Energiekonzept: Deutschland ohne Strom?

2. Oktober 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Politik
Die Produktion von Roheisen ist ein Vorgang, bei dem sehr viel Kohle verbraucht wird. Das Prinzip ist, das im Eisenerz vorhandene Eisenoxid durch eine Verbrennung zu reduzieren. Der Kohlenstoff aus der Kohle geht dabei eine Verbindung mit dem Sauerstoff aus dem Eisenoxid ein, es entstehen reines Eisen und Kohlendioxid. In der aktuellen Ausgabe der Technology Review wird nun eine interessante Idee vorgestellt, diesen Prozeß durch eine effizientere Alternative zu ersetzen. Man kann die eisenoxidhaltigen Mineralien bei hohen Temperaturen auch in einer Salzschmelze auflösen und dann elektrolytisch die Eisen-Ionen abscheiden. Kohle wird nicht mehr benötigt. Und wenn die erforderliche Prozeßwärme durch Kernreaktoren der 4. Generation bereitgestellt würde, entstünden auch keine Kohlendioxid-Emissionen mehr.

Noch ist dies eine Invention im Konzeptstadium. Die praktische Realisierung wird weitere Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen erfordern. Aber dieses kleine Beispiel zeigt den Weg, wie die industrielle Produktion effizienter werden kann. Man ersetze fossile Energieträger durch Elektrizität:

  • Bei der Erzeugung von mechanischer Energie für Maschinen aller Art ist der Elektromotor aufgrund seines höheren Wirkungsgrades gegenüber Verbrennungskraftmaschinen klar im Vorteil. Jedenfalls bei stationären Anwendungen, bei denen der Energieträger nicht mitgeführt werden muß.
  • Bei der Erzeugung von Prozeßwärme sind elektrische Systeme (Laser, Mikrowellen) gegenüber chemischen (Verbrennung) wann immer möglich zu bevorzugen. Die Verluste bei der Umwandlung von Strom in Wärme sind geringer und die Wärmeenergie kann gezielt dort erzeugt werden, wo sie auch benötigt wird.
  • Bei der Automatisierung von Prozessen sind elektronische Systeme ebenfalls effizienter.  Die Übertragung von Informationen und Steuerungsimpulsen durch mechanische (Gestänge, Hydraulik) Vorrichtungen ist gegenüber dem Einsatz von Kabeln, Funksystemen, Sensoren und Aktoren auch in ihrer Einsatzfähigkeit beschränkt. Elektronische Systeme sind einfacher zu montieren, leichter zu warten, beliebig skalierbar und weit flexibler. Und man stelle sich nur einmal vor, die Rechenleistung eines modernen Computers solle durch Zahnräder ersetzt werden.

Der Laser, der Industrieroboter, der Mikrowellenofen, das fahrerlose Transportsystem, Steuerungs- und Überwachungssysteme und der umfassende Einsatz elektronischer Datenverarbeitung über die gesamte Fertigung hinweg sind nur einige Beispiele. Für Möglichkeiten, die Produktion von Waren und Gütern aller Art immer effizienter darzustellen. Was abstrahiert nichts anderes als eine mit immer geringeren Verlusten verbundene Energieumwandlung ist.

Und alle diese Technologien haben eines gemeinsam: Sie verbrauchen Strom. Der direkte Einsatz von Primärenergieträgern in der Industrie wird reduziert, der Bedarf an elektrischer Energie wird erhöht. 

Insgesamt ist dies eine Entwicklung, die sich rechnet. Man kann Menge und Qualität der Produkte bei gleichzeitiger Kostensenkung erhöhen. Der Fahrzeugbau bietet hierfür das Paradebeispiel. Hocheffiziente Antriebssysteme, Leichtbaumaterialien und aerodynamische Formgebung sind nur auf Basis einer entsprechend fortgeschrittenen Produktionstechnologie zu marktfähigen Preisen darstellbar. Vor diesem Hintergrund verwundert die Beobachtung konstanten oder leicht sinkenden Primärenergieträgereinsatzes bei steigender Wirtschaftsleistung nicht.

Für Deutschland insgesamt ist die Entwicklung seit 1990 in Abbildung 1 abzulesen. Natürlich, die Wirtschaftskrise hat den Energieverbrauch im Jahr 2009 spürbar reduziert und verfälscht damit den Trend. Und vor allem in den 1990ern profitierte die Bilanz von der Umstellung der Wirtschaft der DDR auf effizientere Prozesse. Aber letztendlich wird die generelle Entwicklung deutlich. Wirtschaftswachstum und der Verbrauch an Primärenergieträgern sind entkoppelt. Dies gilt für alle Bereiche gleichermaßen, für die Industrie, für Gewerbe, Handel und Dienstleistungen und für den Verkehr.

Abbildung 1

Die Abbildung zeigt auch, wie sich im Energiekonzept der Bundesregierung die Zukunft darstellt. Man vermutet schon hier die Möglichkeit einer erheblichen Trendverstärkung. Der durch eine Vielzahl verschiedener kleinteiliger, je nach Sektor differierender Maßnahmen hervorgerufen werden soll.

Bei sinkendem Verbrauch von Primärenergieträgern und gleichzeitiger Steigerung der Wirtschaftsleistung ist ein steigender Strombedarf zu erwarten. Die Statistik belegt dies, das Energiekonzept vermittelt von dieser  abweichende Vorstellungen (Abbildung 2).

Über alle Sektoren hinweg wird ein stark sinkender Strombedarf projiziert. Nahezu eine Halbierung bis 2050. Und etwa 25% der dann noch benötigten elektrischen Energie ist zuzukaufen, ist aus dem Ausland zu importieren. Denn wir haben in Deutschland in 2050 nach den Vorstellungen unserer Bundesregierung nicht mehr genug Kapazitäten, uns selbst zu versorgen. Was nicht verwundert, wenn man nicht nur auf Kernenergie, sondern auch auf Braunkohle und Erdgas fast vollständig, und auf Steinkohle in großem Umfang verzichten will.

Abbildung 2

Die Bundesregierung sieht hier entgegen aller Erfahrungswerte die Möglichkeit einer radikalen Trendumkehr. Und will diesen gezielt herbeiführen. Die dazu gedachten Maßnahmen sind absurd.

Man betrachte allein, wie im Sektor Industrie Realität und Wunschdenken auseinanderlaufen (Abbildung 3). Energie zu sparen, so die Bundesregierung, gelingt vorwiegend durch den Einsatz effizienterer Motoren, Pumpen und Kühlsysteme. Alles Dinge, die in Wahrheit zu einem erhöhten Stromverbrauch führen. Auch Energiemanagementsysteme, deren Einsatz die Bundesregierung fordert, sind letztlich nichts anderes als eine komplexe Anordnung von Sensoren, Aktoren und Computern. Die eben an die Steckdose müssen. Und das war es dann auch schon, mit den konkreten Ideen. Alles andere in dem entsprechenden Kapitel bleibt nebulös (Netzwerkförderung, Exportförderung u.ä.).

Es ist zu konstatieren: Die Elektrifizierung unserer Lebenswelt ist noch lange nicht abgeschlossen. Sie steht tatsächlich noch immer am Anfang. Man denke an die multimediale Vernetzung, an das „Internet der Dinge“, den Ausbau der Kommunikationssysteme, an intelligente Haushaltsgeräte, an Roboter und „Ambient Intelligence“.

Abbildung 3

Vor allem die Berliner Visionen von der Elektromobilität zeigen den konzeptionellen Irrweg unserer Regierung deutlich auf. Elektromobile erfordern nicht nur elektrische Energie für ihren Betrieb. Auch ihre Herstellung wird deutlich mehr Strom erfordern, als die herkömmlicher Fahrzeuge. Elektromobile sind ohne konsequenten Leichtbau nicht vorstellbar. Leichtbau aber erfordert den Einsatz von Materialien (Aluminium, Faserverbundwerkstoffe), die ohne Strom nicht gewonnen oder verarbeitet werden können.

Jede Steigerung von Effizienz, Qualität und Menge in der Produktion ist letztendlich mit einem zunehmenden Einsatz von Technologien verbunden, die Strom verbrauchen. Und vor diesem Hintergrund kann man eine Prognose wagen:

Ja, es ist denkbar, daß die NIEs(1) bis 2050 etwa 300 TWh an elektrischer Energie im Jahr produzieren. Wenn man sie weiterhin mit umfassenden Subventionen künstlich belebt. Aber dies wird eine Stromlücke von etwa 500 TWh bedeuten, zu der andere Quellen herangezogen werden müssen, um Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Und wenn man das Ziel der Senkung der CO2-Emissionen nicht aufgibt, stehen aus heutiger Sicht nur drei Optionen dafür zur Verfügung: Erdgas, Kohle (CCS) und Kernkraft. Das ist die Realität.

Aus der Verstromung von Erdgas und Braunkohle will die Bundesregierung aber ebenso aussteigen, wie aus der Kernenergie. Und Steinkohle mit CCS-Technologie soll nur noch einen geringen Anteil übernehmen. Das ist die Phantasie, deren Realisierungspotential nach allen vorliegenden Zahlen und allen erkennbaren Trends als nicht vorhanden anzusehen ist.

Hinweis: Ich habe mich mit dem Energiekonzept und dem es begründenden Energiegutachten der Bundesregierung generell bereits hier auseinandergesetzt. In diesem und in folgenden Artikeln werden einzelne Aspekte herausgegriffen.

(1) NIEs steht für „Neue Ineffiziente Energien“, eine von Heinz Horeis in der aktuellen Novo vorgeschlagene, realitätsnähere Bezeichnung für sogenannte „Erneuerbare Energien“.

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64 Kommentare
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  1. Sehr überzeugende Darstellung, Danke!

    Das heißt ja eigentlich, daß die derzeitige Energiepolitik einen Einsparungskurs auf Kosten der Zukunft betreiben will. Das angebliche Ziel der Nachhaltigkeit wird kurzfristigen, finanziellen und moralischen Zielen geopfert.

  2. Ich habe noch ein wenig Hoffnung, dass nicht alle Mitglieder der Regierung an den Erfolg, wenn man es denn so nennen darf, der NIEs glaubten. Vor allem beim Brüderle kann ich es mir nicht vorstellen. Vielleicht wird auch ein wenig auf Zeit gespielt, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, das mit NIEs der wirtschaftliche Abstieg Deutschlands verbunden ist und die Kernkraft, hier vor allem die folgenden Generationen von Reaktoren, als große Chance gesehen wird.

    Manchmal sind es Nebensätze die aufhorchen lassen. Wenn Merkel erwähnt, auch die Mieter haben mit steigenden Kosten durch das Energiekonzept zu rechnen, dann frage ich mich schon, welcher Hintergedanke sie dazu veranlasst hat. Will sie damit möglicherweise das eigene Energiekonzept etwas vom Sockel zu heben um, wenn es um die Umsetzung dieses Konzeptes in die Praxis geht, mehr Spielraum zu haben um die schlimmsten Auswirkungen abzumildern?

