Kleine Leseempfehlung

7. Februar 2012 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Artikel, Blog, Medien, Windkraft

Windräder in Deutschland
Durchs Land der Riesen

Von Winand von Petersdorff     F.A.Z vom 05.02.2012

Von Ostfriesland bis nach Bayern: Windräder, wohin das Auge blickt. Auf einer Winterreise durch ein neues Deutschland bekommt man eine Ahnung, was aus diesem Land wird, wenn die Ökostrom-Pläne Wirklichkeit geworden sind.

Diese etwas längere Geschichte hat mich zu Herzen gerührt, zeigt sie uns doch den ganzen Wahn der Windkraft in konzentrierter Erzählform samt vieler Einzelschiksale.
Bemerkenswert sind auch die Methoden der Windkraftlobby, die Gewinner und Verlierer der Verschandelung unserer Landschaft, der Kampf gegen sprichwörtliche Windmühlen Einzelner und was wir unserer Natur und den darin lebenden Menschen antun.

Ein Satz der mich besonders erschüttert hat, wurde von Hans-Joachim Mengel, Politikprofessor an der Freien Universität Berlin, ausgesprochen.

„Wir erleben die schlimmsten Verheerungen des Landes seit dem Dreißigjährigen Krieg“

Einige kleine Textpassagen möchte ich Euch trotzdem nicht vorenthalten, den Rest möget Ihr bitte im Original bei der FAZ nachlesen.

Die Profiteure und grünen Überzeugungstäter stehen vereint gegen Naturschützer und Bürger, die Lärm und die Verschandelung der Landschaft fürchten. Es ist ein ungleicher Kampf: Die Windmacher haben das Geld, Erfahrung, gute Anwälte und Gutachter. Sie kennen jede Lücke im Planungsrecht, setzen Gemeinderäte unter Druck oder locken mit sogenannten Bürgerbeteiligungsmodellen, Gewerbesteuern oder schlicht mit Geld – auch in Holtgast, wo der Anlagenbauer der Gemeinde für die Genehmigung eine Viertelmillion bot.

Unternehmer, Bauern und Fondsverkäufer haben eine stille Allianz geschlossen mit der Politik, den grünen Ideologen und den Idealisten. Seit der Katastrophe von Fukushima sind sie nicht mehr zu bremsen. Überall werden die Abstandsregeln und Empfehlungen für Windkraftanlagen gelockert, um mehr Plätze für die Kolosse verfügbar zu machen. Es geht in den Wald, aufs Meer und auf die Bergkämme der schönsten Landschaften Deutschlands.

Link zum FAZ Artikel

MfG

Heinz Eng

[Update (Rudolf Kipp)]: Als Ergänzung möchte ich folgenden Beitrag von “Zettels Raum” empfehlen (so wie ich eigentlich sämtliche Artikel dieses hervorragenden Blogs empfehlen möchte): Zitat des Tages: “Schlimmste Verheerungen seit dem Dreißigjährigen Krieg”. Windräder. Ein Satz und sechs Bilder

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45 Kommentare
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  1. Für die Verschandelung hat man doch seine Hofdichter:

    Am schönsten jedoch sind die Windräder kurz davor, in jener bestechenden Spanne, während deren es schon sehr stark, aber noch nicht allzu stark windet. Wirkliche Lebendigkeit und eine fast tierhafte Schönheit wachsen ihnen zu, sobald ihre sausenden Libellenflügel im fortwährenden Krieg, den unsere Gattung mit der Fremdheit der Natur führt, dem anstürmenden Riesenkind Wind, mutig und anmutig zugleich, Paroli bieten.

    Das fremde himmlische Kind

  2. @Tritium

    Wenn Dichter nicht ganz dicht sind, knall ick denen mal sterbende Fledermäuse vor den Kopp.

    Hier ein kleines Infrarotvideo, wo man den Tierchen beim Verrecken zugucken kann.
    http://www.epaw.org/multimedia.php?lang=es&article=b6
    Naja, freut wenigstens Marder und Füchse, die leben wie im Schlaraffenland.
    Würg und wech

  3. @Onkel Heinz

    …..ein beklemmender Bericht, in dem sehr deutlich gezeigt wird, wie tief die ökologistische Heilslehre bereits in deutschen Köpfen Einzug gehalten hat. Menschen werden zu willigen Gesinnungsgenossen einer Ideologie, die sich perverserweise noch das Mäntelchen „Umweltschutz” umhängt, in Wirklichkeit aber Umweltzerstörung brutalsten Ausmaßes hervorbringt.

    Getrieben von der Gier danach, auch einen möglichst fetten Happen vom Erneuerbaren Kuchen abzubekommen, sind diese Energiewende-Besoffenen völlig blind und taub gegenüber Argumenten der Vernunft. Erhaltung von wertvollen Natur- und Kulturlandschaften sowie Lebensräumen für Menschen und Tiere – alles wird bereitwilligst dem Großen Ziel deutscher Welt- und Klimarettung und den wohlfeilen Gewinnversprechen der Wind- und Sonnenlobby geopfert.

    Leider lassen sich die Kräfte, die wirklich imstande wären, eine solche verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen – das Wahlvolk – immer wieder erfolgreich mit der bewährten „Brot-und-Spiele”-Politik und permanenter Volksverblödung im Zaum halten. Das erinnert mich dann doch wieder an Orwells 1984:

    Die Proles, die Arbeiter, machen zwar 85 % der Bevölkerung aus, werden aber durch Armut und Medien bewusst dumm und passiv gehalten und stellen selbst beim offensichtlichen Charakter der Diktatur der Partei kein Risiko für deren Position dar. Dies wird erreicht, indem gewaltige wirtschaftliche Mittel nicht den Armen zugute kommen, sondern in einem permanenten Krieg vernichtet werden (z. B. Bau von sündhaft teuren „Schwimmenden Festungen”, engl. Floating Fortresses). Auch dient dieser Krieg als „Entschuldigung” dafür, dass sich das Land ständig in einer Notlage befindet und sich gar keinen „Luxus” wie Demokratie, Freiheit oder Armutsbekämpfung leisten kann.

  4. Lieber Tim

    Genau diese Beklemmung veranlasste mich dazu, diesen Text nicht nur irgendwo als Kommentar zu verlinken, auf des er morgen schon vergessen ist, ich musste einfach daraus einen kleinen Artikel basteln.
    Ist zwar nicht schön und schon garnicht künstlerisch wertvoll doch leider der irrsinnigen Lage Deutschlands geschuldet, sich selber vorreitend ins Abseits zu stellen.

