Fundis sind sie alle, die Grünen

2. Oktober 2013 | Von | Kategorie: Blog, Ökologismus

apokalyptische-reiter-stefan-klinkigtIn einem SPON-Artikel wird von Jürgen Trittin vermeldet, dass dieser sehr erstaunt ist über die Kritik die aus Südwesten nun immer deutlicher seine Person erreicht, auch und vor allem an seinen Steuerplänen, die ja zu einem nicht unerheblichen Teil zur Niederlage bei der Bundestagswahl beigetragen haben sollen:

„Um Legendenbildung entgegenzutreten: Das Steuerkonzept, das erstmals 2011 auf dem Parteitag in Kiel beschlossen wurde, war sehr eng mit der Stuttgarter Staatskanzlei abgestimmt.“

Kann sein, dass sich hier Trittin die Wahrheit etwas zurechtbiegt, und möglicherweise die Übereinstimmungen mit Stuttgart doch nicht so eng waren, oder das Wahlkampfkonzept noch über die Beschlüsse von 2011 hinausgehen; um diese Feinheiten brauchen wir uns nicht kümmern, die Frage ist vielmehr, widersprechen die Südwestdeutschen GRÜNEN grundsätzlich Trittins Vorstellungen von der Reformierung des Steuerrechts. Wenn man sich die Reden auf den grünen Länderrat anschaut, bekommt man diese Darstellung nicht bestätigt, vielmehr geht es darum wie diese Steuerpläne im Wahlkampf präsentiert worden.

Schnell sind nun die Medien dabei, die alten Bezeichnungen für die verschiedenen Flügel der GRÜNEN herauszukramen: Realos und Fundis. Und selbst in der Ökopartei scheut man sich nicht vor diesen Bezeichnungen, die allerdings schon immer falsch waren. Ein gemeinsames Ziel eint nämlich alle: Die große Transformation hin zu einer Gesellschaft in der die Nachhaltigkeit im Sinne des Ökologismus der bestimmende Faktor ist. Der Unterschied ist lediglich, dass die einen dies mit Klassenkampfrhetorik ausschmücken und die anderen scheinbar weniger konfrontativ vorgehen und vorgeben, bestehende Strukturen anzupassen zu wollen. So wurde auf dem Länderrat gerade von den Realos immer wieder diese Ökologische Transformation zusammen mit dem Klimaschutz als wichtigste Aufgabe der GRÜNEN bezeichnet. Die Realos verdienen ihren Namen also nur dahingehend, dass sie erkannt haben, dass die Bevölkerung keine radikalen Umbrüche haben wollen, vor allem die bürgerlichen Mehrheiten nicht, sondern dass dies mit der Wirtschaft geschehen soll. So jedenfalls ihre Argumentation.

Realos wollen aber der Wirtschaft, und der Gesellschaft insgesamt, das Ziel vorgeben wohin die Reise gehen soll und unterscheiden sich damit von den Fundis nur marginal. So meinte Reinhard Bütikofer, ehemaliger Parteichef bei den GRÜNEN, beim Länderrat:

„Was wir in diesem Wahlkampf nicht hingekriegt haben, ist das Kernthema der ökologischen Transformation wirklich ins Zentrum unser Politik zu rücken.“

Dieses Kernthema, wie Bütigkofer sagt, ist aber Fundamentalismus pur, einer der sogar noch weiter geht als die Klassenkampfrethorik der linken Fundis. Die Linken und Fundis wollen Fakten und Ergebnisse schaffen, gehen dabei bewusst keiner Konfrontation aus dem Weg, während die anderen versuchen eine Deutungshoheit zu erlangen, mittels dieser dann mit wenig Druck die gesamte Gesellschaft in die gewünschte Richtung transformiert werden kann.

Der derzeitige Streit bei den Grünen ist also in Wirklichkeit keine Auseinandersetzung zwischen Fundamentalisten und Realisten, sondern einer zwischen Fundamentalisten die sich über den Weg zum Ziel streiten, über das Ziel allerdings, da gibt es keinen Dissens. Fundis sind sie alle.

Wer sich also als politischer Gegner der GRÜNEN positionieren will, wie es beispielsweise die Liberalen tun, die es nicht nur bei der FDP, sondern in unterschiedlicher Quantität und Ausprägung von der AfD bis SPD gibt, der muss sich das politische Ziel der GRÜNEN vorknöpfen, und das ist eben die sogenannte Ökologische Transformation.

