Fake News zum „Hitzesommer“

7. August 2018 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Medien, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

BodenfrostAktuell überbieten die Medien sich mal wieder in Sachen „Hitzesommer“. Hier ein paar Fakten:

Der Juli im Märchensommer 2006 war noch mal zwei Grad wärmer als der Juli 2018. Am 05.07.2015 wurde der wärmste Tag in Deutschland gemessen mit Spitzenwerten bis 38-40°C. Heute werden hingegen am wärmsten Tag des Sommers 2018 nur 36-38°C erreicht. Also 2°C weniger als 2015.

Hitzerekord

In den Mittelgebirgen hatten wir in der Nacht zum Montag gar Bodenfrost und an der deutschen Nordseeküste nur 4°C. Wir sind weit weit entfernt von Spitzenwerten von 50°C, die uns der Klimaforscher Mojib Latif 2011 prophezeit hat. Einige Leute fühlen allerdings den Klimawandel, auch Politiker.

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36 Kommentare
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  1. Nun ja, der Sommer hat zweierlei gezeigt:
    1. Es gab sehr viele Sonnenstunden, d.h. die Sonne hatte viel Zeit, die Erdoberfläche aufzuheizen
    2. Der Himmel war nachts meist klar, d.h es ist nachts meist gut abgekühlt. Wir hatten im Juli in der Nähe des Neckars keine Nacht mit Temperaturen über 20 °C.
    Insofern -- It’s the sun!

  2. Oje Herr Rahmstorf hat auch den Hitzesommer für sich entdeckt.

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/hitze-ohne-ende/

    Hatte ich ja schon vor 1-2 Monaten angeküdigt, dass das sein nächster Artikel sein wird. 😉

  3. Ich habe gerade mal das bei Herrn Rahmstorf eingestellt:

    Einige Fakten:

    Der Märchensommer/ Juli 2006 war übrigens um 2 Grad wärmer als der Juli 2018.

    In diesen Sommer wurden mal gerade mal Höchstwerte von 38°C erreicht. Auch 2°C unter den absoluten Höchstwerten.

    Es gibt auch keine Massen an Hitzetoten wie 2003, Problem war dort die Versorgung der Alten mit Wasser und Klimageräten.

    Herr Mojib Latif hat uns 2011 Sommer mit 50°C angekündigt. Wir erreichen mit Mühe und Not aber gerade mal 40°C. Schon seit Jahrzehnten übrigens.

    Die Urlaubsorte an Nord- und Ostsee sind voll. Erstmals seit Jahren.

    Die Ernteausfälle bei Getreide sind nicht dramatisch, da Deutschland eh überproduziert und in den letzten Jahren immer wieder neue Rekorde bei der Getreideernte aufgestellt hat.

    Die Wasserspeicher sind noch ausreichend gefüllt, Dank des nassen Frühjahres.

    Von Trockenheit sind vor allem der Norden und Osten betroffen. Ein regionales Phänomen. Die letzten Sommer waren dort eher zu nass.

    Im warmen Atlantikum vor ca. 7000-6000 Jahren hatten wir in der Arktis weniger Meereis und einen geringeren Temperaturunterschied zwischen Polarregionen und unseren Breiten, als heute. Der Jetstream bescherte uns aber damals keine häufigeren, trockenen Omegalagen. Das Klima im Atlantikum war bei uns warm und feucht.

    MfG

    Michael Krüger

  4. @MK

    Apropos Fake News: Was mich wundert ist dass 2015 40,3 Grad als Deutschland-Rekord gemeldet wurde. Ich hab in uralten „Schlag Nach“-Bänden der 1950er Jahre schon als Rekordwert für Deutschland 40+etwas stehen, und Rudi Carell sang 1975 dass es „früher“ „bis zu 40 Grad im Schatten“ gab.

    Was stimmt denn nun? Gab es vor 2015 in Deutschland wirklich noch nie 40 Grad, oder war das vor 3 Jahren auch schon Fake News?

  5. @anorak

    Mag sein, der DWD hat glaube ich 2002 von Dreitageswertmittelung auf Stundentagesmittel umgestellt. Und auch Werte über 40,3, allerdings wurden die wegen Stationsverlegung nicht mehr 2015 als alter Rekord gezählt.

  6. Und auch Werte, die nicht von DWD-Messstationen stammen berücksichtigt der DWD anscheinend nicht bei Rekorden in Vergangenheit und aktuell.

  7. @MK OK, du sagst also es ist ein Etikettenschwindel?

