Klimakonferenz in Doha: Außer Spesen nichts gewesen

26. November 2012 | Von | Kategorie: Blog

 

Steffen Hentrich im Blog des Liberalen Instituts der Friedrich Naumann Stiftung:

Während der heute in Doha beginnenden UN-Klimakonferenz wird es wieder um Rettungsversuche für das Kyoto-Protokoll nach 2013 und um ein Ringen um konkrete Verpflichtungen einzelner Staaten gehen, ihre Kohlendioxidemissionen zu reduzieren.  Das sind jedoch Ziele, die aufgrund der herrschenden Interessenkonstellationen von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Klimaschutz kostet viel, bringt jedoch für einzelne Länder, ja für ganze Regionen kaum spürbare Gewinne. Kein Wunder, dass die Klimaverhandlungen immer mehr zu Verschiebebahnhöfen von stattlichen Zahlungsversprechen zwischen den Industrieländern und dem Rest der Welt ausarten. Nur wenige Länder würden tatsächlich von einer globalen Klimapolitik profitieren und das nur dann, wenn sie zu Empfängern der von Klimaschutzinstrumenten ausgelösten Zahlungsströme werden.

Besonders große Erwartungen werden in Verpflichtungen der USA und China gesteckt. Doch gerade hier fallen Wunsch und Wirklichkeit besonders weit auseinander. Selbst wenn sich die USA doch noch zu eigenen Treibhausgasreduktionen durchringen ließe, würde das keine wirklich spürbaren Einflüsse auf die Klimaveränderungen haben. China hingegen profitierten in den letzten zwei Jahrzehnten enorm davon, dass energieintensive Herstellungsprozesse aus den Industrieländern in wachstumsstarke Schwellenländer verlagert wurden.

Hier weiterlesen.

 

Ähnliche Beiträge (Automatisch generiert):

Print Friendly

62 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Eine sehr gelungene Kommentierung auch hier im Dionner & Doria-Blog:

    Endlich wieder Welt-Klimagipfel!

    Eines ist heute schon klar, und offenbar will es auch niemand bezweifeln: Formell herauskommen wird nichts außer viel heißer Luft, die sich ja immer dort bildet, wo sich 20.000 bis 25.000 Experten, Regierungsvertreter, Journalisten und andere Beobachter treffen, zwangsläufig. Es ist schon eine ziemliche Unverfrorenheit und zeigt einmal mehr die Unbeweglichkeit der internationalen Klimamaschinerie und vor allem derer, die daran verdienen, dass solche Treffen mit Kosten in Höhe von bald einer halben Milliarde Dollar auch nach jahrzehntelanger nackter Erfolglosigkeit nie ernsthaft in Frage gestellt werden.

  2. Und weiter gehts auf Donner & Doria

    Klimagipfel in Doha: Was darf’s denn sein: Zwei Grad wärmer, vier, sechs oder acht Grad? Oder dass es überhaupt mal wieder wärmer wird?

    Im letzten Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC aus dem Jahr 2007 hieß es noch, die wahrscheinliche Erwärmung des Globus um zwei Grad Celsius bis zum Jahr 2100, ausgelöst durch den menschlichen Kohlendioxid-Ausstoß, werde katastrophale Konsequenzen nach sich ziehen: Dürre, Fluten, Hitzewellen, und ein Drittel aller Arten werden aussterben. So katastrophal sieht man die zwei Grad heute nicht mehr, denn die Klimakonferenzen seither haben gezeigt: Der CO2-Ausstoß wird erst mal absehbar deutlich weiter ansteigen, das Schreckensszenario mit den zwei Grad war offenbar nicht ausreichend. Die zwei Grad wandelten sich deshalb in den Szenarien einiger tonangebender Institute von der Katastrophe unversehens zum angestrebten Ziel, um den Katastrophen-Verbraucher bei Laune zu halten. Merke: Es ist immer nur fünf vor zwölf, nach zwölf gibt es nicht, egal was geschieht und wie schnell die Uhr läuft.

  3. Naja gut — dann sei auch mal der hilfreiche Artikel bei EIKE erwähnt, weil dort der länderspezifischen Stand der Klimadebatte aufgelistet wird, die Einsamkeit der EU-Position rekapituliert wird.

  4. Kommentar von ZETTEL zur Weltklimaparty von Doha:

    Zitat des Tages: „Ideologischer Überbau und gesamtgesellschaftlich-grünes Wohlwollen“. Gestern begann die Weltklimakonferenz in Katar. Deutsche Tragik

  5. Mal ’ne musikalische Einlage anlässlich der Klimakonferenz in Katar:

    Kilez More -- Klimawandel
    [@Rudolf ….ich hoffe, das klappt jetzt wieder mit dem „Videos einbetten”]

  6. Die diesjährige Klimazirkusveranstaltung ist an Dekadenz nicht mehr zu toppen, sie findet in einem Land statt, das den höchsten Pro-Kopf Energieverbrauch der Welt aufweist……..und dat Proleten-Kampfblatt…die BILD schmiert das dem geneigten Leser auch ganz toll aufs Frühstücksbrötchen….

    Klimagipfel in Doha Diese Schlittschuhbahn steht mitten in der Wüste

    Doha – Ist das die irrste Konferenz aller Zeiten?

    Beim 18. internationalen Klimagipfel treffen sich seit Montag 24 000 Regierungsvertreter und Experten aus 194 Ländern. Treffpunkt: ausgerechnet Katar, das Land mit dem weltweit höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Kohlendioxid!

    In dem Wüstenstaat (bis zu 44 Grad Hitze) wird Energie verschleudert: Benzin kostet nur 19 Cent/Liter, im Gestüt des Emirs hat jede Pferdebox eine eigene Klimaanlage – und in der „City Centre Shopping Mall“ in Doha gibt‘s sogar eine Schlittschuhbahn!

    Und: Bei der Fußball-WM 2022 soll die Luft im Stadion von 44 Grad Außentemperatur auf 27 Grad runtergekühlt werden………………..

    24.000 Menschen gönnen sich mal wat….nachdem se energieintensiv an den Tagungsort gekutscht worden sind, lassen se sich ein paar energieintensive Tage lang die Sonne auf den Pelz brennen……..um am Ende irgendwelche Mini-Fortschritte dem geneigten Pöbel als den Klimaschutz- Quantensprung (kleineste Bewegung) zu verkaufen.
    Obama hat wohl das Gesetz bestätigt, nach dem seine Fluggesellschaften keine CO2-Abgaben an die EU abführen dürfen, weltweit sind 1.200 neue Kohlekraftwerke geplant, die Schwellenländer wollen Wohlstand und scheren sich ein Dreck ums CO2…..und das Murksel hat bisher kein Wort über den neuerlichen Gipfel verlauten lassen.

    Ick weiß jetzt nicht ob es stimmt……angeblich soll der diesjährige Wanderzirkus eine halbe Milliarde Euro kosten……..wofür eigentlich?
    H.E.

