Kein Weltuntergang und trotzdem weiter wie bisher

5. März 2010 | Von | Kategorie: Artikel, Blog, Klimawandel, Profiteure

Gastbeitrag von Eva Ziessler (zuerst erschienen auf der Achse des Guten)

Es wäre eine enorme Erleichterung, so Al Gore in der New York Times, sollte sich herausstellen, dass uns keine unvorstellbare, die menschliche Zivilisation gefährdende Katastrophe bevorsteht, die umfangreiche Präventivmaßnahmen zum Schutz der Menschheit erfordert. Es würde von uns genommen die schwere Bürde, von unseren Enkelkindern als kriminelle Generation verteufelt zu werden, die selbstsüchtig alle eindeutigen Warnungen in den Wind geschlagen habe, dass das Schicksal der Enkel in ihren Händen liege. Deshalb wünsche auch er, Al Gore, von ganzem Herzen, dass die Erderwärmung eine Illusion gewesen sei.

Aber selbst dann, wenn sein Herzenswunsch in Erfüllung gehen sollte, so der ehemalige US-Vizepräsident weiter, müssten wir die von ihm und der UN angeregten „umfangreichen Präventivmaßnahmen“ weiterhin verfolgen.

Mmh, wie bitte?, fragt sich der geneigte Leser und versucht zu verstehen: Die unvorstellbare Katastrophe erweist sich als Illusion—und trotzdem sollen wir die umfangreichen, zur Abwendung der vermeintlich bevorstehenden Katastrophe ersonnenen Maßnahmen weiterbetreiben? Warum denn das? Weil es, so klärt Gore uns auf, um Arbeitsplätze geht, und zwar um die „wichtigsten“ Arbeitsplätze im 21. Jahrhundert, um Arbeitsplätze in der Solar- und Windenergie, in der geothermischen Energie und anderen, erneuerbaren Energien.—Und da hatte ich armer Naivling doch immer geglaubt, wir hätten Unsummen für die Erforschung erneuerbarer Energien und die Subventionierung sonst nicht marktfähiger Solar- und Windanlagen nur deshalb ausgegeben, um die von Al Gore & Co angedrohte, unmittelbar bevorstehende Katastrophe gerade noch rechtzeitig abzuwenden. Und nur deshalb sind doch diese Jobs entstanden.

Nochmal ganz langsam, nur für mich, damit ich es verstehe. Angenommen, Regierungen weltweit hätten die Fahrradproduktion hoch subventioniert und alle Bürger zum Fahrradfahren gezwungen— als einzige Möglichkeit, den kollektiven Herztod der Bevölkerung zu verhindern. Nun stellt sich heraus, dass die Wissenschaftler falsch gelegen haben. Auch ohne Radfahren droht niemandem der Herztod. Und nun wird uns gesagt, die Jobs in der Fahrradherstellung sind die wichtigsten Arbeitsplätze im 21. Jahrhundert? Ergo, wir müssen weiterhin Fahrräder produzieren, die niemand kaufen oder fahren will? Das klingt mir doch sehr nach einem logischen Fehler, dem sogenannten Zirkelschluß.

Nun ja, vielleicht war die Logik ja noch nie Al Gores Stärke. Muss ja auch nicht sein. Denn schließlich wäre es für ihn bloß ärgerlich und nicht einmal übermäßig tragisch, wenn der Rest der Welt logisch denken und deshalb die „umfangreichen Präventivmaßnahmen“ zurückfahren sollte: Gore hat nämlich sein Portfolio diversifiziert. Schmieren die Aktien der Atom- und Alternativenergieunternehmen ab, so bleiben ihm ja noch die anderen, mit oder ohne Katastrophe zukunftsträchtigen Anlagen, wie Apple Macintosh & Co.

