Fukushima und das Primat der Technologie

23. Mai 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

„Die kontrollierte Kernspaltung und die auf diesem Wege zu gewinnende Kernenergie leiten den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit ein. […]die Entwicklung von Kernkraftmaschinen an Stelle der Dieselmotoren und anderer Verbrennungskraftmaschinen für feste und fahrbare Kraftstationen, für Schiffe, Flugzeuge und andere Verkehrsmittel muß den Platz Deutschlands in der Reihe der Industrievölker sichern; […]“ (SPD Parteitag in München, 14.07.1956)

„Eine Risikotechnologie wie die Kernkraft kann nicht auf Dauer gegen die Mehrheit der Bevölkerung betrieben werden. Sie ist auf gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen.“ (FDP-Parteitag in Rostock, 15.05.2011)

Zwischen diesen beiden Parteitagsbeschlüssen liegen nicht nur einfach mehr als 50 Jahre.

Angesichts der andauernden Debatte über die friedliche Nutzung der Kernenergie in Deutschland, die eigentlich nur mehr eine Debatte darüber ist, wie schnell man aus dieser Technologie denn nun aussteigen könne, mag mancher Zeitgenosse denken, die Teilnehmer des SPD-Parteitages von 1956 wären wohl ein wenig naiv gewesen. Aber beim Lesen des Textes in voller Länge wird deutlich: Man hat sich für die Kernenergie in voller Kenntnis über die ihr innewohnenden Risiken entschieden. Und gerade diese Risiken waren der Grund, aus dem man in parteiübergreifender Einigkeit in den 1950er Jahren begann, Forschung und Entwicklung ebenso zu unterstützen wie die Errichtung von Kernkraftwerken und deren Betrieb. Denn wenn etwas nützlich und gefährlich zugleich ist, dann sollte man es besser so kompetent wie möglich begleiten. Es galt aus damaliger Sicht, den Nutzen zu optimieren und die Risiken zu minimeren. Daher wurden parallel zur Förderung auch all die vielen Mechanismen der (staatlichen) Kontrolle und Aufsicht installiert, die man noch heute im Energiesektor vorfindet. Manche Zeitgenossen erkennen im Zusammenspiel von Förderung und Regulierung einen Eingriff in den freien Markt, den man besser unterlassen hätte.

Ich erkenne hierin nur ein klügeres Verständnis von den Wechselwirkungen zwischen Technologie und Gesellschaft.

Zwischen den beiden Parteitagen liegen nicht nur einfach mehr als 50 Jahre. Zwischen den beiden zitierten Passagen liegt die Zeit, in der der Politik nicht nur dieses Verständnis verloren gegangen ist, sondern auch ihr Gestaltungswillen.

Warum Kernenergie?

Warum eigentlich hat man seit den 1950er Jahren in Deutschland die friedliche Nutzung der Kernenergie nicht nur eingefordert, sondern auch intensiv vorangetrieben? Weil die kontrollierte Kernspaltung im Vergleich zu allen anderen zur Verfügung stehenden Technologien die größten Mengen Energie aus den geringsten Mengen Brennstoff ziehen kann und damit vier wesentliche Vorteile aufweist:

  • Geringe Kosten: Hohen Anfangsinvestitionen für den Bau der Kraftwerke, die nicht zuletzt hohen Sicherheitsanforderungen geschuldet sind, stehen sehr geringe Betriebskosten gegenüber. Tatsächlich sind die Kosten für den Energieträger bei Kernkraftwerken im Betrieb vernachlässigbar. Über die Lebensdauer der Reaktoren von mehreren Jahrzehnten betrachtet ist Kernenergie die bei weitem preiswerteste Technologie zur Stromproduktion.
  • Hohe Versorgungssicherheit: Die Eigenschaften des Brennstoffes gestatten seine Wiederaufbereitung, seine weitgehende Wiederherstellung mit gleichem Energiegehalt. Es ist daher möglich, einen geschlossenen Brennstoffkreislauf zu etablieren, der nicht nur sehr geringe Mengen an Abfall produziert, sondern auch Energieautarkie für einen langen Zeitraum sichern kann. Man wird weitgehend unabhängig von Importen (und damit von Rahmenbedingungen, die man nicht selbst gestalten kann) des Energieträgers selbst wie auch von solchen elektrischer Energie.
  • Schnelle Skalierbarkeit: Ein so aufgebautes System gestattet eine schnelle Reaktion auf sich ändernde Bedarfe. Kapazitäten lassen sich dynamisch anpassen, insbesondere vorausschauend auf einen möglichen steigenden Bedarf an Elektrizität.  
  • Geringer Umwelteinfluß: Es werden im normalen Betrieb keinerlei Schadstoffe freigesetzt – was bei der Verbrennung von Öl, Gas oder Kohle nicht zu vermeiden ist (ich rede hier nicht von Kohlendioxid). Und: Der Flächenbedarf für Kernkraftwerke ist äußerst gering. Während ein typischer Windpark heute eine Leistungsdichte von weniger als 1 W/m² aufweist, Biomasse gar nur maximal 0,5 W/m² ermöglicht, liegt ein Kernkraftwerk bei mehr als 4.000 W/m².

Diese vier Eigenschaften gelten unverändert auch noch heute. Sie sind prinzipieller Natur und in der Spezifik der eingesetzten Technologie begründet. Diese vier Argument stellen weltweit die Motivation für viele Länder dar, auch weiterhin, auch nach Fukushima, kerntechnische Kompetenzen zu entwickeln und kerntechnische Anlagen zu betreiben und zu bauen.

Das Primat der Technologie

Die Ursache für diese Vorteile, die die Kernenergie gegenüber allen anderen bekannten Technologien zur Stromerzeugung aufweist, liegt in dem verwendeten physikalischen Prinzip: Masse und Energie sind einander äquivalent. Es sind derzeit drei natürliche Prozesse bekannt (d.h. sie wurden durch Beobachtungen nachgewiesen), in denen auf Basis dieses Prinzips Energie freigesetzt wird:

  • der radioaktive Zerfall schwerer Kerne
  • die Verschmelzung leichter Kerne
  • die Reaktion von Materie mit Antimaterie

Derzeit ist nur der erste Prozeß künstlich steuer- und regelbar. Allein auf seiner Basis kann man daher gegenwärtig das Äquivalenzprinzip technisch nutzen.

Abertausende von Ingenieurstunden wurden in den vergangenen Jahrzehnten weltweit investiert, um die friedliche Nutzung der Kernenergie effizienter und effektiver zu gestalten. Man kann und darf dieses technische Wissen nicht einfach ignorieren. Irgendjemand wird irgendwo auf der Welt immer Kernkraftwerke bauen und betreiben. Es ist eine Erfahrungstatsache aus unserer Geschichte: Jede einmal entwickelte Technologie findet ihre Nische, in der sie angewendet wird. Jede Technologie stellt daher einen Aspekt der Realität dar, der nicht einfach verschwindet, wenn man ihn nicht mehr beachtet.

Ich nenne dies das Primat der Technologie: Politisch gesetzte Dogmen können die durch Technik geschaffenen Möglichkeiten nicht mehr aus der Welt schaffen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Struktur der DNA und die technischen Kompetenzen, diese Struktur gezielt zu verändern, lassen sich nicht durch irgendein Gesetz wieder abschaffen. Und gleiches gilt für die Tatsache der Energiefreisetzung beim radioaktiven Zerfall. Politik hat zu akzeptieren, die Realisierung technischer Möglichkeiten nicht verhindern zu können. Wenn eine Technologie mit Risiken verbunden sein sollte, hat verantwortungsvolle Politik vielmehr die Verpflichtung, ihre praktische Nutzung zu begleiten und zu gestalten.

Risiko Politik versus Risikopolitik

Ja, die friedliche Nutzung der Kernenergie ist ganz eindeutig mit einem (einzigen) Risiko verbunden. Bei einem Störfall in einem Kernkraftwerk kann ionisierende Strahlung freigesetzt werden. Menschen, die einer solchen Strahlung ausgesetzt sind, erkranken mit höherer Wahrscheinlichkeit an irgendeiner Art von Krebs.

Während die oben genannten Vorteile der Kernenergie prinzipieller Natur sind, kann die Höhe dieses Risikos durch technische Innovationen minimiert werden. Es sind dabei zwei Strategien denkbar:

  • Verminderung der Wahrscheinlichkeit eines Störfalls (des „Restrisikos“), bei dem ionisierende Strahlung freigesetzt werden kann
  • Verminderung des Schadenspotentials (des Ausmaßes der Gefährdung), falls bei einem Störfall ionisierende Strahlung freigesetzt wird

Die Debatte nach Fukushima wird von dem Argument bestimmt, die Wahrscheinlichkeit eines Störfalls nicht auf null reduzieren zu können und damit ein Schadenspotential in Kauf nehmen zu müssen, das keinesfalls tolerierbar sei. Diese Argumentation ist von einer irrationalen Beliebigkeit geprägt, denn jede Technologie beinhaltet nicht auszuschließende Risiken und in vielen Fällen toleriert unsere Gesellschaft weit höhere Schadenspotentiale, als sie einem Kernkraftwerk innewohnen.  Diese Argumentation ist zusätzlich merkwürdig abgekoppelt vom Gang des technischen Fortschrittes. Während man in Deutschland manisch besessen vom „Restrisiko“ fabuliert, wird im Rest der Welt längst an Lösungen mit deutlich geringerem Schadenspotential gearbeitet. Eine Entwicklung, von der sich Deutschland spätestens mit dem rotgrünen Ausstiegsbeschluß, der von der schwarzgelben Koalition niemals prinzipiell außer Kraft gesetzt wurde, verabschiedet hat. Man darf sich also nicht wundern, wenn im Zusammenhang mit dem Störfall im japanischen Fukushima Experten aus vielen Ländern eingeflogen und zu Rate gezogen werden, aus Rußland, aus den USA, aus Frankreich, und nur von Deutschen an dieser Stelle nie die Rede ist.

Hier wird ignorante Politik zum Risiko. Denn sie reduziert die Möglichkeiten, den Gang des technischen Fortschritts zu begleiten und im Sinne der Bürger zu gestalten. Das der Kerntechnik innewohnende Risiko vermindert sich nicht durch einen deutschen Alleingang. Das Ausmaß der Gefährdung durch Kernkraftwerke in benachbarten Ländern wird auch nach einem Ausstieg in Deutschland dasselbe sein wie zuvor.

Man könnte nach Fukushima trefflich über die Frage diskutieren, ob denn Leicht- oder Siedewasserreaktoren älterer Bauart noch tragbar sind. Man kann sich darüber streiten, welche Brennstoffe mit welchen Zerfallsreihen genutzt werden sollten. Man könnte überlegen, ob man die thermische Leistung von Reaktorblöcken gesetzlich reglementiert und lieber viele kleine statt wenige große errichtet, um das Problem der Nachzerfallswärme zu reduzieren. Es gibt noch eine Legion mehr intelligente Fragen, die zu stellen wären. Risikopolitik in einer globalisierten Welt kann nur eine Politik sein, die die Unvermeidbarkeit von Risiken akzeptiert und die Folgen ihres Eintretens zu minimieren versucht.

In Deutschland denkt man parteiübergreifend mittlerweile anders. Der „unumkehrbare Ausstieg“ beinhaltet die Vorstellung, die friedliche Nutzung der Kernenergie in jeder Form ihrer technischen Realisierung endgültig zu verbieten. Völlig unabhängig von den konkreten Eigenschaften der vielen verfügbaren Reaktortypen und völlig unabhängig von den vielen neuen Ideen, die derzeit rund um den Globus erdacht und entwickelt werden.  Der „unumkehrbare Ausstieg“ beinhaltet auch das Ende der kerntechnischen Forschung und Entwicklung in Deutschland, er vernichtet unsere Möglichkeiten, auf die Sicherheit von Kernkraftwerken in anderen Ländern Einfluß zu nehmen, sei es durch den Export technischer Systeme, sei es durch die Mitarbeit in entsprechend orientierten internationalen Gremien.

Von 1956 bis 2011

Die Debatte in Deutschland ist im Kern tatsächlich eine Debatte über die Ächtung einer naturwissenschaftlichen Erkenntnis, über die Tabuisierung von Wissen und Können. Was hier stattfindet, ist ein Rückfall in finsterste mittelalterliche Zeiten, in denen noch Gedanken und Ideen auf dem Index standen. Es ist eine Bücherverbrennung im modernen Gewand.

Vor diesem Hintergrund ist der oben zitierte Parteitagsbeschluß der SPD aus dem Jahr 1956 zu bewerten. Er ist klug, weil man die Unmöglichkeit anerkennt, technisches Wissen zu verbieten. Er dokumentiert Gestaltungswillen, weil man danach trachtet, die Entwicklung einer Technologie zu begleiten und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Und er ist verantwortungsvoll, weil man in Kenntnis der Risiken und Gefahren diese durch ein Regime des Förderns und Forderns in akzeptable Bahnen lenken will.

Die FDP hingegen hat 2011 kapituliert. Man kann, so die Aussage sinngemäß, noch so sehr von den Chancen einer bestimmten Sache überzeugt sein. Wenn die Mehrheit der Bevölkerung anderer Auffassung ist, lohne es sich nicht, dafür zu kämpfen. Hier zeigt sich die Merkelsche Machtpolitik in Reinkultur: Wenn der Gegner ein Mobilisierungsthema findet, greife man es auf und mache es sich zu eigen. Auf daß der Wähler keine klaren Entscheidungsalternativen mehr findet und keine Wechselstimmung mehr erzeugt werden kann.

Gestaltungswille ist nicht mehr erkennbar. Und Verantwortung wird gescheut.

Das neuerdings aufkommende Argument, man solle doch den Bereich der Stromerzeugung vollständig liberalisieren und von jeglicher staatlichen Einflußnahme befreien, ist ebenso verantwortungslos. Denn das Setzen von Rahmenbedingungen, insbesondere von Sicherheitsstandards und die Förderung von Innovationen, mit denen diese erfüllt werden können, ist und bleibt eine Aufgabe der öffentlichen, dem Gemeinwohl verpflichteten Hand. Der freie Markt würde sich diesem Thema niemals stellen.

Tatsächlich ist Politik heute gefordert, den Menschen klar zu sagen: Ein „unumkehrbarer Ausstieg“ aus der Nutzung eines Naturprinzips ist unmöglich. Allein schon der Versuch wäre ein Rückfall in die Zeit vor der Aufklärung.

