GISS: Sind die Tage der Fälscherwerkstatt unter dem Schirm der NASA gezählt?

11. April 2012 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Wissenschaft

Urheber des Bilds: tarsandsactionJetzt haben ehemalige NASA-Wissenschaftler und Astronauten die Nase voll von den Machenschaften des Goddard Institute For Space Studies (GISS), von J. Hansen und Gavin Schmidt und ihrem Klima-Unfug. In einem gemeinsamen, beissenden Brief an die NASA-Administration rügen sie die Agentur für ihre Haltung, anthropogene CO2-Emissionen mit grosser Sicherheit als Hauptgrund für den Klimawandel hinzustellen, während empirische Beweise vernachlässigt werden, welche die Theorie infrage stellen.

Die Gruppe, welche sieben Apollo-Astronauten und zwei ehemalige Direktoren des Johnson Space Centers der NASA in Houston umfasst, sind erschrocken über die Unfähigkeit der NASA, insbesondere des GISS, eine objektive Bewertung aller verfügbaren wissenschaftlichen Daten zum Klimawandel erbringen zu können. Sie klagen, die NASA vertraue zu sehr komplexen Klimamodellen, welche doch ihre wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten bei der Vorhersage von Klima über ein oder zwei Jahrzehnte im voraus offenbart haben.

GISS hat sich bekanntermassen durch wiederholte, manipulative Modifikationen der GISS Temperatur-Datenreihen und durch unseriöse Filterung der Temperaturdaten von Meßstationen „verdient“ gemacht.

H.Leighton Steward, Vorsitzender der Non-Profit-Unternehmung „Plants Need CO2“ merkt an, dass die Unterzeichner „schlicht und ergreifend ihre Bedenken zu der extremen Befürwortung für eine unbewiesene Theorie darlegen“ und dass sie „die Sorge teilen, wenn sich herausstellt, daß CO2 nicht der Hauptgrund des Klimawandels ist, daß die NASA ihr Ansehen, das ihrer jetzigen und zukünftigen Angestellten und gar einen Grossteil des Ansehens der Wissenschaft selbst dem Risiko öffentlichen Gespötts und Misstrauens aussetzen würde“.

Im folgenden die deutschsprachige Übersetzung des Briefes:

March 28, 2012

The Honorable Charles Bolden, Jr.
NASA Administrator
NASA Headquarters
Washington, D.C. 20546-0001

Lieber Charlie,

wir, die Unterzeichner, fordern respektvoll, dass die NASA und das Goddard Institute for Space Studies (GISS) die Einbeziehung unbewiesener Ausführungen in Veröffentlichungen und Webauftritten unterlässt. Wir glauben, die Behauptungen von NASA und GISS, dass menschenverursachtes CO2 einen katastrophalen Einfluss auf das Globalklima hat, sind nicht fundiert, insbesondere wenn tausende von Jahren empirischer Daten berücksichtigt werden. Wenn hunderte prominenter Klimaforscher und zehntausende anderer Wissenschaftler öffentlich ihre Zweifel bekanntmachen, dann ist es klar, dass der wissenschaftliche Kenntnisstand nicht gesichert ist.

Das grenzenlose Eintreten für CO2 als Hauptursache für den Klimawandel ist nicht kleidsam für die Geschichte der NASA, vor Entscheidungen oder öffentlichen Erklärungen zunächst objektive Bewertungen aller verfügbaren wissenschaftlichen Daten vorzunehmen.

Als ehemalige NASA-Angestellte haben wir den Eindruck, dass das Eintreten für eine extreme Position, vor einer gründlichen Studie des möglicherweise überwältigenden Einflusses natürlicher Klimaeinflüsse, unangebracht ist. Wir fordern, dass die NASA die Einbeziehung unbewiesener und ungestützter Ausführungen in ihren zukünftigen Veröffentlichungen und Webauftritten zu diesem Thema unterlässt. Auf dem Spiel steht die Beschädigung des exemplarischen Ansehens der NASA, des Ansehens ihrer jetzigen und zukünftigen Forscher und Angestellten, und selbst das Ansehen der Wissenschaft selbst.

Für zusätzliche Informationen zur Wissenschaft hinter unseren Bedenken empfehlen wir, dass du Harrison Schmitt oder Walter Cunningham kontaktierst, oder andere, die diese dir empfehlen.

Wir danken dir für die sorgfältige Prüfung dieses Anliegens.

Aufrichtig [Sincerely],
(beigefügte Unterschriften)

Den englischen Brieftext mit der vollständigen Liste der Unterzeichner finden Sie in folgenden Blog-Artikeln:

Artikel, die sich ebenfalls mit diesem Brief befassen:

Artikel zu den GISS-Manipulationen:

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81 Kommentare
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  1. Steven Goddard spekuliert in seinem Blog über Boldens Antwort in Anlehnung auf die neue zentrale Aufgabenstellung der NASA folgendermassen.

    1. Was ist ein Astronaut‘?
    2. Was hat das mit der Verbesserung der Beziehungen zu muslimischen Ländern zu tun?

  2. Na, da kann man sich doch dem ersten Kommentar dort anschliessen:
    „Rotflmao“ — auf deutsch in ausgeschriebener Form: „ich wälz mich auf dem Flur und lach mir den Arsch weg“ 😀 😀

  3. 1 -- Calvin heißt Gavin
    2 -- Die NASA garantiert die Unabhängigkeit der Forscher die für sie arbeiten. es gibt keine „offizielle“ Haltung der NASA zu welcher wissenschaftlichen Frage auch immer. Die Unterzeichner mögen für die NASA arbeiten oder gearbeitet haben, sie kennen aber anscheinend nicht die NASA Regeln. Von daher weiß ich nicht mal, an wen die sich wohl konkret wenden. Sie hätten genausogut an Obama schreiben können.

  4. @G.Hoffmann
    1 -- danke., korrigiert.
    2 -- Wenn die NASA die Unabhängigkeit der Forscher garantiert, heißt das ja wohl kaum, daß diese Narrenfreiheit besäßen, in dem was sie tun. Die Grenzen sind spätestens überschritten, wenn diese Forscher die Interessen der NASA schädigen. Und genau darauf hebt dieser Brief ab. Wenn Sie meinen, diesen 50 Unterzeichnern mit einigen hundert Jahren Berufserfahrung bei der NASA die NASA-Regeln erklären zu müssen … naja, spricht für sich.

  5. @co
    Die einzige Regel ist, zu veröffentlichen. (sollten sie mal versuchen. Ist ne feine Sache).
    Und das Statement zur Scientific Openess der NASA: http://www.nasa.gov/about/highlights/griffin_science.html

    „Second, the job of the Office of Public Affairs, at every level in NASA, is to convey the work done at NASA to our stakeholders in an intelligible way. It is not the job of public affairs officers to alter, filter or adjust engineering or scientific material produced by NASA’s technical staff“

    Ich fürchte auf den Brief wird niemand Antworten.

  6. @GH
    Es reicht im Grunde, daß Leute wie Sie reagieren um zu zeigen, daß da ein Nerv getroffen wurde.

  7. …das Statement zur Scientific Openess…

    Danke, das war ein richtiger Lacher am Morgen!

    Es gibt also tatsächlich Menschen, die glauben -- oder wenigstens vorgeben zu glauben -- dass die offiziellen Statements zur Geschäftspolitk und Qualitätskontrolle auch der gelebten Realität entsprechen würden
    Süüüüß! 😀
    Leider aber auch mehr als naiv.
    Herr Hoffmann, wenn’s nach solchen Fassadenmalereien gehen würde, dann wären wir alle Engel in der besten aller Welten, dann wären Inkassobüros Sozialhilfestationen, Banken Wohltätigkeitsstiftungen und Politiker barfüßige Heilige.

  8. @ Hoffmann:

    Es geht nicht um die Frage, ob die NASA Hansen vorschreibt, was er zu sagen hat. Das tut sie nicht und das ist auch gut so. Es geht um die Frage, ob Hansen durch sein Verhalten das Ansehen der NASA beschädigen kann oder vielleicht schon beschädigt hat. Freiheit und Verantwortung gehören immer zusammen. Hansens Freiheit, zu denken und zu sagen was er will, beinhaltet die Verantwortung, dies auf eine für seinen Arbeitgeber und damit auch für alle anderen Kollegen bei der NASA akzeptable Art und Weise zu tun.

    Man kann sich nun darüber streiten, ob Hansen dieser Verantwortung nachgekommen ist. Die Unterzeichner sehen das nicht so. Ich auch nicht. Man stelle sich einmal vor. in Deutschland würde ein vergleichbar prominenter DLR-, Fraunhofer- oder Max-Pllanck-Institutsleiter in dieser Form als Politaktivist auftreten. Der Mensch wäre seinen Job los. Und alle würden das richtig finden.

  9. @Heller
    Die Frage ist nicht, ob 7 ehemalige Kampfjetpiloten, die zum Mond geflogen sind, sich ueber dieses oder jenes beklagen duerfen. Klar duefen sie. Ich aber weiss, dass die NASA (oder ihr Chef) eben der falsche Adressat ist, da es Praxis und Theorie der NASA Politik ist, keinen Einfluss, auf die Ergebnisse und die entsprechende Oeffentlichkeitsarbeit ihrer Angestellten zu nehmen. Das heisst eben, die 50 pensionierten NASA Angestellten haetten den Brief eben auch an das grosze Ganze oder Obama oder den Papst schicken koennen. Es wird keine Antwort geben und es hat in aehnlichen Faellen keine Antwort gegeben (ausser der Verweiss auf den gleichen Paragraphen, den ich oben auch verlinkt habe).

  10. @Ranseyer
    „Es reicht im Grunde, daß Leute wie Sie reagieren um zu zeigen, daß da ein Nerv getroffen wurde.“

    Klar, wenn man euch ignoriert, ist es arrogant, wenn man antwortet, „ist ein Nerv getroffen“.
    Ich hatte mich nur gewundert, wie hier ein kaum verkappter Aufruf zur Zensur bejubelt wird. Ich sollte mich weniger wundern.

