Forbes: Deutschland – Verrückt oder nur strohdumm?

1. September 2012 | Von | Kategorie: Blog

Forbes ist nicht irgendwer. Es ist die führende Witschaftsnachrichtenagentur. Da ist es interessant, was die zur deutschen Energiewende denken. Sind sie voller Bewunderung für die weitblickenden Vorreiter eines neuen Zeitalters? Weit gefehlt.

Schon die Überschrift eines aktuellen Artikels sagt es:
Deutschland — Verrückt oder nur strohdumm?
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, diesen Artikel recht weitgehend zu übersetzen, da gerade die, deren Englisch nicht so toll ist, der deutschen Medienpropaganda ohne Gegengewicht ausgesetzt sind.
Tatsächlich denkt die Welt nämlich ganz anders als uns weisgemacht wird. Sie denkt bemerkenswerterweise so wie diejenigen, die sich hier bei  Science Skeptical zu Wort melden. Hier der Artikel:

Germany — Insane Or Just Plain Stupid?

Nachdem der Tsunami die Fukushima Reaktoren zerstörte, hatte es Deutschland eilig, acht Kernreaktoren abzuschalten und machte Pläne zum vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie, obwohl die Kernkraftwerke sicherer als jede andere Industriesparte des Landes waren und trotz ihrer kritischen Rolle bei der Versorgung der deutschen Industrie. Deutschlands frühere Erfahrungen mit grossen Tsunamis waren wohl zu schrecklich um sie weiter zu ignorieren. Und Deutschlands starke Wirtschaft und Hingabe an den Umweltschutz waren nur ein kleiner Preis für Frau Merkel um ihre schwache Koalition mit der FDP zu erhalten. Sie kann ja vielleicht später Griechenland um Hilfe bitten.

Doch keine Sorge, Deutschland baut circa 25 saubere Kohlekraftwerke um den Ausfall der Kernkraft zu kompensieren und um die zugegebenermassen ‘unbezahlbare und unzuverlässige’ (Der Spiegel) Erneuerbare Energie zu stützen.
Die deutschen Grünen können nun die Eröffnung eines 2.200 MW Kohlekraftwerks bei Köln feiern. Es begann, seine jährlich 13 Millionen Tonnen CO2 und anderer hässlicher Abgase in den Himmel zu blasen, viel, viel weniger als die alten, schmutzigen Kohlekraftwerke, die 15 Millionen Tonnen bei gleicher Leistung verursacht hätten.

Ein perfekter Baustein für Deutschlands CO2-arme Zukunft

Normalerweise halten wir die Deutschen für vernünftig, doch dieses Kohlekraftwerk wird dieses Jahr mehr als 1 Million mal mehr CO2 aussto0en als alle deutschen Kernkraftwerke in den nächsten 20 Jahren und es wird doppelt so teuer produzieren als eines der KKW’s. Deutschlands derzeitige Strategie wird es vollkommen unmöglich machen das anvisierte Einsparungsziel von 40% CO2 bis 2020 zu erreichen
So lange die Deutschen nicht wesentliche Teile ihres Lebensstils aufgeben und geradezu krankhaft effizient werden, werden sie wahrscheinlich bis 2020 ihre Emissionen überhaupt nicht drosseln.
Doch der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier war recht begeistert als er das neue Kraftwerk vorstellte: ”Das neue Kohlekraftwerk ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür wie die hohe Effizienz moderner Kohle- und Gaskraftwerke nicht nur hilft, CO2-Emissionen zu vermindern, sondern auch einen hervorragenden Beitrag zum Erfolg der Energietransformation leistet.”

Wow, dieses Kohlekraftwerk ist wirklich felxibel. Es kann innerhalb von Minuten herauf- und heruntergefahren werden um die Unregelmässigkeiten der Erneuerbaren auszugleichen. Es verbrennt Braunkohle, die sauberste aller Kohlesorten, von der Deutschland reichlich hat. Und für 3,4 Milliarden US$ ist es praktisch geschenkt.

Und es kommt gerade recht für die deutsche Wirtschaft. Denn dank des EEG und der Abschaltung der Kernkraftwerke explodieren die Energiepreise und treiben die deutsche Industrie ins Ausland oder in die Pleite.

