Klimaschutz und steigende Strompreise als Sargnagel für die deutsche Stahlproduktion

29. Januar 2016 | Von | Kategorie: Blog

StahlwerkDie Auftragsbücher sind voll, aber die deutschen Stahlwerke schreiben immer öfter Verluste. Die Ursachen dafür sind eine Subvention der Stahlindustrie in China und zusätzliche Kosten durch Klimaschutz und steigende Strompreise in Deutschland.

Das Bremer Stahlwerk von ArcelorMittal ist in eine schwierige wirtschaftliche Situation geraten. Das hat die Unternehmensleitung gerade mitgeteilt. Der Betriebsrat und der Vorstand von ArcelorMittal sind sich deshalb einig, dass es weitreichende Sparmaßnahmen geben muss.

Prof. Rudolf Hickel sieht als Wirtschafts-Experte Klimaschutzauflagen und steigende Strompreise in Deutschland dafür mit verantwortlich. (Video ab 3:45 min).

Die Klimaschützer können sich freuen, denn ArcelorMittal verursacht in Bremen doppelt so hohe Pro-Kopf-CO2-Emissionen wie in anderen Städten.

Bremen-CO2-Emissionen

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12 Kommentare
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  1. China wird sich irgendwann selbst erledigen, die können das ja nicht ewig finanzieren.

  2. Hallo eeeee (??),
    doch vorher wird sich wohl ArcelorMittal oder gar Deutschland erledigen. Denn billiger wird der Strom mit EEG wohl nicht mehr.
    Zitat n-tv: „China plant einen massiven Ausbau der Kernenergie. Nach dem neuen Fünf- Jahres-Plan sollen bis 2030 rund 110 Atomkraftwerke im Betrieb sein, berichtete die Tageszeitung „China Daily“ und berief sich auf die Power Construction Corporation of China.“
    Chris

  3. China wird sich irgendwann selbst erledigen, die können das ja nicht ewig finanzieren.

    Im Prinzip wie Deutschland mit der Energiewende.
    Der Unterschied ist: China stellt 5-Jahres-Pläne auf um die Wirtschaft stärken, wir haben 4-Jahres-Pläne, die die Wiederwahl sichern sollen und ansonsten jegliches Konzept vermissen lassen, was bis jetzt erstaunlicherweise blendend funktioniert hat.

    Wenn die Schwerindustrie dann aus Deutschland verschwunden und in China wieder aufgebaut worden ist und die Klima-Spinner hier die Sektkorken knallen lassen, wird das CO2 eben in Asien produziert, anstatt in Deutschland. Aber das beeinflusst ja dann deren Weltklima, nicht unseres. Das sollte den Verlust an BIP & Know How doch locker auffangen.

    Mit gutem Beispiel voran die Klippe runter.

  4. Langsam frage ich, soll ich jetzt auch an Haarp, und Chemtrails glauben?
    Das drängt sich mir förmlich auf. So blöd kann doch ein Volk in diesem überschaubar, kurzem Zeitraum nicht geworden sein. Was sind schon gut 100 Jahre? Die „Altforderen“ berichteten was zwischen Jahrhundertwende und 14 ablief, ich meine 1914. Was zwischen 14 – 18 ablief dürfte hinlänglich bekannt sein. Was danach, bis zum 1000 jährigen Reich kam auch. Dieses dürfte dürfte jedem bekannt sein. Diese letzte Reich endete jäh, mit fatalen Hinterlassenschaften.
    Diese Hinterlassenschaften haut mir man heute noch fast täglich um die Ohren, danke liebe Blöd-Presse. Meine Mutter wurde um ihre ganze Mitgift damals geprellt, hätte zu Haus und Hof gereicht. Danke auch an die Alliierten. Ich kam nach dem Krieg zur Welt, und war aufmerksamer Zuhörer, ich sah auch noch die Trümmerhaufen. Auch arbeitete ich noch für sie, mehr oder weniger freiwillig.
    Ich, ja ich habe diese Nation „BRD GmbH“ mit aufgebaut. Das ist, und bleibt Tatsache! Dafür lasse ich mir von so irgendwo dahergeschwommenen, grünen Linkswichsern nicht die „Nazikeule“ zeigen. Ist das klar, ihr Vollpfosten? Ihr 68 Verschnitt, die erst in den 80ern, irgendwie geschmiert in Funktionen gekommen seid der letzte Abschaum; Die am lautesten schreienden findet man immer wieder in der Statistik. Als Steinewerfer, Rockermatratzen, usw. usw. wer suchet der findet!
    Heute folge ich den Spuren eures Geldes, macht Arbeit aber lohnt sich. Vor allen Dingen ist es aufschlussreich.
    Das Schmiermittel der Destruktion ist bekannt. Was die „Transatlantiker“ damals nicht schaffen konnten, denn der Feind saß ja noch im Osten, wird heute konsequent , der Feind ist ja weggefallen. Jetzt vernichten wir Europa. Vor allem dem Motor Europas,.. Deutschland.
    Es geht um Macht einiger wenigen, gegen Milliarden von Menschen die nur „Leben“ wollen. Das sollte zu Denken geben.
    Das hinterherweinen bei pleitegehenden Unternehmen nützt nichts mehr, die haben selbst zu lange geschlafen, die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir betroffenen müssen zu tausenden auf die Straße was anderes hilft nicht mehr.
    Warum machen wir das nicht?, das GG ermächtigt uns da sogar zu Gewalt. Wollen wir warten bis uns dieser Weg auch noch per „Gesetz“ genommen wird?

