Ein weiterer Rückschlag für Peak-Oil – Schwarzes Gold vom Schwarzen Kontinent

22. April 2012 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Ökologistische Mythen

Die Frage, wann das auf der Erde verfügbare Öl zu Ende geht ist älter als die Geschichte der kommerziellen Ölförderung selbst. Noch  bevor im Jahr 1859 die erste Ölbohrung in Pennsylvania vorgenommen wurde, riet die Firma Kier’s Rock Oil, welche Öl förderte dass von alleine an die Erdoberfläche trat ihren Kunden, schnell zuzugreifen bevor dieses “wunderbare Produkt aus dem Laboratorium der Natur ausgebeutet” sei. Und im Jahr 1874 schätzte der staatliche Geologe von Pennsylvania, dass die US-Ölvorräte bereits in den nächsten vier Jahren zu Ende gehen würden (Quelle).

Das weltweit verfügbare Öl reicht immer länger

Im Jahr 1950 lag die Weltölproduktion bei 10 Millionen Barrel pro Tag. Die weltweiten gesicherten Reserven wurden damals mit 90 Milliarden Barrel angegeben. Das bedeutete eine prognostizierte Reichweite von 24 Jahren. Allerdings wurden in den nächsten 43 Jahren dann 650 Milliarden Barrel Öl produziert und die weltweite Produktion hatte sich versechsfacht. Im gleichen Zeitraum haben sich die Ölreserven auf über eine Billionen Barrel mehr als verzehnfacht und die Reichweite des Öls betrug 1993 schon 43 Jahre. Seitdem hat sich diese Entwicklung, obwohl der Ölverbrauch aufgrund einer rasanten Wirtschaftsentwicklung in Ländern wie Indien oder China weit stärker gestiegen ist als damals prognostiziert, weiter unbeirrt fortgesetzt, so dass die heute bekannten Ölreserven bei weiter steigendem Bedarf für die nächsten 50 Jahre als ausreichend angesehen werden. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.

Glaube an das nahende Ende ungebrochen

Diese Entwicklung hielt jedoch die Prediger eines nahen Untergans nie davon ab, weiter unbeirrt an einen unmittelbar bevorstehenden Kollaps unserer Energieversorgung zu glauben. Das Schlagwort der Bewegung lautet “Peak-Oil”. Damit ist der Zeitpunkt gemeint, an dem die weltweite Ölförderung ihr absolutes Maximum erreicht haben soll und vom dem an es dann nur noch bergab gehen kann. Allerdings musste der Zeitpunkt des Eintretens von den Befürwortern immer wieder weiter in die Zukunft verschoben werden. Das Ganze erinnert ein wenig an die Prophezeiungen von Untergangssekten wie der Zeugen Jehovas zum jüngsten Gericht, welches aufgrund eines wiederholten Nichteintretens ebenfalls immer wieder in die Zukunft verschoben werden musste.

Mythos Peak-Oil

Als Erfinder des eigentlichen Begriffes “Peak-Oil” gilt der amerikanische Geologe Marion King Hubbert. Dieser prognostizierte 1956, dass das Maximum der Ölproduktion in den USA zwischen 1965 und 1970 sein Maximum erreichen würde. Schien die Entwicklung der Ölproduktion in den frühen 70er Jahren Hubbert noch Recht zu geben, liegt die Ölproduktion der USA heute (2011) mit 5,6 Millionen Barrel pro Tag mehr als dreimal so hoch, wie es Hubbert 1971 mit 1,5 Millionen Barrel pro Tag vorhergesehen hatte. Für die Zukunft ist wegen der verstärkten Förderung von unkonventionellem Öl, dazu gehören Ölsande und Ölschiefer, mit einem weiteren Anstieg der Ölproduktion zu rechnen. Wir berichteten über diese Entwicklung in dem Artikel “Neue Energiestudie: ‘Der Tod der Peak-Oil Hypothese’“.

Auch die gerade in Deutschland aktuell oft vertretene Ansicht, die hohen Benzinpreise wären ein untrügliches Anzeichen, dass uns das Öl so langsam ausgeht, kann man zu Recht in das Reich der Mythen und Legenden verweisen, wie im Artikel “Öl und Benzin – der Faktencheck”  dargelegt wurde.

Ostafrika als neue Boomregion

Einen erneuten Rückschlag erhält die Mär vom nahen Ende des “Fossilen Zeitalters” jetzt aus einer Region der Welt, die bislang hauptsächlich aufgrund von Armut, Hunger und  Bürgerkriegen auf sich aufmerksam gemacht hat. In Ostafrika wurden in den letzten Jahren immer neue und immer größere Vorkommen an Öl und Gas ausgemacht. Jedes mal, wenn der britische Öl- und Gaskonzern BG Group heute eine Bohrung in Tansania vornimmt, werden dort neue Gasvorkommen entdeckt. Noch größere Reserven in dieser Region wurden vom Norwegischen Staatsunternehmen Statoil ausgemacht.

Das Gasfeld reicht bis ins benachbarte Mosambik, wo der italienische Konzern ENI und die amerikanische Anadarko mit der Förderung begonnen haben. Weitere Vorkommen an Öl und Gas werden auch in Äthiopien und Somalia angenommen, wo allerdings die politische Lage bislang das größte Risiko darstellt. Zusammen mit bereits erschlossenen und noch weiteren unerschlossenen Vorkommen in Uganda und im Sudan hat die gesamte Region damit sehr großes Potenzial, in naher Zukunft einen großen Beitrag zur weltweiten Öl- und Gasproduktion zu leisten.

Technische Entwicklungen werden unterschätzt

Trotz dieser Entwicklung, dass beinahe überall auf der Welt ständig neue Vorkommen an Öl und Gas gefunden und auch genutzt werden, gehen die Pessimisten unbeirrt weiter davon aus, dass das Ende der Fahnenstange diesmal endgültig in Sichtweite geraten wäre. Woran liegt es also, dass unsere Prognosen über die Verfügbarkeit von fossilen Ressourcen bislang immer zu niedrig angesetzt wurden und mit jeder Aktualisierung weiter nach oben korrigiert werden mussten? Abdallah Jum’ah, Geschäftsführer von Aramco, der größten Erdölfördergesellschaft der Welt, brachte es 2008 sehr treffend auf den Punkt:

„Wir haben die menschliche Fähigkeit, neue Erdölvorkommen aufzufinden, die Förderraten zu erhöhen und unzugängliche und unmöglich aufzuschließend erscheinende Felder anzuzapfen grob unterschätzt“

Hinzu kommt hierbei noch, dass steigende Rohölpreise, die mit einer gesteigerten weltweiten Nachfrage einhergehen, auch solche Quellen attraktiv machen, die bislang nicht wirtschaftlich genutzt werden konnten (wie etwa die Ölsandvorkommen in Kanada), und außerdem Investitionsanreize für die Entwicklung neuer Technologien zur Exploration bislang unzugänglicher Ölvorkommen liefern. Diese Entwicklung führte etwa zum Boom der Schiefergas und Schieferölgewinnung, welche derzeit die Energiemärkte der Welt revolutioniert.

Neue Rohstoffe verdrängen die Bisherigen

Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Bislang hat die Verknappung einer Ressource immer dazu geführt, dass Alternativen gefunden wurden, wodurch bislang als unverzichtbar angesehener Rohstoffe durch neue ersetzt wurde. Bis zum Beginn der industriellen Revolution etwa stellte Holz den wichtigsten Energieträger dar, was dazu führte dass große Teile Europas großflächig entwaldet wurden. Diese Entwicklung konnte durch die Entdeckung der Kohle als Energieträger gestoppt werden. Die Verfügbarkeit dieses Energieträgers war anfangs äußerst begrenzt, konnte aber durch die Erfindung der Dampfmaschine und immer neuer Fördertechniken dramatisch ausgeweitet werden.

Kein Ende in Sicht

Gleiches erleben wir heute bei der Öl- und Gasförderung. Diese Rohstoffe haben seit Beginn ihrer Nutzung die Kohle in vielen Bereichen als Energieträger verdrängt und neue Technologien erlauben es uns, Vorkommen wirtschaftlich zu nutzen, die bis dahin als nutzlos angesehen wurden. Für die Zukunft kann man erwarten, dass auch diese Energieträger durch Alternativen ersetzt werden. Aus heutiger Sicht aussichtsreiche Kandidaten sind etwa Gashydrate, die in riesigen Mengen auf dem Meeresboden lagern oder das überall auf der Welt reichlich verfügbare Thorium. Und auch die Kernfusion könnte in der Zukunft eine bedeutende Rolle einnehmen.

