Grüne und Natur. Ein Widerspuch in sich!

24. Juli 2018 | Von | Kategorie: Artensterben, Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

Grüne-Wahlbezirke2

Man sollte meinen, dass Leute, welche die Grünen wählen naturverbunden sind und dementsprechend auch in den ländlichen Vororten von Großstädten leben. Aber weit gefehlt. Schaut man sich die Bezirke mit hohen Grünwähleranteil an, so sind diese vor allem in den Innenstädten von München, Berlin, Hamburg und Bremen zu finden. Dort wo der Verkehr am stärksten ist, dort wo am wenigsten Grün zu finden ist und die Menschendichte und Vermüllung und Verschmutzung besonders hoch ist. Und dort, wo es besonders laut ist. Das Klientel der Grünwähler kauft dafür gerne im Bioläden und in Unverpacktläden ein, legt also Wert auf auf eine gesunde und nachhaltige Lebensweise und auf regionale Produkte. Das Paradoxon, dass könnten diese Menschen viel einfacher auf dem Land praktizieren. Was zieht sie also in die laute, verschmutzte und ungesunde Innenstadt. Vielleicht liegt es daran, dass eine multikulturelle Lebensweise vor allem in den Innenstädten von Großstädten zu finden ist. Darauf möchten die Grünwähler nicht verzichten. Der Name Grüne-Partei ist daher falsch gewählt. Zutreffender wäre das Name Multikulti-Partei mit grünen Anstrich. Denn von Natur und Umwelt verstehen Grünwähler in der Regel nichts, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Sonst wären Frau Künast und Herr Trittin nie auf die Idee gekommen folgendes zu verkünden:

Landwirtschaftsministerin Renate Künast setzte 2004 angesichts steigender Ölpreise auf den Ausbau von Bioenergie. Durch den Anbau von Raps könnten Bauern die “Ölscheichs von morgen” werden.

“Der Acker wird zum Bohrloch des 21. Jahrhunderts, der Landwirt wird zum Energiewirt”, verkündete Trittin im November 2005 auf dem Internationalen Fachkongress für Biokraftstoffe, unter dem Beifall der anwesenden Lobbyvertreter und sonstigen Nutznießer.

Heute wird auf 20% der landwirtschaftlichen Nutzfläche Energiemais und Energieraps angebaut. Dazu werden Stickstoffdünger eingesetzt, die das Grundwasser mit Nitrat und Nitrit vergiften, zudem werden dabei Stickoxide und das klimaschädliche Lachgas freisetzt. Um mehr Land für den Anbau nutzen zu können werden die Knicks angeholzt. Zudem wird als Pflanzenschutzmittel Glyphosat eingesetzt. Mit den bekannten Auswirkungen auf die Artenvielfalt und Natur. Im Winter liegen die Flächen brach und sind der Erosion ausgesetzt. Aber egal, die Grünen Stadtmenschen wissen wie Natur- und Klimaschutz funktioniert und beklagen jetzt das Bienen- und Insektensterben. Und Schuld ist natürlich nicht der Energiepflanzenanbau auf dem Acker, der von einigen, wenigen Prozent auf 20% durch die Grünen seit 2000 maßgeblich mit hochgefahren wurde. Ich kenne etliche Wiesen und Weiden, auf denen früher Gänse und Kiebitze rasteten und brüteten, wo heute Energiemais- und Energieraps wächst. Zudem sind die Landpreise durch den Anbau von Energiepflanzen exorbitant in die Höhe gestiegen. Biolandwirte und Milchbauern können oft die Landpreise und Pachten nicht mehr bezahlen. Schlecht für Grünwähler, die regional und bio im Biosupermarkt in der Stadt einkaufen wollen.

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32 Kommentare
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  1. In Berlin sind die Grünwähler da konzentriert wo traditionell Studenten wohnen (Nähe FU/Dahlem, TU/Moabit, HU/Mitte), und ansonsten gentrifizierte Wohngegenden der Neureichen (Kreuzberg, Prenzlauer Berg, Schöneberg, Rummelsburg) , und auch Villengegenden der Schon-Immer-Reichen (Grunewald, Dahlem) sind dabei. Die Wohngebiete der alteingesessenen Normal-Berliner sind nicht grüngefärbt.