  11. @ Georg Hoffmann

    Die Unterzeichner des Briefes monieren, dass der wissenschaftliche Kenntnisstand über einen katastrophalen Einfluss der Menschen auf das Globalklima nicht ausreichend gesichert ist. Dies unterstreichen sie mit der Aussage dass „hunderte prominenter Klimaforscher und zehntausende anderer Wissenschaftler öffentlich ihre Zweifel bekanntmachen.“

    Keineswegs soll dem Hansen ein Verbot auferlegt werden, sondern vielmehr wird Ausgewogenheit angemahnt. Was bitte schön ist daran Zensur? Vielmehr ist es doch eher so, dass wenn man eine Forderung nach Ausgewogenheit als Zensur bezeichnet, dies Propaganda ist. Mehr noch, diese Forderung als Zensur zu bezeichnen, ist die eigentliche Zensur, weil damit verhindert werden soll, dass Dogmen angetastet werden.

  12. @G.Hoffmann

    Ich aber weiss, (…)

    … sprach der Prophet, erhaben über jeden Selbstzweifel. Wissenschaft ist übrigens die Kultur des Zweifels — nicht des Wissens. Wenn Ihnen der Name Richard Feynman etwas sagt?

    Eine Frage: wie gross sind ihre beruflichen Erfahrungen als NASA-Angestellter, Herr Hoffmann? Unter den Unterzeichner sind übrigens 10 Leute mit mehr als 40jähriger Berufspraxis in leitenden Positionen dort.

  13. @Quentin Quencher
    „Was bitte schön ist daran Zensur?“

    >“wir, die Unterzeichner, fordern respektvoll, dass die NASA und das Goddard Institute for Space Studies (GISS) die Einbeziehung unbewiesener Ausführungen in Veröffentlichungen und Webauftritten unterlässt. “

    Ja sie wollen ja nur die „unbewiesenen“ Ausfuehrungen unterdruecken. Aber gerade das ist Zensur. Oder werden von Zensurbehoerden etwa ausschliesslich der eigenen Meinung nach „bewiesene“ Aussagen unterdrueckt? Nein, Der Zensor waehnt sich im Recht und unterdrueckt die Meinung, die er fuer falsch und unbewiesen haelt.

    So schwer ist das doch nicht.

  14. @CO
    „Eine Frage: wie gross sind ihre beruflichen Erfahrungen als NASA-Angestellter, Herr Hoffmann? Unter den Unterzeichner sind übrigens 10 Leute mit mehr als 40jähriger Berufspraxis in leitenden Positionen dort.“

    Umso ueberraschender, dass sie die NASA Praxis nicht kennen. Es gab in der Gecshichte der NASA x Versuche Meinungen zu unterdruecken. Es hat bisher nie geklappt.

    Ich war 6 Monate am GISS NY und einen Monat am GISS Maryland und auch wenn ich keinen Tag dort gewesen waere, sollte man wissen, dass die NASA keinen Einfluss auf die Veroeffentlichung ihrer Angestellten nimmt. Es gab viele Versuche in der Vergangenheit.

  15. @ Hoffmann

    Interessant, dass Sie in dem offenen Brief an die NASA einen „Aufruf zur Zensur“ sehen. Für mich liest sich der Appell der ehemaligen NASA Wissenschaftler eher so, dass die einseitige Berichterstattung und Forschung dieser altehrwürdigen Institution aus Sicht der Autoren den Ruf der NASA als Speerspitze unabhängiger Forschung in Gefahr bringt.

    Ich denke auch, dass die Autoren sich durchaus im Klaren darüber sind, dass sie keine Antwort von Schmidt oder Hansen erhalten werden, in welcher diese ihr bisheriges Verhalten als falsch darstellen für die Zukunft Besserung geloben. Mein Eindruck ist vielmehr, dass den Veteranen das Auftreten der NASA in Gestalt des GISS schlicht peinlich ist und dass sie mit diesem Brief zum Ausdruck bringen wollen, dass es nicht „ihre NASA“ ist, die mit unbewiesenen Ausführungen zum CO2-Klima-Thema eher politisch als wissenschaftlich Stellung bezieht.

  16. @Kipp
    „Interessant, dass Sie in dem offenen Brief an die NASA einen “Aufruf zur Zensur” sehen.“

    Einen Brief an ihren (moeglichen) Chef, der ihn auffordert, diese Webseite zu schliessen und sich mit anderen Dingen zu beschaeftigen (aus Sorge um das Ansehen ihres moeglichen Arbeitgebers), wie wuerden Sie das denn nennen?

  17. @G.Hoffmann

    Ja sie wollen ja nur die “unbewiesenen” Ausfuehrungen unterdruecken. Aber gerade das ist Zensur.

    Unbewiesene Ausführungen genügen naturwissenschaftlichen Kriterien nicht und sollten deshalb auch nicht den Schein wissenschaftlicher Substanz erhalten. Das mahnen die Unterzeichner in Sorge um die NASA an und das hat mit Zensur deshalb nichts zu tun.

    Spekulative esoterische Ansichten zu einem fiktiven sogenannten „anthropogenen Klimaeinfluß“ werden genügend von solchen „Instituten“ wie dem deutschen PIK verbreitet. Es ist notwendig, Esoterik und Wissenschaft zu trennen.

  18. @ Hoffmann

    Einen Brief an ihren (moeglichen) Chef…

    DAS wäre in der Tat ein Vorgehen, dass man Zensur nennen könnte. Aber beim vorliegenden Brief ist die Lage wohl etwas anders. Schließlich fordern die Unterzeichner die NASA lediglich dazu auf, die „Einbeziehung unbewiesener Ausführungen“ zu unterlassen. Damit weisen sie eigentlich nur auf eine Selbstverständlichkeit bei einem wissenschaftlichen Institut hin.

    Mich erinnert das ganze eher an eine Diskussion,die ich vor einiger Zeit mit Peter Heller hatte, als es um die mögliche Publikation eines Gastbeitrages hier im Blog ging. Dabei wies Peter mich darauf hin, dass in diesem Beitrag reichlich unbewiesene Behauptungen aufgestellt würden und riet von einer Veröffentlichung dringend ab. Jetzt könnte man dieses Vorgehen aus Ihrer Sicht durchaus als „Zensur“ bezeichnen. Nach der Logik könnte dann auch jeder gute Rat unter Freunden als unzulässiger Eingriff in die persönliche Meinungsfreiheit betrachtet werden.

  19. @CO
    Ihnen ist ja klar, dass ich ihre Unterteilung in Esoterik und Wissenschaft fuer reichlich Banane halte. Das GISS (NY) hat einen hervorragenden Veroeffentlichungsrekord und ist weltzeit eines der Spitzeninsitute in der Klimaforschung.
    Ich fordere Sie nur auf eine kleine sogenannte Transferleistung zu vollbringen. Vergessen Sie einen Moment, was Sie konkret von der Arbeit von James Hansen halten (ich habe hier mal wirklich nachgeschaut, wieviel Hansen mit seinen ueber 60 so publiziert.
    „The list of accusations against Jim Hansen for example is nearly unbelievable. Among other things Allègre makes the astonishing claim that during the last 15 years Hansen has done no scientific work and that he has forced his collaborators to put his name on the publications. Over that period, Hansen has listed 68 publications with 37 as first author “
    http://www.realclimate.org/index.php/archives/2010/04/claude-allegre-the-climate-imposter/). Schaffen Sie das?

    Also, ein Brief an den Chef der Behoerde (NASA Angestelle sind civil agents), in der Hansen arbeitet mit der Aufforderung (ihre Uebersetzung) „Aussagen in Veroeffentlichungen zu unterlassen“, was soll das anderes sein als Zensur?
    Und natuerlich (ich wiederhole mich) glaubt der Zensor, dass die Aussagen „unbewiesen“ sind oder Esoterik, wie Sie meinen. Das brauchen wir nicht diskutieren.

  20. Georg,
    nehmen Sie es doch nicht so tragisch 😉
    Monckton sagt dazu zwei Dutzend Wissenschaftler verbreiten unbewiesene Behauptungen, die, wie Sie hier lesen können, schon in kleinen Propagandabüchern an unsere Kinder weitergegeben werden.

    Wenn diese zwei Dutzend schon climategate überstanden, werden die doch das auch verkraften 😉

    Sie sind ganz schön demagogisch, wenn Sie behaupten, auch unbewiesene Behauptungen dürfen nicht zensiert werden. Natürlich, ein Wissenschaftler darf das, nur seine Widerparts müssten es auch tun dürfen 😉
    Und , dürfen die das ?

    Also ruhig bleiben, Ihr Weltbild ist nicht in Gefahr, solange die deutsche Journaille nur die zwei Dutzend veröffentlicht, werden die Gelder noch bis zu Ihrer Pensionierung fließen.
    Wenn es doch anders kommen sollte, müssen Sie nur schnell reagieren 😉
    Hier war das eigentlich nicht angebracht, Ihre Aufregung 😉
    War ein schöner kleiner Schreck in der Morgenstunde?

  21. @Kipp
    „Mich erinnert das ganze eher an eine Diskussion,die ich vor einiger Zeit mit Peter Heller hatte, als es um die mögliche Publikation eines Gastbeitrages hier im Blog ging“

    Hier aber agieren Sie beide als Reviewer. Sie veroeffentlichen hier und muessen die Qualitaet des Veroeffentlichten beurteilen. Ebenso schickt Hansen seine Paper an Journals und wird ackzeptiert oder eben nicht.

    Der Brief ging aber an den Chef der Behoerde, an der Hansen arbeitet und der sollte dafuer sorgen (so der Aufruf) „Veroeffentlichungen zu unterlassen“. Das ist Zensur, by any standards.