  8. Auch in Trumps Amerika schlägt der Klimawandel zu. Heute im Morgenmagazin ein Filmbericht von Verena Bünten. Die Insel Tangier Island VA wird den Berechnungen der Experten zufolge in 25 Jahren verschwunden sein. Die Bewohner, dumme Trumpwähler, glauben nicht daran. Sie glauben an einen Ringwall aus Stein im flachen sumpfigen Gebiet an der Ostseite der Cheasepeake Bay. Also muß Trump noch eine Mauer bauen, so der zynische Kommentar. Unser Staatsfernsehen muß halt seine Bürger/Wähler richtig erziehen! Anschauungsbeispiele finden sich genug in der Welt und den passenden Text kann man aus den Fingern saugen.Dumm nur, daß ich dort in der Gegend mit unserer Segelyacht gesegelt bin. Dort kommt und geht Land mit jedem Gewittersturm, von den Hurrikans ganz zu schweigen. Alles grüner Bullshit zur „Volksaufklärung“ über die Klimakatastrophe..

  9. @anorak

    Wenn man Stationen verlegt, die Umbauung ändert, die Messzeiten, ist es doch klar, dass man immer neue Rekorde bekommt. Zumal man in genannten Fällen anscheinend die Altrekorde streicht und neue Stationen hinzukommen. Auch an Hitzeinseln.

  10. Bei mir im Radio haben die übrigens die Hörer aufgefordert Rekorde zu melden. Dabei kamen bis zu 43°C raus. Der Rekord von Anfang August 1992 liegt bei 37,8°C. Offiziell haben wir jetzt so um die 36,8°C erreicht, also 1°C weniger als 1992. Der Moderator meinte aber gefühlt ist es der heißeste Tag aller Zeiten. Da fragt man sich welchen Bildungsauftrag der öffentlich rechtliche Rundfunk nachkommt den das Bundesverfassungsgericht gerade zur Erhebung von Rundfunkgebühren bestätigt hat. Für Fake News bezahlt man in Sinne des Bildungsauftrages.



  11. In der Veröffentlichung des DWD „Extremsommer vorläufige Bilanz“ findet man folgende Zusammenfassung:

    Deutschland erlebte bis Ende Juli eine außergewöhnlich lange Phase mit überdurchschnittlichen Temperaturen, die in eine extreme Hitzewelle überging, verbunden mit einer ausgeprägten Trockenheit. Mit dem bisher viertwärmsten Juli weist der Zeitraum April bis Juli 2018 eine Temperaturanomalie von 3,6 Kelvin gegenüber der Referenzperiode 1961-1990 auf, die bisher höchste Anomalie für diese Monate seit 1881. Ausgesprochen heiße und trockene Verhältnisse prägten aber auch Teile Europas (z. B. von den Britischen Inseln und Skandinavien bis Griechenland) und außergewöhnlich viele weitere Regionen der nördlichen Hemisphäre.
    Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdiensts: „Wir erleben diesen Sommer an vielen verschiedenen Orten der Welt zeitgleich ein gehäuftes Auftreten von Hitzewellen und extremen Starkniederschlägen. Genau eine solche Häufung von meteorologischen Extremereignissen wurde von uns als Folge des anthropogenen Klimawandels prognostiziert.
    Um aber den Einfluss des sich ändernden Klimas auch auf das Auftreten von einzelnen Extremereignissen besser einordnen zu können, ist es notwendig, die sogenannte Attributionsforschung weiter zu entwickeln. Nur mit diesem Wissen ist es möglich, abzuschätzen, bei welchen Extremereignissen sich in Zukunft Intensitäten und Häufigkeiten ändern werden, um daraus geeignete Anpassungsmaßnahmen abzuleiten.“

