Kälte- und Schneerekorde in den USA und Kanada

29. Dezember 2017 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel

Schnee-USAIn den USA stellt der Winter neue Kälterekorde auf. Im Osten an der Grenze zu Kanada fiel das Thermometer auf Minus 38 Grad Celcius und damit unter den Tiefstwert von 1924.

Im Winter 1924 wurde es -32 Grad kalt. Aktuell liegen die Durchschnittstemperaturen in den kältesten Regionen 10 bis 20 Grad unter den für die Jahreszeit üblichen Werten.

Die klirrende Kälte hat inzwischen weite Teile des Landes im Griff, die Behörden raten dringend dazu im Haus zu bleiben und nur in Notfällen vor die Tür zu gehen. Auch die Nationalgarde ist inzwischen im Einsatz um unter anderem Erie am Eriesee von den Schneemassen zu befreien und Straßen wieder befahrbar zu machen. In Erie im US-Bundesstaat Pennsylvania fielen 165 Zentimeter Schnee in nur zwei Tagen, wie der Sender CNN am Donnerstag berichtete. Ein Ende der Kältewelle in den USA und Kanada deutet sich wohl erst nach dem Jahreswechsel an. Vor allem Obdachlose haben unter Schnee und Kälte zu leiden.

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45 Kommentare
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  1. @Michael Krüger

    Es ist nicht der Winter der neue Kälterekorde aufstellt,sondern der Klimawandel der darauf reagiert, dass Trump aus dem Pariser Abkommen der Weltklimakirche aiustreten will. Die haben alle gebetet, dass das IPCC die USA bestrafen möge.

  2. Gruss aus Sasketchewan, Kanada

    -- 33* Celsius z Zt. Naechste Nacht soll es noch kaelter werden, mit windchill -- 48*C.
    Ich bin schon lange ein stiller Leser hier und ich danke den Autoren hier fuer ihre Muehe und Fleiss den Warmisten zu trotzen.
    Keep up your good work and a happy 2018.

    Martin

  3. Was für ein Glück, dass wir die Klimaerwärmung haben. Sonst wäre alles noch viiiiiel schlimmer gekommen.

    Aber die Alarmisten werden sicher bald eine knackige Erklärung aus dem Ärmel zaubern, warum die Kälte eben vom menschengemachten Klimawandel kommt.

  4. Naja, das ist ein klares Zeichen des Klimawandels: Bevor es so richtig heiß wird, holt das Klima sozusagen nochmals richtig „Luft“ und flüchtet sich in Minustemperaturen. Aber danach…

    Ja, danach geht es aufwärts. Vielleicht. Oder auch nicht. Oder in jedem Fall, je nachdem, wer die Meßwerte am besten manipuliert und „interpretiert“.

    Und natürlich: Auch hier trägt der US-Präsident eine schwere Mitverantwortung, wie oben schon geschrieben wurde.

    Aber vielleicht auch die AfD, denn die wollen ja den Wendezirkus (also das Wenden der Energie) nicht mehr mitmachen…

  5. Trump twitter, was man bei dem Schnee gut gebrauchen könnte, ist eine Klimaerwärmung.

  6. #3

    die Alarmisten werden sicher bald eine knackige Erklärung aus dem Ärmel zaubern

    die huffington post bemüht sich total Anti-Trump mit „Perfekter Konter kommt von einem Forscher“ -- dünn, dünner … FakeNews
    Mir scheint: Klima(wandel) ist heutzutage das was die Computersimulationen einiger Experten erwarten, wheather is what we get

  7. Danke für den Verweis auf die potenzierte Dummheit:

    Dass das Trumps Aussage nicht gleich wahr werden lässt, brachte der Umweltforscher Jon Foley in einem Tweet auf den Punkt. Foley, Vorsitzender der California Academy of Sciences, schrieb:

    “Ob Sie es glauben oder nicht, der globale Klimawandel ist sehr real, auch wenn es jetzt kalt außerhalb des Trump Towers ist. Genauso wie es immer noch Hunger in der Welt gibt, auch wenn Sie gerade einen Big Mac gegessen haben.”

    Wer macht diesen jolly fool Foley zum Vorsitzenden der California Academy of Sciences? USA im Absturz. Und dann die strunzdummen Claquere von der Huff Post.