    Ich weiß, dass ist sehr optimistisch gedacht, aber wie heißt es so schön, „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

    Hier noch ein Lesetipp: Ein umfangreicher Beitrag von Grünter Keil mit dem Titel „Der Siegeszug der Kernkraft -- Nur in Deutschland gilt sie als Brückentechnologie TEIL I“ auf der Achse des Guten, beschreibt recht anschaulich und umfangreich den Stand des Ausbaus der Kernenergie.
    Teil 1
    Teil 2

  3. Lieber Herr Bibliothekar,
    Das Bild 2 von Herrn Heller sagt vor allem auch. Wir schalten Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke ab und importieren stattdessen einen großen Anteil dieses Stroms. Wie vernünftig ist das denn?
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

    Herr Heller: danke für die schöne Zusammenstellung

  4. Lieber Herr Heß,

    ich gebe unumwunden zu, daß ich im Moment noch sehr verwirrt bin, ob des „Energiekonzepts“ der schwarz-gelben Regierung. Ich hatte mir so etwas wie eine Trendwende erhofft und blicke doch nun auf einen gigantischen Werteschredder der, wie Sie richtig bemerken, die Energieautonomie eines ganzen Staates in Frage stellt. Möglicherweise weiß man auch mehr, als man zugeben will und die gesamteuropäische, zentralistische Energieversorgung und -steuerung ist in der Planung schon weit voran gekommen und Deutschland kann fast gänzlich auf die Stromerzeugung verzichten, da ihr die Steuerzentrale zufallen soll. Wer weiß…?

    Beste Grüße Bibliothekar

  5. Lieber Herr Heller,
    Ist ja auch interessant, dass für das Desertec-Projekt die Stromproduktion für Deutschland folgende Prognose abgeschätzt wurde:
    2010: 750 TWh, 2020: 810 TWh, 2030: 820 TWh, 2040: 760 TWh, 2050: 630 TWh.
    http://tinyurl.com/2u7zonp
    Das liegt ja eher auf ihrer roten Kurve
    Auf der DLR Seite findet man für den Stromverbrauch:
    http://www.dlr.de/tt/desktopdefault.aspx/tabid-2885/4422_read-6583/
    2010: 605 TWh, 2020: 640 TWh, 2030: 654 TWh, 2040: 626 TWh, 2050: 549 TWh.
    Das heißt ja wohl man hat etwa 10 -- 20% Verluste zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch
    Für mich heißt das, dass die Bundesregierung folgendes Szeaario plant:
    Soviel wie möglich erneuerbare Energien auf Kosten des Steuerzahlers und bei höherem Bedarf nicht abschalten.
    Gilt für Kohle, Gas und Kernenergie. Simpel aber leider vermutlich politisch schlau. Allerdings für einen Industriestandort, der auch vom Kraftwerkbau lebt, ein destruktives Szenario.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  6. Danke Herr Heller, einmal mehr ein Beweis was dieses sog. Energiekonzept in Wirklichkeit ist, absoluter Schrott.
    Mich wundert das sich dieses Konzept soweit von der SRU-Studie entfernt hat, immerhin nennen die sich „Sachverständigenrat“, das es nur eine einzige logische Erklärung für diesen Schrott geben kann.

    Deindustrialisierung Deutschlands.

    Diese Studie ist ein einziges Einknicken vor der deutschen Mentalität sich einer grünen Minderheit zu ergeben, Logik und Mathematik bleiben aussen völlig vor.
    Zumindestens zeigt dieses Konzept im Stillen, das man von 100 % EE bis 2050 völlig abgerückt ist, weil dieses Konzept von Anfang an ein Märchen der EE-Lobbyisten und NGO´s war, das alleine auf Addition von Energiemengen beruht.

    Szenarien beschreiben mögliche Zukünfte. Sie erheben nicht den Anspruch, die aus heutiger Sicht wahrscheinlichste Entwicklung abzubilden.

    Dieser Satz in der Begründung sagt ja wohl alles, wir saugen uns da mal was aus den Laienfinger und kassieren anschließend weiter ungerührt die Steuergelder, die der Wahlpöbel für diesen technischen Unsinn aufbringen muss.

    Die Netzbetreiber müssen jährlich Männchen bei den Behörden machen, ob sie ja den 10 Jahresplan im Netzausbau einhalten…….aber auf der anderen Seite bietet man bessere Berechnungsmöglichkeiten für die Durchleitungsgebühren an, damit die Renditen auch wieder stimmen.
    Kapitalistischer Sozialismus oder Sozialismus mit kapitalistischen Wirkungsmechanismen, suchen Sie sich was raus.

    Was Stromimporte anbetrifft, fragen Sie mal Italien was passiert wenn Frankreich mal nicht genügend liefern kann……..man schaltet halt ein paar Regionen ab wenn es eng wird.
    Fragen Sie mal die Norweger was 2003 bei denen passiert ist als sie nach Liberalisierung mehr tollen Wasserkraftstrom ins grüne Ausland verscheuert haben als für sie gut war?
    (Im Winter durften die dann sehr teuren Strom importieren, weil ihre Speicher leer waren)

    Quark mit Sosse, so wie man in meiner Gegend sagt, wenn jemand absoluten Quatsch unters Volk bringen will, das ist unser neues Energiekonzept der schwarz-gelben Unvermögensregierung.
    Viel bescheuerter hätte das Rot-Grün auch nicht hinbekommen………….oder sind die schwarzen auch nur getarnte Grüne……letzte Zeit kommt mir das jedenfalls so vor.

    PS. Nach ein paar Jahren wird dann rein zufällig bemerkt das dieses Konzept ja doch nicht funktioniert…….machte nixe man hat ja vorgesorgt………..Nordstream und Nabuco………mit feinen russischen Erdgas unseres so genialen Ex-Bundeskanzlers in Diensten Gazprom und Russlands.

    Es wird Zeit sich eine eigene Energiezukunft auszudenken……..zieh ich halt in ein Land wo es noch dauerhaften Strom zu günstigen Preisen geben wird, Deutschland hat schon heute abgewirtschaftet und merkt es nur noch nicht.
    Sollen doch die massenhaft rumschwirrenden Umweltbeamten, Soziopädagogen, Esotheriker, Bachblütentherapeuten, Lehrer, Politwissenschaftler und sonstige unproduktive Lautsprecher den Laden schmeissen, die energetisch gut ausgebildeten Fachleute sind bis dahin eh dorthin ausgewandert, wo man ihre Leistung noch schätzt.

    Ich hab die Schnauze einfach gestrichen voll, in diesen Irrenhaus kann man ja nur noch Verrückt werden.

    H.E.

  7. Ich muss mich ergänzen. Ich denke es werde auch neue Kraftwerke geplant, vor allem Gas und Kohle.

  8. Ich finde ja gut, dass die Absicht bekundet wird alles marktwirtschaftlich durchzuführen

    Und die lobenswerte Absicht aus dem Konzept:

    Bei den Maßnahmen zur Umsetzung unserer Energiepolitik ist auf das Gleichgewicht unserer Ziele -sicher, umweltschonend und bezahlbar – zu achten.

    Allerdings auch aus dem Konzept:

    Darüber hinaus werden wir prüfen, inwieweit auch der Strommarkt weiterentwickelt werden soll. Im derzeitigen Marktdesign können künftig möglicherweise die Strompreise nicht genügend Anreize zum Bau von Anlagen zur Leistungsabsicherung geben. Das könnte zum Beispiel auch für den Bau von flexiblen Gas- oder Kohlekraftwerken gelten, die künftig zunehmend zu diesem Zweck vorgehalten werden müssen. Gleiches giltfür Energiespeicher. Ähnliche Probleme könnten sich auch für die erneuerbaren Energien stellen. Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, ob und wie in Zukunft die Bereitstellung von Kapazitäten behandelt wird (so genannte „Kapazitätsmärkte“).In diesem Zusammenhang ist zu klären, welche Kosten entstehen, wie diese minimiert und wie sie verteilt werden.

    Das bedeutet, dass der Steuerzahler zunehmend Doppelinvestitionen finanzieren muss, eine Anlage mit erneuerbaren Energien und ein flexibles Gas- oder Kohlekraftwerk.

  9. @Hess

    Ich habe auch den Eindruck, das man auf Kosten der Allgemeinheit einfach ein paar Systeme parallel installiert.
    Wir hams doch, für den Klimaschutz ist uns auch der größte Schwachsinn noch nicht teuer genug.
    Bin mal gespannt was die sozial Benachteiligten zu Strompreisen sagen werden, die sich zwischen 40-50 C/kWh bewegen werden.

    Wie gesagt, unseren bessergestellten Grünen-Sympatisanten ist das ja ihr gutes Klimagewissen allemal wert, gelle.

    H.E.

  10. Lieber Herr Eng,
    wenn man das Konzept genau liest, kommen ja die Knackpunkte auch ans Licht:

    Die Bundesregierung wird im Pentalateralen Energieforum die Zusammenarbeit mit Frankreich
    und den BeNeLux-Staaten weiter intensivieren, mit dem Ziel, Netzengpässe zu vermeiden.
    Mit dem Ziel, weitere regionale liquide Strommärkte zu entwickeln, wird die Bundesregierung
    mit unseren mittel-ost-europäischen Nachbarn weiter zusammenarbeiten.

    Das heißt vermutlich wir erhalten uns die Option in Frankreich, Polen und Tschechien Kohle oder Atomstrom zuzukaufen.
    Vermutlich werden eben unsere Energiekonzerne die Kernkraftwerke genau dort betreiben und wir haben Atomstrom, ohne das in Deutschland ein Kernkraftwerk betrieben wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  11. Lieber Herr Hess

    Gut erkannt, den deutschen Bessermenschen ruhig gestellt und dann den schmutzigen Strom von unseren Nachbarländern importieren.

    Diese ganze Geschichte ist so schizophren, das man eigentlich aus dem Lachen nicht mehr herauskommt.
    Nur um einer gesellschaftlichen Strömung entgegenzukommen, macht man sich zum energetischen Hansel, ich raff es einfach nicht mehr, das geht einfach über meinen energetischen Sachverstand.

    MfG
    Heinz Eng

  12. Lieber Herr Eng,
    vielleicht ist das auch längst abgesprochen, denn die innereuropäischen deutschen Außenhandelsüberschüsse sind Frankreich eh längst ein Dorn im Auge und Stromimporte nach Deutschland sind dann in beiderseitigem Interesse.
    Politiker müssen gewählt werden.
    Warum allerdings die Linkspartei fürs EEG ist, ist mir schleierhaft. Vermutlich aus planwirtschaftlicher Nostalgie. Obwohl sie behaupten für den kleinen Mann zu sein. Und das EEG eine Umverteilung von Arm nach Reich ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  13. Lieber Herr Hess

    Linkspartei……..sind das nicht die Typen, die es damals nicht geschafft haben rechtzeitig bei den Grünen unter zu tauchen?

