Irgendwo weht immer Wind, oder?

12. März 2015 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Windkraft

„Irgendwo weht immer Wind“ ist die lapidare Antwort, die gerne gebraucht wird, wenn man auf den unsteten Charakter der Windkraft hinweist. Gemeint ist damit dann meist, dass man die Schwankungen der Stromproduktion durch Wind irgendwie ausgleichen könnte, wenn man zum Beispiel Windkraftanlagen über ganz Europa verteilen würde. Denn , irgendwo weht ja immer Wind, oder?

Dass diese Aussage so pauschal nicht nur nicht richtig ist, sondern sogar grundfalsch, zeigt die folgende Momentaufnahme aus dem Januar 2015 von Rolf Schuster.

 

Einspeisung Wind De, Se, Dk, Fr

Wenn Politiker, wie etwa die Grüne Bärbel Höhn, sich derart äußert, dann lässt man das noch so durchgehen. Sie dient damit ja nur Ihrer Partei und der grünen Agenda. Und schließlich weiß sie das ja auch nicht besser. ja, glaubt vermutlich sogar ihren Worten.

Anders sieht es aus, wenn solche Worte von jemandem kommen, der es besser wissen muss, schon allein weil er sich jeden Tag professionell mit dem Thema beschäftigt. So jemand ist Professor Jürgen Schmidt, seines Zeichens Leiter des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energie-Systemtechnik (IWES) in Kassel. Seine Antwort auf die Frage, ob bei einem weiteren Ausbau der „Erneuerbaren“ überhaupt eine sichere Stromversorgung garantiert werden könne:

Viel einfacher ist es, wenn man die Stromversorgung europaweit aufzieht – irgendwo weht immer Wind und scheint die Sonne. Dazu braucht es aber neue transeuropäische Leitungsnetze, mit denen man den Strom verlustarm verteilen kann…

Wer es weniger mit dem Glauben hat und seine Meinung auf die Daten stützt, ist vielleicht eher geneigt Wilhelm Busch zuzustimmen. Schließlich wusste dieser schon vor 150 Jahren, dass der Wind ein unsteter Geselle ist:

Ärgerlich

Aus der Mühle schaut der Müller,
Der so gerne mahlen will.
Stiller wird der Wind und stiller,
Und die Mühle stehet still.

So gehts immer, wie ich finde,
Rief der Müller voller Zorn.
Hat man Korn, so fehlts am Winde,
Hat man Wind, so fehlt das Korn.

Einspeisung Wind DänemarkEinspeisung Wind FrankreichEinspeisung Wind Schweden

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32 Kommentare
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  1. Sehr sehr schöne und wichtige Zusammenstellung. Kann ich gut gebrauchen. Dank an Herrn Schuster für seine Fleißarbeit und an Rudolf für das posten.

  2. coole sache :)

    Viel einfacher ist es, wenn man die Stromversorgung europaweit aufzieht – irgendwo weht immer Wind und scheint die Sonne. Dazu braucht es aber neue transeuropäische Leitungsnetze, mit denen man den Strom verlustarm verteilen kann…

    gab es ni ma ne untersuchung von prof. [hier namen einsetzen], welcher eine art korrelationsindex für die windkraft erstellt hatte? da war das ergebnis, das wir für eine sich ergänzende WKA- versorgung bis vor den ural gehen müssten, um die stochastischen schwankungen zu minimieren?

    hab die quelle leider ni mehr und mir fällt der name von dem prof auch ni mehr ein.

    ich werd alt… 😀

  3. @michael m. #2
    Es gab in Kassel mal so einen, der so Analysen erstellt hat. Ich Suche da noch mal, finde im Moment nur einen Vortrag über Smart Grids in dem folgendes gesagt wurde:

    Schon in seinem Vortrag zur Jahresmitgliederversammlung 2009 am 12. Februar hatte uns Prof. Dr. Schmid, Leiter des Fraunhofer IWES am Standort Kassel, in der Folie 4 das Potenzial eines gemeinsamen transnationalen Elektrizitätssystems aufgezeigt. Er hatte für 1,1 Mrd. Einwohner in einem Versorgungsgebiet vom nordafrikanischen Mauretanien im Südwesten bis knapp hinter den Ural im Nordosten und von Island im Nordwesten bis zum saudiarabischen Riad im Südosten ein Hochspannungs-Gleichstromübertragungssystem (HGÜ) bei einem jährlichem Energiebedarf von 4.000 Terawattstunden (TWh) entsprechend 4.000.000.000.000 kWh vorgeschlagen

    Der den sie meinen, war wohl ein Mitarbeiter von dem Schmid.