  7. @Heinz

    irgendwelche Mini-Fortschritte

    Ähh … Fortschritte? Wie jetzt? Du meinst doch nicht etwa diese zu Papier gebrachten Erklärungen über den als „Fortschritt“ verkauften Stillstand bei der Durchsetzbarkeit fiktiver Notwendigkeiten? 😉

  8. Und da sind sie schon unterwegs, passend zur „Klima“-Konferenz in DOHA, die modellierenden Alarmisten des PIK in Sachen Meeresspiegels. Und alle, alle Pressefuzzies fallen wieder darauf herein: google news. Der sogar nachlassenden Meeresspiegelanstieg wird nicht nur beim Focus als „überraschend noch schnellerer“ Anstieg präsentiert:

    Der Meeresspiegel klettert derzeit um 60 Prozent schneller, als Wissenschaftler noch vor einigen Jahren berechnet hatten. Das geht aus einer Studie hervor, die ein Forscherteam um Professor Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in den „Environmental Research Letters“ des britischen Institute of Physics präsentiert. Satellitenmessungen haben demnach ergeben, dass der Meeresspiegel seit Beginn der 1990er-Jahre durchschnittlich nicht um 2, sondern um 3,2 Millimeter pro Jahr stieg.

    Ich lach mich kaputt !

  9. Diesen Spruch habe ich gerade in der »taz« gelesen: „Ideen“, schrieb Karl Marx, „blamieren sich stets vor Interessen“ Das passt aber auch auf Doha. 80 Kilometer entfernt von dem Ort, an dem sich momentan die Klimaratter versammelt haben, werden die wirklichen Weichen gestellt. In Ras Laffan ist die Pearl GTL und hier werden aus Erdgas syntetische flüssige Kraftstoffe hergestellt, die billiger und besser sind als als solche aus Erdöl.

  10. Ähem …. Nachtrag … für die stillen, vielleicht unsicheren Mitleser.

    Diese Masche des PIK, einen „noch schneller steigenden Meeresspiegel zu erfinden“, hat System und wird seit Jahren betrieben. Es gibt hier bei Science Skeptical (und nicht nur hier) diverse Artikel, die transparent machen, wie irreführend und äusserst fragwürdig — um nicht zu sagen: falsch — derartige Darstellungen der PIKaderos sind.

    Artikel zum (natürlichen) Meeresspiegelanstieg

  11. @C-O
    Ohh, doch so viel……dann ham wa ja bis 2100 gewaltige 28,8 cm Meeresspiegelanstieg…….Hilfe, die Menschheit säuft ab.

    Noch mal zu Doha……da stöber ich immer gerne bei den „Klimarettern“ um mir die tägliche Dosis „Lachgas“ zu holen.

    In Doha: „Enormes Potenzial“

    „Wir dürfen kein Zwei-Grad-Ziel verhandeln, bei zwei Grad globaler Temperaturerhöhung saufen wir ab“, erklärte der Verhandlungsführer der Pazifikinsel Nauru. Im Namen seiner 10.000 Einwohner forderte er, sich ganz neu zu orientieren und wieder zu einem ambitionierteren Ziel zu finden. „Vor allem die Industriestaaten müssen mehr tun!“….

    Boah eyh…….ein 10.000 Einwohnerstaat fordert…….mal zum Vergleich, China hat wegen den Bau des Dreischluchtenstaudamms mal so eben 1,3 Millionen Menschen umgesiedelt……
    Um wat es aber wirklich geht bei dieser so-gennaten Klimakonferrenz……Geld, Knete, Kohle, Penunsen……

    Die Anschubfinanzierung hatten die Industrieländer den Entwicklungs- und Schwellenländern 2009 in Kopenhagen zugesagt. Insgesamt 30 Milliarden Dollar sollten von 2010 bis 2012 fließen, um die jetzt schon spürbaren Folgen des Klimawandels abzumildern. „Die EU wird ihren Beitrag von 7,5 Milliarden Euro zwischen 2010 und 2012 leisten“, sagte Mesemeris, der sonst für das zyprische Umweltministerium arbeitet.

    Nicht nur das: In Doha soll auch eine Anschluss-Lösung gefunden werden. Bis zum Jahr 2020 soll die Summe, die vom Norden in den Süden transferiert wird, auf 100 Milliarden Dollar jährlich ansteigen. „Im ersten oder zweiten Quartal wird die EU einen Vorschlag vorlegen, wie durch eine Besteuerung des internationalen Schiffverkehrs diese Summe aktiviert werden kann“, kündigte Runge-Metzger an. Das immerhin könnte einen Beitrag dazu leisten.

    Weeßte, wenns nich so traurig wäre……würde ick jetzt ne Runde in den Keller gehen……Europa hat gerade die fetteste Finanzkrise am Hals, den Amis stehen die Finanzen selber schon Oberkante Unterlippe……Japan durchlebt gerade eine ganz finstere Zeit…….aber jährlich 100 Milliarden Euro durch die Gegen schieben wollen, wie bekloppt sind die eigentlich?
    Besteuerung der internationalen Schifffahrt……wo die EU-Beklopptokraten gerade mit ihrer Emissionszwangsabgabe im Luftverkehr auf die Nase gefallen sind….naja, im Hintergrund stehen dann die Leute, die sich von den 100 Mrd. ein fettes Provisionssümmchen abzweigen wollen.
    Jut……genug Lachgas rein gezogen.
    H.E.

  12. @Quentin
    GTL……da spuckt Gaggel ein paar interessante Links aus……besonders niedlich dieser hier:

    BtL-Biokraftstoffe profitieren von € 18 Mrd. Projekt Pearl GtL in Katar

    Große Technologiesprünge erfordern große Investitionen. Diese kann die Branche der Erneuerbaren Energien noch nicht in dem Umfang bewältigen, wie es die über Jahrzehnte etablierte fossile Energiewirtschaft kann. BtL ist neben Cellulose-Ethanol der aktuell vielversprechendste Biokraftstoff der 2. Generation. Die Herstellung von BtL ist innovativ und kompliziert. Die Bioenergie kann indirekt von den riesigen Investitionen profitieren, welche in innovative fossile Anlagenkonzepte getätigt werden. Ein gewaltiges Beispiel ist Pearl GtL von der Royal Dutch Shell und der Qatar Petroleum in Katar. Welche Schnittstellen zwischen BtL und GtL sind vorhanden und welche BtL-Projekte gibt es in Europa?
    Warum nicht von den Großen Lernen?…..

    Oder noch swchöner, weil es den deutschen Anlagenbau betrifft….