Niemand glaubte, Deutschland würde verrückt genug sein, seine Kernkraftwerke ohne vernünftige Grund und ohne vorhandenen Ersatz zu schließen, da sie die preisgünstigste Energie in Europa lieferten. Tatsächlich wären Deutschlands KKWs die einzige Chance gewesen, das EEG ökonomisch umzusetzen, selbst wenn bei Reifung des neuen Mix auf Kernkraft frühzeitig verzichtet worden wäre. Und die KKWs könnten auch immer noch relativ leicht und schnell wieder gestartet werden.

Und das sollten sie auch, denn das gesamte produzierende Gewerbe in Deutschland — Stahl, Aluminium, Papier, Zement, Plastik, Chemie — wandert in Länder mit billigerer Elektrizität ab da die Energiekosten bis zu 50% ihrer Ausgaben ausmachen. Fast jede fünfte deutsche Firma plant die Verlagerung der Produktion ins Ausland oder hat es bereits getan.

Wie erwartet, verursacht dieser Teufelskreis soziale Spannungen, die gerade beginnen. Der durchschnittliche Haushalt in Deutschland wird nächstes Jahr fast doppelt so viel für Energie ausgeben als letztes Jahr. Viele der Armen und Arbeitslosen bekommen feste Beträge für ihre Energieausgaben und können sich daher weder die gestiegenen Strompreise noch sparsamere Geräte leisten. Doch reiche Bürger können Solarpaneele installieren und sogar zusätzliches Geld einnehmen…

Wie man sieht sind wir nicht allein. Wir sind Mainstream, sobald man über den deutschen Tellerrand schaut.

 

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18 Kommentare
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  1. @ Tritium

    Hallo Tritium,

    eine schöne Glosse, die Forbes da abliefert, voller sarkastischer Ironie.
    Danke auch für die prima Übersetzung.

    Es verbrennt Lignit, die sauberste Kohlesorte, von der Deutschland reichlich hat.

    Das ist Sarkasmus pur. Ausgerechnet Lignit, nicht mehr ganz Torf, aber immerhin auf dem Wege zur Braunkohle. Oh, oh, oh, und dieses Zeug soll ausgerechnet die Kernkraft ersetzen. Sauberer geht es wirklich nicht.

    Viele der Armen und Arbeitslosen bekommen feste Beträge für ihre Energieausgaben und können sich daher weder die gestiegenen Strompreise noch sparsamere Geräte leisten.

    Wie sagte doch der dicke alte Umweltmaier?: ‚Je mehr der Strom kostet, umso effektiver wird Strom gespart‘. Mit anderen Worten: *Wer sich den Strom nicht leisten kann, der braucht auch keinen.*

    Doch reiche Bürger können Solarpaneele installieren und sogar zusätzliches Geld einnehmen…

    Das dürfte doch wohl so ganz im Sinne einer gewissen beinahenurnochfünfprozent Partei sein. Das Fußvolk interessiert diese Herren nicht, ist ja nicht ihr Wählerpotenzial.

    schöne Grüße aus dem kalten Moos

  2. Lieber Moosgeist, da hast mich jetzt doch bei der Übersetzung erwischt! 😉

    Es verbrennt Lignit, die sauberste Kohlesorte, von der Deutschland reichlich hat.

    Im Original:

    It burns lignite coal, the cleanest of all coal, of which Germany has plenty.

    Das könnte auch (und wahrscheinlich so gemeint) heissen:

    Es verbrennt Lignit, die sauberste Kohle von der Deutschland genug hat…

    …ohne Komma, im Sinn von „Alle anderen (besseren) Kohlesorten sind in Deutschland knapp, ausser diesem Dreck“
    Das wäre natürlich eine plausiblere, wenn auch kaum andere Aussage.

    Ansonsten ist es heutzutage ja wirklich so, dass man leider englisch können muss, um noch realistisch informiert zu werden, ein Armutszeugnis für unsere Medienlandschaft und eigentlich erschreckender als alles andere, zeigt es doch, wie weit sich die ideologische Brille schon wieder in Deutschlands kollektives Bewusstsein eingenistet hat. Greade der von dir auch betonte Sarkasmus zeigt, wie fassungslos viele da ‚draussen‘ sind und wie weit wir schon als jenseits der Dialogfähigkeit betrachtet werden.

