Klimagipfel in Bonn: Rede zum Klimawandel von Bundespräsident Steinmeier mit Kommentaren

15. November 2017 | Von | Kategorie: Blog, Klimawandel, Ökologismus, Ökologistische Mythen, Politik

171115-Weltklimaschutzkonferenz-COP23-1-Rede.jpg;jsessionid=C786CA57EC5361809ED9744C6B4218B5.1_cid362Ausschnitte aus der heutigen Rede des Bundespräsidenten Frank Walter Steimeier auf der 23. Weltklimakonferenz in Bonn mit Kommentaren von mir.

Wir wissen um die Dramatik und spüren die Folgen schon heute.

Kommentar: Spüren kann man den Klimawandel nicht, sondern nur messen.

Wir spüren sie, wenn wir auch im Winter durch leere Alpentäler wandern – Täler, die vor fünfzig Jahren noch randvoll mit Gletschereis standen.

Kommentar: Und finden dabei unter den weichenden Gletschern Torf und Pollen und Baumstämme aus dem Mittelalter, der Römerzeit und der Bronzezeit.

Wir spüren sie, wenn das Meer immer öfter über das Land kommt und zugleich, weit entfernt, ganze Städte im Wüstensand verschwinden.

Kommentar: Die Meere kommen nicht immer öfter über das Land, denn die Zahl der Sturmfluten und Stürme hat in den letzten Jahrzehnten nicht signifikant zugenommen. An der Nordseeküste nimmt die Sturmaktivität gar seit den 1990er Jahren ab. Auch die Zahl der Wirbelstürme und deren Energie nimmt global nicht signifikant zu. Zudem ziehen sich die Wüsten in einen wärmeren Klima zurück. Wie nach der letzten Eiszeit und seit den 1980er Jahren in der Sahara, wie durch Satellitenbilder zu beobachten ist.

Und wir spüren sie, wenn im Atlantik der Golfstrom erlahmt und zugleich am Schelfrand der Polkappen immer größere Eisberge kalben.

Kommentar: Der Golfstrom erlahmt nicht, denn der wird durch den Wind im Golf von Mexiko durch Winddrift angetrieben. Auch dessen verlängerter Arm, der Nordatlantikstrom erlahmt nicht, denn von Jahr zu Jahr zeigen sich natürliche Schwankungen, durch Wettersysteme wie die Nordantische Oszillation und Zyklone im Nordatlantik. Bei einen Erlahmen des Golfstromsystems würde es vor allem im Winter in Westeuropa um einige Grad kälter werden. Das ist nun gar nicht der Fall. Es kalben auch keine immer größeren Eisberge am Schelfrand. Das aufschwimmende Larsen-Schelfeis (an der Antarktischen Halbinsel) ist allenfalls durch gigantische Risse im Schelfeis zerfallen/ zusammengebrochen. Es gibt keinen direkten Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Am drängendsten spüren wir die Folgen des Klimawandels aber dann, wenn Umweltveränderungen und extreme Wetterereignisse Jahr für Jahr die Heimat tausender Menschen zerstören.

Kommentar: Das liegt nicht an den zunehmenden Folgen des Klimawandels, sondern an der rapide zunehmenden Weltbevölkerung, die zunehmend in Überschwemmungsgebieten baut und siedelt und in brandgefährdeen Waldregionen, z.B. in Kalifornien und Australien.

Wenn verheerende Dürren und Hungersnöte die Bevölkerung ganzer Landstriche in die Flucht treiben.

Kommentar: Dürren und Hungersnöte gab es schon immer. Die Ernten und Ernteerträge sind heute so hoch wie noch nie und nehmen weiter zu. Es liegt an der rapide wachsenden Weltbevölkerung, den zunehmenden Landverkauf in Entwicklungsländern und der Umwandlung von Ackerland zu Agrarland zum Anbau von Energiepflanzen.

Und wenn all dies dann immer häufiger auch zur Ursache von Krisen und blutigen Konflikten wird.