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

15 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Liebe Frau Ziessler,
    Menschen sind am besten manipulierbar, wenn Sie vor etwas Angst haben. Das haben die Populisten schon immer gewußt.
    Wenn es im Winter kalt ist, haben die Amerikaner keine Angst vor Erderwärmung, vor allem nicht in Minnesota, New York oder Wyoming. In der Wirtschaftskrise haben die Amerikaner Angst vor Arbeitsplatzverlust.
    Al Gore ist ein guter Populist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  2. Sehr geehrte Frau Ziessler,
    das ist ja das Dogma der Kataspohiker, dass das (Konsum) Verhalten einen Einfluß aufs Klima hätte.
    Nun, auch unsere Führung GLAUBT, dass man durch Ideologie mehr Arbeitsplätze schaffen könne.
    Auch dieses Perpetuum Mobilee wird nicht funzen.
    Aber unser Wahl Volk hat doch so arg Angst und will gerettet werden.

  3. Aber selbst dann, wenn sein Herzenswunsch in Erfüllung gehen sollte, so der ehemalige US-Vizepräsident weiter, müssten wir die von ihm und der UN angeregten „umfangreichen Präventivmaßnahmen“ weiterhin verfolgen.

    Mmh, wie bitte?, fragt sich der geneigte Leser und versucht zu verstehen: Die unvorstellbare Katastrophe erweist sich als Illusion—und trotzdem sollen wir die umfangreichen, zur Abwendung der vermeintlich bevorstehenden Katastrophe ersonnenen Maßnahmen weiterbetreiben?

    Hmm, der geneigte Leser fragt sich IMHO was anderes. Er fragt sich, wo denn Al Gore sowas gesagt hat. Ich habe den Artikel jetzt dreimal gelesen -- zur Sicherheit -- aber nicht eine Stelle gefunden, an der er sowas absurdes von sich gegeben hat. Für so schlecht, dass mir sowas entgehen sollte, habe ich mein Englisch bisher gar nicht gehalten. Kann mal jemand die entsprechende Stelle zitieren? Oder auch mehrere, falls das sinngemäß wiedergegeben wurde?
    (Das er sich freuen würde, falls die AGW-Theorie falsch wäre, das habe ich gelesen (1., 3., und 4. Absatz). Aber das die Präventivmaßnahmen auch dann weiterverfolgt werden müssten …)

  4. It would be an enormous relief if the recent attacks on the science of global warming actually indicated that we do not face an unimaginable calamity requiring large-scale, preventive measures to protect human civilization as we know it.

    Steht doch alles da…..
    Es handelt sich gleich um den ersten Absatz…

  5. It would be an enormous relief if the recent attacks on the science of global warming actually indicated that we do not face an unimaginable calamity requiring large-scale, preventive measures to protect human civilization as we know it.

    Steht doch alles da…..
    Es handelt sich gleich um den ersten Absatz…

    Wo steht da, dass wir „wir die von ihm und der UN angeregten „umfangreichen Präventivmaßnahmen“ weiterhin verfolgen“ müßten? Oder meinen Sie wirklich, das steht im ersten Absatz?

  6. Hmm, kann mir wirklich niemand sagen, wo Al Gore das von Frau Ziessler „zitierte“ [1] nun gesagt hat? Der Text ist doch verlinkt, das muss doch zu finden sein. Oder hat sich Frau Ziessler hier wirklich geirrt und etwas in dem Text gelesen, was gar nicht da steht?

    [1] zitiert hier in Anführungsstrichen, da es kein wörtliches Zitat ist

  7. Verstehe ich nicht, Herr Müller.

    Es steht doch da.

    Im zweiten Absatz. Da sagt er, daß man alle diese Maßnahmen eben trotzdem ergreifen müßte, wegen der Abhängigkeit vom Öl und dem Konkurrenzkampf mit China.

    Und danach kommt die von Frau Ziessler kommentierte Litanei über die Arbeitsplätze.

    Frau Ziessler hat den Text ganz richtig verstanden (jedenfalls genau so, wie ich). Das kann man nicht anders interpretieren.