Damit erreicht man vielleicht nicht die Mehrheit. Aber seit wann will die FDP die Mehrheit der Wähler auf ihre Seite ziehen? Tatsächlich ist Politik manchmal gefordert, den Menschen ein besseres Verständnis der Welt zu zeigen. Und heute bedeutet dies eben auch, der Mehrheit einen Irrtum zu verdeutlichen. Denn Masse und Energie sind einander äquivalent – und daraus kann man nicht aussteigen.  

Dieser Text stellt die versprochene Antwort auf die beiden Beiträge „Der Markt und die Atomkraft“ von Kalle Kappner und „Darf man Kernenergie erzwingen?“ von Fabian Heinzel dar.

Bildquelle: nuclearpoweryesplease.org

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89 Kommentare
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  1. Der freie Markt würde sich diesem Thema niemals stellen.

    Könnten die Sicherheitsstandards nicht auch im Wettbewerb entstehen, wenn sich der Staat auf die Regelung von Haftungsfragen beschränkt, die von Gerichten benutzt werden? Die müssten nur so generisch sein, dass sie sich auch auf giftiges Cadmium in Solarzellen oder (Infra-)Schall bei Windrädern anwenden lassen.

    Das hätte auch den Vorteil, dass sich die Urteile mit neuen Erkenntnissen und/oder neuen Technologien auch wieder ändern können, ohne dass Wahlergebnisse davon abhängen.

  2. Tatsächlich ist Politik heute gefordert, den Menschen klar zu sagen: Ein “unumkehrbarer Ausstieg” aus der Nutzung eines Naturprinzips ist unmöglich. Allein schon der Versuch wäre ein Rückfall in die Zeit vor der Aufklärung.

    Naja, wenn es hart auf hart kommt, wird es erstmal Süddeutschland treffen.

    Wenn nur die im Zuge des Atom-Moratoriums stillgelegten Alt-Meiler weiter vom Netz blieben, fehlten an kalten Wintertagen in Süddeutschland etwa 2000 Megawatt Leistung, stellen die Netzfirmen in einer gemeinsamen Erklärung fest. „Eine eigenständige Versorgung der Kunden ist dann ernsthaft gefährdet.“ Europäische Sicherheitsstandards könnten ebenfalls „nicht mehr erfüllt werden“.

    Letzten Winter hatte Frankreich arge Probleme seinen Strombedarf zu decken, ander europäische Nationen sind eh schon unterbemittelt ausgerüstet und somit Netto-Stromimporteure……………….der deutsche Alleingang destabilisiert das gesamte westeuropäische Stromnetz.

    Naja, wat solls, entweder zerreisst es Europa finanztechnisch bis Ende des Jahres oder es gehen schon vorher die Lichter aus………….die Zeichen stehen extrem auf Sturm……….der im schlimmsten Fall in einen europaweiten Bürgerkrieg enden könnte.

    Wat macht dagegen unsere EU-Bürokratie?
    Denkt nach, ob sie die Plastiktüten besteuern sollen oder gleich ganz verbieten………………wieviel Laternen gibt es eigentlich in Brüssel?
    Weil das an Irrsinn nicht ausreicht, bekommt Deutschland auch noch einen Rüffel von der UNO……….wir würden unsere menschlichen Importe nicht ausreichend anerkennen (in den Ars…. kriechen) und den armen Asylanten zu wenig staatliche Unterstützung zukommen lassen.

    Ehh, machen wir doch gerade…..in Griechenland…..Portugal……..demnächst Spanien…….Italien…………..wat wollt ihr mehr?

    In der „Welt am Sonntag“ hatte der Chef des US-Aluminiumkonzerns Alcoa, Klaus Kleinfeld, angekündigt, wegen der deutschen Energiedebatte keine neuen Produktionsstätten hierzulande mehr zu bauen. „Eine radikal veränderte Energiepolitik kann zum Risiko für die industrielle Entwicklung in Deutschland werden“, so der frühere Siemens-Chef.

    Joo, Industrie ist Pfui……………….also wech damit, damit sich grüne Bessermenschen ihr nationalistisches Seelchen erleichtern können…………….wird der Dreck eben wo anders in die Luft geblasen.

    Manchmal hab ick einfach keine Lust mehr……………Deutschland ist eine Irrenanstalt und die Wärter sind die Beklopptesten von allen.

    Onkel Heinz…………….schönes Wetter heut.

  3. Ein hervorragender, informierter, wohlüberlegter Artikel! Herzlichen Dank!

    Wenn Politik auf solche Beiträge hören würde, brauchte man sich keine Sorgen zu machen. Leider ist überhaupt nicht damit zu rechnen. Es ist müßig, darüber zu spekulieren, warum unsere politische Klasse dermaßen verblendet ist und die deutsche Stromversorgung an die Wand fährt. Ist es Dummheit, Angst vor Stimmungen in der Wählerschaft, ein abgekartetes Spiel der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs, um Deutschland zu deindustrialisieren, die perverse Lust am eigenen Untergang, eine sozialistische Strategie der ehemaligen FDJ-Sekretärin im Kanzleramt nach dem Motto: „Brecht den EVUs die Gräten, alle Macht den Räten!“ oder eine Mischung aus allem? Man weiß es nicht. Es ist zum Verzweifeln.

    Die einzige Hoffnung besteht darin, dass das Beispiel von Alcoa/Kleinfeld Schule macht, dass also die energieintensive Industrie nicht nur leise weinend das Land verlässt und einfach ohne Kommentar wie Thyssen-Krupp neue Stahlwerke nur im Ausland errichet, sondern dass sie in der Öffentlichkeit gehörig auf den Putz haut. Dann bestünde vielleicht die Chance, das wenigstens der eine oder andere Spitzenpolitiker in den ehemals bürgerlichen Parteien wach wird, dass er Angst vor Deindustrialisierung und Massenverarmung in Deutschland bekommt und eine Kehrtwende der Energiepolitik um 180 Grad einfordert.

    Bisher ist leider davon nichts zu sehen. Bisher folgen alle führenden Politiker in den ehemals bürgerlichen Parteien blind wie die Lemminge ihren Parteivorsitzenden in den selbstverschuldeten Untergang. Auch die Menetekel von RP, BW, Hamburg und Bremen rütteln sie nicht auf. Vielleicht sieht es im Herbst anders aus, wenn auch die Wahlen in Berlin und Meck-Pomm für die ehemals bürgerlichen Parteien desaströs ausgegangen sind. Jeder, der in den betroffenen Bundesländern, zur Wahl aufgerufen ist, sollte jedenfalls nach Kräften daran mitwirken, dass es zu einem solchen Desaster kommt. Nur in der Existenzkrise werden die Parteibosse lernfähig sein.

  4. Ich lese gerade in der Spiegel-Printausgabe, daß Philipp Rösler einen Brief an Norbert Röttgen geschrieben hat, in dem zumindest schon einmal Teile meiner obigen Argumentation aufgegriffen 😉 werden.

    Der Brief wird zitiert mit Passagen wie „das gewachsene kerntechnische Know-how werde weiterhin dringend benötigt“ und „hohe kerntechnische Expertise“ sei „Voraussetzung für eine wirksame Mitarbeit in den relevanten internationalen Gremien und Organisationen“. Rösler wirbt damit für eine weitere Unterstützung der kerntechnischen Forschung in Deutschland und positioniert sich gegen einen Rückzug Deutschlands aus bspw. der IAEA, der mit einem „unumkehrbaren Ausstieg“ nach meiner Einschätzung automatisch verbunden wäre (nun ja, es wäre wohl eher ein Rauswurf denn ein Rückzug). Rösler erkennt, daß hier Sicherheitsinteressen Deutschlands bedroht wären (es geht ja nicht nur um Kraftwerke, sondern auch um Proliferation).

    Warum man das aber nicht laut, deutlich und öffentlichkeitswirksam auf einem Parteitag beschließen kann, leuchtet mir mal wieder nicht ein.

    @ Vogels:

    Nur leider reagiert Merkel auch auf die Bremen-Wahl wie gehabt: Spiegel-Online titelt ihre Schlußfolgerung, jetzt müsse man erst recht ganz schnell ein konkretes Ausstiegsdatum beschließen. Tja nun, nur noch 54% Wahlbeteiligung, das läßt sich sicher noch weiter reduzieren. Die Grünen schaffen es derzeit, ihre Anhänger zu mobilisieren. CDU/CSU und FDP schaffen es nur noch, selbige zu vergraulen. Das wird sich erkennbar nicht ändern, wenn auch die nächsten Wahlen verloren gehen. Es wird sich eher noch beschleunigen. Am Ende haben wir die Ökodiktatur dann nur im öffentlichen Dienst, weil nur noch Grüne zur Wahl gehen und der Rest der Bevölkerung die Politik einfach ignoriert, so weit möglich.

  5. @ Peter Heller

    Ich habe auch weniger auf die CDU/CSU gehofft, was die Kehrtwende zur Vernunft betrifft, sondern auf die FDP. Dort ist die Situation sehr viel dramatischer. Viele FDP-Funktionäre und Parlamentsabgeordnete müssen um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten, wenn die Partei aus den Parlamenten herausfliegt. Viele von ihnen sind Berufspoltiker, die nicht über eine seriöse berufliche Position verfügen, auf die sie sich zurückziehen könnten. Deshalb ist der Leidensdruck in dieser Partei sehr viel größer als in der Union. Ich bin zwar von den Beschlüssen in Rostock sehr enttäuscht, hoffe aber immer noch. Schon um ihres wirtschaftlichen Überlebens willen müssen viele FDP-Politiker einen radikalen inhaltlichen Kurswechsel -- nicht bloß eine kosmetische Personalrochade wie bisher -- wollen.

  6. Hallo Herr Vogels in #5,

    auf die FDP hoffe ich auch, immer noch. Ich meine, wenn jemand so am Boden liegt, dann kann er doch wenigstens den Mut aufbringen, gegen den Massenwahn anzutreten, oder? Noch mehr am Boden liegen geht nicht -- egal was die FDP macht, es kann nur aufwärts gehen -- unter der Voraussetzung, dass sie etwas macht!

    Ich suche immer nach Hoffnungsschimmern -- könnte es sein, dass das laute Schweigen Herrn Röslers nach Bremen schon ein Zeichen für Umdenken ist?

    Danke, Herr Heller, für den Artikel. Bei Freunden und Nachbarn finde ich allmählich Gehör.

    Chris Frey

  7. In dem SPD-Parteitagsbeschluss von 1956 steht auch drin:

    Der Parteitag verabschiedet einen Atomplan: Die kontrollierte Kernspaltung und die auf diesem Wege zu gewinnende Kernenergie leiten den Beginn eines neuen Zeitalters für die Menschheit ein.
    Die Erzeugung von Elektrizität aus Kernenergie hat in solchem Umfang zu erfolgen, daß die deutsche Wirtschaft nicht mehr auf die Einfuhr überteuerter Kohle angewiesen ist, der Raubbau in Kohlengruben vermieden und die schädigende Veränderung von Landschaft und Wasserversorgung beim Abbau von Braunkohle eingeschränkt wird;
    der Aufbau und der Betrieb von Atomkraftwerken wird durch die öffentliche Hand durchgeführt, ihr Zusammenwirken mit den übrigen Elektrizitätserzeugungsunternehmen erfolgt nach langfristig festzusetzenden Plänen;

    Das liesst sich anders als

    Er dokumentiert Gestaltungswillen, weil man danach trachtet, die Entwicklung einer Technologie zu begleiten und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen. Und er ist verantwortungsvoll, weil man in Kenntnis der Risiken und Gefahren diese durch ein Regime des Förderns und Forderns in akzeptable Bahnen lenken will.

    Das ist nicht nur Gestaltungswillen sondern die Behauptung, dass man den Gang der Zukunft kennt und zentral auf eine Technologie setzt. Wenn sich der Zeitgeist dann einmal ändert ist das eben nicht mehr die Kernenergie sondern die sogenannten Erneuerbaren. Im dem Entwurf für ein Energiekonzept der SPD liesst dich das heute so:

    Wir wollen, dass es den Menschen in einer Welt mit knapper werdenden Ressourcen besser
    geht. Das ist möglich, weil nicht die unbeschränkte Nutzung von Öl, Gas, Kohle das Glück
    bringt, sondern die Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse nach Wärme, nach
    Bewegungsfreiheit und nach Wohlstand und Frieden im eigenen Land und auf der ganzen Welt.
    Unter markwirtschaftlichen Bedingungen geht das nur, wenn nicht mehr an der
    Energieverschwendung und am Energieabsatz allein verdient wird und der Einfluss der
    Energiemonopole, die diese Ziele vertreten, zurückgedrängt wird. Das gelingt nur dann, wenn
    sich der gesamte Prozess der zukünftigen Energieversorgung und -verwendung wesentlich
    stärker als bisher auf die Zivilgesellschaft stützt.

    (Ich hoffe der Link dazu ist noch verwendbar:
    http://www.spd.de/linkableblob/12118/data/20110516_konzeptentwurf_neue_energie.pdf)
    Ich glaube das zeigt, dass sich die Politik wirklich auf das Setzen von Rahmenbedingungen und Sicherheitsbestimmungen konzentrieren sollte und sie nicht ihre politischen Ziele mit konkreten technologischen Entwicklungen verhnüpfen darf und dann noch diese Entwicklungen selbst in die Hand nehmen will. Eine lesenswerte Analyse am Beispiel Kerntechnologie und Regierungsbeeinflussung in den USA ist der Aufsatz von William Beaver
    Das sollten nur ein paar Gedanken hzu Politik und Technologieentwicklung sein. Sonst stimme ich dem Beitrag völlig zu.

  8. Was ist noch liberal an dieser FDP? Ein fünf Jahre alter Artikel, der hochaktuell erscheint.

  9. Bremen und der Sieg von Rot/Grün…………….und wie sieht die Realität aus?

    Vier Bundesländern droht Haushaltnotlage

    Der Stabilitätsrat von Bund und Ländern hat eine drohende Haushaltsnotlage für das Saarland und drei weitere Bundesländer festgestellt!………………..

    …..Es ist das erste Mal, dass dieses Verfahren seinen Lauf nimmt. Neben dem Saarland drohen Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein eine Haushaltsnotlage……………

    Neben der Fukushima-Welle hat in Bremen wohl der Wohlfühlfaktor zum Wahlerfolg beigetragen, man lebt ganz gut mit den Schulden……….wie auch Berlin.
    Ein Bundesland das seine Linksextremisten mit Samthandschuhen angefasst hat und nun den ersten Brandanschlag durch diese Spinner auf eine wichtige Infrastruktur erleben musste.
    Das war ein terroristischer Anschlag und ist als solcher abzustrafen.

    Wenn man sich das Bekennerschreiben bei Indimedia dazu ansieht, wird mir zumindestens kotzübel.

