Grönland: Wo bleibt die Erwärmung?

5. November 2018 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Kopenhagen, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik, Wissenschaft

Groenland-Temperaturen2Der Klimawandel soll sich vor allem in der Arktis bemerkbar machen. Klimawissenschaftler rechnen damit, dass die Temperaturen dort bis zum Jahrhundertende um bis zu 10°C ansteigen könnten. Wie sieht es derzeit in Grönland aus?

Gerade ist eine aktuelle Studie vom Zentrum für Eis und Klima am Nils Bohr Institut in Kopenhagen/ Dänemark zu den Grönlandtemperaturen veröffentlicht worden. Ausgewertet wurden dabei Temperatur im oben gezeigten, umrandeten Gebiet. Dabei heraus kam die folgende Temperaturkurve für Grönland, zurückreichend bis 1850.

Groenland-Temperaturen

In blau sind die Monatsmittelwerte der Temperatur dargestellt und in rot die Jahresmittelwerte. Zwischen 1880 und 1930 lagen die Temperaturen genauso hoch wie heute. Um 1930 wurden die bisher wärmsten Monate gemessen. Um 1980 ist ein rapider Temperaturrückgang zu beobachten. Ab 1990 sind die Temperaturen dann wieder gestiegen. Heute haben wir wieder Temperaturen wie zum Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Temperaturanstieg von 1990 bis heute ist auch nicht einmalig. Zwischen 1870 und 1880 sind die Temperaturen ähnlich stark angestiegen, wenn nicht sogar stärker als heute. Temperaturschwankungen in Grönland von +-3°C im Jahresmittel in wenigen Jahrzehnten sind nicht ungewöhnlich.

UPDATE

Auch in NATURE wurden 2017 Grönlandtemperaturen veröffentlicht, die seit 1930 keinen Anstieg zeigen und einen starken Abfall seit 2010.

41598_2017_1451_Fig1_HTMLVolcanic influence on centennial to millennial Holocene Greenland temperature change. Nature 2017.

Die Daten des IPCC von 2004 zeigten ebenfalls keine Erwärmung in Grönland seit 1940.

greenland1

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20 Kommentare
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  1. Könnten Sie bitte einen Link zu der Studie geben (bin leider nicht fündig geworden)?
    Gerade für Diskussionen mit Alarmisten sind zitierfähige Quellenangaben wichtig.

  2. Ja, ja, der ehemalige Vizepräsident der USA Al Gore hat 2007 versprochen dass das Sommereis im arktischen Meer spätestens 2013 verschwunden wäre. -- Wie viele andere.
    Nun, dieses Jahr war die Nordostpassage eisfrei von ca. 15.Juni und gefror wieder ca. 15. September.
    Der finnische Forscher Nordenskiöld fuhr als erster durch die Nordostpassage,
    und er blieb im Packeis stecken am 18. September 1878.
    Und konnte wieder die Segel hissen am 18. Juli 1879. Quelle: Wikipedia
    Das war mit dem Dampf/Segelschiff namens Vega.
    Also, keine Veränderung der Eis-situation in 140 Jahren…
    Quelle: DMI, dänisches Metereologisches Institut.
    Ausserdem konnte man dieses Jahr nicht durch die Nordwestpassage segeln. Nicht mal mit Hilfe von Eisbrechern…

  3. https://www.the-cryosphere.net/12/39/2018/tc-12-39-2018-supplement.pdf

  4. PS

    Fig. 2 im Anhang zur Studie.

  5. # 1 Werner Kohl: Du findest die Studie unter dieser Adresse: https://www.the-cryosphere.net/12/39/2018/
    Oder einfach googeln: Influence of temperature fluctuations on equilibrium ice sheet volume

  6. PPS

    Veröffentlicht in The Cryosphere. Journal der Europäischen Geowissenschaftlichen Union. EGU. Da finden auch alljährlich große Tagungen der EGU statt, wo die Spitzenwissenschaftler anreisen.

  7. Beeindruckend auch, dass im Sommer um 1930 im Monatsmittel in Zentralgrönland 13°C-Anomalie erreicht wurden.

  8. Vielen Dank für den Link!

  9. https://www.dmi.dk/nyheder/arkiv/nyheder-2018/juli/koelig-sommer-paa-groenland/
    Kølig sommer på Grønland
    Den kølige sommer bringer minder fra starten af juli 2017 i Ilulissat som bød på kulde og sne. Foto: Lone Godske/NIRAS A/S

    Mens vejret i Danmark har været usædvanligt tørt og varmt siden starten af maj, forholder det sig noget anderledes i Grønland, hvor den samme periode mest kan beskrives som kold og en del steder temmelig våd.

    Dänisches Metereologisches Institut: Ein kalter und nasser Sommer auf Grönland dieses Jahr…

  10. @Jörg
    Hab’s mal über google Translate laufen lassen

    Der kühle Sommer weckt Erinnerungen an Anfang Juli 2017 in Ilulissat, die Kälte und Schnee boten. Foto: Lone Godske / NIRAS A / S
    Während das Wetter in Dänemark seit Anfang Mai außergewöhnlich trocken und heiß war, ist es in Grönland etwas anders, wo die gleiche Periode meist als kalt und einige als ziemlich nass bezeichnet werden kann.

  11. Leider wird Wetter und Klima immer noch gerne verwechselt. Grüne gewinnen mit heißem Wetter sogar Wahlen. Grüne weisen gerade in diesem Sommer natürlich ungern auf den Unterschied hin. Die Physikerin Merkel macht es aber nicht anders und auch ihre Ministerien nützen den Sommer zur Gehirnwäsche. Die Medien tun es ja auch. So eine saukalte Dunkelflaute im Januar mit etwas Bläck Out könnte Augen öffnen.

