Gefahr aus der Nordsee ?

19. April 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Meeresspiegel, Ökologistische Mythen, Wissenschaft

Tsunami (jap. 津波, Hafenwelle; aus 津, tsu, Hafen, und 波, nami, Welle) bezeichnet eine mit einer außergewöhnlich hohen Wellenfront aufs Land schwappende Wassermasse des Typs Tiefenwelle, die überwiegend durch Erdbeben unter dem Meeresboden (Seebeben) ausgelöst wird. Auch ein Felssturz, das Kalben eines Eisbergs oder ein Gletschersturz können Tsunamis auslösen, ebenso ein unterseeischer Hangrutsch.

Wobei letzteres die einzig wahrscheinliche Gefahr aus einer Naturkatastrophe für die Kernkraftwerke Norddeutschlands darstellen könnte.

.

Deutschland ist traumatisiert,
durch die Reaktorkatastrophe direkt 9000 km vor seiner Haustür, verursacht durch eine Flutwelle, die durch ein unterseeisches Erdbeben vor der Küste Japans mit unvorstellbarer Gewalt auf die Küste traf und dabei mehr Menschenleben forderte als das eigentliche Beben mit der Magnitude 9 auf der nach oben offenen Richterskala.

Das Erdbeben überstand das KKW Fukushima Daiishi fast unbeschadet, die Sicherheitseinrichtungen sprachen wie vorgesehen an und die Reaktoren 1-3 wurden entsprechend heruntergefahren. Dumm nur das der Tsunami mit einer Höhe von ca. 14m auf die Kraftwerksanlage traf und damit ungefähr die doppelte Höhe der Sicherheitsmarge erreichte, das daraus folgende ist hinlänglich bekannt und die Folgen können täglich 2 mal „upgedatet“ verfolgt werden.

Seit diesem unglücklichen Ereigniss für die Einwohner der betroffenen Region Japans, geht in der Bundesrepublik Deutschland ein Gespenst um, das Gespenst eines alles zerstörenden Erdbebens und eines alles verschlingenden Tsunamis. In der Welt-Online erschien nun dieser Tage ein Artikel über eben genau diese Gefahr für die Kernkraftwerke in Norddeutschland. Erwähnt wurde das Buch von Frank Schätzing „Der Schwarm“.

Die Auswirkungen der Flutwelle. Regionen die der Studie von Weninger et al. nach bei einem Tsunami von 17±5 m erheblich betroffen waren sind in dieser Grafik rot dargestellt. Quelle: Bernhard Weninger et al.: The catastrophic final flodding of Doggerland by the Storegga Slide tsunami (Link im Text)

Herr Schätzing
hat sich sehr gut über den Hangrutsch an der Storegga, den er in seinem Buch beschreibt, informiert nämlich beim Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel, IFM-Geomar, und diesen dann in die nähere Zukunft verlegt. Der von F. Schätzing beschrieben Hangrutsch ist die so genannte Storegga- Rutschung ( Storegga – norw. Große Kante) Diese Rutschung oder Hangabbruch ereignete sich vor ca. 8000 Jahren, hatte die ungefähre Größe Islands und bewegte sich in etwa 800m weit den unterseeischen Hang hinunter. Die Auswirkungen an der damaligen „deutschen“ Küste sowie auf die heutige britische Insel ist sehr gut in einer Forschungsarbeit beschrieben von Bernhard Weninger et al.: The catastrophic final flooding of Doggerland by the Storegga Slide tsunami.

Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel, IFM-Geomar veröffentlichte einen Aufsatz von Prof. Dr. Sebastian Krastel , in dem er auch auf Untersuchungen der Rutschung hinwies.

Diese Untersuchungen wurden durch das Norwegian Geotechnical Institute (NGI) durchgeführt um die Risiken einer erneuten Rutschung am Hang der Storegga abzuschätzen, da Norwegen in diesem Gebiet das, nach dem Erdgasfeld Troll, zweitgrößte Erdgasvorkommen unter dem norwegischem Schelf, Ormen Lange erschließen wollte. Das führte dazu das die Storegga-Rutschung zu einer der am besten untersuchten unterseeischen Hangrutschung wurde.

In dieser Untersuchung steht
„Um die Storegga-Rutschung zu verstehen, müssen wir zunächst die Fakten der letzten Eiszeit, die vor etwa 10.000 Jahren endete, betrachten. Als die Eiszeit auf ihrem Höhepunkt war, war der Meeresspiegel etwa 120 bis 130 m unter dem Meeresspiegel von heute. Das Schmelzen des Eises, das etwa vor 18.000 Jahren begann, führte zur Bewegung enormer Mengen an Steinen, Kies, Sand und Ton, Material das ausgegraben wurde aus den inneren Teilen Skandinaviens. Diese Massen waren durch die sich bewegenden Eisgletscher transportiert worden und bildeten schließlich die riesigen Moränenablagerungen in der so genannten Nordsee Fan (Nordsjøvifta).

