Klimaschutzweltmeister Deutschland versagt beim Klimaschutz

18. Juni 2018 | Von | Kategorie: "Erneuerbare Energien", Blog, Daten, Energieerzeugung, Klimawandel, Ökologismus, Politik

Schulze-MerkelDeutschland sieht sich gern als Vorreiter beim Klimaschutz, doch in der Realität sieht das leider anders aus: Deutschland wird seine Klimaziele bis 2020 noch deutlicher verfehlen als bislang gedacht. „Die Annahmen, die da zugrunde liegen, sind leider nicht so wahrscheinlich“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ). Es sei überschätzt worden, was die bisherigen Maßnahmen bewirkten. „Sie reichen schlicht nicht.“

Das war vorhersehbar. Denn seit 2009 sinken die Treibhausgasemissionen in Deutschland nicht mehr. Science-Skeptical hatte bereits 2015 berichtet.

Die Gründe. Dank der Energiewende wird per EEG subventionierter Strom aus Sonne und Wind mit Vorrang und in immer größeren Mengen in die Netze gedrückt, ohne das die Stromnetze und Speicher dafür ausgebaut wurden. Teure Gaskraftwerke, die Sonne und Wind ersetzen könnten, wenn in der Nacht die Sonne nicht scheint und/ oder Flaute herrscht, wurden nicht gebaut, da sie gegenüber den staatlich geförderten Erneuerbaren Energien nicht rentabel sind. Daher laufen die Braunkohlekraftwerke, die kostengüstig Strom erzeugen, allerdings nicht ab- und aufgeregelt werden können durch, auch wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Die Folge: die deutschen Kohle-Stromexporte haben sich in den vergangenen fünf Jahren verzehnfacht.

Stromexporte

Deutschland ist Kohlestrom-Exportweltmeister! Das geht aus einem Gutachten für die Grünen-Bundestagsfraktion aus 2017 hervor. Österreich ist dabei der größte Kohlestromabnehmer aus Deutschland und importiert lieber kostengünstigen Kohlestrom aus Deutschland, als seine eigenen, „klimafreundlichen“, aber teuren Gaskraftwerke einzuschalten. Ähnlich sieht es in anderen Anrainerländern aus. Die CO2-Emissionen nehmen daher nicht nur in Deutschland, sondern europaweit nicht ab!

Ein weiterer Graund dafür, dass die Klimaschutzziele nicht erreicht werden ist, dass die Ausbauziele der Bundesregierung für Elektromobilität weit, weit verfehlt wurden. E-Autos sind auf deutschen Straßen weiterhin die Ausnahme und nicht die Regel. Der Grund: E-Mobilen mangelt es weiterhin an Reichweite und diese sind weiterhin in der Anschaffung viel zu teuer. Ein E-Mobil eignet sich allenfalls als Zweit-/ Stadtauto und das Ladestellennetz ist unzureichend und unkonfortabel. Die Leute wollen nicht ständig nach Ladestationen suchen und den Stecker in die Dose stecken, die dann vielleicht nicht mal passen, oder funktionieren.

Ebenfalls verfehlt hat die Bundesregierung ihre Energieeffizienzziele. Weder Stromverbrauch noch Energieverbrauch sind in Deutschland zurückgegangen.

energiekonzept

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Es könne „sogar noch schlimmer kommen“, sagte die Umweltministerin jetzt der SZ. Mittlerweile hätten viele andere Länder beim Klimaschutz aufgeholt. „Vorreiter waren wir mal, über viele Jahre“, sagte Schulze. „Aber wir sind zu lange stehen geblieben.“

Laut des Climate Action Network (CAN) liegt die Bundesrepublik beim Klimaschutz inzwischen nur noch auf Platz 8 der 28 EU-Länder. Der Verband wirft Deutschland vor, ehrgeizigere Ziele auf EU-Ebene zu bremsen. Die ambitioniertesten Klimaschützer in Europa sind der Rangliste zufolge Schweden vor Portugal und Frankreich.