  2. Wo fährt eigentlich der typische Grünwähler in den Urlaub hin? Von meiner Schwester weiß ich zB Amsterdam und Schwarzafrika. Ich vermute aber auch Neuseeland und Kalifornien kämen in Frage. Und virelleicjt auch Ibiza.

  3. Strom kommt aus der Steckdose, Milch aus dem Tetrapack. Das ist die Lebenswirklichkeit von Grünen in Städten.Mit Tieren, Natur und Naturschutz haben die Grünen überhaupt nichts zu tun, sie haben auch keinerlei Ahnung davon. Sie glauben nur die Worthülsen der Partei-„Elite“, die von Natur ebenfalls völlig entfremdet sind. Der „Grüne“ benutzt seit Gründung dieser Partei lediglich irgendwelche Vehikel zum Generieren von politischer Macht. Das Vehikel ist ihnen dabei völlig egal. Sie haben ohnehin keine Ahnung davon. Kampf gegen die Atombombe, wurde zum Kampf gegen die Kernenergie, Kampf gegen die Startbahn West, Elbvertiefung, dritte Startbahn München, Wackersdorf usw.. Immer ohne jegliche Ahnung politisch Druck gemacht. Bei der Natur dann noch die dopplete Moral, die in den links grünen Medien wie Echo ständig wiederhallt. Gute Eidechse in Stutgart 21, böser Rotmilan am Windrad. Die Beispiele bei dieser Lügenppartei lassen sich fast beliebig finden.
    Der footprint gilt auch nur als Vorhaltung gegenüber den „normalen“ Bürgern, selbst ist man bei der Fernreise zu Trauminseln völlig frei davan. Scheinheilige Saubande dreckade, hätte karl Valentin gesagt!!! Halt eine Ökoinquisition!!!

  4. Ein nicht unbedeutender Anteil der Grünen ist bei den Migranten, Der typische Erdogan-Wähler wählt in Deutschland Grün,wenn er zwei Staatsbürgerschaften hat. Wenn er nur eine Staatsbürgerschaft hat, dann das Eine oder das Andere.
    Nicht das die Programme sich ähneln, aber dem Erdogan-Wähler geht es auch nicht um die Programme oder gar Ökologie, sondern um die Vorteile, die er sich davon verspricht.

  5. @KR #3

    Kampf gegen die Atombombe, wurde zum Kampf gegen die Kernenergie

    Du musst wirklich dein Weltbild dringend aktualisieren. Die heutigen Grünen sind keine Pazifisten, sondern für Kriegseinsätze. Und sie sind gegen Atomkraft weil sie allgemein gegen Technik sind, besonders wenn sie großindustriell eingesetzt wird und sie sie nicht verstehen.

    links grünen Medien

    Rechts-grünen bitte, soviel Zeit muss sein. Die Grünen sind heute mit Abstand die rechteste Partei im Bundestag, vielleicht mit Ausnahme der AfD.

    @ML #4

    Ein nicht unbedeutender Anteil der Grünen ist bei den Migranten

    „Mehr als ein Drittel der Deutschtürken wählte die SPD (35 Prozent), 16 Prozent die Linke und 13 Prozent die Grünen“

    13 Prozent, das ist weniger als bei den Schwaben.

    Auf einer Skala von -5 bis +5 bewerten die befragten Deutschtürken Staatspräsident Erdogan im Schnitt mit -2,5

    Den grünen Politiker Cem Özdemir kennen fast alle Deutschtürken – und bewerten ihn mit 0,2 schlechter als Deutsche ohne Migrationshintergrund (0,9).

    Ich frag mich ja, wie der auf einen Wert über 0 kommt. 🙂

  6. links grünen Medien
    Rechts-grünen bitte, soviel Zeit muss sein. Die Grünen sind heute mit Abstand die rechteste Partei im Bundestag, vielleicht mit Ausnahme der AfD.