    Ich zitiere mal den besonders hervorzuhebenden geistigen Müll dieser Idioten:

    Berlin ist Hauptstadt eines der führenden Waffenexporteure, Berlin ist Hauptstadt des mächtigsten EU-Staates. In Berlin wurde ein „Ausstieg“ aus der Atomenergienutzung mit langen Restlaufzeiten beschlossen, aus dem dann ausgestiegen wurde, um nun erneut in einen „schnellst möglichen“ Pseudo-Ausstieg einzusteigen.

    Über die Schienen der Deutschen Bahn werden Atomtechnik und Atommüll transportiert. Beides sichert den Weiterbetrieb der Reaktoren. Beides gewährleistet der Atomlobby und der Industrie hohe Profite.

    Über die staatseigene Deutsche Bahn AG werden deutsche Waffensysteme zu den Häfen und Flugplätzen transportiert und von dort in die weltweiten Kriege geschickt.

    Warum nicht die Arbeit der Energiekonzerne stören? Die Zufahrtswege blockieren. Die Arbeitsstätten besetzen. Die Normalität des Arbeitens, des Konsumierens, des Buckelns, des Profitierens, des Resignierens bestreiken! Sabotage ist eine Form des Streiks. Sie ist eine Form der Verweigerung, die den beschissenen Alltag aus dem Tritt bringt. Wo er nicht mehr wie gewohnt läuft, wird anderes möglich. Sollen die Arbeitgeber ruhig auf uns warten …

    Ich sach mal so, wenn ich euch in der Nähe meiner BHKW erwische, könnt ihr froh sein, wenn die Polizei vorher eintrifft.

    Ansonsten ist aber der Kommentarbereich bei Indy recht interessant, kaum jemand der diese Aktion gutheißen konnte, selbst unter Linken. Ein paar Bonzenkarren abfackeln ist anscheinend noch OK, eine ganze Stadt ins Chaos zu stürzen……..ist selbst Linken zu peinlich.

    Finanzkrise, Energiekrise und nun kommt noch die Zersetzung von Innen dazu…………gut Nacht Marie.

    Onkel Heinz……………hat schon am frühen Morgen Brechreiz

  10. @ Gerhard Straten:

    Ich sehe in der von Ihnen zitierten Passage (SPD 1956) vor allem die Argumentation, daß Kernenergie sowohl geringere Stromkosten als auch Autarkie verspricht (und nebenbei auch noch umweltfreundlich ist).

    Unter „Gestaltungswillen“ verstehe ich, daß man eine Haltung aus eigener Überzeugung vertritt und dafür wirbt, auch bei Gegenwind. Ich konstatiere den Grünen durchaus einen Gestaltungswillen (wenn er auch in die völlig falsche Richtung geht), nicht aber der heutigen SPDCDUCSUFDP (also der vereinigten Sozialdemokratie). Letztere versuchen in der Energiedebatte ausschließlich, Stimmungen nachzulaufen. Das scheint mir eine wichtige Differenz zwischen 1956 und heute zu sein, völlig unabhängig vom Thema. Darauf wollte ich hinweisen.

  11. Lieber Herr Heller,
    ich sehe auch ein anderes Problem. Nur etwa 60 Abgeordnete im Bundestag sind Naturwissenschaftler, Ingenieure oder Mathematiker. Die größte Berufsgruppe bilden die Juristen und da ist dann eben auch der Gestaltungswillen. Naturwisenschaftliche Probleme mit Gesetzen lösen funktioniert aber nicht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  12. @Peter Heller
    Mit dem Zitat wollte ich eher auf die langfristigen Pläne und die gesellschaftliche Kontrolle hinaus als auf die Umweltfreundlichkeit der Kernkraft. Hier liegt meiner Meinung nach auch die Wurzel des Problems der SPD mit der Kernkraft. Man will zwar Marktwirtschaft, kann aber nicht mit Konzernen umgehen, die eine Grössenordnung erreichen, bei der sie dann nicht mehr einfach vom Staat herumgeschubst werden können. Daraus hat hat sich dann ein Misstrauen ergeben, dass es nur noch einen kleinen Anschub, wie Tschernobyl oder Fukushima gebraucht hat um die Haltung zur Kernkraft völlig umzudrehen. Kernkraftwerke, so wie sie der Bürger bis jetzt erfahren hat, lassen sich eben nicht von Stadtwerken betreiben. Ich glaube nicht, dass der durschnittliche SPD-Politiker sich da nur von Stimmungen treiben lässt. Es ist einfach die Überzeugung da, dass sich eine Energieversorgung so in etwa wie Ypsilanti und Scheer sich das vorgestellt haben, realisieren lässt. Das will man eben mit der Sachkenntniss von Juristen planen und gestalten. Man kann nur hoffen, dass der gewerkschaftliche Einfluss in dieser Partei wieder stärker wird. Das hat der Vernunft da noch immer geholfen.

  13. @Gerhard Straten
    Es geistert eben auch der Dezentralisierungsmythos durch die politische Energielandschaft. Meiner Meinung nach eine linke Ideologie.
    Dabei gibt es für jeden Kraftwerkstyp, auch fossile, eine wirtschaftliche Größe und oft sind die kleinen Einheiten aus Sicht des Umweltschutzes gerade eine Katastrophe, siehe Holzverbrennung, aber auch zu viele zu kleine Kernkrafteinheiten sind schwerer zu kontrollieren..
    Bei größeren Einheiten, kann man in der Regel besser Energieträger ranführen, filtern, Sicherheit gewährleisten und Synergien nutzen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  14. Die Niederländer haben das deutsche Verhalten bezüglich der Kernenergie, mehr als „Merkwürdig“ bezeichnet. Es ist nicht nur merkwürdig, sondern traurig. Besonders traurig ist das allgemeine technik- und fortschrittsfeindliche Verhalten der Deutschen. Ihr Artikel Herr Heller, so richtig und gut ich ihn finde, wird z. Zt. daran leider nichts ändern. Es geht den Deutschen nämlich „noch“ gut, und der Strom kommt „noch aus der Steckdose. Warum sich also eigene Gedanken machen? Machen doch die anderen für mich. So richtig und wichtig die Beiträge und Kommentare hier und auf ähnlichen Blogs sind, haben sie die breite Öffentlichkeit noch nicht erreicht, und es auch noch nicht geschafft, die Mehrheit der Deutschen wachzurütteln. Sie haben das Meinungsmonopol der Technikfeinde, Öko-Gutmenschen und AGW-Alarmisten noch nicht brechen können. In Diskussionen bin ich immer wieder erstaunt bis erschrocken, über die Uninformiertheit und Indoktrination der Leute durch Greenpeace, BUND, Grüne, Umweltsendungen im TV usw, bezüglich Kernkraft oder Klimawandel. Die grünen Okofundamentalisten haben es verstanden, mit Hilfe der Parteien, Medien und einschlägigen Wissenschaftlern, und jetzt auch noch durch Fukushima, ihre Position gegen Kernkraft zu festigen, und die Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen. Rationale Begründungen pro Kernkraft werden als Lobbygesteuert verunglimpft. Verantwortungsvolle Politik? Leider Fehlanzeige! Ich glaube nicht, dass ihr Beitrag dieses politische Verhalten kurzfristig ändern wird.
    Aber wie ist das zu ändern? Wie ist das Meinungsmonopol zu brechen? Wer setzt eine ausgewogene Berichterstattung durch? Kritische Leserbriefe an die Tagespresse werden kaum veröffentlicht. Gegendemonstrationen organisieren? Eine neue Partei gründen? Ich weis es leider nicht. Wahrscheinlich wird sich die Stimmung erst drehen wenn ein Black Out passiert, wie Heinz Eng ihn beschrieben hat. Wahrscheinlich werden es aber die Grünen mit Hilfe der Medien wieder schaffen, die EVU`s verantwortlich zu machen. Und um ihr eigenes Versagen zu kaschieren, werden CDUCSUSPDFDP sich daran beteiligen. Wenn ich die letzten Wahlergebnisse sehe, bin ich nicht sehr optimistisch, dass die Deutschen kurzfristig zu neuen Einsichten gelangen. Und das trotz Ihres guten Artikels.

    Mit freundlichen Grüßen

  15. @Günter Hess
    Das geistert nicht nur sondern das füllt ganze Hirne. Am besten den VW-Gasmotor im Keller und den Strom über ein intelligentes Netz verteilen und die Abwärme zum Duschen nutzen oder noch besser einen Teil des Kellers für Autobatterien abzweigen und Solarmodule auf dem Dach haben so die Hälfte für Wärme und die andere für Strom. Dass das nicht effizient ist, stört ja nicht, hauptsache es funktioniert und wenn nicht, dann gibt es ja noch viele begabte Bastler.
    Aber Spass beiseite, es fragt sich doch wirklich wieweit ich mit den Kraftwerkgrössen herunter gehen kann und dabei effizient bleite. Mit GuD Kraftwerken geht das laut Literatur so bis runter zum 50 bis 100 Megawattbereich. In dem Rahmen wäre sicher eine dezentrale Energieversorgung denkbar. Dass heute Windkraft inklusive Off-Shore als dezentral verkauft wird, geht sicher mal als Treppenwitz in die Geschichte ein.

    Mit freundlichen Grüssen
    G. v.d. Straten

  16. @ Czichy:

    Danke für das Lob. Aber Sie schätzen vielleicht meine Motivation falsch ein. Ich weiß, daß ich nichts ändern kann -- und ehrlich gesagt will ich das auch gar nicht. Jedenfalls befinde ich mich nicht auf einem Kreuzzug. Ich möchte hier lediglich Diskussionen anstoßen. Wir hatten hier auf Science Skeptical zwei Texte (s. Links oben im Artikel), in denen eine libertäre Position zur Energiepolitik formuliert wurde, die da lautet (jedenfalls grob fokussiert): Der Staat solle keine Energiepolitik betreiben. Kernenergie sei vom Staat gewollt gewesen und daher nicht verteidigungswürdig.

    Ich bin nicht dieser Auffassung. Sicher war Kernenergie gewollt, aber nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus rein pragmatischen Erwägungen. Meiner Meinung nach muß der Staat in der Energiefrage die Chance haben, rationale Politik zu betreiben. Es gibt Zwänge (das Primat der Technologie), auf die Politik reagieren muß, sonst wird es nix mit dem Fortschritt. Es ist sicher richtig und meinetwegen auch libertär, daß uns niemand vorschreibt, welches Auto wir kaufen. Aber die Straßen muß der Staat schon bauen (und damit auch festlegen, wie lang und breit Autos eigentlich sein dürfen). In der Energiepolitik gilt gleiches.

    Das war eigentlich der Hintergedanke des Artikels. Überzeugen oder überreden will ich niemanden. Es ist mir ziemlich gleich, was andere Leute so denken. Ich weiß ja schon, daß ich recht habe ;).

    Wie man es vielleicht schaffen kann, daß sich die Stimmung in Deutschland wieder dreht? Ich habe da so eine Hypothese, die ich aber noch nicht verraten möchte.

  17. Es stimmt schon, wir haben mehr Juristen als Techniker im Bundestag, doch sollte man meinen, wenn schon die Bundeskanzlerin Physikerin ist, würde sich das auch zeigen. Pustekuchen. Die ist in aller erster Linie Opportunistin, rennt jeder Strömung hinterher und versucht diese einzufangen. Dabei hat sie vergessen, dass sie eigentlich die Richtung vorgeben sollte.

    Ich denke, mit Andrea Merkel wird es einen weiteren Absturz der CDU geben, hier wissen ja nicht einmal mehr deren Anhänger, was nächste Woche die Parole sein wird. Leider ist keiner zu sehen der den Brutus spielen könnte. Deshalb wird man nur abwarten können wie die weitere Entwicklung sein wird. Aber es sind Strömungen vorhanden, die sich ihren Weg suchen werden. Da wäre natürlich Europa zu nennen, falls die Rettung des Euro so teuer wird wie befürchtet, die Menschen aber mit immer höheren Abgaben und Preisen konfrontiert werden, nicht zuletzt für Strom, wird sich innerhalb oder außerhalb des derzeitigen Parteienspektrums eine Gegenbewegung etablieren. Unter diesem Dach hat dann auch eine kritische Haltung zu den NIE ihren Platz. Ich bin mir allerdings noch nicht so sicher, ob mir diese Vorstellung gefällt.

    Umso mehr ist es für die FDP erforderlich, sich dieser Themen anzunehmen, bevor es die Populisten tun. Wenn sie es nicht tun, werden sie zu Recht von der politischen Bildfläche verschwinden. Eine weitere grüne Partei braucht keiner.

  18. Mal ein ernsthafter Gedanke zum Thema.

    Eins steht schon heute fest wie das Amen in der Kirche, der Black Out wird kommen.
    Wie weitläufig, wie lange………..steht in den Sternen………….die negativen Auswirkungen sind aber heute schon halbwegs absehbar.
    Dank der irrsinnigen Energiepolitik von Energielaien in Regierung und NGO´s entsteht ein äusserst unsicherer Zustand für Kommunen und kleinen Stadtwerken/Regionalbetreibern, der so nicht mehr hinzunehmen ist.

    Im Gegensatz zu den 4 Großen haben diese eine besonders hohe regionale Veranwortung für die Menschen und die Infrastruktur vor Ort. Im Falle einer wirklichen Katastrophe (Black-Out im Winter) kann man sich anfangs nur auf die eigenen regionalen Kräfte verlassen, besonders wenn nach 2 Tagen Stromausfall die Kommunikationssysteme zusammenbrechen, ist vom Bund rein logistisch auch nicht mehr viel zu erwarten.

    Die Verantwortung der Kommune besteht dahingehend, die wichtigsten Infrastrukturen wie Wasserver- und entsorgung, beheizte und mit Strom versorgte öffentliche Gebäude als Notfalllager, medizinische Versorgung, Versorgung von Alten und Schwachen und noch vielen anderen Dingen, an die ich jetzt nicht gedacht habe.

    Alles steht und fällt mit der wenigstens teilweise Versorgung mit Elektrizität, die man mit eigenen Mitteln produzieren kann, (dazu zählen weder Miefquirle noch Sonnenpaddel) die wenigstens eine Woche autark laufen können.

    Ich rate jeden Bürgermeister oder Lokalpolitiker sich auf den äussersten Fall vorzubereiten, denn am Ende steht der eigene Bürger vor der Tür und wird fragen, warum diese Situation im Angesicht der schon heute erkennbaren Anzeichen, nicht ausreichend gewürdigt wurde.

    Deutschland provoziert mit seinen derzeitigen, einen aufgescheuchten Hühnerhaufen gleichenden, von Energielaien dahergelogenen Machbarkeiten eine Situation der Versorgungssicherheit, die unter Umständen halb Europa an den Rand der elektrotechnischen Katastrophe bringen wird.
    Nur wer sich jetzt schnellstens umorientiert und auf lokale Stärken setzt, wird im Ernstfall eine Chance haben im Inselbetrieb zu überleben.

