Fukushima

17. März 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Energieerzeugung, Innovationspolitik, Kernenergie, Politik, Technium, Wirtschaftsförderung

Es gibt keinen Ort auf dieser Erde, an dem ich jetzt lieber wäre, als in Fukushima. Im Kernkraftwerk, im Zentrum des Geschehens. Denn ich bin Physiker und es gibt keinen Ort, der für einen Physiker spannender und interessanter sein könnte. Und vielleicht gilt Ähnliches für viele, wenn nicht für die meisten Physiker und Ingenieure auf diesem Planeten.

Ich wußte schon sehr früh, daß ich eines Tages Physik studieren würde. Als Junge bekam ich zu Weihnachten ein kleines Teleskop geschenkt und fortan war der Blick in den Nachthimmel, die Beobachtung von Sternhaufen, Nebeln und Galaxien, meine liebste Beschäftigung. Erst später lernte ich, das Leuchten und Funkeln im Okular als Ausdruck einer chaotischen, ungebändigten Naturgewalt zu erkennen, der direkten Umwandlung von Materie in Energie bei der Verschmelzung von Atomkernen. Meine Neugierde trug mich wie im Rausch durch 10 Semester Studium und die anschließende Promotion, einer Zeit des Lernens, des mühsam errungenen Verstehens, einer Zeit voller Verzweiflung und Selbstzweifel angesichts der Komplexität und schieren Fülle dessen, was es zu wissen gab. Einer Zeit voller Glücksmomente, wenn sich die Nebel hoben und die Klarheit und Schönheit physikalischer Beschreibungen natürlicher Phänomene erkennbar wurden. Eine Zeit, die leider viel zu schnell vorüberging und viel zu lange zurückliegt. Die großen Geister der Vergangenheit haben mich im Studium begleitet, für einen Physiker sind Planck, Sommerfeld, Bohr, Einstein, Heisenberg und all die anderen immer lebendig. All die genialen Denker, die die wahre Natur der Kräfte entschlüsseln halfen, die die Welt in ihren kleinsten Strukturen zusammenhalten. Ich habe die Geschichten verschlungen, von Otto Hahn und Lise Meitner, von Enrico Fermi und Edward Teller – um wieder nur einige wenige zu nennen – wie sie aus theoretischen Überlegungen heraus eine völlig neue Technologie erschufen. Wie es gelang, die in den Kernen der Atome gespeicherte Energie für die Menschheit nutzbar zu machen. Wie das Wunder der Kernkraft entstand. Wie es möglich wurde, aus einem Vorgang, den Menschen noch nie direkt beobachten konnten, der nur theoretisch zu beschreiben war, im großen Maßstab preiswerte, saubere und verfügbare Energie zu gewinnen: Elektrizität, die unsere Welt erleuchtet, unsere Maschinen antreibt, die uns kommunizieren läßt, die unser Leben einfacher, schöner und bequemer macht, die Armut vertreibt und Wohlstand ermöglicht. Strom, hergestellt aus der Spaltung von Atomkernen durch Neutronen, gewonnen aus der direkten Umwandlung von Masse in Energie. Ein Prinzip, durch das (mittels des umgekehrten Vorgangs der Verschmelzung) auch die Sterne am Nachthimmel leuchten. Ein Prinzip, durch das allein es der Sonne gelingt, Leben auf unserer Welt zu ermöglichen.

Als Physiker erfüllt es mich mit Stolz und großer Freude, zu sehen, wie die Menschheit diese Naturgewalt in den kleinsten Strukturen zu wecken, zu verstärken, zu steuern und zu ihrem Vorteil zu nutzen vermag. Als Physiker habe ich ein grundsätzliches Verständnis über die dabei ablaufenden Prozesse, ich kann sie mir vorstellen und ich kann sie beschreiben. Als Physiker habe ich daher keine Angst, nicht vor einem Kernkraftwerk und nicht vor Radioaktivität. Ich weiß, letztere ist ein natürliches Phänomen, das uns ständig umgibt, dem wir niemals entkommen können und dem wir auch nicht entkommen müssen. Und ich weiß ersteres als ein herausragendes Symbol für die Fähigkeit des Menschen zu schätzen, solche natürlichen Vorgänge zu lenken. Als Physiker habe ich keine Angst vor dem, was die Natur uns bietet. Sondern Respekt. Und dieser Respekt gebietet es, freimütige Angebote wie Neutronen, die Kerne spalten können und dabei Materie in Energie umwandeln, auch anzunehmen. Alles andere wäre ignorant. Und feige.

Es gab Zeiten, in denen Ignoranz und Feigheit das Leben der Menschen überschatteten. In denen unsere Vorfahren ein Leben voller Aberglauben und Angst führen mußten, weil ihnen die freie Entfaltung ihrer Kreativität und ihrer Phantasie nicht gestattet wurde. Religiöse Dogmen wie das geozentrische Weltbild oder der Kreationismus verboten schon das Stellen von Fragen. Das Verbot, menschliche Körper zu öffnen und zu untersuchen, verhinderte das Finden von Antworten. Aus heutiger Sicht erscheinen uns diese mittelalterlichen Regeln rückschrittlich und unaufgeklärt. Wir können diese Art zu denken nicht nachvollziehen.

Und daher erfüllt mich mit Sorge, in den letzten Tagen einen Rückfall in diese Zeiten zu erleben. Hysterische und sensationsgeile Berichterstattung, gepaart mit einem bemerkenswert dreist zur Schau getragenem Unwissen über technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge und der offene Versuch einer übergroßen Mehrheit von Journalisten, in der Bevölkerung Emotionen gegen die Nutzung der Kernenergie zu schüren – das ist Hexenverbrennung, die nur vorgetäuscht modern daherkommt.

Es erfüllt mich mit Trauer und Wut, wie die Lebenswerke der oben genannten Heroen der Physik in den Schmutz getreten werden, wie eine der größten Errungenschaften der Naturwissenschaft des 20. Jahrhunderts geradezu in ein Verbrechen umdefiniert wird. Die aktuelle Debatte in Deutschland ist auch eine Debatte über die Freiheit der Forschung. Die Stigmatisierung und Ächtung der Kernenergie, die Forderung nach einem sofortigem und endgültigem Ausstieg ist eben auch die Forderung nach dem Ende von Forschung und Entwicklung in diesem Bereich. Keine Arbeitsmöglichkeiten bedeutet keine Studenten bedeutet keine Lehrstühle bedeutet ein Ende der Vermehrung unseres Wissens. Der Ausstieg ist nichts anderes, als das Erbe Einsteins, Heisenbergs, Bohrs und all der anderen abzulehnen, zu verwerfen, als gefährlich abzustempeln. Und ähnlich wie Kreationisten versuchen, die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern zu verbannen, scheint es fast so, als würde jede sachliche und neutrale Aufklärung der Menschen in Deutschland mit Absicht unterbleiben.

Die Berichterstattung suggeriert, die “nukleare Katastrophe”, der “Megagau”, die “Apokalypse” hätten bereits stattgefunden. Als ob die wohl mehr als 10.000 Todesopfer in Wahrheit nicht dem Erdbeben und dem Tsunami, sondern der Kernenergie zum Opfer gefallen wären. Es muß an dieser Stelle noch einmal verdeutlicht werden: Fukushima wurde erst von einem unvorstellbar starkem Beben der Stärke 9 getroffen und nur eine Stunde später von einer 10 Meter hohen Flutwelle überrollt. Es steht auch nicht mehr in einem Hochtechnologieland, es steht in einer Wüste. Um das Kraftwerk herum sind sämtliche Infrastrukturen, Siedlungen, Verkehrswege, Wasserleitungen, Energie- und Kommunikationsnetze schlicht nicht mehr vorhanden. Und trotzdem: Nach mittlerweile einer Woche ist die Apokalypse immer noch nicht eingetreten. Immer noch sind nur geringe Mengen an radioaktiven Stoffen freigesetzt worden, die nur lokal Wirkung entfachen, nur auf dem Gelände des Kraftwerkes selbst. Unter Berücksichtigung der reinen Fakten (die Nachrichtenlage ist zugegeben dürftig), unter Berücksichtigung nur der Dinge, die man genau weiß, entkleidet von unbegründeten Interpretationen naturwissenschaftlicher Analphabeten in den Medien, kann man derzeit nur zu der Auffassung gelangen, daß dies wohl auch so bleibt.

Fukushima ist in Wahrheit kein Beispiel für die Richtigkeit all der ideologisch motivierten, von Furcht erfüllten Mahnungen und Warnungen. Fukushima zeigt genau nicht, daß wir die Kernkraft nicht meistern können. Fukushima zeigt, daß wir sie beherrschen, auch wenn Naturgewalten jenseits aller Planungen über uns hereinbrechen.       

Immer noch tobt in Fukushima eine Auseinandersetzung zwischen menschlicher Kreativität und Kompetenz und den Bindungsenergien in Atomkernen. Ein Kampf der zeigt, was menschliche Intelligenz, angesammeltes Wissen, was Leidenschaft, Mut, Respekt und die Fähigkeit zu lernen vermögen. Mich erfüllt dies nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung. Die Menschheit kann sich diesen Herausforderungen stellen, nicht nur, weil sie es muß, sondern vor allem dann, wenn sie es will.

Obwohl ich schon lange nicht mehr als Physiker tätig bin, als Wissenschaftler und Forscher, werde ich doch nie ein anderer sein und nirgends wäre ich im Moment lieber, als dort vor Ort. Denn nirgends kann man im Moment mehr lernen, über die Kernenergie, die die Welt im Innersten zusammenhält, und über die technischen Möglichkeiten, sie zu nutzen. Sind wir mutig genug zu lernen? Nehmen wir – respektvoll aber selbstbewußt – die Chancen wahr, die sich uns nun bieten? Fukushima wird uns Möglichkeiten zeigen, die direkte Umwandlung von Materie in Energie, von der Einstein und all die anderen einst nur träumen konnten, noch besser und noch sicherer zu verwenden.

Ich bin Physiker. Ich möchte nur in einer Welt leben, die bereit ist, dazuzulernen und das Gute immer weiter zu verbessern. Ich möchte nur in einer Welt leben, in der die großen Errungenschaften der Physik mit Freude, Stolz und Hoffnung angesehen werden, weil sie den Weg in eine bessere Zukunft zeigen. Ich möchte nur in einer Welt leben, die den Mut zu einer besseren Zukunft auch hat. Eine andere Welt ist für mich nicht akzeptabel. Niemals. Deswegen werde ich für diese Welt kämpfen. Ohne jemals nachzulassen.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

242 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. @Heller
    Au Backe……….das wird richtig dick Prügel geben, Sie tuen mir jetzt schon leid.

    Gedanken zur Nacht (was einem so einfällt, wenn man Nachts mit dem Hund durch den Regen stapft)

    Nun bekommt die rot/grüne Bessermenschen-Riege neben der Nazi-Keule eine weit aus stärkere Keule in die Hand, die unser Land in den nächsten Jahren zur moralischen Hölle werden lässt.

    Die “japanische-Atomkeule”

    Diese wirkt speziell auf Bürgerinitiativen die den Leitungsausbau verhindern, die gegen stinkende Bio-Gasanlagen aufmucken, die keine Windräder in Biosphärenreservate haben wollen oder gar diese unbelehrbaren Leute, die gegen EEG kämpfen.

    Taktisch klug würde ich mir die größten Initiativen greifen die derzeit in Deutschland bestehen……zum Beispiel die renitenten Thüringer mit ihre Elektrosmog-Angst.
    Bei der nächsten angesetzten Demo würde ich dann meine gut eingeübten grünen Berufsdemonstranten an den Ort verbringen, wo die Leitungsgegner Rabatz machen.
    Mitgeführt werden Transparente mit explodierten Japan-Atomkraftwerk…………entsprechende Texte dürften auch schnell bei der Hand sein……und Zack………die japanische Atomkeule schlägt zu…………wollt ihr das sowas auch in Deutschland passiert……..wollt ihr das deutsche KKW noch länger laufen müssen……….wollt ihr unsere Kinder verstrahlen….u.s.w.
    Sollte das noch nicht ausreichen, hat man ja noch den linksextremistischen schwarzen Block an der Hand, der mal ein paar renitente Rentner rumschubst………oder andere feine Sachen macht, die sie sonst nur mit den Bullezei anstellen.

    Diese Aktionen wiederhole man noch 2-5 mal und siehe da……keiner wird sich mehr wagen gegen Leitungen/EE zu protestieren, denn gegen die japanische Atomkeule und der Moral dahinter, ist absolut nix auszurichten.

    In einem Land, wo schon Leute vor dem Supermarkt gegen israelische Waren demonstrieren…………ist meine Idee wohl auch nicht mehr weit hergeholt.

    Es wird finster werden in Deutschland……….und damit meine ich nicht die Stromausfälle, sondern die politischen Verhältnisse……………………und die konservative Szene ist derzeit gelähmt wie seit Langen nicht mehr.

    Onkel Heinz……sagt gute Nacht………….aber nicht weil ich jetzt ins Bett gehe

  2. @ Peter Heller

    vielen Dank für diesen sehr emotionalen Artikel. Falls Sie dafür angefeindet und verleumdet werden sollten, davon ist auszugehen, darf Sie das nicht weiter stören. Sie haben Recht. Für mich sind solche Texte wie dieser ein Licht in Dunkelheit, wie ein Leuchtfeuer, an das man sich orientieren kann, wenn man sich im Nebel und schwierigen Wasser verfahren hat. Alles um einen herum wirkt verstörend und macht orientierungslos. Dann liest man solche Texte wie diesen hier, atmet tief ein und aus, und ruft: Gott sei Dank gibt es noch solche Leute wie den Heller.

    Warum gerade in Deutschland zur Zeit so eine Hysterie bezüglich der Unfalls in Fukushima herrscht, ist mir unbegreiflich. Wahrscheinlich auch, weil sich die Deutschen nur noch von Stimmungen und nicht von Meinungen leiten lassen, wie Pankraz in Bezug auf Merkel gemeint hat.

  3. Na ja, mir hat das erstmal gezeigt, dass auch in einem hochentwickelten Land der Ausfall des Netzes und von ein paar Notstromgeneratoren bereits zu einer sehr schwierigen Lage führt. Das erweckt nicht den Eindruck von kompetenter Beherrschung der Technik.

  4. Danke Herr Heller!
    Ein Lichtstrahl in der mittelalterlichen Inquisition der Atomverbrennung!
    Gesponsert von George Soros und Co.

  5. @Heller
    Gestern Abend war ich wohl doch schon zu müde um Ihren Text zu würdigen. Ich greife mal 2 Punkte raus, die mir besonders gut gefallen.

    Fukushima zeigt genau nicht, daß wir die Kernkraft nicht meistern können. Fukushima zeigt, daß wir sie beherrschen, auch wenn Naturgewalten jenseits aller Planungen über uns hereinbrechen.

    So ist es, die Kernkraftwerke sind nicht in einem großen atomaren “Bumms” in die Luft geflogen, die Steuerstäbe sind wie geplant in den Kern gefahren……….nur die anschließende Kühlung des Reaktorkerns wurde teilweise ein Desaster.
    Aus Fehlern lernt man (hoffentlich), speziell was die Notstromversorgung angeht.
    Was ich in Japan vermisst hatte waren Industrieroboter die man hätte einsetzten können in den gefährdeten Anlagen und auch gepanzerte Fahrzeuge die mit einen gewissen Strahlenschutz ausgerüstet wären, weiterhin darf im Havariefall keine so hochexplosive Knallgasatmoshäre im Reaktorraum entstehen, des es dieselbe anschließen zerlegt mit einem großen Knall.
    Wenn jetzt auch so einige grünbesudelte Angstmenschen auf die Barrikaden gehen, dieser Unfall hat die eigentliche Tauglichkeit der Kernkraft auch unter den alleschlimmsten äusseren Bedingungen bewiesen, zeigt uns aber auch, das da noch jede Menge Hausaufgaben gemacht werden müssen.

    Ich möchte nur in einer Welt leben, die den Mut zu einer besseren Zukunft auch hat. Eine andere Welt ist für mich nicht akzeptabel. Niemals. Deswegen werde ich für diese Welt kämpfen. Ohne jemals nachzulassen.

    Wenn wir beide auch gewisse kleine Unterschiede in den Ansichten zu einigen Themen haben sollten, diese Aussage trage ich zu 108% mit.
    An manchen Tag hatte ich die Hoffnung aufgegeben, zu groß ist die Intolleranz im Land schon angestiegen………..aber wenn man nicht kämpft, überlässt man den Religionen/Esotherikern und der Dummheit das Feld………..und das dürfen wir einfach nicht zulassen.

    Eins steht jedenfalls jetzt schon fest.
    Deutschland hat sich bis auf die Knochen blamiert, anstatt Solidarität zu üben nur Häme übrig, für ein Volk das in einem heroischen Kampf gegen alle Elemente trotzdem nie die Nerven verloren hat , das sich in Angesicht des Super-Gau´s trotzdem seiner Menschlichkeit bewahrt hat und meine uneingeschränket Hochachtung verdient .

    Naja, meine Abscheu vor einem Teil der eigenen Gesellschaft in diesen unseren Lande muss ich hier nicht extra erwähnen, dürfte eh jeden klar sein der hier öfters mitliest.

    Heinz Eng

  6. @ adenosine

    in Japan war ein Beben der Stärke 9, eine Stunde später ein Tsunami. Beides zusammen hat unglaubliche Zerstörungen zur Folge gehabt, und wahrscheinlich mehr als zehntausend Menschen mussten sterben.

    Vor diesem Hintergrund, ist das was in Fukushima passiert marginal. Und es zeigt eben ganz deutlich, dass die Gefahren bei der Nutzung der Kernenergie bei weitem nicht so groß sind, als das immer suggeriert wird. Sicher sind auch Fehler gemacht worden, doch diese wird man später, dann wenn sich die Lage beruhigt hat, aufarbeiten und in künftigen Entscheidungen und Projekten berücksichtigen.

    Es wird durch Fukushima keine Abkehr von der Nutzung der Kernenergie geben, auch wenn einzelne Projekte vorerst auf Eis gelegt werden oder einzelne Länder sich für eine Abkehr entscheiden. Falls Deutschland den jetzt eingeschlagenen Weg weiter geht, wird die Welt ein wunderbares Beispiel haben, wie man durch irrationale Ängste einer Volkswirtschaft schadet und Wohlstand vernichtet.

  7. Sehr geehrter Herr Heller,

    Sie haben natürlich recht. Die Ereignisse in Japan haben gerade nicht die Gefährlichkeit der Kernenergie unter Beweis gestellt, sondern ihre Sicherheit. Dass es trotz der geradezu apokalyptischen Katastrophe bisher gelungen ist und wohl auch in Zukunft gelingen wird, die Auswirkungen des Nuklearunfalls gering zu halten und auf den Bereich der Anlage selbst zu beschränken, zeigt den hohen Sicherheitsstandard moderner Kernkraftwerke und großartige Kompetenz und den Mut der japanischen Physiker, Ingenieure und Techniker.

    German Angst, eine Art kollektiver Sozialneurose, erweist sich allerdings hier bei uns wieder einmal als faktenresistent und selbstzerstörerisch. Diese Sozialneurose ist geeignet, die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes zu zerstören. Unsere Konkurrenten auf den Weltmärkten werden das nicht ungern sehen.

    Schlimmer noch aber als die German Angst, an der ja sogar die promovierte Physikerin im Bundeskanzleramt erkrankt zu sein scheint, ist die absolute Kopflosigkeit, mit der unsere Regierung handelt. In wirklichen oder auch nur vermeintlichen Krisensituationen hat die Regierung die Aufgabe, einen kühlen Kopf zu bewahren und erst nach Vorliegen verlässlicher Informationen und nach Abwägung aller Argumente Entscheidungen zu treffen. Unsere Regierung aber reagiert mit Schnellschüssen aus der Hüfte, setzt sich über Recht und Gesetz hinweg und lässt alle Kernkrafterke, die vor einem willkürlich gewählten Zeitpunkt fertiggestellt worden sind, abschalten. Die Regierung handelt in Panik wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Wie wird die Regierung erst handeln, wenn Deutschland mal vor einer wirklichen Krise steht? Die Tatsache, dass die Regierung unter Stress, unter rein pubzilistisch in der veröffentlichten Meinung bestehendem Stress wohlgemerkt, panikartig reagiert und nicht zu überlegtem Handeln fähig ist, ist es, was mir Angst macht.

  8. Danke für diesen Artikel!

    Ich bin Physiker. Ich möchte nur in einer Welt leben, die bereit ist, dazuzulernen und das Gute immer weiter zu verbessern. Ich möchte nur in einer Welt leben, in der die großen Errungenschaften der Physik mit Freude, Stolz und Hoffnung angesehen werden, weil sie den Weg in eine bessere Zukunft zeigen. Ich möchte nur in einer Welt leben, die den Mut zu einer besseren Zukunft auch hat. Eine andere Welt ist für mich nicht akzeptabel. Niemals. Deswegen werde ich für diese Welt kämpfen. Ohne jemals nachzulassen.

    Ich bin kein Physiker, aber Ihren Wunsch teile ich absolut. Bisher war ich immer der Meinung, die einzige Bedrohung für diese Vision komme aus dem irrationalen Umfeld der diversen Religionen -- das war wohl falsch. Oder ist der hysterische und apokalyptisch Ökologismus einfach nur eine neue Religion? Dann wäre die wohl in Deutschland klängst die neue Staatsreligion… mit einerPhysikerin (man möchte es kaum glauben) als Päpstin. Was für ein Elend :-(
    Gibt es noch Hoffnung? Ja, klar gibt es die. Selbst aus dem Mittelalter der Inquisition haben wir irgendwann den Weg heraus gefunden, und auch für das neue Mittelalter des Ökologismus wird es eine Aufklärung (=”Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit” -- Immanuel Kant) geben. Sie arbeiten mit daran -- dafür haben Sie meine Hochachtung und Dankbarkeit!

  9. Hallo Herr Heller.
    Danke, Danke Danke.
    Albert Duin

  10. Das von mir schon oft zitierte Werk “Masse und Macht” beginnt mit folgenden Sätzen:

    Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes. Man will sehen, was nach einem greift, man will es erkennen oder zumindest einreihen können. Überall weicht der Mensch der Berührung durch Fremdes aus.

    Gehören da auch Strahlen dazu? Elektrosmog, Handystrahlen; die Menschen wissen das diese Strahlen den Körper erreichen. Das verunsichert manche. Was machen diese Strahlen mit mir? Die die verunsichert sind, glauben nicht, dass das alles harmlos ist, für rationale Erklärungen bleibt kein Platz frei, alle Plätze sind schon von der Angst besetzt.

    Das trifft umso mehr auf die Radioaktivität zu. Ein Kernkraftwerk havariert, Radioaktivität tritt aus. Wie viel, ist völlig nebensächlich, es muss gefährlich sein, anders können es sich die meisten Menschen nicht vorstellen. Dabei hat kaum einer eine Vorstellung was ein Millisievert ist, oder gar ein Microsievert. Von a-, b-, g-Strahlung ganz abgesehen. Auch ich musste mich da erst einlesen. Wer kein Physiker ist, hat wohl eher eine nebulöse Vorstellung von diesen Dingen.

    Wenn wir davon ausgehen können, dass die oben angeführte Berührungsfurcht, auch auf Strahlen zutrifft, dann lässt sich vielleicht auch erklären, warum Menschen sich davor fürchten ohne Genaueres darüber zu wissen. Doch das Wissen ist es, was den Menschen die Furcht nehmen kann. Denn wenn Radioaktivität generell, unabhängig von seiner Intensität, gefährlich sein soll, dann müssten wir schleunigst einen Strahlenschutz-Sarkophag über den Schwarzwald bauen, der strahlt nämlich mit 18 Millisievert im Jahr.

  11. Mein Gott, wie tragisch, wenn man seine kindlichen und studentischen -- theoretischen -- Planspiele euphorisiert und sie zur Grundlage für praktische Überlegungen macht. Omnipotenz in allen Ehren, aber bitte nur da, wo sie hingehört.

    Ihr Text zeigt einen klaren Fall von Diskrepanz zwischen sozialer Kompetenz (oder auch EQ) und IQ, also sozial-moralischer Retardierung bereits im frühen Kindesalter. Entwicklungspsychologisch hätte Kohlberg Sie wahrscheinlich maximal in Stufe 2 der moralischen Entwicklung (Vorschulalter) eingestuft. Sollten Sie älter als 25 sein, gibt es auch kaum Hoffnung, daß sich das noch ändern könnte und solche Menschen sollten lieber keine weit greifenden Entscheidungsträger sein, allenfalls Befehlsempfänger.

  12. @Peter Heller

    Der Ausstieg ist nichts anderes, als das Erbe Einsteins, Heisenbergs, Bohrs und all der anderen abzulehnen, zu verwerfen, als gefährlich abzustempeln. Und ähnlich wie Kreationisten versuchen, die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern zu verbannen, scheint es fast so, als würde jede sachliche und neutrale Aufklärung der Menschen in Deutschland mit Absicht unterbleiben.

    Dieses dumpfe Gefühl habe ich leider auch. Nüchtern denkende, sachlich aufgeklärte Menschen lassen sich eben nicht so einfach instrumentalisieren wie eine blökende Herde ideologisch aufgeheizter Bessermenschen, die ihren weisen Führern blindlings folgt. Wie Radikalisierung und Fanatisierung gläubiger Massen funktioniert, hat die Geschichte oft genug gezeigt, nämlich dann, wenn den Menschen ein einfaches Gut-Böse-Schema eingehämmert und ihr Blick auf einen klar erkennbaren Feind – der das „Böse” schlechthin verkörpert – gerichtet wird, sei es „Satan”, „CO2”, „Atomkraft”, „Ölmultis” oder gar „Kapitalismus” schlechthin. Und natürlich das Erzeugen des Gefühls, auf der Seite der „Guten” zu stehen.

    Dieses Prinzip des Dämonisierens und Schürens von Feindbildern ist mir (aufgewachsen als Ex-DDR-Insasse) noch so deutlich in Erinnerung, das mir noch heute speiübel wird, wenn ich nur daran denke.

    @adenosine

    Na ja, mir hat das erstmal gezeigt, dass auch in einem hochentwickelten Land der Ausfall des Netzes und von ein paar Notstromgeneratoren bereits zu einer sehr schwierigen Lage führt. Das erweckt nicht den Eindruck von kompetenter Beherrschung der Technik.

    Leider erweckt Ihr Kommentar nicht den Eindruck angemessenen Sachverstandes. Es ist Ihnen schon klar, dass es sich hier um eine der verheerendsten Naturkatastrophen aller Zeiten handelt, denen das Kernkraftwerk getrotzt hat, ohne „in die Luft zu fliegen”. Sie erinnern sich vielleicht noch an Apollo 13 („Houston, wir haben ein Problem”). Dort war der Auslöser der Beinahe-Katastrophe auch ein simples technisches Problem. Niemand wäre jedoch auf die Idee gekommen, deshalb die bemannte Raumfahrt zu einer „nicht beherrschbaren Technik” zu erklären.

    @Quentin

    Warum gerade in Deutschland zur Zeit so eine Hysterie bezüglich der Unfalls in Fukushima herrscht, ist mir unbegreiflich.

    Noch nie waren die Planer der Großen Transformation so nahe daran – oder glauben es zumindest – ihre Ziele in die Wirklichkeit umzusetzen. Es geht eben schließlich – wie beim Klimawandel – nicht um die Umwelt, sondern um Umverteilung, um das komplette Vernichten bestehender wirtschaftlicher Strukturen (einschl. dem Vom-Markt-Fegen konventioneller Energien durch NIEs).

    Nachdem immer mehr Menschen das Märchen von der menschengemachten Erderwärmung und dem bösen Killergas CO2 nicht mehr glauben, kam doch die Katastrophe in Japan – so zynisch das auch klingt – „wie gerufen”. Ein neues Schreckensszenario mit grauenhaften, einprägsamen Bildern, viel eindrucksvoller als die abstrakten Zahlen von globalen Durchschnittstemperaturen und Meeresspiegelanstiegen. Damit entfällt die Schwierigkeit, die IPCC Lead Author Stephen Schneider 2002 so formulierte:

    „Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankündigen, vereinfachende, dramatische Statements machen und wenig Erwähnung irgendwelcher Zweifel, die wir haben mögen, zulassen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten…”

    …..um die Menschheit umerziehen zu können. Es müssen nur noch diese Bilder geschickt (z.B. unterlegt mit dramatischer Musik) und in ständiger Wiederholung unters Volk verteilt werden – die ideologische Wirkung ist perfekt und zumindest in Deutschland bereits eingetreten. Das Volk ist paralysiert aus Angst vor dem atomaren Supergau und das Feinbild „Atom” steht drohend am Horizont. Die Rettung aus allem Übel heißt natürlich „Erneuerbare Energien!” – ein besseres Marketingkonzept kann es ja wohl nicht geben für nicht konkurrenzfähige, ineffiziente Technologien.

    Bemerkung am Rand: Gegenüber dem atomaren Wahn eines Herrn Achmadinedschad scheinen unsere linksGrünen Bessermenschen allerdings keinerlei Bedenken zu haben (das ist ja auch „gutes Atom”, gelle?)

    Nun scheint der Weg für die Große Transformation – weg vom bösen Konsum-Kapitalismus und hin zu einer gerechten grünen Welt mit lustig klappernden Windmühlen und im Pumpspeichersee quakenden Fröschen – bereit zu sein,

    @Reiner Vogels

    German Angst, eine Art kollektiver Sozialneurose, erweist sich allerdings hier bei uns wieder einmal als faktenresistent und selbstzerstörerisch. Diese Sozialneurose ist geeignet, die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes zu zerstören. Unsere Konkurrenten auf den Weltmärkten werden das nicht ungern sehen.

    Nur blöd, dass die Deutschen anscheinend die einzigen Deppen sind, die diesen transformierenden Welt- und Klimarettern auf den Leim zu gehen drohen. Finnen, Japaner, Franzosen, Chinesen und all die anderen verblendeten Völker sind offenbar unbelehrbar und bauen weiter Atomkraftwerke. Vielleicht sollte Deutschland doch so bald als möglich wiedermal ans „Mauer errichten” denken. Vielleicht dieses Mal mit „Deckel oben drauf” – wegen dem bösen Atom!

  13. @ Peter Heller

    Vielen Dank für und meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Artikel.

    „Es gibt keinen Ort auf dieser Erde, an dem ich jetzt lieber wäre, als in Fukushima. Im Kernkraftwerk, im Zentrum des Geschehens.“

    Ich wäre nur zu bereit Sie zu begleiten wenn auch aus anderen Gründen, ich würde eher zu denen gehören welche inzwischen als Fukushima-Kamikaze bezeichnet werden, gemäß einer Berufung der ich 16 Jahre meines Lebens nachgegangen bin.

    “Gott schütze die Kamikaze von Fukushima”

    @MedUsa

    Warum um alles in der Welt äußern Sie sich zu einem Thema und outen sich hiermit als inkompetent und desinformiert, mir wäre das peinlich.

    @Onkel Heinz

    „Au Backe……….das wird richtig dick Prügel geben, Sie tuen mir jetzt schon leid.“

    Geht schon los, wenn das aber alles so unqualifiziert abgeht wie von „MedUsa“, sehe ich da nichts wirklich substanzielles …

    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Rannseyer

  14. @MedUsa

    Sie sind hier ganz sicher im falschen Blog.

  15. MedUsa…ahhh ein Soziologe…ja die mischen sich überall ein

  16. Interessant MedUsa, Sie ordnen Menschen nach Kohlbergs Stufentheorie des moralischen Verhaltens ein und gestehen ihnen differenzierte Rechte zu, gemäß Ihrer Klassifizierung. Nicht Fakten und Lösungsvorschläge sind zur Bewältigung von Problemen maßgebend, sondern die moralische Einstufung, vorgenommen von wem auch immer.

    Dann stufen Sie Menschen herab, und gestehen ihnen nur den Status von Befehlsempfängern zu. Mal abgesehen von dem Artikel hier, ich frage mich, welches Bild Sie von Menschen haben. Solche Gedankengänge wie Sie sie hier offenbart haben, sind mir wohl bekannt. Immer wenn eine Gruppe von Menschen meint, eine Ideologie verbreiten zu müssen, wird sie sich auf verschiedene Entwicklungsstufen berufen. Und die die höheren Entwicklungsstufen noch nicht erreicht haben, werden, von einer höheren Instanz, in ihren Rechten beschnitten.