Die Sedimentation erfolgte relativ schnell, und das Wasser in den Sedimenten (Porenwasser) konnte nicht abfließen. Dies führte zu steigendem Porendruck, der in den Sedimenten deutlich höher war als der hydrostatische Druck, während die Sedimentation sich fortsetzte. Hoher Porendruck führt zu weniger Partikelkontakt im Boden, und das Material hat dadurch weniger Stabilität. Die Kombination von hohem Porenwasserdruck, geringe Scherfestigkeit und Neigung führte zur Instabilität des Bereiches. Es ist wahrscheinlich, dass ein Erdbeben der Auslösemechanismus für den Storegga Erdrutsch wurde. Aber da diese ganze Gegend so instabil war, konnte Rutschung auch durch weniger einschneidende Faktoren ausgelöst worden sein.

Der Storegga Erdrutsch führte auch zu einer Massenbewegung von Moränen-Material das während mehreren Eiszeiten in der Geschichte abgelagert wurde. Es sind sechs oder sieben verschiedene Gleitflächen mit geringer Reibung ermittelt worden. Die niedrigsten Gleitfläche liegt in der Nähe der Unterseite des Bergsturzgebiet, was bedeutet, dass der Erdrutsch rückwärts propagierte, also kontinuierlich auf die nächste Gleitfläche „sprang“. Der Erdrutsch ist etwa 700 m tief. Was bedeutet, dass riesige Mengen von Erdmassen in Bewegung war. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Prozess des Erdrutsches während einiger Stunden oder maximal während ein paar Tagen stattgefunden hat.

Fazit, um eine neue Storegga-Rutschung auszulösen bedarf es einer neuerlichen Eiszeit und das ist jedenfalls nach Meinung der meisten Kernkraftgegner höchst unwahrscheinlich, da die Ablehnung der Kernenergie meist mit dem Glauben an die Mensch gemachte Klimaerwärmung einhergeht.

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31 Kommentare
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  1. Öhh Karlchen, Du hier und dann noch mit einen tollen Artikel…….Klasse.

    Tsunami an der Nordsee, Vulkanausbruch in der Eiffel, Flugzeugabsturz mitten rin in den Reaktor, Terrorangriff (von Greenpeace schon mal theoretisch vorgearbeitet) aufs KKW…………….und am Ende stirbt man an einen Wespenstich wegen einer Allergie……so ist dat Leben nun mal.

    Dann lässt man mal den Scheuklappenblick des typisch deutschen Angstschissers durch die weite Welt schweifen…….und wat sieht man, Großstädte an schlummernde Vulkane, Hochhäuser in potenziellen Erdbebengebieten, Holzhäuser in Hurrikangebieten, das beliebte Häuschen am Fluss (der öfters mal zu Besuch kommt)……..komisch, da gehen die Menschen das Risiko ein vorzeitig den Löffel abzugeben.

    Nur bei den unsichtbaren Gas und radioaktiven Teilchen ist sofort die Hose voll und das Geschrei groß, muss man jetzt net verstehen…..vllt tuts auch mal ne passende Liege mit angeschlossenen Hirn- Klempner.

    Mir ist dat alles wurscht, wenn die Zeit abgelaufen ist, dann sollte es eben so sein…….und seit dem ich so denke, gibt es auch keine braunen Flecken mehr in der Buchse.

    Genieße jeden Tag als wäre es der Letzte………dann haste mehr Freude am Leben.

    Onkel Heinz……..leicht philosophisch angehaucht.

  2. @ Onkel Heinz dem Philosophen

    Bin ja heil froh das da nicht einer mit -- erster- kam 😉 ,danke für die Blumen.

    Nur bei den unsichtbaren Gas und radioaktiven Teilchen ist sofort die Hose voll und das Geschrei groß, muss man jetzt net verstehen…..vllt tuts auch mal ne passende Liege mit angeschlossenen Hirn- Klempner.

    So sieht´s aus, das hat sich seit uns Pyrphoros beehrte und das Feuer brachte nicht groß geändert, da gibt es dann so Leute wie Hans Jonas die den Kant´schen Kategorischen Imperativ in eine ihnen genehme Form pervertieren und daraus den ökologischen Imperativ

    „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“

    machen.
    Jonas´ Idee zu folge

    Da Sicherheit in der Abschätzung der komplexen Technikfolgen kaum zu erlangen sein werde, sei grundsätzlich nach der „Heuristik der Furcht“ die schlechtere Prognose der besseren vorzuziehen, um der Versuchung der Abwiegelung zu entgehen, und um Schadenshöhe (etwa bis hin zur potentiellen Auslöschung der Menschheit) mit Schadenswahrscheinlichkeit zu verrechnen. Auch kann der Mensch durch negative Zukunftsvisionen erfahren, was bei einem ungehemmten Fortschritt der technischen Zivilisation auf dem Spiel stehe und so dasjenige am Menschlichen erkennen, das bewahrt werden müsse.

    sollten alle neuen Erkentnisse und Technologien auf die Gefahr der Auslöschung Menschheit oder zumindest der Zivilisation untersucht werden bevor sie zur Anwendung kommen.
    Genau diese Sicht und zwar in nochmals verschärfter Form verursacht Phänomene wie das der Angst-Deutschen, den Höhenflug der Grünen und die Herausragende Stellung von Leuten wie Kanzlerberater Hans Joachim Schellnhuber, eine moderne , männliche Kassandra welche nicht müde wird auf die Büchse der Pandora zu verweisen ohne anzuerkennen das die Menschheit gelernt hat mit vielen der, von Zeus gesammelten, Plagen umzugehen und diese teilweise sogar gebannt hat.