  3. @Tritium

    Greade der von dir auch betonte Sarkasmus zeigt, wie fassungslos viele da ‘draussen’ sind und wie weit wir schon als jenseits der Dialogfähigkeit betrachtet werden.

    …..ein Grund mehr für uns, hier weiterhin zu dokumentieren, dass im Schönen Neuen Deutschland noch nicht alle Menschen komplett verblendet und verblödet sind.

  4. @ Tritium #2

    Hallo Tritium,

    …ohne Komma, im Sinn von “Alle anderen (besseren) Kohlesorten sind in Deutschland knapp, ausser diesem Dreck”

    Das wäre dann zwar weniger sarkastisch, dafür aber umso ironischer. 😉
    Was soll’s, Sarkasmus und Ironie sind ohnehin Geschwister, die meistens Hand in Hand spazieren.

    Ansonsten ist es heutzutage ja wirklich so, dass man leider englisch können muss, um noch realistisch informiert zu werden,

    Naja, mit meinem Englisch ist es nicht weit her. Es reicht zwar um im Ausland nicht zu verhungern, aber bei komplizierten und längeren Texten habe ich dann schon Probleme. Man nennt sowas auch mal Pitchen English, was ich mir in meiner beruflichen Tätigkeit in den 50er und 60er Jahren im Ausland so beigebracht hatte.

    ein Armutszeugnis für unsere Medienlandschaft und eigentlich erschreckender als alles andere, zeigt es doch, wie weit sich die ideologische Brille schon wieder in Deutschlands kollektives Bewusstsein eingenistet hat.

    Ja, es ist erschreckend, wenn man sieht, wie weit Devotismus und Speichelleckerei gegenüber lauthals vorgetragenen Ideologien wieder in den Medien zum Standard geworden sind. Es bedarf keiner Gleichschaltung mehr. Die Medien und deren Vertreter schalten sich selber –und das auch noch freiwillig- gleich.

    und wie weit wir schon als jenseits der Dialogfähigkeit betrachtet werden.

    Wie sollte auch ein Dialog funktionieren, wenn weittragende Entscheidungen als alternativlos deklariert werden und par ordre du mufti von den „nachgeordneten Organen“ umzusetzen sind?

    meint der Moosgeist

  5. @ Tim:
    Manchmal ein man wirklich, man wüsste, wie den Geschwistern Scholl zumute war.

  6. Der Artikel bei Forbes ist ja nun wirklich kein Einzellfall aber besonders schön sarkastisch. Es wird sicher gut sein für die Unternehmen, die sich vom Standort Deutschland verabschieden, wenn sie auch auf das Markenzeichen „Made in Germany“ verzichten. Wir haben ja auch noch so einen Hauptstadtflughafen, der auch langsam international in die Presse kommt. Das unsere Presse es überhaupt nicht wahrzunehmen scheint, dass das tsunamigeplagte Deutschland so langsam jedes Verständnis verliert, ist schon erstaunlich. Wir haben aber noch jede Menge wissenschaftliche Institute, die uns versichern, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Vielleicht reicht das Geld dafür noch ein paar Jahre, die Wildschweine fressen uns den Mais nicht weg, der Wind wird stetiger und die Sonne scheint auch nachts. Dann wird alles gut.

  7. Die Satire, meinetwegen auch die Ironie, der Sarkasmus oder Zynismus meinen sicherlich Grevenbroich-Neurath. Gebaut, oder sollte man besser sagen, nicht verhindert wurde dieses Werk schon seit 2006. Da hatten wir auch noch etwas andere Zeiten als heute. Das war auch lange vor jenem besagten Tsunami, welchen die Satiriker jetzt als Aufhänger heranziehen.
    Und erinnert das nicht irgendwie an Olkiluoto, wo ja schon seit 2005 gebaut wird, frühestens 2014, zumindest derzeit, mit einer Fertigstellung zu rechnen sein wird? Man muss also mehr Stratege mit wirklichen Visionen als Satiriker sein, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Projekte in die Hand zu nehmen. Was werden Öl, Gas und Kohle in strategischen Zeiten also kosten?

  8. @ K. Gunter #7

    Was werden Öl, Gas und Kohle in strategischen Zeiten also kosten?