    Da komme ich zur ersten Zeile zurück. Muss man langsam an Verschwörungstheorien glauben?
    Wie konnte das Volk der, international anerkannten „Dichter und Denker“ so verblöden?

    Bin zwar nicht auf den Punkt eingegangen, aber dürfte den Punkt vieler Beiträge treffen.

    Evtl. hauen mir Dielen, Körnerfresser, oder Seepferde gleich was um die Ohren. Scheiß drauf.
    Heinz wird mich vermtl. Nicht löschen.

  5. Hallo,
    mein Interview erweckt den Eindruck, ich würde die Umweltschädigungen durch die Stahlproduktion in Deutschland leugnen. Das ist nicht der Fall. Leider ist in dem kurzen Interview der mir wichtige Aspekt nicht unterzubringen gewesen: Deutschland verfügt ökologisch auch durch eine massive Umweltpolitik über die besten Stahlwerke der Welt. Im Gegensatz dazu gehören die Stahlunternehmen in China zu den größten Dreckschleudern. Da Stahl auch für den Pfad erneuerbarer Energie gebraucht wird (etwa für Offshore-Windanlagen) präferiere ich ökonomisch und ökologisch die Produktion aus Deutschland und der EU,. Der Stahl aus China zu Dumpingpreisen killt die Umwelt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Rudolf Hickel

  6. @Rudolf Hickel

    Danke für Ihre Antwort Herr Hickel. Natürlich ist es richtig, dass in China nicht nur die Stahlproduktion, sondern im Allgemeinen die Industrie in China die Umwelt massiv verschmutzt und schädigt. Das liegt an den fehlenden Umweltauflagen. Ungeklärte Abwässer und keine Abgas-Filter, keine Entsorgung von Giftstoffen, etc..

    Das ist in Deutschland nicht so. Die Klimaschutzauflagen in Deutschland haben aber nichts mit Umweltschutz zu tun.

    Die Stahlherstellung verursacht weltweit fast 10% aller Treibhausgasemissionen. Ca. 3 GtCO2 von 37 GtCO2, oder umgerechnet ca. 1 GtC von 10 GtC pro Jahr.

    Und richtig, die Fundamente der WKA verschlingen Unmengen an Stahlbeton und bei Offshore-WKA die Tripoden Stahl. Die Betonherstellung verursacht ebenfalls weltweit fast 10% aller Treibhausgasemissionen. Ca. 3 GtCO2 von 37 GtCO2, oder umgerechnet ca. 1 GtC von 10 GtC pro Jahr.

    Ob das nun ökologisch sinnvoll ist, stelle ich in Frage. Der Ausbau der Windkraft verschlingt nicht nur Unmengen an Stahl und Beton und treibt die CO2-Emissionen dadurch weiter in die Höhe, sondern stellt auch aufgrund des immensen Flächenbedarfes und Ressourcenbedarfes einen massiven Einschnitt in die Umwelt dar.

    Gruß aus Bremen

    Michael Krüger

    PS: Zur Windkraft in Bremen

    http://www.science-skeptical.de/blog/der-irrsinn-mit-der-windkraft-nach-der-dunkeflaute-folgt-die-schattenschlagflaute-schallimmissionsflaute-und-eisschlagflaute/0015068/

  7. Die Stahlindustrie ist nur noch mit Subventionen im Grünen-Klima Deutschland zu halten. Die gesamte sog. Erneuerbare Energiebranche basiert auf einen EEG Subventionsgesetz. Die gesamte Kraftwerksflotte von Kohle, Gas und Kernkraft wird seit der politisch gewollten Energiewende mehr und mehr von staatlichen Subventionen noch am „wirtschaftlichen“ Überleben gehalten.
    Wo man im Grün-Sozialistischen Klima Deutschland hinschaut…..staatliche Subventionen wo das Auge hinreicht….Merkel hat zusammen mit den Grün-Sozialisten das DDR System nicht nur nach Deutschland impotiert sondern auch gleich der ganzen EU aufs Auge gedrückt.
    Wirtschaftliche Wertschöpfung = NULL. Da hilft auch kein Draghi EURO Drucker mehr….im Gegenteil. Der macht dies nur noch schlimmer wenn die marktwirtschafltichen Grundlagen in der Grün-Sozialistischen Klima EU komplett abhanden gekommen sind und nur noch durch Staatliche Subventionsprogramme (5 Jahres Plane) ersetzt worden sind.