    Ich verstehe derartige Kategorisierungen nicht. Bitte um Aufklärung:

    Was ist rechts und was ist links?

  7. @ anorak2 25. Juli 2018 02:02

    „Mehr als ein Drittel der Deutschtürken wählte die SPD (35 Prozent), 16 Prozent die Linke und 13 Prozent die Grünen“

    Das ist eine sehr seltsame Studie, die in so fast allem dem widerspricht, was man ansonsten weiß:

    „Die Deutschen türkischer Abstammung sind ganz klar gegen Erdogan. Wenn sie überhaupt am türkischen Referendum teilgenommen haben, stimmten sie deutlich dagegen“ , sagt Professor Goerres von der UDE.

    Dies erschien wohl vor dem Referendum. Nachdem die Ergebnisse klar sind: Von allen türkischen Wahlberechtigten (also einschließlich der Kurden und bekennenden Linken) wählten das Gegenteil:

    https://www.sueddeutsche.de/politik/erdoans-wahlsieg-was-ist-los-mit-den-deutschtuerken-1.4028714

    Im liberalen Rechtsstaat Deutschland haben zwei Drittel für Erdoğan gestimmt und damit für einen Mann, der in der Türkei gerade die Freiheit verschrottet.

    Was heißt das? Ist Gorres nun im Takka-Tukka-Land, oder hat die SZ Fake-News?

  8. Zur Erläuterung: Wenn wir den recht großen Anteil der Kurden, die wohl geschlossen Erdogan nicht wählen und die kleine Zahl der linksliberalen Türken abziehen, wählen wohl alle Türken geschlossen Erdogan. Wie sollte das gegensätzlich sein bei jenen, die den türkischen Pass bereits abgegeben haben?

    Bezüglich Rechts-links: Ich habe auch mal nachgeschlagen:

    https://magazin.sofatutor.com/schueler/2016/11/24/politik-was-ist-rechts-was-ist-links/

    Was versteht man heute unter links?
    Unter linker Politik wird allgemein die Anstrebung sozialer Gleichheit verstanden. Dabei steht die Freiheit der Allgemeinheit über der individuellen. Mit linken Werten, so fand Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann heraus, verbinden Menschen nicht nur Gleichheit, sondern auch Gerechtigkeit, Formlosigkeit, Wärme, Nähe, Spontaneität, das Internationale und Kosmopolitische und das „Du“.

    Was versteht man heute unter rechts?
    Im Gegensatz dazu geht die politische Rechte von einer Ungleichheit der Menschen aus und befürwortet eine Hierarchie mit traditionellen Werten und Normen. Dabei ist die individuelle Freiheit wichtiger als die soziale Gleichheit. Mit rechten Werten, so Noelle-Neumann, verbinden Menschen neben Betonung der Unterschiede, Distanz, Autorität, Disziplin, geregelte Umgangsformen, das Nationale und das „Sie“.

    Abgesehen davon, dass ich derartige Zuschreibungen auch für problematisch halte, so kann ich sie doch mal einfach stehen lassen: Was ist dann Rechts an den Grünen?

    Ist dann die linke Sarah Wagenknecht auf einmal rechts, wenn sie über nationale Rechte nachdenkt?

  9. Ich denke, dass manche einfach in Synonymen denken: Links = gut / rechts = böse. Darum ist alles, was ich mag = gut -> Links und eben das Gegenteil. Wie sinnhaft eine derartige Sprache dann noch ist, sei dahin gestellt. Es erinnert ein wenig an das Fünfte Element. Die Frage nach der Kritik am Auftritt des überdrehten Entertainers war dann ‚Grün‘. Leider war das zwar albern, aber nur allzu realitätsnah.

  10. @ML #6

    Was ist rechts und was ist links?

    Hatten wir das nicht schonmal? Ich gehe vom 2-Achsen-Modell aus. An der Links-Rechts-Achse ordnen sich die Positionen zum ökonomischen Modell und zum Wohlfahrtsstaat an. Platt gesagt: Links = kommunistisch, rechts = kapitalistisch.