    Als ob je ein vernünftige Mensch einen Klimawandel, den es seit dem Bestehen der Erde gibt, je bezweifelt hätte. Aber keine Aussage zu der Extremkälte. Immerhin entblöden sich die üblichen Verdächtigen nicht, bei jeder Hitzewelle die Klimakatastrophe zu beschwören.

    Dann kommt eine Grafik zu einer Referenz-Periode von 1979 -- 2000 … häh? Das sieht nach einer Periodenbildung nach der Methode Cherry-Picking aus. … gewürzt mit dem Kommentar:

    Das ist alarmierend.

    Es gibt wohl noch immer Leute, die sich davon hinters Licht führen lassen.

    Als Klima bezeichnet man einen langfristigen Wetterzustand. Aussagen über den Klimawandel lassen sich also nur durch Untersuchungen über einen längeren Zeitraum hinweg treffen.

    Wie lange? Gemeinhin wird eine Periodenlänge von 30 Jahren angegeben. Nicht über die genannten handverlesenen 21 Jahre. Aber auch eine 30 Jahresperiode ist so ziemlich gaga, denn AMO und PDO haben Periodendauern von rund 60 Jahren.

  8. Donald J. Trump
    ‏Verifizierter Account @realDonaldTrump
    29. Dez.

    In the East, it could be the COLDEST New Year’s Eve on record. Perhaps we could use a little bit of that good old Global Warming that our Country, but not other countries, was going to pay TRILLIONS OF DOLLARS to protect against. Bundle up!

  9. heißt da drüben nicht umsonst snowmageddon.

  10. Natürlich ist die Kältewelle Wetter. Dabei ist es von untergeordneter Bedeutung, dass Kälterekorde purzeln – irgendwo ist es immer am kältesten. Für mich als Synoptiker ist etwas anderes entscheidend: nämlich die Intensität des Kaltluftkörpers.

    Leider gibt es keine Darstellung eines im Kaltluftkörper „mitschwimmenden“ Koordinatensystem mit dem Ursprung am Punkt der kältesten Luft. Wo auch immer dieser Punkt liegt – er eiert ohnehin hin und her – es ist interessant, wie kalt dieser kälteste Punkt ist. Und hier ist festzustellen, dass dieser Kaltluftkörper von Umfang und Intensität zumindest sehr lange nicht mehr in den USA aufgetreten ist. Festzuhalten ist auch, dass dieses Wetter (!)-Ereignis im vierten Jahr nacheinander in den USA auftritt!

    Solange es dort drüben so kalt ist, bleibt es bei uns mild – eine einfache Wellenbewegung. In der Woche nach dem 7. Januar soll dieser Kaltluftpool auf den Atlantik hinausziehen und sang- und klanglos aufgeheizt werden.

    Schauen wir mal. Eine so grundlegende Umstellung ist fast nie auf eine Region der Nordhemisphäre beschränkt, sondern ist Teil einer grundlegenden neuen Zirkulation auf der gesamten Nordhalbkugel – mit in allen Gebieten anderem WETTER!

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

  11. Außer dem Bereich westlich der Rocky Mountans hat der Großteil der USA einschl. der Ostküste kontinentales Klima mit starken Temperaturgegensätzen zwischen Winter und Sommer. Neue Rekordwerte hin oder her, knackige Kälteeinbrüche sind deswegen dort normal.

    Deutschland liegt dagegen im Bereich maritimen Klimas, mit Übergangserscheinungen zu kontinentalem Klima je weiter man sich nach Osten begibt. Aber auch das östlichste Deutschland wird immer noch als maritim klassifiziert, es ist eben nur der Beginn des Übergangs. D.h. wir kennen solche extremen Winter wie in Nordamerika bei uns nicht.

  12. @anorak2
    Die von Dir erwähnten Klimazonen Maritim und Kontinental haben aber die Tendenz sich zu verschieben. Bis ungefähr Ende der 60er lag Berlin unter kontinentalem Einfluß, mit kalten Wintern, eher trockenen Sommern, in denen 30° als warm betrachtet wurde.
    Danach wurde es feuchter und wärmer in den Wintern, im Sommer war es eher verregnet mit mäßigen Temperaturen, die häufigen Rußlandhochs verschwanden aus den Vorhersagen. Mitte 70er bin ich weg aus Berlin, weiß nicht, wie es dann weiter ging.

