Edenhofer und die Demokratie

20. November 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kohle, Politik

Auf die Frage, was denn seine Definition von Demokratie wäre, hat Oskar Lafontaine vor Jahren in einer Fernsehdebatte mit Friedrich Merz einmal gesagt: „Demokratie ist, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt.“

Ich habe mir diesen Satz gemerkt, denn er wurde weder durch die Moderatorin (Maybrit Illner  – wer sonst?), noch durch Friedrich Merz kommentiert, diskutiert oder gar korrigiert. Ich habe mir diesen Satz sehr gut gemerkt, denn das ist genau das, was Demokratie nicht ist.

Ein Staatswesen, in dem die Mehrheit ihre Interessen einfach so durchsetzen kann, ist eine Diktatur.

Demokratie ist vielmehr, wenn die Mehrheit ihre Interessen durchsetzt und gleichzeitig die Interessen der Minderheit geschützt werden. Oder, etwas genauer gesagt: Grundlegend für eine Demokratie ist der Kompromiß zwischen konkurrierenden Ansprüchen, der durch einen Interessensausgleich zwischen Mehrheiten und Minderheiten gefunden wird.

Auf allen Ebenen unseres Gemeinwesens haben wir die Instrumente etabliert, um diesen Ausgleich der Interessen zu finden und zu ermöglichen. Und sie werden auch reichlich genutzt. Von den Verfahren der Planfeststellung bei Infrastrukturprojekten bis hin zum Vermittlungsausschuß zwischen Bundestag und Bundesrat ist die Suche nach dem Kompromiß das Wesen unserer Gesetzgebung. Es ist manchmal zäh und mühsam, keine Frage, es kostet Zeit und letztendlich auch Geld, und es sorgt dafür, daß man nicht immer das bekommt, was man möchte. Aber es sichert Freiräume und Freiheiten ab, auch und gerade dann, wenn man mal nicht die Mehrheit auf seiner Seite weiß. Würden dagegen immer nur Mehrheiten entscheiden, ohne die erzwungene Rücksicht auf Partikularinteressen, ich bin nicht sicher, ob dieses Land dann noch das Attribut „freiheitlich“ für sich in Anspruch nehmen könnte. Demokratie aber ist ohne Freiheit nicht denkbar.

Das 11.000 zu 400 Dilemma

In seinem aktuellen Interview in der NZZ gibt Ottmar Edenhofer, seines Zeichens Chefökonom des „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung PIK“ und Vizevorsitzender der IPCC Arbeitsgruppe 3, die sich mit der Vermeidung eines potentiell menschgemachten Klimawandels befaßt, ein paar vielsagende Hinweise. Aussagen, die er gleichlautend auch auf der Veranstaltung „Our Common Future“ vor kurzem tätigte. Um ein globales Kohlenstoffbudget geht es da, um maximal 400 Gigatonnen Kohlenstoff, die wir noch emittieren dürften, wollen wir denn projizierte (d.h. auf geschickte Weise erratene) Risiken vermeiden. Und um den Kontrapunkt dazu, die mindestens 11.000 Gigatonnen allein an Kohlenstoff aus der Kohle, die noch in der Erde liegen und auf ihre Förderung und Verbrennung warten.

Edenhofer führt aus, wie eng die Nutzung konventioneller Ressourcen mit Wachstum und Wohlstand verknüpft sind. Mehr Kohle zur Energiegewinnung zu verfeuern, mehr Erdöl und Erdgas, bedeutet eben mehr Chancen und eine bessere Ausgangsposition zu haben. Der Zugang zu und die Nutzung von diesen Energieträgern bedeuten Entwicklung und Fortschritt, auch und gerade für die Entwicklungsländer. Dem kann man nur zustimmen.

Ottmar Edenhofer bei seinem Vortrag in Hannover

Also ist aus Edenhofers Sicht klar:  Man habe den Entwicklungsländern durch entsprechenden Technologie-, Wissens- und Geldtransfer die Möglichkeit zu eröffnen, sich auch ohne Kohlenstoffverbrennung zu entwickeln. Und es sind die, die diese Rohstoffe besitzen, fördern und verkaufen, daran zu hindern, dies weiterhin zu tun.