    Eine Regierung die sich in energetischen Dingens von Pfaffen und Philosophen beraten lässt, ist in meinen Augen an Unfähigkeit nicht mehr zu überbieten, ich habe mit dem heutigen Tage die letzte Hoffnung aufgegeben, das sich an dieser Situation noch etwas ändern wird.

    Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen.

    Onkel Heinz…………….Orakel wider Willen

  19. Nachtrag.

    Sollten hier doch der eine oder andere Lokalpolitiker bei uns vorbeischauen, empfehle ich dringend nachfolgende Links.

    Wenn der Strom ausfällt

    Informationen und Empfehlungen dazu vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

    Bitte die angehängten PDF-Dokumente herunterladen und ausdrucken (ohne Strom kann man die dann immer noch lesen) und gegebenfalls den entsprechenden Stellen in ihrer Stadt/Gemeinde aushändigen.

    Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen.

    Heinz Eng

  20. @ Heinz Eng #18

    Eine Regierung die sich in energetischen Dingens von Pfaffen und Philosophen beraten lässt, ist in meinen Augen an Unfähigkeit nicht mehr zu überbieten,

    Warum so pessimistisch? Heißt es doch schon in der Bibel: „Der Glaube wird Berge versetzen“.
    Und was die Unfähigkeit anbelangst, so bin ich der Meinung, dass unsere Regierung und auch die anderen grünverschleimten Parteien durchaus fähig sind zu glauben, dass der „liebe Gott“ und der feste Glaube an die eigene Doktrin es schon alles zum Besten (für die Partei) richten werden. Das ist es, was zählt, wichtig ist nur die Partei, der Bürger ist Dreck.

  21. @ moosgeist

    … und der feste Glaube an die eigene Doktrin es schon alles zum Besten (für die Partei) richten werden. Das ist es, was zählt, wichtig ist nur die Partei, der Bürger ist Dreck.

    und dann wär´n wir wieder soweit …

  22. Lieber Moosi

    Ich habe es aufgegeben im großen Maßstab noch etwas erreichen zu wollen, ob man nun eine Energie-Studie erstellt oder nicht…..es interessiert eh keine Sau da „Oben“.
    Inzwischen habe ich meine Aktivitäten auf die lokale Ebene verlagert, viele Gespräche mit lokalen Entscheidungsträgern geführt und auch ein großes Maß an Zustimmung geerntet.

    Gerade hier im Osten, in der Provinz, gibt es noch viele Lokalpolitiker die mal einen ehrlichen Beruf erlernt hatten oder ihn immer noch ausüben.
    Solchen Menschen kann man technische Probleme natürlich eher nahebringen als Rechtsanwälte, Bio-Lehrern oder Politologen…………diesen Menschen ist bei weitem klarer was passiert, wenn der Strom mal nicht mehr aus der Steckdose kommt.
    Diese Leute wissen noch, was Knappheit in der Versorgung bedeutet und sind daher eher bereit Vorsorgemassnahmen zu ergreifen, die natürlich auch Geld kosten werden.

    Und was das Beste an der Sache ist, diese Leute sind teilweise auch im örtlichen Schützenverein organisiert oder sind Jagdpächter………..was sich eines Tages eventuell mal als verdammt wichtig erweisen könnte.

    Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.

    Onkel Heinz………….ein Schwarzmaler ist gegen mich, noch ein verdammter Optimist

  23. @ Karl Rannseyer #21

    und dann wär´n wir wieder soweit …

    War da nicht man was mit dem Zweck und den Mitteln.
    Wie sagte doch Angela die Merkel?: „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“

  24. moosgeist schrieb am 25. Mai 2011 12:45

    Wie sagte doch Angela die Merkel?: “Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.”

    Hier lohnt sich ein Blick in die Rede, in der der Satz gefallen ist. Dort ruft merkel zum Kampf für Demokratei und soziale Marktwirtschaft auf. Ein etwas größerer Ausschnitt:

    Politik ohne Angst. Politik mit Mut -- das ist heute erneut gefragt. Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaup-ten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen. Auch da sind wieder Widerstände zu überwinden. Es sind wieder Prioritäten zu setzen. Ist dem Wichtigen der Vorrang vor dem weniger Wichtigen zu geben.

    Man muss Merkel ja nicht mögen, aber der Satz so allein hat immer so die Tendenz, einen falschen Eindruck zu erwecken.

  25. @moosgeist
    Null-toleranz Merkel …

  26. @Marvin Müller

    Man muss Merkel ja nicht mögen, aber der Satz so allein hat immer so die Tendenz, einen falschen Eindruck zu erwecken.

    Absolut, ich war auch der Meinung Sie hätte das etwas anders gesagt, wußte leider nicht mehr wo und wann ich das las.
    Trotzdem hat Frau Merkel und Ihre Politik deutliche Anzeichen eines mangelnden Verständnisses von einer demokratischen Gesellschaft und Ihren Wirkmechanismen und wofür Parlamente eigentlich gut sind, siehe Ihre Entscheidung betreffs des „Atom-Moratoriums“, vorbei an allem was gesetzlich gedeckt wäre, die Klage läuft ja, wolln schauen was draus wird …

  27. Karl Rannseyer schrieb am 25. Mai 2011 13:42:

    Trotzdem hat Frau Merkel und Ihre Politik deutliche Anzeichen eines mangelnden Verständnisses von einer demokratischen Gesellschaft und Ihren Wirkmechanismen und wofür Parlamente eigentlich gut sind, siehe Ihre Entscheidung betreffs des “Atom-Moratoriums”, vorbei an allem was gesetzlich gedeckt wäre, die Klage läuft ja, wolln schauen was draus wird …

    Ich ignoriere jetzt mal die Frage, ob das Moratorium rechtlich korrekt zustandegekommen ist. Dann ist meiner Meinung nach das Verschieben der Diskussion über Kernkraft in D um drei Monate nach hinten die einzig vernünftige Handlungsoption gewesen. Kurz nach dem „Ereignis“ in Japan war doch an eine rationale Debatte überhaupt nicht zu denken (womit ich nicht sagen will, dass die aktuelle Debatte rational ist). Keiner wußte was genauers, alle stocherten im Nebel. Und wenn ich heute den Artikel „Sechs schwere Sicherheitsmängel in Fukushima“ lese und sehe, wie (fast schon leichtsinnig) die da mit Ihrem Werk umgegangen sind … Da kann man schonmal erwarten, dass nochmal in Ruhe hingesehen wird, ob sich nicht hier auch solche Fehler eingeschlichen haben.

  28. @ Marvin Müller

    Dann ist meiner Meinung nach das Verschieben der Diskussion über Kernkraft in D um drei Monate nach hinten die einzig vernünftige Handlungsoption gewesen. Kurz nach dem “Ereignis” in Japan war doch an eine rationale Debatte überhaupt nicht zu denken …

    Seh ich genau so, bin trotzdem der Meinung sie hat da am Parlament vorbei „diktiert“.

    Da kann man schonmal erwarten, dass nochmal in Ruhe hingesehen wird, ob sich nicht hier auch solche Fehler eingeschlichen haben.

    Eben, das ist doch genau das was hier eigentlich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, hier Tenor war und ist.
    Wie Sie sehen liegen wir gar nicht so weit auseinander, ich denke „unser“- „Problem“ ist ein komunikatives.

  29. @ Marvin Müller #24

    Merkel sagt:
    Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen.

    Der große Weichensteller wird dann wahrscheinlich Schellenhuber und seine Gesinnungsgenossen sein, und der Zug heisst „Die große Transformation“, der dann in die Richtung fährt, in die wir dann mitfahren müssen, weil die Strecke nur eingleisig ist. Dann dürfen wir nur noch den Fahrpreis bezahlen und vielleicht lässt man uns noch aus dem Fenster schauen.

    Mit freundlichem Gruß

  30. @ Heinz Czichy

    Das Kriegsbeil wurde schon mal ausgegraben. Erste Attacke -- Diffamierung des Gegners.

    Claus Leggewie schlägt zurück.

    …Seit die Bündnisgrünen auf dem Vormarsch sind und selbst die Schwarzen eine echte Energiewende anpeilen, bricht Panik aus. Notorische Leugner des Klimawandels, bekennende Autonarren und achgute Berufspolemiker rufen, weit unter Niveau, zum letzten Gefecht: Angeblich bedroht ein totalitärer Wohlfahrtsausschuss öko-sozialistischer Regierungsberater die Freiheit, anderer Meinung zu sein, Auto zu fahren und Witze über alles zu machen….“

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13393632/Warnungen-vor-einer-Oekodiktatur-Laecherlich.html

  31. Daran mußte ich beim Lesen des Leggewie Kommentars denken:

  32. @Bibliothekar

    Das erste was ich heut früh gemacht habe, den Artikel ausgedruckt, unter den Kollegen verteilt und deren Reaktion abgewartet………es war köstlich.

    Danke lieber Herr Leggewie, Danke liebe Welt…………derart kostenloses Argumentationsmaterial gegen den „Grün-Fanatismus“ darf ruhig öfters kommen. Gerade die alten Ossis sind bei derart „Ausdrucksweise“ sofort hellhörig, denn ähnlich „Dummsprech“ kannten wir ja noch von unseren Genossen der SED.

    Die große Transformation……….und die Realität………….daran werden auch die lieben Mitglieder des WBGU scheitern.

    Inzwischen mach ich mir kein Kopp mehr, denn ich kenne die technischen Realisierungmöglichkeiten zur Genüge um mich lächelnd in den Ohrensessel zurücklehnen zu können.

    3500 Km neue >Höchstspannungsleitungen quer durch Deutschland und das in möglichst 5 Jahren………hihi, ich tippe mal, das es in ganz Europa nicht genügend Firmen gibt, die dies realisieren könnten.
    3500 Km Höchstspannungsleitungen müssen ja auch erst mal finanziert werden, also dürfen die Netzbetreiber zur Bank gehen und um Knete betteln…………die aber stufen Netzbetreiber die staatlich zu 100 % reguliert werden, nicht besonders Kreditwürdig ein.
    Man bedenke, 2 Netzbetreiber (50Hz, Tenne) gehören ausländischen Gesellschaften die ein mindestmass an Rendite erwirtschaften müssen…………..kommt am Ende zu wenig Geld hinten raus, kann man das Netz auch ganz schnell wieder abstoßen…………….wie es einige deutsche EVU gerade in England und anderswo machen.
    Windmühlen und Co. benötigen Großspeicher………die wir wohl in nennenswerten Dimensionen auch noch nicht in 10 Jahren sehen werden………also benötigen wir weiterhin jede Menge konventionelle Kraftwerke da draussen.

    Stromimporte……….wer darauf baut hat vergessen was gerade in Europa so vor sich geht, mal abgesehen davon, das schon heute viele Staaten am Rockzipfel Frankreichs energetisch hängen.

    Mag ROTGRÜN auch derzeit noch auf der Fukushima-Welle surfen, mögen sie auch heute noch große Töne spucken……..bei einer Wahlbeteiligung von knapp über 50% würde ich nicht unbedingt von einer Mehrheit in der Bevölkerung ausgehen. Spätestens noch den 2- 3 deutschlandweiten Stromausfall wird auch der letzte Gutmensch fragen, ob da nicht etwas ganz anderes faul ist an den Versprechungen der EE-Fanatiker.
    Schon heute kann man das nationale Energienetz mit einen bis an die Schmerzgrenze gespannten Flitzebogens vergleichen……………eine wichtige Transportleitung brauch nur noch störungsbedingt ausfallen und das nette Kartenhaus bricht in sich zusammen.

    Jo ihr Politologen, Kulturwissenschaftler, Soziologen, Wanderprediger……….bisher haben es die grauen Mäuse im Blaumann noch geschaft diesen Saftladen am Leben zu erhalten…………aber eines schönen Tages werden wir mal sagen, macht doch euern Scheiß alleine, wenn ihr eh alles besser wisst.
    Denn eure tolle „Transformation“ wird besonders diese „grauen Mäuse“ amhärtesten treffen, finanziell wie auch freiheitlich………………Nordafrika hat aber auch gezeigt, was passiert wenn die Machthaber zu sehr vom Volk abheben und die spontanen Reaktionen auf Sarrazin haben gezeigt, das auch die Denke des deutschen Pöbels etwas anders gelagert ist, als uns deutsche Systemmedien glauben machen wollen.

    Jojo, ruht euch ruhig noch eine Weile auf euern hohen moralischen Ross aus………denn wenn der Gaul erstmal durchgeht, weint euch keine Seele mehr nach, dann gehts wieder zum Tagesgeschäft über und damit Basta.

    Onkel Heinz…………hat im Urlaub die Jachthäfen gesehen, wo die eigentlichen Gewinner dieser Gesellschaft zu finden sind

  33. Tja, wie Recht doch Onkel Heinz hat……….jetzt sogar höchstamtlich festgestellt. -:)

    Die Internationale Energieagentur (IEA) hat Deutschland vor einem Alleingang beim Atomausstieg gewarnt. Im Interesse der Region sollte Deutschland eine gemeinschaftliche Entscheidung in der EU anstreben, sagte der Chef der Agentur, Nobuo Tanaka, der FTD. „Sonst werden Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit in ganz Europa geopfert“, meinte Tanaka. Deutschlands Politik betreffe angesichts des Energie-Binnenmarktes ganz Europa. „Es geht nicht um ein deutsches, es geht um ein europäisches Problem.“ Deutschlands Versorgungssicherheit selbst werde sinken, weil das Land zunächst mehr Elektrizität und später mehr Gas oder Kohle als geplant importieren müsse. „Die Abhängigkeit von anderen Ressourcen wird zunehmen.“……..

    FTD

    Am deutschen „Grünwesen“ soll das Weltklima genesen, in der Zwischenzeit ruinieren wir mal kurzerhand die europäische Wirtschaft, gaaaaanz toll.

    Grünnationale Weltherrschaft, und wer dagegen anmault wird dann von Leggewie und Schellnhuber als rückwärtzsgewandter Leugner in die Neo-Liberale Kapitalistenecke gestellt…………..am Ende steht dann nur noch die Frage, gehts „nur“ in die Klappsmühle oder werden schon „Umerziehungslager“ in Sibieren für uns Realisten geplant.

    Und BUMm, es ward Dunkel………in den Herzen und den Wohnzimmern Deutschlands.

    Onkel Heinz………Orakel in Höchstform

  34. wo dieser Dummsprech gerade fiel „Neo-Liberale Kapitalistenecke “

    Eigentlich sind doch gerade die Betreiber von WKA und Co. genau diese immer wieder gerne angeprangerten
    Neo-Liberale Kapitalisten.

