Kleiner Einwurf: Von Skeptikern und Alarmisten

30. Januar 2010 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Kommentare, Medien, Politik

Obwohl die Berichterstattung in den Medien in der letzten Zeit zu unseren Gunsten verläuft, ärgert sie mich manchmal maßlos.

Sicher, zunehmend werden Argumente der Skeptiker in den wichtigen Zeitungen und Zeitschriften und sogar im Fernsehen thematisiert, diskutiert und sogar übernommen. Und dies ist ein Wendepunkt, denn noch vor wenigen Jahren waren Aussagen wie „das IPCC ist ein politisches Gremium, dessen Agenda von einer sehr kleinen Gruppe eng vernetzter und einer bestimmten Ideologie folgender Personen bestimmt wird“ oder auch „im IPCC-Bericht finden sich Fehler, Vorhersagen über Gletscherschmelzen, Wirbelstürme und Regenwälder sind rein spekulativ und wissenschaftlich nicht begründet“ in keinem größeren deutschen Medium zu finden. Es hat lange gedauert, unsere Botschaft an die Öffentlichkeit zu tragen. Jetzt ist sie dort angekommen. Aber der Dank an den Überbringer fällt leider aus. Ganz im Gegenteil: Immer noch wird auch kritische Berichterstattung über das IPCC mit der üblichen Schimpftirade gegen Skeptiker verbunden.

Kritik ist nicht erwünscht

Nein, so heißt es oft, die Skeptiker würden dieses und jenes natürlich begierig aufgreifen (daß die Skeptiker die Vorlagen erst geliefert, die Fehler und Verstrickungen erst aufgedeckt haben, wird geflissentlich verschwiegen), aber sie dürften nicht frohlocken. Denn erstens würde das große Bild ja noch immer stimmen (ich werde dies in den kommenden Tagen noch beleuchten) und zweitens wären die Skeptiker ja sowieso eine Bande von Spinnern, denen man nicht entgegenkommen dürfe.

Wahlweise wird uns Wissenschaftsferne vorgeworfen, ein Mangel an naturwissenschaftlicher Ausbildung, eine esoterische Grundhaltung, eine in unserem Wesen liegende Fundamentalopposition, ein psychologischer Defekt, der uns hindert, die Realität wahrzunehmen. Wir werden als Verschwörungstheoretiker tituliert, als Menschen, die immer noch daran glauben, die Erde wäre eine Scheibe. Oft sind wir auch nur Leugner, die die Wahrheit aus unlauteren Motiven wider besseres Wissen bekämpfen. Gerne wird dies mit dem Hinweis verknüpft, wir würden vom ultimativ Bösen geschmiert. Und bei diesem handelt es sich dann wahlweise um die Erdöl-, Kohle-, Erdgas-, Atom-, oder sonst irgendeine Industrie.

Das ärgert mich schon, denn diese Charakterisierung trifft nicht nur auf mich nicht zu, sondern auf keinen Skeptiker, den ich kenne.

Meine Frau hat kürzlich die Vermutung geäußert, daß selbst Journalisten gelegentlich in Blogs wie diesen recherchieren. Und vielleicht regt die derzeitige Debatte ja auch bislang uninteressierte Mitbürger an, sich einmal zu informieren, und vielleicht stößt der ein oder andere, der die Debatte nicht seit Jahren verfolgt, auf diese Seite. Das mag so sein, oder auch nicht. Ich möchte mir mit diesem Text jedenfalls etwas von der Seele schreiben und eine Begriffsdefinition formulieren.

Also:

Was ist eigentlich ein Klimaskeptiker und was ist ein Klimaalarmist?

Beziehungsweise: Was meine ich genau, wenn ich in meinen Texten diese beiden Begriffe verwende. Wie also sehe ich mich, wenn ich mich als Klimaskeptiker bezeichne?

Unter einem Klimaskeptiker verstehe ich jemanden, der die direkte Verbindung zwischen der Klimaforschung und der Klimapolitik ablehnt. Also jemanden, der sagt: Aus dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen (Un-)Kenntnis darf man nicht ableiten, unter allen Umständen CO2-Emissionen vermindern zu müssen, koste es, was es wolle. Oder, mit anderen Worten: Ein Klimaskeptiker lehnt die Vermeidungsstrategie unter dem Regime des Vorsorgeprinzips ab.

Nach meiner Erfahrung haben diese Haltung alle Klimaskeptiker gemein. Jeder hat natürlich andere Gründe. Da gibt es die, die sagen, man wisse eigentlich noch zu wenig über das Klima, um eine verläßliche Zukunftsprognose abgeben zu können. Andere ziehen bestimmte wissenschaftliche Erkenntnisse in Zweifel. Wieder andere sagen, die Erkenntnisse würden falsch interpretiert. Nicht vergessen darf ich diejenigen, die der Überzeugung sind, die Klimaforschung hätte sich so sehr in den Dienst einer bestimmten politischen Agenda gestellt, daß sie erstens ihre Unabhängigkeit und damit ihre Freiheit aufgegeben hätte und daß daraus zweitens großer Schaden auch für andere Bereiche der Grundlagenforschung entstehen könne.

Dann gibt es die, die eine Vermeidungsstrategie als riskanter ansehen, als einen potentiellen menschgemachten Klimawandel. Einige lehnen das Vorsorgeprinzip insgesamt ab, andere wiederum interpretieren es differenzierter.