  4. Jenen Glaubenssatz hörte ich auch schon vor Jahren von einem Kollegen (Diplommathematiker) -- aus vollster Überzeugung. Eine Klofrau hat da vermutlich mehr Alltagsverstand als viele Naturwissenschaftler. Danke für die Info!

  5. Vielleicht denke ich ja einfach zu schlicht und sehe die Genialität des Konzeptes nicht:

    Angenommen die Aussage „irgendwo weht immer der Wind“ wäre richtig und in Spanien bläst der Wind, während Nordeuropa unter einer Inversionswetterlage leidet und wir hätten verlustarme HGÜ-Leitungen quer durch Europa installiert. Dann müssten in Spanien aber so viele Windräder stehen, dass auch nachts ganz Nordeuropa mit versorgt werden könnte. Umgekehrt gilt das natürlich genauso. Wie weit wollen denn die Anhänger der Erneuerbaren den Ausbau treiben? Da steht ja in ganz Europa dann alle 200 m ein Windrad.

  6. @ MOXel
    Das ist ein wichtiger Punkt. Selbst wenn die Aussage stimmen würde, müsste damit jede Region die Kapazität haben, den Rest Europas versorgen zu können. Und auch Stromleitungen, die diese Last abführen können. Dann sähe ganz Europa so aus, wie heute Schleswig Holstein.

    Ich finde den zweiten Teil von Schmidts Aussage übroigens noch bemerkenswerter (fett):

    irgendwo weht immer Wind und scheint die Sonne

    Meint der das wirklich ernst? Ist für ihn Europa ein Reich, in dem die Sonne niemals untergeht? Oder hat er das aus der Studie zum Kombikraftwerk 1, in der man auch mit etwas mehr als 8.000 h solarer Einspeisung in Deutschland gerechnet hatte (leider finde ich die komplette Studie nirgendwo mehr im Netz).

  7. jetzt ist schon wieder ein Beitrag von mir verschwunden. Bei den Leserbriefen an die Tageszeitung kenne ich das, aber hier?

  8. Also jeder halbwegs begabte Hobby-Meteorologe weiß doch, dass das Wetter in Europa/ Nordeuropa durch die Nordatlantische Oszillation NAO mitbestimmt wird und wir häufig Westwindlagen haben. Also wenn der Wind ausbleibt, oder dreht, dann oft über ganz Europa/ Nordeuropa, auch dort wo die Windräder stehen. Aber selbst das bekommen die Klimaschützer nicht hin, dies nachzuvollziehen.

  9. D.h., wenn man die Windkraft in Europa weiter ausbaut, dann haben wir bei viel Wind noch mehr Überschüsse, die man dann in ganz Europa nicht los wird und bei Flaute noch mehr Defizite und muss schnell die konventionellen Kraftwerke hochfahren, oder diese nebenbei laufen lassen um auf Flauten rechtzeitig reagieren zu können. Zudem leidet die Stabilität des Stromnetz darunter und man braucht etliche neue Stromtrassen für den Verschiebebahnhof. Und es hieß früher doch immer, Autarkie und regionale Stromversorgung.

  10. @ Krüger jetzt wollte ich als Seefahrer etwas zu den Flauten sagen und zu dem ganzen Unsinn, aber Beitrag schon wieder weg.

    [Ich habe den Spam-Ordner durchsucht, aber keinen Kommentar finden können. Ist mir ein Rätsel. RK]

  11. # 6 Herr Kipp

    In Wirklichkeit kann man diese Antwort „irgendwo weht immer Wind und scheint die Sonne“ nur als Fazit beim Intelligenz- oder Idiotentest bewerten.

    Wie die aufschlussreiche Grafik von Herren Schuster zeigt, wir sind von Idioten umzingelt, bzw. es fällt gar nicht auf, wie viele Idioten mit akademischen Titeln dekoriert vollmundig Blödsinn veröffentlichen und dabei nicht ausgelacht werden. Die Mehrheit der Narren setzt sich eben auf allen Ebenen „Denkmäler“ entsprechend ihren geistigen Fähigkeiten, wie schon Wilhelm Busch so schön die Situation der Windmüller beschrieb.

