Kalter Februar führt zu Stromengpässen – Erneuerbare Energien wirken destabilisierend!

11. Februar 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Energieerzeugung, Kernenergie, Klimawandel, Kohle

Durch die eisigen Temperaturen haben die Deutschen in diesem Winter (Februar) ihre Heizungen deutlich höher gedreht, als in anderen Jahren und so für einen Stromengpass gesorgt.

Die Netzbetreiber mussten schon zweimal auf Strom aus sogenannten Reservekraftwerken zurückgreifen, die nur bei Engpässen hochgefahren werden. So berichtete RTL am 09.02.2012 in den Kurznachrichten.

DERWESTEN berichtet nun: “Wegen der extremen Kälte steigt der Stromverbrauch deutlich. Da die Windanlagen aber am Mittwoch weniger Energie produzierten, wurden Not-Kraftwerke hochgefahren. Auch am Donnerstag und Freitag würden diese im Betrieb bleiben, teilte die Betreibergesellschaft Tennet mit. Aufgrund eines drohenden Engpasses bei der Stromversorgung haben die vier deutschen Netzbetreiber am Mittwoch und am Donnerstag auf Reservekraftwerke zurückgegriffen. Wie das „Handelsblatt“ und die „Financial Times Deutschland“ berichteten, war es der zweite Zugriff in diesem Winter auf die sogenannte Kaltreserve.”

Die DeutscheHandwerksZeitung (DHZ) berichtet: “”Es gibt zurzeit keine großen Sicherheitspuffer mehr”, begründete Marian Rappl vom Netzbetreiber Amprion den Schritt. Vor allem am Abend, wenn die Leistung der Photovoltaikanlagen wegfalle, könne die Leistung der Reservekraftwerke benötigt werden. Die Lage sei “äußerst angespannt, aber noch beherrschbar”, hieß es bei dem Netzbetreiber.”

Vor wenigen Tagen ging noch die Meldung durch die Presse, dass es in Deutschland trotz kaltem Winter und der Abschaltung einiger Kernkraftwerke keine Stromengpässe gibt und Deutschland sogar noch Strom ins Ausland exportieren würde. Solarstrom sollte dabei, insbesondere zu Spitzenlastzeiten, ein stabilisierender Faktor sein. Jetzt kam heraus, “vor allem in den Mittagsstunden, wenn die Solaranlagen 6.000 bis 7.000 Megawatt Leistung liefern, helfe der Strom aus Deutschland dem Nachbarland (Frankreich) seinen Strombedarf zu decken.” Mit dem Wegfall der Sonnenenergie am Abend kann hingegen ein Rückgriff auf die Reservekapazitäten nötig werden. So berichtet die DHZ.

Frankreich beziehen demnach “günstige” Soloarstromüberschüsse aus Deutschland, welche hier über die Vergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetztes (EEG) teuer bezahlt wurden. Mit dem Wegfall der Windenergie der letzten Tage und/ oder der Sonnenenergie am Abend können hingegen Reservekapazitäten, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Österreich notwendig werden. Beides war in diesem Winter der Fall, wie die Presse berichtet. Die Energiewende zur Rettung des Klimas wirkt also eher destabilisierend, als stabilisierend auf unser Stromnetz.

Quellen

Deutschland muss Reservekraftwerke zuschalten

Der Strom wird knapp – Reservekraftwerke müssen ran

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33 Kommentare
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  1. Hat Frankreich denn schon irgendwelche Kaltreserven hochgefahren? Kommt unser Solarstrom denn stabil genug, dass da irgendwer Interresse dann hat oder müssen da auch wieder fossile Kraftwerke dahinter stehen, dass das überhaupt vekaufbar ist? Das jetzige Verbundnetz ist ja aiuch wohl kaum dafür geeignet Strom gross über 100 Km zu transportieren. Zahlen wir also gegenüber wegwerfen zu oder gibt der Export auch finanziell einen Sinn? Ich meine jetzt eher so gesamtwirtschaftlich und nicht für partikuläre Interressen.

  2. Es ist eigentlich nicht die Tageszeit, um Gute Nacht zu sagen…

  3. Energiemangel ist dat eine, Kältetote die andere Folge dieses Winters.

    Zahl der Kältetoten auf mehr als 600 gestiegen

    Seit Beginn der Kältewelle Ende Jänner, die besonders hart Osteuropa und den Balkan trifft, wurden in Polen 82 Kälteopfer gezählt. In der Ukraine, wo allein 135 Kältetote registriert wurden, geben die Behörden seit vergangenem Dienstag keine neuen Zahlen mehr heraus……..
    In den beiden ostrumänischen Provinzen Vrancea und Buzau waren nach Behördenangaben 30.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ihnen drohten Nahrungsmittel und Trinkwasser auszugehen. Die rumänischen Behörden zählten bisher fast 70 Todesopfer…..
    In Serbien waren 50.000 Menschen eingeschneit, teilte der Leiter des Notfallstabes, Predrag Maric, am Samstag in Belgrad mit. Um Strom zu sparen, bestimmte die serbische Regierung die kommende Woche als arbeitsfrei. ….