    Grüßchen Karlchen

  3. @ Heinz

    wenn die Zeit abgelaufen ist, dann sollte es eben so sein

    Fatalist zu sein hilft manchmal ungemein, erinnert mich doch stark an den guten alten Jacques, dem ging es mit dieser Einstellung auch recht gut.

    @ Karl

    Danke, sehr interessanter Artikel.

    Zum Kategorischen Imperativ, ich bin kein Freund desselben, er kommt moralisierend daher und verkennt die Natur der Menschen, oder wie Dennis Diderot seinen Jacques sagen lässt:

    „Das Gute zieht das Schlechte nach sich, das Schlechte zieht das Gute nach sich“

    Somit kann das Gute niemals nur gut sein, weil es auch automatisch Schlechtes bewirkt. Deshalb darf sich ein Entscheidungsträger, egal ob in der Wirtschaft oder in der Politik oder sonst wo, niemals von Kategorischem Imperativ leiten lassen, weil das Ergebnis seiner Entscheidungen diesem Fall nebensächlich ist. Doch gerade die Ergebnisorientiertheit der Menschen ist es was uns voranbringen kann.

  4. Karlchen

    Oh man, Philosophen………….is mir zu hoch………

    Wir ham die schwarze Pest überlebt, wir ham die Cholera überlebt, wir haben Weltkriege überlebt, wir haben Atombomben überlebt……wir werden auch noch olle Schellnhuber überleben, *grins*

    Onkel Heinz……….war trotzdem erster….hihi

  5. @Quentin

    Jacques ist der Überzeugung, dass alle Ereignisse eine konkrete Ursache haben und nach festen Gesetzen ablaufen. Es gibt keine göttliche Vorsehung, keinerlei „blindes Verhängnis“, sondern lediglich wertneutrale Ursachen, keinerlei Ursachen auf ein Ziel hin.

    Ick seh das loggerer, wenn Kagge passiert sag ich mir nach gewisser Zeit…….wer weiß wozu dat gut war.
    Komischerweise gings nach Tiefschlägen nachher immer besser, hab mich jedesmal weiter noch vorn gearbeitet.
    Vor allem, nie, niemals nie mit Groll auf die Vergangenheit zurückblicken…….verbaut einem nur den Blick auf die Zukunft.

    Und gaaaaanz wichtig……….wenigstens eine Woche im Jahr absolut die Seele baumeln lassen……keine Informationen, kein Internet, keine Zeitung…………..dumm wie Stulle, Natur und fremde Völker vorurteilsfrei genießen.
    Hat mich bis heute vor den Hirndoktor bewahrt………………der meist noch schlimmer dran ist als man selber.

    Seit dem ist auch mein Fanatismus verschwunden………..es gibt immer eine Möglichkeit einen beidseitig zufriedenstellenden Kompromiss zu finden.

    Und dat alles ganz ohne Philosophen gelesen zu haben………eine gute Erziehung gepaart mit Lebenserfahrung und guten Freunden………..und ne gehörige Portion Selbstbewusstsein und Schalk im Nacken.

    Wir ham nur dat eine Leben….also lasst uns dat beste draus machen.

    Onkel Heinz… Philosoph für Arme……….und Beine

  6. Gefahr aus dem Computer!

    Lange hab ich mich gefragt warum Mutti Merkel derart Panikartik einige KKW in Deutschland vom Netz nehmen lassen hat und die Konzerne das Anfangs so still hingenommen haben.
    In den Weiten des Internets gibt es auch so einige Thesen die Anfangs dermassen an den Haaren herbeigezogen klangen, das ich nur müde abgewunken hatte.
    Nun aber dies:

    Stuxnet befällt Energiekonzerne

    Eigentlich war der Computervirus Stuxnet von den USA und Israel entwickelt worden, um das iranische Atomprogramm zu schädigen -- doch auch andere Industrienationen sind stark betroffen. Einer Studie zufolge hat der Wurm mehr als die Hälfte der befragten deutschen Energieunternehmen befallen. Nur in Indien ist die Rate höher.

    Attacken auf Versorgungsnetze

    Ob Stromnetze oder Wasserversorgung -- auch lebenswichtige Infrastruktur wird heute von Computern gesteuert und gerät damit ins Visier von Online-Kriminellen. Das Ausmaß der Bedrohung ist laut einer Studie drastisch gestiegen. Und die Versorger sind offenbar schlecht darauf vorbereitet.

    So weit, so übel…….aber es lauert schon die nächste Gefahr.

    Skeptisch stehen die Sicherheits-Spezialisten dem aktuellen Trend zu sogenannten „Smart Grids“ bei der Vernetzung von Stromerzeugern, Speichern und elektrischen Verbrauchern gegenüber, die flexibel arbeiten und zum Teil sich selbst steuern sollen. „Smart Grids werden beliebig verteilt und damit schwieriger zu kontrollieren sein“, argumentierte Bauer. „Wenn Sie in diese Systeme hohe Intelligenz reinpacken, sind sie auch verwundbar und angreifbar.“

    Eins jedenfalls ist Sicher…..das nix sicher ist.
    Je Robuster ein System ist, je weniger Computer und Internetleitungen vorhanden sind……um so sicherer ist das ganze am Ende. Stuxnet ist ein Beweis dafür, was passiert wenn Profis (Regierungseigen) Schadsoftware basteln, die vom Softwarehersteller absichtlich hinterlassenen offenen Zugriffsmöglichkeiten für Geheimdienste ausnutzen.