    Und wenn sich dann am Ende die Vorwürfe der Frau Helga Hung als wahr herausstellen, das diese Windmonster gesundheitliche Schäden hervorrufen, grenzt der Ausbau der Windkraft schon fast an Körperverletzung.
    Was mich aber besonders ankotzt, (sorry, aber dafür gibbed keine andere Ausdrucksweise) das so-genannte “Naturschutzverbände” seelenruhig dabei zusehen, wie Tiere getötet werden……..wo se an anderer Stelle einen riesen Aufstand machen, wenn auch nur ein Juchtenkäfer durch eine Großbaustelle gefährdet wird.

    Eins sollten wir aber noch zusätzlich erschwerend erwähnen……….für diese Monster brauchen wir in den nächsten Jahrzehnten gewaltige Speicher, die noch mehr Landschaft versiegeln und sonstige negative Auswirkungen auf unsere Umwelt ausüben werden.
    Die Geister die wir riefen……..erzeugen schon heute einen gewaltigen Riss durch unsere Gesellschaft, man kann nur hoffen, das sich da nix entwickelt, das am Ende in einer Explosion seine Entspannung findet.

    Onkel Heinz….mit traurigen Grüßen

  5. „Im Lichte des Geldes”

    Schlaue Bauern bauen Solardächer ohne Häuser.

    Die Solarstadl! Diese Gebäude, die nur aus einem Dach bestehen! Wir sehen sie an Ortsrändern, auch mitten in der Landschaft. Sie sind so groß, dass sie alle dörflichen Dimensionen sprengen. Das wichtigste Merkmal dieser Gebäude sind Pultdächer, die sich bis ganz zum Boden ziehen…..

    Ein Stadl ist eine bayerische Scheune, ein früher meist aus Holz errichtetes Lager für Heu oder Getreide oder landwirtschaftliches Gerät. Der Zweck eines Solarstadls hingegen ist allein das Dach: Es geht darum, möglichst viel Sonnenstrom zu ernten und Fördermittel abzuschöpfen.

    Der Wildwuchs der Solarstadl setzte ein, als die Bundesregierung 2010 die Förderung von Photovoltaikparks auf Ackerland aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz strich. Viele solcher Parks waren in den vergangenen Jahren im sonnenreichen Niederbayern entstanden, was nicht nur Landschaftsschützer auf die Barrikaden brachte, sondern auch Gegner einer angeblichen »Überförderung« erneuerbarer Energien. Seit attraktive Fördersätze nur noch den Betreibern von Dachanlagen winken, bauen schlaue Bauern Dächer ohne Häuser. »Absolut obergrauslich« findet das Rosner.

    Laut Baurecht darf im Außenbereich, abseits von Dörfern, grundsätzlich nicht gebaut werden. So soll die Zersiedelung des ländlichen Raums gebremst werden. Ausgenommen sind Bauwerke, die der landwirtschaftlichen Produktion dienen. Auf dieses Privileg berufen sich die Bauern, wenn sie ihre Solarstadl in die Landschaft setzen.

    »Die brauchen da drin nur eine rostige Heuspinne abzustellen, schon sind sie aus dem Schneider«, sagt Martin Wölzmüller vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege. »Das müssen Sie erst einmal wegprozessieren.« Kontrollen seitens der Landwirtschaftsämter gebe es kaum…..

  6. @Onkel Heinz #4

    Was mich aber besonders ankotzt, (sorry, aber dafür gibbed keine andere Ausdrucksweise) das so-genannte “Naturschutzverbände” seelenruhig dabei zusehen, wie Tiere getötet werden…

    Lieber Heinz,

    …..da geht es mir zu 100% genauso wie dir, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass endlich mal ein Umdenken bei den Noch-nicht-völlig-Verblödeten einsetzt. Ich hatte dazu hier schon mal was gepostet:

    Gibt es am Ende gar ein Aufwachen bei den Umweltverbänden in Sachen „Umweltzerstörung durch Windkraftanlagen”? NABU, KNU, BUND, EGE (Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.) und der AK Fledermausschutz haben für den Raum Euskirchen eine Stellungnahme zu Windkraftanlagen in Wäldern abgegeben.

    Entsprechende Untersuchungen und Gutachten zur Vögel- und Flattermäuse-Schredderei gibt es ja auch schon länger, offenbar werden sie aber nicht weiterkommuniziert oder von der Öffentlichkeit nicht beachtet, z.B. hier:

    Auswirkungen des „Repowering” von Windkraftanlagen auf Vögel und Fledermäuse
    von Dr. Hermann Hötker, Michael-Otto-Institut im NABU – Forschungs- und Bildungszentrum für Feuchtgebiete und Vogelschutz

    Untersuchungen zu möglichen betriebsbedingten Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse im Regierungsbezirk Freiburg
    in Auftrag gegeben vom Regierungspräsidium Freiburg -- Referat 56, Naturschutz und Landschaftspflege, gefördert durch Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg (Projekt 0410 L)

  7. Doch diese Untersuchungen werden veröffentlicht. Zum Beispiel finde ich Artikel bei SPON und SWR zum Thema. Das Problem ist nur, dass man nicht mit einzelnen toten Tieren argumentieren kann, sondern nur mit einer echten Bedrohung einer Art. Also braucht man eine Untersuchung darüber wie stark sich Windräder auf die Population auswirken.

    Inzwischen wurde ja bereits reagiert und die Steuerung der Räder so angepasst, dass die statistische Wahrscheinlichkeit verringert wurde indem während der Migrationszeit die Windräder erst bei höherer Windgeschwindigkeit eingeschaltet werden.

    Ohne den Nachweis einer existentiellen Bedrohung einer Art wird man wohl kaum eine ganze Energieform opfern.

    Wenn jemand aber Windräder generell nicht mag und deswegen jede negative Schlagzeile zu dem Thema ausnutzt begibt er sich auf das gleiche Niveau wie Kernenergiegegner die aus einer unscharfen Angst vor Strahlung Politik machen.

  8. Ohne den Nachweis einer existentiellen Bedrohung einer Art wird man wohl kaum eine ganze Energieform opfern.

    Es gibt kaum eine Großbaustelle, auf der nicht Hamster gesichtet werden. Jedesmal hat dies enorme Kosten zur Folge oder gar die Einstellung des Projekts -- Obwohl der Feldhamster offenbar ein sehr häufiges, keineswegs bedrohtes Tier ist, da er fast überall anzutreffen ist.
    Legt man gleiche Maßstäbe an Windräder, dürfte kein einziges stehen; zumal gerade unser Wappenvogel zu den Opfern zählt.
    Und dass Windräder ausgerechnet in Vogelschutzgebieten gebaut werden, ist eine Verhöhnung des Naturschutzes!