    Bei den Mitgliedern werden Sie wohl kaum Hartzer entdecken, eher Lehrer und Geschäftsführer.
    Die haben für den kleinen Bettler (Anträge ans Amt) auch nichts übrig, die erzählen nur den ganzen Tag lang von „Sozial“.
    Da beschäftigt man sich doch lieber kostenaufwendig mit dem „Kampf gegen Rechts“ und anderen Unfug anstatt sich wirklich um die Werktätigen zu kümmern.

    Am besten guckt man mal in die Bundesländer, wo die Linke mit an der Regierung sind…….Brandenburg is ja auch leider dabei……….und schon entpuppt sich die Truppe auch als eiskalte Sparer.

    Es gibt leider keine einzige Partei in Deutschland die NICHT auf Klimaschutz macht, keine Alternative da………und das selbe Problem bei der Integration, ne Menge Dammschwätzer aber sobald einer die Nazi-Keule hervorkramt, ziehen se alle den Schwanz ein.

    Oh Deutschland, wie bist du herunter gekommen, haben sich die DDR Einflüsse 1968 doch am Ende als siegreich herausgestellt.
    Dann noch der Unfug mit den Gender-Mainstream und das Normalmass des Steuerpflichtigen ist gestrichen voll.
    Mutti und Vati werden zum schnöden „Elter“ um ja jegliche geschlechtsspezifische Merkmal zu maskieren.
    Blindbewerbungen, Quoten, Männer zum wäschewaschenden Weichei gemacht, Jungs im Kindergarten zu Heulsusen erzogen……..die Gesellschaft ist dermassen dekadent geworden, das wirklich mal eine Woche Stromausfall her muss, um wieder etwas andere Prioritäten zu setzen.

    Naja, bei dieser Energiepolitik wird der Blackout nicht mehr lange auf sich warten lassen.

    MfG
    Heinz Eng

  14. Vielen Dank erst einmal an alle für die angeregte und anregende Diskussion.

    @ Heß:

    Danke für den Verweis auf die Desertec-Studien. Diese hatte ich bislang nicht im Fokus. Aber es bestätgt sich in diesen Szenarien einmal mehr: Private Investitionen in alternative Energien ergeben nur dann Sinn, wenn der Strombedarf steigt, und nicht sinkt. Die Differenz der Annahmen zu denen der Bundesregierung ist schon auffallend. Wobei in vielen dieser Szenarien der Abfall nach etwa 2030/2040 mit Annahmen über die demographische Entwicklung verknüpft ist. Und dies ist eigentlich der Faktor, der am wenigsten gut abgeschätzt werden kann:

    a) Das Zuwanderungssaldo für Deutschland ist seit vielen Jahren positiv und entwickelt sich in einer Weise, die bislang alle Vorhersagen eines deutlichen Bevölkerungsrückgangs (die gab es schon einmal für die 1980er und die 1990er Jahre) pulverisiert hat. Nun verschiebt man den erwarteten deutlichen Bevölkerungsrückgang (ich spreche hier von einer Größenordnung von 5-10 Mio) immer weiter in die Zukunft. Ich bin da völlig anderer Auffassung. Ich erwarte eine geregelte Zuwanderung insbesondere junger Familien in den kommenden Jahrzehnten, die zumindest mal für eine weitgehende Konstanz der Einwohnerzahl sorgt. Im Prinzip müßte eine verantwortungsvolle Politik sogar Szenarien mit einer weiter steigenden Einwohnerzahl berücksichtigen.

    b) Weniger Menschen bedeutet nicht notwendigerweise weniger Stromverbrauch. Merkwürdigerweise werden weder im Energiegutachten der Bundesregierung, noch bei Desertec (noch in sonst irgendeinem Szenario, das ich kenne) irgendwelche Rebound-Effekte berücksichtigt. Bei Pielke jr. finden sich hierzu schöne Texte (hier und hier). Ich habe die Rebounds schon seit längerem im Blick und werde auch irgendwann mal etwas ausführlicher dazu schreiben.

    In der statistischen Definition sind „Bruttostromerzeugung“ und „Nettostromverbrauch“ identisch, bis auf das Importsaldo. M.a.W.: Der erzeugte Bruttostrom ist der, der den Verbrauchern auch tatsächlich zur Verfügung steht. Und er ist bei uns immer ungefähr gleich dem tatsächlichen Bedarf, denn so ist unser Stromnetz ausgelegt. Die Umwandlungsverluste sind hier in den Daten also schon herausgerechnet.

    Für das Jahr 2009 liegen mir folgende Werte vor:

    Primärenergieverbrauch D: 13.398 PJ
    -- nichtenergetischer Verbrauch (Einsatz von Energieträgern als Grundstoffe für die chemische Produktion): 1024 PJ
    -- Verbrauch der Energieumwandlung (bspw. die Maschinen und Anlagen in den Kraftwerken selbst): 475 PJ
    -- Umwandlungsverluste: 3.212 PJ

    Daraus folgender Endenergieverbrauch: 8.714 PJ

    Letztendlich benötigen wir also „nur“ 10.213 PJ.

    Der Endenergieverbrauch in D ist in den 1990er Jahren etwas gesunken (Abbruch und Neuaufbau der DDR-Wirtschaft), steigt aber seit einigen Jahren wieder leicht an. Man kann ihn im Prinzip über die vergangenen 20 Jahre als konstant ansehen. Wenn man die Energieeffizienz verbessert, so handelt es sich eigentlich um eine Verringerung der Umwandlungsverluste. Und da haben wir in den letzten Jahren einiges erreicht.

    Man kann also das Problem mit den Energiekonzepten auch so sehen, daß im Gegensatz zur bisherigen Erfahrung angenommen wird, man könne den Endenergieverbrauch in großem Umfang minimieren. Das geht aber nach meiner Auffassung nicht, wenn man weiterhin eine wachsende Wirtschaft und einen entsprechend steigenden Konsum mit steigenden Löhnen und steigendem Wohlstand wünscht.

    Was man ins Auge fassen kann, ist eine Minimierung der Umwandlungsverluste. In einem Ausmaß, wie er dem Trend aus Abbildung 1 entspricht (irgendwann stößt man natürlich auch hier an physikalische Grenzen). Diese Effizienzsteigerung ist aber immer mit einm höheren Stromverbrauch verknüpft. Das zumindest ist für die letzten 20 Jahre der Fall gewesen.

    In keinem der Szenarien wird in irgendeiner Form begründet, warum sich das in Zukunft ändern soll. Ich habe jedenfalls keine Anhaltspunkte dafür.

    Ich gehe in meinen Arbeiten davon aus, daß man sich auf eine Zukunft vorbereiten muß, in der nicht nur der Strombedarf, sondern auch der Mobilitätsbedarf (in D) langfristig steigen werden. Zu letzterem werde ich noch etwas schreiben, denn das Energiekonzept befaßt sich ja auch mit Mobilität.

    Aber jetzt habe ich erstmal ein paar Tage „Blogpause“. Ich muß ja auch mal gelegentlich richtig arbeiten (also für Geld halt), und noch einen Text für die nächste Novo schreiben (sorry, Herr Eng ;)) und mich auf die „Battle of Ideas“ in London vorbereiten.

  15. Klasse. Hab ich es übersehen, oder steht in der Studie wirklich nichts davon, dass wir 2050 weitgehend elektrisch Auto fahren sollen?!? Wo soll der Strom herkommen?

    ‚Wir sind nicht nur Deutschland‘, sondern eigentlich ’sind wir EU‘. Wieso kann ich mir eigentlich keinen günstigen Atomstrom (oh sorry, Kernkraftstrom‘) aus Frankreich kaufen?

  16. Im Handelsblatt: Deutschland fehlen 3500 Kilometer Stromleitungen

    Das Netz stößt immer häufiger an seine Kapazitätsgrenzen. Der Netzbetreiber 50-Hertz, der das Übertragungsnetz im Nordosten der Republik betreibt, verzeichnete im Jahr 2006 noch insgesamt 80 sogenannte „Gefährdungstage“ im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes. Damit sind solche Tage gemeint, an denen der Netzbetreiber in den Stromerzeugungsmarkt eingreifen muss und etwa Kraftwerke vom Netz nehmen muss, weil zu viel Windstrom ins Netz drängt. Der Windstrom genießt Priorität bei der Einspeisung. Die Zahl der Gefährdungstage stieg im 50-Hertz-Netz seit 2006 auf 197 Tage im vergangenen Jahr.

  17. @Martin Frank

    Klasse. Hab ich es übersehen, oder steht in der Studie wirklich nichts davon, dass wir 2050 weitgehend elektrisch Auto fahren sollen?!?

    Ganz einfach, weil es 2050 den Individualverkehr wie Sie es kennen nicht mehr geben wird.

    Die ökologisch produktive Masse wird direkt am Arbeitsplatz wohnen, ganz nach altchinesischen Konzepten eine Art Kolchose wo in der Kantine gegessen wird, wo in der selben Kantine auch die gesellschaftlichen Aktivitäten abgearbeitet werden und wo die Wohnzelle (Null-Energie da ohne Heizung) dem ökologischen Werktätigen nur noch zum Schlafen zur Verfügung gestellt wird.
    Alle 5 Jahre darf dann der ökologische Werktätige einen Urlaubsplatz des „Freien Ökologischen Gewerkschaftsbundes“ in Anspruch nehmen, wohin er dann auch ökologisch korrekt per Öko-Massenverkehrsmittel hingebracht wird.
    Klimaschädliche Freizeitaktivitäten sind eh seid dem Jahr 2035 verboten, als Informationsquelle dient das energieeffiziente Volks-Multikommunikationsgerät (ala 1984) das mit dem implantierten Chip im Arm aktiviert wird.
    Grundsätzlich ist ab 22:00 Uhr sowieso Nachtruhe einzuhalten um die zur körperlichen Regeneration nötigen 8 Stunden Schlaf ermöglichen zu können.
    Jegliche gesundheitsbedenkliche Aktivitäten wie Rauchen und Alkohol wurden zum Schutz der Volksgesundheit vom „Amt für nachhaltige Gesundheit“ ab 2024 sowieso schon verboten und unter harter Strafe gestellt.
    Weiterhin ist es auch unter Strafe gestellt die klimaschädlichen Machenschaften ökologiefeindlicher Elemente nicht unverzüglich zu melden, im Namen des Klimas und des nachhaltigen Lebens darf kein Individuum ausserhalb der strengen Normen agieren, denn wir haben nur diesen einen Planeten.

