Energiezukunft 2050……..der wirklich ergebnisoffene Bürgerdialog

16. September 2011 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Kernenergie, Kohle, Wasserkraft, Windkraft

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern… Photo: Autor


Gestern Abend bei einem leckeren Bier mit Freunden, kam die Diskussion zwangsläufig auch auf den Bürgerdialog „Energietechnologien für die Zukunft“des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu sprechen. Kritisiert wurden die engen Grenzen dieses Dialogs und auch die teilweise unverständliche Zensur bei so manch einen Kommentar, der durchaus objektiv Mängel aufzeigte oder neue Ideen brachte.
Plötzlich fragte mich ein guter Freund, ja warum macht Ihr denn keinen eigenen, ergebnisoffenen Bürgerdialog auf?

Nun gut, ich weiß natürlich nicht wie unsere Leser darauf reagieren werden, sind doch fast alle Themen und Technologien zur Sprache gekommen, von absoluter Ablehnung bis zur völligen Zustimmung, alles schon mal da gewesen.

Ich wage dieses kleine Experiment einfach trotzdem, da es hier um nichts anderes geht als um die wichtigste Infrastruktur unserer Nation. In Anbetracht des Atomausstieges und der extremen Förderung der erneuerbaren Energie steht Deutschland kurz vor der Katastrophe eines Zusammenbruchs des Energienetzes. Die bisher gemachten Vorschläge und Expertenbeiträge beim Bürgerdialog des BMBF sind weder realistisch noch in absehbarer Zeit aufzubauen.

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Freunde und Gegner der Erneuerbaren, liebe Freunde und Gegner der Kernkraft, hiermit fordere ich alle auf, ihre Gedanken und Ideen bezüglich der Energiezukunft Deutschlands zu äussern.
Da Deutschland im europäisch Verbundnetz natürlich keine Insel darstellt, sollte deshalb der Rahmen der Vorschläge auch nur europäisch gesteckt werden. Jede These ist es wert zu diskutieren, nur sollte diese auch mit handfesten Daten hinterlegt sein, Visionen tun dies im allgemeinen nämlich nicht.
Weiterhin können wir die bisher schon installierten Windkraftanlagen und elektrischen Solaranlagen nicht mehr ungeschehen machen, diese müssen also auch noch irgendwie ins neue System integriert werden, wir können es uns einfach nicht leisten, derartiges Volksvermögen wieder weg zu schmeissen.
Bedenken zum menschengemachten Klimawandel können berücksichtig werden, müssen aber in Anbetracht der globalen Entwicklung des CO2 Ausstoßes relativiert werden.
Berücksichtigt werden, dürfen und sollen sogar die Vorräte an fossilen Brennstoffe, seien es konventionelle Brennstoffe wie Erdöl, Kohle und Erdgas oder neuartige Vorräte wie Shale-Gas oder Methanhydrit vom Grund einiger Meere.
Kernenergie und Kernfusion sind wahrscheinlich in der derzeitigen politischen Lage keine Option für Deutschland, sollten aber trotzdem auch nicht in unseren Dialog zu kurz kommen, selbst neuartige Energieerzeuger die allein mit den Kräften der Natur (Sonne, Wind, Wellen, Erdwärme) arbeiten, sind willkommen.

Wir stehen vor einen gewaltigen Umbruch, elektrischer Strom ist das Lebensblut unserer Wirtschaft und unseres Wohlstandes, lasst uns einen realistischen Weg suchen, das unser Lebensblut auch weiterhin kostengünstig und störungsfrei zur Verfügung steht.
Einzige Einschränkung, ehrbeleidigende oder rechtsrelevante Kommentare werden moderiert oder schlimmstenfalls gelöscht.

Sollten sich die eine oder andere gute Lösung heraus kristallisieren, würde ich anschließend dazu einen eigenständigen Beitrag erstellen, um die Lösung tiefergehend zu analysieren.

Mit freundlichen Grüßen
Heinz Eng

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51 Kommentare
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  1. Hier sind mal ein paar Vorschläge:

    1. Von dem Prinzip einer dezentralen Energieversorgung muss Abstand genommen werden. Großkraftwerke (Kohle, Gas, Wasser) sind in erster Linie für die Grundlastversorgung zu nutzen. Nur so können diese Kraftwerke rentabel betrieben werden.

    2. Es ist sinnvoll, den Bestand an volatilen Energiequellen (Wind, Photovoltaik) und Biogasanlagen als Back-up / Schattenkraftwerke zu nutzen. Gerade die schnell abschalt- und anfahrbaren Windkraftanlagen eignen sich dafür besonders gut. Die bisherigen Vergünstigungen und das Privileg einer unbegrenzten Einspeisung (jederzeit und in beliebiger Menge) müssen entfallen.

    3. Jeder Stromanbieter muss in seinem Energiemix einen Anteil (z.B. 20%) aus Erneuerbaren Energiequellen nachweisen. Wo er den her bezieht, ist sein Problem. Nur so ist ein freier Wettbewerb um die günstigste / rentabelste Energieerzeugung möglich und verhindert eine inflationäre Wucherung von EE-Anbietern infolge des Ausschüttens riesiger Subventionsfüllhörner (wofür Steuerzahler und gemeine Stomkunden bluten müssen).

    4. Subventionen könnten in den privaten Fahrzeugsektor fließen: Die Technologie Druckgas-betriebener Kraftfahrzeuge (LPG / Erdgas) ist voll ausgereift und massentauglich. Dazu kommt der umweltfreundliche Aspekt einer saubereren Verbrennung (als bei Benzinern). Auch das Tankstellennetz in Deutschland ist mittlerweile flächendeckend dafür ausgerüstet. Da ein Nachrüsten der meisten Fahrzeuge möglich aber sehr teuer und für viele private Halter unrentabel ist (ab ca. 2500 EUR), könnten Fördermittel hier Anreize für Millionen von Fahrzeughaltern schaffen, ihre Fahrzeuge nachzurüsten.

  2. @Tim Hardenberg #1
    Sehr vernünftige Vorschläge. Der Punkt 3. erfordert allerdings eine Definition des Begriffs „Erneuerbare Energiequelle“. Am sinnvollsten ist wohl die Definition als alle Energiequellen bis auf die, die fossilen Ursprungs sind und daher auf Kosten der Kohlenstoffvorräte aus dem Paläozoikum gehen und die CO2-Bilanz verschieben (welche Auswirkungen das auch immer haben mag).

    Also gehören Formen nuklearer (also sonnenartiger) Energiegewinnung zu den „Erneuerbaren“; angesichts des hohen Recyclingpotentials der anfallenden Altwertstoffe bei herkömmlichen Spaltreaktoren wie auch der Zukunftsmöglichkeiten der Thoriumtechnologie erscheint eine Miteinbeziehung dieser Quellen in den Begriff auch höchst angebracht.

  3. Mein Vorschlag ist radikal und marktwirtschaftlich: Der Staat hält sich aus der Stromversorgung prinzipiell heraus und überlässt es den Marktteilnehmern, die besten Lösungen zu finden. Der Staat sollte lediglich eine Art von Seriositätskontrolle betreiben: Wer ein Stromnetz, ein Kraftwerk etc. betreiben will, muss gegenüber den staatlichen Aufsichtsorganen den Nachweis erbringen, dass er über die fachliche Qualifikation und die notwendige wirtschaftliche Basis verfügt. Außerdem muss der Staat natürlich wie bei jeder Industrieanlage darüber wachen, dass fundamentale Sicherheits- und Umweltstandards eingehalten werden.

    Alles weitere wird der Markt von selbst regeln: Wenn bestimmte Energieträger teurer werden, werden sich die Anbieter im eigenen Interesse um wirtschaftliche Alternativen bemühen. Es wird sich herausstellen, dass in bestimmten Nischen auch Windkraftanlagen und Solarzellen (Almhütte in den Bergen) Anwendung finden werden.

    Die Erfahrung lehrt: Alles, was der Staat reglementiert, wird auf Dauer knapp, unzuverlässig und teuer. In der DDR kursierte früher folgender Witz: „Was geschieht, wenn die DDR die Sahara besetzt? Antwort: Zunächst einmal gar nichts. Nach ein paar Jahren jedoch wird der Sand knapp.“

  4. Neue Energiequellen sind zweifellos ein wichtiges Forschungsthema -- dabei liegt die Betonung auf Forschung, denn die Technologien von morgen werden NICHT die von heute sein, also NICHT Windkraft und Silizium-PV. Es darf auch nicht nur in bestimmte Richtungen gedacht und geforscht werden, denn die Zukunft ist unvorhersehbar.
    Das zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Was hätte ein Zukunftsplaner vor 100 Jahren denn vernünftigerweise tun können? Zu der Zeit sah man den Kollaps der Großstädte wegen des unlösbaren Problems der Pferdemistbeseitigung voraus!