    Der größte Auftrag in der Geschichte der Luftzerlegung: Das GTL Projekt „Pearl“

    Einen der größten Aufträge in der Geschichte des Anlagenbaus hat Linde Engineering 2006 bekommen: Acht der weltweit größten Luftzerlegungsanlagen sollen schlüsselfertig errichtet und bis Ende 2010 an den Kunden Katar Shell GTL Ltd. übergeben werden. Linde setzte sich bei diesem Prestigeprojekt mit seinem technischen Konzept gegen die starke internationale Konkurrenz durch. …

    Linde Engineering stellt für dieses Großprojekt den enormen Sauerstoffbedarf von rund 860.000 Kubikmetern pro Stunde sicher. Der Auftrag in Katar ist damit der größte, der je für Luftzerlegungsanlagen ausgeschrieben wurde…..

    Ist schon putzig……die böse fossile Industrie macht die Entwickungsarbeit, damit die Bio-Fuzzis davon profitieren kann.
    Andererseits kann man wenigstens mal als Deutscher etwas stolz sein, das abseits des ganzen grünen Ökogeblubbers im Inland…..unsere Anlagenbauer im Ausland immer noch Spitzenprodukte hinstellen können.

    Danke für den Tip….dat GTL hatte ich nämlich noch nicht auf dem internen Energie-Radarschirm……wie peinlich für mich.
    MfG
    H.E.

  13. Passend zu diesen Artikel……hat sich ein anderer Liberaler zu Wort gemeldet…..Holger Kramer.

    Holger Krahmer: Beim Klimaschutz sind Insellösungen sinnlos

    Angesichts der kürzlich vorgestellten neuen Industriestrategie der EU-Kommission sagen sie, mehr Industrie und mehr Klimaschutz sei ein Widerspruch. Muss man das Eine dem Anderen vorziehen?

    Die Zielsetzungen sind ein Widerspruch. Man kann nicht CO2 mindern und gleichzeitig die industrielle Wertschöpfung ausbauen wollen. Das funktioniert nicht, denn für industrielle Wertschöpfung braucht man Energie. Und nur mit erneuerbaren Energien, die wir in Europa besonders stark vorantreiben, wird man eine Industrieproduktion nicht betreiben können, weil diese Energieform unzuverlässig und zu teuer ist. Es gibt einige EU-Länder, die auf die Nutzung der CO2-emissionsfreien Kernkraft verzichten wollen, gleichzeitig ein Problem mit dem Bau neuer fossiler Kraftwerke haben, viel auf die Karte der erneuerbaren Energien setzen und zugleich sagen, wir müssen an unsere Industrie denken. Das ist die Quadratur des Kreises – es funktioniert nicht.

    Dank an den Erstfinder, Benny Paiser von Achgut.
    H.E.

  14. #13 Heinz
    Das ist eine ganz gewichtige Feststellung, die Holger Krahmer da trifft. Und wie DRINGEND diese Erkenntnis der Bundespolitik fehlt, wird an der IRRSINNIGEN Absicht deutlich, der Industrie Prämien für die Nichtnutzung von Strom zahlen wollen. Statt die industrielle Wertschöpfung zu stärken, macht der Bund also das genaue Gegenteil -- er will Prämien zahlen, um die industrielle Wertschöpfung zu REDUZIEREN.

    Vgl. dazu dieses Posting zum Artikel „Zwangsbewirtschaftung und die Energiewende“. Da gehört übrigens Posting #13 eigentlich hin, lieber Heinz. Quentin würde es freuen.

  15. @ Heinz #11

    “Wir dürfen kein Zwei-Grad-Ziel verhandeln, bei zwei Grad globaler Temperaturerhöhung saufen wir ab”, erklärte der Verhandlungsführer der Pazifikinsel Nauru.

    Hilfreich ist hier wie immer ein Blick auf die Messwerte. Kein Anstieg seit 1974.

  16. #5 Tim Hardenberg

    Danke für den Link, jetzt hab ich einenOhwurm. Der Backing-Track ist absolut hypnotisch.

  17. @anorak

    ….hoffentlich nachhaltig. 🙂

  18. @Rudolf #15 & Onkel Heinz #11

    Das zeigt doch sehr deutlich, wie verzweifelt die Armada der Klimakreationisten und ihre Nachbeter bereits ist, dass sie – natürlich getreu dem bewährten Prinzip „wiederhole, wiederhole, wiederhole” – gebetsmühlenartig und unverändert die alten Lügenmärchen abspult….. obwohl sich das böse Weltklima weiterhin hartnäckig weigert, in der vom PIK errechneten Weise zu funktionieren.

    Klimaschutznetz-Udo, der sich natürlich nicht von der Realität täuschen lässt, weiß es genau:

    Projektionen zum Meeresspiegelanstieg könnten unterschätzt worden sein

    Erstellt am Mittwoch, 28. November 2012 10:50
    Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 28. November 2012 12:30
    Geschrieben von PIK / Udo Schuldt

    „Die globale Temperatur steigt weiterhin in der Geschwindigkeit, die in den letzten zwei Sachstandsberichten des IPCC prognostiziert wurde. Das zeigt erneut, dass die Erwärmung sich nicht verlangsamt hat oder hinter den Projektionen zurückbleibt“, sagt Rahmstorf……

    ….Die Analyse der Daten zum Meeresspiegelanstieg ergab dagegen ein anderes Bild. Wie die neue Studie zeigt, steigen die Ozeane 60 Prozent schneller als nach der mittleren Prognose des Weltklimarats in seinen beiden letzten Sachstandsberichten…..

    Im Unterschied zur Physik der globalen Erwärmung selbst ist der Meeresspiegelanstieg deutlich komplexer. Es ist wichtig immer wieder zu prüfen, wie gut frühere Prognosen mit dem seither beobachteten tatsächlichen Verlauf übereinstimmen, um künftige Projektionen zu verbessern“, sagt Rahmstorf.

    …..so so, die „Physik der globalen Erwärmung” ist also weniger komplex als der „Meeresspiegelanstieg”!

    Wobei der gute Herr Prof. Rahmstorf mit dem Begriff „Physik der globalen Erwärmung” dann wohl eher die Physik der Atmosphäre in ihrer vielfach rückgekoppelten Wechselwirkung mit den hochkomplexen nichtlinearen Systemen Hydrosphäre, Lithosphäre, Biosphäre und Kryosphäre meinen dürfte.

    Weniger komplex, äähmm ja,….. das sagt doch ’ne Menge aus über die Kompetenz von Herrn Rahmstorf.

  19. Lieber C-O
    Du wirst lachen, ick habe ne Weile überlegt, wo ich den Kommentar hinpappen soll………um letztendlich wieder mal meinen Bauch entscheiden zu lassen.
    Und der sagte mir…..Rudolf hat dat schöne Bild vom liberalen Institut eingestellt….da passt der zweite „Liberale“ auch ganz gut hin…..ohne hier irgend einen Autor benachteiligen zu wollen.
    Rein rechtlich gesehen, hätte ich dat bei Dir hier rein packen müssen…Emissionsabgabe Flugverkehr: Rückzugsgefechte der EU-Kommission ….weil der Aufhänger des Interviews ja der Rückzug der EU beim Emissionshandel für internationale aussereuropäische Fluggesellschaften war.