    Die einzigen individuellen Fahrzeuge werden natürlich von den ökologisch-politischen Eliten und deren Erfüllungsgehilfen geführt, natürlich mit Bio-Sprit und Panzerung gegen subversiven Elementen, die bis dahin immer noch nicht die Einsicht in die Notwendigkeit einer Non-Konsum-Gesellschaft erbracht haben.

    Selbst die Umerziehungslager versorgen sich komplett Autark aus Eigenanbau, es liegt also im eigenen Interesse seine Nahrungsmittelversorgung bestmöglich abzusichern, sollten Ökoschmarotzer ihr Tagessoll beim Bio-Anbau nicht erfüllen, sind sie am Ende selber Schuld, wenn Ihm die Nahrungsmittelzuteilung verweigert wird.

    Wozu zum Teufel brauchst Du in dieser Gesellschaft dann noch ein Auto?

    In großer und weisser Vorraussicht hat unsere über alles geliebte Regierung dieses schon voraus gesehen und dem entsprechend das neue Energiekonzept ausgelegt.

    Wer Zynismus findet, darf ihn behalten.

    Heinz Eng

  18. @Herr Heller

    Nachdem ich mich gestern verbal etwas gehen lassen habe, hier nun ein paar konkrete Fragen an Sie.

    Was mir von Anfang an am Energiekonzept gewundert hat, es liegt abseits jeder anderen Studie (vor allem was die Energieverbräuche 2050 betrifft), deshalb hatte ich mich mit den 3 beauftragten Instituten beschäftigt, die diese Studie erabeitet haben.

    GWS.http://www.gws-os.com/de/index.php sagt mir nix, einfach nicht mein Fachbereich.
    Prognos.http://www.prognos.com/…..kann ich auch nicht viel mit anfangen, nur das das eine schweizer Firma ist.
    EWI..……da aber hab ich was gefunden, was zumindestens mir erklärt, warum das Energiekonzept so einseitig ausgefallen ist.

    Doch genau daran äußern Kritiker Zweifel. „Das EWI sieht nach einem getarnten Subunternehmen von E.on und RWE aus“, sagt die Vizefraktionschefin der Grünen, Bärbel Höhn. Zumindest indirekt stehe der Leiter des Instituts auf der Gehaltsliste der Energiekonzerne. „Die Bundesregierung braucht wohl ein abhängiges Institut, damit man die Atomkraft schönrechnen kann.“

    SPON

    Nun meine Frage, wie kann man etwas so wichtiges wie die energetische Zukunft Deutschland für die nächsten 40 Jahre planen, nur alleine aufgebaut auf Studien dreier Institute, wobei eins sogar im Verdacht steht den Energiemonopolisten nahe zu stehen?
    Was wissen Sie über die beiden anderen Institute, gibt es da auch Auffälligkeiten?

    PS. diese Fragen können mir auch gerne der eine oder andere Leser, der sich mit der Materie etwas besser auskennt als ich, beantworten.

    MfG
    Heinz Eng

  19. @Eng, @all:

    Es ist wichtig, sich immer wieder klarzumachen, was das Energiegutachten leistet, für was es gemacht ist, und was es eben genau nicht aussagen kann.

    Die Regierung hat den ausführenden Instituten enge Vorgaben gegeben:

    -- Reduzierung der THG-Emissionen
    -- Ausbau der NIEs

    Ich hatte das bereits hier beschrieben.

    Im Rahmen dieser Zielvorgaben wurde gedacht. Es handelt sich um Zielszenarien. Es wurde eben genau nicht ergebnisoffen gerechnet. Das gewünschte Ergebnis war vorgegeben.

    Das Gutachten hatte auch nicht das Ziel, die Laufzeitverlängerung der KKW zu begründen, wie oft fälschlicherweise angenommen und auch kommuniziert wird. Es wurde lediglich berechnet, wie sich unterschiedliche Laufzeitverlängerungen auf die Zielvorgaben auswirken. M.a.W.: Es wurde die Frage beantwortet, ob eine Laufzeitverlängerung die Zielstellung gefährdet, oder nicht.

    Das Ergebnis ist in diesem Punkt eindeutig:

    -- die Laufzeitverlängerung ist erforderlich, um die CO2-Emissionen wie gewünscht zu reduzieren
    -- die Laufzeitverlängerung gefährdet nicht grundsätzlich den Ausbau der NIEs, vielmehr können Rahmenbedingungen durch die Politik so gesetzt werden, daß dies genau nicht der Fall ist

    Desweiteren ist die korrekte Interpretation des Gutachtens so zu verstehen:

    Die Zielvorgaben (Ausbau NIEs und Reduzierung THG) sind nur zu erreichen, wenn man Primärenergie- und Stromverbrauch entsprechend deutlich reduziert, sowie Versorgungssicherheit und Kostensenkung als primäre Zielstellungen aufgibt.

    In diesen Punkten unterscheidet sich das Gutachten nicht von all den anderen vielen Papieren, die seit Jahren die Botschaft „100% EE möglich“ auf uns loslassen.

    Von daher würde ich schon davon ausgehen, daß die beteiligten Institute kompetent waren und nach bestem Wissen und Gewissen gerechnet haben, um die Vorgaben des Auftraggebers zu erfüllen.

    Zwei Detailpunkte:

    -- Die Stromimporte werden im Gutachten auch eingesetzt, um den Strompreis zu dämpfen. Man geht ja davon aus, daß dieser bis 2050 real nur um maximal 1-2 Cent/kWh ansteigt. Um dies zu gewährleisten, sind Importe billigen Stroms aus dem Ausland erforderlich. Das Gutachten nennt hierfür drei Quellen: Solarstrom aus Südeuropa, Windstrom aus Offshore-Anlagen Großbritanniens und Kernenergie (aus Frankreich und Osteuropa).
    -- Zur Mobilität und auch zur Elektromobilität finden sich eine Reihe beachtenswerter Aussagen im Gutachten. Ich werde dazu noch schreiben, irgendwann.

    Eigentlich muß man zusammenfassend Energiekonzept und -gutachten als eine Botschaft der Regierung an uns Bürger verstehen. Nämlich so:

    Wenn wir in Zukunft unsere Energieversorgung in großem Umfang aus NIEs bestreiten wollen und die THG-Emissionen massiv senken und aus der Kernenergie aussteigen wollen, dann ist das nur auf diesem Wege möglich. Einen anderen kennen wir nicht:

    -- massive Reduzierung des Primärenergieverbrauches
    -- massive Reduzierung des Stromverbrauches
    -- dauerhaft hohe Energiepreise
    -- massive Investitionen von Euch, liebe Bürger, in Wärmedämmung und Mobilität
    -- eine Verhaltensänderung Eurerseits, liebe Bürger, indem Ihr Euren Stromverbrauch an das (schwankende) Angebot anpaßt
    -- Inkaufnahme einer Abhängigkeit Deutschlands von preiswertem Importstrom, u.a. aus Kernenergie
    -- Verlängerung der Laufzeiten unserer Kernkraftwerke um einige Jahre

    Wollt Ihr das wirklich?
    Wenn man auch nur einen dieser Punkte nicht will, würden sich die Zielszenarien im Rahmen der Berechnungsmodelle nicht ergeben, bzw. völlig anders darstellen.

    Nun sind wir Bürger aufgefordert, der Regierung mitzuteilen, daß wir genau das nicht wollen. So ist Demokratie. Wenn das einfach nicht genug Menschen machen, tja, dann sind wir das selbst schuld. Verschwörungstheorien und verbale Bomben a la „Merkel will Deutschland deindustrialisieren“ helfen da wenig.

    Die Botschaft aus dem Energiekonzept ist ziemlich eindeutig:

    Wir können die THG-Emissionen nicht substantiell reduzieren, ohne erhebliche ökonomische Nachteile in Kauf zu nehmen. Wir können unsere Energieversorgung nicht auf NIEs umstellen, ohne erhebliche ökonomische Nachteile in Kauf zu nehmen.

    Es ist also auch der Beweis dafür, daß wir Klimaskeptiker mit unserer Warnung vor den Gefahren einer einseitig am Vorsorgeprinzip ausgerichteten Klimapolitik einfach nur Recht haben. Klimaschutz ist eben ökonomisch gesehen nicht nützlich. Wenn die Grünen uns mit ihrem „New Green Deal“ das Gegenteil weismachen wollen („die NIEs schaffen ja so viele Arbeitsplätze und Exportchancen“), dann ist das Energiegutachten eben auch der Beweis dafür, daß dies nicht stimmt.

  20. @Heller

    Sie überraschen mich doch immer wieder, aber Ihre Denkweise hat was, dem ich mich nicht entziehen kann.

    Mein erster spontaner Gedanke war………..“Wollt Ihr den totalen Krieg“…..eine Frage dessen Beantwortung uns heute noch verdammte Kopfschmerzen bereitet.

    Wie man anhand des bayrischen Abstimmungsergebnis zum Nichtraucherschutz gut erkennen kann, das deutsche Volk ist zu träge und zu faul geworden gegen seine Bevormundung vorzugehen.
    Schade eigentlich, Deutschland an sich ist ja ein schönes Land mit vielen netten Menschen……..trotzdem wird man genötigt dieses Land zu verlassen.

    Das wiederum ist meine persönliche „Vorsorgeentscheidung“ um den Rest meines bescheidenen Lebens noch lebenswürdig verbringen zu dürfen.

    MfG
    Heinz Eng

  21. Die Botschaft aus dem Energiekonzept ist ziemlich eindeutig:

    Wir können die THG-Emissionen nicht substantiell reduzieren, ohne erhebliche ökonomische Nachteile in Kauf zu nehmen. Wir können unsere Energieversorgung nicht auf NIEs umstellen, ohne erhebliche ökonomische Nachteile in Kauf zu nehmen.

    Dies kann man wohl auch nur wieder mit Schauklappen ernsthaft behaupten.
    Wer kann schon behaupten, den korrekten biz case auf volkswirtschaftlichen oder sogar globalen level zu haben? Falls dies überhaupt möglich ist.

  22. Lieber Herr Bäcker,
    kennen Sie einen „business case“ in dem sich nicht ausgelastete Doppelinvestitionen rechnen?
    Siehe mein #8
    Da braucht man erst mal keine Computermodelle. Das geht Nullter Ordnung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  23. Herr Bäcker, ich habe nun in zwei Texten eine ganze Reihe sehr klare Argumente vorgebracht. Und mich dabei auf keine andere Quelle als das Energiegutachten unserer Bundesregierung berufen. Da stehen nun alle Zahlen und Daten drin. Gerne diskutiere ich mit Ihnen. Aber dann zeigen Sie mir auf, an welchen Stellen ich das Energiegutachten falsch verstanden habe, an welchen Stellen die Zahlen anders zu interpretieren sind.

