnte deuten genau darauf hin, dass das auch funktioniert. Es leben wesentlich mehr Menschen auf dem Planeten, die im Schnitt einen wesentlich höheren Wohlstand haben, wobei ärmere Länder ein größeres Wachstum aufweisen, was die vielzitierte Schere eher zusammenführt. Sowas wäre nicht möglich wenn es sich um ein Nullsummenspiel handeln würde.

    Problematisch ist letztendlich nur die Politik in den jeweiligen Ländern. Wer einen großen Teil seinens BIP für Waffen zum Zwecke der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung und kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Ländern einsetzt, wird natürlich auch keinen Wohlstand generieren. Das hat allerdings nichts mit der globalen Ressourcenallokation zu tun.

  14. Eis sollte doch klar sein, der sog. Erdüberlastungstag wird in den nächsten Jahrzehnten Geschichte sein, da mit den Wohlstand in den Entwicklungsländern die Geburtenrate rapide sinken wird. Dann werden Kinder zur Mangelware. Gleichzeitig ermöglicht die fortschreitende Technologie und Automatisierung und Agarkultur mehr Menschen Wohlstand. Und Rohstoffe gibt es auch noch auf dem Mond, Mars und im Asteroidengürtel. Und in unseren Müllbergen, z.B. Hamburg und Bremen lagern auch noch etliche Rohstoffe.

    Die Energieversorgung und Wasser- und Luftversorgung funktioniert auch schon auf Atom-U-Booten seit Jahrzehnten über Monate hinweg autark. Mir EE geht das nicht.

  15. PS

    Der Erdüberlastungtag ist übrigens in der schlechten Energiedichte und Leistungsdichte und den hohen Flächenverbrauch und den ressourcenintensiven EE mit begründet. Es bedarf leistungsintensiver Energien mit hoher Energiedichte und geringen Flächenverbrauch. An Kernkraft und Kernfusion führt deshalb kein Weg vorbei.

    Mit der Technologie von vor 100 Jahren wäre der Erdüberlastungstag vermutlich schon im Januar erreicht.

    EE sind also der falsche Weg.

  16. Ist doch eine Super-Sache. So wird „Bewusstsein“ geweckt und schließlich herrscht Meinungsfreiheit.

    Seit geraumer Zeit -- nachdem ich allmählich einen Hauch von Wissen erlangte -- habe ich persönlich den „Ihr Pseudo-Naturfreunde -- ab heute leckt mich mal kräftig am Arsch -- Tag“ eingeführt. Der vulgäre Titel wurde aus gleichen Motiven gewählt: öffentlichkeitswirksam Bewusstsein schaffen!

    Von 2016 auf 2017 hat sich der unsägliche Blödsinn gesteigert, dass der Tag vom 3. Jänner auf den 1. Jänner vorverlegt werden MUSSTE ( Nach einer Studie sind sich 97,9% führender Wissenschaftler darin einig!!)

    😀

  17. Es ist eine denkbar schlechte Idee, mehr Bäume zu fällen, als neue zu pflanzen.
    Daher ist es sehr wichtig, dass nicht mehr Ressourcen verbraucht werden als neue entstehen/nachwachsen.

    @7 Karl Reichart: und was machen Sie dann nach 600 Jahren? Doch EE ausbauen?! Wenn natürlich spaltbares Material nachwächst sieht es anders aus….

    Wenn wir mehr Kernkraft wollen, dann sollten schnellstmöglich ein paar Hundert Baustellen begonnen werden, andernfalls kommt die Energie in Zukunft von Wind & Sonne.

  18. Weil uns in 600 Jahren möglicherweise (bei Ignorieren jeglichen technischen Fortschritts) eine Energiequelle ausgeht, sollen wir heute schon auf sie verzichten? Immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit diese unlogische Argumentation vorgetragen wird.

    Was ist denn mit den Rohstoffen, die in WKAs verbaut werden? Sind die weniger „schutzbedürftig“ als abgebrannte Brennstäbe? Vor allem wenn man bedenkt, dass sie für eine Technologie verbraucht werden, die keinerlei Nutzen bringt, weil man mit WKAs kein Stromnetz betreiben kann.

