Kritisches zum Grünbuch Energiewende aus der Universität

8. März 2015 | Von | Kategorie: Blog

gruenbuch580 Stellungnahmen findet man auf der Seite des BMWi zum Grünbuch Energiewende.

Alle zu lesen überfordert meine Zeit. Ich würde deshalb anregen, dass interessante Beiträge hier verlinkt werden.

Ich mache den Anfang mit einer Stellungnahme zur Energiewende von Prof. Dr. Frank Endres die ich über die kalte Sonne beim Deutschen Arbeitgeberverband gefunden habe.

 

Ich freue mich, dass ein Professor der im Bereich der Energiewende forscht seine Stimme erhebt:

Die häufig verbreitete Annahme, dass der Strom kostenlos ist, wenn erst einmal genügend WKA und PVA installiert wurden, wurde bis heute lediglich schön gerechnet, wobei jegliche naturwissenschaftlichen und technischen Aspekte ausgeblendet werden. Leider wird in diesem Grünbuch kaum irgendein Wort zu den technischen Aspekten gesagt, die Bundesregierung suggeriert, dass es nur den richtigen Markt braucht, um die Energiewende zum Erfolg zu führen, was Minister Gabriel auf verschiedenen Veranstaltungen so schon gesagt hat. Das Fass der „Energiespeicher“ will er vor der kommenden Bundestagswahl wohl nicht öffnen, denn seine Wähler könnten ihm, der SPD und der CDU davon laufen.

Typischerweise hört man in den Medien ja meistens die Arie der NGOs und kritische Stimmen aus der Universität findet man selten.

Wer also ähnlich interessante Beiträge zum Grünbuch findet der ist eingeladen sie hier zur Diskussion zu verlinken.

 

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18 Kommentare
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  1. Αuch in Griechenland , einige versuchen, trotz aller Schwierigkeiten ,die Wahrheit zu sagen. http://wrm.aua.gr/STALEXWEB/Main.htm

  2. Ist zwar nicht aus der Universität, aber es ist doch interessant, was ein Energieversorger zum Grünbuch sagt. Bei der Stellungnahme von GDF Suez steht vor allem der Kapazitätsmarkt im Vordergrund. Insgesamt sind es 6 Seiten. 2 Auszüge zur Kostprobe:

    GDF SUEZ hat auch in anderen wettbewerblich organisierten Strommärkten außerhalb Europas die Beobachtung gemacht, dass das wettbewerbliche Marktdesign unvollständig im Hinblick auf die Sicherstellung der langfristigen Versorgungssicherheit ist. Gerade in den USA ist zu beobachten, dass nach einer anfänglichen Phase der Deregulierung Mitte der 1990er Jahre viele grundlegende Reformen der liberalisierten Strommärkte erforderlich wurden. Nahezu alle Marktgebiete haben seitdem einen Mechanismus eingeführt, der den Investitionsmangel beheben soll und Investoren eine längerfristige Sicherheit zusätzlich zum Energiemarkt gibt.

    Die Darstellung der heutigen Funktionsweise des Strommarktes ist weitestgehend korrekt. Allerdings werden die möglichen Beiträge von Überkapazitäten im europäischen Strommarkt, die im Zweifelsfall für Deutschland verfügbar sein könnten, aus der Sicht von GDF SUEZ deutlich überschätzt. Zum einen kann es sich um temporär nicht genutzte Kapazitäten handeln, die z.B. bei anderer konjunktureller Lage nicht mehr ungenutzt blieben. Zum anderen mögen in Italien zwar Überkapazitäten vorhanden sein, für den deutschen Markt sind sie jedoch nur im Umfang der vorhanden Netzübertragungskapazität von Belang. Da die Grenzkuppelkapazität Italiens in Richtung Frankreichs, Österreichs und der Schweiz lediglich 3 GW beträgt, stehen von den im Grünbuch aufgeführten 15 GW Überkapazität im Bedarfsfall maximal 3 GW für Deutschland zur Verfügung.