Vielfältige Gründe für Skepsis

Und so weiter. Die Gründe dafür, ein Klimaskeptiker zu sein, sind sehr vielfältig und von einer hohen Bandbreite. Sie reichen eben von eher wissenschaftlich getrieben bis hin zu eher politisch motiviert (dieser Gruppe rechne ich mich zu). In der Zielstellung aber sind sich alle Klimaskeptiker einig: Die derzeitige Klimapolitik mit dem Ansatz, das Klima vor menschlichen Einflüssen zu schützen, ist unverantwortlich.

Die Freaks und Spinner dagegen, die glauben, eine neue Physik etablieren oder gar eine den Globus umspannende Verschwörung wahlweise liberaler, kommunistischer, faschistischer Gruppen oder auch der Hochfinanz, der Außerirdischen, des Vatikan, der FIFA o.ä. bekämpfen zu müssen, sind eine extrem kleine Splittergruppe. Die auch innerhalb der Gemeinde der Skeptiker so wenig ernstgenommen wird, wie seitens der Alarmisten.

Ich kenne auch keinen Skeptiker, der die Umwelt bewußt zerstören möchte. Die Skeptiker eint vielmehr die Überzeugung, daß der Mensch nur in einer intakten Natur überleben kann und daß diese dort am ehesten (neu) entsteht oder sich stabilisiert, wo es dem Menschen gut geht. Wir Skeptiker sehen in der aktuellen Klimapolitik eine Politik gegen die Interessen der Menschen und damit auch gegen die Natur. Wir halten sie für unverantwortlich. Wir übernehmen Verantwortung, in dem wir sie bekämpfen.

Vorsorge um jeden Preis?

Ein Alarmist hingegen ist jemand, der den direkten Link zwischen Klimaforschung und Klimapolitik für richtig hält. Er sagt: Die wissenschaftliche Erkenntnis ist so weit fortgeschritten, daß man unter allen Umständen CO2-Emissionen vermindern muß, koste es, was es wolle. Oder, mit anderen Worten: Ein Klimaalarmist fordert die Vermeidungsstrategie unter dem Regime des Vorsorgeprinzips, angewendet auf die von ihm als endgültig angesehenen wissenschaftlichen Erkenntnisse gemäß IPCC-Bericht.

Auch hier sind die Motivationen für diese Haltung natürlich breit gefächert. Bis hin zu jener besonders lautstarken Gruppe der Ökologisten, die eine umfassende Unterordnung der Interessen der Menschen unter die (von ihnen definierten) „Interessen“ der Natur erzwingen wollen.

Ich erspare mir hier eine weitergehende Charakterisierung, die Alarmisten sollen sich schließlich selbst vermarkten, dafür bin ich nicht zuständig.

Damit ist klargestellt, was für mich Skeptiker und Alarmisten charakterisiert und wie ich diese Begriffe einsetze.

Es wäre schön, wenn interessierte Leser und natürlich auch die anderen Autoren von Science Skeptical in den Kommentaren ihre jeweiligen Meinungen und Definitionen beschreiben könnten. Ich bin sehr interessiert daran, wie Sie die Frage beantworten, was nun ein Skeptiker eigentlich ist, und was ein Alarmist. Vielleicht gelingt es, nachdem eine kritische Berichterstattung über das IPCC wieder salonfähig wurde, auch die Öffentlichkeit über uns Skeptiker korrekt und unvoreingenommen zu informieren.

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14 Kommentare
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  1. Als Naturwissenschaftler muß ich Skeptiker sein. Schließlich bin dazu in meinem Studium (nun schon vor etlichen Jahrzehnten) erzogen worden. Eine nicht ablehnbare Nullhypothese war uns heiliger als ein euphorisches „Heureka!“. Eine wissenschaftliche Hypothese wurde -- vornehmlich vom Autor, aber auch von anderen im Fachgebiet -- solange bekämpft, bis sie sich als robust erwiesen hatte.
    Jede andere Haltung, die Inkaufnahme des Betrugs und die Fälschung von Daten nämlich, hatte als höchst unehrenhaft zu gelten und bedeutete bei Aufdeckung das definitive Karriere-Aus.

    So, Ihr denkt vielleicht, ich rede hier von Dinosauriern…!

    Offenbar haben sich die Zeiten geändert, indem sich Wissenschaftler statt dem Wissenwollen dem politischen Machthabenwollen verschrieben haben. Trofim Denissowitsch Lyssenko, GröBiZ von Stalins Gnaden, -- als mahnendes und abschreckendes Beispiel -- läßt grüßen.
    Was?! Keiner erinnert sich mehr an ihn?
    Verschwörungstheoretiker, Esoteriker und andere wissensferne Verschwurbler sollten sich weder in der Alarmisten- noch Skeptikerriege gar nicht erst einzuordnen versuchen.

    Wie für die Klimaforschung gilt gleiches auch für die als „Ökologie-Fachleute“ ausgewiesenen Aktivisten, die bar jeder Grundlagenkenntnis scheinbar etwas „gutes wollen“, deren NGO-Öko-Bio-Aktionismus jedoch mit dem biologischen Fachgebiet Ökologie soviel zu tun hat wie „Jungfrauengeburt mit Gynäkologie“ [Zit., ich weiß nicht mehr von wem…].
    Die Bloßstellung der Greenpeace-Leute durch Lord Monckton am Rande der Cop15 war bezeichnend, und ich würde mich nicht wundern, wenn Vertreter WWF, PETA oder Co. die Liste der bedrohten Tierarten um die WC-Ente bereichern, anstatt sich liebevoll um den eigenen Bandwurm zu sorgen.