  13. @KG #12

    Die von Dir erwähnten Klimazonen Maritim und Kontinental haben aber die Tendenz sich zu verschieben.

    Nicht so schnell wie du anscheinend glaubst.

    Bis ungefähr Ende der 60er lag Berlin unter kontinentalem Einfluß, mit kalten Wintern, eher trockenen Sommern, in denen 30° als warm betrachtet wurde.

    Auch in den 1960er Jahren wurde das Klima von Berlin als maritim klassifiziert. Wir sind hier nicht in Sibirien. Auf einer Skala zwischen dem extrem maritimen West-Irland und dem extrem kontinentalen Zentral-Sibirien liegt das Klima Ostdeutschlands deutlich exzentrisch auf der maritimen Seite und wird deshalb als solches klassifiziert. Aber es ist nicht der maritime Bilderbuch-Typ, sondern es gibt kontinentale Einflüsse. Das schreibt auch Wikipedia:

    Berlin has a Maritime temperate climate (Cfb) according to the Köppen climate classification system.[62] There are significant influences of mild continental climate due to its inland position, with frosts being common in winter and there being larger temperature differences between seasons than typical for many oceanic climates.

    Mitte 70er bin ich weg aus Berlin, weiß nicht, wie es dann weiter ging.

    In milden Wintern gibt es vielleicht 1 -- 2 Wochen Frost und ansonsten Schmuddelwetter, in knackigen Wintern kann Frost über 2 -- 3 Monate anhalten. Solche für hiesige Verhältnisse harten Winter hatten wir auch in den 2000ern, daran hat sich nichts geändert. Die Sommer sind durchwachsen wie überall in Deutschland, in guten Sommern gibt es Hitzewellen mit über 30 Grad, der langjähige Rekord ist meines Wissens „schon immer“ 39 Grad und wird gelegentlich erreicht (vor 2 Jahren zuletzt glaub ich).

  14. Russlandhochs waren in der von mir genannten Zeit wetterbestimmend, und ich habe mich regelmäßig geärgert, wenn es in Berlin so um die 25°C geheißen hat und dann ergänzt wurde, wo es überall wärmer war, teils bis zu 6° Unterschied.

    Aber zum Thema:

    Der heftige Wintersturm Frankie bringt den USA und Kanada derzeit Rekord-Minustemperaturen und massenweise Schnee. Millionen Amerikaner sind betroffen. Wintersturm Frankie brachte schon Minusgrade um die minus 40 Grad Celsius nach Minnesota. In Watertown im Norden des Bundesstaats New York waren es am Donnerstag minus 36 Grad.

    Bis zu -50 Grad: Das ist der Grund für die extreme Kältewelle in Nordamerika

  15. # H-D.S.

    …eine einfache Wellenbewegung

    bei der Infosuche nach dem Verlauf dieses mäandrierenden polaren jetstream (warum nur in Nordamerika Rekordwerte?) stiess ich auf diese Meldung ESA: Dramatischer Rückgang des Erdmagnetfeldes!
    ‚Damit mischt sich immer kosmische Strahlung in die terrestrischen Abläufe (Luft-, Wasser-, Stoff-Kreisläufe) die zu ganz neuen „Natur-Bedingungen“ führt!‘
    Die ESA-Webseite hat dazu Daten von Mai 2016. Weiss jemand mehr?

  16. Zu #15,

    Prof. Svensmark et al. haben nachgewiesen, wie sehr Schwankungen der Sonnenaktivität mittels Wolkenbildung das Klima beeinflussen. bei geringer Sonnenaktivität (wie seit einigen Jahren) dringt mehr kosmische Strahlung in die Atmosphäre ein, sorgt in einem komplizierten Prozess für die Bildung von Kondensationskernen und kühlt so die Erde. Diese Kette ist zu kompliziert, um in einen Kommentar zu passen. Näheres hierzu steht hier. Der gleiche Beitrag erscheint demnächst mit den ins Deutsche übersetzten Passagen auf der Website des EIKE.

    Das geht natürlich in die gleiche Richtung wie von Ihnen angesprochen. Aber den Zusammenhang mit dem Erdmagnetfeld höre ich jetzt zum ersten Mal von Ihnen (was nichts heißen soll; ist halt nicht mein Fachgebiet)

    Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt

  17. Derzeit ist es in Teilen der USA und Kanada so kalt und schneereich wegen des Jetstreams/ Polarjets.

    http://images.intellicast.com/WxImages/JetStream/conus.jpg

    Und das Erdmagnetfeld verändert sich stetig und polt sich sogar auf geologischen Zeitskalen immer mal wieder um. Wann das das nächste Mal sein wird, ist nicht vorhersehbar.