    Und wen trifft es mal wieder, die Ärmsten der Armen, die Obdachlosen, die Menschen die sich keine Heizung mehr leisten können…in meinen Augen vermeidbare Todesfälle.

    Und nun eine Meldung die so nicht ins Thema passen will aber meine Sympathien für den “Blaumann” mal wieder raus lassen müssen.

    Die Hälfte der Deutschen arbeitet auch an Wochenenden oder nachts

    Fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Deutschland arbeitet einer Untersuchung zufolge auch an Wochenenden, Feiertagen oder nachts. 46,9 Prozent der Beschäftigten leisten gelegentlich, regelmäßig oder ständig zu sogenannten atypischen Arbeitszeiten Dienst, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei im Bundestag hervorgeht, aus welcher der Bundestagspressedienst zitierte…….

    ….Hochvariable Arbeitszeiten könnten das Risiko gesundheitlicher, familiärer und sozialer Schwierigkeiten erhöhen,….

    Das sind die Menschen, die den Saftladen namens “Deutschlands” trotzdem am Laufen halten, mit dem Risiko sich ihre Gesundheit zu versauen und die Familienverhältnisse nachhaltig zu stören……..und die sollen von ihren mageren Einkünften die Energiewende bezahlen + die zukünftigen Einschränkungen durch “intelligente Netze/Smart Grid” ausbaden.
    Wehe die kriegen irgendwann mal mit, wer ihnen diesen Mist eingebrockt hat……
    H.E.

  4. …und das neulich Wale in Neuseeland verendet sind, liegt vermutl. auch an den Erneuerbaren, jawoll!

    (sorry meine Herren, aber DAS konnte ich mir jetzt nicht verkneifen, denn von einem wissenschaftlichen blog würde ich mir schon a bisserl mehr Substanz, als das Zitieren von RTL und Bild erwarten -- die Kernaussage ist doch eher, dass eine so straffe Kälteperiode wie diesmal, das so beliebte und auch wohl weitgehend vergangene “Schöpfen aus dem Vollen” einmal limitiert. Selbst wenn 10GW mehr am Netz wären hätten eon und Kollegen sicher nicht in einem Anfall von Nächstenliebe Ihren Strom kostenlos bis Rumänien durchgeleitet, oder doch….?)

    (Wende mich jetzt wieder meiner Nachtarbeit zu, denn ich halte D überhaupt nicht für einen Saftladen, sonst wäre ich schon längst woanders. Wiederum rufe ich zu sachlichem Konsens und Aufbruchstimmung auf und ersuche die sog. NIE als Chance eines rohstoffarmen aber ideenreichen Landes verstanden zu wissen. Die größte Instabilitätsgefahr D´s liegt in der Abhängigkeit von ausländischem/außereuropäischem Gas/Uran/Kohle/Öl -- unsere Achillesferse! Aber wir wollen uns den Luxus der Fremdheizung weiter leisten? Gespeist und gesichert mit 700Mrd. US-amerikanischen + 30Mrd. eigenen Rüstungsdollars+Euros per annum und ein paar Dutzend deutschen Zinksärgen ( und alles nur solange es dem großen Bruder nicht selbst zu knapp wird)?! Exkurs zum Vergleich: Selbst die an sich peinliche Wulff-Debatte hebt uns von außen betrachtet noch himmelhoch über die korrupten Sümpfe der Umländer und der amerikanischen Brüder -- wir pflügen also immer ideell auf dem hochhöchsten Erbsenacker, ohne zu merken wie gut es uns eigentlich geht! Nur die Zeit wird knapp Männer, sonst rückt der nächste Krieg näher heran als uns lieb wäre! Oiso pack ma´s!)

  5. Ach du lieber Himmel!
    Windräder für den Frieden!
    Na, das musste früher oder später ja kommen :-D

  6. Lieber Heinrich
    Dir ist aber schon klar, das das Maß der NIE schon jetzt jeden Maßstab gesprengt hat?
    Ist Dir klar, das wir genügend ShaleGas im Boden haben um unsere tollen Gaskraftwerke mit eigenem Gas betreiben zu können?
    Ist Dir klar, das wir weder ausreichende Strom- noch Gasnetze haben und schon garnicht irgendein Großspeicher in Sicht ist?
    Ist Dir klar, das uns das als Stromkunden demnächst 30 Cent/kWh und mehr kosten wird, das sich darüber unsere Banken ein Loch in den Hintern freuen und wir immer noch kein stabiles Netz haben werden?