Das von Hans Werner Sinn so schön formulierte „Grüne Paradoxon“ schlägt hier mit Macht zu. So lange es Erdöl, Erdgas und Kohle gibt, werden diese Rohstoffe auch gefördert und verkauft. Irgendwo auf der Welt findet sich immer irgendein Abnehmer und es wird sich auch immer ein Preis herausbilden, bei dem Kunde und Verkäufer eine Einigung erzielen. So funktioniert der Markt, und das ist dem Ökonomen Edenhofer durchaus geläufig. Und wenn Regulierungen in Aussicht gestellt werden, die diesen Prozeß erschweren sollen (Steuerbelastungen oder ein Emissionshandel), dann kann das erst recht dazu führen, daß die Öl-, Kohle- und Gasproduzenten ihre Anstrengungen vervielfachen, um satte Gewinne einzufahren, solange es noch geht. Es könnte mehr Kohlendioxid in kürzerer Zeit in die Atmosphäre gelangen, als ohne Regulierung.

So steht Edenhofer vor einem Dilemma. Konventionelle Energieträger sind in jedem ökonomischen Szenario attraktiv, nach seiner Auffassung aber führt ihre weitere Nutzung zwangsläufig in eine Klimakatastrophe. Und er hat, getreu dem mehr als 20 Jahre alten alarmistischen Credo keine andere Idee als

11.000 zu 400 – da führt kein Weg daran vorbei, dass ein Grossteil der fossilen Reserven im Boden bleiben muss.

Gegenüber der NZZ bleibt dieser Satz im Raum stehen. In Hannover, am 4.11.2010, geht er allerdings deutlich weiter.

Ist Klimaschutz mit Demokratie vereinbar?

Letztendlich kann  jeder Kompromiß zur Lösung dieses Dilemmas, der wie oben geschildert in einem Prozeß des demokratischen Interessensausgleiches gefunden wird, nur zu mehr Emissionen führen, als nach Edenhofers Ansicht tolerabel sind.

Hans Joachim Schellnhuber, Chef des PIK, hat das schon seit einiger Zeit erkannt. Und wenn denn also demokratische Prozesse nicht zu einer Lösung in diesem Sinne führen können, so ist es die Demokratie, die falsch konstruiert ist. Er spricht daher nicht nur von dem Erfordernis einer „großen Transformation“, die gegen jeden Widerstand durchgesetzt werden müsse, sondern vom faktischen Ende unserer parlamentarischen Demokratie. Denn eine erkleckliche Anzahl an Abgeordneten dürfe nicht mehr in freier, gleicher und geheimer Wahl bestimmt werden, sondern bekäme ihre Mandate zur Wahrung der Interessen zukünftiger Generationen (die entlang der alarmistischen Klimaschutz-Agenda zu definieren wären) zugeteilt (Schellnhuber und die Demokratie).

Edenhofer schlägt in Hannover einen vergleichbaren Weg ein.

Wörtlich:

„Current democracies are not really able to take into account future risks.“

Und weiter:

„Therefore we have to create global institutions with members formally delegated by parliaments, but not controlled by democratic processes.“

In meiner Übersetzung (die Veranstaltung fand in englischer Sprache statt):

„Die gegenwärtigen Demokratien sind nicht wirklich dazu in der Lage, zukünftige Risiken zu berücksichtigen. Daher müssen wir globale Institutionen schaffen, deren Mitglieder zwar formal von Parlamenten entsandt, aber keiner demokratischen Kontrolle mehr unterworfen sind.“

Diese Institutionen sollten mit den entsprechenden Befugnissen ausgestattet werden, langfristige, nicht änderbare Regeln für den Umgang mit Klimarisiken zu etablieren, so führt er sinngemäß weiter aus. Regeln, die nach seiner Meinung eher Zwangsmaßnahmen sind, um die weitere Nutzung konventioneller Kohlenwasserstoffe zu unterbinden.

Edenhofer macht deutlich, was er für erforderlich hält, um seine Idee des Klimaschutzes Wirklichkeit werden zu lassen: Die zwangsweise Enteignung von Kohle-, Öl-, und Gasproduzenten sowie ein Verbot der Nutzung dieser Rohstoffe unter der Ägide einer diktatorisch agierenden globalen Behörde außerhalb der Kontrolle des Wählers.