    Das Argument mit der Ressourcenverschwendung zielt hier eindeutig in die falsche Richtung.

  19. #Markus
    Wenn ich von Öko’s lese oder höre, fällt mir als erstes „Peak Brain“ ein. Eure Zukunftsvisionen landen immer wieder bei den Drehbüchern der „Mad Max“-Reihe.
    Da bleib ich lieber bei Gene Roddenberry’s Star Trek: Basis für eine solche (nicht unmögliche) Entwicklung ist nun mal die nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit von Energie. Und dies unabhängig von der Natur.
    Cineasten-Modus: Aus

  20. Übrigens alles schon mal da gewesen. Schon in den 70ern. Dort konnten die Menschen im Film auch ohne Bäume überleben, Dank Fortschritt, nur der kleine Freeman wollte die letzten Bäume retten. Bis hin zur Selbstzerstörung.

    Die modernen Ökos zerstören lieber die Natur mit EE, Windparks, Maiswüsten, etc., als auf Fortschritt zu setzen.

  21. PS

    In den 70ern gab es eine reihe von Weltuntergangsfilmen, alle nicht eingetreten. Haben die Ökologisten von heute daraus etwas gelernt? Nein.

    Silent Running
    Soylent Green
    The Omega Man
    Planet of the Apes
    Dark Star

  22. Logans Run

    nicht vergessen.

  23. Und Mad Max.

  24. Und was hat sich seit diesen Filmen in Deutschland getan?

    Luft und Regen sind wieder sauber. Kaum noch Schwefel und Ruß.
    Die Flüsse haben nahezu alle Badewasserqualität.
    Weißstorche, Kormorane, Seeadler, etc. sind wieder da.

    Und die Ökos wollen das durch Windparks im Wattenmeer und Maiswüsten, etc. unbedingt wieder alles zerstören, da sie die Angst vor der Erdüberlastung plagt.

  25. @24 …Maiswüsten, etc.

    Sie wissen aber schon Herr Krüger, dass nur 38% der Maisanbaufläche für Biogasanlagen sind. Der Rest dient der Futtermittelproduktion. Von daher wäre es wahrscheinlich effektiver auf die Futtermittelproduktion, und damit den Fleischkonsum zu reduzieren, zu verzichten.

  26. @JDU #25
    Sie wissen aber auch, dass die Zunahme der Maisanbauflächen auf die Zunahme der Biogasanlagen zurück zu führen ist ?
    EEG stellt Kulturlandschaft auf den Kopf

    In Niedersachsen hat sich der Maisanbau durch den Zubau von Biogasanlagen seit der EEG Novelle 2004 fast verdoppelt. Er ist um 300.000 auf 630.000 ha im Jahr 2012 gestiegen und nimmt das Ackerland inzwischen zu 1/3 in Beschlag. Diese Entwicklung, die zudem von dem Wegfall der allgemeinen Stilllegungsverpflichtung begleitet war, hat sich unübersehbar auf die Fruchtfolge ausgewirkt. Verstärkt wurde die Auswirkung durch Umwandlung von Grünland in Ackerland und nicht zuletzt durch den fortschreitenden Flächenverbrauch für die zunehmende Besiedlung einschließlich Ausgleichsmaßnahmen. So wurde die Kulturlandschaft in weniger als 10 Jahren auf den Kopf gestellt

  27. PS

    Bayern ist mit einem Anteil von etwa einem Drittel aller landwirtschaftlichen Biogasanlagen Spitzenreiter in Deutschland. Bei Umweltschützern stoßen die Planung und der Betrieb neuer Biogasanlagen jedoch auf immer weniger Gegenliebe. Denn die Biogaserzeugung erfolgt zu mehr als 60 Prozent auf der Basis von Mais. In der Umgebung der Anlagen können es bis zu 100 Prozent werden. Das Landschaftsbild wird monoton, die Biodiversität geht zurück und es drohen Folgeschäden für Gewässer, Trinkwasser und Böden.