  22. @ Georg Hoffmann

    Mann kann refrain auch mit zurückhalten übersetzen. Ich bin da jetzt nicht der Fachmann dafür, aber wenn ich mir den Text anschaue der mit den Worten „We, the undersigned, respectfully request“ beginnt, was man auch mit ersuchen höflichst übersetzen kann, dann macht zurückhalten eher Sinn. Aber das ist natürlich Ermessenssache und macht tatsächlich einen Unterschied ob jemand etwas fordert, oder anmahnt. Das eine ist eine Forderung, das andere eine Kritik.

    Nun schauen wir uns die Unterzeichner an und überlegen uns in welcher Position und Situation sie sich befinden. Ist es angebracht in diesem Kontext von Forderungen zu sprechen? Ich denke nicht. Vielmehr wollen die Unterzeichner auf dem Missstand aufmerksam machen, dass Vermutungen, wie diese „man-made carbon dioxide is having a catastrophic impact on global climate change“ als nicht ausreichend gesichert gelten können.

    Diesen Brief als “Aufruf zur Zensur” zu bezeichnen zeigt eigentlich nur, dass ein Alarmist eben große Angst hat, dass ihm sein Angstthema verlorengeht. Um es mal etwas polemisch auszudrücken.

  23. @Quentin
    Ja und obendrein haben sie „respectfully“ gesagt. Dann kann es keine Zensur mehr sein, wenn man als Pensionaer respectfully darum ersucht, zu zensieren.
    Aber es stimmt schon. Als die Bush Administration das Gleiche versucht hat, dass war noch deutlich klarer ein Versuch zur Zensur. Hat auch nicht geklappt. Klappt anscheinend weder mit Power noch respectfully.

  24. Lieber Herr Hoffmann:
    Wenn der Name ‚GISS‘ im Zusammenhang mit einer Publikation sekiner Angestellten genannt wird, hat der Chef der GISS jedes Recht, darauf Einfluss zu nehmen. Schliesslich ist das ein Markenzeichen.
    Ihre Vorstellungen von ‚Unabhängigkeit‘ sind da geradezu infantil.
    Sofern Hansen oder wer auch immer etwas veröffentlichen möchte, das von seinen Vorgesetzten als ‚rufschädigend‘ angesehen wird, kann er dies natürlich tun, aber nicht in seiner Eigenschaft als GISS-Abteilungsleiter. Da ist er nämlich keineswegs frei.
    Und alles, was ich in dem Brief lese, ist Sorge um den Ruf der NASA, nicht jedoch die Forderung nach Zensur. Zensur wäre es, wenn jemand etwas nicht veröffentlichen darf. Es ist jedoch keine Zensur, wenn nur die Benutzung der Medienpräsenz und des Namens seines Arbeitgebers untersagt wird. Um es noch mal klar zusammenzu fassen:
    Herr Hansen darf alles.
    Der GISS-Angestellte Hansen darf nur im Namen der GISS sprechen, so lange ihm dies von seinen Vorgesetzten erlaubt wird

    Im übrigen wissen wir alle, wie wirkliche Zensur aussieht. Da gibt es einfach kein Geld, da wird ein neuers Aufgabengebiet zugewiesen, da stehen Rechner nicht zur Verfügung, da wird ‚reorganisiert’…
    Dass Sie glauben, Sie könnten mit einem Papierchen wedeln auf dem drauf steht, dass die NASA so was nicht macht und ergo nicht sein kann was nicht sein darf, ist entweder ganz erstaunlich naiv oder bemerkenswert plump.

  25. Ich denke auch der James darf seinen Glauben verbreiten. Hansen glaubt so schön widersprüchlich, dass er durch Übertreibung auffällt- unsere einzige Chance 😉
    25 m Meeresspigelanstieg, er ist in dieser Frage besser als Al. Na ja der eine will Kohle und der andere will Auszeichnungen 😉

    Wenn wir weiter Kohle verbrennen, steht praktisch fest, dass es noch in diesem Jahrhundert zu unumkehrbaren Klimaänderungen kommen wird.

    Warum nur interviewt unsere Journaille nicht mal Lindzen?

  26. @Tritium
    „Wenn der Name ‘GISS’ im Zusammenhang mit einer Publikation sekiner Angestellten genannt wird, hat der Chef der GISS jedes Recht, darauf Einfluss zu nehmen. “

    Nein. Ganz einfach. Gilt genau so an jeder deutschen Universitaet. Sehr eigenartig was Sie da so erzaehlen.

  27. Herr Hoffmann,

    langsam langweilen Sie.
    Wenn ich als Angestellter etwas publiziere und mein Arbeitgeber weist darauf hin, dass er sich davon distanziert, bin ich tot und das ist keine Zensur.
    Sehr eigenartig, dass Sie vorgeben, so etwas nicht zu wissen.
    Doch davon war gar nicht die Rede.
    Sie dürfen unter Ihrem Namen publizieren, da sind Sie frei.
    Doch sobald Sie sagen ‚Die Universität XY ist zu dem Schluss gekommen daß…‘ ist’s aus mit der Freiheit.
    Und nur darum geht es. Das wissen Sie auch.
    Sparen sie sich also Ihre Windungen.

  28. @Tritium
    Bloggen Sie aus Nordkorea?

    „‘Die Universität XY ist zu dem Schluss gekommen daß…’ “ schreibt keiner. Man schreibt

    „Hansen et al, GISS, kommen zu folgenden Schluss“. Universitaeten kommen zu keinen Schluessen.

    Es gibt keinen Einfluss der NASA auf die Resultate ihrer Angestellten in welcher auch immer imaginaeren, autoritaeren Welt sie sich das auch als normal vorstellen moegen. Das betrifft natuerlich alle normalen wissenschaftlichen Aussagen wie etwa, dass ein Pliozaenes CO2 Niveau zu einem pliozaenen Meeresspiegelnievau führt (relativ trivial)?

    Wahrscheinlich gibt es ein Limit bei Studien, die irgendwie die Grundrechte beruehren, etwa Studien zur Minderwertigkeit/Hoeherwertigkeit von Rassen/Schwulen/Frauen. Aber selbst da, bin ich nicht ganz sicher, was die rechtliche Handhabe an einer deutschen Uni waere.

  29. Ey cool, Georg ist da………….ick hole dann mal das Popkorn raus.

    H..E. …….E-O

  30. @ all

    Ich muss Georg Hoffmann gratulieren. Er hat einen Spieß umgedreht und gleichzeitig einen Strohmann aufgebaut. Falls das nicht unabsichtlich geschehen ist, nötigt es Respekt ab.

    Zensur! Hm, meist reden wir Skeptiker ja von Zensur wenn unsere Überzeugungen, zum Beispiel in der Presse, nicht ausreichend dargestellt werden. Dieser Vorwurf ist manchmal gerechtfertigt, doch generell gehen auch wir damit zu leichtfertig um und bezeichnen etwas als Zensur, was es genau genommen nicht immer ist. Genau das was wir manchmal machen, hat Georg nun auch getan und uns damit einen Spiegel vorgehalten.

    Das wir aber nun darüber diskutieren, ob dieser Brief nun ein Aufruf zur Zensur ist oder nicht, das ist ein Strohmann und lenkt vom eigentlichen Vorgang ab, nämlich, dass Hansen und Gesinnungsgenossen nun auch nicht nur aus der Schmuddelecke der Skeptiker der Wind ins Gesicht bläst, sonder diese Positionen von einer immer größeren Personengruppe vertreten werden, vielleicht schon eine Mehrheit darstellen, die sich nur nicht aus Angst vor Diffamierungen aus der Deckung wagten.

  31. Georg,
    Sind Sie ein Träumer? Schlußfolgern kann man nur, wenn James sich so katastrophistisch äußert, möchte dies die NASA- man müsste die Mittel kennen, die dem GISS dafür zuflossen, muß schon ein Sümmchen sein, meine Steuern sicherlich auch dabei, Angela ist da freizügig 😉

    In Deutschland ist es eindeutig, das zeigt Prof.Dr. Helmut Metzners Schicksal.

    1995 organisierte Metzner eine internationale Klimakonferenz, die die Leipziger Erklärung beschloss. Diese kritisiert die Ziele der UN-Klimarahmenkonvention für unrealistisch und bestreitet eine empirische Grundlage der globalen Erderwärmung, sowie des Zusammenhangs von Kohlendioxid und dem Treibhauseffekt.

    Eigentlich machte er keine Fehler, er konnte CO2 als Physiologe gut leiden. Seine Umweltministerin reagiert dann wie der Kreml:
    -Karriere STOPP
    -Institut STOPP
    -Geld STOPP

    Georg,
    haben Sie schon bemerkt. Sie können Ihre Meinung zur Katastrophe nicht ändern, denn sonst : STOPP, mit allem Drum und Dran 😉
    Also durchziehen 😉

  32. Heinz ,
    Georg ist wachsam, er dachte schon ans Ende der Klimahysterie, vielleicht beruhigt er sich wieder.;-)

  33. Wenn Georg schon mal da ist , kann er mir doch mal diese Zahlen erklären 😉

    Meine Heimatjournaille berichtet nicht von hunderten oder zehntausenden. Meine Journaille erweckt bei mir den umgekehrten Eindruck- das sieht nicht nach Konsens aus 😉

    Wenn hunderte prominenter Klimaforscher und zehntausende anderer Wissenschaftler öffentlich ihre Zweifel bekanntmachen, dann ist es klar, dass der wissenschaftliche Kenntnisstand nicht gesichert ist.