Ergänzend zum Thema:
Enquete: Nachhaltigkeit und Willkür
Enquete: Brüche und Transformationen
Die Enquete und das Nichtprofitprinzip in der Wirtschaft

Beitrag auch erschienen in Glitzerwasser

Grafik: Stefan Klinkigt

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21 Kommentare
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  1. Ich pack’s fast nur noch mit Humor,
    Ham‘ die meisten jetzt schon Hirntumor?
    Viele Presseschreiber, sicher nicht die Besten
    schreiben Mist nur, im Osten wie im Westen.
    Im Mainstream kriechen wie ein Lurch,
    Physik und Mathe kommen selten durch.
    Zeilen verkaufen zugunsten ihrer Lieben
    Dem Rest der Welt das Gehirn verbiegen.
    Rational zu denken bis 68 noch gezielt gelenkt,
    Die 68er haben’s anders eingerenkt.
    Sie hab’n das Denken übernommen,
    im Kollektiv, dem wenig frommen.
    Superideeen, halt uns’re „daitschen“
    wir dem Rest der Welt einpeitschen.
    Auf der „grünen“ Insel ohne Steckerdose
    füttern wir dann Arbeitslose.
    Nur wenig‘ Deutsche exemplarisch
    bekommen Geld vom Süden solidarisch.
    Die Grünen wollen den Industriestandort Deutschland, Grundlage unseres Wohlstandes (und Europas) zerstören. Die große Transformation hat etwas von Morgenthau-Plan.

  2. Sehr guter Artikel. Bleibt zu hoffen das die Problematik einer ökologischen Transformation bei den Parteien mehr in den Vordergrund tritt. Das Wahlkampfmotto „Steuern runter“ 2009 der FDP wäre mit der Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken, zumindest ein Stück weit machbar gewesen. Die einnahmen der Brennelementesteuer hätten hierfür den Spielraum im Bundeshaushalt gegeben, Chance vergeben.
    Ich verstehe nicht, warum die SPD den Ökologismus nicht kritischer reflektiert ? Schließlich vernichtet dieser das Geld für jegliche Gestaltungsmöglichkeit und Arbeitsplätze ihrer Stammwählerschaft.

  3. Wer sich also als politischer Gegner der GRÜNEN positionieren will, wie es beispielsweise die Liberalen tun, die es nicht nur bei der FDP, sondern in unterschiedlicher Quantität und Ausprägung von der AfD bis SPD gibt, der muss sich das politische Ziel der GRÜNEN vorknöpfen, und das ist eben die sogenannte Ökologische Transformation.

    Die Ökologische Transformation hat aber leider schon alle Parteien erfasst und zahlreiche gesellschaftliche Kräfte.
    Nur ein Beispiel

    Die Grünen sind nur das Testfeld, um die Verblödung zu erfassen. Ökologisch abkassieren wollen aber alle.

  4. @ H.Rassbach
    ein anderes Beispiel aus einer Presseerklärung von VERNUNFTKRAFT das ein wenig Hoffnung macht.

    Die Grünen erweckten den Eindruck, als sei ihr schlechtes Abschneiden hauptsächlich
    durch überzogene Steuerforderungen bedingt; man solle sich mehr auf das grüne
    Kernthema Energiewende konzentrieren.
    „Das ist eine bewusste oder unbewusste Fehleinschätzung“, erklärt Pressesprecher
    Dr. Karl-Heinz Glandorf. Den Grünen schlage gerade bei ihrer Energiepolitik Widerstand
    entgegen – insbesondere von umweltbewegten Bürgern.
    „Eine Partei, die aus der Protestbewegung kommt, stößt mittlerweile auf wachsenden
    Protest von Bürgern, die den energiepolitischen Kurs der GRÜNEN als rein ideologisch
    motiviert und als in der Konsequenz gegenüber Mensch und Natur kaltschnäuzig und
    rücksichtslos erleben. Wer unter dem Deckmantel des Klimaschutzes die Zerstörung von
    Wald und Natur propagiert, ruft bei ökologisch denkenden Menschen Ablehnung hervor“,
    so Dr. Glandorf, dessen Organisation 219 Bürgerinitiativen gegen maß- und ziellosen
    Windkraftausbau bundesweit vertritt.
    Eine zunehmende Distanzierung erlebten die Grünen auch bei alten Weggefährten. Der
    Einbruch bei den Wählerstimmen sei anders nicht zu erklären. Einzelstimmen aus dem
    grünen Umfeld bestätigten dies. Es gäbe langjährige Mitglieder, die sich anfangs selbst
    bei kleineren Windkraftanlagen beteiligt hätten, nun aber die gigantischen Ausbaupläne
    nicht mehr mittragen könnten. Diese Menschen würden wohl kaum noch grün wählen.

