Klimastreikenden Schülern ist Mathe-Abi zu schwer! Schüler starten Online-Petition!

6. Mai 2019 | Von | Kategorie: Blog, Daten, Klimawandel, Kurioses, Politik

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Hamburger Schüler haben nach der Mathematik-Abiturprüfung am letzten Freitag eine Online-Petition gestartet, die sich an die Behörde für Schule und Berufsbildung richtet. Darin heißt es, die Anforderungen seien nicht erfüllbar gewesen. Aktuell haben 3600 Menschen die Initiative auf der Plattform OpenPetition unterstützt.

In der Petition wird „eine sofortige Stellungnahme und eine gerechte Lösung“ gefordert. Kritisiert wird nicht nur, dass die Klausur zu schwer gewesen sei, auch seien die Aufgaben derart umfangreich gewesen, dass viele Schüler diese in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht komplett hätten bearbeiten können.

Auch niedersächsische Abiturienten üben Kritik am zu hohen Niveau der aktuellen Mathe-Abiturprüfung. Eine Schülerin aus Hannover startete am Freitag eine mit dem Wortlaut des Hamburger Begehrens identische Petition.

Die schulpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Sabine Boeddinghaus, forderte am Montag ebenfalls eine Überprüfung der Klausur und äußerte Verständnis für die Petitionen der Schüler.

UPDATE: Das Scheitern der Schüler im Mathe-Abi wurde quasi schon von den streikenden Schülern vorweggenommen.

FFF-Mathe-Abi

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31 Kommentare
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  1. Falsch !

    Den Schülern ist die Matheprüfung zu schwer..

    Das da auch welche bei sind die wohl an Fridays for Future teilnehmen hat hier aber sowas von überhaupt nichts zu suchen..

    Und wieder einmal versucht ein Autor auf dieser Seite unterschwellig Vorurteile zu schüren. genau solche Artkel sind einfach nur unseriös.

    Unabhängig davon sollte man sich erstmal informieren ob die Klausuren tatsächlich zu schwierig waren oder eben nicht. Wenn nicht, ist das ganze ein Bildungsproblem, beweist aber absolut Null bei der Frage ob Fridays for Future irgendetwas falsch oder richtig sieht. Zusammenhänge mit klimastreikenden Schülern herbeizureden ist nichts als Stimmungsmache im Sinn der eigenen Ideologie. Überzeugung , oder wie auch immer man es betieteln möchte.

  2. Ist vielleicht ein bisschen unverschämt und polemisch.
    Aber diese Überschrift finde ich köstlich!

  3. @Tom

    Wie viele Schüler haben in Hamburg nochmal mit Greta gestreikt? 4.000?

    Unabhängig davon sollte man sich erstmal informieren ob die Klausuren tatsächlich zu schwierig waren oder eben nicht.

    LOL. Das hätten wir uns mal vor 25 Jahren erlauben sollen. Zumal die Prüfungen in Süddeutschland viel schwerer sind. Vor allen in Mathe.

  4. PS

    IdR sind die Streikführer auch diejenigen, die sich dann am lautesten beschweren, wenn sie durchfallen. Kann ich als ehemaliger Schülersprecher aus eigener Erfahrung bestätigen.

  5. Das ist ja eine tolle Generation.
    Weil Politikbetrieb, Staatsfunk und private Medien den Schulschwänzern von FFF wohlwollende Unterwürfigkeit und Zustimmung signalisieren, denken die Schneeflocken nun, das ginge immer so weiter. Online-Petition zur Senkung des Notenschlüssels. Lustig!

    Liebe Dumpfbacken, die Politik hat die Stimmungsmache von FFF nur deswegen so gern, weil am Ende eine neue Steuer bei rausspringt. Ihr habt euer Anliegen nicht richtig verpackt, der Staat profitiert nachher nicht davon, also gibt’s auch nix.