    Nur weil in Deutschland die Sauereien an den Tag kommen die auch politisch gewollt sind, kann man noch lange nicht sagen, das wir nicht bin in die letzte Faserspitze unserer Wirtschaft mit Filz durchzogen sind.

    Und der nächste Krieg, lieber Heinrich……..wird wohl eher durch die Finanzkrise und Bürgeraufstände ausgelöst als durch Öl.
    MfG

  7. Offshore-News: E.ON droht mit Investitionsstopp bei Windparks

    Steht die Offshore-Windenergie vor dem Aus? Nach dem Energieriesen RWE warnt jetzt auch der Stromkonzern E.ON vor einem Scheitern der Ausbaupläne der Bundesregierung. Der Grund für die Skepsis: für die großen Windparks in Nord- und Ostsee fehlen die nötigen Anschlüsse an die Stromnetze an Land. E.ON geht davon aus, dass deshalb der Offshore-Windpark Amrumbank West erst mit einer Verspätung von 15 Monaten ans Netz gehen wird. Aus diesem Grund erwägt der Energiekonzern künftig sogar einen kompletten Investitionstopp für neue Windparks im Meer.

  8. Lieber Heinrich,
    ich überschlage mal den Stand unseres Weges in die Zukunft der EE, auch große Transformation genannt.

    Heutiger Zwischenstand

    Die liebe Sonne: 6,5 GWh
    Der liebe Wind : wird mit den heutigen Sturm auf ca 107 GWh kommen(ohne keine 40 GWh)

    Macht 113,5 GWh. Deutschland braucht heute ca 1500 GWh.

    Trotz Sturm könnten wir heute ca 290000 Windmühlen vertragen statt 22000. Von Sonne reden wir lieber nicht, die Fläche von Deutschland reicht heute nicht aus und Wasserspeicher sähe heute so aus, dass wir den Bodensee komplett auf die Zugspitze pumpen müssten, um ihn dann noch heute wieder abzulassen.

    Heinrich, dazu werden auch in 50 Jahren die Zementwerke nicht reichen, auch nicht die Stahlwerke für die leitungen und Pumpen ;-) Auf der Zugspitze würde dazu heute auch noch alles einfrieren ;-)

  9. Heinz,
    jetzt will auch China an seine Shale Gas Reserven 36,1 Bill m^3, 50% mehr als USA.
    Polen hat 5,3 Bill.m^3 Gas.

    China Closer To Joining Shale Gas Fracking Craze

    Da werden die Umweltschützer durchdrehen ;-) Irgendwann werden auch in Deutschland, wie in den USA die Strom-und Gaspreise halbiert werden- bis dahin wird die Erde gerettet ;-)

  10. @ Heinrich Ernst #4

    Selbst wenn 10GW mehr am Netz wären hätten eon und Kollegen sicher nicht in einem Anfall von Nächstenliebe Ihren Strom kostenlos bis Rumänien durchgeleitet, oder doch….?

    Sie wollten uns doch sicherlich mitteilen, dass die „Vereinigung der freien Miefquirl- und Krähenspiegelbetreiber großzügig ihren erzeugten Strom unter Verzicht auf ihre Einspeisevergütung in die offene Bresche gesprungen sind und so der ganzen Welt gezeigt haben wie segenspendent der Parasitenstrom ist.

  11. Oh Gott Soros lobt Obama

    Bestimmt dafür, dass er den Lückenschluß der NordSüdPipeline verhindert.
    Der Shale Gas Boom lief ohne Zustimmung Obamas ab, das ist in USA möglich. Jetzt zieht er mit dem Aufschwung, den er nicht verhindern konnte und zufriedenen Bürgern über kleine Energiepreise in den Wahlkampf. ;-)

    Soros hofft auf Obama, dass seine Ölförderungen im mexikanischen Golf noch lange von den Förderungen im Norden getrennt bleiben?

  12. @ Heinrich Ernst #4

    Die größte Instabilitätsgefahr D´s liegt in der Abhängigkeit von ausländischem/außereuropäischem Gas/Uran/Kohle/Öl — unsere Achillesferse!

    Richtig erkannt. Und weil das nun mal so ist, setzen wir dem Ganzen noch die Krone auf und unterwerfen unsere Energieversorgung den Wetterlaunen und der Gier der „Grünen Abzocker“.