Es spricht vieles dafür, dass uns das Erdöl nicht ausgehen wird, sondern dass lange bevor das geschieht bessere Alternativen gefunden werden. Oder, wie es der frühere Saudische Ölminister Scheich Ahmed Saki Jamani einmal ausgedrückt hat:

„So wie die Steinzeit nicht aus einem Mangel an Steinen zu Ende ging, wird also auch das Ölzeitalter zwar dereinst ein Ende haben, aber nicht aus Ölmangel.“

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72 Kommentare
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  1. 1.) beschäftigt euch endlich mal mit EROEI
    2.) die meisten der (in wirklichkeit sehr kleinen und/oder schon seit langem bekannten) “neufunde” sind nur beruhigungspillen für öl-gläubige. (also zuerst mal ernsthafte recherche (auch historische) und erst dann artikel schreiben !)
    3.) auch wenn wirklich mal was neues gefunden wird -- bedeutet das noch lange nicht das die peak-oil theorie nicht stimmt -- sondern nur eine verzögerung.
    4.) hört damit auf eure persönlichen meinungen und hoffnungen den lesern als fakten zu verkaufen!!!
    5.) geht zu punkt 1 und beschäftigt euch mal mit dem erntefaktor -- dann hört euer gewäsch bezüglich peak oil von selbst auf…
    6.) nachforschen UND nachdenken -- und erst dann über mich herziehen…

  2. Danke Rudolf, dieser Artikel ist auch eine schöne Zusammenfassung von Themen die wir hier in letzter Zeit besprochen haben. doch nicht nur dass, der Fokus auf Afrikas Bodenschätze, ist ebenfalls sehr aufschlussreich, und lässt erahnen, dass es in andern Gebieten der Erde vergleichbare Ressourcen gibt.

    Dagmar Dehmer schreibt in einem Kommentar zu ihrem eigenen Artikel: Afrikanischer Champion bei erneuerbaren Energien will Ölförderland werden, dass auch in anderen Gebieten der Boom ausgebrochen ist:

    Afrika ist jedenfalls die neue “Frontier” im Ölgeschäft. Mauretanien hat offshore gerade mit der Förderung begonnen, vor Sierra Leone und Libera werden Vorkommen erschlossen, und Tansania und Mosambik werden ganz groß in die Gasförderung einsteigen.

    Ich finde, es lohnt auch ein Blick nach Asien, insbesondere ins Südchinesische Meer. Bekannt dort vor allem die Spratleys. In China geht man davon aus, dass dieses Gebiet “zu einem zweiten Persischen Golf werden” könnte, wie das Manager Magazin berichtet. Hauptproblem ist, wie so häufig, dass eine weitere Exploration durch ungeklärte Gebietsansprüche der Anrainerstaaten verhindert wird. Doch das wird nicht so bleiben, irgendwann wird man sich einigen, und dann geht es los.

  3. @ nurich:

    beschäftigt euch mal mit dem erntefaktor — dann hört euer gewäsch bezüglich peak oil von selbst auf…

    Offensichtlich haben Sie das ja bereits getan. Dann lassen Sie uns an Ihren Erkenntnissen doch einfach teilhaben. Berücksichtigen Sie denn auch die Effizienzsteigerungen bei Fördertechnologien?

  4. @ Quentin

    dieser Artikel ist auch eine schöne Zusammenfassung von Themen die wir hier in letzter Zeit besprochen haben

    Gut dass das so rüberkommt. Genauso war es auch gemeint. Dieser Artikel (und auch viele andere von mir) soll eigentlich in erster Linie einer Sammlung und Sortierung meiner Gedanken dienen. Und diese sind natürlich stark durch das beeinflusst, was ich hier in den Artikeln und Kommentaren und auch anderswo in letzter Zeit gelesen habe. Der Bericht über die neuen Förderungen in Afrika stellte dabei eigentlich nur so etwas wie die Initialzündung dar.

    Deine ergänzenden Artikel aus anderen Teilen Afrikas und der Welt zeigen das gleiche, was ich hier dargestellt habe und bestätigen den aufgezeigten Trend. Vielen Dank dafür.

  5. 4.) hört damit auf eure persönlichen meinungen und hoffnungen den lesern als fakten zu verkaufen!!!

    Da Sie keinerlei Fakten liefern, sondern nur ein vages Stichwort einwerfen, ohne Begründung und ohne einen Bezug herzustellen, gehe ich davon aus, dass Sie verlangen, dass man IHRE persönlichen Meinungen und Hoffnungen unhinterfragt übernehmen soll?

  6. @ nurich

    Sie sollten sich abgewöhnen anderen vorschreiben zu wollen, was sie zu schreiben haben und was nicht. Ansonsten möchte ich mich Peter anschließen und Sie bitten Ihre Ausführungen zum Erntefaktor doch einmal etwas mehr zu präzisieren.

    Bis zu welchem EROEI sollte es denn aus Ihrer Sicht angebracht sein, Rohstoffe zu fördern? Glauben Sie nicht, dass eine Förderung immer dann stattfindet, wenn es wirtschaftlich lohnend ist, also wenn die Eingesetzte Energie bei weitem kleiner ist, als die dabei gewonnene Energie? Oder schwebt Ihnen eher ein Modell vor, bei dem eine “höhere Instanz” vorgibt, welche Energieressource gefördert werden darf und welche nicht? Ich bin sehr gespannt.

  7. @Nurich

    1) in einem energiemarkt der nicht von steuern oder subventionen verzerrt wird, regeln die kosten dass die “energiegewinnungsmethode” mit dem besten EROEI sich durchsetzt. so konnte nur durch massive subventionen die photovoltaik mit ihrem miserablen EROEI in D eingeführt werden

    2) ?

    3) klar irgendwann gibts peak-oil. aber nicht weil das öl alle geht, sondern weil die nachfrage abnimmt

    4) bla bla

    5) bla bla

    6) bla bla

  8. @ Nurich
    Alleine die Tatsache dass man ihren wenig sachlichen Kommentar auf dieser Webseite lässt und nicht löscht zeigt dass der Verfasser dieses Beitrags für die Meinungsfreiheit ist, die Sie ihm jedoch selbst nicht zubilligen wollen, sonst würden sie nicht mehrfach schreiben “hört auf…….” Zudem haben sie wohl keinen der Foristen um Erlaubnis gebeten geduzt zu werden. Der englische Schriftsteller George Orwell sagte einmal: “Freiheit ist wenn man das sagen kann was andere nicht hören wollen”.

  9. OT

    Deutsche Energiewende fordert mehr Tote als Fukushima
    Bei der Errichtung eines Windparks vor der ostfriesischen Küste sind unlängst ein schwedischer Taucher und ein polnischer Arbeiter ertrunken. Wie die Todesopfer im japanischen Atomkraftwerk Fukushima, die v o r der Havarie durch den Tsunami getötet wurden. Würde man mit der gleichen Rigorosität handeln wie letztes Jahr, müsste der Ausstieg aus der Windkraft sofort begonnen werden…

  10. @NurDu

    Naaa, willst Du wirklich, das wir Deine Hausaufgaben machen?
    Dein Erntefaktor betrifft ja vor allem dat Schieferöl……..wohingehend der obige Autor auf neue Erdöllagerstätten hinweist, die man ja bekanntermassen anbohrt.

    Sei mal ehrlich, da hat Dir Dein Lehrer ein Stichwort ins Hirn verpflanzt und nun willst Du damit jeden nerven, der die Tatsachen offen auf den Tisch schmeißt und fühlst Dich dann auch noch als der große Held.
    Sorry, wenn schon blubbern, dann bitte Zahlen und Fakten, wenn Du hier ernst genommen werden willst.

    Erntefaktor Schieferöl………1:1,7 bis zu 1:5………..mal so als kleines Beispiel, wie das die anderen Erwachsenen hier so gewöhnlich handhaben.

    Onkel Heinz………..genießt lieber dat schöne Wetter

  11. @Nurich #1

    …..wieder mal ein schönes Beispiel eines selbsternannten Öko-Sittenwächters, bei dem nach Lesen dieses Blogs sofort ein Pawlowscher Plärr-Reflex ausgelöst wird. Wer als Einstieg in eine Diskussion die Worte „…beschäftigt euch endlich mal…!” wählt, zeigt klipp und klar, dass es ihm nicht etwa um die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, sondern lediglich um das Herumpöbeln geht….. solche Leute können es offenbar schlichtweg nicht ertragen, dass es andere – von ihrem eigenen Weltbild abweichende – Ansichten gibt, und dass diese auch noch öffentlich geäußert werden.

