Extremwetter: Schnee in der Türkei, wie seit 30 Jahren nicht mehr, Papst ruft zur Kältehilfe auf

11. Januar 2017 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen

schnee-istanbulTürkei: In den vergangenen Tagen wurde nach Angaben der Zeitung „Hürriyet“ in manchen Bezirken der Millionenmetropole mehr als ein Meter Schnee gemessen. Das Blatt sprach vom stärksten Schneefall in Istanbul seit 30 Jahren. Seit Beginn der starken Schneefälle in Istanbul in der Nacht zu Samstag wurden am Atatürk-Flughafen Hunderte Flüge gestrichen. Das Wetter-Chaos hat unschöne Konsequenzen für viele Urlauber. Wegen des Schneechaos in Istanbul sitzen weiter Hunderte Urlauber auf dem Flughafen Atatürk fest.

GRIECHENLAND: Selbst in manchen Regionen Kretas brauchten die Griechen am Dienstag Schneeketten, um voranzukommen. In der nördlichen Hafenstadt Thessaloniki ging es dann erst richtig los. Dick eingeschneit sind außerdem weiter die Insel Euböa und die Sporaden-Inseln in der Ostägäis. Dort lagen bis zu zwei Meter Schnee, viele Häuser blieben ohne Strom und Wasser.

BULGARIEN: Bulgarien stellte die Donau-Schifffahrt wegen Eisschollen auf dem gemeinsamen Abschnitt mit Rumänien ein. Der Fluss sei bis zu 70 Prozent mit Treibeis bedeckt, teilte die bulgarische Flussaufsicht mit. Das Verbot trat am Dienstagmittag (Ortszeit) in Kraft. Die Maßnahme sei mit Rumänien abgestimmt. Schiffe dürften nur bei Rettungsaktionen ausnahmsweise fahren. Im bulgarischen Russe sank die Lufttemperatur in der Nacht zum Dienstag auf minus 16,2 Grad. Außerdem machte den Bulgaren viel Schnee zu schaffen. Im Raum Burgas blieben Fahrzeuge in Schneeverwehungen stecken. Die Behörden riefen im mehreren Regionen die zweithöchste Alarmstufe Orange aus. In Sofia und an vielen anderen Orten wurden die Schulferien erneut verlängert: Die Klassenräume konnten nicht ausreichend beheizt werden.

RUMÄNIEN: Auch in Rumänien freuten sich die Schulkinder über eine Verlängerung der Weihnachtsferien – wegen der klirrenden Kälte blieben viele Schulen und Kindergärten geschlossen, im Großraum Bukarest sollten diese Schnee-Ferien sogar diese ganze Woche dauern. Vor allem in Südrumänien drohten in den nächsten Tagen neue Schneestürme. Nachts werden weiter zweistellige Minusgrade erwartet.

ITALIEN: Der Papast rief in Rom zur Kältehilfe für Obdachlose auf, die auf den Straßen frieren und erfrieren. Jeder Obdachlose bekommt in Rom jetzt einen Schlafplatz. Papst Franziskus versucht zu verhindern, dass noch mehr Menschen erfrieren. Die vatikanischen Obdachlosenunterkünfte in Rom haben jetzt rund um die Uhr geöffnet. Jeder Bedürftige bekommt ein warmes Essen. Der Papst wolle, dass nicht noch mehr Menschen in der Kältewelle, die auch Rom erfasst hat, sterben müssen.

Und auch Deutschland droht in der nächsten Woche eine weitere Kältepeitsche mit viel Eis und Schnee. Bereits in der letzten Woche litt Deutschland unter eisigen Temperaturen und flächendeckenden Glatteis. In Bremen wurden am Freitag -10°C gemessen und am Sonnabend lag ganz Bremen unter einer geschlossenen Eisdecke. Die Postboten mussten ihre Touren abbrechen und es wurde eine Unwetterwarnung wegen des Glatteises herausgegeben. Die Unfallkliniken hatten viel zu tun, wegen Prellungen und Brüchen, bedingt durch Glatteis.

Im Jahr 2000 verkündete der Klimaforscher Mojib Latif noch:

In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Dieses Szenario soll jetzt auf das Jahr 2050 verschoben sein.