    Wie gesagt, in manchen Dingen tickt mein Logiksektor a bisserl anders als Eurer.*grins*
    H.E.

  20. achgut.com (Braun):

    Volks(um)erziehung statt Nachrichten

    …..Andere Tabuzonen versuchen nicht Regierung und Opposition zu errichten, sondern die journalistische Klasse selbst. Eine solche große Zone umfasst alles, was irgendwie unter „grünen“ Themen läuft wie Solar- und Windenergie, Gentechnik oder der Klimawandel, vor kurzem nach als „Klimakatastrophe“ behandelt. Jedes auffällige Wetterereignis wird gerne als Vorwand genommen, um die sündigen westlichen Menschen an ihre angebliche Schuld am Klimawandel zu erinnern. Abweichende Meinungen tausender Wissenschaftler werden verschwiegen. Dazu passend belegt aktuell die Schweizer Medienwoche die Nähe vieler medialer Meinungsmacher zur grünen Ideologie.

    Nachdem jahrelang das Ende jeglichen deutschen Winters verkündet wurde, nur noch Dürresommer und nasse Winter, ist nun die neue Variante der berufsmäßigen Apokalyptiker, das „Extremwetter“ nehme zu. Das passt immer halbwegs, wird ja auch jeder normale Regenfall inzwischen als Unwetter gemeldet und vermarktet. …..

  21. @Tim
    Das find ich noch besser:

    … verkauft uns ein sichtlich alarmierter Claus Kleber diese frühe Kälte alles Ernstes als Zeichen für eine größere Wärme (…). Und wie bei Orwell blieb diese Theorie unwidersprochen, andere Meinungen sind nicht vorgesehen: Kälte ist Wärme, Krieg ist Frieden, Unwissenheit ist Stärke.

    Jaja, langsam müsste es jeder halbwegs wache Geist gemerkt haben: die Realität in diesem Lande hat (in Kernbereichen) Orwells 1984 längst eingeholt. Nur läuft das nicht so monolithisch, wie in diesem Roman. Hier und da regt sich nämlich politischer Widerstand. Nicht nur bei einem Arnold Vaatz / Sächsische CDU.

    Hoffen lässt eine Alternative Energiekonferenz in Dresden am 1.12., die von der sächsischen FDP veranstaltet wird: „Zurück in die Steinzeit – Wie viel Energiewende verträgt Deutschland?“

    Unter der Überschrift „Fortschritssoffensive 2012“ gibt es dort erstaunliches zu lesen:

    Aus Sicht der FDP-Fraktion gibt es oft eine Diskrepanz zwischen der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung. Manche Stimmung im Lande scheint eine von angeblichen Meinungseliten erzeugte und im profanen Eigeninteresse liegende Stimmung zu sein.

    Mit der Konferenz wollen die Freidemokraten den allgemeinen Lobeshymnen zur sogenannten Energiewende eine Veranstaltung entgegensetzen, bei der Politiker, Wissenschaftler und Journalisten zu Wort kommen, die den deutschen Alleingang beim Atomausstieg und die hektisch betriebene Energiewende skeptisch sehen und vor den Folgen warnen.

    „Ich bin überrascht, wie sehr wir inzwischen eine Gleichförmigkeit des Denkens haben, wo ein Dogma nach dem anderen aufgestellt wird. Es muss doch erlaubt sein, zu fragen, was den Klimawandel tatsächlich antreibt und wie wir damit umgehen sollten“, erklärte der FDP-Europaabgeordnete Holger Krahmer zu Beginn der Alternativen Klimakonferenz. (…) „Selbst wenn wir ganz Deutschland von heute auf morgen komplett ‚abschalten’, würde man das global kaum merken“, betonte Krahmer.

    Nebenbei fallen mir da noch sächsische Wettersendungen (MDR) ein, die sich auch nicht so recht dem öffentlich-rechtlichen Klimaalarmismus einpassen wollten.

    Deshalb nur mal so gehässig nachdacht: Kann es sein, dass die Menschen in den neuen Bundesländer, welche die Erfahrungen der letzten Diktatur auf deutschem Boden noch in den Knochen haben, deshalb einen grösseren Widerstandswillen haben gegen die neo-sozialistische Widerauferstehung der Planwirtschaft, als die bequem schlafende Mehrheit der Alt-Bundesbürger?

    gefunden bei http://www.klimanotizen.de

  22. @C-O

    Kann es sein, dass die Menschen in den neuen Bundesländer, welche die Erfahrungen der letzten Diktatur auf deutschem Boden noch in den Knochen haben, deshalb einen grösseren Widerstandswillen haben gegen die neo-sozialistische Widerauferstehung der Planwirtschaft, als die bequem schlafende Mehrheit der Alt-Bundesbürger?

    ….zumindestens diejenigen, die damals die Augen aufgemacht und die Diktatur als eine solche begriffen haben.

    Maja Wiens gehört sicher nicht dazu.

  23. moin Männer und Mädels,

    ich habe hier mal als pdf
    was ganz gruseliges zum lesen eingestellt. Der eine oder andere wird das sicherlich schon bei EIKE, Stichwort: Klimakrieger, verfolgt haben. Das soll sich „investigativer Journalismus“ nennen. Mit Jornalismus hat das nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Das ist reine ideologisch motivierte Menschenverdummung. Zeitlich natürlich passend zur Warmistenkonferenz in Katar.

    karl.s

  24. @karl.seegert #23
    Danke für den Link! Interessant die durch und durch klischeehafte Darstellung auf dem Niveau eines Heftchenromans (oder der sozialistischen Erbauungsliteratur jeglicher Couleur).

    Ja, ja, die Konsens-Klimaforscher sind die reinen Engel, irgendwelche PR-Tricks fielen denen gar nicht ein, nicht wahr? Z.B. gerade eben (zitiert von hier):

    Hochsaison ist immer dann, wenn die jährliche Weltklimakonferenz Ende November tagt. Deshalb meldet Stefan Rahmstorf, führender Forscher am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt an die Agenturen: Seine neuesten Erkenntnisse hätten ergeben, dass der Spiegel um 60 Prozent schneller angestiegen sei als der Weltklimarat IPCC dies noch im seinem letzten Sachstandsbericht 2007 konstatiert habe. Nach Satellitenmessungen habe die Erhöhung seit 1990 im Jahresdurchschnitt 3,2 Millimeter betragen, und nicht nur zwei Millimeter wie vom IPPC angenommen. […]
    Wer schaut schon nach, was damals tatsächlich im Weltklimareport 2007 stand. Und vor allem, welcher Forscher damals was geschrieben hat. […]
    Zitat: “Satellitenmessungen zeigen für den Zeitraum 1993-2003 einen Anstieg um 3,1 mm/Jahr – berücksichtigt man die neuesten Daten bis 2006, sogar um 3,3 mm/Jahr.” Autor dieses Zitates: Stefan Rahmstorf. Erschienen in: UN-Weltklimareport (2007).