  13. @ Heinrich Ernst #4

    Aber wir wollen uns den Luxus der Fremdheizung weiter leisten?

    Was bleibt uns Anderes übrig, wenn der „Grüne Terror“ im eigenen Lande die Nutzung eigener Ressourcen und hochmoderner Technik verhindert. In Erdhöhlen lebt es sich halt nicht so komod.

  14. @ Heinrich Ernst #4

    Nur die Zeit wird knapp Männer, sonst rückt der nächste Krieg näher heran als uns lieb wäre!

    Ach, das werden doch Ihre Freunde sicherlich zu verhindern wissen. Die Ökofaschisten haben nämlich für diesen Fall einen ökologischen Brotaufstrich entwickelt, der die kämpfende Truppe nicht nur ernährt, sondern auf dem auch die feindlichen Panzer drauf ausrutschen. Wenn dann auch noch die grüne Geheimwaffe, die man auch Claudia die Rote nennt, auf den Feind losgelassen wird, gibt es kein Halten mehr.

  15. @Heinrich Ernst

    Wende mich jetzt wieder meiner Nachtarbeit zu, denn ich halte D überhaupt nicht für einen Saftladen, sonst wäre ich schon längst woanders.

    Nachtarbeit, so, so……

  16. Na na Tim Hardenberg -- immer schön sachlich, war gestern tatsächlich auf Service-Einsatz im Werk eines großen Isolatorenherstellers, der -- ohne Unterschied -- für Strom jederlei Geschlechts Freileitungs-Isolatoren fertigt… Lappinsulator, Werk Wunsiedel -- auf Anfrage verbinde ich Sie gerne mit dem Werkleiter, falls Sie Zweifel hätten. Auch habe ich schon AKW und KokW von innen gesehen oder auch Teile zugeliefert (was tun Sie so?), ohne daß mich der Blitz getroffen hätte…

    Also liebe andere Herren -- wie schrieb man mir neulich hier ins Poesiealbum so schön “ich glaube das ist der falsche blog für Sie” -- das wäre richtig, wenn es mir darum ginge, jemanden zu irgendetwas bekehren zu wollen. Nein, nochmal damit es alle verstehen, die vielleicht nur flüchtig lesen und aus Angst hier wäre ein Maulwurf auf Blockade schalten. Ich bin Verbraucher wie Sie und arbeite im industriellen Bereich mit meiner Firma und mache mir Gedanken über technische und politische Zusammenhänge und versuche Wahrheiten und Antworten im Dickicht zu entdecken und rufe auch zur gemeinsamen Lösungsfindung auf. Wenn dies nicht Ziel dieses blogs ist, bin ich hier tatsächlich falsch, interessiere mich aber sehr wohl für alle Argumente und notiere diese.

    zu den sachlichen Antworten Ihrerseits:
    ja, unser Verbrauch ist gigantisch mit den zitierten 1500GWh /d -- was soll uns also hindern dies immer wieder zu hinterfragen? Ersparnisse (ich rede nicht von Effizienzsteigerungen, die ohnehin Ziel jeden Betriebes sind) als Tabuthema? 600TWh /a oder reichen evtl. doch 550TWh oder 400? Wie definiert man Freiheit? Soviel verbrauchen zu können wie man individuell will, oder erfordert es nicht doch einen gesellschaftlichen Konsens?
    Gas: Hydraulic Fracturing wäre oder ist bereits ein Reizthema, da hier aus meiner Sicht tatsächlich die Gefahr einer Grundwasserverschmutzung gegeben ist -- wobei ich tatsächlich keine tiefere geologische Fachkenntnis besitze aber bereits Unfälle bei der tiefen Geothermie gezeigt haben, wo hier die Irrtümer enden können. Auch die deutschen Ölreserven würden uns laut einer Reportage des DLF nur für ein Jahr gereichen.
    Braunkohletagebau -- auch irgendwie nicht schön in meinen Augen -- ich würde mein Haus nicht verkaufen wollen. Deutsche Steinkohle? Auch subventioniert, aber immerhin eigenes Material, aber eben auch nicht so üppig. Ein von uns beliefertes -- sehr modernes, aber kleines (600MW) -- KoKW wurde übrigens von eon wegen “Unrentabilität” (3,5-4ct/kWh Erzeugerpreis) abgerissen. Das fehlt auch in der dezentralen Landschaft. Also Endstation fossil? Sie sagen überwiegend: Thoriumreaktor. Warum wird die Technik nicht weiter entwickelt? Bitte erläutern Sie dies also dem interessierten Techniker oder nennen Sie mir bitte die entsprechende Blogseite, ohne das ich lange suchen müßte. Vielen Dank.