    Die einzige wirklich unbegrenzte und sogar beliebig vermehrbare Ressource der Menschheit ist Wissen. Wissen kann alle Probleme lösen. Es wird so getan, als sei das Problem der Endlichkeit etwas neues, aber endlich war schon das Wild, das unsere Vorfahren in der Steinzeit erbeuteten.
    Als Alternative kam durch mehr Wissen der Ackerbau auf.
    Das klügste, was man also zur Zukunftsvorsorge tun kann, ist die Bewahrung und Vermehrung des Wissens auf möglichst breiter Basis, in alle Richtungen. Denn merke: Es sind die flexiblen Organismen, die langfristig bestehen, die Spezialisten sterben aus.
    Wenn wir unseren Nachkommen ein Erbe hinterlassen wollen, dann dürfen das keine materiellen Dinge sein, sondern das Rüstzeug zur Problembewältigung, nämlich Bildung.

    Also 1. : Investitionen in die Bildung und Forschung lenken und nicht in Windräder.

    Die Knappheit natürlicher Ressourcen kann durch Sparsamkeit in keiner Weise behoben werden und das ist auch unnötig. Ein begrenzter Lebensmittelvorrat führt auch bei strengster Diät unausweichlich zum Hungertod. Die einzig vernünftige Strategie ist die Suche nach einem Ersatz.
    Es gab im Mittelatler ein sehr frühes Beispiel für ’nachhaltiges Wirtschaften mit erneuerbaren Rohstoffen‘: Eiben (diese Bäume) waren äusserst wertvoll, weil kein anderes Holz so gut für den Bau von Bögen (Diese Dinger, mit denen man Pfeile abschiesst) geeignet waren. Deshalb waren Eiben streng geschützt, unberechtigtes Hauen konnte mit dem Tod bestraft werden, denn die Bäume galten als unersetzlich.
    Doch was hatten nachkommende Generationen davon? Die schossen mit Musketen!
    Grafit war mal ein ’strategischer‘ Rohstoff, der rein nur in einer einzigen Lagerstätte auff der ganzen Welt gefunden wurde, in England. Da dieser Grafit den Guss von besonders glatten Kanonenkugeln gestattete, wurde er für die Rüstung der Royal Navy unter Staatsaufsicht gestellt, die Minen bewacht und nur äusserst sparsam ausgebeutet.
    Heute ist Grafit ein billiges, unerschöpfliches Massenprodukt und Kanonenkugeln sind Raketen gewichen.
    So wird es auch mit Öl, Kohle und all den andern angeblich knappen und schnell schwindenden Rohstoffen gehen: Es wid sich etwas anderes finden. Unsere Kinder brauchen das nicht, was wir brauchen. Was hätte denn die Menschheit vor 100 Jahren zu unserem Nutzen ’sparen‘ können? Nichts! Der Plunder von damals ist doch heute samt und sonders wertlos!

    Also 2: ‚Sparen‘ und ‚Vorsorge für die Nachwelt‘ sind, in Bezug auf Rohstoffe wie auch auf technische Anlagen, ungültige Argumente.

    Die Probleme unstetiger Energiequellen, wie Wind und Sonne, sind unlösbar. Es ist mir völlig unverständlich, wie einerseits bei den nicht vorhandenen, aber unbedingt nötigen Speichern völlig blauäugig auf das Prinzip Hoffnung in Gestalt des kommenden technischen Fortschritts gesetzt wird, andererseits aber die noch viel nötigere Forschung an stetigen Grundlast-Energiequellen von Morgen nicht nur vernachlässigt, sondern sogar abgewürgt wird!
    Wir geben 100 x mehr Geld für die Subventionierung von Silizium-PV aus als für die Forschung an Fusionskraftwerken! Und wenn es nach dem Willen der Ökos ginge, würden wir sogar auds dem Projekt ITER ganz aussteigen, wel es so teuer sei! Dabei ist die deutsche Gesamtbeteiligung bei 1,3 Milliarden €, verteilt auf Jahrzehnte, nur ein kleiner Bruchteil dessen, was wir für PV pro Jahr zum Fenster hinaus werfen!
    Fusion ist zweifellos machbar, es gibt solide Physik dafür, das Problem ist von der wissenschaftlichen Bearbeitung inzwischen an die Ingenieure zur technischen Optimierung weitergegeben worden. Für die EE-Stromspeicher gibt es dagegen nicht einmal ein physikalische Grundprinzip, das theoretisch Abhilfe versprechen könnte, im Gegenteil sagt uns die Thermodynamk, dass es gar keine praktikable Lösung geben kann.

    Also 3: Stop der Wind- und PV-Subventionierung, statt dessen eine massive Austockung der Fördergelder für grundlastfähige, nichtfossile Energiequellen. Das schliesst natürlich neben der Fusion auch die Fission ein. Schliesslich hat die weitaus mehr Entwicklungspotential als Windräder und PV-Elemente aus Silizium.

    Warum betone ich ‚Silizium-PV’`?
    Weil ich der Photovoltaik als Teil einer zukünftigen Energieversorgung durchaus sehr gute Chancen gebe. In den Labors gibt es bereits organische Halbleiter, die meiner Ansicht nach phantastische Zukunftsaussichten haben, nicht nur für PV, sondern für Beleuchtung (OLED) und mehr. Sicherlich wird das mal ein ganz grosser Markt. Ich glaube, wir werden in nicht allzu ferner Zukunft PV-Module im Baumarkt als Folie von der Rolle kaufen können, für wenige € pro m2, hergestellt mit ganz normalen Druckereimaschinen -- gleich neben den leuchtenden Tapeten, die mit Tintenstrahldruckern nach individuellen Vorlagen maßgefertigt werden!
    Wer da die Nase vorn hat, macht das Geschäft des Jahrhunderts! Aber wir investieren in die bereits jetzt technisch veraltetete Silizium-Techik hundert Milliarden, die 20 Jahre lang von unseren Kindern abgestottert werden müssen! Das ist keine ‚Vorsorge für die Kinder‘, sondern das genaue Gegenteil! Wir betreiben mit den EE ein höchst ineffizientes, höchst scheinheiliges und höchst egoistisches Wrtschaftsförderungsprogramm für uns und auf Kosten unserer Kinder!

    Also 4: Sofortiger Stop der Silizium-PV-Subventionierung, da diese Technologie bereits jetzt veraltet und daher keinesfalls zukunftsfähig ist. Statt dessen Forschungsföderung für organische Halbleiter, einem äusserst vielversprechenden Zukunftsgeschäft: Unsere chemische Industrie ist (noch) sehr gut. Sie könnte, wie einst die ‚Farbenfabriken‘, zum Weltlieferanten für diese Stoffe werden, das wäre wirklich was ‚für die Kinder‘!

    Zum Abschluss noch ein interessanter Link über ‚High Tech‘-PV:
    Photovoltaik in Deutschland – Eine Medium Low-Tech Industrie

  5. Die von Heinz Eng vorgegebene Diskussionslinie ist bereits ein recht trauriges Anzeichen dafür, dass man sich mit der gegenwärtigen Lage abzufinden bereit ist, und sowohl den politischen als auch den Sachverstand außen vor zu lassen.
    Beispiel:

    „Weiterhin können wir die bereits installierten Windkraftanlagen und elektrischen Solaranlagen nicht mehr ungeschehen machen, diese müssen also auch noch irgendwie ins neue System integriert werden, wir können es uns einfach nicht leisten, derartiges Volksvermögen einfach wieder weg zu schmeissen.“

    Haben Sie schon vergessen, dass es nur ein paar Wochen her ist, dass unsere Kanzlerin sich anschickte, das Volksvermögen von mehreren Kernkraftwerken einfach zu vernichten???????.
    Außerdem scheinen Sie auch schon vergessen zu haben, dass das eigentliche Ziel des ganzen Programms die Entkarbonisierung der Wirtschaft sein soll. Wenn Sie die eigentliche Stoßrichtung dieser Politik akzeptieren, dann wird die Diskussion zwangsläufig im ideologisch vorgegebenen Fahrwasser mitschwimmen.
    Andererseits sprechen Sie von bevorstehender Katastrophe in der Energieversorgung. Wo bleibt da der Kampfgeist?

  6. @Andromidas

    Kritik ist angekommen und wird auch akzeptiert, aber…………..
    Es ist eine Sache ein paar geächteten Monopolisten ihre verhassten Kernkraftwerke wegzunehmen und somit kalt zu enteignen, es ist aber eine ganz andere Schiene, wenn man Millionen Solaranlagenbesitzer und Bürgerwindparks versucht platt zu machen.
    Jede Partei/Regierung, die das heute noch versuchen würde, wäre Morgen schon aus der Regierung geworfen.
    Ich bin Skeptiker………aber doch so weit Realist, das ich weiß, das dies unmöglich geworden ist.

    Jahrzehntelange Indoktrination von Kindesbeinen an hat Spuren in der Bevölkerung hinterlassen, da nützt auch der stärkste Kampfgeist unsererseits nichts mehr. Erst wenn die Infrastruktur mehrfach zusammengebrochen sein wird, erst dann wird in dieser Gesellschaft eine Rückbesinnung geschehen.

    Viele Leser die mich schon länger kennen, wissen wie ich mir bei diesen Satz mit den vorhandenen EE-Anlagen auf die Zunge beissen musste, trotzdem soll dieser Artikel nach allen Seiten offen sein, wir sind ja nicht das Bildungsministerium.