  2. Natürlich kann man Wissenschaft und Politik nicht völlig trennen. Es darf aber nicht sein, dass sich die Wissenschaft als williges Werkzeug völlig der Politik als „Sponsor“ unterordnet. Was auffällt ist doch, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nur dann zählen, wenn sich der Autor selbst einer politischen Agenda untergeordnet hat. Beispiele gibt es genug, und das in beiden Lagern. Für die Wissenschaft ist das der falsche Weg, denn so wird allzu oft Zielforschung betrieben, d.h. das Ergebnis steht fest, bevor die Erkenntnis eigentlich da ist. In diesem Verfahren geht es nicht um den Erkenntnisgewinn an sich, sondern um den Beweis einer politisch/wirtschaftlich interessanten Theorie, letztlich um das Kaltstellen des politischen/wirtschaftlichen Gegners.
    Die verwendeten Begriffe „Skeptiker“ und „Alarmisten“ sin hierbei wiederum politisch geprägt, das sich viele automatisch einer Agenda unterordnen.
    Wissenschaftlich gesehen ist ein Skeptiker frei von jeglicher politischer oder religiöser Motivation, für ihn steht Wahrheit und Erkenntnisgewinn an erster Stelle.
    Die gesellschaftliche Praxis zwingt viele Wissenschaftler, sich dem „Markt“ der Auftragsforschung zu beugen. Das Geld bestimmt den Lauf der Welt, weswegen eine überragende Zahl der bekennenden klimaskeptischen Wissenschafler erst jenseits der Rente nach Erkenntnis streben, bzw. diese preisgeben -- vorher verbietet sich das für einzelne selbstredend, will man nicht seine Kariere aufs Spiel setzen.
    Ich möchte die gute Definition des Skeptikers von Herrn Peter Heller also hiermit um den Satz ergänzen: Skeptiker zu sein, muss man sich leisten können.
    Abseits der wissenschaftlichen Definition sind Skeptiker und Alarmisten bereits politisch/religiös, ja sogar psychologisch gebrauchte Begriffe. Denn in der Öffentlichkeit sind es die Skeptiker, die optimistisch in die Zukunft schauen, sich realistisch mit den Problemen auseinandersetzen und in der Diskussion eher zurückhaltend reagieren (wenn sie überhaupt den Mund aufmachen) .
    Die Alarmisten sind meist geprägt von einer pessimistischen, ja ängstlichen Grundhaltung. Allgemein sind sie stark einer inneren Überzeugung erlegen, der sich jegliche Erkenntnis unterzuordnen hat. Sie sind gesellschaftlich aktiv; damit beschäftigt, andere Menschen ihrer Meinung zu unterwerfen. Oft ist diese innere Überzeugung auch nur finanziellen Interessen geschuldet, als der Wahrheit. Weshalb man für diese Clientel den Begriff Ökologisten geprägt hat.
    Undiskutabel sind die Schreihälse, die auf unterster Ebene versuchen, ihre durch Scheuklappen eingeschränkte Sichtweise noch als die einzige Wahrheit zu verkaufen.
    Diese Panikmache wird von den meisten Menschen durchschaut; wenn auch wissenschaftliche Fakten nur schwer den Weg in die Köpfe der Allgemeinheit finden, erkennen doch viele den Sand, auf dem die Lügen nun mal gebaut sind.
    Hier liegt jedoch die Schwelle, wo nebelhafte Erkenntnis in Glauben übergeht. Immer dann, wenn man Ergebnisse nicht allgemeinverständlich und klar formulieren kann, wird es Gläubige -dafür oder dagegen- geben.
    Die Politik hat dies erkannt, und versucht deshalb die Mär vom Konsens einer überragenden Anzahl von Wissenschaftlern zu verkaufen, was ihr letztlich Wählerstimmen und Erfolg der Lobby sichern soll.
    Das sowas mitunter nach hinten losgehen kann, erleben wir gerade eindrucksvoll.
    Klar, das Kritik nicht erwünscht ist. Am liebsten würde man sich ja in ein Mauseloch zurückriechen, bis der ganze Spuk der Skeptiker vorbei ist.
    So manchem Ökologist mag der allzu schnelle Erkenntnisgewinn den eigenen Gewinn empfindlich schmälern. So hat es die Solarlobby geschafft, die Politik zum Aufschub des Abbaus der Subventionen um einen Monat zu bringen, wenn auch feststeht, das uns diese Entscheidung wie viele zuvor, teuer zu stehen kommen wird.
    Auch andere, von der Katastrophe profitierende Branchen werden versuchen, ihre Ziele durchzudrücken, die Katastrophe am Leben zu halten. Weil sie sie selbst am Leben hält.
    Wind-Lobby, CO2-Sequestrierung, Geo-Engineering…
    Sorgen wir dafür, das es nicht soweit kommt.
    Mfg

  3. Ein Alarmist bleibt ein Alarmist., wenn er nicht , meist durch im persönlichen Umfeld, durch gravierende Ereignisse beeinflusst wird. Er fühlt sich gut dabei und rechnet sich zu den Besserwissenden.
    Es ist wie bei Fussballfans zu beobachten. Vor dem Spiel sagen einige , „Ach der FC verliert heute sowieso…“. Tritt der Fall ein, kehrt man sein grosses Fussballverständnis heraus. „Seht Ihr! Hab ich Euch doch gleich gesagt!“. Gewinnt der FC , ist Funkstille. Nichts wird mehr erwähnt. Es könnte ja auch ein “ Sorry, hab ich mich wohl geirrt…“ kommen. Aber das ist meist nicht der Fall.