    Hat Mutter Erde noch ne Chance ? 😉

  34. Als neugieriger Laie ein paar kurze Fragen am Rande.

    Kann man sagen, daß die Max-Planck-Gesellschaft einigermaßen repräsentativ ist für die naturwissenschaftliche Forschung in Deutschland (vom Spektrum der Themen oder vom Umfang des Budgets her)? Von ihr wird eine Zeitschrift herausgegeben (Max Planck Forschung), die wohl das breite Publikum mit Schwerpunkten und interessanten Ergebnissen bekanntmachen soll. In ihr wird meines Erachtens ziemlich klar und durchgehend die Ansicht eines menschlich und CO2 -- mäßig dominierten „Klimawandels“ vertreten (als bekannte Tatsache halt -- wie die Newtonsche Physik seinerzeit.); Sonnenphysiker verweisen gelegentlich und dezent auf Nebeneffekte…
    Von außen ist also keine grundlegende = wissenschaftliche Auseinandersetzung in dieser komplizierten Materie erkennbar. (Vielleicht zwischen den Zeilen?).
    Was wäre heutzutage aus Leuten wie Max Planck, Albert Einstein, Werner Heisenberg und anderen geworden?

  35. @Rassbach

    „Wenn Georg schon mal da ist , kann er mir doch mal diese Zahlen erklären “

    Welche Zahl soll ich denn erklaeren, die hundert oder die zehntausend?

  36. Georg,

    ich ahnte es , Sie sind in Agitation und Propaganda geschult 😉

    Wahrscheinlich wollten Sie davon nicht ablenken 😉

    die hundert oder die zehntausend?

    Nicht hundert, sondern hunderte , geht bei mindestens 200 los, eher dreihundert bis 999 Klimawissenschaftler 😉

    Gibt es davon soviele ? Die zwei Dutzend lt. Monckton sind da nicht gemeint

    UND zehntausende, könnten auch mal leicht 99.999 sein .

    Haben Sie bemerkt, die machten öffentlich ihre Zweifel geltend, geht gar nicht in Deutschland , sie würden nicht veröffentlicht werden oder es geht ihnen wie dem Hern Prof. Metzner.

  37. @Heinz #29

    Ey cool, Georg ist da………….ick hole dann mal das Popkorn raus.

    😀 😀 😀

  38. @Rossbach
    hunderte also. Ich gehe mal von einer Zustimmung von ca 90-95% zu den Aussagen des IPSS aus. Ich denke, das kann ,an wohl einen Konsensus nennen. OK?
    Wieviele sind 100%? Wir haben hier also ein Fermi-Problem. Auf der weltweit groeszten Konferenz der Geowissenschaftler nehmen ca 10000 Personen teil (AGU Winter). Ich schaetze ca die Haelfte hat direrkt oder indirekt mit Klima zu tun. Macht 5000. Ich schaetze, dass das ca 20% aller Klimawissenschaftler auf der Welt sind. Macht 25000 weltweit ,wohlgemerkt, da waeren jetzt die 300 GISS Leute genau so mit dabei wie meinethalben Geologen die an Klimarekonstruktionen basteln etc etc. Bei einer Zustimmung von 90% hatte man also grob geschaetzt einen Dissenz von 2500 Personen.
    Reduziert man den IPCC (was nicht korrekt waere) auf die prinzipielle Darstellung des Treibhausefekts und auf die grundsaetlich erwaermende Wirkung von mehr Treibhausgasen, dann sind zB Lindzen und Singer auch an Bord und man duerfte sicher auf mehr als 95% kommen. Fuer Singer ist in der Tat so jemand wie der Ruediger Hoffmann, der hier sich darueber aufregt ob man in Kinderbuechern die Treibhausgase nun relativ zu diesem oder jenem ausdruecken sollte (was ich nun wirklich als peanuts sehe) aber gleichzeitig die Existenz eines Treibhauseffekts auf der Venus verneint (grotesk!), ein „denier“ (Singers Worte), mit dem er nicht gemein gemacht werden will. Man muss also wissen, was genau von wem unterschrieben wird.
    So, jetzt sind wer ploetzlich von einem Aufruf zur Zensur bei diesen Unterschriftenlisten.

  39. @Quentin #30
    So was ähnliches ist mir auch in den Sinn gekommen. Zeigt aber doch wie sich die Fronten zuungunsten der Klima-Alarmisten verschoben haben. Der Griff nach der Flasche …. äh …. nach dem Strohmann hilft ihm ja nicht wirklich.

  40. @ Hoffmann:

    Ich denke auch, wir lesen den Brief auf verschiedene Weise. Aus meiner Sicht besteht der Nachrichtenwert ganz klar im Zweifel an der Klimakatastrophe, der durch die Unterzeichner geäußert wird. Hierüber gilt es zu diskutieren.

    Kritisiert wird aus meiner Sicht nicht die Forschungstätigkeit von James Hansen, sondern deren Instrumentalisierung für einen politischen Zweck. Sicher darf Hansen eine Meinung haben und auch äußern. Aber die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen und seine (durch die NASA erst ermöglichte) Reputation nicht mehr im Sinne seines Arbeitgebers (Erforschung des Klimasystems), sondern zur Unterstützung bestimmter politischer Maßnahmen einzusetzen (Durchsetzung von Regulierungen), sollte ihm nicht gestattet sein.

    Der Brief ist Teil einer anhaltenden Klimadebatte, man darf ihn nicht außerhalb dieses Kontextes betrachten und interpretieren. Schließlich ist Hansen einer der zentralen verbalen Scharfmacher, er beleidigt Skeptiker fortwährend als Teil einer von bösen Mächten finanzierten Kampagne, die wider besseres Wissen agiert. Hansen ist genau nicht derjenige, der andere Meinungen zur Klimapolitik respektiert. Von einem aus öffentlichen Mitteln finanziertem Angestellten muß man anderes einfordern, insbesondere, wenn dieser sich als Repräsentant einer eigentlich politisch neutralen Instanz äußert.

    Sie sprechen in #16 einen wichtigen Punkt an:

    Einen Brief an ihren (moeglichen) Chef, der ihn auffordert, diese Webseite zu schliessen und sich mit anderen Dingen zu beschaeftigen (aus Sorge um das Ansehen ihres moeglichen Arbeitgebers), wie wuerden Sie das denn nennen?

    Ich bin beispielsweise gezwungen, mich hier so zu verhalten, daß mein Arbeitgeber keinen Ansehensverlust erleidet. Nun bin ich beruflich gesehen sicher privilegiert, aber bestimmte Dinge sind einfach nicht denkbar. Sobald hier bspw. zufälligerweise mein Arbeitgeber oder meine Kunden kritisiert und attackiert würden, müsste ich das unterbinden, oder mich aus diesem Blog verabschieden. Ich sollte hier tunlichst auch nicht herumpöbeln und groben Unfug verzapfen. Ich dürfte hier auch nicht Dinge schreiben, die unmittelbar die von mir bearbeiteten Fragestellungen und Projekte betreffen. Ich darf hier auch nicht als Angestellter von „xy“ auftreten, sondern nur als Privatperson. Ich könnte mit meiner Visitenkarte sicher einige Leser beeindrucken (die meisten allerdings nicht, dazu sind hier alle zu erfahren), genau wie Hansen mit seiner Position, aber ich lege darauf erstens keinen Wert und zweitens wäre das eben gegenüber meinem Arbeitgeber, der ja nicht irgendein Ding ist, sondern aus konkreten Personen besteht, absolut unfair. Denn alles, was ich in der Öffentlichkeit treibe, fällt auf meinen Chef und meine Kollegen zurück.

    Wenn ich beispielsweise gegen irgendetwas demonstrieren (das dürfte ich schon, aber danach steht mir einfach nicht der Sinn) und dann aus dem Wunsch nach Provokation heraus gegen polizeiliche Anordnungen Widerstand leisten und mich gar verhaften lassen würde, bekäme ich mächtige Probleme. Und zwar vollkommen zu recht.

    Würde ich beispielweise eine Straftat begehen (und das ist bei Ihnen ja auch so), würde ich meinen akademischen Titel verlieren. Und das ist auch völlig in Ordnung. Wir erwarten von vielen Menschen Vorbildfunktionen, beispielsweise von Politikern. Man solle sich gefälligst dem gemäß verhalten, was man repräsentiert. Das darf man aber eben nur dann verlangen, wenn man für sich selbst gleiche Regeln ansetzt.

    James Hansen aber glaubt, für ihn gälten diese Regeln nicht, weil er politisch fanatisiert ist. Ein leitender Angestellter der NASA, dem in aller Öffentlichkeit Handschellen angelegt werden? Der gegen den Staat pöbelt, der ihn bezahlt? Der Andersdenkenden (die ihn indirekt auch finanzieren) nicht mit Respekt, sondern mit Verachtung entgegentritt? Das ist aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Und das sehen eben auch die Unterzeichner des Briefes so.

    P.S.: Keinesfalls agieren Rudolf und ich hier als „Reviewer“. Die einzelnen Autoren dürfen schreiben, was sie wollen, wann sie wollen. Niemand liest hier Texte vor Veröffentlichung. Beispielsweise, lieber C-O, hätte ich „Fälscherwerkstatt“ als eher unpassend erachtet. Mir scheint es klüger, die fachliche Kompetenz der anderen Seite anzuerkennen. Wir sollten Leuten wie Hansen den Spiegel dadurch vorhalten, daß wir ihnen zeigen, welche Größe sie haben könnten, hätten sie Respekt und würden sie zuhören. Das macht den Lesern viel deutlicher, welche kleinen Geister (außerhalb ihrer jeweiligen Fachgebiete) hier tatsächlich am Werk sind.

  41. @ Georg Hoffmann

    „Klar, wenn man euch ignoriert, ist es arrogant, wenn man antwortet, “ist ein Nerv getroffen”.“

    Ihrer Auffassung nach sind also mehr als 90% der hier Mitlesenden arrogant und die, die etwas schreiben, sind genervt? Ok Spaß beiseite, sie schlagen hier doch nur auf wenn Sie meinen mosern zu können oder gegen anzustinken und meinen irgendwie Autoren oder Paper oder sonst was unter fadenscheinigen Gründen diskreditieren zu können wie jetzt wieder.