    Eines kann ich aber schon mal zu 108% unterschreiben, den sofortigen Baustop sämtlicher WKA und Solaranlagen, bis endlich geklärt worden ist, wie es denn nun weiter gehen soll mit unserer Energiezukunft.
    Ein Cut zum Wohle aller, ansonsten bricht das Gebilde schneller zusammen als alle erwarten.

    MfG
    Heinz Eng

  7. Nunja.

    Weshalb nicht einfach alles beim alten lassen und alte KKWs durch EPR ersetzen.
    Forschung im Bereich eines LFThR aufbauen. Oder zusammen mit den USA sich an dem Projekt beteiligen.

    fertig.

    Ach: Ich vergass: Wir wollen ja keine EPRs bauen, weil wir die ja selbst nicht mehr bauen können und in Frankreich einkaufen müssen.

    Bleibt wohl nur effiziente Kohle………

    vlg
    deHotz

  8. Wie wäre es mit „Lassen wir den Markt entscheiden“.
    Warum sollte man Pro oder Contra irgendetwas sein? Wer AKW Stom haben will soll Ihn kaufen können, wer es nicht will auch nicht für die Entsorgung bezahlen müssen. Wer meint zentral ist gut soll eben „bei zentralen Anbietern“ kaufen. Aber nicht verlangen, daß alle in irgendeinem Gebiet irgendjemanden nehmen müssen. Wer dezentral will, soll dezentral bekommen nur nicht verlangen, daß das Kraftwerk neben Seinem Grundstück steht.

    Wer meint Öko muß sein soll ökostrom kaufen und sich nicht beschweren wenn hinter Seinem Haus ein 100 m hohes Windrad steht. Warum sollte es nicht Markt für alles geben. Irgendetwas wird sich schon finden lassen…

  9. Wozu ‚Erneuerbare‘?

    Ich will jetzt nicht vom Bestandsschutz reden, der den Betreibern der Anlagen selbstverständlich zusteht. Das ist nun einmal im GG so verankert und diese Altlasten müssen wir (leider) bezahlen.
    Schwamm drüber.
    Aber was sollen sie denn bewirken?
    Ein prominenter Aspekt wird immer wieder genannt: Sie sollen sowohl die fossilen Energieträger strecken als auch CO2 vermindern.
    Auch hier will ich gar nicht fragen, ob das nötig ist, ob fossile Energieträger wirklich knapp sind, ob CO2 unseren Untergang bedeutet -- sehr vieles spricht dagegen, das ist bekannt.

    Aber mich hat schon lange eine Frage beschäftigt:
    Welche Auswirkungen hat es denn eigentlich auf den Wirkungsgrad konventioneller Kraftwerke, wenn sie als Regel- und Backup-Anlagen für den Wind- und Solarstrom missbraucht werden?
    Darüber gibt es erstaunlich wenig Informationen und schon das sollte stutzig machen.
    Man muss sich ja vor Augen halten:
    Ein Kraftwerk läuft am wirtschaftlichsten und effizientesten, wenn es ständig unter Volllast ist. Das ist ja der Grund, weshalb es überhaupt Pumpspeicher gibt; das An-und Abfahren kostet richtig Geld!
    Klar ist, dass Kohlekraftwerke dazu überhaupt nicht taugen, sie sind am trägsten. Kernkraftwerke sind weit besser, denn sie justieren sich automatisch und sehr schnell, praktisch trägheitslos, denn wenn wechselnde Last anliegt, regelt sich die Reaktorleistung dank des negativen Dampfblasenkoeffizienten (Heisseres Wasser bremst die Neutronen schlechter und die Kettenreaktion wird reduziert, kaltes Wasser steigert die Leistung entsprechend) von selbst. Wird mehr Dampf entnommen, fährt die Kernspaltung automatisch hoch.
    Aber KKWs sollen ja trotz dieser idealen Regelcharakteristik verbannt werden.
    Statt dessen sind Gaskraftwerke, vorzugsweise GuD’s, die besonders effizient Strom erzeugen und sehr rasch regelbar sind, favorisiert.
    Doch die hervorragenden Wirkungsgrade von 60+% können diese Kraftwerke nur erreichen, wenn die trägen Dampfkessel, die mit der Abwärme der Gasturbinen geheizt werden, auf Betriebstemperatur sind. Das bedeutet jedoch, dass sie in der ersten Betriebsstunde nur als reine Gasturbinen mit einem lausigen Wirkungsgrad von 35 -- 40 % laufen oder ständig im heissen Standby gehalten werden müssen. Beides ist eine enorme Energieverschwendung, die jedoch zur Regel wird, wenn solche Kraftwerke nur als Backup dienen sollen.

    Jetzt habe ich dazu etwas aufschlussreiches gefunden:

    The hidden fuel costs of wind generated electricity.
    The impact of wind generated electricity on fossil fuel consumption
    In der Arbeit werden REALE Daten herangezogen, um die Effekte abzuschätzen. Die Schlussfolgerung:
    Wenn der Wirkungsgrad der Backup-Kraftwerke nur um wenige Prozentpunkte fällt, sparen Windräder überhaupt keinen Brennstoff!

    Wind energy in the Irish power system
    Die differenzierte Auswertung irischer Daten zeigt, dass Windräder viel weniger Brennstoff und CO2 sparen, als die von ihnen produzierte Strommenge suggeriert: So wird bei 12% Windstrom in einem Zeitraum nur 4% Brennstoff gespart, 2/3 der theoretischen Ersparnis gehen also durch den Backup-Mehrverbrauch wieder verloren. In anderen Zeiträumen, mit höherem Windstromanteil, wurde praktisch NICHTS eingespart!

    Subsidizing CO2 emissions via windpower:
    the ultimate irony

    Hier sind einige Studien ausgewertet, die wiederum zeigen, dass Windkraft tatsächlich gar nichts spart.
    Es wäre sehr viel vorteilhafter und würde sehr grosse Brennstoff- und CO2-Ersparnisse bringen, wenn man moderne GuD-Kraftwerke unter Volllast als Ersatz für alte Kohlekraftwerke einsetzen würde, statt als Backup für Windkraft!

    Ein weiteres, sehr interessantes Dokument handelt vom dänischen Windstrom, behandelt werden sowohl die technischen als auch die ökonomischen Probeme:
    Wind energy -- The case of Denmark
    Eine sehr bemerkenswerte Aussage: Dänemark produziert zwar 20% seines Stromverbrauchst mit Windkraft, aber es konsumiert tatsächlich nur etwa 10% -- die Hälfre des Windstroms muss praktisch verschenkt werden, weil sie im eigenen Land überhaupt nicht nutzbar ist. Die hohen staatlichen Subventionen, welche die Dänen für die Windanlagen tragen müssen, fliessen ausser Landes, nach Norwegen und Schweden und werden der eigenen Volkswirtschaft entzogen -- Ein gutes Lehrbeispiel für alle, die von den norwegischen Wasserspeichern träumen!

  10. @tritium
    Es ist gut, dass sie mal darauf hinweisen, dass es eine Reihe Studien über den Einspareffekt von Windkraft auf fossile Brennstoffe gibt. Diese Studien beruhen alle, so weit das ging, auf realen Daten. An die ist offenbar schecht dranzukommen. Am überzeugensten ist da die Bentek-Studie. Die hatten wohl wirklich guten Zugriff auf die Daten zweier Energieversorger aus Colorado und Texas. Mir ist auch keine Studie bekannt, die belegen würde, dass Windenergie da einen nennenswerten positiven Effekt hat. Ich vermute auch, dass ähnliches für die Photovoltaik gilt. Ich kenne da zwar keine Studien, aber wenn man mal Einspeiseprofile von solchen Anlagen sieht, dann sieht das nicht gross anders aus als bei der Windkraft. Der Vorteil ist nur, dass man sich darauf verlassen kann, dass nachts nichts kommt.
    Haben sie eine Vorstellung, warum die wohl als belegt anzusehende Tatsache, dass Windkraft eher einen negativen als einen positiven Effekt auf den Verbrauch von fossilen Energien hat, in der Diskussion um diese Energieform auch von Skeptikern der NIEs so wenig angesprochen wird? Nichts zeigt doch besser auf, dass diese Energieform in unseren jetzigen Netzen und mit den bestehenden Regelmöglichkeiten nicht nur keinen Nutzen bringt sondern auch noch Schaden verursacht. Ob sich das mal ändern wird, weiss ich nicht, aber solange das so ist, darf eigentlich kein Windrad mehr ans Netz sondern es müssten so viele wie möglich abgeschaltet werden.
    MfG.

  11. @ Tritium #9

    Es sind hauptsächlich zwei Fragen in Ihrem Kommentar:

    1. Wie viel CO2-Emissionen werden wirklich durch die NIE eingespart? Dazu gibt es einen recht guten Artikel bei Novo-Argumente von Klaus-Dieter Humpich: Das schmutzige Geheimnis der Wind- und Sonnenkraftnutzung. Der Artikel wurde hier auch schon besprochen, wenn ich mich recht erinnere.