    Im Links-Grüner Deutung steht doch Neoliberal als Abwendung von der sozialen Marktwirtschaft und das der Staat Kapital wieder die Zügel in die Hand gibt.

    Genau das ist es doch was WKA und Co. bekommen, staatlich garantiertes Geld vom Volk. Der Verbraucher wird gezwungen die höheren Preise zu bezahlen -- wenn er den Strom haben möchte.

    Es trifft alle, aber gerade die kleinen trifft es in der Masse am härtesten. Was ist den mit den ganzen Familien die gerade so über die Runden kommen ? Die werden von den Energiepreisen „gefressen“. Fahr ich Maserati etc, ist es mir doch quasi egal.

    Asozialer geht es doch kaum noch. Vielleicht sollte man deren eigenen Sprachkonstrukte gegen sie einsetzen.

  35. @Andreas

    Okölogismus ist nichts weiter als eine weiter Form der „Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“.
    Leider wird aber jetzt der Fehler gemacht die zweidrittel-Gesellschaft zu kippen (solange es zwei drittel gut geht, gibt es keine Aufstände).
    Man erkennt hinter der Öko-Blase viele alte Ausbeuter und ein paar neue, im Prnzip wird sich aber am System nichts ändern, denn es geht weiterhin nur um Gewinne und der Bedienung der Zinsforderungen der Banken.

    Ein perverses Beispiel gefällig?
    Während Windpark-Fonds ungerührt mit 10-14 % Rendite im Internet und Medien werben dürfen, schreibt Papa Staat den Stromnetzbetreibern eine max. Rendite von 6% vor……..die bei versehentlicher Überschreitung (Gewinnobergrenze) im Folgejahr mittels Senkung der Durchleitungsgebühren zu kompensieren sind. Und weil das auch noch nicht ausreicht, zwingt man diese Netzbetreiber mittels „Anreizregulierung“ auch noch die beeinflussbaren Kosten jährlich zu senken.
    Diese Netzbetreiber also, die staatlicherseits schon heute die Daumenschraube angesetzt wurde, diese Netzbetreiber sollen jetzt auch noch zig Milliarden aufbringen um doch bitteschön die Leitungen zu legen, die wild dahergebauten Windparks benötigen, damit die auch ja die garantierten Stromeinspeisungen ins Land zu drücken.
    Natürlich werden diese Investitionen und Zusatzkosten für diese neuen Leitungen am Ende auf die Durchleitungsgebühr mit auf addiert und am Ende dem Stromverbraucher aufs Auge gedrückt, also auch jenen Menschen, der schon heute am Existensminimum leben.
    Dank E10-Bio-Wahn steigen die Lenbensmittelpreise, Dank EEG die Strompreise…………am Ende ist es der kleine Lohnabhängige der die Zeche zu zahlen hat.

    Im Gegensatz zu früheren deutschen diktatorischen Systemen wird aber der Mensch der Natur untergeordnet, mit allen Repressalien die man sich heute schon gut vorstellen kann………“freiwillige Selbstbeschränkung“……….auf Dummsprech hieß das früher „Einsicht in die Notwendigkeit“, na dann, Prost Mahlzeit.

    PS. Solange sich die Berliner Politmischpoke regelmäßig ihre fetten Diäten anheben, solange zeige ich denen auch den ausgestreckten Mittelfinger, wenn sie mir solch einen Quatsch unterjubeln wollen.
    Solange unfähige Manager auch noch Millionenabfindungen für einen rechtmäßigen Rausschmiss bekommen, solange werde ich einen Scheiß tun, von wegens „Selbstbeschränkung“.

    Onkel Heinz………..lässt sich nicht für Dumm verkaufen

  36. hi hi, Onkel Heinz bringt’s mal wieder auf den Punkt.

    Im Gegensatz zu früheren deutschen diktatorischen Systemen wird aber der Mensch der Natur untergeordnet, mit allen Repressalien die man sich heute schon gut vorstellen kann………”freiwillige Selbstbeschränkung”……….auf Dummsprech hieß das früher “Einsicht in die Notwendigkeit”, na dann, Prost Mahlzeit.

    Leute wie Leggewie und die anderen WBGU-Kasper, die sich für die wichtigsten und klügsten Menschen im ganzen Erdenrund halten, sind mittlerweile so vom Gefühl ihrer Macht besoffen, dass sie meinen, nur noch in wohlwollender Herablassung mit dem Pöbel reden zu müssen, der dann staunend zu ihnen hinauf blicke. Herr Leggewie fühlt sich gar berufen, das Volk darüber aufzuklären:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13393632/Warnungen-vor-einer-Oekodiktatur-Laecherlich.html

    Notorische Leugner des Klimawandels, bekennende Autonarren und achgute Berufspolemiker rufen, weit unter Niveau, zum letzten Gefecht: Angeblich bedroht ein totalitärer Wohlfahrtsausschuss öko-sozialistischer Regierungsberater die Freiheit, anderer Meinung zu sein, Auto zu fahren und Witze über alles zu machen.

    Herr Leggewie erklärt uns die Welt! Da hätte er mal besser bei Herrn Schrader von der Süddeutschen abschreiben sollen, der hat nämlich letztes Jahr bereits großspurig festgestellt:

    Der Kampf um öffentliche Wahrnehmung ist gewonnen. Die Klimaforscher müssen die verbleibenden Wirrköpfe unter ihren Gegnern nicht mehr niederringen. Es ist besser, diese einfach zu ignorieren und sich damit zu beschäftigen, welche Folgen der Klimawandel hat, wie man ihn eindämmt, wie man die Menschen davon überzeugt, dabei mitzumachen, und wie man sie gleichzeitig vor den unvermeidbaren Folgen schützt.

    Quelle:
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/weltklimarat-warum-pachauri-zuruecktreten-sollte-1.70300

    Dann teilt uns Herr Leggewie noch die wichtige Erkenntnis mit:

    Als Mitglied dieses Beirats nehme ich schmunzelnd zur Kenntnis, dass der Einfluss wissenschaftlicher Politikberatung selten so überschätzt wurde wie von diesen selbst ernannten Verteidigern der liberalen Ordnung, die vor der Ökodiktatur warnen.

    So so, Herr Leggewie schmunzelt, na is ja köstlich! Ja klar, das altbewährte Mittel, Andersdenkende zum Schweigen zu bringen, indem man sie als Wirrköpfe, Lobbyisten und Verschwörungstheoretiker hinstellt. Hat bei Fred Singer (diesem Büttel der Tabakindustrie) ja auch jahrelang bestens funktioniert, Ökodiktatur…… nein wie lächerlich! Das blöde Volk soll mal wieder zur Besinnung kommen.

    Aber Herr Leggewie hat noch weitere Brüller in Breitwand auf Lager:

    Man muss nicht vor unseren Vorschlägen erschaudern, sondern darf beruhigt die Chancen wahrnehmen, die die Energiewende für Wirtschaft und Gesellschaft bereithält. Sämtliche Szenarien zur Energiewende laufen auf die Dekarbonisierung der Energieerzeugung hinaus – nicht auf ordnungspolitische Sündenfälle oder die gewollte Deindustrialisierung Europas, wie ganz verwirrte Polemiker behaupten.

    Uuups, und wir hätten beinahe auf die „ganz verwirrten Polemiker” gehört. Gott sei Dank, dass es Herrn Leggewie gibt, der uns erklärt, wie das mit der Großen Transformation so richtig funktioniert. Da können wir endlich wieder ruhig schlafen („Mutti” singt uns dann auch noch das Schlaflied, gelle?…….igitt, wie gruselig).

    @Bibliothekar
    niemand hat die Absicht…….” ist ’n sehr passender Vergleich.

    Da fällt mir nur noch Heine ein: „Denk ich an Deutschland in der Nacht…..”

  37. @ Heinz Eng

    Nur noch zur weiteren Komplettierung.

    Der Bau von Hoch- und Höchstspannungsleitungen kann sich mittlerweile auch einer ökologischen Baubegleitung erfreuen. Die Baufahrzeuge dürfen ihre eingefahrenen Spuren zu den Maststandorten rechts wie links nur unwesentlich verbreitern. Dem Wurm, der diese Spur kreutzt, muss in der Mitte eine Pausenfläche erhalten werden. ( Die nächste Amsel wird sich freuen)
    „Die Bauzeit darf dann darunter natürlich auch nicht leiden.“
    Ganz besonders lustig finde ich dann immer die Planungen der „Experten“ für diese „notwendigen Leitungen“, und die Forderung nach Einbindung des Bürgers um die Akzeptanz zu fördern, wenn in der Vergangenheit zum Schutz von sibirischen Graugänsen und ihres Überwinterungsgebietes, der Bau einer notwendigen 110-kV-Leitung 10 Jahre verhindert wurde. Und wen hat die Fertigstellung dieser Leitung am allerwenigsten gestört? Richtig: die Gänse.
    15 Jahre wurde der Lückenschluss einer 220/380-kV-Leitung durch betroffene Anwohner verhindert, um zwei alte Leitungen zu ersetzen. Obwohl alte Leitungsrechte bestanden. Dann faseln einige kackfrech, dass die EVU`s auf Verschleiss fahren.
    Auf eines können sich die Energiewendeexperten aller Parteien schon gefasst machen. Auf den Widerstand der in die Planung eingebundenen aber betroffenen Bürger und ihrer Parteifreunde, die als Mandatsträger vor Ort fungieren.
    Hoffentlich sind dann diese Energiewendeexperten vor Ort, um ihre Vorstellungen den Bürgern nahezubringen.
    Es wird aber wohl wie immer auslaufen. Die Vertreter der EVU`s müssen sich beschimpfen lassen.

    Und weiterhin nicht für Dumm verkaufen lassen

  38. Es sind ja hier nun schon einige Punkte von Herrn Leggewies Artikel kommentiert worden.
    Einen möchte ich doch noch herausgreifen
    Das Mobilitätskonzept.
    Was meint er damit? Etwa so etwas wie den geplanten Fahrradweg F 40 neben der A 40 quer durchs Ruhrgebiet? Damit der staugestresste Autofahrer als Alternative aufs Rad umsteigt? So ist jedenfalls die Vorstellung der Initiatoren. Oder will er die Autofahrer auf das Rad zwingen damit er dann staufrei über die A 40 fahren kann? Dann können die Radfahrer anschließend auf dem Radweg im Stau stehen. Am Tage des Stilllebens auf der A 40 war das sogar schon Realität.
    „Mobilitätskonzept“ klingt ähnlich wie Kretschmanns „Nachhaltige Mobilität“. Bald muss die Katze aus dem Sack. Dann bin ich auf die Reaktionen im Volk gespannt.

  39. @37 Klettermax

    Danke für die Ergänzungen.
    Wer die deutsche Gesetzgebung kennt, weiß das keine Leitung mal so eben durch die Gegend gezerrt werden darf……..Umweltbundesamt, Bauämter, untere Naturschutzbehörde, Archäologie……..und am Ende spielt dat Wetter nicht mit.

    In meiner Gegend wurde eine 110 KV Leitung verstärkt………und die ausführende Firma kam aus Östereich, die deutschen Kapazitäten an Leitungsbaufirmen im Höchstspannungssektor ist eh schon am Rande des Nötigen/Möglichen.

    Ich tippe mal, so wie Du werden wohl noch viele andere Leute aus der Branche Horrorgeschichten erzählen können, die natürlich kein Politiker oder Öko-Instituts-Fritze kennt, die haben nur Hochglanzkataloge und dümmliche Statistiken vor sich liegen.

    Wie gesagt, ich lehne mich zurück und beobachte gespannt , wie unser Saftladen langsam aber sicher den Bach runter geht.
    Manche Menschen müssen ihre Lektion halt auf die harte Tour lernen, gute Worte sind manchmal einfach nicht einprägsam genug.

    MfG
    Onkel Heinz

  40. Witz des Tages:

    Unser lieber Umweltminister hat da eine Studie rumliegen (Atomaussstieg bis 2017)………..die er aber bis Montag zurückhalten will………….. angeblich hat aber schon heute die Frankfurter Rundschau ein Vorabexemplar vorliegen………..und ick zieh mir meine Hose mit der Kneifzange an, gelle.
    Die ham wohl Angst, das Onkel Heinz dat Dingens schon vor dem Wochenende in seine Wurschtfinger kriegt um es dann pünktlich zum Wochenanfang offiziell verreissen zu können, oder schämt sich der BUM schon heute für dat Dingens?
    Könnte sein, denn es kommt vom UBA…………und wat da am Ende raus kommt, ist mir aus Erfahrungen schon heute klar, nur Murks.

    Die Welt hat da schon mal was abgekupfert, das mich erstmal zu einen herzhaften Lachen animiert hat.

    Nach Einschätzung des Umweltbundesamts (UBA) führt ein schneller Atomausstieg nur zu moderaten Strompreissteigerungen von 0,6 bis 0,8 Cent pro Kilowattstunde und wird „keine nennenswerten Einbußen“ beim Wirtschaftswachstum bringen………..

    Auch das viel beschworene Problem angeblich überlasteter Stromnetze durch die Energiewende entdramatisiert das Umweltbundesamt. Neue Gaskraftwerke könnten „zur Netzstützung als Ersatz in den Regionen gebaut werden, in denen heute die Atomkraftwerke stehen“…….

    Hihi………Gaskraftwerke……..olle Gas-Gerd wirds freuen.
    Wir sprechen hier von Kraftwerkskapazitäten vom mehreren Gigawatt Leistung……die mal so eben aus den Agger gestampft werden sollen……….einschließlich der fetten Gasrohre, die bis dahin in die Erde gebuddelt werden müssen.
    Nun weiß ich nicht wie in Süddeutschland die Rohrleitungskapazitäten in dieser Leistungsklasse aussehen, aber ich tippe mal ganz stark, Nordstream wird Arbeit bekommen und Gazprom darf sich schon heute die Hände reiben.

    Moderate Preissteigerungen und Gaskraftwerke………..liebes Bundesumweltmärchenamt, ich erwarte schon sehnsüchtig die Veröffentlichung eures neusten Machwerkes, wurde ja langsam langweilig, wochenlang ohne neue Machbarkeitsstudie zerfetzen zu können.

    Na los, rückt dat Dingens endlich raus.

    Onkel Heinz……….braucht geistige Nahrung

  41. Jetzt im Buchhandel: Günter Ederer

    Träum weiter, Deutschland!: Politisch korrekt gegen die Wand

    Auszug aus einer Kundenrezension:

    „Wenn Verbraucher ein Produkt nicht wollen, wird es dann in einer Marktwirtschaft massenweise produziert und angeboten? Und wenn der Staat den Hersteller eines nicht gewollten Produktes bestraft, weil er es nicht weiter anbieten will, leben wir dann im Kapitalismus?