    Die Energiewende stellen die nicht infrage. Ich kann mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass sie das eher für eine Zeiterscheinung halten

  3. das ging ja volle kanne an mir vorbei oO

    bundesnetzagentur
    seite 6)

    Direktvermarktung erneuerbarer Energien

    Eine weitere Ergänzung betrifft die ökonomische und entschädigungslose Abregelung der EE-Anlagen bei „moderat negativen Preisen.“ In der Debatte wird vielfach fälschlich angenommen, EE-Anlagen hätten keine Grenzkosten und würden daher erst bei Unterschreiten der negativen Marktprämie abregeln. In Wirklichkeit haben die meisten EE-Anlagen nennenswerte Grenzkosten, die sich aus den Wartungs- und Pachtverträgen ergeben und die auch aus den (sehr heterogenen) Bilanzierungsrisiken resultieren. Bei flexiblen Biomasseanlagen kommen die Kosten der Einsatzstoffe und die Opportunitätsüberlegungen hinsichtlich der Gas-Speichernutzungen als Grenzkostenbestandteile hinzu. In
    sgesamt ergibt sich beispielsweise für Windenergieanlagen in der zweiten Stufe des Referenzertragsmodells ein
    Abregelungsanreiz bei Marktpreisen oberhalb von Null.

    seite 8 & 10)

    Stärkung der Leistungskomponente
    Netzkosten sind in hohem Maße Fixkosten und durch die Netzleistung bestimmt. Dementsprechend sollen sich die Fixkosten dem Gleichzeitigkeitsgrad (Wahrscheinlichkeit, dass die individuelle Stromabnahme auf den Zeitpunkt der Netzhöchstlast fällt) entsprechend im Entgelt widerspiegeln.

    Die heutige Netzentgeltsystematik kennt keine Netzentgelte für Einspeisung. Wo jedoch die Ansiedelung von Erzeugungsanlagen den Netzausbau treibt, stellt sich die Frage ob Einspeiseentgelte aus Gründen der Verursachungsgerechtigkeit angebracht sind. Diese Frage ist zu gegebener Zeit auch unter Berücksichtigung der Wettbewerbsposition deutscher Erzeuger im europäischen Strommarkt zu entscheiden.

    seite 11)
    Kapitel 5: Stromnetze ausbauen und optimieren

    Stromnetze ausbauen
    Das Grünbuch bekennt sich eindeutig zu der Notwendigkeit des Ausbaus der Übertragungsund Verteilernetze in Deutschland. Durch Netzausbau können sowohl die variablen Kosten als auch die Investitionen in das Gesamtsystem gesenkt werden. Gleichzeitig wird zutreffend dargelegt, dass autarke dezentrale Systeme teurer und nicht in der Lage sind, Verbrauchszentren und die energieintensive Industrie zu versorgen.

    Zudem ist ein Ausbau der Netze „auf die letzte Kilowattstunde“ von Erzeugungsanlagen, die nur in wenigen Stunden im Jahr ihre Spitzenleistung einspeisen, zu vermeiden. Deswegen sollte die Möglichkeit bestehen, in der Netzplanung eine Kappung von Einspeisespitzen von bis zu drei Prozent der Jahresenergie von Wind- und PV-Anlagen zu berücksichtigen. Die Bundesnetzagentur rät dringend, die sog. „Spitzenkappung“ als Planungsinstrument umgehend gesetzlich zu regeln, um die Grauzone, in der Netzbetreiber und Planungsbehörden derzeit beider Planung der Netze agieren, zu beseitigen.

    Eine zukünftige gesetzliche Regelung muss dabei einerseits für Anlagenbetreiber verlässliche Investitionsbedingungen schaffen. Dies kann durch eine vollständige Kompensation derabgeregelten Arbeit erreicht werden