    2. Rentabilität der konventionellen Kraftwerke vor dem Hintergrund des EEG? Dieses Problem hat man nun auch auf Seiten der NIE-Befürworter erkannt. Der „Bundesverband Neuer Energieanbinder“ hat eine Studie veröffentlicht, die dieses Problem mit einem sogenannten „Kapazitätsmarkt“ lösen möchte. Letztlich heißt dies, dass Kraftwerksbetreiber für das vorhalten von Kapazitäten bezahlt werden, um die volatilen NIE auszubalancieren. Das läuft natürlich auf eine weitere Abgabe hinaus, zusätzlich zu den derzeitigen Abgaben für die NIE. Das ist kein Pappenstiel, wie BNE bereits in der Pressemitteilung andeutet.

    Im Jahr 2022 werden in Deutschland etwa 10 Gigawatt (GW) elektrische Leistung fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt die bne-Studie „Kapazitätsmarkt -- Rahmenbedingungen, Notwendigkeit und Eckpunkte einer Ausgestaltung“, die vom Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) GmbH erstellt worden ist. „Zur Einordnung: Zehn Gigawatt entspricht etwa der in ganz Dänemark installierten Leistung“, erläutert bne-Geschäftsführer Robert Busch.

    Diese Leistung wird in Deutschland nach BET-Berechnungen im Jahr 2022 zwar nur wenige Tage im Jahr benötigt -- dann allerdings sofort und komplett. „Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, muss diese Leistung sehr schnell und in vollem Umfang zur Verfügung stehen können. Nur so kann die Energieversorgung nachhaltig gesichert werden“, betont Busch.

    Interessant finde ich auch, welches Zeitfenster für die Installierung eines solchen Kapazitätsmarktes besteht: Nämlich gar keines.

  12. @Quentin Quencher
    Ihr Zitat zeigt deutlich, dass da immer Probleme angesprochen werden, die vielleicht irgendwie lösbar sind. Wind weht, wenn er weht, aber nicht stetig sondern böig und das ist auch nicht irgendwie vorhersagbar. Das gleicht sich statistisch über grössere Gebiete auch nicht aus. Auch bei stabilen Hochdrucklagen gibt es Federwolken, die nicht ohne Einfluss auf die Photovoltaikergebnisse sind. Vorhersagbar ist das auch nicht. Das ist halt diese elendliche Diskussion. Wir können Aussaqen über das Klima für Jahrzehnte machen aber über die Details des Wetters nicht mal für Minuten. Wir wollen aber unsere Energieversorgung trotzdem vom Wetter abhängig machen.

  13. Irrsinn in Zahlen, die neuste Jubelmeldung in Sachen EE vom Umweltministerium. (Achtung, 3,4 MByte PDF)
    http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_ee_zahlen_bf.pdf

    Unter anderem musste das BUM festellen, das 2010 ein ausgesprochen windarmes Jahr war, in einem „Normalwindjahr“ wären 5 TWh mehr Windstrom erzeugt worden.
    Bei einer installierten Windleistung von 27,2 GW wurden 37.793 GWh Strom erzeugt, was auf 1.389 Volllaststunden schließen lässt.
    Hier nun kommt das Problem, das man uns auch noch leise weinend verschweigt, die EE sind Wetterabhängig und zwar im Laufe vieler Jahre. Windindex von 75 -- 116 % in den letzten 20 Jahren……tja, mit Durchschnitt ist da nix gemacht, aus Gründen der zukünftigen Versorgungssicherheuit müsste also das windschwächste Jahr für die Planung der Vollversorgung mit NIE als Rechengrundlage gelten.

    Solar siehts 2010 noch belämmerter aus. 17,3 GW installierte Leistung haben lächerliche 11.683 GWh Strom erzeugt, macht 674 Volllaststunden, besser kann eine Volkswirtschaft nicht ihr Geld aus den Fenster werfen.

    Guckt man sich dagegen die Zahlen der Stromerzeugung aus Biomasse an, sieht dieser Zweig schon ganz anders aus.
    Installierte Leistung 4,96 GW erbrachten stolze 28.681 GWh Strom…..macht immerhin 5.782 Volllaststunden Betrieb.
    Nimmt man dann noch den biogenen Anteil an der Energierezeugung durch Müll, mit 4.651 GWh kommt der „BIO-Strom“ auf eine Gesamtmenge von 33.332 GWh, zumal die dortigen EE-Zuwendungen weit aus geringer sind als bei der Sonnenkraft.
    Auch 2010 war Deutschland Weltmeister, bei der Stromerzeugung aus Sonne……….wie man auch noch stolz darauf sein kann, das Geld der armen Leute am sinnlosesten zu verschwenden, kann wohl nur ein Grüner verstehen.

    Zwei Ministerien fuschen bei der Energieversorgung rum, wobei gerade das Umweltministerium das Wirtschaftsministerium am Schlips hinter sich her zieht und so nebenbei immer noch die KKW-Sicherheit in seinen finsteren Krallen hat.

    Ach übrigens, Frau Brandt-Bohne (klingt irgendwie nach Kaffee) hat einen neuen Expertenblog geschrieben.

    Die beste Stelle tu ick hier mal zitieren, falls wer Skrupel hat, Essen in den Tank zu schütten.

    In allen Fällen macht der Anteil, der zur Energiegewinnung genutzten Biomasse einen niedrigen Prozentsatz aus. Dennoch wird interessanterweise aber vor allem die Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung kritisiert. Dabei würde ein Verzicht auf Kosmetika oder vor allem auf den Konsum von Fleisch der Nahrungs- oder Flächenkonkurrenz schneller und effektiver Abhilfe schaffen.

    Ich sehe es ganz deutlich vor mir, ungepflegte ausgemergelte Menschen Nachts bei Kerzenschein und die Leute, die den ganzen Murks angeleiert haben, sitzen dickbäuchig schon längst im Ausland und lachen sich Tod.

    100 % EE sind und bleiben eine gewaltige Lobby-Lüge……………das stand für mich schon 2008 felsenfest in Wackelpudding gemeißelt.

    H.E.

  14. #13

    Verzicht … auf den Konsum von Fleisch

    Mal abgesehen von den totalitaristischen und kosmetischen Implikationen handelt es sich wohl wieder einmal um eine Milchmaedchenrechnung, denn die auf das hochnahrhafte Nahrungsmittel Fleisch Verzichtenden muessen ja stattdessen ein Vielfaches an Hirsebrei o.ae. verzehren, der auch irgendwo angebaut werden muss. Viehzucht findet traditionell in Regionen statt, wo der Boden eben ausser Gras nicht freiwillig hochwertigere Naehrpflanzen hergibt, also muesste man sicher zusaetzlich duengen -- womit, wenn es keine Mistviecher mehr gibt und Kunstduenger verpoent ist?

  15. @Flumi

    womit, wenn es keine Mistviecher mehr gibt und Kunstduenger verpoent ist?

    Na und erst die Biogasanlagen……ohne Gülleeinsatz……..ist halt ein tolles, blondes Milchmädchen.

    Ach übrigens, nachdem wir die Deutschen zu Veganer umerzogen haben, müssen die natürlich auch ihre fleischfressenden Haustiere (Hund/Katze) abschaffen, da die dat Klima versauen und einfach nicht davon abzubringen sind, tierische Nahrung zu sich zu nehmen.
    Ach übrigens, der neue Expertenblog ist vom 16. September und selbst heute ist noch kein einziger Kommentar dazu erschienen.
    Entweder liest dort keiner mehr mit oder die Kommentare zu diesem Prachtstück an ökosozialistischer Sichtweise sind so verheerend, das die Zensur Purzelbäume schlägt.

    Obwohl, bei Lob& Kritik ist der letzte Kommenar auch schon vom 12. September…….ick gloobe, die lassen den Bürgerdialog so langsam einpennen oder sind mit den politischen Ämtern zu sehr ausgelastet.

    H.E.

  16. #13 Heinz Eng
    Wie immer Klasse Kommentar. Die Einheiten der Inst. Leistung dürften aber zu hoch sein. Hier sollte der ADMIN nochmal eingreifen und GW in MW ändern.

  17. @Klaus

    Ups, mein Fehler…….wird sofort ausgebessert.
    Ick wollte unbedingt nur eine Größe beibehalten, damit der Leser vor lauter Zahlen nicht die Übersicht verliert……natürlich war dafür die Kommastelle nicht richtig gesetzt.
    So, nun siehts übersichtlicher aus und Danke, das jemand so toll aufgepasst hat.

    MfG
    Heinz Eng

  18. Man o man, sind denn hier alle im Urlaub?
    Ok, dann muss Onkel Heinz mal den Laden etwas aufmischen, Visionen versus Realität.

    1. Energiewende, zur not auch gegen den Willen des Volkes………..

    Kretschmann: Ein Beispiel. Ich werde jetzt Widerstand bekommen, weil wir viele große Windräder in die Gegend stellen werden. Den Leuten, die das für Landschaftsverschandelung halten, muss man von vornherein sagen: Wenn ihr meint, es verschandele die Landschaft, ist das leider nicht zu ändern. Natürlich wollen wir sie in Windparks konzentrieren. Aber wir können die Windräder nicht im Keller unterbringen. Ihr müsst schon sehr gute Argumente liefern, wenn wir sie nicht bei euch vor die Haustür setzen sollen. Dann bauen wir sie woanders hin. Aber bauen werden wir sie. Warum? Weil das Gemeinwohl es gebietet.