  12. @Michael Krüger #9
    So schauts aus. Die Grünen Energiewende Onkels und Tanten können halt wenig mit Prozessen anfangen. Unsere zuverlässig, sichere und volkswirtschaftliche preisgünstige Stromversorgung basiert nun mal auf einen Produkt das kein Lagerprodukt ist, sondern ein „Just in time“ Produkt. Und dieses „Just in time“ Produkt muss immer und immer wieder, in jeder Sekunde im Netz vorhanden sein. Und dieses „Just in time“ Produkt Strom kann nur ein Kraftwerk vonstatten gehen, dass seinen Energieträger jederzeit zur Verfügung und unter Kontrolle hat.
    Weder Sonne, Wind noch gewisse Energiepflanzen werden in ausreichend Maße immer dann zur Verfügung stehen, wenn diese benötigt werden. Und auf der anderen Seite werden diese Energieträger dann immer im Überfluss vorhanden sein, wenn kein Mensch diese braucht.
    Daraus folgt….man kann keine bezahlbare und volkswirtschaftlich vernünftige Energieversorgung auf Basis von den Launen der Natur (Wind, Sonne und Pflanzen) machen. Das ganze Leben müsste sich dann nach den Launen der Natur ausrichten. Und wenn wir das wollen, dann muss man auch dem Volk sagen, dass man wieder zurück ins Vor-Kraftwerks-Industriezeitalter geht.
    In die verklärte Mittelalterzeit, wie es sich die Macher des EEG/Energiewende so gedacht haben. Die Verklärung der „GUTEN-ALTEN-ZEIT“ ist bei solchen Ideologen sehr stark ausgeprägt. Von seinen modernen Wohnhaus aus lässt sich halt immer schön der Verklärung hinter philosophieren. Die Realität ist dann doch etwas sehr hart und für viele nicht mehr erstrebenswert. Merkel und Co. hat dieses „verklärenden Treiben“ zugelassen und auch noch gefördert. Vielleicht lebt diese Frau Merkel auch schon in dieser verklärten alten guten Zeit des Öko-Mittelalter.
    Vielleicht ist der Merkel-Mutti die Moderne selbst zuviel…..?

  13. #9

    D.h., wenn man die Windkraft in Europa weiter ausbaut, dann haben wir bei viel Wind noch mehr Überschüsse, die man dann in ganz Europa nicht los wird und bei Flaute noch mehr Defizite und muss schnell die konventionellen Kraftwerke hochfahren, oder diese nebenbei laufen lassen um auf Flauten rechtzeitig reagieren zu können.

    Hmm. Vor ein, zwei Jahren wurde doch selbst auf höchster politischer Ebene immer was von „Speicherbedarf“ geredet und wie die verrücktesten Energiespeicher entwickelt und aufgestellt werden würden. Es wurde zwar auch vorgerechnet (z.B. hier auf Science Skeptical oder von Herrn Sinn), daß der Speicherbedarf vollkommen unrealisierbar ist, aber das hat die NIE-Befürworter nicht davon abgehalten, trotzdem regelmäßig davon zu schwärmen.
    In letzter Zeit hört man aber so gut wie nichts mehr in dieser Richtung? Haben die Politiker die Schwierigkeiten der Realisierung so großer Speicherkapazität eingesehen und verlassen sich jetzt ganz auf das Prinzip, daß die Sache auch ohne Speicher weiterhin irgendwie gut gehen wird, so wie bisher?

  14. @Fluminist #13
    Der Unmut über die Energie- und Wirtschaftspolitik der Kanzlerin nimmt zusehends an Fahrt auf….

    In der deutschen Wirtschaft steigt der Unmut über die große Koalition. Schon vor dem Treffen der vier Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in München gab es am Freitag Kritik. „Wir vermissen das langfristige Konzept, eine langfristige Wirtschaftspolitik“, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo. Der Industrieverband fordert eine Reduzierung der Kosten des Atomausstieges. „Die Energiewende brennt uns wirklich auf den Nägeln“. Die Zuschüsse für die erneuerbaren Energien kosteten im Jahr 20 Milliarden Euro. „Die haben wir bisher nur verteilt, wir müssen davon runterkommen“, sagte Grillo.