  12. Solche sind die ersten beim Abriß der Windmühlen -- demnächst in diesem Theater… :)

  13. Einen wichtigen Grund für den jetzigen hohen Ölpreis (>USD100.-) wurde hier noch nicht erörtert.
    Sicher gibt es nicht zu wenig Öl, vielmehr gibt es zu viele US Dollars! Die FED in USA druck immer mehr Geld, um unnötige Kriege finanzieren zu können und daher müssen immer mehr USD aufgewendet werden, um ein Fass Öl zu kaufen.
    Der Zusammenhang wird sehr schön von Peter Schiff hier dargestellt:
    http://www.youtube.com/watch?v=Vcd5IO_LMBs&feature=related Die relevante Passage findet sich bei 12:30 Minuten

    Die OPEC hat sich wohl verpflichtet, Rohöl nur in USD zu handeln und nun schlägt die Inflation neben den Steuern voll auf den Benzinpreis durch.

  14. Ziviler Ungehorsam:
    Nachdem die EZB gerade gigantische Mengen Euros gedruckt hat und dementsprechend der US$ deutlich an Wert gewann -- was natürlich das Öl im €-Raum teurer macht -- sollten Sie Ihre Aussage vielleicht noch mal überdenken.

  15. Bezüglich der Spratlys im Südchinesichen Meer schwanken die Annahmen fürs Ölvorkommen. Gemäß eines Pentagonberichts soll es um die Größenordnung von etwa 200 Milliarden Kubikmeter Gas und bis zu 100 Milliarden Barrel Öl gehen. Die Chinesen sind von über 200 Milliarden Barrel Öl überzeugt. Zum Vergleich: Kuweit 100 Milliarden Barrel, Irak 140 Milliarden Barrel, Iran 150 Milliarden Barrel, Saudi-Arabien 260 Milliarden Barrel.

    Ich habe mir mal die Spratlys aus der Luft angesehen, lange vor Google-Earth, bei einem Flug von Singapore nach Manila. Dafür hatte ich mir sogar extra einen Fensterplatz reservieren lassen. Mir war die Geschichte eines Hochstaplers bekannt, der sich großspurig “Großherzog des Fürstentums Freedomland Graf Othmar di Schmieder Rocca-Forozata” nannte, und in Verbindung stand mit Tomás Cloma, welcher wiederum kurzerhand in den Spratlys einen neuen Staat, Kalayaan = Freedomland, ausrief. Eine neuzeitliche Köpenickiade ersten Ranges. Egal, jedenfalls aus der Luft sieht das fantastisch aus. Winzige Inseln, wie Fliegendreck auf der Landkarte, inmitten eines Riffgewirres. Diese Riffe sind auch der Grund, warum es dort so viel Fisch gibt, denn die großen Fischtrawler können nur unter großen Gefahren zwischen den Riffen navigieren, also meiden sie dieses Gebiet.

    Doch kleinere Fischkutter wagen sich immer wieder in dieses menschenleere Gebiet, und gehen da vor allem illegalem Fischfang nach. Immer mal wieder wird ein Boot mit gefangenen Schildkröten und dergleichen aufgebracht, doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Es wird dort massiv geplündert und es ist zu befürchten, dass diese Korallenriffe das gleiche traurige Schicksal erleidet wie so viele andere Riffe in Südostasien, die durch illegale Fischfangmethoden zerstört worden. Überwiegend von der einheimischen Bevölkerung. Das Öl könnte nun eine Chance für das Gebiet sein, denn nichts scheuen die illegalen Fischer mehr als die Öffentlichkeit.

    Doch kommen wir zurück zu Afrika, ich will nicht zu sehr vom Artikel ablenken. Hier wurden ja, wenn man neueren Meldungen glauben darf, riesige Wasservorräte entdeckt. Wenn man sich jetzt vorstellt, welche Auswirkungen Wasser + Energie + Einkommen hat, dann könnten diese Ölvorkommen in Afrika dafür sorgen, dass man dort endlich das Problem Hunger in den Griff bekommt.

  16. Der Gleichung “natürlicher Reichtum = Wohlstand” möchte ich widersprechen mit dem DDR-Witz: Was passiert, wenn in Afrika der Sozialismus siegt? -- In der Sahara gibt es keinen Sand mehr! :) [OK, ich sehe gerade den Konjunktiv.]

  17. @ nLeser #16:

    Völlig richtig! Man spricht sogar vom ‘Fluch der Rohstoffe’, denn reiche Bodenschätze verleiten zu Trägheit.

    Ein schönes Beispiel:
    Israel hat keine Rohstoffe, aber eine intelligente, gut gebildete und fleissige Bevölkerung mit einem marktwirtschaftlichen Rahmen.
    Saudi-Arabien ist überreich mit Öl gesegnet, aber rückständig und repressiv.

    Israel hat ein BIP von 28.685$ pro Kopf, Saudi-Arabien eines von 26.106 $ pro Kopf.

  18. Kleiner Nachtrag: Ressourcenfluch

  19. Wobei es sich die Bevölkerung der rohstoffreichen Länder nie aussuchen konnte.

    Z.B. Sudan, was war zuerst da, der Bürgerkrieg oder die Kenntnis von den großen Reserven im Südsudan.

    Oder Griechenland, wurden sie leichtfertig verschuldet nach der Kenntnis ihrer Reserven (359 Mrd.$) oder vorher ;-)

    Oder startete unsere große Transformation bevor oder nachdem die Kenntnisse von überreichlichen fossilen Reserven weltweit und auch in Europa da waren ;-)

    Oder, was wusste der ständig stattfindende Klimawandel von den Öl/Gasreserven in aller Welt ;-) ????

  20. Nicht ganz so pessimistisch, Norwegen, Schweden, USA haben auch reichlich Bodenschätze … Soweit mir bekannt (e.g. Pinker 2011) gibt es einfach keinen Zusammenhang zwischen Wohlstand und Bodenschätzen, aber einen sehr deutlichen zwischen Wohlstand auf der einen und Bildung, Freihandel und dem Fehlen von Kriegen und Kriminalität auf der anderen Seite. Dummerweise kann das alles sowohl Ursache als auch Wirkung sein, es hat damit wohl wenig Sinn, die Folgen von Rohstoffunden auf Afrika prognostizieren zu wollen.

  21. Nun ja, Waftrudnir (Püühhh….musste so ein Name sein?;-) )
    Tatsächlich ist Bildung oder (Vorsichht! Politically incorrect!) ‘westliche’ Freiheit -- die wiederum das persönliche ‘Streben nach Glück’ beinhaltet -- der eigentliche Knackpunkt.
    Doch ein paar historische Beispiele geben zu denken:
    Es ist bemerkenswert, dass Armut die Triebfeder des Fortschritts war. ‘Reiche’ Landstriche sahen keinen Grund dazu, zusätliche Gewerbe zu betreiben.
    Die Glasbläserei war nicht nur eine Domäne der Waldregionen, weil sie viel Holz und Soda (aus Holzasche) brauchte, sondern weil die Bewohner von Wäldern arm waren. Deshalb gedieh dieses Gewerbe zum Beispiel im Spessart. Die ersten Uhrenmanufakturen waren ebenfalls in Waldregionen, deren arme Bewohner einen zusätzlichen Verdienst brauchten. So kam die Schweiz zur Feinmechanik und auch der Schwarzwald begann mit Kuckucksuhren den Grundstock für den industriellen Wohlstand der Schwaben zu legen. Ähnliches sehen wir in Thüringen in den Wäldern, dort wurde zum Beispiel in Suhl ein hervorragendes Zentrum der Büchsenmacherei aus dieser Not geboren.
    Oder Preussen! Die ‘Streusandbüchse Europas’! Agrarisch ein Armenhaus, doch genau deshalb fortschrittlich und sowohl in Berlin wie im preussischen Rheinland der Motor der kontinentalen Industrieentwicklung!
    Man muss hungrig sein, um nach Wohlstand zu streben und etwas neues zu versuchen. Sieht man auch heute: Deutschlands momentan maßgebliche Schicht ist satt und daher nicht nur erzkonservativ, sondern geradezu reaktionär (Ja, damit meine ich die Ökos). Die sehen nur Risiken und wollen nicht vorwärts, sondern zurück. Die Chinesen sind hungrig und gehen nicht nur, nein, sie rennen nach vorn.