    Joo, nun trifft det endlich mal auch die Wessis, die ja unbedingt grün wählen müssen, ham se nu davon, Mitleid dürfen se da nich von mir erwarten.

    Weil wir gerade so schön beim Geld sind……….

    Der Preis der Wende: Strom wird 2012 teurer

    Der 14. Oktober wird etwas Klarheit bringen, was die Energiewende die Bürger kommendes Jahr konkret kosten wird. Dann veröffentlichen die dafür zuständigen Übertragungsnetzbetreiber, wie hoch sie die Erneuerbare-Energien-Umlage pro Kilowattstunde (kWh) ansetzen, mit der die Bürger den Ökoausbau per Strompreis bezahlen……

    Und Kanzlerin Angela Merkel…. rechnete Ende Mai damit, dass die Umlage sich zumindest nicht groß verändert.
    Doch daraus wird wohl nichts. Denn das Umlage-Konto ist dick im Minus. Im August stand es bei -453 722 956 Euro. Branchenkreise gehen übereinstimmend davon aus, dass die Umlage 2012 auf rund 3,8 Cent je Kilowattstunde (kWh) steigen könnte…..

    …Um die Mittagszeit, wenn die Nachfrage und auch der Strompreis üblicherweise hoch waren, wurde zuletzt viel Solarstrom eingespeist. Das senkt an der Strombörse den Preis. Da die EEG-Umlage sich berechnet aus der Differenz zwischen der im EEG festgelegten Einspeisevergütung und dem an der Börse erzielten Preis, treibt dies jedoch die Umlagekosten. “Die Erneuerbaren senken zwar die Großhandelskosten für Strom, aber der private Verbraucher profitiert durch die Umlage in der Regel davon nicht“, erklärt Lenck……..

    Ende Teil 1

  19. Energiewende, wie sich Visionäre dat so toll vorstellen und dann kommt die Klatsche.
    Dezentral is wunderbar………..Brennstoffzellen

    Brennstoffzelle geht zurück

    Gießen (go). Sie war als „hocheffizient, äußerst umweltfreundlich und versorgungssicher“ angekündigt, sei eine „hochmoderne Anlage zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (KWKK)“ und weltweit die erste ihrer Art mit Brennstoffzellen: die Hybrid-KWKK-Anlage des Uni-Klinikums Gießen. Ende September 2010 wurde sie geliefert, funktioniert hat sie nie richtig, und nun will der Hersteller sie zurücknehmen -- ersatzlos.

    Geil is noch folgener Satz:

    Tognum AG ….Ende 2010 wurde dann entschieden, die Brennstoffzellentechnik nicht mehr weiter zu verfolgen. Ausschlaggebend waren wirtschaftliche Gründe, weil mit dieser Technik mittel- und langfristig kein Geschäft mehr zu machen gewesen wäre“

    Oder wie wärs mit den Millionen von Elektroautos die dann so nebenbei auch noch als Speicher herhalten sollen?

    Im Rahmen der Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität sind Forscher des Fraunhofer AST zu dem Ergebnis gekommen, dass das Niederspannungsnetz nicht für die gleichzeitige Beladung vieler E-Fahrzeuge ausgelegt ist.

    Dat dumme an der Sache, gerade im Niederspannungsnetz sind die Erweiterungsmassnahmen besonders teuer und aufwendig, angefangen von Grundstücksfragen bis hin zum Tiefbau quer durch die Stadt………es wird kompliziert und schweineteuer.

    Ergo, die nächste Klatsche für Visionäre……..die Brieftasche.
    Ende Teil 2

  20. Und zum Abschluss noch ein Schmankerle für die Vertreter der dezentralen Genossenschaften, die den bösen Konzernen mal so richtig zeigen, wo der Energiewende-Hammer hängt.

    Genossenschaft für Bioenergiedorf beschließt Jahr mit Verlust

    Nach wie vor schwebt die Finanzlage als Damoklesschwert über der Idee, ein Dorf autark und nachhaltig mit Wärme aus einem Holzhackschnitzelkraftwerk zu versorgen…..
    …Eine Erhöhung des Wärmepreises ist damit unumgänglich, erläuterte Breubergs Altbürgermeister Günter Verst als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Ebenso notwendig sei ein Sanierungskonzept. Ohne solches Handeln, verdeutlichte Verst, sei die Insolvenz absehbar……

    …Der Brand, mitentscheidende Ursache für die finanzielle Schieflage der Genossenschaft, erschwere zudem deren Beweisführung. Im Vorfeld sei es versäumt worden, Mängel am Vergaser zu protokollieren.

    Wenn Energielaien versuchen sich selbständig zu machen, sollten se sich wenigstens bei Leuten schlau machen die davon Ahnung haben, ansonsten zieht sie die Baufirma übern Tisch und anschließend die Genossenschaft in die Pleite.
    Hmm, erinnert mich irgendwie an das ultimativ neue, innovative, hochgelobte Heizkraftwerk Cottbus………dat die Stadtwerke und die Stadt an den Rand des finanziellen Ruins getrieben hat, muss mal recherchieren wie das ausgegangen ist.

    Fazit, wenn der Mist nicht mal im kleinen funktioniert, wie soll das erst werden, wenn wir die ganze Republik flächendeckend damit überziehen?
    Wir werfen mal so eben unsere funktionierende Infrastruktur wech, damit dann die Grünen aller Parteien ihre neuen Lobbys toll bedienen können, dat Klima is denen nämlich völlig wurscht, dat entscheiden eh die Chinesen und Inder.

    Es hat sich ausgemerkelt.
    H.E.

  21. #18

    Man o man, sind denn hier alle im Urlaub?

    …oder kommen wahrscheinlicher bei den ganzen Expertenblogs aus dem Kopfschuetteln und Magendruecken nicht mehr heraus. Man sehe sich einmal die zweite Graphik bei Brandt-Bohne an: die da von „unendlich viel Energie“ phantasieren, haben offenbar schon die ganze Welt verplant. In Deutschland stehen ihnen ja nur 35 Mio. ha zu Gebot. Man sieht also, dass es mit der Annexion Norwegens nicht getan ist: es geht wieder einmal um Lebensraum im grossen Stil, diesmal fuer sogenannte „Energiepflanzen“.

    #20

    Holzhackschnitzelkraftwerk

    … Hackschnitzel gehoeren auf den Seniorenteller.

  22. @ Onkel Heinz

    Man o man, sind denn hier alle im Urlaub?

    Mann alter, ick hab zu tun! Würd ja gern, weiß momentan nicht wo mir der Kopf steht. Nur soviel, der Winter wird teuer.

  23. @Hütten-Karlchen
    Du bist entschuldigt, seh zu das Du Dein Häuschen endlich Winterfest kriegst.
    Leute zieht euch warm an, die Kälte greift den Darm an!

    @Flumi
    Madam Kaffee hat endlich auch einen Kommentar……..der Extrem-Biowasserstofflebensmittelvernichter haut natürlich auch in die vegane Kerbe, war ja abzusehen.
    Wie kriegt man derat gelagerte Hirne auf Erbsengröße…….mit Wasserstoff aufblasen.

    Apropos Hirnschmelze, habt Ihr schon das neuste Machwerk unseres Klimafolgeforschungsinstitut gelesen?

    Technologieförderung macht Klimaschutz billiger

    19.09.2011 -- Um Klimaschutz kostengünstig zu erreichen, ist neben Emissionshandel auch die Förderung neuer Technologien nötig. Spart man sich eine solche gezielte Förderung etwa der erneuerbaren Energien, wird es teurer statt billiger – dies haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) erstmals in aufwändigen Computersimulationen für das 21. Jahrhundert durchgerechnet. Ohne Förderung bekommen energietechnische Innovationen mit starkem Kostensenkungspotenzial kaum eine Chance, weil anfangs erheblich in sie investiert werden muss: ein Fall von Marktversagen.

    …..Die Wissenschaftler haben eigens ein neuartiges Computermodell entwickelt, welches das Zusammenspiel von Unternehmen, Haushalten und Politik sowie die daraus entstehenden Effekte für die Wohlfahrt durchspielt……

    Jaja, wenn die Jungs mal nix zu tun haben, entwickeln se so nebenbei ein Modell………..Leben wie in der Matrix, wat sagen eigentlich unserer hauseigenen Zukunftsforscher dazu?

    Die Welt wird von einer Wirtschafts und Finanzkrise geschüttelt das einem Angst und Bange wird……..und das PIK macht ein Modell……..ganz finstere Gesellen sagen für 2012/13 einen kompletten Zusammenbruch voraus, aber wir ham ja ein Modell.

    Wie einige meiner obigen Beispiele schon andeuten, auch wenn ich noch so viel Geld in Scheiße investiere……..am Ende kommt trotzdem nur Scheiße hinten raus.
    Anscheinend hat die große Transformation als erstes die Großhirnrinde nachhaltig zu Brei transformiert, oder die Solarsonne das Hirn ausgedörrt oder der Wind die Gehirnzellen in alle Himmelsrichtiungen verteilt oder schlimmsten Falls die giftigen Gase vergärender Pflanzen den Denkapperat vollends zerfressen……………oder aber die EE-Lobby hat mal wieder ein paar Scheinchen rüber gereicht, sucht euch was aus.