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/treffen-mit-angela-merkel-wirtschaft-macht-aerger-ueber-grosse-koalition-luft/11500758.html

  15. Speicher waren gestern, heute setzt man auf Gaskraftwerke. Die werden leider aber unwirtschaftlich und abgeschaltet aufgrund der verfehlten Energiewendepolitik und Strompreispolitik, so dass man sie zwangsweise am Netz halten muss. Und dabei gab es doch so tolle Machbarkeits-Studien von diversen Öko-Instituten, und Öko-Energieexperten auf die man gesetzt hat und die uns Mio. gekostet haben. Das Geld ist weg, die Speicher nicht realisierbar, Desertec aufgegeben, die Gaskraftwerke werden abgeschaltet, ebenso Kernkraftwerke und im Hintergrund laufen die Kohlekraftwerke damit der Zufallsstrom als den Erneuerbaren kompensiert werden kann. Und Putin kann jederzeit den Gashahn abdrehen. Die Lösung der Klimaschützer, teure Kohlezertifikate müssen her, damit auch die Kohlekraftwerke noch verschwinden. Was bleibt wäre der Zufallsstorm aus Erneuerbaren der weder den Bedarf decken kann noch ein Stromnetz aufrecht erhalten kann. Aber der Wille der Klimaschützer lässt den Strom aus der Steckdose fließen, man muss nur ganz ganz fest daran glauben. 😉

  16. #8, #9
    Hallo Herr Michael Krüger,

    Ihre Aussagen sind völlig korrekt. Ich habe in den letzten 3 Monaten in einem Internetbeitrag (leider weis ich nicht mehr wo u. auch nicht abgespeichert, mist!) über Windkraft/EE eine gesamteuropäische (Nordkap bis Nordafrika u. Irland bis Ural u. Kaukasus) Windstärkenkarte ich meine aus Juli 2012 (genauen Tage weis ich leider auch nicht mehr gesehen; ich meine die Karte stammte von der Internetseite wetterarchiv) gesehen. Diese zeigte überall in Europa Windstärke 1 mit Ausnahme von drei kleinen Regionen mit Windstärke 2-3.

    Übrigens haben die EE-Protagonisten den räumlichen Wirkungsbereich für den Spruch „irgendwo weht immer Wind“ im Verlaufe der Zeit immer weiter räumlich ausgedehnt, um seine angebliche Richtigkeit aufrecht zu erhalten. Vor 4-5 Jahren war damit gemeint, dass sich Nord- und Süddeutschland gegenseitig ersetzen. Als sich dies wegen Nachrechnungen nicht mehr halten lies, wurde er vor 2-3 Jahren dahingehend uminterpretiert, dass sich on- und offshore gegenseitig ersetzen. Als sich mit den Daten aus den off-shore Windparks dies nunmehr auch nicht Halten lies, hat man ihn aktuell auf ganz Europa ausgedehnt. Als letzte Stufe bleibt dann noch planetare Auslegung!!! wahrscheinlich mit Flugdrachen auf 7500 m Höhe im Jet-Stream!!!
    Wie hier immer richtig gesagt wird: Der Glaube versetzt Berge und verändert die physikalische Realität.

    #5
    Hallo MOXel,
    wie können Sie solche hyperkomplexen Fragen aufwerfen und damit die Genialität des Konzeptes in Frage stellen????? (Ironie off)

  17. Nachtrag zu #3
    Ich habe inzwischen in meinem NIE-Archiv wohl die Arbeit gefunden, die michael, m. meint. Das ist wohl eine Dissertation von Gregor Czisch „Szenarien zur zukünftigen Stromversorgung“. Einer der Gutachter war der Prof. Schmid. Die Dissertation ist über 500 Seiten lang, hat aber ein Kapitel über Windkraft, wo man die Daten finden kann.
    Czisch hat sich auch in vielen anderen Vorträgen und Veröffentlichungen über das Thema Verbreitet. Er hatte auch einmal ein Portrait in der Zeit.

  18. Klasse Artikel.

    Ich finde die Grafiken immer sehr eindrucksvoll. Von welcher Seite der ENTSO kann man die Stunden (oder auch Viertelstundenwerte) herunterziehen? AGORA hat zwar auch einen Graphen, der ist aber von der Schichtung her nicht das, was ich haben möchte. Und bei der EEX sind die Einspeisedaten seit einiger Zeit nicht mehr zu bekommen.