  17. Thoriumreaktor. Warum wird die Technik nicht weiter entwickelt? Bitte erläutern Sie dies also dem interessierten Techniker oder nennen Sie mir bitte die entsprechende Blogseite

    Na da kann Ihnen schnell geholfen werden:

    Ein Termin bei der Kanzlerin?
    Thorium – Der Brennstoff der Zukunft

  18. @Lieber Heinrich

    Es sollte doch mit dem E-Teufel zugehen, den Stromverbrauch Deutschlands nicht unter 400 TWh senken zu können…….Schwerindustrie und sonstige stromintensive Verschwendungs-Hersteller mittels überhöhte Strompreise einfach aus den Land jagen und schon haben wir Friede, Freude, Eierkuchen…..und scheren uns dann gegenseitig die Stoppeln uff´n Kopp.
    Ach ja, da war ja noch die “Liberalisierung der Strommärkte”…….kaufen wir eben unseren Strom im Ausland, wenn wir dann noch Geld haben.
    MfG

  19. @Heinrich Ernst #16

    Na na Tim Hardenberg — immer schön sachlich, war gestern tatsächlich auf Service-Einsatz im Werk eines großen Isolatorenherstellers, der — ohne Unterschied — für Strom jederlei Geschlechts Freileitungs-Isolatoren fertigt… Lappinsulator, Werk Wunsiedel — auf Anfrage verbinde ich Sie gerne mit dem Werkleiter, falls Sie Zweifel hätten.

    …..nee nee, is net notwendig….. hab nur Späßle g’macht….. warum gleich so ernst, lieber Heinrich? Ich zweifle nicht an Ihrer Redlichkeit!

