Frau Merkel schaltet für die Grünen und das Klima den Strom ab

18. November 2017 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Politik

Deckungsluecke

Gestern wurde in der 20 Uhr Tagesschau berichtet, dass Frau Merkel den Grünen angeboten hat 7 GW (13 Kohlekraftwerke) abzuschalten, damit ein Jamaika-Bündnis zustande kommen kann. Agora-Energiewende (eine Denkfabrik, die sich mit der Energiewende befasst) hat bereits im Jahr 2013 auf eine Deckungslücke von -5 bis -15 GW an Kraftwerksleistung aufmerksam gemacht, die im Jahr 2022 zur Stromversorgung der Bevölkerung fehlt, wenn die Energiewende wie geplant weiter verläuft. Würden weitere 7 GW hinzukommen, so würde die Deckungslücke -12 bis -22 GW im Jahr 2022 betragen, bei einem Bedarf von über 80 GW. Wie diese Deckungslücke geschlossen werden kann ist nicht sicher. Vermutlich nur durch erneute Inbetriebnahme bereits stillgelegter Kraftwerke, oder durch Stromimporte aus den Nachbarländern.

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41 Kommentare
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  1. Ein promovierte Physikerin, die nicht Kopfrechnen kann.

  2. Das Nassauern der Grün- und EE-Denker hat System. Die „heile Ökö-Welt“ lässt sich besser rechnen. Dänemark kommt mit seinem teuersten Windtsrosystem der Welt und ein paar Diesel und Gaskraftwerken zurecht, weil es Windüberschüsse in die Nachbarländer drücken und bei Flauten dort Strom ziehen. Genau wie bei deutschen EE-System. Der Unterschied liegt in der Größenordnung. Das Werkskraftwerk von BASF in Ludwigshafen könnte Dänemark versorgen, umgekehrt geht es nicht, Leitungsverluste spielen bei EE ohnehin keine Rolle mehr. 100 % EE lassen sich nicht mehr aufhalten, Physik und Zahlen hin oder her. Das wird per Dekret geregelt wie in der Türkei. Dort wird aber noch kräftig Kohle verheizt, physikalisch funktionieren die noch.

  3. Vielleicht wird man Merkel einst die Blackout-Kanzlerin nennen. Oder „Kanzlerinnen-Dämmerung“ 😀

  4. für mich immer wieder interessant gelegentlich in früheren Beiträgen zu blättern: Peter Heller: …Je preiswerter und sicherer die Energieversorgung eines Landes, desto besser geht es seinen Bürgern…
    Vera bringt’s cool :- Auf die Kanzlerin kommt es an? Nein, das war einmal

  5. Naja, Merkel erzählt viel. Man kann natürlich eben mal beschließen, dass man in einigen Jahren -- also im Post-Merkel-Zeitalter -- aus der Kohle aussteigt. Tut ja niemandem weh (ok, Planungssicherheit für die deutsche Industrie sieht anders aus; aber die haben sowieso schon genügen Gründe das Weite zu suchen, da kommt es auf das Energie-Chaos auch nicht mehr an). Mit der Gesetzgebung kann sich dann ihr Nachfolger rumärgern.

    Alternativ kann sie nach 1-2 Jahren auch wieder eine typische 180 Grad Wende hinlegen und erklären dass ohne Kohle -- oh Wunder, wer hätte das ahnen können -- doch nix geht. Hat sie mit der Kernkraft ja schon ein paar mal geübt.

    Hier werden Zukunftsversprechen als Verhandlungmasse eingesetzt, von denen jetzt schon jeder weiss dass sie niemals eingelöst werden. Es geht nur darum, die richtigen Scheinkompromisse zu formulieren um den Wählern die Schwampel-Kröte schmackhaft zu machen.

    Mehr ist das nicht.

  6. @FA #4

    Ihre Gelassenheit kann ich nicht teilen, das ist schon zu optimistisch. Es ist gerade diese Beliebigkeit und Gleichgültigkeit der Regierigen, die mir Angst macht. Einfach mal 10% der Energie-Infrastruktur als Verhandlungsmasse preiszugeben, nur um ein politisches Konstrukt zu stützen, ist prinzipien- und verantwortungslos. Gut es muss nicht dazu kommen, aber bei der Wurschtigkeit die da anscheinend die Grundbefindlichkeit ist, kann es genauso kommen oder sogar noch schlimmer.