    Wüsste man nicht, dass dies in Deutschland gerade passiert, dann würde man beide Fragen mit Sicherheit verneinen. Wie kein anderes Beispiel illustriert die Zwangseinführung von E10 das wirtschafts- und ordnungspolitische Chaos, das inzwischen in Deutschland herrscht und das unser Land ins Verderben führen wird, wenn es nicht sehr bald zu einer radikalen Kehrtwende kommt.

    Dieses Buch beschreibt sehr ausführlich das Desaster, auf das Deutschland infolge seiner von den Verantwortlichen zugelassenen enormen Verschuldung, seiner von Ideologen in Kauf genommenen konfliktträchtigen Bevölkerungsstruktur und der immer stärker werdenden dirigistischen und preistreibenden Eingriffe ins Wirtschaftsgeschehen beschleunigt zusteuert. Dabei ist es weder oberflächlich, noch reißerisch, sondern beschreibt den gegenwärtigen Zustand der deutschen Gesellschaft detailliert an zahlreichen Beispielen und mit vielen Zahlen, um dann auf einer abstrakteren Ebene die historischen Ursachen für unsere fatale Staatsgläubigkeit zu suchen, die es Politikern aller Art erst möglich gemacht hat, Deutschland an den Rand des Abgrunds zu führen……….”


    Quelle:
    http://www.amazon.de/product-reviews/3821865407/ref=dp_top_cm_cr_acr_txt?ie=UTF8&showViewpoints=1

  42. Hier noch mal das Original bei der Frankfurter Rundschau.

    UBA widerspricht auch dem Argument, das schnelle Abschalten der AKW torpediere die deutschen Klimaschutz-Pläne. Das Amt räumt zwar ein, dass durch den übergangsweise nötigen verstärkten Betrieb von Kohle- und Gaskraftwerken in diesen Anlagen mehr CO2 entsteht. Es verweist aber auf den EU-Emissionshandel, durch den der Gesamtausstoß an CO2 im Kraftwerks- und Industriesektor gedeckelt ist.

    Hmm, die Logik muss mir jetzt mal jemand erklären?
    Wir blasen zwangsweise mehr CO2 in die Luft……..obwohl der CO2 Ausstoß gedeckelt ist?
    Oder müssen irgendwo in Europa ein paar Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, damit wir unsere Kernkraftwerke abschalten können?
    Oder kommen zusätzlich zum teuren Gas auch noch Co2 Kosten auf den Stromkunden zu, die er auch noch mit zu zahlen hat?
    Wie kommt dann aber das UBA auf das schmale Brett, das die Stromkosten für den Endkunden „nur“ um 0,8 Cent/kWh steigen werden?

    Na da bin ich ja mal gespannt, wie die sich das statistisch zusammenlügen.

    Onkel Heinz……..hat schon mal den Taschenrechner aktiviert.

  43. @ Heinz

    Hmm, die Logik muss mir jetzt mal jemand erklären?

    Ich habe mich mit dem Zertifikatehandel zwar noch nicht so richtig beschäftigt, aber vermute mal, dass gemeint ist, dass die Emissionszertifikate dann insgesamt, auch für andere Käufer, teurer werden. Ein ganz normaler Vorgang wenn sich etwas verknappt. Diese Kosten werden dann auf die angebotenen Dienstleistungen und Produkte aufgeschlagen, müssen sie ja, die damit teurer werden und somit weniger nachgefragt werden. Dass heißt, selbst wenn sich die Strompreise wirklich nur gering erhöhen würden, was sehr unwahrscheinlich ist, wird es eine Preiserhöhung für diejenigen Produkte geben, bei deren Herstellung viel Energie gebraucht wird, da die Hersteller mehr für die Zertifikate berappen müssen.

    Schön, dass das mal einer so deutlich gesagt hat.

  44. Zwischen den beiden Parteitagen liegen nicht nur einfach mehr als 50 Jahre. Zwischen den beiden zitierten Passagen liegt die Zeit, in der …

    viele Wissenschaftler und die Mehrheit der Bevölkerung erkannten, dass das Risiko überwiegt, die Technik eigentlich gesellschaftlich unbezahlbar ist, die Hypotheken für die Nachkommen zu hoch und die nötigen Sicherheitsvorkehrungen in ihrer Struktur demokratiefeindlich sind.

    Das ist die eigentliche Antwort!

  45. @ Höberth:

    Statt „erkannten“ wäre wohl „dem Glauben anheimgefallen“ die korrekte Formulierung. Denn für keinen der von Ihnen genannten Punkte gibt es eine rationale Begründung. Es handelt sich um Meinungen, um „Einschätzungen“ meinethalben, aber nicht um Fakten.

    Diese Meinungen sind offensichtlich stimmungsabhängig. Und tatsächlich bei rationaler Betrachtung unbegründet. Hintergedanke der von Ihnen zitierten Textpassage war die Kritik an einer Politik, die nicht mehr „gestaltet“, d.h. „Stimmungen in der Bevölkerung zu erzeugen versucht, die nützliche Entwicklungen ermöglichen“, sondern einer, die Stimmungen hinterherläuft.

    Wenn Sie das also so toll finden, das Politik sich Meinungsmachern in den Medien und hysterischen „Wutbürgern“ unterwirft, dann seien Sie nicht überrascht, wenn es irgendwann einmal Freiheiten trifft, die Sie für unverzichtbar halten.

  46. Zunächst mal finde ich das Wort „Wutbürger“ polemisch und falsch, weil es das demokratische recht jedes Menschen, seine politische Meinung zu äußern in infamer Weise herabwürdigt und diffamiert. Aber darum geht es hier nicht.

    Es geht um Folgendes:
    Selbst wenn es sich herausstellen sollte -- und ich bin überzeugt, dass dem nicht so ist -- dass es sich um Meinungen und (falsche) Einschätzungen handelt:
    Ja, ich finde eine Politik toll, die sich dem demokratischen Gedanken verpflichtet fühlt, dass sie eine in der Bevölkerung vorherrschende Stimmung aufgreift und zur realen Politik macht.

    Sollten die Politiker nicht mit dieser Stimmung einverstanden sein, haben sie immer noch die Möglichkeit einer Bildungsoffensive, bei der sie ALLE Aspekte einer Sache zur Diskussion stellen.
    Sollte sich dann herausstellen, dass die Meinung des Volkes damit nicht zu wandeln ist, hat Politik sogar die Pflicht, sich nach den Vorgaben des Volkes zu richten, solange diese Vorgaben mit den Menschenrechten und der Verfassung vereinbar ist. Sollte sie dies nicht tun, macht sie sich -- völlig unabhängig von der Sachlage -- eines diktatorischen Verhaltens schuldig.

  47. @Höberth

    Meinung des „VOLKES“………hab schon besser gelacht.
    Am Beispiel Sarrazin, Guttenberg und Fukushima haben wir ja ich Echtzeit erlebt, wie in Deutschland die Meinungsbildung abläuft, gelle.

    Öffentlich rechtliche Medien hab anfangs ausschließlich „Experten“ von Greenpeace und Öko-Instituten den geneigten Angstpublikum vorgeführt, haben sich gesuhlt im Gau, haben die Menschen in Deutschland dazu gebracht sich Jodtabletten und Geigerzähler anzuschaffen………..haben schlicht und einfach eine Panik erzeugt.
    Derart aufgeputschte Volksmeinung ist nun für Sie ausschlaggebend für zukünftige Energiepolitik?

    Dank ROTGRÜN verseuchter Medien haben wir in Deutschland die schizophre Situation das wir einerseits das Klima retten wollen und andererseits aus der Kernkraft aussteigen… ….und denken ein paar Windmühlen werden das schon richten.

    Wutbürger………da gibt es auch die Sorte Menschen, die in Finnland aus dem Stand fast 20% bei den letzten Wahlen erreicht haben…….reden Sie auch über diese Leute so nett, oder sind das nur die rechtspopulistischen Spinner?

    Soll ick mir jetzt in Deutschland von einer Horde Berufsdemonstranten vorschreiben lassen, wie ich demnächst zu leben habe?

    Nöö Danke.

    Wollt ihr den totalen Klimakrieg??????????
    Und wieder schreit ein Volk (ohne ausgestreckten Arm) nach ERlösung aus der Urschuld……….Göbbels Erben haben tatsächlich eine gute Arbeit geleistet. (Man möge mir den Vergleich bitte verzeihen)

    Ich bin inzwischen auch verdammt wütend………..
    Heinz Eng

  48. @ Eng, ihre Einlassung ist reichlich unsachlich.

    Wir leben in einer lebendigen Demokratie, da muss man erwachsen genung sein auszuhalten, dass andere Menschen andere Meinungen haben. Natürlich bin auch ich nicht mit allem einverstanden, was als vorherrschende Volkesmeinung gilt. Allerdings befürworte ich trotzdem nicht, dass ein gewählter „Papa“ die Sache in meinem Sinne richten soll -- gegen diese öffentliche Meinung.
    Wer möchte, dass SEINE Meinung Politik wird, sollte in einer Demokratie für Aufklärung sorgen (und gegebenenfalls den Kontext für eine solche Aufklärung begünstigen). Zu versuchen, andere mit Polemik oder einem politischen „Machtwort“ mundtot zu machen ist ein demokratischer Rückschritt.

    Atomkraft hätte nur dann eine klimarelevante Auswirkung (wenn man den Berechnungen glaubt und kein Klimaskeptiker ist), wenn die nächsten 60 Jahre alle 6 Wochen ein neuer Reaktor ans Netz geht. Das ist unwahrscheinlich, nicht bezahlbar, von den Uranvorräten nicht machbar und -- wenn man die Uranabbaubedingungen kennt -- unsozial und gesundheitsgefährdend (für die Menschen in den Uranabbaugebieten -- von den Reaktorstandorten ist dabei noch nicht die Rede).
    Die Diskussion um das Klima mit der Diskussion um Atomkraft zu vermengen ist also nicht sachlich begründbar.

    Berufsdemonstranten gab es bisher nur einmal und zwar bei der Demonstration der Ärzte in Berlin -- dort wurden Statisten gecasted, um Ärzte zu spielen. Andere Demonstranten machen von ihrem demokratischen Recht gebrauch, ihre politische Meinung auch öffentlich kundzutun. Das halte ich in einer Zeit, in der immer von Politikverdrossenheit gesprochen wird für äußerst begrüßenswert.

    Die Graswurzelbewegungen in Deutschland mit der Probaganda der NSDAP zu vergleichen ist dermassen an den Haaren herbeigezogen, dass ich das nicht kommentieren will.

    Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich von ihren Emotionen nicht den Blick vernebeln zu lassen und in der politischen Diskussion sachlich zu bleiben.

    Gerhard Höberth

  49. @Höberth

    Nu packen se mal Ihre Moralkeule wieder ein………..die wirkt beim Blog-Pittbull nicht mehr.

    Berufsdemonstranten…..da gibts eine Französin die ihren Lebensunterhalt damit verdient, bei Castortransporten (und ähnlichem ) Bahnanlagen oder sonstige Hindernisse zu besteigen…………kam sogar mal im ÖR-Schmuddelfunk.

    Graswurzelbewegung……..ick weiß ja nicht in welchen Land Sie wohnen……hier im Osten ist jedenfalls wenig von Graswurzel zu spüren…………hier hat man erstmal noch zu tun, mit der letzten Verarschung (Wiedervereinigung) klarzukommen und zusätzlich noch den erneuerbaren Quark in Form von Riesen-Windparks über sich ergehen zu lassen.

    Nachdem die 68ér im Westen durch die Instanzen gelatscht sind und sich die Meinungshoheit in Medien und Bildung ergaunert haben………..sprechen Sie noch von Krasswurzel?

    Ick zieh mir meine Buchsen nich mit der Kneifzange an, dat können se mir glauben.
    Ein Demowelle, von Greenpeace und Grünen organisierte Pflichtveranstaltung um die letzten Konservativen ausser Landes zu jagen………….unterstützt von Studenten die vorher von ihren eigenen Professoren aufgeputscht worden sind und Linksextreme, die sowieso diesen Staat in die Steinzeit zurückfackeln wollen…………….das ist meine Definition von „Berufsdemonstranten“.

    Meine Sachlichkeit ist an den Tag gestorben, wo ich wahlweise als Klimawandelleugner, Flachweltdenker, Atomlobbyist oder sogar als Kreationist beschimpft worden bin………von den Leuten also, denen Sie hier das große demokratische Aufbegehren als Mass aller Dinge zugute halten.

    Nein, diese Leute sprechen nicht in meinen Namen, diese Leute gehen sogar soweit, mir mein Recht am eigenen Denken absprechen zu wollen.

    Aber wie gesagt, dieser ganze Unsinn tangiert mich eh nicht mehr groß, denn in kurzer Zeit bricht dieser Saftladen sowieso zusammen…………und nach dem Zusammenbruch zählen andere Werte……….und der eigenen Hände Arbeit.

    Lasst sie ruhig noch ne Weile ihre Parolen skandieren…………spätestens wenn das Essen knapp wird, werden auch sie zu Tieren……denn der Selbsterhaltungstrieb ist der stärkste, den der Mensch hat (neben dem Sexualtrieb).

    PS. Ich bin Allergiker………..wenn ich mit Agitation und Propaganda in Berührung komme, flippt mein Geist regelmäßig aus.

    H.E.

  50. Geringe Kosten? Knapp 70 Euro pro Kilowattstunde nennen Sie geringe Kosten? Wie waere es, Sie wuerden dieselben Anforderungen, die die Regierung an Autohalter stellt, auch an Kraftwerksbetreber stellen? Warum muss ein Skeptiker immer gerade bei der gefaehrlichen Kernenergie alle kritische Rationalitaet in den Wind schiessen, bloss weil auch irrationale „Gruene“ gegen Atomenergie sind? Das macht Sie unglaubwuerdig und schadet der Sache.

  51. Klingt mehr nach Paranoiker denn nach Allergiker 😉
    Aber gut, habe verstanden: Ende der Diskussion. Nichts für ungut, wünsche Ihnen alles Gute.