  18. Und hier in Deutschland ist er gerade so warm, da sich der Polarjet so sehr nach Norden ausbeult.

    https://www.wetteronline.de/profiwetter/europa

  19. @Micha
    aus meinem Link oben

  20. #16 H-D.S. danke für den Link ”Finally we may have the last piece of the puzzle explaining how particles from space affect climate on Earth”
    Passt zusammen mit den ESA-Satellitendaten zum derzeit schwachen Erdmagnetfeld. Der magnetische Nordpol bewegt sich wohl recht zügig auf NE-Sibirien zu.

  21. Was wollen Sie mit Ihrer Aussage zur Kältewelle in Kanada sagen, Herr Krüger? Das ist Wetter! Global gemittelt waren November und Dezember 2017 wieder deutlich zu warm. Die arktische Kältewelle in Kanada ist ein lokales Phänomen welches Regionen auf der Nordhalbkugel (z.B. Europa) aktuell sehr milde Winteremperaturen beschert: https://data.giss.nasa.gov/gistemp/maps/

  22. @Bernd

    Tja, nie dagewesene Extremkältewellen treten in letzter Zeit immer wieder auf, neben Hitze und Dürren, die uns eigentlich heimsuchen sollten, wenn msn den Klimapropheten Glauben schenkt.

  23. In der Sahara hat es im 2. Jahr in Folge geschneit, letztes Jahr das erste Mal seit 40 Jahren.
    Sichet, auch nur Wetter, aber „kalt“ ist immer nur „Wetter“, wohingegen „warm“ immer und grundsätzlich „Klima“ ist.
    Ein Schelm, der darüber lacht 😀

  24. Tausche t gegen r

  25. @Bernd

    Nach einem heftigen Wintereinbruch sind in Spanien hunderte Autofahrer im Schnee steckengeblieben.

    Nach Angaben der Behörden war die Situation auf der Autobahn zwischen Madrid und Segovia besonders kritisch. Dort mussten hunderte Menschen die Nacht nach starken Schneefällen in ihren Autos verbringen. Die Nothilfeeinheit des spanischen Militärs entsandte 250 Soldaten, die die Wagen heute befreien konnte. Der spanische Wetterdienst hatte für 37 Provinzen Unwetterwarnungen herausgegeben.

    Vor ein paar Jahren gab es das schon mal in Spanien. Im letzten Winter war der Mittelmeerraum betroffen, deshalb ist das Gemüse bei uns ausgegangen. Die USA und Kanada sind auch alle paar Jahre betroffen. Südamerika um Peru auch. Nordafrika auch. Afghanistan auch. Das fällt mir so spontan aus den letzten Jahren ein. Alles hier im Blog archiviert.

  26. PS

    Und China und Südfrankreich natürlich.

  27. Nachtrag zu #23
    Seit 1979 hatte es in der Stadt Ain Sefra am Rand der Sahara nicht mehr geschneit. In diesem Winter fielen gleich zwei Mal Flocken vom Himmel. Ein Fotograf dokumentierte das historische Ereignis.

    Im Dezember 2016 war’s das erste Mal seit rund 40 Jahren.

  28. Herr Krüger, dass die zunehmende Instabilität arktischer Kaltluftgebiete zu lokalen plötzlichen Kälteeinbrüchen führen kann ist hinlänglich beschrieben und belegt. Dass dies aber rein gar nichts daran ändert dass die Temperaturen auch in Nordamerika insgesamt dramatisch ansteigen wird von Ihnen verschwiegen. Letztlich entscheidend ist der Trend der Durchschnittstemperaturen über längere Zeitreihen. So wäre es schön wenn Sie gleichermaßen wie Sie über lokale Kälteeinbrüche berichten auch über die viel häufigeren Hitze- und Trockenereignisse berichten würden. Anscheinend brauchen Sie hier noch etwas Nachhilfe: http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klima%C3%A4nderungen_in_Nordamerika

  29. @Bernd

    Ich spreche hier im Artikel nicht vom Klima, sondern Extremwetter. Klimaforscher wie z.B. Mojib Latif haben uns schon 2000 versprochen, dass es zukünftig keine Winter mit viel Schnee und Eis mehr geben wird. In Deutschland und anderswo. Erst vor ein paar Jahren hatten wir in Deutschland 5 kalte, schneereiche Winter in Folge.