    Selbst wenn es diesmal „nur“ um das iranische Atomprogramm ging, wer sagt mir den ob nicht jemand auf die Idee kommt damit eine Firma platt zu machen……oder eine konkurrierende Nation?

    Die Stromversorgung einer Nation ist das Herz und der Blutkreislauf der Wirtschaft……macht man die längere Zeit Arbeitsunfähig, richtet das immensen Schaden an, bis hin zum völligen Zusammenbruch.

    Nun gut, einer Firma die davon lebt Computervieren zu bekämpfen, sollte sicherlich auch zugestanden werden, etwas lauter zu mahnen als andere……….doch als kleinen Warnschuss sollte man das schon verstehen, was McAfee da erzählt.

    Onkel Heinz………gelegentlich vom Verfolgungswahn geplagt

  7. nunja. Ich glaube die meisten, der Kernkraftgener gehen nicht direkt von einem Riesenzsunami in D aus.
    Also geht der Artikel schon ziemlich am Thema vorbei. Das Argument ist ja immer: Man weiß ja erst hinterher, was passiert ist… 🙁
    Aber das trifft ja nunmal auf sämtliche Technik zu. Und man hat sich ja eigentlich mal aufs wissenschaftliche Prinzip auch in der Technik geeinigt, aus Dingen zu lernen und diese zu verbessern, anstatt auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen…

    Die Notstromversorgung in Japan scheint ja ein Designfehler gewesen zu sein. Entsprechend ist es ja nötig auch bei uns nochmal nachzugucken, ob man nicht vielleicht Designfehler entdeckt.
    Die Spannendere und eigentlich wichtigerere Frage ist doch aber: Warum konnte die Stromversorgung nicht wieder in Gang gesetzt werden. Warum konnte man keine Notstromaggregate per Helikopter einfliegen und anschließen.
    Ich bin mir bewusst, dass ein entsprechendes Stromaggregat schwer ist und man wahrscheinlich mehrere Synchronisieren muß. Dann muß aber auch noch die Spannung stimmen, etc.
    Ich würde also mal vermuten, dass es daran lag, dass man einfach für einen solchen Fall keine Notfallpläne im vorraus erdacht hatte und eine entsprechende Logistik nicht vorinstalliert war.
    Entsprechend sollte man doch einfach sowas nun einplanen und für diesen Fall gewappnet sein. Aber diese wichtige Investition in Sicherheit würde wohl von den Gegnern als Eingeständnis der Unsicherheit politisch verdreht werden….

    Fessenheim könnte ja auch schon durch EPRs abgelöst werden, aber das wollen die Gegner ja auch nicht.
    Zumindest denkt Frankreich an unsere Industrie und baut ein paar mehr.

    Viele Liebe Grüße
    m

  8. Kleine Ergänzung zum ökologischen Imperativ :

    Wenn man diesen angewendet hätte, wären wir garnicht auf der Welt.
    Das Feuer wird genutzt seit mindestens 400000 Jahren, uns gibt es erst seit 130000 Jahren.
    Keiner wird behaupten, dass Feuer keine Gefahr ist. Ohne Feuer würde eine Menschheit nicht existieren.
    Da können wir nur froh sein, dass es damals noch keine Grünen mit ihre Entourage gab.
    Jede Technik ist gefährlich, die Nichtbenutzung ist gefährlicher.
    Das Rad hätten wir übrigens auch nicht.

  9. Mal wieder was zu schmunzeln, gefunden bei achgut aus der Feder von Wolfgang Röhl: Powered by Fliegenfalle. Ein Energiewende-Witz

  10. @Physiker

    Grundlegend richtige Gedanken, die Sie hier äussern.
    Da sollte erstmal eine gründliche Analyse der Pannen geschehen um anschließend die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen.
    Allgemein sagt man ja, aus Fehlern lernt der Mensch…und ick hoffe auch das dies geschehen wird. Es ist nicht anzunehmen das Japan jetzt der Kernkraft abschwört da die Alternativen zu rar gesät sind…..also wird wohl so einiges an Geld in die Hand genommen werden müssen um die Sicherheit zu erhöhen.
    Mich persönlich hat es auch verwundert das diese Nation anscheinend nicht genügend Notstromer rumstehen hatte…….leider fehlen mir Angaben zu den benötigten Leistungen derselben…………um bei derartigen Havarien schneller reagieren zu können.
    Tja, und dann das eigentliche Übel in Fukushima……..Knallgasexplosionen…..die man mit geeigneten natürlichen Lüftungssystemen hätte vermeiden können….aber da steck ich nicht tief genug in der Materie drin………Kernkraft ist echt nicht mein Interessengebiet….sorry.

    MfG
    Heinz Eng

  11. @QQ

    guter Artikel von der Achse, etwas zu meckern habe ich aber :
    die Wasserstoffbasis -- unbezahlbar, und keine Sicht auf Besserung,
    wie wärs mit neuen Kohlekraftwerken, Wirkungsgrad über 50 %, Asche als Rohstoffquelle nutzen ?
    Neue, bessere Kernreaktoren ?
    Das erscheint mir z.Z. die einzig sinnvolle Entwicklungsperspektive.