  25. @karl #23

    danke, Karl. Es reicht schon die Bildbotschaft in diesem Meisterwerk des investigativen Journalismus:

    Morano als Möchtegern-Napoleon….. Michael Mann als Klima-Dalai Lama….. und Fritz Vahrenholt als Graf Dracula.

    …..da ist lesen gar net mehr notwendig, um den Kübel zu füllen.

  26. achgut.com (Kulke):

    Datenflut hebt den Meeresspiegel

  27. @Karl #23
    Naja, Prof. Lüdecke hat ja bei Eike dieses Zeit-Pamphlet genügend zerpflückt. Wer den Begriff „Leugner“ verwendet, dem geht es um ideologischen Kampf, nicht aber um die Auseinandersetzung oder Darstellung des wissenschaftlichen Kenntnisstands.

  28. #23-27
    Auch hier noch eine interessante Analyse der journalistischen Qualität dieses Machwerks.

  29. Tschaa, die BildZEITung für Germanisten ist doch schon lange in weiten Teilen ein paseudointellektuelles Käseblättchen geworden.
    Vielleicht mal als Kontrast die alte Hagiographie Schellnhubers, als er noch davon träumte, als Vorsitzender des ‚Wächterrats‘ bzw als ‚Grosser Transformator‘ berufen zu sein?

    „Manchmal könnte ich schreien“

    Ja, Herr Schellnhuber, ich auch…

  30. Tritium,
    verrate mir bitte die Anzeichen dafür, dass seine Hoffnungen nicht wahr werden, ich sehe keine.

  31. Tja nun, der Artikel in der Zeit stimmt mich sehr optimistisch. Er zeigt, daß die skeptische Haltung auf der Gewinnerstraße ist. Doha wird ein übriges dazu beitragen. Erstens kaum Berichterstattung. Zweitens kaum Teilnehmer auf der Ebene Regierungschef/Präsident. Drittens kein Kyoto-Nachfolger. Und viertens: Wenn das „Zwei-Grad-Ziel“ fällt, wird viel mehr Menschen als bislang deutlich, wie übertrieben die apokalyptischen Warnungen waren. Und viel mehr Menschen werden dann (zu recht) annehmen, daß dies auch für alle künftigen Apokalypse-Phantasien gilt.

    Die Zeit-Journalisten haben Angst. Angst vor uns Skeptikern. Dies treibt den Artikel und ncht der Wunsch nach Aufklärung.

  32. #31

    Wenn das “Zwei-Grad-Ziel” fällt, wird viel mehr Menschen als bislang deutlich, wie übertrieben die apokalyptischen Warnungen waren. Und viel mehr Menschen werden dann (zu recht) annehmen, daß dies auch für alle künftigen Apokalypse-Phantasien gilt.

    Das mag zwar richtig sein, doch ist die Klima-Panik ja nur eine Facette des sich in Deutschland etablierenden neuen Wertesystems. Wenn dieses Thema verweht ist wie Waldsterben, Ozonloch, BSE, … vor ihm, dann kommt sicher wieder etwas anderes von ähnlicher Tragweite, das den konsolidierten Zeitgeist anspricht. Und dieser sieht nun einmal in weiten Kreisen so aus:

    Die ideale Gesellschaft des neuen Bürgertums ist eine gleichgeschaltete, hochmoralische Gemeinschaft: ökologisch, pazifistisch, sozial, nachhaltig, Gender gemainstreamed und gegen alle Risiken abgesichert. Im Grunde handelt es sich hier um eine besonders abstoßende Form der Schönen neuen Welt. Deren Idealbürger ernährt sich biologisch und fettarm, am besten vegetarisch, raucht nicht, trinkt nicht und fährt seine Kinder mit dem Radelanhänger in die staatliche Ganztagskita oder Einheitsschule, wo sie nicht dem sträflichen Individualismus elterlicher Erziehung ausgesetzt sind oder gar – horribile dictu – Mama beim Kochen und Putzen zusehen, sondern zu sozial konformen Mitbürgern herangezogen werden.

    Die Wahrheit ist: Das neue grüne Bürgertum ist kein Bürgertum, es ist das alte Kleinbürgertum, nur besser verdienend und im grünen Gewand: autoritär, etatistisch und regelungsverliebt.
    […]
    Das Kleinbürgertum, sowohl in seiner traditionellen als auch in seiner neuen grünen Ausprägung, eint eine Überzeugung: dass die eigenen Werte universell gültig sind. Wer sie nicht teilt, ist nicht einfach nur anderer Meinung, sondern verfolgt bösartige Motive. Dementsprechend legitim ist es, die eigenen Werte mit Nachdruck durchzusetzen, mit Regelungen, Verordnungen und Gesetzen. Wer sich dann immer noch als renitent erweist, den kann man zur Not auch diffamieren.

  33. #32. Fluminist

    ganz starker Artikel! unbedingt zu empfehlen.

    karl.s

  34. @Fluminist #32
    Zu empfehlen wäre da auch Die neurotische Nation, die den Zustand unserer Gesellschaft nicht über den „Zeitgeist“, sondern über die „Neurose“ beleuchtet.

  35. Alles in allem -- wier leben in einem Zeitalter des grünen, neo-kleinbürgerlichen Biedermeiers, also in einem Zeitalter totlitärer Restauration, (wie nach 1815) nach Jahrzehnten freiheitlichen Aufbegehrens (mit allen Nebenwirkungen):
    Schau, dort spaziert Herr Biedermeier und seine Frau, den Sohn am Arm; sein Tritt ist sachte wie auf Eier, sein Wahlspruch: Weder kalt noch warm (Ludwig Pfau)

  36. Der Kopp-Verlag und seine Internet-Seite gehören nicht unbedingt zu meinen Favoriten, doch was Oliver Janich dort über die aktuelle „Klimakonferenz“ schreibt, ist sehr unterhaltsam und für Kopp- Verhältnisse wenig VT-belastet.
    Teil 1

    Der Wahnsinn der Energiewende lässt sich in zwei einfachen, logischen Sätzen widerlegen. Je knapper eine Ressource ist, desto teurer ist sie. Jede Art der Energieerzeugung, die teurer ist als eine andere, verschwendet also mehr knappe Ressourcen.


    Teil 2

    Während sich die Hohepriester der Klimareligion in Doha zur Messe versammeln, sollten wir einmal einen Blick auf die enormen Erfolge werfen, die diese Kaste bereits erzielt hat. Im ersten Teil haben wir gelernt, dass die Energiewende sowohl unter ökologischen als auch aus ökonomischen Gründen unsinnig ist.

    Trotz recht ausdrucksstarker, emotional geprägten Wortwahl gut zu lesen.