    Keine weitere „Vermaisung“ der Landschaft für Biogasanlagen im internationalen Jahr der biologischen Vielfalt

    „Ja, wir hatten eine Entwicklung, die wirklich rasant war. Seit ein paar Jahren mit dem Biogasboom, so möchte ich es mal bezeichnen, da haben wir immer mehr neue Sorten bekommen, die speziell auf diese Richtung darauf ausgerichtet waren. Die Anbaufläche, möchte ich behaupten ist nah zu ein Drittel bis die Hälfte mehr geworden zudem, was da vor 18 Jahren war.“

    Ackermacht Mais -- Wie eine Pflanze die Welt verändert

  28. @Krishna Gans

    Stimmt. Habe ich auch nicht bestritten.

  29. Oder in anderen, vielleicht treffenderen Zahlen:
    Die Maisanbaufläche, wurde wegen der Biogasproduktion, um 62,5% erweitert.

  30. @ Jan Dirk Ullrich, #25:

    Wer kein Fleisch isst, muss etwas anderes essen. Das machen m.W. sogar jene Ökos, die die Anzahl der Menschen reduzieren wollen, anstatt mit gutem Beispiel voranzugehen und vorzeitig abzuleben. Und fleischlose Nahrung wächst auch nicht auf Bäumen. Naja, zumindest nicht alles.

    Die Einsparung an Anbauflächen bei fleischloser Ernährung mit gleichen Energiegehalt dürfte dann wohl nur noch einen Bruchteil der Faulgasproduktion ausmachen. Für die es nebenbei bemerkt -- im Gegensatz zur Lebensmittelproduktion -- auch Alternativen zur Landwirtschaft gibt.

  31. @Krishna #27

    es drohen Folgeschäden für Gewässer, Trinkwasser und Böden.

    Vielleicht kannst du dich noch erinnern: Ich hatte vor etlichen Jahren bei Oekologismus.de (damals noch Wasser-Ossi) einen Aufsatz über das Thema Nitrat im Grundwasser/Oberflächengewässer geschrieben.
    Von 1990 bis 2010 hat es einen stetigen Rückgang an Einträgen von Stickstoffverbindungen gegeben. Trotz konventioneller Landwirtschaft.
    Seit in Deutschland die Energie gewendet wird steigen die Nitratgehalte wieder. Und dies merkwürdigerweise in den Gebieten mit überdurchschnittlich viel „Energiepflanzen“-Anbau und Biogasanlagen. Die Gärrückstände dieser wollen ja auch entsorgt werden.
    Die üblichen Verdächtigen prügeln gerade wieder mit Vorliebe auf die Landwirtschaft im Allgemeinen und die Massentierhaltung im Besonderen ein. Der Rest wird nicht mal erwähnt.
    Was ist eigentlich schlimmer: Eine Lüge oder nur die halbe Wahrheit?

  32. @arorak2 #11

    Grober Fehler. Der Club of Rome hat dummerweise sehr genaue Vorhersagen über das Versiegen einzelner Rohstoffe mit Angabe konkreter Jahreszahlen gemacht, von denen einige bereits ereignislos verstrichen sind. Es ist schlicht widerlegt.

    Waren diese Vorhersagen nicht Aussagen aus einem Szenario mit damaligem Wirtschaftswachstum. Ich kann mich noch an das Buch erinnern. Oder waren das konkrete Vorhersagen, wie es sein wird?

  33. @Anhalter #31
    Ja, an den „Wasser-Ossi“ kann ich mich gut erinnern, an den Artikel speziell jetzt nicht -- aber tendenziell ist das aber genau so wie Du schreibst oder auch geschrieben hast.
    Ökologismus.de war ’ne coole Zeit 🙂

  34. @Rudi Knoth, #32:

    Es waren schon sehr konkrete Aussagen. Suchen Sie mal nach dem „Limits to Growth“ Positionspapier von 1972 und dessen Prognosen. Da wurde zum Teil das exakte Gegenteil dessen prognostiziert, was dann wiklich eingetreten ist. Ich meine mich an die Prognose erinnern zu können, dass in Indien um die Jahrtausendwende die größte Hungesnot aller Zet ausbricht (ohne Gewähr, müsste selbst noch mal nachlesen).

    Was allerdings nicht dazu geführt hat dass man die Methodik überdacht hat, sondern man ignoriert einfach alle Fehlprognosen und behauptet trotzdem recht zu haben.