    Lesen Sie mal, was ein echter(!) Grüner und ehemaliger NABU-Ortsgruppenvorsitzender dazu sagt: http://www.naturschutzparadox.de/

  9. @Bernd

    Das Problem ist nur, dass man nicht mit einzelnen toten Tieren argumentieren kann, sondern nur mit einer echten Bedrohung einer Art.

    …Untersuchungen dieser Art argumentieren natürlich nicht mit einzelnen toten Tieren (wie z.B. das youtube Video mit dem Geier, der von einer WKA zerhächselt wird). Die Anzahl getöteter Tiere kann man sowieso nur vorsichtig abschätzen (viele Tierkadaver werden zur Beute von Aasfressern und sind somit überhaupt nicht auffindbar). Die Gesamtzahlen geschredderter Vögel und Fledermäuse dürften sich jedoch deutschlandweit in Größenordnungen von hunderttausenden bewegen. Ab wann sollte man also dann von bedrohten Arten sprechen und wo beginnt Artenschutz wirklich?

    Dass Umweltverbände und Ökologisten mit zweierlei Maß messen, zeigt sich an solch absurden Aktionen wie dem Schutz des Juchtenkäfers im Fall Stuttgart 21:

    Viele Tiere sind nicht einmal da

    Der Juchtenkäfer zum Beispiel wurde noch nie im Stuttgarter Hauptbahnhof gesichtet. Es reicht, wenn die Gutachter angeben, sie hätten Juchtenkäfer-Kot (!) gefunden. Was macht ein Richter, der einem Gutachter nicht glaubt? Verlangt er eine Probe und beschnüffelt den Juchtenkäfer-Kot?! Wohl kaum. Er bestellt maximal einen neuen Gutachter, wiederum aus demselben Milieu, weil es kaum andere gibt.

    Ein ebenso groteskes Beispiel von „Artenschutz” ist der Fall Ameisenbläuling:

    Der Ameisenbläuling und die Autobahnbrücke

    Wer eine Autobahn baut und so Natur zerstört, muss einen Ausgleich schaffen. Dumm nur, wenn das Tier, das geschützt werden soll, nicht vor Ort ist. Eine Behördenposse aus Leipzig.

  10. @Tritium

    Lesen Sie mal, was ein echter(!) Grüner und ehemaliger NABU-Ortsgruppenvorsitzender dazu sagt: http://www.naturschutzparadox.de/

    …huch, warum leisten sich Leute, die mit ihrer Botschaft im Web ernst genommen werden wollen, nicht mal ’n anständigen Webdesigner, die Seite ist ja gruselig…. fast so schlimm wie die Website von Hans von Storch…..

    …..da war sicher der Designprofi Klaus Guggensteiner am Werk!

  11. @Bernd

    Ohne den Nachweis einer existentiellen Bedrohung einer Art wird man wohl kaum eine ganze Energieform opfern.

    Diese Energieform ist ausgemachter Blödsinn und nur in Verbindung von (nichtvorhandenen) Speichern überhaupt sinnvoll nutzbar, einschließlich des Kabelsalates, der dann zusätzlich durch deutsche Lande gezerrt werden muss.
    Anscheinend ist hier noch niemand klar darüber, wie viel dieser Industriemonster wir noch an Land und in die Meere pappen müssen um unser idiotischen Endziel (100% EE) erreichen zu können.
    Klimaschutz ist kein Naturschutz, im Gegenteil, es zerstört, zersiedelt, tötet, macht Menschen krank und nur ein paar Grundstücksbesitzer und Investoren reich.

    WKA-Investoren haben einen gesetzlichen Freibrief unsere Landschaft zerstören zu dürfen, nachhaltig unterstützt von ehemaligen Naturschutzverbänden (sollten sich endlich in “Klimaschutzverbände” umettiketieren lassen), angetrieben von Umweltminister die weder von Energie noch von Umwelt Ahnung hat, gestützt von jeder Menge Öko-Institute die auch am staatlichen Nabel der Auftragsgelder hängen und zur Schande aller Armen und lohnabhängigen Arbeitssklaven auch noch aktiv von “der Linken ” (Knüttel des Kapitals) befürwortet werden.

    Und genau aus diesen vorgenannten Gründen lehnen wir die grünen Phallussymbole rigoros ab.
    Ende der Ansage
    H.E.

  12. …..na endlich mal ’n vernünftiges Einsatzgebiet von Solarenergie !!!

    Eco Friendly Sex Toys

    Love Yourself, Love Your Planet Take landfill-clogging batteries out of the equation with Sola, a small bullet-shaped vibrator powered by the sun. ($69.95; shop.libida.com)

  13. …sehr geehrte Damen und Herren, als energiepolitisch interessierter und -technisch berufstätiger Mensch verfolge ich die Debatte schon seit zwanzig Jahren und mit zunehmender Sorge in den letzten fünf Jahren. So frage ich mich: woher kommt die stärker werdende Polarisierung und das erbitterte Ausfechten von (man muß ehrlicherweise sagen auf beiden Seiten meist geldgetriebenen) Machtkämpfen, jedoch primär und fundamental untermauert von einer menschlichen Urangst des Mangels. Den einen treibt die Angst vor Mangel an Energieversorgung und Kontrollverlust darüber, den anderen die ebengleiche Sorge, nur in dem Sinne vor zu schnellem Verbrennen der gewohnten Energieträger und ebenfalls eines damit verbundenen nicht-kontrollieren-Könnens. Dazu kommt der flächendeckende und in Jahrhunderten geschärfte Drang nach Wachstum -- wieder auf beiden Seiten. Konkret: während also im vergangenen Jahrhundert die Zahl und Leistungsfähigkeit der “konventionellen” Kraftwerke exponentiell stieg, erleben wir das gleiche nun -- wahrscheinlich sogar nur im ersten Ansatz -- bei den “alternativen” Quellen. Liegt also das Problem vielleicht nicht nur symptomatisch bei der Wahl der Technologie und dafür umso grundlegender beim homo oeconomicus / homo technicus comfortiensis / homo irgendwas…? Stets wird am Symptom geschraubt -- nie an der Ursache? Siehe Sozialpolitik, siehe Medizintechnik, siehe Außenpolitik,…..,siehe Energiepolitik. Soll man sich wirklich in einer beidseitigen “Dagegen!” Kultur die Köpfe heiß reden und die Finger wund tippen? Solange die deutsche Industrie als eine der leistungsfähigsten der Welt, trotz hoher Steuerquote auch nur Ihren Staatsschulden hinterherschraubt und exportiert ist das für mich der Beweis, daß wir auf der falschen Baustelle graben. Wenn Bürger und Firmen sich den -- im Mittelalter existenzgefährdenden -- Zehnt als paradisische Vision zurückwünschen, kann unser “Problem” wohl nicht auf technologischer Ebene, sondern nur auf christlich-geistiger (Demut, Bescheidenheit, Nächstenliebe, Zehn Gebote) und ökonomischer (Ende der Zinsspirale) gelöst werden. Sollte morgen die Kernfusion technisch gelöst werden, käme sicher ein Politiker, Anwalt, Fondsmanager oder sonstiger “Ökonom” auf den Plan, der gestern schon das passende Verwaltungs-, Vermarktungs- und Zinsszenario dazu kreirt hat. Techniker- und da nehme ich mich nicht aus -- lassen sich stets am Kragen packen aus Lust und sportlichem Ehrgeiz Lösungen zu schaffen, die die zitierten Anderen fordern. (Meist ohne dass jene diese Lösungen überhaupt verstehen würden. NB:Sollten Politiker, Juristen und Betriebswirte unter den Lesern sein, bitte nehmen Sie es nicht als Pauschalurteil an, da es vielleicht nur zu 95% zutrifft : ) Dies also nur einmal als Gedankenspiel ohne Wahrheitsanspruch in die Runde geworfen, auch um etwas Hitze aus dem Thema zu nehmen. Übrigens die lyrische Verarbeitung des Windthemas (s.o.) fand ich sehr gelungen, lohnt sich zu lesen und bleibt auch Dank freiem Dichterherzen für Freunde beiderlei Richtungen gut verdaulich….