Der alarmistische Ansatz geht von einem Restbudget an Kohlendioxid aus, das die Welt emittieren darf. Einem sehr, sehr kleinen Budget im Vergleich zur Menge der verfügbaren Ressourcen. In einer Demokratie, die auf Freiheit und Gleichheit basiert, in der alle, auch die Produzenten und Nutzer konventioneller Kohlenwasserstoffe, ihre Interessen vertreten und die entsprechenden Instrumente zur Kompromißfindung nutzen dürfen, kann dieser Ansatz nicht umgesetzt werden. Das ist Edenhofers Botschaft. Und sie ist im Rahmen seines Konzeptes von Klimapolitik durchaus folgerichtig.

Was ist also die größere Gefahr? Ein mutmaßlich menschgemachter Klimawandel? Oder die, die an ihn glauben und ihn stoppen wollen?

Tja liebe Grüne, auch hier liegt der alte Mann noch immer richtig: Politiker, die den Klimawandel aufhalten wollen, sind gefährlicher, als der Klimawandel selbst.

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15 Kommentare
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  1. Allmählich nehmen die Grünen Khmer ihre Maske ab. Es geht ihnen in Wahrheit um die Errichtung einer globalen Ökodiktatur. Auf diese Weise verraten sie, dass sie in Wirklichkeit viel eher rot als grün sind, viel eher der totalitären, auf den angeblichen Erkenntnissen des „wissenschaftlichen“ Sozialismus basierenden, kommunistischen Utopie als der offenen Gesellschaft der Demokratie verpflichtet sind. Hat nicht auch unsere verehrte Bundeskanzlerin und gelernte FDJ-Agitatorin gesagt, dass es keinen Rechtsanspruch auf Demokratie gebe?

    Wir können alle nur hoffen, dass nach dem absehbaren glücklichen „Scheitern“ der Konferenz in Cancún Anfang Dezember die Klimalüge zusammenbricht, die Menschen aufwachen und beginnen, sich gegen die beginnende Dikatur zu wehren.

  2. Der von Herrn Edenhofer im FAZ Interview geschilderte Ansatz ist aus meiner Sicht von vornherein zum Scheitern verurteilt (und das ist auch gut so :-)).

    Wenn man wenig entwickelten Ländern Anreize geben will, auf die Nutzung von fossilen Brennstoffen zu verzichten, dann müssen diese Anreize die Folgen dieses Verzichts übertreffen. Diese Strategie mag bei Ländern in Afrika aufgehen. Die Menschen in diesen Ländern sind sowohl mittel-, wie auch machtlos. Die in den ärmsten Ländern regierende Kaste von diktatorischen Führern und korrupten Staatsbeamten würde sicher mit Freude dem Vorschlag Edenhofers zustimmen, gegen Zahlung relativ geringer Beträge ihre Bevölkerung weiterhin in Armut zu halten (was automatisch deren „CO2-Fußabdruck“ klein halten würde und weitere „Ausgleichszahlungen“ der Industrienationen zur Folge hätte).

    Die aufstrebenden Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien kann man jedoch mit solchen Mitteln nicht mehr davon abbringen, ihrem eingeschlagenen Weg des ökonomischen Wachstums auch weiterhin zu folgen. Diese Länder werden in den nächsten Jahren aufgrund wachsender Ökonomien viel mehr Mehrwert erwirtschaften, als die westliche Welt auch nur annähernd in der Lage wäre, an Ausgleichszahlungen zur Kompensation zu leisten.

    Für den von diesen Ländern angestrebten Sprung nach vorn ist eine Erhöhung der Kapazitäten zur Stromerzeugung eine essentielle Voraussetzung. Der benötigte Zuwachs kann unmöglich in irgend einer Weise auch nur im Ansatz durch die neuen ineffizienten Energien (NIE) erreicht werden. Vielmehr ist ein so schnell wachsender Bedarf wie etwa in China oder Indien nur dadurch halbwegs zu befriedigen indem sämtliche verfügbaren Methoden zur Stromerzeugung genutzt werden. Und dazu gehören auch und vor allem die Nutzung fossiler Brennstoffe.