    Zur Kohleverflüssigung und -vergasung : das machen China und Südafrika. Das sollte man dringend
    weiterentwickeln, vielleicht mit Hilfe atomarer Prozesswärme. Kohle haben wir genug und wir könnten
    unserem Kohlebergbau eine Zukunft bieten.
    Verflüssigte Kohle natürlich nicht zum Verbrennen, sondern zum Autofahren.

    Was meinen ihr Blogger ?

  12. @Heinz Eng: Zur Zeit Töpfers als Umweltminister in Deutschland hat man das Problem der möglichen Wasserstoffexplosion erkannt und mit der „Töpfer-Kerze“ abhilfe geschaffen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit_von_Kernkraftwerken
    Töpfer-Kerzen

    Darunter versteht man den Einbau von katalytischen Rekombinatoren zum Wasserstoffabbau. Diese sollen das Wasserstoffgas noch vor dem Erreichen der Explosionsgrenze durch Rekombination (katalytische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser ohne Funken oder Flamme) abbauen. Das System bezeichnet man umgangssprachlich nach dem früheren Umweltminister Klaus Töpfer als Töpfer-Kerze.

    @ W Naumann

    Kohleverflüssigung ist ein ziemlicher Schweinkram.
    In der Kohle ist das Wasserstoff zu Kohlenstoff-Verhältnis ca. 0,8.
    Octan hat ein Wasserstoff zu Kohlenstoff-Verhältnis von 2,2.
    Man muß also Kohlenstoff durch verbrennen loswerden.

    Besser ist es, Erdgas zu synthetischem Diesel umzusetzen.
    Im großen Maßstab will Shell das Quatar machen. mal nach Pearl und Shell googeln.
    Die Anlage soll 260000 barrel Produkt pro Jahr herstellen und Wird wohl so 20Mrd $ kosten.
    Produktion ab Ende 2011.

    Alternativ wurden auch Systeme zum Zünden des Wasserstoffs unterhalb der Explosionsgrenze entwickelt, was ebenfalls zu einem „sanften“ Abbau des Wasserstoff (Deflagration) führt.

  13. @12 Chemiker

    Darunter versteht man den Einbau von katalytischen Rekombinatoren zum Wasserstoffabbau. Diese sollen das Wasserstoffgas noch vor dem Erreichen der Explosionsgrenze durch Rekombination (katalytische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser ohne Funken oder Flamme) abbauen. Das System bezeichnet man umgangssprachlich nach dem früheren Umweltminister Klaus Töpfer als Töpfer-Kerze.

    Ahh, vielen Dank…..und wieder hat Onkel Heinz was dazu gelernt.
    Töpfer-Kerzen……..den Begriff hatte ich zwar schon gehört, konnte aber nix damit anfangen.

    Toll, da ist Deutschland den Japanern um Meilen voraus……..und warum stehen unsere Reaktoren trotzdem?

    Onkel Heinz….Fragen über Fragen

  14. @ physiker, #7:

    Die Spannendere und eigentlich wichtigerere Frage ist doch aber: Warum konnte die Stromversorgung nicht wieder in Gang gesetzt werden. Warum konnte man keine Notstromaggregate per Helikopter einfliegen und anschließen.

    Natürlich waren Dieselgeneratoren schnell vor Ort -- nach wenigen Stunden. Es wird ja kolportiert, die Kabel hätten dann nicht gepaßt. Ich halte das für Quatsch. Es ist wohl eher so, daß der Tsunami das Kühlsystem insgesamt (Leitungen, Wärmetauscher, Pumpen) in Mitleidenschaft gezogen hat -- bzw. man hat es vermutet. Daher hat man sich relativ schnell entschieden, dieses erst gründlich zu prüfen und ggf. zu reparieren, bevor man es wieder in Betrieb nimmt. Man muß auch beachten, daß der Reaktor in Fukushima eine direkte Leitungsverbindung zwiachen Reaktorkern und Turbinenhaus aufweist -- es sind keine Sekundär- und Tertiärkreisläufe zwischengeschaltet. Ergo hätte die verfrühte Inbetriebnahme des Kühlkreislaufes erheblich mehr strahlendes Material aus dem Kern auswaschen und freisetzen können, als tatsächlich geschehen.

    So, wie ich bislang die Maßnahmen der Japaner interpretiere, sind diese klug und mit Bedacht durchgeführt worden. Einiges war auch durch die Umstände erzwungen. Hektik, Panik und Kopflosigkeit, wie in den deutschen Medien gängig interpretiert, kann ich immer noch nicht erkennen.

  15. @ Quentin Quencher

    Hallo Quentin, danke für das Lob.
    Der Kategorische Imperativ hat mit Sicherheit keine Universelle Gültigkeit und ist wohl eher als Wegweiser zu verstehen. In einer Zeit in der Ethik und Moral Begriffe sind, die negativ behaftet scheinen, es nicht mehr reicht der Oma die Handtasche zu stehlen, nein Sie muß dann auch noch zusammengetreten werde, die Täter über Jahre hinweg aufgrund Herkunft, angeblich schwieriger häuslicher Verhältnisse oder sonstiger „strafmildernder Umstände“ regelmäßig statt Bestrafung mit Erlebnisurlauben in z.B. Finnland oder sogar Dom. Rep. belohnt werden und damit jedes Bewustsein für das Unrecht der Tat im vorherein ausgeschlossen und somit eine Wiederholung der oder ähnlicher Taten vorprogrammiert ist, in so einer Zeit sehe ich dieses moralisierende daherkommen durchaus als angebracht. Gesellschaftlicher Verfall geht immer auch mit Unhöflichkeit, dem viel beklagten Verfall der Sitten, Dummheit und Dekadenz einher, die Geschichte zeigt dies ganz deutlich.
    Ich selbst bin kein Freund von Einschränkungen der Persönlichkeit und der Freiheit des Individuums, stehe aber auf dem Standpunkt, daß meine Freiheit nicht die Freiheit anderer einschränken darf und umgekehrt, soweit sich das vermeiden lässt. Es gibt immer Situationen in denen man Kompromisse eingehen muß.

