In eigener Sache: Novo Argumente 112 erschienen

17. Oktober 2011 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Internes, Medien

Die neue Ausgabe der Novo Argumente ist erhältlich und sie hat Gewicht. Denn sie kommt nicht mehr als Heft, sondern als Buch daher: 341 Seiten mit 36 Artikeln von 29 Autoren bieten einen liberalen und scharfzüngigen Rundumschlag durch die Debatten der Zeit. Eurokrise, Energiewende, Islamangst, Regulierungswahn, Überbevölkerung und der arabische Aufbruch sind die Leitthemen, unter die die einzelnen Texte gruppiert wurden. Das steht zwar auch vorne drauf, ist aber, da mit weißer Folienschrift auf weißem Untergrund gedruckt, bei einem flüchtigen Blick nicht wirklich erkennbar. Dieser Gestaltungsfehlgriff ist aber auch die einzige kritische Anmerkung, die ich zum neuen Konzept habe. Die Novo soll jetzt immer so erscheinen, zweimal im Jahr, als Taschenbuch mit mehr Inhalt. Die gedruckte Ausgabe ist eng vernetzt mit dem Online-Auftritt. Viele Artikel sind bereits online erschienen, sie werden teils erweitert und überarbeitet erneut präsentiert. Andere Texte wurden exklusiv für die gedruckte Ausgabe verfaßt und werden nach und nach im Web erscheinen. Die interessantesten Leserkommentare von den Novo-Seiten werden ebenfalls dokumentiert. Man möchte auf diese Weise eine engere Verzahnung zwischen Print und Online herstellen. Eine spannende Idee mit Potential, man wird sehen, ob und wie das ankommt. Denn in dieser Form hat die Novo natürlich auch ihren Preis: Euro 19,80 im Einzelverkauf.

Ich habe natürlich noch nicht alles gelesen. Aufgefallen ist mir, daß es im Segment “Energiewende” ausschließlich um Kernenergie geht. Frank Furedi analysiert, wie es dem einen Angstthema (“Strahlung”) gelungen ist, das andere Angstthema (“Klimawandel”) abzulösen. Heinz Horeis (Erschaffer der Bezeichnung “NIEs”) erkennt nur Ratlosigkeit in der deutschen Energiepolitik – gerade im internationalen Vergleich. Thilo Spahl dokumentiert in äußerst erhellender Art und Weise, wie hysterisch übertrieben die Angst vor Radioaktivität in Wahrheit ist. Und ich habe auch wieder etwas beigesteuert – über Thorium als Brennstoff und die Maschine, die diese Energiequelle nutzen kann, den Thorium Flüssigsalzreaktor.

(Spürnase Quentin hat den Text bereits online gefunden, obwohl er noch nicht auf den Novo-Seiten und im Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe verlinkt wurde.)

Von daher sei mir dieser kleine Werbetext verziehen. Ich bin sicher, viele unsere regelmäßigen Leser werden die neue Novo genießen, so renommierte Federn wie Günter Ropohl, Brendan O’Neill und natürlich (unser) Günter Keil bereichern den Band ebenfalls. Im Bücherregal macht sich das Ding auch sehr gut, es zu besitzen, zeichnet jedenfalls den anspruchsvollen Leser aus. Der Kauf dient schließlich einer guten Sache, denn dadurch kann Novo Argumente on- wie offline weiter verbessert werden.

(Es sei auch an dieser Stelle einmal mehr betont: Alle Autoren arbeiten ehrenamtlich für die Novo, auch die Profis, die Einnahmen dienen allein der Deckung der anfallenden Kosten für Organisation, Internetauftritt, Druck und Vertrieb.)

Ein Abo lohnt sich übrigens nicht nur finanziell. Am 19. November ist der jährliche Novo-Empfang in Frankfurt, zu dem Leser und Autoren eingeladen werden. Das Thema in diesem Jahr ist die zunehmende Regulierung individueller Verhaltensweisen durch den Staat. Ich werde dort sein. Vielleicht trifft man sich ja mal.

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3 Kommentare
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  1. Nein nein, ich bin keine Spürnase, habe nur einen RSS-News-Reader für Novo aktiviert. Für Science-Skeptical übrigens auch, sowie für ein paar andere Seiten. Ansonst bin ich gespannt auf das Novo, da ich es erst am Wochenende abonniert habe, wird es wohl noch ein paar Tage dauern bis es im Postkasten ist.

  2. Die neue Novo Ausgabe lag am Freitag auch bei mir im Briefkasten. Ich habe bisher einige Texte angelesen (den oben erwähnten Text von Peter Heller habe ich natürlich sofort komplett gelesen und möchte ihn als ersten Text dieser Ausgabe sehr empfehlen), und bin begeistert von der Qualität der Beiträge. Und auch das neue Format gefällt mir sehr gut. Es macht sich besser in meinem Bücherregal und man kann es sehr gut auch im Bett lesen.

    P.S.: Der jährlich stattfindende NOVO-Empfang ist in der Tat ein sehr guter Grund ein Abo abzuschließen. Ich werde am 19. November auf jeden Fall dabei sein.

  3. Seit zwei Tagen habe ich nun das neue Novo vorliegen, allerdings noch nicht viel Zeit gehabt darin zu lesen. Es sind ja durchweg Beiträge darin zu finden, die man nicht so nebenbei wie die Tageszeitung liest, oder auch die News im Internet.

    Was mich ein wenig erstaunt, und auch erfreut, ist, wie breit die Themen gestreut sind. Natürlich kannte man das auch vom Online-Auftritt, doch hier ist es noch mal eindrucksvoller. Ich bin mir allerdings auch sicher, dass es einige Punkte geben wird, bei denen ich anderer Meinung bin. Dazu werde ich vielleicht noch Stellung nehmen. Nicht hier, sondern direkt bei Novo. Doch nur ein Beispiel, den Artikel über Miklos Tamas kann ich noch nicht einordnen, einiges daraus erscheint mir sehr befremdlich. Aber da habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet.

    Auf jeden Fall ist es gut angelegtes Geld wenn man sich das Buch zulegt.

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