    Ich glaube nämlich nicht, dass Frau Merkel vor diesem Angebot die Ausfall-Risiken und wirtschaftlichen/gesellschaftlichen Folgen einer solchen Entscheidung selbst geprüft hat oder von Fachleuten hat prüfen lassen. Und ob die Grünen die Kompetenz besitzen, die Risiken ihrer eigenen Maximalforderungen abzuschätzen, mag jeder selbst beurteilen. Aus der FAQ der Grünen zu ihrem „Kohleausstieg“:

    Die Versorgungssicherheit ist auch bei Abschaltung der 20 ältesten Braunkohlekraftwerke und Fortsetzung des Atomausstiegs sicher gewährleistet. Deutschland wird künftig noch maximal 76 Gigawatt Kraftwerksleistung brauchen. Derzeit stehen – selbst ohne Wind und Sonne -- 108 Gigawatt bereit. Die sind jederzeit abrufbar aus Kohle, Gas, Wasser und Biomasse.

    Wir können bis 2023 rund 25 Gigawatt Atom und Kohle abschalten und hätten immer noch eine dicke Reserve für die Tage ohne Wind und Sonne. Das sind übrigens verdammt wenige! An den allermeisten Tagen des Jahres kommen enorme Mengen an Strom aus Wind und Sonne dazu. Im Oktober 2017 kamen bereits 44 Prozent des deutschen Stroms aus erneuerbaren Quellen. Und bei Bedarf stehen zusätzlich zahlreiche Gaskraftwerke bereit, die bislang wegen des Kohleüberschusses nur selten abgerufen werden.

    Quelle: http://www.gruene.de/ueber-uns/2017/so-gelingt-der-einstieg-in-den-kohleausstieg.html 1. Frage

  7. @anorak2

    Ich pflichte ihnen da bei.
    Ich nehme für mich als Bürger folgendes aus diesen Verhandlungen mit.
    Eine Wahlverliererin die an ihrem Sessel klebt verschachert die Versorgungssicherheit, die Sicherheit und das erarbeitete Investitionsgut unseres Landes.
    Begünstigt werden dann vor allem Organisationen und Leute die nichts dazu beigetragen haben und auch nichts dazu beitragen werden.

  8. Deutschland wird künftig noch maximal 76 Gigawatt Kraftwerksleistung brauchen.

    Nö, eher 84 GW, wie Agora meint. Denn bis 2030 sollen nach Ansicht der Grünen nur noch E-Mobile auf den Straßen fahren. Mit Strom natürlich. Und Flüchtlinge die zusätzlich Strom verbrauchen wollen die Grünen ja weiter aufnehmen.

    Wenn die 25 GW Atom und Kohle abschalten von 108 GW, verbleiben 83 GW. Also eine Deckunglüske von -1 GW.

    Und wehe die Ernte fällt mal schlecht aus, dann fallen auch einige GW Biomassestrom weg.

    Zudem kann man bei Spitz auf Knopf nicht 100% der inst. Kraftwerksleistung mal einfach so abrufen und verteilen. Dazu bedarf es Vorlaufszeiten und daher zusätzlicher Reserven.

  9. In „Jamaica! werden Versorgungssicherheit, Industriestandort, bezahlbarer Strompreis, innere Sicherheit, äußere Sicherheit, Zuwanderung, Bildung, und stabiles Rechtssystem wie auf einem orientalischen Basar verramscht. Wenn schon ein paar Gw und daraus resultirenden Terawatsunden einfach ohne Plan Ramschware sind, wie sieht das dann bei anderen „Gütern“ aus?
    @ 6 GH Alle die noch beitragen, denen wird gegen die Beine getreten. Denen die nicht beitragen, aber von Sozialtransfer leben, aber auch. Wir haben kein System mehr im System, nur Sand im schlecht konstruuierten Getriebe.

  10. @ anorak2, #5:

    Ich denke ja eben nicht, dass hier wirklich die Energie-Infrastruktur verhökert wird, sondern nur ein leeres Versprechen. Deshalb die Gelassenheit.

    Es gibt nämlich einen entscheidenden Unterschied zwischen Energie- und anderen Politikfeldern: Man kann Probleme nicht so einfach in die Zukunft verschieben, um im hier und jetzt eine bestimmte Klientel gefügig zu machen.

    Ich kann Problemlos zwei Millionen Analphabeten in die Sozialsysteme holen und für die Staatsschulden der gesamten restlichen Welt haften, weil die daraus entstehenden massiven Probleme erst in Jahren und Jahrzehnten auftreten.