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37 Kommentare
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  1. Schin seit 2008 hat es defacto keinerlei Änderung bei den deutschen CO2 Emissionen gegeben. Sie lagen in einem Korridor von 917 Mio t ± 2,3 %. Gekostet hat das mindestens 200 Mrd €, wenn man nur die EEG Umlage nimmt.
    Selbst wenn man nun die gesamte Wirtschaft auf „CO2 neutral“ umstellen könnte, unter Inkaufnahme von Massenarmut, Not und Elend, und die deutsche Emission auf Null absenkte, würde der deutsche Anteil an den weltweiten CO2 Emissionen, bzw. dessen Wegfall, nur eine Minderung der rein spekulativen Temperaturerhöhung für dass dieses Gas, ohne jeden Beweis verantwortlich gemacht wird, und gerechnet nach den völlig überhöhten IPCC Formeln- um 0,000653 ° C führen. Irgendwann in ferner unbekannter Zukunft.
    Einstein wird folgende Definition von Dummheit zugeschrieben: Immer wieder dasselbe zu versuchen und andere Ergebnisse erwarten.

  2. Wer sich so konsequent jeglichem Rat von Fachleuten bei „Klimaschutz“ und „Energiewende“ ideologisch widersetzt, braucht sich über die Ergebnisse nicht zu wundern. Die AfD hat als einzige Partei im Bundestag eine kritische Meinung zu diesen „Geschäftsmodellen“, die uns nur einer ökosozialistischen totalitären Diktat näher bringen. Als altes CDU-Mitglied schmmerzt es mich, wie mit unserem Volksvermögen entgegen geleisteten Amtseiden umgesprungen wird.

  3. Schon verwunderlich, dass Laien wie ich die Entwicklung Jahre vorher richtig erkannt haben, die „Experten“ und „Gutachter“ der Bundesregierung, des BMU und UBA aber nicht. Also ich würde die alle entlassen. Die behalten aber weiter ihre Jobs und kassieren 10.000 € im Monat für falsche Prognosen und Konzepte für ihre Lobby. Und die Presse in Deutschland sagt nichts dazu. Außer, wir müssen uns halt noch mehr anstrengen. Statt dessen geht man gegen Automobilhersteller, etc. vor, die nur kleine Fische sind.

  4. Auch die Agora-Initative verweist auf Faktoren, welche die hohen deutschen Stromexporte in besonderer Weise begünstigen:

    Die gestiegene Produktion aus Erneuerbaren Energien hat in Deutschland Kohlestrom verdrängt, der – angesichts der weiterhin niedrigen Börsenstrompreise in Deutschland – von ausländischen Abnehmern gekauft wurde. Da die Erneuerbaren Energien in der Merit-Order der Strombörse zuerst den Zuschlag erhalten und die anderen konventionellen Energien entweder sogenannte Must-Run-Anlagen sind (Gas-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen bzw. Müllkraftwerke) oder niedrigere Grenzkosten haben (Kernenergie, Braunkohle), stammt der aus Deutschland exportierte Strom fast immer aus Steinkohlekraftwerken. Damit bleibt die Produktion von CO2-intensivem Kohlestrom auch europaweit auf hohem Niveau, während die klimafreundlicheren Gaskapazitäten, über die sowohl Deutschland als auch Nachbarländern wie Niederlande oder Österreich verfügen, großteils ungenutzt bleiben und sogar wegen mangelnder Rentabilität von Stillegung bedroht sind.

  5. Man könnte meinen dass zumindest die Deutsche Fußball-Mannschaft versucht, die deutschen CO2-Emissionsziele bis 2020 zu erreichen. Stimmt aber nicht! Wenn die Mannschaft vorzeitig ausscheidet, entlastet dies die russischen CO2-Emissionen. Also, bitte keinen falschen Ehrgeiz!