  8. Verstehe ich nicht, Herr Müller.

    Es steht doch da.

    Im zweiten Absatz. Da sagt er, daß man alle diese Maßnahmen eben trotzdem ergreifen müßte, wegen der Abhängigkeit vom Öl und dem Konkurrenzkampf mit China.

    Ich habe vermutet, dass der zweite Absatz die Quelle des ganzen ist, wollte das aber nicht vorlegen. Nun lese ich den zweiten Absatz aber nicht so, wie die Autorin des Artikels ihn gelesen hat. Ich häng mal meine (grobe) Übersetzung hier rein:

    Natürlich müßten wir uns immer noch mit dem Sicherheitsrisiko unserer wachsenden Abhängigkeit von globalen Öl-Märkten, die von schwindenden Öl-Reserven in den instabilsten Regionen der Welt dominiert werden, und den ökonomischen Risiken, die aus dem Überweisen 100er Milliarden Dollar pro Jahr für dieses Öl entstehen, auseinandersetzen. Und wir würden immer noch China im Rennen um die Entwicklung von smart grids, schnellen Zügen, Sonnenenergie, Wind, Geothermal und anderer erneuerbarer Energien — der bedeutendsten Quelle neuer Jobs im 21. Jahrhundert — hinterherrennen.

    Aber was für eine Last wäre uns von den Schultern genommen. Wir müßten nicht länger befürchten …

    Für mich sind das Problem- bzw. Zustandsbeschreibungen. Und der Anfang des folgenden Absatzes sagt mir, dass diese Probleme bei weitem nicht so schlimm sind -- woraus ich schlußfolgere, dass auch die Lösungen dafür ganz anders aussehen könnten.

    Und wenn ich diese Problembeschreibungen mit „daß man alle diese Maßnahmen eben trotzdem ergreifen müßte“ vergleiche, wenn in dem Absatz überhaupt nichts angedeutet wird, wie die beschriebenen Probleme zu lösen sind … dann bleibt beim mir einfach der Eindruck, dass da interpretiert wurde. Und dass da etwas reininterpretiert wurde, was so nicht gemeint ist.

  9. Hallo, bitte nicht von „Marvin Müller“ verrückt machen lassen!
    Dieser Herr ist ein Hardcore Klimahysteriker und taucht in allen Skeptikerblocks mit großer Intensität auf. Es ist deshalb völlig sinnlos ihm etwas plausibel zu machen! Spart euch die Energie. Ich vermute er ist einer der vielen gut bezahlten
    Handlanger unseres Umweltministeriums und Planeteninstituten! Unser Umweltröttgen versucht ja gerade, wie einst unser Glühbirnenverbotsgabriel von hinten durch die Brust, die EU mal eben für eine Verdopplung der CO2-Einsparung bis 2020 zu animieren. Wir haben wirklich die tollsten Politiker in Europa! Sie haben ja wirklich nur die Interessen der deutschen Bevölkerung im Sinn!

  10. Dieser Herr ist ein Hardcore Klimahysteriker und taucht in allen Skeptikerblocks mit großer Intensität auf. Es ist deshalb völlig sinnlos ihm etwas plausibel zu machen! Spart euch die Energie. Ich vermute er ist einer der vielen gut bezahlten Handlanger unseres Umweltministeriums und Planeteninstituten!

    Wir wollen doch bitte bei der Wahrheit bleiben. Ich schreibe Kommentare zu Artikeln auf 2 Klimaskeptischen Seiten, auf Eike und hier. Sie werden weder auf Eike noch hier Kommentare finden, die AGW Hysterie verbreiten. Sie werden aber sehr wohl Kommentare von mir zu Artikeln finden, die den natürlichen Treibhauseffekt in Frage stellen. Aber da bin ich in guter Gesellschaft mit Herrn Heller, der seine Erklärung zu genau dem Thema auch ab und an bei Eike anbringt, was ich sehr begrüße.