    Wäre hier für etwas Hilfe dankbar.

    Gruß, Dirk

  19. Das liegt alles nur daran, daß die Retter des Klimas und der Welt nicht weit genug denken.
    In der DDR gab es ein Buch „Der Utofant“ . Darin eine Geschichte „Zu Gast bei den Parsimonen“.
    Diese Außerirdischen haben auch absolut nachhaltig gewirtschaftet.
    Unter anderem Energie nur aus Wind und (weiß ich nicht mehr genau) Sonne.
    War da nix, eben kein Strom und es war eben im Winter kalt(aus ökologischen Gründen nur Elektroheitungen) und man fror sich den Arsch ab und hat gewartet, daß es besser wurde.
    Und die Denker dieses Volkes sind dann drauf gekommen, daß es ja nicht nur den konkreten gewöhnlichen Wind gibt, sondern auch Abstrakten Wind. Also der, den die Politiker und Repräsentanten „gesellschaftlicher Kräfte u.s.w. ständig machen. Also Konkwind und Abstwind. Und so unzuverlässig der Konkwind so zuverlässig wäre der Abstwind, wenn man ihn nutzen könnte, also wurde daran gearbeitet, das hinzukriegen. Ob sie es geschafft haben, ist nicht berichtet worden… 😀

  20. #16
    Es gibt eine Großwetterlage, nämlich „HM“: Hoch Mitteleuropa, die durch ein sich über weite Teile Europas erstreckendes Hochdruckgebiet charakterisiert ist. Bei dieser verläuft die atlantische Frontalzone, die für Wind sorgt, in einem Bogen oft weit nördlich von 60˚ N und somit herrscht über weiten Teilen Europas Flaute.
    Eine solche Großwetterlage herrschte z. B. in Mitteleuropa in der Zeit vom 17. bis zum 21.11.2011 (siehe
    http://www.dwd.de/GWL -> Karten -> einzelne Witterungsabschnitte
    Bei Wetter online kann man sich dazu stündliche Windkarten für Europa anschauen
    http://www.wetteronline.de/wetter-aktuell-farbkarte/europa -> wind
    Die Windkarten für den 21.11.2011, z B. 18:00 MEZ, zeigen dass an diesem Tag über fast ganz Europa die Windstärke < 3 war. Das ist kein Einzelfall, sondern während der Großwetterlage "HM" häufig zu beobachten.

  21. Da schlägt man heute Mittag nichtsahnend die Bild am Sonntag auf…….und fällt fast in Ohnmacht……..4 geballte Seiten voll eine Abrechnung mit der Off-Shore-Windkraft, die sich gewaschen hat.
    http://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/windkraftanlage/sind-die-windparks-eine-luftnummer-40145750,var=a,view=conversionToLogin.bild.html

    Dummerweise digital nur als Bezahldienst erreichbar…….aber wer noch kann, sollte sich das Exemplar noch besorgen.
    Auch dabei, ein Kommentar von Roland Tichy, der sich gewaschen hat.

    http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/atomausstieg-verschwindet-die-kindergelderhoehung-in-den-taschen-der-solar-lobby/

    „““Die mächtige Lobby hat schon ihre Hand in unserer Tasche: „Wir sind die schlauen Igel, Gabriel der dumme Hase“, rotzte mir kürzlich ein Solar-Lobbyist ins Gesicht. Heisst: Die Branche will jede Reform auf die eigenen Solarkonten umleiten…“““““

    Übrigens Bams……der Kommentar von einen gewissen Herrn Olaf Wilke hab ick soooo nich nicht in einem gedruckten Blatt unserer L-Presse gelesen….
    „“““Wie grün ist eigentlich unsere Energiewende?
    Atom wollen wir nicht mehr. Dafür nageln wir uns Solarplatten aufs Dach, die als giftiger Sondermüll enden.
    Wir rammen Windräder 30 m tief in den Meeresboden, die dort langsam verrotten. Während sich Öko-Kapitalisten mit Subventionen die Taschen füllen, explodieren unsere Strompreise. Und die Welt, die wir retten wollen, die will gar nicht.
    Unsere Nachbarn bauen lieber neue Kernkraftwerke. Und lassen sich von uns dafür bezahlen, das wir ihnen den Ökostrom schenken, der bei uns zur falschen Zeit am falschen Ort anfällt““““

    PS. von 2013 bis heute….ham wir 1,5 Milliarden Euro für Offshore-Windstrom bezahlt, der überhaupt nicht produziert wurde.
    PPS. Wusstet Ihr eigentlich, das bisher noch kein einziger Off-Shore-Windpark vor deutschen Ufern…..eine Betriebsfreigabe durch die Bundesanstalt für Seeschifffahrt und Hydrographie besitzt?