  6. Auch immer lustig, die Ökologisten meinen man könne die Kohlekraftwerke einfach abschalten, da die eh nur exportieren und Geschäfte machen und die Netze für den EE-Strom blockieren. Merken aber nicht mal das es bei Dunkelflaute keinen Strom aus EE gibt und man dafür Ersatz braucht. Da regelbare Gaskraftwerke zu teuer sind, müssen halt die unflexiblen Kohlekraftwerke durchlaufen. Somit überfluten wir Europa mit billigen Kohlestrom und die Anrainer legen ihre eigenen, teureren, sauberen Kraftwerke still. Und nein, diede Entwicklung konnte man ja nicht erahnen. Schon gar nicht die Experten von Ökoinstitut und UBA.

  7. Der kommunistische Hintergrund der Öko-Bewegung lässt sich in “ Rote Lügen in grünem Gewand“ nachlesen. Denn Torsten Mann beschreibt dort einige alte strategische Ziele und nennt die „Erfinder“ der Ideen. Wenn man nur die Hälfte als Fakt nimmt, wird mir als CDU-ler schwarz vor Augen. Aber die Saat der Erfinder geht wohl auf und die freie Marktwirtschaft geht unter. Unter der Prämisse, „wie zerstöre ich unseren Sozialstaat, unseren Wohlstand und wie schaffe ich den Ökosaozillismus“, machen die Aktivitäten von Trittin, Merkel, Fischer und vieler anderen z.T alte Kommunisten (oder alle?) wesentlich mehr Sinn. Wem fühlen/fühlten sie sich verpflichtet? Dem Ökologismus oder dem Amtseid und dem Wohle des deutschen Volkes? ISBN-13:978-3-938516-91-1

  8. Wassermelonen, außen grün, innen rot.

  9. Frau Merkel will halt den Masterplan von Erich Honecker fortsetzen. Auch bei der Energiewende. Vorwärts immer rückwärts nimmer. Und heute in der Tagesschau wird rot getragen.

  10. #7 #8 #9

    Neinneinnein. An den Grünen und an der deutschen „Energiewende“ ist nichts, aber auch gar nichts links, sozialistisch, oder gar DDRisch, weder in Theorie noch Praxis.

    https://www.hdg.de/lemo/img_hd/bestand/objekte/geteiltesdeutschland/schwerindustrie_plakat_1992-10-580.jpg



  11. #10

    Der entscheidende Satz in dem Clip kommt aus ihrem eigenen Munde: „70 Prozent Opportunismus“. Das ist auch was sie heute macht, nur ist die Prozentzahl heute noch höher. Sie hat keine eigene Linie, sondern was sie bei allen politischen Themen macht ist: Sie wartet ab wie sich die verschiedenen Fronten positionieren und welche die Oberhand zu gewinnen scheint, um dann irgendwann zu verkünden dass das auch ihre Entscheidung sei. Sie vollzieht dadurch fast immer das was der mediale Mainstream der Bundesrepublik herbeischrei(b)t, so auch bei der „Energiewende“. Die Treiber müsst ihr also nicht in der DDR suchen, sondern in den westdeutsch sozialisierten selbsternannten „Eliten“, deren Helferin AM ist.

  12. #11

    Seht ihr da auch einen „Internal Server Error“? Keine Ahnung was da vorgeht, ich hab nur ein Youtube-Video verlinkt. Es ging auch mal kurz. Hier der Klartext-Link:

  13. @anorak

    Frau Merkel hält aber an ihrer Energiewende und der Flüchtlingspolitik fest. Da ist keine Kehrtwende in Sicht.

  14. Natürlich hält sie daran fest. Umfragen und die mediale Bestätigung geben ihr Recht. Außerdem sind es ihre Babys. Wenn die in Ungnade fallen, hat sie ein sehr ernstes Problem.

  15. Trump twittert jetzt auch gegen Merkel.

  16. @MK #14

    Frau Merkel hält aber an ihrer Energiewende und der Flüchtlingspolitik fest. Da ist keine Kehrtwende in Sicht.