    Danke, eine solch menschenverachtende Überzeugung habe ich schon lange nicht mehr gehört. Fragen Sie mich besser nicht, auf welcher Stufe ihres Modells ich Sie einordnen würde.

  17. Sehr geehrte(r) MedUsa,

    mal abgesehen davon, dass Ihr Beitrag nichts anderes als eine ganz üble Beleidung Herrn Hellers darstellt, findet man die von Ihnen genannte Omnipotenz regelmäßig bei den Anhängern der Naturenergien. Besonders Schullehr sind in der Bewegung ja sehr engagiert und überproportional vertreten.

    Deren Vorstellungen von „100% EE“ sind allerdings tatsächlich Allmachtsphantasien.
    Parallelen mit Ihrem grundschulpychologischen Beitrag vermag ich daher eher hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=Ji3hGdJTrVA
    wieder zu entdecken.

    Mit freundlichen Grüßen von einem nicht moralinsauerem

    Heinz Reeg

  18. Wie kompetent übrigens Erneuerbare „Spitzenpolitiker” im Beurteilen wissenschaftlich-technischer Sachverhalte sind, sieht man hier.

    140 GB Geballte Kompetenz!

  19. Weitere kompetente Fachleute melden sich zu Wort.

    Katholische Bischöfe für Ausstieg aus der Kernenergie -- Zollitsch: Kaum beherrschbare Risiken

  20. Oh, was für eine Aufregung. Da gibt’s ja fast mehr Feedback zu meiner Meinung als zum Artikel selbst. Habe ich etwa in ein Wespennest gestochen?

    Zunächst darf ich Sie beruhigen: Ich bin weder (Grundschul)lehrer, noch Soziologe, sondern eher mit medizinisch-biologischem Hintergrund und außerdem noch das, was man allgemein gebildet -- hinsichtlich Naturwissenschaft -- nennt. Hilft einem, auch mal über den Tellerrand zu schauen und nicht nur bei den eigenen Allmachtsfantasien zu verharren.

    Das Apollo-Desaster mit einem Atomunfall zu vergleichen, ist hoffentlich nicht ernst gemeint. Im schlimmsten Fall wären bei Apollo 13 vier Menschen drauf gegangen, die noch dazu wussten, worauf sie sich einlassen. In Tschernobyl sollen es ‘unwesentlich’ mehr gewesen sein und die wurden auch nicht wirklich gefragt -- von den Folgen für die Umwelt und der Unbewohnbarkeit für (Zig?)Tausende von Jahren mal ganz abgesehen.

    Und das meine ich eben: Wer nur seine Kamikaze-Konstellation ausleben will und das auf Kosten des Rests der Menschheit, der ist leider max. in Stufe 2 der Stufentheorie des moralischen Verhaltens (Danke für den Hinweis auf die korrekte Bezeichnung für die Leserschaft) stehen geblieben. Magisches Denken nennt man das auch, herrscht so im Alter von 4 bis 5 Jahren vor -- man hat alles im Griff, wenn man es sich nur wünscht. Davon gibt es viele Menschen, das ist nicht weiter schlimm, solange sie nicht an den Hebeln der Macht sitzen und nur in ihrer Garage mit dem Chemie(Physik)baukasten experimentieren.

  21. @ Tim Hardenberg

    Ich muss hinzulernen. Laut Herrn Özdemir verbrauchen wir mittags 80 Gigabyte an Strom. Und ich habe immer geglaubt, dass wir 80 Quadratkilometer Strom verbrauchen. Und solche Leute machen Gesetze!

  22. @Reiner Vogels

    ja, man sollte Herrn Özdemir den Titel „Mr. 140 Byte” verleihen.

    @all

    don’t feed the trolls!

  23. @ MedUsa:

    Es ist ein weiter Weg zwischen “Allmachtsphantasien” und dem Hinweis darauf, daß jedweder Versuch, Lebensrisiken auszuschließen, am Ende mehr und höhere Risiken erzeugt, als vermindert.

    Die Leute mit den Chemiebaukästen in den Garagen, die sich ihre kindliche Faszination für die Wunder ihrer Umwelt bewahrt haben, haben auch dafür gesorgt, daß Sie ein schönes Leben haben mit all den modernen Annehmlichkeiten. Auf welcher Entwicklungsstufe steht eigentlich Bigotterie?

    Etwas “im Griff zu haben” ist nicht eine Frage des Wünschens. Sondern des Könnens. Aus Angst kann Können nicht erwachsen, aus Freude am Experimentieren schon.

  24. Hallo Herr Hardenberg,

    nicht nur der lustige GB/GW -- Verwechsler war Anlass zur Erheiterung, sondern auch Özdemirs
    Rechenkünste. Hier dokumentiert: http://www.pi-news.net/2011/03/ozdemir-verwechselt-gigabyte-mit-gigawatt/

    Heinz Reeg

  25. @ Peter Heller
    Et hic dii sunt.
    Danke, Herr Kollege, für diesen Artikel- es gibt keinen Satz darin, den ich nicht unterschreiben würde.

    Hartmut Lehmann

  26. @Medusa

    Bloss gut das wir Ihnen nicht in die Augen gucken müssen, bei den pseudointelligenten Soziologen-Quark würden wir wohl zu Stein erstarren. (Ersatzweise totlachen)

    Optimisten wie ein Herr Heller bringen eine Nation voran, Dummschwätzer wie Sie vernichten eine Nation.
    Solcherart Sozio-Experten entschuldigen ja auch die unmenschlichen U-Bahn-Gemetzel, sprechen Sexualtäter als “Gereinigt” frei und lassen sie wieder raus aus den Knast………….und dichten gesunden Menschen ein Psychose an, die sie dann wirklich krank macht.

    Ihre Harfe ist schlecht gestimmt, nicht alle Deutschen lassen sich vom Angstgejammer ins Bockshorn jagen und über mögliche Tode sollten wir erst garnicht anfangen zu philosophieren.

    Urggg schrechkliches Atom………..und zu Feierabend ins Auto und nach Hause brettern………………Rumms, der letzte Gedanke des Sterbenden……….bloss gut, keine atomare Verstrahlung. (Wahrscheinlich verkriechen Sie sich bei Gewitter auch bei Mutti unterm Rock)

    PS. Toll aufgesagt die Thesen, na hoffentlich auch die passenden Fussnoten gesetzt………….wir wollen doch keinen zweiten Gutti hier haben.

    Onkel Heinz……………ach übrigens, es gibt da auch ganz andere unheilbare Krankheiten auf diesen Planeten

    PPS. Auf Seite 1 der gedruckten Bild war der klagende Kindermörder und nicht mehr die explodierenden Kraftwerke………anscheinend gehen wir wieder “normalen” Zeiten entgegen

  27. in Japan war ein Beben der Stärke 9, eine Stunde später ein Tsunami. Beides zusammen hat unglaubliche Zerstörungen zur Folge gehabt, und wahrscheinlich mehr als zehntausend Menschen mussten sterben.

    Vor diesem Hintergrund, ist das was in Fukushima passiert marginal.

    @Quentin
    So so, marginal. Schäden durch Erdbeben und Tsunamie kann man in ein paar Jahren beheben. Von radioaktiver Verseuchung werden noch viele nachfolgende Generationen ‘etwas haben’. Sollte auch Plutonium in die Umwelt gelangen, werden Sie Ihre Meinung zu den direkten Auswirkungen sicher nochmal überdenken müssen.

    Ich sehe es ein, daß das hier mehr einem Pennälerclub gleicht, wo Super-Mario gespielt wird. Wie viele Leben haben wir dann noch?! Zur Not fangen wir wieder von vorne an zu spielen. Viel Spassss weiterhin!!!

    @Peter Heller

    Es ist ein weiter Weg zwischen “Allmachtsphantasien” und dem Hinweis darauf, daß jedweder Versuch, Lebensrisiken auszuschließen, am Ende mehr und höhere Risiken erzeugt, als vermindert.

    Nun ja, es kommt darauf an, welche Risiken man ausschließt. Differenzierung scheint hier aber sowieso nicht die große Stärke zu sein. Wenn ich mit meinem Mut zum Riskio noch meine Enkel und Urur[...]enkel belaste, hört der Spaß auf.

    Die Leute mit den Chemiebaukästen in den Garagen, die sich ihre kindliche Faszination für die Wunder ihrer Umwelt bewahrt haben, haben auch dafür gesorgt, daß Sie ein schönes Leben haben mit all den modernen Annehmlichkeiten. Auf welcher Entwicklungsstufe steht eigentlich Bigotterie?

    Och, Sie werden es nicht glauben, aber ich kann auf Atomkraft gut und gerne verzichten und würde auch nicht in Panik geraten, wenn am Tage deshalb -- so wie z.B. in Griechenland -- öfter mal der Strom ausfällt. Auch ansonsten lebe ich eher spartanisch. Im Übrigen machen die meisten Länder der Welt vor, daß es auch ohne Atomkraft geht und dazu gehören auch Länder, die bei weitem nicht in der Steinzeit leben.

    Etwas “im Griff zu haben” ist nicht eine Frage des Wünschens. Sondern des Könnens. Aus Angst kann Können nicht erwachsen, aus Freude am Experimentieren schon.

    Wie gesagt in der Wissenschaft ist es nicht unüblich eine Risiko-Nutzen-Analyse zu erstellen. Es ist ein Irrglauben, daß der Mensch alles im Griff haben könnte und sich die Natur untertan machen kann. In vielen Bereichen mögen Fehler im Können dramatische, aber überschaubare und zeitlich begrenzte Folgen bringen. Von der Atomkraft kann man das nicht behaupten. Ich denke auch an meine/unsere Nachkommen. Als Mann geht Ihnen das vielleicht ab. Die Erde ist kein Experimentierbaukasten.

  28. @ all:

    Erst einmal vielen Dank für den Zuspruch. Das freut mich natürlich, ist doch klar. Ich war mir nicht ganz sicher, wie der Text aufgenommen werden würde, da ich normalerweise versuche, nicht so emotional zu schreiben. Aber erst hat mich der Heinz Eng “provoziert” und dann dieses Stück bei Spiegel-Online und die in vielen Medien thematisierte Frage, wie man sich denn freiwillig für einen Einsatz vor Ort melden könne.

    Ich denke, um eine rationale Energiedebatte in Deutschland wieder in Gang zu setzen, wie Steffen Hentrich als Replik auf meinen Text hier schreibt, ist es zunächst erforderlich, sich gegen die Angst zu stemmen. Angst erzeugt nicht nur Unfreiheit, sie verstellt auch die Möglichkeit zu verantwortungsvollem Handeln. Auch Pierre Gosselin hat meinen Artikel in dieser Hinsicht aufgegriffen. Es gilt dann, die technischen Hintergründe des Unfalles in Fukushima klar und umfassend aufzuarbeiten (@ adenosine: es gibt vieles, das ich auch noch nicht verstehe) und schließlich auf die technischen Lösungen, die Innovationen, hinzuweisen, die solche Risiken minimieren, wenn nicht gar ausschließen können (vierte Generation, Laufwellenreaktor, Hyperion Power Generator, Thorium, usw.).

    Ich bin noch nicht so sicher wie viele anderen, daß die Kernenergiedebatte in Deutschland gelaufen ist. Ich denke, das wird noch sehr spannend und für viele mit überraschenden Wendungen enden.

  29. Nehmen wir mal an, Medusa, ich zeige Ihnen ein Reaktorkonzept,

    -- mit dem Probleme wie in Fukushima nicht entstehen können (weil die Nachzerfallswärme deutlich schneller abklingt),
    -- bei dem kein langfristig zu lagernder Abfall anfällt (in dem stattdessen sogar die heutigen Abfälle wieder als Brennstoff eingesetzt werden können),
    -- bei dem eine Proliferation waffenfähiger Materialien nicht möglich ist,
    -- bei dem wesentlich weniger Brennstoff eingesetzt werden muß, als in heutigen Kernkraftwerken
    -- und das neben einer erklecklichen Menge an Strom auch noch eine ebenso erkleckliche Menge an Prozeßwärme erzeugt, die für die Industrie aber auch für bspw. die Erzeugung von Wasserstoff geeignet ist.

    Würden Sie dann Ihre Haltung überdenken?

    Glauben Sie, eine angstbasierte Debatte könnte die Entwicklung eines solchen Reaktorkonzeptes befördern?

    Ist es nicht Innovationsfreude, der Spaß an Forschung und Entwicklung, die Neugierde auf die Prozesse der Natur, mithin das ständige Experimentieren, das eine solche Entwicklung erst möglich macht?

    Wenn Fortschritt für Sie im Verzicht besteht, glauben Sie tatsächlich, in einer eng vernetzten Welt komplexer und dynamischer Wechselwirkungen könne man den Verzicht begrenzen?

    Ist es für Sie ein Zeichen von Verantwortung, den Verzicht auch Ihren Nachkommen vorzuschreiben und diesen keine eigene Wahl zuzubilligen? Ist es nicht eher Verantwortung, den Nachkommen eine Welt zu hinterlassen, in der mehr Optionen zur Lösung von Problemen bestehen, und nicht weniger?

    Kann es verantwortlich sein, auf Wissen und Können zu verzichten?

  30. @Frau Medusa

    Ich sehe es ein, daß das hier mehr einem Pennälerclub gleicht, wo Super-Mario gespielt wird. Wie viele Leben haben wir dann noch?! Zur Not fangen wir wieder von vorne an zu spielen. Viel Spassss weiterhin!!!

    Werte Frau Medusa,

    Sie haben hier Ihre Meinung kundgetan, das tun wir hier alle. Weiterhin haben Sie mit Ihrer ganz persönlichen Wahrnehmungsfähigkeit diesen Blog als „Pennälerclub” entlarvt – damit möchten Sie sicher Ihren Anspruch hoher Debattierkunst dokumentieren. Trotzdem sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass dies hier weder ein Stuhlkreis für Leute mit krankhaftem Sendungsbewusstsein noch eine Vereinigung der Anonymen Atomlobbyisten ist.

    In der Hoffnung, dass Ihr letzter Satz „Viel Spaß weiterhin!!!” ernst gemeint war, glaube ich, dass es die meisten hier sehr begrüßen würden, wenn Sie es vorzögen, Ihre Lebensweisheiten künftig Menschen in anderen Blogs, die mehr Ihrem Niveau entsprechen, mitzuteilen.

  31. Die Erde ist kein Experimentierbaukasten.

    Nöö, aber als Energieacker ganz gut geeignet, gelle.
    Biodiversität…….wen juckts, geschredderte Vögel, verendete Wale dank Windkraft, wen juckts…………Nahrung im Tank angesichts einer Milliarde hungernde Menschen…..wen juckts?

    Mich juckts, denn das wahre Gesicht hinter dem Pseudo-Bedenken so manch grüner Henne ist in Wahrheit an Menschenfeindlichkeit nicht mehr zu übertreffen.

    Während wir uns hier über hypothetische Strahlenkrankheiten ganz nett unterhalten, verrecken in Libyen gerade jede Menge Menschen…………..deren Nachkommen überhaupt keine Chance haben auf die Welt zu kommen.

    Kommen Sie runter von ihrem hohen moralischen Ast, denn der ist nur eine Wurzel die 1 cm über den Boden schwebt.

    Onkel Heinz………Blog-Pausenclown, bildlesender Handwerker, pöbelndes Arbeiterkind……..einfach das Beste fürs eigene Seelenheil als Ausrede aussuchen.

  32. @Heller

    Aber erst hat mich der Heinz Eng “provoziert” und dann …..

    Lieber Herr Heller, wenn meine “Provokationen” derart brillante Texte zur Folge haben…………..mach ich doch gelegentlich mal ganz gerne weiter, *grins*

    Onkel Heinz……..nicht alles wird so heiss gegessen wie es gekocht wird

  33. Lieber Peter Heller,
    leider ist es nicht so, dass alle Naturwissenschaftler aus einem vergleichbaren Erkenntnisgewinn die selben Schlussfolgerungen ziehen.
    Wenn wir mal rein monetäre oder politische Ziele beiseite lassen, teilt sich auch die Gruppe der naturwissenschaftlich gebildeten Menschen noch in diese zwei Stränge der Befürworter und Gegner. Es reicht also nicht, Physiker zu sein, offensichtlich muss man Physik auch leben können. Und da habe ich bei unserer Angie so meine Zweifel.
    Mit dem entsprechenden Wissen kann man eben sehr gut zu dieser Position gelangen, muss es aber nicht. Man kann aber auch nicht einfach sagen, dass es nur die Unwissenheit ist, die am Atom zweifeln lässt.

    Ihre eindrucksvolle Beschreibung des Erkenntnisgewinns als Grundlage der eigenen Positionierung zu Kernenergie teile ich weitgehend. Auch ich sehe mit der geforderten “Abkehr vom Atom” große Probleme auf die deutsche Forschung zukommen, da die Kerntechnik viele Forschungsfelder begleitet, wie z.B. Werkstoffforschung oder Medizin. Viele angewandte Verfahren sind ohne Kerntechnik nicht machbar.

    Ein Hinweis. Als Physiker wissen sie, dass radioaktive Strahlung bei unsachgemäßem Umgang nicht ungefährlich ist. Deshalb kann man den Satz

    Als Physiker habe ich daher keine Angst, nicht vor einem Kernkraftwerk und nicht vor Radioaktivität.

    auch gewaltig falsch verstehen (je nachdem, wie man den Angstbegriff wertet). Denn es klingt irgendwie verharmlosend.
    Ich bin mir sicher, dass sie das so nicht gemeint haben. Eher so: Radioaktivität verliert ihren Schrecken, wenn man weiß, wie man mit ihr umgehen muss, und sich vor ihr schützen kann.

    Doch was nützt das alles auf dem Weg zur Null-Risiko-Gesellschaft?
    Ich bin der festen Meinung, nicht die Vermeidung des Strahlenrisikos ist das Ziel, sondern der respektvolle, behutsame Umgang mit einer Hochtechnologie. Dazu notwendig ist aber eine Politik, die Deutschland wieder als nach vorn strebendes Industrieland sieht, nicht als rückwärts gewandtes verklärtes Agrarland.
    Ja, ich würde mitkommen. Ich denke aber, ich werde hier mehr gebraucht ;)

  34. @Onkel Heinz

    …..nicht alles wird so heiss gegessen wie es gekocht wird

    dat heißt nich mehr gekocht, man sagt „gegart”, du Banause.

  35. Lieber Herr Lincke:

    Ich bin mir sicher, dass sie das so nicht gemeint haben. Eher so: Radioaktivität verliert ihren Schrecken, wenn man weiß, wie man mit ihr umgehen muss, und sich vor ihr schützen kann.

    Korrekt, genau so habe ich das gemeint.

  36. @ medUsa
    Ahh, erfrischend. Nichts stärkt die eigene Meinung mehr, wie ihre Konfrontation mit der Realität, gelle?

    Schäden durch Erdbeben und Tsunamie kann man in ein paar Jahren beheben. Von radioaktiver Verseuchung werden noch viele nachfolgende Generationen ‘etwas haben’. Sollte auch Plutonium in die Umwelt gelangen, werden Sie Ihre Meinung zu den direkten Auswirkungen sicher nochmal überdenken müssen.

    Bemerkenswert, das sie als Schäden nur die materiellen Verluste einstufen.
    Die tausenden toten, vermissten, obdachlosen, verletzen, von Freunden und Familie getrennten Menschen sind ihnen keine Silbe wert.
    Dafür um so mehr “nachfolgende Generationen” (implizieren sie sich da etwa Ihresgleichen?), pfui Teufel.

  37. Bravo Herr Heller,
    fahren Sie hin. Je eher ,desto besser. Dann bekämen wir endlich objektive Berichte über den Zustand in Fushima.
    Die Helden von der Mainstream-Presse haben ja die Hosen voll, und sich vom Acker gemacht. War auch nicht anders zu erwarten. Aus “sicherer Entfernung” beziehen jetzt alle ihre Informationen von Greenpeace.
    Irgendwelche Fragen dazu? Ich glaube nicht! Muss man auch nicht beantworten. Oder?

  38. Tut mir leid, sollte Fukushima heißen. Aber ich glaube, Sie finden trotzdem hin.

  39. Danke Herr Heller!

    Einfach nur -- richtige Worte zur richtigen Zeit.

    Wegen ähnlicher Ansichten hatte ich heute schwere Gefechte auf Arbeit auszutragen, da wäre mir ihr Text gerade willkommen gewesen. Aber dank der Fakten, besonders aus diesem und aus Zettels Blog konnte ich mich auch so wacker halten.

    Beste Grüße B.

  40. Hochinteressanter Bericht in EF und bezeichnnd für das deutsche Weichei:
    http://www.ef-magazin.de/2011/03/18/2916-zeitgeist-deutschland-verweichlicht-und-entmannt
    Gruss

  41. Hallo zusammen,

    auch ich als Nichtfachmann möchte mich bei Herrn heller ausdrücklich für diesen Artikel bedanken! Ich denke sogar, man kann ihn auf andere Bereiche übertragen. genauso emotional wie Herr Heller reagiere ich z. B., wenn es gegen Kinder geht. Wenn wirklich mit der gegenwärtigen unsäglichen Politik in Deutschland unsere Kinder, wenn sie groß sind, ein Energieproblem haben, das auf nichts weiter als Hysterie beruht, könnte ich sehr ungehalten werden!
    Und ich glaube auch wie Herr Heller in #28, dass die Diskussion noch nicht gelaufen ist. Sobald sich z. B. herausstellt, dass es auf der Erde kälter und nicht wärmer wird (weil die Realität einfach nicht mehr zu übersehen ist), geht es sicher wieder los! Und ich befürchte sogar, dass dann die Hysterie irgendwann in die entgegengesetzte Richtung genauso losgeht!
    Wirklich herrliche Zeiten! Ein Wort noch zu Onkel Heinz: Deine Kommentare kommen ebenso gemütlich polternd wie treffend daher! Das zu lesen macht Spaß, auch wenn ich Deinen bisweilen durchklingenden Pessimismus nicht teile!

    Chris Frey

  42. @ Czichy:

    Das Problem ist halt, daß ich keinerlei berufliche Erfahrung mit Kernkraftwerken habe und daher vor Ort die Arbeiten auch eher behindern denn unterstützen würde. Aber eines versichere ich Ihnen: Wäre ich einer der international renommierten Experten, die ja jetzt in Teilen nach Fukushima geholt oder geschickt werden, ich würde ebenfalls nicht zögern.

  43. Dass MedUsa die Nutzung der Kernenergie ablehnt und Angst davor hat, muss man akzeptieren. Ich bin nicht ihrer Meinung, auch die meisten andern hier nicht, doch können wir nicht, nur weil wir glauben Recht zu haben, anderen unsere Meinung aufzwingen. Aber wir können versuchen sachlich zu diskutieren. Leider tut das MedUsa nicht, indem sie die hier versammelten als Pennälerclub bezeichnet und dem Autor die geistige Reife abspricht. Diese Vorgehensweise zeigt, dass auch MedUsa es nicht schafft aufs Thema einzugehen, ohne den der anderer Meinung ist zu verunglimpfen. Eine Verhaltensweise, die von Trollen wohl bekannt ist.

    Mich würde aber vielmehr interessieren, warum MedUsa zu den Schluss kommt, dass man nach moralischen Gesichtspunkten Rechte vergeben oder verweigern kann. Sie hat diesen Aspekt sogar ein zweites Mal vorgetragen, ohne es genauer zu begründen. Als erstes muss man sich nämlich fragen, was Moral eigentlich ist und bedeutet. Das ist eigentlich bereits eine philosophische Frage und lässt sich ohne den Begriff Verhältnissmäßigkeit nicht beantworten. Auch Kohlberg widmete sich der Frage mit dem “Heinz-Dilemma”. Das heißt, all unser Handeln hat auch nach moralischen Gesichtspunkten zu geschehen, doch gibt es eben nur ganz wenige Aspekte, wo diese Handeln eindeutig gut ist, meistens gibt es eine zweite Seite der Medaille. Hier muss man abwägen, welche Nachteile man in Kauf nimmt, und ob die Vorteile überwiegen.

    Zum Beispiel die Frage, nutze ich die Kernkraft um einen höheren Lebensstandart zu erreichen, damit auch bessere Entwicklungsmöglichkeiten schaffe, daraus resultierend auch bessere medizinische Versorgung etc., und nehme dafür in Kauf, dass es ein Restrisiko gibt, durch das auch Menschen zu Schaden kommen können? Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten, doch egal wie diese Antwort ausfällt, jeder wird für sich beanspruchen, moralisch einwandfrei zu handeln. Nicht nur bezüglich Kernkraft stellt sich diese Frage, ein weiteres Beispiel ist DDT und Malaria. Handelten die die ein DDT-Verbot angestrebt haben moralisch einwandfrei? Wohl kaum, obwohl sie meinten Gutes zu tun.

    Was ich damit sagen will ist, die Vorstellungen von MedUsa sind Humbug, Menschen nach moralischen Gesichtspunkten Rechte zuzugestehen, und anderen nach ebendiesen Gesichtspunkten Rechte abzuerkennen, da Moral ohne den Aspekt Verhältnismäßigkeit nicht definierbar ist. MedUsas Gedankengänge lassen sich eigentlich nur so erklären, als das sie Anhänger einer Ideologie ist, und somit das moralisch gut ist, was der Ideologie dient.

  44. @Quentin

    Heinz-Dilemma…..hihi…….passt wie Faust aufs Auge.
    Ich würde die Medikamente stehlen und dafür den Knast erdulden, nur um einem Menschen das Leben zu retten.
    Materielle Güter sind ersetzbar, ein toten Menschen kann nichts und niemand mehr zurück ins Leben holen, da würde es also für mich keine Sekunde zu überlegen geben.
    Das Dilemma wird ja von der Gesellschaft erzeugt, wenn man das Leben eines Menschen in Dollar beziffert, da kommt bei mir wieder die rote Socke durch.

    Bei meinen Diebstahl würde ich aber verhindern das ein anderer Mensch zu Schaden kommt, denn Menschenleben kann man nicht gegeneinander aufwiegen, das wäre dann die andere Seite der Medaille.

    Die Moral des Pöbels eben………mögen mich alle Philosophen dafür prügeln, mir völlig wurscht.

    Onkel Heinz…………mit Standpunkten

  45. @Chris

    Ein Wort noch zu Onkel Heinz: Deine Kommentare kommen ebenso gemütlich polternd wie treffend daher! Das zu lesen macht Spaß, auch wenn ich Deinen bisweilen durchklingenden Pessimismus nicht teile!

    Danke mein Freund, ist echt lieb von Dir.
    Als einer der wenigen “Nicht-Akademiker” versuch ich halt hier den “Bild-Konsument” und den Arbeiter argumentativ zu vertreten, ungeschliffener Sprachstil samt grausamer Rechtschreibung inbegriffen.
    Gelegentliche Arroganz einiger Akademiker mir gegenüber muss ich da halt ertragen……….wie die MS…………irgendwie verschieben sich halt nach katastrophalen persönlichen Nackenschlägen die Perspektiven.
    Deshalb macht mir “Atom” auch keine Angst mehr, genauso wenig wie Elektrosmog und Handystrahlung……..ick höre uff meinen Körper und wenn der warnt…….dann erst unternehm ick was.

    Pessimismus……….tja, Arbeits- und Gesellschaftsbedingt, denn das Klimagefasel hat sich schon viel zu tief in die Gesellschaft gefressen…..wird schwer diesen geistigen Virus zu vernichten.

    Onkel Heinz……..dat personifizierte Stehaufmännchen

  46. Ich habe gerade einen Link besucht und war da in “Zettels Raum“. Da wird ganz schnörkellos über die Vorkommnisse in Fukushima Daiishi I berichtet und auch auf die Verfälschungen durch die deutschen Medien eingegangen, Fakten mit vielen Links untermauert. Da ich wie Zettel die Ereignisse direkt über NHK und IAEA sowie GRS verfolge, kann ich seine Einschätzung der Lage nachvollziehen und bestätigen.
    Diese Quellen sind frei von Ideologie und Sensationshascherei deutscher Medien, eine Möglichkeit sich zu Informieren.
    Wissen macht frei, vor allen Dingen von Angst.

    MfG
    Karl Rannseyer

  47. @ Heinz Eng

    ich würde auch die Medikamente stehlen, keine Frage. Ich glaube das sind sich alle einig, auch auf die Moral bezogen. Als Beispiel habe ich das aber nur gebracht, weil MedUsa mit einer moralischen Keule hier aufgetreten ist, wie man so sagt. Nur war das keine Keule, sondern ein Schwert, ein zweischneidiges.

    Übrigens bin ich auch kein Akademiker, habe nicht mal Abitur. Was mich aber nicht daran gehindert hat, die Augen offen zu halten, die Ohren zu spitzen und den Verstand zu gebrauchen. Was dabei raus kommt, darüber kann man natürlich zweigeteilter Meinung sein.

    Aber noch mal zurück zu Kohlberg. Den kannte ich bisher nicht und es war recht interessant mich da ein wenig einzulesen. Solche Diskussionen wie hier können ungeheuer inspirierend sein, deshalb auch mein ausdrücklicher Dank an diejenigen, die sich hier melden, auch wenn sie die Meinung der meisten Kommentatoren nicht teilen. Also jetzt nochmal zurück. Von Kohlberg ist es nicht weit zum kategorischen Imperativ von Kant, und das wird ja recht kontrovers diskutiert, wie schon die Wikipedia zeigt. Und wo bin ich zum Schluss wieder gelandet? Bei einem Buch was ich vor rund 25 Jahren schon mal in der Hand hatte, es aber nie gelesen habe. Das werde ich jetzt nachholen: Die Blendung (hieß in einem Entwurf ursprünglich: Kant fängt Feuer).

    Sorry, war vielleicht ein wenig OT, werde mich in Zukunft mäßigen.

  48. Lieber Herr Heller,
    danke für diesen emotionalen Beitrag. Sie haben Recht in Fukushima stellt sich die dortige Bedienungsmannschaft einer Herausforderung, die man noch nicht mal abschätzen kann, wenn man selbst schon unter scharfen Bedingungen mit einem Schutzanzug herumgelaufen ist.
    Es ist nicht nur Kreativität und Kompetenz, sondern auch Prozedur, Disziplin und Training. Der dortigen Bedienmannschaft gehört mein tiefster Respekt.
    Ich bin seit heute auch vorsichtig optimistisch, dass die Japaner den Unfall eindämmen werden.
    Sie haben Recht, wir werden eine Menge lernen. Ich hätte gerne darauf verzichtet. Die genaue Bewertung kann erst starten, wenn die Eindämmung beendet ist.
    Wir lernen durch ihren Artikel aber auch eine Menge über anonyme Zeitgenossen, die mit „ad hominem“ Argumente in Blogs oder anderen Veröffentlichungen ihre Mitmenschen diffamieren und den Mumm nicht haben mit ihrem Namen zu unterschreiben.
    Für mich immer ein sehr lehrreicher Vorgang. Aber ich glaube kaum, dass Sie sich von solchen Zeitgenossen entmutigen lassen ihre Meinung zu sagen.
    Wenn man unsere Energiequellen bewertet, sollte man nie vergessen, dass 7 Milliarden Menschen leben, weil wir Kernkraft, Gas, Öl und Kohle haben. Deshalb werden wohl die meisten Länder mit Kernenergie zunächst nicht aussteigen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß
    P.S. Sowas wie die Kohlberg-Skala braucht im Grunde kein Mensch und scheint ja nur ein Werkzeug zu sein, um Vorurteile zu pflegen und „ad hominem“ Argumente zu transportieren, wie der Kollege MedUsa demonstriert.

  49. Das folgende liest sich ja nicht, als ob die Länder in Ostasien aus Kernkraft aussteigen würden:

    Japan, China, S. Korea to discuss quake aftermath, nuke safety
    KYOTO, March 19, Kyodo
    The foreign ministers of Japan, China and South Korea are set to discuss Saturday in Kyoto their cooperation in ensuring disaster preparedness and the safety of nuclear power generation in East Asia, following a devastating earthquake and tsunami that hit Japan last week.
    http://english.kyodonews.jp/news/2011/03/79547.html

    Grüße
    Günter Heß

  50. @ Günter Heß

    Vielleicht gibt es ein paar Verzögerungen beim Bau weiterer Kernkraftwerke, der Unfall von Fukushima muss ja erst noch aufgearbeitet werden, auch politisch. Aber gerade die Länder wie China und Indien haben gar keine andere Wahl, als den beschrittenen Weg weiter zu gehen.