    Als Ursache für die langanhaltende Schönwetterperiode mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen in Deutschland werden blockierende Hochdruckgebiete mit Zentrum über Skandinavien/Nordeuropa angeführt. Interessant wäre nun eine ausführliche Diskussion wie es zu den blockierenden Hochdruckgebieten kommen konnte. Doch die wird nicht geführt. Stattdessen wird ausführlich auf die Anomalien von Temperatur und Niederschlagssummen in Deutschland eingegangen. Schaut man sich die Grafiken genauer an, erhält man den Eindruck dass die Anomalien gar nicht so anomal waren abgesehen von der langen Dauer der Hochdrucklage.
    Am Ende des Artikels wird diskutiert, dass in Europa und global verstärkt Hitzewellen auftraten. Dies kann nicht richtig sein. Die Satellitendaten uahncdc_lt_6.0 201807.txt haben für Hemisphere N Land only eine Anomalie (Basis 1981-2010) von 0,51 °C (Apr-Jul 2018) gegenüber 0,33 °C (Apr-Jul 2017). Das ist eine sehr kleine Temperaturänderung. (Die Daten NASA Gistemp und HADCRUT liegen für Juli noch nicht vor.Die Unterschiede zwischen den Satellitendaten und den Oberflächendaten sind im allgemeinen aber gering.)
    Wenn man jahrelang mit flüssigem Helium gearbeitet hat, haben 3,6 K eine andere Bedeutung: 0,6 K unter dem Siedepunkt vom flüssigen Helium, weit weg vom Siedepunkt des Wassers 373 K..

  12. @P.Berberich #12
    Die Diskussion über die blockierenden Wetterlagen wird deshalb nicht geführt, weil die Gründe bekannt sind. (Schwache Sonne, daher geringere Statosphaerentemperatur) und da kein CO2 vorkommt und menschliches Handeln nichts damit zu tun hat.
    Davon ab verwenden die mal wieder den falschen Referenzzeitraum, mit dem richtigen sind nämlich die Anomalien kleiner.

  13. #13 Krishna Gans

    „Die Diskussion über die blockierenden Wetterlagen wird deshalb nicht geführt, weil die Gründe bekannt sind. (Schwache Sonne, daher geringere Statosphaerentemperatur)“

    Das glaube ich nicht. Das wäre relativ einfach. Das Wetter wird angetrieben durch die Wechselwirkung von der Zirkulation in der Atmosphäre und der in den Ozeanen. Beide hängen von der solaren Einstrahlung ab. Den Einfluss der Stratosphäre (und der „Jetstreams“) halte ich eher für gering. Es sind lediglich Indikatoren.

  14. Nachdem sich die VAG Fanboys hier wohl etwas zurück gezogen haben, kann man hier wenigstens immer noch die amüsanten Anmerkungen der Hautevolee der intergalaktischen Wetterforscher genießen.
    Selbst dem Spitzenjournalisten Krüger scheinen die Argumente gegen den Klimawandel auszugehen, die Dürftigkeit der Artikel steigert sich weiter….

  15. Die Schwalben fliegen derzeit tief wegen heftiger Gewitterschauer. ☺

  16. @P. Berberich #14
    Lies mal hier nach
    Mit der Stratosphärentemperatur ändert sich der Jetstream, wird die Stratosphäre kälter, fängt der Jetstream an zu mäandern -- das passiert bei geringer Sonnenaktivität, da dann die UV Strahlung um ein 10-faches geringer ist und die Stratosphäre sich weniger aufheizt. Durch das Mäandern des Jetstreams kommt es zu den blockierenden Wetterlagen und die Wärme wird anders über den Globus / dessen Nordhälfte verteilt.

  17. Da der Hitzesommer 2018 gerade eine Pause macht, ziehe ich meine eigene Zwischenbilanz. Ich greife die Säkularstation Potsdam heraus und untersuche TXK Lufttemperatur in 2m Höhe Tagesmaximum. Rang 1: 9.8.1992 38,6°C. Der heißeste Tag 2018 war der 8.8. mit 37,8 °C (Rang 6). 27 Hitzetage (Tage mit Tagesmax größer 30°C) gab es bisher in 2018. Im 30- jährigen Mittel der zurückliegenden Jahre sind für 2018 12,6 Hitzetage pro Jahr zu erwarten. Zum Vergleich: 1948 waren es 8,8 Tage pro Jahr. Der Anstieg ist also ein moderat.
    Man kann das Tagesmaximum einer Großstadt wie München in gleicher Weise untersuchen: Im 30- jährigen Mittel der zurückliegenden Jahre sind für 2018 11,2 Hitzetage pro Jahr zu erwarten. Tatsächlich waren es 13 in 2018. 1948 waren es 5,1 noch Hitzetage pro Jahr. Der Anstieg ist in München größer als in Potsdam. Dies ist wohl dem Wärmeinsel-Effekt einer Großstadt zuzuschreiben. Insgesamt gesehen, kein Grund zur Panik.