    Klimaskeptiker haben für meinen Begriff einen Wandel vollzogen. Ich rede jetzt immer von KlimaRealisten wenn ich in Diskussionen mit Bekannten, Arbeitskollegen oder in der Familie bin.
    Skepsis ist, wie mein Vorredner schon erwähnte, normalerweise und in besonderem in der Wissenschaft eine Tugend, ist aber durch die Alarmisten und durch die Medien in ein abfälliges Licht gerückt worden. Jetzt wird Skepsis in der Öffentlichkeit mit Ignoranz, Zerstörung der Welt, Lobbyismus, privates Vergnügen oder ParaWissentschaft assoziiert. KlimaSkeptiker gelten heute bzw. bis vor ein paar Monaten (Climategate) in der Medienwelt als einsame Blogposter und Hobbyklimatologen. Wobei es vielleicht auf den grössten Teil auch zutrifft, ohne das ich das jetzt abfällig meine. Wie in meinem persönlichen Fall zähle ich mich auch dazu. Ich würde diese Gruppe, die jeden Tag grösser wird, als interessierte, selbstständig denkende und vor allem hinterfragende Bürger bezeichnen.
    Ich bin froh das es die KlimaSkeptiker, die KlimaRealisten gibt! Nur so ist eine differenzierte Sicht auf das Thema möglich.

    Danke.
    mfg south

  4. Nun, wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich die wissenschaftlichen Argumente als Laie nicht bewerten. Letztlich kann mir jeder alles plausibel machen, wenn er es nur gut genug erklärt und darlegt.

    Meine Skepsis basiert auf folgenden Punkten:

    1. Wenn eine, in erster Linie politische, Institution gegründet wird, deren Relevanz und Fortbestand von bestimmen Ergebnissen abhängt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn diese Institution, entsprechende Ergebnisse liefert.

    2. Durch selektive Berücksichtigung von Daten und Studien, kann, ohne direkt zu Lügen, selbst die abstruseste These gestützt werden.

    3. Früher hatte mich das Argument, dass sich fast alle führenden Wissenschaftler in der Frage der Ursache des Klimawandels einig sind, überzeugt. Das diese Einigkeit, nicht mal bei den Forscher-Aktivisten existiert, kann ich auch als Laie festellen. Außerdem war beim IPCC nur eine winzig kleine, sorgfältig zusammengestellte, Gruppe überhaupt mit der Frage befasst, in welchem Ausmaß der Mensch über das CO2 das Klima beeinflusst.

    4. Die Verschmelzung von Politik, Forschung und Medien, die alle, zumindest wenn man kurzfristig denkt, davon profitieren, bereitet mir Unbehagen.

    5. Auch der in der Vergangenheit als sicher geltende Zusammenhang zwischen saurem Regen und Waldsterben wurde durch keine Langzeitstudie belegt.

    6. Einige offensichtliche Lügen von Al Gore(Bsp. Auswertung Eisbohrkerne), blieben unwidersprochen, obwohl selbst die Alarmisten dort anderer Meinung sind.

    7. Warum diese Fixierung und Beschränkung auf CO2-Reduktionen als Lösung des vermeindlichen Problems?

    Letztlich muss ich zugeben, dass diese Argumente den menschgemachten Klimawandel nicht widerlegen. All diese Argumente maximieren lediglich die Ungewissheit. Trotz Fälschungen und Übertreibungen könnte die These von einem starken anthropogenen Einfluss auf das Klima immer noch stimmen, wenn auch eher zufällig.

    Allerdings bin ich der Meinung, dass sich auf der Basis großer Ungewissheit sicher viele verschiedene Bedrohungsszenarien entwickeln lassen. Vor allem, wenn so viele finazielle Mittel wie im vorliegenden Fall bereitgestellt würden um selektiv nach Hinweisen zu suchen. Auf welche all dieser unwahrscheinlichen, wenn auch nicht völlig auszuschliessenden, Bedrohungen sollte man dann zuerst reagieren?

  5. @wetterfrosch

    Natürlich kann man Wissenschaft und Politik nicht völlig trennen.

    Doch. Muß man sogar.
    Wo bliebe dann die Freiheit der Wissenschaft (und hier sind stets Natur- und keine Stammtischwissenschaften gemeint) , deren Ergebnisse a priori immer wertfrei sind.
    Das entbindet den Wissenschaftler nicht von seiner moralischen Aufgabe (nicht politischen), seine Ergebnisse auf Relevanz im gesellschaftlichen Kontext zu prüfen und sogar notfalls auf deren Veröffentlichung zu verzichten.

    Skeptiker zu sein, muss man sich leisten können.

    Eine Gesellschaft muß sich Wissenschaftler leisten können.