    seite 12 -- 14

    Netze sicher betreiben
    Im Hinblick auf die Redispatch-Maßnahmen werden im Grünbuch lediglich die Kosten erwähnt. Vernachlässigt wird jedoch der notwendige massive operat ive Eingriff: Die Vielzahl der durchzuführenden Maßnahmen stellt eine enorme Herausforderu
    ng für die Übertragungsnetzbetreiber dar, bei der es eine (schwer zu quantifizier ende) Grenze gibt, ab der das System nicht mehr zuverlässig und sicher handhabbar ist. Daher ist aus Sicht der Bundesnetzagentur die Netzreserve keine beliebig verlängerbare bzw. erweiterbare Option. Vielmehr muss bei unzureichendem Netz ausbau (ggf. ergänzend) Seite über strukturelle Maßnahmen nachgedacht werden. Solche Maßnahmen wären zum Beispiel eine Engpassdeklaration an Außengrenzen und eine Aufteilung Deutschlands in mehrere Gebotszonen. Allerdings kann nicht mehr sicher davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Netzreserve ausschließlich um ein Übergangsphänomen handelt, das nach
    erfolgtem Netzausbau entbehrlich wird. Dies liegt an folgender Entwicklung: Im Bereich des Netzausbaus orientieren sich die Übertragungsnetzbetreiber am so genannten (n-1)-Prinzip (d. h. das Netz muss den Transportbedarf auch dann noch bewältigen, wenn genau ein Netzelement wie z.B. eine Leitung oder eine Sammelschiene ausfällt). Dieser Ausbaubedarf
    wird bei der Prüfung der Netzentwicklungspläne von der Bundesnetzagentur nicht vollständig bestätigt, weil die Bundesnetzagentur nur einen „robusten“ Ausbaubedarf genehmigt um den Leitungsbau zu minimieren. Das künftige Netz ist also von vornherein nicht engpassfrei geplant.
    Dagegen werden in den Systemanalysen für den Reservebedarf mehr Sicherheitspolster, die dem im Systembetrieb geforderten Sicherheitsniveau entsprechen, eingezogen. Darüber hinaus wird oft gefordert, so genannte exceptional contingencies bei der Dimensionierung des Reservebedarfs zu berücksichtigen. Dies läuft darauf hinaus, dass das Netz auch dann noch sicher betrieben werden muss, wenn eine gesamte Leitungstrasse oder eine Sammelschiene eines
    Umspannwerks ausfällt. Dieses Sicherheitsniveau ist mit einem bedarfsgerechten Netzausbau nicht zu erreichen. Entsprechend dauerhaft ist der Bedarf an netzdienlich gelegenen Kraftwerken. Sofern die am Markt befindlichen Kraftwerke diesen Bedarf nicht decken können, weil sie an den falschen Stellen stehen, wird es weiterhin der Vorhaltung von Reserven
    bedürfen.

    Im Grünbuch wird ein Einsatz von Netzersatzanlagen (z.B. Notstromaggregate) für Redispatch diskutiert. Dieser ist derzeit nicht ohne weiteres möglich. Selbst wenn die Anlagen erfasst wären und mit technischen Einrichtungen für einen Abruf durch die Übertragungsnetzbetreiber ausgestattet würden, ist die Eignung für einen gezielten Redispatch fraglich. Beim Redispatch ist es – im Gegensatz zum Regelenergieabruf – notwendig, möglichst gezielt auf Kraftwerksleistung zugreifen zu können. Da es sich bei zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengefassten Netzersatzanlagen um eine Vielzahl räumlich verteilter kleiner Anlagen handelt, wird ein gezielter Einsatz unmöglich. Daneben gibt es Einschränkungen aus dem BImSchG und viele Anlagen sind derzeit technisch nicht für einen Parallelbetrieb mit dem Netz ausgelegt. Schließlich ist zweifelhaft, ob Anlagen in dem benötigten Umfang überhaupt rechtzeitig einsetzbar gemacht werden können. In der Summe bestehen erhebliche Sicherheitsbedenken, die Zuverlässigkeit der deutschen Stromversorgung von der Einsatzfähigkeitder Netzersatzanlagen abhängig zu machen.