    Dass diese Länder sich keinen restriktiven Forderungen zur Emissionsbegrenzung beugen werden, haben sie bereits in Kopenhagen eindrucksvoll demonstriert. Und das werden sie auch in diesem Jahr in Cancun wieder tun.

  3. Man darf auch daß nicht aus den Augen verlieren:

    Der IPCC kommt nicht zur Ruhe. Die Kritiker haben ein neues Kapitel in ihrer Fehlersuche aufgeschlagen. Es betrifft den dritten Teil des im Februar 2007 veröffentlichten Reports, der sich mit den Maßnahmen gegen den Klimawandel auseinandersetzt. Und damit bekommt das Problem auch eine deutsche Dimension.
    Denn einer der federführenden Autoren dieses Kompendiums war Ottmar Edenhofer, Umweltökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und ranghöchster deutscher IPCC-Funktionär. Sein Kollege, der renommierte niederländische Wirtschaftsforscher Richard Tol, greift ihn frontal an. Im dritten Teil des Berichts, sagt Tol, steckten Fehler -- und die hätten eine eindeutige Tendenz: „Sie alle bewerten viel zu optimistisch, wie teuer die Klimapolitik in der Zukunft sein wird“, sagt der Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Amsterdam zu SPIEGEL ONLINE. Während Edenhofer die Arbeit seiner Kollegen, etwa jene zu den Himalaja-Gletschern, als schlampig bezeichnet, müsse er sich genau diesen Vorwurf selber gefallen lassen, so Tol.

    Experte wirft Uno-Klimarat Schönrechnerei vor
    Man muß sich nur fragen, ob der Herr sich irrt, oder ob da tendenziöse Absicht dahinter steckt.

  4. @Reiner Vogels
    So sieht das James Delingpole und schreibt dazu in einem Artikel folgendes

    Watermelons: green on the outside, red on the inside. This is the theme of my forthcoming book on the controlling, poisonously misanthropic and aggressively socialistic instincts of the modern environmental movement. So how very generous that two of that movement’s leading lights should have chosen the anniversary of Climategate to prove my point entirely.

  5. @ Krishna Gans

    Völlig richtig. Wir haben das Thema seinerzeit ja auch ausgiebig behandelt:

    Unstimmigkeiten auch im Bericht der IPCC Arbeitsgruppe III – Top-Ökonom kritisiert Weltklimarat

  6. Ein weiteres interessantes Interview von Lord Stern:
    http://www.theaustralian.com.au/national-affairs/climate/climate-change-action-countries-will-ban-dirty-us-exports-lord-stern-warns/story-e6frg6xf-1225956283593

    Lord Stern, the world’s leading climate change economist, said nations that were taking strong action on emissions could start imposing restrictions on „dirty“ US exports by 2020.

    Es ist auch interessant wie positiv eine Diktatur wie China gesehen wird, die die Menschenrechte und die Demokratie mit Füßen tritt, nur weil sie ein paar alte Fabriken schließen:

    Lord Stern said that China was taking far greater action on climate change than the US and was winning the race to develop clean technology to sell to the rest of the world. „The Chinese have declared very strongly for change. They are already talking about a tax on coal and natural resources. They have been quite drastic in closing a number of the dirtier factories.“

    http://www.nytimes.com/2006/06/11/business/worldbusiness/11chinacoal.html

    Meiner Meinung nach sehen wir in der Tat die gefährliche Entwicklung, dass Demokratie in der globalen Welt nichts mehr zählt. Demokratie ist eben für viele vermeintliche Eliten unbequem.
    Jeder Staatsbürger muss in der Demokratie akzeptieren, dass sich seine Meinung nicht durchsetzt und er nicht jede Meinung durchsetzen kann. Eliten widersprechen dem Geist unserer Demokratie. Handlungen und Maßnahmen müssen in unserer Demokratie vom Grundgesetz und vom Parlament legitimiert sein und können eben nicht auf einem Klimagipfel beschlossen werden ohne Mandat und Zustimmung des Parlamentes.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  7. Kurz und knapp -- Die alten und neuen, selbsternannten Eliten wollen ihre Pfründe nachhaltig sichern.