    In den USA haben wir derzeit einen Kältewinter der Rekorde bricht. Immer mal wieder.

    In Spanien haben wir gerade Schneenotstand. Vor einigen Jahren schon mal. In Nordafrika hatten wir in den letzten Jahren immer mal wieder Schnee, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. In Afghanistan hatten wir Extremkälte in den letzten Jahren. In China ebenfalls. Rund um Peru, also auf der Südhalbkugel, ebenfalls. Das hat nichts mit arktischen Kalteinbrüchen durch den Polarwirbel zu tun. Wurde auch nicht vorausgesagt. Was vorausgesagt wurde, war, dass mit der globalen Erwärmung Hitze, Dürren und Überschwemmungen zunehmen werden.

  30. @Bernd

    Soso, die Temperaturen steigen also dramatisch an. Wie äußert sich das denn bei Ihnen. Können Sie dadurch die Winterjacke jetzt weglassen. Wie hatten in der Nacht -5°C, die Gräben und die Seen und kleinen Flussläufe sind in einer Nacht teils zugefroren, obwohl wir die Tage zuvor +7°C hatten. Also, wie wirkt sich der Klimawandel dramatisch in Ihren Leben aus?

  31. Herr Krüger, bitte versuchen Sie nicht mir Birnen als Äpfel zu verkaufen!

    Mojib Lativ hat sich mit seiner damaligen Aussage klar auf den Zeitraum 2050 bis Ende des 21. Jahrhunderts bezogen und für den Fall dass die 2 Grad Temperaturanstiegsobergrenze der Bundesregierung überschritten wird. Der Spiegel hat seinerzeit seine Aussage aus dem Zusammenhang des Gespräches herausgerissen! Dies wurde nun oft genug klargestellt so dass die Wiederholung Uhrer Behauptung nur noch peinlich ist.

    Was den Temperaturanstieg angeht so reden wir hier nicht über konkrete lokale Temperaturen sondern über gemittelte Temperaturen über längere Zeiträume. Sie reden von lokalem Wetter, ich von überregionalem und globalem Klima. Bereits scheinbar geringfügige global gemittelte Temperaturerwärmungen führen schon heute zu gravierenden klimatischen und ökologischen Umwälzungen. Beispiele hierfür sind das Abschmelzen des grönländischen Inlandeises, der Meerespiegelanstieg, die Gletscherschmelze, die rasante räumliche Verschiebung von Tier- und Pflanzenarten u.v.m.. 5-7 Grad klingt wenig. Ein Sommertag mit 32 Grad fühlt sich nicht viel anders an als ein Sommertag mit 26 Grad. So argumentieren Sie. Gemittelt führten diese lächerlichen 6 Grad Temperaturunterschied aber vor 15.000 Jahren dazu dass ganz Nordeuropa hunderte Meter dick von Gletschereis bedeckt war! Die global gemittelte Temperatur ist bereits binnen weniger Dekaden um über 1 Grad C angestiegen, ein weiterer Anstieg von mindestens einem weiteren Grad C wird kaum mehr zu verhindern sein. Dann haben wir bereits über 2 Grad Erwärmung, also bereits ein Drittel des Unterschiedes zwischen einer Warmzeit und einer Eiszeit mit vergletschertem Europa. Aber Sie haben sicher recht, was sollen wir uns nur um die paar Grad Temperaturanstieg sorgen…?! Ob wir nun bei 26 oder 28 Grad C am Pool liegen juckt doch niemanden….

  32. Herr Krüger, Sie schreiben „Wie hatten in der Nacht -5°C, die Gräben und die Seen und kleinen Flussläufe sind in einer Nacht teils zugefroren, obwohl wir die Tage zuvor +7°C hatten. Also, wie wirkt sich der Klimawandel dramatisch in Ihren Leben aus?“. Sie wissen schon dass die letzten Monate auch hier in Deutschland deutlich zu mild waren oder wollen Sie mir hier etwas Anderes verkaufen? Bis jetzt hatten wir außer geringem Nachtfrost an vereinzelten Tagen in diesem Winter noch keine typisch winterlichen Frosttage, ganz zu schweigen von einer länger anhaltenden Frostperiode. Wenn Sie dies weiter anders darzustellen versuchen so verlinke ich Ihnen gerne die Temperaturkurven der letzten Monate für Deutschland. Ich lasse mir von Ihnen kein A als B verkaufen!