  14. Lieber Heinrich

    Das Problem, das ich immer wieder versuche an den Mann zu kriegen, ist das die EE nur ein Drittel der zukünftigen Miete darstellt.
    Bisher schmarotzen die ja nur auf Kosten der Konventionellen und schlimmsten Falles auf den unserer europäischen Nachbarn herum. Wenn der so-gennante Ausbau mit 100% NIE gelingen soll, müssen Speicher her, vieeel Speicher plus den gigantischen Ausbau der nötigen Transportleitungen, um diesen dezentralen Quark zu einen sinnvollen Ganzen zusammen zu bauen.
    Tja, und nun stehen wir schon heute vor der komischen Situation, das sich niemand mehr finden will der in Übergangs-Gaskraftwerke investieren will, weil eben die Rendite schon heute für diese teuren Dinger nicht mehr sicher ist.
    Die Energiewende zieht eine Endlosspirale an Folgeinvestitionen nach sich, deren Finanzierung nicht klar ist und dessen Realisierung Firmen aufgehalst wird, die eh schon vom Staat geknebelt werden wie Lohnsklaven.

    Die so-genannten “Erfolge” der NIE (EE) sind nur eine Tatsache geschuldet………20 Jahre garantierte Gewinne für Investoren, denn Klima geht denen allesamt am Ar…. vorbei, wenn wir mal ehrlich sind.
    Die Energiewende beisst sich mit der Liberalisierung der Energiemärkte………leider will das aber niemand begreifen.
    MfG
    Heinz Eng

  15. Hatten wir nicht vorgerstern oder so gehört, dass wir Strom exportieren, damit die armen Franzosen nicht frieren?
    Und wieso ist das so? PV macht es möglich. Die haben bei dem Sonnenschein und der Kälte richtig viel Strom erzeugt.
    Aber natürlich nicht Grundlastfähig, weil die Sonne nachts einfach nicht scheinen will.

    Also (Nachricht von gersten):

    Neben GKM 3 hätten die Netzbetreiber auch die Leistung zweier Kraftwerke aus Österreich angefordert.

    Grund für den Einsatz des Reservekraftwerks ist laut Ministerium die ungewöhnliche Kältewelle und der dadurch erhöhte Strombedarf

    Mannheimer Reservekraftwerk GKM 3 wegen Kälte erstmals in Betrieb

    Gruß
    Martin

  16. @ Martin Frank:
    Auf die selbe Sache bin ich gerade im SPIEGEL gestossen:
    Strom in Deutschland wird knapp

    Wurde vor zwei Tagen noch geprahlt, wir hätten so viel Strom, dass wir die armen atomabhängigen Franzosen mit versorgen könnten, zeigt sich heute, wie das wirklich aussieht:
    Die Franzosen haben uns vor wenigen Tagen gern unseren unkalkulierbaren Überschuss billig abgenommen, weil sie zufällig selbst Bedarf haben.
    Aber desewegen haben wir noch lange keine Überschüsse, denn auf Wind und Sonne ist nun mal kein Verlass!
    Tatsächlich lavieren wir am Abgrund. Der Ausfall eines gossen Kraftwerks, ein paar Hochnebeltage, Kürzung oder Wegfall von Lieferungen aus dem Ausland und der Crash ist da. Eine sichere Stromversorgung ist anders.

  17. @Tritium
    wir werden (leider) wieder das unverschämte Glück haben, dank Leuten wie Onkel Heinz, dass nichts passieren wird.

    Zur Zeit wird vieles in Frage gestellt, es wäre also auch für ein Blacky der richtige Zeitpunkt. Also, Onkelchen, tu doch mal was ‘unanständiges’ ;-)
    NEIN HALT STOPP. Das war Spass, sonst heisst es am Ende noch, wir wären schuld.

  18. Lieber Martin
    Herzlichen Dank für die Blumen.

    Während sich die Energiewirtschaft in seiner Gesamtheit (vom pösen Monopolistenschwein bis hin zum kleinsten Stadtwerk) den Arsch aufreisst um den Laden noch irgendwie am Laufen zu halten, wie übrigens derzeit auch die Wasserwirtschaft, bekommen wir wirklich von jeder erdenklichen Seite Prügel, Schmä und Schimpf……….weil wir ja die tolle Energiewende ausbremsen und auch noch Geld damit verdienen wollen.

    Hier im Osten ist der Boden mangels Schnee inzwischen einen halben Meter und mehr durchgefroren, also heißt das bei einen Kabelschaden und minus 15°C Aussentemperatur mit schweren Aufbruchgerät arbeiten zu müssen, damit die Menschen möglichst schnell wieder elektrisch Licht im Haus haben.
    Oder noch schlimmer, Wasserrohrbrüche die sich letzte Zeit häufen………die Erde friert schneller als Du die aus dem Loch kratzen kannst…….und die Mitarbeiter müssen oft unter Bedingungen arbeiten, wo kein normaler Mensch sein Hund vor die Tür jagen würde.