    Im übrigen folge ich Ihnen in Ihrer realistischen Situationsbeschreibung in vollem Umfang, auch wenn wir mit diesem Status hochgradig unzufrieden zu sein haben. Indes sehe ich kaum einen Ausweg, weil trotz aller gelegentlichen Rufe nach „weniger Staat“ genau die gegenteilige Tendenz vorherrscht. Je mehr eine Verwaltung, eine NGO oder ein Amt einem Wissenschaftler vorschreibt und -rechnet, was, woran und wie er zu forschen hat, desto größer wird die Schere zwischen Macht und Kompetenz.
    Und auch der Wissenschaftler degeriert, weil er die moralische Schere im eigenen Kopf verlernt hat zu gebrauchen.

  6. Ich habe den Eindruck, dass in unserer Gesellschaft eine alarmistische Grundeinstellung wesentlich weiter verbreitet ist, als eine, sagen wir, mehr entspannte. Das scheint so eine Art kulturelle Konstante zu sein. In vielen Zeiten hatten die Menschen Untergangsvisionen. Und eben auch Priester, die die Menschen davon erlöst haben, indem sie den Ausweg gezeigt haben. Dabei scheinen die Menschen am liebsten denjenigen zu glauben, die möglichst düstere Schreckensbilder malen und zu einem Umkehren aufrufen. Dass die Priester selbst davon am meisten profitieren, scheint dabei kaum jemanden zu interessieren.

  7. Lieber Theobald Tiger,
    ich gebe ihnen Recht in ihrem Anspruch an die Wissenschaft, wie sie sein sollte. Ich habe dargelegt, wie sie sich darstellt, und das nicht erst seit heute.
    (Über den Anspruch der freien Wissenschaft sollte man tiefer nachdenken, vielleicht sogar in einem eigenen Artikel.)
    Indes tun wir das beste, was wir tun können. Denn das Einzige, was dem Bürger, oder dem einzelnen Wissenschaftler bleibt, ist diesen ganzen Sumpf zu kontrollieren, Missstände anzuprangern und die Öffentlichkeit mit Hilfe engagierter Journalisten zu informieren.
    Es gibt keinen Grund, zu resignieren. Und ich bin in keiner Weise unzufrieden mit der derzeitigen Situation, denn als Realist gehe ich davon aus, dass jeder Lügen wird und bestechlich ist, wenn man ihn nur lässt, bzw. wenn man ihn sogar dazu zwingt.
    Skepsis und Kontrolle sind machtvolle Instrumente gegen Korruption und Lobbyismus, und deswegen fürchten die Ökologisten uns wie der Teufel das Weihwasser.

  8. @Rudolf Kipp

    Dabei scheinen die Menschen am liebsten denjenigen zu glauben, die möglichst düstere Schreckensbilder malen und zu einem Umkehren aufrufen.

    Das gilt sicher für so Typen der unteren Liga, die ihr Spielchen bei RE und anderen Blogs treiben.
    Ich habe oben bereits den Übergang zum Glauben dargelegt, der da anfängt, wo das Wissen aufhört.
    Sicher folgen viele Menschen diesem Weg, ich bin mir aber sicher, dass auch hierbei gewaltig übertrieben wird.
    Was wirklich schlimm dabei ist (und auch noch von der herrschenden Kaste gewollt, da Mittel zum Zweck…) ist die allgemeine Lethargie, in die große Teile der Bevölkerung verfallen sind.
    „Das interessiert mich nicht, wir können nichts dagegen tun, die machen ja doch was sie wollen“ -- das sind die schlimmen Ergebnisse aktueller Gehirnwäsche (Bildungs-) Politik.

  9. Lieber Herr Heller,
    ich finde es gut, dass Sie ihre Definition der beiden Begriffe vorgestellt und diskutiert haben als Basis für die weitere Diskussion
    Ich finde beide Begriffe unpassend, um Menschen einzuordnen und innerhalb der Klimadebatte zu kategorisieren. Denn beide Begriffe sind ja eigentlich eher negativ besetzt. Ein „Skeptiker“ wäre jemand der jeden Beweis oder Beleg anzweifelt und ein „Alarmist“ jemand der grundlos warnt.
    Trotzdem gehört eine gesunde Portion Skepsis sowohl zur Wissenschaft als auch zum Kern unserer Demokratie. Oder was tun Wissenschaftler in einem „Peer-Review“. Oder was tun Parlamentarier, wenn Sie die Regierung in einem Untersuchungsausschuss kontrollieren. Auch die Warnung vor Gefahren gehört zu unserer Gesellschaft dazu. Oder was tun Journalisten, wenn Sie Hinweise auf Missstände entdecken. Beides ist notwendig. Entscheidend sind der politische Diskurs, der anschließend unabhängig erfolgen muss, und der demokratische Entscheidungsfindungsprozess.
    Deshalb sollten wir an das Wesen unserer Demokratie denken und jede Meinung als das respektieren was sie ist, die Meinung eines gleichberechtigten Staatsbürgers. An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass ich auf Internetseiten wie Realclimate , Rabett’s Run, PrimaKlima, Open Mind diesen Respekt vor anderen Meinungen in den Diskussionsbeiträgen vermisse. Aber das ist nur meine subjektive Beobachtung.
    Das bringt uns dann zur eigentlichen Problematik zurück die in der Klimadebatte unterschwellig sichtbar wird, nämlich dass nicht legitimierte internationale Gremien und Organisationen ohne parlamentarische Kontrolle versuchen die Politik von souveränen Staaten zu beeinflussen.
    In Deutschland beobachte ich die Tendenz zu einer Geisteshaltung, die im Grunde der Geisteshaltung des wissenschaftlichen Sozialismus entspricht. Das heißt eine kleine Gruppe von „elitären Fachleuten“ die nicht demokratisch gewählt ist, legt fest was richtig ist. Wobei ich elitär nur mit Auswahl gleichsetzen würde, nicht notwendigerweise mit Kompetenz.
    Meines Erachtens haben Sie in ihrem Beitrag mit der Kategorie „Skeptiker“ einen Menschen beschrieben, der Empiriker, Realist und Demokrat ist und andere Menschen mit ihren Meinungen respektiert.
    Mit „Alarmisten“ haben Sie eher einen Menschen beschrieben, der an die jeweilige wissenschaftliche Erkenntnis glaubt und die von ihm akzeptierten oder definierten Meinungen und Interessen durchsetzen will.
    Insofern sind ihre beiden Kategorien nicht komplementär und nicht geeignet Menschen zu charakterisieren. Wobei ich gestehen muss, dass ich Kategorien für Menschen ablehne.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  10. Die Unterscheidung von Skeptikern und Alarmisten ist eigentlich wie die Unterscheidung von Agnostikern und Gläubigen (bzw. dazu Verführten).

