Harald Lesch: Wie hat der 1. Weltkrieg den Ökologismus geprägt?

22. Februar 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Biomasse, Blog, Energieerzeugung, Erdgas, Erdöl, Klimawandel, Kurioses, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Photovoltaik

LeschProf. Harald Lesch zieht in Leschs Kosmos vom 05.08.2014 „Mit Fortschritt in den Weltkrieg“ ein Fazit zu den erneuerbaren Energien.

Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum heute die erneuerbaren Energien immer noch rückständig sind und keinen nennenswerten Beitrag in unserer Industriegesellschaft leisten, dann sollten Sie sich diese Antwort von Prof. Harald Lesch ansehen:

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16 Kommentare
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  1. Bei Lesch frage ich mich seit einiger Zeit, wie es um seinen Geisteszustand bestellt ist. Meiner meinung nach nicht zum Besten.

    Das ist mir klar geworden, als er 2013 im Rahmen seiner Sendung „Frag den Lesch“ sich über „Fracking“ ausließ. Dabei betete er sämtliche Klischees der Gegner nach und verstieg sich zu der Aussage, dass diejenigen, die das Verfahren anwenden bzw. durchführen als „auf Droge“ zu sein diffamierte.

    Damit beleidigte er in nicht entschuldbarer Weise Geologen, Geophysiker, Chemiker, Lagerstättenkundler und sonstige Personen, die Fracarbeiten planen, durchführen und überwachen.

    Eine ausführliche Kritik habe ich seinerzeit auf meinem Blog verfasst: Prof. Harald Lesch (ZDF) propagiert gegen Hydraulic Fracturing

    Nun macht Lesch also ein fast 100 Jahr zurückliegendes Ereignis für eine angebliche Fehlentwicklung und damit einhergehende Rückständigkeit auf dem Gebiet von FuE hinsichtliche „Erneuerbarer Energien“ verantwortlich.

    Hier spricht aus Lesch abermals nicht der (Astro-) Physiker, sondern der grünlackierte Naturphilosoph.

  2. Oh, je, oh je, aus welchem Topf werden dem seine Sendungen finanziert. Weß Brot ich eß des Lied….
    Es gab einmal eine Zeit wo ich krank war. Nachts schaute ich mir dann seinen Kosmos an. Das tat mir gut, dieser WK1 Clip haut mich aber um. Klar gab es einmal leistungsfähigere Elektromotoren als Verbrennungsmotoren. Aber geflogen sind die dann nicht. Photovoltaik, klar ein alter Hut, deswegen sind wir auch keine moderne Solarworld, subventionieren nur schlaue chinesische Kopierer.
    Also das ist Werbefernsehen für Ökogläubige. Aber Gläubige und Idioten/Zahler brauchen alle Werbespots.
    Danke Herr Lesch für damals nachts um halb drei, das heute um 17:00 Uhr hätte ich mir sparen können. Wieder nicht gut für meine Nerven.

  3. Nun das ist die Strategie des Konjunktivs. Galadriels Spiegel aus Herr der Ringe sozusagen.
    Lesch behauptet einfach, dass der 1.Weltkrieg seine Wunschwelt verhindert hat, obwohl das nur eine Spekulation von ihm ist die niemand beweisen oder belegen oder widerlegen kann.
    Ein peinlich eindimensionales Argument für einen Naturwissenschaftler.
    Die Klimaschutzszene und die Mainstream-Medien sind voll mit diesen eindimensionalen Argumenten.

  4. Ich war ja nie ein Fan von der Vorstellung, dass der Krieg der Vater aller Dinge sein soll. Ich war auch immer überzeugt davon, dass 1. und 2. Weltkrieg Haupthindernisse bei der Weiterentwicklung, der menschlichen Zivilisation waren. Man denke nur an den Welthandel Ende des 19ten Jahrhunderts und dass wir dieses Stadium erst in den 1990ger Jahren wieder erreicht hatten. Die Vorstellung, dass die grossen Kriege den Einstieg in eine rückwärtsgewandte Energieerzeugung verhindert hätten, bringt mich da nun echt ins Grübeln. Vielleicht brauchen wir wieder einen grossen Crash um da Schlimmeres zu verhindern.