  22. Sehr diskussionsreicher Beitrag! Habe noch etwas gefunden. Mir war nicht bewusst, dass selbst in Landau/Pfalz bereits Erdöl gefördert wird; wenngleich die Fördermenge verschwindent gering ist.

    Erdöl in Landau/Pfalz

  23. @Pfälzer

    interessanter Link, danke.

  24. Da darf die Ostzone nich fehlen: http://www.verlag-stoerr.de/schrr2.pdf

  25. Steinzeit mal wieder. Hier ein Link. Anscheinend nimmt auch die Bundeswehr das Thema Peak Oil ernst.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,714878,00.html

  26. Eine Bandscheibe ist auch für Pipelines gut

    Ist die Bundeswehr 2012 auch noch so verblödet wie 2010?

  27. Ich bin auf eine Website gestoßen, die nennt sich Energy-Daily. Dort nehmen die NIE auch einen breiten Raum ein, doch finden sich auch Meldungen, die mir bei der Durchsicht der hiesigen Medien entweder entgangen sind, oder gar nicht vorkommen:

    Brasilien:
    sieht sich bereit für ein goldenes Erdgaszeitalter. Die Produktion von derzeit 100 Millionen m³ wird sich bis 2027 vervierfachen. Innerhalb von 5 Jahren will man Selbstversorger in Sachen Erdgas werden. Innerhalb der der nächsten 10 Jahre, wird sich der Zugang zu den Erdgasreserven an Land erheblich verbessern. Man sprich von einer Erhöhung von 360%. Außerdem will man Peru helfen, mit einem 8 Milliarden Dollar Projekt, eine Pipeline für deren Erdgas zu bauen, nebst Infrastruktur, damit Peru seine reichen Erdgasvorkommen vermarkten kann.
    (in der Meldung ist von Fracking keine Rede, offensichtlich handelt es sich um konventionelles Erdgas)

    China
    hier geht man davon aus, dass die Shale Gas Vorkommen denen in den USA gleichen. Doch nicht nur das, ein Shell-Sprecher meinte, dass die geologischen Voraussetzungen auch sehr vergleichbar mit den USA sind, man also das gleiche Equipment nutzen kann. Dem widerspricht allerdings der Geschäftsführer der Breitling Oil and Gas Corp., und meint, die Kosten wären dreimal höher als in den USA. Wie dem auch sei, es ist ein riesiges Potoential (24 Billionen m³), und China bereitet gerade eine neue Versteigerung der Rechte vor.

    Fortsetzung folgt

  28. Fortsetzung #27

    Polen, Tschechien und RWE
    Eine neue Erdgaspipline zwischen Polens neuem Flüssigasterminal in Swinemünde nach Tschechien nimmt Gestalt an. Dieses Projekt gilt als sehr profitabel, und verschiedene Interessenten wollen Anteile, die bisher von RWE gehalten worden, erwerben. Warum sich RWE aus einem so profitablen Geschäft zurückzieht wird auch beschrieben: “RWE, whose earnings have been hit by the German government’s decision to phase out all nuclear power by 2022, indicated in February it would put the profitable Czech pipeline and other assets on the sales block in an effort to raise $14.5 billion.” Mit anderen Worten, durch die Energiewende in Deutschland ist der Gewinn eingebrochen, und man sieht sich genötigt das Tafelsilber nun zu verscherbeln. (Hintergund: Katar fordert Russland heraus)

  29. Der niedrige Gaspreis bringt klare Wettbewerbsvorteile
    Florham Park (New Jersey). Der deutsche Chemiekonzern BASF will stärker vom Erdgas-Boom in den USA profitieren. Erdgas sei in den ersten vier Monaten dieses Jahres nur etwa halb so teuer gewesen wie ein Jahr zuvor, sagte Nordamerika-Chef und Konzern-Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Das bringt klare Wettbewerbsvorteile.“

  30. Allein der letzte Satz mit der Steinzeit zeigt schon, welche Seriosität dieser Artikel bietet -- nämlich keine. Ich kann hier dem Komentar von NURICH nur Recht geben, was hier als Basis genommen wird, sind ausschließlich Hoffnungen, Wünsche und Märchen. Natürlich leugne ich nicht, dass es hin und wieder neue Ölvorkommen gibt, doch die finden sich immer seltener und die tatsächliche Größe solcher Funde ist dann nur ein Bruchteil dessen, wie zuvor großspurig in der Presse angekündigt wurde. Wie oft wurde in den letzten 10 jahren schon das größte Ölfeld der Welt gefunden und hinterher hat es sich als ziemlich unbedeutend herausgestellt. Vollkommen verschwiegen wird im Artikel auch, dass die bestehenden Ölfelder auch nach und nach versiegen. Der Leser bekommt den Eindruck, dass einmal gefundene Ölfelder unendlich lange verfügbar sind. Das ist natürlich Schwachsinn. Tatsache ist jedenfalls, dass weniger Öl gefunden wird, als durch das Versiegen von alten Quellen verlorengeht. Auch sämtliche Prognosen über das Auffinden neuer Ölfelder mussten bisher immer nach unten korrigiert werden. Wer an unendliche Ölreserven glaubt, glaubt auch an die Unverwundbarkeit der Menschheit.
    Auch die angeblich so tollen Zukunftstechnologien, die endlose Energieversorgung versprechen, haben ihre Schattenseiten. Einerseits sind viele Technologien sehr gefährlich, andererseits gibt es schon jahrzehntelang ungelöste Probleme, die eine Verwendung bisher verhindern. Schon vor 30 bis 40 Jahren wurde uns von der Industrie versprochen, dass “in Kürze” das Elektroauto und das Kernfusionskraftwerk Standard sein werden. Beides konnte sich bisher nicht durchsetzen. Einen Elektro-Golf gab es schon 1980 und auch die Fusionsreaktoren sollten ja schon seit 25 Jahren Standard sein. Was ist daraus geworden? Leistung und Reichweite von Elektroautos wurden in den letzten über 30 Jahren nur marginal verbessert, Kernfusionsreaktoren sind bis heute nicht in Betrieb. Die versprochene Entwicklungszeit hat sich bisher verzehnfacht, ohne dass wirklich brauchbare Ergebnisse vorliegen.
    Dauerhaft kann die Menschheit wohl nur überleben, wenn sich die Weltbevölkerung drastisch reduziert (vielleicht auf 100 Mio Einwohner) und sie in der Lage ist, allein mit nachwachsenden Rohstoffen ihr tägliches Leben zu meistern.

  31. wohl nur überleben, wenn sich die Weltbevölkerung drastisch reduziert

    Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, verehrter Oberst. ;)

  32. Oberst E. L. Drake 8. Mai 2012 09:58
    Schon vor 30 bis 40 Jahren wurde uns von der Industrie versprochen, dass “in Kürze” das Elektroauto und das Kernfusionskraftwerk Standard sein werden. Beides konnte sich bisher nicht durchsetzen. Einen Elektro-Golf gab es schon 1980 und…

    den gab es schon vor 112 Jahren Semper Vivus.
    Leider nur ein „Hybrid“, aber man ja nicht gleich alles haben.

    Oberst E. L. Drake 8. Mai 2012 09:58
    Dauerhaft kann die Menschheit wohl nur überleben, wenn sich die Weltbevölkerung drastisch reduziert (vielleicht auf 100 Mio Einwohner) und sie in der Lage ist, allein mit nachwachsenden Rohstoffen ihr tägliches Leben zu meistern.

    Na dann Herr Oberst, mit wehenden Fahnen voran!

    Peter Patzig

  33. #31

    aber nein … sterben müssen nur die unnützen … *geht mal eben kotzen

  34. Dauerhaft kann die Menschheit wohl nur überleben, wenn sich die Weltbevölkerung drastisch reduziert (vielleicht auf 100 Mio Einwohner) und sie in der Lage ist, allein mit nachwachsenden Rohstoffen ihr tägliches Leben zu meistern.

    Das nenn’ ich mal ‘ne markige Ansage!

    In mehrfacher Hinsicht interessant, impliziert diese Aussage doch einerseits

    1. dass der Noch-Nicht-General gewiss einen Plan hat, wie er gedenkt, dieses Ziel zu erreichen,
    2. zu vermuten ist, dass Seine Wenigkeit sicher zu diesen Auserwählten gehören dürfte,

    und andererseits, dass “allein mit nachwachsenden Rohstoffen” salopp gesagt, die ganze Welt herhalten müsste, um allein Deutschland angemessen mit Energie versorgen zu können.