    Die Weltuntergangspropheten haben in den letzten Jahrzehnten definitiv dazugelernt. Heute stützt man seine Prognosen auf Simulationen einer Zukunft die kein Mensch mehr erleben wird und Parameter wie die „relative Armutsgefährdung“, die definitionsgemäß verlässlich bis in alle Ewigkeit Probleme vorgaukeln, unabhängig davon ob tatsächlich ein Problem existiert oder nicht.

  35. Wer’s Deutsch lesen will:
    „Grenzen des Wachstums“

  36. LTG „Voraussagen“ erste Ausgabe:
    Goldvorräte 1981 erschöpft
    Quecksilber 1983 erschöpft
    Silber seit 1986 erschöpft
    Zinn seit 1987 erschöpft
    Zink 1993 erschöpft
    Blei seit 1996 erschöpft
    Erdöl 2001 erschöpft
    Kupfers 2006 erschöpft
    Erdgas 2008 erschöpft
    Wolfram 2010 erschöpft

    usw. usf.

  37. @Rudi Knoth #32

    Waren diese Vorhersagen nicht Aussagen aus einem Szenario mit damaligem Wirtschaftswachstum. Ich kann mich noch an das Buch erinnern. Oder waren das konkrete Vorhersagen, wie es sein wird?

    Das ist eine interessante Frage und so ähnlich wie bei den Klimamodellen und den IPCC Szenarien.

    Denn wenn es eine Vorhersage war, dann wäre es eine Hypothese die man falsifizieren kann und damit eine wissenschaftliche Aussage. In diesem Fall ist die Hypothese widerlegt wie Herr Baumann beschreibt und die Vorhersagenden LTG haben sich nicht bestätigt..

    Sind es aber nur Szenarien die man nicht falsifizieren kann, dann sind das keine wissenschaftlichen Aussagen und eine Trivialität die politisch ausgeschlachtet wurde und wird.

    Dennis Meadows:

    Nein, es gab seither viele interessante Ideen, aber der Kern unseres Buchs wurde davon nicht berührt. Es war ja gar nicht das Ergebnis unserer Studie, dass es Grenzen des Wachstums gibt. Insofern ist der Titel eigentlich falsch. Es war unsere Voraussetzung, dass es auf einem endlichen Planeten Grenzen des physischen Wachstums geben wird. Für uns war spannend: Wann und wie werden diese Grenzen erreicht? Unser Ergebnis war, dass die Rohstoffreserven bereits vor dem Jahr 2100 erschöpft sein werden. Und dass man schon vorher, ab 2010 oder 2020, krisenhafte Veränderungen sehen wird. ….Nein. Vieles ging sogar schneller, als wir dachten. Krisenhafte Veränderungen beobachten Sie doch heute schon überall auf der Welt, nehmen Sie nur die Explosion der Rohstoffpreise und die Wirtschaftskrisen. Bei dem 30-Jahre-Update kamen wir zu dem Schluss, dass es schon 2030 zum Kollaps kommt, wenn die Menschen einfach weitermachen wie bisher.

    Diese Aussagen sind eben keine Wissenschaft, sondern einfach nur Blabla. Krisenhafte Veränderungen und Explosion von Preisen gab es immer in der Menschheitsgeschichte.

    Fakt ist. Es leben mehr Menschen als früher. Die Menschen sind gesünder als früher, die Lebenserwartung steigt und es gibt anteilsmäßig immer weniger Arme auf der Welt. Gottseidank lassen sich diejenigen die hart daran Arbeiten, dass Innovationen und Technologien entwickelt werden nicht von solche Untergangspropheten abhalten.

  38. @RK #32

    Der Club of Rome hat dummerweise sehr genaue Vorhersagen über das Versiegen einzelner Rohstoffe mit Angabe konkreter Jahreszahlen gemacht, von denen einige bereits ereignislos verstrichen sind. Es ist schlicht widerlegt.

    Waren diese Vorhersagen nicht Aussagen aus einem Szenario mit damaligem Wirtschaftswachstum.