    Die Grünen sind demnach ganz klar rechts (oder als Schimpfwort: neoliberal). Sie sind ganz klar pro-kapitalistisch und anti-Wohlfahtsstaat positioniert. Sie befürworten den aktuellen Sozialabbau und tragen ihn mit, ihre konkreten politischen Ziele protegieren die Profite bestimmter Unternehmen auf Kosten der Allgemeinheit. Links ist an denen dagegen gar nichts. Weder treten sie für Sozialisierung der Betriebe, noch für einen starken Sozialstaat ein.

  11. @ML #7

    [Wahlverhalten von Deutsch-Türken]

    Das ist eine sehr seltsame Studie, die in so fast allem dem widerspricht, was man ansonsten weiß:

    Ich wusste bis gestern gar nichts darüber, es war der erste Google-Hit.

    Von allen türkischen Wahlberechtigten (also einschließlich der Kurden und bekennenden Linken) wählten das Gegenteil:

    Duh. Das sind nicht die Gleichen. Das eine sind Menschen türkischer Abstammung, die eine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Das andere sind Menschen die in Deutschland leben und türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Das sind verschiedene Menschengruppen, die zwar eine Schnittmenge miteiander bilden, aber nicht identisch sind. Und die beiden unterscheiden sich dadurch, dass sie verschiedene Lebensentscheidungen getroffen bzw. nicht getroffen haben. Dass das auch mit Unterschieden in der politischen Ausrichtung korelliert, ist nicht überraschend.

  12. anorak möchte links sein, da müssen die grünen rechts sein 😉

  13. Es gibt viele Menschen mit einer Rot Grün Schwäche. Eine Rechts links Schwäche gibt es auch, das trifft besonders viele Frauen, daher so wenige Pilotinen. Dann gibt es die politischen Seiten und wer da rechts und links und obendrein grün samt schwarzen Abkupferern nicht unterscheiden kann, muß wesentlich jünger sein als ich und hat die Entwicklungen nicht so direkt mitbekommen. Also in den alten Kadern der Grünen sind allesamt ehemalige (heute noch?) Kommunisten.Es gab auch SPD Minister*innen mit kommunistem Ausweis. Wenn ich in Zukunft von einer Seite rede, schreibe ich Backbord und Steuerbord, das ist unverwechselbar, selbst bei anderer Blickrichtung. Annsonsten werde ich Rote, Linke, Grüne und Kommunisten auch für den Rest meines Lebens als das bezeichnen, was sie immer für mich waren.Ich bin 68er von der anderen Seite der Barrikade und bleibe es.

  14. Bei mir um die Ecke haben die Grünen in Lilienthal, die Dank Fukushima 2011 und den vielen Lehren und Künstlern die dort leben den Bürgermeister stellen können und beschlossen die Dorfschulen in Seebergen und Frankenburg dicht zu machen. In Bremen spart die grüne Finanzsenatorin Karo Linnert auch an Schulen, Sozialämtern, etc. Die grüne Sozialsenatorin Anja Stahmann ebenfalls. Was gefördert wird sind multikuturelle Einrichtungen und Begegnugsstätten und Kulturzentren und Legalisierung von Gras und fahrrad- und klimafreundliche Straßen. Die Linken in Bremen sind wegen der „Sozialpolitik“ der Grünen auch einer der Hauptkritiker der Grünen. Was die Grünwähler interessiert ist eigentlich nur ihre Wohlstandvorlieben ausleben zu können. Szeneviertel, Multikulti, Bioläden, Gastroszene. Dort sehe ich die ständig hocken und über die Welt sinnieren. Die Welt ist ja ach so schlecht, was können wir da nur verbessern.

  15. @KR #13

    Also in den alten Kadern der Grünen sind allesamt ehemalige (heute noch?) Kommunisten.