    Wer kann schon behaupten, den korrekten biz case auf volkswirtschaftlichen oder sogar globalen level zu haben? Falls dies überhaupt möglich ist.

    Das Energiekonzept -- und damit unsere Bundesregierung -- behauptet es.

    Nebenbei: ich war heute bei einem unserer „Hidden Champions“ zu Besuch. Ein Unternehmen mit etwa 1.000 Mitarbeitern, das hochkomplexe Produkte herstellt und in seinem Bereich Top 2 in der Welt ist.
    Die haben einen Strombedarf von jährlich 10 GWh. Ein Bedarf, der sich nicht reduzieren läßt, der eher noch steigen wird, weil er fast ausschließlich der Qualitätssicherung zugute kommt. Und ohne diese läßt sich nun einmal die Marktstellung in einem Hochlohnland wie Deutschland nicht verteidigen. Ich werde darüber noch berichten. Was daraus folgt ist denke ich klar und eindeutig. Und das steht oben. Argumentieren Sie dagegen, viel Spaß…

  24. @Heller

    ich bezweifle, dass man aus dem Energiekonzept herauslesen könnte, dass „energiefressende“ Hightech-Unternehmen in D keine Chance mehr hätten und wir quasi in ein Entwicklungsland zurückfielen. Ich denke, Sie ziehen die Energieeffizienzziele über einen Kamm. Mit Energie einsparen meint man „unnütze Energie“ einsparen.

  25. Bäcker #24
    Könnten Sie mal präzise erläutern, was “unnütze Energie” ist?

  26. @ moosgeist

    Abwärme

  27. @Bäcker

    Lieber guter Mann, als Physiker scheinen Sie ja eine mittelgroße Leuchte zu sein, der uns dummen Skeptikern die einzige wahre Wahrheit der Klimaphysik beibringen will, aber sobald Sie sich auf ein fachfremdes Gebiet begeben, setzten Sie sich der Vermutung aus, nicht nur der Physiklehrer zu sein den Sie vorgeben hier zu mimen.

    Es könnte nämlich sein, das der Verdacht aufkommt, das Sie zu den politisierten Wissenschaftlern gehören, um mittels AGW gewisse Massnahmen zu legalisieren, die in meinen Augen wirtschaftlicher/elektrotechnischer Unsinn sind.

    Ich vergleiche die EE mit einem Bandwurm. Ist er noch klein merkt der Wirt nichts von seiner Anwesenheit, je größer dieser kleine Schmarotzer wird, desto heftiger werden die negativen Auswirkungen auf den Wirt und heute haben wir die Situation, das der Bandwurm fordert das der Wirt doch bitteschön seine Funktion einzustellen hat weil sich sonst der Wurm nicht weiterentwickeln kann.

    Dummerweise begreift der kleine Parasit nicht, das er ohne Wirt nicht überlebensfähig ist aber der Wirt ganz gut ohne Bandwurm weiterleben kann.

    „unnütze Energie“………..die ich brauche um überdimensiernierte Netze zu betreiben und dann auch noch ineffiziente Speicher zu laden.
    Eine Studie des UBA gibt für ihr Szenario Netzverluste von knapp 30 TWh und Speicherverluste von 60 TWh an, also knapp 20% Elektroenergie die wir gleich wieder vernichten (vom Wirkungsgrad bei der Produktion rede ich garnicht erst), was also soll ihre eigenartige Anspielung auf die Abwärme?

    Abwärme kann ich mittels KWK ja auch ganz gut nutzen……..nur Mist das das neue Energiekonzept gerade die lokale KWK den Gnadenschuss verpasst hat, nur mal als kleines Beispiel.

    Schuster bleib bei Deinen Leisten….und Sie lieber bei der reinen Physik.

    MfG
    Heinz Eng

  28. @ Eng

    wie wäre es, wenn Sie sich um die sachlichen Themen und nicht um mich kümmern? Ich kann Sie aber beruhigen, ich halte mich aus der Energiediskussion raus, das ist mir zu subjektiv.

    Eine Studie des UBA gibt für ihr Szenario Netzverluste von knapp 30 TWh und Speicherverluste von 60 TWh an, also knapp 20% Elektroenergie die wir gleich wieder vernichten (vom Wirkungsgrad bei der Produktion rede ich garnicht erst),

    M.d.W. eine technische Herausforderung, dies zu ändern.

  29. @Bäcker

    wie wäre es, wenn Sie sich um die sachlichen Themen und nicht um mich kümmern?

    Gut gekontert…….oder doch nur schlecht abgelenkt?

    ich halte mich aus der Energiediskussion raus, das ist mir zu subjektiv.

    Sehen Sie, die Klimawissenschaft verbittet es sich, das ihr vermeintliche Laien dazwischen quatschen, mit der Ausrede das diese Zwischenquatscher ja keine Klimaforschung betreiben.
    Im Gegensatz dazu darf sich bei der Energieversorgung nun wirklich jeder Hansel melden, selbst wenn er gerade mal weiß wie er seine Leuchtmittel austauschen kann.
    Argumente wie…..“irgendwo weht immer der Wind oder scheint die Sonne“…..reichen aus als Argument, dümmer gehts ja wohl nicht.

    Energieversorgung ist gelebte Physik, die Formeln sind millionenfach bewährt, ich kann alles messtechnisch überprüfen und wenn sich mal jemand bei der Netzberechnung verhauen hat sind die Auswirkungen sehr schnell sichtbar.

    Großverbraucher—>Leitung—-->Kraftwerk in der Nähe + Ausgleichsleitungen zu anderen Kraftwerken, so sah es bisher aus, effizient und mit minimalen Energieverlusten.
    Großverbraucher—>Leitungen—->Speicher—-->unterschiedlichste Energieerzeuger in den unterschiedlichsten Entfernungen = hohe Leitungsverluste und zusätzliche Speicherverluste = ineffizient und in meinen Augen Energieverschwendung.
    So sieht die Planung laut Energiekonzept aus, na dann machen Sie mal was physikalisch um diesen Zustand zu verbessern.
    Sie werden scheitern, genauso wie sich dieses Machwerk der Bundesregierung als unbrauchbares Mittel herausstellen wird eine Nation mit kostengünstigen Strom zu versorgen.

    Jaa, die Energiediskussion ist subjektiv…….weil einfach zu viel Laien mitreden wollen, da haben Sie vollkommen recht Herr Bäcker.

    H.E.

  30. wie gesagt, da ich mich auf dem Gebiet Energieversorgung als Laie sehen, lasse ich die Diskussion. Wenn ich dazu etwas ernsthaft wissen will, kontaktiere ich meine Kollegen von der Energietechnik und natürlich nicht Internet-blogs

  31. @Bäcker:

    wie gesagt, da ich mich auf dem Gebiet Energieversorgung als Laie sehen

    Wie wahr, wie wahr, denn das

    Ich denke, Sie ziehen die Energieeffizienzziele über einen Kamm. Mit Energie einsparen meint man “unnütze Energie” einsparen.

    zeigt in bemerkenswerter Weise an, daß Sie weder das Energiekonzept noch meine Erwiderung gelesen und/oder verstanden haben.

    kontaktiere ich meine Kollegen von der Energietechnik und natürlich nicht Internet-blogs

    Soso, erst ein bißchen Unfug schwafeln, und dann zurückziehen. Peinlich, peinlich…und feige.

  32. @ Eng:

    Lieber guter Mann, als Physiker scheinen Sie ja eine mittelgroße Leuchte zu sein

    Lieber Herr Eng, ich bin auch Physiker und ich versichere Ihnen: Der Mann ist ein Schaumschläger. Deswegen fände ich es ja auch besser, er würde sich zurück nach EIKE trollen. Bäcker handelt nach dem Motto: Unter den Blinden kann ich als Einäugiger den König spielen. Hier dagegen hat er leider nur Sehende vorgefunden. Das frustriert ihn natürlich dann doch…

  33. Lieber Herr Hess

    Ich bin der Blinde……..und gebe das sogar unumwunden zu, denn dieses Klimagedöhns geht ein Stück weit über meine gute DDR-Ausbildung und meinen persönlichen, langjährigen Erfahrungsschatz in Sachen Wärme, Temperaturen, Isolierung, Kessel, Heizung, BHKW u.s.w weit hinaus.

    Wissen Sie, 350 Watt/m2 kann ich spüren…….Wärmequelle + entsprechende Entfernung + Hautsensorik = Gespürte Wärmestrahlung. (Laue Sommernacht und erhitzte Betonwände)

    Naja, jeder hat seine Stärken aber das dann gewaltig………deshalb bewundere ich auch Ihre Arbeit….von der ich sogar gelegentlich nur Bahnhof verstehe.

    Machte nixe, bei Freund Bäcker muss ich gelegentlich an Freund Meinel denken………der kleine grüne Vorstadtpolitiker, aber er wahrt wenigstens gewisse Anstandsregeln, was man bei R-E von einigen Klimawandelsüchtigen nicht sagen kann.

    PS. Meine Langjährige Erfahrung mit Technik und Ingenieuren nimmt mir keiner mehr…….da kann sonstwer seine Kumpel befragen, Theorie und Praxis unterscheiden sich teilweise gewaltig.

    MfG
    Heinz Eng

  34. Off Topic -- aber ich darf das, bin ja Admin… 🙂

    Ich bin der Blinde……..und gebe das sogar unumwunden zu, …

    Nö, sind Sie nicht. Sie fragen ja nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben (oder glauben, es nicht verstanden zu haben). Wobei: Der Treibhauseffekt hat nichts mit der Frage nach der richtigen Klima- und Energiepolitik zu tun. Man muß ihn nicht verstanden haben, um sich über unsere Klimapolitik eine fundierte und begründete Meinung zu bilden.

    Es sollte Ihnen aufgefallen sein, daß Bäcker niemals nachfragt. Er glaubt immer, alles verstanden zu haben,alles besser zu wissen. Auch, wenn dies überhaupt nicht der Fall ist. Das meine ich. Gut, so kommen dann solche Peinlichkeiten wie oben zustande.

    Mir solls recht sein. Ich möchte noch einmal daran erinnern, daß er sich hier eingeführt hat mit der sinngemäßen Aussage, dieses Blog würde nicht seinen Erwartungen genügen. Welche geistige Grundhaltung steckt denn hinter solch einer Aussage? Was soll ich so einem Leser entgegnen? Entschuldigen Sie bitte, wir werden uns bemühen nur noch für Sie interessante Themen anzuschneiden, es tut uns wirklich sehr leid?

    Also ich sage dann lieber gleich: Hau ab und troll Dich.