    Und, wie üblich, wird keine der gemachten Aussagen auch nur im Ansatz belegt.

    Bei soviel offen vorgetragener Menschenverachtung empfinde ich nur eins: Abscheu!

  35. Hmm, unser kleiner Forentroll spielt wohl mit seinen Nick auf einen gewissen Oberst Edwin L. Drake an, der 1859 als erstes in den USA in Clarion County, Pennsylvania auf Öl gestoßen ist.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Edwin_L._Drake

    Ansonsten…….100 Millionen Menschen, blah, blah und nochmals blah, die selbe grüne Soße wie die Typen vom C.o.R., keine Substanz aber vehement nachgeplappert.

    Ich sage voraus, in etwa 1000 Jahren hat die Menschheit das Sonnensystem erobert und in etwa 5000 Jahren den ganzen Spiralarm…….oder ist an Verblödung oder Dekadenz ausgestorben.

    PS. Würde mich nich wundern, wenn das “Ich” hier bloss mit einem neuen Nick die alte Kagge widerkäut.
    Onkel Heinz…….Leute schickt das Arbeitsamt, tssss

  36. Außerdem sollte eine Bewertung der Bevölkerungstragfähigkeit eines Landes im Kontext der menschlichen Bedürfnisdeckung und der nachhaltigen Entwicklung vorgenommen werden, und wesentlichen Ressourcen wie Wasser und Boden sowie Umweltfaktoren wie Intaktheit der Ökosysteme und biologische Vielfalt sollte besondere Beachtung geschenkt werden.

    Es sollten nationale Datenbanken zu demografischen Trends und Faktoren sowie zur Umwelt aufgebaut und/oder erweitert werden, wobei die Daten nach ökologischen Regionen disaggregiert (Ökosystemkonzept) und regionsbezogene Bevölkerungs-/Umweltprofile aufgestellt werden sollten.

    Bevölkerungsdaten sollen unter anderem nach Geschlecht und Alter disaggregiert werden, damit die Bedeutung der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung für die Nutzung und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen Berücksichtigung findet.

    Mir ist auch ganz übel, welche Bürokraten denken sich solch einen Mist aus? … ich hab das nicht gewußt ;-)

  37. #30. Oberst E. L. Drake

    Dauerhaft kann die Menschheit wohl nur überleben, wenn sich die Weltbevölkerung drastisch reduziert (vielleicht auf 100 Mio Einwohner) und sie in der Lage ist, allein mit nachwachsenden Rohstoffen ihr tägliches Leben zu meistern.

    man Oberst, nicht jammern, handeln ist das Gebot der Stunde. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, wie es sich für einen Obristen geziemt. Fangen Sie bei sich selbst an. Nicht immer nur die anderen! Man, brat mir nen Storch.

    karl.s

  38. @ Oberst E. L. Drake:

    Erklären Sie mir doch bitte, warum ausgerechnet die Länder mit der höchsten Bevölkerungsdichte den höchsten Wohlstand haben.
    Berücksichtigen Sie dabei bitte, dass die USA zu den grössten Lebensmittel-Exporteuren der Welt gehören und trotz ihres immensen Energiebedarfs in wenigen Jahren voraussichtlich wieder die Energieautarkie erreicht haben werden, die sie bis 1970 schon einmal hatten.

    Undda Sie auf die Endlichkeit von Rohstoffen zu sprechen kamen: Wie sollen denn die 100 Millionen Menschen auf Dauer existieren? Die verbrauchen zwar weniger als 5 Milliarden, aber sie verbrauchen und irgendwann ist es zu Ende. Und dann?
    Sie sehen also: Ihr Lösungsvorschlag ist nicht nachhaltig!

    Haben Sie übrigens bedacht, dass die Rohstoffe für 100 Millionen schneller zu Ende gehen als für 5 Milliarden? 100 Millionen Menschen sind nämlich zu wenig, um den momentanen technologischen Stand zu halten. Die technischen Möglichkeiten würden sich zwangsläufig verschlechtern und mit schlechterer Technik können schwierig erreichbare Lagerstätten nur weniger gut oder sogar gar nicht ausgebeutet werden.

  39. weil hier mit den 100mio gerade so schön die Euthanasie angesprochen wird….
    die Widerlichkeit des Club of Rome ist auch in einem Artikel der Süddeutschen erschienen

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/bericht-an-den-club-of-rome-wir-werden-einen-kollaps-erleben-1.1351454

    was mir allerdings angstmacht sind einige Kommetare dort.

  40. @Obergefreiter Drake

    Dauerhaft kann die Menschheit wohl nur überleben, wenn sich die Weltbevölkerung drastisch reduziert (vielleicht auf 100 Mio Einwohner) und sie in der Lage ist, allein mit nachwachsenden Rohstoffen ihr tägliches Leben zu meistern.

    ….. und Sie sind sicher derjenige, der dafür den Schlachtplan entwirft. Dazu sollten Sie sich am besten schon mal mit diesem Herrn in Verbindung setzen, der kennt sich nämlich mit sowas aus.

    ….so, und nun zurück ins Jlied, Obajefreiter, aba zackig!

  41. @Andreas Baumann #39

    was mir allerdings angstmacht sind einige Kommetare dort.

    …. sind halt „Neues Süddeutschland”-Leser.

  42. Wer von Euch hier kann mir sagen, wer steht hinter dem Club of Rome?
    #Oberst E. L. Drake
    Sie haben Angst! Angst ist kein guter Berater! Sammeln Sie Fakten. Lesen und schauen Sie Nachrichten ausserhalb des Mainstreams, der will nur allen Angst machen und zum Kaufen auffordern. Jetzt eben Solardächer, Elektroautos und der ganze andere grüne Rest. Sie werden benutzt! Für schreckliche Ziele! Oder sagen Sie mir wie wir Menschheit von 7 Milliarden auf 100 millionen reduzieren wollen, ohne töten, verhungern und Zwangsterilisierung und viele andere schreckliche Dinge, die ich mir nicht vorzustellen vermag.
    Im dritten Reich hatten Eltern Angst von Ihren Kindern denunziert zu werden.
    Sind Sie ein Kind der grünen Revolution der Nachhaltigkeit?

    MfG
    Steinzeit

  43. @Steini #42

    …..auf der Website eines gewissen Christoph Silex, Stuttgart, findet man über den Club of Rome z.B. folgendes:

    Es wird langsam Zeit für die Diktatur der Grünen Revolution

    “Der Mensch ist der grösste Feind der Erde” – sagt der Club of Rome.

    Er verbraucht zu viele Resourcen. Das Klima wird derart erwärmt, dass ein Ende des Lebens auf der Erde absehbar ist.

    So kann das nicht weitergehen.

    Wenn die Menschen nicht freiwillig genügsamer leben, d.h. SPAREN bei allem, haben wir die Verpflichtung die Gaia zu retten.

    Eine weltweite Ökodiktatur muss her.

    Mit der Verbreitung von Angst in einer permanenten Krise können wir das schaffen.

    Konsum auf ein Minimum reduziert.

    Freiheit auf ein Minimum reduziert.

    Geist auf ein Minimum reduziert.

    Wir haben wichtige Helfer:

    Club of Rome.

    Gorbachev Foundation of North America.

    Auf der selben Seite findet man auch noch ’ne ausführliche Mitgliederliste des Club of Rome.

    …..Kommentare spar ich mir.

  44. #42

    Wer von Euch hier kann mir sagen, wer steht hinter dem Club of Rome?

    Tippe auf W. Rassbach

    @W. Rassbach

    Bevölkerungsdaten sollen unter anderem nach Geschlecht und Alter disaggregiert werden, …

    Das muß man sich merken: Diskriminierung ist OK, wenn sie Disaggregierung heißt.

  45. #42. Steinzeit

    Wer von Euch hier kann mir sagen, wer steht hinter dem Club of Rome?

    Steini,

    hier die Seite des Deutschen Ablegers des Club of Rome. Da steht ne Menge Wissenswertes über diesen “Verein”.

    karl.s

  46. Steinzeit #42

    Wer von Euch hier kann mir sagen, wer steht hinter dem Club of Rome?

    Geleerte, die sich dünken Gelehrte zu sein.