    „Ich hatte mich nur gewundert, wie hier ein kaum verkappter Aufruf zur Zensur bejubelt wird. Ich sollte mich weniger wundern.“

    Das ist, mit Verlaub, Bullshit gestapelt. Für Sie ist also der Aufruf zu mehr Ehrlichkeit und weniger Dogmatismus der Aufruf zur Zensur? Entschuldigung aber das ist bescheuert, wie verdreht muß Ihr moralischer Kompass, wie unterentwickelt ihre soziale Kompetenz sein, um solchen Schwachsinn unters Volk zu bringen.

  42. @all
    Es gibt noch eine andere Übersetzung des Briefes, und zwar bei Klimanotizen. Dort in der Liste zum 11.4. gehen und den Eintrag …

    „wattsupwiththat.com v. 10.04.2012: Brief auf Deutsch -- Hansen and Schmidt of NASA GISS under fire for climate stance: Engineers, scientists, astronauts ask NASA administration to look at empirical evidence rather than climate models“

    … öffnen. Klar dürfte ja wohl auch für GH sein, dass diese deutschsprachigen Übersetzungen nur ein unverbindlicher Service sind. Besonders dann, wenn jemand vorhat jedes Wort zu analysieren.

    Ich erinnere mal an ein extremes Beispiel, und zwar an die Rede eines gewissen Herrn Ahmadinedschad, in welcher er die Vernichtung Israels fordert und androht. Da geht es um einen kurzen Farsi-Term (Farsi spricht man im Iran), der unterschiedlich übersetzt werden kann. Gewisse Leute, die diese Drohung verharmlosen wollen, führen ins Feld A. hätte gesagt „aus den Geschichtsbüchern tilgen“, allgemein wird das aber als „von der Landkarte tilgen“ verstanden. Dies ergibt sich einfach aus dem Gesamtkontext der Rede. Wer aber einzig diesen einen Satz betrachtet, der kann auch berechtigt darauf hinweisen, daß dieser ambivalent dieses oder jenes bedeutet (siehe z.B. hier)

    Worauf ich hinweisen will, gerade bei Übersetzungen, und ich habe an anderer Stelle einige gemacht, kann es mitunter dem Kontext besser entsprechen, das eine oder andere Wort anders zu übersetzen, als es eigentlich lt. der vom Dictionary angebotenen Bandbreite richtig ist.

  43. @Heller
    Das ist auch so eine Neudeutsch Formulierung: „Ich lese diesen Text so, dass“ und dann kommt irgendetwas, was nichts mit dem Text zu tun hat. Wenn die Autoren Zweifel an der Qualitaet der Klimawissenschaften, meinethalben beim GISS insbesondere haben und es sie im Ruhestand einfach nicht mehr rihig haelt nd sie etwas tun wollen, dann koennen sie einen offenen Brief schreiben. Sie schreiben aber an den Chef von Hansen und fordern respectfully:“ dass die NASA und das Goddard Institute for Space Studies (GISS) die Einbeziehung unbewiesener Ausführungen in Veröffentlichungen und Webauftritten unterlässt. „. Zensur. Aber ich denke jetzt ist auch mal gut. Der so gelobte Liberalismus hier reicht ja gerade mal bis zur Wahl zwischen Danone und Nestle. Danach darf man die Freiheit schon ein bissl kuerzer gestalten.

  44. @ Georg Hoffmann

    Das ist auch so eine Neudeutsch Formulierung: “Ich lese diesen Text so, dass” und dann kommt irgendetwas, was nichts mit dem Text zu tun hat.

    Was ist denn das nun schon wieder für eine hanebüchene Formulierung. Natürlich muss man einen Text immer so, oder auch so lesen. Wie denn sonnst? Das trifft auf Literatur, oder Gesetzestexte, oder Briefe, einfach auf alles zu. Wer das nicht beherzigt, wird nie den Sinn eines Textes erfassen können. Das heißt jeder Text muss um verstanden zu werden, gedeutet werden. Diese Deutungen fallen dann individuell unterschiedlich aus. Und darüber kann und muss man diskutieren.

  45. Naja nun, Herr Hoffmann, mit den „unbewiesenen Behauptungen“ sind natürlich solche gemeint, die die Zukunft betreffen. Diese sind nicht nur unbewiesen, sondern sogar unbeweisbar. Auf solchen allerdings beruht die gesamte Klimapolitik. Wissenschaftler, die die Ergebnisse von Zukunftsszenarien als „Wahrheiten“ verkaufen, tun dies, um eine bestimmte politische Reaktion zu erzwingen. Darum geht es den Unterzeichnern.

    Man kann die Zukunft nicht vorhersehen. Und deswegen kann man auch heute keine Entscheidungen treffen, die auf irgendwelche Ereignisse in der Zukunft ausgerichtet sind, von denen man nicht weiß, ob sie nun eintreffen oder nicht. Darum dreht sich die ganze Klimadebatte und darum dreht sich am Ende auch die Frage der Glaubwürdigkeit der Klimaforschung und insbesondere des NASA-GISS.

    Das meinen die Autoren des Briefes: Man darf nicht etwas als erwiesen hinstellen, was spekulativ ist, weil es einer „Sache“ dient, über die man außerdem geteilter Meinung sein kann. Und man darf das vor allem nicht unter dem Deckmantel der Reputation der NASA betreiben. Ich denke, würde ein NASA-Institutschef die Politik auffordern, sich auf die baldige Landung Außerirdischer in New York einzustellen, wäre eine Kritik ebenso gerechtfertigt. Denn letztendlich würde es sich um einen vergleichbaren Vorgang handeln.

  46. @Peter Heller

    Niemand liest hier Texte vor Veröffentlichung. Beispielsweise, lieber C-O, hätte ich “Fälscherwerkstatt” als eher unpassend erachtet. Mir scheint es klüger, die fachliche Kompetenz der anderen Seite anzuerkennen.

    Lieber Peter Heller,
    Immerhin schwebt der von mir verwendete Begriff „Fälscherwerkstatt“ nicht isoliert über dem Inhalt. Er findet dort sein „Fundament“ mit Verweisen zu Artikeln, welche den — ich sag mal — merkwürdigen Umgang des GISS mit Daten zum Thema haben. Mit der Bezeichnung „Fälscherwerkstatt“ gebe ich einen Eindruck wieder, den wohl nicht nur ich alleine habe, sondern unter Klima-Realisten verbreiteten sein dürfte. Der Brief der NASA-Prominenten kommt ja nicht aus dem ungefähren.

    Der Begriff „Fälscherwerkstatt“ sagt auch nichts über die dort versammelte Fachkompetenz aus. Eine gute „Fälscherwerkstatt“ verfügt selbstverständlich über erhebliche Fachkompetenz. Allein der Wille diese zu unlauteren Zwecken einzusetzen ist das Problem.

    Dennoch nehme ich Ihren sanften Hinweis auf, etwas zurückhaltender zu formulieren. Das ist möglich.

  47. @ Georg Hoffmann #9

    Es wird keine Antwort geben

    Mit dieser Vorhersage Projektion einer möglichen Zukunft haben Sie wohl falsch gelegen. Hier die Antwort von NASA Chief Scientist Waleed Abdalati:

    „NASA sponsors research into many areas of cutting-edge scientific inquiry, including the relationship between carbon dioxide and climate. As an agency, NASA does not draw conclusions and issue ‚claims‘ about research findings. We support open scientific inquiry and discussion.

    „Our Earth science programs provide many unique space-based observations and research capabilities to the scientific community to inform investigations into climate change, and many NASA scientists are actively involved in these investigations, bringing their expertise to bear on the interpretation of this information. We encourage our scientists to subject these results and interpretations to scrutiny by the scientific community through the peer-review process. After these studies have met the appropriate standards of scientific peer-review, we strongly encourage scientists to communicate these results to the public.

    „If the authors of this letter disagree with specific scientific conclusions made public by NASA scientists, we encourage them to join the debate in the scientific literature or public forums rather than restrict any discourse.“

    Gefunden bei NoTricksZone

  48. Ui, das ist aber äußerst defensiv. Auf den entscheidenden Punkt geht Abdalati nicht ein. Hat er es übersehen, oder weiß er keine kluge Antwort? Ich glaube letzteres. Die schnelle Reaktion beweist eine gewisse Unstrukturiertheit, um es mal höflich auszudrücken.

    In dem „Brief der 49“ heißt es (Hervorherbung durch mich):

    With hundreds of well-known climate scientists and tens of thousands of other scientists publicly declaring their disbelief in the catastrophic forecasts, coming particularly from the GISS leadership, it is clear that the science is NOT settled.

    Es geht also nicht darum, daß man Beobachtungsdaten allerlei Satelliten nicht nutzen sollte. Ganz im Gegenteil, die „49“ fordern exakt die Verwendung aller zur Verfügung stehenden Datenquellen ein…

  49. @Rudolf Kipp #46
    Aha. Man gedenkt bei der NASA scheinbar, auf den an zwei Stellen erhobenen Vorwurf „Einbeziehung unbewiesener und ungestützter Ausführungen“ („unproven and unsupported remarks“) nicht einzugehen, auch nicht zu bestreiten, sondern einfach zu ignorieren.

    Wenn es dabei bliebe, könnte G.Hoffmann indirekt durchaus Recht behalten. Finanzielle Überlegungen dürften dabei eine Rolle spielen.

  50. Abdalatis Antwort ist eigentlich auch nicht wirklich überraschend. Sagt er doch im Grunde nur das, was standardmäßig den Skeptikern geantwortet wird. Wenn Ihr uns kritisieren wollt, dann veröffentlicht Papers in „peer-reviewed“ Journalen. Das befreit einen davon, auf die Argumente der Gegenseite inhaltlich eingehen zu müssen.

  51. @Kipp
    „es hat in aehnlichen Faellen keine Antwort gegeben (ausser der Verweiss auf den gleichen Paragraphen, den ich oben auch verlinkt habe)“

    Wenn meine Projektionen mal immer so gut waeren, helas.