    Es ist eher die Angst vor den Schwellenländern, als die Angst vor dem Klima. Der Klimahype beinhaltete doch schon immer den Tausch von Technologien gegen Rohstoffe. Genauso sieht eben Deutschland seine Zukunft eben nicht mehr in der Produktion von Gütern, sondern in deren Steuerung und dem Verkauf des Know Hows dazu.

    Aber ich stimme mit Rudolf überein, daß das Realisieren solcher Traumvorstellungen, getreu den Ideen des Club of Rome oder eines Herbert Gruhl, nicht so ohne weiteres in die Praxis überführt werden kann. Es lohnt sich dagegen anzukämpfen und den Bürgern die eigentlichen Ziele aufzuzeigen.

    Beste Grüße B.

  8. Könnt ihr euch erinnern, dass wir schon seit Jahren, ob bei Oekologismus.de (R.I.P.) oder auch bei R-E, immer und immer wieder auf die Gefahren einer solchen Entwicklung hingewiesen haben und Parallelen zu allseits bekannten Diktaturen in DE aufzeigten?

    Jedes mal gab es einen Aufschrei der Empörung von bekannter Seite und den erbärmlichen Versuch, uns in die rechte Ecke zu stellen.

    Wie ich dieses verlogene Pack hasse. Ja, dafür schäme ich mich, weil grundsätzlich widerspricht Hass meinem Bild vom „humanen“ Menschen. Aber mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, wo dies meine Gefühlslage am treffendsten beschreibt.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass all diejenigen, die offen oder versteckt die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Frage stellen, vom Verfassungsschutz zumindest beobachtet werden müssen.

    Es grüßt

    Anhalter

  9. Ach ja, die Chinesen

    Die IPPC-Schätzung von einem globalen Temperaturanstieg um 2,5 Grad Celsius aufgrund von CO2-Emissionen beruht auf den Ansichten einer Reihe von Meteorologen und Klimaforschern und den Voraussagen verschiedener Klimamodellierungen. Dings Papier weist nach, dass es keine solide wissenschaftliche Basis für eine strickte Korrelation zwischen Temperaturanstieg und CO2-Konzentrationen gibt. Einige Geologen glauben, dass die Globaltemperatur von der Aktivität der Sonne und Glazialen Ereignissen bestimmt wird. Zumindest ist die menschliche Aktivität nicht der einzige Faktor für den Temperaturanstieg der letzten 100 Jahre. Bis zur Stunde hat es noch kein Wissenschaftler vermocht, das Verhältnis der verschiedenen Faktoren für den Temperaturanstieg zu wichten.

    Tja, da ist er hin, der Konsens.

    Trotzdem, die massive Propaganda über die menschlichen Aktivitäten, die den Temperaturanstieg zu verantworten hätten, wurde von der Majorität der Gesellschaften einiger Industriestaaten geglaubt. Das Thema wurde damit zu einer Sache der Politik und der Diplomatie. Warum überhaupt legen die Industriestaaten ein fragwüdiges wissenschaftliches Konstrukt auf den Tisch internationaler Verhandlungen? Sie tun es, weil die wahre Absicht der Industriestaaten nicht die Eindämmung des globalen Temperaturanstiegs ist, sondern die Beschränkung der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellen- und Entwicklungsländer und die Erhaltung der eigenen Wettbewerbvorteile.

    Hab ich mal direkt beim Klimablog geklaut, Danke Huenten

    Joo, zur „Entwicklungshilfe für Afrika“ kommt dann noch der AGW und schon kann man den Rest der Welt unter der Fuchtel halten……..nur blöd das Asien und Südamerika davon die Nase voll hat und ihr eigenes Ding machen.

    Nun aber fällt uns das Klimageschrei langsam selber auf die Füsse, unsere Wirtschaft geht den Bach runter, unsichere und überteuerte Stromversorgung mit NIE sorgt für die Auswanderung der Schwerindustrie und irgendwann wird auch der letzte „Grünspecht“ merken, das er keine Zeit mehr hat ,Propaganda im Internet zu fahren, weil dann seine komplette Zeit für die Herstellung und Erwerb der grundlegensten Alltagsgüter drauf gehen wird.

    Nur da wird es zu spät sein nochmal umzusteuern, da liegt dann das Kind bereits im Brunnen.

