Knapp 40 Unternehmen fordern von der Bundesregierung die Einhalten der gegebenen Klimazusagen zum Klimaschutzplan 2050

8. November 2016 | Von | Kategorie: Blog, Energieerzeugung, Energiewende, Klimawandel, Politik

merkel-klimaschutz-hurtigIn einem gemeinsamen Brief von knapp 40 Unternehmen verlangen diese, dass die Zusagen vom Weltklimagipfel von Paris nun auch in eine nationale Strategie gegossen werden müssen.

Im Aufruf heißt es:

„Für Unternehmen und Investoren ist von hoher Bedeutung, dass der Klimaschutzplan eindeutige Signale gibt, dass die in Paris gemachten Zusagen umgesetzt werden“. Für die einzelnen Wirtschaftsbereiche wie Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und Bau seien jeweils klare Klimaziele mit Vorgaben über den zulässigen Kohlendioxidausstoß bis 2030 nötig. Dies sei entscheidend, „damit sich Unternehmen auf die Zukunft vorbereiten können“. „Nur so können neue Geschäftsmodelle und konkrete Pläne zur Dekarbonisierung entwickelt werden“. Ziel müsse der „zügige Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien“ sein. Ein solcher Plan könne „weltweit Ausstrahlung entfalten und wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands in den nächsten Jahrzehnten beitragen“.

Zu den Unterzeichnern des Aufrufs zählen der Süddeutschen Zeitung zufolge die Commerzbank, der Baukonzern Hochtief, die Energieversorger EnBW und MVV Energie, der Handelsriese Metro, die Deutsche Telekom und die Sportartikelhersteller Adidas und Puma.

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12 Kommentare
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  1. Die Deutsche Bahn AG mit 100 % Grünstrom, dürfte auch dabei sein und alle Ökoprofiteure. Komisch, daß ich erst vor einer Woche im Großkraftwerk Mannheim war wo 15% des 16 3/3 Hz Banhnstrom nachweislich aus Steinkohle hergestellt werden.
    Nur Ettikettenschwindel, äähh Zertifikate wäscht sogar Atomstrom grün.Der kärgliche Rest der echten Stromerzeuger, die Stahlindustrie, die Automobilindustrie, die chemische Industrie und die noch vorhandenen großen Stromverbraucher und die armen Bürger dürftemn sich an dem Aufruf wohl nicht beteiligt haben. Sie machen die Faust unter dem Tisch bis ihnen das Fell über die Ohren gezogen wird, so wie es der der schweigenden Kernindustrie ging. Sportartikel Hersteller sind nicht gerade staatstragende Industrien und beuten ohnehin schon in Asien die Menschen aus. Sie machen halt Reklame in Grün, weil das Hand in Hand mit den Medien doch gut läuft. ENBW ist ja grüner Saatskonzern, macht auf Ökostromhändler und macht seine Geschichte und Größe als Stromerzeuger und Netzbetreiber mit Großanzeigen vergessen. Dafür schreiben die Medien für den Großbezahler seitenfüllender Anzeigen, jeden Unsinn, der zum Anzeigentext passt.

  2. Klar, dass sich hier nur die Profiteure und/oder diejenigen melden, die sich auf Kosten der hier produzierenden Unternehmen einen Imagegewinn erhoffen. Die Motive sind im besten Falle nur naive Profitgier, im schlimmsten Falle (von Firmen wie adidas z.B.,) die mit billigem Kohlestrom in China und weiß der Geier wo noch produzieren, egoistisch, unfair und strohdumm.

  3. Nur BahnCard und Zeitkarten Kunden fahren mit Grünstrom, andere müssen dafür extra bezahlen, sonst werden halt die bösen Kohle-Elektronen aus Mannheim geholt.

  4. 40 Unternehmen … und der Rest?

    Zu den Unternehmen:

    Commerzbank -- Ideologen oder solche, die sich bei jeder Änderung eine Belebung des Kreditgeschäftes erhoffen.

    Baukonzern Hochtief -- Bauen die nicht die Windräder auf? Wäre da nicht ein satter Auftragseingang zu erwarten?

    Energieversorger EnBW -- Fest in staatlicher Hand -- Politiker haben das Sagen. Immerhin würde das ein Großteil ihrer Assets entwerten.

