Hans von Storch: „Definitiv eine weniger starke Erwärmung, als wir erwartet haben.“

10. September 2013 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Wissenschaft

Hans von Storch in einem Interview mit dem Deutschlandfunk:

„Es ist aber so, dass wir tatsächlich in den letzten 15 Jahren einen deutlich geringeren Erwärmungstrend hatten, als unsere Szenarien, die mit Klimamodellen hergestellt worden sind, uns avisiert haben. Da kann man nun argumentieren, na ja, 1998 war ein außergewöhnlich warmes Jahr, wenn man das wegnimmt, dann ist das ein bisschen schwächer. Aber das hängt nicht nur an diesem 1998-Jahr. Wir haben definitiv eine weniger starke Erwärmung, als wir erwartet haben.

 

 

Eu­phe­mis­mus, der 

Wortart: Substantiv, maskulin
Gebrauch: bildungssprachlich

Bedeutung:

beschönigende, verhüllende, mildernde Umschreibung für ein anstößiges oder unangenehmes Wort

Beispiel:

»geistige Umnachtung« ist ein Euphemismus für »Wahnsinn«

Quelle: Duden
Das anstößige und unangenehme ist in diesem Fall dann wohl der Umstand, dass es in besagtem Zeitraum überhaupt keine Erwärmung gegeben hat.
Temperaturen seit 1996

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15 Kommentare
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  1. In letzter Zeit ist es mir schon öfters aufgefallen, dass H.v.S seine Aussagen recht eu¬phe¬misch verpackt. Offensichtlich tut er das aber in beide Richtungen.

    Hier lehnt er sich in dem Interview aber schon etwas weiter aus dem Fenster:

    Ehring: Was ist denn Ihre wahrscheinlichste Erklärung? Was vermuten Sie, was sich am Ende herausstellen wird?

    von Storch: Sozusagen mein eigener Instinkt, und mehr als Instinkt kann das zurzeit nicht sein. Es sind mehrere Hypothesen da, die man am Ende durchdeklinieren muss. Mich persönlich würde es nicht wundern, wenn es darauf hinausläuft, dass tatsächlich die natürliche Klimavariabilität unterschätzt worden ist. Dass also das Klima mehr schwankt aus sich heraus, als wir das bisher angenommen haben. Das hätte aber eine Reihe von unerfreulichen Konsequenzen, insbesondere was unsere Fähigkeit angeht festzustellen, ob wir tatsächlich einen menschgemachten Antrieb haben, oder ob wir Kapriolen sehen im Klimageschäft, die aufgrund dieser natürlichen Klimavariabilität möglich sind.

    Ehring: Das heißt, die Variationen sind für Sie so groß, dass diese Möglichkeit, dass der Mensch das Klima gar nicht erwärmt hat, durchaus besteht?

    von Storch: Ich würde das für extrem unwahrscheinlich halten. Andererseits: Als Wissenschaftler hat man auch einfach Möglichkeiten offenzuhalten und man muss sich im Zweifelsfall auch gefallen lassen, dass dann Daten am Ende so aussehen, dass sie zu der bisherigen Erklärung nicht so ganz passen. Dann muss man wirklich darüber nachdenken, was denn da geschieht. Also wir Klimaforscher haben schon ein bisschen Grund, uns an die Nase zu fassen und erneut kritisch nachzuprüfen, ob wir wirklich alles richtig gemacht haben.

    Gechickt ist er schon, immer wird ein Hintertürchen offengehalten bzw. geöffnet.
    Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass der liebe H.v.S. für sich längst zu der Erkenntnis gelangt ist, dass die sog. etablierte Klimawissenschaft einer Fata Morgana hinterher hechelt. Aber es wird halt Zwänge geben, die Ihn nicht ausscheren lassen aus dem Kreis der Chorknaben.

    meint der Moosgeist

  2. @ moosgeist

    Aber es wird halt Zwänge geben, die Ihn nicht ausscheren lassen aus dem Kreis der Chorknaben.

    Ja, es ist auffällig, dass Hans von Storch sehr auf Abgrenzung zu den „Skeptikern“ achtet, und das obwohl, wenn man die Konsequenzen aus seinen Interviews der letzten Zeit bedenkt, vieles nicht weit weg ist von den Skeptikern.

    So wie Hans von Storch den Stand der Klimaforschung zur Zeit beschreibt, lässt sich daraus keine Priorität für Klimaschutz ableiten.

