Holger Krahmer: Komplettes Versagen europäischer Klimapolitik

4. Februar 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Emissionshandel, Klimawandel, Politik

Nach dem Scheitern des Klimagipfels von Kopenhagen reagiert das politische Europa trotzig, anstatt sachlich die Gründe für das Scheitern zu analysieren. Kopenhagen hat eine veränderte politische Weltbühne hinterlassen: Europa muss einen dramatischen Verlust seiner politischen und ökonomischen Bedeutung zur Kenntnis nehmen. Es wurde bei dem zwischen den USA, China und Indien ausgehandelten Kompromiss noch nicht einmal an den Tisch gebeten. Letztlich blieb der EU gar nichts anderes übrig, als der unverbindlichen Klima-Erklärung zähneknirschend zuzustimmen, um sich nicht in der politischen Sektiererecke mit Robert Mugabe und Hugo Chavez wiederzufinden. Von einer Vorreiterrolle Europas in der Klimapolitik kann nicht mehr gesprochen werden. Der Rest der Welt ist an Europas Regulierungsideen schlicht nicht interessiert. Die seit langer Zeit absehbaren Interessensunterschiede zwischen Industrie- und Schwellenländern sind unüberwindbar. Das “Nein” zu verbindlichen Minderungszielen ist eindeutig, denn die ärmeren Länder wollen sich ihre Entwicklungsmöglichkeiten nicht beschneiden lassen. Außerdem sind sie auf die immer noch verhältnismäßig preiswerte Nutzung fossiler Rohstoffe angewiesen.

Brüssel und Europas Hauptstädte tun sich nun schwer, diese Realität zu akzeptieren. Stattdessen werden erneut Hoffnungen auf Ergebnisse künftiger Klimagipfel geschürt. Die Chancen auf ein internationales Abkommen sind angesichts dieser Situation allerdings gleich null. Was Europa jetzt nicht braucht, ist ein “Weiter so” oder gar eine einseitige Verschärfung der Klimapolitik. Die hohen Folgekosten der CO2-Minderungspolitik sind bereits jetzt ein Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Volkswirtschaften.

Kopenhagen markiert das komplette Versagen europäischer Klimapolitik. Ein Ausstieg mit Gesichtswahrung aus dieser gescheiterten Strategie ist der Versuch, den UN-Prozess zur Erreichung eines Klimaabkommens in Frage zu stellen und stattdessen bilaterale Abkommen anzustreben. Beispielsweise die Schaffung eines gemeinsamen CO2-Handelsmarktes mit den USA. Auch das wird Wunschdenken bleiben, denn Emissionshandelsideen werden im US Kongress seit Jahren erfolglos diskutiert. Amerikanische Airlines haben im Dezember vor englischen Gerichten gegen ihre zwangsweise Einbeziehung in den EU-Emissionshandel Klage eingereicht. Und nachdem auch der US Präsident die Europäer in Kopenhagen links liegen gelassen hat, sollte man keine Sekunde davon ausgehen, dass die USA eine Einladung zu solchen Gesprächen auch nur annehmen.

Notwendig ist ein Strategiewechsel: Statt der Fokussierung auf willkürlich gesetzte CO2-Minderungsziele, sollte Europa sein innovatives Potential nutzen und die Erforschung neuer Technologien verstärken. Die Anpassung an unvermeidliche und unkontrollierbare Klimaänderungen muss Priorität bekommen. Das Ende der Klimahysterie ist eingeläutet. Zeit also, die Kritiker der dogmatischen Klimapolitik in die Debatte einzubeziehen, denn immer mehr Bürger stehen den propagierten Weltuntergansszenarien skeptisch gegenüber. Zu Recht: Der angebliche Konsens in der Wissenschaft zu den Ursachen klimatischer Veränderungen entpuppt sich mehr und mehr als Zitierkartell politisierter Wissenschaftler, dem es gelungen ist, die mediale Deutungshoheit über eine These zu erlangen. Bekannt werdende Datenfälschungen und der Fakt, dass eine vorhergesagte Temperaturerhöhung in den letzten Jahren ausgeblieben ist, sorgen für einen Glaubwürdigkeitsverlust der gängigen Klimaforschung. Wir wissen über die Ursachen der Veränderungen des komplexen Systems „Klima“ offenbar wenig. Notwendig ist ein neuer, ganzheitlicher und transparenter Forschungsansatz in der Klimawissenschaft. Alle Wissenschaftsströmungen müssen berücksichtigt werden. Auch müssen wir uns darauf besinnen, dass die Anpassung an sich ständig, zum Teil dramatisch ändernde, klimatische Bedingungen in der Menschheitsgeschichte der Normalfall war und eine Erfolgsgeschichte der Evolution ist. Der Ressourceneinsatz dafür lohnt sich allemal.