    Uns also unterschieben zu wollen, wir würden absichtlich einen Blacky verursachen um uns an der grünen Politik zu rächen……..ist eine bodenlose Frechheit.
    Ich weiß ja nicht wie es anderen Berufgruppen so geht aber wir Energiefuzzis ham noch sowas wie “Ehre im Leib” und einen Versorgungsauftrag………den wir sehr ernst nehmen.
    Uff…….musste mal wieder sein.
    Onkel Heinz…….alter Ossi

  19. Uns also unterschieben zu wollen, wir würden absichtlich einen Blacky verursachen um uns an der grünen Politik zu rächen……..ist eine bodenlose Frechheit.

    Naja, wobei ich glaube, dass das genau so kommen wird

  20. Genau heute vor einem Jahr hat EIKE ein Video mit einem sehr sehenswerten Vortrag von Günter Ederer anlässlich der 3. Internationalen Klimakonferenz in Berlin bei youtube veröffentlicht.

    Der Vortrag hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt und verdient es daher sicherlich, dass auch hier noch einmal daran erinnert wird.

  21. @Tim #20

    Hihi…….da hatte ick auch meine Finger (indirekt) mit drin…….Hessen 100% EE Studie und Juwi…..
    Grins und wech
    Onkel Heinz……ein ganz pöser

  22. #20 Tim
    China……kann ick aus eigenen Augenschein zu 108% bestätigen……Aufforstungen so weit das Auge recht, Autobahnen, wo noch die der Beton weiß glänzt….Hochhäuserbau in 3-Schichtbetrieb, ein gigantischer 3-Schluchten-Staudamm der mit militärischen Mitteln geschützt wird………in Deutschland sind nur noch Bekloppte unterwegs.
    Das Video sollte 3 mal täglich auf ZDF laufen……….damit ich die GEZ nicht umsonst zahlen muss.
    H.E.

  23. NWZ-Online: Windkraft hat auch eine dunkle Seite

    „90 Prozent grüner Strom in Niedersachsen bis 2020 – Energiekonzept: Land setzt auf Ausbau der Windkraftanlagen in der Nordsee“, Titelseite, 1. Februar

    Windkraftwerke sind extrem unzuverlässig, gelten aber für die meisten Menschen als sehr saubere Stromerzeuger. In konventionellen Windrädern mit Getriebe und Generatoren oder mit Ringgeneratoren (Enercon) wird der Strom mit Elektromagneten erzeugt. Das hat Nachteile in Form von Größe, Gewicht und Verschleiß. Deshalb setzen viele Hersteller auf Permanentmagnete. Um diese Magnete herzustellen, braucht man Neodym, für eine 5 MW-Anlage cirka eine Tonne.

    Für den Bau von starken Neodym-Eisen-Bor-Magneten sind Metalle der so genannten „Seltenen Erden“ notwendig. Hauptlieferland ist China. Es gibt staatliche und rund 4000 illegale Abbaustätte.

    Neodym ist ohne große Mengen radioaktiven Abfalls aber nicht zu haben, denn es kommt nur in Verbindungen mit radioaktiven Elementen, wie Thorium oder Uran, vor.

    Bei der Abtrennung vom Gestein entstehen giftige Abfallprodukte, bei der Aufkonzentrierung mittels Flotation entstehen Flotationsberge im Absinkbecken, von denen wiederum Schwermetalle und radioaktive Stoffe wie Uran und Thorium in gelöster Form ins Grundwasser oder als Stäube in die Luft gelangen können.

    Dammbrüche dieser Becken hätten katastrophale Folgen für Menschen und Umwelt.

    (…) Ich bin gespannt, wann sich der erste Greenpeace-Aktivist an einer Neodym-haltigen Windkraftanlage ankettet.

  24. Hihi….Freunde der Windkraft, die wir bisher noch nicht auf den Radar hatten….
    Neue Masche: Kupferdiebe plündern Windräder aus

    oder hier:

    Polizei schnappt Bande von Metalldieben

    Die Polizei in Stendal hat eine Diebesbande geschnappt, die sich auf Metall aus Windenergieanlagen spezialisiert hatte………………

    etwas älter…

    Kupferklau unter Windflügeln

    Warburg/Meerhof. Sie kommen im Schutz der Dunkelheit. Nachts beginnt das Biegen und Brechen der Schlösser an Scheunentoren, Pumpenhäuschen und zuletzt an den rund 80 Meter hohen Windrädern im Windpark Meerhof. Die Diebe sind auf Kupfer aus -- eine lebensgefährliche Beutetour. …….

    Ähnlich soll es auch der einen oder anderen Solaranlage gehen, die abseits der menschlichen Siedlungen in die Landschaft gepappt wurden……..aber da halten sich die Medien wie immer sehr bedeckt.
    Wer Schadenfreude findet, darf sie behalten.
    Onkel Heinz…grins und wech

  25. Großes Vogelsterben an den Windrädern
    Naturschutzbund stellt erschreckend hohe Verlustzahlen vor

    MITTELMARK - Schöne Bilder von Seeadlern und Rotmilanen, die sonst für das Naturparadies Brandenburg werben, bekamen die 25 Interessierten am Montagabend im Brandenburger Fontane-Klub nicht zu sehen. Die Fachgruppe für Ornithologie im Nabu-Kreisverband zeigte Fotos von Fledermäusen, Sing- und Greifvögeln, die den Windrädern im Land zum Opfer gefallen sind……

  26. Der “GRÜNE Wahnsinn” der Energiewende: Waldrodung für Windkrafträder !!

    Natur muss weichen, um das Klima zu retten – in Rheinland-Pfalz sterben Wälder, damit sich Vogelschredder drehen können und grüne Klimaretter stolz der ganzen Welt zeigen können, wo’s lang geht.

    Dazu die grüne Energieministerin Evelin Lemke, Rheinland-Pfalz:

    „Wenn wir diese Energiewende nich hinkriegen und der Welt nich zeigen können, wie man Klimawandel gestaltet in der Energiewirtschaft, dann kann sich keiner was abkucken – Doitschland ist Vorreiter, wir wollen, dass sich die Welt abkuckt, wie das geht, das Klima zu schützen.”

    ….ja, Frau Lemke weiß genau, dass NUR am doitschen Wesen die Welt genesen kann…… und entblödet sich nicht, noch hinzuzufügen, dies sei im Interesse der Artenvielfalt. Hat diese Tusse eigentlich noch ein Zipfelchen Resthirn in ihrer grünen Rübe?