  20. Ist schon i.O. T.H., wollte auch nur anklingen lassen, daß ich bewußt meine zweierlei Brote ess. Beruflich befasse ich mich mit “konventioneller” E-Technik genauso, wie mit regenerativer und z.B. bei jedem installierten Antrieb sind mir die MWh die dieser im Laufe eines Jahres fressen will sehr bewußt. Aus meiner Erfahrung hat sich aber bis vor etwa 5 Jahren “keine Sau” in den Einkaufsabteilungen für Energie-Sparargumente interessiert und immer zielsicher den billigsten Verbraucher gekauft. Höchstens die untersten Technikerchargen haben eine interessierte Augenbraue hochgezogen, hatten aber keine Macht. Stromverbrauch war eben bis vor kurzem „irgendwie da“ und es kam ja schon immer aus der Dose – auch in der Industrie. Das viele Betriebe erst jetzt anfangen überall wild Zähler und Analysatoren zu installieren, wo sie früher nur einen einzigen großen am Trafo hatten, beweist mir ein spätes Erwachen unter den Elchen, die nun ins crescendo mit einfallen. Wir haben einige sehr energieintensive Betriebe unter unseren Kunden, die alle Anschlußwerte in hohen MW-Klassen haben. Das sind alles gewachsene Strukturen (Eisengiesserei mit 800 Jahren Betriebsgeschichte!), die sich aber heute mit neuen Problemen konfrontiert sehen. Vor 15-20 Jahren war im Alltagsgeschäft ein Motor mit 90 oder 132kW “ein großer” -- heute ein Wegwerfartikel und klein. Durch massiv gesteigerte, weil im Wettbewerb anscheinend notwendige, höhere Leistungen und Ausstoßgeschwindigkeiten, laufen dann an diesen Stellen heute Motoren mit 630kW und mehr, um z.B. irgendeine unschuldige Pumpe anzutreiben. Da ich diese Entwicklung in kurzer Zeit miterleben durfte, fragte ich mich dann schon hin und wieder nach den Grenzen des Wachstums, was ja nur logisch ist, alleine wenn man schon seinen Markt kennen will. Das weitere Hinterfragen könnte ich dann schon sein lassen, da ich ja Geld damit verdiene-je größer desto besser-Punkt. Und wenn ein Kunde -- oder sogar einer der Großverbraucher -- eine MW PV-Anlage haben will, verwehre ich ihm die auch nicht. In einem Beispiel benötigt ein mittlerer Betrieb im Jahr 6MWh und produziert auf seinem recht großen Dach 1MWh. Er speist mittelspannungsseitig ein. Das Netz sieht vermutlich nur an schönen Sonntagen etwas von diesem PV-Strom, wobei er dann zwar schon das umliegende Nest kpl. versorgt. Ich sehe das netztechnisch nun nicht ganz so kritisch. Auch geht ja stets eine Verträglichkeitsprüfung des Versorgers voraus, die ihm ja Rechte einräumt. Im Bereich der kleinen Wasserkraft hatte ich interessanterweise sogar schon Anrufe vom Versorger, wannn denn der Kunden nun endlich ans Netz geht. Vermutlich die Ungeduld, weil die Marketing-Abteilung auch gerne Ökostrom anpreist, den man irgendwo hernehmen muß. Was ich also sagen will ist: ich sehe die EE oder NIE nicht so dramatisch todbringend wie sie alle hier und will sagen: man kann ja das eine tun und das andere nicht lassen. Natürlich werde ich im Photovoltaikforum mit 99% Wahrscheinlichkeit ausgepfiffen, wenn ich dort nach dem Thoriumreaktor als Netzstütze frage. Sollte aber sachlich möglich sein.
    Den Termin bei der Kanzlerin habe ich gelesen und bin auch dadurch auf das Th tiefer aufmerksam geworden und hab mir auch das Filmchen mit Herrn K.S. in ganzer Länge angesehen. Aber weiterlesen quer durch google bringt ein technisch sehr gespaltenes Bild – werde aber hier weiterquerlesen und versuchen Meinung zu bauen. Wieso – frage ich hier mal wieder provokant und als Gedankenexperiment – sollten wir nicht „die Kommunisten“ das Ding unter Einsatz all Ihrer (für sie wenig bedeutenden) Einzelmenschen bauen und entwickeln lassen und dann das Produkt genauso kaufen wie es manche Gewinn-Maximierer mit der chinesischen Solarzelle ( Haushaltsgerät / Kleidung / iphone / hier beliebiges Produkt eintragen) tun? Wenn China in 5 Jahren einen praktischen TH-Reaktor liefern kann (welcher vielleicht Verbesserungspotenzial hätte) und in gewohnt geschäftstüchtiger Manier anbietet, können wir das Ding doch auch kaufen und ggf. modifizieren. Ob das dann überteuert ist oder nicht -- wenn „da hinten“ der Beweis für Sicherheit und Wirtschaftlichkeit erbracht wäre, so what? Dann würde sicher auch Siemens oder ABB oder sonstwer in der Politik nicht unbedingt nein sagen und alte Recken wieder mit ein paar neuen zusammen in eine Abteilung zu stecken – hey das ist Marktwirtschaft und es gibt ja auch noch den shareholder, der den Grundton stimmt. Ob wir nun nur Brennstoffe aus fernen Ländern importieren oder die Heizung mit dazu, daß macht prozentual noch am wenigsten aus. Ich denke nicht, daß wir bis dahin verlernt hätten im Thema mitzumischen und so eine Maschine dann anzuwenden. Also lassen wir doch die anderen testen und kopieren dann. Macht China nicht anders, dann wird der Spieß eben herumgedreht. Das ist zwar nicht sehr deutsch gedacht und kratzt an unserer Ingenieurswürde, aber für Technoritterlichkeit ist ja in dieser Welt genauso wenig Platz wie für Ökoromantik, wie allgemein festgestellt wird. Freue mich auf Ihre Meinung zum Vorschlag (ich ahne was). Ggf. bitte post in die Thoriumabteilung verschieben.

  21. #20

    Wenn China in 5 Jahren einen praktischen TH-Reaktor liefern kann…

    Na ja, bisher lief der Technologietransfer ja immer so herum, daß die Chinesen sich westliche Hochtechnologie zur Ansicht kommen ließen, dann mit ein bißchen reverse engineering nachbauten und

    unter Einsatz all Ihrer (für sie wenig bedeutenden) Einzelmenschen

    ganz ganz billig herstellten und in die Ursprungsländer zurückverkauften -- nicht gerade zum Vorteil der Entwickler der Technologie.
    Aber nachdem wir ja nun beschlossen haben, in Sachen Technologie und Industrie alle Viere von uns zu strecken, können wir wohl wirklich nur zusehen, was andernorts gemacht wird. Wovon aber bitteschön sollen wir dann den “überteuerten” Reaktor bezahlen? Da wir auf Einsparung, Rückbau und geplante Mangelwirtschaft ohne Überschuß eingeschworen sind, wird da nicht viel Spielraum bleiben.

  22. kleine Korrektur zum Betriebsbeispiel: es muß natürlich GWh heissen.