Anmerkung von Peter Heller: Ich danke Herrn Krahmer herzlich für die Zustimmung, diesen Text (inklusive Bild), den einige Leser sicher bereits bei achgut gelesen haben, auch hier veröffentlichen zu dürfen.  Er vertritt eine Sicht auf die aktuelle Klimapolitik, die ich teile. Die Frage „Anpassung oder Vermeidung“ ist auch nach meiner Auffassung eine der Kernfragen der aktuellen politischen Debatte.

Zum Autor: Holger Krahmer ist seit 2004 für die FDP Abgeordneter im Europäischen Parlament und dort u.a. Mitglied in den Ausschüssen für Klimapolitik (nichtständiger Ausschuß) und  für  Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit. Weitere Angaben zu seiner Biographie und seiner aktuellen Arbeit finden Sie auf seiner Homepage.

Bildquelle: Link

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17 Kommentare
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  1. Auch meinen Dank an Herrn Krahmer für die gelungene und sicher auch sehr realistische Einschätzung der Situation nach der gescheiterten Klimakonferenz in Kopenhagen.

    Die dadurch eingeleitete, oder besser erzwungene Wende in der Klimapolitik, wird sicher ein mühseliger und langwieriger Prozess werden. Die hierzu erforderliche kritische Diskussion muß allerdings auch erst aus den Hinterzimmern in die politische Öffentlichkeit vordringen und sich von ihrer bisher auf Untergang und Katastrophe fixierten Sprache trennen. Die durch den Klimahype verursachten wirtschaftlichen Schäden, lassen sich aber dadurch nicht wieder rückgängig machen. Die Verluste in der politischen Glaubwürdigkeit sind dabei auch nicht vom Tisch zu wischen.

    Sollte es gelingen, hier einen Strategiewechsel herbeizuführen, so darf dieser Schwenk zu „Anpassung und Vermeidung“ aber nicht ebenso zu einem neuen, überhitzten Hype führen. Hier sollte auf reale Risiken in angemessener Weise reagiert werden und der zu erwartende Klimawandel in seinen Auswirkungen, besser in die Wichtigkeitsskala der dringendsten Probleme der Menschheit eingeordnet werden.

    Die Denkweise, Einschränkung und Wachstumsminderung führe zu einer besseren Gesellschaft, muß durch die Erkenntnis ersetzt werden, daß die Menschheit durchaus das Potential zur Verbesserung der Welt durch Fortschritt verfügt. Nicht das Weniger sollte das Primat haben, sondern das Besser.

  2. indien hat sich aus dem un weltklimarat zurückgezogen und gründet nun einen eigenen klimarat. hoffentlich wird er dann nicht auch wieder unterwandert von lügner und betrügern.

    mfg

    ps: einfach ma danach googeln ging durch die tagespresse.

  3. Seltsam, schon wieder taucht der Begriff „Sektierer“ auf, nachdem ich am Freitag in der THA in Gummersbach von einem Verantwortlichen der THA von diesem ebenfalls als angeblicher „Sektierer“ beschimpft worden bin. Nur weil ich die THA über die Geheimakte beim NRW-Justizministerium informieren wollte…

    Man sollte wissen: „Sektierer“ stammt aus dem SED-Sprachgebrauch….

    Seltsam, daß dieser Sprachgebrauch bereits Einzug im liberalen Umfeld gefunden hat.

  4. Wir bewegen uns doch eher in die Richtung, die liberale Gesellschaft ‚über Bord zu werfen‘. Die ‚Gutmenschen‘ haben den Marsch durch die Institutionen erfolgreich bestritten. [… (durch Admin gelöscht)], heute haben wir Gabriel und Trittin. Und in England diskutiert man, ob Leugnen des Klimawandels unter Strafe gestellt werden soll. Das Diskutieren EINER THEORIE soll betraft werden ????? Offensichtlich sind wir wieder im 16. Jahrhundert angekommen! Vielleicht war das ja der Year 2000 Bug, und wir haben’s gar nicht gemerkt.