Update 15.01.2017: Bremer Blockland

Blockland-15-01-2017

Update 16.01.2017: Bremer Blockland

16-01-2017

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24 Kommentare
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  1. Lieber Herr Krüger, das ist doch kein Grund zur Aufregung. Wir haben eben Winter. Im Jahr 1954 fuhr ich mit Skiern aus dem Küchenfenster raus zur einklassigen erstklassigen Volksschule in 3 Km Entfernung auf 1000 m Höhe im Allgäu.Nur die Grünen und die schwarzern Nachmacher sehen in jedem Huster schon die Klimakatastrophe. In der Arktis brach gerade ein Stück „Saarland“ als jetzt schwimmender Eisberg ab, war wohl wegen Überfluß übrig.Uns Allgäuern hat der Winter noch nie geschadet. Und wenn’s an Preiß verwischt, Darwin. (Ich kann es nur noch mit Humor und/oder Zynismus ertragen)

  2. Joo wiess die Berchleut sechen wirdn: Schnee druber!

  3. Schneeräumung gehört noch nicht zu den Kosten der Energiewende 😕
    Aktuell Bundesrechnungshof kritisiert -- … Es bestünden große Zweifel, ob „tatsächlich 131 zusätzliche Stellen erforderlich gewesen wären“. Es würden „ineffiziente Förderprogramme aufgesetzt, verlängert und aufgestockt.“
    nicht zum ersten mal: 2014 -- Die Maßnahmen seien „unkoordiniert, uneinheitlich und teilweise redundant“.

  4. Antworten
    Stefan Rahmstorf
    11. Januar 2017 @ 09:30

    Aufgrund des Schwundes an Meereis in der Arktis wird der Polarwirbel instabiler, der normalerweise die arktische Kaltluft über der Arktis festhält. Dadurch kommt es verstärkt zum Ausbrechen arktischer Kaltluft in die angrenzenden Kontinente. Das haben wir und andere Kollegen schon Anfang Dezember angesichts der Negativrekorde bei der Eisbedeckung für diesen Winter vorhergesagt, wie Sie damals lesen konnten z.B. in Die Zeit vom 8. Dezember oder in der Neuen Zürcher Zeitung vom 18. Dezember. Auch hier tritt also mal wieder das ein, wovor Klimaforscher gewarnt hatten. Vielleicht die Erkenntnisse der Wissenschaft also doch lieber ernst nehmen statt sie mit uninformierten Sprüchen beiseite zu wischen?

    http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/die-unterschaetzte-gefahr-eines-versiegens-des-golfstromsystems/#comment-80691

  5. #4 Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.

  6. Nå, ja, ich hier im hohen Norden haben einen etwas milderen Winter als ihr im Süden. Ich wohne auf einer Insel im Turku- Archipel, Schnee liegt nur auf meiner Wiese vor dem Haus. Und das auch nur im Bereich von mm.
    Die Temperatur ist angenehme -1 grad c, aber einen ordentlichen Wintersturm hatten wir die letzte Nacht.
    Nun, der Rest von Finnland hat weitaus mehr Schnee, je östlicher und nördlicher man kommt, Richtung Vasa oder Tampere, da misst man den Schnee schon mit dem grösseren Zollstock. Und in Lappland braucht man schon „Maßstäbe“ über einen Meter. Und die Temperaturen sind auch weitaus mehr im Keller als bei mir. Komisch, auf der anderen Seite der Badewanne, auch Ostsee genannt, in Schweden und in Norwegen gibt es mehr Schnee seit langem.
    Gibt es einen Trump -fluch der auf allen Ländern liegt, in denen man versprochen hat, das der Schnee ein Relikt der Vergangenheit ist? Den komischerweise haben schwedische Meteorologen auch vor 20 Jahren versprochen dass das südliche Skandinavien in sehr naher Zukunft ohne Winterschnee sein wird. Dass der Wasalauf https://de.wikipedia.org/wiki/Wasalauf ab etwa 2014-15 ohne Schnee sein wird! Dieses Jahr hat man Problem mit zufiel Schnee.
    Und das man bspw. 1932 und 1934 den Lauf abbrechen musste weil zu wenig Schnee vorhanden war.

    Und wie wird sich dieser Trump -fluch in der Zukunft auf die Klimakirchen in Deutschland und Schweden auswirken?
    Interessante Zeiten, oder?

  7. @ Michael Krüger 12. Januar 2017 13:22

    Und die fachkundige Replik?