    Tja, Vorhersagen für die Zukunft sind sicher schwierig. Beim Gas kann man allerdings annehmen, dass der Preis sich in absehbarer Zeit eher nach unten bewegen wird. Zumindest legen die Erfahrungen der Amerikaner mit ihrem Shale-Gas Boom diesen Schluss sehr nahe. Wenn dann noch die Förderung von Shale-Öl in ähnlichem Maße steigt, dürfte das auch am Ölmarkt für deutliche Entspannung sorgen.

    Größte Unwägbarkeit in Europa ist sicherlich die Politik. Wenn unsere Eliten die Exploration neuer Rohstoffe weiterhin blockieren, wird ein Boom wie in den USA hier noch einige Zeit auf sich warten lassen.

  9. @ Herr Kipp, ich befürchte, die Agrar-Lobby mit ihren Reklame-NGO´s wird das Fracking noch lange bei uns verhindern, um weiter ihren Reibach zu machen. Siehe: http://www.wz-newsline.de/home/politik/nrw/hohes-gefaehrdungspotenzial-bei-erdgas-foerderung-mit-giftigen-chemikalien-1.1091276 mit meinem Kommentar.

    Was Tritium uns vermittelt, ist wie in „alten deutschen Zeiten“, es sind die unerwünschten „Westnachrichten aus dem feindlichen Ausland“, die gegen die Ideologie des angesagten Kult agitiert. Immerhin können wir uns ungestraft, dagegen auflehnen, uns international informieren und selbst aktiv in einigen online Medien kommentieren. Das ist vielleicht nicht viel, aber es hilft mir mich zu entspannen, nicht nur zu erdulden, was die gegenwärtigen Gauner so treiben, sondern Information und damit Opposition zu machen, wo sonst nur Nepper unter sich sind.

  10. Was die unkonventionellen gas- und Ölvorkommen betrifft, urtelt man international eher so:
    The Wall Street Journal: The U.S. Natural-Gas Boom Will Transform the World

    Der Ergas Boom der USA wird die Welt verändern
    Vor zwei Sommern war der Erdgas-Preis bei 4,50 $/1000Kubikfuß. Das war weniger als die Hälfte dessen, was es vor weiteren zwei Sommern kostete. Heute ist der Preis unter 2,50 $ und der Anteil des unkonventionellen Erdgases am nationalen Bedarf ist von 5% in 2008 auf eine Anteil von heute 20% gestiegen und für 2020 werden 40% erwartet.
    Derweil produziert das Bakken-Three rivers Feld in North Dakorta täglich 600.000 Barrel unkonventionelles Öl täglich – In 2010 waren es nur 250.000 Barrel und in 2008 weniger als die Hälfte im Vergleich zu 2010..
    Wenn so großsse Veränderungen so schnell geschehen, ist es Zeit, die Folgen zu bedenken.

    Eine von Energieimporten abhängige USA ist Vergangenheit. Die meisten Energieexperten sagen heute, dass die USA bis zum Ende des Jahrzehnts zum Netto-Exporteur von Öl und Gas werden

  11. Ups, blöde Formatierung…

    Man sieht hedenfalls: Die Welz sieht die Zukunft NICHT in den NIE, sondern in einem Boom der Brennstoffe auf Kohlenstoff-Basis und die Welt hat sehr gute Gründe dafür.
    Ich denke, wie werden einen Shift vom Öl zum Gas erleben, wie vor 50 jahren von der Kohle zum Öl: Wir werden weiter Kohle und Öl fördern, sogar mehr als zuvor, aber das Erdgas wird dominieren. tatsächlich wird dieser Boom grösser sein als alles, was bisher geschah, die Welt wird geradezu überschwemmt werden mit preiswerter Energie aus Quellen, die für jahrhunderte reichen.
    Kurzfristig wird dieser Boom sogar die Kernkraft massiv dämpfen, weil sie keiner braucht und ganz bestimmt ist es das Todesurteil für jede Art von NIE. Nur durch geradezu diktatorische Mittel war Wind und Sonne überhaupt mit am Start, nur durch noch sehr viel diktatorischere Mittel könnten sich die NIE in Zukunft behaupten.

  12. Tritium,
    völlig meiner Meinung, hatte ich schon im Frühjahr gesagt. Die Solarstrafzölle gegen China werden sowieso im Sande verlaufen.

  13. @ #10 und #11

    Auch unsere Inseleuropäer scheinen so langsam begriffen zu haben, dass Windkraft unzuverlässig und sauteuer ist und dass sie besser die heimische Gasproduktion auf Vordermann bringen.