    Nein sind sie nicht. Die Grünen waren anfangs an politisch sehr divers aufgestellt, aber die Linken sind nach der DDR-Wende größtenteils ausgetreten. Wer davon übrig war hat Kreise gefressen und auf neoliberal gemacht, aber diese Generation ist inzwischen viel zu alt. Ich glaube das folgende Video hat uns Michael Krüger auf youtube gestellt.

    https://www.youtube.com/watch?v=r7Fm5FRx4MQ

    Red mal lieber mit heutigen Grünen-Mitgliedern und staune, wie die so drauf sind. Ich hatte solche als Kollegen, angesprochen auf HartzIV haben die nur mit den Schultern gezuckt und geantwortet „Was hätte man denn sonst machen sollen“. Mülltrennung interessiert die viel mehr.

  16. anorak2 25. Juli 2018 12:26

    „Was ist rechts und was ist links?*

    Hatten wir das nicht schonmal? Ich gehe vom 2-Achsen-Modell aus. An der Links-Rechts-Achse ordnen sich die Positionen zum ökonomischen Modell und zum Wohlfahrtsstaat an.

    Ja, das hatten wir schon mal, aber auch da war es nicht konklusiv.

    China wäre demnach Authoritär rechts, ebenso wie die Türkei und Russland. Venezuela Authoritär Links, Deutschland Libertär Links und ich Libertär rechts. Was sagt uns das nun? Ich meine: Garnichts. Denn keine Schubladen sind wirklich aussagekräftig. Ich halte persönliche Freiheiten für wichtig und denke nicht, das Gleichheit ein hohes Ideal sei, bin aber für Gleichheit vor dem Gesetz und Gerechtigkeit. Ich bin dafür, dass der Kuchen erst mal groß genug ist, bevor er verteilt wird.

    Platt gesagt: Links = kommunistisch, rechts = kapitalistisch.

    Auch das sagt nichts wirklich: Was ist Kapitalismus: Das die Produktionsmittel in Privateigentum ist. Sind sie das? Sind nicht in vielen Ländern durch Gesetze und Besteuerung und vieles mehr die Produktionsmittel nur nominell in privater Hand?

    Die Grünen sind demnach ganz klar rechts (oder als Schimpfwort: neoliberal). Sie sind ganz klar pro-kapitalistisch und anti-Wohlfahtsstaat positioniert.

    Für mich ist neoliberal eine leeres Kampfwort. Der Gegensatz dazu ist Venezuela. Kommunismus ist dagegen eine leere Utopie, die auch in Venezuela nicht erreicht wird.Die Grünen sind für eine Subventionswirtschaft, dass die Allgemeinheit für Energiewende und illegale Einwanderer zu zahlen hat. Mit der großen Transformation hat auch das Privatkapital fertig.

    Wohlfahrtsstaat ist für mich das, was Sarrazin vor den Krebsartigen Verwucherungen bewahren wollte.

    Sie befürworten den aktuellen Sozialabbau und tragen ihn mit, ihre konkreten politischen Ziele protegieren die Profite bestimmter Unternehmen auf Kosten der Allgemeinheit.

    Das war in jedem real existierenden Sozialismus so.

    Links ist an denen dagegen gar nichts. Weder treten sie für Sozialisierung der Betriebe,

    Durch die Umwelt-Auflagen läuft es genau darauf hinaus. Aber einige sind schon immer gleicher als Andere.

    noch für einen starken Sozialstaat ein.

    Was ist stark? Was überlebensfähig ist? Grenzenlose Sozialleistungen soll es vor allem für nicht-deutsche Schutzsuchende geben. Wenn das ein Sozialstaat sein soll, dann sind die Grünen dafür.

  17. @ anorak2 25. Juli 2018 13:36

    Ich hatte solche als Kollegen, angesprochen auf HartzIV haben die nur mit den Schultern gezuckt und geantwortet „Was hätte man denn sonst machen sollen“.

    Da haben wir also den Beweis für faschistoides und rechtsextremes Gedankengut. Die Grünen sind damit enttarnt, dass sie deutlich rechts von allen Linksextremen stehen. Denn wer rechts von den Linksextremen steht, ist automatisch ein Nazi -- zumindest in deren Augen. Und Faschismus ist auch keine Meinung, sondern ein (Gedanken-) Verbrechen.