    Irgendwann werden die Gläubigen vielleicht glauben, dass es keinen menschgemachten Klimawandel gibt oder dass soziale Gerechtigkeit nicht das gleiche Ergebnis/Einkommen sondern gleiche Chancen bedeutet. Was auch immer.

    Ein Agnostiker wird sich nie ändern und immer fragen: „Wo ist der Beweis?“

  11. Tomislav #10

    Den Skeptiker würde ich nicht unbedingt einem Agnostiker gleichstellen. Ein Skeptiker ist nach meinem Verständnis offen gegenüber Fakten und auch bereit seine Haltung zu überprüfen.
    Es würde ihn nicht umwerfen, wenn er auf Grund vorliegender Fakten zu einer anderen Meinung gelangt. Im Gegenteil, er würde darin eine Bestätigung seiner vorausgegangenen Haltung sehen.

    Einem Alarmisten resp. fanatisch Gläubigen fehlt die Bereitschaft zur Überprüfung der Eigenen Haltung völlig. Er würde bei Vorliegen eindeutig anderslautender Fakten diese bis zum eigenen Zusammenbruch leugnen.

  12. Liebe Leute,

    erst einmal vielen Dank für die fundierten und ausführlichen Reaktionen. Ich habe alles mit großem Interesse gelesen aber noch nicht alles wirklich verarbeitet.

    Ich stelle mal etwas verkürzt fest, daß kaum jemand von Ihnen so simpel denkt, wie ich. Aber das Thema „Verhältnis von Wissenschaft un Politik“ scheint ja schon der Knackpunkt zu sein. Ich muß gestehen, daß ich hier mit mir selbst noch nicht im Reinen darüber bin, wie dieses nun aussehen soll. Und deswegen darüber auch noch nichts geschrieben habe. Mit meinem obigen Text wollte ich eigentlich den Anstoß dazu liefern, die Thematik „Alarmisten“ vs. „Skeptiker“ auf einer viel oberflächlicheren Ebene zu debattieren.

    Ich muß darüber noch nachdenken, für den Moment stelle ich aber fest, daß ich bei meiner einfachen Beschreibung (Skeptiker lehnt politische Maßnahmen ab, Alarmist fordert diese ein) bleibe.

    Ich bin an dieser Stelle, Moosgeist, auch nicht offen für Fakten. Sondern tatsächlich endgültig entschieden. Es gibt kein Fakt, daß mich davon abbringen könnte, „Klimaschutz“ in Form von Anpassung zu leben, statt zu ihm in Form von „Vermeidung“ gezwungen zu werden. Diese Frage habe ich für mich tatsächlich auf der Grundlage meines Staatsverständnisses entschieden. Und diese Entscheidung ist daher unabhängig von wissenschaftlichen Fakten.
    Und ich kenne eine Menge Alarmisten, für die das andersherum genau so gilt, die mir also eigentlich in dieser Beziehung sehr ähnlich sind.

    Was für mich an den wissenschaftlichen Erkenntnissen eben von Bedeutung ist, ist eine mögliche Antwort auf die Frage, wie weit die Anpassung gehen muß.

    Ich finde auch nicht, Herr Heß, daß dies nun eine kritikwürdige Kategorisierung von Menschen ist. Ich bin ja nun als Mensch sehr viel mehr als nur die Summe meiner politischen Einstellungen. Von daher war mein Anspruch eher, Haltungen zu kategorisieren, und nicht Menschen. Ich finde, Haltungen sollte man kategorisieren, man muß es sogar, denn es erleichtert die Identifikation von Gegnern und von Verbündeten.

    Aus meiner Haltung folgere ich beispielsweise, daß Leute wie von Storch oder die Pielkes, obwohl fest im wissenschaftlichen Mainstream verwurzelt und vom AGW überzeugt, eher meine Verbündeten sind. Wohingegen konservative amerikanische Moderatoren eher meine Gegner sind. Diese lehnen zwar auch die gegenwärtige „Klimaschutzpoltik“ ab, reden aber gleichzeitig wahlweise einer an fundamentalen christlichen Glaubenssätzen ausgerichteten Lebensweise, der Evolutionstheorie, dem Kampf gegen Homosexualität und Abtreibung usw. das Wort, was meine Sache genau nicht ist.

  13. #12
    Hallo Herr Heller,

    diesen Ball nehme ich mal auf.