    seite 14 -- 15

    Systemdienstleistungen mit weniger Mindesterzeugung bereitstellen
    Soweit die Erbringung von Regelenergie zur Mindesterzeugung bei trägt, bleibt abzuwarten, ob zukünftig insbesondere EEG-Anlagen nennenswert Regelenergie erbringen werden und ggf. konventionelle Anlagen im Rahmen der Ausschreibungen verdrängen. In Bezug auf Regelenergie wird die Mindesterzeugung durch ein marktliches Verfahrens hervorgerufen. Dieses Ergebnis darf nicht durch andere Vorgaben konterkariert werden, weil dann künstlich in den Markt eingegriffen würde und dies im Zweifel zu Lasten der Systemstabilität ginge. Ebenso klar ist aber auch: Wenn Erneuerbare Erzeugung künftig der Hauptenergieträger für die Stromversorgung sein werden, kann die Verantwortung für Systemdienstleistungen wie die Regelenergie nicht auf Dauer an andere Energieträger abgetreten werden. Dies setzt aber voraus, dass die Erneuerbaren Erzeuger sich an die gegebenen Präqualifikationsbedingungen für Regelenergie anpassen und so in den Regelmarkt eintreten und nicht unisono eine Aufweichung der Regeln fordern, die letztlich nur zu Lasten der Verfügbarkeit und Stabilität der Regelenergieerbringung gehen und damit die Systemsicherheit gefährden.

    weiter bin ich noch ni gekommen…

  4. einer noch…
    nachtrag zu #3
    seite 16)

    Versorgungssicherheit Gas
    Gaskraftwerke stellen kapazitative Erfordernisse an das Gasnetz. Das Gasfernleitungsnetzin Deutschland ist grundsätzlich auf Versorgungssicherheit, aber auch auf Bedarfsgerechtigkeit ausgelegt.

    Ohne Ausbau der Gasnetze sind gerade in engpassbehafteten Netzgebieten in Süddeutschland Anschlüsse und Transportkapazitätszusagen für neue Gaskraftwerke, für die nicht schon heute verbindliche Anschlussanfragen vorliegen, unwahrscheinlich. Jeder über die Deckung bekannter Bedarfe hinausgehende Kapazitätsbedarf muss neu modelliert werden und führt tendenziell zu neuen Ausbaumaßnahmen, für deren Realisierung Mindestzeiten berücksichtigt werden müssen.

    rest später

  5. Ich habe momentan nicht den Kopf und die Zeit dazu mich mit dem Thema »Grünbuch« zu beschäftigen. Aber es scheint mir eine sehr interessantes Thema zu sein, welches vielleicht auch systematisch aufgearbeitet werden sollte. Am besten möglicherweise von jemanden mit einigem technischen Verständnis für die Problematik.

    Ich würde mal als Beispiel den Bürgerdialog hernehmen, da hatte ich mich ja damals rein gekniet. Beim Grünbuch kann ich das nicht tun, ersten wegen des fehlenden technischen Verständnisses, zweitens bin ich an andern, teils privaten, Projekten dran, die mich sehr fordern.

    Ich würde mich aber sehr freuen, wenn sich hier mal jemand rein kniet.

  6. EIKE hat auch eine Artikelserie zum Grünbuch, wem es interessiert, hier ist der Link.

  7. Frank Endres hat völlig recht, wenn er auf die technisch/physikalischen Rahmenbedingungen hinweist, die eine Konstanz der Parameter Netzspannung und Netzfrequenz verlangen.

    Aus meiner Sicht ist damit in Zukunft ein Strommarktdesign erforderlich, das die Anbieter volatiler Quellen (Wind und Sonne) zu Garantien zwingt. Wer also Windstrom verkaufen möchte, sollte dazu verpflichtet werden, auch bei Flaute die verabredete Strommenge zu liefern. Die Anbieter wären dann gezwungen, entweder selbst konventionelle Kapazitäten vorzuhalten oder sich bei solchen einzukaufen. Kapazitätsmarkt und Smart Grid entstünden auf diese Weise zwangsläufig -- aber anbieterseitig. Der Kunde würde davon nichts merken. Er würde lediglich feststellen, daß Wind- und Solarstrom teurer werden und sich am Markt entsprechend orientieren können.

    Ich schließe mich Quentins Aufruf an. Es beginnt die Zeit der Frühjahrsmessen, in der ich beruflich stark gebunden bin. Wer auch immer sich berufen fühlt, das Grünbuch und die ein oder andere Stellungnahme zu analysieren: Ein entsprechender Artikel würde gut zu dieser Seite passen.

  8. Das fatale an der politischen Energiewende per EEG ist ja nicht nur der technisch falsche Aspekt, sondern auch, dass man nur über „Kosten“ redet und nicht im geringsten über den „Gewinn“. Ein Produkt = Energeiwende, dass sich nur mit der Kostenkontrolle beschäftigt und den Gewinn schon gar nicht mehr im Blick hat, ist ein System von Mangel, Armut und eine Bankrotterklärung an eine wertschöpfende Volkwirschaft = Wohlstand/sozialer Wohlstand.