    Hallo Herr Wanninger,
    tut mir leid, aber nach reiflicher Überlegung habe ich einen Halbsatz aus Ihrem Kommentar gelöscht. Nazi-Vergleiche sind oft kritisch. Ich denke, daß die Herren Gabriel und Trittin zwar eine völlig verkehrte Politik vertreten, aber es deswegen nicht verdient haben, gleich so sehr diffamiert zu werden. Ich bitte um Verständnis, wir müssen hier gerade in der aufgeheizten Debatte schon aufpassen, was wir zulassen, und was nicht. Da bin ich lieber einmal zu überkritisch. Vielen Dank. -- Peter Heller

  5. Das ist ja schön, dass sich die FDP jetzt offiziell dazu bekennt, die offizielle Partei für die Klimawandelleugnung zu sein. Ist ja auch kein Wunder, bei Exxon gibt es immerhin die größten Spenden von allen.

    Als nächstes Lesen wir dann von Herrn Krahmer, warum man das deutsche Haushaltsdefizit nur senken kann, wenn man die Einnahmen verringert und die Ausgaben erhöht. Und die gleiche Sinnhaftigkeit besitzt auch dieser Text.

  6. @ _Flin_ #8

    Interessant, was Sie so aus dem Text herauslesen. Herr Krahmer „leugnet“ an keiner Stelle, dass ein Klimawandel stattfindet. Das wäre ja auch völliger Unsinn, schlißlich wandelt sich das Klima auf der Erde seit 4,5 Milliarden Jahren.

    Was Herr Krahmer kritisiert ist die völlig weltfremde Politik der CO2-Vermeidung, wie sie von der EU forciert wird. Und dass die EU unbeirrt an diesen Zielen festhält, obwohl immer deutlicher wird, dass der sogenannte Konsens unter den Klimaforschern ein „Zitierkartell politisierter Wissenschaftler“ ist, „dem es gelungen ist, die mediale Deutungshoheit über eine These zu erlangen.“ Wobei die angeblichen Wissenschaftlichen Belege für die katastrophalen Folgen vor allem das Wunschdenken einiger NGOs wie WWF und Greenpeace widerspiegeln.

    Angesichts dieser Ausgangslage fordert Herr Krahmer, aus meiner Sicht völlig zu Recht, einen Strategiewechsel: „Statt der Fokussierung auf willkürlich gesetzte CO2-Minderungsziele, sollte Europa sein innovatives Potential nutzen und die Erforschung neuer Technologien verstärken. Die Anpassung an unvermeidliche und unkontrollierbare Klimaänderungen muss Priorität bekommen.“

    Das ist eine Strategie, die sich vielleicht nicht an den Untergangsprohezeiungen der NGOs orientiert, sondern an den politischen und wissenschaftlichen Realitäten.

  7. Schöner Artikel und endlich ein leiser Ansatz beginnender Rückkehr in die Realität, ich wünsche mir mehr solcher Politiker (egal aus welcher Partei) die jetzt anfangen die Notbremse zu ziehen.

    @ Flin

    Tja so sind die Klimafanatiker nun mal, passt etwas nicht ins grüne Klimaschutzbild, ist das garantiert von EXXON bezahlt oder von sonstiger ÖL/Kohle-Lobby, toll wenn das eigene Weltbild so primitiv aufgebaut ist.

    Betrachtet man die deutschen Gesetze zu den Erneuerbaren mal genauer, dann sind diese direkt durch Lobbyisten und Sympatisanten durchgewunkene Freibriefe für den „Energiesozialismus“.
    Einige wenige sichern sich per Windmühle/Solaranlage eine 20jährige Rendite um die 10% und der Rest der Bevölkerung bezahlt das dann per EEG-Zulage (derzeit 2,05Cent/kWh Ohne MwSt) mit seiner Stromrechnung.

    Deutschland hatte bis Dato eine fast perfekt funktionierende Stromversorgung, nun klatscht man an jeder möglichen und unmöglichen Stelle Windparks hin und die Netzbetreiber dürfen dann sehen wie sie dann den Strom daraus an den Mann bekommen oder weg transportieren.
    Schafft der Netzbetreiber nicht rechtzeitig, dann zahlt er halt auch für den Strom der nicht produziert werden konnte.

    Das kenne ich noch aus alten DDR Zeiten, Papa verkauft seine 5 Kilo Erdbeeren zu garantierten Höchstpreisen an den Konsum und Muttern steht schon im Laden um diese Erdbeeren dann für billige Preise wieder zurück zu kaufen.