    Beim Strom geht das nicht. Wenn ich benötigte Kraftwerke abschalte, wird’s dunkel. Und zwar sofort, und nicht in 40 Jahren. Es ist schlicht nicht machbar, und wenn man noch so viel Steuergeld verbrennt. Daher wird es auch nicht passieren.

  11. F.A. #9.
    Das sehe ich anders. Auch hier ist mit Geld was zu machen, um den Konkurs hinauszuschieben:
    Finanzierte Lastabwürfe, teurer Stromeinkauf aus dem Ausland, nochmal viele hundert km Leitungen bauen usw.
    Hautsache, das Geld ist weg.

  12. Gescheitert! Sektkorken 🙂

  13. # anorac
    Hatte leider keinen sekt mehr im Keller. Aber ein Bierchen von Lidl. Prost, kippis und skål!
    Ist jetzt die endlich die Klimakanzlerin weg?

  14. Was natürlich keiner der Millionen Vollpfosten rafft: Lindner zahlt auch Merkel jetzt voll ihre Boshaftigkeit der Freude vom Rauswurf der FDP aus dem Bundestag vor 4 Jahren jetzt 1:1 zurück und beendet ihr politisches Dasein.

    HÄTTE ICH GENAU GLEICH GEMACHT: Merkelsche Schäbigkeit bestrafen und Rauswurf.

  15. #13 diese Variante wurde in etlichen Kommentaren erwähnt. Entscheider ist doch, dass die im Wirtschaftsleben übliche und angekündigte Deadline für die Sondierungsgespräche (=ungleich Koalitionsverhandlungen) schlichtweg ignoriert wurde („Merkel’sche Gewurstel funktioniert schon…“).
    Die Rolle Steinmeiers wird jetzt interessant, s.a. #7.
    Er kann im Sinne einer Minderheitsregierung Merkel vorschlagen; das dürfte beim 1. Wahlgang daneben gehn, beim 3. reicht die einfache Mehrheit. Das kann er genauso gut mit Martin Schulz machen und am besten den 3. Wahlgang kurz vor der Sommerpause. Da waren 2017 nach dem „Ehe für alle-Gesetz“ bei den folgenden Gesetzesverabschiedungen -- Netzwerkdurchdringung, Bankgeheimnis… -- nur noch ca. 40 -- 60 Abgeordnete auf den Sitzen vor Lammert zu sehn.

  16. #13 „Tschüss Mutti“ als die Briten die Schn…e voll hatten, dauert in D länger. Die letzten Wochen haben mir persönlich gezeigt, was denn tatsächlich unfassbar hinter Begriffen wie „Lückenmedien“ usw. steckt. Damit einhergehend der partielle Kontrollverlust der etablierten Medien zur „Meinungsbildung“ -- das sog. gegenüber den Echokammern der digitalen Kanäle vorhandene Korrektiv.
    Beispiel: Antrittsrede von Alice Weigel im Bundestag, AFD derzeit noch führende Opposition; vielleicht bleibend, wenn die SPD ihre auf einmal hoch beschworene staatspolitische Verantwortung eher im Jet-Set sieht so als kleines Stehaufmännchen für die Muttiära.
    Ja und da überschlagen sich die Medien in dieser merkwürdigen Verantwortung(slosigkeit) für diese von Mutti kleingemachte ehemalige Arbeiterpartei.
    Die FDP -- ein dämonischer Christian Lindner überlebensgroß hinter der ratlosen Kanzlerin -- mir wird übel.
    Die Grand Dame lehnt eine geduldete Minderheitsregierung kategorisch ab -- warum wohl?

  17. Nachtrag zur Meldung:

    Ein grüner Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium wurde jetzt wegen Missbrauch seiner Stellung angezeigt. Von ihm soll das Papier stammen, das die Abschaltung von 7GW Kraftwerken als problemlos bezeichnete, das dann über „grüne Social Media Kanäle“ in die Medien fand und die Grundlage für Merkels Abschaltungsangebot bildete.