    Anpassen, statt den Versuch zu starten eine unvermeidliche Wende zu verhindern, ansonsten macht die Evolution ihre Arbeit und lässt nicht überlebensfähige Ökos aussterben.
    Hmm, sind die Ökos nicht in Wirklichkeit die wahren Kreationisten?

    Ups, ich muss wech…..wuff
    H.E.

  24. Wenn man den Beitrag von Frau Brandt-Bohne liest, dann fällt auf, dass viele Probleme angesprochen, Teller oder Tank, doch keine stichhaltigen Lösungen angeboten werden. Statt dessen Verharmlosung und ein paar Ideen von einschlägigen Institutionen oder Organisationen, die allenfalls als Absichtserklärung durchgehen können. Tatsachen schaffen derweil andere, wie auch dieser Beitrag aus Spektrumdirekt zeigt:

    … Opfer einer Entwicklung, die vielerorts in Afrika voranschreitet: des so genannten Land Grabbing. „Staatliche Akteure und private Investoren aus Industrie- und Schwellenländern sichern sich mittels langfristiger Pacht- oder Kaufverträge große Agrarflächen in Entwicklungsländern, um Nahrungsmittel und Energiepflanzen für den Export anzubauen“, erklärt Constanze von Oppeln den Trend, der in der weit überwiegenden Zahl der Fälle von einheimischen Eliten unterstützt wird: „Sie haben auch meist ein großes Interesse an lukrativen Geschäften mit Land.“

    Das ist eine Entwicklung die auch schon im „Pakt mit dem Panda“ besprochen hatten.

    Derweil faselt ein gewisser Jeremy Rifkin von einer „empathischen Zivilisation

  25. @ 23

    Madam Kaffee hat endlich auch einen Kommentar

    Den konnte ich nicht so alleine stehen lassen…

    Sehr geehrte Frau Brandt-Bohne,

    Sie schreiben, dass nicht nur Biomasse, sondern auch die Produktion von Kosmetika oder Fleisch einen erheblichen Flächenbedarf haben. Das kann man sicher so sehen. Und mit wachsendem Wohlstand in vielen Teilen der Welt wird ziemlich sicher auch die Fleischproduktion weiter zunehmen. Zusammen mit einer weiter steigenden Weltbevölkerung ergibt sich daraus ein zukünftig steigender Flächenbedarf zur Nahrungsproduktion.

    Und die Konkurrenz der stark subventionierten Bioenergie-Erzeugung stellt dabei einen zunehmend preissteigernden Faktor dar.

    Wenn man vor diesem Hintergrund jetzt erfährt, dass Biosprit nicht nur dazu führt, dass weltweit mehr Flächen landwirtschaftlich genutzt werden müssen, sondern dass Biotreibstoffe der Umwelt und dem Klima weit mehr schaden als nutzen, dann kommen einem doch ernsthafte Zweifel an der grundsätzlichen Sinnhaftigkeit, Treibstoffe aus Nahrungspflanzen zu gewinnen.

    Biosprit schadet Klima stärker als fossile Brennstoffe
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,727695,00.html

    Biosprit ist Gift für die Umwelt
    http://www.ftd.de/politik/europa/:neue-co2-berechnung-biosprit-ist-gift-fuer-die-umwelt/60104780.html

    Mogelpackung Biosprit -- Wie nachhaltig ist importierter Biodiesel?
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1542272/

    Biosprit: Das Kartell des Schweigens -- Statt Urwald immer mehr Palmölplantagen
    http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-muenchen-klima-ID1291030217389.xml

  26. #23

    dies haben Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) erstmals in aufwändigen Computersimulationen für das 21. Jahrhundert durchgerechnet

    Donnerwetter! Die rechnen einem ja nach Wunsch alles x-Beliebige fix aus. Wenn die sich mit ihren Modellrechnungen erst einmal richtig in der Oekonomie umtun, kommt bestimmt auch noch heraus, dass die SU/DDR-Wirtschaft langfristig viel besser gewesen waere als der versagende Markt: ohne Kapitalismus geht es besser -- „wissenschaftlich“ erwiesen!

    Derweil hat uns Zettel wieder einiges zu den Segnungen der sogenannten „neuen“ Technologien mitzuteilen.

  27. Ach übrigens, zum Kaffee vernasch ich gerne auch mal eine Wein-Brand-Bohne, *grins*

    @Rudolf
    Viel Glück bei Deinem Ansinnen.
    Das es bei den NIE nicht um Klimaschutz geht, ist uns Skeptikern schon lange bewusst, nur scheint das bei den Biologen noch nicht angekommen zu sein.
    Naja, wenn Uli lieber „Eisbärenversenken“ spielt, sind solche Nebensächlichkeiten wie Lachgas, Überdüngung, energieintensiver Arbeitsaufwand ja mal net so wichtig.

    Nachhaltige Lemminge labern sich kollektiv um Kopp und Kragen.

    MfG
    Onkel Heinz

  28. Erstens: Die Förderung von Silizium PV ist zur zeit nichts als Geldverschwendung.
    Zweitens: Eine der grössten Hürden für die Wende sind nicht nur falsch platzierte Subventionen, aber vor allem die CO2-Emmisionsrechte. Man hat es schon bei dem Atomaustieg deutlich gesagt: Atomkraftwerke verhindern keine Emmisionen, weil die nicht ausgenutzten Rechte einfach weiter verkauft würden. Blöder weise gilt dass für JEDE Art von CO2 freier Energieerzeugung. Der einfachster weg jetzt Emmisionen zu sparen würde Wasserstofferzeugung mit „grünem“ Strom sein, aus dem Wasserstoff Methan und Benzin zu erzeugen, und dann an Privatpersonen verkaufen (die haben weder Emmisionsrechte, noch Kontrolle). Dass, und nur dass sollte subventioniert werden. Dann würden die Emmisionsrechte auch richtig funktionieren. Oder die Rechte besser gleich mit Geldstrafen für jede Tonne CO2 ersetzen.
    Energie aus Biomasse, wie auch Biogas und Biosprit sehe Ich als eher geringe Chance. Vielleicht eine gute Idee wenn wir mal mehr Produzieren als Verbrauchen. Falls wir Mehr Produzieren als Verbrauchen… Aber auch dann sollte nur Abfall verarbeitet werden, es hungern ja schon genug Leute.
    Kernenergie Ist keine so schlechte Idee. Der Bau und Rückbau sind Teuer, daher sollte man dass was man hat voll ausnutzen. Atomaustieg sehe ich als Geldverschwendung.
    Atomenergie ist auch nicht so gefährlich wie Atomkraftgegner es gerne hätten. Sie liefert seit Jahrzehnten etwa 20% der Energie der Welt, dennoch ist die Zahl der Opfer der Atomkraft sehr gering, verglichen mit Kohle und Gas. Allein Kohlekraftwerke verursachen 2 Mln Tote jedes Jahr Weltweit… Klimaerwärmung nicht eingerechnet.
    Die Alten Meiler würde ich bis geht nicht mehr ausnutzen, und mit Generation 4 Kraftwerken ersetzen. Auf Forschung in Deutschland habe ich wenig Hoffnung, aber In China werden die in Deutschland entwickelten, etwas modifizierten HTR Gebaut. Und auch die vielversprechenden Flüssigsalzreaktoren sollen in China zur Marktreife gebracht werden. Beide Optionen sind Potentiell billiger, sicherer und produzieren weniger Abfall. In Flüssigsalzreaktoren kann sogar alter Atommüll in weniger langlebigen umgewandelt werden (mit Energiegewinn!) -- alleine das sollte Forschung an diesen Reaktoren auch in Deutschland rechtfertigen. Wie es aussieht werden wir aber unsere Reaktoren in Zukunft von China kaufen. Und das sollten wir auch! Wenn man eine Industrie am leben erhalten will, gibt es nicht so was wie genug Energie. Erneuerbare können vielleicht viel Energie liefern, haben aber begrenzte Kapazitäten.

  29. …haben offenbar schon die ganze Welt verplant. … Man sieht also, dass es mit der Annexion Norwegens nicht getan ist: es geht wieder einmal um Lebensraum im grossen Stil…

    Das ist ein Kozept der Verzweilung:
    Immer, wenn großflächige Expansion anvisiert wurde stimmte etwas grundsätzliches mit dem Konzept nicht: Bei Napoleon, bei den Japanern, bei Hitler.
    Stets war der Binnenraum allein nicht in der Lage, den Bedarf zu decken und stets war der eigene ‚Sonderweg‘ nicht lebensfähig. Doch statt aus der mangelnden Konkurrenzfähigkeit die einzig richtige Konsequenz zu ziehen -- wie es Gorbatschow im Fall der SU glücklicherweise tat -- wurde die Usurpation, die gewaltsame ‚Überzeugung‘ der Welt als letzter Ausweg gewählt und scheiterte natürlich, da das ohnehin gebeutelte System durch die Überdehnung erst recht kollabierte.