    Mal ganz ehrlich junger Mann/Frau, die EEG-Lobby richtet in Deutschland einen derart hohen finanziellen und wirtschaftlichen Schaden an, das es einem die Fussnägel nach oben kräuselt.
    Ich hoffe das sich endlich einige Politiker aufraffen und dieser Lobby mal ein Riegel vor Ihrer Geldgier schiebt, der solare Ansatz ist schon mal ein kleiner Anfang in dieser Richtung.

    PS. In Deutschland vertickt man 1 kWpeak Photovoltaik für 3.500 Euro, in Thailand kostet der selbe Spass gerade mal 1200 Dollar, aus diesen Grunde kann ich das Gejammer der Solarindustrie einfach nicht mehr hören.

    PPS. EXXON hat leider ausgedient als böser Feind, sucht euch endlich mal ein paar echte Argumente.

  8. @Wanniger

    Ich muss den Herrn Heller recht geben, Skeptiker-Blogs sind , vor allem wenn sie auf deutschen Servern gehostet sind, im besonderen Blickfeld der Klimafanatiker.
    Deshalb müssen wir Kommentatoren besonders darauf achten alle rechtrelevanten Äusserungen zu unterlassen, um die Betreiber dieser Seite nicht in Gefahr zu bringen von klagewütigen Anwälten überfallen zu werden.
    Skeptiker werden halt gerne mal in die Rechte Ecke gedrängt und jedem Klimafanatiker ist es ein innerer Abgang seine dümmlichen Vorurteile bestätigt zu sehen.

    Fazit, selbst wenn einem mal vor Wut das Blut in den Adern kocht, beim Schreiben sollten die Emotionen draussen bleiben um dieser „Mischpoke“ keine Angriffsfläche zu bieten.

    Hochachtungsvoll
    Heinz Eng

  9. @Heinz Eng

    Von „Skeptikern“ mag ich eigentlich gar nichts mehr wissen, denn jeder einigermaßén ehrenwerte Wissenschaftler muß zugleich Skeptiker sein, wie ich hier schon einmal erläutert habe.
    Insofern hat dieser Blog schon den falschen Titel 🙂
    Wenn ein Wissenschaftler sich nicht politisch prostituiert, wird es kaum gelingen, ihn in rechte, linke oder sonstwelche Ecken zu stellen. Wissenschaftliche Ergebnisse sind eben keine politischen Statements, und diejenigen, die das nicht auseinanderhalten können, sollten „cui-bono-mäßig“ intensiv unter die Lupe genommen werden. Das ist ja nun schon an einigen IPCC-Figuren durchexerziert worden. Andere werden folgen, und auch hierbei ist es völlig gleichgültig, ob diese rechts-, links-, oben- oder untenextrem sind.
    Belegte wissenschaftliche Ergebnisse sind nicht justitiabel, persönliche Beleidungen wohl. Konzentrieren wir uns also hier auf ersteres.

  10. Lieber Theobald

    Volle Zustimmung, was haben politische Ansichten mit dem Klimawandel und dessen Erforschung zu tun, nichts.
    Wissenschaftler sollten das machen was Sie mal gelernt hatten, forschen und ihre eigenen Forschungsergebnisse solange anzweifeln bis doch ein Beweis oder auch Gegenbeweis aufgetaucht ist.

    Leider lassen sich einige Forscher allzugern missbrauchen für gewisse Ideologien (3.Reich ist ein anschauliches Beispiel) oder die Raketenforscher die von der USA und SU aus Deutschland geholt worden sind.
    Der IPCC hatte eine eindeutige politische Agenda und die fällt diesen Damen und Herren jetzt gewaltig auf die Füsse, nur müssen auch die Klimafanatiker das endlich begreifen, was diese aber aus Glaubensgründen einfach rundweg ablehnen.

    Diesen Klimagläubigen ist jedes Mittel recht uns aus der Öffentlichkeit und dem Internet zu vertreiben, deshalb die etwas übertriebene Vorsicht.
    Wenn Sie wüssten, was mir manchmal so auf der Zunge liegt………….ich würde wohl lebenslänglich hier gesperrt werden.-:)))

    Hochachtungsvoll
    Heinz Eng

  11. Lieber Herr Eng,

    Wenn Sie wüssten, was mir manchmal so auf der Zunge liegt………….ich würde wohl lebenslänglich hier gesperrt werden.-:)))

    Na, das würden wir uns aber niemals erlauben. 😉

  12. In der Tat, es wäre wohl ein gewagtes Unterfangen, Heinz Eng hier im Blog lebenslänglich einzusperren… 🙂 *juchz* *schenkelklatsch* (muß auch mal sein)

    Der IPCC hatte eine eindeutige politische Agenda…

    Daran konnte bei einer UN-Gliederung nie ein Zweifel bestehen.
    Über die Maßen bedenklich ist jedoch, daß sich Wissenschaftler zu einer Zielforschung -- mit möglichweise vorgegebenem Wunschresultat -- rekrutieren ließen.