    Quelle https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2017/11/braunkohle-verein-zeigt-wirtschafts-staatssekretaer-an.html

    Ich find das hochinteressant: Ein Grüner denkt sich irgendeinen Blödsinn aus, verpackt das scheinoffiziell, Merkel glaubt das bereitwillig und macht offizielle Politik draus. Dass da ein grünes U-Boot im Ministerium diese Meldung just in time lanciert hat, war nämlich genau mein Verdacht. Und der Eindruck, dass die Kanzlerin ihr Angebot ohne vorige Machbarkeitsprüfung rein nach politischer Kassenlage vorgelegt hat, bestätigt sich auch. Beängstigend.

  18. Frau Merkel hat ja schon mehrfach zugegeben, sie ist zwar Physikerin, hat von Technik aber gar keine Ahnung. Sieht man ja auch auf den Industriemessen und der Cebit.

  19. Frau Göring-Eckardt hat eben auf dem Grünen-Parteitag zugegeben, sie hätte in den Koalitionsgesprächen das Wort „Dunkelflaute“ zum ersten Mal gehört. Und ihr Kommentar dazu mit aufgeschrillter Politiker-Stimme: Es müsse doch im Jahr 2020 bei all dem technischen Fortschritt möglich sein, dass der Strom an allen Tagen im Jahr fließe. An der Stelle sollte ihr jemand einen Zeittel zustecken, dass das seit 100 Jahren technisch gelöst ist und dass die Lösung Dampfmaschine heißt. Ist leider nicht passiert. Dann wechselte sie gleich zu den Fidschi-Inseln, die am Untergehen seien …



  20. Frau KGE hat als Vorsitzende der Grünen keine abgeschlossene Berufsausbildung. Deshalb sollte man sich über solche Aussagen nicht wundern.

  21. #16

    Beängstigend

    Mit Träne in d’r Auge loor ich manchmol :
    „Zugleich nannte Merkel eine Reihe von Leitlinien für eine Regierungsbeteiligung der CDU. Maßstab müsse sein, ob Deutschland vorankomme, es den Menschen besser gehe und die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt würden.“
    (1. Zeile: Jecken stimmen lautstark Kölsche Karnevalslieder an…)
    Warum ist es denn so schwierig in D (noch mehr in der EU) die Demokratie ein bisschen zu verbessern. Z. B. mit einer Beschränkung der Amtszeit auf 2 Legislaturperioden wie es in den USA üblich ist -- s.a. „warmherzig #57″
    Die Väter der am. Demokratie hatten erkannt, wie wenig es einer Demokratie zuträglich ist, wenn sich Seilschaften und Lobbyisten zu lange an den Futtertrögen der Macht laben. Ein Vorschlag in diesem Jahr im Bundestag hierzu -- mit möglicherweise sinnvoller Verlängerung der Legislaturperiode auf 5 Jahre -- wurde von Lammert kommentiert: der Wähler hat die Wahl.
    He’re we are.
    Nichts gegen eine Person, die sich in vielerlei Hinsicht Respekt verdient. Mir persönlich zeigt das einfach nur ein Unverständnis für das Ermöglichen effektiverer parlamentarische Prozesse -- nicht das massenhafte Abnicken im Sinne AM (ich will das).
    Wie sagte es HE hier auf diesem Blog in einer Art Vorahnung:
    „Und…unsere böse Stiefmutter, die so gerne mit Obama kuschelt…..wird uns zeigen, wo 2017 der Frosch die Locken hat..und der (verfettete) Erzengel wird weiterhin die Stange halten, bleibt ihn ja nix anderes übrig…ansonsten stutzt sie ihn die ohnehin verkrüppelten-SPD-Flügel noch weiter ein.“ #40

  22. Habe ich das richtig in Erinnerung? Einige (?) Kraftwerke sind, weil unwirtschaftlich durch stop and go, zur Abstellung angemeldet. Die Netzagentur hat das aber abgelehnt, weil sie für die Netzsicherheit erforderlich sind.

  23. @Kölschjeck
    Nun ja, eins konnte ich Dato nicht verhersehen……das sich der dicke Erzengel derart elegant aus der Schusslinie genommen hat, das mir regelrecht die Lachtränen die Backen runtergerannt sind.
    Die 100% Geheimwaffe aus abgelegter EU-Resterampe hat dann auch folglich, die Kiste völlig an die Wand gefahren….nun muss die olle Tante SPD sehen, wie sie sich wieder in die Regierungsverantwortung schleimt…..ein echtes Trauerspiel.