    In Deutschland ist abzusehen, dass es den Umweltverbänden an den Kragen geht. Brüderle ruft diese dazu auf, sich für Gas- und Kohlekraftwerke, CCS und Leitungsbau einsetzen. Ein Schelm ist, wer böses dabei denkt. Die Umweltschützer und Grünen hier in die Bringschuld zu setzen, so dass diese ihre eigene Klientel überzeugen müssen, versetzt die Grünen in ein Dilemma. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sie diesen Spagat hinbekommen. Es wird deren Glaubwürdigkeit weiter beschädigen.

  51. Hei admin, hab gestern zw. 22.00 und 23.00 gepostet, der brauchte aber freigabe des admin(7 links glaub ich), ist der im spamordner gelandet?
    mfg karl rannseyer

    [Ja, 5 Links oder mehr in einem Post landen immer im Spam-Ordner. Kommentar ist jetzt freigeschaltet (#46 oben)]

  52. Wow, das war schnell. Danke!
    MfG
    Karl Rannseyer

  53. Sobald sich z. B. herausstellt, dass es auf der Erde kälter und nicht wärmer wird (weil die Realität einfach nicht mehr zu übersehen ist), geht es sicher wieder los! Und ich befürchte sogar, dass dann die Hysterie irgendwann in die entgegengesetzte Richtung genauso losgeht!

    @Chris Frey
    Das Problem wird wahrscheinlich nicht wärmer ODER kälter sein, sondern extremer und damit beides, was aus dem Fehlen von (dichtem) Wasser in der Atmosphäre herrührt. Dr. rer. nat. Peter Augustin schreibt was dazu http://www.densewater.net

    @Peter Heller
    Bigotterie? Scheinheiligkeit(?) oder auch “[...] ängstliche und übertriebene Gewissenhaftigkeit in ihrer Ausübung [...]“ (Wikipedia)

    Das erzählen Sie mal den betroffenen Menschen dort, die nicht nur die nächsten vier Wochen, sondern ihr ganzes Leben mit den Folgen leben werden MÜSSEN.
    Angesichts der Tatsache, daß es ja nicht nur um die Folge von Unfällen (Restrisiko) geht, sondern auch die sichere (für Zigjahrtausende von Jahren) Endlagerung bis heute nicht befriedigend geklärt ist, um nicht zu sagen gar nicht geklärt ist, und Sie solche Diskussionen hier führen, fällt mir eigentlich nichts anderes ein, als zu vermuten, daß Sie anscheinend nur fähig sind, von 12 bis Mittag zu denken. Und Experten meinen -- im Gegensatz zu Ihnen: Es gibt kein 100% sicheres AKW, wird es NIE geben. Es ist eine Technik, die nicht schief gehen darf, weil es sonst unübersehbare, nicht beherrschbare Folgen geben kann. Wenn Ihr Rasierapparat Ihnen um die Ohren fliegt (Restrisiko), ist das bedauerlich, aber zu verschmerzen.

    Ihre Einstellung, Herr Heller, und auch die einiger anderer hier, weist auf einen Hang zur Nötigung zum erweiterten Suizid hin. Wenn Sie zu einer fatalistischen Einstellung zum Leben (Kamikaze-Konstellation) neigen, dann bleibt Ihnen das unbenommen, aber lassen Sie bitte andere aus dem Spiel! Denn angemessene Verantwortung für folgende Generationen können Sie augenscheinlich nicht übernehmen.

    Sie meinen, Sie wären avantgardistisch und die anderen, die vor Gefahren warnen, mittelalterlich. Das Gegenteil ist der Fall. Ihre Einstellung zum Thema Atomkraft ist eine aus den 50er Jahren -- siehe Godesberger Programm der SPD.
    Wobei wir dann bei Ideologien wären. Ich gehöre keiner an, habe auch noch nie die GRÜNEN gewählt und werde sie auch nie wählen. Sie müssen sich also ein anderes Vorurteil suchen.

    P.S. Im Übrigen: Man denkt in Japan schon laut über einen Sarkophag nach.

  54. @ Medusa:

    P.S. Im Übrigen: Man denkt in Japan schon laut über einen Sarkophag nach.

    Nun ja, Medusa, ich gehe davon aus, daß das Konzept der Japaner hinsichtlich des Temperatur- und Druckmanagements in den betroffenen Reaktoren vorsah (und vielleicht noch vorsieht), Fukushima nach Stabilisierung wieder anfahren zu können. Ich denke auch, daß dies für die Reaktoren 1-4 nicht mehr geschehen wird. Hätte man von Beginn an ein Konzept mit einer anderen Zielstellung (endgültige Außerbetriebnahme) gefahren, wären die Dinge vielleicht schon geregelt.

    Eines ist doch klar: Niemand, der heute einen neuen Reaktor baut oder bauen möchte, wählt noch das Design des Siedewasserreaktors, wie es in Fukushima realisiert wurde. Ich finde es immer wieder erhellend, daß Leute wie Sie Innovationen überall vermuten (vor allem bei niedrigeffizienten Energieumwandlungen), aber nicht bei der Kernenergie.

    Wenn wir über Kernenergie debattieren, dann aber bitte auf dem technischen Stand von 2011 und nicht auf dem von 1970. Und deswegen noch einmal die Frage: Angenommen, ich zeige Ihnen ein Reaktorkonzept mit einem grundsätzlich anderen Temperaturmanagement, bei dem Probleme wie in Fukushima aus rein physikalischen Gründen nicht auftreten können, würden Sie dann umdenken?

    P.S.: Ich freue mich, daß Sie mit uns und vor allem mit mir (einem Kind im Vorschulalter) weiter diskutieren möchten.

  55. Lieber Herr Quencher,
    die Länder die in der Kernenergie bleiben, werden zunächst in eine sichere Strom- und Kühlwasserversorgung investieren, also vermutlich weder auf Solar- noch auf Windenergie als Hauptenergiequellen setzen. Denn gekühlt werden muss rund um die Uhr. Vermutlich werden sie Windparks oder Solarflächen als Unterstützung sehen, aber vor Allem in GasundDampfkraftwerke sowie Kohlekraftwerke investieren.
    Ich bin jetzt kein Gegner von Photovoltaik oder Windenergie, halte es aber für falsch deren Kapazitäten zuzuschalten bevor die Stromversorgung und die Stromnetze sicher damit umgehen können, das heißt Speicher existieren und entsprechende Leitungskapazitäten. Es ist voreilig und verantwortungslos das unkontrolliert und schlecht validiert zu überstürzen.
    Als Steuerzahler fände ich es zusätzlich gut, wenn es bezahlbar und kosteneffizient wäre.
    Insofern ist Brüderle’s Gedankengang konsequent.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  56. Ihre Frage, Herr Heller:

    Wenn wir über Kernenergie debattieren, dann aber bitte auf dem technischen Stand von 2011 und nicht auf dem von 1970. Und deswegen noch einmal die Frage: Angenommen, ich zeige Ihnen ein Reaktorkonzept mit einem grundsätzlich anderen Temperaturmanagement, bei dem Probleme wie in Fukushima aus rein physikalischen Gründen nicht auftreten können, würden Sie dann umdenken?

    habe ich bereits vorwegnehmend beantwortet:

    Angesichts der Tatsache, daß es ja nicht nur um die Folge von Unfällen (Restrisiko) geht, sondern auch die sichere (für Jahrmillionen) Endlagerung bis heute nicht befriedigend geklärt ist, um nicht zu sagen gar nicht geklärt ist, und Sie solche Diskussionen hier führen, fällt mir eigentlich nichts anderes ein, als zu vermuten, daß Sie anscheinend nur fähig sind, von 12 bis Mittag zu denken.

    Oder wie es jemand sagte:

    Atomkraft und Atomwaffen sind ein Verbrechen an der Menschheit und der Erde.

    oder!!!!

    Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht den Menschen nicht.

    P.S.: Ich freue mich, daß Sie mit uns und vor allem mit mir (einem Kind im Vorschulalter) weiter diskutieren möchten.

    Wie gesagt moralisch-soziale Reife ist keine Frage des Intellekts. Sie sind nicht allein. Man kann durchaus einen hohen Gesamt-IQ haben, aber gerade im Bereich Ursache-Wirkung Underachiever sein, ist auch bei Akademikern nicht so selten. Da bin ich froh, daß eines meiner Kinder mit knapp sieben Jahren in diesem Bereich (Ursache-Wirkung) den Wert eines knapp 18-Jährigen erreichte, denn das hat es nicht von ungefähr…

  57. achgut.com (Maxeiner & Miersch):

    Zwei Generationen GAU

  58. Sehr geehrter Herr Heller,

    vielen Dank für Ihren Artikel.

    Ich komme nur noch selten dazu, in Blogs zu lesen, aber ihr Artikel wirkt auf mich sehr viel emotionaler als alles, was ich bisher von ihnen gelesen habe.

    Das ist sicher -- wie Sie selber schreiben -- auf die Art der Berichterstattung in den deutschen Medien nach den Ereignissen in Japan zurückzuführen. Die tatsächliche Katastrophe wurde tagelang kaum dargestellt, man thematisierte stattdessen die Kernreaktoren und berichtete darüber falsch. Ich persönlich habe mich diesbezüglich in erster Linie per Internet bei Fachorganisationen informiert. Alles andere brachte einfach keinen Gewinn an sachlichen Informationen, und wenn sogar in der ARD Tagesschau mehrmals statt der sachlich richtigen Bezeichnungen lieber die Terminologie der Anti-Kernkraft-Bewegung verwendet wird, dann kann man nur noch das Fernsehgerät abschalten.

    Ihre Ansichten teile ich voll und ganz, insbesondere sehe ich ebenfalls kein Ende für die Entwicklung der Kernenergie.

    Ob die weitere Entwicklung auch mit nenneswerter deutscher Beteiligung ablaufen wird, ist meiner Meinung nach weniger sicher, aber doch sehr wahrscheinlich.

    Nochmals vielen Dank für Ihren emotionalen Artikel.


    R. Schattschneider
    (Niedersachsen)

  59. Herr Heller es lohnt nicht. Die Frau ist Faktenresistent und unwillig dazu zu lernen, ihr Tellerrand ist entweder zu hoch oder sie zu “kurz”. Wenn sie sich die Mühe machen würde sich zu informieren müsste sie hier nicht so schwadronieren.

    @Medusa
    Wollen Sie wirklich Perseus im Nacken “spüren”
    MfG
    Karl Rannseyer

  60. @ Medusa

    Es ist ein eher unerwachsenes Verständnis der Lebenszusammenhänge, das hier sichtbar wird. Auf möglichst billigen Strom aus jeder Steckdose zu bestehen, ohne die Lasten und Risken von dessen Produktion akzeptieren zu wollen, ist infantil. Dies ist freilich eine Infantilität, die viele andere wichtige Diskursfelder bestimmt.

    Passt für Sie wie die Faust auf´s Auge, auch wenn von einem Österreicher für und über seine Landsleute geschrieben.

    Nicht jeder ist gewillt sich Ihrem

    Auch ansonsten lebe ich eher spartanisch.

    anzupassen.
    Ihr Lebensstil ist nicht der meine und mir auch so ziemlich egal, so lange bis Sie versuchen mir den Ihren aufzuzwingen, da werde ich grantig!
    Aus Ihrem Lebensstil eine moralische Überlegenheit und höhere soziale Reife zu konstruieren ist absurd und etwas dünn.

    Da bin ich froh, daß eines meiner Kinder mit knapp sieben Jahren in diesem Bereich (Ursache-Wirkung) den Wert eines knapp 18-Jährigen erreichte, denn das hat es nicht von ungefähr…

    Da sind dann die anderen unmoralische “Schwerverbrecher”? Sich auf einer vermeintlich gelungenen Erziehung auszuruhen spricht nicht gerade für Sie …

    MfG
    Karl Rannseyer

  61. Hier mal eine Seite zu den Strahlenwerten.

  62. Oder diese Seite.

  63. @Medusa

    Der Mensch braucht die Natur, aber die Natur braucht den Menschen nicht.

    Falsch. Was ist mit den armen Milben die sich in unseren Betten von unseren Hautschuppen ernähren?
    Was ist mit den armen Ratten in unserer Kanalisation, die auf Futter warten?
    Ihh, die Viecher sind ja ekelig, dat is ja gar keine Natur. Natur ist nur ein blöd aus den Augen guckendes Pelztier und ein Baum (wenn er uns nicht gerade auf den Kopp fällt), hatte ähnliche Diskussionen schon mit Veganern.

    Nöö, die Erde braucht uns nicht, der Mars und die Venus schon garnet und die Sonne erst……die lacht den ganzen lieben Tag über uns.

    Da bin ich froh, daß eines meiner Kinder mit knapp sieben Jahren in diesem Bereich (Ursache-Wirkung) den Wert eines knapp 18-Jährigen erreichte, denn das hat es nicht von ungefähr…..

    Hmm, erst die Natur bedauern das auch noch die letzte Krokodilsträne die aufgeplusterten Backen lang runter träufelt………und dann jede Menge Kinder in die Welt setzten, schämen Sie sich denn überhaupt garnet?
    Ham Sie dafür eigentlich von Gajia eine Genehmigung dafür…….wo doch unser armer Planet eh schon massig überbevölkert ist?

    Na Sie sind uns ja ein strahlendes Vorbild………..Hut ab.

    Apropos Atom………..mal gucken wie es heute auf den Bikini-Atollen aussieht………..Sie werden sich wundern.

    Sorry, mit pseudomoralischen Firlefanz und hirnverdrehenden philosophischen Dingens sind Sie hier aber völlig falsch…………da gibt det doch bestimmt ein paar nette Esoterik-Blog´s (einschließlich Klangschüssel) wo man in der Selbsthilfe-Gruppe viel besser Bäume kuscheln kann, als bei solch vernagelten Moralkrüppeln wie uns hier.

    Moralische Reife………wat sagen Sie eigentlich zu den armen Tsunami-Opfern in Japan………….hab diesbezüglich noch nix von Ihnen gehört.

    H.E.

  64. @ Rannseyer:

    Herr Heller es lohnt nicht.

    Weiß ich doch. Medusa wird man nicht überzeugen können. Aber die Diskussion mag interessant sein für andere Leser. Der Störfall in Fukushima sollte Anlaß geben, zu lernen und zu verstehen. Ich beobachte viele Menschen im Web in diversen Blogs, die jetzt erst angeregt werden, sich intensiver mit Kernenergie zu befassen, mit dem Prinzip der Kernspaltung und der Technologie von Reaktoren. Es mag diesen Trend unterstützen, wenn Menschen wie Medusa nur Ignoranz und Beleidigungen zu bieten haben. Das sollte man immer und immer wieder vorführen, denn das zeigt, wie dünn doch die Argumentation der Kernkraftgegner in Wahrheit ist.

    @ Medusa:

    Alles schön der Reihe nach. Erst konstruieren wir mal einen Reaktor mit einem selbstorganisierten Temperaturmanagement, das im Notfall ohne äußere Eingriffe einen sicheren Betriebszustand ermöglicht. Dann widmen wir uns dem Brennstoff und schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Die langlebigen alpha-Strahler werden noch im Reaktorkern verbrannt, was einerseits zusätzliche Effizienz bedeutet und die Gefahren im Fall eines Lecks reduziert und andererseits die Notwendigkeit langfristig sicherer Endlagerstätten vermindert.

    Diese Themen sind zu komplex für eine Kommentarspalte, ich werde mich dem daher in weiteren Artikeln in den kommenden Wochen widmen. Stay tuned.

  65. Lieber Heller, wer weiss, ob Sie das noch lesen … trotzdem:

    In Ihrem Artikel artikulieren Sie ein Weltverständnis, das meinem eigenen höchst verwandt ist. Es ist schön und beinah erhebend, diese (eigenen) Gedanken von jemandem zu lesen, der aufgrund seiner fachlichen Kompetenz größere Aufmerksamkeit erzielt als ich selbst.

    Meine eigenen intellektuellen Fähigkeiten reichten nicht, um ernsthaft beruflich diese Richtung einschlagen zu können. Aber der grundsätzlichen Begeisterung und Überzeugung der Substanz physikalischer Erkenntnisbemühungen, hat das absolut keinen Abbruch getan.

    Ihre frühe Begeisterung für Physik und Astronomie, die Bewunderung der großen Wegbereiter -- wie Bohr und Heisenberg, Einstein und Planck aber auch Kepler, Kopernikus, Newton usw usf. ist mir nur zu vertraut und zu eigen. “Verschlungen” habe auch ich die Bücher über deren große Leistungen. Alle diesen großen Namen, die das rationale Verständnis der Welt vorangetrieben haben, die das Zeitalter der Aufklärung ermöglicht haben, verdanken wir so viel. Dieses Verständnis der “aufgeklärten” Gegenwart, im Kontrast zum unter Glaubensvorstellungen und Irrationalität leidenden Mittelalter erschien mir nur zu natürlich -- und ein Voranschreiten unserer Gesellschaft in dieser Richtung nur zu selbstverständlich.

    Sie schreiben:

    Als Physiker erfüllt es mich mit Stolz und großer Freude, zu sehen, wie die Menschheit diese Naturgewalt in den kleinsten Strukturen zu wecken, zu verstärken, zu steuern und zu ihrem Vorteil zu nutzen vermag. Als Physiker habe ich ein grundsätzliches Verständnis über die dabei ablaufenden Prozesse, ich kann sie mir vorstellen und ich kann sie beschreiben.

    Lieber Herr Heller,
    es ist auch Nicht-Physikern möglich -- natürlich abhängig von den jeweiligen intellektuellen Möglichkeiten -- diese Wahrnehmung zu teilen, sich dies bis zu einem gewissen Grad ebenfalls zugänglich zu machen. Als Nicht-Physiker ist man davon keinesfalls vollkommen ausgeschlossen! Entscheidend für die eigene Verständnisfähigkeit sind die grundsätzlichen Wertvorstellungen, nicht die Präzision, die man selbst erreichen kann. Den Unterschied würde ich illustrieren mit dem Vergleich zweier Personen, die eine entfernte Szenerie beobachten, die eine Person mit blossen Augen, die andere mit einem guten Feldstecher.

    Solch einer Person kann der mit dem Feldstecher bewaffnete Beobachter keineswegs ein X für ein U vormachen, wie es z.B. unsere Klima-PIKaderos unerschütterlich versuchen. Ein Schellnhuber mag über ein mathematisches Verständnis weit jenseits meines eigenen verfügen -- doch was nützt das, wenn er Hochhäuser an den Horizont phantasiert, wo jeder Beobachter mit blossem Auge erkennen kann, dass am Horizont FLACHE Strukturen vorhanden sind?

    Sie schreiben:

    Es gab Zeiten, in denen Ignoranz und Feigheit das Leben der Menschen überschatteten. In denen unsere Vorfahren ein Leben voller Aberglauben und Angst führen mußten, weil ihnen die freie Entfaltung ihrer Kreativität und ihrer Phantasie nicht gestattet wurde … Und daher erfüllt mich mit Sorge, in den letzten Tagen einen Rückfall in diese Zeiten zu erleben …

    Wunderbar, daß Sie “meine” Gedanken formulieren! Es ist wirklich erschreckend, den im Laufe der letzten Jahrzehnte nach und nach erkennbar werdenden Rückfall in solch irrationale Verhaltensmuster beobachten zu müssen. Was nützt die Freiheit, wenn sich die Menschen freiwillig dem Aberglauben und der Irrationalität ausliefern, sich den krudesten Verschwörungs-“Theorien” und quasireligiösen Welterklärungen (Ökologismus) zuwenden? Da sei die Frage gestattet, ob dies nicht eher die menschliche Natur, denn den mittelalterlichen Verhältnissen geschuldet war?

    Sie beginnen einen Absatz mit den Worten …

    Es erfüllt mich mit Trauer und Wut, wie die Lebenswerke der oben genannten Heroen der Physik in den Schmutz getreten werden, wie eine der größten Errungenschaften der Naturwissenschaft des 20. Jahrhunderts geradezu in ein Verbrechen umdefiniert wird. …

    … den ich voll und ganz unterstreichen möchte! Es scheint fast so, als ob aus quasi-religiös-ideologischem Antrieb “unerwünschter” wissenschaftlicher Erkenntnisprozess zugunsten pseudowissenschaftlicher “Forschungsgebiete” zum Stillstand gebracht werden soll.

    Ihre Analyse zu Fukushima ist vollkommen richtig.

    Die Reaktorhavarie wurden nur möglich durch zwei katastrophale Naturkatastrophen (Erdbeben Stärke 9.0) plus Super-Tsunami, die schon für sich alleine hierzulande geophysikalisch und topographisch absolut unmöglich sind, geschweige denn in Kombination auftreten können. Ferner kommt hinzu -- wie sie ja auch schreiben -- die vollständige Zerstörung der lokalen Infrastruktur. Und trotzdem fällt den Hysteriker weltweit, und vor allem hierzulande nicht anderes ein, als daß dies gegen Atomkraft spräche. Was für ein Schmarrn!

    Fukushima zeigt genau nicht, daß wir die Kernkraft nicht meistern können. Fukushima zeigt, daß wir sie beherrschen, auch wenn Naturgewalten jenseits aller Planungen über uns hereinbrechen.

    Völlig richtig. Nicht die Atomkraft an sich, sondern der Umgang mit dieser ist das Problem. Es fehlt die differenzierte Betrachtung der verschiedenen Atomtechnologien mit ihrem unterschiedlichen Gefahrenpotential. Wir gestalten technische Gerätschaften so, dass menschliche Fahrlässigkeit und nicht vorhersehbare Ereignisse möglichst konstruktionstechnisch abgefangen oder verunmöglicht wird:

    * Züge sind mit eine Sicherheitsfahrschaltung (Totmannknopf) ausgerüstet, DAMIT der Totalausfall des Zugführer eintreten kann,
    * Autos haben Knautschzonen, DAMIT Unfälle passieren können,
    * Ladegeräte haben Verpolungsschutz, DAMIT man Akkus falsch einlegen kann,
    * Seilbremsen sind selbstbremsend, DAMIT sie außer Kontrolle geraten können,

    Der Umgang mit Atomkraft muss von gleichem Denken bestimmt sein. Deshalb müssen
    * Siedewasserreaktoren mit einem Core Catcher ausgerüstet sein, DAMIT eine Kernschmelze eintreten kann,
    * Siedewasserreaktoren mehrere Schutzschalen haben, DAMIIT Radioaktiviät entweichen kann,
    * Flüssigsalzreaktoren eingesetzt werden, DAMIT KEINE Kernschmelze möglich ist,
    * desgleichen. eingesetzt werden, damit die Abklingzeit des strahlenden Abfalls NICHT Jahrtausende währt,
    * usw. usf.

    Fukushima spricht gegen menschliche Fahrlässigkeit nicht gegen Atomkraft. Menschliche Fahrlässigkeit war es, Fukushima NICHT mit einem Core Catcher auszurüsten. Ein Erdbeben der Stärke 9 oder mehr MUSSTE man an diesem Standort einkalkuliert werden. Die mechanische Belastungsgrenze der KKW war damit ca. 7fach überlastet! Menschliche Fahrlässigkeit -- soweit man angesichts dieser Kombinationkatastrophe von Fahrlässigkeit reden will -- hat dies billigend in Kauf genommen.

    Die heimischen KKW: Die Gefahrensituation hier ist durch Fukushima nicht um ein Jota anders geworden. Es gäbe zwei rational vertretbare Standpunkte. A) entweder sind unser KKW sicher, dann bestände kein sachlicher Anlass zur Neubewertung oder B) unsere KKW sind nicht sicher, dann wären sie es unabhängig von Fukushima schon immer gewesen. Logischerweise bestände bei B) ebenfalls kein akuter Anlass zum Handeln, die Gefahrenlage ist ja unverändert.

    Erkennbar folgte die Politik und die Journaille in diesem Lande weder A) noch B) sondern irrationlen gesellschaftlichen Strömungen. Hinzu kommt C) die Absurdität, daß man hierzulande ALTE(!) KKW abschaltet. Wenn überhaupt, muss daß Kriterium lauten die unsichersten KKW abzuschalten. Dies zeigt das hier reiner Populismus aus politischen Interessen betrieben wird.

    Zu Ihrem Schlussabsatz, Herr Heller: dieser ist sehr ambitioniert, nur fürchte ich, daß dieses diejenigen nicht aufhalten wird, die an der Zerstörung einer aufgeklärten Gesellschaft arbeiten. Menschlicher Erfindungsgeist ist in der Lage, zu vertretbar sicheren Lösungen zu kommen, da bin ich mir sicher. Man muss hoffen, daß sich die Dinge langfristig so entwickeln, wie nach dem Lissaboner Erdbeben 1755.

    Siehe dazu im viel zu beachtenden Blog Zettels Raum: Lissabon 1755 -- Japan 2011, die Parallelen

  66. @ multiverus:

    Lieber Heller, wer weiss, ob Sie das noch lesen …

    Aber sicher. Grandioser Text, multiverus, Sie sollten (hier) bloggen…

    es ist auch Nicht-Physikern möglich – natürlich abhängig von den jeweiligen intellektuellen Möglichkeiten – diese Wahrnehmung zu teilen, sich dies bis zu einem gewissen Grad ebenfalls zugänglich zu machen.

    Das wollte ich auch nicht in Abrede stellen, ich hoffe, es gibt hier keine Mißverständnisse. Wie weiter oben angemerkt, war mein Text eine direkte Reaktion auf die persönlichen Worte einer Schriftstellerin bei Spiegel Online, denen ich meine völlig andere und ebenso individuelle Sicht der Dinge entgegenstellen wollte.

    Ansonsten habe ich Ihrem Beitrag nichts hinzuzufügen, wir denken da sehr ähnlich.

  67. @Peter Heller
    vielen Dank für die Einladung zum Bloggen. Vielleicht gelingt es mir mal.

    Dummerweise laufe ich immer dann zu “Höchstform” auf, wenn ich auf Blogbeiträge antworte. Im allgemeinen besonders, wenn diese meinen Widerspruch fordern. Bei Telepolis z.B. fliessen sie mir geradezu aus den Fingern. Soviel versammelten Müll wie z.B. bei den Herrn Rötzer oder Pomrehn bekommt man selten vorgesetzt (deswegen darf ich diese Website nicht zu oft besuchen).

  68. achgut.com (Vera Lengsfeld):

    Supergau in Politik und Medien

    „…..Mit dem Schauermärchen, in Japan hätte sich ein zweites Tschernobyl ereignet, wobei der Öffentlichkeit unbekannt ist, dass die tatsächlichen Auswirkungen des Supergaus in der ehemaligen Sowjetunion viel weniger dramatisch waren, als angenommen, ist in Deutschland das Ende der Atomindustrie erzwungen worden, ohne die unser Land nicht auf seinem derzeitigen Niveau existieren kann.

    Die schlimmsten Folgen von Tschernobyl , so resümiert das „Tschernobyl-Forum“, sind psychische Schäden, ausgelöst durch falsche Information.

    In Deutschland hat in dieser Beziehung der Super-Gau stattgefunden, dessen verheerende Auswirkungen wir in nächster Zeit zu spüren bekommen werden.”

  69. Es wirkt etwa so, wie der Führerbunker 1945. (kurz vor Ende des Videos)

    Das im ARD…………manch einen Reporter ist sich zu nix zu schade um die kleinen, rumwuselnden Japaner verbal in die Tonne zu treten.

    Währenddessen fassen sich französische Damen an den Kopp……..Die spinnen, die Deutschen!……….

    Die Atomenergie, die 75 Prozent des Stroms liefert, bleibt ein Pfeiler der französischen Unabhängigkeit. Für die meisten Franzosen gilt sie weiterhin als eine saubere Energie, die niedrige Strompreise garantiert. Dass die Lagerung von radioaktivem Müll und die potentiellen Unfälle in Kernkraftwerken Gefahren bergen, wird zwar durchaus erkannt, aber solche Einwände stehen selten an oberster Stelle in der französischen Berichterstattung…..

    Und olle Broder ätzt bei der Welt…….Käpt’n Iglo und die Japaner

    Die deutsche Volksseele hyperventiliert, das letzte bisschen Aufklärung ist dank Pseudo-Experten (meist Soziologen) in einer gigantischen Atomexplosion endgültig vernichtet worden.

    Kleine Empfehlung am Rande, wer dermassen viel Angst vor dem Leben hat, sollte doch umweltfreundlich Suizid begehen…….schützt vor langem Siechtum und den Planeten vor Überhitzung und Überbevölkerung.

    Sorry………bei diesen kollektiven Schnappatmung kann man nur noch zynisch werden.
    Da möchte man doch den Menschen zurufen, Gott hat bei Erschaffung der Erde auch Uran, Thorium und solchs Zeug in den Planeten eingebaut…………wie auch Kohle, Öl und Gas…………….war der alter Herr/Dame denn völlig beknackt……….oder war es doch ein Akt der Zukunftsvorsorge für seine Schäfchen?
    Ups……..dat von mir als Atheisten…..muss man den Christen denn alles einbleuen………..selbst wenns mal nicht in der Bibel steht?

    Onkel Heinz……….mit unsinnigen Thesen kann auch dienen

  70. @multiverus

    Entschuldige bitte, Telepolis meide ich wie der Teufel das Weihwasser…………….wie Du das überhaupt noch da aushältst……ist bewundernswert.

    Onkel Heinz……….hat auch Schmerzgrenzen

  71. Auch die Novo befaßt sich intensiv mit Fukushima, durchweg lesenswerte Texte:

    Heinz Horeis:
    Deutsche Borniertheit im Angesicht der japanischen Tragödie
    Heinz Horeis versucht die Naturkatastrophe und die Ereignisse in Fukushima historisch einzuordnen. Die japanische Gesellschaft wird am Risiko realer Naturkatastrophen und möglicher atomarer Katastrophen nicht zerbrechen. Beschämend und borniert sind hingegen deutsche Reaktionen
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000810

    Matthias Heitmann:
    Fukushima und die Globalisierung der Angst
    Japan kämpft mit beschädigten Atomreaktoren, und in Deutschland steigt die Nachfrage nach Geigerzählern. Was löst solche Übersprunghandlungen aus, fragt sich Matthias Heitmann. Als mögliche Erklärung sieht er eine “Globalisierung der Angst”
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000806

    Sabine Beppler-Spahl:
    Nach dem Erdbeben: Lehren aus Japan
    Mehr “Ehrfurcht und Demut” gegenüber der Natur kann nicht die Lehre aus der Katastrophe in Japan sein. Bereits nach dem Lissaboner Erdbeben von 1755 wurde von Konservativen die Hybris der Menschheit angeprangert. Mit Voltaire spricht sich Sabine Beppler-Spahl gegen Fatalismus aus und meint, wir sollten weiterhin versuchen, die Natur zu beherrschen
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000803

    Frank Furedi:
    Japan: eine Katastrophe, kein Katastrophenfilm
    Mancher im Westen vergisst, dass in Japan eine reale Naturkatastrophe stattgefunden hat. Anstatt hollywoodreife Schuldzuweisungen über menschliche „Arroganz“ und „Ohnmacht“ über uns ergehen zu lassen, sollten wir fragen, was wir daraus lernen können.
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000808

    Yvonne Caldenberg:
    Geistiges Erdbeben nach Japan: Das Oberste nach unten kehren
    Die Debatte hierzulande ist von Ablehnung gegenüber technologischen Errungenschaften geprägt -- ein Zeichen der zunehmender Vereinzelung in unserer Gesellschaft.Misstrauen und Ängste wachsen. Gleichzeitig fehlt es an verbindenden politischen Zielen
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000807

    Klaus-Dieter Humpich:
    Fukushima-Störfall: Japan ist nicht die Sowjetunion!
    Klaus-Dieter Humpich schreibt sachlich gegen die gegenwärtige “Weltuntergangsstimmung” in den deutschen Medien an. Er zeigt auf, was wir bisher mit Gewissheit über die Ereignisse in Fukushima sagen und was für Folgen wahrscheinlich eintreten können. Er betont, dass dort kein “zweites Tschernobyl” stattfindet
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000804

    Thilo Spahl:
    Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl
    Im Zusammenhang mit Fukushima wird oft vor einem “zweiten Tschernobyl” gewarnt. Die Folgen des Reaktorunfalls von 1986 werden dabei oft übertrieben dargestellt. Thilo Spahl fasst einen Bericht des “Tschernobyl-Forums” aus dem Jahr 2005 zusammen und beschreibt, was wirklich passiert ist
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000809

  72. Das Interview ist ein echtes: Muß gelesen werden

    http://www.focus.de/panorama/welt/tsunami-in-japan/tid-21727/leben-in-tokio-auslaender-reagieren-panischer-als-wir_aid_610296.html

    FOCUS Online: Bekommen Sie auch mit, was das Ausland über den Nuklearunfall denkt?
    Ikeno: Ich habe beispielsweise gehört, dass US-Amerikaner panikartig Jodtabletten gekauft haben, so dass sie mancherorts sogar bereits ausverkauft sind. Das ist einfach nur lächerlich. Ein russischer Journalist hat behauptet, unsere Regierung hätte uns wegen der Höhe der Radioaktivität belogen und die Zahlen geschönt. Wir folgen unserer Regierung auch nicht blind, wir sind ja nicht blöd. Aber sollen wir einem russischen Reporter mehr glauben als unserer Regierung? Wir haben das deswegen ignoriert.