    Britain can finally make the dash for gas with Paterson

    George Osborne has signalled that the UK should no longer place too much emphasis on renewable energy and is openly advocating a dash for gas. The government is widely expected to give the green light for the extraction of shale gas. The only question is how much longer we will have to wait.

    Britain is sitting on a gold mine of shale reserves, but politicians have continuously impeded their extraction. The shale boom is spreading across the world, where the exploitation of huge deposits is speeding up. Even Russian companies are joining the revolution in a bid to secure the country’s export market.

    (…) It is in this context that the appointment of Owen Paterson as the UK’s new environment secretary is fuelling concerns among environmental campaigners. They fear that the government’s green agenda is being scaled back in order to refocus on economic recovery.

    Yesterday, environmental journalists warned that the reshuffle has effectively terminated “the greenest government ever.” Some have argued that Paterson’s appointment marks a sharp turn from the green policies that had previously found a home in the Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA).

    In the past, Paterson has proposed an end to all energy subsidies and a speedy development of domestic shale gas reserves. His endorsement of shale exploration is particularly pertinent, since DEFRA is responsible for the Environment Agency, which is in charge of regulating and policing shale gas ventures.

  14. Dazu ein schöner Beitrag von Günter Ederer auf „Freie Welt“

    Was wir von Diktatoren gelernt haben

    ……………….Nun will ich nicht unsere Regierung mit dem bizarren Diktator Marcos vergleichen. Da gibt es gravierende Unterschiede. Marcos herrschte mit brutaler Gewalt. Wir dagegen dürfen unsere Regierung wählen, die uns solche Gesetze beschert. In den Philippinen war die Presse überwacht. Wir haben Pressefreiheit. Bei uns übernimmt die Masse der Journalisten freiwillig die Mär von der Weltrettung durch die Energiewende. Marcos kassierte die Milliarden für sich und seine wenigen Verbrecherfreunde. In Deutschland sorgen die Parteien dafür, dass viele an der Energiewende verdienen, die schon viel haben: Die Kapital- und Landbesitzer, die Banken, die das finanzieren und die Kommunen, die dafür Pacht kassieren. Aber eines ist in beiden Ländern gleich: Die Zeche zahlen immer die kleinen Leute. wenn der Markt außer Kraft gesetzt wird. Jetzt weiß ich wieder, warum mir die Geschichte mit den Kokosnüssen eingefallen ist.

    Nach und nach zieht jede Nation ihren Kopf aus der NIE-Schlinge…….nur die Deutschen baumeln weiterhin, weil ihnen eingeredet wird, sie müssen die Welt retten…….und merken dabei nicht, das die Schlinge inzwischen so eng gezogen ist, das demnächst mit Erstickung des Patienten zu rechnen ist.
    Wie immer also…….der Deutsche lernt nur auf die harte Tour seine Lektionen, wenn da mal nicht die Gene dran schuld sind, grins.
    H.E.

  15. @ 14 Herr Eng, an der Sache mit den Genen ist was dran.
    Mein Großvater hat sich gegenüber dem Dorf-Reichs-Bauern-Führer geweigert Begeisterung für einen gewissen „Führer“, mit dem damaligen Gruß, zu zeigen. Gemeint er suche sich seinen Herren lieber selber, und wurde daraufhin verhaftet.
    Zum Glück haben seine Söhne und seine Tochter einen Arzt gefunden, der meinem Großvater bescheinigte, er sei nicht „ganz dicht“, hätte nach einer Hirnhautentzündung „Aussetzer“ und den guten Mann wieder aus dem Lager nach Hause geholt.
    Als Enkel, hab ich dieses „Familiengeheimnis“ erst nach dem Tod meines Vaters erfahren. Die familiäre Abstinenz zur Politik begriffen.
    Die Nachfahren derer, die den Nationalsozialismus so anders erlebten, bzw. überlebten, sehe ich darum mit gemischten Gefühlen. Schließlich sind Menschen verachtender Opportunismus und gnadenlose Geschäftstüchtigkeit, keine Ausnahme Deutscher.
    Das werfen unsere roten Zipfelmützen immer den Anderen vor und stehen offensichtlich auch in der genetischen Tradition ihrer politisch organisierten Vorfahren, die in ihrem „Überlegenheitswahn“ unverantwortliches Unheil anrichteten. Dummheit lässt sich, wie so mancher Professor oder Doktor unter Beweis stellt, kaum mit Bildung bekämpfen.