    Wenn also die Bild, als Indikator der zukünftigen Politik, einen derart scharfen Artikel gegen den Schwachsinn schreibt….dürfte es wohl demnächst Änderungen in der Energiepolitik geben……..sacht mir mein Bauchgefühl.

    Onkel Heinz……dat musste ick unbeding los werden, schönen Rest-Sonntag noch.

  22. @18 Dirk

    Entsoe anmelden:
    http://tinyurl.com/l7aupyo

  23. @18 Dirk

    Entsoe anmelden:
    https://transparency.entsoe.eu/dashboard/show

  24. Neues aus dem Irrenhaus…….

    Klimaschutz: Gabriel will neue Abgabe für alte Kohlemeiler einführen

    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will mit einer neuen nationalen Klimaschutzabgabe den CO2-Ausstoß alter Kohlekraftwerke drosseln. Um die gefährdeten deutschen Klimaziele noch zu schaffen, sollen die Kohlendioxid-Emissionen der rund 500 fossilen Kraftwerke bis 2020 um insgesamt 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid zurückgefahren werden.

    Joo….der nächste nationale Alleingang……neben den EEG……um die Stromkosten weiter nach oben zu prügeln, aber damit nicht genug…..

    Eine energiepolitische „Bankrotterklärung“ sei es, dass die Regierung das Ausbauziel für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) aufgeben wolle -- 25 Prozent an der gesamten Stromerzeugung bis 2020.

    Laut Eckpunkten soll die KWK-Förderung künftig auf eine Milliarde Euro pro Kalenderjahr begrenzt werden.

    Ein Flickwerk ohne Gleichen, ohne Sinn und Verstand…..dann verstaatlicht doch endlich den ganzen Scheiß und seht zu, wer dann noch investieren wird…..in ein bodenloses Fass von Subventionbillionen.
    Ab und zu dachte ich bei mir , der Gabriel wacht doch noch auf und wird vernünftig……….nun aber muss ich doch resümieren…..bei dem is Hopfen und Malz nun entgültig verloren……die grünen Einflüsterer in seinem Ministerium ham nun doch Oberhand bekommen.
    Gute Nacht Deutschland/Europa……..und dat Schlimme daran ist, egal wo man sein Kreuzchen bei der nächsten Wahl auch macht……am Ende sitzen eh wieder die selben Typen in Amt und Würden.

    Würg und wech.
    Energie-Ossi

  25. hallo,

    ich lese relativ fassungslos diese Verschwörungstheorien der Herr- und Damenschaften (falls welche dabei sind) und fasse mich echt nur an den Kopf.
    ahja, die Bild am Sonntag. Die Welt. Und weiß Gott, was noch für obskure Zeitungen. Und die sind neben allem anderen eine wirkliche Quelle. Sry, aber welches Firmenkonsortium sponsert denn diesen Blog, das würde ich echt gern wissen. ein Schelm, wer Böses dabei denkt?

    diesen Blog habe ich gefunden, weil mich eine nahe Verwandte auf die Thesen hier verwies, da würde mal endlich jemand die Wahrheit sagen. Aber liebe Leute -- wir haben doch keine Klimaveränderung, doch nicht hier auf diesem tollen blauen Planeten. Und Kernenergie ist sicher und in Fukushima kein Mensch gestorben oder verseucht worden, das war ja nur der böse Tsunami.
    Ich muss nun zu der Holden sagen: 6 -- setzen!!

    gruselig und tschüss

  26. @ Zazura #25

    Tja, da scheint Ihre „Holde“ wohl einen gewaltigen Fehler gemacht zu haben, in dem sie annahm, man könnte Sie durch das nahe bringen von Fakten, auch wenn diese nicht dem medialen Mainstream entsprechen, zum Nachdenken anregen. Dass das offenbar nicht funktioniert, haben Sie mit Ihrem Kommentar eindrücklich bewiesen.