  73. @Heinz Eng #70
    … ja da muss man schon hart im Nehmen sein. Das ist wahr. Trotzdem ist dort die eine oder andere vernünftige Stimme zu finden. Und wo kann man dem Irrglauben frontaler entgegentreten?

  74. @Onkel Heinz, #69
    .. die Darstellung in dem verlinkten Spiegel-Artikel -- Die spinnen -- die Deutschen mutet schon recht merkwürdig, schaut man sich das tatsächliche Meinungsbild der Deutschen zur Kernkraft über die Jahre an:

    Zustimmung zur Kernkraft

    Die vereinigten Medien in diesem Land (TV, Radio, Print) behandeln diesen Fakt überwiegend mit Ignoranz -- wie der Spiegel im genannten Artikel “sehr schön” demonstriert.

  75. Bienensterben durch E-Smog
    Die industrielle Landwirtschaft könnte das System überfordern. Seit Honigbienen künstlich gehalten werden, mehren sich bei ihnen Krankheiten und Parasiten. Im Jahr 2006 kam es zu einem Massensterben. In den USA und einigen anderen Ländern verendeten die Bienen während des Winters in riesiger Zahl. Manche Züchter hatten den Verlust von fast 90 Prozent ihrer Bienenvölker zu beklagen. Das rätselhafte Sterben hat inzwischen zwar einen Namen: CCD (Colony Collapse Disorder -- “Zusammenbruch der Kolonien”), aber die Ursache liegt nach wie vor im Dunkeln.

    Nein!!! Elektrosmog trocknet die Luft aus und läßt die Bienen, die mit den Tracheen aus der Luft trinken wie wir in unseren Lungen, verdursten….

    (Dr. rer. nat. P. Augustin -- Entdecker des Prinzips “Dichtes Wasser” als Grundlage des Lebens)

    Gucken Sie auch unter http://www.densewater.net

    Heinz Eng:

    Falsch. Was ist mit den armen Milben die sich in unseren Betten von unseren Hautschuppen ernähren?
    Was ist mit den armen Ratten in unserer Kanalisation, die auf Futter warten?
    Ihh, die Viecher sind ja ekelig, dat is ja gar keine Natur. Natur ist nur ein blöd aus den Augen guckendes Pelztier und ein Baum (wenn er uns nicht gerade auf den Kopp fällt), hatte ähnliche Diskussionen schon mit Veganern.

    Schöne Geschichte. Und nun? Wer will das wissen? Milben gab es schon bevor der Mensch in Erscheinung trat und schon lange bevor es Betten gab. Und sie werden evtl. auch noch existieren, wenn es keine Betten mehr gibt. Aber evtl. wird es ihnen auch so oder ähnlich ergehen wie den Bienen. Wenn Bienen aussterben sollten, können wir einpacken.

    Und was haben Sie gegen Ratten? Mit Ihren Klischees über Atomkraftgegner können Sie vll Ihre Gesinnungsgenossen beeindrucken. Mir passt die Jacke nicht. Es ist tragisch, wenn man das große Ganze nicht erkennen kann und ignoriert, daß alles mit allem zusammen hängt, aber es ist nicht zu ändern, daß Ihnen dafür das Verständnis fehlt. Das sehe ich ein.

    Karl Rannseyer:

    Da sind dann die anderen unmoralische “Schwerverbrecher”? Sich auf einer vermeintlich gelungenen Erziehung auszuruhen spricht nicht gerade für Sie …

    Ich setze fort: Schade, daß auch Sie auch davon keine Ahnung haben. Was hat Intellekt mit Erziehung zu tun? Und im Übrigen bin ich da im Geiste von Alice Miller; nämlich keine Erziehung -- weder autoritär, noch antiautoritär. Keines unserer Mitgeschöpfe erzieht seine Jungen. So einen Nonsens fabriziert nur der Homo sapiens. Was dabei heraus kommt, kann man hier studieren.

    Peter Heller:

    Alles schön der Reihe nach. Erst konstruieren wir mal einen Reaktor mit einem selbstorganisierten Temperaturmanagement, das im Notfall ohne äußere Eingriffe einen sicheren Betriebszustand ermöglicht. Dann widmen wir uns dem Brennstoff und schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Die langlebigen alpha-Strahler werden noch im Reaktorkern verbrannt, was einerseits zusätzliche Effizienz bedeutet und die Gefahren im Fall eines Lecks reduziert und andererseits die Notwendigkeit langfristig sicherer Endlagerstätten vermindert.

    “Der Reihe nach” können Sie ja gar nicht mehr einhalten, wie sich unschwer erkennen lässt. Im Moment existieren weltweit 438 AKWs und jede Menge atomarer Müll. Wenn Sie Ihren umweltfreundlichen, ‘totsicheren’ Reaktor zur Produktionsreife gebracht haben, können Sie sich ja mal bei den Chinesen melden.
    Wie begrenzt Ihr Denken ist, führt Ihnen möglicherweise die Meldung oben vor Augen. Ich befürchte eher nicht. Auch wenn es ‘nur’ um E-Smog geht, zeigt dieses Beispiel, daß der Mensch ein Zauberlehrling ist.
    Einfach mal wieder Goethes lesen -- auch den Faust!

  76. @Medusa

    Keines unserer Mitgeschöpfe erzieht seine Jungen

    Selten so einen Quatsch gelesen, Jedem “höheren” Tierjungen werden die Grenzen aufgezeigt, und zwar zwar sehr deutlich mit “Watschen”, Bissen und was sonst noch den Kleinen zeigt, wo das Limit erreicht / überschritten ist. Aber als Pseudointellektuelle “naturliebende”, aber nicht verstehende, schaut man da mal drüber weg, oder nimmt es besser als Tatsache nicht wahr, weil die Ideologie was anderes vorschreibt.
    Also erst schlau machen, und dann Sprüche kloppen -- dann könnte es passieren, daß sie richtig sind.
    So war das nur gequirlter, substanzloser Quark

  77. @Karl Rannseyer

    Sich auf einer vermeintlich gelungenen Erziehung auszuruhen spricht nicht gerade für Sie …

    wäre sie gelungen, würde sie sich nicht in der Form einmischen, wenn sich Erwachsene unterhalten….
    “Späßle g’macht” :-)

  78. @Medusa
    Ick hab nix gegen Ratten…nur Sie gegen rationale Argumente.
    Milben haben sich an den Menschen angepasst…..wie jede Menge andere Viecher auch .

    Elektrosmog……hihi, Sie sind die diejenige welche per Internet versucht uns Moralkrüppel zu überzeugen…..bloss ohne Strom geht kein Internet….schon gemerkrt?
    Dat Problem, Sie haben die großen Zusammenhänge net begriffen……zumal Sie mehrere Kinder in die Welt gesetzt haben………pfui Deivel.

    Dat große und ganze………da sind Sie etwas überfordert………….typisch Frau eben………nicht die Schuhe bekommen, die zum rosa Kleid passen?
    Klar, da muss man natürlich hier die Sau raus lassen…….ich liebe Ratten….nur habe ich schon zu viel Tiere im Haushalt, das mein Vermieter schon blöd guckt.

    Atomkaftgegner………..zittern schon, wenn 9000 km ein AKW überhitzt……viel Spass mit ihren Geiger-Müller-Zähler….wenn man dann weiß wat die Zahlen auf der Skala auch zu bedeuten haben.

    PS. Nix Kommentar zu den Tsunami-Opfern……und den vielen Kindern den Sie diese arme Welt aufgedrückt haben.

    PPS. Im Vergleich AKW-Gegner/Ratten………………hätte ich lieber 10 Ratten im Haus

    Onkel Heinz……warum werd ick dat Gefühl net los, das sich hier Team-Thorsten eingenistet hat?

    Onkel Heinz….hat noch nich mal richtig angefangen……Medusa………..ab in den Keller, ansonsten stampf ich dich 10 m tief in den Gutmenschen-Sumpf

  79. @Medusa

    Gucken Sie auch unter http://www.densewater.net

    Ist jetzt echt nich Ihr ernst………….nachdem ich 3 Stunden meine fette Wampe nich mehr vor Lachen halten konnte……….welche Drogen nehmen Sie eigentlich?
    Jetzt fehlt nur noch Steiner und Kuh-Hörner zu Vollmond……..und ick lieg endgültig in der Ecke……..mein Zwerchfell is eh schon gespannt wie ein Flitzebogen.

    Mal ernsthaft, zu Ihren CO2-Bälgern ham se nichts gesagt………….so peinlich das man ablenken muss?
    Zu den Opfern des japanischen Tsunamis ham se nichts gesagt…………….anscheinend sind ein paar tausend tote Japaner nicht erwähnenswert, wenn es um die Sache geht.

    Sorry, Sie können mir argumentiv nicht das Wasser reichen, ich zerleg sie in die atomaren Bestandteile………und mit den Rest können sie gerne Homöopathie für Blöde betreiben.
    Wat ist nu, wieviel Gören haben Sie diesen armen Planeten zugemutet…….nu mal raus mit de Schmalzstullen.

    Onkel Heinz….Leute schickt das Umweltamt….tssss

  80. Ach so, Medusa, “Elektrosmog” und “dichtes Wasser” -- Sie sind Esoterikerin. Da sind Sie hier leider tatsächlich im völlig falschen Blog. Science Skeptical ist eine Speerspitze der Rationalität.

  81. @Medusa…Mäusschen

    Urmutter Erde………..joo, der Planet lebt……Gajia beobachtet uns und haut zur Not mit einem Erdbeben dazwischen………eh, ein schnödes Stück Stein und a bisserl Leben druff……….aber vollgefressene Esotheriker gehen erstmal Bäume kuscheln.

    Sorry, ich liebe den Wald, die Tiere die uns im Stadtleben umgeben, die Haustiere die ich mein eigen nenne…………..aber Großstadt-Tussis, die ihren Arsch aus lauter Atom-Angst net vor die Tür kriegen………….sollten sich einen 100 Meter tiefen Bunker suchen und sich die Kapuze über den Kopp ziehen.

    Mir tuen Ihre Kinder wirklich leid…….nie die Chance normal aufzuwachsen.

    Onkel Heinz……….steckt noch jeden Öko in die Tasche……..da die keinen echten Argumente haben

  82. #Heller

    Speerspitze der Rationalität, besser hätt ick dat auch nicht ausdrücken können.

    Onkel Heinz…….wenn der Geist müde wird, sollte man ins Bett gehen………sowas nennt sich auch rational

  83. So ein Mist, jetzt habe ich gedacht, wir hätten hier jemand, mit dem sich ein wenig streiten kann, doch kommt die Medusa aus der Esoterikecke. Das hat keinen Sinn. Medusa, gehen Sie Ihre Kristalle sortieren, hier verschwenden Sie nur Ihre Zeit. Und unsere auch.

  84. Ist jetzt echt nich Ihr ernst………….nachdem ich 3 Stunden meine fette Wampe nich mehr vor Lachen halten konnte……….welche Drogen nehmen Sie eigentlich?

    Hm, Sie (und @lle, die sich hier darüber amüsieren) sind tatsächlich noch ignoranter und dümmer, als ich dachte.

    Das Prinzip des dichten Wassers -- von Augustin entdeckt -- wurde bereits in den 70-er Jahren als Patent für n’Appel und n’Ei an die Holländer verkauft, worauf sich dann deren Boom der Treibhauskultur begründete. Manche seiner Kollegen, die seine Genialität erkannt haben, bezeichnen ihn als den als den genialsten Biologen unserer Zeit. Mit Esoterik hat das gar nichts zu tun, wie ich eben auch kein Esoteriker bin.

    Im Übrigen ist mein liebstes Shoppingcenter der Baumarkt (nein, nicht die Blumenabteilung) und nicht der Schuhladen (laufe nämlich vom März bis November ohne Schuhe -- nicht ganzjährig, weil mir die permanenten Ansprachen von Kriegsveteranen lästig sind -- und auch nicht im rosa Kleid).

    Und ja, Sie dürfen zufrieden sein, daß meine Kinder einmal Ihre Rente erwirtschaften werden.

    Ach so, Medusa, “Elektrosmog” und “dichtes Wasser” – Sie sind Esoterikerin. Da sind Sie hier leider tatsächlich im völlig falschen Blog. Science Skeptical ist eine Speerspitze der Rationalität.

    @Peter Heller
    Nein, Sie sind die Speerspitze der Borniertheit. Käme es NUR auf Rationalität für den Bestand des Lebens an, dann hätte die Evolution das so eingerichtet. Die ist nämlich klug, im Gegensatz zu Ihnen. Sie sind allerhöchstens schlau.

    Schönes Leben noch!

  85. Hans Werner Sinn schreibt in der Wirtschafswoche über Parallelen der Finanzkrise und der Havarie in Fukushima.

    Viele sehen das Ende des Wachstums, das Ende der Technik, das Ende der Moderne – oder gar den Anfang vom Ende der Zivilisation. Und natürlich kennt man schon die Akteure. Erst waren skrupellose Manager am Werk, dann zwielichtige Spekulanten, und nun rächt sich die Natur an ihren kapitalistischen Ausbeutern.

    Die naive Personalisierung der Gefahren, die aus solchen Worten spricht, ist die Kapitulation vor der Komplexität des Geschehens. Die Welt geht aber nicht unter. Man muss nur die Lehren aus den Unglücken ziehen und bessere Banken, Staaten und Kraftwerke bauen.

    Was mich an dem Artikel aber stört, Sinn zeigt bereits jetzt mit dem Finger auf den bösen Buben, den er erkannt zu haben glaubt: Die Betreibergesellschaft der japanischen Kernkraftwerke. Die wären nämlich nicht versichert, was zu einem laxem Umgang mit der Sicherheit geführt hätte. Dieses jetzt zu behaupten, zur einer Zeit in der die Maßnahmen zur Eindämmung der Gefahren noch in vollem Gange sind, finde ich schon etwas kaltschnäuzig. Sollte das stimmen, wäre es in der Tat ein Aspekt, über den zu reden sein wird, aber später.

    Trotzdem empfehle ich den Artikel, weil er beschreibt, wie man auch mit der Höhe der Haftpflichtprämien eine Weiterentwicklung der Sicherheitsstandards erreichen kann. Das ist ein Aspekt, der des Nachdenken lohnt.

  86. Wir widersprechen explizit der Belästigung durch sogenannte Internet-Trolle!

    „Was meint, es interessiert uns nicht die Bohne, was dererlei, bisweilen kognitiv absolut suboptimiert anmutende Zeitgenossen, uns an ‘Weisheit & Wahrheit’ meinen verkündigen zu müssen. Wir sind strikt gegen die ‘Errettung’ unserer Seelen, durch sich offensichtlich in esoterischen, religiösen, politisch-fundamentalistischen, paranoiden und/oder sonstigen Wahnzuständen befindliche Personen! Wir wollen weder gebetsmühlenartig zugespamt werden, noch mögen wir die permanente Darbietung des ‘Liedchens unserer Intoleranz’ [gegenüber der 'absoluten Wahrheit' & dem armen, heroischen Trollparia - der es doch nur gut mit uns meint]. Darüber hinaus sind wir not amused, so wir mit immer neuen, und mitunter an kreativer Unflätigkeit kaum zu überbietenden, Pöbeleien konfrontiert werden; eben so, wie es uns vollkommen egal ist, aus welchen Gründen das psychisch derartig deformierte Subjekt meint, unsere Nerven traktieren zu müssen!”

    @Medusa

    „Liebe/r Frau/Herr Troll --

    hiermit empfehlen wir Ihnen wärmstens eine Entmaterialisierungstherapie in den real existierenden Subraum! [aka Alltag - Spaziergänge in viel frischer Luft - zur Not den Besuch eines Klöppelkurses und die Anschaffung eines Punchingballs] Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Weiterflug durch Ihr spannendes Wahnuniversum und einen nicht zu harten Aufschlag in den Gefilden der Realität. Schlussendlich möchten wir Ihnen noch ein von Herzen kommendes: “Geh’ mit Gott, Hauptsache flott!” -- mit auf den Weg geben.”

  87. @alle
    Liebe Freunde, der gegenseitige sprachliche Umgang auf dieser Plattform hebt sich deutlich positiv von anderen Blogs ab, und diesen Bonus sollten wir nicht aufgeben.

    @medusa
    Sie erhalten in diesem Blog die Gelegenheit, unmoderiert zu den Beiträgen ihren Kommentar abzugeben. Aus rechtlichen Gründen müssen wir eingreifen, wenn die Regeln, die sie oben unter Knigge finden, nicht eingehalten werden.
    Ich möchte an dieser Stelle darum bitten, dass sie sich zum Thema des Artikels äußern. Wenn sie Fragen oder Hinweise haben, finden sie hier eigentlich zu fast jedem Thema Fachleute, mit denen sie diskutieren können, so fern sie das wollen. Gern können wir über ein Thema reden, ohne es zu zerreden.
    Dies setzt jedoch den erforderlichen Respekt dem anderen gegenüber voraus, den ich bei ihnen vermisse. Sie werden bemerken, dass man sich ihrem hier hereingetragenen Ton schnell versucht, anzupassen, aber so wird das nichts.
    Es ist Herrn Hellers Artikel, und er entscheidet letztlich darüber, wie weit die Diskussion abschweifen darf. Ich werde mich da nicht einmischen, aber seien sie sich bewusst, dass sie ihre Beiträge bei mir schon in der Offtopic-Arena wiedergefunden hätten.
    Dieser Blog wird von einem breiten Publikum besucht, welche eine unabhängige Quelle für Informationen suchen oder auch mit eigenem Wissen dazu beitragen. Aber spätestens nach ihrem Auftauchen ist dies unter dem Artikel schwierig geworden.

  88. @ Onkel Heinz

    warum werd ick dat Gefühl net los, das sich hier Team-Thorsten eingenistet hat?

    Nö, is nich Team Thorsten, dat is die Öff-Öff-Fraktion.

    …ist mein liebstes Shoppingcenter der Baumarkt (nein, nicht die Blumenabteilung) und nicht der Schuhladen (laufe nämlich vom März bis November ohne Schuhe

    Na dann: ab in den Urlaub, verehrte Dame!

  89. Ein interessanter Artikel zum Thema.
    Der australische Klimaforscher Barry Brooks schlägt auch für Deutschland den stäürkeren Ausbau der Kernenergie vor aus Gründen der Nachhaltigkeit, des Klimaschutzes und des Umweltschutzes, sowie der Arbeitssicherheit:

    http://www.faz.net/s/Rub469C43057F8C437CACC2DE9ED41B7950/Doc~EE253BFEB3C6D4B96905E3516D0C29D78~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  90. Der grüne Atomfreund

    Professor Barry Brook ist Australiens führender Umweltforscher. Er ist Direktor für Klimawissenschaften am Umweltinstitut der Universität in Adelaide. Einer breiteren Öffentlichkeit ist Brook als Blogger bekannt; Bravenewclimate.com heißt seine Internet-Plattform, auf der er zur Zeit nahezu täglich nüchterne Updates über die Situation der Kernkraftwerksblöcke im japanischen Fukushima veröffentlicht. Brooks gehört zu den international bekanntesten Klimaschützern, die sich wie viele seiner britischen und amerikanischen Fachkollegen für den Ausbau der Kernenergie stark machen. Er hält Kohlekraft für gefährlich, was im Kohleland Australien nicht nur auf Zustimmung stößt.
    http://bravenewclimate.com/

  91. Lieber Herr Hess

    Kleiner Tip am Rande………..die Links kann man mittels “Hyperlink” im Text einbauen, dann gibt es nicht so langen Buchstabensalat.

    @Medusa

    Und ja, Sie dürfen zufrieden sein, daß meine Kinder einmal Ihre Rente erwirtschaften werden.

    Tja gute Frau, das Argument kenne ich vom “Team-Thorsten”, der ja auch mit seinen 3-4 Kindern meint mir vorschreiben zu müssen, wie ich leben soll. Nur wer (A) sagt und den Planeten vor seinem persönlichen CO2-Fussabdruck schützen will, sollte dann auch (B) dafür sorgen diesen nicht mit Nachwuchs auf die nächsten 10 Generationen wieder zu versauen.

    Nur um es mal klar zu stellen, ich habe absolut nichts gegen Kinder, aber wenn ausgerechnet “ÖKOS” mir vorschreiben wollen wie ich zu leben habe und was ich zu denken habe……….dann sollten sie gefälligst erstmal selber eine Vorbildfunktion für uns sein, und Kinderlos bleiben.

    Aber wie einer meiner Vorredner schon sagte, wir gleiten vom Thema ab, in Japan sterben immer noch Menschen oder werden aus den Ruinen gekratzt, Knut ist Tot und mir ist auch schon ganz übel, das letzte “Dichte Wasser” muss mir wohl auf den Magen geschlagen sein.

    Hab noch etwas N24 und Pheonx geglotzt……..langsam beruhigt sich auch die Nachrichten-Kriegsberichterstattung im Bezug “Atomkraftwerk” wieder etwas.

    So, Mittag ist gleich fertig……….und liebe Medusa, keinen Splitter einziehen beim Barfusslatschen.

    Onkel Heinz………ist heut gemütlich aufgelegt, liegt wohl an der Sonne, die gerade so herrlich scheint

  92. Lieber Herr Eng,
    Danke für den Hinweis.
    Jetzt müssen sie aber den FAZ online Artikel lesen.
    Interessant war ein Kommentar, der wollte dass die FAZ die Meinung der FAZ zum Atomausstieg klarstellt.
    Das sieht man eigentlich, dass manche die Demokratie 7und die Aufgabe einer Zeitung nicht verstanden haben, nämlich alle Meinungen zu Wort kommen zu lassen.
    Das macht meines Erachtens als einzige Zeitung in Deutschland die FAZ hervorragend.
    Deshalb lohnt sich FAZ online immer.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  93. Lieber Herr Hess

    Gelesen und für gut befunden, der Mann sagt genau das öffentlich, was wir hier seit Tagen auch schon äussern, nur die Tatsache ist bemerkenswert das sowas auch in den Medien veröffentlicht wird, obwohl ja der befragende Reporter lieber seine eigene Meinung reflektiert haben wollte und dann solche Widerworte bekam.

    Bei einer Sache haben Sie allerdings völlig recht, die FAZ ist eine der wenigen Zeitungen die man noch in diesen hysterischen Land lesen kann.

    Einen wunderschönen Sonntag allen Lesern hier, genießt mal das schöne Frühlingswetter da draussen.

    Onkel Heinz……Naturliebhaber……..und die Kartoffeln sind jetzt auch fertig, ………..Mahlzeit

  94. @ Peter Heller

    Vielen Dank für diesen großartigen und sehr emotionalen Beitrag. Ich glaube viele von uns hatten in den letzten Tagen Schwierigkeiten angemessen auf die Situation in Deutschland als Reaktion auf die Katastrophe in Japan (damit meine ich das Erdbeben) zu reagieren. Dass man bei uns im Land angesichts der vielen Tausend Todesopfer und der vielen menschlichen Tragödien mit einer hysterischen völlig unsachlichen Diskussion um die Laufzeitverlängerung der heimischen Kernkraftwerke reagiert, erfüllt mich nach wie vor mit Abscheu.

    Das dem zugrunde liegende Weltbild wird hier in den Kommentaren ganz deutlich von der Leserin “Medusa” präsentiert. Eine noch so große Naturkatastrophe zählt in den Augen vieler Menschen nichts. Viel wichtiger sind für diese völlig irrational aufgebauschte hypothetische Gefahren. Und unsere Leitmedien haben es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, diese Weltsicht nach Kräften zu vertärken.

    Einen Punkt (der mir neu war), den Medusa hier eingebracht hat, fand ich besonders bemerkenswert. Die gute Frau scheint der Auffassung zu sein, ein Aspekt der geistigen Reife wäre es, vor potenziellen Gefahren möglichst viel Angst zu haben (#56). Es ist Ihr auch (wie sie voll Stolz berichtet) gelungen, Ihren kleinen Kindern diese Angst besonders deutlich zu vermitteln. Na Glückwunsch!

    Eine unaufgeregte und an der Sachlichkeit orientierte Berichterstattung ist zurzeit leider äußerst selten. Eine Sternstunde des kritischen und unterhaltsamen Journalismus war in diesen Tagen für mich der Video Kommentar von David Harnasch. Unbedingt ansehen!

    Wie der Super-GAU die hysterische TV-Welt begeistert
    Einige deutsche Medien sehnen gradezu den japanischen Super-GAU herbei. David Harnasch hat diese Woche ferngesehen – und sich wieder einmal sehr gewundert.

  95. Sehr geehrter Herr Heller,

    danke für Ihre Mühen. Werde Ihren Artikel wärmstens weiterempfehlen.
    Leider fehlen uns Menschen mit naturwissenschaftlicher Bildung in allen Bereichen der Medien und Politik.
    Ich frage mich über welches Verständnis unsere Kanzlerin eigentlich verfügt. Unser Umweltminister hat mit Sicherheit keine blasse Ahnung wovon er spricht. Der Supergau ereignet sich zur Zeit in der Politik und sicher nicht in Fukushima.
    Mit freundlichen Grüßen

    Oliver Katte

  96. Was für eine Wandlung, plötzlich spricht man (Kabel 1) von einer “Reaktor-Havarie”………..hihi, der Gau ist nicht eingetreten und nun versucht man leise umzuschwenken.

    Natürlich mussten jetzt ein paar demonstrierende Japaner herhalten, um doch noch die Anti- Atomkraftstimmung aufrecht zu erhalten.

    #Rudolf

    Joo, der Harnasch ist schon eine Wucht……..den sollten sich viel mehr angucken, ich jedenfalls hab seine Sendung genossen.

    Onkel Heinz…..kann sich trotz der katastrophalen Situation in Japan ein Grinsen net verkneifen

  97. @ Peter Heller

    Die Übersetzung Deines Artikels von Pierre Gosselin ist jetzt bei WUWT erschienen. Glückwunsch dazu!

    A plea for a return to science on the nuclear power issue

    P.S.: Allerdings ist denen wohl ein kleiner Fehler unterlaufen, als sie nach einem Foto von Dir gesucht haben. Der dort abgebildete Herr hat nicht einmal annähernd Ähnlichkeit mit Dir.

  98. Jetzt bei WUWT ins Englisch.
    http://wattsupwiththat.com/2011/03/20/a-plea-for-a-return-to-science-on-the-nuclear-power-issue/

  99. @Onkel Heinz

    hihi, der Gau ist nicht eingetreten und nun versucht man leise umzuschwenken.

    …schließlich gibt’s ja noch andere Gefahren, z.B. wenn uns „Mutti” aus heiterem Himmel uff’n Kopp fällt.
    Guckst du hier.

  100. Ja, lustig (nicht so lustig vielleicht für den emeritierten Harvard-Professor, der jetzt hoffentlich keine wütenden Mails bekommen hat). Mittlerweile hat Watts seinen Fehler aber korrigiert.

  101. Pierre, vielen, vielen Dank dafür. Die Übersetzung ist nach meinem Eindruck ganz wunderbar gelungen. Obwohl -- ich hätte statt “atomic energy” lieber “nuclear energy” geschrieben. Seis drum, ich finde das toll, daß Du und der Bernd Felsche euch so viel Arbeit gemacht haben.

  102. @TimHardenberg

    E10 getankt?
    In der DDR ist nach ´nem Heliabsturz mit dem damaligen “Kronprinzen” kein “Offizieller” mehr mit einem Helikopter geflogen.
    Ob “Mutti” jetzt auch nicht mehr Helikoptert?

  103. @Struppi

    In mitten nein in die Augsburger Puppenkiste…….wär ein schöner Anblick geworden.

    Doch plötzlich hätten fast zeitlich beide Antriebsturbinen des Superpuma 332 ausgesetzt. Der Hubschrauber sei aus einer Höhe von 1600 Metern durchgesackt.

    Na hoffentlich haben die keinen E10 getankt…………….ansonsten kann ick mir technisch den Ausfall auch nicht erklären.

    @Heller

    So Klasse wie ich es auch finde das sich Ihre ausgezeichneten Artikel weltweit verbreiten, hoffentlich wird unser Blog nicht irgendwann zur Gefahr für einige Leute (die ungenannt bleiben wollen).
    Ich hoffe mal die Admins hier haben regelmäßig alle relevanten Artikel abgespeichert, falls es jemand einfällt diesen Blog massiv anzugreifen.

    Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen.

    Heinz Eng

    [Keine Angst, die Inhalte hier speichere ich einmal wöchentlich auf einer lokalen Harddisk. Rudolf Kipp]

  104. @Karlchen der Hellseher

    2 Dumme……1 Gedanke, hihi.

    Onkel Heinz………….wie gleich doch die Uhren ticken

  105. @Peter Heller
    Schön zu sehen, dass die “Partnerschaft” mit P.Gosslin solche Früchte treibt.

    Ähm, kurze Frage, warum haben Sie der Medusa schlussendlich doch noch gesagt sie wäre falsch hier? Zumal sie ja den Link schon Chris Frey angeboten hatte um ihm das kommende Klima zu erklären.
    Andererseits wundert es mich das sie Ihnen plötzlich doch glauben schenkt, bei soviel unbelehrbarkeit …

    MfG
    Karl Rannseyer

  106. @Onkel Heinz

    Tickeditack, vorbeugen, in etwa so?
    ;-)

  107. @Heinz & Karl

    nee, Mutti tankt kein’n E10, die nimmt jetzt selber Flugunterricht.

  108. Aaaahahaha, diese Schmerzen, diese wahnsinnigen schmerzen…

    ROFL
    :-)

  109. achgut.com (Miersch):

    FOCUS: Angst essen Fortschritt auf

  110. @ Rannseyer:

    Zumal sie ja den Link schon Chris Frey angeboten hatte…

    Nun ja, Tim Hardenberg (irgendwo ganz oben) hatte von Anfang an recht. Den Link hatte ich zunächst völlig ignoriert. Nachdem ich ihn dann angeklickt habe, bin ich ebenso wie Heinz Eng aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen.

    @ Eng:

    hoffentlich wird unser Blog nicht irgendwann zur Gefahr für einige Leute (die ungenannt bleiben wollen)

    Dieser Blog ist für niemanden eine Gefahr. Wenn Menschen einfach nur sagen, was sie denken, kann das nicht gefährlich sein. Vor denen, die das vielleicht anders sehen (ich kenne allerdings keinen solchen Zeitgenossen), habe ich keine Angst. Ich kann schlecht gegen Ängste anschreiben und dann selbst welche kultivieren.

  111. auchgut
    Atom ist eben nicht gleich Atom

  112. @Tim

    Die Klima-Angst ist der Atom-Angst gewichen. In der aktuellen Stimmung interessiert er niemanden mehr, dass das Abschalten von Kernkraftwerken den Kohlendioxid-Ausstoß Deutschland nach oben treiben wird.

    Hihi…..wenn sich da man nicht die Grünen mit ihren Geschrei selber geschadet haben. Jetzt kommen se echt in Argumentations-Not……….tja, wenn man halt das Maul zu weit aufreisst, könnten Fliegen einflattern.