  16. Es ist wohl eher so, daß der Tsunami das Kühlsystem insgesamt (Leitungen, Wärmetauscher, Pumpen) in Mitleidenschaft gezogen hat

    Die veröffentlichen Daten zeigen, dass bereits nach dem Beben zumindest der Block 3 Atmosphären-druck im Behälter hatte, also irgendwo ein Leck bekommen hatte… Block 2 hat vermutlich das gleiche Schicksal erlitten.
    Ursache der H2- Explosionen war zumindest in Block 4 eindeutig die fehlende Kühlung der Brennstäbe im Abklingbecken -- der Reaktor war ja bereits leer.

  17. @physiker

    Bezugnehmend auf den Artikel in der Welt-Online kann ich keine Verfehlung des Themas sehen, mag sein das Ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden hinsichtlich weiser Ratschläge zur Reaktorsicherheit in Deutschland aber das war und ist nicht Thema des Artikels.
    Wie Sie so richtig schrieben …

    …man hat sich ja eigentlich mal aufs wissenschaftliche Prinzip auch in der Technik geeinigt, aus Dingen zu lernen und diese zu verbessern, anstatt auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen…

    Wenn man in Deutschland weniger emotional und weniger Panik machend auf die Thematik reagieren würde und mehr auf die Ratio, Wissen und Logik bauen würde hätte ich diesen Artikel wahrscheinlich nicht geschrieben, in diesem Artikel der Welt-Online wurde doch bewußt und mit Kalkül der tatsächliche Sachverhalt im dunklen gelassen.

    Ich glaube die meisten, der Kernkraftgener gehen nicht direkt von einem Riesenzsunami in D aus.

    Mag sein, gibt es darüber eine rep. Umfrage? Ich schrieb lediglich

    Fazit, um eine neue Storegga-Rutschung auszulösen bedarf es einer neuerlichen Eiszeit und das ist jedenfalls nach Meinung der meisten Kernkraftgegner höchst unwahrscheinlich, da die Ablehnung der Kernenergie meist mit dem Glauben an die Mensch gemachte Klimaerwärmung einhergeht.

    Ansonsten bin ich mit Ihnen einig, man sollte aus der Katastrophe lernen, die Risiken Abschätzen und danach gegebenenfalls Nachinstallieren und oder Verbessern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Rannseyer

  18. @Quentin
    Der Artikel von Wolfgang Röhl war super, hab Tränen gelacht, solider Restverstand …

  19. @Onkel Heinz
    hatte ’ne Mail geschickt, nix zurück- irgend wie haben wir Kommunikationsprobleme…

  20. Hi Micha………nix angekommen, leider.

    Hab gerade an meine Artikel gearbeitet, irgendwie will der aber nicht ans Licht der Welt……..es ist zum auswachsen.

    Onkel Heinz…..der mit den zwei linken Händen

  21. Liebe Chefs dieses Blogs, könnt ihr bitte mal gucken warum mein neuer Artikel noch zwischen Himmel und Hölle hängt aber hier nicht erscheint?
    [musst schon einen Haken bei der Kategorie setzen, also z.B. Artikel, Blog, oder Offtopic -- Micha]
    Onkel Heinz………Spannung, Spiel und Spass sind garantiert

  22. @ Heinz

    den gleichen Fehler hatte ich ursprünglich auch gemacht, nämlich, bei den Kategorien vergessen bei Blog und Artikel das Häkchen zu setzen. Wenn Du das nachholst, erscheint der Artikel auch in der Vorschau.

  23. @ Karl Rannseyer……mannen fra nord

    Schön dargestellt, was die AntiAtom- und GegenAlles-Liga so beseelt um ein Menetekel an die Wand zu malen.

    Was den Tsunami und seine Auswirkungen und Ausbreitung anlässlich der Storegga-Rutschung betrifft, so habe ich da doch einige Zweifel an dem was Weninger et al. da an ihrem Computer gespielt
    haben. Die Nordsee ist im südlichen Teil einfach nicht tief genug um einen Tsunami zu „tragen“ der würde allein schon wegen der geringen Tiefe an der Doggerbank scheitern. Bei einer neuerliche Rutschung an der Storegga würde ein Tsunami die Deutschen Küsten wohl kaum erreichen. Das Wasser ist einfach zu flach. Evtl. Reste würden das Watt und die vorgelagerten Friesischen Inseln schlucken.