    Selig die Bekloppten, denn sie brauchen keinem Hammer mehr

  47. Diskriminierung ist OK, wenn sie Disaggregierung heißt.

    Dr. Mengele nannte es ‘Selektierung’

  48. #46. moosgeist

    Selig die Bekloppten, denn sie brauchen keinem Hammer mehr

    moosi, der ist gut :-)

  49. @Tim #43

    Auuuuu Backe………..auf der Liste kamen mir einige Namen derart bösartig bekannt vor, das ich mal blind bei Bilderberg vorbei geguckt habe.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Teilnehmern_an_Bilderberg-Konferenzen

    Irgendwie is mir gerade so richtig übel geworden.

    Onkel Heinz….war nie hier

  50. @Onkel Heinz

    Hier ist noch die Wiki-Liste des CoR. Ehrenmitglieder sind u.a. Dennis Meadows und Michail Gorbatschow.

    ….noch ’n interessanten Link gefunden:

    Sackgasse Ökostaat -- kein Platz für Menschen

    …..Wer die internationale Verflechtung der politischen Machtelite einmal verstanden hat, wundert sich nicht über die Gedankenverwandschaft des Berichtes Global 2000 der Carter Regierung und den UNO-Reden des “Globalisten” Michail Gorbatschow.

    “Die praktischen Schritte, die wir eingeleitet haben, um das Eis in Westeuropa zu brechen… haben Früchte getragen. Wir haben das Denken der Leute erfolgreich verändert. Wir werden uns auf die Grünen und auf die Friedensbewegung konzentrieren…, um diese Leute in den Vordergrund zu schiebne, damit sie das Denken der Politiker beeinflussen können… Wir müssen die Minderheiten in der westdeutschen Gesellschaft ausfindig machen, an die wir uns richten können, um breitere Schichten zu beeinflussen.” Krjutschkow, KGB Chef, Oktober 1989 in der sowjetischen Zeitschrift Internationales Leben.

    Das Nullwachstumsdiktat supranationaler Banken löscht die Existenzgrundlage ganzer Entwicklungsländer aus, treibt sie zum Drogenhandel und zum Abholzen von Regenwälder. Die USA sollen ebenfalls in eine stationäre Gesellschaft transformiert werden -- mittels des Planes zum Schutz der Biosphäre.

    Worum geht es bei alldem? Um Machterhalt. Bevölkerungskontrolle wird der Welt unter dem Vorsatz aufoktruiert, um die emporstrebenden Staaten ( ) durch Reduktion ihres Menschenpotentials schwach zu halten. Die USA beanspruchen 1/3 aller weltweiten Resourcen bei 6% Bevölkerungsanteil. Diese Resourcen könnten von den Staaten selbst verbraucht werden. Aber selbst Resourcenknappheit kann nicht der letzte Grund sein, weil Knappheit nur durch Angebot und Nachfrage entsteht und bei entsprechendem Energieeinsatz ganz neue Quellen erschlossen werden könnten.

    Spirituell gesehen (aus der Sichtweise einer übergeordneten Wirklichkeit) geht es womöglich um viel mehr: Sollte eine “kritische Masse” an selbstbewußten Wesen entstehen, könnte womöglich keine Macht der Welt mehr die Geburt des Neuen Menschen aufhalten, wie ihn Aurobindo (“The Super Mind”) und Rudolf Steiner (“Die Akasha Chronik”) Anfang des letzten Jhds. prophezeiht haben und wie ihn die Nationalsozialisten in der Pervertierung spiritueller Wahrheiten ebenfalls schaffen wollten, jedoch spiegelbildlich -- als machtbesessenen, gottähnlichen Dämon…..

    ….. Nachtigall, ick hör dir trampeln.

  51. Fluminist,

    diese Zitate sind aus der AGENDA 21 der UNO , die lesen sich wie programmatische Papiere der Kommunisten oder Faschisten. Wenn das alles umgesetzt ist wird es uns schlecht gehen. Auf WIKI einfach PDF runterladen. Auch was zum Angst machen.

    Da ist ja der Club of Rome noch überschaubar mit ihren Zielen. Die jungen CoR werden in sg. Round Tables herangezogen.(nur männliche und nur bis 40) Da dachte ich schon, das hängt mit den englischen Round Tables zusammen, die sich prima mit Hitler verstanden, weil der auch die 3. Welt an der Entwicklung hindern wollte.
    Hier ist der Club of Rome schön beschrieben. Umweltschutz ist Faschismus. Peccei hat Meadows schreiben lassen . Sozusagen eine europäische Variante des weltweiten Umweltschutzes auf der alten Achse Rom-Berlin-Madrid ;-)

    Die 100 Mio. Denke kommt da bei raus. Das wären schlappe 0,66 Weltbewohner auf dem Quadratkilometer. Ob da der Oberst dabei ist ?

    Wenn das gerecht verteilt ist bleiben in Deutschland von 80 Mio. nur noch 236000 übrig. Adolf wäre stolz,oder hätte der anders verteilt?
    Man sollte in Deutschland wieder den Umgang mit dem Taschenrechner üben.

    Wenn die 7 Mrd. nach Asien zögen, hätten die dann 155 Einwohner auf dem km^2, Deutschland hat 229
    in Europa wären es 700 Einwohner auf dem km^2, also noch 300 weniger als im Flächenstaat Bangladesch.

  52. ….dazu passt das hier:

  53. # 35, Hallo Onkel Heinz,

    Hmm, unser kleiner Forentroll spielt wohl mit seinen Nick auf einen gewissen Oberst Edwin L. Drake an, der 1859 als erstes in den USA in Clarion County, Pennsylvania auf Öl gestoßen ist.

    Text und Diktion kommen mir sehr bekannt vor. Steckt hinter diesem Nick nicht der berühmt-berüchtigte “Klima-Aktivist und EE-Kofferbastler für Kinder” Günni Vennecke? ;-)

    PS: Er liest ja hier und bei EIKE immer fleißig mit und resenziert auf PRIMAKLIMA

  54. @CarlM

    Achso, ich dachte schon was Intelligentes………..aber Du hast Recht, eindeutig “Dreckschleuderverdächtig”.
    Was mich immer so amüsiert an diese Typen, die tun so als ob se gegen Kapitalismus und die Reichen sind und spielen am Ende trotzdem ganz artig die nützlichen Idioten für diese Leute.

    Sollte eine “kritische Masse” an selbstbewußten Wesen entstehen, könnte womöglich keine Macht der Welt mehr die Geburt des Neuen Menschen aufhalten

    Das ist auch der Grund des Club of Rome die Menschheit auf unter 500 Millionen Arbeitssklaven zu drücken………..man sollte nie vergessen das ein Großunternehmer diesen Saftladen gegründet hat……….wie auch die unsägliche Historie vom WWF.
    OK, bevor mich wieder jemand der mutwilligen Verschwörung bezichtigt……..obwohl, vor 2 Jahren war das Wort “Bilderberg” auch nur unter der Hand aussprechbar und heute stehen se im Wikipedia, weil ein paar Aktivisten einfach zu hartnäckig waren.
    So, schönen Gruß nach drüben, möge Gaia mit Euch sein.

    Onkel Heinz………zu viel schlechte Nachrichten versauen den Tag

  55. Hallo Heinz

    Noch vor 10 Jahren haben die Bilderberger verleugnet das es jährliche Treffen gibt, die Aktivisten befinden sich in den USA.
    Sie versammeln sich seit Jahren vor den Hotels in denen sich die elitäre Gruppe trifft.
    Verschwörungen sind so alt wie die Menschheit selbst.

    Als Verschwörungstheorie bezeichnet man im weitesten Sinne jeden Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck.

    Der Begriff Verschwörungstheorie wird oft kritisch oder abwertend verwendet. Unterscheiden lassen sich Zentralsteuerungshypothesen, die rationale und überprüfbare Aussagen über reale Verschwörungen machen, und wahnhafte Verschwörungsideologien.

    Ob es sich hier um eine Verschwörung gegen die Menschheit handelt, weiß ich nicht. Möglicherweise haben sie sich auch zum Guten getroffen.
    Bedenklich ist nur:
    Die treffen sind geheim
    Die Teilnehmer sind ausschließlich die mächtigsten Männer und Frauen aus Politik und Wirtschaft
    Sie haben jahrelang verleugnet, das es diese Treffen gibt
    Die Hotels sind hermetisch abgeschirmt
    Keine Presse

    Ich habe für mich den Schluß gezogen, dass Internet hat die kritische Masse schneller erreicht als gedacht.
    Es besteht Handlungbedarf.

  56. Große Gasvorkommen in Griechenland entdeckt.

    Na, wer sagts denn. Damit lassen sich doch prima die Schulden zurückzahlen, auch ohne Knebelungsverträge.