    @fluminist -- wie gesagt, wir kaufen schon so viel chinesischen Krams (was ich im privaten Konsumentenverhalten zu vermeiden versuche) wieso nicht auch einen TH-Reaktor…

  23. #22

    wieso nicht auch einen TH-Reaktor

    Schön und gut, mit der letzten Milliarde, die nach dem Abwandern der Industrie und der Einrichtung der ganzen Windparks vielleicht noch übrig ist, können wir dann noch mal einkaufen gehen…
    Aber ist es nicht ein bißchen optimistisch gedacht, daß das dann im Endeffekt sicherer wäre als die Thoriumtechnologie in traditionell deutscher Qualität selbst zu entwickeln? Ich will da nicht zu patriotisch klingen, denke aber an die Sicherheitsmängel, die beim chinesischen Krams gelegentlich auftreten, z.B. giftig lackiertes Kinderspielzeug oder die Ledersofas, deren Besitzer sich nachher die Haut in blutigen Fetzen abziehen konnten…

  24. Bringen sich hier schon einmal diejenigen in Stellung, die beim nächsten Stromausfall den bösen Monopolisten die Schuld in die Schuhe schieben wollen?

    Energieversorgung in Deutschland
    Stromhändler zocken fast bis zum Blackout
    Der deutsche Strommarkt stand in den vergangenen Tagen mehrfach vor dem Zusammenbruch. Laut Bundesnetzagentur waren dafür aber nicht die Kälte oder der Atomausstieg verantwortlich, sondern Energiehändler -- die offenbar ihre Profite maximieren wollten.

  25. Lieber Herr Ernst:
    Wenn Sie den Technologietransfer Deutschland/China umkehren, kehren Sie auch das Lohnniveau um.
    Ist Ihnen das etwa nicht bewusst?

    Ihre fabelhaftenIdeen wären gleichbedeutend mit einer buchstäblichen Verelendung Deutschlands!

  26. @ Rudolf Kipp #24:

    Entweder sind böse Kapitalistenschweine oder unfähige Leitstandfahrer schuld, aber nie nie nie diejenigen, die durch ihre Politik erst die Voraussetzungen für das drohende Desaster geschaffen haben.
    Allerdings verfängt dieses ‘Haltet den Dieb’ immer weniger; die SPON-Forumsbeiträge zeigen sehr schön, dass immer mehr Menschen die ‘Energiewende’ höchst kritisch sehen.
    Der völlig richtige Tenor: Der Strom wurde erst dadurch zum Spekulationsobjekt, weil er durch die irrationale NIE-Politik verknappt und unzuverlässig gemacht wurde. Bei sicherer Versorgung hätte es keine solchen exorbitanten Preisspitzen gegeben und damit auch keinen Grund, zu zocken.

  27. Der völlig richtige Tenor: Der Strom wurde erst dadurch zum Spekulationsobjekt, weil er durch die irrationale NIE-Politik verknappt und unzuverlässig gemacht wurde. Bei sicherer Versorgung hätte es keine solchen exorbitanten Preisspitzen gegeben und damit auch keinen Grund, zu zocken.

    Tritium, diese banale ökonomische Einsicht ist doch zu hoch für den diensthabenden SPON-Redaktionspraktikanten.

  28. @ Ernst:

    Eine sehr fundierte Erläuterung der Besonderheiten des Zusammenwirkens zweier (!) Entwicklungen, Thorium und der Flüssigsalztechnologie, finden Sie hier in der Beschreibung des japanischen FUJI-Projektes.

    Ich bin außerdem auf dieses Buch gespannt.

    In Kürze erscheint ein energiepolitischer Sammelband der Friedrich-Naumann-Stiftung, in dem sich ein Beitrag von mir u.a. auch mit Thorium-Flüssigsalzreaktoren befasst. Ich werde darauf hinweisen.

  29. @Rudolf #24
    Tja, sowas kommt von sowas.

    Während in anderen europäischen Ländern noch viele Netze oder EVU in Staatshand sind, musste Deutschland natürlich wieder im vorauseilenden Gehorsam die “Liberalisierung der Energiemärkte” exakt in Sack und Tüten bringen, so sind wa nun mal.
    Das Ergebnis……….
    Energiekonzerne die Kraftwerke haben oder keine mehr (kalt enteignet); Energiekonzerne die keinen Bock mehr haben den deutschen Vollidioten zu spielen um neue Kraftwerke ins Land zu stellen, die von Anbeginn unwirtschaftlich arbeiten und zusätzlich von der aufgeputschten Bevölkerung bestreikt werden.
    Netzbetreiber aller Ebenen, die zu 100% vom Staat reguliert sind, die alle 5 Jahre (Fotojahr) einen heiden Verwaltungsaufwand betreiben müssen um sich ihre Netzkosten genehmigen zu lassen, die also sollen jetzt den Energiemüll ganz alleine ausbaden. Dummerweise ham wa die aber ganz toll an ausländische Unternehmen verscherbelt, ergo können die ooch mal ungerührt den Stinkefinger zeigen, wenn Papa Staat zu frech wird.