    Die zugrundeliegenden Annahmen waren Zunahme des Verbrauchs und der bekannten Ressourcen für verschiedene Rohstoffe. Die Wachstumsannahmen dann jeweils in drei „Szenarien“, so dass also pro Stoff drei verschiedene Jahreszahlen herauskamen. Für Gold und Erdöl sind alle drei ereignislos verstrichen (genauer gesagt, bei Erdöl steht die optimistischste für 2022 bevor, aber wir können wohl sicher sein dass sie auch ereignislos verstreichen wird).

    https://en.wikipedia.org/wiki/The_Limits_to_Growth#Exponential_reserve_index

    Ich kann mich noch an das Buch erinnern. Oder waren das konkrete Vorhersagen, wie es sein wird?

    Manche Anhänger reden sich heute damit heraus, dass es ja nicht als Vorhersage gemeint war, sondern nur als „Gedankenspiel“ ohne Anspruch auf Richtigkeit. Ja schön, bloß dann war das ganze mediale Tamtam damit unbegründet es ist unfundiert wenn damit Politik gemacht wird, und die merkwürdig genaue Angabe von Jahreszahlen ist sinnlos. Entweder ich weiß was, dann kann ich genaue Angaben machen, oder ich spinne nur so vor mich hin, dann ist jede Vorspiegelung falscher Genauigkeit eine arglistige Täuschung.

  39. Meadows redet sich ja auch raus, dass der Titel eigentlich falsch wäre.
    Ahso der Titel ist also falsch, aber wieso wählt man ihn dann? Gehört doch mit zum wichtigsten überhaupt?

  40. Danke für die Antworten. Also meine Erinnerung ist in dem Punkt Szenarien doch nicht ganz falsch gewesen. Dieses Buch passte auch zu dem damaligen Zeitgeist, der sich dann einige Jahre später in der Partei „Die Grünen“ manifestierte. Pech für die „Prognosen“ war wohl die politische Ölkrise im folgenden Jahr. Möglicherweise waren die Modelle doch zu einfach.

  41. „Erdöl 2001 erschöpft“

    Wow, das war sogar noch konservativ. Ich hatte Mitte der 90er in der Schule ein Englisch-Lehrbuch aus den 70ern, da stand drin dass das Erdöl im Jahr 1991 ausgegangen ist. Hatte den Lehrer damals trotzdem nicht davon abgehalten, weiter seinen Peak Oil Quatsch zu verzapfen. Man verschiebt das Ende der Welt einfach alle 20 Jahre für 20 Jahre nach hinten, die Argumentation bleibt die selbe.

  42. Peak-Oil und Peak-Gas versuchen die Ökologisten vor zu verlegen, mit Frackingverbot.

    Und Goldrausch in Alaska dürfte es in DMAX gar nicht geben.

  43. Eine andere Frage. Mal angenommen, es wäre möglich durch Meerwasserentsalzung z.B. mit Solarenergie grössere Mengen Trinkwasser zu gewinnen und für Bewässerung und Trinkwasserversorgung in Wüstengebieten zu gewinnen. Ist dieses Wasser dann welches, was man von der „natürlichen“ Reproduktion abgezweigt hat also zusätzlicher Verbrauch oder zusätzliche Produktion von Trinkwasser? Sicher gibt es wohl eine physikalische Grenze gegeben durch die Sonneneinstrahlung für Nahrung und Wasser. Aber wie hoch diese Grenze ist, kann ich jetzt nicht sagen.

  44. Mal angenommen, es wäre möglich durch Meerwasserentsalzung z.B. mit Solarenergie grössere Mengen Trinkwasser zu gewinnen und für Bewässerung und Trinkwasserversorgung in Wüstengebieten zu gewinnen.

    Das macht man ja, z.B. in Dubai.

    Ist dieses Wasser dann welches, was man von der „natürlichen“ Reproduktion abgezweigt hat also zusätzlicher Verbrauch oder zusätzliche Produktion von Trinkwasser?