  16. @Meier

    Joo, besonders lustig wenn grüne Realitätsverweigerer sagen……Wenn wir Toitsche das (E-Wende) nicht schaffen, wer sonst auf der Welt……im Vertrauen darauf, das die Ingenieure dat schon irgendwie hinkriegen.

    Grüne Soziopädagogen brocken uns dat Süppchen ein und die doofen Blaumänner sollen ihn doch bitteschön wieder auslöffeln, den ungenießbaren Frass.
    Wie gesagt, ich habe schon lange alle Hoffnung gen Himmel fahren lassen und ergebe mich meinem Schicksal, es kommt sowieso, wie es kommen muss.

    100.000 Fliegen können nicht irren……das Scheiße lecker schmeckt.
    In diesen Sinne, ein ruhiges Restleben noch.
    Onkel Heinz…….desillusioniert

  17. @ 16 Herr Eng, bleiben Sie mal cool und haben Geduld. Es ist wichtig, zu sehen, dass Veränderungen ihre Zeit benötigen, bis sich Mehrheiten an den realen Problemen und den Lösungen, die woanders funktionieren orientieren.

    Ich machte mal eine Lehre zum Technischen Zeichner, geriet durch einen Freund zur Ingenieurschule. Schrieb 1972 eine Ingenieurarbeit über Technische Anlagen zur Bekämpfung von Umweltverschmutzung. Da gab es noch kaum Literatur zu diesem Thema.
    Mein Zweitstudium habe ich auch mit Taxifahren finanziert. Die Philosophie, „der Weg sei da Ziel“ ist mir geläufig.
    Ich brauchte mal im dritten Semester viele Haupt-Seminar-Scheine fürs Bafög-Darlehen mit sechs Prozent Verzinsung.
    Die Lösung waren die Pädagogik-Scheine. Also in einem Semester bei den „geister-wissenschaftlichen-Leer und Laber-stühlen“ richtig ranklotzen, Scheine machen.
    Es fehlte nur einer und ich hätte mich an einer TH, zum Diplompädagogen-Examen anmelden können, nach einem! Semester.
    Also der Qualifikation, die unter Grünen Usus ist, wenn sie nicht nur Taxifahren gelernt haben.
    Wichtiger scheint es mir, nicht an der politischen Einfältigkeit zu verzweifeln, sonder seine Zuversicht zu behalten.
    Die NIE´s werden eine Episode sein, früher oder später, vielleicht erleben wir es noch zu Lebzeiten.
    Bis dahin ist Öffentlichkeits-Information per Internet unsere Mitarbeit, um den Wettbewerb der intelligenteren Alternativen zu leisten, sicher nicht verkehrt.
    Denn wir handeln aus vernünftigeren Motiven als „Ethik-Kommissionen“.

  18. @Meier
    Die Worte hör ich wohl………. allein der Glaube fehlt mir.
    Dat Problem ist aber, mit jeden Tag den wir an unserer national wichtigsten Infrastruktur rumfummeln wie ein pupertierender Pickelhansel an seiner Freundin, verschlimmern wir die Lage.
    Durch die knallharte Durchsetzung der europäischen „Liberalisierung der Energiemärkte“ ham wa uns auch noch die Chance genommen, als Staat Einfluss zu nehmen oder ein kompaktes EE-Gebilde zu basteln.
    Die Energiewirtschaft wurde in viele kleine Teile zerhackt…….jeder Teilnehmer hat andere Visionen und Ideen, jedes Bundesland hat eigenen Pläne, selbst die Bundesregierung mit den bekloppten Off-Shore Plänen weiß nicht mehr was sie da veranstaltet.
    Im Prinzip ham wa ein Patienten mit einen offenen Bruch und behandeln die Wunden mit einen Pflaster und einer Aspirin.
    Sorry juter Mann, ich habe diesbezüglich keinerlei Hoffnung mehr…………Deutschland rennt absichtlich und mit voller Wucht gegen die Wand, weil wir denken, die wäre nur aus Papier.
    Leider aber…….besteht die Mauer aus 1 m massiven Beton……plonk.
    MfG
    H.E.

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