  52. @ Höberth:

    Ja, ich finde eine Politik toll, die sich dem demokratischen Gedanken verpflichtet fühlt, dass sie eine in der Bevölkerung vorherrschende Stimmung aufgreift und zur realen Politik macht. […] Sollte sich dann herausstellen, dass die Meinung des Volkes damit nicht zu wandeln ist, hat Politik sogar die Pflicht, sich nach den Vorgaben des Volkes zu richten,…

    Herr Höberth, das ist nicht unsere Demokratie, die Sie da beschreiben. Wenn es denn überhaupt irgendeine Demokratie ist. Sie denken wahrscheinlich, Sie würden in einem derart organisierten Staatswesen leben -- aber das tun Sie nicht. Nicht mehr seit 1945 bzw. 1989 (je nachdem). Denn was Sie da beschreiben, ist in Wahrheit die Grundlage des Totalitarismus.

    Wir haben in Deutschland kein imperatives Mandat. Abgeordnete wählen die Regierung, nicht das Volk. . Die Abgeordneten müssen sich in bestimmten Zeiträumen zur Wahl stellen, das ist wohl richtig, aber ansonsten ist der „demokratische Gedanke“, der unserem Gemeinwesen zugrundeliegt eben genau der der vollkommenen Entscheidungsfreiheit dieser Abgeordneten, die nur ihrem Gewissen verpflichtet sind. Denn diese müssen die Möglichkeit haben, das „Wohl des deutschen Volkes“ zum Maßstab ihres Handelns zu machen, ganz unabhängig von Stimmungsschwankungen des Souveräns.

    Demokratie ist nun einmal nicht „die Mehrheit setzt ihre Interessen durch“, sondern „die Mehrheit setzt ihre Interessen so durch, daß die Rechte und Interessen der Minderheit nicht beeinträchtigt werden“.

    Noch einmal: Die von Ihnen zitierte Passage ist keine Kritik an den Grünen, die sich zwar fundamental irren, aber zumindest konstant auf ihrem Irrtum beharren, unabhängig von Stimmungen. Die Passage ist eine Kritik an den anderen Parteien, insbesondere an der FDP, die ihre Haltung nicht mehr aus einem Fundament grundlegender Überzeugungen ableiten, sondern aus Stimmungen in der Wählerschaft. Und ich finde tatsächlich, das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun. Man kann unterschiedlicher Auffassung sein, was denn „Das Wohl des deutschen Volkes“ ist. Aber man darf diese Auffassung nicht ständig hinsichtlich von Meinungsumfragen ändern. Beliebigkeit bedeutet an dieser Stelle Verantwortungslosigkeit.

    Sie fordern diese aktiv ein -- unser Grundgesetz dagegen ist so aufgestellt, daß es Verantwortungslosigkeit behindert.

  53. Hallo Herr Heller,

    ein Gruß vom Telegraph

    But Germans have no reason to fear nuclear power. Mrs Merkel’s appeasement of nuclear hysteria is disturbing far beyond Germany’s borders because it represents a capitulation to irrationalism by the leader of a nation that once led the world in science and technology. The land of Leibniz and Humboldt, of Goethe and Gauss, is now indulging the fantasies of cynical scaremongers.
    Daniel Johnson is Editor of ‚Standpoint‘

    In der Tat. Peinlich für uns.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  54. @ CrisisMaven, #50:

    Das Argument mit der Versicherung ist ein schönes Beispiel für die Irrationalität in der Debatte. Schließlich ändert eine Versicherung nichts an der Sicherheit und dem Schadenspotential von Kernkraftwerken. Ganz im Gegenteil könnte sie den Betreiber sogar zu größerer Sorglosigkeit veranlassen. Die Versicherung würde ja nicht Sie vor den Folgen eines Unfalles schützen, sondern den Betreiber vor eventuellen Regreßforderungen.

    Wenn Sie also ein Fußballspiel besuchen, erwarten Sie dann vom Veranstalter, daß er gegen Flugzeugabstürze, Naturkatastrophen und Terrorattacken versichert ist und die Prämie auf die Eintrittspreise aufschlägt? Ich würde mal davon ausgehen, daß auch die Regierung Japans keine Versicherung gegen Tsunamis und Erdbeben abgeschlossen hat.

    Es gibt nun einfach mal Dinge, die man nicht versichern kann. Und vielleicht auch nicht versichern sollte. Versichert sich der Betreiber eines Kohlekraftwerkes denn gegen mögliche Regreßforderungen aus der Bevölkerung wegen Atemwegserkrankungen? Wäre Fukushima versichert, könnte die Versicherung vielleicht sogar auf die Idee kommen, die Notfallmaßnahmen der Regierung, insbesondere die Evakuierung, als unverhältnismäßig zu betrachten und entsprechend zu klagen. Das wäre mal eine interessante Verhandlung, denn es gibt noch immer keinen Strahlentoten zu beklagen.

    In allen möglichen Zusammenhängen akzeptieren wir, daß etwas nicht versicherbar ist und/oder auch nicht versichert wird. Nur bei Kernenergie nicht? Das ist irrational und dafür hätte ich gerne mal eine Begründung.

  55. @Peter Heller

    Die Frage mit der Versicherung finde ich auch sehr spannend. Wären denn Streichhölzer oder Feuerzeuge versicherbar und wenn ja, was würden die kosten, wenn alle Risiken versichert werden? Dank Feuerwehr brennen zwar heute keine kompletten Städte mehr ab, aber riesige Waldbrände, schwere Massenpaniken bei Feuer u.ä. gibt es hin und wieder.

  56. Ich fände es interessant folgende Frage zu stellen:

    Darf die Kernenergie in Deutschland nach 2022 wieterbetrieben werden, wenn sich auf dem freien Markt ein Versicherer findet, der die deutschen Kernkraftwerke gegen ein Fukushima-Unglück bzw. eine Kernschmelze versichert.

    Vermutlich würde sich sogar einer finden, da ja eine Menge Geld zu machen ist. Imerhin geht ja die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos gegen Null, mathematisch gesehen. Ich halte das Argument, man fände keinen Versicherer für ein Scheinargument. Man könnte wohl etwa 1000 € pro Kilowatt Einmalzahlung vom Energieversorger bezahlen lassen und wäre imer noch günstiger als Windenergie. Dana 2 ct/Kilowattstunde als Police abführen, dann kommt da schon was zusammen.

  57. @ Peter Heller

    “Just as creationists attempt to ban the theory of evolution from the school books,” said a physicist, Peter Heller, in a Web posting that challenged the national nuclear orthodoxy, “it almost seems as if every factual and neutral explanation in Germany is now in the process of being deleted” from the nuclear debate.

    Herr Heller wird von der New York Times zitiert!

    So langsam wird´s ein wenig unheimlich, wer liest hier alles mit und welchen Einfuß hat dieser Blog letztendlich …

  58. @ Rannseyer:

    Danke für den Hinweis.

    Ein beruflicher Kontakt, der hier garantiert nicht mitliest, hat mich heute auch schon darauf hingewiesen. Ich denke, der Weg führt vom Fukushima-Artikel (mittlerweile einer der meistgelensten Artikel auf dieser Seite) über die Übersetzung von Pierre Gosselin und die Veröffentlichung bei Anthony Watts zur NY Times.

    Der Journalist wird keine Ahnung haben, wer ich bin. Noch hat er versucht, mich zu erreichen (im Gegensatz zu den anderen, die er in seinem Text zitiert). Es steckt also nichts dahinter. Außer vielleicht, daß man nicht mehr kontrollieren kann, was man im Web veröffentlicht. Ich lerne daraus nur, daß offensichtlich die emotionalen Texte die Aufmerksamkeit bekommen, die die rationalen verdient hätten. Das gefällt mir eigentlich nicht.

    Aber ich bin froh, daß die Times wenigstens den Satz zitiert, in dem es um das Primat der Technologie geht, also um die Unmöglichkeit und die Verwerflichkeit, technisches Wissen politisch zu verleugnen. Das war für mich die Kernaussage von „Fukushima“ und diese habe ich ja oben noch einmal verdeutlicht.

    Ich persönlich habe keinerlei Einfluß auf irgendwen in der Energie- und Umweltpolitik und ich möchte das auch nicht ändern. Also bitte die Dinge nicht höher hängen, als sie sind.

  59. Ich finde den NYT-Artikel auch sonst nicht schlecht, es wird die deutsche romantische Sehnsucht nach einer heilen Welt aufgegriffen, der Opportunismus der Kanzlerin und dass Deutschland mit der Ablehnung der Kernenergie so ziemlich allein da steht. Letzteres sogar aus dem Munde von Frau Kemfert.

  60. @ Peter Heller

    Der Journalist wird keine Ahnung haben, wer ich bin.

    Hoffen Sie das oder fürchten Sie es? Spaß beiseite, egal wie die Leute auf Ihre Worte aufmerksam wurden, beachtlich finde ich das sie in die Times gekommen sind und offensichtlich mit bedacht.

    Ich lerne daraus nur, daß offensichtlich die emotionalen Texte die Aufmerksamkeit bekommen, die die rationalen verdient hätten. Das gefällt mir eigentlich nicht.

    Das ist Journalismus, die Zeitung schreibt für Menschen und diese sind nun einmal emotional leichter anzusprechen als von rational/technischem Lesestoff. Das Ihnen daß nicht gefällt kann ich gut verstehen zeigt jedoch das man auch gut Wissen und technische Informationen, also rationales Wissen, in emotionalen Texten an die „Menge“ bringen kann und somit zur Aufklärung und Meinungsbildung beitragen kann.
    Das hat aus meiner Sicht nicht´s mit Überhöhung zu tun, ich denke im „Verein“ mit anderen Seiten hat die Bloggerwelt doch einen gewissen Einfluß auf die öffentliche Meinung und somit vieleicht auch marginal auf die Energie- und Umweltpolitik.
    Ich find´s gut, sonst wäre das alles nur Makulatur oder eine Form von Eigentherapie.

  61. @ Rannseyer:

    Hoffen Sie das oder fürchten Sie es?

    Nö, es ist mir gleichgültig.

    Ich find´s gut, sonst wäre das alles nur Makulatur oder eine Form von Eigentherapie.

    Punkt für Sie. Allerdings ist meine Motivation, Texte pro Kernenergie zu schreiben eigentlich nur die, öffentlich zu meiner Meinung zu stehen und zu verdeutlichen, daß es auch in Deutschland nach wie vor Überzeugungstäter gibt, die nicht ihr Fähnchen nach dem Wind hängen. Schellnhuber bspw. habe ich ja live in Berlin und in Hannover erlebt und bei beiden Anlässen hat er Kernenergie befürwortet. Heute will er davon nichts mehr wissen. Wie so viele. Ich möchte dazu einen Kontrapunkt setzen. Irgendwen zu etwas bekehren, was er eigentlich nicht will, ist nicht mein Ding.

  62. Ergänzung:

    Der NYT-Artikel wird auf der Klimazwiebel diskutiert:

    http://klimazwiebel.blogspot.com/2011/06/nuclear-energy-and-national-identity_2834.html

    Nachdem Werner Krauss mal versucht hat, mich „rauszuekeln“ (was ich bis heute nicht verstanden habe), bin ich nun ein „regular guest“. 😉

  63. @ Peter Heller

    … daß es auch in Deutschland nach wie vor Überzeugungstäter gibt, die nicht ihr Fähnchen nach dem Wind hängen.

    Natürlich geht es in erster Linie nicht darum „irgendwen zu bekehren“, sondern mindestens ein kleines Gegengewicht zur „Systemkonformen Presse“ zu stellen.
    Den Überzeugungstäter Schellnhuber habe ich noch nie erkennen können, meines erachtens ist der Mann ein Opportunist und Demagoge übelster Sorte, der öffentlich unwidersprochen die wahnsinnigsten Theorien vertreten kann, Kurt Hager war auch so einer.

  64. @ Heller

    Nachdem Werner Krauss mal versucht hat, mich “rauszuekeln” (was ich bis heute nicht verstanden habe), bin ich nun ein “regular guest”.

    Ja lustig nicht wahr? Aber mit Geduld und Spucke … 😉

  65. Peter Heller schrieb am 4. Juni 2011 21:34

    Nachdem Werner Krauss mal versucht hat, mich “rauszuekeln” (was ich bis heute nicht verstanden habe), bin ich nun ein “regular guest”.

    Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Das gefühl, rausgeekelt werden zu sollen, kriegt man hier auch schnell. Das ändert doch aber nichts daran, dass man auch hier regular guest sein kann …

  66. @ Marvin Müller

    Science Skeptical versteht sich als Skeptiker-Blog. Wer hier mit diskutiert aber gegensätzliche Überzeugungen hat, muss sich schon auf etwas Gegenwind einstellen. Das sollte Sie anspornen, Ihre Argumente doppelt zu überprüfen bevor Sie sie hier kund tun.

    Die Klimazwiebel unterscheidet sich dahingehend, dass sie sich, nach eigenen Bekenntnis, als Honest Broker versteht. Und wenn man dann jemanden vom Format eines Peter Heller heraus ekeln möchte, dann ist es eben kein Honest Broker mehr, sondern ein Alarmisten-Blog. Aber offensichtlich hat man dort den eigenen Fehler eingesehen, und begibt sich wieder auf die Linie, die man sich selbst vorgegeben hatte.

  67. Quentin Quencher schrieb am 5. Juni 2011 10:56

    @ Marvin Müller

    Science Skeptical versteht sich als Skeptiker-Blog. Wer hier mit diskutiert aber gegensätzliche Überzeugungen hat, muss sich schon auf etwas Gegenwind einstellen. Das sollte Sie anspornen, Ihre Argumente doppelt zu überprüfen bevor Sie sie hier kund tun.

    Die Argumente. die ich hier kundtat und die dann der Anlass für mehr oder weniger permanenten Gegenwind waren (unabhängig davon, was ich dann sagte), deckten sich mit denen, die unter anderem Herr Heller und Herr Heß auch vertreten. Das kann es also nicht die Ursache für den Gegenwind sein.

    Und mal abgesehen davon, dass Ihre Anmerkung nichts mit meiner Frage zu tun hat, könnte man die glatt so interpretieren, dass man als „Skeptiker“ seine Argumente nicht prüfen muß -- sie müssen nur in die richtige Richtung gehen. Das passt zur allgemeinen Beobachtung, dass Dinge, die zur eigenen Überzeugung passen, weniger kritisch betrachtet werden, aber das meinten Sie doch sicher nicht so, oder?

  68. Die Reserven an U235, und bei entsprechendem Stand der Technik,
    U238 und Thorium laufen uns nicht weg.
    Diese Technologie wird dämonisiert,
    aber das bietet auch eine Chance einen Transformationsdruck herbeizuführen zu
    moderneren Reaktordesigns wie dem Bleigekühlten Schnellen oder den Flüssigsalzreaktor.
    Die Kritik hat beim Auto zu kontinuierlicher Verbesserung der Umwelteffekte, nicht zu seiner Abschaffung
    geführt.
    Wenn der heutige Kraftwerkspark, der einen Teil der Energie aufwendet nur um langlebige Transurane zu erbrüten,
    vom Netz geht,gibt das die Chance für einen Neuanfang,
    wenn die Gesellschaft wieder faktenbasiert und QUANTITATIV über Gefahren spricht.