    „As an agency, NASA does not draw conclusions and issue ‘claims’ about research findings. We support open scientific inquiry and discussion.“

    Es wird also nichts unterlassen und der respectfully presented Forderung nach Zensur nicht stattgegeben.

    @Heller
    Ich geh jetzt mal auf den Kappes mit „die Zukunft vorhersehen‘ blabla nicht weiter ein. Ihnen faellt die Transferleistung anscheinend auch arg schwer. Es geht um Folgendes. Institut X oder Wissenschaftler Y veroeffentlicht in wissenschaftlichen Journals oder erklaert diese Resultate auf Webseiten (realclimate, eine Webseite mit der die NASA explizit einverstanden ist) und eine Gruppe von 49 Ex-Angestellten der gleichen Behoerde wollten, dass diese nicht mehr stattfindet. Die Antwort folgte auf dem Fuss: „Wenn ihr was zu sagen habt, veroeffentlicht es in einem Journal. “ Aus meiner Erfahrung mit solchen Leuten (oder mit Ihnen), kann man jetzt schon sagen, was kommen wird. …… Nichts.

  52. OT.

    Die Max-Planck-Gesellschaft, wohl einigermaßen repräsentativ für naturwissenschaftliche Forschung in Deutschland (vom Spektrum der Themen oder vom Umfang des Budgets her), gibt die Zeitschrift Max Planck Forschung heraus, welche das Publikum mit Schwerpunkten und interessanten Ergebnissen bekanntmachen soll und die, meines Erachtens, ziemlich klar und durchgehend die Ansicht eines menschlich und CO2 -- mäßig dominierten „Klimawandels“ vertritt (als bekannte Tatsache halt -- wie die Newtonsche Physik einst) mit gelegentlichen dezenten Verweisen auf Nebeneffekte (solare Einflüsse zum Beispiel). Von außen erkennt der Laie also keine grundlegende = wissenschaftliche Auseinandersetzung in dieser komplizierten Materie (vielleicht zwischen den Zeilen?). Spekulativ: Was wäre heute aus Leuten wie Max Planck, Albert Einstein, Werner Heisenberg und anderen geworden?

  53. Der offene Brief der ehemaligen NASA-Angestellten enthält zunächst eine Meinung ohne konkrete Belege, ist aber auch eine Rückmeldung.
    Wie die NASA mit dieser Rückmeldung umgeht, muss sie nach ihren eigenen Regeln entscheiden.
    Sofern es konkret Personen betrifft darf sie sie vermutlich auf keinen Fall öffentlich kommentieren.
    Ich selbst habe in den USA die Erfahrung gemacht, dass die freie Meinung anderer deutlich stärker respektiert wird als in Deutschland. Regeln werden in den USA ebenfalls wesentlich enger interpretiert als in Deutschland.
    Ich habe auch in den USA die Erfahrung gemacht, dass wissenschaftliche Offenheit kein Lippenbekenntnis ist. Die NASA ist ein Sammelsurium verschiedenster Forscher und Fachrichtungen mit unterschiedlichsten Forschungszielen..
    Die Reaktion der NASA und der Verweis an die Fachrichtungen war also meines Erachtens konsequent und richtig.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  54. @ Hoffmann:

    Ich geh jetzt mal auf den Kappes mit “die Zukunft vorhersehen’ blabla nicht weiter ein. Ihnen faellt die Transferleistung anscheinend auch arg schwer.

    Haben Sie den Brief denn überhaupt gelesen?

    Noch einmal:

    With hundreds of well-known climate scientists and tens of thousands of other scientists publicly declaring their disbelief in the catastrophic forecasts, coming particularly from the GISS leadership, it is clear that the science is NOT settled.

    Es geht um die Vorhersagen von Katastrophen und die führende Rolle des GISS in diesem Bereich ist evident. Dies sollte unterbleiben. Die „49“ sind der Auffassung, die NASA solle sich nicht anmaßen, die Zukunft zu kennen.

    Noch einmal, Herr Hoffmann: Darum geht es in der Klimadebatte.

    @ Heß:

    … und genau deswegen ist der Verweis auf Fachjournale ein billiges Ablenkungsmanöver und berücksichtigt nicht den Kern der Kritik.

    Es geht bei der Diskussion um James Hansen um die wissenschaftliche Bewertung von Wahrsagerei.

  55. Offenbar kennt sich Herr Hansen mit offenen Briefen aus http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=einzelmeldung.php?nachrichtid=2296 .

  56. Herr Hoffmann,
    wenn ich Hoffmanns Erzählungen hören will gehe ich in die Oper.

    Herr Hansen kann gerne völlig unabhängig eine Hansen-Temperaturkurve veröffentlichen, kein Problem.
    Wenn er aber eine GISS-Kurve veröffentlich, hat er darüber Rechenschaft abzulegen und sich an die Hausregeln zu halten.
    Sehen Sie, so einfach ist das.
    Dagegen können Sie natürlich gerne weiter schwadronieren, aber das interessiert mich schlicht und einfach nicht mehr.

  57. @ Georg Hoffmann

    erklaert diese Resultate auf Webseiten

    Welche Resultate? Mit diesem Wort wird das Denkmuster der Alarmisten offenbart. Es handelt sich bei den „catastrophic impact“ eben nicht um ein Resultat, oder Ergebnis, weil es erst in Zukunft stattfindet, folglich eine Prognose ist. Oder gibt es etwa schon entsprechende Resultate für die Gegenwart.? Man kann natürlich annehmen und auch davon überzeugt sein, dass dieses prognostizierte Ergebnis eintreten wird, aber es ist und bleibt eine Prognose. Alles andere wäre beanspruchtes Zukunftswissen. Dieses hat allerdings schon immer fasziniert, je kryptischer desto faszinierender.

  58. Lieber Herr Heller #53,

    sie schreiben:

    „Es geht bei der Diskussion um James Hansen um die wissenschaftliche Bewertung von Wahrsagerei.“

    Aber nicht in dem Brief. In dem Brief äußern sich 49 Menschen, die ihre Meinung äußern zunächst behaupten hunderte bis zehntausende stünden hinter Ihnen.

    Da bin ich ganz bei der NASA. Erstmal müßten konkrete Zitate und Fakten auf den Tisch.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  59. @Günter Heß #52, #57
    Lieber Herr Heß, irgenwie kann ich Ihnen nicht ganz folgen. Einerseits schreiben Sie:

    Wie die NASA mit dieser Rückmeldung umgeht, muss sie nach ihren eigenen Regeln entscheiden.

    Andererseits aber:

    Die Reaktion der NASA und der Verweis an die Fachrichtungen war also meines Erachtens konsequent und richtig.

    Was denn nun? Mit Ihrer Reaktion hat die NASA sich um genau dass, was Sie im ersten Satz schreiben, gedrückt.

    Ich meine, die NASA könnte und sollte diesen Brief von kompetenten, einflussreichen und erfahrenen ehem. Mitarbeitern mit einigen Jahrhunderten(!) an Berufserfahrung zum Anlass nehmen, die Arbeit des GISS einer hausinternen Untersuchung zu unterziehen, in welcher geprüft würde, inwieweit die Regeln und Interessen der NASA (Wahrhaftigkeit etc. pp.) gewahrt und beachtet werden (Gegenstand der Kritik in dem Brief!)

    Ich denke, das Posting #39 von Peter Heller bringt das ziemlich umfassend auf den Punkt. Deswegen verstehe ich Sie hier überhaupt nicht mehr:

    Da bin ich ganz bei der NASA. Erstmal müßten konkrete Zitate und Fakten auf den Tisch.

    Hallo? Sind Sie das? Oder sind Sie G.Hoffmann? Wollen Sie allen Ernstes, daß die 49(50) jetzt wissenschaftliche Aufbauarbeit leisten, Studien schreiben, Forschung betreiben, die AGW-Klimaforschung zum Relativieren deren Position bringen, und erst wenn alles hieb- und stichfest ist, die NASA bitten, doch jetzt nachzuziehen?

    Sie enttäuschen mich!

  60. Ich finde den Vorwurf, unter dem Deckmantel des Ansehens der NASA Katastrophenszenarien zu verbreiten und Ängste zu schüren, konkret genug. Die NASA hat zu klären, ob hier jemand sein Amt in einer öffentlichen Behörde mißbraucht, oder nicht. Dazu bedarf es keiner Debatte in Fachmagazinen über wissenschaftliche Details.

    Wie schon gesagt, der Brief der 49 ist kein Solitär. Er reiht sich ein in eine anhaltende Debatte, die seit Hansens Auftritt vor dem Senat und Singers Replik im Wall Street Journal, also seit über 30 Jahren in den USA tobt. Er ist nur in diesem Kontext verständlich.

    Man sollte berücksichtigen, daß die „49“ wesentlich daran beteiligt waren, die Reputation der NASA erst aufzubauen, von der Hansen heute zehrt. Auf diesen Brief daher in der Weise zu antworten, wie oben dargestellt, ist entweder dilettantisch, oder ignorant, oder beides.

    (Ich gehe von Dilettantismus aus, denn die öffentliche Wirkung könnte verheerend sein. Das ist ein Szenario, keine Prognose.)

  61. Für mein Verständnis: Was ist der Unterschied von Szenarium und Prognose? ( Vielleicht als stochastische Prozesse gesehen.) Danke!

  62. @nLeser
    Das hat Peter Heller in seinem Artikel Das IPCC aus der Sicht eines Zukunftsforschers ausführlich erklärt. Sollte man sich als Link in seinem Browser ablegen.

  63. Kommentare zur Reaktion der NASA.

    NoTricksZone schreibt:
    NASA Abdalati’s Response To 50 Esteemed Professionals Is Managerial Negligence – An Embarrassment

    Apparently the chief of NASA no longer bothers taking the precaution of following up and investigating high-gravity issues from within. He just dismisses them off the bat. Not only is this inappropriate, but it is also reckless managerial behavior.