Kommentar: Wie gesagt, dass liegt nicht an den Folgen des Klimawandels, sondern an den Folgen einer verfehlten Außen-Politik, Kriegen und Glaubenskonflikten in der Welt. (U.a. Arabischer Frühling, Kriege in Iran/ Irak, Kriege in Afghanistan, Bürgerkrieg in Syrien).

Mir jedenfalls bleibt kein Zweifel: Diese Dramatik, diese Dringlichkeit – sie mahnt uns alle zu großer Eile – und zu entschlossenem Handeln!

Kommentar: Tja, wer glaubt, braucht auch nicht zweifeln. Denn wer nichts weiß, muss alles glauben. Im Glauben liegt jedenfalls wenig Wissen, aber viel ideologisches Handeln.

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24 Kommentare
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  1. Was erwarten wir in einer gehirngewaschenen Republik noch? Wer glaubt daß ein Bundespräsident von der politischen Wäsche unbeeinflußt ist? Wer hat die Medienmacht und Deutungshoheit? Selltt ARD und ZDF den nächsten Kanzler?

  2. Die Rede von Merkel war wenigstens ein wenig realistischer und weniger theatralisch.

  3. @Reichart

    Als Ex-Außenminister sollte Herr Steinmeier zumindest wissen, was Ursache für Krisen und Konflikte in der Welt ist. Zumal wir uns diese Konflikte importiert haben und diese nun live erleben können. Und es hat nichts mit dem Klimawandel in Deutschland zu tun, die zunehmende Armut, Kinderarmut, Altersarmut, Tafeln, Anschläge und Straftaten und das Aufbegehren der Bevölkerung in einer Partei und einer großen Bürgerbewegung im Osten dagegen.

  4. Da hat wohl der Redner seine Hausaufgaben nicht gemacht. Da könnte man sagen: Setzen sechs.

  5. Da hat wohl der Redner seine Hausaufgaben nicht gemacht.

    Steinmeier ist sicherlich nicht so doof selbst zu glauben was er da erzählt. Die Rede ist exakt auf die gefühlte Realität der Klimaspinner abgestimmt und insofern gut. Dass sie einem Faktencheck nicht standhält interessiert dort doch niemanden.

  6. Das Wiederkauen von Unsinn erinnert an das Mantra von Gebetsmühlen. Es bedarf dazu keiner objektiven Grundlage. Der Begriff der Religion ist zwar kaum trennscharf zu definieren, aber die Ähnlichkeiten mit klassischen Religionen sind frappierend.

  7. wenn das Meer immer öfter über das Land kommt und zugleich, weit entfernt, ganze Städte im Wüstensand verschwinden

    was für ein unfassbarer Schwachsinn!
    Münzsammler tummeln sich in vormaligen Gletschertälern, und um Ötzi stritten sich Österreicher und Tiroler. Der Eisberg „A68“ sitzt noch im Packeis fest – das Larsen C-Schelfeis ist stabil, Rekordzuwachs beim Grönlandeis.
    M.L. hat das gleichzeitig im Sand und Meer versinkende Totope schön kommentiert -- #55 .
    Oh je -- die vormalige Klimakanzlerin oder 😕 : „Das Grundgesetz weist Frank-Walter Steinmeier im Fall einer gescheiterten Regierungsbildung eine machtvolle Position zu…Gemäß Artikel 63 Grundgesetz wählt der Bundestag den Kanzler auf Vorschlag des Bundespräsidenten. Wen er zur Wahl vorschlägt, steht ihm rechtlich frei…“

  8. Mir ist auch nicht ganz klar, von welchen Städten er spricht, die weit entfernt im Wüstensand verschwinden. Dubai? Kairo? Tunis? Aber eines ist klar, die Städte der Pharaon im alten Ägypten sind teils im Wüstensand verschwunden und auch das alte Babylon. Aber erst als sie verlassen wurden.

  9. Vermutlich meint Steinmeier Kolmannskuppe / kolmannskoop
    https://www.reisedepeschen.de/geisterstadt-kolmannskuppe-kolmanskop-fotos-video/

    Sollte uns das nicht zu denken geben? Ich meine: Nein!