  57. politplatschquatsch: Club of Rome: Scharlatane als Propheten

    Dramatisch” muss natürlich rein in eine solche Meldung. “Verheerende Fluten, mehr Dürren, extremes Wetter”, kommt auch immer gut. Flüchtlinge. Hitze. Kälte. Wasser. Das Ende der Ressourcen. Als der Club of Rome vor 40 Jahren in seinen ersten Bericht die “Grenzen des Wachstums” (Titel) malte, war von Klimawandel nicht die Rede, schon gar nicht von einem sich “dramatisch verstärkenden”….

    …..Im Jahr 1972 ging der Club of Rome von weltweiten Öl-Reserven von 460 Milliarden Barrel aus. Heute -- nach 40 Jahren Ölverbrauch -- sind Reserven von 1200 Milliarden Barrel nachgewiesen, vermutlich vorhanden sind 3000 Milliarden Barrel. Selbst die Vorräte an konventionellem Öl in Höhe von 152 Milliarden Tonnen würden bei gleichbleibendem Verbrauch weitere 43 Jahre reichen -- genau weit, wie 1988, seitdem sind allerdings mehr als 90 Milliarden Tonnen gefördert worden.

    Beim Gas ist es dasselbe: Der Club of Rome schätzte die weltweiten Gasreserven auf 32,3 Billionen Kubikmeter. Nachgewiesen sind heute förderbare Vorräte von 173 Billionen -- fast sechsmal soviel.

    Was tut man, wenn man so danebenliegt? Man redete nicht mehr davon, sondern konzentriert sich auf neue Bedrohungen. Ein unschlagbares System, das in sich seit vierzig Jahre geschlossen ist. genau so lange schadet “die Wirtschaft mit ihrem steten Wachstum dem Klima und den Naturschätzen” (SZ), wobei das Klima erst in letzter Zeit so richtig betont wird. 1972 war von “Schadstoffen” die Rede, und gemeint waren die Industrienebelschwaden und Giftdämpfe in den Fabrikstädten in Ost und West.

    Was sie auch schrieben, sie lagen daneben. Der Meeresspiegel, hieß es 1972, werde nach der Jahrtausendwende “um 0,5 Meter höher sein”. Aha. Das Arktiseis werde im Sommer völlig verschwinden. Soso. Und “das neue Wetter werde die Landwirte treffen”, hieß es in der Prognose, die noch nichts ahnte von der steigenden Effektivität der Nahrungsmittelproduktion weltweit……

  58. Irgendwie scheinen Links nicht erwünscht zu sein, oder warum sonst hängt meine zweimalige Verlinkung auf Peiser im Spamfilter fest?

    Nun gut, wenn es interessiert findet bei achgut.com einen Beitrag von Peiser mit Verweise auf Shale-oil (insgesamt 3 Trillionen Barrel)

  59. @ Helium

    Im Spamordner ist nix. Vielleicht haben Sie bei der Mailbenachichtigung auf ‘Senden’ gedrückt, statt auf ‘Kommentar senden’?

  60. 3 Trillionen Barrel

    *schmunzel vielleicht sollte ich die schuld bei mir selber suchen

  61. *seufz

    ok, 3 trillions=3 billionen … aber dennoch gigantisch

  62. @ Helium #6

    aber dennoch gigantisch

    In der Tat:

    The Rand Corporation, a nonprofit research organization, estimates that 30 to 60 percent of the oil shale in the Green River Formation can be recovered. At the midpoint of this estimate, almost half of the 3 trillion barrels of oil would be recoverable. This is an amount about equal to the entire world’s proven oil

  63. @ Helium:
    ich hab’ mal die originale Meldung gelesen, also morgen und übermorgen scheint das noch nichts zu werden.
    Sicherlich ist dieses Öl gewinnbar und sicherlich kann man es als Reserve zählen, aber die Förderverfahren sind noch nicht so weit:
    A significant challenge to the development of oil shale lies in the uncertainty surrounding the viability of current technologies to economically extract oil from oil shale. To extract the oil, the rock needs to be heated to very high
    temperatures—ranging from about 650 to 1,000 degrees Fahrenheit— in a process known as retorting.

    Offenbar muss das Gestein stark erhitzt werden, um das Öl frei zu geben, man muss also da unten etwas mehr als Fracking betreiben. Wozu mir allerdings Kernenergie als ideales Hilfsmittel einfällt, ein paar HTRs könnten da -- übrigens genau so in Kanada bei den Ölsandvorkommen -- die Prozesswärme liefern, ohne dafür das Öl selbst zu verschwenden.

  64. um die verwirklichung der gewinnung gings mir auch primär gar nicht. allein die tatsache der vorhandenen reserven führt peak oil schon wieder ad absurdum. sicher ist, irgendwann ist alles vernünftig gewinnbare öl aufgebraucht, nur wann dieses wann ist, weiss keiner. und bis dahin gibt es sicherlich vernünftigere alternativen als das was uns hier so vorgekaut wird.

    und persönlich bin ich ein großer fan des thtr *lacht* könnte daran liegen dass mein ex-chef das ding mitentwickelt hat.

  65. @ Heklium:
    Da stimme ich natürlich voll und ganz zu. Auch beim THTR :-)

  66. @Oberst Drake, “Allein der letzte Satz mit der Steinzeit…”: Ich glaube sie hatten zu viel Umgang mit den linksgrünen Faschisten, sonst würden sie nicht deren verblödeten Thesen vom sich selber wegsparen und abschaffen nachplappern, wo doch schon die nächste Energiequelle bekannt ist und jederzeit zum Einsatz gebracht werden könnte, wenn diese Faschisten nicht noch vorher mit ihrer Biomasseeneegie jedes Jahr 10 mio Menschen verhungern wollten, (und nebenher die Regenwald-Vernichtung auf neue Höchstgeschwindigkeit bringen müssten.)

    Ja, ich rede von der Kernkraft, die bei heutigem Verbrauch mit Brüten 100 Mrd Jahre reichen würde, und falls das nicht reicht, gibt es ja noch Thorium, und mit absoluter Sicherheit gibt es bis dahin auch die Fusionsenergie, während Sie ja schon ganz richtig erkannt haben, das der Weg der Ökos nur für 100 Mio reichen wird. Öko ist ja leider noch nicht mal als Brückentechnologie ernst zu nehmen, Atomkraft würde uns mit 400 KKWs nicht nur Importunabhängig machen, sondern auch 100 Mrd Euro pro Jahr einsparen und die Wirtschaft auf den Nachbrenner setzen. Aber es ist ja klar, das das Ziel der Grünen in ihrem Selbsthaß, die Vernichtung Deutschlands ist. Das geht über die Demographie, Multikulti, Deindustrialisierung, Verteuerung von Energie usw.

    Es gibt kein Energieproblem, die 400 KKWs würden pro Jahr weniger kosten als die Solar und Windsubventionen von 25 Mrd jährlich. Wir könnten Energie haben bis sie uns aus den Ohren quillt, wir könnten zum offenen Fenster raus elektrisch Heizen, ohne Ruß und Feinstaub, guten Gewissens der Umwelt gegenüber, und Batterien und neue Netze bedarf es dafür auch nicht, genausowenig wie fossile Backup-Kraftwerke in der Hinterhand.

    Anders als der andere Kommentator, gehe ich davon aus, das wir noch in diesem Jahrhundert das Sonnensystem mit Fusionsantrieb erobern werden, das dauert keine 1000 Jahre mehr. Hoffe ich kann noch an einer Kreuzfahrt zu einem Jupitermond in 80 Tagen mit Zwischenstopp beim Mond und Mars, teilhaben.

  67. Und wieder wird hier der Mythos der Greenriver Formation ins Felde geführt..

    Liebe Foristen.. statt auf kommentar 1 herumzuhacken, sollten Sie tasächlich in der Mehrzahl sich damit Beschäftigen..

    Natürlcih ist es eine Banalität zu sagen, dass eine Gesellschaft eine Energiequelle als Energiequelle (nicht unbedingt als Rohstoffquelle) verliert, wenn Sie keinen Energetischen Gewinn mehr daraus zieht der EROEi also unter 1:1 fällt.

    Und genau da setzt auch einige Kommentare weiter oben einer der Foristen dankenswerter weise ein wenig skeptisch an den angeblichen Ölreserven in der Green River formation an.. man müsse ja nur das Gestein erwärmen.. um das Öl zu fördern..