    Und ich gestatte mir auch, Fragen zu Artikeln zu stellen, die ich nicht verstehe bzw. bei denen ich andere Meinung habe, aber verstehen möchte, warum andere mein Verständnis des Themas nicht teilen. Das macht einen zu einem Hardcore-Klimahysteriker? Darf es Skepsis Ihrer Meinung nach nur in eine Richtung geben?

  11. Sie werden aber sehr wohl Kommentare von mir zu Artikeln finden, die den natürlichen Treibhauseffekt in Frage stellen. Aber da bin ich in guter Gesellschaft mit Herrn Heller,

    Bevor es diesbezüglich Missverständnisse gibt: Ich fühle mich in guter Gesellschaft bezüglich der Ansichten, die ich in den Kommentaren vertrete, Herr Heller läßt da eher seinen Artikel zum Thema sprechen. Nicht das jemand denkt. ich wollte unterstellen, Herr Heller würde mit derselben Intensität wie ich kommentieren (Obwohl ich mir manchmal wünschen würde, dass als Skeptiker bekannte Leute intensiver die physikalischen Grundlagen verbreiten würden, so daß sich die Diskussion auf die interessanten Probleme konzentieren könnte. Dann wäre man z.B. auch mich los 🙂 )

  12. @ Reinhard:

    Dieser Herr ist ein Hardcore Klimahysteriker und taucht in allen Skeptikerblocks mit großer Intensität auf. Es ist deshalb völlig sinnlos ihm etwas plausibel zu machen! Spart euch die Energie. Ich vermute er ist einer der vielen gut bezahlten Handlanger unseres Umweltministeriums und Planeteninstituten!

    Auch gelbe Karte, sorry. Aber wenn wir die Gegenseite für ihre ständigen persönlichen Attacken und Unterstellungen (zu Recht) kritisieren, dann sollten wir uns solche Unterstellungen auch sparen.

    Ich weiß nichts über Herrn Müller, wer er ist und was er treibt und was ihn treibt. Und das ist mir auch vollkommen egal. So lange er sich hier benimmt, ist er willkommen. Klar, manchmal kann sein ewiges Nachbohren und Nachhaken schon nerven, keine Frage. Aber Alarmisten zeichnen sich nach meiner Erfahrung genau nicht dadurch aus, daß sie nachfragen. Jedenfalls ist mir hier kein alarmistisches Statement von Herrn Müller bekannt. Falls ich mich irre, geben Sie mir bitte einen Hinweis.

    @Müller:

    Nicht das jemand denkt. ich wollte unterstellen, Herr Heller würde mit derselben Intensität wie ich kommentieren (Obwohl ich mir manchmal wünschen würde, dass als Skeptiker bekannte Leute intensiver die physikalischen Grundlagen verbreiten würden, so daß sich die Diskussion auf die interessanten Probleme konzentieren könnte. Dann wäre man z.B. auch mich los )

    Ich bin eben auch Physiker, obwohl ich schon seit vielen Jahren einen völlig anderen Beruf ausübe. Und ich sehe mich manchmal in der Pflicht, als eine Art „Dolmetscher“ zwischen der Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit aufzutreten. Weil ein großer Teil der Klimadebatte darauf beruht, daß nicht ausreichend kommuniziert, diskutiert und erläutert wird. Es sind aber genau nicht die Skeptiker, die sich einem solchen Diskurs verweigern. Ich kann Menschen nicht vorwerfen, daß sie den Treibhauseffekt ncht verstehen, wenn dieser ihnen an keiner Stelle richtig erläutert wurde. Noch nicht einmal der aktuelle IPCC-Bericht, von dem man das doch zuallererst erwarten würde, beinhaltet eine solche Erklärung. Das übliche Wikipedia-Geschwafel verwirrt mehr, als daß es hilft.