    PS. Spätestens dann können wir uns aber auch nicht mehr die Horde der „Klimaforscher“ leisten……ob die das schon mal bedacht haben?

    Heinz Eng

  10. Fundstück von achgut.com:

    Die „grüne“ Deutsche Bank und das Geschäft mit dem Rückschritt

    Von Andrea Andromidas

    „…..Was ist denn volkswirtschaftlich die Folge der enormen Verteuerung von Energie? Für die Privathaushalte ist es erst ärgerlich und dann immer unerträglicher, aber für die energieintensive Industrie wie z.B. die Chemieindustrie bedeutet es, daß sie aus Deutschland verschwinden wird. Auch die Stahlindustrie und erst recht die Aluminiumindustrie. Und was bedeutet das für die Entwicklungsländer, die nicht einmal über ein Stromnetz verfügen? Es bedeutet ganz einfach, daß sie nie eine Industrie haben werden und auch keine modernen Städte oder moderne Infrastruktur. Es bedeutet, daß höchstens zwei Milliarden Menschen überleben können. Und die Bankiers, die solche Programme entwerfen, kennen die Konsequenzen oder müßten sie kennen.

    Wie sagte Maurice Strong? Wir müssen die Industriegesellschaft zu Fall bringen, wenn wir die Welt retten wollen. Selbiger Strong wird übrigens als Berater bei Frau Dr. von Bieberstein-Koch-Wesers Firma Earth3000 angegeben……”

  11. Hallo Herr Hardenberg,

    es mag ja sein, daß einige hochrangige Banker (wie viele andere Leute) tatsächlich davon überzeugt sind, daß „Greentech“ (was auch immer man darunter versteht) so etwas ist wie eine neue industrielle Revolution mit entsprechenden Wachstumschancen. Das ist sicher ein Irrtum. Aber noch lange kein Verbrechen wider die Menschheit oder gar Hinweis auf eine globale Verschwörung irgendwelcher Eliten (deren Einflußgrenzen sich ja nun in Kopenhagen und Cancun mehr als deutlich gezeigt haben). Ich denke nicht, daß die Deutsche Bank mit ihren Investment-Ideen nun gleich einen Rückfall ins Mittelalter und den Tod des überwiegenden Teils der Menschheit verbindet. Man muß schon darauf achten, aus welcher Ecke solche Argumentationsketten kommen. Frau Andromidas ist Aktivistin der BüSo, einer Splitterpartei, die selbst eine eher undefinierte Beziehung zu Werten wie „Freiheit“ oder „Gerechtigkeit“ hat.

    Ich bin daher viel eher erstaunt, daß man ihr auf „achgut“ eine Plattform einräumt. Ob das im Sinne der Macher Broder, Maxeiner und Miersch ist?

  12. @Heller

    Ihr Versuch jede Art von „Weltverschwörung“ als Unfug zu kennzeichnen in allen Ehren…………….aber langsam glaube ich global nicht mehr an Zufälle.

    Angefangen von der höchst präzise geplant und durchgeführten Terroraktion 9/11 über die Aufnahme einiger (komischen) Staaten in die EU, den extremen Versuch der Weltbevölkerung eine sonstwie gelagerte globale Erwärmung unterzujubeln bis hin zu den Wikileaks-„Enthüllungen“ die gerade ganz Nordafrika zum brodeln bringt……….ich werde das Gefühl nicht los, das man Mittels globalen Volkaufständen einen weltweiten Krieg provoziert.

    Warum sonst ist die „Überbevölkerung“ in aller Munde?
    Warum labert man von der Nahrungsmittelknappheit wenn man im gleichen Zuge Biosprit (E10) in DE einführt?
    Warum werden jetzt plötzlich in Thailand gewisse Nahrungsmittel (Fette, Öle) stark rationiert?

    Man muss BüSo nicht mögen aber als Quelle sollte sie genauso in Betracht gezogen werden wie die extreme Linke……..denn irgendwo dazwischen steckt das Körnchen Wahrheit das man entweder nicht wahrhaben will oder erfolgreich verdrängt.