  18. #17 K.G

    Mäandern des Jetstreams…Nordhälfte

    Rahmstorf nennt das Mäandrieren „Stocken der planetaren Wellen im Jetstream“, s. #2;
    und hier die Rosby waves.
    Warum ist auf der Südhalbkugel nix los 😕

  19. Das kann er gerne machen, da beides richtig ist.

  20. @19 I. Thum:
    Ihr Link „Rosby waves“ präsentiert zwei Theorien zum Stocken der planetarischen Wellen im JetStream

    Theorie 2:
    Arctic amplification: The arctic is warming up two to three times as fast as the midlatidues. Disappearing seaice is a major reason; more exposed water absorbs extra solar heat in summer and reradiates it in Winter, raising air temperature in the polar cell than the rise in the Ferell cell. The declining difference between cells makes a negative Arctic oscillation and wava jet stream more likely.

    Der Arctic Oscillation Index der Monate April-Juli 2018 beträgt 0,41 und ist somit in der positiven Phase. Der JetStream sollte also nicht mäandern im Gegensatz zur Beobachtung. Theorie 2 trifft also weniger gut zu.

    Es bleibt also Theorie 1 El Nino/Southern Oscillation.

  21. Theorie 3:
    Sonnenaktivität, Stratosphärentemperatur, durch UV Strahlungsvariabilität.
    Die passt zur Zeit, wir haben ja auch keine El Niño Anzeichen, sondern eher neutrale Bedingungen.

  22. Die Sonne wird ja von „Klimaforschern“ gerne negiert.

  23. #23 Krishna Gans 11. August 2018 11:05

    Die Sonne wird ja von „Klimaforschern“ gerne negiert.

    Falsch, von Klimaleugnern wird sie oft negiert. Es könne ja keine Gegenstrahlung geben, da das dem II.HS widerspräche und der warme Körper (Erdoberfläche) sich auf Kosten des kühleren (Atmosphäre) abkühlen würde. Da wird kurzerhand die Sonne „vergessen“, die den Wärmeverlust der Erdoberfläche kompensiert.

  24. @Ebel #24
    Gehört zu den Kommentaren, die man negieren kann, da vollkommen neben dem Thema.
    Ein „Ebel“ halt…:D

  25. # 23 / # 25
    Der Beitrag ist zwar korrekt und Insider wissen, was gemeint ist, aber selbsterklärend ist er nicht. Darum mein Verständnis:

    Der Einfluss der Sonne auf Klimaschwankungen geht davon aus, dass die Sonne auch nicht stets konstant strahlt, sondern mehren Zyklen und Veränderungen unterliegt. Es geht auch nicht nur um den Energiewert der elektromagnetischen Sonnenstrahlung (TSI) -- sondern auch die spektrale Zusammensetzung, die Partikelabstrahlung und die Magnetfelder, die allesamt schwanken können und ggf. auch die Wolkenbildung beeinflussen.

    Die reinen Schwankungen der Strahlungsleistung erscheinen aber zu gering, um den historischen Klimawandel maßgeblich darauf zurückzuführen. Der Schluss, die Sonne sei darum auch nicht der Klimatreiber Nr. 1, ist allerdings falsch, denn er berücksichtigtnicht die unterschiedlichen Wirkungen.

  26. @Martin Landvoigt #26
    Tatsache ist, dass die UV Strahlung der Sonne bis um das 10-fache schwankt im Laufe des 11 Jahrezyklus. Gerechnet wird aber nur mit den wenigen Watt /m2 Einstrahlung am Boden. Was die UV Strahlung in den oberen Schichten anstellt ist für fast niemanden ein Thema. Dennoch ist es seit Jahren bekannt, dass der Jetstream von der Stratosphärentemperatur abhängig ist. Nur kann man damit kein Geld verdienen, weil nan da, wie im Falle CO2 nicht „eingreifen“ kann.

  27. #27 Krishna Gans

    „Tatsache ist, dass die UV Strahlung der Sonne bis um das 10-fache schwankt im Laufe des 11 Jahrezyklus.“

    Wikipedia

    Ultraviolet irradiance (EUV) varies by approximately 1.5 percent from solar maxima to minima, for 200 to 300 nm wavelengths.[18] However, a proxy study estimated that UV has increased by 3.0% since the Maunder Minimum.[19].