    „Ohne das Klima zu schützen, wird’s hier keine Artenvielfalt mehr geben, deswegen hat das für uns Priorität.”

    ….langsam merken die Leute, von wem sie hier nach Strich und Faden verarscht werden.

  27. #26. Tim Hardenberg,

    ….ja, Frau Lemke weiß genau, dass NUR am doitschen Wesen die Welt genesen kann…… und entblödet sich nicht, noch hinzuzufügen, dies sei im Interesse der Artenvielfalt. Hat diese Tusse eigentlich noch ein Zipfelchen Resthirn in ihrer grünen Rübe?

    Tim, nein hat sie nicht. Und mit diesem NICHT steht sie leider nicht alleine da. Man schaue sich um, überall das gleiche Geplärre. In diesen Kreisen scheint mir, ist Hirnlosigkeit Grundbedingung, sonst kriegst den Job nicht.

    karl.s

  28. @karlchen

    ….Rheinland-Pfalz scheint sich überhaupt entschlossen zu haben, auch noch die Oberverblöder-Vorreiterrolle in DeutschEnergiewendeland zu übernehmen, siehe auch oben #20 (Günter Ederer hat in seinem Vortrag u.a. auch darauf sehr deutlich hingewiesen).

  29. @Struppi

    Die Grünen = Steigbügelhalter des Kapitals.

    Wie ein Teilnehmer meinte, kein einziger grüner Politiker hat sich blicken lassen und die Kommunen sehen in den Vogelschreddern prima Einnahmequellen, dat sagt doch alles aus, was diese so-gennante Energiewende im Kern eigentlich ist, Umverteilung von unten nach oben und letztendlich, zerstörung der letzten Reste unserer intakten Natur.

    Und wenn dann so ein Ding mitten im Wald wieder mal abbrennt, hat sich das dann mit dem restliche Wald am Ende auch erledigt.
    Niedlich fand ich ja den NABU-Basecap-Herren…..der sollte mal seiner obersten Heeresleitung beibiegen, wie es an der Basis aussieht.
    Klimaschutz ist NICHT Naturschutz
    H.E.

  30. @Onkel Heinz

    Klimaschutz ist NICHT Naturschutz

    …..kleine Korrektur:
    Klimaschutz ist das GEGENTEIL von Natur- und Artenschutz.

  31. @ Tim Hardenberg #30

    Klimaschutz ist das GEGENTEIL von Natur- und Artenschutz.

    Nach langem Beobachten….
    stimme ich da voll zu!!!

  32. Klimaschutz ist………

    Ausgerechnet die Betreiber teilen diese Sorge nicht. Der Riesen-Solarpark im Saarland werde kommen, sagte Wirsol-Chef Nikolaus Krane im ZDF, genauso wie andere Großprojekte. Auch nach der Kürzung könne man eine Rendite von 6,5 Prozent garantieren -- “kein anderes Kapitalanlageprodukt kann das“.

    Solarpanik entpuppt sich als grundlos

    Tja und während immer mehr Bürger sich dies “Kapitalanlage” uffs Dach pappt, wissen die Netzbetreiber langsam nicht mehr, wat se noch an Netze ausbauen müssen um den ZUfallsstrom irgendwohin zu leiten.

    Netzprobleme mit Windstrom werden größer

    Insbesondere im Nordosten des Landes wird es immer schwieriger, den Strom aus Windkraft ins bestehende Netz einzuspeisen. Um eine Überlastung zu vermeiden, musste der Netzbetreiber 50Hertz Transmission im vorigen Jahr an 45 Tagen Stromerzeuger anweisen. Im Jahr zuvor war dies nur an sechs Tagen der Fall.

    50Hertz-Vorstandschef Boris Schucht sagte, dies zeige, wie dringend der Netzausbau zum Stromtransport aus erneuerbaren Energien sei. Die Eingriffe in das Netz hätten 2011 Kosten von 101 Millionen Euro verursacht. 28 Prozent des ins 50Hertz-Netz eingespeisten Stroms stammten aus Wind, Sonnenkraft und Biomasse.

    Da rollt eine Lawine an Kosten auf uns zu, die den Tsunami in Japan zu einer kleinen Welle verkommen lässt.
    (Autsch, blöder Vergleich, immerhin hat dieser Tsunami knapp 20.000 Menschen das Leben gekostet)

    Duck und wech
    H.E.

  33. #32. Heinz Eng

    Auch nach der Kürzung könne man eine Rendite von 6,5 Prozent garantieren —

    Hier überhaupt noch das Wort “Rendite” in den Mund zu nehmen ist schon eine Frechheit an sich. Wenn schon, bitte das Kind auch beim Namen nennen, z.B. “in Prozent ausgedrückter Abzockeranteil aus gesetzlicher Zwangsumlage” .

    karl.s

  34. NIE und Umweltschutz.

    Alle totalitären Ideologien zeigen eine sehr starke territoriale Expansionsbestrebung, vor allem, wenn die realen probleme übermächtig werden: Sie suchen nach externen Ressourcen um ihr System aufrecht zu erhalten.
    In dieser Hinsicht ist der Ökologismus extrem totalitär:
    Sonne holen wir aus Nordafrika, Wasserkraft aus Norwegen, Biomasse aus Osteuropa usw…
    Dass die Schadstofffreisetzung deshalb nach China externalisiert wird, ist nur folgerichtig. Sollen die doch mit dem Gift der Pv-Fertigung und mit den Umweltschäden durch Neodym-Bergbau fertig werden!
    Doch das ist ganz klassischer Kolonialismus, die Ausbeutung fremder Länder und Völker zum eigenen Nutzen.