  33. @Bernd

    Ich stelle fest, dass Drama und die Dramatik spielt sich in Ihrer Gefühlswelt ab, Sie sind nicht betroffen und frieren auch im Winter. ☺

  34. @Bernd

    Welcher Klimaforscher hat denn beispielsweise vor 15 Jahren, oder 10 Jahren Extremwinter mit Kälte und Eis und Schnee vorrausgesagt? Können Sie welche nennen?

  35. #31 Bernd J. sagt:

    „Bereits scheinbar geringfügige global gemittelte Temperaturerwärmungen führen schon heute zu gravierenden klimatischen und ökologischen Umwälzungen. Beispiele hierfür sind das Abschmelzen des grönländischen Inlandeises, der Meerespiegelanstieg, die Gletscherschmelze, die rasante räumliche Verschiebung von Tier- und Pflanzenarten u.v.m.. 5-7 Grad klingt wenig.“

    Von 1950-2017 sind nach meinen Analysen von Gistemp und HADCRUT 4.6 folgende Temperaturänderungen gemessen worden:

    Klima-Zone ;Breitengrad;1950 °C;2017 °C
    Global ; -90°;90°; 13,7; 14,6
    Arktis ; 66°;90°;-10,5; -8,4;
    gemäßigte Zone; 23°;66°; 11,8; 12,8;
    Tropen NH ; 0°;23°; 25,5; 26,3
    Tropen SH ; -23°;0°; 24,5; 25,4;
    Gemäßigte Zone; -66°;-23°; 12,2; 12,9
    Antarktis ; -90°;-66°; -18,4;-17,7

    Ich sehe da in keiner Zone eine Änderung von 5-7 °C.

  36. @Bernd J
    Das Grönländische Inlandeis erfährt gerade eine fast schon dramatische Zunahme an Eis und Schnee,
    nachzulesen hier
    So oder ähnlich gestalten sich auch Ihre übrigen Einschätzungen. 😀

  37. @ Krishna Gans, wollen Sie mir hier ernsthaft ein Ereignis von 2 Monaten als Klima verkaufen? Für mich ist das Wetter! Die arktische Meereisausdehnung ist derzeit auf einer Minimalausdehnung für diese Jahreszeit. Und nun? https://seaice.uni-bremen.de/data/amsr2/today/extent_n_running_mean_amsr2_previous.png

    Die arktische Eismasse ist seit Jahrzehnten rückläufig. Für mich zählen nur längerfristige Zeitreihen. Oder wollen Sie jetzt ernsthaft behaupten dass die 2 Monate Zunahme des arktischen Grönlandeises eine Trendwende einläuten. Machen Sie sich doch nicht lächerlich Herr Gans! Ich wette mit Ihnen um 10.000 Euro, gerne auch mit Notar, dass es in den kommenden Jahren keine anhaltende Trendwende beim Grönlandeis gibt! Schlagen Sie ein Herr Gans?

  38. P. Berberich, also ich komme bei Gistemp von 1950 bis 2017 auf einen global gemittelten Temperaturanstieg von 1,08° C:

    https://data.giss.nasa.gov/gistemp/maps/

    Aber welche Aussage haben zwei einzelne Jahresvergleiche schon?

    Wenn Sie Zeitintervalle vergleichen, z.B. 1951-1980 mit 1988-2017 dann bekommen Sie natürlich geringere Ergebnisse weil Sie dann ja eigentlich nur ein Zeitfenster von ca. 30-40 Jahren miteinander vergleichen. Und was ist mit den Jahren vor und nach diesem Zeitfenster?

    Die globale Durchschnittstemperatur ist in den letzten 100 Jahren schon weit über ein Grad angestiegen, Erwärmungstempo steigend. Und mein Beispiel von 5-7 Grad bezog sich NICHT auf aktuelle Beobachtungen sondern auf den Unterschied zwischen Warmzeit und Eiszeit! Wir erwarten bis 2050 einen weiteren Temperaturanstieg von über 0,5 °C. Wie soll es dann weitergehen?