  5. Diese Menschen würden wohl kaum noch grün wählen.

    dann wählen sie eben schwarz und es ändert sich auch nichts.
    Der „Nachhaltigkeit“ wurde die Macht übergeben, sie berät die Kanzlerin täglich. Dabei kann sie sustainable kaum aussprechen.

  6. „Was wir in diesem Wahlkampf nicht hingekriegt haben, ist das Kernthema der ökologischen Transformation wirklich ins Zentrum unser Politik zu rücken.“

    Die Grünen sind eine Partei die das Gesellschaftsmodell ändern wollen
    unter der Annahme, dass dann alles besser wird.

    Damit ist doch alles gesagt. Ich bin auch dafür, dass die das offen aussprechen.

  7. Ja Günter, in der täglichen politischen Auseinandersetzung verliert man sich schnell ins klein-klein und die Ziele, vor allem die es Gegners, aber auch die eigenen, geraten aus dem Blickwinkel. Ich habe ja schon seit langem auf die vielen gemeinsamen Grundannahmen des Konservatismus und des Ökologismus hingewiesen, störend für die Konservativen war nur, dass solche Leute wie Roth oder Trittin das Sagen bei den Grünen hatten. Wenn die weg sind wird es, meiner Meinung nach, erst recht gefährlich.

    Kerstin André von den GRÜNEN, eine Kandidatin für den Fraktionsvorsitz und dem „Realos“ zugerechnet sagte in einer Rede beim Länderrat folgendes:

    Die Partei und die Fraktion ist tief verunsichert, wir müssen ja eine neue Geschichte erzählen. Energiewende wird in vier Jahren ihren Weg gegangen sein, vielleicht nicht so wie wir es wollten, aber gesetzliche Regeln sind fest gezurrt. Adoptionsrecht, Homoehe, Frauenquote -- alles Sachen die uns wichtig sind -- in vier Jahren vermutlich umgesetzt, vielleicht nicht so wie wir es wollten, aber es sind nicht mehr die Mobilisierungsthemen. Und das zentrale Mobilisierungsthema bleibt der Klimaschutz.

    Wohlgemerkt, hier geht es um Mobilisierungsthemen, das große Ziel bleibt die ökologische Transformation, gerade von den „Realos“ wird das immer wieder betont, obwohl die neuerdings lieber die Bezeichnung „ökologische Modernisierung“ verwenden, weil sie gemerkt haben, der Begriff Transformation kommt nicht so gut an.

    Ob sie mit ihrer Einschätzung richtig liegt, dass der Klimaschutz als Mobilisierungthema taugt, das wage ich zu bezweifeln. Aber die Erzählungen die rundherum dazu gemacht werden, mit denen den Leuten suggeriert wird, Menschen sind schädlich für den Planeten, die könnten wirken, und wenn der Klassenkampf wegfällt, dann sind die Konservativen sturmreif. Die haben gegen diese Art von Argumentation und Propaganda keine Abwehrmechanismen. Eigentlich wäre es für uns besser wenn Roth und Trittin weiter das Sagen bei den Grünen haben.

  8. @Quentin

    Na, immerhin hat sie das schlau gemacht.
    Ich denke die Grünen werden folgendes tun.
    Wirtschaft und Klimaschutz in den Vordergrund stellen.

    Da können sie die FDP draußen halten und Stimmen aus dem CDU und SPD – lager bekommen.

    Ja Roth und Trittin sollen bleiben.

  9. Jetzt hat sich in der Welt Boris Palmer, grüner OB von Tübingen und „Realo“, zum Thema Klimawandel zu Wort gemeldet. Hier wird die Linie deutlich, die ich oben beschrieb: die Verknüpfung von Klimawandel irgendwelchen negativen Bildern, die zwar mit wenigen Argumenten als eine nicht haltbare Verknüpfung aufgezeigt werden können, aber dennoch den Eindruck erwecken: Die GRÜNEN sind die Guten. Ich kaufe dem Palmer nicht ab, dass er hier tatsächlich an die Kausalität glaubt:

    Etwa fünf Millionen Kinder sterben dieses Jahr, weil es ihnen an sauberem Trinkwasser und Nahrung fehlt. Die Statusberichte der Vereinten Nationen zeigen auf, dass die „Milleniumsziele“ allesamt verfehlt werden.