    @Gerhard
    Die Bundesnetzagentur hat einen Fahrplan bis 2019, welch fiese Kohledreckschleudern abgeschaltet werden müssen (Mogelpackung)
    http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__13g.html

    Die stillzulegenden Anlagen dürfen jeweils ab dem in Satz 1 genannten Kalendertag für vier Jahre nicht endgültig stillgelegt werden. Nach Ablauf der vier Jahre müssen sie endgültig stillgelegt werden.
    (2) Die stillzulegenden Anlagen stehen jeweils ab dem in Absatz 1 Satz 1 genannten Kalendertag bis zu ihrer endgültigen Stilllegung ausschließlich für Anforderungen der Betreiber von Übertragungsnetzen nach Maßgabe des § 1 Absatz 6 der Elektrizitätssicherungsverordnung zur Verfügung (Sicherheitsbereitschaft). Dabei dürfen die Betreiber von Übertragungsnetzen die stillzulegenden Anlagen nur entsprechend den zeitlichen Vorgaben nach Absatz 3 Satz 1 anfordern.
    (3) Während der Sicherheitsbereitschaft müssen die Betreiber der stillzulegenden Anlagen jederzeit sicherstellen, dass die stillzulegenden Anlagen die folgenden Voraussetzungen erfüllen:

    1.
    die stillzulegenden Anlagen müssen bei einer Vorwarnung durch den zuständigen Betreiber eines Übertragungsnetzes innerhalb von 240 Stunden betriebsbereit sein und
    2.
    die stillzulegenden Anlagen müssen nach Herstellung ihrer Betriebsbereitschaft ab Anforderung durch den zuständigen Betreiber eines Übertragungsnetzes innerhalb von 11 Stunden auf Mindestteilleistung und innerhalb von weiteren 13 Stunden auf Nettonennleistung angefahren werden können.

    Die Betreiber der stillzulegenden Anlagen müssen dem zuständigen Betreiber eines Übertragungsnetzes vor Beginn der Sicherheitsbereitschaft nachweisen, dass ihre stillzulegenden Anlagen die Voraussetzungen nach Satz 1 Nummer 2 erfüllen.

    4 Jahre Sicherheitsbereitschaft……echt geil, was sich da der Gesetzgeber für Hintertürchen offen gehalten hat, auch diesen Schwachsinn werden am Ende wir Stromkunden löhnen müssen (Netzgebühren).
    Übrigens, wer die Grünen energietechnisch ernst nimmt, glaubt auch dass der Klapperstorch mit dem Osterhasen ein Verhältnis hat.

    H.E.

  24. KGE hat wieder eine tolle Rede gehalten.

    Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (51) versprach beim Parteitag mehr Einsatz für Schmetterlinge, Bienen und Vögel

    „Wir wollen, dass in diesen vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!“

    Kommentare dazu auf Twitter:

    Dann müsst Ihr aber mal aufhören mit riesigen Schneisen für die Windkraft Wälder und Wiesen zu zerstören, gegen Industriegebiete und Monokulturen stimmen.

    … dann brauchen wir nur noch das Wahlrecht für Bienen, Vögel und Schmetterlinge.

    himmel, wer hat Katrin denn diese Rede geschrieben? und wer verfasst diese tweets? Man könnte glatt meinen, da sei parteischädigendes Verhalten intendiert.

    Ihr habt Karl den Käfer vergessen! Der wurde mal wieder nicht gefragt

  25. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (51) versprach beim Parteitag mehr Einsatz für Schmetterlinge, Bienen und Vögel

    Genau, durch Abschaltung der Kohlekraftwerke und Errichtung von Windpark-Industrieanlagen, Maiswüsten, Holzpellets-Waldmonokulturen, etc..

  26. PS

    Und wie gesagt, die Hochburgen der Grünen sind in Bremen, Hamburg und München und Berlin in den Innenstädten. Mit Schmetterlingen und Bienen haben die dort nicht viel zu tun. Ich habe noch nie Schmetterling in der Innenstadt gesehen und Stadtbienen nur bei Stadtimkern.

  27. PPS

    Hier noch der Link zu KGE bei Twitter:

    https://twitter.com/i/web/status/934761478196027392

  28. Also in Berlin gibt es Schmetterlinge. 🙂

    https://pictures.abebooks.com/RALFSBUECHERKISTE/22594912790.jpg

  29. #26

    Hier noch der Link zu KGE bei Twitter:

    Da schreibt sie:

    Insektensterben: Ein ökologisches Armageddon

    Moment mal, woran erinnert mich das Zitat noch gleich ..