    Es mag sein, dass hier in vielen Artikeln Meinungen vertreten werden, die der ihrigen widersprechen. Das gute hier ist, dass unsere Autoren ihre Meinungen auch begründen, also anhand nachprüfbarer Fakten erläutern, wie sie zu den jeweiligen Schlüssen kommen. Diese Übung würde ich Ihnen auch einmal empfehlen, dann könnten Sie sich solche pauschalen Nicht-Aussagen in Zukunft ersparen.

    Falls Sie doch noch etwas substanzielles beitragen möchten, dann empfehle ich Ihnen unsere Einstiegsseite. Da gibt es eine Menge zu entdecken, dass auch geeignet sein könnte, Ihr Weltbild durcheinander zu bringen. Und Einwände dürfen sie dann auch gerne formulieren, nur eben mit Substanz.

  27. @Rudi
    Zwecklos…..bezahlter/überzeugter Troll……da kannste auch die Alpen vollquatschen, hätte den selben Erfolg.
    1.) ….wir wären bezahlte Knüttel der Atom/Kohle/Sonstwas-Lobby
    2.) ….“obskur“….eigentlich hat mir noch die Bezeichnungt „brauner Sumpf“ gefehlt…..kommt aber bestimmt noch, wenn der Troll sich nochmals äussern wird.
    3.)….Fukushima…tippe auf Anti-Kernkraft-Aktivisten, mit querstehenden Scheuklappen oder Brett vorm Kopp.
    4.) … „““wir haben doch keine Klimaveränderung, doch nicht hier auf diesem tollen blauen Planeten“““……Elemente von Lügenhaftigkeit um gegnerische Argumente von vornherein zu disqualifizieren.
    5.)…..alle Wochen wieder, taucht einer auf, der auf unserem berühmten Blog, sein Beinchen heben möchte, auf das Ihn seine Mitstreiter bewundernd auf die Schulter klopfen mögen…….als ick noch Bub war, ham uns noch Klingelstreiche genügt….heute muss halt das Internet herhalten.

    Onkel Heinz……und nun, möge er in Frieden ruhen

  28. So, nun hats in der Türkei geklappert….

    Terror gegen das Stromnetz?

    In Istanbul und Ankara stoppten die U-Bahnen. Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN Türk sind 30 der 81 Provinzen des Landes betroffen. Energieminister Taner Yildiz erklärte, ein Krisenzentrum sei eingerichtet worden: „Ich kann derzeit nicht sagen, ob es ein Cyber-Angriff ist oder nicht.“……..

    Zum Stromausfall in Holland am Freitag vormittag gibbet eine erste, vorsichtige Analysen….

    Holland: Einer der größten Stromausfälle in zehn Jahren

    „Das Umspannwerk in Diemen ist redundant. Das bedeutet, dass bei Ausfall der einen Hälfte des Umspannwerkes die andere Hälfte automatisch den Stromtransport übernimmt. Heute Morgen waren für einen kurzen Zeitraum beide Teile gekoppelt, als bedingt durch Wartungsarbeiten eine Umschaltung zwischen beiden Teilen des Umspannwerkes erfolgte. Dies ist übliche Praxis.

    Im Rahmen von Wartungsarbeiten, wurden Schaltungsmaßnahmen durchgeführt. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es zu einem Kurzschluss um 9:37 Uhr. Danach kam es zu Sicherheitsabschaltungen, vergleichbar mit den Sicherungen, die in jedem Haushalt zu finden sind. Innerhalb von 1,5 Stunden gelang es, das Umspannwerk wieder in Betrieb zu nehmen“, beschreibt Tennet die Abläufe .

    Ach ja, wer heute aus dem Fenster schaut, wird es wohl schon bemerkt haben…….Sturm.

    Ausländische Kraftwerke sichern deutsches Stromnetz

    Eine Sturmserie sorgt für einen neuen Windstrom-Rekord in Deutschland. Das überlastet die Leitungstrassen Richtung Süden. Die Netzbetreiber reagieren mit Notmaßnahmen….