    Diese durch und durch traurige Argumentation Palmers zeigt mir aber vor allem eines: Die GRÜNEN haben sich in ihrem Kernthema „Umweltschutz“ kein bisschen weiter entwickelt. Der Erfolg ihrer Anti-Atomkraftbewegung hat sie satt und selbstzufrieden gemacht, eine intensive Diskussion über die Möglichkeiten des Umweltschutzes, wie sie beispielsweise in der Enquete „Wachstum“ statt fand, ist nicht bis in die grünen Reihen durchgedrungen. Dabei wäre das doch eigentlich ihr Thema.

  10. @Quentin

    Ich persönlich glaube, dass das die Menschen das satt haben.

    Mein Eindruck ist, dass die Zustimmung zur CDU deshalb so groß war, weil die Menschen eine Partei wählten
    die die Probleme in der Gegenwart angeht. Die Steuererhöhung und Mindestlohndiskussion ist bei den Menschen durchgefallen, weil sie das Gefühl haben da werden die Klassenkämpfe des letzten Jahrhunderts geführt.

    Frau Merkel wurde gewählt, weil sie konkrete Probleme anpackt. Deshalb will Gabriel in die Regierung, weil nur da die SPD nach 4 Jahren etwas vorweisen kann.

    Im Grunde wollen deshalb auch die Grünen da rein.

    Gegen die Großindustrie, für die Zahnärzte und Hoteliers, diese Politik ist durchgefallen.

  11. @Günter

    Frau Merkel wurde gewählt, weil sie konkrete Probleme anpackt.

    Oder zumindest den den Anschein erweckt, dies zu tun. Programme, Wahlversprechen und dergleichen interessiert tatsächlich immer weniger. Es ist das Vertrauen in eine Person, welches letztlich den Ausschlag gibt. Wenn eine Person wie Merkel in der SPD am Ruder wäre, und den Wählern glaubhaft versichert werden kann, dass sich diese Person auch gegen die Partei durchsetzen kann, dann würde die SPD besser dastehen. Ich denke die Person macht den Unterschied, nicht die Partei.

    Das ist aber in unserem Wahlrecht eigentlich so gar nicht vorgesehen. Mit der Zweitstimme wähle ich die Partei, nicht die Person. Es ist die alte Auseinandersetzung: Köpfe vs. Programme. Hier in Deutschland meinen immer noch viele politische Beobachter, die Programme wären wichtig und entscheidend. Tatsächlich interessiert sich aber dafür kaum jemand. Wem traue ich was zu? Das ist die entscheidende Frage.

    Eigentlich ist das ganz lustig, weil genau so etwas mit unserem Wahlrecht verhindert werden sollte. Wer Bundeskanzler wird entscheiden die Abgeordneten, formal jedenfalls. In der Realität sieht es dann ganz anders aus.

    Gegen die Großindustrie, für die Zahnärzte und Hoteliers, diese Politik ist durchgefallen.

    Sicher, ich würde das sogar noch erweitern und auf alle Klientelpolitik ausweiten. Wer zu einseitig die grünen Profiteure hofiert, oder sich im Klassenkampf ergeht, dem wird nicht zugetraut einen vernünftigen Interessenausgleich hinzubekommen. Im Grunde wollen die Deutschen einen König wiederhaben, einen der aus persönlichen Einsichten und Überzeugungen weise Entscheidungen trifft und sich nicht von Ideologien oder Programmen gängeln lässt. Etwas überspitzt ausgedrückt.

  12. @Quentin

    du schreibst:

    Im Grunde wollen die Deutschen einen König wiederhaben, einen der aus persönlichen Einsichten und Überzeugungen weise Entscheidungen trifft und sich nicht von Ideologien oder Programmen gängeln lässt. Etwas überspitzt ausgedrückt.

    Vielleicht ja, vielleicht nein. Das ist irgendwie die Mär vom guten König der alles weiß und alles kann. Aber und jetzt kommt die Realität. Den gibt es nicht. Eigentlich keine Überraschung.
    Und es gibt eben auch nicht eine Partei oder einen weißen Rat oder ein IPCC oder einen Konsensus der Klimaforscher die alles besser wissen und wissen was gut für jetzt und unsere Zukunft ist.

  13. Lesenswerter Beitrag auf der Achse:

    Wolfgang Prabel: Die Ursuppe der Grünen

  14. QQ#7,

    Wohlgemerkt, hier geht es um Mobilisierungsthemen, das große Ziel bleibt die ökologische Transformation, gerade von den „Realos“ wird das immer wieder betont, obwohl die neuerdings lieber die Bezeichnung „ökologische Modernisierung“ verwenden, weil sie gemerkt haben, der Begriff Transformation kommt nicht so gut an.

