Greenpeace und Robin Wood demonstrieren vor dem Bundesverwaltungsgericht für Fahrverbote und saubere Luft

23. Februar 2018 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Ökologismus, Politik

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Leipzig. Die Luft ist klar am Donnertag in Leipzig. Die Sonne strahlt, der Himmel ist blau. Vor dem mächtigen Sitz des Bundesverwaltungsgerichts stehen zwei Hand voll Demonstranten von Greenpeace und Robin Wood mit aufgemalter Lunge und Transparenten: „Saubere Luft ist ist unser Recht“. Gestalten, bei denen man sich denkt, die haben bestimmt auch schon den einen oder anderen Joint durchgezogen. Passend zum Karneval habe ich deshalb das Titelbild aus der 20 Uhr Tagesschau vom 22.02.2018 leicht ergänzt.

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12 Kommentare
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  1. Waren die mit dem Fahrrad da oder mit dem Auto???
    🙂

  2. „Erziehung zum Widerwort“ war die Überschrift eines ganzseitigen Aufsatzes in der heutigen Südwestpresse. 68er-Eltern. Nach Jahrzenhnten der Einschüchterung und Repression wollten junge Mütter und Väter ihre Kinder antiautoritär aufwachsen lassen. Manchmal nahm das absurde Formen an. Dennoch war die Idee ein Fortschritt, der bis heute nachwirkt -- aalerdings nicht in jedem Fall zum Besten. Von Antje Berg
    Ja da entstand ein neuer Typus Mensch, der mit oder ohne Joint oder „Pulverl“ mit sich und der (Um)Welt nicht mehr zu recht kommt. In der Szene der „Berufsdemonstranten“ und bei links/grünen Gruppierungen trift man solche beratungsresistenten Typen häufig.Gerne werden Sie auch NGOs. Ob die Idee wirklich ein Fortschritt war, wie Frau Berg behauptet, wage ich angesicht zunehmender psychischer Erkrankungungen schon bei jungen Menschen zu bezweifeln. Technisch gesprochen, wenn die Gehirnwindungen per Erziehung falsch verpolt werden, kommt es leichter zu Kurzschlüssen.

  3. 68er-Eltern. Nach Jahrzenhnten der Einschüchterung und Repression wollten junge Mütter und Väter ihre Kinder antiautoritär aufwachsen lassen. Manchmal nahm das absurde Formen an.

    Auch heute noch. Hinter meiner Wohnung liegt gleich der städtische Kindergarten. Heute erziehen die Kinder ihre Eltern und Erzieher. Aber es gibt Abhilfe. Wenn solche Kinder beim Einkaufen im Laden alles aus den Regalen nehmen und auf den Boden werfen und sich selbst daneben, einfach an der Kasse ein Glas Marmelade aufmachen und den Eltern auf den Kopf schütten und sagen, ich bin auch antiautoritär erzogen worden. Hat ein Bekannter von einem Bekannten von mir mal gemacht.

    Ob die Idee wirklich ein Fortschritt war, wie Frau Berg behauptet, wage ich angesicht zunehmender psychischer Erkrankungungen schon bei jungen Menschen zu bezweifeln.

    Das ist richtig, ADS, ADHS und Borderlinestörungen nehmen bei Kindern und Jugendlichen rapide zu. Das liegt auch an völlig verunsicherten Eltern, die ihre Unsicherheiten auf die Kinder übertragen und nicht mehr erziehungsfähig sind. Fahren ihre Kinder aber direkt in die Kita, oder ins Klassenzimmer. Und die Erzieher und Grundschullehrer müssen das dann auffangen und ausbaden. Was natürlich auch nicht gelingt.

  4. Empfehlenswert auch diese Doku:

  5. Empfehlenswert auch dieser Film:

  6. Ich habe da sehr gemischte Gefühle. Einerseits habe ich auch Erinnerungen an diese Zeit, bzw. als Spät-68er waren es für mich eher die 70er, aber da war diese Welle noch in vollem Gange, wenn auch nicht mehr so neu. Die Aufbrüche, was neues zu wagen, hatte durchaus ein starkes Lebensgefühl. Der Aspekt des Spätpubertären, der eben nicht erwachsen werden wollte, lieber freier Träumer sein, hat Charme. Aber es gibt auch einen Grund, warum es für gewöhnlich das Privileg eines Lebensabschnitts ist und keine echte Gegenkultur. Wer dann noch immer nicht erwachsen werden will, entscheidet sich für ein Lebensgefühl das weder Vernunft, noch echte ‚Nachhaltigkeit‘ hat. Das Wort ‚Nachhaltigkeit‘ klingt hier eher wie ein Buzz-Word, meint abe schlicht den Aspekt der Dauerhaftigkeit und Stabilität eines Gesellschaftsentwurfs, es meint Vernunft, Vitalität und Lebensbejahrung -- eben das Konservative, das der rauschhaften Extase eher den Zweifel entgegen brachte. Denn wenn für den Moment alles aufs Spiel gesetzt wird, ist es auch nicht von Dauer.

    Der neue Lebensentwurf der 68ff bleibt aber einerseits im verantwortungslosen Rausch, etabliert aber zugleich eine Ideologie, die dei Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen schreibt. Dieser Spagat wird nur durch eine kognitive Dissonanz möglich, der Konzepte und Fakten so stark ideologisch verbiegt, dass die Protagonisten dieser Richtung nicht mehr merken, dass sie ein totes Pferd reiten, dass sie zum Abgrund treibt.