  10. Es sieht so aus als ob wir uns vorschnell von der Kernenergie verabschiedet haben. Das lässt sich ändern. Wir
    können ja nochmal die Laufzeiten verlängern oder den Thorium Reaktor bauen um den Nachtstrom sicher zu machen.
    So etwas wäre sinnvolle Alternative zu einigen Braunkohlekraftwerken älterer Bauart. China und Frankreich machen sich einen schlanken Fuß und setzen besonders auf Kernkraft. Wenn wir das auch tun, sind wir ruck zuck wieder Primus, nein
    pardon „Vorreiter“ vor Frankreich und China! (Aber irgendwer kettet sich dann wieder an die Castor-Behälter)

  11. (Aber irgendwer kettet sich dann wieder an die Castor-Behälter)

    Meistens sind es die Leute/ Aktivisten, die angeblich am meisten Angst vor Atomkraft haben, die sich dann ausgerechnet direkt vor dem strahlenden Catsor anketten und direkt der bösen Strahlung ausgesetzt sind. Selbstverstrahlung.

  12. Hier muss man 3 Gruppen differenzieren:

    Meistens sind es die Leute/ Aktivisten, die angeblich am meisten Angst vor Atomkraft haben, die sich dann ausgerechnet direkt vor dem strahlenden Catsor anketten und direkt der bösen Strahlung ausgesetzt sind. Selbstverstrahlung.

    Die 1. Gruppe ist davon überzeugt, selbst schwere Schädigungen in Kauf zu nehmen, aber der wahre Aktivist ist selbstlos und bringt Opfer. Kinder will der ja sowieso nicht.

    Die 2. Gruppe weiß, dass die Gefahren vernachlässigbar sind. Sie glauben, dass die Gefahr sowieso erst kurz vor der 100 000 Jahre-Frist eintritt … aber auch dafür lohnt es sich zu kämpfen.

    Die 3. Gruppe ist bereits so verstrahlt, dass sie gar nicht weiß, ob sie sich in Gefahr begibt oder nicht. Sie kann auch das Argument nicht nachvollziehen, aber Angst vor der Kernkraft haben sie dennoch.

  13. GRÜNE übertreiben Probleme, halten aber auch Wissenswertes zurück. Erst ist Obama seinen Beratern gefolgt, hat die Verursachung von Klimaänderungen nicht dem Menschenwerk zugewiesen. O. hat erst am Ende der Amtszeit einen
    Schwenk gemacht, weil seine Ergebnisse als Pres. miserabel waren. GRÜNE brauchen immer neue politische Themen zur Selbstbewahrung. Machtgewinn ist nur möglich mit Öffentlichkeits-Gegenwart . Macht ist immer mit Vorteilen verbun-den. Die hat ein Normalo nie. Darum gehts den meisten Politikern. Die Unterstellung ,dem Gemeinwohl zu dienen, ist sehr optimistisch.

  14. Obama ist mit Bear Grylls /Abenteurer) zu einem Gletscher in Alaska gereist und hat dort ein auf Klimaschützer und Überlebenskünstler gemacht. Wir müssen die Gletscher für unsere Kinder bewahren, etc.. Dann flog er mit dem Secret Service von dannen.

    http://images.indianexpress.com/2016/09/obama-grylls-show-759.jpg

    Obama meinte er glaubt das, was die überwältigen Mehrheit der „Experten“ sagt.

  15. Obama hat doch vor seiner Wahl mehrere Reden in Deutschland gehalten. Dort hat er bereits „Klimaschutz“ vertreten. So sympathisch wie er mir war, aber das hat mir schon damals nicht gefallen.

  16. Das 1x1 der Klimapolitik. 195 Länder einigen darauf, dass einige wenige Industrieländer bezahlen.
    Das ist kein Klimagipfel. Es geht lediglich darum Geld zu bekommen.
    Die Türkei will deshalb kein Industrieland mehr sein.