    Man kann am IPCC vieles als wissenschaftlich unseriös kritisieren, wie in letzter Zeit auch medial emporgeschwappt ist.
    Doch der Knüller -- ich wies schon einmal darauf hin -- ist Phil Jones‘ Aussage, daß nur 10 -- 20 % der Erdoberfläche in die Berechnung des grobbrauchbaren statistischen Artefakts „Globaltemperatur“ durch terrestrische Messungen einbezogen werden -- nebenbei in einer geographischen Verteilung, die in keiner vernünftigen statistischen Verteilung, einer Voraussetzung für einen „Mittelwert“, abbildbar ist. Ebenfalls machte ich auf die sonderbare zeitabhängige „Enwicklung“ der Meßstellenverteilung aufmerksam. Folgerichtig besitzt die Menschheit keinerlei statistisch zuverlässige, terrestrisch gemesseneTemperaturdaten über einen genügend langen Zeitraum, aus der sich eine globale Mitteltemperatur und deren Entwicklungsdynamik berechnen ließe.
    Ja bitteschön, woraus wollten die Sektionen 2 und 3 des IPCC irgendwelche Schlußfolgerungen ziehen? Etwa aus dem Mistkübel der Sektion 1?!

  13. @ Theobald Tiger

    Ja bitteschön, woraus wollten die Sektionen 2 und 3 des IPCC irgendwelche Schlußfolgerungen ziehen? Etwa aus dem Mistkübel der Sektion 1?!

    Uns wird doch gerade sehr schön anschaulich dargestellt, woher die Informationen kommen. In der WG I werden die Ergebnisse von Brainstormings publiziert, in denen ermittelt wird, wie schlimm sich ein CO2-Anstieg hypothetisch maximal auswirken könnte. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass es auch nur die wirklich dramatischen Vorhersagen in den Report schaffen. Alles andere wird nach Kräften draußen gehalten.

    Aus diesen Reports und den Publikationen im Vorfeld erstellen dann im Anschluss an den jeweiligen Bericht diverse NGOs wie Greenpeace und der WWF Schauermärchen, die dramatische Konsequenzen für Eisbären, Wüsten, Ozeane, das Polareis oder was auch immer, aufzeigen. Diese Reports werden dann für den WG II Bericht umgeschrieben und zusammengefasst. Wenn das noch nicht reicht, nimmt man noch ein paar Artikel aus populärwissenschaftlichen Magazinen dazu.

    Und in der WG III dürfen sich dann die diversen Hersteller von EEG-Strom, Hybridautos und die Forscher, die sich z.B. mit der Kohlenstoff Sequestierung beschäftigen, nach Herzenslust austoben. Geld spielt keine Rolle, weil es ja erstens um die Rettung der Welt geht, und zweitens der Klimawandel per Definition ohnehin viel mehr Geld kostet, als jede noch so unsinnige CO2-Vermeidung.

    Dieses Riesenpamphlet wird dann durch Pachauris Ritterschlag zum wichtigsten wissenschaftlichen Dokument der Menschheitsgeschichte geadelt. Kritik daran ist ein Beleg dafür, dass man ein zynischer, menschenverachtender Industrielobbyist ist und sämtliche Taschen prallvoll mit schmutzigen Exxon-Dollars hat.

  14. Weil es hier gerade so schön paßt:

    There is no scientific merit to be found in the Executive Summary. The presentation sounds like something put together by Greenpeace activists and their legal department. The points being made are made arbitrarily with legal sounding caveats without having established any foundation or basis in fact. The Executive Summary seems to be a political statement that is only designed to annoy greenhouse skeptics. Wasn’t the IPCC Assessment Report intended to be a scientific document that would merit solid backing from the climate science community – instead of forcing many climate scientists into having to agree with greenhouse skeptic criticisms that this is indeed a report with a clear and obvious political agenda. Attribution can not happen until understanding has been clearly demonstrated. Once the facts of climate change have been established and understood, attribution will become self-evident to all. The Executive Summary as it stands is beyond redemption and should simply be deleted.
    Dr. Andrew A. Lacis -- NASA GISS

    Gefunden bei WUWT
    Das ist ein Kollege vom Hansen am GISS
    :mrgreen:

  15. @Theobald

    „schmunzel“

    In der Tat, es wäre wohl ein gewagtes Unterfangen, Heinz Eng hier im Blog lebenslänglich einzusperren… *juchz* *schenkelklatsch* (muß auch mal sein)

    Dat geht doch nicht, wer soll denn sonst den Klimafanatikern und Ökobesudelten bei R-E die fixe Idee einer Machbarkeit einer Vollversorgung mit 100% Erneuerbarer Energien ausreden……………..ups, war ich das jetzt?