    Wir stehen vor einem ökologischen Hiroschima

    Der Spiegel 1983 über das Waldsterben

  30. @anorak

    Das Waldsterben war damals ein deutsches Problem und das Insektensterben heute ebenfalls. International gibt es keine aussagekräftigen Daten zu einem globalen Insektensterben, oder europäischen Insektensterben. Und die deutschen Daten sind auch mehr als dürftig.

  31. @Micha #29

    Das Waldsterben war damals ein deutsches Problem und das Insektensterben heute ebenfalls

    Stimmt nicht so ganz, ein Freund von mir fährt regelmäßig nach Südfrankreich und stellte fest, dass im Vergleich zu früher jetzt die Frontscheiben insgesamt sauberer bleiben als früher bezüglich platter Insekten.

  32. Gut, ist statistisch nicht belegbar, aber wahrnehmbar, Selbiges gilt für Fahrten innerhalb Deutschlands, wo ich 2017 einiges an km auf Autobahnen zusammengefahren bin auf der A3.

  33. @Krishna

    Stimmt, dass mit der Windschutzscheibe und den Insekten. Liegt meiner Meinung nach aber an den aerodynamisch gewordeneren Autos. Studien zu einen europäischen und globalen Insektensterben gibt es nicht.

  34. PS An meinen Ford Trasit Kastenwagen hatteich bis zuletzt Insekten an der Front.

  35. Immer diese anekdotischen Belege. Die Insektenschwemmen der letzten Jahre werden dabei aber immer verdrängt. Es gab z.B. im Sommer 2009 im Ostseeraum eine heftige Marienkäpferplage. Oder die Maikäfer, deren Verschwinden Reinhard Mey verfrüht besungen hatte, kamen in den 2000er Jahren wieder gehäuft vor.

    In meiner Wohnung sind zwar deutlich weniger Insekten anzutreffen als in vergangenen Jahren. Aber das könnte am neu angebrachten Fliegengitter liegen. Ales es mal vorübergehend wegen Handwerken ab war, kamen sie wieder rein. Was nicht so schön ist, hier gibt es Hornissen.

  36. Es gilt die Formel:

    Geschwindigkeit + Schlüpfrigkeit + X = Saubere Scheibe

    Da die Autos schneller fahren und windschlüpfriger geworden sind, bleiben auch weniger Insekten auf den Frontscheiben kleben. Für mich als Fahrradfahrer gilt das natürlich nicht. Ich habe jeden Sommer mit Insekten im Mund und Augen zu kämpfen und Insekten im Fahrradshirt, die oben rein fliegen. Auch schon mal eine Wespe.

  37. PS

    Manchmal sind auch meine gesamten Fahrradklamotten mit Insekten bedeckt, die ich per Hand wegwischen muss.

  38. Und 1989 gab es eine Marienkäferinversion an der Ostsee. Und eigentlich jedes Jahr eine Rapskäferplage.

  39. @anorak2 #34

    Was nicht so schön ist, hier gibt es Hornissen.

    Ja, deren Zahl hat zugenommen, und das ist erfreulich, weil, im Gegensatz zu Wespen, sind die so gut wie nicht aggressiv.
    Wir hatten vor 2 Jahren unweit eines unserer Fenster ein Hornissennest, Wir sind von denen nicht einmal belästigt worden, einmal kam eine durchs Fenster, und ließ sich mit einer Fliegenklatsche, die ich ihr unter schob und an der sie sich dann fest hielt, aus dem Fenster tragen.

  40. @KG #38

    im Gegensatz zu Wespen, sind die so gut wie nicht aggressiv.

    Das stimmt, trotzdem erschreckt man sich wenn sie ins Zimmer brummen, weil sie so groß sind. Laut meinem angelesenen Internet-Halbwissen sind Wespen deshalb auf uns aggressiv, weil sie unsere direkten Nahrungskonkurrenten sind. Die fressen das gleiche Zeug wie wir. Deshalb stürzen sie sich auf unsere Picknicks, und wenn wir sie dann abwehren werden sie tückisch :). Aber Hornissen fressen ganz andere Sachen, deshalb gibt es keinen Konflikt.

  41. @anorak2 #39
    Gut, erschrecken kann man sich, man kann auch vor Spinnen Angst haben -- trifft bei mir Beides nicht zu.
    Wespen sind eigentlich am ehesten im Herbst aggressiv, wenn die natürlichen Nahrungsquellen langsam weniger werden.

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