    Wo der Bundesbürger für das Jahr 2010 zirka 10-15% mehr Heizenergie verbraucht hat, versucht man uns gleichzeitig dieses Jahr als das wärmste aller Zeiten unterzujubeln (ach ich vergass, is ja nur Regional)………….ähnlich dümmlich wie die Inflationsrate (wo im Warenkorb ja auch Fernseher und Autos stecken), die uns suggerieren will wie gut es uns doch geht.

    Eins jedenfalls ist Sicher, wir werden betrogen nach Strich und Faden, von der Regierung bis hin zu den Medien (die gerne mal Meldungen verschweigen)……bis hin zu den UN-Menschenrechtsrat, wo Vertreter der schlimmsten Dikaturen ihren Sitz haben.

    Auf die eine oder andere Art wird der „Club of Rome“ schon zu seiner „Reduzierung“ der Weltbevölkerung kommen, hoffentlich dauert das noch so lange bis ich auf natürlicher Art und Weise ins Gras gebissen hab.

    Naja, wenigstens DESERTEC dürfte sich für absehbarer Zeit erledigt haben und Holland hat der Windkraft auch schon den Förder-Geldhahn zugedreht……….es gibt doch noch Licht am Ende des Tunnels……….oder bin ich selbst da zu blauäugig?

    H.E.

  13. Lieber Herr Heller,

    der Hinweis auf den achgut-Beitrag erfolgte meinerseits ohne Wertung. Ich unterstelle mal, dass Maxeiner, Miersch und Broder schon genau prüfen, was sie auf der „Achse” veröffentlichen. Und für diskussionswürdig halte ich den Beitrag schon.

    @Onkel Heinz

    ……….es gibt doch noch Licht am Ende des Tunnels……

    wenn das mal nicht der entgegenkommende Zug ist…!

  14. @Tim

    wenn das mal nicht der entgegenkommende Zug ist…!

    Dumm ist nur, das man den Radfahrer überzeugend vermittelt hat, das wäre ein Fussgängertunnel…………

    Man möge sich einen einzigen Tag deutsches Fernsehen antun……..bei der Tagesschau muss man nur die Augen schließen und hört die „Aktuelle Kamera“……oder bei den Privaten….“ich bin Dschungel, schmeist endlich die C-Promis raus“…….oder solche bildungstechnisch wertvollen Sendungen wie ….“Ich bin Asozial, macht ne Doku von mir“…….oder…..“Ich bin Fett/Faul/Dumm/Assi/ oder die Kombination aller Eigenschaften und hab absolut nix sinnvolles zu sagen, ladet mich in eine Talkshow ein“…………oder „Deutschland sucht den peinlichsten Superdödel, der sich garantiert zum Obst macht“……….dazwischen pseudowissenschaftliche Sendungen mit schmelzenden Eisbrocken, sauber garniert mit weinenden Eisbären………..unterbrochen von Werbung, wo man arme Bakterienstämme im Klo aufs brutalste mit der chemischen Keule massenvernichtet……wer sich das einen ganzen Tag lang antut………erkennt den Zug nicht einmal, wenn er als Fettfleck am Bug geendet hat.

    Das Scheppern zerfallender Nationen wird immer lauter und kommt immer näher…………..wohingegen des Deutschen dringenstes Problem ist………wie entsorge ich den Teebeutel Korrekt oder wie weit muss ich fahren, um meine kaputte Sparlampe fachgerecht entsorgen zu lassen.

    Fazit, das Licht am Ende des Tunnels ist garantiert ein Zug…………..ein ICC mit mindestens 350 Km/h.

    H.E.

  15. @Heinz

    Das Scheppern zerfallender Nationen wird immer lauter und kommt immer näher…………..wohingegen des Deutschen dringenstes Problem ist………wie entsorge ich den Teebeutel Korrekt oder wie weit muss ich fahren, um meine kaputte Sparlampe fachgerecht entsorgen zu lassen.

    ja klar! Hauptsache der plebs ist beschäftigt, dann kommt er nicht auf dumme Gedanken und stellt am Ende gar noch seine eigene Zwangsbeglückung in Frage. Und leider können (oder wollen) sich immer weniger noch an sowas wie „Aktuelle Kamera” und DDR 1.0 erinnern (….hä, war dat nich im Pleistozän?).

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