  39. Bernd,

    Wir erwarten bis 2050 einen weiteren Temperaturanstieg von über 0,5 °C. Wie soll es dann weitergehen?

    keine Panik, es geht schon weiter 😉
    Wer ist Wir ?
    Wer hat die 0,5 Grad ausgerechnet?

  40. Bernd #38,

    Wir erwarten bis 2050 einen weiteren Temperaturanstieg von über 0,5 °C. Wie soll es dann weitergehen?

    keine Panik, es geht schon weiter 😉
    Wer ist Wir ?
    Wer hat die 0,5 Grad ausgerechnet?

  41. @Bernd J, na, immerhin ist es ja bereits im 2. Jahr am Zunehmen, auch in der Sahara schneit es schon zum 2. Mal diesen Wiinter und Zermatt versinkt im Schnee (2m Neuschnee in 24 Std.) Stromausfall, vollesProgramm. Wetter ist nun auch mal ein Bestandteil des Klimas, und innerhalb einer Klimazone gibt es bestimmte „typische“ Wetter, oder blöd, untypisches, noch blöder, dieses untypische wiederholt sich.
    Ansonsten, lieber Thorsten, weiter so, auch wenn Du niemanden überzeugen kannst mit Deinen aufgesetzten Ängsten.

  42. Wir erwarten bis 2050 einen weiteren Temperaturanstieg von über 0,5 °C. Wie soll es dann weitergehen?

    Mir wären 5 Grad lieber.

  43. #38: Bernd J. sagt:


    P. Berberich, also ich komme bei Gistemp von 1950 bis 2017 auf einen global gemittelten Temperaturanstieg von 1,08° C.“

    Ich habe in meinem Beitrag #35 eine Ausgleichsgerade durch die 12-Monate-Mittelwerte von Gistemp gelegt und die ausgeglichenen Werte für 1950 und 2017 berechnet. Dann habe ich die Gistemp-Anomalien von der Basis 1951-1980 auf die HADCRUT Basis 1961-1990 umgerechnet und die sog. Absolut-Temperaturen von HADCRUT addiert. So habe ich die angegebenen Temperaturen erhalten. Die relevante Größe ist immer die Temperatur und nicht die Anomalie. NASA GISS behauptet zwar das Gegenteil, aber die belügen sich selbst. 70% der Erdoberfläche sind Ozeane. Gemessen werden hier die Wasser-Temperaturen, hauptsächlich von Schiffen. Der Ort der Messung verändert sich von Messung zu Messung. Man kann also streng genommen keine Anomalien berechnen wie es bei Wetter-Stationen auf dem Land üblich ist. Im übrigen werden auf dem Land von DWD und anderen meteorologischen Organisationen regionale Mittel der Temperatur gebildet. Das Wort Anomalie ist ein Anachronismus. Es suggeriert eine Änderung zum Schlechteren. Die Mess- und die Bewertungsgröße ist die Temperatur.

  44. P. Berberich, Sie wissen schon dass die Hadcrut-Daten die arktischen Temperaturdaten nach eigenen Angaben zu niedrig bewerten, oder?

    Anorak2, sorry aber wer sich allen Ernstes und bei voller geistiger Verfassung eine 5 Grad wärmere globale Durchschnittstemperatur herbeiwünscht mit dem ist eine weitere Diskussion vertane Zeit!

    Krishna Gans, Sie können Wetter von Klima unterscheiden, oder? Immer wieder das alte und immer noch nicht abgestellte Problem unserer Leugnergemeinde des anthropogenen Klimawandels.

  45. #44 Bernd J. sagt:

    „P. Berberich, Sie wissen schon dass die Hadcrut-Daten die arktischen Temperaturdaten nach eigenen Angaben zu niedrig bewerten, oder?“

    Das ist mir schon bekannt. Die Gebietsabdeckung ist bei den GISS-Daten besser als bei HADCRUT 4.6, z.B. Nov 2017 Gistemp 99,2%, HADCRUT 4.6 79,4%. Deshalb habe ich in meinem Beitrag #35 die Anomalie-Daten von Gistemp und die „Absolutwerte“ von HADCRUT herangezogen. Verwende ich in #35 statt Gistemp die HADCRUT4-Anomalien erhalte ich für global 1950 13,6 °C und für global 2017 14,6 °C, also das gleiche Ergebnis wie für Gistemp.

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