  8. Moin Moin

    Viele Teile Kosten Geld wie Filter , Abgase oder Lärm -- Schutz was fast 70 % des Werks ausmacht.
    China wird später viel viel mehr Geld ausgeben müssen um die Schäden in Ihrem Land wieder zu beseitigen .
    Nun kommen wir aber zu Arcelormittal Bemen ….. so ein Werk zahlt andere Strompreise als der Deutsche Michel und die CO2 Zertifikate waren bis jetzt fast umsonst was jetzt weg fallen soll.

    Nun sitzt das Unternehmen Arcelor Mittal auf einem Riesen Schuldenberg und die Aktien haben Ramsch Niveau von damals 66€ auf fast 3€ und vielen neuen Anleihen .

    Wie jedes Unternehmen muss Arcelor diesen Riesen Schulden Berg Dank immer neuer Ankäufe von Minen und neuen Stahlwerken auf Pump mit erarbeiten und ganz ehrlich ….. das ist ne Menge wo die Summe von 35 Millionnen für das Werk Bremen wie ein Kindergeburtstag ausschaut .
    Jeder kann im Netz Googlen wie hoch Schulden und Abtrag sind und auch der Konzern Arcelor hat sein Hauptsitz in Luxenburg um geringe Steuern zu zahlen und spart statt in Deutschland seine 26 Prozent zu leisten.

  9. @Nulwen

    ArcelorMittal Bremen erzeugt zum Großteil seinen Strom selbst, mit eigenen Kraftwerk, Kraftwerk Mittelsbüren. Das Kraftwerk Mittelsbüren ist ein mit Gichtgas befeuertes Kraftwerk in Bremen. Betreiber ist swb Erzeugung AG & Co. KG. Das Gichtgas wird von den Hochöfen des angrenzenden Stahlwerks ArcelorMittal Bremen geliefert. Die elektrische Leistung beträgt 238 Megawatt.

    Aus eigen produzierten Strom soll zukünftig auch die EEG-Umlage anfallen. EEG2014.

    ArcelorMittal plant seit 2 Jahren den Neubau eines Kraftwerkes, dass auch zur CO2-Minderung beitragen soll und ebenfalls teuer wird. Zwei Kraftwerksblöcke mit einer Leistung von jeweils 90 Megawatt sollen ab 2017 aus den Hüttengasen Strom und Dampf erzeugen. Gegenüber dem derzeit für den gleichen Zweck genutzten Kraftwerksblock 4 der swb (Baujahr 1975) und den Dampfkesseln am Standort sollen bis zu 60.000 Tonnen CO2 pro Jahr weniger emittiert werden.

  10. Nachtrag zu #7
    Auch die Deutsche Autoindustrie macht sich von staatlichen Subventionen immer mehr abhängiger. Siehe Steuernachlässe oder andere staatliche Vergünstigungen, die ja nichts anderes als staatliche Subventionen darstellen, bei dem Thema E-Auto bzw. E-Mobilisation.
    Eine Autobranche die sich dem staatlichen Subventionstöpfen unterwirft und sich von diesen Abhängig machen lässt und dabei ihre eigene Marktwirtschafltiche Kompetenz = Benzin und Dieseltechnik verrät, ist zum Untergang verdammt.

  11. @Michael Krüger

    Dafür hat das Stahlwerk umgebaut und an Ihren beiden Konvertern einen Stellring verbaut damit das Gichtgas nicht mehr abgefackelt wird .
    Die Folge ist das weniger Hitze am Kessel entsteht und weniger Dampf produziert wird .

    Jeder Neubau nur mit Schulden bezahlt wird ,was dann wieder erwirtschaftet werden muss mit Zins und zinses Zins was das Produkt wieder teurer macht .

  12. @Nulwen

    damit das Gichtgas nicht mehr abgefackelt wird .

    Also aktuell wurde es noch abgefackelt. Gerade erst vor 2 Wochen gesehen. Leider habe ich meine Kamera zu spät gezückt. War nur eine kurze Stichflamme von wenigen 10 Sekunden.

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