  6. Das Abi ist heute eh viel zu leicht. Zur Generation meines Vaters hatten nur etwa 10% das Abi geschafft und das lag nicht an der Intelligenz der Schüler damals. Mein Vater kam übrigens aus armen Verhältnissen. Die Zahl der Abiturienten steigt und steigt, obwohl die Schüler nicht schlauer werden. Siehe Pisa. Ebenso die Zahl der Studenten.

  7. In Bayern wurde auch eine solche Petition gestartet.
    Wie ich von einem Mathe-/Physiklehrer höre, sei das Mathe-Abi ganz normal gewesen. Lediglich der b)-Teil einer Aufgabe sei -- als 1er-Bremse -- etwas kniffliger gewesen.

    Offenbar glaubt die junge Generation, dass man mit Streiks und Petitionen die Probleme unserer Zeit lösen kann. Bildungsprekariat würde das wohl Kachelmann nennen.

  8. @Kohl

    Soweit ich informiert bin ist im jeden Bundesland das Matheabi noch anders. Nur der Aufgabenpool, aus den die Prüfungsaufgaben kommen ist ein gemeinsamer für die Bundesländer. Darum wundert es um so mehr, dass sich Schüler aus diversen Bundesländern beschweren. Bei uns gab es zudem noch mündliche Nachprüfungen, wenn man schlecht abgeschnitten hat.

  9. LOL. Das hätten wir uns mal vor 25 Jahren erlauben sollen. Zumal die Prüfungen in Süddeutschland viel schwerer sind. Vor allen in Mathe.

    Das ist es was ich meine.. Worum geht es Ihnen ? Wenn sie einen Artikel zur Bildungsmisere schreiben wollen, Bitte.. macht sicher Sinn, auch wenn man über die notwendigen Konzepte streiten kann. Darüber kommt aber bei Ihnen rein garnichts. Und da da gähnende Leere herrscht, kann ich nur schließen, das es ihnen ausschließlich darum geht den Klimaaktivisten fehlende Kompetenzen anzuhängen.

    Auch das können sie seriös tun in dem Sie auf deren Argumente eingehen. Aber auch da kommt rein gar nichts in dem Artikel.

    Ich schließe daraus, das es Ihnen hier nur um die gegenseitige Selbstbestätigung Ihrer längst feststehenden Meinung geht, denen, die beim Klima nicht ihrer Meinung sind fehlende Kompetenz zuzuschreiben.

    Das ist weder guter Journalismus, noch guter Stil.

    schade.

  10. Das hätte 1968 in Bayern tödlich geendet. Die Lehrer des Allgäu Gymnasiums in Kempten hätten sich nach einer Petition unsererseit tot gelacht.. Heute wird der Plan der Trockenlegung eines Sumpfes esrt mit den Fröschen beprochen. (Übungsklausuren zum geplanten Prüfungsstoff) Danach gibt es dann einen Online Petition, ganz einfach 3 x Klick, wenn das Niveau der Drainage subjektiv zu hoch lag. Ganz ohne Drainage den Deppensumpf mach Freitags-Art erhalten, wäre vielen am Liebsten. Dumpfbacken aller Länder vereinigt Euch, ganz schnell bevor der Chinese kommt.
    @ T S #9 Wenn es mehr mathematische und logische Kompetenz gäbe, würden ein Paar am Montag merken, daß sie am Freitag einer groß angelegten Propaganda aufgesessen sind. Hätten besser in letzter Minute noch Mathe gepaukt.

  11. Werden die Prüfungsaufgaben eigentlich irgendwo veröffentlicht? Würde mich ja schon mal interessieren wie schwer die tatsächlich sind, im Vergleich zu meinem Abi in Bayern vor 20 Jahren.

  12. Bei mir sind es schon 42 Jahre. Erschreckend, wie die Zeit vergeht…

  13. Ich packe noch mal 5 Jahre drauf 😀

  14. In Bayern wird auch gemosert

  15. Trotz der Schülerproteste gegen die Abiturprüfung in Mathematik sieht der Präsident des Deutschen Lehrerverbands bisher keine Anzeichen dafür, dass die Aufgaben zu schwierig waren.

    „Im Internet lässt sich Erregung sehr schnell mobilisieren. Deshalb sollten wir abwarten“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Online).