    Ich finde es höchst bemerkenswert, wie sich die Ausdehnungspläne der Energiewender bis ins Detail mit den Grenzen des brauen ‚Großdeutschen Reichs‘ decken:
    Norwegen und Skandinavien, Nordafrika, die Ostgebiete als Rohstofflieferanten für Gas und Biomasse, das gleiche Muster, die gleiche Landkarte, die gleichen Beweggründe, der gleiche ‚Lebenraum‘, das gleiche ideologisierte und indoktrinierte überhebliche Sendungsbewusstsein, das die Welt am deutschen Öko-Wesen genesen lassen will -- da laufen mir manchmal kalte Schauder über den Rücken.

  30. Ahh, hahah. So langsam wachen die ganzen „Ökostrom ist Toll!“ Verfechter auf.

    Einem Dokument des Wissenschaftlichen Beirats der Europäischen Umweltagentur (EEA) zufolge sind die Emissionseinsparungen durch Biokraftstoffe falsch berechnet worden.

    Demnach weisen fast alle europäischen Rechnungssysteme massive Fehler auf.

    Nach Meinung der Wissenschaftler könnten die Folgen eines massiven Umstiegs von Fossilenergie zu Bioenergie „immens“ sein und zu einem weiteren Anstieg der Treibhausgasemissionen -- und damit zur stärkeren globalen Erwärmung -- führen. „Man kann am Beispiel Griechenland sehen, was passiert, wenn die Rechensysteme nicht stimmen -- das Land befindet sich in einer massiven Wirtschaftskrise“, sagte Haber.

    Hier:
    http://www.orf.at/stories/2080416/

    Tja, jetzt wo es ans Eingemachte gehen soll, da fällt denen plötzlich auf das der ganze Mist hinten und vorne nicht stimmt. Kommt halt davon wenn man alles nur durch die rosarote Brille betrachtet…

    Grüße,

    Chris

  31. Co2-Zertifikate haben „keinen“ physikalischen Rahmen sondern sind ein Stück Papier. Wenn die Spielregeln dieses Konstrukts nicht das erreichen, was man damit eigentlich erreichen wollte, hat das Papier geändert oder abgeschafft zu werden.

  32. #31
    CO2-Zertifikate sind analog zu Finanzderivaten, Optionsscheinen u. dgl. und stehen wie diese unter dem Maggi-Kochstudio-Motto „Aus nichts was zaubern“. Sie haben keine physikalische Basis und aendern auch nichts an den tatsaechlichen CO2-Emissionen, sondern nur an den damit assoziierten Geldstroemen. In erster Linie sind sie ein weiteres Spekulantenspielzeug.
    Das war aber von vornherein klar, und daher ist es keine Ueberraschung, wenn man nun feststellt, dass sie ihren angeblichen Zweck nicht erfuellen.

  33. @Fluminist #32

    …daher ist es keine Ueberraschung, wenn man nun feststellt, dass sie ihren angeblichen Zweck nicht erfuellen.

    Oh doch, den haben sie erfüllt, bis zu dem Zeitpunkt, da der wahre Grund zutage trat, Geld aus heißer Luft zu generieren. Die Einzigen, die immer noch diesem „Anlagemodell“ hinterher hecheln, sind die Europäer, bis die Blase platzt.

  34. Es gibt sie noch, Reporter die noch selber denken können, Daniel Wetzel von Welt-Online

    Fehlende Stromnetze gefährden die Energiewende

    Die Leitungskapazitäten Richtung Süden sind bereits weitgehend erschöpft. Der dringend nötige Neubau von Stromtrassen aber kommt nicht in Gang, weil Investoren hier kaum mehr attraktive Gewinnmöglichkeiten sehen. Die Bundesnetzagentur kündigte an, Investoren hierfür künftig nur noch eine um zwölf Prozent gekürzte Eigenkapitalverzinsung zubilligen zu wollen……

    Indirekt drohen die inzwischen unabhängigen Netzbetreiber, die zum Teil im Besitz ausländischer Pensionsfonds und Versicherungsunternehmen sind, damit, ihre Mittel künftig lieber im Ausland anzulegen: „Investitionen in deutsche Netze würden gegenüber internationalen Leitungsbauprojekten, die Eigenkapitalrenditen von bis zu zwölf Prozent nach Steuern erlauben, deutlich an Attraktivität verlieren.“

    Liberalisierung der Strommärkte………..und NIE, funktionieren nie.
    Ick hab schon vor ne Weile gesagt, die 4 Großen werden ihre Netze verschleudern weil die nur noch Kosten verursachen, der Staat die Durchleitungsgebühren bestimmt, zusätzlich per „Anreizregulierung“ jährlich 1,25% der beeinflussbaren Kosten eingespart werden müssen und jetzt noch die Renditen nach unten prügelt.
    Rot/Grün hatte damals einen gewaltigen Anteil bei der Durchsetzung der EU-Strommarktliberalisierung, genau die selben Typen also, die heute nach Erneuerbare schreien wie ein Kleinkind nach seinen Schnuller.

    Heute, nachdem die gerade rumeiernde aktuelle Regierungskoalition die Kernkraft vorzeitig platt gemacht hat, beginnt dat große Rudern…………die deutsche Energiepolitik ist ne Katastrophe.

    H.E.

  35. Heinz Eng #34

    Hallo Onkel Heinz,

    In dem Artikel ist ein Fehler:

    nur noch eine um zwölf Prozent gekürzte Eigenkapitalverzinsung

    muss wohl heißen „eine um 2 -3 Prozentpunkte….“
    Bisheriges marktübliches Max. für die Betreiber war 12% Eigenkapitalverzinsung,
    wurde aber fast nie erreicht, wie immer alle möglichen Renovierungen und Erweiterungen anstanden. Soweit ich die Nachrichten verfolgt habe, sollen vom BUM nur noch 8 – 9% von der Bundesnetzagentur genehmigt werden. Aber das läuft alles noch ein bisschen quer, wie die neuen Netzbetreiber damit drohen, der Aufsichtsbehörde den Bettel vor die Füße zu knallen. Offenbar besteht keine rechtliche Handhabe die Betreiber zu zwingen irgend einen gigantischen Ausbau zu finanzieren ohne dass Renditegarantien vom Bund abgegeben werden. Es geht schließlich um xx Mrd. Euronen und die Netzbetreiber müssen zusätzlich ständig in Vorlage treten um die Einspeise-Gebühren zu zahlen, ohne zu wissen welche Preise letztlich an der EEX erzielt werden. Aus dem Jahr 2010 sollen beiden Betreibern noch nicht erzielte Vorleistungskosten von ca. 400 bis 500 Mio € offenstehen, die erst im Jahr 2012 den Verbrauchern zusätzlich in Rechnung gestellt werden können.

    Das Ganze ist eine Riesenscheiße

    knurrt der Moosgeist.

  36. Die Scheiße wird noch größer, weil ja auch noch Investoren für die schnell regelnden GUD KW gewonnen werden müssen. Da müssen wir auch noch löhnen, wer will schon investieren ohne grünes Gewinnversprechen von mindestens 20% .;-)

  37. W.Rassbach #36

    Die Scheiße wird noch größer

    Je tiefer man darin rumstochert umso mehr stinkt es aus dem grünen Güllefass. Man darf garnicht daran denken, in welche Scheiße uns diese sog. Politeliten reinreiten. Hinterher wie gehabt, will es mal wieder keiner gewesen sein. Bin mal gespannt, wie lange es noch dauert bis es so richtig kracht,

  38. @Moosi

    muss wohl heißen „eine um 2 -3 Prozentpunkte….“

    Hmm, net ganz.

    Netzbetreiber erhalten niedrigere Renditen

    Nach Angaben des Magazins „Dow Jones“ sollen die Strom- und Gasnetzbetreiber in Deutschland in Zukunft niedrigere Renditen erhalten. Dazu gab die Bundesnetzagentur am Mittwoch bekannt, dass sie für die nächste Regulierungsperiode eine Eigenkapitalverzinsung von 8,2 Prozent vorschlägt. Der letzte Wert lag noch bei 9,29 Prozent. Am Jahresende wird die endgültige Entscheidung folgen, nachdem auch die betroffenen Unternehmen ihre Meinung zu dem Thema abgeben.

    Tja, und nochwas, das Umweltministerium hält sich da fein raus, die Bundesnetzagentur ist nämlich dem Wirtschaftsministerium unterstellt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnetzagentur

    Damit haben wir die perverse Situation, das unser Umweltminister jedes Jahr mit Jubelmeldungen über EE-Rekorde protzen kann und das Wirtschaftsministerium die Liberalisierung der Strommärkte uff Hals hat.

    Der eine wirft mit dem Geld des Bürgers rum, der andere darf dann die Scheiße wieder ausbaden.

    Eigentlich gehört sich in Deutschland ein eigenes Energieministerium wo weder BUM noch BWMi den Taktstock schlagen dürften……..aber ne, wir murksen sogar ministerial rum wie ne Horde Kleinkinder beim Bau einer Kleckerburg.

    Hier ist der Fehler im System schon eingebaut, shit in, doppelshit out.
    MfG
    Dein alter Kämpe, E-O

  39. Heinz Eng #38

    Hallo Onkel Heinz,

    Danke für die Korrektur.
    Das kommt halt davon, wenn man aus einem löchrigen Gedächnis heraus argumentiert.

    immer feixend und bußbereit
    BRK

  40. Wenn die Spielregeln dieses Konstrukts nicht das erreichen, was man damit eigentlich erreichen wollte, hat das Papier geändert oder abgeschafft zu werden.