  7. Bei Aktionen wie der in Leipzig wird doch der Deal wieder Mal deutlich: Greenpeace und Co. liefern die medial gut nutzbaren Bilder, die Medien berichten zuverlässig immer darüber. Über viele andere politische Aktionen, an denen nicht nur eine handvoll, sondern tausende Leute teilnehmen, wird oft gar nicht oder Sinn entstellend berichtet. Beispiel G20-Gipfel in Hamburg: fast kein Wort über den massiven Terror und die Provokationen der Polizei, unendliche Berichte über einige wenige hundert Krawallmacher, die meist gar nicht zur linken Szene gehören. Das Ganze ist nur absurdes Theater, das dem Machterhalt der Eliten dient und den mit ihnen verbandelten Geschäftemachern.

  8. @KR #2

    68er-Eltern

    Du bist ein bisschen hinter der Zeit. Die 68er sind heute teilweise Urgroßeltern, außerdem waren sie selbst in ihrer eigenen Generation eine Minderheit. Ihr direkter erzieherischer Einfluss auf die heute Lebenden ist deshalb eher gering. Einflüsse hatten sie damals als Multiplikatoren, da viele von ihnen Lehrer und Journalisten wurden.

    Das Problem mit den 68ern ist, dass sie sich Fortschritte auf die Fahnen schreiben, die wahrscheinlich auch ohne sie stattgefunden hätten. Sie waren nicht die Ursache aller positiven Veränderungen in der BRD, nur weil sie zufällig auch anwesend waren. Die meisten Liberalisierungen hätten auch ohne die 68er stattgefunden, es gab ja schließlich noch andere Kräfte die das Gleiche wollten. Vielleicht wäre ohne sie auch manches besser gelaufen, und mancher Irrtum wäre uns erspart geblieben.

    Ja da entstand ein neuer Typus Mensch

    Naja …

  9. @anorak #8 Ich bin 68er, stand aber immer auf der anderen Seite der Barrikaden. Das mit den 68er-Eltern schrieb Frau Berg vor weinigen Tagen in der Südwestpresse.Leider sind da schon ein paar Generationen mit Repruduktion gelaufen und bei der ideologischen, noch schnelleren Reproduktion geriet das Gedankengut auch in die verantwortlichen Schaltstellen und vor allem in den Journalismus.Ganze ideologische 68er -Seilschaften ziehen sich durch Bundesämter, Ministerien und den sonstigen Staatsapparat.. Da könnte man fast mafiöse Strukturen von Brüdern und Schwestern im Geiste identifizieren.Natürlich gab es auch viel Entwicklung auf der anderen Seite der Barrikade. Das war aber kein so geschlossener Block. Mit Staatsknete jeden Monat auf die Kralle, wurde zwar die Lebensart geändert, „Mein Haus, Mein Auto, meine Fernreisen“, aber nicht die ideologische Denkweise..

  10. @KR #9

    Ganze ideologische 68er -Seilschaften ziehen sich durch Bundesämter, Ministerien und den sonstigen Staatsapparat..

    Das Präsens ist hier unangebracht, werfen Sie mal einen Blick auf den Kalender. Wer 1968 junger Student war, ist vielleicht Jahrgang 1948, mithin 2018 70 Jahre alt und längst nicht mehr aktiven Dienst. Viele der prominenten 68er sind 1930er Jahrgänge, d.h. heute über 80 -- wenn sie überhaupt noch leben.

    Natürlich gab es auch viel Entwicklung auf der anderen Seite der Barrikade.

    Standen denn damals alle nur auf Barrikaden? Ich denke schon dass eine Liberalisierung und Modernisierung der BRD notwendig war, den reaktionären CDU-Einheitsmumpf hätte ich als Nachgeborener auch nicht ausgehalten. Aber dazu brauchten wir die 68er nicht, vielleicht haben sie sogar mehr kaputtgemacht als geholfen.

  11. Die 68er haben nur die Kulturrevolution eingeleitet. Im Wesentlichen boykottierten sie starre, patriarchale Strukturen, gekennzeichnet durch Abgrenzung, Wettbewerb oder Risiko und ebneten den Weg für die gesellschaftliche Akzeptanz femininer Grundwerte wie die offene Gesellschaft, das Mit- statt Gegeneinander oder die Konservation von Gesundheit und Umwelt. Die Siebziger und Achziger waren Übergangsjahrzehnte, ab den Neunzigern dominierten die femininen Werte den Zeitgeist deutlich. Die entscheidende Phase ist das bewusste Aufwachsen in der Jugend. D. H. die ca in den Siebzigern und danach Geborenen sind mit dem Matriarchat groß geworden. Sie sind es auch, die die femininen Narrative in alle Instanzen tragen und überdehnen.

    PS: @Krüger: Was nochmal soll so schlecht an einem Joint sein? Damit argumentieren sie identitär und begeben sich auf das Niveau der postmodernen Identitären, die jeden Kritiker als Rechtsradikalen oder Wissenschaftsleugner diskreditieren wollen.

  12. Städte dürfen Fahrverbote verhängen mit Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen. Eine typisch deutsche Entscheidung mit riesigem Verwaltungsaufwand. Wer im Süden wohnt und öfter in Österreich oder der Schweiz unterwegs ist, dürfte bald vor lauter Plaketten nicht mehr zur Windschutzscheibe raussehen können.

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