    ….von der ich sogar gelegentlich nur Bahnhof verstehe.

    Das sollte aber nicht sein, das ist nicht mein Anspruch. Ich möchte verstanden werden. Aber ich sehe die Welt differenzierter, als viele Autoren und Kommentatoren bei EIKE das tun. Ich glaube nicht an Verschwörungen und auch nicht an Weltuntergänge. Was der Klimawandel nicht schaffen kann (Weltuntergang), kann die Politik unserer Regierung schon gar nicht (Untergang des Abendlandes).

    Machte nixe, bei Freund Bäcker muss ich gelegentlich an Freund Meinel denken………der kleine grüne Vorstadtpolitiker, aber er wahrt wenigstens gewisse Anstandsregeln

    Wie bitte? Der Meinel hat mir bei RE unverhohlen gedroht, Details über meine Arbeit zu veröffentlichen. Weil er denkt, irgendwelche meiner Kunden und Kooperationspartner zu kennen. Da dazu auch Grüne gehören, kann das sogar sein. Desweiteren hat er mir zusätzlich ebenso unverhohlen gedroht, mich bei meinen beruflichen Kontakten in Verruf zu bringen.

    Gut, beides ist lächerlich und hat mich nun nicht gerade in Angst versetzt. Meine Partner (auch und gerade die Grünen) würden ihm schon das Passende dazu sagen (ich vertrete im Job keine andere Auffassung als hier und das finden selbst die mit der anderen Meinung eher erfrischend). Aber allein die Tatsache, daß er so etwas in Erwägung zieht und sogar offen ausspricht, macht deutlich, mit welcher Sorte Mensch wir es hier zu tun haben. Die Sorte eben, die es nicht schafft zu erkennen, daß man Kindern auch in seiner Phantasie nicht die Köpfe wegsprengen sollte.

    Mir ist es ein Rätsel, was Sie (und all die anderen wie Krüger, Gans, …) an RE so toll finden, daß Sie dort Ihre Zeit verbringen.

  35. Bäcker #26

    So, so. Abwärme ist „unnütze Energie“? Aber sonst sind Sie gesund?
    Mein lieber Herr Bäcker, Abwärme ist eine nutzbare Energie, die viele Prozesse erst möglich bzw. sinnvoll macht. Es gibt zwar Situationen, in denen diese Energie noch nicht oder noch zu wenig genutzt wird, aber deswegen ist sie doch keine „unnütze Energie“. Es ist letztlich eine ökonomische Frage ob und in wieweit ich diese Energie nutze.
    Mein lieber Herr, ich selber bin kein Physiker, glaube aber über ausreichende Randkenntnisse zu verfügen um feststellen zu können, dass Ihr Auftritt hier etwas mit Wissensanmaßung aber nie und nimmer mit Wissenschaft zu tun hat. Bereits an anderer Stelle in diesem Blog habe ich Ihnen einen entsprechenden zarten Wink gegeben. Aber Sie benötigen offensicht den Hinweis mit dem Hammer. Nun gut: Sie erwecken hier schlicht und ergreifend den Eindruck eines Hochstaplers, der krampfhaft versucht sich hier eine Bühne für sein Kikiriki zu schaffen.
    Sorry, aber haben Sie nicht selbst das Gefühl, dass Sie sich hier lächerlich machen?

  36. @Heinz Eng
    Ich würde Dich absolut nicht als Blinden sehen, im Gegenteil -- Dein Talent ist es unter anderem, immer schön die Wunde zu finden, in die es sich lohnt, mit dem Finger in selbige zu langen und darin etwas Salz zu verreiben. So Möchtegern Größen wie Bäcker stößt daß nun mal gewaltig auf und verlangt nach „Bulrichsalz“.
    Mach Du nur so weiter -- btw. Herr Heß ist mir auch oft um einiges zu hoch -- aber mit einer feinen Ironie gesegnet.

    @Peter Heller
    R-E ist einfach nur komisch und für nach Feierabend allemal entspannender als vor der Glotze zu hängen.
    Wenn man so Knaller wie Vennecke oder Thorsten oder auch gelegentlich GHoffmann lesen kann, das ist doch Satire vom Feinsten -- gut, Schramm, Pispers, Priol, Miller, Hildbrand können das besser, dann laß ich auch R-E Sausen, wenn ich die im TV erwischen kann….. aber für den kleinen Hausgebrauch 🙂

    Meinel ist da wirklich ein ganz anderes Kaliber, der tut immer so höflich und förmlich, aber der ist von der Meute der Alarmisten der perfideste, das kriegt er von mir auch mit ziemlicher Regelmäßigkeit und bei Bedarf sehr deutlich um die „Ohren“ gehauen.

  37. @Peter Heller

    Ich glaube nicht an Verschwörungen

    Man kann es auch anders nennen, Interessensverflechtungen (Seilschaften) zum gegenseitigen Nutzen, Kartell…..

  38. @Nico Bäcker

    wie wäre es, wenn Sie sich um die sachlichen Themen und nicht um mich kümmern?

    Würden Sie sich nicht immer als Zwerg-Allwissend aufspielen, müßte man sich weniger um Sie kümmern, sondern man könnte sich mehr und vordergründig mit den Inhalten beschäftigen. Da Sie aber vorgeben in höheren Sphären zu schweben, bzw. so tun als ob, muß man Sie halt ab und zu auf den Boden der Tatsachen zurückstumpen.
    Das aber verlangt, daß man Sie auf diesen Umstand hinweist.

  39. Lieber Herr Heller

    Ich lieeebe Off-Topic, grins.

    Da ich mich von R-E im Großen und Ganzen zurückgezogen habe, ist mir leider auch die schlimme Sache mit dem Meinel entgangen. Was ich Ihren Zeilen entnehmen kann, heißt eigentlich das dieser feine Herr versucht hat Ihre berufliche Existens zu vernichten, was mich dann wiederum an das kleine 10:10 Filmchen erinnert, was mich dann wiederum an Gestapo und Stasi erinnert.
    Eine Plattform wo sich Extremisten wie ein Vennecke ungestraft austoben können, wo Menschen gedroht wird, wo jeder Thread zugemüllt wird……..da mag ich nicht mehr mitmachen, bis auf ein/zwei Kommentare, wenn mal das Thema passt.
    Da treib ich doch lieber hier mein „Unwesen“ und erfreue mich der Entscheidung, weiter halbwegs anonym unterwegs zu sein, wenn man dann hört wie mies diese Warmaholics wirklich drauf sind.

    Bahnhof……kommt dann, wenn es bei irgendwelchen statistischen Methoden endet, da ist dann meine Schmerzgrenze erreicht da mir da ein Stückchen Ausbildung fehlt. Gelegentlich bin ich auch mal bei Ihren Zukunftsaussichten nicht ganz Ihrer Meinung, aber dazu sind wir ja da nicht immer einer Meinung sein zu müssen.-:)

    Zumindestens hier auf diesen Blog fühle ich mich richtig wohl und gut aufgehoben, wenn ich mal wieder die Lust verspüre einen Artikel zu machen, wird der garantiert als erstes hier erscheinen.

    MfG
    Heinz Eng

  40. @Krishna

    Dein Talent ist es unter anderem, immer schön die Wunde zu finden, in die es sich lohnt, mit dem Finger in selbige zu langen und darin etwas Salz zu verreiben.

    Mist, Du hast mich ertappt.-:)

    Naja, gelegendlich geht mein Bohren den anderen Teilnehmern etwas auf die Ketten (Off-Topic-Diskusion) aber es muss sein um dem Gegenüber Sachen zu entlocken die er sonst nie sagen würde.
    Vermittle dem Gegner gelegentlich, das du ein bißchen Blöde bist, dann geht seine Arroganz mit ihm durch……und man bekommt das was man wollte.

    Ich bin weder Rhetoriker noch sonst wie diskusionstechnisch ausgebildet, ich schreibe was ich denke und ich bin mir nicht zu fein zu fragen, wenn ich bei einem Thema Wissenslücken habe.
    Das ist so, und das wird auch weiterhin mein „Markenzeichen“ bleiben, es freut mich aber trotzdem wenn einige Leser dies als angenehm empfinden, mach ich ja doch nicht alles falsch.

    Duck und wech

    MfG
    Heinz Eng

  41. @ moosgeist

    werden Sie nicht unverschämt und unsachlich.
    Sie wissen so gut wie ich, dass „Abwärme“ und „unnütze Energie“ relative Begriffe sind. Ich habe keine Lust, mich auf eine lächerliche Diskussion ums Interpretieren von Worten einzulassen. Wir können gerne sachlich diskutieren, auf sachferne ad hominem Phrasen lasse ich mich jedoch nicht ein.

  42. @Nico Bäcker
    Wenn Sie gefragt werden, was unnütze Energie ist, und Ihre Antwort ist Abwärme, dann haben Sie sich Reaktionen dazu selbst zuzuschreiben. Da nutzt Ihnen Ihr „relative Begriffe“ Hinweis wenig, der zudem hier vollkommen falsch und deplatziert ist.

    So, was fällt Ihnen denn sonst noch zu „unnützer Energie“ ein ?

    Es gibt reichlich Prozesse, die eben exotherm sind und anders nicht funktionieren -- da sind sie z.B. nicht „unnütz, man kann die Abwärme aber zusätzlich sinnvoll nutzen (Fernwärme) -- hat also einen Doppelnutzen -- den ursprünglichen Prozess und die Fernwärme -- da ist nichts „unnütz“.
    Aber vielleicht sprachen Sie ja eigentlich von „unnützem Energie -- Verbrauch“ da Sie ja von Energie -- Einsparungen schrieben.
    Dann, Herr Bäcker, sollten sie sich klarer ausdrücken.
    Es nutzt also wenig, grundlos auf „Moosgeist“ rumzuhacken, um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken, auf die „Moosgeist“ sich „frecherweise“ erlaubt hat hinzuweisen.

  43. @ Gans

    siehe meine Antwort an moosgeist. Ich werde mich nicht weiter auf Themen einlassen, die mich nicht interessieren und bei denen die Stimmung so angeheizt ist, dass man sich jedes Wort überlegen muss, um nicht sinnlose Interpretationen loszutreten. Ich habe leider keinen Redenschreiber oder Kommunikations-coach.

    Gucken Sie sich mal die Schwachsinnsdebatten aufgrund einen Nebensatzes des Bundespräsidenten an. Da wird debattiert, aber niemand fragt den Wulff, was er damit wirklich gemeint hat . Hier wird eine evtl. unpräzise Wortwahl als Rechtfertigung für eine beliebige Interpretierbarkeit missbraucht. Sowas ist unter meinem Niveau.