    Tja, und weil das an Irrsinn noch nicht reicht, pappen wir Zufallsstromerzeuger ins Land die Einspeisevorrang haben und den ganzen Saftladen gelegentlich so richtig durcheinander würfeln.

    Tja, und wenn dann mal ein paar Prognosen etwas daneben liegen, (in diesen Fall wohl absichtlich) dann kann das grazile deutsche Energiekartenhaus schon mal zusammenkrachen.
    Es gibt eben Stromhändler die zocken bis die Bude glüht aber immer die billigsten Stromanbieter auf den Markt sind…….während Stadtwerke fein artig immer die Grundversorgung sichern müssen…..und wenn dann geiz geil ist, dann guckte eines Tages der Kunde blöd aus der Wäsche.
    Nämlich dann, wenn das tolle Smart-Grind steht und man dann solche Kunden vom Netz nehmen könnte, wenn dessen Händler zu wenig eingekauft haben……denn wäre wenigstens das Netz stabil und es ergäben sich ganz neue Marketing-Strategien für seriöse Händler.

    Die Spitze der Idiotie aber ist staatlich hausgemacht……..2 Ministerien wurschteln gegeneinander in Energiedingens rum, einer will jährlich seine Jubel-Klima-Meldungen verbreiten und der andere kann vor lauter EU-Ärger kaum noch aus de Oogen gucken………..manchmal hackt dann auch noch der Finanzminister mit rein, manchmal auch der Justizminister, Hauptsache unsere Staatsdiener sind alle schön mit sich selbst beschäftigt.

    Ganz am Ende stehen dann unsere grünen Weltverbesserer und hacken dann auf alle Beteiligten ein, weil wir ja irgendwie nicht richtig voran kommen beim Retten des Planeten.
    Hab ick noch was oder wen vergessen……stimmt, die Lobbyisten der Energiewende-Kriegsgewinner, aber die gehen ja sowieso schon ein und aus bei unseren Volksvertretern und schreiben sich ihre nötigen Gesetze alleine.

    Das ist deutsche Energiepolitik………..in der Klapsmühle müssste der Patient in die Gummizelle.
    Uff, viel Text, hoffe mal da is einiges rüber gekommen.
    MfG
    Heinz Eng

  30. #29

    Nämlich dann, wenn das tolle Smart-Grind steht und man dann solche Kunden vom Netz nehmen könnte, wenn dessen Händler zu wenig eingekauft haben……denn wäre wenigstens das Netz stabil und es ergäben sich ganz neue Marketing-Strategien für seriöse Händler.

    Endlich mal ein vernünftiges Argument für das Smart Grid: dann können die Ökostromliebhaber ihre Erbsen kochen, wenn der Wind weht, und diejenigen, die gerne auch (leider importierten) Strom aus Kernkraftwerken beziehen, haben ihn rund um die Uhr. Das wäre am Ende doch eine Lösung, mit der alle glücklich werden können.

  31. Erneuerbare Energien wirken… tödlich…

    Tödlicher verunglückter Offshore-Mitarbeiter geborgen

    Der am 25. Januar auf der Offshore-Plattform BARD Offshore 1 tödlich verunglückte BARD-Mitarbeiter ist am 27. Januar 2012 gegen 20 Uhr geborgen und nach Emden ausgeflogen worden. (…)

    Gefunden in Zettels Raum. Der ganze Kommentar ist äußerst lesenswert. Er beschäftigt sich mit dem laut vernehmlichen medialen Schweigen zu diesem Unfall und damit, wie die Situation wohl wäre, wenn etwas ähnliches in einem deutschen Kernkraftwerk passieren würde.

  32. Zu # 31:

    Im Jahr 2010 verzeichnete allein dieBG ETEM 123 meldepflichtige Arbeitsunfälle beim Aufbau oder der Wartung von Photovoltaikanlagen, davon zwei mit tödlichem Ausgang.
    Photovoltaikanlagen töten und schädigen also jährlich mehr Menschen als der Fukushima -- GAU.

    Siehe auch:
    Photovoltaik: Solaranlagen sind ein Unfallschwerpunkt

  33. Nach Abschluss der laufenden Projekte befürchtet E.on, dass Offshore-Windkraft in Deutschland zum Erliegen kommt. “Für die Zeit nach 2015 bin ich pessimistisch, wenn sich nichts ändert”, sagte Winkel. Die Energiemanager setzen ihre Hoffnungen nun in die beim Bundeswirtschaftsministerium eingesetzte Arbeitsgruppe zur Beschleunigung des Netzausbaus.

    Tja, jetzt muss wohl die Arbeitgruppe ran und Strippen ziehen ,-)

    Das ganze Elend hier

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