    Doch das is Falsch.. man kann das Öl darinn nicht fördern, sondern erzeugt es erst.. Denn in der Green river Formation findet man kein Öl sondern einen Festen Stoff namens Kerogen, eine Geologische Vorstufe zum Öl.

    man erhitzt dort so die Theorie gleichsam einien Kubikkilometer Boden elektrisch für 3 Jahre auf 300 bis 400 Grad.. Dann erst ist der Geologeische Prozess der kathagenese künstlich zuende geführt worden. und man erhält Öl.

    Doch zum Preis eines EROEI´s von ca 3:1 (was allerdings nicht bedeutet, dass diese Reserven dann schnell und in ausreichender Menge den Markt erreichen würden um dem steigenden Durst der Welt gerecht zu werden… )

    3:1 ist ja positiv sagen Sie ?

    ja.. doch der EROEI berücksichteigt bei der schätzung nur den Energie und Materialverbrauch der Förderung, nicht das gesamte Gefüge und Netzwerk einer Zivilisation, die zum Erhalt auch der Ölförderfirmen, mehr benötigt als die Förderrigs. Als da wären zb. Bäcker, Schulen, Flughäfen, Strassen, und und und…

    man schätzt den zum Erhalt einer technischen Zivilistion notwendigen EROEI, ohne den die strukturen nicht mehr aufrecht erhalten werden können auf mindestens 5:1

    Hätten wir nur noch die green river Formation, so wären wir am a….. Sie sollten sich also wie in Kommentar 1 tatsächlich mal intensiver mit dem EROEi und dessen Implikationen beschäftigen..

    Diese Website wimmelt bei meinem ersten eindruck von Statements solcher Art, die sich bei eingehender Betrachtung leider als nicht gut genug recherchiert erweisen… So wie die Green river formation, angeblich seit Jahren steigenden Öl-reichweiten… (liegt an der art wie zb. BP seine Statistiken aufbaut … ich sag nur “Rückdatieren”) , dem angeblichen Shale-Gas Boom der eben nicht für 100 Jahre gesichert ist sondern lediglich für ca. 10-20 Jahre, und zb. den mythen über 200 Jahre Kohlereserven, die inzwischen um den faktor 5 runterrevidiert wurden…

    bedauerlich. Denn die Entscheidungen die auf solchen Fehlinformationen aufbauen können dramatische Konsequenzen haben.

  68. @ Tom Schülke

    http://www.youtube.com/watch?v=Q7yTAvwskR4

    Peak Öl ist ein statistischer Artefakt und längst widerlegt. Dies ist sogar schon bei den Grünen angekommen, wenngleich die öffentlich immer noch das Gegenteil behaupten. Siehe auch: Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland bei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und global „Leitstudie 2010“ BMU -- FKZ 03MAP146 (PDF | 3,0 MB)

    Hintergrund ist die Annahme der Energieprognose 2009, dass auch mittelfristig keine Verknappung von Rohöl zu befürchten seien, da „die Peak-Oil- Hypothese in die Kategorie statistischer Artefakte einzuordnen ist, die einer fundierten öko- nomischen Theorie entbehren.“ [EP 2010; S. 51).

    Des weiteren hat die PG 3 der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität,“ dessen Vorsitzender immerhin Hermann Ott (Grüne) ist, festgestellt (PDF | 2,6 MB):

    Die geologische Verfügbarkeit bei heutiger Nachfrage sowie heutigen Preisen und Technologien ist folglich für alle relevanten Energierohstoffe für mehrere Jahrzehnte, teils sogar über hundert Jahre, sichergestellt.
    [...]
    Die meisten Szenariorechnungen zeigen auf, dass die Reserven an fossilen und nuklearen Energieträgern ausreichend sind, um auch weit über die analysierten Zeiträume hinaus eine als wachsend angenommene Nachfrage nach diesen Energieträgern zu befriedigen.

    Außerdem empfehle ich Ihnen die Video von der 21. Sitzung der oben genannten Enquete anzuschauen. Es findet sich auf der Seite des Bundestages.

    Peak Oil ist Quatsch.

  69. @QQ
    Hähä — ich habe geahnt das du das bringen würdest, nachdem du Friedman erlitten hast (grins).

  70. Fakt ist das die stat. Reichweite von Erdöl immer ca . 40 Jahre beträgt
    Fakt ist das in den USA tatsächlich ab 1972-1974 die Förderung zurückging und Mr.Hubbert das anhand der Erdölfunde der Vergangenheit sehr gut abschätzte.
    Fakt ist das man immer eine Explorationsbohrung vom nächsten Riesenfeld entfernt ist.
    Fakt ist der letzte große Fund liegt schon lange zurück.
    Fakt ist die Saudis lassen sich nicht in die Karten schauen, möglicherweise stimmen deren Resourcenangaben.
    Fakt ist die Förderquote ist an die Ressourcen gebunden (OPEC).
    Fakt ist in den (ich glaube) 80er wurde dies von der OPEC umgesetzt, daraufhin haben alle OPEC Mitgliedsländer ihre Förderbaren Reserven gewaltig nach oben korrigiert.
    Fakt ist die westlichen Erdölförderer haben dank Aktienkurs ebenfalls das Interesse die Daten zu groß abzuschätzen.
    Fakt ist die größten Reserven liegen in politisch schwierigen Gebieten (möglicherweise ist das so weil dort Öl ist).
    Niemand weiß so ganz genau wieviel Öl, Erdgas Kohle etc. zu finden ist, zu fördern wäre.
    Wieso um Himmels willen verzichten wir dann auf Kernkraft, ja klar auch hier kennen wir die Reserven nicht. Aber auch hier gilt: Wir stehen vor großen Entdeckungen.
    Ich halte es hier mit dem schönen Satz: Daß ich erkenne, was die Welt
    Im Innersten zusammenhält.
    Und selbstverständlich müssen wir auch im Bereich der hier oft belächelten NIE’s forschen und entwickeln.
    Auch hier sind wir möglicherweise kurz vorm entdecken der Speichermöglichkeiten.
    Die größten Schranken sind in unseren Köpfen.

  71. Wie bestellt:

    USA steigen zum größten Ölproduzenten der Welt auf
    Die USA werden bis 2017 zum größten Ölproduzenten und schon bis 2015 zum größten Gasproduzenten der Welt aufsteigen, berichtet die IEA. Die Experten der IEA rechnen damit, dass die USA sich bereits im Jahr 2035 energieautark selbst mit Öl und Gas versorgen können.
    In den Jahren bis dahin werde sich Nordamerika zu einem Netto-Exporteur von Energieträgern entwickeln. Damit dürfte die Abhängigkeit des Westens von den ölreichen Ländern des Nahen Ostens stark abnehmen. Die IEA rechnet damit, dass im Jahre 2035 rund 90 Prozent der Ölexporte aus dem Nahen Osten in Richtung Asien gehen werden.

    USA werden Ölmacht Nummer eins
    …Der durchschnittliche Importpreis pro Barrel Öl wird der Prognose zufolge kontinuierlich sinken und in fünf Jahren bei 89 Dollar liegen. Für das laufende Jahr rechnen die IEA-Experten mit einem Durchschnittspreis von 107 Dollar für ein 159-Liter-Fass. Die IEA warnte aber auch vor Preisschwankungen angesichts der Wirtschaftskrise und der politischen Entwicklung in einigen Ölförderländern.

    tja, unsere Ökos wollen unbedingt autark werden und verwenden dazu völlig untaugliche Mittel, tatsächlich werden wir immer abhängiger von Rußland.
    Und die USA werden unabhängig, weil sie auf Technologie und Markt setzen.
    So ganz nebenbei sinkt aber auch noch ihr CO2-Ausstoß rasant, während hier, im Land der ‘Vorreiter’ der Ausstoß ansteigt!

  72. Ich fordere Gleichheit für alle Luftbestandteile. ;-)
    Der Neorassismus gegenüber CO2 beruht auf einer hinterlistigen CO2-Lüge ;-)
    Die USA haben sich nie mit der Diskriminierung von CO2, besonders von anthropogenen CO2 identifiziert.
    Kanada,Japan, Rußland haben ihre Feinseligkeiten gegen das bißchen anthropogenes CO2 eingestellt ;-)
    Nur deutsche neorassistische Kriese halten an diesem Unsinn fest ;-)

    CO2 ist unschuldig !! 0,037% sind friedlich und werden irrtümlich als Killergas bezeichnet.

    Von 100.000 Luftbestandteilen werden 37 diffamiert, weil angeblich 1 anthropogenes von denen ein Terrorist wäre.
    Eine unglaubliche Diffamierung ;-)

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