    Wenn nun also jemand bei EIKE oder hier den Treibhauseffekt erklärt, dann sollte dies ein Rahmstorf sein, und nicht ausgerechnet Prof. Lüdecke oder ich. Hier haben die Alarmisten eine Bringschuld, der sie nicht nachkommen wollen. Es ist schon erstaunlich, daß das Ringen um Verständnis auf der Skeptiker-Seite so groß und der Wunsch nach Verstehen auf der Alarmisten-Seite so begrenzt ist.

    Wo ist denn Ihre Erläuterung des Treibhaus-Effektes (oder irgendeines anderen klimawissenschaftlichen Zusammenhangs), Herr Müller? Ich veröffentliche gerne hier, was auch immer Sie der Öffentlichkeit mitteilen wollen…

    Meine begrenzten Möglichkeiten, in der Debatte tätig zu werden, richten sich nach meiner Zeit. Die ebenfalls begrenzt ist, weswegen ich nicht immer und überall dazu in der Lage bin, meinen Senf dazu zu geben.

  13. Jedenfalls ist mir hier kein alarmistisches Statement von Herrn Müller bekannt. Falls ich mich irre, geben Sie mir bitte einen Hinweis.

    Ein solcher Hinweis würde mich auch interessieren. Da müßte ich dann unter Umständen noch vorsichtiger argumentieren, um nicht in eine wie auch immer geartete Hysterikerschublade gesteckt zu werden.

    Weil ein großer Teil der Klimadebatte darauf beruht, daß nicht ausreichend kommuniziert, diskutiert und erläutert wird. Es sind aber genau nicht die Skeptiker, die sich einem solchen Diskurs verweigern. Ich kann Menschen nicht vorwerfen, daß sie den Treibhauseffekt nicht verstehen, wenn dieser ihnen an keiner Stelle richtig erläutert wurde.

    Hier habe ich einen anderen Eindruck. Ich hatte ohne mich groß damit zu beschäftigen einen groben Überblick darüber, wie der Treibhauseffekt funktionieren sollte. Die vertiefende Beschäftigung mit dem Thema brachte viele neue Erkenntnisse bezüglich Details des ganzen, aber die grobe Vorstellung ist immer noch die gleiche.
    Auf der anderen Seite gab es anscheinend Leute, die den Erklärungen aus welchen Gründen auch immer keinen Glauben schenkten und sich dann lieber ihre eigenen Theorien basteln haben, an denen Sie dann festhalten. So richtig schlimm wird das in meinen Augen allerdings dann, wenn man einen Verein gründet und über diesen dann diese Theorien breit streut. Dadurch werden dann bei vielen Leuten erst Zweifel geweckt. Das war letzten Endes auch der Grund für mich, mich überhaupt mal damit zu beschäftigen, nachdem mir jemand in vollster Überzeugung Thiemes Atmosphären-Effekt und Treibhauseffekt im Widerspruch zur … serviert hat. Es mag sein, dass es an guten Erklärungen mangelt, aber an solchen falschen Erklärungen gibts keinen Mangel.

    Es ist schon erstaunlich, daß das Ringen um Verständnis auf der Skeptiker-Seite so groß und der Wunsch nach Verstehen auf der Alarmisten-Seite so begrenzt ist.

    Hier habe ich andere Erfahrungen gemacht. Wenn man mit jemandem „redet“, der von davon überzeugt ist, dass es den natürlichen Treibhauseffekt nicht gibt, dann ist da kein Ringen um Verständnis vorhanden. Und das ist nicht nur meine Erfahrung, ich verweise da nur mal auf Prof. Lüdeckes Anmerkungen zu Kommentar 8 und 14 seines Artikels Kühlt das Treibhausgas CO2 die bodennahe Atmosphäre?. Ich zitier das jetzt mal hier nicht, wen das interessiert, kann das ja nachlesen.

    Wo ist denn Ihre Erläuterung des Treibhaus-Effektes (oder irgendeines anderen klimawissenschaftlichen Zusammenhangs), Herr Müller?