    Der Rest ist wohl eher auf Image-Werbung bedacht, weil man meint, dass das gut ankommt. Und einige Ideologen sind in wichtige Positionen aufgerutscht. Ein Geschäftsmodell ist hier nicht erkennbar.

  5. Grünstrom bei der Bahn…
    Das Bahn-Grünstrom-Argument ist Augenwischerei, denn dieser stammt fast ausschließlich aus alten Wasserkraftwerken mit folgenden Nachteilen:
    1. Diese Anlagen tragen zur Klimaentlastung nichts mehr bei
    2. Ökologisch nachteilige Eingriffe in die Flussläufe
    3. Wasserkraft ist wegen der Methanemission nicht klimaneutral
    Laut Bundesumweltministerium sollen Kraftstoffe auf Wind- Solarstrombasis entscheidend zur klimafreundlicheren Bahn beitragen. Es geht also auch ohne Oberleitung.

  6. @Railfried

    Punkt 1 ist schon ziemlich an den Haaren herbei gezogen.
    Und kannst du mal genauer erklären woher das Methan aus dem Wasser kommt oder wie das im Wasserkraftwerk entsteht?

  7. @Oxy
    Einfach mal ne Suchmaschine Deiner Wahl anwerfen….und schon kommt sowas:

    Stauseen könnten heimliche Klimasünder sein

    Es sind Gasblasen wie beim Öffnen einer Champagnerflasche: Schweizer Forscher haben in einem Stausee der Aare überraschend hohe Methan-Emissionen festgestellt. Wirken andere Reservoire ähnlich problematisch auf das Klima?

    oder sowat:

    Extrem klimafeindliche Methan-Schleuder

    Brasiliens Wasserkraftwerke decken den Strombedarf des Riesenlandes zu etwa 80 Prozent und werden als sehr klima- und umweltfreundlich gerühmt. Es gebe keinerlei schädliche Emissionen, so dass sauberer Strom erzeugt werde. Renommierte brasilianische Wissenschaftler nennen solche Argumente bereits seit den 90er-Jahren grundfalsch.

    oder sowat:
    Methan aus Stauseen als Klimakiller?
    „Wenn die grüne Wasserkraft etwas müffelt“
    Ergo Oxyi…hier enttäuscht DU mich ein Stück weit, dachte bisher….das in Deiner Rübe wenigstens ein Stück weit Grips integriert ist.
    So kann man sich ölologisch täuschen, los…stop….schade.
    H.E.

  8. @Heinz

    Das beuted ja, dass Braunkohle noch viel schlechter ist als gedacht. All die großen Löcher werden ja nicht mit Erde aufgefüllt, sondern mit Wasser.

  9. All die großen Löcher werden ja nicht mit Erde aufgefüllt, sondern mit Wasser.

    Häh? Mal sachkundig gemacht?

  10. @Oxy
    Echt jetzt?
    Ick bin noch enttäuschter von Dir als gestern…..hast Du denn nicht meine verlinkten Texte gelesen?

    „Methan entsteht im Staubecken durch Zersetzung organischer Materie ohne Sauerstoff mittels Mikroorganismen. Je höher die Temperatur, umso schneller läuft der Prozess ab. In tropischen Ländern vermehren sich die Mikroorganismen rascher und bilden entsprechend mehr Methangas als in den kühleren Ländern. Bei einem neuen Staubecken wird die dortige reiche Biomasse überflutet – Basis der Methanproduktion. Selbst wenn die teilweise vorhandenen Wälder vorher gefällt wurden, bleibt noch umfangreiches Wurzelwerk im Boden. Das entstehende Methan wird an die Atmosphäre abgegeben, trägt sehr stark zum Treibhauseffekt bei.“

    Ein Tagebauloch ist ne tote Landschaft ohne Biomasse, ergo fehlt anfangs auch das Nahrungsmittel für fiese Bazillen.

    „In Amazonien wirken Wasserkraftwerke häufig schädlicher, negativer als die zur Elektrizitätsgewinnung verbrannten fossilen Energieträger.“

    Heinz Eng

  11. Heinz,
    noch mehr Potjomkinsche Dörfer werden errichtet werden, der dumme Deutsche bezahlt. Jetzt finden sie nicht mal mehr genügend Kommissaranwärter unter den Abiturienten, welche die noch vorgeschriebene Rechtschreibprüfung bestehen 😉

    Sind wir am Arsch?

  12. Sind wir am Arsch?

    Ohne Rechtschreibung … ganz gewiss!

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