    Was die Vergangenheit betrifft, ist zu bedenken, dass vor ca. 8000 Jhr. die Nordsee um ca. 80 -- 90m flacher war, was bedeutet, dass südlich der Doggerbank allenfalls ein paar Pfützen bestanden. Die eigentliche Flutung der südlichen Nordsee der sog. Deutschen Bucht vollzog sich etwa vor 6000 Jahren. Ein Tsunami, hervorgerufen durch Absenkungen oder anderweitige Bewegungen am Meeresgrund, brauch nunmal tiefes Wasser um seine Gewalt zu entwickeln.

    Allerdings würden damals wie heute der „Löwenkopf“ Norwegens, die Shetland’s, die
    Färöer und Schottland einiges abbekommen, denn da kommt die Energie aus der Tiefe. Aber südlich des Skagerraks würde sich das Ganze dann anfangen zu verlaufen. Aber es macht sich halt so schön, um Ängste zu schüren und Gefahren für AKW’s in Küstennähe zu simulieren.

    Übrigens, dass die Storegga-Rutschung durch ein Erbeben ausgelöst sein soll, ist auch lediglich nur eine Vermutung. Wahrscheinlicher scheint zu sein, dass der schmelzende Eispanzer des Festlandsockels das Geröll freigab, das sich zuerst langsam, dann aber mit Hurra über die Kannte stürzte.

    schöne Grüße aus dem Moos

  24. Hallo Onkel Heinz,
    du solltest dir eine Adresse bei gmx, Hushmail.com oder so einrichten… ich nehme an, unsere Provider mögen sich nicht. Ich habe schon öfter vergeblich auf eine Antwort gewartet…Spamfilter?

  25. Hihi……jetzt isser da, der neue Artikel

    Onkel Heinz…manchmal zu ungeduldig

  26. Peter Heller #14

    Hallo Herr Heller,

    Interessant ist bei dem Ereignis im Nordosten Japans, dass alle im gleichen Gefahrenbereich an der Küste liegenden Kernkraftwerke Onagawa mit allen 3 laufenden Blöcken, Fukushima (I) Daiichi mit 3 (von 6) laufenden Blöcken, Fukushima (II) Daini mit allen 4 laufenden Blöcken und Tokai mit 1 laufenden Block den Vollzug der Schnellabschaltung aller 11 am Netz befindlichen Blöcke der 4 genannten Kraftwerke meldeten. Da diese Kraftwerke relativ nahe beieinander liegen und somit den gleichen Abstand zum Epizentrum hatten, kann die Gefährdung als gleich bezeichnet werden.

    Bis zum „Aufprall“ des Tsunamis, ca. 40min nach dem Beben gab es bei keinem der Kraftwerke irgendwelche bedrohlichen Vorkommnisse. Das änderte sich dann nach dem Tsunami schlagartig für Fukushima (I) Daiichi. Dort wurde abrupt die gesamte Kühlung incl. aller Pumpen und Notstromaggregate zerstört incl. redundanter Reserven und Leitungen. Dieses gesamteEquipment war sinniger Weise vor den Turbinenhallen und den Reaktoren (der kurzen Wege wegen?) direkt am Meer installiert. Der Risiko-Analyst würde dies als „all eggs in one basket“ bezeichnen. Man fühlte sich offensichtlich durch die Mole und die ca. 6m hohe Schutzmauer ausreichend gesichert. Außerdem scheint noch hinzu zu kommen, dass die sog, zweite Sicherheitslinie keine echte Redundanz der Ersten war, sondern dass sich jeweils 2 Reserveaggregate (Pumpen und Generatoren) ein Drittes als Redundanz teilten. Im Normalfall wäre so etwas sicherlich machbar, aber beim Ausfall der gesamten 1. und 2. Linie eine Katastrophe. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Reaktoren 5 und 6, die etwas abseits der Meiler 1 bis 4 liegen diese Probleme offensichtlich nicht hatten, weil sie, als die später Gebauten, über von den Anderen völlig unabhängige Equipment’s in ausreichender Form verfügten. Auch der Zugang zum Meer (Kühlung) ist unabhängig.

    Es kommt noch etwas hinzu, was die Situation der Reaktoren 1 – 4 verschärfte. die in Reserve stehenden mobilen Aggregate wurden ebenfalls ein Opfer des Tsunamis.
    Da sämtliche Leitungen (Strom und Wasser) völlig zerstört waren und auch das Gelände verwüstet war, konnte nur improvisiert werden.

    Es ist für mich irgendwie erstaunlich, wie die Japaner das hingekriegt haben, dass ihnen nicht die gesamten Reaktoren geschmolzen und um die Ohren geflogen sind.
    Es bleibt zu hoffen, dass ihnen auch die komplette Stabilisierung so schnell wie möglich gelingt.

    Ach ja, noch etwas: Die Kernkraftwerke Onagawa, Fukushima (II) Daini und Tokai wurden zwar auch kräftig durchgeschüttelt und gebadet, aber sie allenfalls mal kräftig „gerülpst“ und sollen angeblich, wenn die notwendigen Prüfungen es erlauben, demnächst wieder ans Netz gehen.

    schöne Grüße aus dem Moos

  27. @ moosgeist:

    Richtig. Das ist etwas was die „Wir werden alle sterben!“ Brüllaffen nämlich komplett übersehen.

    Natürlich, im nachhinein betrachtet waren die Sicherheitsmaßnahmen nicht ausreichend. Auch die Tatsache das TEPCO geschlampt hat und nicht ganz ehrlich war bei Prüfungen lässt sich nicht von der Hand weisen. Das deren Krisenmanagement am Anfang eher schlecht war, und deren Kommunikation echt grausam, kann man auch nicht wirklich bestreiten.