  12. Ach so, auch die IPCC-Daten von 2004 zeigten schon keine Klimaerwärmung auf Grönland seit 1940:

    http://www.worldclimatereport.com/index.php/2004/03/15/greenlands-secret/

  13. PS

    Und gerade gefunden, auch in Nature wurden 2017 diese Grönlandtemperaturen veröffentlicht.

    https://www.nature.com/articles/s41598-017-01451-7/figures/1

    Seit 1930 auch hier kein Anstieg zu sehen, seit 2010 sogar ein starker Abfall.

  14. Ihr werdet lachen, der Oktober 2018……war laut meiner Aufzeichnungen 1 Grad kälter als 2017…inner Lausitz.

    Nur so viel zum Temperaturwohlfühlgedächtnis der Bundesbürgers.

    H.E.

  15. #12 Michael Krüger

    „Seit 1930 auch hier kein Anstieg zu sehen, seit 2010 sogar ein starker Abfall.“

    Mit dem Datensatz HadCRUT.4.6.0.0.median 201809.txt erhalte ich für Grönland (65-80°N,60-25°W) für 1930-201809 eine Steigung der Trend-Gerade von b= 0,05 +/- 0,12 °C/Dekade, für 1960- 201809 b= 0,32+/- 0,18 °C/Dek und für 1990-201809 0,82 +/- 0,33 °C/Dek. Bei saisonalen Temperaturschwankungen von etwa -- 22 °C bis -3°C sind die Temperaturänderungen wohl vernachlässigbar.

  16. Gerade ist eine aktuelle Studie vom Zentrum für Eis und Klima am Nils Bohr Institut in Kopenhagen/ Dänemark zu den Grönlandtemperaturen veröffentlicht worden.

    In der Studie geht es nicht um die Grönlandtemperaturen an sich. Die wurden (wie in der Beschreibung des Diagramms erwähnt) „einfach“ genommen, um daraus den Input für das Modell generieren, um das es in der Veröffentlichung eigentlich geht. Das Diagramm ist daher auch nur Teil der Supplemental Information -- das eigentliche Thema der Veröffentlichung ist die Reaktion des Eises auf die Temperaturveränderungen …

  17. @Marvin

    Richtig, die Temperaturen sind nur Bestandteil der Berechnungen in der Studie. Oder Temperaturfluktuationen in Grönland …. Steht auch im Titel. Die Temperaturauswertungen sind im Anhang der Studie zu finden, deshalb aber nicht weniger bedeutend.

  18. Zwischen 1880 und 1930 lagen die Temperaturen genauso hoch wie heute.

    Da die Grafik nur bis 2011 geht ist diese Aussage schon mal nicht korrekt, bzw. beschreibt etwas das die Grafik nicht wiedergibt.

    Heute haben wir wieder Temperaturen wie zum Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts.

    Auch das gibt die Grafik nicht her, statt ‚heute‘ muss es heißen ‚vor 7 Jahren‘. Die Grafik des IPCC endet sogar vor 14 Jahren. Die neusten Grafiken sind aus der Studie die sich mit den Einflüssen von Vulkanen auf die Temperatur im hundert oder tausendjährigen Durchschnitt beschäftigt, die ist nur 3 Jahre alt…
    Fazit: Ein Sammlung aus dem zusammenhang grissener Grafiken, aus Studien die sich zu 2/3 mit ganz anderen Fragestellungen beschäftigen und allesammt veraltet sind. Mit diesem Material werden Sie wohl kaum eine auch nur annähernd zufridenstellende Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage bekommen…
    Irgendwie werden die Versuche immer hilfloser, schon neulich wurde die Meereisbedeckung in der Arktis hier als nicht rückläufig beschrieben weil kein neuer Rekord gesetzt wurde. Wenige Tage später sank die Meereisbedeckung unter den Negativ-Rekordwert von 2012 zur jweiligen Zeit…

  19. https://nsidc.org/greenland-today/
    https://nsidc.org/greenland-today/
    „As noted in the previous post, exceptional winter snow accumulation and heavy, summer snowfall, drove the net snow input mass to 130 billion tons above the 1981 to 2010 average. This was followed by a near-average melt and runoff period, resulting in a large net mass gain for the ice sheet in 2018 of 150 billion tons. This is the largest net gain from snowfall since 1996, and the highest snowfall since 1972. However, several major glaciers now flow significantly faster than in these earlier years. The net change in mass of the ice sheet overall, including this higher discharge of ice directly into the ocean, is not clear at this point but may be a smaller loss or even a small gain. This is similar to our assessment for 2017, and in sharp contrast to the conditions for the preceding decade.“

  20. … was bin ich froh, daß ich 1998 keinen Kredit aufgenommen habe, um in Erwartung der unausweichlichen Erwärmung Packeis auf Grönland zu kaufen, das Abtauen abzuwarten und ein Strandhotel zu bauen.

    … oder 2005 sämtliche Ersparnisse in Rohöl-Futures gesteckt, weil wegen Peak Oil der Ölpreis nie wieder sinken kann… (hat damals irgendjemand gewußt, was „Fracking“ heißt?)

    … oder mich geweigert hätte, meine rothaarige Freundin zu heiraten, weil wegen des Ozonloches nur dunkelhäutige Menschen Kinder zeugen sollten?

    … was nicht heißt, daß ich heuite gar keine Ängste mehr hätte. Angela Merkel macht mir immer noch Angst.

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