  5. Ich will mal ein paar Errungenschaften des 1. WK aufzählen:

    Panzer, oder grundsätzlich Kettenfahrzeuge und Nutzfahrzeuge, die man natürlich auch im Baugewerbe und der Landwirtschaft nutzen kann.

    Flugzeuge. Die wurden im 1 WK zur „Marktreife“ entwickelt.

    U-Boote. Mit Diesel und Akku-Betrieb. Heute sind U-Boote und Floats in der Meeresforschung unverzichtbar.

    Dieselschiffe. Im 1. WK wurde der Dampfantrieb durch Dieselmotoren ersetzt.

    Das Funknetz entwickelte sich weiter.

    Die Motorisierung entwickelte sich weiter.

    Die Raketentechnik entwickelte sich weiter.

    Usw., usw.

    Und im 2. WK gab es einen ähnlichen technischen Sprung nach vorn. Kerntechnik, Raketentechnik, Flugtechnik, Schiffstechnik, Transporttechnik, usw. Medizin, Penecillin, usw.

  6. Lech hat nicht grundsätzlich Unrecht, wenn er bemerkt, dass Kriegswirtschaft selten dazu beiträgt, Innovationen hervorzubringen oder neue Produkte einzuführen. Das liegt am System der Zwangsbewirtschaftung in Kriegszeiten. Ressourcenallokation hat nicht das Ziel marktfähige Produkte zur Verfügung zu stellen, sondern ist der Kriegswirtschaft untergeordnet, aus der eigene Notwendigkeiten hervor gehen.

    Gänzlich unrecht hat er allerdings, wenn er meint, dass damalige Entwicklungen durch den Krieg verhindert wurden. Das ist nur so ne typische Dampfplauderei wie wir sie heute vor allem in allen möglichen TV-Sendungen sehen. Und er übersieht natürlich auch, der Lech, dass wesentliche Elemente der Energiewende einer Zwangsbewirtschaftung gleichen, wie sie im 1.Weltkrieg vorhanden war. Das fördert eben keine Innovationen, zumindest was den 1.Weltkrieg anbelangt, ist dies auch schon Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen geworden. Siehe: Zwangsbewirtschaftungen und die Energiewende

  7. Habe mir die Serie Alpha Centauri früher im Bayrischen Alpha immer gerne angesehen. Wann war das, in den 90-gern?
    Irgendwann kam dann eine religiöse Phase dazwischen. Jetzt ist er bei der Klimakirche angelangt. Genau wie die christliche Religion mit einem Weltuntergangscenario ausgestatten. Nichts neues unter den Klimahimmel.
    Hatte mir vor 35 Jahren eine eigene Satellitenanlage hier im Süden von Finnland gebaut, der Parabellteller war 180 cm im Durchschnitt und in drei Meter Höhe angebracht. Hatte einen mässigen Empfang damals. Meine jetzige Anlage funktioniert mit einem 60 cm grossem Teller in einem halben Meter Höhe und der Empfang ist fantastisch.
    Leschs Programme Alpha Centauri fand ich wirklich toll. Damals bevor er gierig wurde. Heute wird er befragt, mit den politisch richtigen Fragen, wie wir hier im Norden sagen würden. So ist das Leben, man muss ihn auch verstehen. Dumme Grüne Gehirne mit Blödsinn duschen kann ja nicht jeder, aber er kanns. Die Frage ist: Glaubt er denn wirklich daran?

  8. # 6 Korrigierung: Kurz vor Weihnachten 1989 wurde meine Satellitenanlage fertig. Also vor 25 Jahren.

  9. @siebert

    Habe mir die Serie Alpha Centauri früher im Bayrischen Alpha immer gerne angesehen. Wann war das, in den 90-gern?

    Ging mir genauso. Seit Lesch Abenteuer Forschung etc. übernommen hat ist er meiner Ansicht nach ideologisch geprägt geworden. War er vielleicht immer schon? Wissenschaft sollte aber nicht ideologisch sein, sondern neutral. Lesch wählt den politischen „korrekten“ Weg. Damit disqualifiziert er sich für mich selbst.