  3. @ Quentin Quencher #2

    Dass H.v.S. in seinen kritischen Äußerungen vorsichtiger geworden ist, lässt sich nachvollziehen nach dem Ärger und den persönlichen Angriffen aus der Alarmisten- Szene um Rahmstorf und Konsorten. Hatte er es doch seinerzeit (2004) gewagt, kurz und schmerzlos öffentlich zu konstatieren: *Manns Kurve zeigt Quatsch*.
    An das Geschrei und Gequäke der PIKaderos vom Telegrafenberg kann ich mich noch gut erinnern. Sowas bleibt nicht ohne Spuren, zumal man ja auch noch auf sein Institut und die eigene Reputation Rücksicht zu nehmen hat.
    Ganz verbergen kann/will er aber seine Meinung auch nicht.

  4. Hans von Storch ist für mich unten durch, seitdem er Interviews wie folgendes in seinem Blog (Klimazwiebel) veröffentlicht.

    Interview mit Klimazwiebel-Diskutant „Andreas“

    Hinter diesem „Andreas“ versteckt sich nämlich ein Klimaschützer, der unter diversem Pseudonymen in diversen Blogs aktiv ist und war, nur um Unfrieden zu stiften. Hier bei ScSk trat er einst unter dem Pseudonym „Norbert Fischer“ auf. Anderswo tritt er auch als Axel, oder Andreas auf. Manchmal tritt er auch unter seinem Realname Andreas Fuchs auf, er ist Physik- und Mathlehrer.

    Dies habe ich auch Hans von Storch mitgeteilt. Mein Kommentar wurde nicht freigeschaltet und gelöscht. Für jemanden, wie Hans von Storch, der sich der Wahrheit verpflichtet sieht, ist das kein Ruhmesblatt, solchen Leuten ein Podium in seinem Blog zu geben.

  5. @ Michael Krüger

    Hinter diesem “Andreas” versteckt sich nämlich ein Klimaschützer, der unter diversem Pseudonymen in diversen Blogs aktiv ist und war, nur um Unfrieden zu stiften.

    Ich würde mich nicht so lange mit solchen Typen aufhalten. Und wenn jemand unter Pseudonym schreibt, dann will ich nicht mal wissen wie er richtig heißt. Ansonst gleitet man schnell in eine persönliche Auseinandersetzung ab, die dann keinem etwas bringt. Wenn allerdings jemand unter vielen verschiedenen Nicks in Foren unterwegs ist, so ist das schlechter Stil, mit wenig Respekt dem Leser gegenüber, aber da werden wir nichts ändern können und müssen damit leben. Ich denke aber, derartige Verhaltensweisen gibt es auf beiden Seiten der Kampflinie. Um so wichtiger erscheint es mir, das Augenmerk auf das Argument zu legen, und nicht auf die Person.

    Ich fand das Interview auch etwas irritierend, um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber es ist ein Zeitdokument, noch nicht einmal ein Jahr alt und schon Schnee von gestern. Meines Erachtens sieht man daran schön was sich in der Debatte innerhalb eines Jahres bereits geändert hat. Würde der „Andreas“ das heute auch noch so sagen:

    Da es unwahrscheinlich ist, daß in absehbarer Zeit die zentralen Unsicherheiten grundlegend verringert werden können, würde ich sagen, die Wissenschaft hat ihre Aufgabe in großen Teilen bereits erfüllt.

    Wie wenig die Wissenschaft weiß, macht gerade HvS in seinen letzten Interviews deutlich. Die zentralen Unsicherheiten sind größer geworden. Oder anders ausgedrückt, die zentralen Unsicherheiten werden der Öffentlichkeit immer mehr bewusst.

  6. @Quentin Quencher

    Mich regt nur auf, dass dieser „Andreas“ bei EIKE unter meinen Namen kommentiert hat, um mir eins auszuwischen. Den Kommentar bei EIKE habe ich daraufhin löschen lassen.

    3. Kommentar unter diesem Artikel:

    http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/climategate-20-neues-email-und-datenpaket-auf-russischem-server-hinterlegt/

    Das Hans von Storch solchen Leuten ein Podium bietet und sich bei denen „anbiedert“ ist mir unverständlich.

  7. Ich habe mir die ‚Zeitdokumente‘ von HvS von vor 10 Jahren angesehen.
    Da war er ein in der Wolle gefärbter Alarmist.
    Er gehört in meinen Augen zu den ‚Belasteten‘ und wenn er da raus will, dann muss er erst mal ein klares Statement abgeben, in dem er seine Irrtümer eingesteht. So lange das nicht geschieht, halte ich ihn für einen ziemlich arroganten Schwätzer, der eher aus Gründen der persönlichen Profilierung (oder als Rückversicherung) durch klein dosierte Ketzereien auf sich aufmerksam machen will; ich unterstelle ihm da also Egoismus, aber keine Einsicht.
    Ja, ich unterstelle. Kann falsch sein. Ist aber mein Gefühl.