  18. Noch eine interessante Studie über die Grünenwähler seitens der Wähler mit türkischen MiHiGru.
    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/catistudie102.pdf

    Seite 42 Bundestagswahl 2013 SPD 62,6 % / Grüne 18,4 %
    Seite 45 Bundestagswahl 2017 SPD 45,2 % / Grüne 16,3 %

  19. @ML

    China wäre demnach Authoritär rechts, ebenso wie die Türkei und Russland. Venezuela Authoritär Links, Deutschland Libertär Links und ich Libertär rechts. Was sagt uns das nun?

    Dass es keinen Sinn macht, ganzen Ländern einen politischen Standpunkt zuzuordnen. 🙂 Ein merkwürdiger Gedanke, der dir da gekommen ist :). Nur Einzelpersonen oder politische Parteien können so eingeordnet werden.

    Denn keine Schubladen sind wirklich aussagekräftig.

    Das hättest du dann dem Vorposter sagen müssen, der mit dem Begriff „linksgrün“ hantierte, denn der hat die Schubladen in die Diskussion eingeführt. Wenn man trotz allem akzeptiert, dass solche Kategorien irgendeinen Sinn haben, dann ist „linksgrün“ definitiv falsch.

    Das ist auch irgendwie symptomatisch für die heutige Situation. Wir haben heute in Deutschland nur noch (vielleicht mit einer Ausnahme) rechts-autoritäre Parteien, die sich nur in Nuancen voneinander unterscheiden. Einige geben das zu und verkaufen sich als „rechts“, einige andere tun so als seien sie „links“ und fechten mit ersteren Scheinkämpfe um Nichtigkeiten aus. In der groben Richtung sind sie aber relativ ähnlich.

    Ich hatte solche als Kollegen, angesprochen auf HartzIV haben die nur mit den Schultern gezuckt und geantwortet „Was hätte man denn sonst machen sollen“.

    Da haben wir also den Beweis für faschistoides und rechtsextremes Gedankengut.

    Strohmann-Alarm, „faschistoid“ und „rechtsextrem“ hab ich nicht geschrieben und nicht gemeint. Aber jemand der die stärksten Einschnitte ins Sozialsystem der BRD seit den 50er Jahren befürwortet bzw. als unwichtig abtut, jedenfalls keine Kritik daran äußert, kann nicht als „links“ bezeichnet werden. Die heutigen Grünen sind in keiner Bedeutung des Wortes links. Sie haben bei manchen Leuten zwar ein solches Image -- vielleicht sehen sich einige Grüne auch noch selbst so -, aber das Image trifft nicht zu. Es ist ein Etikettenschwindel, s. Scheinkämpfe oben.

  20. Bei den Grünen gibt es verschiedene Gruppierungen. Alt-Grüne K-Gruppen und Spontis. Aber auch Stadtindianer und Altnazis wie Opa Vogel im Wahlspot 80. Heute sind die Alt-68-Grünen reine Kapitalisten. Hinzu kommen die ökobewegten Schüler/ Studenten. Und die Intellektuelle Lehrerschaft und Profs. an den Unis. Und die Alternative-Szene.

  21. PS

    Was die vereint ist eigentlich nur Multikulti.

  22. @ anorak2 26. Juli 2018 06:47

    Das hättest du dann dem Vorposter sagen müssen, der mit dem Begriff „linksgrün“ hantierte, denn der hat die Schubladen in die Diskussion eingeführt. Wenn man trotz allem akzeptiert, dass solche Kategorien irgendeinen Sinn haben, dann ist „linksgrün“ definitiv falsch.

    Die SPD und die Linken sehen ‚Links‘ als Selbstbezeichnung an, Die Grünen eben ‚grün‘ -- beide bezeichnen das als Wunschkoalition. Linksgrün ist darum eine korrekte Identifikation der beteiligten Parteien, und sagt nichts über die konkrete Verortung von Inhalten, und darum auch keine Schublade in diesem Sinn.