  37. @Nordkap-Karl

    …..danke für den interessanten Lesetipp, obwohl es mir beim Thema „KOPP-Verlag” sonst ähnlich geht wie Dir.

    Ausgesprochen klar formulierter Beitrag von Oliver Janich! Ich denke, einer seiner Kernsätze ist dieser hier:

    Das Lamentieren darüber, dass die Energiewende zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht sei, führt in die Irre. Es handelt sich um Planwirtschaft. Natürlich sind bürokratische Planer immer schlecht und die Horrormeldungen sind ein Zeugnis davon. Gegen grundlegende ökonomische Gesetze kommt aber auch der beste Planer nicht an. Er kann etwas weniger verschwenden, wenn er gut plant, aber ganz vermeiden kann er es nicht. Die enormen Kosten dieser Planwirtschaft zahlt natürlich der Normalbürger.

    ….und das etwas sarkastische Fazit:

    Der Klimawahn führt zu einer ernsthaften Erkrankung des Gehirns, die das logische Denkvermögen aussetzt. Schilda ist kein Dorf, sondern ein Kontinent namens Europa. Der Rest der Welt ist längst aufgewacht, was der wahre Grund dafür ist, dass man sich auch in Doha wieder nicht auf verbindliche »Klimaziele« einigen wird, auch wenn es dort wirklich sehr heiß ist.

  38. #32 flumist

    besonders gefallen mir die kommentare 😀

    #34 c-o
    ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen soll. aber treffender kann man es nicht schreiben.
    wobei ich das neurotisch gegen bekloppt eintauschen würde..

  39. @Tim Hardenberg

    @Nordkap-Karl

    Ganz so hoch im Norden bin ich denn doch nicht, obwohl ich da schonmal war, völlig langweilig bis man die Dimensionen realisiert und mitbekommt das der Fischkutter ein Frachter ist und sich der Aussichtspunkt etwa 300m überm Nordatlantik befindet.
    Janich ist mir in vielen Dingen sympathisch, nur mag ich seinen Hang zu VT nicht, ist mir zu simpel gedacht.

  40. Herr Rannseyer,

    Janich ist mir in vielen Dingen sympathisch, nur mag ich seinen Hang zu VT nicht, ist mir zu simpel gedacht.

    woraus schließen Sie den Hang von Oliver Janich zu VT ? Er sagt:

    Es wird wie von mir prognostiziert behauptet, ich würde Verschwörungstheorien verbreiten, gar von einer “kommunistischen Weltverschwörung” ist die Rede. Leser meines Buch wissen, dass ich an keiner Stelle von einer kommunistischen Weltverschwörung rede. Daher hier noch einmal zum Mitschreiben: Es gibt keine kommunistische oder sonstige Weltverschwörung und ich behaupte das auch nicht. Im Gegenteil, ich beweise in meinem Buch logisch, dass es gar keine weltweiten Verschwörungen geben kann, aufgrund unterschiedlich verteilter Informationen (Informationsineffizienz ) und Interessen (Moral Hazard)
    Auf S. 212 schreibe ich unter der Überschrift “Verschwörungen und andere Kleinigkeiten”: “Ist es überhaupt möglich, dass eine weltweite, monolithische Verschwörung existiert? Um es gleich vorwegzunehmen: Nein. Um zu diesem Schluss zu kommen, müssen wir keine tonnenschwere Literatur zu dem Thema wälzen. Pure Logik reicht dazu aus. Dass Kennedy sagte, wir hätten es mit einer monolithischen, also einheitlichen Verschwörung zu tun, heißt nur, dass er diesen Eindruck besaß.” So, das heisst aber nicht, dass es nicht Gruppen gibt, die versuchen Macht an sich zu reissen. Das ist aber keine “Weltverschwörung” sondern eben der Versuch Machtziele zu erreichen. Es wäre ja lächerlich zu behaupten, dass es solche Gruppen nicht gibt. Es gab sie immer. Und wenn man beweisbare Machenschaften solcher Gruppen aufdeckt, wird immer das Wort “Verschwörungstheoretiker” als Hirntothammer (Originalzitat Lisa Fitz aus ihrer Kolumne zu meinem Buch) verwendet.
    .

  41. „woraus schließen Sie den Hang von Oliver Janich zu VT“

    Herr Rassbach, Oliver Janich sieht es ähnlich wie Peltzig. Einem Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen die Finanzmisere anzulasten weil einige der heute an den verschiedenen Trögen der Macht sitzenden mal Angestellte dieses Unternehmens waren, ohne deren andere Stellen die sie innehatten in Betracht zu ziehen, liegt Verschwörungstheoretisch korrekt, hat aber mit dem richtigen Leben nur Berührungspunkte gemein.

  42. achgut.com (Kulke):

    Wie sich Herr Rahmstorf den Journalismus wünscht

  43. #42. Tim Hardenberg

    moin Tim,

    ja, ja der Gutste. Hat das aber auch nicht so einfach unser Pikadero. Immer dieses aufmüpfige Pack, welches selber denkt und unangenehme Fragen stellt 😉 Hoch lebe der Meeresspiegel Herr Rahmstorf!

    karl.s

  44. #36. Karl Rannseyer

    Schlusswort aus Teil 2:

    Wenn Sie sich jetzt wundern sollten, warum ich so viele Kraftausdrücke in diesen beiden Artikeln verwende: Hier sitze ich, ich kann nicht mehr. Mir täglich so viel Unsinn anhören zu müssen und dabei selbst als »Klimaleugner«, Idiot oder »Verschwörungstheoretiker« hingestellt zu werden, weil ich mir noch nicht die Gehirnzellen weggesoffen habe, hat mich zu einem Therapiefall gemacht. Meine Therapie: Deppen als Deppen zu bezeichnen. Versuchen Sie es auch mal. Es befreit.

    moin Karlchen,

    besten Dank für den Link. Und manchmal braucht man halt eben auch ein paar Kraftausdrücke 😉 Es befreit wirklich.

    karl.s

  45. Herr Rannseyer,
    kann ich nicht folgen, zu unlogisch Ihr Vergleich für mich.

    Peltzig hat so wenig mit der österreichischen Schule der Ökonomie zu tun, wie Janich mit comedy.
    Janich sagt, das Problem liegt im Wirtschaftssystem und favorisiert die österreichische Schule.
    Peltzig macht comedy , nur mit Fakten, die er nicht bewertete, sondern nur mit seiner Technik darstellt. Und ich konnte darüber lachen.

  46. Herr Rassbach wenn Sie diesen Zusammenhang nicht verstehen, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Aber auch das ist in Ordnung.
    Im übrigen ist das inzwischen total am Thema vorbei.