    Die deutsche Ideologie Energiewendepolitik ist ein Hohelied an den Mangel und die Armut aber nicht an den Gewinn und den Wohlstand in einer freien-sozialen Marktgesellschaft.
    Energie-Stromeinsparzwang wir ganz selbstverständlich, steigende Strompreise werden ganz selbstverständlich hingenommen, der Abbauch von Arbeitsplätzen der Hochtechnologie wird durch die Energiewende ganz selbstverständlich hingenommen, die zunehmende destabilisierung unserer Stromversorgung wird ganz selbstverständlich hingenommen….die Nationale Sicherheit und der innere soziale Friede wird druch die Energiewende stark gefährdet und dies wird selbstverständlich hingenommen…alle Zeichen leuchten bei der Energiewende/EEG auf Rot, weil das Chaos in der Bundesregierung Grünes Licht bekommen hat und das in einer Schwarzen Tsunamie-Wende Nacht einer Merkel.

  9. Hallo Günter,

    auch hier noch einmal der OffTopic-Hinweis: Bilder bitte immer von der eigenen Festplatte in den Artikel (und damit in unser Medienverzeichnis) „hochladen“. Dann und nur dann werden diese auch auf der Startseite angezeigt. Ich war so frech, das zu ändern, damit das häßliche Kreuz von der Startseite wieder verschwindet.

  10. Hallo Peter,

    Danke. Ich war der Meinung ich hätte das getan.

    Grüße
    Günter

  11. wenn nix dazwischen kommt gibests morgen noch den rest zur stellungnahme der netzagentur.

  12. In der Schweiz wurde schon mal Nein zur Energiesteuer gesagt.
    Ich poste es nochmal, weil es hier besser passt.

  13. Klaus-Dieter Humpich hat hier zum Grünbuch geschrieben:
    http://www.nukeklaus.de/home/ein-strommarkt-fuer-die-energiewende/

    „In der Einleitung vom Grünbuch werden die Ziele definiert: …Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 und der Primärenergieverbrauch um 20 Prozent gegenüber 2008 sinken. Die erneuerbaren Energien sollen bis 2025 40 bis 45 Prozent und bis 2035 55 bis 60 Prozent zum Stromverbrauch beitragen… Bis 2020 sind es noch sechs Jahre, das ist im überregulierten Deutschland ein Wimpernschlag für Investitionen. Vielleicht soll ja auch nur die Statistik helfen. Nur mal so als Denkanstoß: Die Energie aus Kernspaltung gilt als Primärenergie. Deshalb wird der in den Kernkraftwerken produzierte Strom für die Statistik mit dem Faktor 3 multipliziert. Elektrische Energie aus Wind und Sonne hergestellt, ist natürlich bereits Primärenergie, weil ja per Definition „gute Energie“. Wenn man jetzt die Kernkraftwerke durch Windmühlen etc. ersetzen könnte…Kann man natürlich nicht und es muß deshalb mehr Strom aus fossilen Kraftwerken her. Die Nummer mit den „Treibhausgasemissionen“ wird folglich voll nach hinten los gehen. Aber auch da könnte die Statistik helfen: Sie unterscheidet nämlich nicht zwischen dem exportierten Abfallstrom aus Wind und Sonne und dem importierten Strom aus französischen Kernkraftwerken, polnischen Steinkohlekraftwerken oder tschechischen Braunkohlekraftwerken. In der Politik braucht man Statistiken gar nicht zu fälschen, man muß sie nur „richtig“ interpretieren können.“

  14. #11

    wenn nix dazwischen kommt gibests morgen noch den rest zur stellungnahme der netzagentur.

    sorry, das kann noch dauern…
    ich bin grad gesundheitlich ni ganz fit und hab zusätzlich auf arbeit mit ner unfähigen wessi-geschäftsführung/eigentümer zu kämpfen…

    ps: ich bitte die hier mitstreitenden wessis wegen obigem satz um entschludigung, aber wir ham wessi-betriebswirte vor die nase gesetzt bekommen, die noch nichteinmal wissen wie man arbeiten schreibt 🙂