    Vor allem erinnert es mich ganz fatal an die Ausbeutung der DDR durch die Sowjetunion. Was unterschied denn die Uranförderung durch die SAG Wismut von der Neodymföderung in China?
    Nichts.
    Für die Zwecke einer totalitären Clique wird eine hemmungs- und rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen betrieben, weit weg vom Heimatland, ohne Verantwortung für die Nebenwirkungen.
    Der Uranbergbau hinterliess strahlende Halden, vergiftete Landschaften, kranke Menschen. Der Neodym-Abbau ist in seinen Auswirkungen eher noch schlimmer.
    Ich fürchte, dass sich das chinesische Volk eines Tages daran erinnern wird, von wem es so skrupellos ausgebeutet wurde. Es wäre ratsam, die Windradproduzenten und Betreiber dazu zu verpflichten, für die Wiedergutmachung Rücklagen anzulegen. Auch eine Pflichthaftpflichtversicherung für eventuelle Regressforderungen wäre dringend nötig. Schliesslich kann es ja nicht sein, dass in einigen Jahren oder Jahrzehnten das deutsche Volk in Kollektivhaftung genommen wird, während die Profiteure sich mit gefüllten Konten aus dem Staub machen.
    Das Szenario, welches ich befürchte, ist keineswegs unrealistisch! ‘Umwelthaftung’ auch über Staatsgrenzen hinweg ist im EU-Recht verankert und in Deutschland gibt es ein Umwelthaftungsgesetz welches auch ein Mitverschulden unter Strafe stellt und eine Deckungsvorsorge fordert!
    Ich denke, angesichts der äusserst gravierenden Schäden in China sollten wenigstens 1000 Milliarden € als mögliche Schadenssumme veranschlagt werden. Wenn dies nicht durch Versicherungen gedeckt ist, handelt es sich zweifellos um eine versteckte Subventionierung der Windkraft, analog zur Situation bei Kernkraftwerken. Nur mit dem Unterschied, dass bei KKWs der Schaden unwahrscheinlich, aber möglich ist, während er bei der Windkraft bereits eingetreten ist.

  35. #34

    Schliesslich kann es ja nicht sein, dass in einigen Jahren oder Jahrzehnten das deutsche Volk in Kollektivhaftung genommen wird, während die Profiteure sich mit gefüllten Konten aus dem Staub machen.

    äääh -- kann es sein, daß das nicht nur sein kann, sondern sogar der Regelfall ist? Ein kleiner Rückblick über die ältere und jüngere Geschichte deutet darauf hin.

  36. @Onkel Heinz #29

    Und wenn dann so ein Ding mitten im Wald wieder mal abbrennt, hat sich das dann mit dem restliche Wald am Ende auch erledigt.

    Vor Jahren hat man noch herumgewichtigt, dass sich Windkraftanlagen durch einen niedrigen Flächenverbrauch auszeichnen würden (was sich jedoch immer nur auf die Flächenversiegelung durch die Anlage selbst bezog).

    Spätestens mit dem Irrsinnsgedanken, auch noch die Wälder damit vollzupflastern, ist wohl endgültig damit Schluss – man beachte allein die riesigen Schneisen, die für befestigte Zufahrtswege (nicht nur für kleinere Wartungsfahrzeuge, sondern auch für große Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge) zu den Anlagen in die Wälder geschlagen werden müssen.

    Hier geht es nicht um kleine „Schönheitsfehler”, das ist totale Pervertierung des Umweltschutzgedankens durch Energiewende-Gewinnler und ihre giftgrünen Erfüllungsgehilfen.

  37. @Tritium #34

    In dieser Hinsicht ist der Ökologismus extrem totalitär:

    Sonne holen wir aus Nordafrika, Wasserkraft aus Norwegen, Biomasse aus Osteuropa usw… Dass die Schadstofffreisetzung deshalb nach China externalisiert wird, ist nur folgerichtig. Sollen die doch mit dem Gift der Pv-Fertigung und mit den Umweltschäden durch Neodym-Bergbau fertig werden!
    Doch das ist ganz klassischer Kolonialismus, die Ausbeutung fremder Länder und Völker zum eigenen Nutzen.


    Du bringst es auf den Punkt!

  38. @ Fluminist #35:
    ja, so WAR das bisher.
    Nun bricht aber die schöne neue und gerechte Ökowelt an, in der jeder, der etwas produziert, voll und ganz für alle eventuellenSchäden haftbar gemacht wird -- siehe KKWs.
    Und ich denke, dass da natürlich die Produzenten und Betreiber von NIE nicht nur mitmachen, sondern sogar den Vorreiter machen sollten.
    Denn dann, wenn sie selbst ihre Haftpflicht verantwortlich geregelt haben, können sie doch erst mit dem Finger auf die bösen Atomlobbyisten zeigen, nicht wahr?

  39. @Tritium #38
    Ja, ganz richtig. Ich finde, wir sollten ein paar Grundprinzipien der Öko-Bewegung, die zumindest verbal immer an der großen Glocke hingen, auch ganz konkret einfordern.

    Das Verursacherprinzip ist eines davon (also: Umlage der Netzerweiterungskosten auf NIE-Profiteure u. dgl.), das Vorsorgeprinzip (also: #38 u.dgl.), ferner das Nachhaltigkeitsprinzip (also: keine künstliche Energieverteuerung, die nur von der jahrzehntelang erarbeiteten Substanz bezahlt werden kann -- von denen, die solche Substanz haben, und 6-800.000 (ehemalige) Stromkunden zählen schon heute nicht mehr dazu; u.dgl.).

  40. @ Fluminist:
    Die Säulen der Öko-Bewegung, in der Tat!

    Bliebe zu erwähnen, dass, in Bezug auf die ‘Nachhaltigkeit’, das EEG insbesonders die kommenden Genrationen durch Zahlungsverpflichtungen belastet und in ihrer Handlungsfreiheit einschränkt.
    Dies steht im eklatanten Widerspruch zur Definition:
    Nachhaltige Entwicklung ist die übliche Übersetzung des englischen Begriffes sustainable development und bezeichnet eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der jetzigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen (Wiki)
    Eine schuldfinanzierte Energieerzeugung, die von der Folgegeneration bezahlt werden muss, ist alles andere als nachhaltig, das ist offensichtlich. Doch sehen wir mal ganzheitlich hin und vergleichen wir ein Kohlekraftwerk mit einer NIE-Installation:

    1. Ein Kohlekraftwerk befriedigt die Bedürfnisse der jetzigen Generation viel besser als entsprechende NIEs, denn es es ist preisgünstig und zuverlässig und hat einen geringen Flächenbedarf. Letzteres gilt auch, wenn die Abbaugebiete einbezogen werden:Ein renaturierter Braunkohletagebau ist für kommende Generationen eher ein Geschenk (Naherholungsgebiet, Naturschutzzonen) als eine Last. NIEs dagegen hinterlassen (siehe Neodym-Bergbau!) auch regelrechte Todeszonen; vergiftetes Land, vergiftetes Wasser, geschädigte Menschen. Kommende Generationen haben damit eine enorme Last, ähnlich den Kosten für die Sanierung der Wismut oder der ORWO-Giftseen in der DDR. Zudem ist eine NIE-Energieversorung schon rein optisch eine Verschandelung des ganzen Landes durch Windspargel, Hochspannungsleitungen und Speichern, die systematisch auch auf Folgegenerationen übertragen wird.