    Ich bin an dieser Stelle, Moosgeist, auch nicht offen für Fakten. Sondern tatsächlich endgültig entschieden….

    Das würde ja letztlich bedeuten, dass Sie für sich den Begriff “Skeptiker” im Sinne des Skeptizismus in Anspruch nehmen –wollen?-. Dann aber, dürfte es –wenn man den Gedanken fortspinnt- auch kein „ endgültig entschieden “ geben. Denn ein Skeptiker in diesem Sinne ist jedem Faktum und jeder „Wahrheit“, jeder „Erkenntnis“ gegenüber skeptisch, in letzter Konsequenz auch gegenüber sich selbst. Damit würden Sie aber jenen Stimmen recht geben, die die sog. Skeptiker genau in dieser Ecke sehen wollen. Denn nicht ohne Hintergedanken haben die Alarmisten und Katastrophiker diesen Begriff für die Kritiker an der durchaus kritikwürdigen IPCC-gestützten Klimaforschung gewählt, weil der Schritt vom Skeptiker im Sinne von Skeptizismus zum „Leugner“ leichter zu bewerkstelligen ist. Die Praxis zeigt das täglich in der Diskussion.

    Das kann aber nach meinem Verständnis so nicht sein. Skeptisch zu sein bedeutet expressis verbis nicht automatisch Skeptiker i.S. des o.G. zu sein. So, wie jemand der redet nicht unbedingt ein „Redner“, oder jemand der singt, kein „Sänger“ sein muss.
    Wir –zumindest für mich gesprochen- sind skeptisch im Sinne von Zweifel und Kritik an der mangelhaften Wissenslage und der daraus abgeleiteten Handlungsdoktrin. Um das zu verdeutlichen führe ich gerne den in der Jurisprudenz gängigen Begriff des „Beweises prima face“ an. Auf die Klimadebatte besonderes auf das Katastrophengeschrei der Alarmisten bezogen, könnte man es so ausdrücken:
    *** Es ist nicht erforderlich gegenüber einer unbewiesenen Behauptung einen Gegenbeweis zu führen. Die Behauptung des AGW und der daraus resultierenden Katastrophe ist nicht bewiesen. Es handelt sich hier um eine Vermutung aufgrund vermeintlicher Indizien. Ein Teil dieser vermeintlichen Indizien fußt teilweise ebenfalls nur auf Vermutungen.
    Der Versuch der AGW-Protagonisten und Alarmisten, hier einen Beweis prima face (des ersten Anscheins) zu führen, muss kläglich scheitern, weil auch andere Möglichkeiten mit ähnlicher oder gleicher Wahrscheinlichkeit in Betracht kommen.
    Ein prima face Beweis (= Ersatz für einen echten Beweis) ist erst dann erbracht, wenn alle anderen Möglichkeiten eindeutig ausscheiden, andernfalls verbleibt eine stinknormale Vermutung/Behauptung (Bestandteil der Jurisprudenz).
    Dies wird in der ganzen Klimadebatte offensichtlich ständig übersehen.
    Insofern ist die so geführte Debatte nur scheinbar eine wissenschaftliche Diskussion, eigentlich aber nur ein Streit um des Kaisers Bart.
    ***
    Einmal anders ausgedrückt, und für einen Techniker nachvollziehbar ist die Feststellung, dass der „Stand der Technik“ nicht gleichbedeutend mit den „anerkannten Regeln der Technik“ ist. Während das Erstere die neueste technische Errungenschaft beschreibt, meint das Zweite die jn langer Praxis erprobte Anwendung. Anders herum bedeutet das aber auch, dass der vermeintliche Wissensstand einiger (weniger?) Wissenschaftler nicht anerkannter Stand der Wissenschaft schlechthin sein kann.

    Schauen wir und doch mal die Alarmisten an.
    Ein Alarm wird ausgelöst, wenn der Schaden durch eine genau definierte Gefahr unmittelbar unabwendbar bevorsteht, oder gerade im Begriff ist sich zu verwirklichen. Es ist also eine sofortige Aktion zwingend. Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeber das Auslösen von Alarm in bestimmten Fällen mit Strafe bewehrt.
    Was passiert aber durch die sog. Klimaforschung und deren Protagonisten und Katastrophenprediger? Sie schreien „Alarm“ und wissen im Grund noch nicht einmal ob, was, wann und wo passieren wird. Da wird Action verlangt, oder Unterlassung, am besten gleich beides. Über das Was und Wie glaubt man sich einig, dabei übersieht man aber, das wohl das Eine das Andere aufhebt. Ist aber egal, Hauptsache man tut was und lässt was.
    Es wird Alarm geschrien weil es ein Klima gibt, das genau das tut was es schon immer getan hat, nämlich sich ändert/wandelt. Die Einen wollen das Klima schützen oder gar retten. Die Anderen wollen die Welt vor dem Klima schützen oder retten. Aber beide sind sich einig: „es muss was geschehen“. Und am lautesten schreien dann die, die sich einen Vorteil daraus erhoffen, oder die eigene Bestätigung ihrer „edlen Gesinnung“ erhoffen.