    Quelle

  16. die Bayerischen Aufgaben

  17. @Tom

    Das ist der heutige Zeitgeist, erst nicht in Mathe aufpassen, aber zum Klimastreik rennen, da Mathe eh nicht wichtig und dann eine Petition stellen, wenn man durchs Mathe-Abi rasselt. Haben Sie das noch nicht mitbekommen? Und da werden sich vermutlich dann auch noch einige Helikoptereltern der Petition anschließen.

  18. die Bayerischen Aufgaben

    Sorry, aber wer bei sowas nicht mindestens einen Vierer schafft hat doch auf einer Uni nichts verloren. Da müssten sie selbst in den Wirtschaftswissenschaften erst mal 2 Semester lang die Defizite aufarbeiten um die Studenten auf das Niveau zu bekommen auf dem sie Erstsemester-Lehrbücher lesen können. Von reinen MINT-Fächern ganz zu schweigen.

    Was soll es bitte bringen die Anforderungen für das Abi abzusenken, wenn man dann mit dem Abschluss nichts mehr anfangen kann?

  19. @Krishna

    Danke. Finde ich jetzt auch nicht zu schwer. Habe gerade im TV gehört die Lehrerschaft in Bayern bemängelt den zu langen Text bei der Aufgabenstellung. Da scheiterte es dann vermutlich schon am Textverständnis der Aufgaben.

  20. Auch gut. Quasi per Vorankündigung.

    http://www.science-skeptical.de/blog/klimastreikenden-schuelern-ist-mathe-abi-zu-schwer-schueler-starten-online-petition/0018013/

  21. @Michael Krüger
    Auch wenn Sie den Sülz nochmals verlinken:
    Sie sind wohl der Einzige, der zwischen den Klagen zum Abi und den Klimademonstrationen einen Zusammenhang konstruiert.

  22. Den muss man nicht konstruieren 😀

  23. mein abitur habe ich vor 30 jahren gemacht, und so habe ich mir mal die unterlagen angeschaut, die anlass zum protest waren.
    vom kartesischen koordinatensystem bis wahrscheinlichkeitsrechnen war ja was dabei.
    die aufgaben waren nicht zur schwierig, ABER die formulierungen in den fragen sind haarsträubend.
    auch in einem interview in der tagesschau mit milad fahimi, hamburger institution für mathematik, wurde dies auch erläutert.
    jemand, der nicht fähig ist, mathe oder physik oder was, so zu erklären, dass ein jeder es versteht, ist ein schlechter lehrer.

    auch ich kann diesbezüglich keinen zusammenhang zwischen „klimastreik“ und „abi-streik“ feststellen.

  24. @Scholzen

    ABER die formulierungen in den fragen sind haarsträubend.

    War bei mir auch schon so in der Mathe-Abi-Prüfung LK vor über 25 Jahren. Daher musste ich dann halt in die mündliche Nachprüfung. Wäre aber nie auf den Gedanken gekommen eine Petition einzureichen, oder zu unterschreiben.

    In Physik-Abi LK war ich dann aber besser. Ein Mitstreiter hat es da aber auf 0 Punkte gebracht. Auch der hat keine Petition eingereicht, ist heute Investmentberater.

  25. PS

    Das ist halt wie gesagt der Zeitgeist. Heute kommen die Schüler Dank Protesten und Unterstützung ihrer Eltern mit fast allen durch. Sei es Schulschwänzen, oder Proteste gegen Noten, etc.. Da sehe ich die Gemeinsamkeit.

  26. Michael Krüger schrieb am 7. Mai 2019 14:31:

    @Marvin

    Alternativ können Sie auch mal versuchen, ein Kind durch das heutige Schulsystem zum Abi zu führen, bevor Sie sich über die Abiturienten aufregen.

    Meinen Neffen habe ich vor ca. 15 Jahren Nachhilfe in Mathe gegeben. Vor 20 Jahren war ich Tutor und habe Mathe/Physik-aufgaben bei Chemistudenten korrigiert. Zählt das?