  15. Das große Hauen und Stechen ist schon voll im Gange….

    Der Kampf um den neuen Strommarkt hat begonnen

    Die Regierung in Düsseldorf wirft den Gutachtern, die dem „Grünbuch“ zugearbeitet haben, sogar vor, Szenarien in Kauf zu nehmen, in denen „ein Drittel der deutschen Industrie vorübergehend auf den Bezug von Strom verzichten müsste“. Sie warnt aber auch davor, das ein „Kapazitätsmarkt“ einseitig die Interessen Bayerns bevorzugen könnte, dortige Kraftwerke zu subventionieren.

    Die norddeutschen Länder und Hessen stehen dagegen auf der Seite Gabriels -- sie verteidigen vor allem die Interessen ihrer Windkraft und fordern, wie Niedersachsen, eine vollständige „Dekarbonisierung“ der deutschen Energiewirtschaft, also eine Energieversorgung ohne Stein- und Braunkohle.

    Nord gegen Süd…….jedes Bundesland verteidigt seine Pfründe…….jeder gegen jeden und alle gegen den Bund, wir im Kindergarten in der Krabbelgruppe, wenn der Streit im den Lego-Bagger losbricht.
    Energiewende als „nationale“ Herausforderung……..dass ich nich lache…..die Bekloppten stehen sich gegenseitig im Weg…..und nennen das dann „Vorreiten“…..ist denn schon wieder die Narrenzeit angebrochen?

    Ja liebe Kinder……so etwas passiert nun mal, wenn Papi volltrunken mit hundertachtzig Sachen die Autobahn in der falschen Richtung lang brettert…….es wird knallen…….es ist bloss die Frage, wann.

    PS. Wenn ick den erwische, der die 20.000 Japaner im explodierenden KKW versteckt hat……setzt es eine Tracht Prügel, aber sowas von!

    Onkel Heinz…………im Land der Bekloppten und Bescheuerten

  16. @Michi….#14

    Ick kann Dir verstehen……nach der Wende sind auch in unserer Stadt diverse Schlipsträger aus den alten Bundesländern eingetrudelt……die wohl drüben so einen schlechten Ruf hatten, das se echt nur noch in Ossi-Land auf ne neue Chance zum Bescheißen hoffen durften.
    Inzwischen sind die Nieten im Nadelstreifen reihenweise zurück exportiert worden……

    Mein liebster Spruch war jahrelang………“Euch Ossis werden wir erstmal das Arbeiten beibringen“……juhu.
    Naja……passt jetzt nicht so richtig zum Thema und soll auch keine alten Gräben aufreißen, wollt ick nur mal so am Rande zum Besten geben.

    Inzwischen erkennt man zwischen Ost- und West-Idioten kaum noch Unterschiede…..und neue Besen kehren gut und Filz kann man nicht nur zur Herstellung von Hüten benutzen.

    Juhu…….wir verblöden, und dat is auch gut so.
    Onkel Heinz…….hat Gott sei Dank noch einen Ossi-Geschäftsführer mit technischen Qualitäten

  17. @Heinz #15
    Das Politische Willkür Gesetz EEG (=marktfeindlich) zeigt immer mehr sein Hässliches Gesicht.
    Erst weckt es die Gier in der Gesellschaft und unter den Politikern und ist die erst einmal geweckt…..dann wird aus einer geordneten und ziviliersten Gesellschaft (Vernunft und Verstand) ein zerstrittener, feindlicher Chaoshaufen.
    Dies war schon bei Einführung des EEG für jeden erkennbar, der es erkennen wollte….Mutti-Merkel wollte dies anscheinden nicht erkennen oder hat dies bewusst so gewollt….

  18. @Hofi

    EEG = Klimaschutzgelderpressung!
    Wenn man mafiöse Methoder der Geldeintreibung benutzt….muss man sich nicht wundern, das auch normale Bürger die schiere Geldgier bekommt.

    Wem ham wir das zu verdanken?……Hans Joseph Fell

    In diesen Sinne…..schönes, verregnetes Wochenende.
    H.E.

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