  17. P.S. Trump hatte Recht auszusteigen

  18. Und alle wollen das 2°C-Ziel von Schellnhuber einhalten, wenn sie nur noch mehr Geld und Subventionen bekommen. Und Schwarzenegger bekommt einen Bambi für sein Klimaeinsatz. Der Klimanator. Er war natürlich auch auf den Klimagipfel in Bonn.

  19. ja klar, gehört auch dazu -- sexuelle Übergriffe

  20. Ein Artikel den ich gerne gelesen habe. Danke für die Mühe, die Sie gemacht haben, um das alles zusammenzutragen.

    MfG Banyo

  21. „Denn wer nichts weiß, muss alles glauben. Im Glauben liegt jedenfalls wenig Wissen, aber viel ideologisches Handeln.“
    Sehr richtig.
    Erneuerbar ist nur die Dummheit -- einfach nichts lernen.

  22. Man sollte nicht alles glauben.

  23. Hatte ich ganz übersehen:

    Denn wer nichts weiß, muss alles glauben. Im Glauben liegt jedenfalls wenig Wissen, aber viel ideologisches Handeln.

    So richtig ich die Betrachtungen, auch das im Kontext gemeinte unterstütze, so ist doch isoliert betrachtet die Sätze alles andere als zutreffend.

    Richtig dagegen die Betrachtung des Sokrates: Ich weiß, dass ich nicht weiß. Aus dem Nichtwissen folgt rein gar nichts, außer, dass man eben keineswegs die Sicherheit zu irgendwelchen Behauptungen hat. Man muss nichts glauben und kann, ja muss an allem zweifeln, kann aber sich dafür entscheiden, alles mögliche für wahr zu halten -- jedoch stets unter Glaubensvorbehalt. Meist verbindet sch damit das Zutrauen in ein Urteil über einen Sachverhalt, der mehr oder minder gut begründet ist.

    Aus der Erkenntnis des Nichtwissens ist der Zweifel allerdings stets berechtigt, gar zwingend verpflichtend. Steinmeier bleiben keine Zweifel. Entweder hält er sich für hinreichend wissend und meint darum auf Glauben eben nicht angewiesen zu sein, oder er hat grundlegende Prinzipien der Logik und der Erkenntnistheorie nicht verstanden.

  24. Ich schätze EIKE nach wie vor wegen des rührigen Vorhabens, die herrschende ideologische Verblendung durch Aufklärung zu bekämpfen. Leider schießen se allzu oft über das Ziel hinaus. So auch im aktuellen Artikel

    Die Rede unseres Bundes­präsidenten, F. W. Steinmeier auf COP23 über den Klima­wandel war (k)eine investi­gative Stern­stunde

    Was Arrhenius nicht wissen konnte: Die Infrarot-Absorption von Kohlendioxid ist bei der gegenwärtigen Konzentration von 400 ppmv bereits weitestgehend gesättigt: Auf den schmalen Bändern seines Absorptionsspektrums hält das CO2 bereits etwa 97% der infraroten Strahlung zurück. Eine Verdoppelung der atmosphärischen Konzentration auf 800 ppmv würde 98,5% zurückhalten – ein Unterschied von gerade einmal 1,5% – die Klimasensitivität von Kohlendioxid ist also praktisch gleich Null.

    Dieses Argument habe ich früher selbst verwendet, weil mir das nötige Verständnis in die Zusammenhänge fehlte. Für einen Laien wäre das auch durchaus verkraftbar, aber der Verfasser sollte mittlerweile mit der Physik vertrauter sein. Die grobe Kalkulation, dass der Brutto-Effekt der CO2 Verdopplung etwa 1 Grad ausmacht, ist gut belastbar und entspricht den Messungen. Dies zu bestreiten setzt die Zuhörer in den Modus der Ignoranz und Unglaubwürdigkeit. Zudem völlig unnötig. Denn auch wenn man die Physik zu Kenntnis nimmt, so folgt daraus keineswegs, dass es ein Klimakatastrophe gibt.

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