    @Karlchen

    Merkwürdig. Die gefährlichen Nukes in den Händen von potentiellen Völkermördern scheinen unseren Friedens- und sonstwie Bewegten längst nicht so viel Angst einzuflößen wie die Reaktorblöcke von Fukushima. Atom ist eben nicht gleich Atom. Alles eine Frage des Standpunkts.

    Zusätzlich zur Atomangst/Klimaangst…………vergessen unsere grünen Bessermenschen das da vor der Haustür eine viel größere Gefahr heranwächst. Da man sich aber auf die Fahnen geschrieben hat jedem Ausländer jedes Verbrechen verzeihen zu müssen…….kommen se noch mehr in Erklärungsnotstand.

    Naja, Kernwaffen können zur Reduzierung der Weltbevölkerung beitragen, zivile Kernenergie zum Wohlstand………….nun ratet mal warum unsere Grünen so gegen die zivile Nutzung der Kernkraft ankämpfen?

    @Heller

    Ok, akzeptiert, aber trotzdem sollte auch Aufgrund von “Pannen” die irgendwie passieren könnten……….ganz starker Focus auf Sicherheitskopien der Website gelegt werden.
    Wäre doch echt schade, wenn unsere Schätze ins Daten-Nirvana verschwinden sollten.

    Onkel Heinz………geht doch etwas fröhlicher in den Wochenstart

  113. Achse des Guten……..hatte mal wieder ein feinen Tip…….den ick hier gerne ausschlachten würde.

    Die Opfer der Energiegewinnung (Achtung, PDF)

    Tote pro Gigawatt/Jahr…………Abseits aller Atomängste, einfach mal angucken und dann überlegen ob die eigenen Ängste nicht doch etwas an den Haaren herbeigezogen sind.

    Naja……….sachliche Argumente………….waren Grüne schon immer suspekt……….baut doch ihre Existenzberechtigung einzig und allein auf ANGST auf.
    Joo, die Einschläge kommen immer dichter und an uns liegt es der Bevölkerung auch die andere Seite der Medaille aufzuzeigen.
    Wenn man an der grünen Fassade kratzt………..kommt etwas zu Tage, was man des Nachts auf keinen Fall begegnen möchte.

    Onkel Heinz…………wie kommen sie eigentlich darauf, das ich Grün nicht ausstehen kann???? tssss

  114. Ich freue mich schon auf die nächsten Artikel von Peter Heller. Was vor allem interessant wäre, einmal von kompetenter Seite dargestellt zu bekommen, welche Reaktortypen momentan verfügbar sind, welche die man sofort bauen könnte, und wie sich diese von denen unterscheiden, die bereits in Betrieb sind, vor allem gegenüber den ältesten.

    Dann, welche Schwierigkeiten noch bestehen, in Bezug auf die nächsten Generationen von Kernreaktoren. Und welcher Zeitraum wahrscheinlich scheint, bis diese Probleme gelöst sind.

    Man findet darüber zwar auch Informationen im Netz, doch sind die mitunter auch widersprüchlich.

    Vielleicht ist Kernenergie, so wie sie jetzt genutzt wird, tatsächlich eine Brückentechnologie, doch nicht hin zu den NIE, sondern zu moderneren Kernkraftwerken. Gut, wir in Deutschland werden dann eben Strom importieren dürfen, die Nachbarn freuen sich schon drauf.

  115. Jaja…..Japan wird langsam uninteressant, heute in der gedruckten Bild nur noch auf Seite 4.
    Da ja nix mehr rauszuholen ist, macht man sich jetzt Gedanken über die 50 Arbeiter im Nahbereich des Reaktors….und vermutet mal eben das die jap. Regierung da ein paar Obdachlose verheizt……….und der olle Reporter (der mit dem Führerbunker) geilt sich wieder mal auf wie ne Tüte Mücken, weil die Infos so spärlich rüberkommen.
    Kann es denn eventuell sein, das die Japaner diese Arbeiter nur vor deutschen Reportern schützen wollen?
    Kann es sein, das die Arbeiter regelmäßig ausgetauscht werden wenn die Jahresdosis erreicht ist?
    Langsam begreif ich die Wut unserer rotgrünen Systemmedien auch, denn die Japaner sind so wie wir deutschen vor Langem mal selber waren, arbeitssam, strebsam, innovativ und mit hohem Gemeinsinn und dat is ja nun mal völlig “Autobahn”.

    Dafür kommt Dank Libyen neues Ungemach auf Deutschland zu………wo sich die halbe Welt wieder mal am Kopf kratzt, Deutschlands “duck und wech-Taktik” im Bezug auf die geforderte Flugverbotszone in Libyen.
    Wir kommen aus den Blamagen einfach nicht mehr raus und der gute Ruf unseres Landes auf der Welt wird ins Bodenlose fallen.

    Onkel Heinz………..und endlich ne neue Sau, die man durchs Dorf jagen kann

  116. Neue Nachrichten aus AGW-Absurdistan: Der menschengemachte Klimawandel verändert die Plattentektonik und löst dadurch Erdbeben aus.

    Some scientists theorize that the sudden melting of glaciers due to man-made climate change is lightening the load on the Earth’s surface, allowing its mantle to rebound upwards and causing plates to become unstuck.

    Da wird man wohl beim PIK jetzt Freudentänze aufführen.

  117. sach ich doch

  118. Tim Hardenberg 21. März 2011 12:27

    Neue Nachrichten aus AGW-Absurdistan: Der menschengemachte Klimawandel verändert die Plattentektonik und löst dadurch Erdbeben aus.

    Dayly-Mail (bekannt durch die Verbreitung des Jonesschen “Keine Erwärmung seit 1995″-Mißinterpretationen) brachte schon vor Tagen eine ähnliche Theorie: Is the Japanese earthquake the latest natural disaster to have been caused by a ‘supermoon’?

    Wie ernst solche Thesen genommen werden, wurde auch schon vor Tagen hier durch eine Referenz auf die Klimazwiebel beleuchtet: When will the Japanese earthquake, and its tsunami, be attributed to climate change?

    Da wird man wohl beim PIK jetzt Freudentänze aufführen.

    Ich denke eher, die werden die Augen verdrehen …

  119. Ja liebe Kinder, so ist das wenn der Mensch das Klima kaputt macht. Selbst unsere arme Sonne muss drunter leiden, denn durch die zurückgehaltene Infrarotstrahlung durchs pöse CO2 bekommt die weniger Wärme von der Erde zurückgestrahlt, so das sie letzte Zeit bibbernd vor sich hinglüht und einfach nicht aktiv werden will.

    Und morgen liebe Kinder, erklärt euch Kapitain Blaubär warum schon unsere ackerbauenden Vorfahren ganz schlimm das Klima versaut haben.

    Onkel Heinz ……..der “Erklär-Bär”, und das ganze ohne Knut

  120. Kapitain Blaubäre sagt zum Erdbeben in Japan………….das kann nur Haaaaaarpie gewesen sein oder eine durch die jüdische Weltverschwörung geschickt gezündete Atombombe.
    Ersatzweise hat unser armer Planet auch bloss Fieber und wie jedes Kind weiß, zittert man dann auch gelegentlich mal oder schüttelt sich gar grausam.

    Die Gebrüder Grimm wären stolz auf ihre Nachfahren im Geiste.

    Onkel Heinz…….je sinnloser die These, umso mehr der Zuspruch


  121. „Anklager Japan for å sende uteliggere og mindreårige inn i «dødssonen» „

    Anklage gegen Japan für die Entsendung Obdachloser und Minderjähriger in die „Todeszone“

    BERLIN (VG Nett) De modige arbeiderne i Fukushima blir hyllet som helter. I virkeligheten skal det være uteliggere, fremmedarbeidere og mindreårige som blir sendt inn i de mest strålingsutsatte områdene uten å kjenne til faren.
    Det påstår den kjente tyske korrespondenten Robert Hetkämper, som jobber for det velrenommerte fjernsynsnettverket ARD. Den erfarne journalisten mener arbeiderne som beveger seg tettest på katastrofereaktorene i Fukushima ikke er helter, men ofre.

    Die mutigen arbeiter in Fukushima swerden als Helden vereehrt. In Wirklichkeit seien das aber Obdachlose, Gastarbeiter und Minderjährige, welche in die meistverstrahlte Umgebung gesandt werden ohne das ihnen die Gefahren bekannt seien.
    Dies behauptet der bekannte deutsche Korrespondent Robert Hetkämper, …

    Ich dachte der deutsche Journalismus kann nunwirklich nicht mehr tiefer sinken, perfider geht’s wohl kaum noch.
    Ich glaub jetzt spinnen die total.

  122. Gesehen hier -- zugegeben VG ist hier so etwas wie “Bild” und teilweise `nen Zacken schaerfer, aber das ist ja nun wirklich “sensationell” unglaublich und auf Video… ab ca. 17.30 wirds deutlich …

  123. Gesehen hier – zugegeben VG ist hier so etwas wie “Bild” und teilweise `nen Zacken schaerfer,

    Habe gerade in “Bild” den fast gleich lautenden Text gelesen, beinahe 1:1

  124. @ Karl Rannseyer #127

    Die Welt hat die gleiche Geschichte. Unsere (auf dem Papier konservative) Kanzlerin ist gerade dabei Rot-Grün beim Atomausstieg auf der linken Spur zu überholen und die (eigentlich) konservative Welt übertrifft in Sachen Alarmismus momentan sämtliche grünen Angstgazetten.

    In der Welt kam dann auch der Strahlenbiologe Edmund Lengfelder mit der Äußerung zu Wort, dass jeder zweite Arbeiter im Atomkraftwerk den Strahlentod sterben würde. Ich glaube kaum, dass dem Mann die Strahlendosen überhaupt bekannt sind, denen die einzelnen Arbeiter ausgesetzt sind. Es geht hier aus meiner Sicht wohl darum, mangels echter Katastrophenmeldungen die Klaviatur der Panik so lange wie möglich weiter zu spielen.

  125. @Rudolf

    Naja, wenn unsere werten Schmierfinken von sich auf andere schließen, kann am Ende nicht besseres dabei herauskommen.
    Wenn man grundlos andere Regierungen und Firmen der Lüge bezichtigt ohne auch nur eine einzige Tatsache zu kennen……..sollte man sich nicht wundern das die Japaner irgendwann rechtliche Schritte unternehmen.

    Vom rein logischen Standpunkt aus hätte ich die Mannschaften ausgewechselt, wenn bei den Arbeitern das Dosimeter die Jahreshöchstbelastung an Strahlung angezeigt hätte.
    Ich gehe davon aus, das Japan als hochindustrielles Land auch scharfe Arbeitsschutzbestimmungen hat, gerade bei der Kernkraft sollte es so sein.
    Nun gut, nun hört man von Schlampigkeiten bei den Revisionen…………ob da auch wirklich was dran ist, wird die Zeit zeigen.

    Allerschlimmstenfalls ist anzunehmen das Arbeiter sich freiwillig einer höheren Strahlenbelastung absichtlich ausgesetzt haben um Schlimmeres zu verhindern, was ich mir bei der japanischen Mentalität auch ganz gut vorstellen könnte.

    Aber davon auszugehen ein paar Laien von der Strasse zu holen um fachlich hochwertige Reparaturarbeiten durchführen zu lassen, halte ich dann doch etwas an den Haaren herbeigezogen.

    Nun ist anscheinend der Super-Gau ausgeblieben, da muss man doch wenigstens noch etwas Schmutz finden um die Hochachtung vor diesem Volk in Grund und Boden zu rammen.
    Egal wie die Japaner das gedeichselt haben, so haben sie Ihr Land vor Schlimmeren bewahrt…..und das zählt schlussendlich.

    Heinz Eng

  126. Apropos Helden……….auch in Deutschland gibt es die stillen Helden von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Polizei u.v.m., die ständig in Gefahr sind bei ihren Einsätzen verletzt oder gar getötet zu werden, auch diesen Menschen gilt meine besondere Hochachtung, denn Sie setzten sich für unsere Gemeinschaft genauso ein wie die japanischen Arbeiter im KKW für ihre Gemeinschaft.

    Onkel Heinz……..musste das jetzt auch mal los werden

  127. @ all #128

    Es scheint wirklich so, momentan wird Stimmungspolitik gemacht. Das heißt, die Stimmung die gerade am dominantesten scheint, wird bedient. Das ist wie mit dem Kuckuckskücken, das reißt den Schnabel am weitesten auf und wird von Eltern bedient, die dabei aber nicht bemerken, dass ihr eigener Nachwuchs zu kurz kommt und sterben muss.

    Die CDU scheint gerade mehrere solche Kuckuckskinder im Nest zu haben, den Ökologismus vorne dran. Bis die merken, dass sie die falsche Brut füttern dürfte es zu spät sein. Bleibt nur zu hoffen, dass sie sich in der Opposition wieder erneuern, auch mit neuem Personal. In das derzeitige Personal habe ich kein Vertrauen mehr, in die Führung noch weniger.

  128. Ach Mist………….wir sollten auch nicht vergessen das die KKW nicht die einzige Sorge der japanischen Regierung ist………immerhin sind ja etliche Km2 Land durch den Tsunami zerstört worden, hunderttausende Menschen Obdachlos, Tote zu bergen, Infrastruktur und die nötigste Versorgung wieder aufzubauen………..kann man natürlich nicht sehen, wenn man sich einzig und allein auf havarierte Kernkraftwerke konzentriert.

    Ich muss konsternieren das meine Wut seit dem 11.03.11 bis heute noch nicht abgeklungen ist, soviel Dreck wie jetzt unsere Medien produzieren geht über jegliche menschliche Vorstellungskraft hinaus.

    Was ist nur aus unseren Land geworden.

    Onkel Heinz…….im tiefsten seiner Seele erschüttert

  129. @Rudolf Kipp

    „Es geht hier aus meiner Sicht wohl darum, mangels echter Katastrophenmeldungen die Klaviatur der Panik so lange wie möglich weiter zu spielen.“

    Na Super, dafür nimmt man dann in kauf dass das Ausland hinterher die deutsche Regierung gar nicht mehr ernst nimmt, nach dem sich Deutschland in der Sicherheitsratsabstimmung enthalten hat und hinterher mit meiner Meinung nach ziemlich schwacher Argumentation versucht zu rechtfertigen.

    Das ist alles nur noch peinlich, ich werd hier schon mit mitleidigen Blicken bedacht…

    Die deutschen hatten mal den Ruf der Korrektheit, Genauigkeit und rationeller Effizienz, all das wird dieser Tage mit Schwung in den Lokus gegossen und übrig bleibt in den Augen der Welt das Bild eines Haufens egozentrischer, esotherischer Waschlappen, die panisch vor Angst, hysterisch auf eine Katastrophe am anderen Ende der Welt reagieren und sich diese da sie nicht ganz die negativen Erwartungen erfüllt trotzig umstrickt in die nächste, diesmal moralische Katastrophe.
    Die Frage ist, wann ich anfangen muß meine Herkunft und Nationalität zu verleugnen um nicht mehr nur bemitleidet zu werden, sondern um auch nur ansatzweise für voll genommen zu werden. Ich möchte pausenlos brechen aber mir ist so übel daß das auch nichts mehr hilft.

    MfG
    Karl Rannseyer

  130. @ Karl Rannseyer #134

    Ich habe zwar nicht den gleichen Blick von außerhalb des Landes, aber beim lesen der ausländischen Presse fällt mir auch auf, dass der deutsche Kurs bisweilen mit Verwunderung gesehen wird. Allerdings glaube ich ganz sicher dass das Ausland ziemlich klar differenzieren kann zwischen unserer etwas kauzigen Art der Sicht auf Dinge, wie etwa unser Grün-Öko-Wahn, und unserer unbestrittennen Leistung bei der Fertigung von Industrieprodukten.

    Nahezu jeder auf der Welt weiß um die Qualität etwa unserer Autos oder unserer Maschienen. Deutsche Ingenieurskunst ist auf der Welt unumstritten anerkannt. Ich glaube, dass unser Grundimage durch unseren mittlerweile sprichwörtlichen Grünfimmel gar nicht so sehr gelitten hat. Mich sorgt vielmehr, wie lange bei uns die Rahmenbedingungen, wie etwa die Energiepreise, noch erträglich sind, damit wir trotzdem wirtschaftlich produzieren können. Viele energieintensive Branchen wandern schließlich bereits ab.

  131. @Karl Rannseyer

    Die Frage ist, wann ich anfangen muß meine Herkunft und Nationalität zu verleugnen um nicht mehr nur bemitleidet zu werden, sondern um auch nur ansatzweise für voll genommen zu werden. Ich möchte pausenlos brechen aber mir ist so übel daß das auch nichts mehr hilft.

    Diese Problem trage ich schon seit mindestens 10 Jahren während meiner letzten Auslandsreisen mit mir herum. In Shanghai hab ich mich 2005 ertabt, meine deutsche Herkunft innerhalb einer Schweitzer Reisegruppe zu tarnen, um nicht als Deutscher auf zu fallen . Außerhalb Deutschlands immer wieder für dafür zu sorgen das es noch “Normaldenkende” in unserem Land gibt schlaucht auf die Dauer mächtig. Und wenn ich sehe was durch deutsche Medien, nicht nur in den letzten Tagen, verbreitet wird hab ich kein Bock mehr auf einen deutschen Pass,

    Varus

  132. Eine Vision verglüht

    Der Super-GAU in Japan ist der Einschnitt, selbst wenn, wie die ganze Welt verzweifelt hofft, die ganz große Katastrophe noch verhindert werden kann. Er zerstört weltweit die Idee, eine beherrschbare zivile Atomkraft könne die Welt in eine bessere Zukunft führen, sie vor Energiekrise und Klimawandel retten. Das Gegenteil ist der Fall.

    Ähhmmm, kann den Typen mal jemand sagen, das es in Japan keinen Super-Gau gab…….

    Joachim Wille……ja nee is klar…….sowas darf dann in der Zeitung rumschmieren………und unverschämt lügen.
    Kein Wunder das Deutschland dermassen am Arsch ist, bei solchen Reportern.

    Onkel Heinz………….nu wissen wir wenigstens was “Umweltpreise” wert sind

  133. Und wem der Irrsinn in Deutschland noch nicht ausreicht……….die Blöden sterben einfach nicht aus.

    Energiefirmen verlieren Macht durch mehr Ökostrom

    Der Umstieg auf Ökostrom könnte die Energiekonzerne laut Experten ihre Vormacht kosten. Die Regierung will den Ausbau beschleunigen.

    So ihr Energielaien………Öko-Strom……kommt aus dem Ausland….Norwegische Wasserkraft, Österreichische Wasserkraft……alles fein gebunden mit Verträgen, Zertifikaten und anderen Handelsschwachsinn……………nur physikalisch kommt von den Strom hier kaum was an.

    Die Deutschlandeigenen Windmühlen und Sonnenpaddel werden nämlich per EEG-Zwangsmassnahme sowieso schon mittels EE-Umlage beim deutschen Stromkunden abgefettet.

    So, mal ne ernsthafte Frage, nach der großen Öko-Strom-Nachfrage……..ham die Öko-Stromhändler überhaupt genug Öko-Strom, um alle ÖKO-Stromkunden bedienen zu können…….oder fließt da mal wieder TÜV-geprüfter “Graustrom” durch die Leitung………das Thema hatten wir doch schon.

    Wenn ihr weiter solch Gülle verbreitet wird Onkel Heinz echt böse und prüft das mal genauer nach………danach könnt ihr dann eure Zeitung in die blaue Tonne werfen……soviel versprech ich euch schon jetzt……ihr Schmierfinken.

    Naja, kann man ganz leicht nachprüfen, die gebundene Leistung durch Öko-Stromkunden im selben Mass an deutscher Kraftwerkskapazität abschalten………..und einfach abwarten…………..und totlachen wenn Deutschland plötzlich dunkel wird.

    Der Deutsche will beschissen werden, nur um sich dann ökologisch wertvoll zu fühlen.

    Onkel Heinz…..muss wohl mal wieder was in seiner Materie was unternehmen

  134. Fakten, Fakten und nochmals Fakten

    Ja nee is klar, Freiburger Öko-Institut und der WWF……….Nachtigall ick hör dir trapsen.

    Aber da gibt es ja noch ein paar tolle Institute:

    Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg kommt in der Konzeptstudie für die Landesregierung zu dem Ergebnis, dass Baden-Württemberg deutlich früher aus der Atomkraft aussteigen könnte als geplant…

    Und weil der Quatsch noch nicht genug quitscht:

    Atomfreier Strom ist Deutschen 15 Euro mehr wert

    Sacht mal, wo macht ihr eigentlich eure Umfaragen?
    Bestimmt nicht bei Oma Erna um die Ecke oder Karl.F., Hartz 4 Empfänger oder Frauke.G. Aufstockerin…………..Umfrage wieder mal im Nobelviertel in Berlin gemacht, die Typen die 200m2 und mehr Wohnfläche haben……oder wie?

    Onkel Heinz……nun richtig sauer

  135. Bravo!! Mein Deutsch is nicht besonders gut aber Ich lese eine Traduction an die Watts Up with That website.
    Ich bin ein Ami der heute besonders stolz von ein Deutscher ist ! Intellectuelle Freiheit ueber Alles!
    Danke sehr, Dr. Heller !

  136. Hallo Herr Eng,
    Danke für den Link, sehr erhellend.
    ich denke der folgende Satz ist entlarvend:

    „Auch Sonnen- und Windenergieanlagen müssten nicht über die bisher geplanten Grenzen hinaus ausgebaut werden, erklärte Felix Matthes vom Öko-Institut am Freitag in Berlin. Er stellte Untersuchungen vor, die das Institut angesichts der durch die Atomkatastrophe in Japan entstandenen Situation angestellt hat.“

    Ich bin jetzt Laie bezüglich Energietechnik, aber ein Öko-Institiut scheint mir auch nicht die Kernkompetenz für Energietechnik zu haben.
    Ich bin aber kein Laie was wissenschaftliche Methodik und sauberes, ordentliches und belastbares Ingenieurs-Arbeiten bedeutet. Wenn jemand erzählt, er hätte in einer Woche eine belastbare Untersuchung zu einem komplexen Thema wie Energieversorgung gemacht, dann ist er meiner Meinung nach schlichtweg ein Scharlatan oder er weis nicht was ordentliche Ingenieursarbeit eigentlich ist.
    In einer Woche kann man aber sicher eine auf Excel basierende laienhafte Abschätzung machen. Da kommt dann eine Zahl raus, Ja. Tut`s ja beim Computer immer. Die Frage ist nun, sind das belastbare Zahlen auf die wir unsere Entscheidungen basieren sollten und die man wissenschaftliche Untersuchung nennen könnte. Die Antwort ist Nein.
    Diese „Untersuchungen“ sind das Papier nicht wert. Je mehr davon von solchen „Pseudoinstituten“ veröffentlicht werden, desto skeptischer werde ich bezüglich des Ergebnisses.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  137. @Hess

    Hallo Herr Hess

    So ist es, ich hatte mich ja mal 2008 sehr intensiv mit der ganzen Problematik beschäftigt (sieh meine Artikel hier ) um das alles mal zu prüfen.
    Ich werde mal gucken ob sich hinsichtlich Öko-Strom und europaweiten Kraftwerkskapazitäten seit dem grundlegend etwas geändert hat oder auch nicht.

    Wir sollten uns vor Augen halten das gerade “Ökostrom” nur eine Handelsproblematik ist, es aber kaum zu zusätzlichen Erzeugern gekommen ist. Nach wie vor ist es Wasserkraftstrom aus diversen Quellen des Auslands, also bestehenden Anlagen die für eigene nationale Sicherstellung der Energieversorgung aufgebaut worden sind.

    Warum ist Öko-Strom eigentlich so billig?

    Ertappt: Eine kleine Nachlese zum Öko-Strom-Desaster

    Da sind die beiden Artikel von mir, bin mal gespannt was dabei rauskommt, wenn ich die Daten erneut prüfe.

    Ein können mir aber glauben, die Sache stinkt schon vom Kopf her.

    MfG
    Heinz Eng

  138. Hihi………..Norwegen dürfte Stromlos sein………

    Kraftwerke für LichtBlick-Strom

    EWS Stromherkunft

    Und ich hab nicht mal richtig angefangen zu wühlen, meine Damen und Herren.

    Onkel Heinz……………sollte man nie elektrotechnisch provozieren

  139. Stellen wir uns einen klaren windstillen Wintermorgen in Deutschland vor,
    also kein seltenes Szenario: Hoher Verbrauch, keine Sonne, kein Wind.
    Welchen Strom bezieht jetzt der Ökostromkunde? Würde er also jederzeit
    nur mit Ökostrom versorgt werden, wenn dieser auch verfügbar ist, wären
    die Ökostromanbieter längst pleite.
    Die Norweger verbrauchen etwa soviel Strom wie sie selbst mit Wasserkraft
    erzeugen, mit 120 bis 150 TWh/a etwa soviel, wie die deutschen KKW.
    In guten Jahren können sie einen kleinen Teil exportieren, in schlechten
    Jahren müssen sie geringfügig importieren. Insgesamt werden sie also
    den nach Deutschland als Ökostrom exportierten Strom konventionell
    importieren, wahrscheinlich mit der entsprechend für sie positiven
    Preisdifferenz.

  140. @ Marvin Müller & Heinz Eng

    Ich habe Euren Disput mal in die Off-Topic-Arena verschoben. Ich denke da ist er besser aufgehoben.

    MfG Rudolf Kipp

  141. @140 Rudolf Kipp

    :-)

  142. @ Peter Heller

    Dein Artikel macht ganz gut die Runde…

    The Telegraph -- Japan: whatever happened to the nuclear meltdown?

    …Let’s leave last word to this German astronomer and physicist, Dr Peter Heller, who has written a moving essay on how the scientific truth on nuclear power has been warped by political activism…

  143. Ja, danke für den Hinweis, Rudolf. Nur: Kannst Du mir oder können andere des Englischen mächtige Leser mir einmal erklären, was Delingpole meint mit

    It’s a blinder.

    Gemäß Wörterbuch meint “blinder” doch so etwas wie “Scheuklappe”.

    Da fühle ich mich aber nicht richtig interpretiert…

  144. Ich kannte den Begriff in einem solchen Zusammenhang auch nicht, habe aber aus dem Gesamtzusammenhang mal geschlossen, dass er positiv besetzt sein muss.

    …und ich hatte recht. Hier ist, was ich im Forum von “dict.leo.org” gefunden habe:

    to pull a blinder or to play a blinder (sport): an exceptional, an outstanding achievement

    Engländer lieben Metaphern aus dem Sport…

  145. Hallo zusammen,

    ich sehe nur eine Lösung, nämlich die Kernspaltung in Fukushima mit einer Kernfusion zu bekämpfen. China verfügt seit 1967 über Wasserstoffbomben und wäre zu einer solchen Rettungsaktion der modernen Zivilisation in der Lage.

    Viele Grüße
    Ihr Altruist

  146. @ Peter Heller
    Ein großartiger Artikel!!!
    Ich traue mich kaum, was kann man dem noch hinzufügen?

    Es geht ein Stück weg von ihrem Artikel, aber ich möchte trotzdem versuchen auszudrücken, was mir fehlt in der Diskussion um die Kernkraftwerke und Fukushima.

    Was hätte denn Japan anderes machen sollen als sich für die Kernkraftwerke zu entscheiden?
    -- Japan hat keine eigenen Rohstoffe in nennenswertem Umfang (Kohle, Öl, Gas)
    -- Japan kann nicht eben mal die Nachbarn anzapfen und sich von dort mit Strom versorgen
    -- Japan stand nach WK II unter einem Rohstoffembargo, in den 70er Jahren kamen die Ölkrisen hinzu. Ein Streben nach weitestmöglicher Autoarkie in der Energiefrage war nicht nur für Japan selbstverständlich.
    -- Japan hat sich entschieden zum Hochtechnologie- und Industrieland zu werden, weil Japan sonst nichts hat. Dazu braucht es Energie.
    -- Japan hat ein 130 Mio Volk in den letzten 40 Jahren aus elender Armut zu großem Wohlstand geführt. Wie hätten die das bewerkstelligen sollen ohne Energie? Millionen wären gestorben ohne den Wohlstand, der neben einer gesicherten Ernährung auch eine exzellente medizinische Versorgung für alle finanziert.
    -- Weder gab es in den 70iger Jahren alternative Stromerzeugungsmöglichkeiten, noch gibt es sie heute, die einen solchen Industriestandort versorgen könnten
    -- der Fortschritt hat über Frühwarnsysteme, Evakuierungspläne etc. Hunderttausende Leben gerettet. auch diese Entwicklung braucht einfach Energie
    -- Japan verliert vielleicht ein größeres Gebiet für lange Zeit als Lebensraum für Menschen, aber auch das ist keine Katastrophe. (Provokant, ich weiß, aber ist es das Risiko nicht wert gewesen?)
    -- die Reaktoren 5 und 6 scheinen das Erdbeben und den Tsunami soweit überstanden zu haben, dass sie irgendwann wieder ans Netz gehen können. Reaktoren, die nur ein paar Jahre neuer sind als 1-4, und diese beiden haben Naturgewalten überstanden, die kaum vorstellbar sind. Warum nicht auf dieser Erkenntnis aufbauen?

  147. “Und ähnlich wie Kreationisten versuchen, die Evolutionstheorie aus den Schulbüchern zu verbannen, scheint es fast so, als würde jede sachliche und neutrale Aufklärung der Menschen in Deutschland mit Absicht unterbleiben.”

    Sie werden lachen. Aber es gibt tatsächlich den Wunsch bei manch einem Entrückten, den atmosphärischen Treibhauseffekt aus den Schulbüchern zu verbannen.

  148. Ach ja nun, Herr Schulz, Freaks gibt es auf allen Seiten und im Web ist die Freakdichte naturgemäß besonders hoch.

    Aber es gibt tatsächlich den Wunsch bei manch einem Entrückten, den atmosphärischen Treibhauseffekt aus den Schulbüchern zu verbannen.

    Das ist nicht die Debatte. So wenig, wie bei einer Erklärung der Evolutionstheorie in einem Schulbuch stehen darf “und dies ist der Beweis dafür, daß es keinen Gott gibt”, so wenig sollte eben der Treibhauseffekt mit der Interpretation “und dies ist der Beweis dafür, daß uns die Klimakatastrophe droht” versehen sein. Darum geht es.

  149. Herr Heller, ich bin da völlig bei Ihnen. Die Bewertung, ob aber nun die Folgen unseres Tun als mehr oder weniger katastrophal bewertet werden, obliegt den zukünftigen Generationen. Die Klimaproblematik und der Unfall in Fukushima belegen indes, dass Fortschritt gewissermaßen mit Kollateralschaden erkauft werden muss. Um das wahre Ausmaß zu ermessen, fehlt einfach (noch) die Datenbasis.

    Gruß
    Karl

  150. Peter Heller schrieb am 23. März 2011 15:45

    Aber es gibt tatsächlich den Wunsch bei manch einem Entrückten, den atmosphärischen Treibhauseffekt aus den Schulbüchern zu verbannen.

    Das ist nicht die Debatte.

    Das ist nicht die Debatte, die Sie führen. Das ändert aber nichts daran, dass die Debatte von denen, auf die sich Karl Schulz bezieht, geführt wird …

  151. So, jetzt ist er wieder da, der Moosgeist. Ein paar nette Typen in grünen Kitteln, Maske vorm Gesicht und mit Messern und anderen seltsamen Werkzeugen bewaffnet hatten ihn auf einen „Tisch“ gelegt und lustig an Ihm rumgeschnipselt. Aber sie haben ihn nicht kaputt gekriegt.

    Zunächst einmal meine Hochachtung an Herrn Heller für diesen mutigen und engagierten Artikel. Ja, es gehört heutzutage schon eine gehörige Portion Mut dazu, sich so offen zu der Nutzung der Kernenergie zu bekennen. Zu recht macht sein Artikel Furore in der „Szene“.
    Aber auch etliche Beiträge hier im Thread lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Es ist einfach ein gutes Gefühl, festzustellen, dass man in seiner Einstellung gegenüber dem technischen Fortschritt seinen Möglichkeiten nicht „allein auf weiter Flur“ ist. Dafür danke ich allen Kommentatoren hier. Ja, auch Medusa, denn sie hat gezeigt wohin religiöse Hysterie führen kann.