  10. Ich bin fassungslos. Der Mann ist echt verwirrt.

    Seine Frage „Wußten Sie schon…“ kann ich natürlich mit ja beantworten. Ja, ich wußte das schon. Und jeder, der mag, kann es wissen. Diese ganze sogenannte „moderne“ Energietechnologie, von der Batteriemobilität über die Solarthermie (die photovoltaische Zelle entstand erst nach dem 2. WK) und die Windenergie bis hin zum Biogas, ist eben in Wahrheit mehr als hundert Jahre alt. Sie hat sich am Markt nicht durchgesetzt -- weil diese Technologien den vom Verbraucher gewünschten Nutzen nicht darstellen konnten (und können). Ausgerechnet den ersten Weltkrieg (lächerliche 4 Jahre?) dafür verantwortlich zu machen, ist eines Naturwissenschaftlers unwürdig. Eine Beleidigung meiner Intelligenz. Dafür zahle ich Gebühren?

    Natürlich ist der Krieg nicht der „Vater aller Dinge“. Tatsächlich bringt er uns technisch eher nicht weiter -- die weitaus meisten Innovationen stammen aus Friedenszeiten. Aber der Krieg ist eben auch nicht mächtiger als der Markt.

  11. Onkel Heinz,

    kannst du mal bitte prüfen, wo mein Kommentar gelandet ist?

    [War im SPAM, ist jetzt Frei. Rudolf Kipp]

  12. Er hat Recht mit der Aussage, dass der Krieg Forschung behindert. Ist ja logisch, Kireg bremst ja das gesamte Zivilleben aus.

    Er hat Unrecht, wenn er die Öko-Techniken als Beispiele dafür anführt. Die hätten sich trotzdem durchgesetzt, wenn sie Vorteile gehabt hätten.

    PS Ich fand Lesch noch nie gut. Selbst bei „Alpha Centauri“ war er bestenfalls der Hausfrauen-Professor auf dem Niveau „Da stelle mer uns janz dumm“, und das meiste was er dann erzählt hat war mehr oder weniger Schulwissen. Inzwischen ist er völlig auf öko abgedriftet. Heinz Haber, Hoimar v. Ditfurth, Volker Arzt waren ganz anderes Kaliber im Vergleich. (Obwohl Ditfurth gegen Ende auch ins Grüne abdriftete)

  13. …und man vergesse auch den Bublath nicht.

    Die Niveaulosigkeit in der technisch/wissenschaftlichen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen ist gewollt. Denn man schielt nur auf die Quote. Man könnte es besser machen -- aber man will es eben nicht. Man will vor allem dem Zuschauer nichts zumuten -- und merkt dabei nicht, wie sehr man diesen dadurch geringschätzt.

    Lesch bestätigt damit außerdem ganz wunderbar meine letzten beiden Texte, in denen ich mich einerseits mit diesem Qualitätsverlust und andererseits mit der Unkenntnis über die wirkliche Technikgeschichte (Elektromobilität wurde auch nach dem 1. WK noch sehr intensiv betrieben) auseinandersetze.

  14. Er hat Recht mit der Aussage, dass der Krieg Forschung behindert. Ist ja logisch, Kireg bremst ja das gesamte Zivilleben aus.

    Er hat Unrecht, wenn er die Öko-Techniken als Beispiele dafür anführt. Die hätten sich trotzdem durchgesetzt, wenn sie Vorteile gehabt hätten.

    Im Endeffekt kommt die ganze Energiewende / Ökokommandowirtschaft der Kriegs(kommando)wirtschaft am nächsten.
    Ressourcen werden entsprechend der „Nachfrage“ der Kommandoeliten eingesetzt, während die freie Nachfrage nicht ausreichend bedient wird.
    In Kriegen werden dann halt statt „Volkswagen“ Kübelwagen produziert. Die Energie- und Rohstoffressourcen wandern in die Waffenproduktion. Heere müssen versorgt werden, während das Volk Lebensmittelrationen auf Karte erhält, etc., etc. Geld kommt aus der Notenpresse. Bereicherung der Kriegswirtschaftsprofiteure. Sinnvolle Innovation leidet unter einseitiger Innovation zugunsten „kriegswichtiger“ Projekte, wie „Wunderwaffen“. In Berlin glaubt man an den Endsieg.