  23. @ML #22

    Jetzt fängst du an Haare zu spalten. Mehrere Leute haben hier behauptet, die Grünen seien links, und in dem Sinne bedeutet „linksgrün“ soviel wie „Grün ist eine Variante linker Politik“.

    Als Zusammenziehung im Sinne einer Koalition hat das Wort bis zu #22 niemand verwendet oder verstanden. Wenn du es jetzt in der Bedeutung einführen willst, würde ich sagen das sind Gegensätze, denn unsere heutigen Grünen sind nicht sozial, nicht sozialdemokratisch, schon gar nicht sozialistisch, sondern dem allen spinnefeind. Ich würde deswegen SPD und Linken den guten Rat geben, sich von den Grünen zu distanzieren. Die Grünen liebäugeln ja inzwischen ohnehin viel mehr mit der CDU, was offenbar sogar auf Gegenliebe gestoßen ist. Sowohl in der CDU wie bei den Grünen beiden Parteien haben also Leute erkannt, dass da große Gemeinsamkeiten bestehen. Ich denke die haben Recht, und freue mich daher umso mehr dass es nicht dazu kam.

    Fazit: rechts-grün ist das richtige Attribut, das die Politik der Grünen Partei beschreibt. Oder „Jamaika“ wäre eine rechts-grüne Koalition gewesen, wenn du das so lesen willst.

  24. Mehrere Leute haben hier behauptet, die Grünen seien links, und in dem Sinne bedeutet „linksgrün“ soviel wie „Grün ist eine Variante linker Politik“.

    Das finde ich auch nicht aussagekräftig. Denn mir ist egal, ob man irgend eine Politik als links rechts gün oder sonst wie nennt. Für mich ist wichtig, ob eine Politik sinnvoll und gut ist, also zielführend zu guten Zielen. Und da kann ich mir vorstellen, dass auch Grüne oder Linke -- zumindest in konkreten Einzelfällen -- gute Politik machen könnten. In der Regel aber haben jene das Gespür dafür, wie man das maximale Gegenteil einer guten Politik macht: Entweder verfolgen sie fragwürdige Ziele, oder ihre Politik ist nicht zielführend. Oft sogar beides, was die Sache aber auch nicht besser macht.

  25. Zur Erläuterung: Wenn man fragwürdige Ziele verfolgt, aber dafür keine zielführenden Maßnahmen propagiert, so hebt sich die nicht auf, sondern potenziert den Unsinn nur. Am konkreten Beispiel:

    Grüne und Linke halten es für enorm wichtig, das Klima zu schützen. Das ist ein fragwürdiges Ziel, weil das ohnehin nicht geht. Unabhängig von der irrwitzigen Sprache wollen Sie verhindern, dass die Erdtemperatur im Mittel über 1,5 oder 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Wert am Ende der kleinen Eiszeit ansteigt. Dieses Ziel ist fragwürdig, da es bei einer realistischen Kosten-Nutzenbetrachtung die aktuellen Temperaturen und vermutlich auch die um 1 Grad zusätzlich erhöhten Temperaturen keineswegs einen klaren negativen Aspekt haben müssen. Zudem scheint dieses Ziel auch mit gewaltigem Einsatz nicht erreichbar, bzw. wird die vermeintliche Gefahr auch ohne Klimaschutzmaßnahme nicht erreicht. Das operationale Ziel der CO2-Reduktion leistet vermutlich keinen signifikanten Beitrag zu dem behaupteten ‚Klimaschutz‘, denn auch nach den Berechnung aufgrund der fragwürdigen IPCC-Rechenansätze führt diese zu keinen messbaren Einflüssen.