  47. Interessanter Vortrag von Benny Peiser:

    Abstieg in die Zweite Liga? Die Krise der europäischen Klima- und Energiepolitik

    ….. Wenn es tatsächlich um Klimaschutz ginge, wenn das wirklich das eigentliche Anliegen wäre, wenn also die Parteien ein echtes Interesse am Klimaschutz hätten, dann könnte man in Europa von heute auf morgen das ganze Problem mit den CO2-Emissionen lösen – man bräuchte nur auf Erdgas zu setzen. Das geht ganz einfach. Zum einen gibt es weltweit genug Erdgas für 250 Jahre, zum zweiten wissen wir, dass der Preis für Erdgas demnächst fallen wird, weil überall auf der Welt unkonventionellen Vorkommen in riesigen Mengen entdeckt und benutzt werden. Und warum setzen wir nicht alle auf Erdgas? Ah, weil es Gazprom gibt und Russland. Es gibt also auch andere Probleme, z. B. dass wegen den erneuerbaren Energien in Deutschland niemand mehr Gaskraftwerke bauen will. Wenn es also wirklich nur um CO2-Emissionen ginge, könnte Europa das Problem einfach lösen, z. B. Schiefergas aus Amerika zu importieren. Es geht aber eben nicht in erster Linie um Klimaschutz. Es geht vielmehr um bestimmte ideologische Vorstellungen, wonach der sogenannte ökologische Umbau der Gesellschaft, die sogenannte Grüne Revolution, irgendwie die Zukunft Europas darstellt. Es geht also nicht um die Reduzierung von Emissionen, sondern um Industriepolitik, um verfehlte Industriepolitik, sonst könnte man sehr viel einfacher und sehr viel kosteneffizienter Klimapolitik betreiben….

  48. @Heller #31

    Die Zeit-Journalisten haben Angst. Angst vor uns Skeptikern. Dies treibt den Artikel und ncht der Wunsch nach Aufklärung.

    ….nicht nur die ZEIT-„Journalisten”……. auch die Klimarettungs-Freelancer fangen bereits wieder heftig an zu hyperventilieren, z.B. Klimakreationist Udo („Schuldt & Schwert der Klimarettung”), der das Pamphlet in der ZEIT für einen bemerkenswerten Artikel hält „über die Art und Weise, wie rechtskonservative Kreise den Zweifel am Klimawandel organisieren”….. und natürlich mal wieder sein eigenes Hasspamphlet verfasst hat, reichlich gewürzt mit dem üblichen EIKE-Bashing. Da dürfte ja wohl die Sarrazinierung von Fritz Vahrenholt, dem „Störenfritz des Klimafriedens” bald folgen.

    Wie Klimawissenschaftsleugner die Klimaskepsis organisieren

    Vor einigen Tagen erschien in der ZEIT ein bemerkenswerter Artikel über die Art und Weise wie rechtskonservative Kreise den Zweifel am Klimawandel organisieren. Mit Geldern aus dem fossil-industriellen Komplex versuchen PR-Strategen die Menschen zu manipulieren und ihnen einzureden, dass die Klimawissenschaftler eher nichts wissen und der Kimawandel entweder nicht existiert und wenn er doch existiert, dann auf jeden Fall nicht durch menschliche Aktivitäten verursacht wurde. In Deutschland versucht auch EIKE sich darin die Klimawissenschaften zu verunglimpfen. Unterstützung erhält EIKE vom Verband der chemischen Industrie, indem deren Hauptgeschäftsführer auf der EIKE Jahrestagung auftritt….

    …..Fazit: Wind- und Solarenergiehersteller würden profitieren, wenn Klimaschutz sich durchsetzt. Kohle, Öl und Gas zu den Verlieren gehören. Das sind die Fronten. Es ist bekannt geworden, dass viele Leugner von Teilen des fossil-industriellen Komplexes finanziert wurden. Auch die Kohle- und Chemie- Industrie hat ein Interesse an der Verschleierung. Wissenschaftsleugner sind vor allem Meister in der Manipulation. Wenn sie sonst keine Ahnung haben, aber das können sie wirklich gut. Die besten Annäherungen an die Wahrheit haben aber die Klimawissenschaften. Die Leugner wollen vor allem verhindern, dass diese Erkenntnisse zu Allgemeinwissen werden.

    ….und so bahnt sich die Wahrheit eben unaufhaltsam – wie ein Furz – den Weg ins Freie….. dank unserem Udo!

  49. Tim Hardenberg schrieb am 3. Dezember 2012 19:33

    @Heller #31

    Die Zeit-Journalisten haben Angst. Angst vor uns Skeptikern. Dies treibt den Artikel und ncht der Wunsch nach Aufklärung.

    ….nicht nur die ZEIT-„Journalisten”……. reichlich gewürzt mit dem üblichen EIKE-Bashing.

    Naja, wenn sich sogar Fred Singer von Seiten wie Eike zu dem Begriff Leugner (Denier) hinreissen läßt, könnte man ja mit der ZEIT etwas nachsichtig sein. Ich habe es echt bedauert, dass die Journalistin nicht besser recherchiert hat. Dann hätte sie vielleicht mal Herrn Lüdecke fragen können, wie der seine Mitarbeit bei Eike mit dem aus seiner Sicht falschen Kram vereinbaren kann, den die auf ihrer Webseite immer veröffentlichen …

  50. Dann hätte sie vielleicht mal Herrn Lüdecke fragen können, wie der seine Mitarbeit bei Eike mit dem aus seiner Sicht falschen Kram vereinbaren kann, den die auf ihrer Webseite immer veröffentlichen …

    das hätte mich auch interessiert.

  51. Lieber Herr Müller #49,

    Herr Lüdecke bezeichnet das ja als „Komik der Physik“, Herr Limburg „Denkschule“.
    Die haben bei EIKE eben ihren Weg gefunden damit umzugehen. Gibt es doch auf jeder DPG-Tagung.

    Ich finde es zwar nicht gut aber EIKE sieht sich eben auch als Plattform für diese Art „Philosophen“. Und es hat ja auch seine Berechtigung. Der Mensch lernt ja auch aus Denkfehlern.

    Dass deren „ad hominem“ Ausfälle geduldet werden ist ärgerlich und bringt EIKE für mich in Misskredit.
    Schade, da ich eine Plattform für Nicht-Mainstream wichtig finde.

    Interessant ist allerdings wie die richtige Darstellung der Physik der Atmosphäre durch Bäcker oder Ebel von einigen EIKE Stammlesern ignoriert wird, nur weil die Beiden eine andere politische Meinung haben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Heß

  52. …Die Zeit-Journalisten haben Angst…

    Ohne nun streiten zu wollen, fürchte ich eher, dass hier die tatsächlich gefühlte Empörung einer gläubigen Adeptin über ‚Ketzer‘ zum Ausdruck kommt, welche aus völlig unverständlichen Gründen noch immer nicht den Weg zum Heil gefunden haben -- Woraus sich zwingend ergibt, dass der Teufel die Hand im Spiel haben muss, denn ein Mensch allein kann ja nicht so unverständig sein.