    Da zitiere ich doch glatt mal ein Satz der genialen Hanna Thiele zum Thema EE

    …All die „Guten“ und „Gerechten“ wollen die EVUs schädigen bis zerschlagen, erwarten aber gleichzeitig, daß sie die Chose Stromversorgung am Laufen halten, wenn sie selber mal keinen Strom abzuliefern haben, weil weder Wind weht, noch die Sonne scheint. Der Fernseher darf natürlich nicht ausgehen, vor dem man gerade mit Gruseln genießt, wie die Welt untergehen würde, würden wir alle nicht edelmütig mit vereinten Kräften den CO2-Teufel aus der Stromversorgung austreiben.

    EF-Magazin

    Treffender kann man den Irrsinn nun wirklich nicht mehr beschreiben.

    Einen wunderschönen Wintertag allen Beteilgten hier, bei uns fängt es gerade wieder an die Folgen der globalen Erwärmung auf unseren Gehweg rieseln zu lassen und das bei überhitzen -4°C.

    MfG
    Heinz Eng

  16. Nun hat Heinz Eng ganz elegant den Bogen über -- die auch von mir sehr geschätzten -- Hanna Thiele zurück zum generationenfolgenden Autor dieses Beitrages geschlagen. Kommen doch beide aus demselben Stall, der offenbar noch Platz für derlei Selbstdenker einräumt.
    Einen Spaziergang auf seiner Homepage kann ich nur empfehlen. Manche Menschen können noch Mut machen. Und ich weiß nun auch, wo ich beim nächsten Aufenthalt in meiner Geburtsstadt an einem Freitag e Schälsch’n Heeß’n trinken werde, Genuß eines guten Gesprächs eingeschlossen.

  17. @Theobald

    Ich liebe intelligente Selberdenker^^.

    Weil wir gerade so schon beim Irrsinn sind, die Welt hat sich wieder mal getraut die Wahrheit zu veröffentlichen.

    Strom in Deutschland wird erheblich teurer

    Deutsche Stromkunden müssen sich auf kräftige Preiserhöhungen in diesem Jahr einstellen. „Ich rechne damit, dass ein großer Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 7000 Kilowattstunden 2010 mindestens 100 Euro alleine für die Solarstromförderung zahlen muss“, sagte Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZVB) der WELT. Grund dafür ist die sogenannte EEG-Umlage. Diese gesetzlich festgelegte Unterstützung für Betreiber von Anlagen, die erneuerbare Energien produzieren, zahlen alle Stromkunden über ihre normale Rechnung. Und zwar unabhängig davon, ob sie Öko- oder Atomstrom beziehen. Seit Anfang des Jahres ist die EEG-Umlage vereinheitlicht und beträgt 2,047 Cent……

    Doch dabei haben sich die Stromnetzbetreiber dem Energieexperten Krawinkel zufolge kräftig verkalkuliert: „Die EEG-Umlage wird noch in diesem Jahr deutlich steigen“, sagte er WELT ONLINE. Denn die Prognosen zum Zubau von Solarstromanlagen gingen von viel zu niedrigen Werten aus. Mittlerweile sind bereits ein Vielfaches mehr Anlagen neu entstanden, als vorhergesagt. Was nach Berechnungen des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen allein für die im vergangenen Jahr gebauten Anlagen Mehrkosten von mehr als zehn Mrd. Euro bedeutet.

    Für gerade mal 0,6% der Jahresstromerzeugung berappen wir jetzt schon fast 50% der Gestehungskosten der Konventionellen, die es sogar schaffen uns des Nächtens mit Strom für die Glotze zu versorgen.

    Bitte Link an alle Freunde und Bekannte weitergeben, da muss ich mir nicht immer den Mund fusselig reden.
    (Zur Not geht auch mal das „Ausdrucken des Internets“)

    MfG
    Heinz Eng

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