    2. Das Kohlekraftwek wird auf Risiko des Betreibers gebaut und betrieben. Sollte es unrentabel werden, verliert der Investor Geld und hat Pech gehabt. Das Volk hat davon keinen Schaden.
    Bei den NIEs wird das Risiko aber der Allgemeinheit, insbesonders der kommenden Generation aufgebürdet und sozialisiert, während die garantierten(!) Gewinne privatisiert werden.
    Die zwangsweise Zinsverknechtung der kommenden Generation ist jedoch das genaue Gegenteil von ‘Nachhaltigkeit’
    Doch diese direkte Zinsknechtschaft ist nicht alles! Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass sich durch das EEG ein ganzer Wirtschaftszweig mit vielen Arbeitsplätzen gebildet hat. Dadurch werden kommende Generationen in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt, denn der Rückbau ist mit enormen sozialen Kosten verbunden -- siehe die Erfahrungen in der Montanindustrie! Damit wird ein starker Anreiz geschaffen, an den NIE festzuhalten, auch wenn sie sich als technologischer und wirtschaftlicher Irrweg erweisen; kommende Generationen werden also mi dem hohen Risiko, dass die NIEs eine Fehlentscheidung sein könnten, zwangsbelastet.

    3. Die Technologie des Kohekraftwerks ist weitestgehend ausgereizt. Es kann in den nächsten 50 Jahren grundsätzlich so betrieben werden, wie es konzipiert wurde und nur die Altersschwäche setzt seiner Lebensdauer eine Grenze.
    Die NIE sind jedoch äusserst kurzlebig: Nominell sollen sie maximal 20 Jahre halten, tatsächlich sind sie jedoch schon nach weit kürzerer Zeit veraltet und müssen entweder für teures Geld ersetzt werden (Repowering) oder sie müssen trotz viel zu hoher Betriebskosten und mangelnder Effizienz (PV-Strom für 45 Cent/kWh!) weiter mitgeschleppt werden.
    Ein bezahltes Kohlekraftwerk ist daher ein Geschenk an die nächste Generation. NIEs sind ein Klotz am Bein, die ständige Kosten für Neuinvestitionen fordern!

    4. Der Lebenszyklus eines Kohlekraftwerks ist vorhersehbar, auch in der Versorgungslage. Wir WISSEN, dass es auch in 50 Jahren noch genug Kohle zu akzeptablen Preisen geben wird, vielleicht teurer als heute, aber im Verhältnis wirtschaftlich.
    Die NIEs blicken jedoch in eine äusserst ungewisse Zukunft; Ein zentrales Problem, die notwendige Stromspeicherung, ist sogar völlig ungelöst! Derweil sind neue Energieerzeugungsformen am Horizont erkennbar, die ihr Basiskonzept sehr deutlich in Frage stellen: Fission der IV. Generation und Fusion sind äusserst vielversprechende Konzepte für eine zukünftige Energiewirtschaft, die sicher, sauber und zeitlich praktisch unbegrenzt, also NACHHALTIG die fossile Energieerzeugung ablösen können. Es ist vermessen, kurzsichtig, dumm und alles andere als nachhaltig, wenn wir zukünftigen Generationen die Entscheidungsfreiheit nehmen wollen, welche Energieerzeugung sie wollen.

  41. FAZ: Jeder denkt es, keiner sagt’s

    Die Energiewende ist gescheitert

    …..weiterer FAZ-Artikel: Atomkraftwerke gehen wieder ans Netz …..leider nicht bei uns.

  42. NRW: Umweltminister Remmel will Windräder im Wald erlauben

    NRW-Umweltminister Johannes Remmel will Wälder abholzen lassen, um Windräder zu bauen. Pro Windkraft-Anlage müssen mindestens 3000 Quadratmeter “entwaldet” werden. Bis 2020 soll der Anteil der Windenergie in NRW von vier und 15 Prozent erhöht werden. Angeblich stehen private Investoren Schlange.

  43. Märkische Oderzeitung: Unlöschbare Windräder

    Prenzlau (os) Brennende Windkraftanlagen können nicht mehr gelöscht werden. Die Feuerwehr muss in solchen Fällen nahezu tatenlos zusehen. Das zeigt ein Totalschaden vor wenigen Tagen in Basedow bei Prenzlau.

    Schwarze Fetzen wehen über die Felder. Zwei der drei Rotorblätter sind fast gänzlich verschwunden. Vom Maschinenhaus ist ein schwarzes Gerüst übrig geblieben. Es gibt den Blick auf verkohlte Elektroanlagen frei. Das Windrad bei Basedow ist hinüber. Vermutlich wegen eines technischen Defekts geriet sie in Flammen. Eine Autofahrerin bemerkte den Brand. Doch die herbeigerufene Feuerwehr konnte nichts weiter ausrichten, als die Umgebung zu sichern. Und sich vor herabfallenden Teilen zu schützen……

    Doch die Feuerwehren bleiben auch dort weiterhin hilflos. Die Gefahr steigt in den Sommermonaten. Herabstürzende Teile könnten schnell trockene Felder in Brand setzen und die Ernte vernichten. Noch schwieriger wird es in Nutzwäldern. Auch hier dürfen künftig Strommühlen stehen. “Ein Windrad mit mehr als 200 Metern Höhe und Wind mit Stärke drei bis vier oder intensiver”, malt Hans-Jürgen Klemm, Sprecher der Bürgerinitiative “Hände weg vom Liepnitzwald”, das Szenario aus. “Wie weit fliegen solche brennenden Plastikteile und Funken und wie schnell entwickelt sich ein Gipfelbrand oder Flächenbrand? Wie viel Zeit bleibt bis zur Alarmierung und Evakuierung von hunderten Patienten und Einwohnern?” Klemm sieht gerade in den waldreichen Gebieten rund um Wandlitz und Prenden größte Gefahren für nahe liegende Orte.

    ….ein kleiner Vorgeschmack, was künftig in unseren Wäldern abgehen wird, wenn auch diese noch mit Windmühlen vollgepappt werden.

  44. #43

    hoi tim, auch wenn dies makaber klingen mag… kann ich nur sagen, find ich gut! 2 oder 3 größere waldbrände durch wka’s und das thema wka im wald hat sich erledigt.

    lernen durch schmerz funzt halt auf lange sicht :)

  45. @micha m. #43

    …..da bin ich nicht so optimistisch….. man wird dann eher behaupten, sowas sei bestimmt Sabotage durch Energiewendebremser und Windkraftgegner. Abgesehen davon, dass für solche Schäden letztendlich auch wieder die Allgemeinheit zu blechen hat.

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