    Sie würde davon in Windeseile abkehren, wenn z.B. die Presse eine Kehrtwende macht (und sie dann noch im Amt ist). Die macht alles mit was der gefühlte Medien-Mainstream verlangt.

    Die Frage ist, welche Gründe die Presse zu so einer Wende veranlassen könnten, und um das zu beantworten muss man fragen, welche Gründe sie zur derzeitigen Linie bringt. Die Antwort darauf hat in jedem Fall nichts mit Frau Merkel zu tun.

  17. Merkel legt noch einen drauf:

    Berlin (dpa) -- Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht heute vor Vertretern aus mehr als 30 Ländern über Klimaschutz. Den jährlichen «Petersberger Klimadialog» hat Merkel 2010 selbst ins Leben gerufen, um den internationalen Kampf gegen die Erderwärmung voranzubringen

    http://www.cellesche-zeitung.de/S5417890/Merkel-spricht-auf-Berliner-Klimaschutz-Konferenz

  18. PS

    Und es sollen wieder Milliarden an Länder gehen, die durch unsere Klimasünden unter den Folgen des Klimawandels angeblich besonders leiden.

  19. anorak2 bringt ja schöne Sachen in Nr.11 und Nr.13 über das Kernkraftwerk Lubmin

    So das Kernkraftwerk Lubmin hat ca. 134 TWh an Strom hergestellt seit Inbetriebnahme.
    Demontage wird ca. 6,6 Milliarden Euro kosten und den Rückbau bezahlen zu 100% die Steuerzahler.
    Nur dumm das mit der Demontage das Problem mit Strahlenden Rest noch nicht erledigt ist.

    6,6 Milliarden Euro / 134 TWh = 0,049 €/kWh sind ca. 5 Cent/kWh was nur der Rückbau kostet.

    Ach, wie günstig ist Strom aus einem AKW, der Rückbau ist ja nur eine Teilsumme, Baukosten gibt’s ja auch noch, Reparatur und Personalkosten auch noch u.s.w. während der Betriebszeit
    Das kWh aus heutigen Windkraftanlagen und PV Anlagen bekommt man bereits für unter 4 Cent/kWh ins Netz, mit EEG.

  20. @Stemmer, Lummerlandbewohner.
    Ein AKW ist mit Laufzeiten um die 60 Jahre ausgelegt…..produziert Strom, wenn er gebraucht wird….und mit dem Atommüll,…… qautsch mal mit den Grünen, die sogar die Wiederaufbereitung verhindert haben.
    Dein Müll….kann nix weiter als zufällig, meist zu ungünstigsten Zeiten irgendwie Strom erzeugen und ist spätestens nach 20-25 Jahren Schrott und Sondermüll.

    Kirchhof…..auswendig lernen, anschließend intellektuell begreifen und erst dann….mitlabern.
    Bis dahin, winke winke Du Öko-Noob.
    Energie-Ossi

  21. @US #20

    anorak2 bringt ja schöne Sachen in Nr.11 und Nr.13 über das Kernkraftwerk Lubmin

    Du hast nicht verstanden zu welchem Zweck ich das verlinkt habe. Ich wollte zeigen dass die DDR nicht „grün“ war, sondern Schwerindustrie und Atomkraft propagierte.

    Ach, wie günstig ist Strom aus einem AKW, der Rückbau ist ja nur eine Teilsumme, Baukosten gibt’s ja auch noch, Reparatur und Personalkosten auch noch u.s.w. während der Betriebszeit

    Wenn Ökos der Atomkraft die Kosten ihrer eigenen Anti-Atom-Politik vorwerfen, wird es absurd.

    Auch wenn ich keine deiner Zahlen glaube, so hast du doch Recht dass das die wichtigsten Kosten-Positionen jedes Kraftwerks sind (und auch jedes Windrads).