    Da mich augenblicklich die „senile Bettflucht“ umtreibt, werde ich mir mal die „versäumten“ Artikel zu Gemüte führen, damit ich auf dem Laufenden bin.

    Schöne Grüße aus dem Moos

  152. @Moosgeist

    Hallo Moosi, alter Haudegen, ick hab Dir schon vermisst.

    An dieser Stelle erstmal beste Genesungswünsche……damit Du uns noch gaaaanz lange erhalten bleibst.

    Ach übrigens, Onkel Heinz hat hier mal was angeleiert……….das am Ende eine möglichst vollständige Analyse der Energiezukunft Deutschlands zum Ziele hat…….und dat ganze öffentlich und transparent……….ist auch echt zu viel Material für eine einzelne Pappnase wie mich.

    Wenn Du wieder auf den Posten bist, zähl ick uff Deine Zusammenarbeit.

    Onkel Heinz………..Glücklich das Moosi wieder da is

  153. @ Heinz Eng #152

    Hab schon gesehen, dass Du wieder mal ein paar Latten aus dem Grünen Zaun reißt. Klar doch bin ich dabei. Du weißt ja, wie ich zu erreichen bin.

    Danke für die Genesungswünsche. Es geht schon wieder kräftig aufwärts.

    Schöne Grüße aus dem Moos

  154. @Moosgeist

    Danke für die Genesungswünsche. Es geht schon wieder kräftig aufwärts.

    Na da bin ick ja echt froh drüber………………Du sollst uns doch noch ne Weile erhalten bleiben.

    Ach übrigens…….dat is ein astreines Online-Projekt……….damit auch alle die Entstehungsgeschichte miterleben und am Ende nicht mit “Lobbyisten-Gefasel” den entstehenden Artikel nieder machen können.
    So langsam keimt bei mir das Grundgerüst der Analyse im Kopp……………….da werden wohl ne Menge Leute gegenlesen und korrigieren müssen………soll doch ein Meisterwerk werden…*grins*

    Onkel Heinz……..was lange währt, wird gut.

  155. @ moosgeist
    Gute Besserung auch von mir, hatte schon befürchtet der Geist wär ins Moos gegangen, na “Gott” sei Dank warn´s nur “Halbgötter” in ähhm ja, ähh grün.

    MfG
    Karl Rannseyer

  156. Hallo Moosgeist,

    schön, Sie wieder an Bord zu haben. Danke für das Lob. Es freut mich sehr, daß so viele Menschen diesen eher emotionalen Artikel so gut aufgenommen haben. Allerdings ist auch dies wieder ein Beleg dafür, daß man in der gegenwärtigen Debatte eher mit Emotionen, als mit Sachargumenten punkten kann. Ich sehe den Erfolg daher durchaus mit gemischten Gefühlen.

    Ja, es gehört heutzutage schon eine gehörige Portion Mut dazu, sich so offen zu der Nutzung der Kernenergie zu bekennen.

    Nein, das sehe ich überhaupt nicht so. Zu viele Menschen sind einfach zu faul, offen ihre Meinung zu sagen und zu dieser zu stehen. Man sollte diese Faulheit nicht dadurch entschuldigen, daß man den Menschen sagt, es wäre ja auch schwierig, sich klar zu äußern, denn dazu müsse man wahlweise irgendwie mutig, irgendwie besonders wütend oder irgendwie verrückt sein.

    Es wird sozusagen Zeit, das politische Argumentieren aus der Politik zu entfernen. Und das gelingt uns Bürgern nur, wenn wir den Politikern zeigen, daß auch wir klare Kante zeigen und dementsprechend nichts anderes von denen erwarten, die wir wählen. Die Grünen haben ja auch keine Angst davor, ziemlich idiotische Dinge ziemlich konsequent zu vertreten. Weil sie wissen, daß sie damit zuallererst die Sehnsucht der Menschen nach Klarheit erfüllen. Unter den Blinden ist der Einäugige König. Solange nur die Grünen klar und zugespitzt argumentieren, wird man nicht hinterfragen, ob sie denn auch recht haben.

    Ich habe den Text jedenfalls nicht geschrieben, weil ich besonders mutig sein wollte. Es war vielmehr meine Absicht, unseren Gegnern zu zeigen, daß wir “emotional” auch ganz gut können, aber eben in der Regel bewußt darauf verzichten. Und es war meine Absicht, einen Aufschrei der Empörung in der Blogosphäre hervorzurufen, der dann Kanäle eröffnet hätte, die “klare Kante” weiter zu verbreiten. Leider -- zu meiner Überraschung -- ist dieser Aufschrei ausgeblieben.

  157. Hallo,

    ich habe hier auch noch einen schönen und informativen Blog gefunden, der sich mit dem Thema <a href="http://www.geigerzaehler-news.de/"Atomenergie auseinandersetzt.

  158. Eine recht hörenswerte Sendung in SWR2-Forum beginnt mit der Einleitung:

    Der Leiter der Psychiatrie in Fukushima meinte heute: Die eigentlichen Gesundheitsschäden die vom Reaktorunglück ausgehen, seien die psychischen Folgen, der Stress, die Angst, die Depressionen. Diese traumatischen Erfahrungen der letzten drei Wochen könnten mehr Leid verursachen, wie die direkten Gesundheitsschäden durch die radioaktive Strahlung.

    Es diskutieren: Prof. Dr. Herwig Paretzke, Strahlenphysiker, TU München. Reinhold Thiel, Vorstandsmitglied “Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges” (IPPNW). Prof. Dr. Peter Wiedemann, Risikoforscher, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse, KIT, Berlin.

    Am Anfang versucht Reinhold Thiel eine Parallele zu Tschernobyl zu ziehen, doch dem wird recht bald der Wind aus dem Segel genommen.

  159. Jetzt auch auf portugiesisch:

    http://tempoderecordar-edmartinho.blogspot.com/2011/03/fukushima-por-peter-heller.html

  160. @ Peter Heller

    Parabéns, todo o respeito para o Sr. Heller, eles fazem a ronda.
    Boa noite
    Karl Rannseyer

  161. Es gibt keinen Ort auf dieser Erde, an dem ich jetzt lieber wäre, als in Fukushima. Im Kernkraftwerk, im Zentrum des Geschehens. Denn ich bin Physiker und es gibt keinen Ort, der für einen Physiker spannender und interessanter sein könnte. Und vielleicht gilt Ähnliches für viele, wenn nicht für die meisten Physiker und Ingenieure auf diesem Planeten.

    Tepco sucht noch freiwillige Helfer und bezahlt das gut. Ich finde, du solltest dich melden. Ich wette, du kommst strahlend, wenn auch geläutert zurück.

  162. Ulla Jäger # 161
    >>++++(°>

  163. @ Ulla

    geläutert? Zu was hin geläutert? Wenn du meinst, Peter Heller würde zu einem Anhänger der Ökoreligion geläutert werden, dann darf ich Dir versichern, das wird nicht geschehen. Der ist eher der Naturwissenschaft nahestehend, als irgendwelchem pseudoreligiösem Gefasel.

    Aber vielleicht hast Du auch etwas sinnvolles beizutragen hier. Dann bitte raus damit. Den Einstand den Du gebracht hast, überzeugt nicht, ist völlig sinnfrei. Wenn Du nicht zu mehr fähig bist, dann braucht Dich hier keiner.

  164. Nun hat es also mehr als 160 Kommentare und mehr als 2 Wochen gedauert, bis mal jemand kritisch auf die Eröffnung des Artikels reagiert hat. Das hätte ich schon viel früher erwartet. Und wenn es dann auch noch so unkreativ erfolgt, ist das ein schönes Beispiel für die Einfachheit der Gemüter der Kernenergiegegner.

    Ansonsten (Zitat Quencher):

    Wenn du meinst, Peter Heller würde zu einem Anhänger der Ökoreligion geläutert werden, dann darf ich Dir versichern, das wird nicht geschehen.

    Das wird natürlich nicht geschehen. Irgendwie ist Angst einfach nicht mein Lebensmotto.

  165. http://tinyurl.com/6c27ff9
    ????????????

  166. Unbedingt lesenswert:
    In der aktuellen Printausgabe des Spiegel auf Seite 114: “Die wahre Gefahr”

    Sind die Deutschen zu empfindlich, wenn es um Atomkraft geht? Ich glaube: ja. Ich will erklären, warum.

    von Robert Gale, Hämatologe und Onkologe, der das Ärtzeteam leitete, das nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl tätig wurde.

  167. Hallo!

    Ich bin auch in der Naturwissenschaft beheimatet, ich habe auch keine Angst vor der Technologie um Kernkraftwerke ansich. Ich vertraue den Wissenschaftlern die im Sinne der Menschheit streben, um das Leben zu verbessern und für die meisten Menschen lebenswerter zu machen -- auch. Der Punkt der hierbei aber ausser acht gelassen wird ist leider der, dass es nicht diese Wissenschaftler sind die die Atomkraftwerke betreiben, sondern idR. gewinnorientierte Unternehmen. Von Land zu Land unterschiedlich, manche weniger, andere wiederum um jeden Preis, versuchen maximalen Gewinn aus einem Kraftwerk raus zu quetschen. Hier muss an Sicherheitsmassnahmen gespart werden, da werden veralterte Systeme einfach weiter am laufen gehalten, dort wird nicht nachgerüstet, wenn man es nicht muss! Hochkomplexe, extrem Störanfällig Systeme > Das macht Angst!

    Nun müsste man überlegen ob man diese Energiegewinnung nur den jeweiligen Regierungen überlässt, die daran nicht verdienen dürfen. Auch fraglich, ob das hier helfen wird, wenn man sich anschaut wie verantwortungsvoll manche Länderregierungen sind.

    Hier kann man nun immer höher gehen in den Institutionen, aber ganz sicher bin ich mir nur in einem: Diese Technologie gehört nicht in die Hände privater Unternehmen!

    Noch ein kleiner Kommentar zu dem Thema Brückentechnologie in Deutschland: Wenn man der Meinung ist das Atomkraft eine Brückentechnologie in Deutschland sein soll, dann muss man die “alten Atomkraftwerke” vom Netz nehmen und zwei “sichere” Neue bauen! Nur da ginge dann die Kosten/Gewinnrechnung dieser Unternehmen nicht mehr auf.

    Ich fände es gut wenn einige in diesen Blog mal Ihre Scheuklappen abnehmen würden und über den Tellerand sehen könnten, und nicht gleich kritische Kommentare sofort mit der Öko/Esoterik Schelte abtun!

    ym2c

  168. @Wächter

    Selber Hallo,
    ;-)

    Der Punkt der hierbei aber ausser acht gelassen wird ist leider der, dass es nicht diese Wissenschaftler sind die die Atomkraftwerke betreiben, sondern idR. gewinnorientierte Unternehmen.

    Der Punkt wird nicht ausser acht gelassen, warum ein Unternehmen (von einem Großkonzern als Privatunternehmen zu sprechen, ich weis nicht recht…) es sich nicht erlauben kann die an es gestellten Sicherheitsauflagen zu erfüllen haben Sie schon selbst beantwortet mit

    idR. gewinnorientierte Unternehmen

    Wenn ein Unternehmen dessen Sicherheitsauflagen wie in -D- und Japan von staatlicher Seite festgelegt und kontrolliert werden, diese nicht erfüllt, erlischt die “Betriebserlaubnis” nach angemahnten Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen zum Beispiel. Da dann keine Energie produziert wird -- kein Gewinn, also als

    idR. gewinnorientierte Unternehmen

    sehe ich doch zu das ich die Auflagen einhalte und meine Anlage möglichst über Mindestanforderung halte um spätere Kosten zu sparen.

    Hochkomplexe, extrem Störanfällig Systeme > Das macht Angst!

    Um Gottes willen, Guter Wächter, steigen Sie nie, nie, niemals in ein Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug. Das sind alles

    Hochkomplexe, extrem Störanfällig Systeme

    Mir macht Ihre Unwissenheit Angst.

  169. Um Gottes willen, Guter Wächter, steigen Sie nie, nie, niemals in ein Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug. Das sind alles

    Hochkomplexe, extrem Störanfällig Systeme

    Mir macht Ihre Unwissenheit Angst.

    Also ein Atomkraftwerk mit einem Auto zu vergleichen ist wohl ein schlechter Scherz! Sag nur Äpfel und Birnen!

    Wenn ein Unternehmen dessen Sicherheitsauflagen wie in -D- und Japan von staatlicher Seite festgelegt und kontrolliert werden, diese nicht erfüllt, erlischt die “Betriebserlaubnis” nach angemahnten Verbesserung der Sicherheitseinrichtungen zum Beispiel.

    Den ganzen Sinn meines Kommentars ist wohl an Ihnen vorbeigedriftet, der menschliche Faktor in dieser Korrupten Welt. Ausserdem rede ich nicht nur von Deutschland und Japan, wo ja alles so supertoll kontrolliert wird -- wie sie meinen, sondern global!

    Ferner ist mir nicht zu Ohren gekommen das ein AK irgendwo auf der Welt schonmal stillgelegt worden ist, weil ein Unternehmen die Sicherheitsbestimmungen ausser acht gelassen hat. Im besten Fall bekommt keiner etwas von einem Störfall mit. Dieses Obrigkeitsglauben -- erschreckend! Und jetzt bitte nicht damit kommen: Weil es noch keine Störfälle oder Sicherheitsmängel gab!

    Ich bleib dabei: Diese Technologie gehört nicht in die Hände von rein gewinnorientierten Unternehmen/Konzernen, selbst wenn sie unter staatlicher Aufsicht stehen!

  170. achgut.com (Maxeiner):

    Selbstüberschätzung im Kasperltheater

    „….In Kalifornien, das Japan in vieler Hinsicht sehr viel näher ist als Deutschland, waren Erdbeben, Tsunami und auch die Havarie von Fukushima ebenfalls ein großes Thema. Aber in folgender Hierarchie der Berichterstattung: Erstens: Was richtete das Erdbeben an? Was richtete der Tsunami an? Welches menschliche Leid verbirgt sich dahinter? Dann: Wie kann man sich gegen solche furchtbaren Natur-Katastrophen schützen? Und: Wie kann man den Japanern möglichst effektiv helfen? Und schließlich: Was bedeutet Fukushima und welche Gefahr geht von den Atomkraftwerks-Ruinen aus? (Kalifornien ist schließlich auch nicht erbebensicher und besitzt AKW’s an der Küste).

    Die Berichterstattung zu Fukushima war sehr kritisch, aber selbst Atomkraftgegner unterließen es nie Daten, Zahlen und Messwerte in eine Relation zu setzen. Die Einordnung der Daten und Messwerte aus Fukushima in die allgemeinen Lebens- und Strahlungs-Risiken gehörte überall zur journalistischen Pflicht (im Gegensatz zu Deutschland). Das Risiko von Fukushima wird durch eine solche Berichterstattung nicht größer oder kleiner, sondern lässt sich auch für Laien besser einordnen. Man hat fast das Gefühl, die Möglichkeit dazu solle den Menschen hier auf keinen Fall gegeben werden. Frei nach dem Motto: Ihr sollt nicht selber denken, sondern für euch wird gedacht: In Deutschland, so musste ich gestern erfahren, übernimmt dies eine Kommission, der unter anderem katholische Bischöfe und Philosophen angehören. Mehr kann ein Land mit einer einstmals großen technisch-wissenschaftlichen Tradition wohl nicht auf den Hund kommen.

    Eines aber fehlte der Berichterstattung in den amerikanischen Medien weitgehend: Menschen, die auf der japanischen Tragödie ihre politisches Süppchen kochen….”

  171. @ Wächter

    Also ein Atomkraftwerk mit einem Auto zu vergleichen ist wohl ein schlechter Scherz! Sag nur Äpfel und Birnen!

    Nein, kein Scherz.
    Wieviele Menschen sind weltweit durch Automobilität um Leben und Gesundheit gekommen und wieviele Menschen durch die friedliche Nutzung der Kernenergie? Wenn Sie meinen eine Technik ablehnen zu müssen weil diese

    Hochkomplexe und extrem Störanfällig Systeme

    sind, wie kommen Sie durchs Leben. Sie Vertrauen sich jeden Tag diesen Hochkomplexen, extrem Störanfälligen Systemen an, Sie müssen sich nur umsehen, angefangen bei Ihrem Auto ( so Sie eines Ihr Eigen nennen), Rechnergestütztem Verkehrsleitsystem, Bankgeschäfte, Warenlogistik mit allem was da hinter ist, ja selbst ein gutes altes Kohleheizkraftwerk ist ein Hochkomplexes, extrem Störanfälliges System. Ihrer Logik nach sollten wir also all diese und andere Hochkomplexe, extrem Störanfällige Systeme, welche aber eine sehr entscheidende Rolle in unserem täglichen Leben spielen, abschalten. Nur weil sich diese in Privater Hand befinden? Sie wollen also alle diese und andere Hochkomplexe, extrem Störanfällige Systeme wie “Die Bahn” unter Staatliche Kontrolle stellen? Wer ist denn da nun der mit demerschreckenden Obrigkeitsglauben? Sie meinen Also nur weil etwas unter Staatlicher Kontrolle ist, ist jede Korruption ausgeschlossen? Wir werden von Vertretern der Parteien regiert die Korrupt bis ins Mark sind, -D- hat ´nen Finanzminister der einfach mal 100000 DM Partei-“Bestechungsgeld”-spende in der Schreibtischzulage vergaß, Gas-Gerd verkauft -D- in die Gasabhängigkeit an Russland usw. usf., wir können das gerne noch so weitertreiben, Sie wollen allen ernstes diesem korrupten Pack die KKW´s der Welt anvertrauen? Bevor Sie wieder irgend etwas behaupten, Sie können mit Sicherheit davon ausgehen das die Korruption in Parteien und Staatsapparaten ausserhalb Deutschlands nicht geringer ist.

    Ferner ist mir nicht zu Ohren gekommen das ein AK irgendwo auf der Welt schonmal stillgelegt worden ist, weil ein Unternehmen die Sicherheitsbestimmungen ausser acht gelassen hat.

    Wissen Sie wieviele KKW auf diesem Planeten existieren und im Betrieb sind, kennen Sie die genauen Zahlen und Betriebslaufzeiten, Ausfallzeiten sowie die Routinen aller Staaten mit KKW? Wenn Sie etwas behaupten sollten Sie es belegen. Was Sie hier von sich geben ist reine Paranoia und Propaganda, Angst vor dem Unbekannten entsteht aus Unwissenheit. Ich habe den Regelfall angesprochen, so soll es sein. Und bevor Sie nun wieder dummes Zeug erzählen, machen Sie sich schlau, informieren Sie sich und lassen Sie Ihre Propaganda bei sich, bitte.

    Im besten Fall bekommt keiner etwas von einem Störfall mit.

    Einfaches Beispiel, aus der grünen Quelle Wiki

    Wächter 5. April 2011 17:53
    Ich bleib dabei: Diese Technologie gehört nicht in die Hände von rein gewinnorientierten Unternehmen/Konzernen, selbst wenn sie unter staatlicher Aufsicht stehen!

    Wächter 5. April 2011 16:50
    …Nun müsste man überlegen ob man diese Energiegewinnung nur den jeweiligen Regierungen überlässt, die daran nicht verdienen dürfen. …
    Diese Technologie gehört nicht in die Hände privater Unternehmen!

    Wat denn nu, also doch komplett abschalten, wie passt dann das

    Ich bin auch in der Naturwissenschaft beheimatet, ich habe auch keine Angst vor der Technologie um Kernkraftwerke ansich. Ich vertraue den Wissenschaftlern die im Sinne der Menschheit streben, um das Leben zu verbessern und für die meisten Menschen lebenswerter zu machen – auch.

    ??

    Ihr ganzer Beitrag und auch der nächste ist so voller widersprüche in sich, so unausgegorenes wirres Zeug, Sie sollten sich vorher nochmal mit sich selbst unterhalten und einig mit sich selbst werden bevor Sie hier nochmal posten, ok?

    MfG
    Karl Rannseyer

  172. @ Karl Rannseyer

    Es bringt hier nichts einzelene Sätze aus dem Zusammenhang zu reißen und falsch zu interpretieren, bzw. seine vorgefestigte Meinung anhand derer zu bestärken. Ferner sollten sie die persönlichen Beleidigungen unterlassen und mir nicht die Meinung verbieten wollen, nur weil es Ihnen nicht passt Kritik an Ihrer schönen Welt beherschbarer Atomkraft hin zu nehmen. Ich habe nie etwas davon geschrieben alles sofort ab zu schalten und Gas zu kaufen, das haben Sie wohl aus dem TV.
    Was die Anzahl angeht sind die Verhätnisse zwischen Gau/superGau und der Anzahl laufender KKW definitiv aus dem Ruder und man kann nicht mehr von einer beherschbaren Technik reden.
    Zu Autos und KKW oder auch Äpfel und Birnen, wenn Autos genau so gut laufen würden wie Kernkraftwerke hätten wir ja weltweit jährlich nur 18 Millionen tötliche Autounfälle (abgerundet) -- das wäre ja super!
    Ich wette dann würden weniger Leute Auto fahren oder es würde zumindest eine Alternative gesucht.

  173. @Wächter

    Nun müsste man überlegen ob man diese Energiegewinnung nur den jeweiligen Regierungen überlässt, die daran nicht verdienen dürfen. Auch fraglich, ob das hier helfen wird, wenn man sich anschaut wie verantwortungsvoll manche Länderregierungen sind.

    Zur Erinnerung, 1956 hat die SPD voller Euphorie beschlossen die Kernkraft in Deutschland zur Energiegewinnung einzuführen. Diese sollte auch in der öffentlichen Hand verbleiben…bis dann die EU entschlossen hat, die Energiewirtschaft privatisieren zu lassen (Liberalisierung der Strommärkte)

    Nun frag ich Sie, wat wollen Sie uns eigentlich sagen?
    Ick hab die Hosen voll, wech mit Atom……….oder vllt was anderes?

    H.E.

  174. @ Heinz Eng

    Ganz einfach: Während des Übergangs zu einer Alternative sollte die Kontrolle der KKW einer (Weltweiten-)Atomaufsicht unterliegen die keinerlei Interessen hat, außer der Menschheit sicheren Strom zu liefern. Denn alle anderen Interessen, (zB. wirtschaftliche/machtpolitische) lassen die Sichherheitsinteressen automatisch vernachlässigen.

  175. @Wächter

    Soweit ok………aber hatten Sie jemals mit Behörden und technischen Überwachungsvereinen zu tun?

    In Deutschland machen die einem die Hölle heiß……..wenn irgendwat mit Erzeugeranlagen nicht in Ordnung ist.

    Ok, ick kenn die Verhältnisse im Ausland nicht……..und bin mir sicher das man aus den japanischen Havariefall seine Schlüsse ziehen wird.
    Da nützt uns weder hyperventilieren noch beschwichtigen….aus Fehlern sollte man lernen….das gilt auch für die Kernkraft.
    Tja, nur wird es ein Problem gewisse Staaten da mit einzubeziehen…..falls Sie wissen was ich meine.

    H.E.

  176. @ Wächter # 174

    Ganz einfach: Während des Übergangs zu einer Alternative sollte die Kontrolle der KKW einer (Weltweiten-)Atomaufsicht unterliegen die keinerlei Interessen hat, außer der Menschheit sicheren Strom zu liefern.

    Aah, Sie meinen sicherlich eine Institution unter Leitung von Al Gore, der ist die pure Selbstlosigkeit und kennt nur seine Mission $$$

    Denn alle anderen Interessen, (zB. wirtschaftliche/machtpolitische) lassen die Sichherheitsinteressen automatisch vernachlässigen.

    Sie denken da doch dabe nicht etwas an sich selbst oder die lieben GrünPaxe?

  177. @Wächter

    Es bringt hier nichts einzelene Sätze aus dem Zusammenhang zu reißen und falsch zu interpretieren, bzw. seine vorgefestigte Meinung anhand derer zu bestärken.

    Naja Wächter, der mit der vorgefertigten Meinung sind ja wohl Sie, denn egal welche Frage ich Ihnen stellte und wie ich Ihre Polemik widerlegte und aufzeigte das diese Argumentation weder schlüssig noch logisch ist, Sie kommen mit neuem undurchdachtem widersprüchlichem Quark. Da ist nix aus dem Zusammenhang gerissen da Sie keinen herstellen.

    Ferner sollten sie die persönlichen Beleidigungen unterlassen und mir nicht die Meinung verbieten wollen, nur weil es Ihnen nicht passt Kritik an Ihrer schönen Welt beherschbarer Atomkraft hin zu nehmen.

    Wo ich Ihnen die Meinung verboten hätte kann ich wirklich nicht finden, es sei denn Sie sehen meinen Rat sich Wissen anzueignen und zu Denken bevor Sie posten als Meinungseinschränkendes Verbot, aber das ist Ihre Interpretation :-) .
    Die Behauptung ich hätte Sie beleidigt kann ich genau so wenig nachvollziehen, oder wollen Sie mir meine Meinung über Ihre Beiträge verbieten mit diesem Totschlagargument?

    Ganz einfach: Während des Übergangs zu einer Alternative sollte die Kontrolle der KKW einer (Weltweiten-)Atomaufsicht unterliegen die keinerlei Interessen hat, außer der Menschheit sicheren Strom zu liefern.


    Gibt es schon, und zwar seit langem.

    Alles in allem, Sie sind wohl ein Forentroll wie er im Buche steht.

    MfG
    Karl Rannseyer

  178. @ Wächter, #172:

    Zu Autos und KKW oder auch Äpfel und Birnen, wenn Autos genau so gut laufen würden wie Kernkraftwerke hätten wir ja weltweit jährlich nur 18 Millionen tötliche Autounfälle (abgerundet) – das wäre ja super!

    Die Rechnung verstehe ich nicht. Ich bitte um Erläuterung. Derzeit sterben jedes Jahr so in etwa 1 Million Menschen im Straßenverkehr. Das scheinen mir deutlich mehr Todesopfer zu sein, als durch den Betrieb von Kernkraftwerken.

  179. Peter Heller schrieb am 4. April 2011 19:39

    Nun hat es also mehr als 160 Kommentare und mehr als 2 Wochen gedauert, bis mal jemand kritisch auf die Eröffnung des Artikels reagiert hat. Das hätte ich schon viel früher erwartet.

    Dier Eröffnung gehörte zum emotionalen Teil des Artikels und der war doch Aufhänger einer kritischen Anmerkung (MedUSA). Auch auf WUWT wurde dieser Teil in mehreren Kommentaren kritisch bewertet. Ich würde diese Anmerkung etwas einschränken: Es ist aus meiner Sicht interessant, dass es keine kritischen Anmerkungen von denen gab, die die sehr emotionale, (teilweise hysterische) Berichterstattung in den Medien kritisiert haben.
    Mir hat der emotionale Teil nicht gefallen, der grenzte IMHO doch arg an Verharmlosung dessen, was da lief (vor allem, da man nicht genau wusste, was da lief). Aber ich habe lieber die Finger stillgehalten — der Knigge findet momentan recht wenig Beachtung, das mußte ich mir nicht antun.

  180. @Wächter

    Ganz einfach: Während des Übergangs zu einer Alternative sollte die Kontrolle der KKW einer (Weltweiten-)Atomaufsicht unterliegen die keinerlei Interessen hat, außer der Menschheit sicheren Strom zu liefern.

    Na klar, nix leichter als das….. Aber nur, wenn diese „Weltweite Atomaufsicht” der liebe Gott übernimmt. Wesen der Spezies Homo Sapiens sind für sowas prinzipiell ungeeignet, da sie – trotz gegenteiliger Beteuerungen – immer einem eigenen Interesse folgen. Alles andere ist Wunschdenken und hat nix mit der Realität zu tun.

    Abgesehen davon glaube ich kaum, dass sich lupenreine Demokraten wie Kim Il Yung, Lukaschenko oder Ahmadinedjad von solchen Gremien beeindrucken oder gar zu irgendwelchem Handeln überreden ließen.

  181. Guten Tag allerseits!
    Ich bin selbst Physikstudent und stehe kurz vor dem Abschluss meines Studiums. Nachdem ich nun Peter Hellers Artikel und die meisten Kommentare dazu gelesen habe möchte ich gerne in die Diskussion mit einsteigen. Um meinen Standpunkt in der Sache klarzumachen werde ich erstmal auf den Artikel direkt eingehen:

    Peter Heller:

    Es gibt keinen Ort auf dieser Erde, an dem ich jetzt lieber wäre, als in Fukushima. Im Kernkraftwerk, im Zentrum des Geschehens. Denn ich bin Physiker und es gibt keinen Ort, der für einen Physiker spannender und interessanter sein könnte. Und vielleicht gilt Ähnliches für viele, wenn nicht für die meisten Physiker und Ingenieure auf diesem Planeten.

    Nun bin ich zum ersten mal auf dieser Seite und könnte mich täuschen, aber ich dachte es ginge hier um die Sache. In den Kommentaren wurden des öfteren “Abweichler” als emotionalisiert und feige beschimpft. Ob ein Physiker eine Sache spannend oder toll findet und wo er sich derzeit am liebsten aufhalten würde ist aber meiner Meinung nach eine rein emotionale Angelegenheit und führt zu keinem wie auch immer gearteten Erkenntnisgewinn.
    Ich finde diese Einleitung trotzdem gelungen insofern, als dass sie sehr gut zum Inhalt weiter Teile des Artikels passt. Dieser enthält doch kaum Sachliches, sondern besteht hauptsächlich aus einem flammenden, zutiefst emotionalen Plädoyer für die Wissenschaft und die Ingenieurskunst im allgemeinen.
    Die Mutmaßung, dass ich mir als Physiker selbst nichts sehnlicher wünschen könnte, als “im Zentrum des Geschehens zu sein”, kann ich in meinem Fall klar verneinen. Ganz im Gegenteil bin ich froh um jeden Kilometer Distanz zwischen mir und Fukushima. Nicht, dass ich das Thema Kernkraft nicht interessant finde, doch da ich mich in der Hinsicht als halbwegs informiert bezeichnen würde, gibt es nicht viel, was ich dort lernen könnte was nicht vorher schon bekannt war:
    Bei einem Ausfall der Notkühlsysteme nach dem Herunterfahren des Reaktors kann die Nachzerfallswärme nicht mehr abgeführt werden. Ab einer gewissen Temperatur kommt es zur Bildung von Wasserstoff. Um den Druck und das Risiko einer Knallgasexplosion im Reaktordruckbehälter zu senken werden Überdruckventile geöffnet und das Gas sammelt sich im Containment (wenn der Wetterschutz von diesen alten Reaktorgebäuden diesen Namen überhaupt verdient). Irgendwann ist die Konzentration hoch genug und es kommt zur Explosion.
    So weit so gut. Dieser Vorgang ist natürlich vom physikalischen Standpunkt her durchaus fesselnd und erregend. Nur ist das ganze leider so ein alter Hut dass ich diese Demonstration wirklich nicht für notwendig erachtet hätte um zu beweisen, dass so etwas auch WIRKLICH passieren kann. Ein guter Physiker kann sich so etwas auch im stillen Kämmerlein ausrechnen.
    Ich würde jedoch auch nicht behaupten, dass es gar nichts zu lernen gibt. Zum Beispiel ist es natürlich durchaus interessant zu sehen, wie man nun mit einem solchen Szenario fertig wird. Mich persönlich beeindruckt hierbei vor allem, dass es trotz der absoluten Vorhersehbarkeit eines solchen Störfalls überhaupt keine geeigneten Standardmaßnahmen zu geben scheint. Mich als Physiker würden ausgefeilte technische Mittel begeistern, die man vor Ort bereitstehen hat und die nun zum Einsatz kommen um eine weitere Verschlimmerung der Lage zu verhindern. Eine Sprenkleranlage und ein bischen Kunstharz erfüllen da jedoch nicht ganz meine Erwartungen. Andererseits habe ich auch nichts anderes erwartet. Dieser Fall DARF ja schliesslich nicht eintreten, also braucht man auch keine Vorkehrungen dafür zu treffen.
    Das einzige, was für mich “als Physiker” im Moment noch wirklich spannend ist, ist die Frage ob es tatsächlich noch zum äußersten kommt und ein oder mehrere geschmolzene Kerne das Tageslicht erblicken sollten. Auch dieses Szenario ist nicht nur denkbar sondern eigentlich (zumindest in der Theorie) auch schon ein alter Hut. Sollte es dazu kommen, dann könnte ich mir vorstellen dass auch die Diskussion hier einen entschieden anderen Verlauf nehmen könnte. Gerade ein Physiker muss meiner Meinung nach einen gehörigen Respekt haben vor der schieren Menge an radioaktivem Material in einem Reaktor bzw. in vier Reaktoren. Wer in den letzten Wochen seine Ohren gespitzt hatte, dem ist bestimmt nicht entgangen, das in einem der Fukushima Reaktoren aufgrund des viel grösseren Abbrandes die Strahlungsmenge gegenüber dem verunglückten Tschernobyl-Reaktor um das 500 bis 1000fache höher liegt. Bei einer Freisetzung von solchen Mengen radioaktiven Materials darf dann auch der Wissenschaftler mal religiös werden und anfangen zu beten. Vor allem, wenn das Zeug nicht wie in Tschernobyl durch die immense Hitze eines Graphitbrandes in grosse Höhen befördert wird, wo es sich verdünnen kann bevor es teilweise als Regen niedergeht, sondern eine hochkonzentrierte bodennahe Wolke bildet, die mit dem Wind wandert und alles platt macht, was nicht bei drei von der Insel ist.
    Ich will hier keine Horrorszenarien beschwören und ich bin froh, dass es dazu noch nicht gekommen ist. Aber was ich hier beschreibe ist absolut rational und durchaus immer noch möglich.