    The Global Warming Policy Foundation schreibt:
    NASA Rejects Claim It Endorses Global Warming

    Watts Up With That schreibt:
    NASA chief scientist Waleed Abdalati is clueless about what James Hansen is doing with his position at GISS

    From the Daily Caller, in my opinion, a load of “hooey” from NASA’s chief scientist, particularly since James Hansen doesn’t bother with peer review much anymore, he just publishes opinions and protopapers to his Columbia University website and a compliant MSM repeats them as if they were in fact peer reviewed. Further, Hansen has never accepted an offer to debate, and he probably won’t. Clearly NASA’s chief scientist is clueless about what is going on.

  64. Lieber C-O,

    sie schreiben:

    Ich meine, die NASA könnte und sollte diesen Brief von kompetenten, einflussreichen und erfahrenen ehem. Mitarbeitern mit einigen Jahrhunderten(!) an Berufserfahrung zum Anlass nehmen, die Arbeit des GISS einer hausinternen Untersuchung zu unterziehen, in welcher geprüft würde, inwieweit die Regeln und Interessen der NASA (Wahrhaftigkeit etc. pp.) gewahrt und beachtet werden (Gegenstand der Kritik in dem Brief!)

    In dem Brief steht kein konkreter Fall oder ein Zitat oder eine Veröffentlichung im Internet auf die Bezug genommen wird. Der Brief ist also eine Behauptung ohne Beleg die nicht überprüft werden kann. Sicher er ist eine Kritik, aber er enthält keine Referenzen und Zitate die als Belege dienen können. Zumindestens habe ich das nicht gelesen.

    Er ist meiner Meinung nach so lange substanzlose Kritik, egal von wem die Kritik kommt, bis Belege vorgelegt werden, Zitate, Internetseiten etc.
    Diese Regeln der guten Praxis gelten für Alle.
    In einem Großunternehmen als Führungskraft kann man nicht auf so einen vagen Brief hin eine hausinterne Untersuchung starten. Man hat ja auch eine Sorgfaltspflicht den eigenen Mitarbeitern gegenüber.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  65. Lieber C-O,

    sie fragen:

    „Wollen Sie allen Ernstes, daß die 49(50) jetzt wissenschaftliche Aufbauarbeit leisten, Studien schreiben, Forschung betreiben, die AGW-Klimaforschung zum Relativieren deren Position bringen, und erst wenn alles hieb- und stichfest ist, die NASA bitten, doch jetztnachzuziehen?Sie enttäuschen mich!“

    Nein, keine Forschung. Nur die eigene Schlußfolgerung belegen, damit es überprüfbar wird. Ich finde es nur wichtig, wenn man einem Kollegen oder Diskussionspartner etwas vorwirft soviel Sorgfalt aufzubringen den konkreten Fall zu schildern der der eigenen Schlußfolgerung zugrunde liegt. Der Diskussionspartner hat dann die Möglichkeit einen Gegenbeleg anzubringen. So funktioniert das.

    Die Briefeschreiber schreiben:

    „Als ehemalige NASA-Angestellte haben wir den Eindruck, dass das Eintreten für eine extreme Position, vor einer gründlichen Studie des möglicherweise überwältigenden Einflusses natürlicher Klimaeinflüsse, unangebracht ist.“

    Das ist ein typischer Pauschalsatz der immer gilt. Im Zweifel gibt es immer eine Studie die nicht gründlich genug war. Solange man nichts zitiert ist das nur Blabla. Das gilt für Jeden.

    Als Beleg würde ich es simpel Ansehen, wenn man eine Extremposition der NASA oder der GISS in dem Brief durch ein Zitat belegt, die die Briefschreiber zu dieser Aussage oben veranlaßt haben. Ein typisches Fallbeispiel würde mir erstmal reichen, aber es muss mindestens eines dabei sein, meiner Meinung nach. Eine Schlußfolgerung belegen heißt nicht, dass der Beleg hieb – und stichfest sein muss. Es sollte aber mindestens ein Hinweis, Beleg oder eine Beobachtung vorhanden sein, den oder die man auch konkret angibt. Das ist gute und übliche Praxis. Gerade im Ingenieursbereich oder in der Naturwissenschaft.
    Wenn ich sie dadurch enttäusche, dass ich diese Massstäbe immer an Aussagen und Schlußfolgerungen anlege, dann kennen sie mich nicht genug. Denn ich nehme das Wort „immer“ ernst.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  66. Ein typisches Fallbeispiel würde mir erstmal reichen …

    Es geht hier, wenn ich richtig verstande habe, nicht darum, ob quasi bei einer Feuerwehr jemand seine Schnürsenkel falsch bindet. Eher darum, daß dort sich seit vielen Jahren zunehmend Alkoholismus ausbreitet und sogar mit dienstlichen Mitteln Schnaps gebrannt wird und verkauft wird. Jeder weiß das, der es wissen will, innerhalb und außerhalb der Behörde. Und jetzt hauen einige Altgedienten auf den Tisch und erinnern daran, wozu die Feuerwehr da ist und wer sie bezahlt. Dazu braucht es in dieser Phase keine „Fallbeispiele“ mehr, keine Schnürsenkel-Forschung; auch der Name Hansen muß an dieser Stelle nicht mehr fallen.

  67. Lieber Herr Heß,

    so ein Brief ist doch keine Studie. Er ist einfach kurz und knap gehalten, eine Art Abstract, eine Überschrift, ein „Teaser“, wie man so schön sagt. Dies dient natürlich seiner einfachen Vebreitung in den Massenmedien. Der Brief ist sicher stilistisch keine Meisterleistung (ich hätte ihn bspw. anders aufgebaut), aber darum geht es auch nicht.

    49 Persönlichkeiten, die die NASA über Jahrzehnte mit aufgebaut haben, sagen einfach mal ihre Meinung und bitten um ein Gespräch bzw. um einen Dialog, um die Details zu klären. Das ist zunächst mal sehr höflich und eine vernünftige Grundlage, da man eben die Einzelheiten genau nicht in der Öffentlichkeit breit treten möchte. Schließlich dürckt der Brief die Besorgnis um das Ansehen der NASA aus, da wäre es völlig verfehlt, dieses Ansehen auch noch selbst zu gefährden.

    Der Brief bietet dagegen der NASA die Chance, an Reputation zu gewinnen, in dem gerade dieses Gesprächsangebot angenommen und alles weitere dann eben genau nicht unter den Augen der Öffentlichkeit besprochen wird. Die NASA will das nicht -- und das ist verheerend.

    Der Brief ist politisch gemeint und gedacht, er ist kein technisch/wissenschaftliches Papier.

  68. Lieber Herr Heller,

    Tut mir leid aber auch Politiker sollten ihre Aussage belegen.

    Aber Sie haben mich nicht verstanden. Ich mache mal ein Beispiel.
    Ein Kollege kommt zu mir und sagt:

    Ich habe den Eindruck in deiner Abteilung wird bei technischen Entscheidungen den Computersimulationen zu viel Wert beigemessen, dadurch verlieren wir Aufträge. Das alleine wäre als brauchbare Rückmeldung nun nicht konkret genug.

    Meine Reaktion wäre nun: Danke für die Rückmeldung. Damit ich handeln und das überprüfen kann , müßtest Du mir bitte einen konkreten Fall beschreiben bzw. deine Massstäbe mitteilen.

    Mein Kollege: Den Auftrag Xy haben wir abgelehnt, da die Simulationen sagten es geht nicht. Vor zwei Jahren haben wir aber Messungen gemacht die zeigen, dass es geht.

    In diesem Fall hat mein Kollege konkret einen Beleg geliefert und ich kann dem nachgehe.

    Mit Wissenschaft hat das nichts zu tun. Dieses Vorgehen bringen wir unseren Mitarbeitern und Führungskräften bei. Das gehört heute in der Industrie zum Handwerkszeug für Führungskräfte.

    Verstehen Sie mich nicht falsch ich halte nichts von Computersimulationen als Vorhersagen fürs Klima in 2100, aber der Brief der 49 ist wenig konkret und als öffentliche Rückmeldung an die NASA dadurch dilettantisch. Im Grunde kontraproduktiv.

    Dabei wäre ein konkretes Beispiel auf der GISS-Seite leicht zu finden.
    Wie gesagt. Gerade wenn es politisch wird, sollte man konkrete Beispiele bringen.
    Wir haben zu viele unbelegte Behaupten in der Kliomadebatte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  69. Lieber Herr Heß,

    das ist allerdings kein firmeninternes Memorandum einer Einzelperson, sondern ein Brief, der erstens Besorgnis ausdrückt und zweitens ein Gesprächsangebot macht.
    Die Autoren setzen voraus, dass die Problematik bekannt und offensichtlich ist und damit haben Sie wohl recht.
    Eine Erläuterung anhand von Beispielen ist daher in dieser Phase verfrüht.
    Wenn eine so illustre Gruppe nur ihre Besorgnis kundtut, ist dies aufgrund ihrer Grösse, ihres Rufs und ihrer Zusammensetzung schon ohne weiteres ein Grund, deren Anliegen ernst zu nehmen und zu reagieren, naheliegend mit der Frage nach konkreten Fallbeispielen und einer Gesprächseinladung.
    Wird das Schreiben jedoch ignoriert, dann wäre es auch mit angefügten Beispielen ignoriert worden.

    Ich halte es im Gegenteil für ungeschickt, hier zu konkretisieren. Es geht den Petenten um etwas sehr grundsätzliches, den Ruf der NASA. Die Nennung eines Beispiels führt aber sehr leicht dazu, dass eben nur dieses Beispile in den Fokus rückt und darüber die grundsätzliche Problematik aussen vor bleibt. Allzuleicht wird dann an einem Symptom kuriert und die Ursache bleibt unangetastet, man betreibt etwas Kosmetik und nennt es Reform.
    Sie sehen also, Konkretisierung kann eine selbstgestellte Falle sein. Man bietet damit dem Kontrahenten ein bequemes Schupfloch, er gibt scheinbar nach und ist dann in der bequemen Position, Klagen über sein ungenügendes Handeln damit abzuschmettern, dass er sagt „Was wollt ihr denn, wir haben eure Forderung doch erfüllt!“. Dadurch wären die Kritiker imZugzwang und müssten ’nachlegen‘. Das würde sie jedoch in die Ecke der ‚Nörgler‘ treiben,d ie nie genug bekommen, immer recht haben müssen und nicht dialogfähig sind.