    Man muss scharf unterscheiden zwischen Menschen, die rational denken und daher jederzeit bereit sind, ihren Standpunkt aufgrund neuer Erkenntnisse zu revidieren und Gläubigen, die eine starke emotionale Bindung zu einem Dogma entwickelt haben.
    Letztere lassen sich durch rationale Argumente einfach nicht mehr erreichen, das prallt an ihnen ab und wird allenfalls als teuflische ‚Versuchung‘ interpretiert, der man zu widerstehen hat um den Wert des eigene Glaubens zu beweisen.
    Diese mentale Blockade kann ohne weiteres so stark ausgeprägt sein dass das autistische ‚Festhalten am Glauben‘ sogar den Selbsterhaltungstrieb überwiegt, wie unzählige ‚Märtyrer‘ beweisen (Womit ich aber keineswegs sagen will, dass alle ‚Märtyrer‘ nur Irre seien; es kann sehr wohl auch rationale Gründe zur Selbstaufopferung geben).

  53. Vielleicht ein notwendiger Nachtrag:
    Man sollte sich meiner Ansicht nach sehr davor hüten, den Gegnern unlautere Motive zu unterstellen.(Was leider bei den Gegnern selbst meist so zuverlässig fuktioniert wie ein Pawlow’scher Reflex).
    Natürlich gibt es unter ihnen Lohnschreiberlinge und Zyniker. Aber die Mehrzahl ist sicherlich der ehrlichen Überzeugung, dass ihre Haltung gut und richtig ist.

    Frau Merkel ist ein gutes Beispiel, sie wird von allen Seiten aufs Korn genommen und mal als Büttel der Kapitalisten, mal als skrupellose, machtgeile Opportunistin diffamiert.
    Mag sein. Ich glaube aber nichts davon trifft es wirklich.
    Sie ist in einem System aufgewachsen, in dem zwar viel vom Volk die Rede war, aber das Volk hatte nichts zu sagen, die Kluft zwischen dem abgeschotteten Politbüro und den Leuten auf der Strasse war unüberwindlich, die Entscheidungsträger stur wie Panzer.
    Merkels gefühlte Prinzipienlosigkeit, heute Hüh und morgen Hott, erst Laufzeitverlängerung, dann panische Schnellabschaltung, kann durchaus auch als ‚Volksnähe‘ interpretiert werden, weil sie diese Sturheit der DDR-Entscheidungsträger empörte und sie sich schwor, das einmal besser zu machen, falls sie selbst die Zügel in die Hand bekommt. Ihr Motiv wäre dann der Wille, eine echte ‚Volkskanzlerin‘ zu sein, die der Meinung und der Stimmung des demokratischen Souveräns Gehör schenkt und ihr Handeln danach ausrichtet. Und das wäre zwar zumindest wegen der wetterfahnenartigen Heftigkeit ihrer Kurswechsel politisch fragwürdig (Ich glaube nicht, dass das ‚Schweizer Modell‘ ein wirklich gutes Vorbild ist) aber dennoch moralisch höchst ehrenhaft und ‚demokratisch‘.

  54. @ 51 Herr Heß,

    Interessant ist allerdings wie die richtige Darstellung der Physik der Atmosphäre durch Bäcker oder Ebel von einigen EIKE Stammlesern ignoriert wird, nur weil die Beiden eine andere politische Meinung haben.

    Im allgemeinen bin ich ja mit Ihnen, aber diesen Satz kann ich persönlich so nicht stehen lassen:
    Es gibt offensichtlich doch Unterschiede in den Auffassungen zur Thermodynamik bei Physikern im Vergleich zu Chemikern: z.Bsp. Zentralbegriff System und seine Grenzen oder die Bedeutung des Strahlung im Vergleich zu anderen Energiearten.
    Ich möchte das hier aber nicht weiter ausdiskutieren weil das 1. o.T ist und 2. Kritiken zu EIKE eigentlich nicht hierher gehören.
    Eine Frage habe ich trotzdem noch:
    Ist Bäcker -- der war ja auch mal hier -- eine Person oder ein Team?
    JH

  55. Nun war ich schon mal fleißig und habe 3! Beiträge geschrieben . Der hierzu ist nun weg!
    JH

  56. Hier mal relativ frisch,

    A new analysis of data from dedicated satellites shows that one of the main factors predicted to drive rising sea levels in future has been seriously overestimated, with major implications for climate talks currently underway in Doha. …
    … While overall ice loss on Greenland consistently increased between 2003 and 2010, Harig and Simons found that it was in fact very patchy from region to region.

    In addition, the enhanced detail of where and how much ice melted allowed the researchers to estimate that the annual acceleration in ice loss is much lower than previous research has suggested, roughly increasing by 8 billion tons every year. Previous estimates were as high as 30 billion tons more per year.

  57. OHA!

    Jetzt hab‘ ich meinen Augen nicht getraut!
    Da sehe ich doch, in einer der grössten Zeitungen Deutschlands, auf Platz 1 folgende Schlagzeile:

    Lasst es endlich sein mit den Klimaschutzzielen!
    Doha steht für Rückschritt und Stagnation in der internationalen Klimaschutzpolitik, wenn nicht für ihr völliges Scheitern….
    Doha produzierte nichts als heiße Luft…

    Man sollte sich das heutige Datum merken. Vielleicht ist es der Tag, der das Ende des Anfangs markiert.
    Ich habe mir das von Winston Churchill geliehen:
    Now this is not the end. It is not even the beginning of the end. but it is, perhaps, the end of the beginning.

  58. @Tritium
    Altmeier leitet ja die Gruppe die mehr unserer Steuergelder für die Entwicklungsländer locker machen soll. Im Grunde wird erwartet, dass die Bundesrepublik den Erfolg der Klimakonferenz kauft und bezahlt. Backschisch Mentalität eben.
    Darum geht es in Doha, um mehr Kohle unter dem Deckmantel weniger „Carbon“.
    Grüße
    Günter Heß

  59. Spiegel Online, man höre und Staune, die Haubitze der Klimawandelkirche in Deutschland kommt mit einem Artikel daher, welcher ebenso gut hier erscheinen hätte können.

    Forscher fordern Ende der Weltklimagipfel


    Angesichts von 20 Jahren erfolgloser Klimakonferenzen bleibt womöglich nichts anderes übrig, als sich an die wärmere Umwelt anzupassen.

  60. @ Karl #59

    Damit hört aber die Bevormundung und der Zukunftspessimismus nicht auf. Der gesamte theoretische Konstrukt, grob Nachhaltikeitspostulat genannt, bleibt bestehen.

  61. @Karl #59

    …..dat is ’ne alte Regel:
    „Wenn du eine Idee nicht erfolgreich bekämpfen kannst, mach sie zu deiner eigenen”.

  62. achgut.com (Kulke):

    Die Südseeinseln werden größer

Schreibe einen Kommentar