    Vermutung zu:

    Aufgrund des Schwundes an Meereis in der Arktis wird der Polarwirbel instabiler

    Es handelt sich weniger um eine Trend-Ergebnis oder ein nachgewiesener funktionaler Zusammenhang, sondern um ein Wetter-Ereignis, dass durch den außergewöhnlich staken El Nino beeinflusst wurde (Spätfolge).
    Ist diese Vermutung korrekt?

  8. @Landvoigt

    Die Arktische Oszillation und die Nordatlantische Oszillation sind derzeit positiv und nicht negativ.

    http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/daily_ao_index/ao.mrf.gif

    http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/pna/nao.mrf.gif

    Der Polarwirbel ist also gerade ausgeprägt. Herr Rahmstorf erzählt mal wieder Märchen.

    Wir haben gerade einen ausgeprägten Polarwirbel und Polarjet, der sich aber geteilt hat (Split). Im eisigen Trog des Polarwirbels strömt daher Polarluft in breitem Strom über Ost-Europa bis hin zum Mittelmeer. Und nach dem kalten Trog mit Schnee-Sturmtief Axel kommt jetzt ein kalter Trog mit Schnee-Sturmtief Egon.

    http://www.wetteronline.de/profiwetter/europa?pcid=pc_modell_expert&gid=euro&parameter=nhjt&base=17011212&model=gfs

  9. PS

    Eine Theorie besagt aber, dass der Polarwirbel nach El Ninos schwächer ausfallen soll. Der Polarwirbel-Index (AO) war aber im Dezember und Januar durchweg positiv.

    http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/daily_ao_index/ao.mrf.gif

  10. Michael Krüger #4

    Der Polarwirbel kann nur bei einer Stratosphärenerwärmung ausbrechen. Da der Polarwirbel über der Arktis in der Stratosphäre stabil ausgeprägt ist, ist die Rahmsdorf-Erklärung reiner Unsinn.

    Animinierte aktuelle Darstellung vom Polarwirbel der Arktis in der Stratosphäre:
    https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/70hPa/overlay=temp/orthographic=26.18,79.01,462/loc=-109.924,81.648

    Der Polarwirbel der Arktis ist dieses Jahr recht groß, kann aber alle 3-5 Jahre auftreten, und ist nichts besonderes.

    Mfg
    Werner Holtz

  11. @Holtz

    Danke für die Animation. Und richtig „sudden stratospheric warmings“ sind nicht zu beobachten.

  12. Mal eine Frage, weil Lüning keine Kommentarfunktion hat:
    http://www.kaltesonne.de/die-ungeliebte-verlangsamte-erwarmung-tricksen-bis-der-arzt-kommt/

    Dort zitiert er ohne kritische Stellungnahme:

    Realistischer ist dieser Ansatz von Yan et al. 2016, zu dem die American Geophysical Union (AGU) am 22. November 2016 die folgende Pressemitteilung herausgab:

    “To better monitor Earth’s energy budget and its consequences, the ocean is most important to consider because the amount of heat it can store is extremely large when compared to the land or atmospheric capacity,” said Yan.
    According to the paper, “arguably, ocean heat content—from the surface to the seafloor—might be a more appropriate measure of how much our planet is warming.”

    An sich ist es zwar richtig, dass die Ozeane fraglos die großen Wärmespeicher darstellen, aber weder können wir hier Änderungen zuverlässig genug messen, noch plausibel erklären, warum es dort zu signifikanten Änderungen des Heat content kommen könnte. Die einzige mir plausible Erklärung wäre die Response auf Änderungen der Wolkenbedeckung. Denn direkte Einstrahlung und Absorption bis zu 10 m Tiefe führt offensichtlich zu höherem Energieeintrag.

    Veränderung der Gegenstrahlung, die sich in der Lower Troposphere im Bereich von 0,1 Grad auswirken, sollten auch gerade wegen der geringen Wärmekapazität und der geringen IR-Eindringtiefe (wenige mm) nicht signifikant auswirken. Oberflächennahe Erwärmung führt unmittelbar zu höherer Emission und nicht zur Speicherung von Wärme.

  13. @Landvoigt

    Der Ozean hat eine sehr große Wärmekapazität und daher ein sehr großes Wärme-Speichervermögen. Die Response-Time des oberen Ozeans (oberste 100 m) beträgt auf atmosphärische Veränderungen 4-10 Jahre. Das merkt man auch im Frühjahr an der Ostsee. Die Luft ist am Tag schon warm, dass Wasser noch kalt. Und umgekehrt im Herbst. Das Wasser ist noch warm, aber die Luft kühlt in der Nacht stark ab.