  70. Lieber Herr Tritium,
    sie schreiben:

    „das ist allerdings kein firmeninternes Memorandum einer Einzelperson, sondern ein Brief, der erstens Besorgnis ausdrückt und zweitens ein Gesprächsangebot macht. Die Autoren setzen voraus, dass die Problematik bekannt und offensichtlich ist und damit haben Sie wohl recht.“

    Meines Erachtens ist das nur eine Masche. Man drückt Besorgnis über etwas aus, macht ein Gesprächsangebot und fordert einen runden Tisch. Ist ja allgemein bekannt. Ein anderer Ausdruck für „The science is settled“. Gleiche Methode nur die andere Seite.
    Sie schreiben weiterhin:

    „Ich halte es im Gegenteil für ungeschickt, hier zu konkretisieren. Es geht den Petenten um etwas sehr grundsätzliches, den Ruf der NASA. Die Nennung eines Beispiels führt aber sehr leicht dazu, dass eben nur dieses Beispile in den Fokus rückt und darüber die grundsätzliche Problematik aussen vor bleibt.“

    Völlig richtig, konkret zu werden ist eine intellektuelle Herausforderung und schwerer als vage Phrasen zu dreschen. Deshalb bleiben ja die Populisten am liebsten vage. Dann können sie nicht widerlegt werden.

    Ist das nicht das was wir hier auch immer kritisieren?
    Niemand in der NIE Debatte liefert konkretes ab.

    Einen seriösen Beitrag erkennt man eben daran, dass er sich der Widerlegung aussetzt.
    Ist in der Naturwissenschaft genauso wie im täglichen Berufsalltag.

    Tut mir leid, mich stimmen sie da nicht um.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  71. Ich weiß nicht, ob man sich so lange daran aufhalten soll, ob die Unterzeichner des Briefes nun hätten konkreter werden müssen oder nicht. Da der Brief öffentlich ist, muss man sich fragen, an welches Publikum ist er gerichtet (außer dem an den er gesendet wurde). Waren sich die Unterzeichner darüber im klaren, dass dieser Brief weltweites Interesse hervorruft, oder haben die nur an die amerikanische Öffentlichkeit gedacht?

    Falls letzteres der Fall ist, so sollte uns einmal jemand, der die Situation in den USA gut kennt, erklären, wie dort der Brief aufgenommen wurde und ob dort die Formulierung „unproven remarks in public releases and websites.“, oder „catastrophic forecasts“ besser verstanden wird, als im Rest der Welt (interessant ist auch die Formulierung „well-known“ in diesem Zusammenhang.)

    Wenn ich den Vorgang allerdings weltweit betrachte wird die Formulierung „well-known“ wohl nicht zutreffen, da die Öffentlichkeit hauptsächlich Klimawissenschaft mit alarmistischen Behauptungen verknüpft und hier möglicherweise nicht weiß welche Sachverhalte im Brief angesprochen wurden. In diesem Fall wäre eine Konkretisierung der Vorwürfe angebracht gewesen.

  72. Lieber Herr Heß,
    vielen Dank für Ihre Antworten. Erstmal möchte ich sagen, dass es vermessen wäre, wenn ich Sie über Grundprinzipien wissenschaftlicher Arbeit belehren wollte. Darum geht es hier ja gar nicht, zumindest nicht vorrangig. Das haben Ihnen jetzt schon Peter Heller und Tritium versucht nahezubringen, und ich versuche das jetzt auch noch mal. Sie schreiben:

    In dem Brief steht kein konkreter Fall oder ein Zitat oder eine Veröffentlichung im Internet auf die Bezug genommen wird.

    Was haben Veröffentlichungen im Internet mit betriebswirtschaftlicher Kritik zu tun? Verdiente, angesehene und schwergewichtige ehem. Mitarbeiter artikulieren ihren Eindruck über Misstände der innerbetrieblichen Organisation der NASA. Klimaforschung und naturwissenschaftliche Prinzipien sind das eine, das Selbstverständnis der NASA und die selbstgesetzten Regeln und Prinzipien dieser Organisation das andere. Der Brief hat letzteres im Fokus und macht auf eine Konfliktlinie zwischen diesen internen Prinzipien und der praktizierten Klimaforschung unter dem Dach der NASA aufmerksam..

    Es ist schlicht und ergreifend ABSURD, die Schreiber zur Klärung im Rahmen der Klimaforschung aufzufordern, denn die Verfasser zielen auf hausinterne Ungereimtheiten innerhalb der NASA. So wie die Klimaforschung unter dem Dach der NASA betrieben wird, steht diese im Konflikt zum NASA-Selbstverständnis. Jedenfalls nach der Kritik der Briefeschreiber.

    Der Brief ist also eine Behauptung ohne Beleg die nicht überprüft werden kann. Sicher er ist eine Kritik, aber er enthält keine Referenzen und Zitate die als Belege dienen können. (…) Es ist meiner Meinung nach so lange substanzlose Kritik, egal von wem die Kritik kommt, bis Belege vorgelegt werden, Zitate, Internetseiten etc.

    Mein Gott, Sie sind auf der falschen Rille, Herr Heß! Sehen Sie das denn nicht ? Wenn Sie der Polizei einen Überfall melden, oder wenn Sie der Feuerwehr einen Brand melden, sind das auch unbelegte, substanzlose Behauptungen. Trotzdem wird die Polizei bzw. Feuerwehr aktiv werden. Sie wird keine Belege verlangen. Und wenn Sie Ihrem Unternehmen mögliche Fälle innerbetriebliche Spionage melden, dann wird ihr Unternehmen gut beraten sein, dem nachzugehen, allein schon um möglichem Schaden frühzeitig begegnen zu können. Ein vernünftig organisiertes Unternehmen kennt zudem Prozeduren, wie Mitarbeiter aktiv werden können, um ggf. Schaden vom Unternehmen abzuwenden.

    In einem Großunternehmen als Führungskraft kann man nicht auf so einen vagen Brief hin eine hausinterne Untersuchung starten. Man hat ja auch eine Sorgfaltspflicht den eigenen Mitarbeitern gegenüber.

    Ach kommen Sie, was soll bloss diese Verniedlichung? Das ist nicht irgendein „vager Brief“, sondern -- wie P.Gosselin auf NoTricksZone treffend schreibt -- eine „schwergewichtige Beschwerde einer grossen Zahl angesehene Mitarbeiter“. „Diese lehnt der NASA-Boss aus dem Stehgreif ab“, was „nicht nur unangemessen, sondern ebenfalls ein rücksichtsloses betriebswirtschaftliches Verhalten ist.“

    Sie klagen naturwissenschaftliche Prinzipien ein, obwohl diese nur indirekt mitspielen.

  73. @Günter Heß, Nachtrag
    Die Klimaforschung unter dem Dach der NASA muss sich an die Prinzipien und das Selbstverständnis der NASA anpassen und nicht umgekehrt. Denn für die Verfasser geht es um den guten Ruf der NASA nicht um Dbatten in der Klimaforschung.

    Wenn der NASA-Boss meint, die Verfasser sollen „join the debate in the scientific literature or public forums“, dann weicht er dem Problem schlichtweg aus und stellt es auf den Kopf.

  74. Lieber C-O,
    sie schreiben:
    „Sie klagen naturwissenschaftliche Prinzipien ein, obwohl diese nur indirekt mitspielen.“
    Nein, ich spreche von allgemeingültigen Prinzipien.
    Jeder konstruktive Umgang miteinander erfordert, dass Kritik möglichst konkret geäußert wird. Das gebietet ein respektvoller Umgang.
    Die Autoren des Briefes verstoßen gegen dieses Prinzip. Stattdessen steht dein ein vager Appell, sogar mit einer impliziten unbelegten Unterstellung:

    „Wir fordern, dass die NASA die Einbeziehung unbewiesener und ungestützter Ausführungen in ihren zukünftigen Veröffentlichungen und Webauftritten zu diesem Thema unterlässt.“

    Da erwarte ich eben ein Beispiel. Deshalb finde ich den Brief schwach und wenig vertrauenserweckend.
    Aber wir können da ja gerne anderer Meinung sein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  75. @Günter Heß
    Das ist der erste richtige Dissens, den ich jemals mit Ihren Einschätzungen hatte. Schade. Ein wenig verwundert ob der klaren Randbedingungen nehme ich das zur Kenntnis.

  76. Wie sich die Klimaerwärmunsgdebatte von selbst erledigt:

    Link: Nach dieser Sitzung war im Verein zur Bekämpfung der Erderwärmung nichts mehr wie früher

  77. @Tritium

    …..oder so: Der Beweis für die Klimaerwärmung

  78. @ Tim

    das ist ein eindeutiger Beweis. Zur Zeit wird ja wieder einmal versucht, über den Zeitpunkt der Apfelblüte den Klimawandel zu bestimmen, doch die Mühe braucht man sich nicht zu machen, es genügt die sich veränderte Wintersportbekleidung anzuschauen.

  79. Kleines Schmankerl zum Thema
    http://www.real-science.com/breaking-news-nsidc-gets-in-the-data-tampering-act

  80. Die veränderte Wintersportbekleidung ist eigentlich der beste Beweis dafür, dass es immer wärmer wird. Wer wird sich dennl von so ein bisschen Schnee täuschen lassen? 😉

  81. ergänzend
    http://wattsupwiththat.com/2012/05/22/nasa-astronauts-announce-second-letter-to-nasa-at-heartland-conference/

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