    Ein Alarmist entwickelt einen Missionierungsdrang wie er sonst nur noch bei religiösen Fanatikern anzutreffen ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass dieser Typus im Wesentlichen dort auftritt wo die Kirche ihre Spuren hinterließ. Durch den Machtverlust der Kirche in Verbindung mit der Aufklärung und dem damit verbundenen Glaubensvakuum sind viele bereit sich einen Ersatz zu suchen, weil sie instinktiv einen Halt und eine Entschuldigung außerhalb ihrer geistig erfassbaren Sphäre suchen. Sie wollen sich einer vermeintlichen Kraft hingeben und Ihr zu Gefallen sein, um vor sich selbst ein wohlgefälliges Leben zu führen und dieses Ziel zu erreichen streben sie mit fanatischem Eifer an. Diese Phänomen ist nicht nur auf die „unteren“ Gesellschaftsschichten beschränkt, sondern findet sich auch in starkem Maße in der sog. akademischen „Elite“. Und genau von dort geht die Gefahr aus, weil dieser Bildungskreis sich anmaßend in die Vorbild- und Vordenkerfunktion manövriert. So haben sich auch in der Vergangenheit die verschiedenen Ideologien entwickelt und wurden unter das Volk getragen.
    Iim Grunde aber weisen alle das gleiche Strickmuster auf. Selbst die hierarchische Struktur bis in die untersten Ränge weist verdächtig viele Parallelen zum Original –der katholischen Kirche- auf.
    Es liegt in der Natur von Ideologien, das unter deren Mantel sich eine Vielzahl von –Gewinnern tummelt.

    Das erinnert mich an gewisse „Wanderprediger“ im Mittelalter, die in die Dörfer zogen und dort ihren „Heiligenschein“ blitzen ließen. Da kam dann so einer in ein Dorf und falls er nicht gerade eine Hexe ausfindig machen konnte, malte er einen Teufel an eine Hauswand und zwang alle Dorfbewohner unter Bedrohung der ewigen Verdammnis -bei nicht Teilnahme- diesen Teufel zu steinigen. Und zwar so lange, bis der Teufel nicht mehr zu sehen war. Ergebnis, Teufel war weg und Hauswand kaputt. Anschließend wurden alle Einwohner, die den Kinderschuhen entwachsen waren, um einen kräftigen Bußobulus erleichtert und das Predigerlein zog zufrieden von dannen. Auf dem Weg und außer Sichtweite zog sich der „fromme Mann“ feixend die Kutte aus und marschierte fröhlich in den nächsten Ort der eine „gute“ Herberge vorzuweisen hatte. Dort feierte er dann mit den „willigen“ Mägden mit Bier, Wein und einem üppigen Mahle die erfolgreiche Teufelssteinigung. Ja, so lässt es sich ungeniert leben. Man muss nur auf der „richtigen“ Seite stehen und dies auch lautstark deutlich machen.

    Mit diesem kleinen Beispiel aus dem MA will ich deutlich machen, dass nach meiner persönlichen Erfahrung eine gehörige Portion bigotter Verlogenheit zum Wesen des Alarmisten (Teufel an die Wand malen) gehört, gleichgültig aus welcher Bevölkerungsschicht diese Spezies sich rekrutiert.

    Mal abgesehen davon, dass ein „globales Klima“ aus meiner Sicht die Ausgeburt eines kranken Hirns ist, so stellt sich die Frage, was soll da wie geschützt werden? Und warum? Seit Jahrtausenden schützen sich die Menschen vor den Auswirkungen des jeweiligen Klimas in ihren Regionen. Sie hatten auch immer wieder mit dem sich ständig ändernden Klima ihre „liebe Not“. Welches Klima ist denn das ideale, und wer bestimm das?
    Meine Skepsis ist ein Ausdruck von Zweifel und Kritik und nicht zuletzt von Verachtung und Spott an dem wer uns was im Namen eines Klimaschutzes unter die Weste jubeln will. Ich bin ein strikter Gegner jederart von Bevormundung durch Regierungsorgane, die glauben unter dem Mäntelchen einer Vorsorge vor irgendwas und alles den Bürger entmündigen zu können. Derartige Machenschaften sind in totalitären Regimen angesiedelt, haben aber in einer Demokratie –in der wir NOCH leben- nichts verloren.

    Abschließend möchte ich noch einen Splitter aus einer schon länger zurückliegenden Diskussion hinzufügen von dem ich glaube, dass er nach wie vor aktuell ist:
    *** Wie weitsichtig war noch der „Erfinder“ der sog. verbrieften Hypothekenkredite(CMOs), ehem. Geschäftsführender Direktor von Kidder Peabody, Gründer und Vorsitzender der „Chicago Climate Exchange“, Dr. Richard Sandor, als er schon 1992 gegenüber dem „Wall Street Journal“ äußerte:
    „Luft und Wasser sind nicht mehr die freien Güter, wie sie in der Wirtschaft einmal als gegeben galten. Sie müssen als Eigentumsrechte neu definiert werden, damit sie effizient zugeteilt werden können.“
    In 2004 machten dann seine Kumpels Al Gore und David Blood, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Goldman Sachs Asset Management, Nägel mit Köpfen in Form des Generation Investment Fund.
    ***

    schöne Grüße aus dem Moos

  14. http://alles-schallundrauch.blogspot.com/search/label/Klima

    http://www.klima-ueberraschung.de

    http://www.autarkwey.com/azk/AZK5_Klimaluege/091107_AZK5_Klimaluege_NQ_neu.avi

    Der Begriff Leugner ist, genau dass was die Mächtigen wollen. Mittels „engineering of consent“ alle Sichtweisen die dem Machtinteresse entgegenstehen vernichten! Absolut & radikal per gezielte Liquidierung!

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