  44. @ Bäcker

    Das Interpretieren ist ja eine Domäne der Freunde des AGW und Bundespräsidenten fühlen sich ja immer mißverstanden, schon, weil deren Oma doch alles so gründlich durchgelesen hat. Der liebliche Herr aus dem Iran und der nette Kumpel aus Lybien wurden auch nur falsch interpretiert… Nein die Aussagen sind es, die stören und nicht die Interpretationen.

  45. Nico Bäcker : „ … dass man sich jedes Wort überlegen muss, um nicht sinnlose Interpretationen loszutreten. … … Sowas ist unter meinem Niveau.“

    Einspruch Herr Baecker, dies ist punktgenau das Niveau auf dem Sie sich beständig bewegen.

  46. @Nico Bäcker

    Ich habe leider keinen Redenschreiber oder Kommunikations-coach.

    Ich auch nicht, ist auch nicht nötig, um Ihre Antworten zu zerpflücken.

  47. @Nico Bäcker

    siehe meine Antwort an moosgeist. Ich werde mich nicht weiter auf Themen einlassen, die mich nicht interessieren

    Sie haben die Sie nicht interessierenden „unnützen Energien“ doch selbst ins Spiel gebracht, ist es jetzt falsch, Sie beim Wort bzw. ernst zu nehmen ?

    Unsere Bundespräsidenten haben / hatten alle mehr oder weniger ihre rhetorischen Höhepunkte, das fing schon mit Lübcke an, Sie erinnern sich ? Keiner tanzte da bisher aus der Reihe.
    Mit denen woll(t)en Sie sich jetzt aber nicht vergleichen, oder ?

  48. @Nico Bäcker
    [quote]aber niemand fragt den Wulff, was er damit wirklich gemeint hat [/quote]
    Warum sagt er auch nicht das, was er meint so, wie er es meint ?

  49. @ Rannseyer

    warum fragen Sie dann nicht? Oder sind Ihnen meine Antworten ständig zu hoch?

  50. Werter Herr Nico Baecker,

    da ich Sie schon verschiedenes fragte, ist mir Ihre jetzige Frage etwas unklar und ungenau.
    Wenn Sie etwas zurückdenken finden Sie sicher die eine oder andere Frage von mir an Sie.
    Das wir trotz Ihrer umfassenden und oft Umfangreichen Ausführungen nicht einer Meinung sind, berechtigt Sie, nach meiner allerdings nicht dazu, mich zu beleidigen.
    Ist Ihre Reaktion auf die richtige Reflexion Ihres Verhaltens meinerseits zurückzuführen?
    Dann sollten Sie noch etwas an sich arbeiten, bevor wir uns auf Augenhöhe begegnen können.

  51. Also bitte meine Herren, merkt denn hier niemand das dieser Thread sabotiert wird?
    Erst habe ich diesen Blog gelobt und nun verkommt er zu einem schlechten R-E Abklatsch, das muss doch nicht sein.

    @Bäcker
    Wenn Sie eh Ihre Kollegen zu Energiedingens befragen, warum lassen Sie dann hier dieses Thema nicht endlich sein?

    Schuster bleib bei deinen Leisten.

    H.E.

  52. Guten Abend Herr Eng,

    sicher haben Sie recht mit der Sabotagevermutung.

    Ich habe im Oktober einen sehr schönen Artikel in der Welt gelesen,
    http://tinyurl.com/2vwoso4

    Da ich, wie Herr Vahrenholt, meine Erfahrungen mit den Skandinaviern, insbesondere den Norwegern habe, frage ich mich wie Herr Eicke Weber sich das, wie er sagt, Akquirieren der Norwegischen „Kapazitäten“ vorstellt. Mit dieser Idee ist er ja nicht alleine, das „Konzept“ der Bundesregierung sieht dieses ja auch vor.
    Die Norweger haben schon jetzt große Probleme überhaupt noch Wasserkraftwerke zu bauen, da wie überall der Naturschutz einen sehr großen Raum eingenommen hat, unter anderem geht es dort auch um Landschaftsschutz und große Interessen der Tourismusbranche. Keiner fährt gerne mit `nem Kreuzfahrtschiff durch einen Fjord unter Hochspannungsleitungen durch, weswegen im Hardangerfjord hart um eine andere Lösung gekämpft wird und nicht nur dort.
    Neubauten von Pumpspeicherwerken werden nicht einmal ansatzweise ins Auge gefasst, eher schon der erste Schritt Norwegens in Richtung Kernenergie, die Bevölkerung wird derzeit häppchenweise darauf eingestimmt, unter anderem mit der Begründung der CO2-Vermeidung.
    Ein anderes Problem sehe ich in der Übertragung der benötigten Energiemengen, mal abgesehen von den technischen sehe ich auch ganz große finanzielle Probleme, der Norweger ist nicht so dumm den Deutschen und Dänen ( die haben tatsächlich ein ähnliches „Konzept“) ihren Wahnsinn zu bezahlen, selbst wenn diese für die Gesamtkosten aufkommen würden wären da noch z.B. die Naturschutzbestimmungen in 2-3 Transitländern. Solange aber selbst in -D- keine vernünftiger Lösung der Verteilung von Nord nach Süd in Sicht ist (trotz Idee mit der Bahn), kann ich nicht sehen warum die je damit anfangen sollten.
    MfG
    Karl Rannseyer

  53. Lieber Herr Rannseyer,

    Da ich, wie Herr Vahrenholt, meine Erfahrungen mit den Skandinaviern, insbesondere den Norwegern habe, frage ich mich wie Herr Eicke Weber sich das, wie er sagt, Akquirieren der Norwegischen „Kapazitäten“ vorstellt.

    Ich habe die Befürchtung, daß die Wirtschaftsunion der EU in der Planung weiter fortgeschritten ist, als man den Bürger wissen lassen will. Habe ich in einigen Jahren einen zentralistischen Apparat zur Steuerung der Energieflüsse, werden die Anteile, die zu erbringen sind und die Art der Erzeugung schlicht vorgegeben. Im Naturpark Deutschland wird sich dann vielleicht die Steuerzentrale befinden und die Erzeugung wird dann anderen überlassen. Das ewige Tröten von der erhofften Technologieführerschaft, natürlich nicht für die wichtigen Dinge, was in Deutschland allerorten herausposaunt wird, deutet doch auch etwas darauf hin, daß Deutschland den Weg vom Industrieland zum Serviceland beschreiten will. Also Dienstleistung und Entwicklung statt Produktion.

    Beste Grüße B.

  54. @Rannseyer

    Danke!

    Der gute Herr Weber ist Materialforscher für solaren Energiesystemen………sollte also bei Verbundnetzen und Wasserkraft einfach mal seine große Klappe halten.
    Um deutsche EE-Größenwahn-Träume zu realisieren müsste Norwegen seine Erzeugerkapazität um das dreifache erhöhen, von den 40-60 GW Übertragungsleistungen mal ganz abgesehen.
    Derzeit hat Holland schon ein Kabel nach Norwegen liegen, ausserdem lädt auch Dänemark seinen überflüssigen Windstrom schon in Norwegen ab, weiterhin ist Norwegen im skandinavischen Netzverbund und erfüllt dort schon seine Aufgaben.
    Warum zum Teufel sollen die sich tonnenweise Hochspannungsleitungen durchs Land ziehen und ihre Natur noch mehr verbauen?
    Ausserdem gibt es auch in Norwegen jede Menge Naturschützer die sicherlich auch auf die Barrikaden gehen werden, wenn dieser Irrsinn realisiert werden soll.

    Ne, dieser Plan ist von Anfang an zum scheitern verurteilt, nichts als eine fixe Idee diverser „Dummschwätzer“ die weder von Strom noch von Norwegen Ahnung haben.

    MfG
    Heinz Eng

  55. In Report Mainz erklärt Peter Ahmels , Experte bei der DUH:
    „Insgesamt könnten, laut Ahmels norwegische Wasserkraftwerke den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken ersetzen.“
    http://www.swr.de/report/presse/-/id=1197424/nid=1197424/did=6920732/17vn7bu/index.html

    Norwegen produziert seinen Strom zu 99% aus Wasserkraft, die Produktion schwankt abhängig vom Zufluss
    (Wetter) , 2006: 121,4TWh , 2000:142,8TWH. Damit könnte man in guten Jahren fast die 17 deutschen
    Kernkraftwerke ersetzen (2008: 148,8TWH). Die Frage ist, wer dann Norwegen mit Strom versorgt.
    60% der technisch nutzbaren Gesamtkapazität aller norwegischen Wasserläufe sind bereits ausgelastet,
    vom Rest entfallen 22% wegen Naturschutz.
    http://www.ssb.no/en/subjects/00/minifakta_en/ty/main_11.html

  56. @ Rannseyer

    Das wir trotz Ihrer umfassenden und oft Umfangreichen Ausführungen nicht einer Meinung sind, berechtigt Sie, nach meiner allerdings nicht dazu, mich zu beleidigen.

    Das war nicht meine Absicht. Aber bislang folgten meinen Antworten an Sie nicht selten unsachliche Verleumdungen von Ihnen.

  57. @Bäcker

    Mein einfaches 0-D Energiebilanzmodell würde aufgrund einer höheren Albedo durch Schnee einfach nur eine längere Erholungsdauer zeigen…….

    kontaktiere ich meine Kollegen von der Energietechnik und natürlich nicht Internet-blogs

    Da anhand dieser Aussagen davon auszugehen ist das Sie in einem Öko-Insitut oder gar beim BUM/UBA beschäftigt sind, sollten Sie auch bei anderen Themen etwas zurückhaltener äussern, könnte doch negativ auf Ihren Auftraggeber zurückschlagen, gelle.

    MfG
    Heinz Eng

  58. @E.U.Müller

    Danke für die konkreten Zahlen und die Erkenntnis das auch der Herr von der „deutschen Umwelthilfe“ nur Murks erzählt.

    Da soll das kleine 5-Millionen-Völkchen also mal eben die deutschen Großmachtbestrebungen in Sachen EE realisieren, ihre Umwelt weiter verschandeln mit Staudämmen und Überlandleitungen und das am Ende noch für einen Appel und ein Ei, hat der noch alle?

    Die Umwelthilfe trägt aktiv zur Umweltzerstörung bei, die sind doch alle nur noch ferngesteuerte Roboter mit eingebauten Tonband, anders kann ich mir diesen technischen Unsinn einfach nicht mehr erklären.

    MfG
    H.E.

  59. @ Eng

    Da anhand dieser Aussagen davon auszugehen ist das Sie in einem Öko-Insitut oder gar beim BUM/UBA beschäftigt sind,

    Was Sie alles mutmaßen, ist schon verwunderlich, wieso ist das so wichtig für Sie?
    Ich bin bei keinem Institut. Warum konzentrieren Sie sich nicht einfach auf die inhaltliche Diskussion?
    Haben Sie noch Fragen zum Klima?