    Atmosphärische Änderungen im Strahlungsantrieb werden u.a. durch die Wolkendecke, Wasserdampf, CO2, Aerosole, etc. hervorgerufen. Der Ozean reagiert darauf mit der genannten Response-Time.

  14. Hmmm … was ist nun Fakt? Wärmen sich die Ozeane auf? Ist die Beobachtung des Hiatus tatsächlich durch den Verweis auf den wachsenden Heat Content der Ozeane zu relativieren?

  15. @Martin Landvoigt #14

    Das einzig entscheidende für das Erdsystem ist die Netto-Energiebilanz am Oberrand der Atmosphäre und da sind wir wieder bei Satellitendaten. Wir brauchen zuverlässige Satellitendaten. Daran muss die Klimawissenschaft arbeiten.
    Unterschiedliche Auswertungen von schlechten Datensätzen in Teilsystemen des Erdsystems sind nicht zielführend.
    Wenn sie wissen wollen, ob sich der Ozean erwärmt müssen sie den ganzen Ozean messen.

  16. @ Günter Heß 14. Januar 2017 08:54

    Aber genau das ist das Problem: Den ganzen Ozean kann man nicht zureicheend genau messen. Man kann höchstens die Annahme treffen, dass die Messungen mit Argos hinreichend genau und repräsentativ sind. Ich bezweifele das.

    Ein zweiter Ansatz wäre das der Netto-Energiebilanz. Wenn wir diese hinreichend genau kennen würden, wäre natürlich die Frage: Wo bleibt nun die Wärme aus der Energie-Imbalance? Unter diesen Umständen könnte man tatsächlich die Wärme, die man errechnet hat, und die man ansonsten nicht findet, im Meer vermuten. Ich aber zweifele, dass man ein hinreichend genaues Energiebudget hat, um hier eine verlässliche Aussage zu treffen, die über ein Rätselraten über Messfehler hinaus geht.

  17. @Martin Landvoigt #16

    sie schreiben:

    Wo bleibt nun die Wärme aus der Energie-Imbalance? Unter diesen Umständen könnte man tatsächlich die Wärme, die man errechnet hat, und die man ansonsten nicht findet, im Meer vermuten.ch aber zweifele, dass man ein hinreichend genaues Energiebudget hat, um hier eine verlässliche Aussage zu treffen, die über ein Rätselraten über Messfehler hinaus geht.

    Man kann es auch vermuten, wenn man keine genaue Messung der Netto-Energiebilanz hat.
    Allerdings ist das eben eine Vermutung die man auch anzweifeln darf. Solange wir die Energiebilanz nicht ausreichend messen können sind Sprüche wie „The science is settled“ kompletter Bullshit.Die Problematik in der Klimadebatte ist es eben, dass anscheinend aus politischen Gründen Vermutungen als Fakten verkauft werden.

  18. Besonders krass ist das auf der Seite https://www.klimafakten.de/ : Dort wird ausdrücklich erklärt: Fakten statt Behauptungen!

    Wenn man diesem löblichen Prinzip folgen will, bekommt man eine Meischung aus Halbwahrheiten und genau jenen unbelegten Behauptungen vorgesetzt, die man doch zu vermeiden suchte. Z.B:

    Fakt ist: Das Klima hat stets auf die jeweils wichtigen Einflüsse reagiert – und heute ist der Mensch der stärkste Klimafaktor

    Fakt ist viel mehr, dass wir nicht die Stärke der Faktoren zuverlässig kennen -- und darum diese Behauptung unbelegt ist.

  19. @Martin Landvoigt #18

    Hier sehen sie einen Leitfaden von dieser Webseite die angeblich über Klimafakten schreiben wie die unsicheren Ergebnisse von Klimaforschern in propagandistisch verwertbare Schlagzeilen verwandelt werden sollen.

    Das zeigt sehr schön, dass das Bild das in den Medien erzeugt wird durch Aktivisten konstruiert wird.