    Vorgeschriebene „Winterreserve“ reicht nicht mehr aus

    Hierzu wurde gleich zu Wochenbeginn die „Netzreserve“ aus Deutschland und Österreich sowie aus Italien und der Schweiz mit insgesamt rund 4200 Megawatt aktiviert, erklärten die Unternehmen. Diese Leistung entspricht der von vier Großkraftwerken. Die von der Bundesnetzagentur vorgeschriebene „Winterreserve“ von 3600 Megawatt reicht aktuell also nicht mehr aus…..

    „Erhebliche Kosten für den Stromkunden“

    „Sowohl die Eingriffe in die konventionelle Erzeugung als auch in die Windkraft sind Notmaßnahmen“, betonte Tennet: „Sie sind nicht geeignet, die Versorgung auf Dauer zu sichern.“ Zudem erzeugen solche Maßnahmen „erhebliche Kosten, die auf den Stromkunden umgelegt werden“.

    Allein bei Tennet fallen pro Jahr für solche Eingriffe 250 Millionen Euro an. Darüber hinaus geht der Netzbetreiber davon aus, dass es „aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten zu Abschaltungen von Windkraftanlagen kommen wird“.

    Soo…..und wenn mir jetzt irgendein Blödmann mit Strombörse und Merit-Dingensbummensquatsch kommt, gibbet wat auf die Hörner….
    Nun haben uns die Klimagötter in der grauen Zwangsjacke ja vollmundig erklärt, das wir demnächst mit vermehrt auftretenden Extremwetterlagen zu rechnen haben……..weswegen es ja auch irgendwie Sinn macht……eine Stromversorgung aufzubauen, die total abhängig vom Wetter ist.

    Onkel Heinz……im Gedenken an den heroischen Kampf meiner Kollegen in den Netzzentralen bei den ÜBN

  29. @Heinz
    GMX heute:

    Wegen des schweren Sturms sind in mehreren Bundesländern Windkraftanlagen ausgeschaltet worden. Dadurch werde verhindert, dass zu viel Strom produziert werde, sagte ein Sprecher des überregionalen Stromtrassenbetreibers 50Hertz am Dienstag in Berlin. Seit Montag seien die Verteilnetzbetreiber aufgefordert worden, Windräder vorerst zu stoppen. Das Gebiet von 50Hertz erstreckt sich über Berlin, Hamburg, Brandenburg, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

  30. @Heinz -- Nachtrag
    Dazu folgende Meldung (von Gestern):

    Starkwind drückt Leistung von 22 Akw ins Netz
    Die starken Windböen stellen das deutsche Stromnetz wegen sehr hoher Mengen an Windenergie vor eine Belastungsprobe. Allein am Montag wurde eine Einspeisung von bis zu 30.000 Megawatt Windenergie erwartet, teilte der Übertragungsnetzbetreiber Tennet mit. Das entspricht der Leistung von rund 22 Atomkraftwerken.
    […]
    Zusätzlich zur Netzreserve wurden laut Tennet noch bis zu 5000 Megawatt konventionelle Kraftwerksleistung angefordert. Der Betreiber wertete die Lage als weiteren Beweis für die Notwendigkeit großer Nord-Süd-Stromtrassen, um Windenergie aus dem Norden verstärkt hierhin zu leiten. Die Netzeingriffskosten und Ausgaben für das Anfordern von Reserveenergie werden auf die Strompreise umgelegt. Nur bei Tennet fallen hierfür rund 250 Millionen Euro im Jahr an.

    Quelle

  31. @Krishna

    Bin gerade in die 2. Etage im Flur gegangen und habe mir die 4 neuen Großwindräder auf den Bremer Müllberg angeschaut. 3 davon stehen still, sind in den Wind gedreht und die Flügel quergestellt.

  32. @Krishna Gans #30
    Frag mich nur, was der Süden (Stromtrassen Bau) mit dem ganzen Störstrom in seinen Stromnetzen / Versorgung haben will….in Zukunft wird doch jeder froh sein, wenn er bei Starkwind oder Orkan nicht sein Netz mit diesen Störfeind an Windzappelstrom beglücken darf. Vor allen wenn man bedenkt, dass in Süddeutschland auch noch die Photovoltaik ungeniert (nach Lust und Laune) einspeisen darf und das nicht gerade wenig. In Zukunft wird Deutschland seine Stromtrassen auf den Mond ziehen müssen, dass der „Störfeind“ Zappelstrom noch irgend wohin abgeleitet werden kann.

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