  182. @RW

    Atomkraft ist ein sehr emotionales Thema. Viele Menschen haben eine Meinung dazu und nehmen nur zur Kenntnis, was ihre Ansichten stützt. Vieles ist dabei irrational. Dazu trägt bei, dass kaum einer die vielen Zahlen, Mess- und Grenzwerte, die jetzt veröffentlicht werden, vernünftig einordnet.

    Informationen zum derzeitigen Stand der Dinge in Fukushima Daiishi finden Sie hier und hier, danach brauchen Sie nicht mehr zu spekulieren, dann wissen Sie.

    MfG
    Karl Rannseyer

  183. @ Karl Rannseyer
    Dankeschön für die links! Gute Informationen über den Zustand der jeweiligen Reaktoren. Trotzdem bleibt da doch einiges offen. Alarmierend finde ich, dass in den Reaktoren 1-3 “Brennstäbe teilweise oder ganz freiliegen”. Keine Informationen findet man jedoch dazu, ob und zu wieviel Prozent diese Brennstäbe bereits abgeschmolzen sind. Diese Information ist wohl derzeit auch nicht zu beschaffen, da man halt keinen direkten Einblick in den Reaktorkern hat und wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile nicht haben wird. Ich denke dabei an Harrisburg, wo es 3 Jahre gedauert hat, bis man den Druckbehälter zum ersten mal öffnen konnte.
    Ab hier bleibt also viel Spielraum für Spekulationen. Die meiner Meinung nach alles entscheidende Fragestellung: Kernschmelze? Wenn ja, wie viel? Und vor allem: Reicht die Menge an geschmolzenem Material aus um sich in nächster Zeit noch durch den Druckbehälter zu fressen.
    Und wenn das passiert dann ist die Katastrophe richtig da.
    Was ich derzeit noch interessant finde: Auch wenns wahrscheinlich nicht so viel bringt haben die Arbeiter nun drei Wochen lang Wasser in das Reaktorgebäude gespritzt. Teilweise läuft die Suppe ja jetzt ins Meer aber vor allem muss das Gebäude innen inzwischen ziemlich unter Wasser stehen. Diese Situation gabs in Tschernobyl genauso. Und damals musste man auch befürchten, dass sich der Kern(bzw. das was noch davon übrig war) durchschmelzen würde und direkt mit dem Löschwasser, welches sich im Gebäude angesammelt hatte, in Berührung kommen würde. Das hätte zu verheerenden Explosionen mit starker Freisetzung von radioaktiven Stoffen geführt. Deshalb taten die damals alles, um das Wasser aus dem Reaktorgebäude abzupumpen. So fällt der Kern wenigstens auf Beton und nicht direkt ins Wasser.
    Ich lasse mich gerne eines besseren belehren aber ich habe noch keine Informationen über Fukushima gesehen, die den Fall ausschliessen, dass sich noch ein oder mehrere Kerne durchschmelzen könnten.
    Hab mir gerade nochmal diesen Statusbericht genauer angesehen. Also für mich stellt sich die Lage katastrophal dar. Darf ich Fragen wie Sie die Lage anhand dieser Informationen derzeit einschätzen und bewerten?

  184. @RW

    Gern geschehen.
    Sicher das sieht alles nicht sehr rosig aus, in anbetracht der Naturgewalten und der unmittelbaren Folgen derselben für Mensch und Umwelt, ziehe ich den Hut vor den japanischen Arbeitern, Ingenieuren, Wissenschaftlern, den Behörden und ihren Ausländischen Helfern, wie Sie mit absoluter Ruhe und Sachverstand auf diese Katastrophe reagieren. Mein Respekt und meine Bewunderung gilt auch den Konstrukteuren dieses 40 Jahre alten Kernkraftwerkes, das ein vielfaches seiner geplanten Belastbarkeit weggesteckt hat, um dann doch noch von einem Zunami der mehr als doppelt so hoch (ca. 14m) wie erwartet zugeschlagen hat, in die Knie gezwungen wurde, aber immer noch nicht am Boden ist, um das Bild zu vervollständigen.
    Eine besondere Note bekommt das ganze allerdings, wenn man betrachtet das der Komplex ohnehin diesen März vom Netz gehen und abgeschaltet werden sollte. Mit keinem Wort wird diese Leistung in der deutschen Presse erwähnt, da zählt nur Angst- und Panikmache um auf ein irrationales politisches Ereignis hinzusteuern.
    Wenn Sie als angehender Physiker noch einmal über die Kernschmelze und deren Folgen nachdenken, sich die Konstruktionsdaten der Reaktoren von Fukushima Daiishi ansehen und nocheinmal über die Funktion des Kontainments nachdenken, verliert da nicht die Schmelze an sich den großen Schrecken? Die “Dinger” sind dafür gebaut um so etwas auszuhalten. Ich will weiss Gott nicht abwiegeln, die Situation ist ernst, aber bei weitem nicht so hoffnungslos schwarz wie allerseits gemalt.

    MfG
    Karl Rannseyer

  185. @ Karl Rannseyer
    Ich hab mir den Bericht der IAEA jetzt mal durchgelesen. Tatsächlich kommt da Hoffnung auf, vor allem bei den Temperaturmessungen direkt an der Kühlwassereinspeisung. Ich denke falls da tatsächlich geschmolzenes Kernmaterial am Boden läge könnte man wohl überhaupt kein Kühlwasser einspeisen wegen Dampfexplosionen und vor allem wäre die Temperatur dann wohl deutlich höher. Falls sich die Lage also so darstellt, dass die Brennstäbe zwar freiliegen, jedoch kaum noch Nachzerfallswärme entwickeln dann wäre das tatsächlich beherrschbar, wenn auch sehr langwierig, aufwändig und durchaus auch nicht ganz ungefährlich. Der Bericht erwähnt jedoch auch explizit, dass die Temperatur am Boden des Druckbehälters nicht bekannt ist.
    Ohne das jetzt nochmals nachrecherchiert zu haben: Reaktoren von der Bauart wie wir sie in Deutschland haben, wie sie jedoch zu hunderten auch in anderen Ländern betrieben werden, sind sämtlich nicht für den Fall einer Kernschmelze ausgelegt. Es dauert zwar seine Zeit aber Stahl und Stahlbeton sind nicht dazu in der Lage der entstehenden Hitze dauerhaft zu trotzen. Deshalb hat man auch beim EPR (Europäischer Druckwasserreaktor) einen Core Catcher aus Keramik mit eingeplant. Laut Wikipedia gibt es aber derzeit nur einen einzigen aktiven Reaktor mit Core Catcher und der steht in China.
    Also in Fukushima stellt sich die Lage für mich wie folgt dar: Wir können nur hoffen, dass die Notkühlung, die ja am Anfang noch eine gewisse Zeit lang mit Batterien aufrecht erhalten werden konnte, lange genug funktioniert hat um eine “grosse” Kernschmelze zu verhindern.
    Gruss, RW

  186. Nochmal ein Kommentar zum eigentlichen Artikel:
    Peter Heller benennt in seinem Artikel einige Geistesgrößen der Physik. Als Physikstudent bin ich selbst natürlich auch tief beeindruckt von deren intellektueller und wissenschaftlicher Leistung. Ich glaube nur nicht, dass
    1. einer dieser Herren(bzw.Frau) eine solche Glorifizierung durch Herrn Heller nötig hat oder überhaupt gutheissen würde.
    2. diese Herren(bzw.Frau) die uneingeschränkte Euphorie Herrn Hellers gegenüber den Früchten der Wissenschaft und dem Umgang der Menschheit mit diesen sämtlich teilen.
    Was ich persönlich an einem grossen Geist schätze, ist sein Vermögen zum kritischen und skeptischen Denken. Im Gegensatz zu Herrn Heller waren diese wahrlich grossen Wissenschaftler sich nämlich nicht immer ganz so sicher:

    Der Klassiker von Albert Einstein:
    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

    Edward Teller:
    “Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir als Menschen nicht nur Probleme lösen, sondern auch Probleme schaffen.”

    J. R: Oppenheimer:
    „Now, I am become Death, the destroyer of worlds.“ (aus der Bhagavad Gita)
    “Die Physiker haben erfahren, was Sünde ist, und dieses Wissen wird sie nie mehr ganz verlassen.” (Beide Zitate beziehen sich auf Atomwaffen)

    David Bohm:
    “So one begins to wonder what is going to happen to the human race. Technology keeps on advancing with greater and greater power, either for good or for destruction.”
    He goes on to ask: “What is the source of all this trouble? I’m saying that the source is basically in thought. Many people would think that such a statement is crazy, because thought is the one thing we have with which to solve our problems. That’s part of our tradition. Yet it looks as if the thing we use to solve our problems with is the source of our problems. It’s like going to the doctor and having him make you ill. In fact, in 20% of medical cases we do apparently have that going on. But in the case of thought, it’s far over 20%.”

  187. @RW

    Atomwaffen……da liegt also Ihr Problem.

    H.E.

  188. @Heinz Eng
    Herr Hellers Artikel ist doch nun wirklich sehr allgemein gehalten und auch keineswegs nur auf die Atomkraft gemünzt. Er sagt doch: Wissenschaft ist ganz toll und wir sollten Genies wie Einstein, Heisenberg, Teller… dadurch ehren, dass wir alles was deren Erkenntnisse uns ermöglicht haben gefälligst auch umsetzen. Alles andere wäre ja feige und unaufgeklärt.

    Diese message will ich nicht so stehen lassen und habe deshalb ein paar wenige Zitate zusammengestellt, die eigentlich nur eins zeigen sollten: Gerade diese grossen Wissenschaftler waren teilweise sehr skeptisch gegenüber der Fähigkeit der Menschen ihre eigenen Errungenschaften zu beherrschen.

  189. @RM
    Ok, Aufbau, zur Kernschmelze und dem Aufbau und Sicherheits- bzw. Bariereprinzip des Reaktortypen wie er im Fukushima Daiishi gebaut wurde.

    Ohne das jetzt nochmals nachrecherchiert zu haben: Reaktoren von der Bauart wie wir sie in Deutschland haben, wie sie jedoch zu hunderten auch in anderen Ländern betrieben werden, sind sämtlich nicht für den Fall einer Kernschmelze ausgelegt.

    Merken Sie was? Sie spekulieren, warum?

    Hier noch´n kleiner Tipp

    MfG
    Karl Rannseyer

  190. @RM

    …Im Gegensatz zu Herrn Heller waren diese wahrlich grossen Wissenschaftler sich nämlich nicht immer ganz so sicher: …

    Woher wollen Sie das wissen? Sie behaupten etwas ohne es zu begründen, das ist einfach nur schlechter Stil, Sie deuten an über die teilweise recht persönlich geführte Debatte nicht erfreut zu sein um dann jemandem mangelndes Verantwortungsbewustesein zu unterstellen.
    Die zivile Nutzung der Kernenergie ist bislang auch in Deutschland ein segen für die meisten Menschen gewesen oder glauben Sie die paar 10tausend Demonstranten in den letzten Wochen sind die Mehrheit von einem 80 Millionen Volk? Die paar Hundert Castorgegener die absolute Mehrheit von 80 Millionen Deutschen?

    Warum um alles in der Welt mischen Sie schon wieder Dinge die man nun einmal im Kontext (Manhatten Projekt) und getrennt betrachten (zivile friedliche Nutzung) sollte wenn man ehrlich und Glaubwürdig sein möchte.
    Die betroffenen Aussagen Tellers, Oppenheimers und ja auch Einstein´s angesichts des unglaublichen Zerstörungspotentials dieser WAFFE mit der Nutzung der Kernenergie zur Elektroenergieerzeugung in Zusammenhang zu bringen ist infam.

    Wenn das Ihr Fazit ist, sollten Sie statt Physik lieber Soziologie studiert haben.

    MfG
    Karl Rannseyer

  191. Onkel Heinz hat da mal was eingestellt (neuen Artikel)
    Mal gucken wenn ihr Lust habt.

    Danke

  192. Und nochmal was muss ich enfach loswerden weil ich dieses Argument wirklich lächerlich und zynisch finde:

    Peter Heller:

    Als Physiker habe ich daher keine Angst, nicht vor einem Kernkraftwerk und nicht vor Radioaktivität. Ich weiß, letztere ist ein natürliches Phänomen, das uns ständig umgibt, dem wir niemals entkommen können und dem wir auch nicht entkommen müssen.

    Ja, und Wellen sind selbstverständlich auch ein ganz natürliches Phänomen und deshalb habe ich davor keine Angst und wenn der Tsunami kommt dann wäre ich nirgends lieber auf der ganzen weiten Welt als dort am Strand und würde die Kräfte bestaunen und auch ganz viele interessante Sachen dabei lernen.

    Wenn man sich das Verhältnis zwischen der Intensität der natürlichen Strahlung und der Intensitäten die bei einem Reaktorunfall auftreten können anschaut, dann kommt der Vergleich durchaus hin.Somit kann Peter Heller anscheinend auch mit gutem Gewissen den Tsunamiopfern sagen dass das alles total natürlich war und sie dem sowieso nicht entrinnen hätten können. Sie sollen sich also gefälligst nicht so aufspielen. Ein Physiker hätte jedenfalls keine Angst gehabt, denn er hätte ja die dabei auftretenden Kräfte verstanden und somit überhaupt nichts zu befürchten.

    Ein wenig hinkt der Vergleich allerdings, da ein Tsunami tatsächlich eine von der Natur verursachte Katastrophe war und wir keine Möglichkeit haben einen Tsunami zu verhindern (Wenngleich wir uns natürlich baulich gegen solche Ereignisse wappnen können). Ein Kernkraftwerk ist und bleibt nun einmal eine vom Menschen gemachte Sache und das damit verbundene Risiko ist somit auch menschengemacht und somit prinzipiell vermeidbar.

  193. @RW

    Strassenverkehr ist auch menschengemacht, sollten wir diesen also auch vermeiden, denn das Gefahrenpotential ist gewaltig.
    Tödliche Keime in Krankenhäusern sind auch menschengemacht (Hygiene, resistente Keime), sollte wir also deswegen Krankenhäuser vermeiden?

    PS. Nur eine Weiterführung Ihrer Argumentation

    H.E.

  194. @Karl Rannseyer
    zu 189.: Der Aufbau und die Sicherheitsvorkehrungen an einem Kernreaktor sind mir durchaus bekannt und ich weiss auch was eine Kernschmelze ist. Ich konnte nur in keiner der von Ihnen verlinkten Quellen die Aussage finden, dass die Reaktoren einer Kernschmelze standhalten und das radioaktive Material auf jeden Fall eingeschlossen bleibt. Meine Vormulierung “ohne das jetzt nochmals nachrecherchiert zu haben” meint: Ich hab zu dem Thema schon einiges gelesen und mir ist noch nie etwas anderes untergekommen, als dass sich bei einer Kernschmelze (nicht unbedingt bei einer partiellen) der flüssige Kern nach einer gewissen Zeit sowohl durch den Reaktordruckbehälter als auch durch den darunterliegenden Stahlbeton frisst. Hab gerade auf Wikipedia den Artikel zur Kernschmelze überflogen und da steht auch exakt dasselbe.

    zu 190.: Ich habe mit keinem Wort Peter Hellers Verantwortungsbewusstsein in Frage gestellt. Ich habe lediglich seine Meinung zu Menschen wie Einstein, Teller…. kritisch hinterfragt. Ich habe mich auch mit ein paar Wissenschaftlerbiografien beschäftigt und gerade bei den Grossen findet man oft grösste Skepsis gegenüber der technologischen Verwertung von wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den Umgang der Menschheit mit diesen. Nichts anderes wollte ich mit den Zitaten “belegen”.

    Grüsse, RW

  195. @ RW # 192
    Ihre Argumentation ad hominem gegen den Verfasser des Artikels nimmt langsam Formen an, die ich nur noch dreckige(sic) Hetze bezeichnen möchte. Das was Sie an angeblichen Argumenten hier ins Feld führen dient augenscheinlich nur der Vorbereitung den Artikelverfasser zu diskreditieren und abzuschießen. Sie sollten nicht versuchen sich auf Kosten anderer als der ethisch erhabene Edelmensch darzustellen. Das sollten Sie schnellstens bleiben lassen, denn auch hier gibt es den Einen oder Anderen der diese Melodie spielen kann.
    Ich weiß nicht was Sie studiern, aber Physik dürfte es wohl nicht sein, denn das was Sie hier vorbringen sind billige Allgemeinplätze aus irgendwelchen fragwürdigen Broschüren.

  196. @ Heinz Eng:
    Au mann. Genau das wollte ich vermeiden. Deshalb habe ich am Schluss noch das Wörtchen “prinzipiell” eingefügt. Damit finde ich ist meine Aussage richtig und in sich abgeschlossen.
    Ob man das Risiko auf sich nehmen will oder nicht ist natürlich eine ganz andere Baustelle und ich bin keineswegs der Ansicht, dass wir alles risikobehaftete abschaffen sollten.

  197. @moosgeist:
    Ich gebe zu mit dem 192. bin ich vielleicht bischen übers Ziel hinausgeschossen und habe Herrn Heller persönlich angegangen. Liegt daran dass ich dieses Argument (und das ganz unabhängig von Herrn Heller) einfach unerträglich schlecht und falsch finde. Ist mir wohl einfach schon zu oft untergekommen und jetzt war ein bischen viel Druck auf der Leitung. Ansonsten sehe ich jetzt aber nicht gross irgendwelche persönlichen Attacken in meinen Beiträgen. Meine Meinung weicht nur von der von Herrn Heller ganz gehörig ab und Meinungen anzugreifen sollte doch wohl in einem Kommentar erlaubt sein, oder?
    Und noch was zum Physikstudium: Ich hab mich da schon mit einigen Mitstudenten über das Thema unterhalten und eines sehr oft (nicht immer) festgestellt: Umso mehr Zeit und Interesse jemand in die Kernkraft investiert hat desto skeptischer wurde er was sowohl das Risiko als auch den Nutzen dieser Technologie anbelangt.

  198. @RW

    Erst erforschen und erfinden Wissenschaftler Sachen…..und dann erschrecken sie sich davor………tja, hätten se mal vorher das Hirn eingesetzt, gelle.

    Risikoanalyse……..welche Gefahr kostet jährlich wie viele Menschenleben?

    Tja, wie reiht sich da die Kernkraft jetzt ein?

    Das eine ist Baustelle….das andere nicht hinzunehmende, lähmende Angst vor einem Feind der unsichtbar vor sich hin strahlt? Ähnlich CO2, auch unsichtbar aber macht angeblich unser Klima putt……muss also auch aufs schärfste bekämpft werden…………geht dat nicht mal ohne Kampf, darf der Bürger nicht mal in Frieden sein Leben leben…….muss da immer einer aus den tiefsten Loch gekrochen kommen und die Angstkeule schwingen?

    Oder sehe ich da wie immer eine Lobby, die gedenkt sich an der neuen Angst zu bereichern?
    Fragen über Fragen…………………..ich werde wohl alle meine Teppiche aus der Wohnung entfernen, denn es besteht die Gefahr das ich mir das Genick breche, wenn ick über ne Teppichkante stolpere.

    Onkel Heinz……..will sich einfach nicht fürchten

  199. Ach übrigends, Herr Heller hat diesen Artikel aus einem Gefühl heraus geschrieben, das Ihn beschlich als die Medien und die gesammelte Anti-Atom-Front hyperventilierend über japanische Kernkraftwerke hergefallen sind.
    In allen Medien tauchten die Geister vergangen Zeiten (Greenpeace-Experten, lach) auf………….allesamt machten dieses überbesorgte Gesicht…..sabberten ihre Angst-Tiraden in die allzu willfährige Kamera…….Deutschland verschluckte sich fast vor lauter Schnappatmung……………und in Japan ham se ihre Toten aus den Trümmern und Schlamm gekratzt……..die aufgrund eines Tsunamis verreckt sind.

    Dat hat Herrn Heller dermassen aufgeregt wie jeden anderen von uns auch, nur das er viel bessere Worte, viel einfühlsamer formulieren konnte als jeder andere von uns.

    Nun, aufmerksam geworden durch diverse Kanäle, tauchen hier plötzlich Leute auf, die sich “Wissenschaftler oder Angehende” schimpfen um die obermoralische Keule zu schwingen.

    Da gibt es doch tatsächlich noch Menschen die sich realistisch der Havarie eines japanischen Kraftwerkes annehmen…………na wo gibt det denn sowas…….die haben gefälligts vor Angst zu schlottern, wie es Grün aus wahltaktischen Gründen gerne haben möchte.

    Nein und nochmals nein…………wer dermassen Angst vor seinem eigenen Schatten hat sollte sich einen Atombunker suchen und die nächsten 100 Jahre schlafend darin verbringen. ( die 250 kg Erwachsenen-Windeln net vergessen)

    Eh Leute, macht mal die Oogen uff……..Nordafrika zerfleischt sich gerade selber, die Finanzkrise zerlegt gerade halb Europa, 300.000 Japaner sind Obdachlos, bisher wohl über 20.000 Tote aufgefunden……….eine komplette Infrastruktur zerstört………….aber ihr habt nix anderes zu tun als den besorgten Strahlungsbeauftragten zu spielen?

    In den 5 min, wo ick mein Text in die Tastatur gehämmert habe, sind mal eben ein paar hundert Menschen auf der Welt verhungert oder an heilbare Krankheiten verreckt…………….aber ihr labert von “Atom-Angst”……………..afrikanische und südamerikanische Diktatoren schlachten ihr Volk ab……..aber ihr fürchtet euch vor die Überschreitung eines Grenzwertes?

    Meine gute Erziehung und der Schutz dieser Internetseite verhindert es, zu sagen was ich wirklich von euch halte.

    Ein Akademiker lässt ein mal seinen Gefühlen freien Lauf…………was ick bewundertswert finde…..und ihr habt nix anderes zu tun diesen Menschen deswegen zu verurteilen……pfui Deivel.

    Onkel Heinz…………so sieht es aus wenn der Rottweiler zubeisst

  200. @RW

    „Ich habe mich auch mit ein paar Wissenschaftlerbiografien beschäftigt und gerade bei den Grossen findet man oft grösste Skepsis gegenüber der technologischen Verwertung von wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie den Umgang der Menschheit mit diesen. Nichts anderes wollte ich mit den Zitaten “belegen”.“

    Völlig richtig, Naturwissenschaftler sind immer auch Skeptiker.
    Genau deshalb:
    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,754931,00.html
    Man muss aber auch realistisch sehen, dass die globale Industriegesellschaft Risiken bereit hält die mindestens ähnlich groß sind wie die Risiken der Kernenergie.
    Die Natur werden wir Menschen dabei allerdings nicht erreichen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  201. @ RW:

    Erst einmal vielen Dank dafür, daß Sie sich so intensiv mit dem obigen Text befaßt haben. Wie Heinz Eng schon richtig bemerkt hat: So etwas schreibe ich normalerweise nicht. Ich habe dieses mal einen Weblog dafür verwendet, ganz einfach ungefiltert meine Gefühle darzustellen, wie sie sich als Momentaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellten. Dafür nutzen Privatleute die Bloggerei normalerweise ja auch. Der Text entstand in kaum 60 Minuten, er wurde einfach heruntergeschrieben, nicht korrekturgelesen und sofort online gestellt. Für mich völlig unüblich.

    Eigentlich sollten wir die Diskussion unter “Butlers Djihad” führen, ich habe diesen Text nachgeschoben, um die emotionalen Aspekte durch Sachargumente zu ergänzen.

    Trotzdem einige Anmerkungen an dieser Stelle:

    Dieser enthält doch kaum Sachliches, sondern besteht hauptsächlich aus einem flammenden, zutiefst emotionalen Plädoyer für die Wissenschaft und die Ingenieurskunst im allgemeinen.

    Korrekt.

    Mich persönlich beeindruckt hierbei vor allem, dass es trotz der absoluten Vorhersehbarkeit eines solchen Störfalls überhaupt keine geeigneten Standardmaßnahmen zu geben scheint.

    Ich interpretiere den Verlauf der Geschehnisse völlig anders als unsere Massenmedien. Nach meiner Auffassung sind die Japaner sehr gelassen, sehr effektiv und sehr überlegt vorgegangen und haben durchaus kluge Maßnahmen ergriffen. Man muß die Möglichkeiten, wie sie sich unmittelbar nach der Katastrophe darstellten, beachten. Und die Tatsache, daß sich die Optionen im Laufe der Zeit allein dadurch verbessern, daß sich die Umgebung des Reaktors von den Folgen der Naturkatastrophe “erholt”. Ich denke, das Konzept von Tepco zielte zu Beginn (zu dem Zeitpunkt, als der Artikel geschrieben wurde) darauf ab, die Reaktoren nach Schadensbehebung wieder in Betrieb nehmen zu können. Vor diesem Hintergrund sind die Maßnahmen zu bewerten. Das war wohl eine Fehleinschätzung (insbesondere der strukturellen Schäden durch Beben und Flut). Hätte man die Reaktoren 1-3 von Beginn an aufgegeben (ähnlich wie Harrisburg), hätte man wohl anders agiert.

    Er sagt doch: Wissenschaft ist ganz toll und wir sollten Genies wie Einstein, Heisenberg, Teller… dadurch ehren, dass wir alles was deren Erkenntnisse uns ermöglicht haben gefälligst auch umsetzen. Alles andere wäre ja feige und unaufgeklärt.

    Korrekt. Dazu stehe ich.

    Man muß zwischen einer wissenschaftlichen Erkenntnis (einem Naturprinzip) und der technischen Nutzung selbiger unterscheiden.

    Energie und Masse sind einander äquivalent.

    Daraus kann man nicht aussteigen. Eine solche Erkenntnis ignorieren zu wollen, ist mittelalterliches, unaufgeklärtes Denken. Darüber kann man auch nicht ernsthaft diskutieren. Die Erkenntnis ist in der Welt, sie kann nicht wieder verschwinden.

    Es liegt im Wesen des Menschen, zu versuchen, eine solche Erkenntnis auch zu nutzen. Das wird immer wieder irgendwo auf diesem Planeten geschehen. Man kann den Massendefekt beim radioaktiven Zerfall nicht einfach “ächten”.

    Die kluge Folgerung aus Fukushima wäre also eine Debatte darüber, inwieweit unsere Technologie geeignet ist, sicher und verläßlich Nutzen aus der Äquivalenz von Masse und Energie zu ziehen. Und sollte man einen Konsens darüber finden, daß diese Technologie noch nicht weit genug entwickelt ist, muß man sie weiterentwickeln.

    Ein Verbot ist nicht akzeptabel. Denn ein Verbot würde bedeuten, E=mc² zu ignorieren. Das ist nicht das, was sich ein Physiker wünschen sollte.

  202. achgut.com (Prof. Beda Stadler):

    Rauchzeichen über Fukushima

  203. Tim Hardenberg # 202

    Da warst Du einfach schneller ;)
    Den Link wollte ich gerade hier einstellen. Ein wirklich lesenswerter Artikel der den “verstrahlten Gehirnen” der Paniker jeden Morgen um die Ohren gehauen werden sollte. Aber die fühlen sich offensichtlich nur in ihren vollgesch*ssenen Hosen wohl.

  204. @Moosi

    besonders die letzten Absätze:

    „… Das Szenario, das uns erwartet, ist absehbar. Nachdem die Japaner die gröbste radioaktive Sauerei aufgeräumt, Landwirtschaft und Fischereizonen ausgegrenzt und die wenigen Strahlenopfer behandelt haben, wird die Kampagne der Wundergläubigen beginnen. Man wird mit dem Märchen der Langzeitschäden durch extrem niedrige Strahlung Politik machen. Irgendein Clown wird im Herbst erhöhtes Cäsium-137 in Pilzen messen. Da Pilzsammler normale Menschen sind, werden sie sich vor «leuchtenden» Pilzen fürchten, genauso wie sie sich vor Genfood ängstigen und ihre Ängste mit Globuli behandeln, in denen nichts drin ist. Die 20 000 realen Tsunami-Opfer werden von imaginären Legionen hypothetischer Strahlenopfer verdrängt. Die Rettung des Planeten scheint wichtiger als der Schutz von Menschenleben.

    Die pseudowissenschaftliche Wahrsagerei wird virtuelle Friedhöfe füllen: Zehntausenden von prognostizierten BSE-Opfern und Passivrauchtoten, die es nie gegeben hat, ¬werden Legionen von erfundenen Krebsopfern folgen. Ein Beispiel aus einer BAG-Broschüre: «Durch Extrapolation kann beispielsweise abgeschätzt werden, dass die Dosen, welche durch Tschernobyl verursacht wurden, in der Schweiz für die nächste Generation die Krebssterblichkeit um ca. 0,1 Promille erhöhen. Eine solch kleine Erhöhung macht sich nicht bemerkbar, weil sie innerhalb der natürlichen Streubreite liegt.» Wie war das genau? Man kann es einfacher sagen: ¬Eine vermeintliche Erhöhung, die im statistischen Streubereich liegt, ist keine Erhöhung.”

  205. @ Peter Heller
    Danke erstmal für Ihre nüchterne Antwort. Ich muss zugeben dass ich gestern nicht mit derselben Nüchternheit gepostet habe sondern durchaus auch Emotionen verarbeitet habe. Dies lag weniger an Ihrem Artikel an sich sondern an den Kommentaren, wo ich schon den Eindruck hatte, dass Leute mit abweichender Meinung überhaupt nicht ernstgenommen wurden. Nur deshalb habe ich auch mehrfach erwähnt, dass ich selbst angehender Physiker bin. Nicht um dadurch irgendeine “Autorität” für mich in Anspruch zu nehmen, sondern eigentlich nur um zu zeigen, dass es auch Nicht-Soziologen gibt die nicht ganz Ihrer Meinung sind. Ich entschuldige mich also für polemische Formulierungen in meinen posts. Diese wären so wirklich nicht nötig gewesen.
    Zu E=mc^2: Ich stimme vollkommen mit Ihnen überein dass diese Erkenntnis nicht “verboten” werden kann oder sollte. Ich finde aber auch, dass doch für den Physiker immer noch die Erkenntnis als solche das ist, was zählt und wonach er strebt. Und bei der Beantwortung von Fragen nach den Grundlegenden Naturprinzipien hat er gewissermassen ein Monopol. Da würde ich mir auch nur sehr ungern von einem Soziologen reinreden lassen. Aber sobald es um die Nutzbarmachung dieser Erkenntnisse geht kommen meiner Meinung nach durchaus viele andere Faktoren ins Spiel, wo man dann auch andere Fachleute und nicht zuletzt auch alle davon betroffenen Menschen zu Wort kommen lassen sollte. Bei der Kernkraft wären das z.B. Dinge wie technische Realisierbarkeit (hat nichts mit E=mc^2 zu tun), Wirtschaftlichkeit ( (hat nichts mit E=mc^2 zu tun), Risikobewertung (hat nichts mit E=mc^2 zu tun),…
    Die Rolle des Physikers sehe ich eigentlich primär darin, dass er Erkenntnisse gewinnt (E=mc^2), welche neue Möglichkeiten eröffnen. Die Umsetzung dieser Möglichkeiten voranzutreiben liegt meiner Meinung nach nicht so sehr im Tätigkeitsfeld des Physikers. Natürlich spielt Technik eine sehr grosse Rolle in der Experimentalphysik, aber ich kann mir beispielsweise nicht vorstellen, dass man durch den Betrieb eines AKW viele neue Einsichten in grundlegende Zusammenhänge gewinnt. Ich würde Ihr Argument gerade andersherum vortragen: E=mc^2 ist erkannt und experimentell tausendfach bestätigt worden. Der Betrieb von AKW verspricht dem Physiker also keine neuen Einblicke in diesem Zusammenhang.
    Dass eine Abschaffung der Kernkraft bedeuten würde E=mc^2 zu ignorieren sehe ich so auch nicht. Wie sie ja in Ihrem Artikel schreiben genügt bereits der Anblick der Sonne um jeden empfänglichen Betrachter tagtäglich an die Bedeutung dieser Erkenntnis zu erinnern.
    Grüsse, RW

  206. Ergänzung: Mit dem “Physiker” meine ich in meinem post natürlich den Wissenschaftler. Studierte Physiker die in der Wirtschaft oder Politik unterwegs sind haben ja extrem breit gestreute Tätigkeitsfelder.
    @ Peter Heller:
    Apropos: Darf ich aus persönlichem Interesse fragen was Sie beruflich machen? Bin immer wieder erstaunt welche Werdegänge sich aus einem Physikstudium ergeben können.