  20. @Martin Landvoigt #18

    Ergänzung.
    Wie das auf Klimafakten funktioniert sieht man hier:
    Hier wird die Anweisung erteilt, dass die Wissenschaftler einzelne Ereignisse dem Klimawandel zuordnen sollen:

    Was können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler besser machen?
    Die spezifischen Extremwetter-Ereignisse dem Klimawandel zuordnen -- und zwar dann, wenn das Thema noch in den Medien ist.

    während ein Klimaforscher auf der gleichen Seite hier schreibt:

    Wenn nun also beispielsweise bei der nächsten Hitzewelle ein Journalist bei Ihnen anruft und fragt: Ist der Klimawandel die Ursache?
    Auf exakt diese Frage lautet die Antwort weiterhin: Wir können nicht sagen, ob diese Hitzewelle durch den Klimawandel verursacht wurde.

    Man sieht hier deutlich wie Wissenschaftler dazu angeleitet werden sollen ihre Interpretation und Behauptungen der Propaganda unterzuordnen.

  21. #14-16

    Den ganzen Ozean kann man nicht … genau messen

    dann müsste man auch plattentektonische Prozesse miteinbeziehen. Es sind gigantische Wassermassen, die über Subduktionszonen, z.B. überwiegend als Serpentinite, im Oberen Erdmantel zirkulieren. Entsprechend gigantisch sind die ausgetauschten Wärmemengen -- Vulkanismus, schwarze Raucher usw.
    Kleine Quizfrage zum Sonntag :-
    welches ist der höchste Berg auf der Erde vom seafloor her betrachtet?
    Wie sieht es mit geodätischen Effekten aus, Meeresspiegel als Referenzellipsoid, glazial isostatischer Anpassung?
    Könnte es sein, dass in den modernen Superspielzeugen -- den Simulationsmodellen -- einige möglicherweise nicht unwesentliche Parameter fehlen?

  22. Ich muß einmal mehr gestehen, dass ich von der globalen resp. überregionalen Temperaturbetrachtung / -bewertung nach wie vor nichts halte.
    Ich weiß noch, wie neidisch ich als Jugendlicher (wg. Freibad) immer war, wenn ich den Wetterbericht gehört habe, im Sommer, Berlin Temperaturen 22 -- 25°, im Rheinland 28 -- 30°, im Südwesten noch darüber, bzw. als Kind (wg, Rodeln) im Winter froh war, dass in Berlin der Schnee bei -3 -- -5° liegen blieb und im Rheinland bei 0 -- 3°, im Südwesten bei um 5° dahin schmolz.

  23. @ I. Thum 15. Januar 2017 14:24

    Könnte es sein, dass in den modernen Superspielzeugen — den Simulationsmodellen — einige möglicherweise nicht unwesentliche Parameter fehlen

    Nicht nur die Parameter! Als ich hörte, dass die CGMs Zellen mit Kantenlängen meist über 100 km rechnen, obwohl die Abbildung physikalischer Vorgänge, die bereits in einem Abschnitt von 10 qm recht schwierig exakt zu messen sind, kamen mir die Klimmodellierer so vor, als wollten sie eine historische Taschenuhr mit dem Vorschlaghammer reparieren.

  24. Meine Antwort kam leider nicht durch, aber diese:

    Stefan Rahmstorf
    11. Januar 2017 @ 09:30

    Aufgrund des Schwundes an Meereis in der Arktis wird der Polarwirbel instabiler, der normalerweise die arktische Kaltluft über der Arktis festhält. Dadurch kommt es verstärkt zum Ausbrechen arktischer Kaltluft in die angrenzenden Kontinente. Das haben wir und andere Kollegen schon Anfang Dezember angesichts der Negativrekorde bei der Eisbedeckung für diesen Winter vorhergesagt, wie Sie damals lesen konnten z.B. in Die Zeit vom 8. Dezember oder in der Neuen Zürcher Zeitung vom 18. Dezember. Auch hier tritt also mal wieder das ein, wovor Klimaforscher gewarnt hatten. Vielleicht die Erkenntnisse der Wissenschaft also doch lieber ernst nehmen statt sie mit uninformierten Sprüchen beiseite zu wischen?

    Antworten
    Ulrich Lienen
    11. Januar 2017 @ 23:07

    Und ich dachte, die letzten drei Winter in Deutschland seien deshalb recht mild gewesen, weil sowohl der Index der Arktischen Oszillation als auch der Index der Nordatlantischen Oszillation ganz überwiegend im positiven Bereich verharrten. War das dann die Erdabkühlung?

    http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/die-unterschaetzte-gefahr-eines-versiegens-des-golfstromsystems/#comment-80701

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