    15 Jahre ist ne lange Zeit. Gab es damals auch schon Dinge wie
    * Schreiben lernen nach Gehör (statt Fibel) mit katastrophalen Auswirkungen auf die Rechtschreibung
    * Subtrahieren durch Borgen von links (statt einfachen Übertrag)
    * Lehrermangel der sogar zu „Planmäßigem Unterrichtsausfall“ führt -- also Unterricht, der planmässig ausfällt
    * Unterricht durch Quereinsteiger, die keine pädagogische Ausbildung besitzen
    * (12 statt 13 Jahre zum Abitur)
    * …
    Mit Nachhilfe kriegt man sicherlich einen Einblick, wenn man das jeden Tag miterleben darf, sieht man das vielleicht noch ein wenig anders.

  27. @Müller:

    Also was ich aus eigener Erfahrung noch an Verschlimmbesserungen kenne, war die (erste?) Rechtschreibreform. Ich glaube da war ich gerade in der Mittelstufe.

    Wir (also: Schüler und Lehrer) haben uns dann einfach darauf geeinigt das völlig zu ignorieren und alle waren happy. Und ich bin mir sicher dass heute noch alle Leute meiner Altersgruppe genauso schreiben wie sie es in der Grundschule gelernt haben. Interessiert auch niemanden. Ein schönes Beispiel zivilen Ungehorsams gegen hirnverbrannte Politik.

    Ich danke das funktioniert auch heute noch, wenn man denn will. Sofern inzwischen nicht die gesamte Lehrerschaft durch ideologische Spinner und Duckmauser ersetzt wurde, da bin ich leider nicht auf dem Laufenden.

  28. @Marvin

    Wir hatten Lehrer die ständig krank waren. Meist psychischer Natur. Alles Alt-68er. Ich war Schülersprecher. Und wegen der heutigen Unterrichtsausfälle sollten die Schüler erst recht nicht streiken.

  29. Andere Medien berichten jetzt auch:

    Mit einer Petition wehren sich bayerische Schüler gegen die Aufgaben des Mathe-Abiturs. Inzwischen gibt es in fast einem Dutzend Bundesländern ähnliche Aktionen. Die „Fridays for Future“-Generation hat ihre Lektion gelernt.

    Die Schüler haben erlebt, dass sie etwas erreichen, wenn sie sich nur genügend solidarisieren. Im Fall der Fridays-for-Future geschah das vor allem offline auf den Demos, im Fall des Abiturs jetzt eben online.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article193018541/Petition-gegen-Mathe-Abitur-Die-Schueler-haben-verstanden-wie-es-geht.html

    Das ist, was ich meine. Der Zeitgeist ist heute so. Es wird gegen alles und jedes solange geklagt und protestiert, bis man „Recht“ bekommt. Die Leute, die am lautesten schreien setzten sich dabei meisten durch, selbst wenn sie in der Minderheit sind und die schweigende Mehrheit nicht zustimmt. Die meisten Schüler haben auch nicht die Petition unterschrieben.

  30. Abi wird in Zukunft zugeteilt, wer in der 12/13. nicht sitzen bleibt. Prüfungen sind dann obsolet.

  31. Karl Reichart:

    Das hätte 1968 in Bayern tödlich geendet. Die Lehrer des Allgäu Gymnasiums in Kempten hätten sich nach einer Petition unsererseit tot gelacht..

    Zwar BW und nicht Bayern, aber das 1968-er Abitur sieht doch schon ein wenig einfacher und weniger umfangreich aus als heutige Mathe Abiturprüfungen 😉
    http://bandemir.de/wolf/klasse/s10ag.jpg
    http://bandemir.de/wolf/klasse/s10bg.jpg

    Vielleicht liegt dieses verbohrte Klimadingens hier ja auch daran, dass es damals im Physikunterricht auch nur die Hälfte des Stoffes der heutzutage behandelt wird vorkam? 😉

    Ihr seid ziemlich albern hier was ihr im Rahmen eurer vermeintlichen Klimaskepsis im Zusammenhang mit protestierenden Schülern veranstaltet.

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