    Die Bringeschuld der Alarmisten … Achso, ich bin ja gar keiner 🙂 Ich glaube, es gibt bereits soviel interessante Dinge im Netz, dass es eines stümperhaften Beitrages meinerseits nicht bedarf. Daher bitte ich Sie, es mir nicht übelzunehmen, wenn ich meine Rolle auf das Lernen und Teilnehmen an interessanten Diskussionen beschränke. Wenn ich jemals etwas machen würde, dann wäre ein ein Übersetzen von der Texte von Science of Doom analog zu euren Übersetzungen interessanter Texte hier. Aber nach all meinen erfahrungen wäre das vergebene Liebesmüh, daher müßte ich schon viel Langeweile haben. Der aktuelle Text dort erinnert mich sehr an meine Unterhaltungen mit Herrn Wehlan …

  14. Die Bringeschuld der Alarmisten … Achso, ich bin ja gar keiner

    Es ist mir, wie gesagt, ziemlich gleichgültig, ob Sie einer sind oder nicht. Solange man sich zivilisiert benimmt, ist jeder hier willkommen.

    Aber: Sie werden sich irgendwann entscheiden müssen. Die Frage des politischen Umgangs mit dem Klimawandel ist von den Alarmisten auf eine Art und Weise formuliert worden, daß es kein „neutral“ geben kann. Das wird auch der Betreiber von Science of Doom irgendwann einsehen müssen.

    Dessen Text sich im übrigen auch nicht eignet, irgendeinen Laien irgendetwas zu erklären. Hier wird auch wieder nur künstlich Komplexität erzeugt und damit vernebelt und der Zugang erschwert.

    „Strahlung“ ist keine Erhaltungsgröße. Deswegen sind „Strahlungsbilanzen“, wie sie bspw. die Klimaforscher durch Diagramme darstellen, in denen lustige Pfeile die Atmosphäre in alle Richtungen durchlaufen, ebenso Unfug (worauf übrigens Gerlich und Tscheuschner richtigerweise hingewiesen haben), wie die Anwendung des zweiten Hauptsatzes. Das ist schon alles.

    Unser Modellbild von „Strahlung“, wie es die klassische Theorie zeichnet, ist lediglich ein Versuch, die Art und Weise, wie sich eine Störung in einem elektromagnetischen Potentialfeld („Potential“ ist auch keine Erhaltungsgröße) ausbreitet, mathematisch beschreibbar zu machen.

    Letztendlich kann man eben über Stromversorgung nur dann sinnvoll debattieren, wenn man endlich die Vorstellung aus den Köpfen bekommt, da würden „Elektronen“ durch einen Draht „fließen“. Und ebenso wird der Treibhauseffekt nur verständlich, wenn man das Gefasel von „Strahlungsbilanzen“ und „Gegenstrahlung“ ignoriert.

    Ich habe keinesfalls den Eindruck, daß sich die Alarmisten um ein tieferes Verständnis dieser Dinge bemühen. Vielmehr übernehmen gerade diese Leute die Äußerungen bestimmter Wissenschaftler ungeprüft. Denn es sind ja „Autoritäten“, die alles besser wissen müssen. Geprüft und hinterfragt wird nur in den Skeptikerforen.

  15. Aber: Sie werden sich irgendwann entscheiden müssen. Die Frage des politischen Umgangs mit dem Klimawandel ist von den Alarmisten auf eine Art und Weise formuliert worden, daß es kein “neutral” geben kann. Das wird auch der Betreiber von Science of Doom irgendwann einsehen müssen.

    Hmm, ich mag Sie falsch verstanden haben, aber in dem aktuellen Artikel fordern Sie doch, dass man Wissenschaft und Politik strikt trennen sollte. Das ist bisher das, was der Betreiber von Science of Doom tut, er beschränkt sich strikt auf den Wissenschaftlichen Teil. Warum ist das jetzt falsch?
    Meine eigene politischen Positionierung würde ich gern noch ein wenig hinausschieben -- mal abgesehen davon, dass ich die Relevanz dieser arg bezweifle. In der Zwischenzeit würde ich einfach gern etwas mehr Wissen ansammeln, um eine solche Positionierung nicht aus dem Bauch heraus machen zu müssen …

    Dessen Text sich im übrigen auch nicht eignet, irgendeinen Laien irgendetwas zu erklären. Hier wird auch wieder nur künstlich Komplexität erzeugt und damit vernebelt und der Zugang erschwert.