    In der Ökokommandowirtschaft werden Energiepflanzen statt Lebensmittel angebaut, Windräder statt Rheinbrücken gebaut, statt Verdunklung wird Dämmung befohlen (einmal im Jahr wird dann auch verdunkelt…) und „Energiekarten“ werden in Form vom Smartmetern „gedruckt“, um auf Rationierung vorbereitet zu sein. Geld kommt aus der Notenpresse. Bereicherung der Sonnenkönige und der Wind- Mais- Kulaken. Sinnvolle Innovation wird ökokorrekt behindert, dafür glaubt man an Wunder, wie die Versorgung einer Industrienation mittels Zufallsenergielieferanten. In Berlin glaubt man immer noch…

    Es bleibt eigentlich nur die rhetorische Frage, gegen wen unsere Ökokommandoeliten zur Zeit Krieg führen? Die echte, offene Frage: Warum eigentlich?

  15. Kriege, 1.Weltkrieg, 2.Weltkrieg und auch zwangssozialisierte Systeme (=DDR/Kommunismus) haben eines gemein….das Diktat und der Kampf gegen eine freie Marktgesellschaft (Wirtschaft).
    Und die freie Marktgesellschaft/Wirtschaft wird heut zu tage in den nächsten Krieg gezwungen. Dieser Krieg wurde von den Grün-Sozialisten in Form einer Energiewende im Zwang eines EEG-Diktat der freien Marktgesellschaft/Wirtschaft erklärt. Egal welche Kriege in dieser Welt….alle haben eines gemein….die Diktatur einer Politischen Ideologie. Und immer wird sich der Krieg gegen den freien Markt und damit gegen die Freiheit einer Marktgesellschaft (Bürger) richten.
    Das EEG, die Energiewende, die menschengemachte CO2-Erwärmungslüge/Verteufelung, der Energieeinsparzwang….sind politische/ideologische Zwangswerkzeuge um eine freie Marktgesellschaft erst den Kampf anzusagen und wenn sich diese freie Bürgergesellschaft dann nicht rechtzeitig wehrt in einen Bevormundungsstaat ala DDR-System zu unterdrücken.
    Wir befinden uns schon in mitten dieses Unterdrückungskrieg…die Energiewende/EEG steht für das Diktat einer politischen Ideologie und beraubt uns Bürgern unserer Freiheit selbst zu entscheiden und beraubt uns unserer Kinder Zukunft in einer Welt von Wohlstand und Fortschritt und Freiheit aufzuwachsen.

  16. @ FK 9 Pilot

    Es bleibt eigentlich nur die rhetorische Frage, gegen wen unsere Ökokommandoeliten zur Zeit Krieg führen? Die echte, offene Frage: Warum eigentlich?

    Die sind von der Vorstellung durchdrungen, die ganze Welt müsse ein Kreislaufsystem sein. Alles wird von der Natur ausgeliehen und wieder verwertet und in natürliche Kreisläufe integriert. Das ist sozusagen der Grundgedanke der Gaia-Philosophie oder der grünen Nachhaltigkeit. Entwicklungen in Technik oder Wissenschaft haben sich diesem Prinzip unterzuordnen. Das verbrennen von Öl oder Kohle lässt sich darin nicht integrieren, also ist es von Haus aus etwas Schlechtes, auch wenn es Vorteile bringt. Diese Vorteile bewirken auf lange Sicht eine Schädigung der Kreislaufsysteme von Mutter Erde.

    Soweit die Theorie, oder die Philosophie, vielleicht der Glauben. In der Praxis stellt sich das dann wesentlich komplexer dar, weshalb dann solche Dinge wie ein ökologischer Fussabdruck konstruiert werden, oder die Aufnahmefähigkeit von Senken, also dort wo unsere nicht nachhaltigen Abfälle verschwinden sollen. Daraus wird dann wieder ein Gerechtigkeitsprinzip abgeleitet, dass jeder Mensch das gleiche Recht auf sein Stück der Deponie hat. Und so weiter und so fort.

    Diese Philosophie ist nachvollziehbar und es liegt wahrscheinlich an ihrer Schlichtheit, dass sie auf so breite Zustimmung bauen kann.

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