  69. Die Kritik hat beim Auto zu kontinuierlicher Verbesserung der Umwelteffekte, nicht zu seiner Abschaffung geführt.

    Sicher richtig, aber der Unterschied ist, dass man alte Auto, Eisenbahnen, Flugzeuge nicht stillgelegt hatte, bevor man bessere besaß sondern danach.

  70. @Heraklit
    Technische Errungenschaften gehen auch von einer zur anderen Generation wieder verloren, wenn man sie nicht weiterbetreibt und -lehrt. Gewiß sind intelligente Weiterentwicklungen der Kerntechnik möglich und würden mit Sicherheit zu effizienteren und sichereren Kernkraftwerken führen, wenn entsprechende Forschung unterstützt würde.
    Gerade letzteres erscheint aber im derzeitigen politischen Klima alles andere als wahrscheinlich, s. schon den THTR Hamm-Uentrop.

    Wenn überhaupt, können wir irgendwann in der Zukunft wieder ganz von vorn anfangen.

    Manche energietechnischen Ideen sind aber offenbar so gut, daß man sie gar nicht oft genug immer wieder neu erfinden kann (s. z.B. Kapitel „Windmühlen“ hier).

  71. @ Fluminist

    Gewiß sind intelligente Weiterentwicklungen der Kerntechnik möglich und würden mit Sicherheit zu effizienteren und sichereren Kernkraftwerken führen, wenn entsprechende Forschung unterstützt würde.
    Gerade letzteres erscheint aber im derzeitigen politischen Klima alles andere als wahrscheinlich …

    Das „Klima“ wird anders, der Wind bläst schärfer, die Ideologen gewinnen die Oberhand über das Wissen und der AStA der TU Darmstadt versucht eine Lehrveranstaltung zu verbieten, man fragt sich wann sie beginnen Bücher zu verbrennen und Kunst zu „entarten“

  72. @ Peter Heller

    Dunkle Materie vielleicht nachgewiesen

    Das ist nur für Physiker interessant, da der Ausstieg aus der dunklen Energie noch kein Thema ist.
    Wie auf

    der Wissenschaftsseite der “Welt” gemeldet wurde, haben Physiker vielleicht eine Wechselwirkung eines Atoms mit dunkler Materie gemessen. Dunkle Teilchen hinterlassen kaum Spuren und tippen Atomkerne höchstens ein bisschen an, und so ein Stößchen wurde nun festgestellt. Als physikalischer Laie fragt man sich allerdings, warum man dazu nicht ein schweres und mithin instabiles Atom hernehmen kann, das beim Antippen zerfällt. Den Zerfall kann man ziemlich leicht messen. Wahrscheinlich muss man sich erst mit dem Gedanken anfreunden, dass der radioaktive Zerfall durch einen Aufprall eines Teilchens der dunklen Materie, oder vielleicht müssen auch mehrere zusammenkommen, ausgelöst wird. Bis jetzt herrscht der Konsens, dass eine “innere Wahrscheinlichkeit” bewirkt, dass man zwar nicht vorhersagen kann, wann ein bestimmtes Atom zerfällt, aber sehr genau, wieviele in einer bestimmten Zeit.

    Frage an Sie als Physiker, was ist ´dran an „…dass der radioaktive Zerfall durch einen Aufprall eines Teilchens der dunklen Materie, oder vielleicht müssen auch mehrere zusammenkommen, ausgelöst wird.“
    Ist das neu?

  73. @ Karl Rannseyer #71

    Von der Aktion des ASTA der TU Darmstadt hatte ich auch gelesen. In Zettels Raum findet man auch die Antwort der Fachschaft Maschinenbau:

    Nach Artikel 5 Abs. 3 des Grundgesetzes herrscht in Deutschland die Freiheit der Lehre, so lange sie sich auf dem Boden der Verfassung bewegt. (…) Weiterhin ist die Fachschaft Maschinenbau nach Durchsicht der Vorlesungsunterlagen der Meinung, dass die Vorlesung keineswegs ideologisch behaftet ist, sondern sich auf die technischen Aspekte der Kernenergie beschränkt und auch die Probleme und Gefahren im Zusammenhang mit dem Betrieb von Kernkraftwerken und der Endlagerung des Atommülls thematisiert.

  74. @ Rudolf Kipp

    In Zettels Raum findet man auch …

    ich weiß, da hab ichs her

    die Ideologen gewinnen die Oberhand über das Wissen

    , passte nur all zu gut zu 70. Fluminist

  75. @ Karl Rannseyer #71
    Sind wir schon so weit? Das ist ja wirklich schockierend.

    Der Vorlesungsplan sieht vor:
    (…)
    # Unfälle in Kernkraftwerken (Windscale, Three Mile Island und Tschernobyl)
    (…)

    Eine ähnliche Vorlesung habe ich seinerzeit besucht, als der Unfall von Tschernobyl noch nicht so lange zurücklag.
    (Da wurde ich also glatt ohne mein Wissen von der bösen Atomlobby indoktriniert: Schock!)

    Würden die Darmstadter Studentenvertreter ihre grauen Zellen weniger mit Gleichstellung und Feminismus beschäftigen, sondern stattdessen in dieser Vorlesung gut aufpassen, so könnten sie einiges Interessante zum Differenzieren lernen: beispielsweise, daß es keine ideale Idee ist, im Kernreaktor Moderator (Graphit) und Kühlmittel (Wasser) zu trennen, und daß die Sache vor allem dann schiefgehen kann, wenn die Burschen, die die Steuerstäbe rein- und rausfahren und/oder ihre Vorgesetzten ihrerseits nicht genug von Kernphysik verstehen. Steht aber auch bei Wikipedia:

    Als Hauptursachen für die Katastrophe gelten die bauartbedingten Eigenschaften des Graphit-moderierten Kernreaktors (Typ RBMK-1000) in einem unzulässig niedrigen Leistungsbereich und schwerwiegende Verstöße der Operatoren gegen geltende Sicherheitsvorschriften während des Versuches.

    Wissen ist Macht -- sollte im AStA eigentlich bekannt sein.

    Ich hatte auch noch das Glück, daß es in meiner Universität im Süden Deutschlands eine kleine Ecke im physikalischen Institut gab, in der schon seit Jahrzehnten täglich die Radioaktivität des Niederschlags gemessen und registriert wurde. Da konnte man auch den Tschernobyl-Ausfall sehen, ein Buckelchen am abfallenden Abhang des Himalaya der 60er Jahre (atmosphärische Kernwaffentests). Gesund ist das zwar alles nicht unbedingt, aber man lernt die quantitativen Relationen besser einzuschätzen.

    Aber heute ist Physik offenbar reiner Common Sense: da weiß man alles schon besser, ohne es erst groß zu studieren.
    Daß es bei Energietechnik u.a. auch um Entropie geht, daß man eine Energiebilanz nicht subventionieren kann und dergleichen Details, davon will man gar nichts hören.

  76. @Karl #71

    man fragt sich wann sie beginnen Bücher zu verbrennen und Kunst zu “entarten”

    …..das mit dem Verbot „Entarteter Kunst” ist bereits im Gang:
    Verhüllungszwang beim Hessischen Rundfunk

  77. @ Tim Hardenberg

    …das mit dem Verbot „Entarteter Kunst” ist bereits im Gang:

    Bezeichnend aber nicht der erste Versuch im „neuen“ Deutschland, Zensursula probte schon mal den „Ernstfall“ am Nr.1 Album von RAMMSTEIN, Indezierung und Verkauf nur gegen Vorlage des Pesonalausweises/Reisepasses an Personen über 18 Jahre, genial, Bier dürfen ´se saufen aber um Gottes Willen, hört nicht RAMMSTEIN, die Verderber der christlichen Jugend.
    Rammstein-Zensur: Hilfloses Ministerium statuierte ein Exempel
    Und alles angeblich weil Sado-Maso Praktiken verherrlicht würden.

  78. @Karl

    ja, soweit isses schon. Als nächstes kommt wahrscheinlich dann erstmal der olle Sarrazin auf den Scheiterhaufen.
    Künftig wird über so was eh nur noch die Ethikkommission entscheiden! Das Volk wird natürlich aktiv mit einbezogen.

  79. #71

    …man fragt sich wann sie beginnen Bücher zu verbrennen…

    Bücher verbrennen ist von gestern -- nicht klimaneutral! Heutzutage geht das, jedenfalls was die Fachliteratur betrifft, so:
    Die Universitätsbibliotheken werden gründlich „ausgemistet“, d.h. ältere (und z.T. jüngere) Fachbücher, darunter Meisterwerke berühmter Gelehrter, werden reihenweise dem Reißwolf überantwortet. Einfach so! Auf hartnäckige Rückfrage hört man dubiose Begründungen wie:
    „Das liest doch eh keiner mehr.“
    „Das Temperieren der Bibliotheksräume können wir uns nicht leisten. Wir müssen schließlich Energie sparen.“
    „Die Bücherregale müssen weg, um Platz für Diskussionsräume zu schaffen.“
    „Das kriegt man jetzt doch alles im Internet oder (wenn’s denn unbedingt sein muß) über Fernleihe.“
    NB. Das ist keine Dystopie, die ich mir gerade ausgedacht habe, sondern verschiedenen Orts leider bereits jüngste Vergangenheit! Wer’s nicht glaubt, frage einmal bei der nächsten Universität nach.
    Jede große Dynastie fängt erst einmal damit an, die Vergangenheit in ihrem Sinne umzugestalten. Das wußte schon der gute Kaiser Qin, und es hat sich immer wieder bewährt (Tudor, Romanow, …).

  80. achgut.com (Keil):

    „Auch das noch: Die Mini-Kernreaktoren kommen”

    Teil 1 ….. Teil 2

  81. Neues aus Fukushima 🙂
    Was hier und anderswo wesentlich realistischer gesehen wurde wird nun durch Wade Allison bestätigt und untermauert.

    Der britische Physiker Wade Allison spricht dem Reaktorunglück von Fukushima den Katastrophen-Status ab. Damit könne man nicht den Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie rechtfertigen.

    aber

    Die Fakten liegen auf dem Tisch. Der Mann auf der Straße hat entschieden, dass er diese nicht wissen möchte. Das ist gefährlich.

  82. @ Rudolf
    Ich hab grad was geschrieben , hängt im Spamfilter. Wärst Du so freundlich?

  83. @ Rannseyer:

    Ist jetzt frei (#81).

  84. Ergänzend vielleicht http://bazonline.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Japan-kehrt-zur-Atomenergie-zurueck/story/30380159

  85. #81. Karl Rannseyer

    aber

    Die Fakten liegen auf dem Tisch. Der Mann auf der Straße hat entschieden, dass er diese nicht wissen möchte. Das ist gefährlich.

    moin Karlchen,

    das Problem sind wie immer unsere gleichgeschalteten Medien, die links-grün, in jedem Fall aber kontra Kernenergie aufgestellt sind. Daher sage ich, nicht der Mann auf der Straße, der ist ja sogar schon wieder für eine Laufzeitverlängerung, sondern die öffentliche Meinung -- vertreten durch die genannten Medien -- hat so entschieden.

    gruß
    karl.s

  86. @Heller #83
    Danke.

  87. @ karl.seegert #85

    Ich denke Allison bezog sich da nicht auf die Masse, sondern auf eben die Leute die sich entschieden habe Kernenergie als solche abzulehnen, zwar basiert deren Ablehnung auf Unwissen doch das ficht sie nicht an, da sie wissen daß Kernenergie gefährlich ist. Dieses Wissen um die Todesgefahr haben sie selbstverständlich aus den MSM welche es ungeprüft von den NGO´s übernahmen und durch ständige Wiederholung als Wahrheit etablierten.
    Die langsam steigende Befürwortung der Kernenergie hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihre Ursache im Portemonnaie der Bürger 😉 , da greift dann die Behauptung der Grünen, die deutschen würden, Autofahren, obwohl es gefährlich ist, für Mensch und Umwelt, weil der Sprit so billig ist, das ist natürlich Blödsinn, die Leute fahren trotzdem Auto, weil das Risiko vertretbar ist und das wird den Leuten so langsam auch für die Kernenergie klarer. Ich denke auch es spielt eine Rolle für die meisten, daß die NIE´s konsequent teurer sind als konventionelle und Kernkraftwerke bei der Elektroenergieerzeugung, bei im Verhältnis geringem Anteil am Gesamtpaket, die Menschen sind nicht dumm und können schon erkennen was ihnen blüht sollte der NIE-Anteil noch größer werden.
    Trotzdem kommen dan in Umfragen solche Dinge zum vorschein wie von Tim Hardenberg gepostet:

    • Platz 1 erhielt die Solarenergie – mit 69 % Voten der Befragten.
    Realität: Platz 8 mit nur 1,1 % an der Stromerzeugung in 2009.

    • Platz 2 ging an die Windkraft – mit 66 % der Befragten. Die
    Realität: Platz 5 mit 6.5 % an der Stromerzeugung.

    • Platz 3: Wasserkraft – mit 44 % der Befragten.
    Tatsache: Platz 7 mit 3,2 % Anteil.

    • Platz 4 ging interessanterweise an die Kernenergie: Mit 30 % der Stimmen.
    Tatsache: Platz 2 mit 22,7 % Anteil.

    • Platz 5 wurde dem Erdgas zugewiesen: Mit 27 % der Voten.
    Real: Platz 4 mit 13,0 % Anteil.

    • Platz 6 erhielt Biomasse-Strom mit 22 % der Befragten.
    Tatsache: Platz 6 mit 4,3 % Anteil.

    • Platz 7 erhielt die Braunkohle mit 10 % der Stimmen.
    In Wirklichkeit Platz 1 mit 24,7 % Stromanteil.

    • Platz 8 ging an die Steinkohle mit 9 % der Befragten.
    Die Realität: Platz 3 mit 18,0 % Anteil.

    Wobei wohl nicht gefragt wurde ob der Bürger das so will, da schwingt dann schon eine gehörige Portion Fatalismus und Resignation mit.

  88. @nLeser #84

    Die große Anti-Kernkraftbewegung die sich deutsche NGO´s und MSM gern zusammenfantasieren gibt es in Japan einfach nicht. Da regiert nicht Emotionalität, sondern Rationalität, Realismus vor Idealismus.

  89. achgut.com (Horeis):

    Fukushima rechtfertigt nicht den Ausstieg aus der Kernenergie

    Interview mit dem britischen Physiker und Strahlenexperten Prof. Wade Allison

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