    Der Witz beim Atomkraftwerk ist, dass das sehr viel Bums drinsteckt, und es deshalb während seiner Lebenszeit sehr sehr viel Strom produziert und sich die Kosten deshalb auf sehr sehr viele Kilowattstunden verteilen, so dass die einzelne Kilowattstunde sehr billig wird. Das funktioniert natürlich nur, wenn man es auch lässt, und nicht aus ideologischen Gründen vorzeitig abschaltet. Dann fallen die Kosten pro kWh höher aus, aber der Grund dafür ist die unnötige Abschaltung.

  22. 21. Heinz Eng schreibt am 19. Juni 2018 20:51
    „Ein AKW ist mit Laufzeiten um die 60 Jahre ausgelegt…..produziert Strom“

    Herr Energie-Ossi,

    verraten Sie doch mal welches AKW die 60 Jahre geschafft hat ?
    Sind das nicht genau 0 Stück ?

    Ach und übrigens, Energie-Ossi,
    ich dachte immer das das nur ein Gerücht ist das die „Ossis“ nicht Betriebswirtschaftlich rechen können, nun hab ich die Gewissheit.
    Wenn jemand ein Geschäftsmodel macht das 60 Jahre braucht um zumindest die Ausgaben zu decken am Ende so ist das kein Geschäftsmodell.

    21. Heinz Eng schreibt am 19. Juni 2018 20:51
    „und mit dem Atommüll,…… qautsch mal mit den Grünen, die sogar die Wiederaufbereitung verhindert haben.“

    Das mit der Wiederaufbereitung hat sich doch ohnehin weltweit erledigt, da sprechen die Kosten dagegen.

    21. Heinz Eng schreibt am 19. Juni 2018 20:51
    „erzeugen und ist spätestens nach 20-25 Jahren Schrott und Sondermüll.“

    Energie-Ossi,
    das Kernkraftwerk Lubmin hat nicht mal die 20 Jahre geschafft, da stehen so ca. 16 Jahren auf den Betriebsstundenzähler, 19974 bis 1990.

    Muss da nochmal nachfragen, was ist denn an Monokristalline Solarzellen oder Polykristalline Solarzellen die ja zu 90% -- 95% verbaut werden, nochmal Sondermüll ?
    Das Aluminium vom Rahmen ?
    Die Glasscheibe der Abdeckung ?
    Die Zelle selber ? ist nicht Silizium nur gereinigter Sand ?
    Das Lötzinn und die Kupferkabel ?
    Der Kunststoff, Kunststoffe ?
    Das sind so ca. 99% der Materialien die in Monokristallinen oder auch in Polykristallinen Solarmodulen verbaut sind.

    Herr Energie-Ossi,
    Solarmodule können kostenlos bei den Wertstoffhöfen abgegeben werden (ElektroG2) so wie auch anderer Elektroschrott auch, ich denke nicht dass die Wertstoffhöfe kostenlos Sondermüll entgegen nehmen.

    ####

    22. anorak2 schreibt am 20. Juni 2018 02:36
    „Wenn Ökos der Atomkraft die Kosten ihrer eigenen Anti-Atom-Politik vorwerfen, wird es absurd.“

    Ach so ist das, die Atomkraftgegner haben die Kernkraftwerke gebaut und betrieben, wieder was dazugelernt.

    22. anorak2 schreibt am 20. Juni 2018 02:36
    „Auch wenn ich keine deiner Zahlen glaube, so hast du doch Recht dass das die wichtigsten Kosten-Positionen jedes Kraftwerks sind (und auch jedes Windrads).“

    Kurz mal nachgefragt, bei welchen Zahlen spreizen sich den Ihre grauen Zellen ?