    Oh, ich denke, das, was man EIGENTLICH erreichen wollte, haben die Papierchen durchaus beinahe geschaftt 😉

    Dass Al Gores weltumspannender Handel nicht geklappt hat, war natürlich extrem schädlich, denn ein rein inenereuropäische Handel ist so offensichtlich eine Farce, dass aus der Luftsteuer die Luft so ziemlich raus ist.

    Aber an sich war die Idee schon genial: Schon Johann Tetzel wusste ja, dass Ablassbriefe ein phantastisches Geschäft sind:

    „Wenn das Geld im Kasten klingt, im Nu die Temperatur absinkt!“

  41. hallo heinz,

    was eine freude dich wieder zu lesen 🙂

    hast eigtl mal vor, deine gesammelten kommtentare in buchform zu veröffentlichen?
    würde ich sofort kaufen, egal wie teuer!

    also eigtl nicht ganz egal,…
    bin ja kein krösus^^

  42. @Micha

    hast eigtl mal vor, deine gesammelten kommtentare in buchform zu veröffentlichen?

    Lieber net, würde doch sofort auf den Index kommen, Jugendgefährdend, diskriminierend, Grünenfeindlich………..und dann auch noch Realist, dat würde kein Verlag drucken.

    PS. ………und von Gleichmachung der Geschlechter halt ick garnix……….ick liebe meine Frau so wie se is, da muss se sich nich erst einen Bart wachsen lassen.

    PPS. Nur den Nazi konnte mir noch niemand an die Backe nageln, aber ansonsten politisch dermassen unkorrekt, das die Grünen platzen vor Wut.

    MfG
    Onkel Heinz…..sein böser Zwilling, wuff

  43. Hallo,

    Was wieder mal bedauerlich (und normal?) ist, hier wurde nach den Zukunftsperspektiven und Ideen der Energieversorgung für das Jahr 2050 gefragt, aber es wurde fast ausschließlich darüber gesprochen, wie es angeblich nicht geht. Wo sind die Vorschläge und Visionen, wie es denn gehen könnte?

    MfG
    S.Hader

  44. ich glaube mein Post war da ziemlich eindeutig:
    Subventionen für ineffiziente Technologien kürzen (vor allem heutige PV).
    Entweder Emmissionsrechte mit Emmisionstrafen ersetzen, oder die Verwendung von grünen strom zur Wasserstoff/Methan/Benzin Produktion, und deren verkauf an Personen die keiner Emmisionskontrolle unterliegen (Privatpersonen). eventuell Subventionierung in diesem bereich.
    Anlagen zur Umwandlung von überschüssigem strom in Wasserstoff an strategischen punkten des Netzes. Diese sollten ihre Produktion flexibel gestallten, je nach Angebot von grünem strom, und auf solche weise den verbrauch steuern. Dann würden auch unflexible Kraftwerke einen platz in der Energieerzeugung haben.
    Statt aus der Atomenergie auszusteigen, die letzten Kraftwerke weiterlaufen lassen. natürlich nicht für immer, diese sollten später mit neuen ersetzt werden. Allgemein immer dann wenn Atomkraft eine billigere alternative bildet, in diese auch investieren.
    In Reaktortechniken die Atommüll beseitigen können investieren, z.B. Flüssigsalzreaktoren, Schnelle Brüter. dabei bin ich persönlich eher von dem Flüssigsalzreaktor überzeugt, und sehe da auch grösste Möglichkeiten mit geringen kosten viel zu erreichen.
    Wenn die Flüssigsalzreaktoren auch tatsächlich so billig Energie liefern wie es theoretisch berechnet würde, gibt es auch wenig bedarf für andere Maßnahmen…
    Umstellung auf Wasserstoff/Elektroantrieb könnte auch viel bringen.

  45. ein paar Videos zu Flüssigsalzreaktoren, leider gibt es die nur auf english…
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Q3EGOL4J6yI#! -- kurz über Flüssigsalzreaktoren und Atommüll.
    http://www.youtube.com/watch?v=P9M__yYbsZ4&list=FLR9Hn9zXELQojxqOpGBmq0w&index=4 -- längeres Video mit einer 5 min Zusammenfassung am Anfang.
    Und konkret in Zusammenhang mit der Erdewwärmung. http://www.youtube.com/watch?v=Vbx_gFT0v7k

  46. Ich gehe davon aus, dass Mangel an konventionellem Öl in naher Zukunft das größte Problem darstellt

    Kohle, ob importiert oder einheimisch, wird zunächst in Synthesegas umgesetzt.
    Dieses wird dann in IGCC- Kraftwerken zum Teil in Strom oder via Fischer-Tropsch in Kraftstoffe umgesetzt, wobei die Abwärme der Synthesegaserzeugung und F-T zur Dampferzeugung für die Verstromung beiträgt.
    Das Verhältnis dieser beiden Verwendungen wird den kurzfristigen Schwankungen des Strombedarfs angepasst.
    Die kombinierten Dampf- und Gasturbinen können schneller als Kohlekraftwerke mit Staubfeuerung auf Sonnen- und Windstrom reagieren.
    Für Warmwasser wird Solarthermie herangezogen, plus Biogas aus häuslichen Kleinstreaktoren, die z.B nach dem Prinzip der „Thermal depolymerization“ arbeiten.
    Erdgas bleibt der Strom- und Prozesswärmeerzeugung vorbehalten.
    PV-Förderung wird aufgegeben.

    Wenn der Kraftstoff aus Kohle hergestellt wird, bedeutet das, dass die Absolutmenge genutzter Kohle steigen muss.
    Sollte infolge des Wirtschaftswachstums der Welt die Stahlerzeugung wieder anziehen, sollte man erwägen das Kokereigas stärker zu nutzen. Es kann zum Beispiel in mehr oder wenigen reinen Wasserstoff umgesetzt werden,
    der zum Hydrocracken und Hydroentschwefeln von Schweröl verwendet werden kann.

    Dem Klimawandel, in welchem Maß er tatsächlich stattfindet, wird begegnet in dem man die Folgen statt die Ursache bekämpft, vorrangig ist die Steigerung der Wirtschaftsleistung bedrohter Länder, um Folgen technisch begegnen zu können.

  47. Ich sehe eher Erdgas als Treibstoff für Fahrzeuge, plus Methanol aus verschiedenen Synthesewegen.
    Der Flaugverkehr ist allerdings, wegen der Energiedichte, weiterhin auf kerosin-ähnliche Brennstoffe angewiesen. Im Schiffsverkehr wird weiterhin der ‚Abfall‘ Schweröl verbrannt.

  48. Es gibt keinen Mangel an konventionellen Öl.

    Das Problem ist jetzt Brüssel, sie entscheiden als ungewählte Kommissare über Europas Zukunft.

    Am Dienstag 24 April starten die Abgeordneten im Industrie Forschungs- und Energieausschuß des Europäischen Parlaments die Debatte über die Industrie und Energiewirtschaft Aspekte des Schiefergas.

  49. Schiefergas-naja.
    Der sog. Preisturz ging ja von einem (2008) ziemlich hohen Niveau aus:
    http://en.wikipedia.org/wiki/File:Henry_hub_NG_prices.svg
    Ansonsten: ob Ölmangel oder zu hoher Ölpreis, für die Wirtschaftlichkeit der XtL-Technologien ist das Jacke wie Hose.

  50. 1000m^3 Gas kosten in den USA $90 hier §500

    Natural Gas Will Be Changed to Oil

    Öl ist noch teuer aber nicht ewig. Wenn im Mittelmeer gefördert wird, geht er nach unten. Kohle dürfte billiger werden, vielleicht lohnen sich auch Hydrierwerke?

  51. Man sollte nicht darauf vertrauen dass die Gaspreise in den USA niedrig bleiben.
    Schließlich blieben bei vielen Hydraulic Fracturing- Operationen die geförderten Mengen unter den Erwartungen.
    Das gleiche gilt für Erdöl aus dem Mittelmeer, bevor die Förderung begonnen hat kann man den Einfluss auf Ölpreise nicht einschätzen. Zudem glaube ich kaum, dass im Verhältnis zum Weltverbrauch signifikante Felder dazu kommen.

    Ich gehe Möglichkeiten durch, die Verwendungszwecke von Kohle (z.Z. 80% Verstromung, 20% Verkokung)
    intelligent mit Kraftstofferzeugung zu verbinden.
    Macht es Sinn die Kraftwerkskohle vor der Verfeuerung zu schwelen, um flüssige Treibstoffe zu gewinnen?
    Mit Wasserstoff aus dem Schwelgas könnte man dann noch zusätzlich minderwertigen Schwelkoks hydrieren und den asche- und schwefelärmeren Teil im Kraftwerk verfeuern.

    Oder die Stahlindustrie stellt auf COREX-Verfahren um, das COREX gas wird dann zu H2+C02 partiell oxidiert und der Wasserstoff zur Hydrierung herangezogen

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