  28. @27 Krishna Gans

    Korrelationskoeffizient (Korr) zwischen TSI (Total solar irradiation) und Wolkenbedeckungsgrad NM (Jahresmittelwerte)
    Hohen-Peißenberg 1893-2017 Korr= 0,05
    Potsdam 1893-2017 Korr= 0,21
    Hohen-Peißenberg 1950-2017 Korr= -0,09
    Potsdam 1950-2017 Korr= 0,03

  29. @P- Berberich #28

    „Die Gesamtstrahlung ändert sich nur im Promillebereich, bei der UV-Strahlung kann es hingegen Änderungen um 100 Prozent geben“, so Denker. Und eben diese UV-Strahlung ist vermutlich für Änderungen der Wolkenbildung in der Erdatmosphäre verantwortlich – was weitaus größere Auswirkungen auf das Klima haben kann als der geringe Rückgang der Sonneneinstrahlung. Sollte

    Quelle

    Die UV-Strahlung der Sonne ist im Sonnenfleckenmaximum um bis zu zehn Prozent stärker und führt in der tropischen Hochatmosphäre in 50 Kilometer Höhe zu einer Temperaturerhöhung von etwa einem Grad. Die Erwärmung in den Tropen verstärkt die Temperaturunterschiede zu den Polen und führt so zu Zirkulationsänderungen in der Atmosphäre, die über komplizierte Wechselwirkungsmechanismen bis zur Erdoberfläche reichen.

    Quelle

  30. Danke, Krishna Gans, für die guten Fundstellen.

    Das entspricht auch meinem Stand: Nichts genaues weiß man nicht. Es könnte schon bald zu einer kleinen oder Großen Eiszeit kommen. vielleicht steigt die Temperatur aber weiter an. Im Jahr 2025 wissen wir wieder etwas mehr. Bis dahin Klimapanik zu schieben, wäre ja ein nettes Hobby, wenn nur nicht so viel Geld wirkungslos verpulvert würde.

  31. @P. Berberich #29
    MNir ist bei dem Wiki -- Link nicht klar, ist das die UV Variabilität am Boden oder TOA ?
    Vom Wert her eher am Boden und daher nicht das, worum es geht.

  32. #22 Krishna Gans

    „Theorie 3: Sonnenaktivität, Stratosphärentemperatur, durch UV Strahlungsvariabilität.
    Die passt zur Zeit, wir haben ja auch keine El Niño Anzeichen, sondern eher neutrale Bedingungen.“

    Da Theorie 1 auch nicht zutrifft, hat die lange Dürre wohl mehrere Ursachen. Ursachenforschung mittels Korrelation geht zwar häufig schief, aber es ist sicher ein guter Start.

    Die Korrelation zwischen TSI und Wolkenbedeckung habe ich bereits in #29 berechnet. Herr Gans wendete in #30 ein, dass die Variabilität von TSI hauptsächlich vom UV-Anteil herrührt. Nimmt man an dass die Variabilität von TSI nur durch den UV-Anteil bedingt ist, ändert sich das Ergebnis für die Korrelation überhaupt nicht.
    Die Korrelation zwischen dem Wolkenbedeckungsgrad Potsdam vom April-Juli ist für

    Arktische Oszillation AO: 1950-2018: Korr= -0,25
    AMO: 1950-2018: Korr= 0,14, 1893-2018 Korr= 0,17
    NAO: 1950-2018: Korr= 0,06, 1893-2018 Korr= 0,03
    MEI: 1950-2018: Korr= 0,10
    CO2: 1950-2018: Korr= -0,15, 1893-2018 Korr= -0,08

    Die größte (Anti-)Korrelation hat also die Arktische Oszillation. Die Berechnung ist relativ kompliziert. Einfacher ist folgendes Argument: Die Wolkenbedeckung in D (etwa 50°N) ist gering wenn der Temperaturgradient im Atlantik zum Äquator klein und der zur Arktis groß ist.

    Grad Äquator: 1950-2018: Korr= 0,20, 1893-2018 Korr= 0,22
    Grad Arktis: 1950-2018: Korr= -0,14, 1893-2018 Korr= -0,05

  33. @P. Berberich #33

    Herr Gans wendete in #30 ein, dass die Variabilität von TSI hauptsächlich vom UV-Anteil herrührt.

    Das nimmt er gar nicht an, denn TSI kommt am Boden an, die UV Strahlung, um die es geht eben nicht. Sondern diese UV Strahlung erwärmt die Stratosphäre und nicht den Erdboden wie die TSI.

  34. #25 Krishna Gans 12. August 2018 18:08

    Ein „Ebel“ halt

    Danke für die Blumen -- ich kann eben Unsinn nicht unwidersprochen lassen.

  35. @Ebel
    Dann an Besten anfangen, dir selbst zu widersprechen.

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