    Die große Transformation samt pseudowissenschaftlichen Quatsch von AGW über Ressourcenknappheit bis Überbevölkerung kommt doch nicht von den Grünen, sie ist doch erzeugt worden vom vorhandenen grünen Beamtenapparat vom Bund über EU bis UNO.

    Da brauche nichtmal auf die WBGU Seite zu gehen, da reicht die Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Bei Alti sieht es noch gruseliger aus wegen konzentrierter Pseudowissenschaft.

    100% Meadows, Club of Rom , Agenda 21 , ist da nicht die Partei egal , die von uns gewählt werden soll ?

    Da ist doch das bißchen grüne Partei, die sich vornehmen will , eine 30jährige Statistik vom Wetter zu schützen, egal?

  15. @Peter

    Wolfgang Prabel übertreibt nicht, man darf diese Wurzeln nicht vernachlässigen, den sie sind noch lebendig. Spontan ist mir als dies las die Biographie von Rolf Recknagel über Oskar Maria Graf eingefallen, hier wird auch über die Zustände speziell im Tessin vorm Ersten Weltkrieg berichtet. Auch eine gute Beschreibung: Monte Verità. Ich war zarte 18 Lenze alt, als die Biographie von Recknagel las, und seit dem bekomme ich Lachanfälle, wenn jemand mit seinem Hermann Hesse daherkommt. Wie übrigens Kretschmann immer wieder.

  16. Herr Heller,

    Der Antisemitismus ist übrigens derselbe geblieben. Wie in den dreißiger Jahren ruft man zum Boykott jüdischer Waren auf. Immer für einen guten Zweck natürlich.

    das verstehe ich nicht. Was meint Prabel damit?

  17. @ Rassbach:

    Gemeint ist die Idee der Grünen, Produkte aus Israel, die in den besetzten Gebieten hergestellt werden, gesondert zu kennzeichnen. Dies ruft natürlich ungute Erinnerungen wach:

    http://www.welt.de/debatte/article116502265/Die-lange-Tradition-des-gruenen-Antizionismus.html

  18. Grüne……..sind so ähnlich wie Edelkommunisten…….von oben herab aus dem Schloss/Villa nachgrübeln, wie man böse Kapitalisten am besten enteignen könnte, ohne zu merken…..das sie selber Teil des Systems sind.

    Die Menschen da draussen, die Tag-Täglich mit harter Arbeit ihr erbärmliches Dasein finanzieren müssen, die oft auch noch einen Nebenjob haben, die unter zunehmenden Energiepreisen zu leiden haben, wo das Auto oft schön älter ist als die eigene Oma…….die ham für diesen Schwachsinn einfach keine Zeit.

    Gelegentlich würde ich diese selbsternannten Eliten ein Jahr zwangsverpflichten einen Job zu machen im Strassenbau, bei den Rettungsdiensten, bei der Polizei, bei Versorgungsunternehmen und wo noch alles geackert wird bis das Blut die Kimme lang runter fließt…….damit se ihren Wahn endlich wieder los werden.
    Ersatzweise, mit Streichholz in den Augen……96 Stunden lang Assi-TV gucken…….das hilft eventuell auch.
    Dieses Gesindel ödet mich an……und ganz besonders….die Grünen.
    H.E.

  19. @Quentin

    Guck mal die Grünen waren schon immer Liberale

    Grüße
    Günter

  20. Ja Günter, wahrscheinlich glauben die das auch selbst von sich. Aber, dass der „New Green Deal“ wieder ausgekramt wird, und das auch noch als liberale Wirtschaftspolitik angepriesen wird, dass sollten wir den Ökos nicht durchgehen lassen.

  21. Ich habe mir gerade den Sonntag Abend versaut. Gabor Paal, ein eigentlich von sehr geschätzter Journalist, twitterte:

    Braucht Fortschritt Wachstum? -- Der Streit zwischen Welzer und Fücks bringt die Kernargumente auf den Punkt. http://t.co/DZfOBQtixH

    Ich habe es mir angetan und bin entsetzt über die geradezu antihumanistischen Überzeugungen die gerade von Harald Welzer geäußert werden. Ich empfehle allen in der CDU/CSU die momentan über eine Koalition mit den GRÜNEN nachdenken, sich dieses Video anzuschauen.