    Die Maßnahmen, die sie zum Erreichen dieses Ziels betreiben sind vor allem die Energiewende und damit verbundene Maßnahmen. Diese sind offensichtlich nicht zielführend, denn eine Reduktion der CO2-Emissionen wurde trotz vieler Milliarden nicht erreicht. Dennoch ist der Einsatz nicht wirkungslos. Denn die Ausgaben für den Unsinn haben wir so oder so. Die Umweltzerstörung durch Vogelschredder und Infraschall-Generatoren ist schädlich. Die Belastung durch die wetterbedingten Stromschwankungen verunsichert die Stromversorgung.

    Ist es da nicht völlig egal, ob man diese Politik nun rechts, links oder sonst wie nennt?

  26. @ML #24

    Denn mir ist egal, ob man irgend eine Politik als links rechts gün oder sonst wie nennt. Für mich ist wichtig, ob eine Politik sinnvoll und gut ist,

    Es ist schon wichtig zu verstehen, ob es überhaupt Unterschiede gibt. Wenn z.B. SPD, Grüne, FDP und CDU gleichermaßen für HartzIV, Rentenkürzungen, Leiharbeit und Teilzeit-Arbeitsverträge sind, dann ist es richtig ihnen das gleiche Etikett zu verpassen, statt so zu tun als gäbe es zwischen ihnen Unterschiede. Ob dieses Etikett nun „rechts“, „asozial“, „neoliberal“, „kapitalistisch“ oder „Brechmittel“ heißt, ist letztlich egal. Aber ein Vorposter hat nunmal eines dieser Etiketten verwendet, und er hat es falsch verwendet denn er hat Unterschiede behauptet wo Gleichschaltung herrscht, und zwar arbeitnehmerfeindliche Gleichschaltung. Das ist wirklich wichtig, da die Mehrheit der Bevölkerung aus Arbeitnehmern besteht und davon betroffen ist. Solange irgendwer noch glaubt, da gebe es Mainstream-Parteien die irgendwie sozial seien, geht die Volksverarsche nämlich weiter.

  27. Für mich heißt das, dass man sich überlegen muss, woher das Geld kommt und wohin es fließt. Wenn man es bis zur Belastungsgrenze den Arbeitnehmern absteuert um damit dann unsinnige Ausgaben für Energiewende und Klimarettung, Euro-Rettung und Asyltouristen mit beiden Händen ausgibt, dann nenne ich das auch nicht sozial.

  28. Noch eine pragmatische Begründung, warum linksgrün eine korrekte Bezeichnung ist. Die Position der Bezeichnungen basiert ja auf der Sitzordnung im Bundestag. Demnach sitzen die Grünen links der Mitte. Wo ist das Problem?

  29. @ML #28

    Wenn alle Fraktionen dort Platz nähmen, wo sie politisch hingehören, würde der Reichstag Schlagseite kriegen. 🙂

  30. Was muss ich da lesen: ‚Dem deutschen Volk‘ ... ist das nicht verdächtig rechts und nationalistisch? Müsste man nicht gleich das Gebäude abreißen oder verbrennen? Oder genügt es, die Schrift zu tilgen und alle Geschichtsbücher entsprechend umzuschreiben?

  31. Übrigens: Rechts und links sind relative Ortsbestimmungen. Wenn man von vorne schaut ist es Gegensätzlich zu dem, wenn man von hinten schaut. Auch ist nicht auszuschliezen dass wenn A rechts von B ist, dass nicht C rechts von A ist oder nur rechts von B ist aber links von A: Wäre dann C links oder rechts? Richtig: es macht keinen Sinn, so auch im Politischen. Es sei denn, man benutzt die Namen als Selbstbezeichnungen.

  32. „Aus der Angst um den Beuteanteil entstand auf den großherzoglichen Samtsesseln und in den Kneipen von Weimar die deutsche Republik, keine Staatsform, sondern eine Firma. In ihren Satzungen ist nicht vom Volk die Rede, sondern von Parteien. Wir haben kein Vaterland mehr, sondern Parteien; keine Rechte, sondern Parteien; kein Ziel, keine Zukunft mehr, sondern Interessen von Parteien.“

    Dies schrieb Oswald Spengler 1924

    Die linksversiffte Zeit nennen sie die Goldenen Jahre, daran hat sich nichts geändert bis heute.

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