    22. anorak2 schreibt am 20. Juni 2018 02:36
    „Der Witz beim Atomkraftwerk ist, dass das sehr viel Bums drinsteckt, und es deshalb während seiner Lebenszeit sehr sehr viel Strom produziert und sich die Kosten deshalb auf sehr sehr viele Kilowattstunden verteilen, so dass die einzelne Kilowattstunde sehr billig wird.“

    Der Witz beim Atomkraftwerk ist, dass das kWh Strom bereits ca. 5 Cent Abbruchkosten verursacht für den Steuerzahler und mit dem Abbruch ist die Baustelle AKW aber noch nicht erledigt, da arbeiten noch Generationen nach uns für den günstigen Strom aus dem AKW.

    22. anorak2 schreibt am 20. Juni 2018 02:36
    „Das funktioniert natürlich nur, wenn man es auch lässt, und nicht aus ideologischen Gründen vorzeitig abschaltet.“

    Na, dann betrachten wir mal ein altes Kernkraftwerk die wo auch die Zahlen veröffentlichen.
    Das Kernkraftwerk Leibstadt (Schweiz) ist seit 1986 in Betrieb.
    „Jahreskosten mit 6.43 Rp./kWh über dem Vorjahreswert von 6.22 Rp./kWh.“*
    Also das kWh zur Herstellung kostet in einem ca. 31 Jahre alten AKW immer noch ca. 5,5 €Cent/kWh (2017).
    Die niedrigsten Preise im EEG für PV-Strom sind bei ca. 3,86 Cent/kWh und selbst 4,5 Cent sind noch günstiger.

    *Jahresabschluss 2017 der Kernkraftwerk Leibstadt AG, vom 22.03.2018.
    https://www.kkl.ch/unternehmen/medien/news/jahresabschluss-2017-der-kernkraftwerk-leibstadt-ag.html

  23. Seltsam,in dem Artikel geht es doch um zu wenig Gaskraftwerke und zuviel Kohlekräfte.
    Hier geht es wieder um Kernkraft
    Weil die so super ist.
    Alles andere ist ja Hexenwerk
    In den 70zigern, da gab’s mal einen Landesfürsten, in Niedersachsen, Albrecht oder so, der hatte eine super Idee.
    Diesen völlig ungefährliche Atommüll kann man doch als Hausheizung benutzen.
    In Fässer verpackt, Kühlschleife darum und in den Keller.
    Das wärmt viele Jahrzehnte.
    Das wäre doch was für euch.
    Traut euch
    Oder habt doch Angst?
    Warum haben die Dinger eigentlich einen so hohen Schornstein?

  24. Ich frage mich immer, warum Herr Stemmer hier immer wieder empört aufschlägt, wenn die Energiewende und seine PV sowieso obsiegen. Glaubt er etwa selbst nicht daran und will deshalb allen Skeptikern den Gar ausmachen? Das wird es wohl sein

  25. Von Herrn Stemmer lebt dieser Blog.
    Ist halt blöd wenn Fakten gegen Meinungen gewinnen.
    Das müsst ihr aushalten.

  26. @US #23

    Ach so ist das, die Atomkraftgegner haben die Kernkraftwerke gebaut und betrieben, wieder was dazugelernt.

    Die Atomkraftgegner wollen die Nutzungsdauer verkürzen (= Kosten) und Abbruch (= Kosten). Und du hast genau diese Kosten in #20 den Kraftwerken „vorgeworfen“.

    Kurz mal nachgefragt, bei welchen Zahlen spreizen sich den Ihre grauen Zellen ?

    Bei allen, ich glaube dir nichts.

    Der Witz beim Atomkraftwerk ist, dass das kWh Strom bereits ca. 5 Cent Abbruchkosten verursacht

    Das Kernkraftwerk Brokdorf hat seit Inbetriebnahme 254299000000 kWh produziert (Quelle: Wikipedia). Du behauptest demnach, dass sein Abbruch zum jetzigen Zeitpunkt fast 13 Mrd EUR kosten würde.

  27. @Grabs

    Meinen Sie, dass damit das die Energiewende einen Erfolg nach dem anderen feiert, indem der Strom immer teurer und teurer wird und ein Klimaschutzziel nach dem anderen verfehlt wird?