    Im übrigen ist mir HvS eigentlich sehr gleichgültig. Ich hätte niemals daran gedacht, seine Meinungen zu eruieren, wenn er nicht hier so aufgeblasen worden wäre. Ich empfinde es keineswegs als ‚Ritterschlag‘, wenn er (oder ein anderer seines Kalibers) mal ein paar Worte äussert, die ich als positiv oder kongruent zu meiner Meinung interpretieren könnte.
    Nein, Herr v. Storch interessiert mich einfach nicht. Wer ist das schon? Ob der für oder gegen mich ist, ändert am Lauf der Geschichte gar nichts. Der Mann hat keine Lobby, keinen wirklichen Einfluss (WIRKLICHER Einfluss ist nämlich rein politisch!) und er hat nichts zu sagen.
    Ich denke, man tut ihm zu viel Ehre an, wenn man seine Äusserungen auf die Goldwaage legt und Gewissenserforschung betreibt. Schliesslich ist er nur ein ‚Klimaforscher‘.

    Lasst ihn doch einfach schwätzen.

  8. bezüglich HvS ist auch seine reaktion auf Ameling in der FAZ interessant.

    vor allem die kommentare sollte man lesen…

  9. @ michael krüger

    würden sie uns hier bitte nicht mit ihrer privatfehde belasten.
    sowas ist einfach nur nervig!

  10. @michael m.

    bezüglich HvS ist auch seine reaktion auf Ameling in der FAZ interessant.

    Ja genau. Vor allem interessant, dass HvS auf klimaretter.info verlinkt. (klima-luegendetektor.de)

    Und das Wort Klimaleugner fällt.

    Und wer ist bei der Diskussion mal wieder aktiv beteiligt und greift direkt P. Heller an? Na, der „Andreas“.

  11. @ Tritium:

    Ich hätte niemals daran gedacht, seine Meinungen zu eruieren, wenn er nicht hier so aufgeblasen worden wäre.

    Interessant. Empfinden Sie das so? Immerhin ist es von Storch, der mit seitenlangen Interviews im Spiegel Raum für seine Ansichten bekommt. Wir sind es nicht, die auf diese Weise Multiplikatoren erreichen.

  12. #11. Peter Heller

    Immerhin ist es von Storch, der mit seitenlangen Interviews im Spiegel Raum für seine Ansichten bekommt.

    Hallo Herr Heller,

    ich denke mal, auch der letzte Journalist/Redakteur hat mittlerweile mitbekommen, dass die „reine“ alarmistische Lehre vom Weltuntergang durch AGW so nicht mehr zu verkaufen ist. Statt Rahmstorf schwenkt man nun um auf HvS, der zwar auch grundsätzlich an AGW glaubt, aber nichtsdetotrotz weitaus gemäßigter daherkommt als der Prof. vom Telegrafenberg. Die Medien agieren m. E. geschickt, lenken sie doch damit vom eigenen Versagen ab. Denn sie waren es ja schließlich, die den Alarmismus in Reinkultur verbreitet und als Verstärker gewirkt haben. Nun versuchen sie die Rolle rückwärts, die Schuld dezemt auf die Wissenschaftler schiebend.

    karl.s

  13. @ Peter Heller # 11:

    Nein, mißverständlich beschrieben.

    Herr v. Storch war bei mir an sich kaum im Fokus, bis ich sah, dass er bei ScSk so viel Aufmerksamkeit erfuhr.
    Das brachte mich dann darauf, einmal zu schauen, wer das ist, was er darstellt.
    Es war also rein auf mich persönlich bezogen, wenn ich ‚hier so aufgeblasen‘ sagte.

  14. @10

    Und wer ist bei der Diskussion mal wieder aktiv beteiligt und greift direkt P. Heller an? Na, der “Andreas”.

    … und wer noch, der größte Schmutzfink: Sören(!)
    Hier im Blog ist er ja nicht mehr, aber das bei Eike, bei Primaklima und auch in der Klimazwiebel überhaupt jemand auf diesen Schreiberling eingeht, wundert mich doch schon sehr.
    JH

  15. “ einen deutlich geringeren Erwärmungstrend “

    Kann man auch so übersetzen. Nun wir hatten Recht, es wird wärmer…

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