  60. Dieser Thread hier behandelt das Energiekonzept der Bundesregierung und von der Energieversorgung haben Sie null Ahnung, also frage ich mich berechtigterweise was Sie in diesen Thread zu suchen haben als „Physiker“?

    Ihre Vehemenz sich auch bei Sachen einzumischen, wo Sie eigentlich ihre „Kollegen“ fragen müssen, macht mich neugierig nach den Gründen die dahinter stecken.

    Meist treffe ich bei dieser Beantwortung der Frage direkt auf EE-Lobbyisten/Verkäufer die mittels Klimabesserwisserei Ihre Produkte unters Volk bringen wollen.
    Hätte Herr Heller nicht einige seiner Artikel bei EIKE veröffentlicht, hätten sie Beide (MM, NB) doch diesen Blog hier ignoriert, nun haben wir leider den Salat, ins Rampenlicht der Auftragsschreiber gerückt zu sein.

    Ok, Sie können mich jetzt gerne einen miesen Polemiker schimpfen aber ich will die Motivation/Antrieb/Auftrag meines Gegenübers hinterfragen, denn niemand macht etwas ganz ohne Antrieb.
    Auch ich nicht, aber das erzähle ich Ihnen, wenn Sie mal mit den Schmalzstullen rausrücken, alle Beide bitte.

    MfG
    H.E.

  61. Lieber Herr Eng,

    wenn Herr Bäcker die Frage stellt

    Haben Sie noch Fragen zum Klima?

    zeigt das doch nur, daß das gesamte Klimaschutzgedöns nichts anderes ist als ein Kampf der Energiesysteme. Um das ineffizientere System durchzusetzen braucht es eben die Angst vor der Katastrophe Klimawandel. Deshalb merkt man schon gar nicht mehr wozu man kommentiert. 🙂

  62. @ Heinz Eng #58/60

    Egal, welche Studien oder Konzepte zur Stromversorgung mit EE oder besser NIEs (wie Herr Heller diesen Unfug nennt) man zur Hand nimmt, überall ist von schier unendlichen Speicherkapazitäten Norwegens die Rede aus den DE versorgt werden kann, wenn die Miefquirle und Krähenspiegel die Leistung verweigern.
    Ich frage mich immer wieder, was das für Typen sind, die diesen zum Himmel schreienden Unsinn ständig aufs Neue kolportieren. Sie nennen sich „Experten“, sind aber einfach nicht imstande selbst zwischen einem alten Marmeladeneimer und einer Glocke einen Unterschied zu erkennen, geschweige denn zwischen Stausee und Pumpspeicher.
    Die haben mal etwas von Speicherseen in Norwegen gehört und das sich das Land damit mit Strom versorgt, aber selbst haben sie diese Art der Versorgung nie an Ort und Stelle gesehen geschweige denn näher hinterfragt. Hätten sie es getan, wie es bei unabhängigen und sachkundigen Spezialisten erwartet werden darf, hätten sie folgendes erfahren und erkennen können:

    Das Rückgrat der Norwegischen Stromversorgung ist eine Vielzahl von kleinen, mittleren und größeren Staubecken die in den Bergen an geeigneten Stellen möglichst hoch angelegt sind. Den Zulauf bilden viele Schmelzwasserbäche und kleinere Flüsse. Diese Staubecken sind genaugenommen Sammler für möglichst viele „Bergabwässer“. Diese „Sammler“ sind relativ tief, weil sie gezielt in Schluchten angelegt wurden. Die Abläufe sind auf der max. Tiefe installiert und die Rohre –in manchen Fällen auch Kanäle- teilweise durch die Berge hindurch gebaut. Möglichst steil, um den Druck auf die tieferstehenden Turbinen zu erhöhen.

    Das Füllen dieser Staubecken/Speicher geschieht im wesentlichen in den Wassereichen Zeiten im Frühjahr(Schneeschmelze) und im Herbst(Regenzeit) der Zufluss im Sommer ist je nach Witterung relativ gering und während der Wintermonate problematisch.

    Zur Abdeckung der Lastspitzen wenn die andern Wasserkraftwerke in Volllast arbeiten besitzt Norwegen noch einige wenige Pumpspeicherwerke. Nach meinen Informationen sind es etwa 8 – 12. Wobei darunter auch die Stauwerke zählen, die über ein sog. Reservebecken verfügen, dass bei Wasserüberschuss ebenfalls gefüllt wird und im Notfall die gleichen Turbinen wie das Hauptbecken betreiben kann. Es handelt sich hier also nicht um Pumpspeicherwerke im eigentlichen Sinne mit Ober- und Unterbecken, sondern um sog. Überlaufbecken als Reserve bzw. Erweiterung des Hauptbeckens.

    Der immer wieder kolportierte Kalauer, von der 98 prozentigen Eigenversorgung Norwegens mit eigenem Strom aus Wasserkraft ist bei Licht besehen ein reiner statistischer Wert. Norwegen ist ins Schwedischen Netz integriert und liefert exportiert Strom zu Zeiten reichen Wasserzuflusses und importiert Strom über dieses Netz zu Zeiten der „Wasserarmut“. Es ist also ein seliges Geben und Nehmen. Ähnlich verhält es sich bei dem Transfer mit Dänemark und Holland, wobei dieser Transfer schon mehr symbolisch zu sehen ist und mehr auf den evtl. Überschuss an Windstrom ausgerichtet ist, um die Staubecken zu entlasten.

    Betrachtet man die topographischen Möglichkeiten Norwegens, so wäre es sicherlich noch möglich einige Staubecken in geeigneten Hochtälern anzulegen, aber für Pumpspeicher sind ganz andere Voraussetzungen erforderlich. Wären diese Voraussetzungen gegeben hätten die Norweger ihren Pumpspeicherpark längst erweitert um in Spitzenzeiten nicht vom teuren Import abhängig zu sein. Um die noch vorhandene Stromlücke zu schließen gehen die Nordmänner andere Wege als die einseitig orientierten rückwärtsgewandten EU-Fantasten. Sie bauen derzeit ein Osmosekraftwerk für Versuchszwecke, das, wenn es hält, was man sich davon verspricht auch grundlastfähig ist und die Wasserwirtschaft entlasten kann.

    Und noch etwas, was in den sog. Studien und Konzepten der realitätsblinden Wind-und Sonne-Euphorikern schamhaft verschwiegen wird, weil andernfalls diese „Studien“ als das erkennbar wären, was sie de facto auch sind, nämlich dummdreiste Fantastereien. Norwegen ist ein Land von ca. 5 Mio Einwohnern und relativ schwach industrialisiert. Es wäre selbst unter Nutzung seines gesamten Potenzials nicht in der Lage ein Bundesland wie Hessen störungsfrei mit Strom zu versorgen.

    Es ist schon der Gipfel der Unverfrorenheit und Verantwortungslosigkeit dieses Land zum Stromspeicher für DE und wenn`s gerade passt für ganz Mitteleuropa zu erklären, je nachdem welcher Knallkopp gerade welches Pamphlet verzapft. Um derartige verantwortungslose Spinnereien zu realisieren, müsste die EU Norwegen militärisch besetzen und die Bevölkerung aus einem Großteil des Landes vertreiben.
    In DE und den übrigen EU-Ländern würde genügend geeignete Plätz geben um diese Fantastereien zu realisieren. Aber da traut sich keiner ran, weil er mit Sicherheit und zu Recht von der dort ansässigen Bevölkerung gelyncht würde.
    Wie wäre es denn z.B. damit: Das gesamte Lahntal abriegeln, die obere Hälfte als Oberbecken und die untere Hälfte als Unterbecken voll laufen lassen. Das würde doch schon mal einen prächtigen Akku geben. Auf den Höhen ringsum werden dann Miefquirle aufgestellt, die dann dabei helfen können, das Oberbecken wieder schnell zu füllen. Man könnte auch die Ardennen unter Wasser setzen, oder die Eifel. Was schert da schon die ansässige Bevölkerung, die muss einfach der „guten Sache“ weichen. Hauptache, die grünen (sind die überhaupt noch grün?) Bessermenschen können ihre feuchten Träume ausleben und die Welt kann mal wieder am „Deutschen Wesen“ genesen.

  63. @Lieber Moosgeist

    Danke für Ihre Ausführungen und Erweiterungen, denn Norwegen als Energiespeicher ganz Europas war mir eh ein dicker Dorn im Auge.

    Deutschland bastelt sich ein Phantasiegebilde um eine Statistik zu schützen…………und das Ausland darf das dann ausbaden, sei es als Speicher oder als Stromlieferant.

    PS. Wussten Sie übrigens, das EE-Einspeiser keine Durchleitungsgebühren zahlen müssen?
    D.h., der dafür nötige Netzausbau wird dann auf die verbliebenen Stromkunden finanziell aufgeteilt, ein Grund dafür das Sachsen-Anhalt und Brandenburg die höchsten deutschen Durchleitunggebühren aufzuweisen haben.
    In Anbetracht dieser Tatsache sollte man den vollmundigen Ausbauvorhaben westdeutscher Stadtwerke in ostdeutsche Solaranlagen und Windparks eigentlich eine weitere Ausbeutung der Rest-Ossis vorwerfen.
    Nur mal so am Rande, um den deutschen Irrsinn in der Energiepolitik aufzuzeigen.

    MfG
    Heinz (siehts) Eng

  64. Guten Abend,

    an Herrn E.U.Mueller erst einmal herzlichen Dank für die Links und auch an den Moosgeist meinen Dank.
    Es gibt derzeit ein Projekt der Norweger über eine HGÜ-Verbindung nach -D- unter der Beteiligung von Statnett (http://www.statnett.no/) , NORGER http://tinyurl.com/33f973y soll -N- mit -D- verbinden über eine 1,4GW Leitung zu Kosten von 1,4Mrd.Euro ±30%. Nicht schlecht, das ganze dann mal 60 womit dann die Kosten für die Energieübertragungsleitung, aber nicht die Kosten für Kraftwerksneubauten gedeckt wären.
    Der Moosgeist hat natürlich recht mit „ …Es wäre selbst unter Nutzung seines gesamten Potenzials nicht in der Lage ein Bundesland wie Hessen störungsfrei mit Strom zu versorgen.“
    Die Jungs sind auf Grund der Netzkonfiguration schon hart an der Grenze der Belastbarkeit und haben in der Regel noch das IT-System (ohne N) in Anwendung ( bis auf wenige neue Wohn- und Hüttengebiete), gruselig.
    Ich habe selbst in der DDR nicht so viele Netzschwankungen und -ausfälle erlebt.
    Inzwischen wird jetzt schon Unmut laut über die gestiegenen Stromkosten durch Energieimporte!!!
    Soviel zur Bereitschaft der Norweger .
    MfG
    Karl Rannseyer

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