  28. Das war eine Anschubfinanzierung. Davon kann man halten was man will.
    Das ist kein technisches sondern ein politisches Problem.
    Auch die Netzgebühren kann man hinterfragen.
    Die grundsätzliche Machbarkeit und Sinnhaftigkeit ist sicherlich gegeben.
    Der Strompreis ist politisch, nicht technisch.
    Sonne und Wind Kosten nichts.
    Wie in dem Artikel beklagt fehlen Gaskraftwerke.
    Man muss es halt wirklich wollen.

  29. Noch ein paar Bemerkungen in Richtung Betriebswirtschaftlicher Erbsen Zähler.
    Da war ein Arzt für Kinder Leukämie.
    Der hatte eine Karte
    Da steckte für jeden Fall eine Nadel drin
    An den Nadeln konnte man die Windfahne des AKW sehr gut sehen.
    Wer eine Technologie, die in der Lage ist, Landstiche von der Größe von Bundesländern für Jahrzehnte unbrauchbar machen hat keinerlei Verantwortungsbewusstsein.
    Gruß an die Erbsenzähler

  30. Ach ja,
    An der Asse sieht man das menschliche die reife für diese Technologie kleines falls gegeben ist

  31. An einem Stammtisch kann ein Dummschwätzer echt lustig sein. In einen Blog stören langatmtige Texte aus der Tüte des grün/schwarz/roten Propaganda-Materials nur. Solchen grünblinden ökoreligiösen „Gläubigen“ kann man rational nicht beikommen. Wer an „Jungfrauengeburt“ und ähnlichen Hombug glauben will, dem geht man am besten aus dem Weg. Eine Begegnung mit unsachlicher Auseinandersetzung ist vertane Zeit. In Bayerrn würde niemand mit einem grünschimmeligen Kalbshirn, noch versuchen ein feines „Hirnsupperl“ zu versuchen. Mit frischem Schweinehirn geht es auch, ob deshalb Bayern im Ländervergleich „sauschlau“ und einige notorische Rot/grün-Länder „saudumm“, d.h. weniger erfolgreich sind, das möchte ich so nicht entscheiden..

  32. @Grabs

    Uns droht also Leukämie und der Strahlentot? Sie haben doch bestimmt auch mitdemonstriert gegen AKWs und Endlager und Catsoren und Ergasförderung und Fracking? Und? Sind Sie jetzt auch erkrankt? Und von wievielen Leuten sprechen Sie, die dadurch angeblich erkrankt und gestorben sind? Durch Windkraft gab es mehr Tote in Deutschland, als durch AKWs.

  33. PS

    Ganz zu schweigen von den Toten durch Biogasanlagen. Und deren Brutreaktoren.

  34. die hypothetische Gefahr und ganz besonders die gefühlte Gefahr, ist wesentlich schlimmer als die reale Gefahr

  35. @Manfred Grabs

    Ich hatte das Lubmin-Video nicht als Plädoyer für (oder gegen) Atomkraft verlinkt, sondern als Beleg dafür welche Energiepolitik in der DDR gemacht wurde. Es ist ganz typisch, dass Ökos das mal wieder als Anlass zu einer Grundsatzdiskussion über ihr Lieblingsreizthema verstehen. So war es überhaupt nicht gemeint. Kann man vielleicht einfach Atomkraft mal so erwähnen, ohne dass Ökse deswegen im Dreieck springen? Ist das wohl möglich? Dankesehr.

  36. Hallo Anorak,
    Gerne entschuldige ich mich für diesen Ausflug.
    Atomkraft ist nicht wirklich mein Thema.
    Das die deutsche Energiepolitik daneben ist zeigt der Themen Artikel ja eindrucksvoll.
    Den kann ich voll und ganz unterschreiben.
    Aber vermutlich nicht in dem Sinne der meisten Teilnehmer hier.
    Gruß

    Herr Baumann
    Ja,da ist was dran.
    Lesen Sie mal das:
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Tschernobyl

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