    Es gibt einen natürlichen Wasserkreislauf. Auch das vom Menschen daraus „abgezweigte“ Trinkwasser bleibt zu jeder Sekunde Teil dieses Kreislaufs. Entweder es wird als Abwasser in ein Gewässer eingeleitet und landet dann irgendwann im Meer, oder es verdunstet und regnet dann irgendwo anders wieder ab -- entweder gleich ins Meer, oder auf dem Land wo es über Bäche und Flüsse auch im Meer enden wird. Es ist deshalb per se unsinnig sich über Endlichkeit von Wasser Gedanken zu machen, denn Wasser geht nie verloren. Engpässe bestehen nur örtlich begrenzt durch trockenes Klima oder Verschmutzung, diese können durch Herantransport bzw. ordentliche Abwasseraufbereitung beseitigt werden.

  45. . Es ist deshalb per se unsinnig sich über Endlichkeit von Wasser Gedanken zu machen, denn Wasser geht nie verloren.

    Das hatte ich mitte der 70iger noch im Kindergarten oder in der Vorschule gelernt.
    https://static.betzold.de/images/prod/86279/Set-Der-Wasserkreislauf-86279_bdeos-XL.jpg

  46. Was im Sinne des „Limit to Growth“ knapp ist, ist rechtsdrehendes Wassers. Beides ist in etwa Scharlatanerie.

  47. Ich denke, dass die Idee de „Earth Overshoot Day“ wohl immer von dem jetzigen Stand der Versorgung mit Nahrung und Wasser ausgeht. Falls das nicht stimmt, dann bitte um Aufklärung. Für Nahrung und Wasser ist aber auf absehbare Zeit die Sonnenenergie ausschlaggebend. Denn für beides ist Energie notwendig. Allerdings ist es für einen gepflegten Alarmismus gut Szenarien zu haben, in denen Probleme schon jetzt oder in den nächsten 20 Jahren auftreten.

  48. @30

    Die Einsparung an Anbauflächen bei fleischloser Ernährung mit gleichen Energiegehalt dürfte dann wohl nur noch einen Bruchteil der Faulgasproduktion ausmachen. Für die es nebenbei bemerkt — im Gegensatz zur Lebensmittelproduktion — auch Alternativen zur Landwirtschaft gibt.

    Der Mensch ist wie alle Säugetiere ein gleichwarmes Lebewesen. Der Köprer versucht ständig, die Temperatur auf 37°C zu halten und das verbraucht Energie. Im Ruhezustand macht das etwa 60% des Gesamtenergiebedarfs aus.

  49. @47
    Nahrung und Wasser sind nicht das Problem, denn dem Menschen reicht es nicht nur einfach zu überleben.

  50. @RK #47

    Ich denke, dass die Idee de „Earth Overshoot Day“ wohl immer von dem jetzigen Stand der Versorgung mit Nahrung und Wasser ausgeht. Falls das nicht stimmt, dann bitte um Aufklärung.

    Es geht vom Begriff des „ökologischen Fußabdrucks“ aus

    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologischer_Fu%C3%9Fabdruck

    Also nicht von Fakten, sondern von einer weltanschaulich bestimmten „Zuteilungs“-Denke. Angenommener Nahrungsbedarf ist ein Teil davon, aber nicht der einzige.

    Allerdings ist es für einen gepflegten Alarmismus gut Szenarien zu haben, in denen Probleme schon jetzt oder in den nächsten 20 Jahren auftreten.

    Damit die Zeitgenossen noch die Widerlegung miterleben können? Nee das machen die nicht mehr.

  51. Spätestens in wenigen Milliarden Jahren wird die Sonne sich zum roten Riesen aufblähen und das Leben auf der Erde vernichten. Unser persönliches Weltende ist meist in Tagen bis in wenigen Jahrzehnten. Wenn wir sauertöpfisch auf deie Geschenke der Natur -- oder Gottes -- verzichten, um sie dann im bestmöglichen Zustand der Vernichtung preis zu geben. Haben wir wohl einem falschen Gott gedient.

    Ressourcenschonung ist auch mir in Fleisch und Blut übergegangen -- ich hasse Verschwendung. Aber ich sehe die Möglichkeiten, die der technische Fortschritt in der Vergangenheit gebracht hat und vermutlich auch weiterhin bringen wird. Sich dieser Technik entgegen zu stellen und ideologisierte Energiepolitik zu betreiben, ist vor allem eine Verschwendung jener guten Ideen.

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