  207. @RW

    Bin eigentlich bei allem was Du geschrieben hast völlig Deiner Meinung und es gehört hier auf diesem Board anscheint zur guten Sitte sich Leuten, die anderer Meinung sind sich mittels Diskreditierung zu entledigen, um weiter seinen geistigen Dünnschiss verbreiten zu können welches als das einzig wahre Wort dem Lesern Erleuchtung verschafft.
    Von daher meinen Respekt für Dein Durchhaltevermögen!

  208. @Wächter

    “””geistigen Dünnschiss”””

    Wenn Sie so ihren eigenen Kommentar bezeichnen, will Onkel Heinz auf keinen Fall widersprechen.

    Ansonsten……..im Vorgriff auf Herrn Heller……….GELBE KARTE

    Onkel Heinz hat auch Admin-Rechte………..nicht vergessen

  209. @ Wächter #207

    Wenn Sie nach einem Forum suchen, wo Sie Ihre Vorstellungen ausbreiten können ohne dafür auf Kritik zu stoßen, dann sind Sie hier wohl Falsch. Die meisten hier geben sich nun einmal nicht mit Wunschvorstellungen zufrieden, egal mit wiviel Inbrunst diese vorgetragen werden.

    Natürlich kann man aufgrund der Faktenlage persönlich zu der Einschätzung kommen, Kernkraft wäre zu gefährlich oder zu teuer, oder andere Technologien hätten in Summe deutliche Vorteile. Nur gibt es eben auch Menschen die das, auch auf Grundlage von Verfügbaren Zahlen und Fakten, sehr anders beurteilen. Und diese Menschen sind hier in der Diskussion in der Überzahl.

    Das führt dazu dass Sie argumentativ durchaus etwas bieten müssen, wenn Sie hier überzeugend auftreten wollen. Gleiches erlebe ich immer wieder, etwa wenn ich in “grünen” Foren poste. Das mag einem nicht immer gefallen, führt aber dazu dass Sie Ihre Argumentation wirklich “wasserdicht” gestalten müssen, was durchaus qualitätssteigernd sein kann.

    Im Unterschied zu Ihnen scheint RW durchaus selbstkritisch auch mit seinen eigenen Beiträgen umgehen zu können und die Stimmung hier im Blog weniger als diskreditierend zu empfinden. Das mag damit zusammenhängen, dass er nicht Worte wie “geistigen Dünnschiss” als Beschreibung der Qualität der Aussagen von Mitdiskutanten benutzt…

  210. Was man auf der Sonnenseite des Herrn Alt findet:

    Hilf mir, ich bin eine Schülerin aus Minami-Soma in Fukushima.

    Durch den Tsunami habe ich Freunde verloren, meine Freunde haben ihre Eltern verloren, meine beste Freundin steckt in Minami-Soma, weil sie ohne Benzin nicht fliehen kann.

    Nur mit Telefon und Email kann ich sie ermuntern.

    Ich kämpfe jetzt mit der Furcht vor der Radioaktivität.

    Ich bin aber resigniert.

    Mit sechzehn

    Bin ich bereit für den Tod;

    Ich fühle den herannahenden Tod.

    Wäre ich auch gerettet, so müßte ich ständig mit der Furcht vor der Radioaktivität leben.

    Die Politiker, der Staat, die Massenmedien, die Experten, die Bosse des AKW, sie alle sind Feinde.

    Sie alle sind Lügner.

    Das Fernsehen berichtet immer weniger über das AKW, immer dieselbe Szene des Tsunami, herzlose Interviews durch die Medien, Beileidsbekundung nur als Lippenbekenntnis, der Politiker, der den AKW-GAU als „Naturkatastrophe“ bezeichnet.

    Politiker, helfen Sie uns mit Ihrem Gehalt und Ihren Ersparnissen.

    Hören Sie auf mit dem Luxus und helfen Sie den Opfern zu überleben.

    Nicht nur Befehle erteilen, nicht nur von sicheren Orten zuschauen, sondern bitte vor Ort uns helfen!

    Wir sind vernachlässigt, wahrscheinlich wird Fukushima isoliert.

    Wir werden vernachlässigt, wir werden von dem Staat getötet.

    Wir Katastrophenopfer werden dem Staat, der uns vernachlässigt hat, nie verzeihen, wir werden ihn immer hassen.

  211. @Wächter

    Wo und von wem sind Sie oder andere, auf welche Weise Diskreditiert worden?

    RW stellte Fragen und bekam Antworten, er stellte Behauptungen auf und bekam Antworten, genau wie Sie.
    Wenn dann die Antworten nicht in Ihr Schema passen fühlen Sie sich oder andere Diskreditiert? Muß man mit Ihnen einer Meinung sein, die Antwort genehm sein um nicht wieder in die amoralische Ecke gestellt zu werden?
    Es ist also Dünnschiss der hier verbreitet wird weil er nicht Ihre Meinung widerspiegelt. Klasse.
    Sie kommen mit Ideen eines 12jährigen und wollen behandelt werden wie ein Erwachsener, das geht nicht, wirklich nicht, Respekt bekommt man nicht geschenkt oder verliehen, das ist harte ernsthafte Arbeit.

    MfG
    Karl Rannseyer

  212. @ Tim Hardenberg #210

    Und weil dieser sicher ganz authentische Bericht aus dem Gefühlsleben einer 16jährigen Japanerin so dolle die Stimmung in dem Land wiederspiegelt, demostrieren auch regelmäßig Scharen von Japanern gegen diese menschenverachtende Monstertechnologie. Oder?

    Hunderte Menschen haben in Japan gegen Atomkraft demonstriert.

    Aber der Rest hat sich wohl einfach nicht aus den Häusern getraut. Wegen der Strahlen…

  213. @ RW:

    einige Anmerkungen:

    …Dinge wie technische Realisierbarkeit (hat nichts mit E=mc^2 zu tun),

    Es gibt drei natürliche Prozesse, bei denen Energie und Masse ineinander umgesetzt werden: der radioaktive Zerfall schwerer Kerne, die Fusion leichter Kerne, die Materie-Antimaterie-Zerstrahlung. Da uns diese Prozesse bekannt sind, sind sie alle auch technisch realisierbar, d.h. künstlich steuer- und nutzbar.

    Es gibt kein Gegenbeispiel irgendeinen physikalischen Prinzips, dessen technische Nutzbarkeit ausgeschlossen wäre.

    Wirtschaftlichkeit ( (hat nichts mit E=mc^2 zu tun),

    Das ist der Knackpunkt. Bislang ist Kernenergie (also die technische Nutzung des Massendefektes beim Zerfall schwerer Kerne) die einzige technisch realisierbare Methode, die auch wirtschaftlich ist.

    Risikobewertung (hat nichts mit E=mc^2 zu tun),

    Meine Schlußfolgerung aus Fukushima ist, daß es auf die Risikobewertung nicht mehr ankommt. Sondern auf das Schadenspotential (s. Butlers Djihad). Die Behauptung, man könne das Schadenspotential einer Technologie nicht weiter vermindern, sollte für einen Ingenieur nicht akzeptabel sein.

    Ich werte die Debatte völlig anders als Sie. Oder haben Sie den Eindruck, man würde sich derzeit landauf landab damit befassen, wie man Kernkraftwerke in Zukunft bauen sollte, damit Schäden größeren Umfangs selbst im Falle des Falles nicht eintreten können? Nein, darum geht es nicht. Es geht in der Tat darum, daß sehr viele Menschen aus Angst die Erkenntnis der Äquivalenz von Masse und Energie am liebsten ignorieren oder bekämpfen würden. Wohlgemerkt: Ohne zu verstehen, daß sie genau das tun.

    …aber ich kann mir beispielsweise nicht vorstellen, dass man durch den Betrieb eines AKW viele neue Einsichten in grundlegende Zusammenhänge gewinnt. Ich würde Ihr Argument gerade andersherum vortragen: E=mc^2 ist erkannt und experimentell tausendfach bestätigt worden. Der Betrieb von AKW verspricht dem Physiker also keine neuen Einblicke in diesem Zusammenhang.

    Es gibt nichts, was sich ein Physiker nicht vorstellen können sollte. Die Thermodynamik ist auch erst nach (wegen) der Erfindung der Dampfmaschine entwickelt worden, bei der Elektrodynamik war es ganz ähnlich. Gerade der Ansatz, das Schadenspotential von Kernkraftwerken vermindern zu wollen, kann viele neue Impulse setzen. Lesen Sie sich vielleicht mal in die Geschichte der (theoretischen) Entwicklung des Laufwellenreaktors durch Edward Teller ein.

    Apropos: Darf ich aus persönlichem Interesse fragen was Sie beruflich machen? Bin immer wieder erstaunt welche Werdegänge sich aus einem Physikstudium ergeben können.

    Ja, Sie dürfen fragen. Nein, Sie bekommen keine Antwort. Ich bin nicht als Wissenschaftler tätig, sondern so etwas wie ein Berater. Ich betreibe Zukunftsforschung in einem bestimmten Zusammenhang, von dem man nie etwas in der Zeitung lesen wird. Dieser Blog hier ist Hobby und hat mit meinem Job nichts zu tun. Ich bin hier als Privatmann. Es interessiert mich auch herzlich wenig, wer hier welchen Job macht. Jeder hier ist klug genug, irgendetwas sinnvolles beizutragen.

    @ Wächter:

    Bin eigentlich bei allem was Du geschrieben hast völlig Deiner Meinung

    Den Eindruck hatte ich bislang nicht.

  214. @Peter Heller:
    Ihre Antwort auf die Jobfrage geht finde ich durchaus als Antwort durch. Dankeschön also.
    Ein paar Anmerkungen retour:

    Da uns diese Prozesse bekannt sind, sind sie alle auch technisch realisierbar, d.h. künstlich steuer- und nutzbar.

    Also ich finde nach wie vor dass die technische Realisierbarkeit recht wenig mit einem Naturprinzip an sich zu tun hat. Beispielsweise würden mir unter dem Stichwort technische Realisierbarkeit bei einem AKW folgende Fragestellungen einfallen:
    1. Gibt es auf der Erde überhaupt Kern”brenn”stoff und wenn ja, genug um ein Kraftwerk damit zu betreiben?
    2. Sind uns diese Rohstoffe zugänglich, wie bauen wir sie ab und können wir die gewünschten Isotope so konzentrieren dass wir eine für eine Kettenreaktion ausreichende Dichte erhalten?
    3. Finden wir geeignete Materialien die als Moderator dienen können? Bzw. wie realisieren wir die Moderation?
    4. Finden wir geeignete Materialien für notwendige Kontrollmechanismen? Bzw. wie fahren wir den Reaktor hoch und runter und wie stoppen wir falls nötig schnell die Kettenreaktion?
    5. Diverse Sicherheitsfragen: Notkühlung, Containment…
    6. Können wir mit dem anfallenden Müll umgehen? Bzw. gibt es geeignete Lagerstätten?
    Also das war jetzt schnell so runtergeschrieben, einem Kerntechniker gelänge da 100% eine bessere Aufstellung. Aber worum es mir geht ist folgendes: Bei der Beantwortung solcher Fragen spielt das Naturprinzip welches nutzbar gemacht werden soll überhaupt keine Rolle (kleine Ausnahme: Kernreaktionen die durch die schnellen Neutronen herrühren). Das meinte ich damit als ich sagte technische Realisierbarkeit habe nichts mit E=mc^2 zu tun.

    Es gibt kein Gegenbeispiel irgendeinen physikalischen Prinzips, dessen technische Nutzbarkeit ausgeschlossen wäre.

    Also damit bin ich nun so auch nicht einverstanden. Man kann vielleicht sagen dass man das nicht prinzipiell ausschliessen kann, aber bei Ihnen hört es sich für mich so an als ob mit der Entdeckung von E=mc^2 schon alle Fragen nach der technischen Realisierbarkeit der Kernkraft erledigt gewesen wären.
    Sie nennen ja selbst noch zwei andere Prozesse bei denen eine Umwandlung von Masse in Energie stattfindet (ist eigentlich physikalisch auch ein wenig schlampig da Energie und Masse laut Einstein ja nicht “ineinander umwandelbar”, sondern äquivalent sind): Kernfusion und Materie-Antimaterie-Zerstrahlung.
    Bei der Fusion sind die Fragen der technischen Realisierbarkeit ja hochaktuell (auch wenn da natürlich die Wirtschaftlichkeit mit reinspielt) und bei der Materie-Antimaterie-Zerstrahlung wäre mir der Bau irgendwelcher Kraftwerke in naher Zukunft nicht bekannt. Prinzipiell kann ich natürlich nicht ausschliessen dass es irgendwie, irgendwann einmal möglich sein wird, aber derzeit ist doch eine Nutzung des letzteren Prozesses zur Energiegewinnung absolut undenkbar. Was mir als weiteres Gegenbeispiel einfällt ist die Vakuumenergie. Ist ja anscheinend immer da, aber genutzt wurde diese meines Wissens nach noch nicht.

    Es geht in der Tat darum, daß sehr viele Menschen aus Angst die Erkenntnis der Äquivalenz von Masse und Energie am liebsten ignorieren oder bekämpfen würden. Wohlgemerkt: Ohne zu verstehen, daß sie genau das tun.

    Also Newton saß ja bekanntlich unterm Apfelbaum und sinnierte, als ihm plötzlich ein Apfel auf den Kopf viel. Fortan verstand er dass sich die Planetenbewegung durch die Gravitation erklären ließ. Er forderte aber nicht dass sich nun alle Menschen unter Apfelbäume setzen sollten um das Prinzip doch auch mal am eigenen Körper zu erfahren. Und ich glaube Newton hat auch keine anderen Menschen beschuldigt seine grosse Erkenntnis dadurch zu ignorieren oder zu bekämpfen dass sie sich nicht wenigstens einmal im Leben vom Kirchturm stürzten um die Fallgesetze mal durch und durch zu spüren. Und ich würde sogar noch behaupten die Leute verstanden sehr gut dass sie das nicht nötig hatten um Newton’s Vermächtnis zu ehren. (Frei Schnauze und nicht böse gemeint)

    Gute Nacht allerseits, RW

  215. @Peter Heller:
    Muss noch hinzufügen: Ich hatte den Kopf so voller Kernkraft und Energiegewinnung, dass ich auch nur darauf eingegangen bin.

    Es gibt kein Gegenbeispiel irgendeinen physikalischen Prinzips, dessen technische Nutzbarkeit ausgeschlossen wäre.

    Sie meinten das ja sehr allgemein. Dass man jedes uns bekannte physikalische Prinzip prinzipiell technisch immer irgendwie nutzbar machen kann. Stimme ich erstmal voll und ganz zu. Interessante Frage allerdings. Werds mir mal durch den Kopf gehen lassen ob sich da nicht doch ein Gegenbeispiel finden lässt.
    Ein Versuch: Die Lichtgeschwindigkeit als Grenze für die Geschwindigkeit, mit der sich eine Ursache auswirken kann.
    Bitte mich nicht falsch zu verstehen: Ich kann natürlich bei Kenntnis der Lichtgeschwindigkeit allerlei Interessantes mit elektromagnetischer Strahlung anstellen. Aber die Tatsache dass sich nichts schneller bewegt als Licht ist einerseits ein Naturgesetz, andererseits jedoch schwerlich nutzbar zu machen.

  216. @RW

    Weiter so, eine äusserst nette Diskussion.

    Onkel Heinz hält sich hier aber raus……….da Physiker unter sich.

    PS. Lichtgeschwindigkeit ist vom Medium abhängig……..nur mal so als blöden Laien-Einwurf in die Runde geworfen.

    MfG
    Heinz Eng

  217. @ Heinz Eng:
    Falls Sie das Thema interessiert: alpha centauri
    Gruss, RW

  218. @RW

    Danke für das nette Filmchen.
    Nach Ansicht der heutigen Wissenschaft ist die Lichtgeschwindigkeit die Obergrenze wie schnell sich eine Information vorwärts bewegen kann.

    Kann man so zustimmen………muss man aber nicht. :-)
    Als SciFi -- Fan “weiß” man, das es neben den 4 Dimensionen vllt ja noch weitere Dimensionen gibt.
    Aber das würde jetzt vieel zu weit führen, ist aber ein wirklich spannendes Thema…gerade als “Perry Rhodan” -- Stammleser.

    MfG
    Heinz Eng

  219. @ RW, @ Eng:

    Ich werde das hier nicht fortsetzen. “Fukushima” ist im Kontext der gegenwärtigen Energiedebatte zu sehen, RW möchte auf diesen Kontext nicht eingehen.

    Ich werde sicher noch einen weiteren Text zur Kernenergie schreiben, wir können dann weiter diskutieren.

    Ich halte nicht viel von Prof. Lesch und seinen Versuchen, Laien aufzuklären, ohne sie fortzubilden.

    Letztendlich ist die Aussage der speziellen Relativitätstheorie nur, daß die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum unabhängig vom Bewegungszustand des Beobachters immer denselben Wert hat. Dieses Prinzip findet durchaus technische Anwendung (bspw. in Interferometern). Die Annahme einer “höchstmöglichen” Signalgeschwindigkeit ist kein Prinzip, sondern eine Schlußfolgerung. Sie gilt für den Einsteinraum dann, wenn man das Prinzip von Ursache und Wirkung beibehalten und bspw. Zeitreisen in die Vergangenheit ausschließen möchte.

    Inwieweit es noch etwas zugängliches “außerhalb” des Einsteinraumes gibt, ist derzeit reine Spekulation.

    Ebenso wie natürlich die Existenz der Vakuumenergie, für die es noch keinen experimentellen Nachweis gibt. Daher habe ich diese auch nicht als vierte Anwendung des Äquivalenzprinzips aufgeführt. Trotzdem macht man sich, bspw. bei der NASA, natürlich schon Gedanken darüber, wie man denn die Vakuumenergie technisch nutzen könnte.

    Das etwas heute noch nicht möglich ist, darf uns nicht daran hindern, daran zu glauben, daß es irgendwann möglich sein könnte.

    Die aktuelle Debatte krankt eben daran, daß die Frage nach Kernkraftwerken mit geringeren Schadenspotentialen nicht gestellt wird. Stattdessen soll die Technologie insgesamt geächtet werden. Man mißt ihr keinerlei Innovationspotential mehr zu. Damit darf man sich nicht abfinden, denn eine Technologie als nicht mehr verbesserungsfähig anzusehen, ist tatsächlich ein Rückfall in mittelalterliches, unaufgeklärtes Denken. Vor diesem Hintergrund, RW, ist der Artikel zu sehen.

    Es ist mir nicht bekannt, daß irgendein Politiker, geschweige denn irgendein öffentlich-rechtliches Medium in den vergangenen Wochen die Frage gestellt hätte, warum denn ausgerechnet Deutschland nicht an der Entwicklung von Reaktoren der vierten Generation beteiligt ist. Als einziges Land der G20. Daß dies niemand thematisiert (daß dies vielleicht auch niemandem bekannt ist), hat tiefliegende Ursachen. Die es zu bekämpfen gilt. Dies zu verdeutlichen ist der Ansatz von “Fukushima”.

    Wenn Sie, RW, sich natürlich von Politikern (Juristen, Ökonomen, anderen Geisteswissenschaftlern -- viele davon Lehrer) gerne vorschreiben lassen möchten, was Sie in Zukunft erforschen dürfen, und was nicht, tja, dann sind Sie selbst Schuld. Irgendwann trifft derselbe Mechanismus nämlich ein Thema, das Ihnen viel bedeutet.

    Nach mehr als 3 Wochen und mehr als 200 Kommentaren liest hier ohnehin keiner mehr mit. Von meiner Seite aus war es das damit.

  220. Ich find den Prof. Harald Lesch gar nicht so schlecht …
    httv://www.youtube.com/watch?v=GTFw6rs_azM&feature=related

  221. omg …

  222. Sehr geehrter Herr Heller,
    bite gehen Sie nach Japan, direkt in’s Atomkraftwerk nach Fukushima, da kann man Leute wie Sie bestens brauchen.

  223. uli #222

    )o(

  224. @Uli

    Und Sie tuen uns den Gefallen und schalten Ihren PC ab und ziehen in den Wald und leben von dessen Früchten.

    Ansonsten……….Bachblütentee mit Klangschüssel……..oder ist selbst das zu kompliziert für ihre primitive Weltanschauung?

    @Mosiiii

    Statt Fisch würde ick ne Gurke nehmen……..wirkt derzeit viel besser.

    H.E.

  225. @ uli, #222:

    Nö, in Japan war ich schon, da möchte ich nicht so unbedingt leben. Kulturell sind da doch zu viele Hindernisse.

    Mein Prof hat mir damals direkt nach der Dissertation empfohlen, in die USA zu gehen. Dort könne man Leute wie mich erstens gebrauchen, und zweitens könnte ich da noch eine Menge lernen.

    Hätte ich es mal getan…

  226. Hab zu Fukushima einen interessanten Artikel gefunden, wie der Unfall in der Welt so aufgenommen wurde:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/fukushima__eine_erzaehlung_in_nationalen_geschichten_1.11734359.html
    Vielleicht liest es ja doch noch jemadn ;)

  227. @T.Mollet #226

    Danke für den Link. Ein wirklich gut gemachter Artikel, der es wert ist gelesen zu werden.

  228. @T. Mollet

    Guter Artikel, Danke.
    Für mich war vor allem interessant der folgende Satz:

    Ein moralisierender und besserwisserischer Unterton, wie man ihn aus Blogs kennt, war auch in der seriösen Presse oft nicht zu überhören.

    Das trifft den Nagel auf den Kopf. Ich würde noch hinzufügen und ich formuliere bewußt hart.

    Gibt nicht unsere Presse für unsere Nachbarn folgendes Bild ab:
    Im Grunde ein Volk von moralisierenden Schwätzern, die Lippenbekenntnise ablegen, um sich durch eine nachgeplapperte “Meinungsäußerung” über ihre Mitmenschen und Nachbarn vermeintlich zu erhöhen.

    Ich weis, dass die meisten Menschen in diesem Land hart arbeiten und bin eigentlich jedesmal sauer, wenn unsere Presse dieses Bild abgibt. Und echt sauer über das EEG, weil es das Geld dieser Menschen wirkungslos aufzehrt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  229. Übrigens wurden schon vor Jahrzehnten in Deutschland zum Thema “Kernschmelze” geforscht und veröffentlicht: http://www.energiemarkt-medien.de/fileadmin/ftp/2011-04-kernschmelzen-hassmann.pdf

  230. Das Erdbeben und der nachfolgende Tsunami sind nun ein Jahr her, in der deutschen Presselandschaft dominiert die Reaktorhavarie und rangiert trotz (glücklicherweise) mangel an Todesopfern als DIE Katastrophe, die Toten des Erdbebens und des Tsunamis sind nur wenn überhaupt erwähnt, schmückendes Beiwerk oder werden zum Teil sogar dem havarierten KKW als Opfer untergejubelt.
    Angesichts dieser unglaublichen Vorgänge in der deutschen Presse und Medienlandschaft befällt mich eine nicht in Worte zu fassende Verachtung für die deutsche Inhumane, Ideologisierte, unzivilisierte Bande von Arschlöchern, die sich Journalisten nennen.
    Hier Bilder der Katastrophe , auf die Bilder klicken für vorher/nachher Ansicht.

    http://www.boston.com/bigpicture/2012/03/japan_tsunami_pictures_before.html

  231. Renate Künast ein Jahr nach dem Unglück in Japan:

    Ich weiß, dass ich meinen Aufen und Ohren kaum glauben wollte, weil das ja auch so ne versetzte Berichterstattung war …….ein Erdbeben, ein Tsunami…. und dann saß ich vorm Fernseher und hab nationale und internationale Live-Berichterstattung gekuckt und auch mit offenen Augen und Ohren und offenem Mund drauf gestarrt und diese erste Explosion gesehen. Das is schon erschütternd, weil…. in Fukushima ist passiert, was viele nicht glauben wollten….. wir ham ja oft gesagt, das Restrisiko is ja nicht nur ne statistische Größe, sondern das sog. Restrisiko ist etwas, was wirklich passieren kann…. und wenn es passiert, hat es unabsehbare umfassende Folgen…. und dort isses eingetreten. Es war zwiespältig: Trauer, Angst und Sorge …. wie es da weitergeht…. auch mit den ganzen physikalisch-chemischen Gesetzmäßigkeiten ……und ich weiß, dass ich eigentlich erschüttert war über die Unkenntnis, die da teilweise war….. ich hatte diese Erschütterung, und es gibt ja nur einen Punkt, über den ich froh war, dass auch jemand wie Klaus Töpfer danach argumentiert hat, wenn in so einem Industrieland das technisch Undenkbare doch möglich ist, muss man auch damit rechnen, dass das angeblich technisch nicht Denkbare auch bei uns in Deutschland passiert…. aber zum Jahrestag von Fukushima tun mir die Menschen dort leid, weil sie ein Trauma erlebt haben und weil sie in ihrer Gesundheit gefährdet sind…..

    Zweitens balle ich die Faust und sage: Und jetzt müssen wir in Deutschland grade die Energiewende schaffen…. um so ärgerlicher sowas wie diese Solarförderungsregeln…. wir müssen die Energiewende schaffen…. und diese Regierung schafft es nicht, sondern tut alles dafür, dass die Energiewende ausgebremst wird, um eines Tages wieder sagen zu können, wir müssen neue Kohlekraftwerke bauen oder Atomkraftwerke verlängern….. das ist meine Sorge.

    ….andere Sorgen hat Renate nicht. Ich habe schon lange kein so schäbiges, zynisches und kaltschnäuziges Statement mehr gehört wie diese von politischem Kalkül triefenden Absonderungen.

    Trauer, Angst und Sorge? Ja, aber nur in Bezug auf die „Atomkatastrophe”.

    Keinerlei erkennbare Anzeichen der Anteilnahme für die tausende von toten und die abertausende von verletzten, obdachlos gewordenen und DADURCH schwerst-traumatisierten Menschen aus dem Munde von Zombie-Renate….. mir wird erneut speiübel (mir reicht schon diese HackfressePhysiognomie….. die hier allerdings hervorragend zu ihrem Statement passt).

    …..Kübel voll.

  232. Kleine Nachlese…..
    Fukushima hatte doch was gutes……….

    Fukushima bringt Greenpeace Spendenrekord

    Greenpeace muss sich derzeit offenbar keine Sorgen um seine Finanzen machen: Der Atomunfall von Fukushima hat der Umweltorganisation einen Geldregen beschert. 2011 hat die deutsche Sektion so viele Spenden eingenommen wie nie zuvor.

    Tja liebe Leut, die vielen Greenpeace-Experten waren nicht da um den Unfall zu erklären, ne……schnöde Spendensammler.

    Wem nutzt es?
    In diesen Fall deutlich erkennbar.
    H.E.

  233. Ihr seid völlig verrückt, ihr labert da rum und Japan geht vor die Hunde. Da werden die Kinder jetzt schon krank, es passiert wieder das selbe wie nach Tschernobyl. Ihr habt die Augen völlig vor der Realität verschlossen, was ist nur los mit euch?

  234. Ihr seid völlig verrückt, ihr labert da rum und Japan geht vor die Hunde. Da werden die Kinder jetzt schon krank, es passiert wieder das selbe wie nach Tschernobyl. Ihr habt die Augen völlig vor der Realität verschlossen, was ist nur los mit euch?

    Wer hier die Augen vor der Realität verschließt (NULL Strahlentote -- entgegen aller medialer Panikmache sowie “Belastungen” innerhalb der globalen Schwankungsbreite natürlichen Hintergrundstrahlung) dürfte nach diesem Posting wohl klar sein… Tja, was in die eigene Ideologie nicht passt, wird im Hirn passend gemacht, medial gleichgeschaltet, auf Greenpeace”Experten” Niveau…

  235. Wir haben Strandgut gefunden.

  236. Grins….lasst JP mal machen….wer Behauptungen aufstellt, sollte dafür auch Beweise bringen.

    Also JP……….nich nur meckern sondern auch a bisserl echte Argumente präsentieren.
    Dann mal ran an die Radatten.
    H.E.

  237. Wir haben Strandgut gefunden.

    Der Finder mag es behalten…
    Ich habe von der offensichtlich genetisch determinierten, medial- politischen Verblödbarkeit und Manipulierbarkeit dieses Unglücksvolkes von Lemmingen, die sich in epochalen Abständen allzeits aufmachen, mal wieder die Welt zu retten und an ihrem Wesen genesen zu lassen, mittlerweile derart die Sch… voll!
    Von mittelalterlichem Flagellantentum über Militarismus, Sozialismus, Faschismus bis hin zum Ökologismus, der den Kreis zum Flagellantentum wieder schließt -- tauchte irgendeine dieser fatalen Denken irgendwo in der Welt auf -- hier fiel sie auf den fruchtbarsten und furchtbarsten Boden, hier wurde alles “bis zur Vergasung” (ja!) gelebt, hier wurden die geistigen Väter gezeugt. Hier saßen sogar Lenins Steigbügelhalter im Generalstab. Dichter und Denker sowie Richter und Henker zugleich. Gelernt? Nichts!

  238. #233. JP

    Ihr seid völlig verrückt, ihr labert da rum und Japan geht vor die Hunde. Da werden die Kinder jetzt schon krank, es passiert wieder das selbe wie nach Tschernobyl. Ihr habt die Augen völlig vor der Realität verschlossen, was ist nur los mit euch?

    Wissen die Japaner das auch, dass sie gerade vor die “Hunde” gehen? Ich mein ja nur mal so. Warst selbst dort? Oder woher beziehst Du Deine Nachrichten. Komme mir jetzt nicht mit GreenpiXX oder die Netzfrauen.

    karl.s

  239. Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen.

    Der Finder mag es behalten…

    Dann werfen wir es eben wieder rein.

  240. #235

    Wir haben Strandgut gefunden.

    sowas findet man auch an der schönen ostsee :)

  241. Welches Land ist am weitesten entfernt von Japan?
    http://auslandsadresse.blogspot.com/2013/11/welches-land-ist-am-weitesten-entfernt.html

  242. Welches Land ist am weitesten entfernt von Japan?
    http://auslandsadresse.blogspot.com/2013/11/welches-land-ist-am-weitesten-entfernt.html

    Gemessen an allesamt von den Realitäten falsifizierten, deutschsprachigen Panikmeldungen und habitueller deutschmenschlicher Betroffenheit, nebst realenergiesozialistischen Alleingängen allein auf dem Boden dieses unseres Vaterlandes: Man würde die Bundesrepublik jedenfalls als direktes Nachbarland Japans vermuten …

    Ich nenne das mal den Achse -Effekt oder frei nach Wilhelm II: „Ich kenne keine Tatsachen mehr, ich kenne nur noch Deutsche!”

Schreibe einen Kommentar