    Wenn man aber bedenkt das trotz all dieser Umstände zum einen die restlichen Anlagen alles gut überstanden haben, zum anderen keine Riesenkatastrophe bei der betroffenen Anlage eingetreten ist, und man dann noch bedenkt das die betroffen Anlage bereits bis zu 40 Jahre auf dem Buckel hat, dann muss man sagen das trotz aller Widrigkeiten das ganze noch sehr glimpflich abgelaufen ist.

    Auch darf man nicht vergessen das das Beben ein Vielfaches der Stärke hatte für das die Anlage ausgelegt war. Und das der darauf folgende Tsunami ebenfalls wesentlich stärker war als vorausgedacht. Die Richter Skala ist nun mal nicht linear. Soweit ich weiss war das Beben effektiv fast ein hundertfaches an Stärke.

    Achja, und was das heranschaffen von Ersatzgeneratoren betrifft. Japan ist ein Land in dem es zwei Strom-Normen gibt, je nach dem in welche Hälfte des Landes man ist. Selbst wenn man also die komplette Zerstörung der Straßen mal ignoriert: Man hat eine 50/50 Chance das ein verfügbarer Generator auch „passt“, je nachdem woher er kommt.

    Klar, im Nachhinein lässt sich immer wunderbar schimpfen „Ach, daran haben die nicht gedacht? Ist doch klar das sowas mal passiert!“. Aber man kann nunmal nicht für alle möglichen Fälle vorausplanen. Im Zweifelsfall kommt es halt immer Schlimmer als gedacht. Aber das trifft dann auch alles andere. Chemiewerke, Raffinerien, Industrieanlagen allgemein…. Und was bei solchen Anlagen da alles an Giftstoffen in die Umwelt gelangt ist, darüber möchte ich garnicht erst nachdenken.

    Grüße,

    Chris

  28. Aber das trifft dann auch alles andere. Chemiewerke, Raffinerien, Industrieanlagen allgemein…. Und was bei solchen Anlagen da alles an Giftstoffen in die Umwelt gelangt ist, darüber möchte ich garnicht erst nachdenken.

    @ Chris:

    Die stehen doch bei den Grünen auf der Liste hinter den AKWs. Hat man erstere abgehakt, dann gehen die von allein, oder man sorgt sich um sie 😉

    Viele Liebe Grüße
    m

    PS gut, dass ich in meinem Beruf nicht unbedingt auf D angewiesen bin

  29. @ Physiker:

    Die stehen doch bei den Grünen auf der Liste hinter den AKWs. Hat man erstere abgehakt, dann gehen die von allein, oder man sorgt sich um sie 😉

    Joa. Wenn es nach denen geht sollten wir am besten alle in Baumhütten leben. Nachdem wir die Bevölkerungszahl radikal minimiert haben, natürlich.

    Was übrigens auch noch Erwähnenswert ist: Die Kernkraftgegner schmeissen ja gerne mit langen Listen von Störfallen in AKW’s um sich, um dann zu sagen das die ja so unsicher sind und da ständig was schlimmes passiert.

    Nun ist es aber ja so das bei AKW’s eben jeder noch so kleine Mist gemeldet werden muss, dadurch erscheint das dann als sehr viel. Diese „Buchführungspflicht“ von jedem noch so kleinen Ding gibt es bei anderen Industrien oder Kraftwerken ja eben nicht. Würde man das z.B. für Chemiewerke in gleichem Umfang einführen, dann kämen auch dort beträchtliche Listen zustande.

    Ich selber hatte mal das Vergnügen als externer im Bayer-Werk in Leverkusen zu arbeiten. War dort für die Betreuung der Rechner zuständig, die wir denen verkauft hatten. Da war es nicht gerade selten das dort Alarm war weil irgendwo auf dem Gelände mal wieder was ausgetreten ist. Nur bekommt das halt keiner ausserhaklb des Werkes mit, weil solche Kleinigkeiten eben nicht gemeldet werden müssen.

    Grüße,

    Chris

  30. Leseempfehlung !

    Reisebericht aus Fukushima

    Von Dr. Andreas Kronenberg, der im Auftrag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Japan war

    Dann lese ich in Deutschland, dass Greenpeace Empfehlungen ausspricht zur Erweiterung der Evakuierungszone und angeblich vor Ort misst. Nur frage ich mich, warum ich oder meine japanischen Kollegen (die in mehreren Autos unterwegs sind) sie in all den Tagen nie gesehen habe. Zudem hätte Greenpeace ja gar keinen Zutritt in die 20km Zone. Dort kommen wir nur mit speziellen Papieren rein und alle Strassen sind gut abgeriegelt. Ich frage mich aber nicht nur ob Greenpeace überhaupt eine Expertise hat, sondern auch wo so eine private Organisation radioaktive Eichquellen herhaben will, um ihre Detektoren zu kalibrieren. Anderenfalls sind das doch gar keine aussagekräftigen Messwerte.

    mal abseits von hysterischen Gelaber unwissender Medien-Huren………..toller Artikel.

    Onkel Heinz……….auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn

  31. Sehr schöner Artikel. Dann wollen wir mal hoffen, dass bis zur nächsten Eiszeit noch einige Zeit vergeht!

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