Lesetipp: Das Buch, das die Malaria zurückholte

26. August 2012 | Von | Kategorie: Blog

Ulli Kulke in seinem wunderbaren und bei dieser Gelegenheit unseren Lesern wärmstens empfohlenen Blog „Donner und Doria“ auf WeltOnline:

Keine Chemikalie wurde weltweit so sehr zu Unrecht verteufelt wie DDT. Sein Verbot hat viele Millionen Todesopfer durch Malaria gefordert. Dabei hält sich der gesundheitliche Schaden bei seiner Anwendung sehr in Grenzen. Vor 50 Jahren erschien das Buch, das diese fatale Entwicklung ins Rollen brachte. 

Das Buch hat Weltgeschichte geschrieben: “Der stumme Frühling”, vor 50 Jahren, im September 1962 kam es heraus. Seine Autorin, Rachel Carson, gilt als eine Begründerin der globalen Umweltbewegung, steht auf der Liste des “Time Magazine” mit den 100 einflussreichsten Menschen des vergangenen Jahrhunderts. Ein wichtiges, ein wegweisendes Buch, dem die Welt viel zu verdanken hat.

So sehen es die einen.

Andere sehen es so: Die ersten Auflagen des Buches waren zumindest indirekt mitverantwortlich für jährlich eineinhalb bis drei Millionen Todesfälle, bis heute, seit Jahrzehnten. Für einige Milliarden schwerster Krankheitsfälle, für anhaltende Malariaepidemien während der letzten zwei, drei Jahrzehnte in Afrika, Lateinamerika und Südasien.

Vor allem Kinder in den armen Ländern waren und sind die Opfer und Leidtragenden, weil ihnen – als Folge jenes Buches – die einfachste und plausibelste Krankheitsbekämpfung versagt blieb. Das Buch ist mitverantwortlich für schwere, nachhaltige volkswirtschaftliche Schäden, für Not und Elend in der Bevölkerung. Es gibt wenige Bücher in der Geschichte, die mit solchen Dimensionen in Verbindung gebracht werden könnten. (hier weiter lesen…)

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4 Kommentare
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  1. So weit ich gelesen haben ist DDT seit 2004 (Stockholmer Konvention) nur noch für den Einsatz gegen krankheitsübertragende Insekten erlaubt. Damit ist der Haupkritikpunkt des Artikels ja wohl hinfällig. Leider geht der Artikel mit keinem Wort auf die Problematik der Resistenzen ein, die durch massiven Einsatz von DDT in der Landwirtschaft begünstigt werden. Insgesamt macht der Artikel den Eindruck eines FUD’s. Was für die WELT ja sicher nicht ungewöhnlich ist.

  2. @ Michael

    Nein, der Artikel hat mit FUD nichts zu tun. Er dokumentiert zweierlei. Zum einen den Beginn der globalen Umweltbewegung, welche mit dem Erscheinen Rachel Carsons Buch einen eneormen Schwung, vielleicht sogar die Initialzündung bekam. Und zum anderen dokumentiert er das, was man heute als „den Sündenfall“ eben dieser globalen Umweltbewegung ansieht, nämlich das Verbot von DDT zur Malariabekämpfung.

    In dem Artikel wird nicht der Einsatz von DDT kritisiert, sondern der Kampf dagegen und dass dieser Kampf viele Millionen Tote gefordert hat. Ich würde empfehlen, den Artikel unter diesen Gesichtspunkt noch einmal zu lesen. Er lohnt nämlich wirklich.

  3. Hm, irgendwie scheint der Spamfilter etwas gegen mich zu haben.

  4. Ups, falscher Blogbeitrag, sorry

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