    Das sehe ich anders. Bisher war es meinem Eindruck nach bisher immer so, dass die Leute entweder eine Abstrakte Erklärung des Treibhauseffektes geglaubt haben (eine ala Treibhausgase halten Energie zurück, was zu einer höheren Temperatur führt als ohne sie) oder sie fangen an, anhand einzelner Details den Effekt in Frage zu stellen. Und genau dann braucht man detaillierte Erklärungen der Einzelvorgänge.

    “Strahlung” ist keine Erhaltungsgröße. Deswegen sind “Strahlungsbilanzen”, wie sie bspw. die Klimaforscher durch Diagramme darstellen, in denen lustige Pfeile die Atmosphäre in alle Richtungen durchlaufen, Unfug … Unser Modellbild von “Strahlung”, wie es die klassische Theorie zeichnet, ist lediglich ein Versuch, die Art und Weise, wie sich eine Störung in einem elektromagnetischen Potentialfeld ausbreitet, mathematisch beschreibbar zu machen.

    „unfug“ und „beschreibar machen“ passt irgendwie nicht zusammen. Ich glaube, hier habe ich etwas nicht verstanden, hoffentlich den Teil mit dem „Unfug“.

    wird der Treibhauseffekt nur verständlich, wenn man das Gefasel von “Strahlungsbilanzen” und “Gegenstrahlung” ignoriert.

    Ich mag mich irren, aber Ihr Artikel über den Effekt ist hier IMHO nur sehr freundlich kommentiert (und dann z.B. von M.L. auch nicht akzeptiert) worden. Ich möchte nicht wissen, was passiert wäre, wenn sich die üblichen Verdächtigen darauf gestürzt hätten um Ihnen zu erklären, dass das auch falsch ist. Herr Heß argumentiert auf einer vergleichbaren Schiene, er kann Ihnen sicher seine Erfahrungen damit mitteilen.

    Ich habe keinesfalls den Eindruck, daß sich die Alarmisten um ein tieferes Verständnis dieser Dinge bemühen. Vielmehr übernehmen gerade diese Leute die Äußerungen bestimmter Wissenschaftler ungeprüft. Denn es sind ja “Autoritäten”, die alles besser wissen müssen. Geprüft und hinterfragt wird nur in den Skeptikerforen.

    Wird beim treibhauseffekt Ihrer Meinung nach wirklich um ein tieferes Verständnis gerungen? Ich habe eher den Eindruck, dass da nur hinterfragt wird, um ihn und damit AGW zu wiederlegen. Und das geht ja sogar Ihnen auf die Nerven:

    Ich bemängele oft, daß wir Skeptiker in der Öffentlichkeit nicht ernstgenommen, sondern als wissenschaftsferne Spinner diffamiert werden. Das ärgert mich. Um aber zu zeigen, daß diese Herabwürdigung falsch ist, müssen wir zunächst einmal verstehen (wollen), was die andere Seite denn denkt, und warum. Wir müssen also den Willen aufbringen, zu begreifen, warum denn so viele (eigentlich alle) Wissenschaftler von der Existenz eines Treibhauseffektes überzeugt sind und was genau sie darunter verstehen.

    Diesen Willen sehe ich einfach nicht. Vor allem nicht, wenn an solch elementaren Dinge wie Absorbtion von IR-Strahlung gezweifelt wird und man dann nichtmal auf die Existenz von Infrarotspektroskopie hinweisen darf. Oder gar Energie im nichts verschwinden kann …

Schreibe einen Kommentar